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VIA-Elterntraining Inhalt  Besprechung der Hausaufgabe  „Du machst mich wütend“ – Umgang mit Wutanfällen und Aggression 1.

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1 VIA-Elterntraining Inhalt  Besprechung der Hausaufgabe  „Du machst mich wütend“ – Umgang mit Wutanfällen und Aggression 1

2 Besprechung der Hausaufgabe 2

3 Was ist Aggression? Beispiele  Ben: Ben macht sich auf dem Pausenhof über Dennis lustig. Er kocht vor Wut und beschimpft Dennis. Ben kann sich nicht beherrschen und wieder ist er in eine Schlägerei verwickelt.  Justus: Justus entreißt Peter ein Spielzeug. Peter weint, Justus wendet sich ab und fängt zu spielen an.  Kevin: Kevins Mutter fordert ihren Sohn auf, das Zimmer aufzuräumen. Er sagt: „Blödes Aufräumen“ und hört einfach weiter Musik.  Dennis: Dennis nimmt Paul mit seinem Handy in einer peinlichen Situation auf und zeigt es seinen Freunden in der Pause. 3

4 4 Aggressives Verhalten hat viele Ausdrucksformen: Heiße Aggression impulsiv-aggressiv (Ben)  Aggression tritt plötzlich auf  Nicht zielgerichtet  Oft hohe Erregung  Wut meist deutlich erkennbar  Kaum Selbstkontrolle  Auslöser: Ärger, Angst  Später: Meist Schuldgefühle, schlechtes Gewissen Ziel/Nutzen? kurzfristig  Negative Gefühle verschwinden langfristig  Ablehnung  Negative Beziehungsmuster  Kind wird ausgeschlossen

5 5 Aggressives Verhalten hat viele Ausdrucksformen: Kalte Aggression instrumentell-aggressiv (Kevin, Justus, Dennis)  Zielgerichtet  Keine oder niedrige Erregung  Keine oder geringe emotionale Beteiligung  Auslöser: Kaum Hinweise auf frustrierendes Ereignis  Später: Kein oder wenig Schuldgefühl Ziel/Nutzen? kurzfristig  Kevin macht nur das, wozu er Lust hat. Er bekommt Aufmerksamkeit und kann sich gegenüber der Mutter behaupten.  Justus ist der Gewinner.  Dennis sorgt für Aktion, ist der Mittelpunkt und produziert sich. langfristig  Alle lernen, dass es „sinnvoll“ ist, sich so zu verhalten.

6 Was ist Aggression? Noch ein Beispiel  Marco: Tim steht neben Marco auf dem Pausenhof und verzieht grimmig sein Gesicht. Marco befürchtet, dass Tim ihn gleich wieder provozieren wird, äußert einen abfälligen Spruch und rempelt Tim im Vorbeigehen an. Tim rempelt nun Marco, worauf Marco mit der Schlägerei erst richtig loslegt und sich kaum beruhigen kann. Was meinen Sie? Um welche Form der Aggression könnte es sich hierbei handeln? 6

7 7 Umgang mit impulsiv-aggressiven Kindern: Wann kann man Streit vermeiden? Grad der Erregung 100 eingeschränktes Denkvermögen, heftige, undifferenzierte Reaktionen sichtbare Erregung: Das Verhalten ist aber noch zu beeinflussen überlegtes, gezieltes Handeln 0 Situation verlassen/ Auszeit Problemlösung möglich

8 Selbstbeobachtung-Fremdbeobachtung Umgang mit der eigenen Wut und der Wut des Kindes  Was sind Ihre körperlichen Signale, wenn Sie wütend werden?  Was bringt Sie weg von der Wut?  Welche Gedanken können hilfreich sein?  Was sind typische Wutsignale Ihres Kindes?  Was hilft dem Kind?  Welche Sätze sind hilfreich und können die Wut verringern? 8

