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Vortrag von Benita Suwelack und Olaf Löhmer (Hessischer Flüchtlingsrat im ESF-Netzwerk BLEIB in Hessen) Limburg, 02.07.2014.

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Präsentation zum Thema: "Vortrag von Benita Suwelack und Olaf Löhmer (Hessischer Flüchtlingsrat im ESF-Netzwerk BLEIB in Hessen) Limburg, 02.07.2014."—  Präsentation transkript:

1 Vortrag von Benita Suwelack und Olaf Löhmer (Hessischer Flüchtlingsrat im ESF-Netzwerk BLEIB in Hessen) Limburg,

2 I. Einleitung II. Arbeitsmarktzugang und Arbeitsförderung III. Übergang Schule und Beruf IV. Verfestigung des Aufenthalts V. Weitere Aspekte VI. Beratungsangebote

3  Bundesweit ◦ 28 Netzwerke mit 233 Teilprojekten  In Hessen ◦ Interkulturelles Qualifizierungsmanagement im Landkreis Hersfeld-Rotenburg ◦ BLEIB in Hessen  11 Teilprojekte  Koordination: Mittelhessischer Bildungsverband + Bildungs- und Beschäftigungsträger, KJC Marburg-Biedenkopf, hfr (Fachstelle für Flüchtlingsfragen), wissenschaftliche Begleitung  Weitere Infos:

4  Seit Herbst 2008 arbeitsmarktliche Unterstützung für Bleibeberechtigte und Flüchtlinge mit zumindest nachrangigem Zugang zum Arbeitsmarkt  Finanzierung durch: ◦ Europäischer Sozialfonds ◦ Bundesministerium für Arbeit und Soziales ◦ 10% Eigenmittel

5 Beratung, Qualifizierung, Vermittlung  Erarbeitung einer beruflichen und aufenthaltsrechtlichen Perspektive anhand der persönlichen Voraussetzungen, sozialrechtlichen Möglichkeiten, aufenthaltsrechtlichen Bedingungen.  Dazu wird die soziale Situation stabilisiert, es werden familiäre und soziale Netzwerke aktiviert  Beachtung der Lebenssituation von Flüchtlingen (Traumatisierung, Sammelunterkünfte, vielfältige Belastungsfaktoren)

6 Klientel der Bleiberechtsnetzwerke (Evaluation Lawetz-Stiftung) (ca Personen im Jahr 2012)  … knapp über 50% mit Duldung oder Gestattung  … 87% haben Schule besucht (davon 55% > 9 Jahre)  … 12% haben Studium begonnen (davon 40% mit Abschluss)  % haben eine Berufsausbildung (davon 20% Zeugnisse)  … über 50% verfügen über Berufserfahrung im Herkunftsland Ergebnis: Vermittlungsquote bei Projektausstieg :  46% in Ausbildung und 1. Arbeitsmarkt

7  Bleiberechtsregelungen für langjährig Geduldete (2007; 2011; 2014?)  Verbesserter Zugang zu Ausbildung, BAB/BAföG bei Duldung (2009)  Aufenthaltserlaubnis für Geduldete mit Berufsabschluss (2009)  Lockerung der Residenzpflicht für Schule und Ausbildung (2011)  kostenlose Sprachförderung für Personen im AsylbLG-Bezug (2012)

8  Anerkennungsgesetz Bund und Land Hessen (2012)  Einführung der 14-Tages-Frist für Vorrangprüfung (2012)  uneingeschränkter Arbeitsmarktzugang bei humanitärer und familiärer Aufenthaltserlaubnis (2013)  erleichterter Arbeitsmarktzugang bei Gestattung (2013) Auf der Tagesordnung stehen: ◦ Bleiberechtsregelung, Verkürzung Arbeitsverbot, AsylbLG-Novellierung

9  Fachkräftemangel/Demographischer Wandel ◦ Erwerbsfähige Bevölkerung Hessens sinkt in 20 Jahren um 10-15% (2030: Minus von Personen) ◦ Schwierige Entwicklung in bestimmten Branchen und im ländlichen Raum ◦ Hessische Fachkräftekommission fordert Aktivierung inländischer und ausländischer Potenziale ◦ Hinweis: Engpassanalyse und Positivliste der Bundesagentur für Arbeit

