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Mittwoch, 12.04.2006 Sonja NeuererFolie 11 Religiöse Politik und politische Religionen in Ost- und Südostasien Der religiöse Gebrauch der Politik und/oder.

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Präsentation zum Thema: "Mittwoch, 12.04.2006 Sonja NeuererFolie 11 Religiöse Politik und politische Religionen in Ost- und Südostasien Der religiöse Gebrauch der Politik und/oder."—  Präsentation transkript:

1 Mittwoch, Sonja NeuererFolie 11 Religiöse Politik und politische Religionen in Ost- und Südostasien Der religiöse Gebrauch der Politik und/oder der politische Gebrauch der Religion. Ersatz-Ideologie gegen Ersatz-Religion - Juan J. Linz - Universität Duisburg-Essen, Standort Duisburg - Institut für Politikwissenschaften Hauptseminar Sommersemester 2006 Dozent: Prof. Dr. Thomas Heberer

2 Mittwoch, Sonja NeuererFolie 2 Autoritäre und Totalitäre Systeme nach Linz Autoritäre Systeme begrenzter, nicht verantwortlicher politischer Pluralismus keine ausgearbeitete leitende Ideologie, sondern eine ausgeprägte Mentalität keine extensive oder intensive politische Mobilisierung informelle Grenzen der Machtausübung durch eine Führerperson oder einer kleinen Gruppe

3 Mittwoch, Sonja NeuererFolie 3 Autoritäre und Totalitäre Systeme nach Linz Totalitäre Systeme eine totalitäre Ideologie Einheitspartei mit Massencharakter und andere mobilisierende Organisationen hoch entwickelte Geheimpolizei monopolistische Kontrolle über -Massenkommunikation -Waffengewalt -sämtliche Organisationen, einschließlich Wirtschaft auf eine Person oder kleine Gruppe konzentrierte Macht, die -keine größere Wählerschaft stellt -nicht durch institutionelle Mittel von der Macht entfernt werden kann

4 Mittwoch, Sonja NeuererFolie 4 Verhältnisse zwischen Politik und Religion Freundschaftliche Trennung von Kirche und Staat Politisierte Religion Feindlich-laizstische Trennung von Kirche und Staat Politische Religion Theokratie Cäsaropapismus Abbildung nach J.Linz

5 Mittwoch, Sonja NeuererFolie 5 Freundliche Trennung von Kirche und Staat Positiv Gleichgewicht auf Kooperationsbasis Garantie für Respekt gegenüber religiösem Pluralismus und dessen Auslebung Negativ keine klar definierten Grenzen kann zu Überschneidungen und Konflikten führen

6 Mittwoch, Sonja NeuererFolie 6 Feindliche Trennung von Kirche und Staat gründet auf der generellen Ablehnung eines kulturellen Pluralismus ist von der Vorstellung geleitet, dass eine politische Gemeinschaft ein einheitliches Werte-/Glaubens- system braucht die Politik versucht die Religion aus dem öffentlichen Raum in den privaten Raum zu verdrängen ersetzt religiöse Zeremonien durch einheitliche Öffentliche kann gemäßigte sowie militante Formen annehmen kann zur politischen Religion führen

7 Mittwoch, Sonja NeuererFolie 7 Politische Religion Sakralisierung von Personen, Orten, Symbolen, Daten und der sich daraus entwickelnden Rituale. (Durkheim) Religiöse Manifestation der politischen Sphäre impliziert die Zerstörung des Dualismus aus Politik und Religion Liefert eine absolutistische Weltanschauung, die dem menschlichen Handeln und der politischen Gemeinschaft einen Sinn geben soll. (Weber) für das Regime vertrauenswürdige Legitimationsbasis Lebensdauer ist an die des Regimes geknüpft

8 Mittwoch, Sonja NeuererFolie 8 Politische Religion innerweltlich, säkularisiert, ohne transzendentalen Bezug von weltlichen, sich an der Macht befindenden Führern initiiert verstärkt durch Intellektuelle, Akademiker, Schriftsteller, Künstler, Funktionäre, Aktivisten, Journalisten etc. politischer und spiritueller Sinn auf Autorität konzentriert gestützt auf das totalitäre System und dessen Zwangsmittel, was zu einer nur geringen Glaubenskraft führt

9 Mittwoch, Sonja NeuererFolie 9 Politische Religion stellt eine Konkurrenz zur traditionellen abergläubischen Religion dar, mit dem Ziel diese vollständig zu verdrängen imitiert die traditionelle Religion dabei teilweise versteht sich als aufgeklärt und auf Wissenschaft (Theorien/Biologie) beruhend, mit der Forderung nach Modernität von traditionellen Religionen als heidnische Nicht- Religion empfunden Ersatz - Religion

