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Kritik an Steueroasen und Steuerwettbewerb

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Präsentation zum Thema: "Kritik an Steueroasen und Steuerwettbewerb"—  Präsentation transkript:

1 Kritik an Steueroasen und Steuerwettbewerb
Begrüßung und Vorstellung

2 Steuerwettbewerb Wettbewerb der Staaten um Investoren und Steuerquellen mit Hilfe des Steuerrechts Unter dem Begriff Steuerwettbewerb versteht man den Wettbewerb der Staaten um Investoren und Steuerquellen mit Hilfe des Steuerrechts. Er ergibt sich daraus, dass Steuern in verschiedenen Staaten in unterschiedlicher Höhe anfallen

3 Steuern im Wettbewerb Unternehmenssteuern Einkommenssteuer
Es stehen hauptsächlich Ertragssteuersätze im Wettbewerb zueinander, das heißt Steuern auf einen Zufluss von Geld oder geldwerten Gütern die für eine bestimmte Periode erhoben werden. Besonders betroffen sind Unternehmenssteuern, die durch ihre stetigen Senkungen den Steuerwettbewerb ankurbeln. Darunter fallen unter anderem die Einkommenssteuer, sowie die Körperschaftssteuer. Einkommenssteuer Lohnsteuer Körperschaftssteuer

4 Entstehung des Steuerwettbewerbs
Anlocken von Investoren Anlocken von Unternehmen Konkurrenzkampf Politischer Druck Für einen Staat besteht das Grundprinzip des Steuerwettbewerbs darin, Unternehmen und Investoren ins eigene Land zu locken. Dies hat eine Erhöhung der Investitionen und damit auch eine Steigerung der gesamtwirtschaftlichen Leistung in diesem Land zur Folge. Der Wettlauf um geringe Gewinnsteuern übt somit enormen Druck auf politische Entscheidungsträger eines Staates aus, das Steuerniveau so gering wie möglich zu halten, um mit anderen Ländern konkurrieren zu können

5 Negative Auswirkungen
Steuerdumping Kapitalflucht Einnahmeausfällen in Staaten Niedrige Steuerniveaus veranlassen Investoren, besonders UnternehmerInnen, ihren Unternehmenssitz in diese Länder zu verlagern und dort zu investieren. In Folge werden dadurch unter anderem Arbeitsplätze geschaffen und die Steuereinnahmen des Staates sowie die Gesamtwirtschaftsleistung steigen. Negative Auswirkungen die der Steuerwettbewerb mit sich bringt, sind zum Beispiel Steuerdumping, Kapitalflucht oder Einnahmenausfälle in anderen Ländern. Um diesem Problem entgegenzuwirken, werden zahlreiche Methoden zur Eindämmung des Steuerwettbewerbs entwickelt.

6 Extremform des Steuerwettbewerbs
Steueroasen Extremform des Steuerwettbewerbs Steueroasen stellen eine Extremform des zwischenstaatlichen Steuerwettbewerbs dar. Die Existenz beider Phänomene verursacht Ungerechtigkeit in der Steuerpolitik auf nationaler sowie auch auf internationaler Ebene. Beide tragen dazu bei finanziell Leistungsfähigen zahlreiche Möglichkeiten zur Steuerflucht zu bieten. Als Steueroasen oder auch Offshore-Zonen, werden Länder oder Gebiete ohne Besteuerung oder mit sehr niedrigen Steuersätzen bezeichnet. Um als Steueroase zu gelten, müssen Staaten laut OECD mindestens eines der folgenden Kriterien erfüllen: mangelnde Transparenz, worunter beispielsweise ein strenges Bankgeheimnis fällt; mangelnde Kooperation mit anderen Staaten oder Steuerbefreiung insbesondere für juristische oder natürliche Personen, die keine „substanziellen Aktivitäten“ in diesem Land tätigen. Außerdem weisen Steueroasen oft eine wesentlich höhere Anzahl von Firmen und Fonds pro Kopf der Bevölkerung auf als andere Staaten

7 Die Welt der Steueroasen
Da der Begriffe Steueroase nicht eindeutig definierbar ist, kann keine exakte Aufzählung vorgenommen werden. Laut OECD und „Steueroasen Ausgabe 2012“ von Hans-Lothar Merten, zählen Andorra, Bahamas, Britische Jungferninseln, Kanalinseln, Isle of Man, Lichtenstein, Monaco, Malediven, Schweiz, Zypern, Shanghai, Seychellen und Malta unter anderem zu den bekanntesten Steueroasen . , Fast immer handelt es sich dabei um kleine Länder, welche versuchen ihre Wettbewerbsnachteile durch ein steuerlich günstiges Umfeld auszugleichen. Insgesamt befinden sich in den 80 von der OECD aufgelisteten Steueroasen rund 60 Millionen Einwohner, 3,5 Millionen Briefkastenfirmen sowie tausende Briefkastenbanken und Versicherer.

8 OECD Listen Weiße Liste Graue Liste
Umsetzung der internationalen Steuerstandards weitgehend erfüllt Graue Liste Akzeptanz der internationalen Steuerstandards, jedoch keine Umsetzung

9 Multinationale Konzerne Vermögende Privatpersonen
Nutzung Multinationale Konzerne & Vermögende Privatpersonen

10 Steuerhinterziehung – Steuervermeidung
Illegale Manipulation von Informationen Steuervermeidung Legale Steuerersparnis Während Steuerhinterziehung in allen rechtsstaatlichen Ländern eine illegale Manipulation von Informationen seitens der Steuerzahler darstellt mit dem Ziel die Steuerbehörden zu täuschen und dadurch eine Verringerung der festgelegten Steuerlast zu erreichen, ist Steuervermeidung eine rechtlich zulässige Methode der Steuerabwehr. Dabei werden bewusst Maßnahmen getroffen, die nicht strafbar sind, um die Besteuerung zu umgehen wie beispielsweise die Gründung einer Tochtergesellschaft in einem niedrigsteuerland welche auf wirtschaftliche Gründe zurückzuführen ist. Besonders reiche Privatpersonen und multinationale Unternehmen greifen auf diese Strategien zurück.

11 Gefährdung der Steuergerechtigkeit
Steueroasen Gefährdung der Steuergerechtigkeit Steueroasen: Umverteilung von unten nach oben Steueroasen: Gefährdung der Steuergerechtigkeit Steueroasen: Gefährdung der Demokratie Steueroasen: Enorme Verlagerung der Steuerlast Steueroasen: Willkommen in der Welt ohne Regeln!

