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© Maxi Brautmeier-Ulrich 04.12.2004 Fach Deutsch Bereich Schreiben Umgang mit den Ergebnissen von VERA.

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Präsentation zum Thema: "© Maxi Brautmeier-Ulrich 04.12.2004 Fach Deutsch Bereich Schreiben Umgang mit den Ergebnissen von VERA."—  Präsentation transkript:

1 © Maxi Brautmeier-Ulrich Fach Deutsch Bereich Schreiben Umgang mit den Ergebnissen von VERA

2 Stand: © Maxi Brautmeier-Ulrich Modul Schreiben (Schriftliches Sprachhandeln): Einleitung Im Laufe der Grundschulzeit lernen Kinder zu schreiben und ihre Schreibfähigkeit zu nutzen, um zu kommunizieren, Informationen aufzubewahren, sich gedanklich mit Sachverhalten auseinander zu setzen und kreativ und gestalterisch mit Sprache umzugehen. Von Anfang an lernen Kinder in der Grundschule das Schreiben, indem sie die Tätigkeit des Schreibens fortgesetzt erproben. Zur Erprobung ihrer eigenen Schreibfähigkeit benötigen Kinder Situationen, in denen das Schreiben für sie einen Sinn macht. Sie benötigen Zeit und Raum aber auch Anregungen zum Schreiben eigener Texte. Freies und angeleitetes Schreiben tragen gleichberechtigt dazu bei, die Fähigkeiten zu entwickeln, über die ein kompetenter Schreiber verfügen muss. Wenn die Texte, die entstehen, eine Bedeutung haben, wenn sie gelesen werden und Folgen haben, sie also ihre Funktion erfüllen, erleben die Kinder Schreibkultur und erwerben grundlegende Motivationen für das Schreiben. Aus der Schreibprozessforschung ist bekannt, dass das Planen, Aufschreiben und Überarbeiten von Texten von elementarer Bedeutung für den Schreibprozess und die Entwicklung von Textbildungskompetenz sind. Kinder lernen deshalb auch, zunehmend selbstständiger ihre Texte über verschiedene Stadien des Schreibprozesses zu entwickeln. Im Rahmen von VERA fand die Überprüfung der Textbildungskompetenz an jeweils einem Beispiel statt. Eine ganz bestimmte Schreibaufgabe sollten die Kinder bewältigen und dabei bislang erworbene Kompetenzen im Verfassen von Texten anwenden. Die geforderten Teilfähigkeiten waren durch die Beschränkung auf eine eingegrenzte Schreibaufgabe sehr begrenzt. Schwierigkeiten bei der Bewältigung der Schreibaufgabe können unterschiedlicher Natur sein. Innerhalb der Klasse gibt es grundsätzliche Schwierigkeiten beim Verfassen adressatenbezogener Texte. Die Schwierigkeiten beziehen sich nur auf die in der Vergleichsarbeit geforderte Schreibaufgabe. Um entscheiden zu können, welche Ursachen ein schlechtes Abschneiden bei der Schreibaufgabe hat, bzw. welche Kompetenzen und Teil-Kompetenzen bei einzelnen Kindern oder bei der ganzen Klasse (noch) nicht genügend ausgebildet sind, bietet sich die die Klärung von Diskussionspunkten an, die im folgenden aufgefächert werden.

3 Stand: © Maxi Brautmeier-Ulrich Literaturhinweise Bücher: Altenburg, Erika: Offene Schreibanlässe. Jedes Kind findet sein Thema. Donauwörth: Auer, Bartnitzky, Horst: Sprachunterricht heute. Berlin: Cornelsen Scriptor, Böttcher, Ingrid: Kreatives Schreiben. Grundlagen und Methoden; Beispiele für Fächer und Projekte; Schreibecke und Dokumentation. Berlin: Cornelsen Scriptor Brinkmann, Erika u.a.: Kinder schreiben und lesen. Beobachten – Verstehen – Lehren. DGLS Jahrbuch Freiburg im Breisgau: Fillibach, Dehn, Mechthild: Texte und Kontexte. Schreiben als kulturelle Tätigkeit in der Grundschule. Berlin: Volk und Wissen, Kohl, Eva-Maria: Mäuseverse und Riesengeschichten: eine Schreibwerkstatt mit Kindern.Seelze-Velber: Kallmeyer, Spitta, Gudrun: Freies Schreiben – eigene Wege gehen. Lengwil, 1998.

