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Alt werden und jung bleiben in der Verwaltung Demographie als Herausforderung für Führungskräfte Abschlusspräsentation QR GeKo VAk Okt. 2012 1.

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1 Alt werden und jung bleiben in der Verwaltung Demographie als Herausforderung für Führungskräfte Abschlusspräsentation QR GeKo VAk Okt

2 Gliederung Einführung - Demographie in der Verwaltung Zahlen, Daten, Fakten / Altersstrukturanalyse Wissenschaftliche Erkenntnisse als Basis für eine alter(n)sgerechte Arbeitsgestaltung und Arbeitskultur Schnittstelle „Diversity“ Werkzeuge für ein demographiefestes Unternehmen Ausblick (???) Abschlusspräsentation QR GeKo VAk Okt

3 Vorstellung der Arbeitsgruppe Gudrun Wilker-Jahns, SenBildJugWiss Thomas Schünemann, PolPräsBln Angela Junggebauer, SenBildJugWiss Ursula Pross, SenBildJugWiss Veronika Näher, BA Friedrichshain-Kreuzberg Abschlusspräsentation QR GeKo VAk Okt

4 Einführung – Demographie in der Verwaltung Abschlusspräsentation QR GeKo VAk Okt

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14 14 Zahlen, Daten, Fakten / Altersstrukturanalyse

15 Abschlusspräsentation QR GeKo VAk Okt Quelle: SenStadt 2008

16 Alterstrend der Bevölkerung in Berlin Abschlusspräsentation QR GeKo VAk Okt Jahreszahlen Bevölkerung in Tausend Zahlenquelle: SenStadt 2008

17 Dienstkräfte in der Berliner Verwaltung nach Alter (Jahr 2010) Abschlusspräsentation QR GeKo VAk Okt ,82% 68,18% Zahlen aus: Das Glücksprinzip Personalentwicklung – Fakten und Visionen; Projekt VAk Mai 2011

18 Abschlusspräsentation QR GeKo VAk Okt Balance der Altersstrukturen (schematische Darstellung) balanciert unbalanciert Zahl der Dienstkräfte Alter in Jahren

19 Pensionierungen / Verrentungen in der Berliner Verwaltung (auf Basis Dienstkräftezahlen 09/2010) Abschlusspräsentation QR GeKo VAk Okt Zahlen aus: Das Glücksprinzip Personalentwicklung – Fakten und Visionen; Projekt VAk Mai ,46% 2,31% 2,69% 3,27% 3,32% 3,45% 3,70%

20 Abschlusspräsentation QR GeKo VAk Okt Altersstrukturanalyse als Instrument zur systematischen Identifizierung des aktuellen und künftigen Personalbedarfs SensibilisierungDurchführungAuswertung Handlungsfelder identifizieren Maßnahmen implementieren Evaluation

21 Altersstrukturanalyse als Instrument zur systematischen Identifizierung des aktuellen und künftigen Personalbedarfs Ist-Stand-Analyse Organisationsein- heiten festlegen Berechnung / Darstellung Ergebnisanalyse Abschlusspräsentation QR GeKo VAk Okt Handlungsfelder Personalgewinnung / -entwicklung Work-Life-Balance Gesundheitsmanagement Wissens- und Erfahrungstransfer Organisation Behördenkultur / Bindung der Dienstkräfte Personalent- wicklungsprognose Ausgangspunkt / Ist-Stand Berechnung / Darstellung mit Hilfe spezieller Software Ergebnisanalyse

22 Abschlusspräsentation QR GeKo VAk Okt Wissenschaftliche Erkenntnisse als Basis für eine alter(n)sgerechte Arbeitsgestaltung und Arbeitskultur Folie 61

23 Erhalt der Erwerbsfähigkeit Wer gesunde Mitarbeiter/innen will und wer gesund in Rente gehen will, sollte jung damit beginnen (Prof. Resch), denn kumulierende Fehlbeanspruchungen führen zu Leistungseinbußen (Gesundheitsstörungen, Spätfolgen) - nicht altersbedingt, sondern arbeitsinduziert Gesundheitsförderung: Ressourcen stärken Fortbildung, Kompetenzentwicklung Motivation erhalten und stärken Arbeitsgestaltung und –organisation (Aufgabengestaltung) Abschlusspräsentation QR GeKo VAk Okt

24 Stärken und Potentiale älterer Beschäftigter Soziale Kompetenz und Kommunikationsfähigkeit Kooperationsfähigkeit Toleranz und Geduld Menschenkenntnis und Einfühlungsvermögen Erfahrungen und Wissen, menschliche Reife Eigenverantwortung Selbstständigkeit Urteilsvermögen Automatisierung von Handlungsprozessen Verantwortungsbewusstsein/Arbeitsmoral/ Arbeitsdisziplin/Zuverlässigkeit/Loyalität Abschlusspräsentation QR GeKo VAk Okt

