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Dr. habil. Dilek ZAMANTILI NAYIR 1 MARMARA UNIVERSITÄT Deutschsprachige Abteilung für BWL Sommersemester 2011-2012.

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1 Dr. habil. Dilek ZAMANTILI NAYIR 1 MARMARA UNIVERSITÄT Deutschsprachige Abteilung für BWL Sommersemester

2 Dr. Dilek ZAMANTILI NAYIR 2 6. Kapitel EMERGENTE PHÄNOMENE IN ORGANISATIONEN

3 Dr. Dilek ZAMANTILI NAYIR 3 DatumThemen Kapitel: Emergente Phänomene in Organisationen Themen von heute

4 Dr. Dilek ZAMANTILI NAYIR 4 Emergente Phänomene in Organisationen Es gibt allerdings auch Verhaltensweisen, die nicht das Ergebnis eines Planes sind In den vorherigen Kapiteln wurde von der planmäßigen Gestaltung von Organisationen gesprochen

5 Dr. Dilek ZAMANTILI NAYIR 5 Für erfolgreiche Leistungsprozesse in Organisationen müssen alle Einflußkräfte berücksichtigt werden. Implizite Steuerungskräfte können sogar wichtiger als geplante Strukturen sein.

6 Dr. Dilek ZAMANTILI NAYIR 6 Wie können solche Prozesse beeinflußt werden?

7 Dr. Dilek ZAMANTILI NAYIR 7 Der Organisatorische Entscheidungsansatz und Der Symbolische Ansatz werden vorgeschlagen

8 Dr. Dilek ZAMANTILI NAYIR 8 Die meisten Entscheidungsprobleme zeigen keine eindeutige Struktur. Die Welt is komplexer als angenommen. Drei verschiedene Hauptmodelle: Organisatorische Differenzierung: Quasi-Konfliktlösung, Vermeidung von Unsicherheit, Problemlösungssuche, Organisationales Lernen Politisches Prozeßmodell: Ringen um Macht und Einfluß Organisierte Anarchie: Entscheidungen basieren nicht auf Pläne, sondern auf Prozesse eigener Dynamik

9 Dr. Dilek ZAMANTILI NAYIR 9 Politische Prozesse in Organisationen

10 Dr. Dilek ZAMANTILI NAYIR 10 Politische Prozesse haben ihren Ursprung in divergierenden Interessen Hinter den Kulissen: Interessen, Koalitionen, Verhandlungsstrategien Politische Einflüsse können sich negativ und/oder positiv auf die Organisation auswirken. Man muß sie jedoch kennen.

11 Dr. Dilek ZAMANTILI NAYIR 11 Organisationen sind politisch, weil sie Machtstrukturen repräsentieren (Befehlskette) Organisationale Entscheidungen, Strukturen, Strategien werden durch interessensbedingte Konflikte/wechselnde Koalitionen, politische Prozesse erklärt. Zentrale Begriffe: Macht, Interessen, Koalition, Verhandlungen … Management bedeutet, unterschiedliche Interessen zu managen, politische Phänomene bewusst einzubeziehen.

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15 Dr. Dilek ZAMANTILI NAYIR 15 Karriere Dominanz Angst Prestige Verhandlungen Gruppenbildungen Taktiken

16 Dr. Dilek ZAMANTILI NAYIR 16 Interessen, Konflikt und Macht beschreiben den politischen Prozeßablauf. Man spricht bei politischen Prozessen auch von Spielen. Handlungsspielraum Spielregeln Je größer die Spielräume in einer Organisation, umso politischer die Entscheidungsprozesse

17 Dr. Dilek ZAMANTILI NAYIR 17 Politisches Handeln IN Organisationen: in Organisationen werden eine Vielzahl von Strategien verfolgt, um eigene Interessen zu verfolgen, sich der Dominanz anderer zu entziehen, jemanden zu ärgern …

18 Dr. Dilek ZAMANTILI NAYIR 18 Politisches Handeln VON Organisationen: Unternehmen stehen mit ihrer Umwelt in Verbindung und müssen auf vielfältige und unterschiedliche Ansprüche und Interessen reagieren.

19 Dr. Dilek ZAMANTILI NAYIR 19 Konflikte zwischem dem Produktionsleiter und dem Marketingleiter bei der Einführung eines neuen Produktes Revierkämpfe zwischen der EDV-Abteilung und der Personalabteilung bei der Implementierung eines neuen Personalinformationssystems Informationsfilterung seitens der Geschäftsführung Opportunismus und Intrigen Fabriksarbeiter, die Kontrolleure und Effizienzexperten hinters Licht führen Manager, die ihren Terminkalender so verändern, dass jeder den Eindruck haben muss, dass sie sehr beschäftigt und effizient sind

20 Dr. Dilek ZAMANTILI NAYIR 20 Ein wichtiger Faktor, den organisatorischen Entscheidungsprozeß zu beeinflussen, ist MACHT.

21 Dr. Dilek ZAMANTILI NAYIR 21 Macht ist die Möglichkeit, in den Handlungsspielraum anderer, auch gegen deren Widerstreben zur Erreichung eigener Ziele einzugreifen.

22 Dr. Dilek ZAMANTILI NAYIR 22 Ein weiterer Faktor ist Legitimität. Politische Prozesse beabsichtigen es, Legitimität für bestimmte Ideen, Werte und Lösungen zu schaffen. Es ist wichtig, wie das vorgetragene Anliegen von anderen Mitspielern wahrgenommen und empfunden wird.