10 Spareffekte durch Arbeitsmarktintegration – Berechnung durch den Landkreis Hersfeld-Rotenburg

11 Flüchtlinge: Drittstaatenangehörige (d.h. keine EU-Bürger) Kriterium: Asylantragsstellung Möglicher Aufenthaltsstatus bei Flüchtlingen: o Gestattung/Duldung (keine Aufenthaltstitel) o Aufenthaltserlaubnis (befristeter Aufenthaltstitel) o Niederlassungserlaubnis (unbefristeter Aufenthaltstitel) o Einbürgerung (deutsche Staatsangehörigkeit) (§§ beziehen sich auf Aufenthaltsgesetz (AufenthG), soweit nicht anders bezeichnet)

12 StatusLeistungenZuständigkeit Im Asylverfahren (Gestattung)AsylbLGAgentur für Arbeit Positives Asylverfahren (AE nach §§ 25.1,.2,.3) SGB IIJobCenter Abgelehntes Asylverfahren (Duldung, AE nach §25.5) AsylbLGAgentur für Arbeit abgelehntes Asylverfahren (AE nach §§18a, 23a, 25a) SGB IIJobCenter Sonderfälle: §23.1, §25.4 Satz 1, §25.4 Satz 2 AsylbLG/SGB II Agentur für Arbeit/JobCenter Faustregel: Im AsylbLG-Bezug erfolgt Arbeitsförderung über Agentur

13  Im AsylbLG-Bezug erfolgt die Arbeitslosmeldung als Nichtleistungsbezieher  BMAS-Broschüre klärt Zuständigkeit eindeutig  Sprachliche Kommunikation absichern  Eintrag zum Arbeitsmarktzugang im Aufenthaltspapier sollte aktuell sein  Ziel und Charakter der Arbeitslosmeldung sollte klar sein (Vorberatung)

14 Gestattung (während des Asylverfahrens): ◦Dauer der Asylverfahren ◦Unterbringung/Orientierung Sonderfall: Dublin-Verfahren

15 Duldung (Aussetzung der Abschiebung): ◦Ausreise nicht möglich (Bürgerkrieg im Herkunftsland, nicht transportfähig, fehlende Einreisepapiere) ◦Kurze Gültigkeitsdauer („Kettenduldung“) ◦ABER: Aufenthaltsverfestigung aus der Duldung heraus möglich:  Von Personen mit rechtskräftig abgelehnten Asylverfahren besaßen Ende % einen unbefristetem und 40,6 % einen befristeten Aufenthaltstitel

16 Die Ausländerbehörde entscheidet über die Arbeitserlaubnis.  Aufenthaltsgestattung, Duldung: Arbeitsverbot (§§ 32, 33 BeschV; §61 AsylVerfG) Nachrangiger Zugang zum Arbeitsmarkt, für Ausbildung gleichrangig (§32 BeschV, §61 AsylVerfG) Uneingeschränkter Zugang zum Arbeitsmarkt (§31, 32 BeschV)

17  Aufenthaltserlaubnis:  Regelung für Praktika/Freiwilligendienste: ◦ Keine Beschäftigung sind nach §30 BeschV  Praktika im Rahmen von EU-geförderten Programmen  Obligatorische Praktika in schulischer Ausbildung und Studium  EU- und Bundesfreiwilligendienste ◦ Andere Praktika gelten als Beschäftigung Uneingeschränkter Zugang zum Arbeitsmarkt (§§31, 32 BeschV)

18 „Beschäftigung nur mit Genehmigung der Ausländerbehörde gestattet.” 1. Asylsuchende/-r – Geduldete/-r sucht einen potentiellen Arbeitgeber 2. Abgabe der Stellenbeschreibung bei der Ausländerbehörde 3. Weiterleitung an ZAV (ab jetzt: 14 Tage-Frist zur Prüfung) 4. Prüfung bei der Agentur für Arbeit (vor Ort) 5. Ausländerbehörde erteilt Arbeitserlaubnis für diesen Arbeitgeber und trägt dies in die Nebenbestimmungen im Ausweis ein

19  Auf aktuellen Eintrag des Arbeitsmarktzugangs achten ( Nr Verwaltungsvorschriften zum AufenthG )  Auf komplette Unterlagen achten  Vorrangprüfung entfällt bei Duldung UND Gestattung nach 48 Monaten (§32 Abs. 3 und 4 BeschV )  Bei Duldung Arbeitsverbot möglich (§33 BeschV)

20 I. Einleitung II. Arbeitsmarktzugang und Arbeitsförderung III. Übergang Schule und Beruf IV. Verfestigung des Aufenthalts V. Weitere Aspekte VI. Beratungsangebote