25 Keine Kompetenzunterschiede zwischen jüngeren und älteren Beschäftigten Allgemeine Leistungsfähigkeit Produktivität Lernfähigkeit Psychische Belastbarkeit Kreativität Innovationskraft (Umgang mit Neuem) Intelligenz Aufmerksamkeit Konzentrationsfähigkeit Abschlusspräsentation QR GeKo VAk Okt

26 Trainierbare bzw. kompensierbare Fähigkeiten älterer Beschäftigter Sensorische Fähigkeiten (z. B. sehen, hören) Körperliche Belastbarkeit, Muskelkraft, Beweglichkeit Wahrnehmungs- und Reaktionsgeschwindigkeit Schnelligkeit der Informationsverarbeitung Daueraufmerksamkeit Flexibilität Beruflicher Ehrgeiz Erfahrungen, Wissen und Routine gleichen körperliche Verlangsamung aus – die Jüngeren sind schneller, aber die Älteren kennen die Abkürzungen (Frau von der Leyen) Abschlusspräsentation QR GeKo VAk Okt

27 Lebenslanges Lernen Erwerb, Gebrauch und Entwicklung von Kompetenzen beginnt in jungen Jahren Lebenslanges Lernen und Üben (Aktivität) begegnet dem physiologischen Abbau (Volumen) des Gehirns (use it or lose it) Heterogenität nimmt im Alter zu: Lernen muss sinnhaft, von Bedeutung sein, individualisiert Eigenständiges Lernen mit Zeit und Wiederholungsmöglichkeiten Abschlusspräsentation QR GeKo VAk Okt

28 Arbeitsmotivation erhalten - lange und länger arbeiten - Stärken fördern, Schwächen anerkennen Berücksichtigung von Erfahrungen (Kompetenzprofil anerkennen) Spaß an der Tätigkeit Möglichkeit, Wissen weiterzugeben Soziale Kontakte und soziale Anerkennung Wertschätzung Orientierung am Lebenszyklus Vermeidung von kalendarischer Zuordnung, Altersdiskriminierung und negativen Altersbildern Abschlusspräsentation QR GeKo VAk Okt

29 Aufgabengestaltung Ganzheitlich Komplex Anspruchsvoll Sinnvoll Tätigkeitswechsel Möglichkeit der Selbstregulation Möglichkeit der Selektion (Aufgaben wählen können) Aufgabenoptimierung (Konzentration auf bestimmte Aufgaben) Kein Zeitdruck Abschlusspräsentation QR GeKo VAk Okt

30 Schnittstelle „Diversity“ Abschlusspräsentation QR GeKo VAk Okt

31 Betriebliches Gesundheitsmanagement BEM Arbeits- Schutz Alter Persönlich keits- Merkmale Lebens- Situation ??? Ressour cen GenderStatusKultur Art und Grad der Behin- derung Abschlusspräsentation QR GeKo VAk Okt

32 Abschlusspräsentation QR GeKo VAk Okt Gender Status Ressourcen ??? Persönlichkeits Merkmale Lebens- Situation Art /Grad der Behinderung Kultur Was sollte Ihnen als Führungskraft zu denken geben ?... wenn sich Mitarbeiter nicht trauen, sich zu ihrer sexuellen Identität zu bekennen... wenn Mitarbeiter für die gleiche Arbeit unterschiedliche Entlohnung erhalten... wenn Sie von der Heirat eines Mitarbeiters in der Zeitung erfahren... wenn sich Mitarbeiter über längere Zeit auffällig (auch auffällig unauffällig) verhalten... wenn Sie Mitarbeiter mit Behinderungen am liebsten „wegloben“ würden... wenn Sie froh sind, dass Sie keine Kopftuch tragenden Mitarbeiterinnen haben... wenn der Krankenstand auffallend hoch ist... wenn Sie keine Ahnung von den Hobbys Ihrer Mitarbeiter haben

33 Abschlusspräsentation QR GeKo VAk Okt

34 Abschlusspräsentation QR GeKo VAk Okt Erfolgskriterien aus der Praxis: Betriebliche Gesundheitsförderung ist eine Führungsaufgabe ist eine Teamaufgabe geht ressourcenorientiert vor ist eine partizipative Maßnahme

