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John Hattie Über Wahrheit und Andichtung. Was sagte man Ihnen von John Hattie ?

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Präsentation zum Thema: "John Hattie Über Wahrheit und Andichtung. Was sagte man Ihnen von John Hattie ?"—  Präsentation transkript:

1 John Hattie Über Wahrheit und Andichtung

2 Was sagte man Ihnen von John Hattie ?

3 Auswahlthese 1: AD W. Wagner, Didaktik der Chemie, Universität Bayreuth Kleine Klassen bringen nichts. Die Zeit, „Ich bin superwichtig!“, M Spiewak, Der Finanzminister freut sich.

4 Auswahlthese 2: AD W. Wagner, Didaktik der Chemie, Universität Bayreuth Auf den Lehrer kommt es an. Die Zeit, anlässlich des Erscheinens des Jahresberichts der Schulinspektion Hamburg, M Spiewak, ALLE Lehrer freuen sich.

5 Auswahlthese 3: AD W. Wagner, Didaktik der Chemie, Universität Bayreuth Offener Unterricht bringt nichts. Die Zeit, „Ich bin superwichtig!“, M Spiewak, von 3 Lehrerverbänden freuen sich. Folgerung: Frontalunterricht ist gar nicht so schlecht.

6 Gliederung AD W. Wagner, Didaktik der Chemie, Universität Bayreuth 1.Eckdaten der Studie 2.Einige notwendige Grundbegriffe aus der Statistik 3.Ergebnisse, richtig gestellt 4.Zusammenfassung und Ausblick Ziel: Beweis führen, dass Hattie das so nicht geschrieben (und gemeint) hat.

7 „Kleine Klassen bringen nichts“ AD W. Wagner, Didaktik der Chemie, Universität Bayreuth Klassengröße d=0,21 -0,21,2 0,40 0,15 0,6 0,01,0 Wie kommt Hattie (?) zu solchen Aussagen?

8 1. Die Eckdaten AD W. Wagner, Didaktik der Chemie, Universität Bayreuth 736 Meta-Analysen Studien Teilnehmer (PISA <1 Mio.) 138 Faktoren gruppiert zu 6 Domänen.

9 1. Die Eckdaten AD W. Wagner, Didaktik der Chemie, Universität Bayreuth Domänen: 1.Lernende 2.Elternhaus 3.Schule 4.Lehrpersonen 5.Curriculum 6.Unterrichten I+II Weil: geringer Effekt betroffen unser Beruf

10 1. Die Eckdaten AD W. Wagner, Didaktik der Chemie, Universität Bayreuth 736 Meta-Analysen D: 23 Studien = 3%

11 Zitat AD W. Wagner, Didaktik der Chemie, Universität Bayreuth „Nur das, was [in englisch] veröffentlicht wird, trägt zum gewaltigen global verfügbaren Wissenkorpus bei. Um die im deutschsprachigen Raum vorhandene, in Hatties Buch lediglich beiläufig berücksichtigte Forschung, anschließbar zu machen… ist eine Übersetzung … förderlich.“ Übersetzer B&Z S. VII

12 Zitat AD W. Wagner, Didaktik der Chemie, Universität Bayreuth „Man sollte die Ergebnisse … nicht auf nicht-englischsprachige oder nicht hoch entwickelte Länder übertragen.“ Hattie S. 16

13 1. Eckdaten AD W. Wagner, Didaktik der Chemie, Universität Bayreuth englisch Auswahl: dt. frz. span. Kindergarten bis Universität Mathematik Lesen/ Schreiben Science kognitivaffektiv psycho- motorisch sozial

14 „Kleine Klassen bringen nichts“… AD W. Wagner, Didaktik der Chemie, Universität Bayreuth Klassengröße d=0,21 -0,21,2 0,40 0,15 0,6 0,01,0 …an kognitivem Lernzuwachs in Mathematik von Schulen in englischsprachigen, industrialisierten Ländern.

