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Peer Education in der wissenschaftlichen Diskussion Vortrag, anläßlich der österreichischen EUROPEER-Konferenz in Wien, 2.10.2003 Prof. Dr. Dieter Kleiber.

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1 Peer Education in der wissenschaftlichen Diskussion Vortrag, anläßlich der österreichischen EUROPEER-Konferenz in Wien, Prof. Dr. Dieter Kleiber Institut für Prävention und Gesundheitsforschung, FU Berlin

2 Peer-Tutoring Peer-Counseling Peer-Education Formen von Peer-Involvement- Programmen Peer health education is the teaching or sharing of health information, values or behaviours by members of similar age or status groups (John Sciacca, 1987)

3 Begründungsmuster für Peer- Education-Ansätze Die Bedeutung der Gleichaltrigen für die kognitive und soziale Entwicklung von Kindern und Jugendlichen Die Bedeutung des Modellernens für die Aneignung des Kontrazeptionsverhaltens Die Beeinflussung des Gesundheitsverhaltens durch Gleichaltrige Netzwerkbildung: Verbreitung präven- tionsrelevanter Information innerhalb informeller sozialer Netzwerke [diffusion of innovation]

4 Zielsetzungen von Peer-Education- Programmen Peer delivery An vordefinierten Outcomes/ Präven- tionszielen orientiert Hochstrukturierte Programme, die Multiplikatoren auf die Durchführung von Präsentationen mit Gleichaltrigen vorbereiten Ansatzebene: meist Schulen Peer development An Persönlichkeits- förderung und Wachs- tum orientiert Eher offen angelegte Programme, die in erster Linie schwer zugängliche Rand- gruppen ansprechen sollen Ansatzebene: oftmals Jugendzentren oder gemeindebasierte Jugendarbeit

5 Forschungsstand zu Programm- wirkungen bei Multiplikatoren Basis: Zwei Studien mit Befragung nach Trainingsabschluß; zwei Studien mit Prä- Postbefragung ohne Kontrollgruppe Vor allem aus Interviews ergaben sich Hinweise darauf, dass die Peer-Educators hinsichtlich ihres Wissens, ihrer kommuni- kativen Kompetenzen und ihres Selbstver- trauens profitierten Badura et al. (2000) fanden gewünschte Verän- derungseffekte im Gesundheitswissen und Gesundheitsverhalten; kein Unterschied im Selbstwertgefühl

6 Forschungsstand zu Programm- wirkungen bei Adressaten Adressaten profitieren übereinstim- mend hinsichtlich des Aids-Wissens Hinweise ergeben sich für gewünschte Effekte: auf die Einstellung auf die wahrgenommene Norm auf die Kommunikationsbereitschaft auf das Verhalten (Benutzen von Kondomen) Problem: nur eine Studie mit quasi- experimentellem Design

7 Fragestellungen 1. Auswirkungen eines Peer-Education- Programms auf Multiplikatoren 2. Auswirkungen eines Peer-Education- Programms auf Adressaten 3. Die Rolle der Modelleigenschaften der Peer- Educators für Programmwirkungen auf Ebene der Adressaten

8 Ebene I. Trainerinnen und Trainer (Prozessevaluation) Ebene III. Zielgruppe (Ergebnisevaluation) Ebene II. Multiplikatoren (Ergebnis-und Prozessevaluation) Interview 1Interview 2Interview 4Interview 3 T1T2T3 T1 T2 T3 Trainingsvariante 2 Kurzzeittraining Trainingsvariante 1 Langzeittraining Training Peeraktivitäten Interventionsgruppe Kontrollgruppe T1 T2 X Erhebungsebenen und -arten

9 Fragestellung 1 Programmwirkungen bei Peer Educators / Multiplikatoren hinsichtlich... des themenspezifischen Wissens der Kondomakzeptanz der Kommunikationskompetenz des psychosozialen Wohlbefindens des sexuellen Selbstbildes ?

