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Stefan Krappweis, Vortrag in Salvator, Berlin, 8.3.2007 0 Demografischer Wandel in Ostdeutschland Menschen gehen, Wölfe kommen? Stefan Krappweis Gemeinsame.

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1 Stefan Krappweis, Vortrag in Salvator, Berlin, Demografischer Wandel in Ostdeutschland Menschen gehen, Wölfe kommen? Stefan Krappweis Gemeinsame Landesplanungsabteilung Berlin-Brandenburg Demografischer Wandel in Ostdeutschland Menschen gehen, Wölfe kommen? Stefan Krappweis Gemeinsame Landesplanungsabteilung Berlin-Brandenburg

2 Stefan Krappweis, Vortrag in Salvator, Berlin, Welt 20. Jahrhundert: Bevölkerungsexplosion Bei gleich bleibender Fruchtbarkeit (2,83 Kinder je Frau ) würden in 150 Jahren 244 Milliarden Menschen, in 300 Jahren 134 Billionen Menschen auf der Erde leben. UN, World- Population in 2300, S. 2 Tragfähigkeit der Erde (max. Zahl von Menschen, die versorgt werden können): ca Milliarden Menschen (1765) 20. Jahrhundert: Bevölkerungsexplosion Bei gleich bleibender Fruchtbarkeit (2,83 Kinder je Frau ) würden in 150 Jahren 244 Milliarden Menschen, in 300 Jahren 134 Billionen Menschen auf der Erde leben. UN, World- Population in 2300, S. 2 Tragfähigkeit der Erde (max. Zahl von Menschen, die versorgt werden können): ca Milliarden Menschen (1765) Anstieg um 1 Mrd. nach Jahren: 9. Mrd.: Mrd.: Mrd.: Mrd.: Mrd.: Mrd.: Mrd.: Mrd.: 123 Anstieg um 1 Mrd. nach Jahren: 9. Mrd.: Mrd.: Mrd.: Mrd.: Mrd.: Mrd.: Mrd.: Mrd.: 123

3 Stefan Krappweis, Vortrag in Salvator, Berlin, Welt 2100: Ende des Wachstums Höchststand 2100: 9,06 Mrd. EW EW-Anteil in % Afrika13,124,9 Asien60,655,4 Europa12,0 6,5 Nordamerika 5,2 5,2 Lateinamerika 8,6 8,1 Ozeanien 0,5 0,5 2100: Asien und Afrika mehr als 80 % der Weltbevölkerung Europa: -190 Mio EW Mittleres Szenario: ab Jahre unterhalb der natürlichen Reproduktion (2,1 Kinder pro Frau in Europa), danach natürliche Reproduktion Höchststand 2100: 9,06 Mrd. EW EW-Anteil in % Afrika13,124,9 Asien60,655,4 Europa12,0 6,5 Nordamerika 5,2 5,2 Lateinamerika 8,6 8,1 Ozeanien 0,5 0,5 2100: Asien und Afrika mehr als 80 % der Weltbevölkerung Europa: -190 Mio EW Mittleres Szenario: ab Jahre unterhalb der natürlichen Reproduktion (2,1 Kinder pro Frau in Europa), danach natürliche Reproduktion WORLD POPULATION IN 2300, Highlights;

4 Stefan Krappweis, Vortrag in Salvator, Berlin, Zukünftige Geburtenziffern weltweit BiB-Mitteilungen 2/2004 TFR = total fertility rate (zusammengefasste Geburtenziffer) BiB-Mitteilungen 2/2004 TFR = total fertility rate (zusammengefasste Geburtenziffer)

5 Stefan Krappweis, Vortrag in Salvator, Berlin, Demografischer Wandel in Ostdeutschland Gliederung 1.Faktoren, Kennzahl, Paradoxien 2.Trends Europa, Deutschland, Brandenburg 3.Folgen für Brandenburg 4.Wer ist gefordert? 5.Gestaltungsmöglichkeiten 6.Prioritäten für mehr Geburten (alte/neue Länder) Gliederung 1.Faktoren, Kennzahl, Paradoxien 2.Trends Europa, Deutschland, Brandenburg 3.Folgen für Brandenburg 4.Wer ist gefordert? 5.Gestaltungsmöglichkeiten 6.Prioritäten für mehr Geburten (alte/neue Länder)

6 Stefan Krappweis, Vortrag in Salvator, Berlin, Faktoren demografischer Entwicklung Geburtenrate Staatliche Alterssicherung, soziale Sicherung Kinderschutz (Arbeitskräfte in Bauern-/Handwerkerhaushalten) Bildungsstand; Individualisierung Erwerbstätigkeit Einkommen/BIP Familienstand (ledig, verheiratet) Arbeitsmarkt/Arbeitslosenquote (Weltwirtschaftskrise, Wendekrise) Mittleres Gebäralter Mutterschutz Lebensstandardsicherung bei Babypause (finanz. Unabhängigkeit vom Mann: bezahlte Elternzeit, Kindergeld, Steuerregelungen) Kinderbetreuung Geburtenrate Staatliche Alterssicherung, soziale Sicherung Kinderschutz (Arbeitskräfte in Bauern-/Handwerkerhaushalten) Bildungsstand; Individualisierung Erwerbstätigkeit Einkommen/BIP Familienstand (ledig, verheiratet) Arbeitsmarkt/Arbeitslosenquote (Weltwirtschaftskrise, Wendekrise) Mittleres Gebäralter Mutterschutz Lebensstandardsicherung bei Babypause (finanz. Unabhängigkeit vom Mann: bezahlte Elternzeit, Kindergeld, Steuerregelungen) Kinderbetreuung Lebenserwartung/ Sterberate Gesellschaftlich: Frieden Medizinische Versorgung Hygiene, Desinfektion Arbeitsbedingungen (Bergwerk oder Büroarbeit) Unfallverhütung (Arbeitsschutz, Verkehr) Umweltschutz (Smog, S0 2 ) Individuell: Ernährung (Hunger, Vitamine) Hygiene, Desinfektion Konsum (Tabak) Lebensgewohnheiten (Frau, Mann) Fitness Lebenserwartung/ Sterberate Gesellschaftlich: Frieden Medizinische Versorgung Hygiene, Desinfektion Arbeitsbedingungen (Bergwerk oder Büroarbeit) Unfallverhütung (Arbeitsschutz, Verkehr) Umweltschutz (Smog, S0 2 ) Individuell: Ernährung (Hunger, Vitamine) Hygiene, Desinfektion Konsum (Tabak) Lebensgewohnheiten (Frau, Mann) Fitness Wanderung Gesellschaftliche Lebensbedingungen (persönliche Freiheit, Asyl) Einkommensgefälle Arbeitsplatzangebot (Hochqualifizierte, Wissenschaftler), Existenzgründungshilfe (Steuerfreiheit) Natürliche Lebensbedingungen, Attraktivität (Florida, Mallorca, Fremdenverkehrsgebiete) weiche Standortfaktoren, Infrastrukturausstattung (Bsp. Kita auf dem Telegrafenberg in Potsdam) Wanderung Gesellschaftliche Lebensbedingungen (persönliche Freiheit, Asyl) Einkommensgefälle Arbeitsplatzangebot (Hochqualifizierte, Wissenschaftler), Existenzgründungshilfe (Steuerfreiheit) Natürliche Lebensbedingungen, Attraktivität (Florida, Mallorca, Fremdenverkehrsgebiete) weiche Standortfaktoren, Infrastrukturausstattung (Bsp. Kita auf dem Telegrafenberg in Potsdam)

7 Stefan Krappweis, Vortrag in Salvator, Berlin, Geburtenrate - Fertilitätsmaß Zusammengefasste Geburtenziffer (total fertility rate TFR ): durchschnittl. Kinderzahl einer Frau (wenn Geburtenzahl des betrachteten Jahres von ihrem Lebensjahr gelten würde) Deutschland: 1,3 EU: 1,47 Welt:2,83 Zusammengefasste Geburtenziffer (total fertility rate TFR ): durchschnittl. Kinderzahl einer Frau (wenn Geburtenzahl des betrachteten Jahres von ihrem Lebensjahr gelten würde) Deutschland: 1,3 EU: 1,47 Welt:2,83

8 Stefan Krappweis, Vortrag in Salvator, Berlin, Sterberate: kein Limit bei Lebenserwartung Lebenserwartung 2300 keine Obergrenze absehbar Spitzenreiter Japan: 108 Jahre (Frauen), 104 Jahre (Männer) Schlusslichter Liberia und Mali: 88 Jahre (Frauen) 87 Jahre (Männer) MDC: more developed countries LDC: less/least developed countries Deutschland: Anstieg Lebenserwartung: 2-3 Monate pro Jahr, in 4-6 Jahren um 1 Lebensjahr, Rentenalter (65/60) unverändert seit 1916 Lebenserwartung 2300 keine Obergrenze absehbar Spitzenreiter Japan: 108 Jahre (Frauen), 104 Jahre (Männer) Schlusslichter Liberia und Mali: 88 Jahre (Frauen) 87 Jahre (Männer) MDC: more developed countries LDC: less/least developed countries Deutschland: Anstieg Lebenserwartung: 2-3 Monate pro Jahr, in 4-6 Jahren um 1 Lebensjahr, Rentenalter (65/60) unverändert seit 1916 WORLD POPULATION IN 2300, Highlights, S. 5f;

9 Stefan Krappweis, Vortrag in Salvator, Berlin, Alterung 21. Jahrhundert: Alterung very old Europe Mittleres Szenario: ab Jahre unterhalb natürl. Reproduktion ( 2,1 Kinder pro Frau), danach natürliche Reproduktion 21. Jahrhundert: Alterung very old Europe Mittleres Szenario: ab Jahre unterhalb natürl. Reproduktion ( 2,1 Kinder pro Frau), danach natürliche Reproduktion Vgl. Informationen zur politischen Bildung Nr. 282/2004 Bevölkerungsentwicklung, S. 15, eigene Darstellung, Quelle: Bevölkerungsprognose UN, WORLD POPULATION IN 2300, Highlights;