10 Mittwoch, Sonja NeuererFolie 10 Politische Religion Probleme führt zu offenem oder stillem Konflikt zwischen Staat und Kirche, bzw. deren Institutionen (insbesondere bei transnational organisierten), was zu -Entfremdung gegenüber dem Regime führen kann, bis hin zu passiven und aktiven Widerstand -dadurch bedingte verstärkte Repression und aus ihr resultierende Gegenreaktionen führt die Konzentration auf die Führungsperson kann durch den Tod derer zur Krise führen meist schwächer in der Umsetzung der politischen Ziele als die politisierte Religion, auch aufgrund mangelnder Institutionalisierung

11 Mittwoch, Sonja NeuererFolie 11 Politisierte Religion Verschmelzung von Politik und Religion, aufbauend auf Kooperation die politische Macht ist im Besitz weltlicher Führer oftmals gepaart mit Nationalismus meist erfolgreicher als politische Religionen Lebensdauer ist nicht von der des Regimes abhängig

12 Mittwoch, Sonja NeuererFolie 12 Politisierte Religion kann von Seiten der Gläubigen oder von Seiten der politischen Führung/Bewegung ausgehen, meist wechselseitig kann aus der Ablehnung liberaler Werte und des Individualismus, sowie aus dem Nationalismus resultieren oder beidem oft auf Basis des simplen Weltbildes des ungebildeten Klerus, sowie des Wunsches der Intellektuellen an alte Zeiten anknüpfen zu können Erfolg hängt vom nationalen Bezug der Religion ab (transnationale Religionen sind problematisch), sowie von der religiösen Aufrichtigkeit kann in der Oppositionsrolle (insbesondere totalitären) Regimen durch breite Unterstützung gefährlich werden Ersatz-Ideologie

13 Mittwoch, Sonja NeuererFolie 13 Politisierte Religion Vorteile für die Kirche Privilegierter Status in der Gesellschaft Institutionelle und finanzielle Unterstützung Größerer Machteinfluss Möglichkeit anti-religiöse Kräfte zu vernichten durch die Umsetzung religiöser Werte und Ziele und die Eindämmung des Säkularisierungsprozesses kann zu einer kollektiven Welle religiöser Erneuerung führen stellt die Souveränität des eigenen nationalen Bevölkerungsanteiles in Aussicht

14 Mittwoch, Sonja NeuererFolie 14 Politisierte Religion Vorteile für die Politik Unterstützung des Regimes durch Legitimation die bestehende Religion übernimmt die Rolle der Ideologie geringere Kosten, geringeres Ausmaß an Zwangsmaßnahmen gläubige Gegner des Regimes werden so neutralisiert, der Widerstand reduziert Angriffe von säkularisierten Staaten führen zur erhöhten Identifikation und Solidarität mit dem Regime innerhalb der Gläubigen

15 Mittwoch, Sonja NeuererFolie 15 Politisierte Religion Probleme Konflikte zwischen Politik und Kirche unausweichlich aufgrund gegenseitiger Abhängigkeit bei unterschiedlichen Zielen Mobilisierung und Proteste der Gläubigen bei Beschneidung des Status und der damit verbundenen Privilegien der Kirche Wechsel der Generationen Spaltung der nationalen Kirche bei Kombination mit dem Nationalismus kann es zu einer Spaltung der Kirche kommen (Rom Nation) Konflikte mit anderen Glaubensgemeinschaften

16 Mittwoch, Sonja NeuererFolie 16 Theokratie/Cäsaropapismus Extremformen der politisierten Religion Theokratie die politische Macht geht in Namen der Religion/Gott auf einen religiösen Führer über Gemeinschaft unter religiösen Werten keine institutionelle Trennung von Staat und Kirche Ähnlichkeiten mit politisierter, aber auch politischer Religion Cäsaropapismus die politische Macht geht im Namen der religiösen Tradition auf einen weltlichen Führer über der Klerus wird untergeordnet und bietet deshalb kein Gegengewicht zur politischen Macht

17 Mittwoch, Sonja NeuererFolie 17 Politisierte & Politische Religion dienen der Legitimation einer Bewegung einer sozialen Ordnung einer politischen Gemeinschaft eines politischen Systems der Macht/der Autorität Zusammenarbeit von Religion und Politik hat zumeist für beide Seiten Vor- und Nachteile Effizienz und Erfolg in der Umsetzung der politischen Ziele innerhalb der jeweiligen Form ist vom religiösen Grad der Gesellschaft abhängig

18 Mittwoch, Sonja NeuererFolie 18 Diskussion Sind Politisierte und Politische Religionen zwangsläufig zum Scheitern verurteilt? Wenn ja, zu was führen sie? Sind Politisierte und Politische Religionen auch in Demokratien denkbar? Gibt es ein Gefälle in der Anfälligkeit für Politisierte und Politische Religionen? Können Gesellschaften gänzlich ohne religiöse Symbolik auskommen? Sind Totalitäre Systeme immer politische (Anti-) Religionen?


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