4 Stand: © Maxi Brautmeier-Ulrich Literaturhinweise Zeitschriftenartikel: Altenburg, Erika: Texte produzieren: Schreiben lernt man nur durch Schreiben. In: Der Grundschulunterricht 11/1997, S. 5-8 Baurmann, Jürgen und Otto Ludwig: Schreiben: Texte und Formulierungen überarbeiten. In: PRAXIS DEUTSCH Heft 137, S. 13ff. Kohl, Eva Maria: Wenn Schreiben persönlich bedeutsam wird. Einführung in das Themenheft. Grundschulunterricht 9/2004, S. 3 Kretschmer, Christine: Schreibunterricht heute: Schreiben als kulturelle Tätigkeit. Ein Beitrag zur Diskussion um die Qualitätssicherung des Unterrichts. In: Klexer Nr. 7/2001 S Berlin: Volk und Wissen Verlag GmbH & Co. Wespel; Manfred: Schritt für Schritt zum Text. In: Die Grundschule 11/1997, S Schreiben: Konzepte und schulische Praxis. Ein Sonderheft der Zeitschrift PRAXIS DEUTSCH. Seelze: Friedrich Verlag, Veröffentlichungen des Ministeriums Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung: Aufgabenbeispiele Klasse 3: Sprache. Frechen: Ritterbach, Richtlinien und Lehrpläne zur Erprobung für die Grundschule in Nordrhein-Westfalen. Deutsch. Frechen: Ritterbach, 2003 Internetadressen (evtl.) Bildungsserver: Bildungsstandards DGLS

5 Stand: © Maxi Brautmeier-Ulrich Modul Schreiben (Schriftliches Sprachhandeln): Diskussionspunkte - Übersicht Bezugnehmend auf die Struktur des neuen Lehrplans, kann die Auseinandersetzung mit dem Bereich Schreiben (Schriftliches Sprachhandeln) aus unterschiedlichen Blickwinkeln erfolgen. Wählen Sie nach Durchsicht der Diskussionspunkte den Blickwinkel aus, der Ihnen am wichtigsten zur Erklärung der VERA-Ergebnisse und zur Entwicklung Ihres eigenen Unterrichts erscheint. Setzen Sie sich kritisch mit den angebotenen Fragen auseinander und halten Sie mögliche Entwicklungsmaßnahmen mit Hilfe der angebotenen Formblätter fest. 1. Berücksichtigung der Prinzipien der Unterrichtsgestaltung 2. Vermittlung und Anwendung der notwendigen fachspezifischen Lernformen (Methodenlernen) 3. Entwicklung einer Lese-Schreib-Kultur 4. Berücksichtigung der verschiedenen Aufgabenschwerpunkte des Lehrplans 5. Erfüllung der verbindlichen Anforderungen 6. Maßstäbe der Leistungsbewertung