12 Forschungsfrage „Welche negativen Auswirkungen haben Steueroasen? Im Speziellen: Wer sind die Verlierer, wer die Gewinner und welche Möglichkeiten zur Eindämmung, der durch Steueroasen verursachten Schäden, sind denkbar?“ Im Zuge meines Maturaprojektes habe ich folgende Forschungsfrage bearbeitet: „Welche negativen Auswirkungen haben Steueroasen? Im Speziellen: Wer sind die Verlierer, wer die Gewinner und welche Möglichkeiten zur Eindämmung, der durch Steueroasen verursachten Schäden, sind denkbar?“

13 Charakteristika Steueroase
Staaten oder Gebiete  Niedrige Vermögens- und Einkommenssteuer Rechtssicherheit Bankgeheimnis Als Steueroasen werden Staaten oder Gebiete bezeichnet, die keine oder besonders niedrige Steuern auf Einkommen oder Vermögen erheben und so für Kapital aus Ländern mit höheren Steuersätzen attraktiv sind. Wichtig für eine Steueroase ist Rechtssicherheit und die politische Stabilität, durch die die Sicherheit des angelegten Kapitals gewährleistet wird das heißt zum Beispiel eine effiziente Verwaltungsstruktur, aber auch ein Bankgeheimnis kann Bestandteil der Rechtslage sein. Steueroasen sind zudem in den meisten Fällen kleine Länder, die im Verhältnis zu den dort stattfindenden finanziellen Transaktionen und dem vorhandenen Kapital eine geringe Wirtschaftsaktivität aufweisen und über eine wenig regulierte Wirtschaftspolitik verfügen. Auch die minimale Finanzmarktaufsicht ist eine wichtige Charakteristika für Steueroasen, das bedeutet der Finanzmarkt ist kaum kontrolliert. Minimale Finanzmarktaufsicht 

14 Gelder in Steueroasen Gewinnsteuer Spekulationsgelder
Gelder aus organisierten Verbrechen Schwarzgeld Korruptionsgeld Privatpersonen nutzen oft die Möglichkeit viel Privatvermögen in Steueroasen zu verlagern, aber auch was international tätige Konzerne betrifft gilt ein ähnliches Prinzip: Sie versuchen Kosten in Hochsteuerländern und Gewinne in Niedrigsteuerländern anfallen zu lassen. Zu den Steuern, die man mittels Steueroasen zu vermeiden versucht, zählen die verschiedensten Formen der Einkommenssteuer, sowie jegliche Gewinnsteuern. Natürlich handelt es sich dabei auch um Gelder, die durch Spekulationen gewonnen werden, unter anderem aber auch Schwarzgeld, Korruptionsgeld und zu einem kleinen Teil auch um Gelder für organisiertes Verbrechen oder Terrorismus. Einkommenssteuer= Steuern auf Einkommen natürlicher Personen Körperschaftssteuer= Steuern auf Einkommen von Kapitalgesellschaften

15 Steuervermeidung Steueroasen bieten jede erdenkliche Möglichkeit zur Steuervermeidung, angefangen vom Konto für Privatanleger über die Einrichtung von Briefkastenfirmen bis zur eigenen Bank, die nicht unbedingt viel mehr als einen Briefkasten braucht, an. Auch private Anleger nützen dieses Service und profitieren zusehends von den Angeboten der Steueroasen

16 Steuervermeidung durch Konzerne
Tax Justice Network Studie 2012 „ Über die Hälfte des Welthandels wird über Steuer- und Verdunkelungsoasen abgewickelt. “ Fremdfinanzierungs-methode Transferpreis- methode Privatpersonen Zu einem Großteil passiert Steuervermeidung durch Konzerne. Um mit den anderen Unternehmen konkurrieren zu können , sehen sich Konzerne gezwungen ihre Steuerzahlungen zu »optimieren«. Auf Grund der Globalisierung haben multinationale Unternehmen auch immer mehr Möglichkeiten zur Steuergestaltung und versuchen möglichst hohe Gewinne in Ländern mit niedrigen Steuern anfallen zu lassen. So wird auch, laut Tax Justice Network, einer internationalen NGO, die sich für eine progressive Verteilung der Steuerlast und für Transparenz auf den internationalen Finanzmärkten einsetzt, über die Hälfte des Welthandels wird über Steuer- und Verdunkelungsoasen abgewickelt. Zu den, von multinationalen Konzernen, am häufigsten getätigten Strategien zählen die Transferpreismethode sowie die Fremdfinanzierungsmethode.

17 Fremdfinanzierungsmethode
Finanzierungstochter Luxemburg Steuervermeidung durch Konzerne Muttergesellschaft Honduras Fremdfinanzierungs-methode Zinsen Gewinn steigt Transferpreis- methode Gewinn sinkt Privatpersonen Das Grundprinzip der Fremdfinanzierungsmethode besteht darin, Schuldzinsen teilweise oder voll vom zu versteuernden Gewinn abzuziehen. Hierbei werden Unternehmen in Hochsteuerländern mit niedrigem Eigenkapital ausgestattet. Dadurch muss Fremdkapital aufgenommen werden, welches von Tochtergesellschaften in Niedrigsteuerländern bezogen wird. Die hierbei entstehenden Kosten fallen somit im Hochsteuerland an und vermindern auf diese Weise die Gewinne im Hochsteuerland und erhöhen über die Zinserträge gleichzeitig die Gewinne der Tochterunternehmen. Sieht man sich dies anhand eines Beispiels ein, so sieht dies folgendermaßen aus: Ein multinationales Unternehmen wickelt beispielsweise die Einkäufe von den Cayman Islands ab, die Finanzierung des Geschäfts erfolgt über Luxemburg, der Markenname ist in Irland registriert, das Transportunternehmen hat seinen Sitz auf der Isle of Man, die Geschäftsführung des Unternehmens sitzt auf Jersey und die Versicherungstochter auf den Bermudas. Um das Geschäft abzuwickeln, wird das Unternehmen in Honduras, im Hochsteuerland, unterkapitalisiert, das heißt mit wenig Eigenkapital ausgestattet. Folglich leiht die Finanzierungstochter in Luxemburg dem Tochterunternehmen in Honduras Geld und verlangt dafür Zinsen. Somit entstehen für das Unternehmen in Luxemburg Zinserträge und die Kosten, das heißt die Zinsaufwände fallen für das Unternehmen in Honduras an. Auf diese Weise sinkt der Gewinn in Honduras während er gleichzeitg in Luxemburg steigt und man so eine hohe Steuerrechnung in Honduras verschwinden lassen hat, das bedeutet, das Kapital in eine Steueroase verschoben hat.