15 1. Eckdaten AD W. Wagner, Didaktik der Chemie, Universität Bayreuth /3 Studie Meta-Analyse Legende: Aktualität

16 2. Grundbegriffe AD W. Wagner, Didaktik der Chemie, Universität Bayreuth Klassengröße -0,21,2 0,40 0,15 0,6 0,01,0 d=0,21

17 Standardabweichung 2. Grundbegriffe AD W. Wagner, Didaktik der Chemie, Universität Bayreuth Statistik, z.B. Grundgesamtheit einer Studie N=2500 MW KontrollgruppeMW Treatmentgruppe Normalverteilung Effektstärke = (MW Treatment – MW Kontrolle )/Standardabweichung 34%

18 „Kleine Klassen bringen nichts“ AD W. Wagner, Didaktik der Chemie, Universität Bayreuth Klassengröße d=0,21 -0,21,2 0,40 0,15 0,6 0,01,0 Ist Effektstärke d=0,21 viel oder wenig?

19 Schulbesuch Entwicklung umkehrenderwünscht 2. Grundbegriffe AD W. Wagner, Didaktik der Chemie, Universität Bayreuth Beispieleffekt d=0,21 -0,21,2 0,40 0,15 0,6 0,01,0 Effektstärke-Skala und Hattie-Barometer

20 ,69-0,55-0,45-0,35-0,25-0,15-0,05 0,050,150,250,350,450,550,650,750,850,951,051,151,251,351,451,551,65 1,8 2,00+ Effektstärke Anzahl Studien Gesamtverteilung der Effektstärken AD W. Wagner, Didaktik der Chemie, Universität Bayreuth 0

21 ,69-0,55-0,45-0,35-0,25-0,15-0,05 0,050,150,250,350,450,550,650,750,850,951,051,151,251,351,451,551,65 1,8 2,00+ Effektstärke Anzahl Studien Zusammenfassung bisher: AD W. Wagner, Didaktik der Chemie, Universität Bayreuth 0 90% der Effektstärken sind positiv = „nahezu alles funktioniert“ „Die Einführung nahezu jeder Innovation ist besser als ihre Abwesenheit.“

22 ,69-0,55-0,45-0,35-0,25-0,15-0,05 0,050,150,250,350,450,550,650,750,850,951,051,151,251,351,451,551,65 1,8 2,00+ Effektstärke Anzahl Studien Zusammenfassung bisher: AD W. Wagner, Didaktik der Chemie, Universität Bayreuth 0 Von den restlichen 10% sind die Hälfte erwartet negative Effekte („Unterrichtsstörung behindert“) S. 20

23 ,69-0,55-0,45-0,35-0,25-0,15-0,05 0,050,150,250,350,450,550,650,750,850,951,051,151,251,351,451,551,65 1,8 2,00+ Effektstärke Anzahl Studien Zusammenfassung bisher: AD W. Wagner, Didaktik der Chemie, Universität Bayreuth 0 Schwellenwert d=0,4: =durchschnittliche Lernleistung bei durchschnittlichem Lehrer USA d = 0,24/a NZ d = 0,35/a;

24 ,69-0,55-0,45-0,35-0,25-0,15-0,05 0,050,150,250,350,450,550,650,750,850,951,051,151,251,351,451,551,65 1,8 2,00+ Effektstärke Anzahl Studien Zusammenfassung bisher: AD W. Wagner, Didaktik der Chemie, Universität Bayreuth 0 d>0,4 auf jeden Fall anzustreben d<0,4 von „Kosten“ abhängig (Bsp. später)

25 ,69-0,55-0,45-0,35-0,25-0,15-0,05 0,050,150,250,350,450,550,650,750,850,951,051,151,251,351,451,551,65 1,8 2,00+ Effektstärke Anzahl Studien Zusammenfassung bisher: AD W. Wagner, Didaktik der Chemie, Universität Bayreuth 0 d>0,4 auf jeden Fall anzustreben d<0,4 von „Kosten“ abhängig (Bsp. später)

26 Drei Beispiele für Interpretationsfehler: 1.Hausaufgaben d = 0,29 2.Team Teaching d = 0,19 3.Sommerferien d = -0,09 AD W. Wagner, Didaktik der Chemie, Universität Bayreuth