35 Abschlusspräsentation QR GeKo VAk Okt Wie finden Sie heraus, was Ihre Mitarbeiter brauchen? Sie können... b)... eine Mitarbeiterbefragung machen c)... eine Mitarbeiter-“Aufstellung“ machen d)... Einzelgespräche mit Mitarbeitern führen a)... sich selbst befragen (s. Checkliste für Führungskräfte)

36 Abschlusspräsentation QR GeKo VAk Okt Aber bitte nicht so:

37 Abschlusspräsentation QR GeKo VAk Okt Wie gehen Sie als Führungskraft mit sich selbst um?

38 Abschlusspräsentation QR GeKo VAk Okt Checkliste „Gesundheit“ für Führungskräfte Leben Sie gesund? (Essen, Trinken, Bewegung, soziale Kontakte, Urlaub) Gehen Sie achtsam mit sich selbst um ? (Pausen, Vorsorgeuntersuchungen, Trennung von Beruflichem und Privatem, Zeitmanagement) Sind Sie Realist? (Kennen Sie Ihre eigenen Fähigkeiten und Grenzen?) Sind Sie ein gutes Vorbild für Ihre Mitarbeiter? Verfügen Sie über Fähigkeiten, die Sie gerne ausbauen würden? Erkennen Sie bei Ihren Mitarbeitern das „Gute im Schlechten“? Können Sie sich Unterstützung holen? Wird in Ihrem Betrieb gerne gefeiert? Haben Sie Vertrauen zu Ihren Mitarbeitern? Wissen Ihre Mitarbeiter, dass Sie Vertrauen zu ihnen haben? Haben Sie Spaß an Improvisationen aller Art? Gibt es in Ihrer Organisation ein Wertesystem, dem sich alle verpflichtet fühlen? Kommt Ihnen ein „Danke“ leichter über die Lippen als ein Lob? Kennen Sie die Hobbys Ihrer Mitarbeiter? Sorgen Sie dafür, dass Ihr Betrieb eine mobbingfreie Zone ist? Wissen Sie, welche Ihrer Mitarbeiter am ehesten Ihre Unterstützung brauchen? Können Sie über sich selbst lachen?

39 Abschlusspräsentation QR GeKo VAk Okt Werkzeuge für ein demographiefestes Unternehmen

40 Abschlusspräsentation QR GeKo VAk Okt

41 Herausforderung für die öffentliche Verwaltung Förderung einer alternsgerechten Arbeitskultur Sicherung qualifizierter Nachwuchskräfte Sicherung und Förderung der Arbeits- und Beschäftigungs- fähigkeit Abschlusspräsentation QR GeKo VAk Okt

42 Abschlusspräsentation QR GeKo VAk Okt Eine demographiefeste Verwaltung Was braucht es dazu?

43 Der Weg zu einer demographiefesten Verwaltung braucht einen Plan und Menschen, denen das Thema wichtig und „teuer“ ist ! eine Steuerungsgruppe mit einem Auftrag Kenntnisse über geeignete Konzepte und Instrumente frühzeitige Einbindung und Sensibilisierung der Beschäftigten ggf. externe Unterstützer und einen langen Atem Abschlusspräsentation QR GeKo VAk Okt

44 Möglichkeiten der Einflussnahme: Arbeitsanforderungen Arbeitsorganisation Arbeitsumgebung, Arbeitsplatz, Arbeitsmittel Führungsverhalten Gesundheits- förderliches Verhalten Arbeitsklima Abschlusspräsentation QR GeKo VAk Okt

45 Was sind alternsgerechte Arbeitsbedingungen ? technisch sicher ergonomisch lernförderlich bieten persönliche Entwicklungsmöglichkeiten Routine, Motorik, Kreativität werden angemessen gefordert materielle und immaterielle Einflüsse sind vorhersehbar und beeinflussbar und werden als gerecht empfunden die Arbeit wird als sinnvoll gesehen und wertschöpfend es herrscht ein vertrauensvolles betriebliches Klima Abschlusspräsentation QR GeKo VAk Okt

46 Die alternsgerechte Arbeitsgestaltung sorgt für die richtige Passung zwischen den individuellen Potenzialen und Bedürfnissen der Beschäftigten und den aktuellen Arbeitsanforderungen ( inqa.de: Aller guten Dinge sind drei! ; S. 17) Abschlusspräsentation QR GeKo VAk Okt

47 Handlungsfelder zur Gestaltung alternsgerechter Arbeitsbedingungen Abschlusspräsentation QR GeKo VAk Okt Arbeitszeitgestaltung Pausengestaltung Gesundheitsförderung Unternehmenskultur Arbeitsorganisation Arbeitsplatzgestaltung Gestaltung alternsgerechter Arbeitsbedingungen neue Einsatzfelder für Ältere Personaleinsatz/ Personalentwicklung