18 Transferpreismethode
Steuervermeidung durch Konzerne Fremdvergleichsprinzip Fremdfinanzierungs-methode Transferpreis- methode Privatpersonen Diese Methode der Steuerhinterziehung basiert auf internen Verrechnungspreisen zwischen Mutter- und Tochterkonzernen in verschiedenen Ländern. Die Strategie zählt zu den einfachsten, jedoch auch zu den am schwersten aufzudeckenden Tricks Steuern zu sparen. Hierbei werden die Verrechnungspreise so manipuliert, dass für die Muttergesellschaft im Hochsteuerland hohe Kosten entstehen, und die Gewinne, die im Niedrigsteuerland anfallen dadurch umso größer sind. Dies kann auf folgende 2 Arten passieren: a) indem das Unternehmensteil im Hochsteuerland das Unternehmensteil im Niedrigsteuerland zu Billigpreisen beliefert b) indem das Unternehmensteil im Hochsteuerland Waren oder Dienstleistungen vom Unternehmensteil im Niedrigsteuerland zu überhöhten Preisen einkauft. Theoretisch gilt v. a. in Industrieländern das „Fremdvergleichsprinzip“, wonach interne Preise generell den Marktpreisen entsprechen sollten. Dieses wird jedoch umgangen, weil es schwer ist, bei wenig gehandelten Produkten Marktpreise zu bestimmen, und weil Firmen die Regelung über Lizenzen, Markenrechte und Zahlungen für geistiges Urheberrecht (z. B. bei Designprodukten) umgehen. Dadurch wurde es zum Beispiel möglich, dass US-Unternehmen Plastikeimer zu einem Stückpreis von 972 US-Dollar und Wischtücher aus Pakistan für je 154 US-Dollar kauften (ICFTU 2006) US-Unternehmen verkauften zum Beispiel auch Autoreifen nach Großbritannien für 11,74 US-Dollar je Stück, Videobildschirme nach Pakistan für 21,90 US-Dollar und Fertighäuser nach Trinidad à 1,20 US-Dollar (ICFTU 2006) Die OECD schätzt, dass über 60% des Welthandels innerhalb von Unternehmensgruppen stattfindet. Damit sind Transferpreise eher die Regel als die Ausnahme. 60 % des Welthandels innerhalb von Unternehmensgruppen

19 Steuervermeidung Privatpersonen
Steuervermeidung durch Konzerne Verlegung des Wohnsitzes Angebote von Banken Gründung von Stiftungen Fremdfinanzierungs-methode Transferpreis- methode Privatpersonen Die konsequenteste und beliebteste Art die meist von wohlhabenden Privatpersonen genutzt wird, ist die persönliche Flucht, das bedeutet die Verlegung des Wohnsitzes ins Ausland. Allerdings ist der Umzug nur für sehr wenige Superreiche lohnend. Da dies meist sehr aufwendig ist, wird weitaus häufiger nur das Kapital auf Reisen geschickt. Immer wieder bieten diverse Länder reichen Privatpersonen spezielle Angebote um steuerschonend Geld zu veranlagen. Information und Werbung dafür findet man bereits zahlreich im Internet. Steueroasen ziehen reiche Privatpersonen an, weil sie beispielsweise über ein strenges Bankgeheimnis verfügen und sich weigern, steuerliche Informationen mit den Heimatstaaten der ausländischen Kapitalanleger  auszutauschen   Die Gründung von Stiftungen oder Trusts ist zum Beispiel in der Schweiz oder in Lichtenstein für nur ein paar tausend Euro leicht möglich. An Standorten wie Panama ist dies noch wesentlich billiger machbar. Das bedeutet, es werden besondere Fonds oder andere spezielle Rechtskonstruktionen angeboten, in denen man sein Geld anlegen kann und die es den Eigentümern erlauben, anonym zu bleiben. Allerdings profitieren nur sehr vermögende Personen wirklich von der Existenz von Steueroasen.  So gibt auch der Vorstand für Steueroasen von ATTAC , einer internationalen Bewegung die sich unter anderem für Steuergerechtigkeit in der globalen Wirtschaft einsetzt, Gerhard Treiber Zahler an, dass erst ab schätzungsweise einer Million Euro Sinn macht sein Kapital in eine Steueroase zu verlagern, da damit natürlich auch Kosten verbunden sind, wie zum Beispiel Transaktionskosten, verschiedene Gebühren, Anwaltskosten, etc. Mindestkapital: 1 Million €

20 Privatvermögen in Steueroasen
Privatvermögen in Steueroasen: 11.5 Billionen US$ Steuerverluste 250 Milliarden US$ jährlich -Tax Justice Network Studie 2012 Steuervermeidung durch Konzerne Fremdfinanzierungs-methode Transferpreis- methode Privatpersonen Tax Justice Network schätzt das von reichen Privatpersonen im Offshore-Finanzsystem angelegte Privatvermögen auf etwa 11.5 Billionen US$, sprich 8,6 Billionen Euro. Die daraus resultierenden Steuerausfälle auf die Einkommen aus diesen Vermögen belaufen sich laut Schätzungen auf rund 250 Milliarden US$ jährlich

21 Privates Vermögen in Steueroasen
Steuervermeidung durch Konzerne Fremdfinanzierungs-methode Transferpreis- methode Privatpersonen Wie diese Grafik zeigt, zählt die Schweiz mit einem Anteil von 27 % den beliebtesten Anlageorten von Vermögen von Privatpersonen. Auch die Channel Islands, Groß Britanien, Isle of Man und Dublin zählen zu den attraktivsten Steuerparadiesen der Privatpersonen. Weiter wichtige Off-Shore Centrien sind Luxemburg, die Karibik, Panama, Hongkong, Singapur, Miami und New York. ( )

22 Auswirkungen durch Steueroasen
Steueroasen verursachen sowohl negative als auch positive Auswirkungen, je nachdem welche Bevölkerungsschicht und welches Land man betrachtet. Steueroasen erlauben es einem kleinen Teil der Bevölkerung weniger Steuern zu zahlen, verursachen aber auf der anderen Seite große Steuereinnahmenausfälle in anderen Ländern. Steuern sind allerdings die Grundlage für eine gute Regierungsführung und ein Schlüssel zum Wohlstand eines Staates.