10 Stefan Krappweis, Vortrag in Salvator, Berlin, Demografischer Wandel - Paradoxien Industrieländer Je größer Wohlstand (Pro-Kopf-Einkommen), desto geringer Geburtenrate (demografisch-ökonomisches Paradoxon) Alte Bundesländer: Steigendes Einkommen/Bildung, sinkende Kinderzahl (DINKS; DCC) Transformationsländer: (Wirtschafts)krisen schweißen die Paare zusammen (Scheidungsrate), Kinder kommen nicht heraus Brandenburg/Neue Länder: Nicht Arbeitslose wandern, sondern gut Qualifizierte Je mehr wir in Bildung investieren, umso größer die Gefahr der Abwanderung Trotz Kinderbetreuung Geburtenrate niedriger als im Südwesten (schlecht betreut) Industrieländer Je größer Wohlstand (Pro-Kopf-Einkommen), desto geringer Geburtenrate (demografisch-ökonomisches Paradoxon) Alte Bundesländer: Steigendes Einkommen/Bildung, sinkende Kinderzahl (DINKS; DCC) Transformationsländer: (Wirtschafts)krisen schweißen die Paare zusammen (Scheidungsrate), Kinder kommen nicht heraus Brandenburg/Neue Länder: Nicht Arbeitslose wandern, sondern gut Qualifizierte Je mehr wir in Bildung investieren, umso größer die Gefahr der Abwanderung Trotz Kinderbetreuung Geburtenrate niedriger als im Südwesten (schlecht betreut)

11 Stefan Krappweis, Vortrag in Salvator, Berlin, Warum Kinder? Wirtschaftliche und emotionale Gründe? Arbeits- nutzen Versiche- rungs- nutzen Nutzen und Kosten eines Kindes entsprechend seiner Parität Konsum- Nutzen Direkte und indirekte Kosten Pro-Kopf-Einkommen

12 Stefan Krappweis, Vortrag in Salvator, Berlin, Mehr Wohlstand – weniger Kinder

13 Stefan Krappweis, Vortrag in Salvator, Berlin, Europa: Schrumpfung Fruchtbarkeit in Transformationsländern im roten Bereich Fruchtbarkeit in Transformationsländern im roten Bereich Quelle: Demografische Forschung, 2004 Nr. 4,

14 Stefan Krappweis, Vortrag in Salvator, Berlin, Deutschland: Schrumpfung bis 2050 von 82,5 auf Mio. EW Variante 5: - 7,5 Mio. EW (Zuwanderung: EW/Jahr) Variante 1: - 17,5 Mio. EW (Zuwanderung: EW/Jahr) Deutschlands drei demografische Weltrekorde: 1.früheste Schrumpfung infolge niedriger Geburtenrate 1969/1972 (DDR/BRD) 2.höchster Anteil Kinderloser 3.Stärkste Zuwanderung je EW 1980er Jahre: EW/ EW, USA: 245 EW) Herwig Birg, Deutschlands Weltrekorde GRUNDKURS DEMOGRAPHIE - ERSTE LEKTION, FAZ, Quelle: Statistisches Bundesamt, Bevölkerungsprognose 2050, bis 2050 von 82,5 auf Mio. EW Variante 5: - 7,5 Mio. EW (Zuwanderung: EW/Jahr) Variante 1: - 17,5 Mio. EW (Zuwanderung: EW/Jahr) Deutschlands drei demografische Weltrekorde: 1.früheste Schrumpfung infolge niedriger Geburtenrate 1969/1972 (DDR/BRD) 2.höchster Anteil Kinderloser 3.Stärkste Zuwanderung je EW 1980er Jahre: EW/ EW, USA: 245 EW) Herwig Birg, Deutschlands Weltrekorde GRUNDKURS DEMOGRAPHIE - ERSTE LEKTION, FAZ, Quelle: Statistisches Bundesamt, Bevölkerungsprognose 2050,

15 Stefan Krappweis, Vortrag in Salvator, Berlin, Deutschland: Schrumpfung bis 2050 je nach Zuwanderung von 82,5 auf Mio. EW - 7,5 Mio. EW (Zuwanderung: EW/Jahr) - 17,5 Mio. EW (Zuwanderung: EW/Jahr) Geburtendefizit pro Jahr: 2000: EW 2050: EW Quelle: Statistisches Bundesamt, Bevölkerungsprognose 2050, S. 27 bis 2050 je nach Zuwanderung von 82,5 auf Mio. EW - 7,5 Mio. EW (Zuwanderung: EW/Jahr) - 17,5 Mio. EW (Zuwanderung: EW/Jahr) Geburtendefizit pro Jahr: 2000: EW 2050: EW Quelle: Statistisches Bundesamt, Bevölkerungsprognose 2050, S. 27

16 Stefan Krappweis, Vortrag in Salvator, Berlin, Bevölkerungsentwicklung – alte Länder Hauptbewegungen in alte Länder: 1. Vertriebene : 8 Mio. (Anteil 16 %) 2. Aussiedler (dt. Siedlungsgebiete im Ausland) 1950 bis heute: 4,3 Mio. 3. Übersiedler 1950-Mauerbau: 2,6 Mio. Ausländer 1965 bis heute: 6,6 Mio. (insgesamt 7,3 Mio.) 4.Gastarbeiter 5.Asyl 6. Innerdeutsche Ost-West- Wanderer seit 1989: 1,5 Mio. Hauptbewegungen in alte Länder: 1. Vertriebene : 8 Mio. (Anteil 16 %) 2. Aussiedler (dt. Siedlungsgebiete im Ausland) 1950 bis heute: 4,3 Mio. 3. Übersiedler 1950-Mauerbau: 2,6 Mio. Ausländer 1965 bis heute: 6,6 Mio. (insgesamt 7,3 Mio.) 4.Gastarbeiter 5.Asyl 6. Innerdeutsche Ost-West- Wanderer seit 1989: 1,5 Mio.

17 Stefan Krappweis, Vortrag in Salvator, Berlin, Bevölkerungsentwicklung – Neue Länder Hauptbewegungen neue Länder: Vertriebene (Neubürger, Umsiedler) : 4,1 Mio. (Anteil 22 %) Übersiedler Mauerbau: -2,6 Mio. Innerdeutsche Ost-West- Wanderer (Saldo) bis 2003: seit 1989: -1,5 Mio. Hauptbewegungen neue Länder: Vertriebene (Neubürger, Umsiedler) : 4,1 Mio. (Anteil 22 %) Übersiedler Mauerbau: -2,6 Mio. Innerdeutsche Ost-West- Wanderer (Saldo) bis 2003: seit 1989: -1,5 Mio.

18 Stefan Krappweis, Vortrag in Salvator, Berlin, Bevölkerungsentwicklung – Neue Länder Wanderungsmanagement der Verlierer (Rückholwerbung, Rückholagenturen): Mecklenburg-Vorpommern: mv4you, Rückholagentur Sachsen-Anhalt: Heimatschachtel Care um-Pakete Sachsen: Sachse, komm zurück Quelle: Ossis zurück in den Osten, Financial Times Deutschland, 30. September 2005Ossis zurück in den Osten Wanderungsmanagement der Verlierer (Rückholwerbung, Rückholagenturen): Mecklenburg-Vorpommern: mv4you, Rückholagentur Sachsen-Anhalt: Heimatschachtel Care um-Pakete Sachsen: Sachse, komm zurück Quelle: Ossis zurück in den Osten, Financial Times Deutschland, 30. September 2005Ossis zurück in den Osten

19 Stefan Krappweis, Vortrag in Salvator, Berlin, Deutschland: Bevölkerungs(um)verteilung (nach Kreisen): Fernwanderung ín Alte Länder zur Arbeit Nahwanderung aus den Kernstädten ins Umland in die größere Wohnung (Suburbanisierung) Quelle: BBR (nach Kreisen): Fernwanderung ín Alte Länder zur Arbeit Nahwanderung aus den Kernstädten ins Umland in die größere Wohnung (Suburbanisierung) Quelle: BBR

20 Stefan Krappweis, Vortrag in Salvator, Berlin, Geburtenrate: Vergleich alte/neue Länder Quelle: Statistisches Bundesamt

21 Stefan Krappweis, Vortrag in Salvator, Berlin, Deutschland: Alterung Altersaufbau Deutschland Von der Pyramide zur Pappel

22 Stefan Krappweis, Vortrag in Salvator, Berlin, Deutschland: Alterung Quelle: Geißler, R., Die Sozialstruktur Deutschlands, 3. Aufl., Bonn 2002, eigene Darstellung

23 Stefan Krappweis, Vortrag in Salvator, Berlin, Brandenburg Kinderjahrgänge wie zu Kriegszeiten Altersschwer- punkt des Brandenburger Lebensbaumes verschiebt sich immer weiter nach oben Demo- grafisches Echo des Wendeknicks

24 Stefan Krappweis, Vortrag in Salvator, Berlin, Brandenburg: Umverteilung EW (+6,6 %) EW (-14,9 %) EW (-7 %)

25 Stefan Krappweis, Vortrag in Salvator, Berlin, Brandenburg – Umverteilung

26 Stefan Krappweis, Vortrag in Salvator, Berlin, Brandenburg 2001 bis 2020 mehr Zuwanderung (Berlin, Ausland) als Abwanderung (alte Länder): EW aber zu wenig Geburten: EW = EW (-7 %) (entspricht EW-Zahl des Landkreises Märkisch- Oderland) Geburten-/Sterbesaldo: Wanderungssaldo: Verhältnis 1. zu 2. 4,7:1 Aktuelle Zahlen: de&_siteid=92 &_siteid= bis 2020 mehr Zuwanderung (Berlin, Ausland) als Abwanderung (alte Länder): EW aber zu wenig Geburten: EW = EW (-7 %) (entspricht EW-Zahl des Landkreises Märkisch- Oderland) Geburten-/Sterbesaldo: Wanderungssaldo: Verhältnis 1. zu 2. 4,7:1 Aktuelle Zahlen: de&_siteid=92 &_siteid=92

27 Stefan Krappweis, Vortrag in Salvator, Berlin, Brandenburg – Verdichtung u. Entleerung 2004 und 2030

28 Stefan Krappweis, Vortrag in Salvator, Berlin, Prognose 2030 Land Brandenburg Bevölkerungsentwicklung (Prognose 2006) nicht so sehr Abwanderung, sondern Geburtenausfall das Problem! nicht so sehr Abwanderung, sondern Geburtenausfall das Problem!