10 Messinstrumente für Peer-Educators 1 Skala Wissen nach Eichholz, Niehammer, Wendt & Lohaus (1994); 20- Item Skala mit jeweils 4 Antwortmöglichkeiten, darunter eine zutreffende Kondomakzeptanz in Anlehnung an Oswald & Pforr (1991); 5-Item-Skala – 4-stufig; (Beispielitem: Es ist mir peinlich mit Kondomen anzukommen) (Cronbachs alpha T1=.77) Kommunikationskompetenz - 12-Itemskala – 6-stufig; (Beispielitem: Wie schwierig wäre es für Dich, mit andern Jugendlichen über persönliche Beziehungen zu reden) (Cronbachs alpha T1=.89) Psychosoziales Wohlbefinden: Berner Fragebogen zum Wohlbefinden Jugendlicher (Grob et al., 1989); Positive Lebenseinstellung (Cronbachs alpha =.83), Problembewusstheit (Cronbachs alpha =.65), Körperliche Beschwerden (Cronbachs alpha =.74), Selbstwert (Cronbachs alpha =.81), Depressive Stimmung (Cronbachs alpha =.65), Lebensfreude (Cronbachs alpha =.73). Sexuelle Selbstsicherheit – 5-Itemskala – 5-stufig (In bezug auf meine Sexualität fühle ich mich sicher) (Cronbachs alpha T1=.80)

11 Messinstrumente für Peer-Educators 2 Teilnahmemotive Altruismus 8-Itemskala – 5-stufig (Beispielitem: Ich will mich für andere nützlich machen (Cronbachs alpha T1=.84) Wunsch nach Anerkennung – 3-Itemskala – 5-stufig (Beispielitem: Ich will, dass mich die andern Jugendlichen bewundern (Cronbachs alpha T1=.73) Informationssuche – 3 Itemskala – 5-stufig (Beispielitem: Mich interessiert das Thema) (Cronbachs alpha T1=.71) Bewertung des Leitungsstils der Trainer Didaktisch-kompetenter Leitungsstil 5-Itemskala – 4-stufig (Beispielitem: Die Gruppenleiter nehmen mich ernst (Cronbachs alpha T1=.75) Expertenorientierter Leitungsstil 4-Itemskala – 4-stufig (Beispielitem: Die Gruppenleiter sind mir zu lehrerhaft) (Cronbachs alpha T1=.85) Adaptiver Leitungsstil 3-Itemskala – 4-stufig (Beispielitem: Die Gruppenleiter sorgen dafür, dass alle sich wohl fühlen) (Cronbachs alpha T1=.70)

12 vor dem Training nach dem Training follow-up Langzeit - training n = 68n = 28n = 21 Kurzzeit- training n = 57n = 23n = 16 Design zur Multiplikatorenerhebung N = 37 (im Längsschnitt) Durchschnittsalter: 14.8 Jahre (12-19 Jahre) 53.7 Prozent Mädchen, 46.3 Prozent Jungen

13 Trainingsgruppen der Peer-Educators (Langzeittraining) Gruppe1Gruppe2Gruppe3Gruppe4Gruppe5 Anzahl Jungen Mädchen

14 Trainingsgruppen der Peer-Educators (Kurzzeittraining) Gruppe 1Gruppe 2Gruppe 3Gruppe 4Gruppe 5Gruppe 6 Anzahl Jungen Mädchen

15 Prozentualer Anteil der Dropouts beim Langzeittraining von Peer Educators Gesamt/Hauptschüler Gesamtschüler Gymnasiasten Prozent Mädchen Jungen

16 Risikofaktoren für Trainingsabbruch von Peer Educators Weniger themenbezogenes Wissen (F(1,65)=7.71**) Weniger positive Einstellung gegenüber Kondomen (F(1,65)=6.10*) Geringere Schulbildung Männliches Geschlecht (50 % der Mädchen, 72 % der Jungen beenden das Training nicht) Jüngeres Alter (F(1)=11.56 ***)

17 Vergleich der sexuellen Erfahrung der Peer-Educators mit einer Repräsentativ- stichprobe Jahre15 Jahre16 Jahre17 Jahre Prozent Peer- Educators BZgA '94 - Mädchen BZgA '94 - Jungen

18 Themenbezogenes Wissen bei Peer- Educators mit Langzeittraining F Verlauf (2,40) = *** 14,57 16, vor dem Training nach dem Training follow-up

19 Kommunikationskompetenz bei Peer- Educators mit Langzeittraining F Verlauf (2,28) = 8.15 ** 4,45 4,87 5,06 4 4,2 4,4 4,6 4,8 5 5,2 5,4 vor dem Training nach dem Training follow-up