48 Verhältnis- und verhaltensorientierte Ansätze: Gesundheits- gefährdende Arbeitsbedingungen und Belastungen vermeiden Kraftquellen schaffen und erhalten Abschlusspräsentation QR GeKo VAk Okt

49 1. Schritt: Handlungsfeld Führung und Unternehmenskultur Die Gesundheit ist ein Unternehmensziel und es wird in gesundheitserhaltende und -förderliche Maßnahmen investiert. Nichts wirkt so positiv auf Erhalt und Verbesserung von Gesundheit und Leistungsfähigkeit -gerade auf ältere Beschäftigte- wie gutes Führungsverhalten ! Ilmarinen / Tempel; 2001 s. Anhang) Abschlusspräsentation QR GeKo VAk Okt

50 Unterstützung, Beratung und Qualifizierung der Führungskräfte in ihren Rollen als : als Führungskraft als Manager als Vorbild als Hüter der eigenen Gesundheit Abschlusspräsentation QR GeKo VAk Okt

51 und vor allem Sensibilisierung und Qualifizierung im Umgang mit älteren Mitarbeitern schulen ! Abschlusspräsentation QR GeKo VAk Okt

52 Was unterstützt die Führungskraft? z.B. Informationen/ Schulungen 1.über bestehende Angebote und Kooperationspartner 2.Finanzierungs-möglichkeiten Aufbereitete Zahlen und Fakten Unterstützung bei der Planung und Reflexion eigener Ziele Abschlusspräsentation QR GeKo VAk Okt

53 Beispiele: Checkliste zur Gestaltung alternsgerechter Arbeitsbedingungen: erster Überblick (Selbsteinschätzung) kann auch für Workshops zur Stärken-Schwächen-Analyse eingesetzt werden ( Quelle: LagO) Abschlusspräsentation QR GeKo VAk Okt

54 Arbeitsplatzbeobachtung 55+: zur Einschätzung alterskritischer Arbeitsbedingungen Sensibilisierung für eine altersgerechte Arbeitsgestaltung ( Quelle: LagO) Abschlusspräsentation QR GeKo VAk Okt

55 Maßnahmenkatalog zur altersgerechten Anpassung von Arbeitsplatz und Arbeitsumgebung (Zusammenstellung nach Ilmarinen/ Tempel 2002) Work Ability Index (WAI)-Fragebogen (Quelle: WAI-Netzwerk, Abschlusspräsentation QR GeKo VAk Okt

56 Perspektivengespräch mit älteren Beschäftigten eine Variante der Mitarbeitergespräche Focus auf arbeitsbiografische Perspektive und die gegenwärtige Arbeitssituation älterer Beschäftigte im Vordergrund Planung des Berufsaustritts (www.lagO-projekt.de) Abschlusspräsentation QR GeKo VAk Okt

57 Lebenslanges Lernen ermöglichen Spielräume und Ruhe beim Lernen geben Lerntempo selbst bestimmen lassen erfahrungsbezogenes, arbeitsnahes Lernen ermöglichen viel Anerkennung und Feedback geben alter(n)gerechte Fortbildungen/ Qualifizierungen unterstützen „LernTandems “ bilden Abschlusspräsentation QR GeKo VAk Okt

58 Physische und psychische Gesundheit Physische und mentale Fitnessprogramme (z.B. Neurobics, Teilnahme an Stressbewältigungsprogrammen befördern Aufklärung zu Alterungsprozessen und präventiven Aktivitäten in kleinen Gesundheitsworkshops oder Gesundheitstagen regelmäßige Angebote durch betriebsärztliche Untersuchungen kollegiale Beratung / Supervision Enttabuisierung emotionaler/ psychischer Erkrankungen Aufnehmen der psychischen Belastungen in die Gefährdungsbeurteilung auf Regeneration achten ( z.B. Micro-Pausen) Abschlusspräsentation QR GeKo VAk Okt

59 Hilfen für den Demographie- Check : Wie fit sind wir ? Abschlusspräsentation QR GeKo VAk Okt

60 Ziel: Arbeiten, leben und gesund bleiben in einer alternsgerechten Arbeitskultur ! Abschlusspräsentation QR GeKo VAk Okt

61 Ausblick (? ? ?) Abschlusspräsentation QR GeKo VAk Okt

62 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit ! Abschlusspräsentation QR GeKo VAk Okt

63 Quellen Menschen in altersgerechter Arbeitskultur, MiaA, Institut für gesundheitliche Prävention, Wissenschaftliche Tagung zum Thema Demographie vom in Berlin (Kneipp-Bund e. V.), (Prof. Ducki, Prof. Tielsch) Folie 20


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