27 Interpretationsfehler Hausaufgaben AD W. Wagner, Didaktik der Chemie, Universität Bayreuth d=0,29 Platz 88 von 138; aber: An Colleges wirksamer als an Elementary Schools. Am College nur dann wirksam, wenn die entsprechende Arbeitskultur in der Elementary School erworben wurde! Übersetzer B&Z S. VIII-IX

28 Interpretationsfehler team-teaching AD W. Wagner, Didaktik der Chemie, Universität Bayreuth D=0,19 Platz 111 von 138; aber: Ist Grundbedingung für starke Effekte: Formative Evaluationd=0,90 Peer-Tutoringd=0,55 Reziprokes Lehren d=0,74 Übersetzer B&Z S. XIII

29 Interpretationsfehler Sommerferien AD W. Wagner, Didaktik der Chemie, Universität Bayreuth d=-0,09 Platz 134 von 138; aber: In anderen Ländern 3 Monate! Effekt nicht auf Mathe, aber auf Zeit für Eltern Zeit für Freunde Zeit für Langeweile…! „Schule sollte sich davor hüten, sich auf Nutzen zu beschränken.“ Übersetzer B&Z S. XIII

30 Zusammenfassung bisher: Übertragbarkeit sehr eingeschränkt und je nach Domäne unterschiedlich (Schülereffekte eher ja, Rahmen eher nein) Übersetzer, XV-XVI Zitat AD W. Wagner, Didaktik der Chemie, Universität Bayreuth

31 3 Richtigstellungen AD W. Wagner, Didaktik der Chemie, Universität Bayreuth Bsp. 1: Klassengröße Domäne Schuled=0,23 Hauptabschnitte: 1.Allgemeine Effekte 2.Schultyp 3.Organisation (z.B. Schulgröße) 4.Klassenbildung (z.B. Größe, offener Unterricht?, Differenzierung…) 5.Hochbegabte (z.B. Akzelleration) 6.Klassen (z.B. Zusammenhalt, Störungen…)

32 Klassengröße AD W. Wagner, Didaktik der Chemie, Universität Bayreuth Klassengröße d=0,21 -0,21,2 0,40 0,15 0,6 0,01,0 Schulbesuch Entwicklung umkehrenderwünscht

33 3 Richtigstellungen AD W. Wagner, Didaktik der Chemie, Universität Bayreuth Bsp. 1: Klassengröße, Zitat: „Ein Grund … ist darin zu sehen, dass Lehrpersonen kleinerer Klassen dieselben Lehrmethoden verwenden … und dass sie damit die Chancen … ungenutzt lassen.“ Hattie S. 103 Erinnerung: gemessen wurde nur der kognitive Lernzuwachs der Schüler, nicht Arbeitsbedingungen der Lehrer!

34 3 Richtigstellungen AD W. Wagner, Didaktik der Chemie, Universität Bayreuth Bsp. 1: Klassengröße. Erinnerung: Die meisten Daten stammen aus dem Universitätsbetrieb der USA! („Klassenstärke“ n~80!) Es gibt billigere Maßnahmen mit höheren Effekten (NRW n=25->n=15 => d=+0,2, kostet 700 Mio. €/a; FB+Lehrergehälter?) „…wenn man Lehrpersonen für ihre Arbeit mit kleineren Klassen … fortbildet … können optimale Strategien wirksam werden.“ Hattie S. 104, d=0,62

35 Ihr Fazit 1: AD W. Wagner, Didaktik der Chemie, Universität Bayreuth

36 Hatties Fazit 1: 1.Die Klassengröße hat dann keinen (positiven) Einfluss, wenn NUR diese herabgesetzt wird. 2.Geringe Klassengrößen öffnen aber das Tor zu den richtig hoch wirksamen pädagogischen Maßnahmen (d=0,75-0,90). AD W. Wagner, Didaktik der Chemie, Universität Bayreuth

37 3 Richtigstellungen AD W. Wagner, Didaktik der Chemie, Universität Bayreuth Bsp. 2: Auf den Lehrer kommt es an. Domäne Lehrperson d=0,49 -0,21,2 0,40 0,15 0,6 0,01,0 Schulbesuch Entwicklung umkehrenderwünscht