23 Auswirkungen durch Steueroasen
Vermögen in Steueroasen 28 – 32 Billionen US $ -Tax Justice Network Studie 2012 In der Offshore Welt gibt es keine Regeln oder Gesetze, nach denen die Buchhaltung geführt werden muss das heißt es sind der Bilanzpolitik kaum Grenzen gesetzt. Man kann auf enifache Weise Steuern hinterziehen und Gewinne zu maximieren. Aus diesem Grund beläuft sich das Vermögen, das im Offshore-Finanzsystem angelegt und damit wirksamer Besteuerung entzogen wird, auf etwa ein Drittel des gesamten globalen Finanzvermögend Vermögens, das bedeutet 28 – 32 Billionen US $

24 Auswirkungen Hochsteuerländer
Unausgeglichener Staatshaushalt Umverteilung von unten nach oben Hochsteuerländer Steueroasen Spaßmaßnahmen Steuereinnahmen- ausfälle Entwicklungsländer Verteilungs- gerechtigkeit Staaten leiden sehr unter der Tatsache, dass Teile der Bevölkerung, darunter reiche Privatpersonen oder große Konzerne, die Möglichkeit nutzen ihr Vermögen schwarz in Steueroasen zu transferieren. Denn die Länder, denen dadurch große Beträge von Steuereinnahmen entgehen, werden immer abhängiger von fremder Hilfe. Das bedeutet einerseits, dass die Staatshaushalte immer höhere Defizite aufweisen und Kredite aufnehmen müssen. Die unausgeglichenen Staatsbudgets bedeuten aber andererseits auch wesentlich weniger Einnahmen für einen Staat, und folglich kommt es zu einem Mangel an Geld für Sozialleistungen, Infrastruktur, etc. Die durchaus am öftesten getätigte  Variante ist die Kürzung von Sozialabgaben und die gleichzeitige Erhöhung von Steuern mit dem Ziel die Defizite auszugleichen. Die Bevölkerung leidet schlussendlich am meisten unter den negativen Auswirkungen, die Steueroasen mit sich bringen. Großteils werden Einsparungen vorgenommen, die besonders untere soziale Schichten und arme Menschen in einem Land treffen. Auch die Mittelschicht in diesen Ländern leidet sehr unter der Tatsache, dass sich die Vermögenden den Steuerabgaben  entziehen, da nun sie, das heißt die, die nicht so leicht flüchten können, zur Kasse gebeten werden. Dies erfolgt beispielsweisedurch eine Erhöhung der Lohnsteuer. Die Bevölkerung wird mit einer Umverteilung von unten nach oben konfrontiert und leidet darunter, dass die soziale Gerechtigkeit durch die Existenz der Steueroasen auf sehr negative Weise beeinflusst

25 Griechenland Steuerflucht Griechische Redereien
Hochsteuerländer Steueroasen Entwicklungsländer Verteilungs- gerechtigkeit Steuerflucht Griechische Redereien Unversteuertes Vermögen in Schweiz: 286 Mrd. € Am Beispiel Griechenland kann man gut erkennen, dass Steuerflucht, Steuervermeidung bzw. – hinterziehung in den letzten Jahren eine große Rolle gespielt hat, und zur derzeitigen Situation zweifelslos maßgeblich beigetragen hat. Griechenland ist seit Jahrzehnten ein Land, wo Steuerflucht Gang und Gäbe ist und das Steuersystem nicht funktioniert.  Natürlich ist die Steuerflucht nicht allein der Grund für die derzeitige Situation des Landes, aber das Problem wäre wesentlich geringer, wenn besonders Unternehmen ihre Steuern korrekt abführen würden. Derzeit leisten Unternehmen kaum einen Beitrag, wie man gut am Beispiel der griechischen Reedereien erkennen kann, die alle ihren Firmensitz in anderen Ländern haben um der Steuerlast in Griechenland zu entkommen. Schweizer Medien schätzten die von Griechen auf Schweizer Konten verschobenen Summen sogar auf rund 286 Milliarden Euro.

26 Auswirkungen in Steueroasen
Hochsteuerländer Steueroasen Entwicklungsländer Verteilungs- gerechtigkeit Anziehung von Kapital Entstehung von Schulden Es ist wichtig zwischen Steueroasen zu unterscheiden, hinter denen sich Länder wie zum Beispiel die Schweiz verbergen, und Steuerparadiesen, die mit mehr negativen als positiven Auswirkungen zu kämpfen haben. Indem sie Kapital anzieht, profitiert sie von ihrem Status als Steueroase einerseits. Auf der anderen Seite kann ein niedriges Steuersubstrat auch zu hohen Schulden führen

27 Auswirkungen in Steueroasen
Hochsteuerländer Arabische Emirate Schweiz Steueroasen Entwicklungsländer Verteilungs- gerechtigkeit Niedriges Steuerniveau + Ausgeglichener Staatshauhalt Die Schweiz ist weltweit dafür bekannt, Privatvermögen oder Gewinne multinationaler Unternehmen gerne aufzunehmen und profitiert auf diese Weise vom Steueroasenstatus. Man findet geringe Abgabequoten vor und gleichzeitig aber auch einen durchaus guten Staatshaushalt. Das Beispiel der Schweiz zeigt besonders gut, dass obwohl sie eine Steueroase ist, sie über eine sehr gute Infrastruktur, zum Beispiel auch über die beste Eisenbahn der Welt, sowie ausreichend Geld für Sozialleistungen verfügt In Zug, einer kleinen Stadt in der Schweiz sind mehrere 1000 Firmen registriert – ohne jegliche negative Umwelteinflusse oder Lebensqualitätseinbußen, wie verstopfte Straßen oder verpestetes Wasser, feststellen zu müssen. Obwohl auf diese Weise nur wenige Arbeitsplätze entstehen und pro Unternehmen auch nur vergleichsweise geringe Steuereinnahmen anfallen, entstehen doch auf der anderen Seite dem Staat auch keine oder nur sehr geringe Kosten etwa für Infrastruktur oder Ausbildung der Mitarbeiter. Während die Schweiz vom Steueroasenstatus deutlich profitiert, haben die übrigen Staaten das Nachsehen, die fiskalisch immer öfter leer ausgehen Auch Dubai ist als Steuerparadies bekannt. In Dubai werden keine Steuern, weder Einkommenssteuer noch Körperschaftssteuer oder Unternehmenssteuern, eingehoben. Auf diese Weise werden Firmen angelockt Unternehmen in den Vereinigten Emiraten zu gründen und dort zu investieren. Es gibt nur einige wenige Ausnahmen für Unternehmen, die mit der Verarbeitung oder Förderung von Öl oder Gas Produkten beschäftigt sind. Diese Unternehmen genießen keine Steuerfreiheit. Dubai repräsentiert folglich ein Vorzeigebeispiel für Steueroasen, die hauptsächlich die positive Seite ausnutzen. Dubai verfügt über ein sehr niedriges Steuerniveau, hat aber trotzdem einen ausgeglichenen Staatshaushalt, welcher auf das hohe Erdölvorkommen zurückzuführen ist. Dies ist eine weitere Möglichkeit, wie sich ein Land leisten kann, gleichzeitig niedrige Steuereinnahmen und ausreichend Mittel zu Verfügung zu haben.

