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1 Energiewirtschaft Teil VI: Ergänzung: Strom- und Emissionshandel.

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Präsentation zum Thema: "1 Energiewirtschaft Teil VI: Ergänzung: Strom- und Emissionshandel."—  Präsentation transkript:

1 1 Energiewirtschaft Teil VI: Ergänzung: Strom- und Emissionshandel

2 2 Bisher haben wir uns mit den Grundlagen der Energiewirtschaft befasst. Drauf aufbauend beschäftigen wir uns nun mit einem wichtigen Teilaspekt des liberalisierten Energiemarktes: den Grundzügen des Strom- und Emissionshandels. Obwohl seit 1998 ein gesetzlicher Rahmen besteht mit den leitungsgebundenen Energien Strom und Gas zu handeln, hat sich aber bisher noch kein bedeutender Gashandel herausgebildet, so dass nur der Stromhandel betrachtet wird. Ebenfalls wird auf die neuesten Entwicklungen im Emissionshandel eingegangen. Grundvoraussetzungen: Elektrische Energie unterscheidet sich von den meisten anderen Waren dadurch, dass sie praktisch nicht speicherbar und leitungsgebunden ist, also nur mittels Leitungen transportiert werden kann. Da aber die Leitungsnetze im Eigentum von EVUs sind und diese auch betreiben, muss ein System geschaffen werden, dass alle Marktteilnehmer einen freien, diskriminierungsfreien Netzzugang haben.

3 3 Folgende Grundelemente sind Voraussetzung: Gesetzliche Rahmenbedingungen Regulierungsbehörde Entflechtung der Wertschöpfungsstufe Netze von der Erzeugung und dem Vertrieb (Unbundling) Börse Independent Systemoperator Geregelter Netzzugang und –betrieb sowie transparente Entgeltbestimmung Messung und Abrechnung für alle genutzten Netzebenen (Briefmarke) Ausgleich von Netzverlusten Systemdienstleistungen (Spannungshaltung, Betriebsführung etc.) Einmalige Netzanschlusskosten Arbeit- und Leistungspreis

4 4 Die verschiedenen Spannungsebenen Quelle: Zander et al., S. 27

5 5 Genutzte Netzebenen bei einer Ein- speisung auf höherer Spannungsebene Quelle: Zander et al., S. 28

6 6 Marktteilnehmer Anbieter Verbundunter- nehmen Ausländische Erzeuger WeiterverteilerEigenerzeuger GroßkundenWeiterverteiler Bündelkunden - Tarif - Gewerbe - sonstige Nachfrager Börse Händler Broker OTC Marktvolumen: Netto-Stromverbrauch (2003): 520 TWh Spotmarkt (2004): 60 TWh Terminmarkt (2004): 337 TWh

7 7 Produkte Physische Produkte: Der Kunde hat die Auswahl zwischen unterschiedlichen Produkten und kann sich ein individuelles Strom-Portfolio zusammenstellen, z.B. für seine Grund- und Spitzenlast. Derivate: Im finanziellen Strom- handel wird statt der Ware das Preisrisiko mittels verschiedener Instrumente gehandelt.

8 8 Physische Produkte: Vollversorgung Quelle: Zander et al., S. 47

9 9 Physische Produkte: Band- und Programmlieferung Quelle: Zander et al., S. 48

10 10 Physische Produkte: Spotgeschäft Quelle: Zander et al., S. 50

11 11 Spotpreise (2001 – 2004)

12 12 Spotpreise Dezember 2001 Dezember 2001

13 13 Zeitliche Abfolge des physischen Handels Quelle: Gerke et al., S. 33

14 14 Kontraktarten bei Termingeschäften Quelle: Zander et al., S. 57

15 15 Mögliche Handelsstrategien mit Call- oder Put-Optionen Quelle: Zenke, S. 69

16 16 Emissionszertifikatehandel: Entwicklung der Welt-CO 2 -Emissionen Quelle: Energy Information Administration 2004

17 17 Verpflichtungen nach dem Kyoto- Protokoll Deutschland emittierte im Jahr 2004 energiebedingt ca. 834 Mio. Tonnen CO 2 * * Bis 2008 – 2012 * Mt = Mio. Tonnen **

18 18 Rechtliche Rahmenbedingungen: EU-Burden-Sharing * *

19 19 Rechtliche Rahmenbedingungen: Flexible Mechanismen Quelle:

20 20 Joint Implementation (JI) und Clean Development Machanism (CDM) Joint Implementation (JI) JI-Projekte sind Maßnahmen in anderen Industrieländern (Annex-I- Staaten), für die ebenfalls quantitative Emissionsziele im Rahmen des Kyoto-Protokolls gelten. Die Annex-I-Staaten der Klimakonvention können Projekte gemeinsam mit anderen Annex-I-Staaten durchführen, in deren Folge sich zusätzliche Emissionsreduktionen in dem Land ergeben, in dem das Projekt realisiert wird. Diese Reduktionen können dann auf das Reduktionsbudget derjenigen Partei aufgeschlagen werden, die das Projekt finanziert, während im Gegenzug das Emissionsbudget der Partei, bei der das Projekt realisiert wird, entsprechend belastet wird. Clean Development Mechanism (CDM) CDM-Projekte sind Maßnahmen in Entwicklungsländern für die keine quantifizierten Emissionsreduzierungsziele gelten. Industriestaaten führen Projekte gemeinsam mit Entwicklungsländern durch. Dabei werden Emissionsreduktionseinheiten generiert. Diese können dann auf das Emissionsbudget derjenigen Partei angerechnet werden, die das Projekt finanziert. Quelle:

21 21 Rechtliche Rahmenbedingungen: EU-Emissionshandel Quelle: / t CO

22 22 Erläuterungen 31.3.: Bericht gegenüber der Deutschen Emissions- handelsstelle über die Emissionen des Vorjahres (von einem Sachverständigen zertifiziert) : Abgabe der Zertifikate für die Emissionen des Vorjahres Das Register für Emissionsrechte unterliegt der Deutschen Emissionshandelsstelle (DEHSt) im Umweltbundesamt (untersteht dem Bundes- Umweltministerium) 1 2 3

23 23 Rechtliche Rahmenbedingungen: Emissionszertifikatehandel Gase: Nur CO 2 Sektoren: 1. Energie: Verbrennungsanlagen > 20 MW th Mineralölraffinerien Koksöfen 2. Eisen und Stahl 3. Mineralindustrie (Zement, Glas, Keramik, etc.) 4. Papier und Zellstoffe 48 % aller CO 2 -Emissionen Strafe: 40 /t CO 2 EU-Zertifikatehandel Gase: CO 2,, CH 4, N 2 O, HFCs, PFCs, SF 6 Sektoren: Alle Sektoren (inkl. Verkehr, Haushalte, …) Ausnahmen: Flugbenzin Militär teilweise Haushalte Strafe: 100 /tCO 2 Internationaler Emissionshandel

24 24 Funktionsweise des Handels: Zuteilung von Emissionsrechten Zertifikat gemessene Emissionen [t CO2/a] Basisperiode gemessene Emissionen [t CO2/a] 2000 gemessene Emissionen [t CO2/a] Emissionsbudget = Mittelwert x Erfüllungsfaktor = t CO 2 /a x 97,65 % = t CO 2 /a gemessene Emissionen [t CO2/a] 1. Handelsperiode gemessene Emissionen [t CO2/a] 2005 gemessene Emissionen [t CO2/a] Zertifikat

25 25 Entscheidungskalkül der Unternehmen: Kosten der CO 2 -Vermeidung Vermiedene Emissionen [t CO 2 ] Grenzkosten der Emissionsvermeidung [/t CO 2 ] Maßnahmen zur Emissionsvermeidung

26 26 Die Vermeidungskostenkurve ist das Kernstück der unternehmerischen Klimaschutzstrategie Maßnahmen der Unternehmen: 1.Ermittlung der Emissionen in dem Basisjahr 2.Antrag zur Zuteilung der CO 2 -Emissionen einschließlich der zuver durchgeführten Early Actions 3.Prognose zukünftiger Emissionen 4.Ermittlung der Netto-CO 2 -Position 5.Aufbau der Vermeidungskostenkurve 6.Abschätzung der CO 2 -Zertifikatspreise 7.Strategieentwicklung

27 27 Enscheidungskalkül der Unternehmen: Zertifikatekäufer Zertifikate- preis E* = Kosten für CO 2 -Vermeidung = Kosten für CO 2 -Zertifikate = Ersparnis durch CO 2 -Handel Vermiedene Emissionen [t CO 2 ] Ziel Grenzkosten der Emissionsvermeidung [/t CO 2 ]

28 28 Entscheidungskalkül der Unternehmen: Zertifikateverkäufer Zertifikate- preis Ziel E* = Kosten für CO 2 -Vermeidung = Gewinn durch CO 2 -Handel Vermiedene Emissionen [t CO 2 ] Grenzkosten der Emissionsvermeidung [/t CO 2 ]

29 29 Ermittlung der umzusetzenden Maßnahmen Wird das Defizit vollständig durch eigene Maßnahmen ausgeglichen, so ergeben sich Gesamtvermeidungs- kosten in Höhe von A. Wird die Differenz dagegen ausschließlich durch Zukauf von Emissionsberech- tigungen ausgeglichen, so betragen die Kosten B. Beim Übergang von internen Vermeidungsmaßnahmen zum Zukauf von Emissionsberechti- gungen am Schnittpunkt von Vermeidungskostenkurve und Kostengeraden für den Emissionsrechtezukauf ergeben sich bereits deutlich verringerte Gesamtvermeidungskosten in Höhe von C. Zur Ermittlung des Kostenoptimums sind die beiden Kostenkomponenten für die internen Maßnahmen und den Emissionsrechtekauf zur Gesamtkostenkurve zu addieren. Das Minimum der Gesamtkostenkurve gibt die kostenoptimale Kombination von internen Maßnahmen und Emissionsrechtekauf an. In diesem Beispiel ergeben sich dann Gesamtvermeidungskosten in Höhe von D

30 30 Prozess des Börsenhandels für Emissionsrechte Quelle: Energie & Management 5/2005

31 31 Prozess des Börsenhandels für Emissionsrechte Emissionszertifikate werden auf Konten bei der Deutschen Emissionshandelsstelle geführt Verkäufer und Käufer geben über die EEX Verkauf- und Kaufgebote ab Kommt ein Geschäft zustande, wird dieses über das Clearinghaus abgewickelt. Diese Institution fungiert als zentraler Kontrahent und übernimmt das Risiko der Vertragserfüllung Die finanzielle Erfüllung des Geschäftes erfolgt über die Mitglieder des Clearinghauses (die Clearing-Banken der Vertragspartner) Die Übertragung der Emissionsrechte erfolgt nicht direkt über die Konten der Vertragspartner sondern zentral über ein EEX- Konto bei der DEHSt)


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