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Dr. Dilek Zamantılı Nayır. VORLESUNG ORGANISATIONSLEHRE 2.

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Präsentation zum Thema: "Dr. Dilek Zamantılı Nayır. VORLESUNG ORGANISATIONSLEHRE 2."—  Präsentation transkript:

1 Dr. Dilek Zamantılı Nayır

2 VORLESUNG ORGANISATIONSLEHRE 2

3 Leistungsscheine : 1. Erfüllung der Teilnahmebedingungen. 2. Anwesenheit +Anwesenheitsliste 3. Gastdozent 4. Erfolgreiche Absolvierung der Klausuren

4 Grundlagen der Organisation Gegenstand und Aufgabe der Organisationstheorie: Einblick in einige zentrale Fragestellungen und Ergebnisse der Organisationstheorie vermitteln. 4

5 Der Organisationsbegriff Gegenstand der Organisationstheorie sind, "Organisationen". Aber was sind "Organisationen"? Unterschiedlicher Gebrauch. 5

6 Organisation Kompakt und eindeutig? (1) Organisation als Tätigkeit des Organisierens 6

7 Oder … (2) Organisation als funktionale Struktur (3) Organisation als soziales System (4) Organisation als kultureller Kontext 7

8 In der Organisationstheorie der institutionelle Organisationsbegriff: "Organisationen" sind Institutionen. In diesem Sinn ist eine Organisation ein soziales (arbeitsteiliges) System, in dem mehrere Personen zur Verfolgung gemeinsamer und/oder individueller Ziele zusammenwirken. 8

9 Ist dies eine Organisation? Sind mehrere Menschen, die im Bus sitzen, um zu einem Fußballmatch zu fahren, eine "Organisation? 9

10 Eine Organisation muß zwei weitere Eigenschaften haben 1. Das betrachtete System soll dauerhaft oder zumindest für einen längeren Zeitraum konzipiert sein. 2. Das System enthält Regelungen, die die Beziehungen der Mitglieder untereinander, zur Organisation und evtl. auch zur Umwelt steuern. 10

11 Organisationen sind: "... soziale Gebilde, die dauerhaft ein Ziel verfolgen und eine formale Struktur aufweisen, mit deren Hilfe Aktivitäten der Mitglieder auf das verfolgte Ziel ausgerichtet werden sollen." Diese Definition bezieht sich nicht nur auf Unternehmen, sondern schließt auch andere Organisationen (z.B. Staat, Vereine, Kirchen etc.) mit ein. 11 Kieser/Kubicek (1992, S.4)

12 Der funktionale Organisationsbegriff Konzentration auf das System der Regeln selbst. Unter "Organisation" versteht man dabei entweder die Tätigkeit des Erstellens dieser Regeln oder das Ergebnis dieser Tätigkeit, d.h. die Gesamtheit der Regeln. In der betriebswirtschaftlichen Literatur überwiegt die zweite Sichtweise. 12

13 Aufgaben der Organisationsforschung Der institutionelle Organisationsbegriff: Organisationen sind ein weit verbreitetes Phänomen, das sich gut für empirische Untersuchungen eignet. 13

14 Bei der empirischen Untersuchung von Organisationen sind zwei Stufen zu unterscheiden: 1. Organisationen zu beschreiben und klassifizieren. Dazu müssen Variablen definiert werden, in denen sich die vielfältigen Organisationen voneinander unterscheiden. Variablen: Anzahl von Hierarchieebenen oder die Art, wie die Organisation die Aktivitäten ihrer Mitglieder koordiniert. 14

15 Zweite Betrachtungsebene 2. Hypothesen über Beziehungen zwischen diesen Variablen formulieren und empirisch überprüfen. z.B. : Unternehmen mit einer größeren Zahl von Hierarchieebenen setzen eher "bürokratische Steuerungsinstrumente ein z.B.: Unternehmen in sehr turbulenten Märkten sind weniger bürokratisch als Unternehmen, die auf relativ "ruhigen" Märkten 15

16 Der instrumentelle Organisationsbegriff Stärker entscheidungsorientiert Dieser Organisationsbegriff entspricht der Sichtweise einer entscheidungsorientierten BWL und wird in dieser Vorlesung überwiegend benutzt. 16

17 Grundbegriffe der Organisationstheorie Organisatorische Gestaltungsziele Organisationen bestehen aus mehreren Personen, deren Verhalten im Sinne vorgegebener Ziele zu steuern ist. Warum muß das Verhalten eigentlich gesteuert werden? Warum sollen die Organisationsmitglieder ein bestimmtes Verhalten aufweisen? (d.h., warum gibt es "richtiges" und "falsches" Verhalten eines Mitgliedes und was unterscheidet das "richtige" vom "falschen Verhalten?) 17