28 Entwicklungshilfe jährlich Geldfluss in Steueroasen jährlich
Entwicklungsländer Hochsteuerländer Steueroasen Entwicklungshilfe jährlich Geldfluss in Steueroasen jährlich Entwicklungsländer Verteilungs- gerechtigkeit 100 Billionen US $ 700 Billionen US $ Entwicklungsländer werden als die großen Verlierer der Existenz von Steueroasen bezeichnet. Das heißt leiden sehr stark unter der Existenz von Steueroasen, denn afrikanischen Staaten entgeht beispielsweise dadurch das Sieben- bis Zehn-fache ihrer jährlich erhaltenen Entwicklungshilfen, laut einer Studie von Tax Justice Network

29 Entwicklungsländer Senkung der Unternehmenssteuersätze
Trinkwasserversorgung Hochsteuerländer Analphabetismus Steueroasen Niedriger Lebensstandard Entwicklungsländer Verteilungs- gerechtigkeit Entwicklungsländer sind Länder mit einem niedrigen Volkseinkommen und daraus resultierend einem niedrigen Lebensstandard. Entwicklungsländer sind somit viel schneller verwundbar als Industriestaaten und  Auswirkungen, die Steueroasen verursachen können, folglich viel drastischer . Diese Länder haben bereits mit einer ausreichenden Trinkwasserversorgung und Analphabetismus zu kämpfen. Die ärmsten Länder Afrikas senken beispielsweise stetig ihre Unternehmenssteuersätze um Investoren und Unternehmen anzulocken. Bereits zwei Drittel dieser Länder bieten darüber hinaus sogar zeitlich befristete Steuerbefreiungen, um Standortvorteile für ausländische Unternehmen anbieten zu können . Internationale Konzerne stellen bei der Ansiedlung in diesen Ländern Bedingungen, um keine oder nur sehr geringe Abgaben tätigen zu müssen. Wenn es soweit kommt, dass doch höhere Steuern eingefordert werden, ziehen sie sich zurück, bzw weiter in ein anderes Entwicklungsland und dem Land entgehen wieder entsprechende Einnahmen. Senkung der Unternehmenssteuersätze Steuerbefreiungen in 2/3 aller Entwicklungsländer Bedingungen bei Ansiedlung

30 Verteilungsgerechtigkeit
„In den (Steuer-)Oasen saufen die großen Kamele den kleinen das Wasser weg.“ Renate Künast Hochsteuerländer Steueroasen Entwicklungsländer Verteilungs- gerechtigkeit Renate Künast hat beschreibt in folgendem Zitat die derzeitige Situation „In den (Steuer-)Oasen saufen die großen Kamele den kleinen das Wasser weg.“Steueroasen werden zahlreicher, die reichen Finanzzentren der Welt werden noch reicher, die Steuerzahlungen der großen Konzerne gehen zurück, und normale Bürger tragen die Kosten

31 Verteilungsgerechtigkeit
Wachsende Steuerungerechtigkeit Verlagerung der Steuerlast Umverteilung von unten nach oben Einsparungen seitens des Staates Hochsteuerländer Steueroasen Entwicklungsländer Verteilungs- gerechtigkeit Die wachsende Nutzung von Steueroasen durch reiche Privatpersonen und multinationale Konzerne hat eine beträchtliche Verlagerung der Steuerlast auf die weniger Wohlhabenden zur Folge. Heutzutage ist es für viele Superreiche, dank Steueroasen auf einfache Weise möglich ihr Vermögen in anderen Ländern zu transferieren und im eigenen Land weniger Abgaben zu zahlen. Diese Tatsache erlaubt es von einer enormen Umverteilung von unten nach oben zu sprechen. Der Grund dafür ist, dass nur Vermögende dieses System nutzen können, und die weniger wohlhabendende Bevölkerung durch Lohn- und Umsatzsteuererhöhungen zur Kasse wird. Durch die Kapitalverlagerung dem Staat große Beträge fehlen, die natürlich die soziale Gerechtigkeit auf sehr negative Weise beeinflussen. Der Staat hat weniger Einnahmen und muss sparen. Die Abgaben für die mittlere und untere Schicht steigen und gleichzeitig kann weniger Geld für Sozialleistungen ausgegeben werden, worunter ebenfalls diese Bevölkerungsschichten am meisten leiden. Das heißt, durch die Steuervermeidung bzw. – hinterziehung über Steueroasen leiden die Staaten immer mehr unter unausgeglichenen Staatsbudgets.  Im Gegenzug kommt es zu einer Erhöhung von Lohn- und Verbrauchssteuern, die besonders die Ärmeren belastet.

32 Eindämmungsmöglichkeiten
Automatischer Informationsaustausch Bankgeheimnis Einheitliche Mindeststeuersätze „Schwarze Liste“ Organisationen wie Attac, Tax Justice Network oder Oxfam fordern immer wieder Maßnahmen zur Schließung der Steueroasen Der Automatische Informationsaustausch bedeutet, dass die Länder dazu verpflichtet sind sämtliche Einkommen von anderen Staatsbürgern bei den jeweils zuständigen Finanzämtern zu melden  und würde somit die Steuerhinterziehung über Auslandskonten verhindern. Genaue Angaben über die Höhe sowie Erträge der Konten der Steuerpflichtigen würden einmal jährlich ausgetauscht werden. Experten und Expertinnen schätzen diese Maßnahme auch als sehr wirksam ein. Allerdings verursacht sie gleichzeitig eine enorme Datenflut, die große zusätzliche Personalkapazitäten erfordern würde. So besteht die Gefahr, dass die Daten aufgrund ihrer großen Menge nicht ausgewertet werden könnten. Weiters ist aber eine Durchsetzbarkeit auf EU Ebene durchaus denkbar, da auch die EU bereits vermehrt Druck auf die Mitgliedsstaaten ausübt, sich diesen Kriterien anzupassen. Allerdings spielen einzelne Länder, unter anderem auch Österreich nicht mit Um eine gerechte Besteuerung weltweit gewährleisten zu können, bedarf es aber auch Regeln und Gesetzen auf nationaler Ebene. Zum Beispiel könnte Österreich einen Beitrag leisten, indem es das Bankgeheimnis lockert . Trotzdem ist wichtig zu beachten, dass es sich beim Phänomen der Steueroasen um ein internationales Problem handelt und darum eine internationale Herangehensweise sinnvoller wäre. Die Harmonisierung der Steuersätze für Kapitaleinkünfte wäre auf jeden Fall eine wichtige Maßnahme zur Schließung von Steueroasen. Vergleicht man Steuern auf Einkommen und Kapitaleinkünfte so herrscht ein sehr ungerechtes Verhältnis welches man im Zuge der Harmonisierung ausgleichen könnte. In Österreich zum Beispiel beträgt der Grenzsteuersatz auf Einkommen 50 % während Kapitalerträge, darunter fallen zum Beispiel auch Spekulationen  nur mit einem Steuersatz von 25 % versteuert werden. Bis zum Jahr 2009 gab es eine „schwarze Liste“ der OECD die, die unkooperative Staaten auflistete. Auch Österreich stand für einige Zeit auf der sog. grauen Liste. Grundsätzlich ist die Einführung solcher Listen eine gute Maßnahme, so Gerhard Zahler Treiber. Allerdings waren bis jetzt keine bedeutsamen Folgen damit verbunden und solange sich in diesem Punkt nichts ändert, ist eine Wiedereinführung der alten „schwarzen Liste“ nicht besonders sinnvoll