21  Kriterium Arbeitsmarktzugang  Im SGB II und SGB III gibt es keine Einschränkungen der Fördermöglichkeiten aufgrund des Aufenthaltsstatus!  Einzige Ausnahme: Ausbildungsförderung

22  Beratung, 29 ff.  Vermittlung, §§ 35 ff.  vermittlungsunterstützende Leistungen, §§ 44, 45 Kostenübernahme insb. für Bewerbungen und berufliche Anerkennungsverfahren über Vermittlungsbudget § 44 möglich  Einstiegsqualifizierung, § 54 a  berufliche Weiterbildung, §§ 81 ff. (auch Anpassungs- /Nachqualifizierungen förderfähig)  Teilhabe am Arbeitsleben, §§ 112 ff.  Zuschüsse, §§ 88 ff.

23  Aufenthaltsgestattung  Aufenthalt in Deutschland kürzer als 9 Monate [in Zukunft 3 Monate]  nur Beratung §§ 29ff, Vermittlung in schulische Ausbildung möglich  Duldung  Aufenthalt in Deutschland kürzer als 1 Jahr [in Zukunft 3 Monate]  Beratung §§ 29ff. und Vermittlung (§§ 35 ff.) in Ausbildung

24  Anwendung der Förderinstrumente des SGB III gemäß § 16 SGB II  sowie:  Kommunale Eingliederungsleistungen, § 16a SGB II  Einstiegsgeld, § 16b SGB II  Eingliederung von Selbständigen, § 16c SGB II  Arbeitsgelegenheiten, § 16d SGB II  Förderung von Arbeitsverhältnissen, § 16e SGB II  Freie Förderung, § 16f SGB II  Förderung bei Wegfall Hilfebedürftigkeit, § 16g SGB II

25 Duldung Nach 4 Jahren (§59 Abs. 1 u. 2 SGB III, §8 Abs. 2 u. 2a BAföG) BAB nur für betriebliche Ausbildung! Aufenthaltserlaubnisse: §25 Abs. 4 Satz 2, §25 Abs. 3 und 5, § 25 a Nach 4 Jahren (§59 Abs. 1 u. 2 SGB III, §8 Abs. 2 u. 2a BAföG)

26 Aufenthaltserlaubnisse §§25 Abs. 1 und 2, §23 Abs. 1 und 2, §23a Uneingeschränkter Zugang (§59 Abs. 1 SGB III, §8 Abs. 2 BAföG) Auffangregel: bei Förderlücken (insb.bei Aufenthaltsgestattung) Ja, wenn Auszubildender oder seine Eltern sich eine bestimmte Zeit in Deutschland aufgehalten haben und erwerbstätig waren (§59 Abs. 3 SGB III, §8 Abs. 3 BAföG)

27 AsylbLG Bezug in Ausbildung und Studium:  Während der ersten 4 Jahre des Aufenthaltes möglich (Leistungen nach § 3 AsylbLG, sogn. Grundleistungen ) SGB II Bezug in Ausbildung und Studium:  Leistungsausschluss nach § 7 Abs. 5 SGB II wenn die Maßnahme (Abendschule/Ausbildung/Studium) dem Grunde nach über BAföG oder BAB förderfähig ist  Leistungsausschluss gilt auch für Leistungen nach § 2 AsylbLG (Analogleistungen ). Diese sind nach 4 Jahren Aufenthalt analog SGB XII/II. 

28  Lücke in der Ausbildungsförderung  wenn BAB/BAföG Anspruch erst nach 4 Jahren Aufenthalt (ausländerrechtlicher Ausschluss bei förderfähigem Personenkreis) Betroffen sind Personen mit AE nach § 25 Abs. 3 [SGB II]:  AE § 25 Abs. 3 kann Ausbildungsaufnahme unmöglich machen  Wechsel in AE nach § 25 Abs. 3 kann zu Ausbildungsabbruch führen  bei unbegleiteten Minderjährigen mit AE nach § 25 Abs. 3 Finanzierungsproblem spätestens dann, wenn keine Jugendhilfe (SGB VIII) mehr gewährt wird  Bei Jugendlichen, deren Ausbildung/Studium kurz vor dem Abschluss steht, können SGB II Leistungen als Darlehen gewährt werden (Härtefallregelung nach §27 SGB Abs. 4 SGB II)

29 Erweiterung der Problematik durch geplante Änderung des AsylbLG:  Aktueller Gesetzesentwurf des BMAS zum AsylbLG: Grundleistungen (§ 3 AsylbLG) nur noch 1 Jahr, danach Analogleistungen (§ 2 AsylbLG) Leistungsausschluss während der Ausbildung (gem. § 7 Abs. 5 SGB II) gilt auch für Analogleistungen.  Lücke in der Ausbildungsfinanzierung dann für alle Personen, die nach 1 Jahr Aufenthalt Leistungen nach § 2 AsylbLG beziehen und noch keinen Anspruch auf BAB/BAföG haben!