6 Stand: © Maxi Brautmeier-Ulrich Modul Schreiben (Schriftliches Sprachhandeln): Diskussionspunkt 1: Prinzipien der Unterrichtsgestaltung Orientierung an der Sprachentwicklung: Werden unterschiedliche Entwicklungsstände bei der Textbildungskompetenz festgestellt und im Unterricht berücksichtigt? Welche Ansätze zur systematischen Entwicklung der Schreibfähigkeit unter Berücksichtigung der individuellen Unterschiede gibt es? Förderung der Sprachbewusstheit: Wie findet der Übergang vom intuitiven zum zunehmend bewussten adressaten- und funktionsgerechten Schreiben statt? Wie wird das bewusste, im Hinblick auf Schreibabsicht und Adressatenbezug geplante Schreiben angeregt? Wie wird das Schreiben reflektiert? Sozialbezug: Welche Rolle spielt das anregende und akzeptierende soziale Miteinander beim Schreiben? Fühlen sich die Kinder mit ihren Texten angenommen und ernst genommen? Gibt es Gelegenheit zum gemeinsamen Schreiben und Überarbeiten? Situations- und Inhaltsbezug: Findet das Schreiben in für die Kinder sinnvollen und herausfordernden Situationen statt? Beinhalten die Schreibsituationen mehr als das Formulieren einer Schreibaufgabe? Sind Alltagserfahrungen, Sacherfahrungen und fantasievoller Umgang mit Sprache Grundlage der Schreibsituationen? Integration der Bereiche: (Integrativer Deutschunterricht) Steht das Schreiben in einem integrativen Zusammenhang mit den anderen Bereichen des Deutschunterrichts? Werden eigene Texte zu Lesetexten? Geht der Rechtschreibunterricht von den eigenen Texten aus und wirkt sich auf die eigenen Texte aus? Klären Sie mit Hilfe der folgenden Fragen, ob und in wieweit die Prinzipien des Deutschunterrichts bezogen auf das schriftliche Sprachhandeln umgesetzt werden. Möchten Sie Maßnahmen zur besseren Umsetzung der Prinzipien in Ihrer Schule/Ihrem Unterricht festhalten, gemeinsame Vereinbarungen treffen oder Beiträge für den schulbezogenen Arbeitsplan erstellen? Dann können sie Formblatt 1 hier herunterladen.

7 Stand: © Maxi Brautmeier-Ulrich Modul Schreiben (Schriftliches Sprachhandeln): Diskussionspunkt 2: Fachspezifische Lernformen Klären Sie mit Hilfe der folgenden Fragen, welche Methoden zur Textproduktion im Unterricht vermittelt werden und von den Kindern genutzt werden können. Klicken Sie auf die jeweiligen Methoden, wenn Sie dazu weitere Informationen haben möchten. Drucken Sie das Formblatt 2 aus, wenn Sie eine eigene Methodensammlung anlegen wollen oder Vereinbarungen über die Einführung bestimmter Methoden in bestimmten Jahrgangsstufen treffen wollen. Gemeinsame LernformenLernformen des individuellen Übens Welche gemeinsamen Lernformen/ Methoden sind entwickelt worden? Gibt es Themenkonferenzen zur Ideenfindung und Planung? Werden Verfahren zum gemeinsamen Schreiben genutzt (Reihum-Geschichte; einem Sekretär diktieren...) Gibt es regelmäßige Beratungsgespräche über Texte? Finden Schreibkonferenzen statt? Kennen die Kinder gemeinsame Überarbeitungsverfahren wie z.B. Über den Rand schreiben oder Textlupe? Welche Formen der Veröffentlichung eigener Texte kennen die Kinder? Welche individuell einsetzbaren Methoden haben die Kinder gelernt, um bei ihrer Textproduktion darauf zurückgreifen zu können? Kennen die Kinder Stichwortsammlungen, Cluster, Erzählfaden, Informationsbeschaffung (...) als persönliche Planungsmethoden? Schreiben die Kinder Texte mit erzählendem, sachorientiertem oder appellativem Charakter und wenden sie hierzu passende Planungs- und Schreibhilfen an? Kennen und nutzen die Kinder unterschiedliche kreative Verfahren zum eigenen Schreiben? Überarbeiten die Kinder ihre Texte mit Textlupen, im Hinblick auf Beratungspunkte oder mit Hilfe von Korrekturkarten? Kennen sie Sprachproben wie Ergänzen, Weglassen, Umstellen?