29 Stefan Krappweis, Vortrag in Salvator, Berlin, Brandenburg Alterspezifische Wanderungssalden (Summe der Jahre 1991 bis 1999) mit anderen Bundesländern (gestapelte Werte) Wanderungsminus Ostdeutscher –Studenten: –Studentinnen: Speer in Eberswalde Alterspezifische Wanderungssalden (Summe der Jahre 1991 bis 1999) mit anderen Bundesländern (gestapelte Werte) Wanderungsminus Ostdeutscher –Studenten: –Studentinnen: Speer in Eberswalde

30 Stefan Krappweis, Vortrag in Salvator, Berlin, Folgen für Brandenburg Finanzen: Mindereinnahme: (Länderfinanzausgleich, Soli II und Bundesergänzungszuweisungen basieren auf Einwohnerzahl) /Jahr/EW 400 Mio. im Jahr 2020 Jahr 2020 Haushaltsdefizit 2020: 3,5 Mrd. Kreditfinanzierungsquote von 12,1 % auf 30 % Finanzen: Mindereinnahme: (Länderfinanzausgleich, Soli II und Bundesergänzungszuweisungen basieren auf Einwohnerzahl) /Jahr/EW 400 Mio. im Jahr 2020 Jahr 2020 Haushaltsdefizit 2020: 3,5 Mrd. Kreditfinanzierungsquote von 12,1 % auf 30 %

31 Stefan Krappweis, Vortrag in Salvator, Berlin, Anpassen Betreuung - Anpassung vollzogen: von auf Stellen (-65 %) (2001 zu 1992) Betreuung - Anpassung vollzogen: von auf Stellen (-65 %) (2001 zu 1992) Bildung - Grundschulen: bisher aufgelöst: 175 (80 % im äE) noch aufzulösen: 40 langfristiger Bestand: –450, (Mehrzahl einzügig), –davon 45 Kleine Grundschulen (jahrgangsübergreifende Klassen) Einzugsbereich je Grundschule: EW bzw. 65 km² (M-V: 54 km²) Bildung - Grundschulen: bisher aufgelöst: 175 (80 % im äE) noch aufzulösen: 40 langfristiger Bestand: –450, (Mehrzahl einzügig), –davon 45 Kleine Grundschulen (jahrgangsübergreifende Klassen) Einzugsbereich je Grundschule: EW bzw. 65 km² (M-V: 54 km²)

32 Stefan Krappweis, Vortrag in Salvator, Berlin, Anpassen Bildung - Sekundarstufe I: (Gesamtschulen, Gymnasien, Realschulen) Bisher aufgelöst: 70 Noch aufzulösen: 157 Langfristiger Bestand: 232 Zukünftiger Einzugsbereich: Gymnasium: 350 km² (Schleswig-Holstein: 154 km²) sonstige Sek-1-Schule: 195 km² (Schleswig-Holstein: 36 km²) Bildung - Sekundarstufe I: (Gesamtschulen, Gymnasien, Realschulen) Bisher aufgelöst: 70 Noch aufzulösen: 157 Langfristiger Bestand: 232 Zukünftiger Einzugsbereich: Gymnasium: 350 km² (Schleswig-Holstein: 154 km²) sonstige Sek-1-Schule: 195 km² (Schleswig-Holstein: 36 km²) Bildung - Sekundarstufe II: Gymnasiale Oberstufe (an Gymnasien, Gesamtschulen, OSZ) Gegenwärtiger Bestand: 162 Zukünftiger Bestand: Bildung - Sekundarstufe II: Gymnasiale Oberstufe (an Gymnasien, Gesamtschulen, OSZ) Gegenwärtiger Bestand: 162 Zukünftiger Bestand: Ziel: Reduzierung Schulformen Sek I: Sekundarschule (Real- und Gesamtschule zusammenlegen) Sek II: nur noch Gymnasien und OSZ Ziel: Reduzierung Schulformen Sek I: Sekundarschule (Real- und Gesamtschule zusammenlegen) Sek II: nur noch Gymnasien und OSZ

33 Stefan Krappweis, Vortrag in Salvator, Berlin, Bsp. Schulnetzplanung Bestimmung Schuleinzugsgebiete: Anteil Schülerjahrgang an Gesamtbevölkerung (Mantelbevölkerung) 2006: 1,5 %, 2015: 0,7% Einzugsgebiet Sekundarschule (2-zügig, je 20 Schüler): 2006: EW 2015: EW Auswirkungen für Grund- und Kleinzentren Bestimmung Schuleinzugsgebiete: Anteil Schülerjahrgang an Gesamtbevölkerung (Mantelbevölkerung) 2006: 1,5 %, 2015: 0,7% Einzugsgebiet Sekundarschule (2-zügig, je 20 Schüler): 2006: EW 2015: EW Auswirkungen für Grund- und Kleinzentren

34 Stefan Krappweis, Vortrag in Salvator, Berlin, Wirtschaft Sinkende Nachfrage: Branchen mit unelastischer Nachfrage im äE: (nicht preis-, sondern einwohnerabhängig) –Ernährung –Handwerk Wachsende Bedeutung der Seniorenhaushalte für Konsumnachfrage DIW-Wochenbericht 23/2007 Sinkende Nachfrage: Branchen mit unelastischer Nachfrage im äE: (nicht preis-, sondern einwohnerabhängig) –Ernährung –Handwerk Wachsende Bedeutung der Seniorenhaushalte für Konsumnachfrage DIW-Wochenbericht 23/2007 Arbeitsmarkt: Fachkräftemangel trotz Langzeitarbeitslosigkeit Arbeitsmarkt: Fachkräftemangel trotz Langzeitarbeitslosigkeit Wohnungsleerstand: Konzentration auf Plattenbau und unsanierte Altbauwohnungen WE in den Städten (>5.000 EW) WE in Gemeinden (< EW) im eV seit 1998 rückläufig, im äE stark ansteigend Insolvenzgefahr bei 50 Unternehmen mit mehr als 15 % Leerstand Wohnungsleerstand: Konzentration auf Plattenbau und unsanierte Altbauwohnungen WE in den Städten (>5.000 EW) WE in Gemeinden (< EW) im eV seit 1998 rückläufig, im äE stark ansteigend Insolvenzgefahr bei 50 Unternehmen mit mehr als 15 % Leerstand

35 Stefan Krappweis, Vortrag in Salvator, Berlin, Wer ist gefordert? Bund soziale Sicherungssysteme Ost-West-Angleichung Aufbau Ost Familienpolitik (u.a. Betreuung) Zuwanderung Land Haushaltskonsolidierung Krankenhäuser, Bildung, Jugend, Kultur, Sport Strukturförderung Kommunen Daseinsvorsorge Bund soziale Sicherungssysteme Ost-West-Angleichung Aufbau Ost Familienpolitik (u.a. Betreuung) Zuwanderung Land Haushaltskonsolidierung Krankenhäuser, Bildung, Jugend, Kultur, Sport Strukturförderung Kommunen Daseinsvorsorge Staat Private Wirtschaft Familienfreundlichkeit rechnet sich Versorgungswirtschaft Flächenversorgung bei sinkender Nachfrage gewährleisten: Ärzte, Energie, Post, Telekom, Rundfunk, Wasser, Abwasser, Abfall, Finanzdienstleistungen Gesellschaftliche Organisationen Verantwortung in nichtstaatlicher Trägerschaft (Subsidiarität) Engagement gemeinwohlorientierte Dienstleistungen (Öko-Ranger) Ehrenamt Wirtschaft Familienfreundlichkeit rechnet sich Versorgungswirtschaft Flächenversorgung bei sinkender Nachfrage gewährleisten: Ärzte, Energie, Post, Telekom, Rundfunk, Wasser, Abwasser, Abfall, Finanzdienstleistungen Gesellschaftliche Organisationen Verantwortung in nichtstaatlicher Trägerschaft (Subsidiarität) Engagement gemeinwohlorientierte Dienstleistungen (Öko-Ranger) Ehrenamt

36 Stefan Krappweis, Vortrag in Salvator, Berlin, Gestaltungsmöglichkeiten (Bund, Länder) a) Familienpolitik, Bevölkerungspolitik b) Zuwanderungspolitik c) Wirtschaftspolitik (GA; Behörden, Bundeswehr) a) Familienpolitik, Bevölkerungspolitik b) Zuwanderungspolitik c) Wirtschaftspolitik (GA; Behörden, Bundeswehr)