33 Fazit Vorteile aus der Existenz der Steueroasen ziehen klarerweise vermögende Privatpersonen und große Konzerne. Benachteiligt sind allerdings alle anderen Staaten, denen dadurch Steuereinnahmen entgehen. Das heißt besonders die weniger wohlhabende ziehen Nachteile aus der Existenz der Steueroasen da sie weniger Sozialleistungen bekommen und die Mittelschicht da sie nun die Steuerlast trägt Wenn man es ernst nimmt und alle Staaten dahinter stehen würden, kann man diesen Plan problemlos in fünf Jahren durchsetzen. Wenn Großbritannien beispielsweise den Zugang zum Finanzmarkt London regeln würde, könnten die Kanalinseln in kürzester Zeit ausgetrocknet werden. Allerdings ist es leider eine Frage des Willens aller Staaten und der Macht der Vermögenden. Große Konzerne haben so viel Einfluss auf die Politik, dass es wahrscheinlich nie soweit kommen wird, dass Steueroasen ausgetrocknet werden.

34 Steuerwettbewerb Steuerwettbewerb:

35 Forschungsfrage „Wo liegen die Ursachen für Steuerwettbewerb und welche Auswirkungen bringt er mit sich? – Welche Möglichkeiten zur Eindämmung sind denkbar?“ Im Rahmen meiner Projektarbeit habe ich mich mit folgender Frage beschäftigt. „Wo liegen die Ursachen für Steuerwettbewerb und welche Auswirkungen bringt er mit sich? – Welche Möglichkeiten zur Eindämmung sind denkbar?“ Hierbei möchte ich erwähnen, dass ich mich bei den Eindämmungsmöglichkeiten ausschließlich auf die EU-weit angedachten Möglichkeiten beziehen werde.

36 Einteilung der Steuern
Indirekte Besteuerung Besteuerung immobiler Einkommen Besteuerung mobiler Faktoren Steuersysteme von Staaten der ganzen Welt, fällt auf, dass eine Einteilung in drei Bereiche der Besteuerung vorgenommen werden kann. indirekte Besteuerung, mit der insbesondere die Umsatzsteuer aber auch alle Verbrauchssteuern wie Steuern auf Alkohol, Tabak od. Energie gemeint sind. Besteuerung immobiler Einkommen wie zum Beispiel Einkommen aus unselbstständiger Arbeit Besteuerung mobiler Faktoren, unter welche die Kapitaleinkommens- und die Unternehmensbesteuerung fallen

37 Indirekte Steuern Steuerträger Steuerzahler
Bei den indirekten Steuern wie zum Beispiel der Umsatzsteuer, handelt es sich um Steuern bei denen der Steuerzahler nicht gleichzeitig der Steuerträger ist. Der Steuerträger ist hierbei der/die KonsumentIn, die ein Produkt oder eine Dienstleistung kauft. Der Steuerschuldner ist jedoch das Unternehmen, welches das Produkt oder die Dienstleistung anbietet

38 Steuerwettbewerb Standortwettbewerb Steuersenkungswettbewerb
Mobilität des Kapitals Beim Steuerwettbewerb handelt es sich um einen Bestandteil des weltweiten Standortwettbewerbs. Er ergibt sich daraus, dass die einzelnen Staaten versuchen Unternehmen und Investoren anzulocken. Aus diesem Grund senken sie die Steuersätze. Es fallen also in jedem Staat unterschiedliche Steuersätze an. Dies hat eine Erhöhung der Investitionen und damit auch eine Steigerung der gesamtwirtschaftlichen Leistung in diesem Land zur Folge. Grundsätzlich versucht jedes Land seine Steuersätze so gering wie möglich zu halten um mit den anderen Ländern konkurrenzfähig zu bleiben. Man kann also von einem Steuersenkungswettbewerb sprechen. Das Hauptproblem liegt in der Mobilität des Kapitals, denn dieses kann leicht verschoben werden und so besteht die Gefahr der Kapitalflucht für die Staaten.

39 Körperschaftssteuersätze weltweit
( ) [JL1]  Diese Grafik veranschaulicht die global kontinuierlich sinkenden Unternehmenssteuersätze. Es ist festzustellen, dass diese im Zeitraum von 2006 bis 2011 durchschnittlich um 2,32 % gefallen sind.  Hierdurch wird veranschaulicht, dass der weltweite Steuerwettbewerb die Steuereinkommen der einzelnen Staaten um beträchtliche Summen vermindert.  So ist das falsch! 1. Würde ich das Wort „durchschnittlich“ zu den Unternehmenssteuersätzen stellen. 2. Wäre eine 2,32%ige Reduktion ein Rückgang um nur ca. 0,6%-Punkte! Es handelt sich also um einen Rückgang von 2,32%-Punkten! Vgl.:http://www.kpmg.com/Global/en/IssuesAndInsights/ArticlesPublications/Documents/corporate-and-indirect-tax-rate-survey-2011.pdf

40 Gegner und Befürworter

41 Befürworter des Steuerwettbewerbs
Gegner Multinationale Konzerne Vermögende Privatpersonen Die wohl größten Befürworter des Steuerwettbewerbs sind multinationale Konzerne und vermögende Privatpersonen, die es sich leisten können, ihr Kapital in Niedrigsteuerländern oder Steueroasen anzulegen. Doch auch die Steueroasen selbst, profitieren vom Steuerwettbewerb, da diese, trotz der niedrigen Steuersätze hohe Steuereinnahmen pro Kopf erzielen Steueroasen

42 Gegner des Steuerwettbewerbs
Befürworter Gegner Hochsteuerländer Wirtschaftlich schwache Länder Als Gegner des zwischenstaatlichen Steuerwettbewerbs kann man vor allem die Hochsteuerländer sehen, da diesen, aufgrund der niedrigen Steuerniveaus in den Niedrigsteuerländern und den Steueroasen, enorme Summen an Steuereinnahmen entgehen. Doch auch wirtschaftlich schwache Länder leiden darunter. Diesen mangelt es aufgrund des starken Unterbietungswettbewerbs zusätzlich an Steuereinnahmen, so dass starke Defizite in den Staatshaushalten der betroffenen Länder entstehen. Viele internationale Organisationen, wie zum Beispiel das Tax Justice Network oder Attac, fordern Maßnahmen zur Austrocknung der Steueroasen und zur Eindämmung des internationalen Steuerwettbewerbs Non-Governmental Organizations

