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Das Hochschulsystem in Chile Ein Modell in der Krise.

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Präsentation zum Thema: "Das Hochschulsystem in Chile Ein Modell in der Krise."—  Präsentation transkript:

1 Das Hochschulsystem in Chile Ein Modell in der Krise

2 Historischer Rahmen 2 Lateinamerika Hochschulen mit etwa Studenten Damit waren etwa 2% der Altersgruppe zwischen 18 und 24 an Hochschulen eingeschrieben. Lateinamerika heute Etwa 4000 Hochschulen und nicht-universitäre Hochschulen mit insgesamt ca Studenten 1 Damit sind etwa 37% der Altersgruppe zwischen 18 und 24 Jahren an Hochschulen eingeschrieben. 1 La Tercera,

3 Historischer Rahmen 3 Chile Hochschulen mit Studenten 1 Alle diese Hochschulen wurden staatlich gefördert und verlangten praktisch keine Studiengebühren. Chile Hochschulen mit ca Studenten 2 Chile heute 60 Hochschulen mit ca Studenten 3, also 10mal mehr Hochschulen und etwa 46mal mehr Studenten als vor gut sechzig Jahren Alle verlangen Studiengebühren Patricio Meller, “Universitarios, …”, Santiago 2011, S. 12 und

4 Hochschultypen 4 In Chile gibt es: 60 Universitäten  16 staatliche Universitäten  44 private Universitäten Die Unterscheidung zwischen staatlich und privat ist - abgesehen von einigen geringen Mitteln staatlicher Grundfinanzierung (AFD) - seit der Reform der Hochschulgesetzgebung 1981 im wesentlich nur noch eine Unterscheidung über die Kontrolle der eingesetzten Mittel durch den Rechnungshof oder nicht. 44 Institutos Profesionales (Ips)  alle privat 59 Centros de Formación Técnica (CFTs)  alle privat Die IPs und die CFTs würden in Deutschland im wesentlichen als Berufsschulen klassifiziert.

5 Einschreibung nach Hochschultypen 5 Quelle:

6 Hochschulen ohne Institutionen der Berufsausbildung 6 Die 60 chil. Hochschulen teilen sich selbst in traditionelle und nicht- traditionelle HS auf: 25 traditionelle Hochschulen der chil. Rektorenkonferenz (CRUCH)  16 staatliche Universitäten (einige eher national andere eher regional)  9 private Universitäten (einige eher national andere eher regional) 35 nichttraditionelle Hochschulen  eine Opus-Dei-Universität, bzw. vom O.D. stark beeinflusste Univers.  Jesuitische Universitäten und andere kath. Universitäten  Universitäten der Laureate-Gruppe  Universitäten, die einer Partei nahe stehen (Christdem., Komm., UDI)  ‘Netzwerk’-Universitäten für die Kinder der chil. Oberschicht  Universitäten, für sozioökonomische Schichten, die keine gute und d.h. in der Regel private und teure Schulbildung erhalten haben und bei der Hochschulzugangsprüfung schlecht abgeschnitten haben.

7 Wo studieren die chil. Studenten? 7 Die chilenischen Studenten studieren nach Zahlen des chil. Erziehungsministeriums (MINEDUC 2013) an: 16 Staatliche Universitäten mit 28% der Studenten 44 private Universitäten mit 72% der Studenten  35 private Nicht Cruch-Universitäten  9 private Cruch-Universitäten

8 Unterschied: Traditionelle und nicht-traditionelle HS 8 AFD = Aporte financiero directo Nur die CRUCH-Universitäten haben neben Krediten, indirekten Subventionseinheiten (AFI) und Stipendien auch noch Zugang zu direkten Subventionseinheiten (AFD). Die AFD sind eine direkte staatliche Finanzierung in Form von Geldern und werden zu 95% nach einem historischen Schlüssel und zu 5% nach kompetitiven Kriterien vergeben. Diese sind vor allem: - Schlüssel Studenten-Professoren - Anzahl von Dozenten mit Master bzw. Promotion - Anzahl der Forschungsprojekte und Publikationen - Forschungsleistungen

