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Kommunikationsgeschichte. Kommunikation - Medien - Interaktion - Rituale - System - Marshall McLuhan - Erving Goffman - Victor Turner - Niklas Luhmann.

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Präsentation zum Thema: "Kommunikationsgeschichte. Kommunikation - Medien - Interaktion - Rituale - System - Marshall McLuhan - Erving Goffman - Victor Turner - Niklas Luhmann."—  Präsentation transkript:

1 Kommunikationsgeschichte

2 Kommunikation - Medien - Interaktion - Rituale - System - Marshall McLuhan - Erving Goffman - Victor Turner - Niklas Luhmann

3 Der Mensch als werkzeugschaffendes Lebewesen, handle es sich um die Sprache, die Schrift oder das Radio, ist schon lange damit beschäftigt, das eine oder andere seiner Sinnesorgane so zu erweitern, daß dadurch alle seine anderen Sinne und Anlagen gestört werden. Heute hat der Mensch für praktisch alles, was er mit seinem Körper zu verrichten pflegt, Erweiterungen entwickelt. Die Entwicklung der Waffen beginnt bei den Zähnen und der Faust und endet mit der Atombombe. Die Kleider und die Häuser sind Erweiterungen der biologischen Temperaturregulierungs-Mechanismen des Menschen. Die Möbel ersetzen das Kauern und das Auf dem Boden Sitzen. Maschinelle Werkzeuge, die Brille, das Fernsehnen, das Telefon und die Bücher, welche die Stimme sowohl durch die Zeit wie durch den Raum tragen, sind Beispiele materieller Erweiterungen. Das Geld ist ein Mittel der Arbeitserweiterung und –speicherung. Unsere Transportsysteme leisten heute das, was wir früher mut unseren Füßen und unserem Rücken zu tun pflegten. So kann man tatsächlich alle vom Menschen geschaffenen Dinge als Erweiterung dessen auffassen, was der Mensch einst mit seinem Körper oder irgendeinem spezialisieren Körperteil verrichtete. Edward Hall nach McLuhan Die Postmoderne vor dem Post und der Edle Wilde Marshall McLuhan, Die Gutenberg Galaxis (1962) Gutenberg Galaxie – aus einer Welt der Rollen in eine Welt der Jobs Die Einbeziehung der Technik des phonetischen Alphabets führt den Menschen aus der magischen Welt des Ohres hinaus in die neutrale visuelle Welt Der Preis jedoch, den wir für besondere technische Werkzeuge bezahlen, besteht darin, daß diese gewaltigen Sinneserweiterungen geschlossene System bilden. Unsere erweiterten Anlagen und Sinne bilden heute ein einziges Feld der Erfahrung und des Erlebens, daß sie kollektiv bewußt werden.... Solange unsere Techniken so langsam waren wie das Rad, das Alphabet oder das Geld, war die Tatsache, daß sie getrennte, geschlossene Systeme bildeten, sozial und psychisch erträglich. Doch dies trifft heute nicht mehr zu; denn das Bild, der Ton und die Bewegung werden simultan und in einem Globalen Ausmaße erlebt.

4 Interaktion - Performance – das Welttheater: Erving Goffman. Wir spielen alle Theater (1956) Interaktionsrituale (1967) Jeder Ort, der durch feste Wahrnehmungsschranken abgegrenzt ist und an dem eine bestimmte Art von Tätigkeit regelmäßig ausgeübt wird, ist eine gesellschaftliche Einrichtung. Ich habe ausgeführt, daß jede derartige Einrichtung erfolgreich unter dem Aspekt der Eindrucksmanipulation untersucht werden kann. Innerhalb der Grenzen einer gesellschaftlichen Einrichtung finden wir ein Ensemble von Darstellern, die zusammenarbeiten, um vor einem Publikum eine gegebene Situation darzustellen: Mir scheint es, als sei der dramaturgische Ansatzpunkt eine fünfte Perspektive neben der technischen, der politischen, der strukturellen und der kulturellen Perspektive. Die dramaturgische Perspektive kann ebenso wie jede der anderen vier als Ziel der Analyse, als ein endgültiges Ordnungsprinzip verwendet werden. Weiterhin wird es, wenn ein Einzelner versucht, die Tätigkeit anderer durch Beispiel, Aufklärung, Überredung, Austausch, Manipulation, Autorität, Drohung, Strafe oder Zwang zu leiten, unabhängig von seiner Machtposition notwendig sein, wirksam darüber zu informieren, was er getan haben will, was er unternehmen wird, damit es getan wird, und was er tun wird, wenn es nicht getan wird. Die kulturellen Werte einer Institution bestimmen im einzelnen, was die Partner über zahlreiche Fragen denken, und bilden gleichzeitig einen Rahmen für die Scheinvorstellungen, die gewahrt bleiben müssen, ob nun Überzeugungen hinter dem Schein stehen oder nicht.

