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Historische Hilfswissenschaften (Heraldik, Sphragistik, Genealogie) VU 070119 Andreas Zajic 5. 10. 2011.

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1 Historische Hilfswissenschaften (Heraldik, Sphragistik, Genealogie) VU Andreas Zajic

2 Illuminierter Stiftbrief des Kaspar von Rogendorf für die Pfarre Pöggstall, 1494 Historisierte Initiale J

3 Schmähbrief mit Schandbild Graf Johanns III. von Nassau-Dillenburg gegen Herzog Johann III. von (Bayern-)Straubing, Graf von Holland (21. März 1418)

4 Urkunde des Utz von Lab, 26. September 1373

5 Wappenbrief König Johanns von Böhmen für das Bistum Trient, 9. August 1339, Breslau

6 Eckhart Henning, Hennings HIWI-Test. 175 Fragen und Antworten rund um die Historischen Hilfswissenschaften. Mit 10 Thesen über die Gemeinsamkeiten der Historischen Hilfswissenschaften. Berlin 2009 Historische Hilfswissenschaften „bilden eine für die Geschichtswissenschaft charakteristische, bis in die neueste Zeit erweiterte Fächergruppe instrumentalen Charakters“ Zählt auf (alphabetisch): Aktenkunde Autographenkunde/Selbstschriftenlehre Chronologie/Zeitrechnung Diplomatik/Urkundenlehre Genealogie/Geschlechterkunde Heraldik/Wappenkunde Numismatik/Münz- und Medaillenkunde Paläographie/Schriftkunde Phaleristik/Ordenskunde Sphragistik/Siegelkunde Titulaturenkunde Vexillologie/Fahnen- und Flaggenkunde Epigraphik fehlt, die aber einwandfrei zu den ältesten Hilfswissenschaften zählt (an anderer Stelle von Henning als „Entzifferungswissenschaft“ diffamiert.

7 Weitere Hilfswissenschaften: Kodikologie samt Filigranologie (Wasserzeichenkunde) und Einbandkunde Insigniologie Historische Metrologie Waffen- und Uniformkunde Realienkunde allgemein Alle Nachbardisziplinen (Philologien, Kunstgeschichte, Theologie, Rechtsgeschichte bzw. Rechtswissenschaften usw.)

8 Begriff „Historische Hilfswissenschaften“ entwickelt sich im 18. Jahrhundert: erstmals „Auxilia historica“ (Anselm Desing OSB, 1741), der deutsche Begriff „Historische Hülfswissenschaften“ erstmals 1761 in Johann Christoph Gatterers Bearbeitung „Einleitung in die synchronistische Universalhistorie zur Erläuterung seiner synchronistischen Tabellen“.

9 Im 20. Jh. mitunter im Sinne einer Imageaufbesserung auch bisweilen als „Grundwissenschaften“ (etwa Karl Brandi 1939) bezeichnet. Das weitgehend kanonisierte Fächerbündel ist ein Phänomen des deutschen Sprachraums; im englischsprachigen und frankophonen Raum kennt man keinen entsprechenden Überbegriff, sondern spricht von diplomatics oder paléographie als eigenständige Fächer.

10 Universitäre Ausbildung in Historischen Hilfswissenschaften meist im 19. Jahrhundert in Hinblick auf archivische Tätigkeiten und auf „vaterländische“ Geschichtsforschung aufgenommen. École Nationale des Chartes (gegr. 1821) beginnt 1829 mit der Ausbildung des „archiviste paléographe“; die Absolventen sollten die durch die Säkularisierung infolge der Revolution verstaatlichten Archive sinnvoll ordnen können und deren Quellen für die Geschichtsschreibung nutzbar machen.

11 Ähnlich in Österreich das Institut für Österreichische Geschichtsforschung: gegründet 1854 im zeitlichen Zusammenhang mit den Revolutionen von 1848/49 und den daran anknüpfenden Unterrichtsreformen des Leo Graf Thun-Hohenstein; sein Unterstaatssekretär Alexander Helfert sollte die Grundlagen für eine Neuorientierung der österreichischen Geschichtsschreibung im Sinne einer gesamtstaatlichen Betrachtung liefern. Dazu auch Gründung des Instituts: „Ihr Zweck ist die Heranbildung junger Männer zur tieferen Erforschung der österreichischen Geschichte durch Anleitung zum Verständnis und zur Benutzung der Quellen. Die Schule hat demnach eine zweifache Aufgabe […], sie hat junge Männer a) bekannt zu machen mit dem gelehrten Material (mit den archivalischen und bibliothekarischen Quellen) und mit den notwendigen Hilfswissenschaften zum Verständnis derselben und b) sie hat ferner bekannt zu machen mit den Grundsätzen und der Methode der wissenschaftlichen Geschichtsforschung und dadurch anzuleiten, selbst diese Bahn zu verfolgen und auf ihr neue Resultate zu gewinnen“. Theodor (Ritter von) Sickel ( )

12 Peter Suchenwirt, „Ehrenrede“ für Friedrich von Kreisbach/Chreuspach (gen. „der lantfarer“, gest. 1360) Wappengrabplatte in der Augustiner- Eremitenkirche Baden

13 Tumbendeckplatte (?) des Leutold und der Euphemia von Kreuspach (um 1299), Augustiner-Eremitenkirche Baden

14 Wissenschaftsgeschichte der Heraldik: Erst ab 3. H. 13. Jh. literarische Reflexion über das „Wappenwesen“ Konrad von Mure (gest. 1281): Zürcher Domkanoniker. Verfasser eines Clipearius Theutonicorum, in dem Wappenbilder des Schweizer/schwäbischen Hochadels geschildert werden. Gedicht in 73 leoninischen Hexametern, überliefert im De nobilitate et rusticitate dialogus des Felix Hemmerli (1450) E. 13. Jh. Frz.-sprachiger Traktat aus England De Heraudie (Wappensymbolik) Bartolo da Sassoferrato ( ); Postglossator 1356 Tractatus de insigniis et armis; auch Wappen- Recht Johannes Rothe aus Thüringen; 1415 Ritterspiegel Leopold von Wien (gest. 1395); Österreichische Chronik von den 95 Herrschaften

15 Clément de Prinsault; 1416 Traité des armoiries (Blasonierung: blason d‘armes) Jean Courtois (Herold Sicile); 1435 Le blason des couleurs en armes, livrées et devises


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