9 Unterschied: Traditionelle und nicht-traditionelle HS 9 Die traditionellen (CRUCH-)Universitäten haben Studenten grundständige Studenten (48% der St. in grundständigen Studiengäng.) postgraduale Studenten (67% der St. in postgraduales Studiengängen) - 77% der besten Abgänger der Sekundarstufe als Studenten 1 Forschung - 90% aller Web of Science Publikationen in Chile % aller Promotionsprogramme und 93% aller PhD-Studenten % der frei einwerbaren Forschungsmitttel für Grundlagenforschung % der Vollzeit PhD Studenten Chile 5 AFI – staatliche Subventionen pro Student - 74% der Aportes financieros indirectos 6 Quellen: 1 MINEDUC, Admisión Conicyt 3 Consejo Sueprior de Educación 4 Fondecyt, con datos de INDICES 2011, CNED. 6 Ministerio de Educación

10 Ökonomische Rahmenbedingungen 10 Die gesetzlichen Vorgaben in Chile verbieten das Betreiben von Universitäten zum Erzielen privater Gewinne, also das Betreiben sogenannter ‘profit-universities’. Es ist jedoch ein offenes Geheimnis, dass es diese Art von Universitäten in Chile verdeckt doch gibt. Grundsätzlich gilt für alle Erziehungsinstitutionen Chiles, dass sie vom Kindergarten bis zur Universität von folgenden Steuern befreit sind: auf Matrikel- und Studiengebühren werden keine Mehrwertsteuer erhoben von der Einkommenssteuer von Grundsteuern für Liegenschaften, die sie besitzen oder bewirtschaften. Die OECD und die Weltbank haben 2009 in einer Studie festgestellt, dass Chile das einzige Land der Welt sei, in dem die privaten Universitäten mehr öffentliche Gelder erhalten als die staatlichen Universitäten.

11 Ökonomische Rahmenbedingungen 11 In Chile zahlen die Familien etwa 76% der Kosten für eine Hochschulstudium und nur die restlichen 24% kommen vom Staat. Im Durchschnitt der OECD werden etwa 70% der Kosten vom Staat übernommen und 30% von den Familien. In Deutschland kommen nach OECD-Angaben etwa 85% vom Staat von 15% von den Familien. 1 Durchschnittsgebühren jährlich: ca USD (4250 €) private nichttraditionelle Universitäten ca USD (4220 €) traditionellen öffentlichen und privaten Univ. Durchschnittliche jährliche Studiengebühr in der Metropolenregion Santiago: ca USD (4660 €) und in der armen Region de Aysen: ca USD (2125 €) 1 Education at a glance 2012 – OECD, Table B3.2b. Relative proportions of public and private expenditure on educational institutions, as a percentage, for tertiary education (2009)

12 Durchschnittl. jährliche Studiengebühren im Verhältnis zu staalichen Hilfen für Studenten 12

13 Ökonomische Rahmenbedingungen 13 1 Education at a glance 2012 – OECD

14 Ökonomische Rahmenbedingungen 14 1 Education at a glance 2012 – OECD, Table B3.2b. Relative proportions of public and private expenditure on educational institutions, as a percentage, for tertiary education (2009)

15 Hochschulzugang 15 Nach 12 Jahren Schule – und eventuell einem vorbereitenden Jahr im „Preuniversitario“ – kann die chilenische Hochschulzugangsprüfung ablegt werden: PSU (= Prueba de Selección Universitaria). Die Bewerber werden entsprechend ihrem Ranking in der PSU aufgenommen (faktischer „numerus clausus“). Von den 35 Universitäten außerhalb der CRUCH knüpfen acht Universitäten 1 die Aufnahme ebenfalls an die PSU. Die anderen Universitäten akzeptieren auch Studienbewerber/innen, die die PSU nicht abgelegt haben bzw. fordern keine Mindestpunktzahl. Wichtig für Deutsche Universitäten: Chilenische Studenten erwerben als einzige Studenten Lateinamerikas mit einer Punktzahl von mehr als 600 Punkten in der PSU gleichzeitig auch die Zugangsberechtigung zu deutschen Hochschulen. 1 U. Diego Portales, U. Mayor, U. Finis Terrae, U. Andrés Bello, U. Adolfo Ibáñez, U. de los Andes, U. del Desarrollo und U. Alberto Hurtado

16 Hochschulzugang 16 An einigen der CRUCH-Universitäten sind die Aufnahmeanforderungen hoch: 1 U. Diego Portales, U. Mayor, U. Finis Terrae, U. Andrés Bello, U. Adolfo Ibáñez, U. de los Andes, U. del Desarrollo und U. Alberto Hurtado UniversitätBewerber 2011Aufnahme 2011 Univ. de Chile Pont. Univ. Católica Univ. de Concepción