37 Stefan Krappweis, Vortrag in Salvator, Berlin, a) Familienpolitik - Kinderwunsch und Kosten-Frage Industrieländer mit wachsender Frauenerwerbsbeteiligung Problem Erwerbsunterbrechung/ Babypause der Frau: mit wachsendem Einkommen/Bildung höhere Einkommensausfälle ( Opportunitätskosten ) Verschlechterung adäquater Erwerbs- und Aufstiegschancen auf dem Arbeitsmarkt nach Wiedereinstieg (Karrierebruch) materielle Unabhängigkeit vom Mann Forsa/Ifo-Umfrage für Eltern: Warum keine Kinder?: Richtiger Partner fehlt: 44 % Karrierehemmer: 42 % (Mütter) Berufliche Unsicherheit: 40 % Verlust Unabhängigkeit: 34 % Höhere Kosten: 29 % Empfehlung Ifo: Statt Ehegattensplitting Familiensplitting wíe in Frankreich (alle Mitglieder zählen) dpa Forsa/Ifo-Umfrage für Eltern: Warum keine Kinder?: Richtiger Partner fehlt: 44 % Karrierehemmer: 42 % (Mütter) Berufliche Unsicherheit: 40 % Verlust Unabhängigkeit: 34 % Höhere Kosten: 29 % Empfehlung Ifo: Statt Ehegattensplitting Familiensplitting wíe in Frankreich (alle Mitglieder zählen) dpa

38 Stefan Krappweis, Vortrag in Salvator, Berlin, Frauen – Wünsche, Werte, Wirklichkeit finanzielle Unabhängigkeit am wichtigsten: 1.Finanzielle Unabhängigkeit 94 % 2.Wunsch nach Kindern: 88 % 3.Mann fürs Leben: 85 % lt. Emnid-Umfrage für die Commerzbank, Tagesspiegel, Kinderwunsch: 1,8 Kinder Geburtenrate: 1,3 Kinder zu wenig Betreuungsangebote für < 3-Jährige: 60 % der 18- bis 29-jährigen Mütter und Väter längere und flexiblere Öffnungszeiten der Kitas: 60 % der Eltern, nur 5 % aller Kitas haben nach 18 Uhr und nur 1 % samstags geöffnet Wunsch nach Erwerbstätigkeit: 70 % der nicht arbeitenden Mütter mit Kindern bis zu 14 Jahren (es mangelt aber an einer Kinderbetreuung). finanzielle Unabhängigkeit am wichtigsten: 1.Finanzielle Unabhängigkeit 94 % 2.Wunsch nach Kindern: 88 % 3.Mann fürs Leben: 85 % lt. Emnid-Umfrage für die Commerzbank, Tagesspiegel, Kinderwunsch: 1,8 Kinder Geburtenrate: 1,3 Kinder zu wenig Betreuungsangebote für < 3-Jährige: 60 % der 18- bis 29-jährigen Mütter und Väter längere und flexiblere Öffnungszeiten der Kitas: 60 % der Eltern, nur 5 % aller Kitas haben nach 18 Uhr und nur 1 % samstags geöffnet Wunsch nach Erwerbstätigkeit: 70 % der nicht arbeitenden Mütter mit Kindern bis zu 14 Jahren (es mangelt aber an einer Kinderbetreuung). Männererwerbsquote 2005: 80,4 %.

39 Stefan Krappweis, Vortrag in Salvator, Berlin, Kinderlose Akademikerinnen hohe Kinderlosigkeit von 40 % schon in 1970er Jahren. Hochschulabschluss: 2 % der Jährigen (2000: 10 %) Ohne Kind: Akademikerinnen: 40 %, Abiturientinnen: 30 %, Mittlere Reife 25 %, Hauptschule: 20 % Heike Wirth und Kerstin Dümmler: Zunehmende Tendenz zu späteren Geburten und Kinderlosigkeit bei Akademikerinnen - Eine Kohortenanalyse auf der Basis von Mikrozensusdaten, Informationsdienst Soziale Indikatoren Ausgabe 32, 7/ hohe Kinderlosigkeit von 40 % schon in 1970er Jahren. Hochschulabschluss: 2 % der Jährigen (2000: 10 %) Ohne Kind: Akademikerinnen: 40 %, Abiturientinnen: 30 %, Mittlere Reife 25 %, Hauptschule: 20 % Heike Wirth und Kerstin Dümmler: Zunehmende Tendenz zu späteren Geburten und Kinderlosigkeit bei Akademikerinnen - Eine Kohortenanalyse auf der Basis von Mikrozensusdaten, Informationsdienst Soziale Indikatoren Ausgabe 32, 7/2004

40 Stefan Krappweis, Vortrag in Salvator, Berlin, Sinkende Kinderzahl bei Akademikerinnen BMFSFJ: Bev ö lkerungsorientierte Familienpolitik – ein Wachstumsfaktor. renstelle/Pdf- Anlagen/Bev_C3_B6lkerungsorientierte- Familienpolitik-ein- Wachstumsfaktor,property=pdf.pdf BMFSFJ: Bev ö lkerungsorientierte Familienpolitik – ein Wachstumsfaktor. renstelle/Pdf- Anlagen/Bev_C3_B6lkerungsorientierte- Familienpolitik-ein- Wachstumsfaktor,property=pdf.pdf

41 Stefan Krappweis, Vortrag in Salvator, Berlin, Qualifikation und Kinderlosigkeit

42 Stefan Krappweis, Vortrag in Salvator, Berlin, Ländervergleich Emanzipation oder Kindergeld? Wie sich die unterschiedlichen Kinderzahlen in den Ländern Europas erklären Marshall Petain, Radioansprache 17. Juni 1940: Zu wenig Kinder, zu wenig Waffen, zu wenig Verbündete: Wir sind besiegt, Charles de Gaulles, Aufruf März 1945: Frankreich braucht 12 Mio. Babys, Informationen zur politischen Bildung, Heft 285, S. 22 Adenauer 1956: Kinder bekommen die Leute sowieso Irland: geringer Anteil der Sozialausgaben am BSP (14,6 %), Schweden: 31,3 %, Tsp Kinder als Sozialversicherung wie in USA USA: 2,0 (2001)

43 Stefan Krappweis, Vortrag in Salvator, Berlin, Ländervergleich Babyboom in Frankreich: Geburtenrate 2006 erreicht magische Rate von zwei Babys pro Frau mehr Franzosen als Deutsche: Frankreich kann schon bald die Früchte seiner kinderfreundlichen Politik ernten. 99 % der Kinder ab 3 Jahren besuchen Ecole maternelle (freiwillig und kostenfrei, mit Rechtsanspruch) Ein im November vorgestellter Plan der konservativen Regierung soll innerhalb der kommenden fünf Jahre auch für Kinder unter drei Jahren Betreuungsmöglichkeiten sicherstellen. Babyboom in Frankreich: Geburtenrate 2006 erreicht magische Rate von zwei Babys pro Frau mehr Franzosen als Deutsche: Frankreich kann schon bald die Früchte seiner kinderfreundlichen Politik ernten. 99 % der Kinder ab 3 Jahren besuchen Ecole maternelle (freiwillig und kostenfrei, mit Rechtsanspruch) Ein im November vorgestellter Plan der konservativen Regierung soll innerhalb der kommenden fünf Jahre auch für Kinder unter drei Jahren Betreuungsmöglichkeiten sicherstellen.

44 Stefan Krappweis, Vortrag in Salvator, Berlin, Ländervergleich: Familie und Beruf Emanzipation oder Kindergeld? Wie sich die unterschiedlichen Kinderzahlen in den Ländern Europas erklären

45 Stefan Krappweis, Vortrag in Salvator, Berlin, Ländervergleich: Kinder ohne Trauschein Familie braucht keine Ehe Scheidungshäufigkeit Indikator für Gleichberechtigung (durch Erwerbstätigkeit abgesichert nach Trennung) Italien: 1/7, Schweden: ½ so viele Scheidungen wie Eheschließungen Emanzipation oder Kindergeld? Wie sich die unterschiedlichen Kinderzahlen in den Ländern Europas erklären

46 Stefan Krappweis, Vortrag in Salvator, Berlin, Ländervergleich: Sozialausgaben Frankreich: Betreuungsinfrastruktur, die nach kurzer Babypause Erwerbstätigkeit ermöglicht Familiensplitting Deutschland: Anreize für langes Pausieren Kindergeld (nach Luxemburg das zweithöchste Europas) Erziehungsgeld für 36 Monate Ehegattensplitting (9 Mrd. ) Frankreich: Betreuungsinfrastruktur, die nach kurzer Babypause Erwerbstätigkeit ermöglicht Familiensplitting Deutschland: Anreize für langes Pausieren Kindergeld (nach Luxemburg das zweithöchste Europas) Erziehungsgeld für 36 Monate Ehegattensplitting (9 Mrd. ) Emanzipation oder Kindergeld? Wie sich die unterschiedlichen Kinderzahlen in den Ländern Europas erklären

47 Stefan Krappweis, Vortrag in Salvator, Berlin, Ländervergleich: Betreuung unter 3-Jährige Quelle: Emanzipation oder Kindergeld? Wie sich die unterschiedlichen Kinderzahlen in den Ländern Europas erklären milienforschung_Emanzipation.pdf milienforschung_Emanzipation.pdf Schnelle Rückkehr in Beruf führt zu mehr Kindern: Betreuung der 1- bis 3- Jährigen Nur schwacher Zusammenhang zwischen Anteil betreuter Kinder zwischen 3-6 Jahren und Kinderzahl je Frau: keine schnelle Rückkehr in Beruf möglich, Karriereknick.