20 Selbstwertgefühl bei Peer- Educators mit Langzeittraining F Verlauf (2,38) = 3.85* 4,36 4,78 4,98 3,8 4 4,2 4,4 4,6 4,8 5 5,2 5,4 vor dem Training nach dem Training follow-up

21 Sexuelle Selbstsicherheit bei Peer- Educators mit Langzeittraining F Verlauf (2,30) = 5.90 ** 2,96 3,37 3,57 2,5 2,7 2,9 3,1 3,3 3,5 3,7 3,9 vor dem Training nach dem Training follow-up

22 Zwischenfazit: Programmwirkungen bei Multiplikatoren mit Langzeittraining Langfristige Steigerung von Themenbezogenem Wissen Selbsteingeschätzter Kommunikations-kompetenz Sexuellem Selbstbewußtsein Selbstwertgefühl

23 Vergleich der Programmwirkungen bei Peer-Educators mit Langzeittraining und Kurzzeittraining F Verlauf (2,70) = 7.55 *** Themenbezogenes Wissen 8,9 9,95 10,96 6,68 6,75 8, T1T2T3 Langzeit- Training Kurzzeit- Training

24 Vergleich der Programmwirkungen bei Peer-Educators mit Langzeittraining und Kurzzeittraining F Trainingsgruppe * Verlauf (2, 58) = 6.21 ** Kommunikationskompetenz 4,45 4,87 5,06 3,8 4,55 3,82 3,5 4 4,5 5 5,5 T1T2T3 Langzeit- Training Kurzzeit- Training

25 Vergleich der Programmwirkungen bei Peer-Educators mit Langzeittraining und Kurzzeittraining F Trainingsgruppe * Verlauf (1, 37) = 2.71 (*) Selbstwertgefühl 4,37 4,98 4,72 4,77 4 4,2 4,4 4,6 4,8 5 5,2 5,4 T1T3

26 Programmwirkungen bei Multiplikatoren mit Kurzzeittraining Keine kurzfristige, jedoch langfristige Steigerung des Themenbezogenen Wissens (?) Kurzfristige Steigerung der Selbsteingeschätzten Kommunikations- kompetenz

27 Vergleich der Informationsbedürfnisse bei Peer-Educators mit Langzeittraining und Kurzzeittraining über Sexualität reden dem Partner Gefühle zeigen Andere Sichtweisen zur Sexualität Verhütung ansprechen Sexuelle Wünsche äußern ** * Prozent LangzeittrainingKurzzeittraining

28 Vergleich der Teilnahmemotive bei Peer-Educators mit Langzeittraining und Kurzzeittraining Altruismus Suche nach Anerkennung Informations- suche F (1,122) = 7.62 ** F (1,113) = 5.92 * F (1,116) = 8.45 ** 1 1,5 2 2,5 3 3,5 4 4,5 5 LangzeittrainingKurzzeittraining

29 Vergleich der Trainereinschätzungen bei Peer-Educators mit Langzeittraining und Kurzzeittraining Überschreitung Persönlicher Grenzen Thematisierung von Sexualität und Verhütung Sensibilisierung für Selbst- und Fremdwahrnehmung ** 1 1,5 2 2,5 3 3,5 4 LangzeittrainingKurzzeittraining

30 Vergleich der Leitungsstileinschätzungen bei Peer-Educators mit Langzeittraining und Kurzzeittraining Adaptiver Leitungsstil Expertenorientierter Leitungsstil Didaktisch-Kompetenter Leitungsstil ** 1 1,5 2 2,5 3 3,5 4 LangzeittrainingKurzzeittraining

31 Vergleich der personalen Ressourcen von Peer-Educators mit Adressaten Positive Lebenseinstellung Selbstwertgefühl ** 1 1,5 2 2,5 3 3,5 4 4,5 5 Langzeit- Training Kurzzeit- Training Adressaten

32 Fragestellung 2 Programmwirkungen bei Adressaten hinsichtlich der... Kommunikationsförderung Förderung des Kondomgebrauchs Kenntnis von Beratungsstellen ?

