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Was soll unter Bildung verstanden werden? 1. Materiale Bildungstheorie: Danach wird Bildung inhaltlich definiert. (Humane) Qualität von Bildung wird von.

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Präsentation zum Thema: "Was soll unter Bildung verstanden werden? 1. Materiale Bildungstheorie: Danach wird Bildung inhaltlich definiert. (Humane) Qualität von Bildung wird von."—  Präsentation transkript:

1 Was soll unter Bildung verstanden werden? 1. Materiale Bildungstheorie: Danach wird Bildung inhaltlich definiert. (Humane) Qualität von Bildung wird von der Ausstattung mit ganz bestimmten Gehalten abhängig gemacht. 2. Formale Bildungstheorie Sie definieren Bildung vom Subjekt aus, von der Entwicklung und Förderung seiner Möglichkeiten. Sie zeigen sich an Inhalten nur insoweit interessiert, wie ihre Assimilation zur Entfaltung der individuellen Kräfte beiträgt. 3. Bildung als sozialpraktischer Begriff: Die Ausstattung des Individuums mit jenen Kenntnissen, Fähigkeiten, Einsichten und Werthaltungen, die ihm eine personalverantwortbare Bewältigung seiner Lebenssituation ermöglichen, die es ihm erlauben, seine eigene individuelle und soziale Identität zu entwickeln und jene Situationen zu bewältigen, die privat, beruflich und öffentlich an ihn herantreten (vgl. Albers, Kaminski, u.a.). Mit dem sozialpraktischen Bildungsbegriff muss sich eine nähere Umschreibung dessen, was Bildung sein kann, den Herausforderungen ganz bestimmter historischer Situationen stellen.

2 Zur Dichotomisierung von Allgemeinbildung und Ökonomischer Bildung in der Industriegesellschaft In historischer Perspektive können wir die Entwicklung der letzten 200 Jahre durch drei Zivilisationsmodelle kennzeichnen: das Agrarzeitalter, das Industriezeitalter und die Wissensökonomie Agrarzeitalter Industriezeitalter Wissensökonomie

3 Die vier Prinzipien des Industriezeitalters 1. Standardisierung: Massenproduktion => Stückkostensenkungen => materieller Wohlstand Fordismus und Taylorismus (Arbeitsteilung) machen das Individuum zu einem Rädchen im Getriebe 2. Spezialisierung: Arbeitsteilige Prozesse und Produktionsformen verlangen nach dem Spezialisten, der nur eines können muß, aber dieses gut (im Gegensatz zum Generalisten). Gleichzeitig Trennung zwischen Konsum und Produktion, Haushalt und Betrieb, männlicher Fabrikarbeit und weiblicher Hausarbeit (statt gemeinsamer Arbeit, wie in der Agrargesellschaft) 3. Synchronisierung: Statt naturangepaßtem Leben, wie in der Agrargesellschaft, schaffen Manufakturen und Fabriken neuen Zeitrhythmus. bestimmte Öffnungszeiten durch Maschinen und Technologie vorgegebene Laufzeiten Organisation des Arbeits-, Konsum- und Freizeitlebens nach technologisch vorgegebenen Zeittakten.

4 Die vier Prinzipien des Industriezeitalters Erfordernis der Disziplinierung des an agrarische Zeitrhythmen angepaßten Menschen auf den Zeitrhythmus von Fabrik und Technologie durch Erziehung. 4. Zentralisierung: Überlebensfähig im Industriesystem waren Strukturen, die sich durch Größe, ihre Hierarchie und Routinisierung auszeichneten. Das Pendant war nicht der kreative, sondern der angepaßte, disziplinierte, leistungsbereite Mensch.

5 Die Funktion von Wissen in der Agrar-, Idustrie- und Wissensgesellschaft Agrargesellschaft Dominanz von Erfahrungswissen über Naturgesetze und deren Weitergabe an die nächste Generation hohe Wertschätzung des Alters (großes Erfahrungswissen) Industriegesellschaft Wissen als technologisches Wissen schwerfällig. Hoher Kapitaleinsatz und lange Amortisationsfristen bedingen ein Höchstmaß an Gleichförmigkeit und Wiederholung. Schlüsselressource ist langfristig eingesetztes Kapital. Allgemeinbildung gerät zwangsläufig in einen Gegensatz zur Ökonomie insofern es die Menschen vor den Zumutungen des auf Disziplin und Anpassung orientierten Industriesystems zu schützen hat.

6 Die Funktion von Wissen in der Agrar-, Industrie- und Wissensgesellschaft Wissensgesellschaft: Grundsätzliche andere Bedeutung von Wissen Es verändert sich schnell. Es organisiert sich in Netzen. Es wandert über den Globus. Es erzeugt permanenten Innovationsdruck. Daraus folgen tiefgreifende Veränderungen der Arbeitswelt: Statt langfristiger Bindung an Arbeitsplätze nun flexible, projektorientierte, in Teams eingebundene und im Rahmen zeitlich begrenzter Kontrakte organisierte Arbeit. Verdrängung der Statuseliten durch Funktionseliten. Statt Anpassung kreative Problemlösungen. Klassische Erwerbsbiographien weichen prekären, befristeten. Neue Verteilung der Lebensarbeitszeit.


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