48 Stefan Krappweis, Vortrag in Salvator, Berlin, Zu klein für außerfamiliäre Betreuung? Fremdeln zwischen dem 8. und 10. Lebensmonat Ab 2. Lebensjahr nimmt Neugier auf Gleichaltrige zu Zweijährige entwickeln im Kontakt zu Gleichaltrigen bereits wertvolle soziale Kompetenzen, die in der Kleinfamilien nicht erlernt werden können (Konsens mit Gleichaltrigen, nicht nur Akzeptieren von Regeln der Erwachsenen) Quelle: Am richtigen Ort, Ursula von der Leyen will zusätzliche Krippenplätze schaffen. Ab wann ist es sinnvoll, Kinder in Kitas zu schicken? Tsp. Vom Meine Tochter konnte es kaum erwarten, in denn Kindergarten zu gehen (Neugier auf Gleichaltrige) Kinder-als-sie-in-den-Kindergarten-kamen.html Kinder-als-sie-in-den-Kindergarten-kamen.html Fremdeln zwischen dem 8. und 10. Lebensmonat Ab 2. Lebensjahr nimmt Neugier auf Gleichaltrige zu Zweijährige entwickeln im Kontakt zu Gleichaltrigen bereits wertvolle soziale Kompetenzen, die in der Kleinfamilien nicht erlernt werden können (Konsens mit Gleichaltrigen, nicht nur Akzeptieren von Regeln der Erwachsenen) Quelle: Am richtigen Ort, Ursula von der Leyen will zusätzliche Krippenplätze schaffen. Ab wann ist es sinnvoll, Kinder in Kitas zu schicken? Tsp. Vom Meine Tochter konnte es kaum erwarten, in denn Kindergarten zu gehen (Neugier auf Gleichaltrige) Kinder-als-sie-in-den-Kindergarten-kamen.html Kinder-als-sie-in-den-Kindergarten-kamen.html

49 Stefan Krappweis, Vortrag in Salvator, Berlin, Ländervergleich Quelle: Krippe (unter 3-Jährige) Kita (3- bis 6-Jährige) SPD-Kinder- Programm 2/2007 "Gute Betreuung ab eins!" (ab erstem Lebensjahr bis zur Schule, auch nach Uhr) :

50 Stefan Krappweis, Vortrag in Salvator, Berlin, Bundesländer-Vergleich Quelle: Süddeutsche Zeitung Statistisches Bundesamt: Hortplätze

51 Stefan Krappweis, Vortrag in Salvator, Berlin, Kinderbetreuung lohnt sich Fruchtbarkeit Mehr Kinder, höhere Fruchtbarkeit (Ländervergleich Europa) Erwerbstätigkeit Frauen (Mangel an Hochqualifizierten, Facharbeitermangel, 57 % der Abiturienten und 50 % der Akademiker sind Frauen), sofern Krippe/Kita auch für 1- bis 3-Jährige Elterngeld nur 1 Jahr Bildung Bessere Schulleistungen (Kompetenzunterschied: 1- bis 2 Schuljahre; Pisatest 2003) Weniger Kinder in Sonderschule Weniger Sitzenbleiber Verkürzung Schul- und Ausbildungszeit (Fruchbarkeitseffekt: Senkung Gebäralter) Integration Chancengleichheit für Ausländerkinder (Schulerfolg von Kindern aus Migrantenfamilien, 9 % Gymnasiasten ohne vorherige Ganztagskita, 39 % mit), jedes dritte Kind unter 6 Jahren in Deutschland mit Migrationshintergrund Weniger Segregation (Bsp. Kreuzberg, Deutsche Eltern ziehen weg, wenn Kinder eingeschult werden) Finanzen Weniger Ausgaben bei Sozialhilfe Mehr Einnahmen bei Sozialkassen, Steuern u.a. DIW-Wochenbericht, Berliner Morgenpost , Stern, Heft 52/2004; Fruchtbarkeit Mehr Kinder, höhere Fruchtbarkeit (Ländervergleich Europa) Erwerbstätigkeit Frauen (Mangel an Hochqualifizierten, Facharbeitermangel, 57 % der Abiturienten und 50 % der Akademiker sind Frauen), sofern Krippe/Kita auch für 1- bis 3-Jährige Elterngeld nur 1 Jahr Bildung Bessere Schulleistungen (Kompetenzunterschied: 1- bis 2 Schuljahre; Pisatest 2003) Weniger Kinder in Sonderschule Weniger Sitzenbleiber Verkürzung Schul- und Ausbildungszeit (Fruchbarkeitseffekt: Senkung Gebäralter) Integration Chancengleichheit für Ausländerkinder (Schulerfolg von Kindern aus Migrantenfamilien, 9 % Gymnasiasten ohne vorherige Ganztagskita, 39 % mit), jedes dritte Kind unter 6 Jahren in Deutschland mit Migrationshintergrund Weniger Segregation (Bsp. Kreuzberg, Deutsche Eltern ziehen weg, wenn Kinder eingeschult werden) Finanzen Weniger Ausgaben bei Sozialhilfe Mehr Einnahmen bei Sozialkassen, Steuern u.a. DIW-Wochenbericht, Berliner Morgenpost , Stern, Heft 52/2004;

52 Stefan Krappweis, Vortrag in Salvator, Berlin, Familienkrach in Deutschland Pro (71 % für Verdreifachung der Krippenplätze, West: 66%; Ost: 88 %; Unzufriedenheit mit Vereinbarkeit von Familie und Beruf besonders groß bei Befragten mit Kindern unter 3 Jahren, Tsp ) Sterzinsky: Betreuungsangebote... befürworte ich. In diesem Bereich ist eine echte Wahlmöglichkeit noch nicht hinreichend gegeben. ZdK: Mit solcher Art von Politik wird Deutschland seinen Familien nicht gerecht und bleibt in seiner Zukunft dramatisch gefährdet.Es haben "sich offenbar jene in der Union durchgesetzt, welche die Realität junger Familien immer noch nicht wahr haben wollen". (Ergebnisse der Koalitionsrunde vom : zunächst Bedarf an Krippenplätzen ermitteln) Käßmann: Leyens Weg sei "konsequent und mutig". Frauen müssten die Chance haben, Familie und Beruf zu verbinden. Auch die christlichen Kirchen sollten alles tun, um Deutschland kinderfreundlich zu machen Ost-CDU, Sven Petke: von der Leyen leiste hervorragende Arbeit für die Familien in Deutschland, Oranienburger Anzeiger ; Milbrandt: mehr Kitaplätze rein westdeutsches Problem Ost-SPD, Regina Münch, siebenfache Mutter: Ehegattensplitting (jährlich rund 9 Mrd. Euro) wird an die kinderlose Alleinverdiener-Ehe verschenkt, damit könnte man den Krippen und Kita-Ausbau locker finanzieren, es zementiert das patriarchalische Rollenverhältnis, MAZ SPD, Heil: Westen kann bei Kinderbetreuung vom Osten lernen; Sehr dafür, dass wir hier vorankommen (Steinbrück), SPD will Finanzierungsvorschläge unterbreiten, die Frage sei dabei, wie man mit den familienpolitischen Leistungen von derzeit rund 170 Milliarden Euro «zielgerichteter umgehen könne». CSU-Fraktionschef Joachim Herrmann: Auch die berufstätige Mutter entspreche dem christlichen Familienbild der CSU (vgl. Frauenerwerbstätigenquote in Bayern nach BaWü am höchsten in Deutschland) Grüne, Sager: gute Kinderbetreuung der beste Weg, um Mängel im familiären Umfeld auszugleichen, Ausbau der Kita mit Neuregelung des Ehegattensplittings finanzieren FTD DIHK-Präsident Braun: "Frau von der Leyen hat völlig Recht: Elterngeld und bessere Kinderbetreuung sind zwei Seiten derselben Medaille. Eine gute Kinderbetreuung ist unbedingte Voraussetzung für die von Betrieb und Eltern gewünschte rasche Rückkehr in den Beruf ZDH-Präsident Kentzler: Wir brauchen eine Kindergartenpflicht für alle. Tsp Pro (71 % für Verdreifachung der Krippenplätze, West: 66%; Ost: 88 %; Unzufriedenheit mit Vereinbarkeit von Familie und Beruf besonders groß bei Befragten mit Kindern unter 3 Jahren, Tsp ) Sterzinsky: Betreuungsangebote... befürworte ich. In diesem Bereich ist eine echte Wahlmöglichkeit noch nicht hinreichend gegeben. ZdK: Mit solcher Art von Politik wird Deutschland seinen Familien nicht gerecht und bleibt in seiner Zukunft dramatisch gefährdet.Es haben "sich offenbar jene in der Union durchgesetzt, welche die Realität junger Familien immer noch nicht wahr haben wollen". (Ergebnisse der Koalitionsrunde vom : zunächst Bedarf an Krippenplätzen ermitteln) Käßmann: Leyens Weg sei "konsequent und mutig". Frauen müssten die Chance haben, Familie und Beruf zu verbinden. Auch die christlichen Kirchen sollten alles tun, um Deutschland kinderfreundlich zu machen Ost-CDU, Sven Petke: von der Leyen leiste hervorragende Arbeit für die Familien in Deutschland, Oranienburger Anzeiger ; Milbrandt: mehr Kitaplätze rein westdeutsches Problem Ost-SPD, Regina Münch, siebenfache Mutter: Ehegattensplitting (jährlich rund 9 Mrd. Euro) wird an die kinderlose Alleinverdiener-Ehe verschenkt, damit könnte man den Krippen und Kita-Ausbau locker finanzieren, es zementiert das patriarchalische Rollenverhältnis, MAZ SPD, Heil: Westen kann bei Kinderbetreuung vom Osten lernen; Sehr dafür, dass wir hier vorankommen (Steinbrück), SPD will Finanzierungsvorschläge unterbreiten, die Frage sei dabei, wie man mit den familienpolitischen Leistungen von derzeit rund 170 Milliarden Euro «zielgerichteter umgehen könne». CSU-Fraktionschef Joachim Herrmann: Auch die berufstätige Mutter entspreche dem christlichen Familienbild der CSU (vgl. Frauenerwerbstätigenquote in Bayern nach BaWü am höchsten in Deutschland) Grüne, Sager: gute Kinderbetreuung der beste Weg, um Mängel im familiären Umfeld auszugleichen, Ausbau der Kita mit Neuregelung des Ehegattensplittings finanzieren FTD DIHK-Präsident Braun: "Frau von der Leyen hat völlig Recht: Elterngeld und bessere Kinderbetreuung sind zwei Seiten derselben Medaille. Eine gute Kinderbetreuung ist unbedingte Voraussetzung für die von Betrieb und Eltern gewünschte rasche Rückkehr in den Beruf ZDH-Präsident Kentzler: Wir brauchen eine Kindergartenpflicht für alle. Tsp Contra Eva Herrman (geb. 1958, Mutter eines achtjährigen Sohnes): Kinderlosigkeit in Deutschland wg. Emanzipation: Hausfrauen und Mütter dienen unserer Gesellschaft weitaus mehr als Karrierefrauen, die nur auf sich ausgerichtet sind. Familie statt Selbstverwirklichung, Rückkehr zur traditionellen Wahrnehmung der Geschlechter, um die Familie und damit die ganze Gesellschaft vor dem Aussterben zu bewahren". Wenn sie nochmal jung wäre: "Ich würde mir einen Mann suchen, ihn arbeiten lassen und mich um unsere fünf Kinder kümmern." Autorin des Buches "Das Eva-Prinzip - Für eine neue Weiblichkeit" Meißner: "In der Bibel ist die Krippe ein Provisorium. Wir haben eine ständige Einrichtung daraus gemacht, in die Kinder kurz nach dem Wochenbett oder im ersten Lebensjahr ausgesetzt werden. Mixa: Frauen, die zu Hause bleiben, gebührt große Anerkennung; durch mehr Krippen- und Kitaplätze rekrutiere man "junge Frauen als Arbeitskräftereserve für die Industrie". Ein Staat, der eine Kinderbetreuung außerhalb der Familie fördert, degradiere die Frau zur "Gebärmaschine".degradiere die Frau zur "Gebärmaschine". Schönbohm: Höchste Achtung vor Müttern, die ihre Kinder zu Hause erziehen Oranienburger Anzeiger ; Es kann nicht sein, dass die Familienministerin den Eindruck erweckt, das Glück junger Frauen bestehe in der Berufstätigkeit. "Frau von der Leyen stellt die Männer in eine Ecke, in die sie nicht gehören. Männer, das sind für sie offenbar familienscheue Drückeberger mit lächerlichem Imponiergehabe. Damit wird Millionen von Männern unrecht getan, die große Verantwortung in ihren Familien übernehmen und sich sehr intensiv um ihre Kinder kümmern." PNN Contra Eva Herrman (geb. 1958, Mutter eines achtjährigen Sohnes): Kinderlosigkeit in Deutschland wg. Emanzipation: Hausfrauen und Mütter dienen unserer Gesellschaft weitaus mehr als Karrierefrauen, die nur auf sich ausgerichtet sind. Familie statt Selbstverwirklichung, Rückkehr zur traditionellen Wahrnehmung der Geschlechter, um die Familie und damit die ganze Gesellschaft vor dem Aussterben zu bewahren". Wenn sie nochmal jung wäre: "Ich würde mir einen Mann suchen, ihn arbeiten lassen und mich um unsere fünf Kinder kümmern." Autorin des Buches "Das Eva-Prinzip - Für eine neue Weiblichkeit" Meißner: "In der Bibel ist die Krippe ein Provisorium. Wir haben eine ständige Einrichtung daraus gemacht, in die Kinder kurz nach dem Wochenbett oder im ersten Lebensjahr ausgesetzt werden. Mixa: Frauen, die zu Hause bleiben, gebührt große Anerkennung; durch mehr Krippen- und Kitaplätze rekrutiere man "junge Frauen als Arbeitskräftereserve für die Industrie". Ein Staat, der eine Kinderbetreuung außerhalb der Familie fördert, degradiere die Frau zur "Gebärmaschine".degradiere die Frau zur "Gebärmaschine". Schönbohm: Höchste Achtung vor Müttern, die ihre Kinder zu Hause erziehen Oranienburger Anzeiger ; Es kann nicht sein, dass die Familienministerin den Eindruck erweckt, das Glück junger Frauen bestehe in der Berufstätigkeit. "Frau von der Leyen stellt die Männer in eine Ecke, in die sie nicht gehören. Männer, das sind für sie offenbar familienscheue Drückeberger mit lächerlichem Imponiergehabe. Damit wird Millionen von Männern unrecht getan, die große Verantwortung in ihren Familien übernehmen und sich sehr intensiv um ihre Kinder kümmern." PNN Vorstoß von der Leyen: Bis neue Plätze für unter 3-Jährige (Krippe), Kosten 3 Mrd.