38 3 Richtigstellungen AD W. Wagner, Didaktik der Chemie, Universität Bayreuth Bsp. 2: Auf den Lehrer kommt es an. Domäne Lehrperson0,49 Hauptabschnitte:

39 3 Richtigstellungen AD W. Wagner, Didaktik der Chemie, Universität Bayreuth 1.Lehrpersonen-Effekte („welchen Lehrer man kriegt“)………………… Lehrerbildung…………………………… 3.Micro-Teaching…………………………. 4.Fachkompetenz………………………… 5.Qualität aus Schülersicht……………… 6.Lehrer-Schüler-Beziehung……………. 7.Lehrerfortbildung………………………. 8.Erwartungen des Lehrers an Schüler.. 9.Nicht-Etikettieren………………………. 10.Klarheit der Lehrperson………………. 0,32 0,11 0,88 0,09 0,44 0,72 0,62 0,43 0,61 0,75 Schätzungen!

40 3 Richtigstellungen AD W. Wagner, Didaktik der Chemie, Universität Bayreuth Bsp. 2: Auf den Lehrer kommt es an. „…das aktuelle Mantra, wonach es auf die Lehrperson ankommt, (ist) missverständlich.“ Hattie S. 129, Zitat a Der „typische“ Hattie-Lehrer Hattie S. 129, Zitat b Fachkompetenz Hattie S. 136 Zitat Klarheit der Lehrperson Hattie S. 150 Zitat

41 bpv und brlv „Die vorliegenden PISA-Studien einschließlich der aktuellen (2012) … bestätigen einmal mehr die Ergebnisse der Meta-Studie von John Hattie … Auf den Lehrer und auf das Unterrichtsklima kommt es an.“ A. Huber in https://www.facebook.com/permalink.php?id= &story_fbid= AD W. Wagner, Didaktik der Chemie, Universität Bayreuth

42 3 Richtigstellungen AD W. Wagner, Didaktik der Chemie, Universität Bayreuth Bsp. 2: Auf den Lehrer kommt es an. Zitate: Nicht „was Lehrpersonen tun ist wichtig“ sondern „was EINIGE Lehrpersonen tun ist wichtig“. Hattie S. 28 „es kommt auf diejenigen Lehrer an … die den Lernenden zeigen, wie man … Denkweisen und Strategien entwickelt.“ Hattie S

43 Ihr Fazit 2: AD W. Wagner, Didaktik der Chemie, Universität Bayreuth

44 Mein Fazit 2: Manche Lehrerverbände haben entweder nur den Satz „Auf den Lehrer kommt es an“ gelesen oder, schlimmer noch, sie deuten ihn um im Sinn „jeder Lehrer soll bleiben wie er ist“ (fränkisch „bassd scho“). AD W. Wagner, Didaktik der Chemie, Universität Bayreuth

45 3 Richtigstellungen AD W. Wagner, Didaktik der Chemie, Universität Bayreuth Bsp. 3: Offener Unterricht bringt nichts. Domäne Schule statt Unterricht ??? Hauptabschnitt Klassenbildung: 4.Klassenbildung (offene Klassenzimmer, offene Lehr- und Lernformen…)

46 „Offene Lehr- und Lernformen“ AD W. Wagner, Didaktik der Chemie, Universität Bayreuth Offene L/L-Formen d=0,01 -0,21,2 0,40 0,15 0,6 0,01,0 Schulbesuch Entwicklung umkehrenderwünscht

47 3 Richtigstellungen AD W. Wagner, Didaktik der Chemie, Universität Bayreuth Bsp. 3: Offener Unterricht bringt nichts. „In vielen Studien wird festgestellt, dass zwar häufig die Architektur des Klassenzimmers offen ist, aber dies noch lange keine Garantie dafür ist, dass … die Prinzipien offener Formen des Lehrens Anwendung finden.“ Hattie S. 105

48 3 Richtigstellungen AD W. Wagner, Didaktik der Chemie, Universität Bayreuth Bsp. 3: Offener Unterricht bringt nichts. Domäne Unterrichten I: 8.Feedbackd=0,73 11.Formative Evaluationd=0,90 15.Rhythmisiertes Übend=0,71 16.Peer-Tutoringd=0,55 17.Mentoringd=0,15 18.Metakognitiond=0,69 19.Lerntechnikend=0,59 22.Zuschnitt Methode auf Schülerd=0,19 23.Passung von Methode zu Lernstild=0,41 24.Individualisierungd=0,23 Welche Maßnahmen davon setzen Sie regelmäßig ein?