17 Überblick Studienfinanzierung 17 Es gibt im wesentlich 3 verschiedene Formen der Studienfinanzierung: 1.Staatlich gestützte Bankkredite (Crédito con aval del estado = CAE) Diese werden seit 2011 mit 2% verzinst, wobei der Staat die Zinsdifferenz zum Marktzins finanziert und die Garantie für das Ausfallrisiko übernimmt. 2.Subventionseinheiten (Aporte financiero indirecto = AFI) Hochschulen erhalten Subventionseinheiten für jeden Studienanfänger, den sie aus den Studenten mit den besten PSU-Werten anwerben. 3.Stipendien für die Studiengebühren Es gibt in Chile für Chilenen aktuell acht verschiedene nationale Stipendienprogramme für ein Hochschulstudium, die an die Einkommensverhältnisse der Eltern gebunden sind.

18 Studienfinanzierung: Kredite und Subventionen 18

19 Studienfinanzierung: Stipendien 19 Es gibt 8 nationale Stipendienprogramme, die von Einkommensverhältnissen abhängen. Das System basiert darauf, die chil. Bevölkerung nach Einkommen in 20%-Gruppen aufzuteilen. Es können sich in der Regel die einkommensschwäch- sten drei Fünftel (bzw. im Falle der Lehrerstudiengänge vier Fünftel) der Einkom- mensklassen bewerben. Dabei wird das ganze verfügbare Familieneinkommen zusammengerechnet und durch die Zahl der Familienmitglieder geteilt: Quintil I CLP0 € – 113 € Quintil II CLP114 € – 191 € Quintil III CLP120 € – 293 € Quintil IV CLP294 € – 535 € Quintil V CLP536 € –

20 Studienfinanzierung: Stipendien 20 Die Regierung Piñera konnte zu Recht auf gewaltige Wachstumsraten bei der Vergabe von Stipendien verweisen (Investitionssumme: US$ 789 Millionen also etwa 610 Millionen €): StipendienSteigerungsrate Stipendien Stipendien173% 1 Entscheiden ist allerdings, dass die 8 nationalen Stipendienprogramme fast ausschließlich Stipendienprogramme für Studiengebühren sind, d.h. im Falle von Studenten, die an gewinnorientierten Nicht-CRUCH-Univ. studieren, oft eine direkte staatliche Subvention von priv. Gewinninteressen darstellen. Der staatliche Mindestlohnliegt augenblicklich (August Juli 2014) bei CLP (was momentan etwa 275 € entspricht).

21 Hochschulbudgets 21 Vergleich FU Berlin, TUM – Univ. de Chile 2011 StudentenHaushalt FU Berlin Mil € 1 zusätzl. 106,3 Mil € Drittmittel TU München Mil € 1 zusätzl. 259 Mil € Drittmittel 2 Univ. de Chile Mil €davon: 120 Mil € 3 staatliche Mittel Quellen: 1 ohne Medizin 2 mit Medizin 3 Contraloria General de la Republica, April 2012, “Financiamiento Fiscal a la Educación Superior 2011”, enthält auch eingeworbene Drittmittel von Conicyt, ohne diese beträgt der Staatszuschuss, etwa 80 Mil €.

22 Haushalt chilen. Hochschulen 22

23 Ökonom. Rahmenbed. nichttraditioneller Universitäten 23 Gleichwohl haben sich im Umkreis der nichttraditionellen privaten Universitäten Aktiengesellschaften mit beschränkter Haftung gegründet, die unter anderem Dienstleistungen wie die Vermietung von Hochschulgebäuden, Rechnungswesen oder Hochschulwerbung anbieten. Diese Aktiengesellschaften haben in der Regel dieselben Besitzer bzw. Teilhaber wie die gemeinnützige Körperschaft und Stiftung, aus der die Hochschule besteht. Gewinne werden auf diesem Weg nicht in der gemeinnützigen Körperschaft bzw. Stiftung erzielt, sondern über die Aktiengesellschaften, die den Universitäten ihre Dienstleistungen - oft teuer - verkauft. Eine weitere Möglichkeit der Erzielung von Gewinnen ist der Verkauf von Aktien der Aktiengesellschaft. Die gemeinnützige Körperschaft bzw. Stiftung selbst kann nicht verkauft oder übertragen werden. Ebenso beliebt ist, dass Teilhabern bzw. Teilhabergruppen einer Universität diese verlassen und dann durch andere ersetzt werden müssen.