53 Stefan Krappweis, Vortrag in Salvator, Berlin, Der vergoldete Käfig "In Nachhinein betrachtet, glaube ich, dass finanzielle Anreize nur für das Kinderkriegen allein kontraproduktiv wirken. Auch ich habe mich seinerzeit durch die finanziellen Trostpflästerchen vom Staat und dem geregelten Einkommen meines Mannes – nach Studium und fünf Jahren Berufstätigkeit – dazu verführen lassen, mich selbst aus meinem BAT-gesicherten Berufsleben zu katapultieren. Heute, nach der Erziehung von drei Kindern, bin ich 44 Jahre alt, für potentielle Arbeitgeber entweder über- oder unterqualifiziert, zu alt, zu unflexibel, immer zu teuer, und da ich die zeitintensive Familienphase hinter mir habe, löse ich offenbar auch noch die Angst aus, dass man mich im Falle einer Einstellung bis zur Rente nicht mehr loswerden wird. Diese Erfahrung wäre mir und vielen Frauen erspart geblieben, wenn an Stelle des Kinder- und Erziehungsgeldes Strukturen geschaffen worden wären, die den Verbleib von Mütter im Berufsleben ermöglichen würden. Barbara Schaal, Sulzbach (BaWü), Leserbrief zum Spiegel-Titel Der vergoldete Käfig, Spiegel Nr. 10, , S. 6 "In Nachhinein betrachtet, glaube ich, dass finanzielle Anreize nur für das Kinderkriegen allein kontraproduktiv wirken. Auch ich habe mich seinerzeit durch die finanziellen Trostpflästerchen vom Staat und dem geregelten Einkommen meines Mannes – nach Studium und fünf Jahren Berufstätigkeit – dazu verführen lassen, mich selbst aus meinem BAT-gesicherten Berufsleben zu katapultieren. Heute, nach der Erziehung von drei Kindern, bin ich 44 Jahre alt, für potentielle Arbeitgeber entweder über- oder unterqualifiziert, zu alt, zu unflexibel, immer zu teuer, und da ich die zeitintensive Familienphase hinter mir habe, löse ich offenbar auch noch die Angst aus, dass man mich im Falle einer Einstellung bis zur Rente nicht mehr loswerden wird. Diese Erfahrung wäre mir und vielen Frauen erspart geblieben, wenn an Stelle des Kinder- und Erziehungsgeldes Strukturen geschaffen worden wären, die den Verbleib von Mütter im Berufsleben ermöglichen würden. Barbara Schaal, Sulzbach (BaWü), Leserbrief zum Spiegel-Titel Der vergoldete Käfig, Spiegel Nr. 10, , S. 6 Jens Bullerjahn, SPD- Bundesvize: Im Übrigen ist das wirklich ein Thema, bei dem der Westen etwas vom Osten lernen kann. Mit DDR-Nostalgie hat das nichts zu tun. Ich bin als Kind berufstätiger Eltern in die Krippe gegangen, und bei meinen Söhnen war das nicht anders. Trotzdem ist aus den Jungs etwas geworden. SuperIIlu, Jens Bullerjahn, SPD- Bundesvize: Im Übrigen ist das wirklich ein Thema, bei dem der Westen etwas vom Osten lernen kann. Mit DDR-Nostalgie hat das nichts zu tun. Ich bin als Kind berufstätiger Eltern in die Krippe gegangen, und bei meinen Söhnen war das nicht anders. Trotzdem ist aus den Jungs etwas geworden. SuperIIlu,

54 Stefan Krappweis, Vortrag in Salvator, Berlin, b) Zuwanderungspolitik Variante 9: Zuwanderer (stabile EW-Zahl) Variante 5: Zuwanderer (-7,5 Mio. EW) Zuwanderer je EW in 1980er Jahren pro Jahr: USA: 245 Kanada: 479 Australien: 694 Deutschland (alte Länder): Desinformation und Desinteresse haben zu einem falschen Selbstbild geführt: Deutschland ist weltoffener als andere Länder. Herwig Birk, Grundkurs Demografie, Erste Lektion, Deutschlands Weltrekorde, FAZ Variante 9: Zuwanderer (stabile EW-Zahl) Variante 5: Zuwanderer (-7,5 Mio. EW) Zuwanderer je EW in 1980er Jahren pro Jahr: USA: 245 Kanada: 479 Australien: 694 Deutschland (alte Länder): Desinformation und Desinteresse haben zu einem falschen Selbstbild geführt: Deutschland ist weltoffener als andere Länder. Herwig Birk, Grundkurs Demografie, Erste Lektion, Deutschlands Weltrekorde, FAZ