9 9 Auswirkungen von hoher Erregung auf Erleben und Verhalten  Die aktuelle Situation wird unzureichend analysiert (Reizselektion, emotionale Lupe, Fehlzuschreibungen).  Unkontrollierte Reaktionen  an die Folgen wird nicht gedacht  Hohe Erregung  eingeschränkte Handlungskompetenz  Hohe Erregung  Erregung anderer (Gefahr der Eskalation)  Hohe Erregung  unangenehme Gefühle (z. B. Angst) werden „weggespült“ (kurzfristige Erleichterung)

10 10 Typische Schwierigkeiten von Kindern, die häufig impulsiv und aggressiv reagieren ProblemMaßnahmen Das Kind macht Fehlzuschreibungen. Helfen Sie dem Kind, die Situation richtig zu verstehen: „Erzähl mir die Situation noch einmal ganz genau.“ Aggressionsmindernde Erklärungen: „Das war ein Versehen...“ Das Kind zeigt eine eingeschränkte Sichtweise. Stellen Sie Was-, Wie-, Wann-, Wo-Fragen, anstatt Warum-Fragen. Verwendung Sie Ich-Botschaften (zeigt die Betroffenheit ohne Vorwurf). Gehen Sie auf die Gefühle des Kindes ein. Das Kind hat eine fehlende Selbstkontrolle. Genehmigen Sie dem Kind, sich kontrolliert auszuagieren oder sich abzulenken. Üben Sie neue Strategien mit dem Kind. Das Kind fühlt sich häufig nicht verstanden. Gehen Sie auf die Gefühle des Kindes ein. Fragen Sie nach, wie es Ihrem Kind geht. Unterstützen Sie das Kind bei der „Wahrung des Gesichts“. Das Kind beherrscht wenig Handlungs- alternativen. Bieten Sie dem Kind Ihre Hilfe an. Leiten Sie das Kind zu alternativem Verhalten an. Schlagen Sie Kompromisse vor.

11 11 Effektive Strategien, um mit impulsiv- aggressiven Kindern umzugehen  Denken Sie daran: Eine direkte Intervention ist nur bei niedriger und mittlerer Erregung sinnvoll.  Beobachten Sie Ihr Kind genau. Achten Sie dabei auch auf (körperliche) Signale von Ärger.  Zeigen Sie Ihrem Kind beruhigende Signale und vermeiden Sie zusätzliche Provokationen:  Reduzieren Sie die Menge der Reize (z. B. Wegschicken von Zuschauern, Wechseln des Orts).  Vermeiden Sie Provokationen, Abwertungen und Drohungen.  Behalten Sie einen kühlen Kopf und gehen Sie geplant vor (z. B. durch eine vorbesprochene Auszeit).

12 12 Effektive Strategien, um impulsiv-aggressives Verhalten zu reduzieren Niedrige bis mittlere Erregung Grundstrategien:  Helfen Sie dem Kind, sich zu beruhigen (z. B. durch Entspannung)  Versuchen Sie, Ihr Kind zu verstehen und regen Sie ihr Kind dazu an, eigene Gedanken und Gefühle zu formulieren.  Fördern Sie die Kommunikation, indem Sie Ihrem Kind Wertschätzung und Verständnis entgegenbringen.  Aber: Vermeiden Sie Kommunikationskiller!

13 13 Floskelhafte Äußerungen:  Jetzt ärgere dich doch nicht so!  Stell dich nicht immer so an mit deinen Hausaufgaben! Verurteilen/Moralisieren:  Du hörst jetzt sofort mit dem Streiten auf!  Du benimmst dich mal wieder total daneben!  So benimmt man sich wirklich nicht! Deine Schwester macht das doch auch nie!  Immer benimmst du dich wie ein Kleinkind! Nehmen Sie Ihr Kind ernst!  Kann es sein, dass du dich ungerecht behandelt fühlst?  Die Mathehausaufgabe ist wirklich schwer... Grundprinzip: Eingehen auf Gefühle/Interesse zeigen  „Ich glaube, ich verstehe, was in dir vorgeht, ich kann aber nicht zulassen, dass du jemandem weh tust.“  „Erzähl doch mal. Was ist passiert?“ KommunikationskillerAlternativen

14 14 Grundregeln für den Umgang mit hoch erregten Kindern  Denken Sie daran: Direkte Intervention ist nur bei niedriger und mittlerer Erregung sinnvoll.  Beobachten Sie Ihr Kind genau / achten Sie auf Körpersignale.  Bieten Sie beruhigende Signale an / vermeiden Sie Provokationen.  Menge an Reizen reduzieren (Zuschauer wegschicken, Ort wechseln)  Provokationen, Abwertungen und Drohungen vermeiden (dadurch Vermeidung von Eskalation)  Bei hoher Erregung: Vermeiden Sie Verletzungen und Sachschaden.  Gehen Sie geplant vor (z. B. durch den Einsatz einer Auszeit).