33 Messinstrumente für Adressaten 1 Indikatoren des Kondomgebrauchs in Anlehnung an die Theory of Planned Behavior (Ajzen & Madden, 1986) Einstellung (single-indicator, 7-stufig) (Beispielitem: Kondome zu benutzen, finde ich sehr schlecht... sehr gut) Intention (single-indicator, 7-stufig) (Beispielitem: Ich habe die Absicht... Kondome zu benutzen) Positive Konsequenzerwartung (3-Itemskala, 5-stufig) (Alpha =.55) Negative Konsequenzerwartung (4-Itemskala, 5-stufig) (Alpha =.68) Normative Erwartungen (3-Itemskala, 6-stufig) (Alpha =.72) Selbstwirksamkeitserwartung zum Ausüben von Kontrolle (3-Itemskala, 5-stufig) (Alpha =.70)

34 Messinstrumente für Adressaten 2 Indikatoren der Kommunikationsbereitschaft zu Sexualität und Verhütung Einstellung (single-indicator, 7-stufig) (Beispielitem: Mit meinen Freunden/Freundinnen über Sexualität zu sprechen, finde ich sehr schlecht... sehr gut) Intention (single-indicator, 7-stufig) (Beispielitem: Ich habe die Absicht mit meinen Freunden/Freundinnen offen über Sexualität zu sprechen) Wahrgenommene Kommunikationsschwierigkeit (3-Itemskala, 4-stufig) (Beispielitem: Wie schwierig wäre es im Moment für Dich, Jugendlichen zu erklären, wie sie richtig Kondome anwenden können ) (Alpha =.79) Wahrgenommene Kommunikationswichtigkeit (3-Itemskala, 4-stufig) Wie wichtig wäre es im Moment für Dich, mit anderen Jugendlichen über Verhütungsmittel zu reden) (Alpha =.79) Selbstwirksamkeitserwartung Initiative ergreifen zu können (3-Itemskala, 5-stufig)(Alpha =.65) Kommunikationshäufigkeit (4-Itemskala, 5-stufig) (Alpha =.74)

35 Ca. ½ Jahr vor Peer- Aktivitäten nach Peer- Aktivitäten Interventions -gruppe n = 1094n = 924 Kontroll- gruppe n = 598 n = 487 Design zur Adressatenerhebung Durch- führungs- Phase N = 1411; Durchschnittalter: 14,3 Jahre (12-17 Jahre) 55.2 Prozent Mädchen; 44.8 Prozent Jungen Ca. ½ Jahr

36 Programmwirkungen bei Adressaten Kenntnis von Beratungsstellen für Probleme von Jugendlichen Vorher Nachher Chi² Verlauf Interventionsgruppe (1) = p < ,6 54,9 39,1 42, pretestposttest Prozent Interventionsgruppe Kontrollgruppe

37 Bewertung der Peerveranstaltung durch Adressaten F Geschlecht (1,1397) = 4.90 *, F Schultyp (2,1397) = 8.21 *** Mädchen Jungen 1 1,5 2 2,5 3 3,5 4 4,5 5 Gymnasium Gesamtschule Hauptschule

38 Programmwirkungen bei Adressaten: Wahrgenom- mene Schwierigkeit der Kondombenutzung bei Gymnasiasten mit und ohne Peeraktivität F Treatment * Verlauf (2,925) = 4.17 * 1,7 1,9 2,1 2,3 2,5 pretestposttest KontrollgruppeTheaterstück Peerveranstaltung

39 Programmwirkungen bei Adressaten: Wahrgenommene Schwierigkeit von Gymna- siasten über Liebe u. Sexualität zu sprechen F Treatment * Verlauf (2,928) = 8.39 *** 1,4 1,6 1,8 2 2,2 pretestposttest KontrollgruppeTheaterstück Peerveranstaltung

40 Programmwirkungen bei Adressaten: Wahrgenommene Kommunikationswichtigkeit bei Gymnasiasten mit und ohne Peeraktivität F Treatment * Verlauf (2, 927) = 5.99** 2,4 2,6 2,8 3 3,2 pretestposttest KontrollgruppeTheaterstück Peerveranstaltung

41 Programmwirkungen bei Adressaten: Selbstwirksamkeitserwartung, Initiative zu ergrei- fen bei Gymnasiasten mit und ohne Peeraktivität F Treatment * Verlauf (2, 902) = 4.26 * 3 3,1 3,2 3,3 3,4 3,5 3,6 pretestposttest KontrollgruppeTheaterstück Peerveranstaltung

42 Programmwirkungen bei Adressaten Kommunikationshäufigkeit bei Gymna- siasten mit und ohne Peeraktivität F Treatment * Verlauf (2,915) = 7.90*** 2,7 2,8 2,9 3 3,1 3,2 3,3 pretestposttest KontrollgruppeTheaterstück Peerveranstaltung