55 Stefan Krappweis, Vortrag in Salvator, Berlin, Gestalten: Zuwanderungspolitik Aufenthaltserlaubnisse (befristet) für Ausländische Studenten (§ 16 Aufenthaltsgesetz), ausländische Beschäftigte mit Zustimmung der Bundesagentur für Arbeit (§ 18 Aufenthaltsgesetz), Selbständige, wenn sie mehr als 1 Mio. investieren oder 10 Arbeitsplätze schaffen (§ 21 Aufenthaltsgesetz), Niederlassungserlaubnisse (unbefristet, ohne Nebenbestimmungen) für Hochqualifizierte (§ 19 Aufenthaltsgesetz), d.h. Wissenschaftler mit besonderen Kenntnissen, Lehrpersonen und wiss. Mitarbeiter mit herausgehobener Funktion, Spezialisten, und leitende Angestellte mit besonderer Berufserfahrung, wenn ihr Einkommen um das Doppelte über der Beitragsbemessungsgrenze der gesetzlichen Krankenversicherung liegt. Integrationserfordernisse, Sprachkompetenz: Schlüsselfunktion Kitabetreuung von Zuwandererkindern Aufenthaltserlaubnisse (befristet) für Ausländische Studenten (§ 16 Aufenthaltsgesetz), ausländische Beschäftigte mit Zustimmung der Bundesagentur für Arbeit (§ 18 Aufenthaltsgesetz), Selbständige, wenn sie mehr als 1 Mio. investieren oder 10 Arbeitsplätze schaffen (§ 21 Aufenthaltsgesetz), Niederlassungserlaubnisse (unbefristet, ohne Nebenbestimmungen) für Hochqualifizierte (§ 19 Aufenthaltsgesetz), d.h. Wissenschaftler mit besonderen Kenntnissen, Lehrpersonen und wiss. Mitarbeiter mit herausgehobener Funktion, Spezialisten, und leitende Angestellte mit besonderer Berufserfahrung, wenn ihr Einkommen um das Doppelte über der Beitragsbemessungsgrenze der gesetzlichen Krankenversicherung liegt. Integrationserfordernisse, Sprachkompetenz: Schlüsselfunktion Kitabetreuung von Zuwandererkindern

56 Stefan Krappweis, Vortrag in Salvator, Berlin, Gefühlte Zuwanderung im Osten Frage des SPD-Fraktionsvorsitzenden Baaske an Schüler einer 9. Klasse in Schwedt: Wie hoch schätzt ihr den Ausländeranteil in Schwedt? 24 Prozent, 20, 22, rufen die Schüler. 1,7 Prozent!, jeder 57. Schwedter ist ein Ausländer Ihr müsst was im Kopf haben, Märkische Oderzeitung, Frage des SPD-Fraktionsvorsitzenden Baaske an Schüler einer 9. Klasse in Schwedt: Wie hoch schätzt ihr den Ausländeranteil in Schwedt? 24 Prozent, 20, 22, rufen die Schüler. 1,7 Prozent!, jeder 57. Schwedter ist ein Ausländer Ihr müsst was im Kopf haben, Märkische Oderzeitung,

57 Stefan Krappweis, Vortrag in Salvator, Berlin, c) Wirtschaftspolitik Arbeitsplätze schaffen: Bundesbehörden und Einrichtungen im Osten ansiedeln (s. Föderalismuskommission) Regionalpolitik (Strukturfonds der EU, Ziel-1-Gebiet, GA-Mittel) Infrastrukturgefälle ausgleichen, Standort Neue Länder aufwerten: Straßen, Schiene, Wasserstraße, Verkehrsprojekte deutsche Einheit Soli II: Aufbau Ost-Mittel bis 2019 Beraterkreis der Bundesregierung zum Aufbau Ost (u.a. von Dohnanyi) Arbeitsplätze schaffen: Bundesbehörden und Einrichtungen im Osten ansiedeln (s. Föderalismuskommission) Regionalpolitik (Strukturfonds der EU, Ziel-1-Gebiet, GA-Mittel) Infrastrukturgefälle ausgleichen, Standort Neue Länder aufwerten: Straßen, Schiene, Wasserstraße, Verkehrsprojekte deutsche Einheit Soli II: Aufbau Ost-Mittel bis 2019 Beraterkreis der Bundesregierung zum Aufbau Ost (u.a. von Dohnanyi)

58 Stefan Krappweis, Vortrag in Salvator, Berlin, Bundesbehörden Beispiel Aufbau Ost Lt. Vorschlag Föderalismuskommission v : BT-Ds 12/2853 (neu) sind neue Bundeseinrichtungen und – institutionen... grundsätzlich in den neuen Ländern anzusiedeln. Bundestag hat dazu festgestellt: Die Bundesregierung wird über die Ausführung der Beschlüsse wachen und bei entstehenden Schwierigkeiten Ersatzmaßnahmen unterbreiten. Aktuell: Bundesamt für Verbraucherschutz Minijob-Zentrale BND, BKA nach Berlin? (Berlin als Teil der Neuen Länder?) Bundesinstitut für Produktsicherheit mit 100 Beschäftigten nach Neuruppin ( Neuruppin sticht Leipzig aus (2004) Frankfurt/O gegen Leipzig bei Osteuropazentrum: Der Teufel scheißt immer auf den dicksten Haufen (OB Patzelt) Beispiel Aufbau Ost Lt. Vorschlag Föderalismuskommission v : BT-Ds 12/2853 (neu) sind neue Bundeseinrichtungen und – institutionen... grundsätzlich in den neuen Ländern anzusiedeln. Bundestag hat dazu festgestellt: Die Bundesregierung wird über die Ausführung der Beschlüsse wachen und bei entstehenden Schwierigkeiten Ersatzmaßnahmen unterbreiten. Aktuell: Bundesamt für Verbraucherschutz Minijob-Zentrale BND, BKA nach Berlin? (Berlin als Teil der Neuen Länder?) Bundesinstitut für Produktsicherheit mit 100 Beschäftigten nach Neuruppin ( Neuruppin sticht Leipzig aus (2004) Frankfurt/O gegen Leipzig bei Osteuropazentrum: Der Teufel scheißt immer auf den dicksten Haufen (OB Patzelt)

59 Stefan Krappweis, Vortrag in Salvator, Berlin, Transferleistungen

60 Stefan Krappweis, Vortrag in Salvator, Berlin, Prioritäten für mehr Geburten (alte Länder) 1.Ganztagskinderbetreuung nach Ablauf der bezahlten Elternzeit (Elterngeld) 2.Bezahlte Elternzeit gekoppelt an Nettoeinkommen 3.Familiensplitting statt Ehegattensplitting 4.Flexible Arbeitszeit, Teilzeit, Heimarbeit 5.Arbeitsplätze schaffen 1.Ganztagskinderbetreuung nach Ablauf der bezahlten Elternzeit (Elterngeld) 2.Bezahlte Elternzeit gekoppelt an Nettoeinkommen 3.Familiensplitting statt Ehegattensplitting 4.Flexible Arbeitszeit, Teilzeit, Heimarbeit 5.Arbeitsplätze schaffen

61 Stefan Krappweis, Vortrag in Salvator, Berlin, Prioritäten für mehr Geburten (neue Länder) 1.Arbeitsplätze schaffen 2.West-Ost-Einkommensgefälle für gut Qualifizierte abmildern 3.Bezahlte Elternzeit gekoppelt an Nettoeinkommen 4.Familiensplitting statt Ehegattensplitting 5.Flexible Arbeitszeit, Teilzeit 1.Arbeitsplätze schaffen 2.West-Ost-Einkommensgefälle für gut Qualifizierte abmildern 3.Bezahlte Elternzeit gekoppelt an Nettoeinkommen 4.Familiensplitting statt Ehegattensplitting 5.Flexible Arbeitszeit, Teilzeit

62 Stefan Krappweis, Vortrag in Salvator, Berlin, Elterngeld Vize-Regierungssprecher Thomas Steg: Elterngeld bedeutet kopernikanische Wende in der Familienpolitik (Erde dreht sich um Sonne, nicht umgekehrt). Tagesspiegel-Interview mit dem norwegischen Ministerpräsidenten Stoltenberg: Norwegen bemüht sich seit langem darum, dass sich auch die Väter an der Kinderbetreuung beteiligen. Vätermonate für das Elterngeld, wie sie Deutschland im Januar einführt, gibt es bei Ihnen in ähnlicher Form schon seit Welche Erfahrungen haben Sie damit gemacht? Die Erfahrungen waren sehr gut. Die Zahl der Väter, die sich um ihre kleinen Kinder kümmern, ist enorm gestiegen. Jetzt muss der Vater von dem einen Jahr Elternzeit mindestens sechs Wochen nehmen. Meist bleibt er sogar länger zu Hause. Dabei geht es nicht nur um diese Zeit. Wenn ein Vater mit seinem Kind zwei oder drei Monate allein zu Hause ist, schafft das ein völlig neues Verständnis, das für das ganze Leben des Kindes von Bedeutung ist. Bevor die Elternzeit bei uns eingeführt wurde, war dieses Modell sehr umstritten. Heute ist das Ganze ein großer Erfolg. Haben Sie auch Elternzeit genommen? Ja, als mein Sohn sechs Monate alt war, blieb ich fast ein halbes Jahr zu Hause. Damals – das war 1989 – gab es noch keine verpflichtende Regelung für Väter, ich habe das freiwillig gemacht. Das war eine großartige Erfahrung. Ich habe viel gelernt und gemerkt, wie schwer es ist, sich um ein Kind zu kümmern. Jens Stoltenberg (47) ist seit Oktober 2005 norwegischer Ministerpräsident. Der Chef der sozialdemokratischen Arbeiterpartei führte die Regierung bereits in den Jahren 2000 und 2001, Quelle: Europa kann sich auf uns verlassen, Norwegens Regierungschef Stoltenberg über Energiepolitik, die EU und Väter in Elternzeit, Tsp. Vom , Vize-Regierungssprecher Thomas Steg: Elterngeld bedeutet kopernikanische Wende in der Familienpolitik (Erde dreht sich um Sonne, nicht umgekehrt). Tagesspiegel-Interview mit dem norwegischen Ministerpräsidenten Stoltenberg: Norwegen bemüht sich seit langem darum, dass sich auch die Väter an der Kinderbetreuung beteiligen. Vätermonate für das Elterngeld, wie sie Deutschland im Januar einführt, gibt es bei Ihnen in ähnlicher Form schon seit Welche Erfahrungen haben Sie damit gemacht? Die Erfahrungen waren sehr gut. Die Zahl der Väter, die sich um ihre kleinen Kinder kümmern, ist enorm gestiegen. Jetzt muss der Vater von dem einen Jahr Elternzeit mindestens sechs Wochen nehmen. Meist bleibt er sogar länger zu Hause. Dabei geht es nicht nur um diese Zeit. Wenn ein Vater mit seinem Kind zwei oder drei Monate allein zu Hause ist, schafft das ein völlig neues Verständnis, das für das ganze Leben des Kindes von Bedeutung ist. Bevor die Elternzeit bei uns eingeführt wurde, war dieses Modell sehr umstritten. Heute ist das Ganze ein großer Erfolg. Haben Sie auch Elternzeit genommen? Ja, als mein Sohn sechs Monate alt war, blieb ich fast ein halbes Jahr zu Hause. Damals – das war 1989 – gab es noch keine verpflichtende Regelung für Väter, ich habe das freiwillig gemacht. Das war eine großartige Erfahrung. Ich habe viel gelernt und gemerkt, wie schwer es ist, sich um ein Kind zu kümmern. Jens Stoltenberg (47) ist seit Oktober 2005 norwegischer Ministerpräsident. Der Chef der sozialdemokratischen Arbeiterpartei führte die Regierung bereits in den Jahren 2000 und 2001, Quelle: Europa kann sich auf uns verlassen, Norwegens Regierungschef Stoltenberg über Energiepolitik, die EU und Väter in Elternzeit, Tsp. Vom , Ich möchte dazu beitragen, dass unser Vaterland ein Väterland wird. Foto: kinder-erziehung.html kinder-erziehung.html Unions-Männer: Wickelvolontariat muss freiwillig bleiben, Vätermonate als Bonusregelung obendrauf Und was würdest Du gerne an deinen Eltern ändern: … und an Papa, dass er mehr Zeit für mich hat Meltem, 9, aus Zehlendorf, Tsp