23 Dr. Dilek ZAMANTILI NAYIR 23 Kampfspiele Wer sind die Teilnehmer Was sind die Gründe verschiedener Interessen? Welche Spieler bestimmen das Ergebnis? Wie läuft das Spiel ab?

24 Dr. Dilek ZAMANTILI NAYIR 24 Dschungelkämpfer können Füchse oder Löwen sein Füchse operieren mit Verführung, Manipulation und Verrat Löwen herrschen durch die Überlegenheit ihrer Ideen, ihres Mutes und ihrer Kraft

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29 Dr. Dilek ZAMANTILI NAYIR 29 Was jetzt? Der Unternehmensleiter muß in der Lage sein Interessen zu erkennen Konflikte zu verstehen informelle Machtstrukturen zu identifizieren und die situationale Dynamik zu erfassen.

30 Dr. Dilek ZAMANTILI NAYIR 30 Enttarnt die Ideologie der rationalen Organisation als spezifische Interessensposition Tieferes Verständnis für Prozesse in Organisationen Verständnis für unterschiedliche Formen politischer Herrschaft (autokratisch, bürokratisch, technokratisch, partizipativ, demokratisch)

31 Dr. Dilek ZAMANTILI NAYIR 31 Hinweis darauf, dass Begriffe und Instrumente (z.B. Führungsstil) keineswegs neutral sind und es dazu immer Alternativen gibt Stellt Fragen wie: Wie kommt es zu einer bestimmten sozialen Ordnung bzw. Entscheidung? Mit welchen Ergebnissen/Konsequenzen für wen ist dies verbunden? Hinweis auf die Produktivität von Konflikten

32 Dr. Dilek ZAMANTILI NAYIR 32 Symbolische Prozesse (Unternehmenskultur) Organisationen sind Sinn-Systeme mit Überzeugungen, Werten und Symbolen

33 Dr. Dilek ZAMANTILI NAYIR 33 Kultur als Software der Organisation Wurzeln der Kulturperspektive: Vergleichende Managementforschung in den 80er Jahren (Japan – USA) Neues Produkt der Beratungsindustrie Kultur als Instrument zur Behandlung des Steuerungsproblems in technologischen Umbruchsituationen

34 Dr. Dilek ZAMANTILI NAYIR 34 Kultur ist ein Phänomen, das uns jederzeit umgibt und durch unsere Interaktionen mit anderen immerfort geschaffen und am Leben gehalten wird

35 Dr. Dilek ZAMANTILI NAYIR 35 Kultur sind die besonderen, historisch gewachsenen und zu einer komplexen Gestalt gewordenen Merkmale von Volksgruppen (Wert- und Denkmuster) Kultur in der Ethnologie

36 Dr. Dilek ZAMANTILI NAYIR 36 Organisationsforschung: Kulturbegriff (Kultur als sinnstiftendes, kollektives Orientierungssystem) Jede Organisation hat eine für sich spezifische Kultur Eigenständige Kulturgemeinschaft.

37 Dr. Dilek ZAMANTILI NAYIR 37 Kultur in der Organisationsforschung Auch jede Organisation entwickelt eine spezifische Kultur und ist daher eine eigenständige Kulturgemeinschft

38 Dr. Dilek ZAMANTILI NAYIR 38 Die Unternehmenskultur prägt nicht nur die sozialen Interaktionsprozesse im Unternehmen, sondern auch seine sozial-technologischen Managementmethoden und Instrumente wir Unternehmensstrategien, Organisationsstrukturen und Führungssysteme

39 Dr. Dilek ZAMANTILI NAYIR 39

40 Dr. Dilek ZAMANTILI NAYIR 40 Kulturebenen Basisannahmen über Umwelt, Wahrheit, Zeit, Menschen, Menschl. Handeln, soz. Beziehungen Maximen, Richtlinien, Verbote Normen und Standards Sprache, Rituale, Kleidung Symbolsystem sichtbar aber interpretationsbedürftig teils sichtbar, teils unbewußt unsichtbar, meist unbewußt

41 Dr. Dilek ZAMANTILI NAYIR 41

42 Dr. Dilek ZAMANTILI NAYIR 42

43 Dr. Dilek ZAMANTILI NAYIR 43

44 Dr. Dilek ZAMANTILI NAYIR44

45 Dr. Dilek ZAMANTILI NAYIR 45 Risikoreiche Startkulturen

46 Dr. Dilek ZAMANTILI NAYIR 46 Turbulent-zupackende Außenorientierung

47 Dr. Dilek ZAMANTILI NAYIR 47 Hohes Risiko wird durch Hierarchie klein gearbeitet

48 Dr. Dilek ZAMANTILI NAYIR 48 (Null-Fehler-Kultur, in der man nicht auffallen will)

49 Dr. Dilek ZAMANTILI NAYIR 49 orientieren sich an Systempathologien; es wird davon ausgegangen, dass die zentrale Führungsperson mit ihrer Persönlichkeitsstruktur (und ihren möglichen Persönlichkeitsstörungen)die Kultur einer Organisation stark prägt (Orientierung an unbewussten Leitmotiven)

50 Dr. Dilek ZAMANTILI NAYIR50


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