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„Wenn die Sprache nicht mehr will......“ Myriam Kieffer und Renate Bartolini (Orthophonistinnen, ALO)

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Präsentation zum Thema: "„Wenn die Sprache nicht mehr will......“ Myriam Kieffer und Renate Bartolini (Orthophonistinnen, ALO)"—  Präsentation transkript:

1 „Wenn die Sprache nicht mehr will......“ Myriam Kieffer und Renate Bartolini (Orthophonistinnen, ALO)

2 Definition Aphasie erworbene Störung der Sprache in allen Modalitäten nach vollzogenem Spracherwerb infolge einer umschriebenen Hirnschädigung (nach Wallesch 1986)

3 Sprachstörung nach vollzogenem Spracherwerb alle vier Modalitäten betroffen: Sprechen Verstehen Lesen Schreiben

4 Ursachen linke Hemisphäre 80 % Hirnschädigung durch Schlaganfall davon 85 % Mangeldurchblutung, d.h. Thrombose oder Embolie

5 Die aphasischen Syndrome „flüssige“ Aphasien „nichtflüssige“ Aphasien

6 „Nichtflüssige“ Aphasien Globale Aphasie Broca-Aphasie

7 „Flüssige“ Aphasien Wernicke-Aphasie Amnestische Aphasie

8 Begleitstörungen Dysarthrie Apraxie (Sprechapraxie) Konzentrationseinbrüche Perseverationen Lähmung und Gesichtsfeldausfall Schluckstörungen

9 Schluckstörung Häufiges Räuspern Häufiges Verschlucken und Husten unklarer, gurgeliger Stimmklang Gewichtsverlust Fieber ohne klare Ursache (Lungenentzündung!)

10 Therapie Ordonnance médicale / CNS Regelmäβig, 2-3 mal wöchentlich Diagnostik Hintergrundwissen: Familie, Hobbies, Beruf,… Sprachverständnis „Er versteht ALLES!“  einfache kurze Sätze

11 Es gibt keine fertige Therapiemethode Individuelle Planung Viele Aspekte müssen berücksichtigt werden: Syndrom: Globalaphasiker/Broca- Aphasiker/Wernicke-Aphasiker Schweregrad Persönlichkeit des Aphasikers: Bei Themenbereiche mit denen der Aphasiker sich gerne beschäftigt und die ihn schon vor Beginn der Aphasie interessiert haben bringen ihn in Schwung, er wird eher aktiv und erinnert sich leichter an Äuβerungen die mit diesem Thema verbunden sind.

12 Was passiert in der Therapie? Gespräche:  beleben, inspirieren, wecken Gedanken/ Erinnerungen  Was beschäftigt den Patienten im Moment?  Gab es etwas Neues, das er gerne erzählen möchte?  Austausch zwischen Therapeut und Patient

13 Was passiert in der Therapie? Beispiele zu einem Bild:  Wörter suchen/legen/schreiben/lesen  Sätze bauen/schreiben Beispiele zu einem Artikel:  Sprachverständnis  Fragen stellen: Wo?/Wer?/Was?  Kurz resumieren und erweitern

14 Was passiert in der Therapie? Beispiele mit allgemeinen Materialien  Gesangsbuch  Fotobuch  Atlas Beispiele zu einem Text  Diktat/Nacherzählen/Üben eines speziellen Grammatikproblems/lautes Lesen/selbstständiges Schreiben

15 Was passiert in der Therapie? Beispiele mit spezifischen orthophonistischen Materialien  Karten  KRAN Koffer  Aphasie Koffer  Twin Fit  Arbeitsblätter  etc.

16 Sprache im Alltag, zu Hause… Gemeinsam mit dem Aphasiker so viel wie möglich tun was jedem Freude macht: Spazieren gehen, fahren Museen, Fotografieren, Kochen etc. Ganz normale Alltag mit Familie und Freundeskreis Durchspielen von Alltagshandlungen: Telefonieren, sms schreiben, gratulieren, schimpfen (Ausdruck!) Sprachspiele: Bild- und Wortkarten Länder-Hauptstädte Gegensätze

17 Spiele mit Zahlen: Abzählen Würfeln Bezahlen Telefonnummern Zeitungslesen Gemeinsame Beschäftigungen Musikgruppe Fotogruppe Entspannungsübungen Theatergruppe  Führen den Aphasiker aus der Einsamkeit heraus, wirken entspannend und so auch positiv auf die Kommunikationsfähigkeit

18 Nach Luise Lutz: Es geht auch bei schweren Aphasien: Nicht um die Form der Sprache – sondern nur um den Inhalt Nicht um das Üben von Wörtern - sondern um Kommunikation Nicht um einen Aphasiker – sondern um einen Menschen der an der Welt wieder teilnehmen möchte


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