43 Kurzzeiteffekte bei Gymnasiasten Wahr- genommene Kommunikationsschwierigkeit F Treatment * Verlauf (2, 772) = 6.26** 1,2 1,4 1,6 1,8 2 2,2 pretestnach der Veranstaltung posttest mit TheaterstückPeerveranstaltung

44 Kurzzeiteffekte bei Gymnasiasten Wahr- genommene Kommunikationswichtigkeit F Treatment * Verlauf (2, 760) = 4.19* 2,4 2,6 2,8 3 3,2 pretestnach der Veranstaltung posttest mit TheaterstückPeerveranstaltung

45 Kurzzeiteffekte bei Gymnasiasten Absicht, mit Freunden offen über Sexualität zu sprechen F Verlauf (2, 748) = 40.20*** 4 4,5 5 5,5 6 pretestnach der Veranstaltung posttest mit Theaterstückmit Peerveranstaltung

46 Kurzzeiteffekte bei Gymnasiasten Absicht, Kondome zu benutzen F Verlauf (2, 742) =14.60* 5,2 5,5 5,8 6,1 6,4 6,7 pretestnach der Veranstaltung posttest TheaterstückPeerveranstaltung

47 Kurzzeiteffekte bei Gymnasiasten Wahr- genommene Kommunikationsschwierigkeit F Treatment * Verlauf (2, 772) = 6.26** 1 1,2 1,4 1,6 1,8 2 2,2 2,4 pretestnach der Veranstaltung posttest mit TheaterstückPeerveranstaltung

48 Ergebnisse zu Programmwirkungen bei Adressaten Erhöhte Absicht, Kondome zu verwenden Förderung der Kommuni- kationsbereitschaft Erhöhte Kenntnis von Beratungsstellen bei Gymnasiasten und Gesamtschülern

49 Fragestellung 3 Die Bedeutung wahrgenommener Modelleigen- schaften von Peer-Educators für Programm- wirkungen bei Adressaten ? Zentrale Modelleigenschaften wahrgenommene Attraktivität des Modells wahrgenommene Ähnlichkeit mit dem Modell Bandura (1977, 1986)

50 Pfadanalysemodell: Zur Bedeutung von Modelleigen- schaften für die Kommunikationsschwierigkeit bei Adressaten Wahrgenommene Modellähnlichkeit T2 Kommunikations- Schwierigkeit T1 Kommunikations- Schwierigkeit T2 Wahrgenommene Modellattraktivität T ns Messzeitpunkt 1 Messzeitpunkt Wahrgenommene Modellähnlichkeit T2 Kommunikations- Schwierigkeit T1 Kommunikations- Schwierigkeit T2 Wahrgenommene Modellattraktivität T Messzeitpunkt 1 Messzeitpunkt ns. -.06ns. Chi² [df=16] = 18.71, p = 0.28, GFI= 0.967, AGFI = 0.926, RMSEA = 0.035

51 Wahrgenommene Modellähnlichkeit T2 Kommunikations- Wichtigkeit T1 Kommunikations- Wichtigkeit T2 Wahrgenommene Modellattraktivität T Messzeitpunkt 1 Messzeitpunkt 2.24 Wahrgenommene Modellähnlichkeit T2 Kommunikations- Wichtigkeit T Messzeitpunkt 1 Messzeitpunkt 2 Wahrgenommene Modellähnlichkeit T Messzeitpunkt 1 Messzeitpunkt 2 Wahrgenommene Modellähnlichkeit T2 Kommunikations Wichtigkeit T Messzeitpunkt 1 Messzeitpunkt 2 Pfadanalysemodell: Zur Bedeutung von Kodelleigenschaften f ü r die Kommuni- kationswichtigkeit bei Adressaten.24.04ns. Chi² [df=16] = 19.46, p = 0.25, GFI = 0.966, AGFI = 0.924, RMSEA = ns.