8 Stand: © Maxi Brautmeier-Ulrich Modul Schreiben (Schriftliches Sprachhandeln): Diskussionspunkt 3: Entwicklung einer Lese-Schreib-Kultur Findet das Schreiben in Ihrer Klasse und an Ihrer Schule im Rahmen einer Lese-Schreib-Kultur statt? Klären Sie mit Hilfe der unten genannten Merkmale die Ausgestaltung dieser Kultur an Ihrer Schule. Möchten Sie die Umsetzung der Lese-Schreib-Kultur an Ihrer Schule dokumentieren oder neue Maßnahmen vereinbaren, so können Sie Formblatt 3 hier herunterladen. Konstituierendes Merkmal: Umsetzung Schreiben: Anregende Lernumgebung Haben die Kinder eine anregende Umgebung, in der sie Texte über den gesamten Schreibprozess hinweg entwickeln können? Wie sieht diese Schreibumgebung aus? ZeitenGibt es freie und gemeinsame Schreibzeiten? Orte Können die Kinder Schreibplätze nutzen, an denen sie über ausreichend Papier, Schreibwerkzeuge, einen Computer und Anregungen zum Schreiben und Gestalten verfügen? Anregungen Werden Schreibsituationen im Schulalltag und in der thematischen Arbeit wahr- genommen? Gibt es eine Schreibwerkstatt mit verschiedenen Anregungen? Institutionen Gibt es Institutionen wie Schreibkonferenzen, Versammlungen, Autorenlesungen? Gibt es überdauernde Schreibprojekte wie Klassentagebuch, Zeitung, Buch, Briefpartnerschaft? Kommunikation Finden in der Klasse regelmäßig Gespräche über das Schreiben, Schreibmotive, Schreiberfahrungen, Schreibstrategien und über Geschriebenes statt? Unterstützende Fähigkeiten Kennen die Kinder Verfahren zur Textplanung und Textüberarbeitung?

9 Stand: © Maxi Brautmeier-Ulrich Modul Schreiben (Schriftliches Sprachhandeln): Diskussionspunkt 4: Aufgabenschwerpunkte - Übersicht Der Aufgabenschwerpunkt Schreibprozess hängt mit den anderen Schwerpunkten, die zunächst die verschiedenen Schreibsituationen und Schreibintentionen betreffen, eng zusammen. Überlegen Sie für Ihren Unterricht, welche unterschiedlichen Schreib(verwendungs-) situationen genutzt werden und in wieweit jeweils das Planen, Schreiben, Beraten, Überarbeiten und Veröffentlichen der Texte praktiziert wird. Zur Ermittlung Ihrer eigenen Schwerpunkte können Sie Formblatt 4 hier herunterladen. Schreib- prozess Schreib- situationen PlanenSchreibenBeratenÜberarbeitenVeröffentlichen alltägliches Schreiben erzählendes, sachbezogenes, appellierendes Schreiben poetisches Schreiben Gestalten mit Medien

10 Stand: © Maxi Brautmeier-Ulrich Modul Schreiben (Schriftliches Sprachhandeln): Diskussionspunkt 4: Aufgabenschwerpunkte (a) Schauen Sie sich die von Ihren Schülern bearbeitete Schreibaufgabe noch einmal an. Zu welchem Aufgabenschwerpunkt gehört diese Aufgabe? Reflektieren Sie die Umsetzung des Aufgabenschwerpunkts. Sehen Sie Gründe für Schwierigkeiten? Gibt es Ansätze zur Veränderung? Für eigene Überlegungen oder Vereinbarungen können Sie Formblatt 4a hier herunterladen. Aufgabenschwer- punkt: Unterrichtsgegenstände: alltägliches Schreiben Werden Situationen des alltäglichen Schreibens (Tagebuch, Unterrichtstexte, Lerntexte, Notizen, Briefe,...) von den Kindern genutzt oder gezielt angeregt? Welche? Wann? erzählendes, sachbezogenes, appellierendes Schreiben Haben die Kinder Gelegenheit, erzählendes, sachbezogenes oder appellierendes Schreiben auszuprobieren? Wann haben die Kinder bewusst sachorientiert, erzählend oder appellierend geschrieben und dieses Schreiben reflektiert? poetisches SchreibenHaben die Kinder Erfahrungen mit dem Schreiben von Gedichten und mit kreativen Schreibverfahren? Gestalten mit MedienGestalten die Kinder eigene und fremde Texte mit Hilfe unterschiedlicher Medien?