18

19 Organisation und Arbeitsteilung Lerneffekte treten auf Umrüstvorgänge (Umstellungen der Betriebsmittel, aber auch der Arbeitskräfte) fallen weg Technische Produktionsmittel werden effizienter eingesetzt. 19

20 Vorteile der Arbeitsteilung Können nur dann realisiert werden, wenn die einzelnen Organisationsmitglieder ihre Rollen exakt ausführen. Abweichendes Verhalten kann auftreten weil, 1. Mitglieder können sich nicht rollenkonform verhalten 2. Sie wollen sich nicht rollenkonform verhalten. 20

21 Können nicht … Durch Arbeitsteilung entsteht Koordinationsbedarf Dies kann den Informationsstand oder die kognitiven Fähigkeiten des einzelnen Mitgliedes übersteigen. Rücksicht auf die Aktivitäten vieler anderer Mitglieder Planungsproblem wird komplex Zeitaufwand. 21

22 Organisatorische Regelungen Aktivitäten der Mitglieder so zu koordinieren, dass sie ihre Aufgaben ohne allzu große "Reibungsverluste" ausführen. 22

23 Wollen nicht … Zielsystem des Individuums weicht von dem der Organisation ab. will nicht Verhalten kann unmöglich gemacht werden durch: 1. z.B. den Mitgliedern Ressourcen zur Verfügung stellen, die nur für aufgabenkonformes Verhalten eingesetzt werden. 2. Die Zielsysteme der Mitglieder und der Organisation können einander angenähert werden (Anreizsysteme). 3. Durch Kontrollen kann abweichendes Verhalten aufgedeckt und gegebenenfalls sanktioniert werden. 23

24 Untersuchungsgegenstände der Organisationstheorie Organisationstheoretische Analysen 1. Nach Art der betrachteten Tätigkeiten unterscheidet man Ausführungs - und Steuerungsebene. 2. Nach dem Gegenstand organisatorischer Maßnahmen unterscheidet man Aufbau- und Ablauforganisation. 24

25 Betrachtete Tätigkeiten Konsequenz unterschiedlicher Formen der Arbeitsteilung. Arbeitsteilung kann auf ausführende Tätigkeiten bezogen werden, indem einzelne Abschnitte eines Arbeitsprozesses auf mehrere Personen verteilt werden. Diese Form von Arbeitsteilung bezeichnet man als horizontale Arbeitsteilung. Koordinationsbedarf 25

26 Vertikale Arbeitsteilung Koordinations- bzw. Steuerungsaufgaben werden von den ausführenden Aufgaben getrennt. Vertikale Arbeitsteilung. Ausführungs- bzw. Steuerungsebene. 26

27 Organisieren als Steuerfunktion "Organisieren: Bestandteil der Steuerungsebene ist auch die Entscheidung darüber, wer das Recht hat, welche Organisationsentscheidungen zu treffen. Auch dies ist eine Organisationsentscheidung. 27

28 Zwei Fragestellungen der Organisation 1. Abläufe müssen festgelegt werden, nach denen die Organisationsmitglieder die ihnen zugeordneten Tätigkeiten ausführen sollen. z.B. Fertigungsabläufe einzelner Produkte. Auch für die Steuerungsebene relevant (z.B. für Investitionsentscheidungen). 28

29 Strukturen und Organisationstypen 2. Strukturen müssen festgelegt werden (z.B. die Stellen, Abteilungen etc.). Ausserdem: Aufgaben und Kompetenzen von Stellen oder Kommunikationskanäle zwischen Stellen. In der Organisationstheorie werden diese beiden Fragestellungen als Ablauf- und Aufbauorganisation bezeichnet. 29

30 Schwerpunktmäßige Änderungen im laufe der Zeit In den 30er-Jahren: Aufbau- und Ablauforganisation gleich bedeutend Nach dem 2. Weltkrieg : Stärkere Orientierung an der Steuerungsebene und vor allem an deren Aufbauorganisation. Seit den späten 80er-Jahren: Verstärktes Interesse an Ablauforganisation 30

31 Aufbau- und Ablauforganisation Aufbauorganisation: Statische Aspekte der Organisation, wie z.B. einzurichtende Stellen und ihre Attribute wie z.B. Aufgaben oder Kompetenzen. Ablauforganisation: Dynamische Aspekte, also die in diesen Strukturen ablaufenden Prozesse. 31