5 Das Gesellschaftsleben als Übergang - Les rites de passage – Liminalität - Victor Turner, Das Ritual. Struktur und Anti-Struktur (1969) Spontane [etwa Happening] Communitas ist Natur im Dialog mit Struktur, sie ist mit ihr verheiratet, wie eine Frau mit einem Mann verheiratet ist. Zusammen machen sie den Strom des Lebens aus, die eine sorgt für Energie, die andere für Fruchtbarkeit. Homogenität, Gleichheit, Anonymität, Besitzlosigkeit, Herabsetzung aller auf das gleiche Statusniveau, tragen gleicher Kleidung, sexuelle Enthaltsamkeit oder sexuelle Gemeinschaft (beide heben die den strukturellen Status legitimierenden Ehe- wie Familienbeziehungen auf), Minimierung der Geschlechtsunterscheide (alle sind im Angesicht Gottes oder der Ahnen gleich), Abschaffung von Rangunterschieden, Demut, Gleichgültigkeit gegenüber der äußeren Erscheinung, Selbstlosigkeit, totaler Gehorsam gegenüber dem Propheten oder Führer, sakrale Einweisung, extreme Betonung religiöser im Gegensatz zu weltlichen Einstellungen und Verhaltensweisen, Aufhebung verwandtschaftlicher Rechte und Pflichten (alle sind Geschwister oder Kameraden, ungeachtet der früheren, säkularen Beziehungen), Einfachheit der Rede und des Auftretens, heilige Torheit, Akzeptieren von Schmerz und Leiden (bis hin zum Märtyrertum) usw.

6 Die Kommunikation der Kommunikation und die Komplexitätsreduktion der Realität (oder der Theorie?) Niklas Luhmann - Systemtheorie Von sozialen Systemen kann man immer dann sprechen, wenn Handlungen mehrerer Personen sinnhaft aufeinander bezogen werden und dadurch in ihrem Zusammenhang abgrenzbar sind von einer nichtdazugehörigen Umwelt. Sobald überhaupt Kommunikation unter Menschen stattfindet, entstehen soziale Systeme; denn mit jeder Kommunikation beginnt eine Geschichte, die durch aufeinander bezogene Selektionen sich ausdifferenziert, indem sie nur einige von vielen Möglichkeiten realisiert. Jede Verwaltungseinheit, eine Staatsverwaltung, eine Behörde oder ein einzelnes Referat, eine Unternehmensverwaltung oder eine Gewerkschaftszentrale oder das Büro eines Vereins zur Bekämpfung der Luftfeuchtigkeit, kann als ein soziales System beschrieben werden, dessen Handlungen aus Entscheidungen, und das heißt: aus Kommunikationen, bestehen. Die Verwaltung lebt in einer überwiegend verbalen Umwelt. Sie erhält Informationen, verarbeitet sie und teil das Ergebnis anderen Stellen mit. Der konsequente Funktionalismus macht genau dies zum methodischen Prinzip: die Wirklichkeit als immer schon gelöstes Problem darzustellen und damit dem Vergleich mit anderen möglichen Problemlösungen auszusetzen Ähnlich wie Leben und wie Bewußtsein ist auch Kommunikation eine emergente Realität, ein Sachverhalt sui generis. Sie kommt zustande durch eine Synthese von drei verschiedenen Selektionen - nämlich Selektion einer Information [Organisationsteil/Text], Selektion der Mitteilung dieser Information [Kommunikationsteil/Text] und selektives Verstehen oder Mißverstehen dieser Mitteilung und ihrer Information [Inhaltsteil/Text]. Keine dieser Komponenten kann für sich allein vorkommen. Nur zusammen erzeugen sie Kommunikation. Kommunikation dupliziert also, um diesen wichtigen Punkt nochmals mit anderen Worten zu wiederholen, die Realität. Sie schafft zwei Versionen: eine Ja-Fassung und eine Nein- Fassung, und zwingt damit zur Selektion. Und genau darin, daß nun etwas geschehen muß (und sei es: ein explizit kommunizierter Abbruch der Kommunikation), liegt die Autopoiesis des Systems, die sich selbst ihre eigene Fortsetzbarkeit garantiert.

7 Das Feld der Kommunikationsgeschichte

8 - Metakategorie Traditionell verbunden mit: - Öffentlichkeit - Medien 1. Feld Aufklärung/Politik als Kommunikationsprozess 2. Feld Direkter Zusammenhang von Raum und Kommunikationsstrukturen, Zeit und Kommunikationsstrukturen

9 Die aktuellen kulturwissenschaftlichen SFB – GKs

10 Kommunikation am Beispiel der Wissenschaftsgeschichte - Bruno Latour, Science in Action (1987) - Bill Clark, Academic Charisma and the Origins of the Research University (2007)


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