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Das Klimakterium aus der Sicht der Frau.  Verschiedenheit und Einflussfaktoren  Anthropologie der Menopause  Vorstellungen und Befürchtungen  Gesundheit.

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Präsentation zum Thema: "Das Klimakterium aus der Sicht der Frau.  Verschiedenheit und Einflussfaktoren  Anthropologie der Menopause  Vorstellungen und Befürchtungen  Gesundheit."—  Präsentation transkript:

1 Das Klimakterium aus der Sicht der Frau

2  Verschiedenheit und Einflussfaktoren  Anthropologie der Menopause  Vorstellungen und Befürchtungen  Gesundheit als Normativ  Lebensqualität in den Wechseljahren  Wege und Weisheiten

3 Erleben der Wechseljahre PersönlichkeitErwerbstätigkeit Familiäre Orientierung Sozioökono- mischer Status Bildung Gesundheits- Verhalten Kulturkreis Einstellung zu Wechseljahren Hormone

4  Lebenslauf  Kulturelle Einflüsse: Gesellschaftliche Einstellung zu älteren Frauen  Herkunftsland/Migration  Partnerschaft  Sozioökonomischer Status  Selbstbild

5 Was ist bewiesen?  Wechseljahrsbeschwerden sind abhängig vom sozioökonomischen Status, Familienstand und negativen Erwartungen  Depressionen hängen nicht mit dem hormonellen Status zusammen, sondern mit kritischen Lebensereignissen und Verlusten  Frauen aus Übergangskulturen leiden häufig unter klimakterischen Beschwerden

6 Kulturanthropologische Daten “Der frühere Status der Frau wird durch die Menopause umgekehrt” (Van Gennep 1906)

7 Klimakterische Beschwerden als kulturabhängiges Phänomen Soziale Aufwertung der älteren Frau:  Ende des “Unreinseins”  Befreiung von potentieller Schwangerschaft  Vermehrte Teilnahme am öffentlichen Leben  Teilnahme an Entscheidungsgremien  Kontrolle und Macht über nachfolgende Frauengenerationen

8 Klimakterische Beschwerden als kulturabhängiges Phänomen Aber: Die soziale Aufwertung der post- menopausalen Frau führt nicht automatisch zur Abwesenheit von klimakterischen Symptomen, sondern zur Umdeutung als erwünschtes Ereignis

9 Das Klimakterium in verschiedenen Ethnien Unterschiede der Symptomatik durch  Sprachunterschiede  Kulturelle beeinflusste Erwartungen  Veränderung der sozialen Rolle  Veränderung des sozialen Status Lock M, Menopause 12(3), 2005:

10 Gesundheitsrelevante Einstellungen zum Älter werden Einstellungstypen Haltung Akzeptanz 24% Ich stehe zu meinem Alter Distanz 32 % dem Altern keine Be- achtung schenken Gesund- heits- bewusst 12% Ich achte heute mehr auf mich Körperliches Altern 14 % Mein Körper drängt mir dieses The- ma auf Bedrohung 8 % Ich versuche das Alter zu bekämpfen Angst vor Krankheit 10% Ich werde immer anfälliger Schultz-Zehden B. Zentralbl Gynakol 1999;121:69-73

11 Risikofaktoren für psychische Probleme während der Wechseljahre  Frühere psychische Probleme  Niedriger sozialer, Erziehungs- und Beschäftigungsstatus  Gesundheitsprobleme  Stresserlebnisse (stressfull live events)  Rauchen  Innere Einstellung zu MP und Alter  Frühe Lebensumstände und Erlebnisse ► stärkere Assoziation mit psychosozialen Faktoren als mit Menopause an sich Hunter M, Rendall M. Best Pract Res Clin Obstet Gynaecol 2006 (21):

12  Verschiedenheit und Einflussfaktoren  Anthropologie der Menopause

13 “Es ist charakteristisch für das Grundprinzip der Natur, dass das Weib seine Rasseneigentümlichkeiten nur in der Zeit seiner geschlechtlich wertvollen Lebensperiode trägt und während dieser Zeit mit dem ausgestattet ist, was wir weibliche Reize nennen” (von Reitzenstein, 1923) Ferdinand Freiherr von Reitzenstein ( ) Kulturgeschichtler, Sexualethnologe Berliner Institut für Sexualwissenschaft Seine Forschungen konzentrierten sich auf die "Anthropologie des Weibes".