52 .38 Subjektive Norm Einstellung zum Kondomgebrauch Intention zum Kondomgebrauch Kontinuierlicher Kondomgebrauch Positive Konsequenzerw. Negative Konsequenzerw. Selbstwirk. Initiative Selbstwirk. Kontrolle Subjektive Norm Einstellung zum Kondomgebrauch Positive Konsequenzerw. Negative Konsequenzerw. Selbstwirk. Initiative Selbstwirk. Kontrolle Pfadmodell zur Ü berpr ü fung der Theory of Planned Behavior (N = 79) Chi² [df=12] = 7.26 p = 0.84, GFI = 0.978, AGFI = RMSEA = 0.000

53 Fazit Ein Langzeittraining führt bei Peer-Educators zu nachhaltigen programmspezifischen und tendenziell persönlichkeitsförderlichen Effekten. Das Kurzzeittraining bringt vergleichsweise geringere Wirkungen und ist daher nicht effektiver als das Langzeit-Training. Programmwirkungen bei Adressaten waren langfristig nachweisbar, jedoch praktisch wenig bedeutsam. Zur Steigerung der Effizienz sollte eine möglichst hohe Programmreichweite angestrebt werden. Wie aus den Ergebnissen zur wahrgenommenen Modellähnlichkeit ersichtlich wurde, kann das Lernen von gleich zu gleich Programmwirkungen unterstützen. Theoretische Grundlagen von Peer-education Programmen sind zukünftig weiter zu erforschen.

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55 Veränderung der Peer educators in der Trainings- und Durchführungsphase (N = 17) Wahrgenommene Kommunikationskompetenz F Zeit (2, 20) = 4,20 * vor dem Trainingnach dem Training3/4 Jahr später 4 4,2 4,4 4,6 4,8 5 5,2 5,4 Themenbezogenes Wissen F Zeit (2,32) = 6,80 ** vor dem Trainingnach dem Training3/4 Jahr später 13,5 14,5 15,5 16,5 17,5 Selbstwertgefühl F Zeit (2, 30) = 32,81 *** vor dem Trainingnach dem Training3/4 Jahr später Selbstsicherheit in bezug auf die eigene Sexualität F Zeit (2, 22) = 6,02 ** vor dem Trainingnach dem Training3/4 Jahr später 2 2,5 3 3,5 4 4,5

56 Wirkung von Peer educators auf Gesamtschüler (n = 387) vor der Veranstaltung1/2 Jahr später 5 5,5 6 6,5 7 Einstellung zur Kondombenutzung Kontrollgruppe mit Peerveranstaltung vor der Veranstaltung1/2 Jahr später 3 3,5 4 4,5 5 5,5 6 Erwartung der Freunde, Kondome zu benutzen Kontrollgruppe mit Peerveranstaltung

57 Wirkung von peer educators auf Gymnasiasten (n = 953) vor der Veranstaltung1/2 Jahr später 2,2 2,4 2,6 2,8 3 3,2 Kommunikationswichtigkeit Kontrollgruppe mit Theaterstück mit Peerveranstaltung vor der Veranstaltung1/2 Jahr später 1,8 2 2,2 2,4 2,6 2,8 3 Eingeschätzte Kommunikationsfähigkeit Kontrollgruppe mit Theaterstück mit Peerveranstaltung vor der Veranstaltung1/2 Jahr später 2,5 2,7 2,9 3,1 3,3 3,5 Kommunikationshäufigkeit Kontrollgruppe mit Theaterstück mit Peerveranstaltung

58 Bereits im 1. Jhd. sprach der Rhetoriker Quintillian von Kindern, die von anderen Kindern unterrichtet wurden. Spanische Jesuiten entwickelten um 1550 am College von Lissabon das sog. Dekurio-System, bei dem ein (älterer) Student jeweils zehn andere unterrichtete. Im 18. Jhd. Entwickelte Andrew Bell, Leiter eines Waisenhauses das sog. monitorial-System, bei dem ausgewählte, sog. monitors mit besonderes Pflichten jüngere beaufsichtigemn und ihnen helfen sollten. Um 1800 wurde in englischen Schulen aus zunächst ökonomischen Gründen das sog. monitoring System eingeführt, bei dem ältere Schüler jüngere unterrichten sollten (strenge Hierarchie; ausgefeilte Systeme von Belohnung und Bestrafung) Zu Beginn des 20. Jhds verschwanden monitoring-Systeme weitgehend. Erst in den 60er Jahren wurden sie wg. Lehrerknappheit wieder eingeführt. Heute behaupten sie sich als Tutorenprogramme, denen besondere didaktische Qualitäten und eine besondere Nützlichkeit zugeschrieben wird. Geschichte und Hintergründe von Peer Education

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