49 3 Richtigstellungen AD W. Wagner, Didaktik der Chemie, Universität Bayreuth Bsp. 3: Offener Unterricht bringt nichts. Domäne Unterrichten II: 1.Lehrstrategiend=0,60 2.Reziprokes Lehrend=0,74 3.Direkte Instruktiond=0,59 Daraus schließt der bpv: „Frontalunterricht ist gar nicht so schlecht.“

50 Frontalunterricht AD W. Wagner, Didaktik der Chemie, Universität Bayreuth „Strukturiert und disziplinbewusst, fachbezogen und stets im Mittelpunkt des Geschehens: Den Lehrertyp kenn ich, wird mancher in Deutschland sagen, den findet man doch bei uns in jedem Gym! Doch so sehr Hattie den «Lerncoach» ablehnt, …, so wenig taugen seine Forschungen, um den traditionellen Studienrat zu rehabilitieren, der seinen Schülern die Früchte eines umfassenden Fachwissens mittels Vorträgen kredenzt…“ M. Spiewak (Die Zeit):

51 Exkurs: Direkte Instruktion AD W. Wagner, Didaktik der Chemie, Universität Bayreuth (Artikulations)Stufen: Hattie S. 243, sinngemäß 1.Lehrer hat Lehrziele (Unterrichtsplanung) 2.Lehrer teilt Erfolgskriterien mit 3.(echte) Problemorientierung („Motivation“) 4.Klarer Aufbau der UE („roter Faden“): Input Modell-Lernen Erfolgskontrolle 5.Angeleitetes Üben (1) 6.Abschluss (Sicherung + Metakognition) (Wiederholen) (2) Zitat b S Unabhängiges Üben („Hausaufgaben“) (3)

52 Direkte Instruktion AD W. Wagner, Didaktik der Chemie, Universität Bayreuth Hattie S. 242 Zitat Direkte Instruktion  Frontalunterricht ! „… Direkte Instruktion hat fälschlicherweise einen schlechten Ruf, insbesondere dann, wenn es mit Frontalunterricht verwechselt wird.“ S. 243 Didactic Instruktion = Frontalunterricht !

53 Ihr Fazit 3: AD W. Wagner, Didaktik der Chemie, Universität Bayreuth

54 Mein Fazit 3 Wer immer noch behauptet „Frontalunterricht ist gar nicht so schlecht.“ der kennt Hattie nur aus 3. Hand oder übersetzt aus dem Englischen auf 5.-Klasse-Niveau. AD W. Wagner, Didaktik der Chemie, Universität Bayreuth

55 Zusammenfassung AD W. Wagner, Didaktik der Chemie, Universität Bayreuth Wegweiser für Exzellenz im Bildungsbereich: nach S Lehrer wirken stark, sind aber nicht das Wichtigste (Hinweis: „…diese Behauptung (das Wichtigste) überfordert Lehrkräfte...“. Die Übersetzer S. XXI.) 2.Lehrer müssen leitend, fürsorglich und leiden- schaftlich bezüglich Lehren und Lernen sein. 3.Lehrer müssen auf der Grundlage ihrer Fachkompetenz Feedback geben. 4.Lehrer müssen wahrnehmen, was Lernende denken (daher Titel „Lernen sichtbar machen“). 5.Lehrer müssen sinnstiftende Erfahrungen ermöglichen.

56 Zusammenfassung AD W. Wagner, Didaktik der Chemie, Universität Bayreuth 7.Wohin gehst du? Wie kommst du voran? Wohin geht es danach? 8.Nicht das Wissen, die Konstruktion des Wissens durch Lernende ist entscheidend. 9.Schulleiter und Lehrer müssen Lehrerzimmer und Klassenzimmer schaffen, in denen Fehler als Lerngelegenheit willkommen sind. 10.Jeder Lernende muss sich in der Lernlandschaft so sicher fühlen, dass es Freude bereitet, Wissen und Erkenntnisse zu erkunden.