14 Lebenserwartung  Jahre  Jahre  Jahre  Jahre Hypothese: Postmenopausale Lebensphase als relativ neues Phänomen und biologische Unsinnigkeit/Anomalie

15 Menopause als anthropologisches Phänomen  Hypothese: Menopause entstand vor ca. 1,5 Mio Jahren aus dem Überlebensvorteil von menopausalen Frauen und ihren Nachkommen  Biologische Studien belegen das Vorkommen und den sozialen Nutzen von Affenweibchen nach der Reproduktionsphase  18. Jahrhundert: 40 % der Frauen, die 15 Jahre alt waren, wurden mindestens 60 Jahre alt

16  Verschiedenheit und Einflussfaktoren  Anthropologie der Menopause  Vorstellungen und Befürchtungen

17 Mythen und Stereotype Aber: von den >100jährigen sind  30% in ausgezeichneter Verfassung  50% haben Einschränkungen Hör/Sehfähigkeit u. Gedächtnisfunktion  20% sind krank und pflegebedürftig (Dt. Zentrum für Altersforschung, Heidelberg 1991) Mit der Menopause beginnt der gesundheitliche Abstieg Alter bedeutet Krankheit, Siechtum und geistiger Verfall

18 Entwicklungs- phase im Leben Verlust an körperlicher und sexueller Attraktivität Beginn des geistigen, körperlichen und gesellschaftlichen Alterns Verlust an Funktionsfähigkeit im beruflichen Leben Gewichtszunahme Beginn einer neuen Lebensphase Abschied von der Fortpflanzungsfähigkei t Kontrollverlust Unsichtbar werden

19 Ambivalenz des Wechsels  Ende der Fruchtbarkeit: Abschied von der Gebärfähigkeit Ende der Verhütung  Menstruationsende: Ende der zyklischen Lebensordnung Befreiung davon  Körperliche Veränderungen: Verlust der Attraktivität Freiraum gegenüber Erwartungen  Generationenwechsel “Empty-Nest” Beginn des Sich-Neu-Gestaltens

20 Klimakterium Wechselzeit  Konfrontation mit der eigenen Endlichkeit  Partnerschaft und Familienverband  Sexualität und Fruchtbarkeit  Arbeitsmarkt

21 Bewertung und Symptome N=130 gesunde schwedische Frauen, 48 Jahre 5 Jahre Beobachtung Semistrukturierte Interviews u. Fragebögen Busch H. et al.Menopause 2003;10:

22 Menopausal transition and psychological development Busch et al.Menopause 2003;10(2):179-87

23 Bewertung und Symptome N=130 gesunde schwedische Frauen, 48 Jahre 5 Jahre Beobachtung Semistrukturierte Interviews u. Fragebögen Busch H. et al.Menopause 2003;10:

24  Verschiedenheit und Einflussfaktoren  Anthropologie der Menopause  Vorstellungen und Befürchtungen  Gesundheit als Normativ

25 Gesundheit als Verpflichtung Sport beugt vor und hält jung Sport und Bewegung – Grundlage für die Gesundheit

26 Gesundheit als Diktatur?

27  Verschiedenheit und Einflussfaktoren  Anthropologie der Menopause  Vorstellungen und Befürchtungen  Gesundheit als Normativ  Lebensqualität in den Wechseljahren

28 Pflege Häusl. Arbeit Lebenssinn Teilbereiche der Lebensqualität Niedriglohn Teilzeitarbeit Lebensumstände Wohnsituation Familienstruktur Tod der Eltern Paar statt Team

29 Lebensqualität in und nach den Wechseljahren  80% empfinden keinen Verlust an LQ  75% fühlen sich gleich attraktiv  40% fühlen sich körperlich besser  40 % leiden gar nicht oder kaum, 34 % leicht unter Wechseljahrsbeschwerden Dr. B. Schultz-Zehden 230 Berlinerinner Jahre noch 600 Frauen BRD 1997 noch 1000 weitere Frauen 50-70

30 Lebensqualität in und nach den Wechseljahren  20% berichten über empty-nest-syndrome, die meisten berichten über Zugewinn an persönlicher Freiheit  Frauen mit niedrigerem Selbstvertrauen leiden mehr unter Symptomen  Hohe Korrelation zwischen Berufstätigkeit und Symptomarmut Schneider HPG: Best Pract Res Clin Obstet Gynaecol 2002;16:

31 Study of Women`s Health across the Nation SWAN Multizentrisch: 7 Standorte USA Multiethnisch: Afroam. 27 %, Kaukas. 48 %, Hispanics 7 %, Chin.8%, Jap. 9% Langzeitbeobachtung: seit 1996/97 mit Fragebögen und Telefoninterviews Insgesamt mehr als 3300 Frauen Jahre Am Beginn: 54 % prämenopausal, 46 % früh perimenopausal Lebensqualitätveränderungen während der MP erklären sich über damit einhergehende Symptome oder Alterserscheinungen, Depression oder Stress

32 Relations between body composition, functional and hormonal parameters and QL in healthy postmenopausal women Niederländische Studie N=402 Frauen Jahre, 8-30 Jahre pmp Fragebogen Questionaire of life satisfaction QLS Muskelkraftmessung, funktionale Beurteilung Osteodensitometrie, Fettmasse, Hormonanalysen umfassend Existenz eines Partners Physischer Zustand Rauchen Zusatzerkrankungen Lebensqualität sinkt nicht mit zunehmendem Alter + - Lebrun et al. Maturitas 2006;16:82-92

33  Zeit der Reife und der zunehmenden Kontrolle  Zeit der Rückbesinnung auf sich selbst  Zeit des Übergangs mit der Öffnung neuer Türen  Zeit der Überprüfung von Zielen und Möglichkeiten 5 Jahre Longitudinalstudie 346 Frauen aus Kalifornien (Europ., American, African American, Latina) 53 semistrukturierte Interviews Beyene et al. Menopause 2007;14: 1-8  Keine der Befragten wollte wieder 20 oder 30 Jahre alt sein  Klare Unterscheidung biolog. Wechseljahre / sex.Attraktivitätsverlust  Wechseljahre = natürlicher Prozess  körperliche Alterungserscheinungen = persönliche Fehlleistungen  Definition mittleres Alter ist generationen- und ortsabhängig

34 ► Keine allgemeine Korrelation zwischen Peri-MP und Verlust an LQ. ► Gefährdet: Frauen mit psychosozialen Problemen Matthews K, Bromberger J Am J Med 2005;118:25S-36S

35  Verschiedenheit und Einflussfaktoren  Anthropologie der Menopause  Vorstellungen und Befürchtungen  Gesundheit als Normativ  Lebensqualität in den Wechseljahren  Wege und Weisheiten

36 Gelassenheit Stressreduktion Abstand gewinnen Entspannung Ritual Entschleunigung

37 ...du erreichst einen Punkt in deinem Leben, wo du eine Menge Vertrauen in deine Fähigkeiten hast. Du hast eine Menge Selbstvertrauen, das Selbstbewusstsein quillt dir aus den Ohren. Das beste an dem middle-age ist, dass du an dem Punkt bist, jemand die Meinung zu sagen und das kommt von der Sicherheit zu wissen, wer du bist und zu wissen, womit du dich nie wieder abgeben wirst und ich denke, das ist der schöne Teil vom middle-age. Du hast das ganze Austesten und Versuchen hinter dir … Afroamerikanerin, 44 Jahre, Beyene et al. Menopause 2007;14: 1-8

38 NZZ, „ In Japan häufen sich die Scheidungen unter pensionierten Ehepaaren. Fast immer sind es dabei die Frauen, die eine Trennung beantragen, um einen Lebensabend ohne die Bürde eines gelangweilten und unbeholfenen Ehegatten geniessen zu können....“ „Seit über zehn Jahren...zwacke sie vom Salär ihres Ehemannes jeden Monat einen Beitrag ab, lege diesen auf die Seite und träume davon, in einigen Jahren genug Geld beisammen haben, um die Scheidung einzureichen und einen gemütlichen Lebensabend zu geniessen....“

39 Bedingungen für Lebenszufriedenheit  Selbstvertrauen, Selbstbewusstsein  Harmonische Partnerschaft  Vorhandensein sozialer Netze  Körperliche Aktivitäten  Befriedigende Berufstätigkeit oder Hobby  Soziale Sicherheit in Gegenwart + Zukunft  Autonomie und Unabhängigkeit  Gesellschaftliche Funktion und Integration

40 Wechseljahre sind genau das: Wechsel zweier Lebensphasen. Das macht nicht immer Spass, ist aber unvermeidlich und verlangt vielleicht einfach auch eine gute Portion Nachsicht mit sich selbst und Humor.


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