30  Inhaber einer Aufenthaltserlaubnis nach § 25 Abs. 5 sollen künftig in das SGB II wechseln und teilen damit die Problematik der Inhaber einer AE nach 25. Abs3.  Konsequenz: BAB und BAföG müssen dringend angepasst werden! Der ausländerrechtliche Ausschluss bei der Ausbildungsförderung in den ersten 4 Jahren und auch die Einschränkung von BAB auf betriebliche Ausbildungen bei Duldung ist ganz zu streichen.

31  Stipendien: ◦ Flüchtlingsstipendium von Diakonischen Werk und Stiftung Brot für die Welt: Evangelisches Werk für Diakonie und Entwicklung e.V. Brot für die Welt – Evangelischer Entwicklungsdienst Stipendienreferat Caroline-Michaelis-Str.1;10115 Berlin Tel.: |  Zielgruppe: ◦ Flüchtlinge mit AE § 25 Abs. 3, die noch nicht 4 Jahre in Deutschland leben

32 Nachholen Hauptschulabschluss:  Bildungsgänge an beruflichen Schulen: BzB/EIBE  1 jährig: ausreichend Sprachkenntnisse  2 jährig: Deutschförderklasse (oder RSA im 2. Jahr) Voraussetzungen: verlängerte Vollzeitschulpflicht  16 - max. 19 Jahre alt  weniger als 10 Schulbesuchsjahre (im Herkunftsland)  ohne Schulabschluss Probleme: - eine rel. große Gruppe von Seiteneinsteigern schafft in der kurzen Zeit keinen HSA - - für (funktionale) Analphabeten sind oft keine Alpha-Klassen/Kurse zugänglich - Altersgrenze zu niedrig (positiv: bayerisches Berufsschulmodell bis 25 Jahre)

33 Anerkennungsstelle:  Staatliches Schulamt für den Landkreis Darmstadt- Dieburg und die Stadt Darmstadt [www.schulamt-darmstadt.lsa.hessen.de] - dort Liste der einzureichenden Unterlagen - Kosten für Anerkennung schul. Abschlüsse: 125 Euro, zuzüglich Kosten für Übersetzung und beglaubigte Kopie der Zeugnisse

34 Berufsqualifikationsfeststellungsgesetz: Bund/Land [BQFG/HBQFG] Rechtsanspruch auf ein Anerkennungsverfahren für alle Migrantengruppen mit ausländischer Berufsqualifikation  Staatsangehörigkeit und Aufenthaltsstatus spielen keine Rolle Berufserfahrung wird berücksichtigt Bescheide mit Kompetenzprofil Ergebnisse: volle Gleichwertigkeit tlw. Gleichwertigkeit (bei reglementierten Berufen Angabe der erforderlichen Ausgleichsmaßnahmen) keine Gleichwertigkeit

35 Alternative Verfahren für Personen ohne (vollständige) Dokumente (§ 14 BQFG/§ 14 HBQFG )  Arbeitsproben  Fachgespräche  Sachverständigengutachten  Prüfungen (praktisch und theoretisch)  Hohe Relevanz für Flüchtlinge, wenn Vorlage von Dokumenten aus fluchtspezifischen Gründen nicht möglich ist.