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33 Zusammenarbeit der Organisationstypen Abläufe können erst festgelegt werden, wenn die Aufbauorganisation gegeben ist Man kann eine Aufbauorganisation entwerfen, ohne die Abläufe zu berücksichtigen. Dies wird aber möglicherweise zu sehr ineffizienten Abläufen führen. Bei der Gestaltung der Aufbauorganisation müssen daher bereits Aspekte der Ablauforganisation beachtet werden. 33

34 Koordinationsmechanismen wirtschaftlicher Aktivitäten Warum sind Organisationen überhaupt erforderlich? Mit der Schaffung einer (Aufbau-)Organisation sind Kosten (z.B. für die mit den Koordinationsaufgaben befassten Personen) verbunden. Eine Organisation reduziert die Wahlmöglichkeiten ihrer Mitglieder, die ihr Verhalten an den Vorgaben der Organisation auszurichten haben. Mit der Schaffung von Organisationen ist insgesamt ein Verlust an Wohlfahrt verbunden. 34

35 Kosten verschiedener Organisationen Bei gleichem Grad an Arbeitsteilung können unterschiedliche Koordinationsmechanismen benutzt werden. Nicht nur Produktionskosten, sondern die gesamten Transaktionskosten müssen berücksichtigt werden (=Kosten der Koordination wirtschaftlicher Aktivitäten). 35

36 Wie entstand dieser Begriff? Theoretisch könnte eine arbeitsteilige Wirtschaft auch so organisiert sein, dass sämtliche Teilfunktionen über den Markt koordiniert werden. Um ein Haus zu bauen ist z.B. nicht unbedingt die Organisation "Bauunternehmen" erforderlich. 36

37 Unbedingt eine Organisation? Man könnte auch die einzelnen Materialien getrennt einkaufen, einzelne Bauarbeiter tage- oder sogar stundenweise beschäftigen und so die einzelnen Teilleistungen koordinieren, ohne ein Unternehmen als Organisation zu gründen. 37

38 Im Bauunternehmen Im Gegensatz dazu setzt ein Bauunternehmen, wenn es ein Haus baut, ganz andere Koordinationsmechanismen ein. 38

39 Prozedur in einem Bauunternehmen Bauarbeiter werden nicht tageweise für ganz spezifische Aufgaben beschäftigt, sondern sind über längere Zeit durch Arbeitsverträge an das Unternehmen gebunden. Im Rahmen dieser Arbeitsverträge können den Arbeitern Weisungen erteilt werden, bestimmte Tätigkeiten auszuführen. 39

40 Vergleich von Kosten Beide Formen der Koordination verursachen spezifische Kosten. Nähere Betrachtung: Eine einzige Transaktion, d.h. den Austausch einer Leistung und der entsprechenden Gegenleistung. 40

41 Phasen der Transaktion 1. Die Planungsphase (vorvertragliche Phase). 1.1 Die Anregungsphase: man stellt einen Bedarf an zusätzlichen Gütern oder Leistungen fest. 1.2 Die Suchphase, in der ein geeigneter Transaktionspartner gesucht wird, der das gewünschte Gut bzw. die gewünschte Leistung bereitstellen kann. 1.3 Die Auswahl eines Transaktionspartners und einer Abwicklungsform der Transaktion. 41

42 Phasen der Transaktion 2. Die Vollzugsphase, in der die eigentliche Transaktion ausgeführt wird. 2.1 Den Vertragsabschluss mit dem ausgewählten Transaktionspartner. 2.2 Die Durchführung des Vertrages, d.h. den Austausch von Leistung und Gegenleistung. 2.3 Eine Kontrolle, ob der Vertragspartner tatsächlich die vereinbarte Leistung erbracht hat. 2.4 Gegebenenfalls die Durchsetzung der Ansprüche, wenn der Vertragspartner von der vereinbarten Leistung abweicht. 42

43 Transaktionskosten Kosten der … Suche nach einem geeigneten Transaktionspartner, … Anbahnung, … Vereinbarung (Vertragsabschluss), … Abwicklung des Leistungstausches, … Kontrolle der erbrachten Leistung, … Durchsetzung des Leistungsanspruches, … Anpassung, wenn sich bei langfristigen Verträgen die Rahmenbedingungen während der Vertragslaufzeit ändern. 43

44 In einem vollkommenen Markt … Diese Kosten treten nicht auf Wenn z.B. alle Akteure über vollkommene Information verfügen, so fallen keine Suchkosten an, da die potentiellen Transaktionspartner bereits bekannt sind. Ebenso können bei vollkommener Information auch keine Probleme der Kontrolle und der Durchsetzung von Verträgen auftreten. 44


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