63 Stefan Krappweis, Vortrag in Salvator, Berlin, Strategien: DELFI - K³ - NW 1. D ezentralisierung, Deregulierung 2. E ngagement 3. L ean management, Leistungsprinzip 4. F lexibilisierung 5. I nnovation 6. K inder 7. K onzentration 8. K ooperation 9. N etzwerke 10. W ettbewerb 1. D ezentralisierung, Deregulierung 2. E ngagement 3. L ean management, Leistungsprinzip 4. F lexibilisierung 5. I nnovation 6. K inder 7. K onzentration 8. K ooperation 9. N etzwerke 10. W ettbewerb

64 Stefan Krappweis, Vortrag in Salvator, Berlin, Unsere Zukunft - Leitbild

65 Stefan Krappweis, Vortrag in Salvator, Berlin, Vielen Dank!

66 Stefan Krappweis, Vortrag in Salvator, Berlin, Anhang

67 Stefan Krappweis, Vortrag in Salvator, Berlin, Ursachen der Bevölkerungsbewegung Fernwanderung (über Bundesländergrenzen) Alte Länder (Ausbildung, Einkommen, Karriere, Arbeit) Hauptgruppe: junge, gut Qualifizierte Landflucht (alle Gemeindegrößen), Stadtflucht Nahwanderung (über Gemeindegrenzen): Suburbanisierung, Desurbanisierung (Wohnung, Gewerbe) Hauptgruppe: Jährige,Doppelverdiener, Stadtflucht Re-Urbanisierung (Ausbildung, Ruhesitz) Hauptgruppen: Auszubi, Studenten, Alte Landflucht Sterberate steigende Lebens- erwartung Geburten- rate Geburten- defizit Migration: Zuwanderung und Abwanderung über nationale Grenzen (Arbeit, gesellschaftliche Lebensbedingungen)

68 Stefan Krappweis, Vortrag in Salvator, Berlin, EU - Schrumpfung Prognose 2050 Bevölkerungsrückgang ab 2015 ggü 2000 EU-15: -10,4 % Beitrittsländer: -17,3 % (Ohne Malta und Zypern) EU-Beitrittsländer-Wendeknick, Transformationskrise Slowakei-13,4 % Polen-13,6 % Tschechien-17,6 % Litauen-19,1 % Slowenien-23,2 % Ungarn-24,9 % Lettland-28,0 % Estland-46,1 % Quelle: Die Europäische Union in Zahlen, Ausgabe 2000; United Nations Population Division Prognose 2050 Bevölkerungsrückgang ab 2015 ggü 2000 EU-15: -10,4 % Beitrittsländer: -17,3 % (Ohne Malta und Zypern) EU-Beitrittsländer-Wendeknick, Transformationskrise Slowakei-13,4 % Polen-13,6 % Tschechien-17,6 % Litauen-19,1 % Slowenien-23,2 % Ungarn-24,9 % Lettland-28,0 % Estland-46,1 % Quelle: Die Europäische Union in Zahlen, Ausgabe 2000; United Nations Population Division EU 15: 373 Mio. EW 12 Beitr.-Länder 04/07: 75 Mio. EW

69 Stefan Krappweis, Vortrag in Salvator, Berlin, EU EU Stabile Bevölkerungszahl: bei TFR von 1,4: 1.2 Mio. Zuwanderern Bisher: ca Zuwanderer/Jahr Zuwanderer/Jahr = 0.1 Kinder/Frau Quelle: Wolfgang Lutz und Sergei Scherbov: Können Zuwanderer Bevölkerungsalterung aufhalten? In: Demografische Forschung, 2004, Jahrgang 1, Nr. 1, S. 3 EU Stabile Bevölkerungszahl: bei TFR von 1,4: 1.2 Mio. Zuwanderern Bisher: ca Zuwanderer/Jahr Zuwanderer/Jahr = 0.1 Kinder/Frau Quelle: Wolfgang Lutz und Sergei Scherbov: Können Zuwanderer Bevölkerungsalterung aufhalten? In: Demografische Forschung, 2004, Jahrgang 1, Nr. 1, S

70 Stefan Krappweis, Vortrag in Salvator, Berlin, EU - Alterung steigende Lebenserwartung 2. sinkende Geburtenzahlen Seit Anfang 70er Jahre unter Reproduktionsrate ( 2,1 Kinder je Frau) 1970: 2, : 1,47 (EU-15) Quellen: eurostat, Statistik kurz gefasst 12/2001 Die Europäische Union in Zahlen steigende Lebenserwartung 2. sinkende Geburtenzahlen Seit Anfang 70er Jahre unter Reproduktionsrate ( 2,1 Kinder je Frau) 1970: 2, : 1,47 (EU-15) Quellen: eurostat, Statistik kurz gefasst 12/2001 Die Europäische Union in Zahlen Erwerbsfähige Jahre: - 10 % Rentner > 65 Jahre: + 12 % Kinder < 15 Jahre: - 5 %

71 Stefan Krappweis, Vortrag in Salvator, Berlin, Deutschland - Alterung Quelle: Herwig Birg, Soziale Auswirkungen der demographischen Entwicklung, Informationen zur politischen Bildung (Heft 282), : 100 (20-60-Jährige) zu 91 (Nicht-Erwerbstätige) 2050: 100 zu 123

72 Stefan Krappweis, Vortrag in Salvator, Berlin, Deutschland - Alterung Forcierte Alterung im Osten Abwanderung der Jungen in den Westen Wendeknick bei den Geburten Forcierte Alterung im Osten Abwanderung der Jungen in den Westen Wendeknick bei den Geburten

73 Stefan Krappweis, Vortrag in Salvator, Berlin, Deutschland: Bevölkerungs(um)verteilung 2000 – 2020 Osten: Starke Abnahme im Ausnahme: Umlandkreise großer Ballungsräume (Berlin, Dresden, Leipzig, Halle, Rostock) Westen: Wachstum und beginnende Schrumpfung Norden: Flensburg -8%, Kiel - 7 %, Wilhelmshaven -19,9 %, Bremen -9 % Westen: Ruhrgebiet fast durchweg: Gelsenkirchen - 16,1 %, Wuppertal, -16,6 %, Südwesten: Saarbrücken -9,8 % Süden: Hof -14,2 %, Bayreuth - 10,6 %, Nürnberg -6,3 % Quelle: BBR-Prognose, – 2020 Osten: Starke Abnahme im Ausnahme: Umlandkreise großer Ballungsräume (Berlin, Dresden, Leipzig, Halle, Rostock) Westen: Wachstum und beginnende Schrumpfung Norden: Flensburg -8%, Kiel - 7 %, Wilhelmshaven -19,9 %, Bremen -9 % Westen: Ruhrgebiet fast durchweg: Gelsenkirchen - 16,1 %, Wuppertal, -16,6 %, Südwesten: Saarbrücken -9,8 % Süden: Hof -14,2 %, Bayreuth - 10,6 %, Nürnberg -6,3 % Quelle: BBR-Prognose,

74 Stefan Krappweis, Vortrag in Salvator, Berlin, Brandenburg: Prognose

75 Stefan Krappweis, Vortrag in Salvator, Berlin, Brandenburg: Demografische Zeitachse

76 Stefan Krappweis, Vortrag in Salvator, Berlin, Prioritäten in den alten Ländern In allen westeuropäischen Ländern verzichten Frauen heute eher auf Kinder als auf Selbstständigkeit und berufliche Entwicklung. Je moderner eine Gesellschaft und je größer die Emanzipation der Frauen, um so höher sind die Kinderzahlen... Emanzipation oder Kindergeld? Wie sich die unterschiedlichen Kinderzahlen in den Ländern Europas erklären

77 Stefan Krappweis, Vortrag in Salvator, Berlin, psychologisch-emotionaler Nutzen gegen Opportunitätskosten (Opportunitätskosten = Einkommensausfälle während Mutterschaft-Erwerbsunterbrechung, nicht Kosten für Versorgung des Kindes) Kinderwunsch und Kostenfrage


Herunterladen ppt "Stefan Krappweis, Vortrag in Salvator, Berlin, 8.3.2007 0 Demografischer Wandel in Ostdeutschland Menschen gehen, Wölfe kommen? Stefan Krappweis Gemeinsame."

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