24 24 Die Studentenproteste Vier Bildungsminister seit Amtsantritt von Sebastián Piñera Joaquín Lavín Infante, UDI (Opus Dei, Mitglied und Ökonom) – (Rücktritt) Konflikte, da Lavin als Gründer und Teilhaber der priv. Univ. de Desarollo des Interessenkonflikts bezichtigt wird. Die Univ. de Desarollo ist eine stark parteipolitisch ausgerichtetes Hochschulprojekt (der UDI zugehörig) und gehört zusammen mit der Univ.. de los Andes und der Universidad Adolfo Ibañez zu den Universitäten mit dem geringsten Anteil von Studenten aus staatlichen oder staatlich subven- tionierten Schulen. Über 80% der Studenten dieser 3 Univ. kommen aus nicht subventionierten Privatschulen, so dass ihre Studenten überwiegend aus dem wohlhabendsten Segment der Gesellschaft kommen.

25 25 Die Studentenproteste Felipe Bulnes Serrano, RN – (Rücktritt) Der Jurist Felipe Bulnes ist im Grunde ein Übergangsminister, der nur fünf Monate im Amt ist. Bulnes wollte von Anfang an nicht länger Minister sein, sondern nur das noch von Lavin geplante Reformpaket durch den Kongress bringen.

26 26 Die Studentenproteste Harald Beyer Burgos, unabhängig – (Amtsenthebung) Mit dem Ökonomen Harald Beyer wird ein Experte zu Fragen des Bildungswesens Bildungsminster. Er hatte schon während der Schülerproteste 2006 die Regie- rung Bachelet beratend unterstützt und kommt aus dem aus dem wirtschaftsnahen think-tank Centro de Estudios Politicos (CEP). Er ist kein Minister der Stu- dentenbewegung, da er immer gegen eine der Haupt- forderung der Studenten, nämlich Abschaffung der Studiengebühren, Stellung bezogen hat. Unklarer ist sein Haltung zum Thema „Profitorientierung von Hochschulen“. In einem Interview noch als Subdirector des CEP sagt er, dass eine profitorientierte Hoch- schule nie eine gute Hochschule sein könne.

27 27 Die Studentenproteste Harald Beyer Burgos, unabhängig – (Amtsenthebung) Die Hauptachse der Arbeit des Ministers Beyer bestand in drei Themen: - Schaffung einer „Superintendecia de Educación Superior“ als einer Aufsichtsbehörde für die Hochschulen - Schaffung eines neuen Akkreditierungssystems - Curriculare Reformen zur Verkürzung des Studiums Dazu kommen noch die Frage nach der - Grundfinanzierung des Hochschulwesens und der - Reform der Hochschulzugangsprüfung PSU

28 28 Die Studentenproteste Carolina Schmidt Zaldívar, unabhängig – Ende Februar 2014 Die Ministerin war eine Übergangsministerin. Sie hat den Kurs ihres Vorgängers aber anscheinend fort- gesetzt, d.h. die vorbereiteten Gesetzesvorhaben vor allem zur Neuregelung des Akkreditierungssystems ins Parlament eingebracht. Weiter war eine Schwer- punktverlagerung von der Frage der Studiengebühren hin zur Verbesserung des Angebots frühkindlicher Erziehung festzustellen. Sie kündigte im Mai 2013 an, einen kostenlosen und verpflichtenden Kindergart- tenbesuch ab 3 Jahren durchsetzen zu wollen (augenblickliche Teilnahme nur 51% eines Jahrgangs). Die hochschulpolitischen Gesetzesvorhaben der Ministerin wurden alle von der Nachfolge-Regierung unter Präsidentin Bachelet (Mittel-links) wieder einkassiert und nicht weiterverfolgt.

29 29 Herausforderungen: Studienabbrecher Von 100 Studenten, die ein Hochschulstudium beginnen gehen 50 an eine Hochschule (licenciado/profesional) machen 50 eine Berufsausbildung (tecnico profesional) Abschluss: 27 = 44% Abbrecherquote Abschluss: 21 = 56% Abbrecherquote befinden sich 44% der 15-24jährigen im ersten Jahr einer tertiären Ausbildung. 1

30 30 Herausforderungen: Qualität Chile hat 5 mal weniger Forscher an seinen Univ, als der OECD-Durchschnitt Source: OECD Science, Technology and Industry Scoreboard 2011

31 31 Herausforderungen: Qualität Source: OECD and SCImago Research Group, June 2011

32 32 Herausforderungen: Inklusion Quelle: Jorge Rojas Hernández, Sociedad bloqueada, Santiago 2012, S Nach einer Untersuchung (Casen ) ist die Teilnahme an HS-Bildung in den einkommensschwächsten 20% der chil. Gesellschaft von 4,4% auf 17,3% gestiegen, während sie in den einkommensstärksten 20% von 40.7 auf 80% gestiegen hatte ein Kind aus dem reichsten Quintil ein knapp fünf Mal (4,6) höhere Wahrscheinlichkeit an Hochschulbildung teilzunehmen als ein Kind aus dem ärmsten Quintil.