36  Deutschkurse über ESF-BAMF-Programm „Berufsbezogenes Deutsch“ Über Bleiberechtsprogramme Zugang für AsylbLG – Berechtigte ◦ Kurs enthält Praktikum ( genehmigungsfrei gemäß § 30 Nr. 2 BeschV ) ◦ Form der Weiterführung ab 2015 derzeit noch unklar

37 Zielgruppen  Integrationskurs Berechtigte gem. § 44 AufenthG (§ 25 Abs. 1 und 2, § 23 Abs. 2)  Integrationskurs Verpflichtete, z.B.: - Integrationskurs ist Teil der Eingliederungsvereinbarung beim Jobcenter (§ 44 a Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 AufenthG) - Ausländerbehörde fordert eine Person bei besonderem Integrationsbedarf zur Teilnahme auf (§ 44 a Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 AufenthG)  Integrationskurs Zugelassene: Restplätze über Warteliste (bei Besitz einer AE > 18 Monate oder bei AE mit Erteilungsdauer >1 Jahr)

38  Aufenthaltsgestattung ESF-BAMF-Sprachkurs  Duldung ESF-BAMF-Sprachkurs  Aufenthaltserlaubnis: § 25 Abs. 1+2Integrationskursberechtigung § 25 Abs. 3auf Antrag/Warteliste §25 Abs. 5auf Antrag/Warteliste oder ESF- BAMF-Sprachkurs § 23 Abs. 1auf Antrag/Warteliste § 23 Abs. 1*auf Antrag/Warteliste § 23aauf Antrag/Warteliste § 23 Abs. 2Integrationskursberechtigung * wegen Krieg im Heimatland (z.B. Syrien-Aufnahmekontingent Hessen)

39 Aufenthaltsgewährung bei gut integrierten Jugendlichen und Heranwachsenden Voraussetzungen: o 6 Jahre erfolgreicher Schulbesuch oder Schul-/Berufsabschluss o 6 Jahre Voraufenthalt o Antragstellung von 15. bis 21. Lebensjahr o Vor dem 14. Lebensjahr eingereist o Günstige Integrationsprognose o Sozialleistungsbezug nur während schulischer oder beruflicher Ausbildung

40  § 25 a Neu, erleichterte Voraussetzungen:  Jugendlichen oder Heranwachsenden geduldeten Ausländern soll AE erteilt werden, bei 4 Jahren Aufenthalt und  erfolgreichem Schulbesuch  oder Schulabschluss  oder Berufsabschluss und positiver Integrationsprognose

41  Problem Definition erfolgreicher Schulbesuch: ◦ bisher gab es keine Kriterien für erfolgreichen Schulbesuch ◦ weder über AVwVs zum AufenthG noch als Hess. Erlass  Was heißt erfolgreicher Schulbesuch?  großer Druck für die Kinder  Für die Beratung: ◦ Wichtig: Kontakt zu Lehrer/innen aufnehmen ◦ §25a auch als längerfristige Perspektive in die Beratung einbeziehen

42 AE § 18 a für qualifizierte Geduldete zur Berufsausübung Voraussetzungen: a) Berufsabschluss in Deutschland (Hochschulstudium oder staatlich anerkannter Ausbildungsberuf) oder b) Ausländischer Hochschulabschluss und zwei Jahre dem Abschluss angemessene Beschäftigung oder c) Fachkraft und drei Jahre Beschäftigung ausgeübt, die qualifizierte Berufsausbildung voraussetzt

43  Weitere Bedingungen des §18a AufenthG: ◦ Arbeitsmarktzugang für zwei Jahre auf Berufsabschluss festgelegt, danach unbeschränkt ◦ Keine Vorrangprüfung ◦ Niederlassungserlaubnis nach 5 Jahren möglich Probleme: ◦ Ausbildung mit Duldung finden und abschließen ◦ Weiterqualifikation nach Ausbildungsabschluss kaum möglich

44  § 25 Abs. 5 AufenthG  Voraussetzungen:  Rechtliches (oder tatsächliches) Abschiebungshindernis:   insb. Verwurzelung in Deutschland (und weitgehende Entwurzelung im Herkunftsland), sogenannter „Faktischer Inländer“

45 Geregelt in §23a AufenthG und Härtefallkommissionsgesetz [HFKG] AE möglich, wenn  alle anderen aufenthaltsrechtlichen Verfahren beendet  Petitionsverfahren durchlaufen  Härtefallgründe anerkannt (Entscheidung der Härtefallkommission)  Lebensunterhalt selbständig gesichert ist ◦ Alternativen:  Verpflichtungserklärung  Kommune übernimmt die Kosten

46 Voraussetzungen:  minderjährig eingereist  bei Vollendung des 16. Lebensjahres seit 5 Jahren AE oder  Volljährig, seit 5 Jahren AE und Lebens- unterhalt gesichert oder in Ausbildung