11 Stand: © Maxi Brautmeier-Ulrich Modul Schreiben (Schriftliches Sprachhandeln): Diskussionspunkt 4: Aufgabenschwerpunkte Teil B Die Teilfähigkeiten Planen, Schreiben, Beraten, Überarbeiten und Veröffentlichen spielten bei den Schreibaufgaben in VERA eine unterschiedlich große Rolle. Geringen Einfluss hatten das Beraten, das Überarbeiten und das Veröffentlichen. Zur Entwicklung einer ausgebauten Textbildungskompetenz und damit zum Erreichen eines hohen Fähigkeitsniveaus tragen aber die Erfahrungen im zunehmend selbstständigen Entwickeln von Texten wesentlich bei. Überlegen Sie, welche Rolle der Schreibprozess in Ihrem Unterricht spielt. Formblatt 4b können Sie für eigene Aufzeichnungen verwenden. Aufgabenschwer- punkt: Unterrichtsgegenstände: SchreibprozessPlanen: Werden im Unterricht Planungsmethoden (z.B. Cluster, Themenkonferenz,...) eingeführt und angewendet? Ergeben sich Schreibsituationen, in denen die Textplanung aus der Sache heraus wichtig war, oder werden solche Schreibsituationen gezielt angeboten? Schreiben: Stehen den Kindern beim Schreiben unterschiedliche Anregungen und Schreibhilfen zur Verfügung, um jedem Kind erfolgreiche Textproduktion zu ermöglichen? Beraten: Ist die regelmäßige Beratung über Texte in Kleingruppen oder im Klassenunterricht Grundlage für die Weiterarbeit an den Texten der Kinder? Überarbeiten: Werden Methoden zur Textüberarbeitung kontinuierlich erweitert und zur Optimierung von Texten in Bezug auf Inhaltlichkeit, Sprache und Aufbau genutzt, wenn dies von der Textverwendungssituation her notwendig ist? Veröffentlichen: Werden Texte auf unterschiedliche Weise veröffentlicht?

12 Stand: © Maxi Brautmeier-Ulrich Modul Schreiben (Schriftliches Sprachhandeln): Diskussionspunkt 5: Verbindliche Anforderungen Für die Beantwortung der Frage, ob ein niedriges Fähigkeitsniveau einzelner Schüler oder Lerngruppen an der speziellen Testaufgabe und Testsituation bei VERA liegt oder tatsächlich grundlegender Natur ist, bietet sich insbesondere ein Blick auf die Erfüllung der verbindlichen Anforderungen für das Schriftliche Sprachhandeln an. Diese Anforderungen, die auf einem mittleren Anspruchsniveau formuliert sind, sollen am Ende von Klasse 4 erreicht werden. Schüler, die zum Zeitpunkt der Lernstandserhebung noch weit von den Anforderungen entfernt sind, sollten in der verbleibenden Zeit gezielt gefördert werden. Klären Sie für Schüler, die sich in Fähigkeitsniveau 1 oder darunter befinden, ob und in Bezug auf welche Anforderungen tatsächlich Förderbedarf besteht. Formblatt 5a können Sie zu diesem Zweck ausdrucken. Wenn Sie konkrete Fördermaßnahmen entwickeln wollen, können Sie Formblatt 5b benutzen und in Diskussionspunkt 4 bzw. im entsprechenden Kapitel des Lehrplans Anregungen für Unterrichtsinhalte finden.