15 15 Was bedeutet Auszeit?  Erklären, warum die Auszeit eingeführt wird  Problemverhalten genau beschreiben und Auszeitregeln definieren (Festlegung einer Mindestzeit) Problemverhalten tritt auf:  Regel/Aufforderung ruhig und bestimmt wiederholen  Bei Nichteinhaltung: Auszeit ankündigen und durchführen (Auszeitstuhl, Zimmer)  Während der Auszeit: Kein Schimpfen, keine Diskussion  Auszeit beenden (Mindestzeit wurde eingehalten)  Kind loben, wenn es die Auszeit-Bedingungen eingehalten hat

16 16 Auszeit ist eine anspruchsvolle Methode  Führen Sie die Auszeit nur ein, wenn Sie bereit sind, diese Methode konsequent umzusetzen.  Nicht die Länge der vorab definierten Auszeit ist entscheidend für den Erfolg, sondern Ihre konsequente Haltung.  Wenn das Kind sich nicht an die Auszeit hält, müssen vorab festgesetzte Vereinbarungen durchgeführt werden.  Ziel ist: Erlernen von Selbstkontrolle  Wichtiges Prinzip auch hier: Loben!

17 17 Effektive Strategien, um instrumentell- aggressives Verhalten zu reduzieren 1. Erfolgserlebnisse reduzieren Grundstrategien:  Nehmen Sie Ihrem Kind das Triumphgefühl, indem Sie gelassen reagieren.  Belohnen Sie denjenigen, der durch das Verhalten Ihres Kindes geschädigt wurde.  Schenken Sie Ihrem Kind keine Zeit oder Aufmerksamkeit, wenn es problematisches Verhalten zeigt (z. B. durch Ignorieren).

18 18 Effektive Strategien, um instrumentell- aggressives Verhalten zu reduzieren 2. Erwünschtes Verhalten fördern Grundstrategien:  Schenken Sie Ihrem Kind Anerkennung für erwünschtes Verhalten.  Loben Sie Ihr Kind für erwünschtes Verhalten.  Belohnen Sie Ihr Kind für erwünschtes Verhalten.

19 19 3. Strafreize setzen  Setzen Sie die angekündigte Strafe/Wiedergutmachung unmittelbar um (ein Strafreiz ist umso wirkungsvoller, je näher (zeitlich) er zum Problemverhalten ist). Negatives Beispiel: Kai stört im Unterricht. Die Mitschüler lachen. Der Matheunterricht wird unterbrochen. Kai erhält eine Strafarbeit. Die Strafarbeit ist in der Situation wenig wirkungsvoll, da die Anerkennung der Mitschüler weitaus attraktiver und belohnender für Kai ist.  Denken Sie daran: Eine ausbleibende Strafe (wenn sie erwartet wurde) kann verstärkend wirken, da sie dazu verleitet, die Erziehungskompetenz der Eltern anzuzweifeln. Effektive Strategien, um instrumentell- aggressives Verhalten zu reduzieren

20 20 Hausaufgabe  Besprechen Sie mit Ihrer Familie eine konkrete, häufig vorkommende Konfliktsituation.  Äußern Sie deutlich, dass Sie unzufrieden mit dem oft unglücklichen Ausgang solcher Streitsituationen sind.  Fragen Sie alle Beteiligten nach Lösungsvorschlägen.  Führen Sie die Auszeit als Strategie ein (alternativ: Freiwillige Auszeit).

21 21 Alles Gute für Sie und Ihr Kind!


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