47  Gestattung, Duldung, AE §25.5 sowie AE §25.3 werden mit Wohnsitzauflage erteilt  Erschwert Arbeitsmarktintegration  Antrag auf Streichung der Wohnsitzauflage für Geduldete unter bestimmten Voraussetzungen möglich (Lebensunterhaltssicherung, familiäre Einheit, Pflege)  Antrag zu richten an:  Koordinierungsstelle für die Unterbringung von Flüchtlingen (KFH) beim Regierungspräsidium Darmstadt, Darmstadt  Mehrere Erlasse in Hessen regeln die Bedingungen für Personen mit Duldung - darunter auch Erlasse zur Wohnsitzauflage: ◦ Download unter:

48  Wohnsitzauflage bei AE §25.2 und §25.3 AufenthG: ◦ Bleibt vorerst erhalten, BVerwG-Rechtsprechung wird abgewartet ◦ muss aber als Verwaltungsakt begründet werden ◦ wenn dies nicht der Fall ist, ist bei unheilbarem Ermessensaufall die Erteilung ungültig (Klagefrist 1 Jahr, Klage hat aufschiebende Wirkung)

49  Bei Aufenthaltsgestattung (§ 55 AsylVfG) ist ein vorübergehender Aufenthalt im Bundesland Hessen erlaubt  Bei Duldung sind weitere Einschränkungen möglich  Von der räumlichen Beschränkungen kann bei uneingeschränktem Arbeitsmarktzugang oder zu Zwecken der Arbeit, betrieblichen Ausbildung, Schule, Studium abgesehen werden (§61 Abs. 1 AufenthG)

50 Für nicht freizügigkeitsberechtigte Migrant/innen gilt: Kindergeld erhält, wer  eine Niederlassungserlaubnis besitzt,  eine Aufenthaltserlaubnis besitzt, die zur Ausübung einer Erwerbstätigkeit berechtigt oder berechtigt hat. Personen mit Aufenthaltserlaubnis nach § 23 Abs. 1 wegen eines Krieges im Heimatland oder nach den §§ 23 a, 24, 25 Abs. 3 bis 5 AufenthG müssen außerdem:  sich seit mindestens drei Jahren (rechtmäßig, gestattet oder geduldet) im Bundesgebiet aufhalten und  im Bundesgebiet erwerbstätig sein, laufende Geldleistungen nach dem SGB III beziehen oder Elternzeit in Anspruch nehmen.

51 Ein Kindergeldbezug für Personen mit Duldung ist nur aufgrund bilateraler Abkommen möglich:  für Arbeitnehmer/innen aus den Staaten des ehemaligen Jugoslawien sowie aus Algerien, Marokko und Tunesien bei Erwerbstätigkeit  Für türkische Staatsangehörige gilt der Anspruch unabhängig von der Erwerbstätigkeit nach mindestens 6 Monaten Aufenthalt in Deutschland

52 ◦ Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen ist für die Betroffenen und auch Gesamtgesellschaftlich sinnvoll (Stichworte: Demographischer Wandel, Fachkräftemangel und höhere Kosten der Nichtintegration). ◦ Arbeitsmarktintegration ist ein längerer Prozess, der durch Einschränkungen des Aufenthaltsrechts und Beschäftigungsrechts teilweise blockiert oder verzögert werden kann.  daher Beratung notwendig, die die Schnittstellen von Aufenthaltsrecht, Ausländerbeschäftigungsrecht und Sozialrecht abdeckt und die Möglichkeiten der Arbeitsförderung nach dem SGB II/III aktiv einbezieht. Um die Arbeitsmarktintegration erfolgreich zu gestalten, sollten alle beteiligten Akteure (Beratungsstellen, Schulen, Beschäftigungsträger und Behörden) sich regelmäßig fachlich austauschen.

53 Hfr - BLEIB in Hessen (vorerst bis Ende 2014):  Beratung an der Schnittstelle Arbeitsmarktintegration- Aufenthaltsverfestigung   IQ Netzwerk (vorerst bis Ende 2014):  Termine der Mobilen Anerkennungsberatung:  21./31. Juli, 14. Aug., 09./15. Sept., 09./20. Okt., 06./17. Nov., 04./15. Dez. im Raum 123 im 1. Stock der Arbeitsagentur Thorsten Viehmann Tel.: 

54 Wir bedanken uns für das Interesse und die Aufmerksamkeit. Für weitere Rückfragen: BLEIB in Hessen, Teilprojekt Hessischer Flüchtlingsrat Benita Suwelack/Olaf Löhmer Tel.: Internet:   


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