43 Steuerwettbewerb in der EU
Die Kurve, die die Körperschaftssteuereinnahmen darstellt ist allerdings schwer zu interpretieren, da für eine genaue Deutung die Entwicklung des Bruttosozialprodukts angegeben sein müsste. Geht man aber von einem kontinuierlich steigenden Bruttosozialprodukt aus, so kann man erkennen, dass trotz sinkender Körperschaftssteuersätze die Einnahmen gleichbleiben beziehungsweise sogar ansteigen. In konjunkturell schlechten Zeiten machen viele UN allerdings Verluste und zahlen daher keine KÖST. Die KÖST Einnahmen fallen also überproportional zum BIP, das heißt es gibt eine konjunkturelle Abhängigkeit. Doch sinkende Körperschaftssteuersätze müssen nicht zwingend ein steigendes BIP bedeuten, denn nicht nur steuerliche Faktoren sind für Investoren und Unternehmen entscheidend, sich in einem Land anzusiedeln. Vgl. Rixen, Thomas; Uhl, Susanna: Unternehmensbesteuerung europäisch harmonisieren. 2011

44 Steuerwettbewerb in der EU
Steuersenkungen Steuerreformen -Flat Tax -Erhöhung der Indirekten Besteuerung Auch die EU ist stark vom Steuerwettbewerb betroffen. In den Letzten Jahren sanken die Körperschaftssteuersätze kontinuierlich. Die entstehenden Einnahmelücken führten besonders in wirtschaftlich schwachen Ländern zu Problemen, da diesen nun noch zusätzliche Einnahmen fehlten. Doch auch Hochsteuerländer wie zum Beispiel Deutschland macht die Abwanderung von Investoren in Niedrigsteuerländer schwer zu schaffen, da sie um ihren starken Staatshaushalt zu stützen und um ihn beizubehalten viele Einnahmen benötigen. Aufgrund des starken Steuerwettbewerbs kam es zu zahlreichen Steuerreform. Deutschland änderte zuletzt 2005 seinen Körperschaftssteuersatz und die Slowakei führte eine Flat Tax ein, welche jedoch wieder abgesetzt wurde. Um an zusätzliche Einnahmen zu gelangen sehen sich die Staaten gezwungen vor allem die indirekte Besteuerung anzuheben.

45 Stark betroffene Staaten
Wie bereits vorher erwähnt sind besonders wirtschaftlich schwache Staaten negativ vom Steuerwettbewerb betroffen. Wie zum Beispiel Griechenland, welches in letzter Zeit für viele negativen Schlagzeilen gesorgt hat. Spanien musste erst 2012 seine Umsatzsteuer von 18% auf 21% anheben, da die Steuerinnahmen nicht reichten, doch auch Irland und die Slowakei, welche aus dem gleichen Grund wie Spanien seine FlatTax abschaffen musste.

46 Spanien Körperschaftssteuer: 30% Erhöhung der Umsatzsteuer
Besonders ohnehin stark verschuldete Staaten wie Spanien leiden unter den Folgen des Steuerwettbewerbs. Spanien verzeichnet einen Körperschaftssteuersatz von 30%, kann es sich jedoch nicht leisten, diesen noch niedriger zu halten und besitzt deswegen einen der höchsten Körperschaftssteuersätze innerhalb der EU. Das Sparpaket, war nicht so effektiv wie gedacht, denn es wurden um 9 Milliarden Euro weniger gespart, als anfangs ausgemacht. Ausdiesem Grund erhöhte die spanische Regierung die Umsatzsteuer ende 2012 von 18% auf 21%.

47 Europäische Finanztransaktionssteuer
Durchsetzung am 11 Staaten Hauptziel: Markregulierung Das Konzept der europäischen Finanztransaktionssteuer sieht vor, dass innerhalb der europäischen Union eine einheitliche Steuer auf Finanztransaktionen erhoben werden soll. Dieses Konzept dient der Marktregulierung und soll den Hochfrequenzhandel eindämmen. Obwohl dies ein erster Schritt Richtung Steuerharmonisierung ist, sehen viele ExpertInnen ein Problem darin, denn sie befürchten die Abwanderung der entsprechenden Handelsgeschäfte. Am wurde das Konzept der europäischen Finanztransaktionssteuer für 11 Staaten in die Tat umgesetzt, unter denen sich auch Österreich befindet.

48 Multinationale Konzerne
Steuervermeidung Veranlagung von Vermögen in Steueroasen Rechtssicherheit Besonders Multinationale Konzerne spielen eine große Rolle im Steuerwettbewerbs. Obwohl nicht jedes Unternehmen in erster Linie darauf bedacht ist, Steuern zu sparen, so nützt doch ein beachtlicher Teil multinationaler Konzerne die zahlreichen Möglichkeiten die sich ihnen zur Steuerflucht bieten. Da der Steuerwettbewerb als ein Baustein des Standortwettbewerbs gesehen werden kann, kann es für Unternehmen sinnvoll sein einen Standort in einem bestimmten Land zu eröffnen und nicht nur eine Briefkastenfirma in einer Steueroase zu gründen, denn durch die tatsächliche Ansiedelung werden neue Arbeitsplätze geschaffen Doch eine Steuerersparnis ist nicht der einzige Faktor, der die Unternehmen dazu bewegt einen Standort oder gar ihren Sitz in einem bestimmten. Doch eine Steueroptimierende Wirkung ist nicht der einzige Grund für Unternehmen sich in einem Land anzusiedeln. Auch ein niedriges Lohnniveau, gut ausgebildete Arbeitskräche, eine gut ausgebaute Infrastruktur sowie Rechtssicherheit können ausschlaggebend sein.

49 Auswirkungen Verschiebung der Steuerlast auf Arbeit Konsumenten
Erhöhung der indirekten Besteuerung Zusätzliche Belastung wirtschaftlich schwacher Staaten Besonders stark betroffen von diesen Maßnahmen ist die Mittelschicht. Ihnen stehen die Mittel zur Steuerflucht nicht zur Verfügung, da sich der Transfer von Kapital in Länder mit niedrigeren Steuersätzen oder Offshore Zentren erst ab hohen Summen lohnt. Der wohl schwerwiegenste negative Nebeneffekt des internationalen Steuerwettbewerbs, ist eine Verschiebung der Steuerlast von Unternehmen und Investoren auf Konsumenten und den Produktionsfaktor Arbeit, durch die Erhöhung der Indirekten Besteuerung.

50 Auswirkungen Steuerdumping Kapitalflucht Einnahmeausfälle
Negative Folgen die der Steuerwettbewerb mit sich bringt, sind zum Beispiel Steuerdumping, Kapitalflucht oder Einnahmeausfälle in anderen Ländern. Dies führt wiederrum zu einer Verschiebung der Steuerlast auf Konsumenten und Arbeit. Wandert Kapital von einem Staat in den Anderen, so fehlt dieses in einem und hat zum Beispiel Verkürzungen von Sozialausgaben sowie eine Einschränkung des Umverteilungsspielraums zur Folge. Besonders weniger entwickelte Staaten und Länder mit schlechter Wirtschaftsleistung leiden darunter.

