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Wie ist die Lebenssituation und Lebenserfahrung von Kindern in der Westbank? sie erleben Hauszerstörungen und Vertreibungen sie erleben Angriffe auf.

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Präsentation zum Thema: "Wie ist die Lebenssituation und Lebenserfahrung von Kindern in der Westbank? sie erleben Hauszerstörungen und Vertreibungen sie erleben Angriffe auf."—  Präsentation transkript:

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3 Wie ist die Lebenssituation und Lebenserfahrung von Kindern in der Westbank? sie erleben Hauszerstörungen und Vertreibungen sie erleben Angriffe auf dem Weg von und zur Schule sie erleben Zerstörungen ihrer Schulen sie erleben die allgegenwärtige israelische Armee sie erleben Verhaftungen entweder selbst oder die ihrer Freunde

4 Juni

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7 Jerusalem

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12 Hebron

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14 Verhaftung eines 5-jährigen, Hebron Juli 2013

15 ..der Vorwurf lautet fast immer: Steine werfen dazu kommt man über -  Beobachtung  Denunziation  Hörensagen

16 Hebron Foto: Reuters

17 2013

18 O.T., 10 Jahre alt Musste ein Dokument unterzeichnen, dass er (bzw. sein Vater) 3000 NIS ($800) zahlen muss, falls er noch einmal beim Steinewerfen “gesehen” wird

19 M.O., 12 Jahre alt wurde bisher siebenmal verhaftet, das erste Mal mit 9 Jahren unter dem Vorwurf, Steine auf Siedler geworfen zu haben

20 wurde auf dem Schulweg wegen Verdacht auf Steinewerfen verhaftet und bisher 2 Monate in Haft gehalten ( )

21 jährlich kommen ca. 700 Kinder/Jugendliche <18 Jahre vor Militärgericht Seit 2000 mehr als 6500 Fälle Verurteilungsquote > 95% Erlaubte Höchststrafe für Steinwürfe: 20 Jahre Haft Behandlung ab 16 Jahren wie Erwachsene – seit 2011 ab 18 Jahre (Quelle: defence for children international 2009)

22 Verhaftung Verhaftungen finden in der Regel nachts statt die Kinder werden gefesselt, ihnen werden die Augen verbunden die Eltern erfahren nicht wohin sie gebracht werden sie können bis zu 8 Tage ohne Kontakt zu Familie oder Anwalt in Haft bleiben kein Kontakt zu Anwälten während der Befragungen sie werden genötigt, „Geständnisse“ auf Hebräisch zu unterschreiben regelhaft werden sie misshandelt

23 Behandlung Jugendlicher 2013 Jan – Sept (DCI International) FormWestbank & Ost-Jerusalem % Gesamtzahl gefesselt an Händen und Füßen 8698,9 kein Anwalt anwesend 7990,8 keine Rechtsbelehrung 7788,5 Augen verbunden 7586,2 Grund der Verhaftung nicht mitgeteilt 8597,7 körperliche Gewalt 6473,6 Beschimpfung, Erniedrigung 6777,0 Leibesvisitation 6675,9 Verweigerung von Essen und Wasser 6069,0 Verweigerung des Toilettengangs 5664,4 Transport auf dem Fahrzeugboden 3944,8 Alter <12 / / 3 14 –

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28 und so sieht der Unterschied aus: in den letzten 6 Jahren wurden wegen Steinewerfen verhaftet Siedlerkinder 53 vor Gericht kamen: 5 (20?) die anderen wurden nicht angeklagt schuldig gesprochen aber ohne Bestrafung 4 noch nicht entschieden 1 palästinensische Kinder 1142 vor Gericht kamen 528 verurteilt wurden alle zu Gefängnis zwischen 3-8 Monaten Das israelische Justizministerium sagt: der Unterschied kommt dadurch zu Stande, dass Palästinenser häufiger Steine werfen…. (Quelle: FOX-News 2014)

29 ein konkreter Vergleich

30 B´Tselem 2011

31 Rückkehr aus dem Gefängnis nach 6 Jahren Haft

32 Israels Hoher Gerichtshof: unterschiedliche Behandlung von Siedlern und Palästinensern ist ”reasonable and proportional“ also: nachvollziehbar und angemessen

33 …und danach? Trauma-Symptome wie Bettnässen, Alpträume, Ängste und Aggressionen, Gefühl der Leere und Einsamkeit, Verunsicherung, Vertrauensverlust bis hin zu selbstverletzendem Verhalten und Selbstmordgedanken/-versuchen Abfall in den schulischen Leistungen teilweise Abbruch der Ausbildung ✦ palästinensische NGOs wie YMCA, Palestinian Counseling Center, Treatment and Rehabilitation Center for Victims of Torture versuchen, die traumatisierten Kinder und Jugendlichen aufzufangen

34 Bericht britischer Anwälte 2012 Israel verstößt gegen Konvention der UNCRC: Art. 2 (Diskriminierung) Art. 3 (Wahrung der Interessen des Kindes) Art.37 (Trennung von erwachsenen Gefangenen, sofortiger Kontakt zu Anwalt, Verbot inhumaner Behandlung) Art. 40 (Fesselung) und gegen Genfer Konvention: Inhaftierung in Israel Dokument-Vorlage nur in hebräisch

35 UN-Empfehlungen an Israel keine Verhaftungen nachts - Israel plant einen „Versuch“ unverzügliche Information über die Beschuldigung und ihre Rechte in Arabisch(!) Kontakt zu Anwälten vor dem Verhör Anwesenheit eines Familienangehörigen während des Verhörs Audio-Video-Aufnahme des Verhörs – und Einsicht des Verteidigers vor dem Verfahren Abbruch des Verfahrens und sofortige Freilassung, wenn diese Kriterien nicht erfüllt werden

36 MCW August 2014: 192 Kinder in Militärhaft 48% davon in Israel inhaftiert unter Verletzung der 4. Genfer Konvention. Kinder werden weiterhin nachts verhaftet. UNICEF Februar 2015: “ keine wesentliche Verbesserung der Behandlung von Kindern seit unserem Bericht 2013”

37 was kann und sollte die deutsche Politik tun? Die Einhaltung der UN-Kinderkonvention fordern. Dazu gehört: bis zum gesetzlichen Nachweis der Schuld als unschuldig zu gelten Unverzügliche Information über die Beschuldigung in Arabisch(!) Unverzügliche Zuziehung eines Rechtsbeistandes / der Eltern Nicht gezwungen werden sich schuldig zu bekennen Das Mindestalter für Strafverfolgung zu respektieren darüber hinaus bestehen auf: keine Verhaftungen nachts keine Geständnisse auf Hebräisch Gleichbehandlung wie israelische Minderjährige

38 „Sumud“ bedeutet Standfestigkeit, Wiederstandskraft und ist ein wichtiges Symbol in Palästina

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45 Bir Zeit Universität

46 Fuad Giacaman – Arab Educational Institut

47 Palästinensische Zirkusschule Birzeit

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51 Freedom-Theater Jenin

52 Publikum

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