13 Stand: © Maxi Brautmeier-Ulrich Modul Schreiben (Schriftliches Sprachhandeln): Diskussionspunkt 5: Verbindliche Anforderungen Verbindliche Anforderungen Ende Klasse 4 Fragestellungen zur Identifikation von Förderbedarf +- Texte planen und dazu Planungsmethoden zu inhaltlichen und sprachlichen Gestaltung verwenden. Unterschiedliche Methoden zur Textplanung kennen. Erstellt der Schüler nach Anforderung oder selbstständig eine Planung für seinen Text oder ist an dem erstellten Text eine durchdachte Planung zu erkennen? Texte schreiben, die einen erzählenden, appellierenden, informierenden oder poetischen Charakter haben. Wesentliche sprachliche Mittel und Merkmale von Textstrukturen kennen. Schreibt das Kind in freien Schreibsituationen und nach Anleitung Texte mit unterschiedlichem Charakter und kann es in der Textreflexion die für den jeweiligen Charakter bedeutsamen sprachlichen Mittel beschreiben oder benennen? Sich über Texte beraten, Hinweise geben zur Überarbeitung in Hinsicht auf Inhaltlichkeit, Sprachgestaltung und Normrichtigkeit. Grundlegende Begriffe zum Benennen und Beschreiben sprachlicher Phänomene kennen (Übersicht Verbindliche Fachbegriffe) Geben die Kinder im Plenum oder in Beratungssituationen in Kleingruppen Hinweise zur Überarbeitung? Welche? Kennen und verwenden sie bei der Beratung grundlegende Begriffe zum Benennen und Beschreiben sprachlicher Phänomene? Texte überarbeiten, wenn dies vom Schreibziel her wichtig ist, dabei Hinweise und Hilfen nutzen. Methoden zur Überarbeitung kennen. Überarbeitet das Kind seine Texte, wenn dies vom Schreibziel her wichtig ist? Nutzt es dabei Hinweise und Hilfen aus Beratungsgesprächen oder Überarbeitungsverfahren? Texte handschriftlich sowie mit Hilfe herkömmlicher und neuer Medien verfassen und gestalten. Flüssig in einer formklaren Schrift schreiben. Verfasst und gestaltet das Kind handschriftlich und mit dem Computer Texte? Sind die Texte des Kindes gut zu lesen? Sich zum Schreiben inspirieren lassen; Selbstverantwortlich über Themen, Realisierungsformen und die Nutzung von Schreibhilfen entscheiden; Sich für eigene Texte verantwortlich fühlen. Schreibt das Kind auch in freien Lernsituationen?

14 Stand: © Maxi Brautmeier-Ulrich Modul Schreiben (Schriftliches Sprachhandeln): Diskussionspunkt 6: Maßstäbe der Leistungsbewertung War die Fähigkeit der Schülerinnen und Schüler, Texte in für sie schreibrelevanten Situationen zu verfassen, d.h. auch sie zu planen, zu schreiben, zu beraten, zu überarbeiten, zu gestalten fachbezogenes Bewertungskriterium? Schriftliche ArbeitenFortlaufende Beobachtung der Lernentwicklung Entsprechen die schriftlichen Arbeiten in ihren Formaten Aufgabenbeispielen aus Parallelarbeiten oder Bildungsstandards? Werden Teilleistungen wie das Planen, Schreiben, Beraten, Überarbeiten und Veröffentlichen in schriftlichen Arbeiten auch berücksichtigt? Werden zur Bewertung schriftlicher Arbeiten grundlegende Anforderungen der Schreibaufgabe festgelegt und als Basis der Benotung genutzt? Hat eine fortlaufende Beobachtung der Lernentwicklung stattgefunden? Werden möglichst viele Texte eines Kindes - auch in unterschiedlichen Fassungen - gesammelt? Wird festgehalten, welchen Charakter die freien Texte der Kinder haben, damit vorhandene Vorlieben genutzt und gezielt ausgebaut werden können? Werden Beobachtungen zur Lernentwicklung in die Benotung mit einbezogen? Sehen Sie in Ihrer eigenen/in der schulischen Praxis Widersprüche zu den vom Lehrplan vorgesehenen Maßstäben der Leistungsbewertung? Mit Hilfe von Formblatt 6 können Sie für Ihre Jahrgangsstufe oder Ihr Kollegium Vereinbarungen zur stärkeren Berücksichtigung des fachbezogenen Bewertungskriteriums bei schriftlichen Arbeiten und zur Art und Weise der fortlaufenden Beobachtung der Lernentwicklung festhalten.


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