57 4 Ausblick: ein paar Zitate AD W. Wagner, Didaktik der Chemie, Universität Bayreuth „Lehrpersonen sprechen mit ihren Kollegen oft über Lehrplan, Benotung, Kinder und Mangel an Zeit und Ressourcen, aber kaum über die Art und Weise wie sie unterrichten.“ Hattie S. 1

58 4 Ausblick: ein paar Zitate AD W. Wagner, Didaktik der Chemie, Universität Bayreuth „Der Novize strebt danach, Wissen zu produzieren, während der Experte eher an dem Verknüpfen von Wissen interessiert ist. Sammeln geht dem Verknüpfen voraus. Lehren darf sich aber nicht im Sammeln erschöpfen.“ Sinngemäß nach Hattie S. 37

59 4 Ausblick: ein paar Zitate AD W. Wagner, Didaktik der Chemie, Universität Bayreuth „Lehrer haben eine vollkommen lehrerzentrierte Vorstellung von schülerzentriertem Unterricht.“ Aus: „Mr. Hattie und der Offene Unterricht“, Gastbeitrag von Falko Peschel auf hattie-und-der-offene-unterricht/

60 4 Ausblick: ein paar Zitate AD W. Wagner, Didaktik der Chemie, Universität Bayreuth „Im Bildungswesen mangelt es weniger an einer Versorgung mit guten ‚Probier-einmal‘-Ideen, sondern an der Nachfrage danach.“ Hattie S. 3

61 4 Ausblick: ein paar Zitate Der Philologenverband fordert… „…teure und arbeitsaufwändige pädagogische Zeiterscheinungen wie das … sollten schnellstmöglich wieder aufgegeben und die Lehrkräfte wieder in den Mittelpunkt des Geschehens im Klassenraum gestellt werden.“ AD W. Wagner, Didaktik der Chemie, Universität Bayreuth

62 4 Ausblick: ein paar Zitate AD W. Wagner, Didaktik der Chemie, Universität Bayreuth „Es gibt tausende Studien über die Wirksamkeit von Methoden. Aber sie werden kaum von Lehrpersonen genutzt…“ Hattie S. 3

63 4 Ausblick AD W. Wagner, Didaktik der Chemie, Universität Bayreuth Warum können sie (Lehrer) sich nicht ändern? Zitat S. 296

64 Für uns AD W. Wagner, Didaktik der Chemie, Universität Bayreuth „Die entscheidende Frage ist weniger, WIE man sich ändert, sondern WARUM wir es nicht tun.“

65 AD W. Wagner, Didaktik der Chemie, Universität Bayreuth

66 Exkurs: gute Lehrer nach Hattie… 1.…lernen selber dauernd (Pädagogisches) hinzu (d=1,09) 2.kennen den Effekt ihrer Bemühung auf den Erfolg von Unterricht (d=1,02), 3.… 4.besitzen Leidenschaft für das Unterrichten (d=0,90), 5.besitzen Verständnis für ihr Fach (nicht NUR Fachwissen) (d=0,87), 6.können gut improvisieren (d=0,84), 7.unterrichten problemorientiert („-lösend“) (d=0,82), 8.sorgen für positives Lernklima in den Klassen (d=0,67), 9.und zeigen Respekt gegenüber Lernenden (d=0,61). AD W. Wagner, Didaktik der Chemie, Universität Bayreuth

67 Exkurs: gute Lehrer aus Schülersicht… 1.ermuntern (Probleme zu durchdenken), 2.haben die Erwartung, dass Schüler ihrem Fach einen hohen Stellenwert beimessen, 3.ermuntern zur Metakognition (Schüler denken über die Art und Qualität ihrer Arbeit nach), 4.wecken die Liebe zum Fach (über Fachsprache, fachspezifische Denkprozesse und Sichtweisen). (aus Untersuchungen im Fach Mathematik) AD W. Wagner, Didaktik der Chemie, Universität Bayreuth

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