51 Verschiebung der Steuerlast
Deutschland: Senkung der Steuerbelastung von Unternehmens- und Vermögenseinkommen von 33% auf 16% Laut OECD ist die Steuerbelastung in Deutschland von Unternehmens- und Vermögenseinkommen innerhalb von rund 30 Jahren von 33% auf 16% gesunken. Man kann also sagen, sie hat sich beinahe halbiert, während die Steuerbelastung von Löhnen und Gehältern um drei Prozentpunkte, also von 33% auf 36% anstieg. Anhand dieses Beispiels kann man die Verschiebung der Steuerlast auf die KonsumentInnen und ArbeitnehmerInnen erkennen

52 Positive Aspekte Effizientere Nutzung des Staatshaushalts
Mehr Mittel für Sozialleistungen Obwohl mit dem Begriff Steuerwettbewerb meist negative Aspekte assoziiert werden, gibt es auch eine positive Seite. Der zwischenstaatliche Wettbewerb führt zu einer effizienteren Nutzung der eingenommen Mittel. Dadurch, dass sich die Einnahmen auf geringere Summen belaufen, müssen diese wirkungsvoller eingeteilt und ausgegeben werden

53 Konzepte zur Eindämmung
Die langwierigen Diskussionen bezüglich Steuerharmonisierung innerhalb der EU, treffen auf zahlreiche Befürworter, aber auch auf viele Gegner. Eine Einigung zu finden, mit der sich alle Mitgliedsstaaten zufrieden schätzen ist nur schwer zu finden, da innerhalb der EU der Grundsatz der Einstimmigkeit herrscht, das heißt alle Länder müssen für eine Harmonisierung der europäischen Steuersysteme stimmen. Besonders kleine Staaten mit schwächeren Volkswirtschaften, wie zum Beispiel Irland, sowie auch die neuen EU-Mitgliedsstaaten sprechen sich gegen eine Harmonisierung der Steuersysteme aus, da besonders diese ihre Steuersätze niedrig angesetzt haben und dadurch von dem starken Steuerunterbietungswettbewerb profitieren.

54 Wegzugsbesteuerung Ältestes Konzept zu Eindämmung des Steuerwettbewerbs Wegzugs-besteuerung Besteuerung im Sitzland Besteuerung von Unternehmen auch bei Verlagerung der Geschäftsleitung Körperschafts- steuer Einheitlich konsolidierte BMG Bereits ein sehr altes Modell, die Wegzugsbesteuerung, zielt darauf, wie man die Abwanderung von Unternehmen und vermögenden Privatpersonen in Niedrigsteuerländer verhindern kann. Bei diesem Konzept kann der Umzug in ein anderes Land bei Unternehmen selbst dann versteuert werden, wenn nur die Geschäftsleitung ins Ausland verlagert wird, die Betriebsstätten aber im Inland verbleiben. Hierbei wird der Wegzug eines Unternehmens oder einer Privatperson besteuert. Allerdings ist dieses Instrument der Steuerharmonisierung stark umstritten, da der Wegzug als fundamentales Freiheitsrecht der BürgerInnen betrachtet wird Fazit

55 Besteuerung im Sitzland
Wegzugs-besteuerung Besteuerung nach Steuergesetz des Hauptsitzlandes Besteuerung im Sitzland Tochtergesellschaften in Niedrigsteuerländern: Berechnung der Steuerlast auf Basis der Bemessungsgrundlage des Hauptsitzlands Körperschafts- steuer Einheitlich konsolidierte BMG Beim Konzept der Besteuerung im Sitzland werden die Gewinne eines UN nach den Steuerregelungen des Hauptsitzlandes des UN berechnet. Mit diesem Konzept soll vor allem den KMUs, die einen Tochtergesellschaft in einem anderen Land eröffnen wollen, die Steuerabfuhr erleichtet werden, allerdings hätte dies auch einen Eindämmungseffekt des Steuerwettbewerbs zur Folge, da auch die Gewinne der Tochtergesellschaften, die in den Niedrigsteuerländern anfallen, nach den Regelungen des Hauptsitzlandes besteuert werden müssten. Allerdings gibt es hierbei einen hohen Administrativen Aufwand. Fazit

56 Europäische Körperschaftssteuer
Einheitlicher Körperschaftssteuersatz für alle EU-Mitglieder Wegzugs-besteuerung Besteuerung im Sitzland Körperschafts- steuer Einheitlich konsolidierte BMG Eine einheitliche europäische Körperschaftssteuer ist wohl kaum in die Realität umzusetzen, da sich zahlreiche Staaten dagegen aussprechen würden. Außerdem ist es nicht sinnvoll allein die Steuersätze festzulegen. Eine gleiche Regelung müsste auch für die Bemessungsgrundlagen gelten. Fazit

57 Einheitlich konsolidierte BMG
Einführung einer einheitlichen Bemessungsgrundlage Wegzugs-besteuerung Besteuerung im Sitzland Körperschafts- steuer Einheitlich konsolidierte BMG Mit der einheitlich konsolidierten Bemessungsgrundlage, besser bekannt als Gemeinsame Konsolidierte Körperschaftsteuerbemessungsgrundlage (GKKB), soll eine einheitliche Gewinnermittlung innerhalb der EU erreicht werden. Hierbei soll eine einheitliche Bemessungsgrundlage zur Eindämmung des Steuerwettbewerbs herangezogen werden. Das größte Problem hierbei ist, dass sie zurzeit als optionales Konzept gilt, allerdings muss die GKKB für alle EU Mitgliedsstaaten verpflichtend sein, da das Konzept keinen Sinn hätte und Investoren aus den Ländern die die GKKB eingeführt hätten, ihr Kapital in andere Länder verlagern. Weiters ist die Einführung eines Mindeststeuersatzes notwendig. Fazit

58 Fazit Kombinationen aus mehreren Konzepten
Wegzugs-besteuerung Besteuerung im Sitzland Sanktionen bei Nichteinhaltung Körperschafts- steuer Einheitlich konsolidierte BMG Am wirkungsvollsten sind Mischformen aus mehreren Konzepten. Bemessungsgrundlagen oder Steuersätze alleine festzusetzen ist nicht zielführend, da sich dem Staat so wieder Möglichkeiten zur Steuersenkung bieten würden. (Wenn der Steuersatz festgesetzt wird, wird wieder mit Bemessungsgrundlage geändert etc.) Es sollte also Mindestwerte geben, die nicht unterschritten werden dürfen. Halten sich die Staaten trotzdem nicht daran, so sollen Sanktionen wie zum Beispiel ein Ausschluss aus der EU folgen. Fazit


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