33 33 Herausforderungen: Einkommen Chile möchte den Ent- wicklungsabstand zu den anderen OECD-Staaten verringern. Ein wichtiger Punkt dabei ist eine besserer Gini-Koeffizien- ten (2010 0,50, OECD Mittelwert 0,31) 1. Dafür wiederum spielen Zugang, Qualität und Kosten des Bildungssystems eine entscheidende Rolle

34 34 Herausforderungen: Meinung ausl. Studenten Kürzlich hat die Univ. de Talca in einer Studie 242 ausl. Studenten in 14 chil. Universitäten nach ihrer Meinung zum Studium in Chile befragt. 66% der Studenten waren der Meinung, dass sich ihre Erwartungen erfüllt hatten. Dabei wurde -von 54% der Befragten eine hohe Qualität der Lehre hervorgehoben -ein hoher Verschulungsgrad festgestellt (sehr viele Lektüren, wenig Diskussion in den Klassen, viele Prüfungen) -hohe Lebenshaltungskosten (vor allem Transport und Essen) 1 -zu viel Bürokratie und Desorganisation Die Studenten kamen zu 40,1% aus Europa 14,4 aus Südamerika 23,1% aus USA und Kanada2,5% aus Zentralamerika 18,2% aus Mexiko 1,7% aus Asien und Ozeanien 1 Nur 13,2% waren der Meinung, dass die Lebenshaltungskosten geringer als in ihrem Heimatland sind. 58,3% wiederum hielten sie für höher und 27,7% für vergleichbar.

35 35 Herausforderungen: Finanzierung des Systems Man kann zum Thema Hochschulen mit Gewinnorientierung unterschiedlicher Meinung sein, fragwürdig wird ein solches System aber, wenn die Gewinnorien- tierung 1. nicht sichtbar, sondern durch sogenannte „Spiegelgesellschaften“ verdeckt ist, 2. gewinnorientierte Institutionen noch mit Steuermitteln subventioniert werden und zwar durch a) steuerfinanzierte Stipendien b) Kredite, für die der Staat als Bürge auftritt und den Banken die Differenz zum offiziellen Zinssatz zahlt (Crédito con aval del estado = CAE) c) Subventionseinheiten für die Studienanfänger mit den besten Ergebnissen in der Hochschulzugangsprüfung PSU ("AFI" = aporte financiero indirecto), d) und seit einer 2012 beschlossenen Steuerreform auch noch durch Steuererleichterung für Eltern, die hohe Studiengebühren zahlen. 1 Unesco Institute for Statistics – Global Education Digest Quelle: Ministerio de Educación Chile

36 Weltweite Trends und Probleme 36 Zwei weltweite Trends:  Massifizierung des Studiums und  globale Wissensökonomie Daraus resultierende Herausforderungen/Fragen: Finanzierung des HS-Systems? (Angebotsseite) - Verhältnis: Grundfinanzierung, Drittmittelfinanz., Finanz. durch Studiengebühren - Gesetzlicher Rahmen: Ist Gewinnorientierung erlaubt, bzw. findet sie trotz eines Verbotes möglicherweise versteckt statt Finanzierung des HS-Studiums? (Nachfrageseite) - kostenlos, kreditfinanziert, Mischfinanzierung  Grundfrage ist univ. Bildung ein öffent. Gut oder ein privates (Konsum)gut?

37 Weltweite Trends und Probleme 37 Hochschulautonomie und Akkreditierung - Eltern und Steuerzahler wollen wissen, wofür geben wir unser Geld Verhältnis part-time-Professoren vs. full-time-Professoren - viele Universitäten decken zu viele Lehrveranstaltungen mit sogenannte ‘profesores taxi’ ab, - in einigen Fächer wie Geowiss. und Bergbau sind Gehälter in HS sind nicht wettbewerbsfähig Internationalisierung nur in Auslandsämtern oder in der ganzen Universität als Querschnittsaufgabe - Gibt es eine nationale Internationalisierungsstrategie, gibt es eine Internationalisierungsstrategie der HS? In Chile gibt es – meines Wissens – weder das eine noch das andere.

38 38 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! Arpe Caspary / La Concepción 81, Providencia Fono:


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