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Berlin at War – and After 1939 - 1947. Zeittafel 1. September 1939 Beginn des Zweiten Weltkriegs. 18. Oktober 1941 Massendeportation Berliner Juden beginnt.

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1 Berlin at War – and After

2 Zeittafel 1. September 1939 Beginn des Zweiten Weltkriegs. 18. Oktober 1941 Massendeportation Berliner Juden beginnt. 20. Januar 1942 Wannseekonferenz zur "Endlösung der Judenfrage“. 18. Februar 1943 Aufruf zum "Totalen Krieg" durch Goebbels im Berliner Sportpalast verheerende Luftangriffe auf Berlin. 20. Juli 1944 Attentat gegen Hitler. Hinrichtung der Verschwörer nach dem Fehlschlag. 30. April 1945 Selbstmord Adolf Hitlers im Bunker der Reichskanzlei. 2. Mai 1945: Kapitulation Berlins nach der Eroberung durch sowjetische Truppen. Berlin hat noch 2,8 Millionen Einwohner (vor dem Krieg: 4,3 Mio), jedes dritte Wohnhaus ist zerstört. 8. Mai 1945: Großadmiral Karl Dönitz unterzeichnet die Gesamtkapitulation der deutschen Wehrmacht in Berlin-Karlshorst. Juli 1945: die westlichen alliierten Truppen (USA, Frankreich, Großbritannien) erreichen Berlin, Aufteilung der Stadt in 3, dann 4 Sektoren

3 Unbehagen und Widerstand in Berlin (Disquite and Resistance) 20. Juli 1944 Attentat gegen Hitler (Operation „Walküre“, angeführt von Oberst Claus Graf Schenk von Stauffenberg). Hinrichtung der Verschwörer nach dem Fehlschlag. Die Rote Kapelle: Kreis verschiedener, links ausgerichteter Widerstandsgruppen, die ab 1939 Kriegssabotage organisierte (wichtigste Köpfe: Harro Schulze-Boysen, Arvid Harnack, Adam und Greta Kuckhoff) Herrnstadt-Gruppe (Rudolf Herrnstadt, Gerhard Kegel), Zusammenarbeit mit der sowjetischen Armee Hunderte, heute fast unbekannte Personen, die politische Verfolgte oder Juden versteckten bzw. politische Aufklärung betrieben (siehe z.B. Hans Fallada: Jeder stirbt für sich allein, oder Eran Tiefenbrunn: Wilmas Keller)

4 Die „Schlacht um Berlin“ 16. April bis 2. Mai 1945 Hitlers Befehl vom 9. März 1945: „Berlin bis zum letzten Mann und zur letzten Patrone zu verteidigen“ Standgerichte und Exekutionskommandos erzwangen Fortsetzung des Kampfes Erste entscheidende Phase: Schlacht um die Seelower Höhen, April Soldaten getötet, Soldaten verletzt, mehrere Zehntausend Zivilisten getötet Resultat: Besetzung Berlins durch die Rote Armee

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6 Aus: Kurt Bartsch: Fanny Holzbein (Roman, 2004) - Der Untergang der Stadt war beschlossene Sache. Überall sah man Zeichen dafür. Geschütze wurden in Stellung gebracht. Laufgräben gezogen, Gefechtsstände unter die Erde verlegt. Über Straßen und Brücken hatte man Tarnnetze gezogen, damit sie eins würden mit dem Grün der Wälder, die die Stadt umgaben. - Achthundert Bomber vom Typ B17, Flying Fortress, sind es, die der Reichshauptstadt einen Besuch abstatten. Die Flugzeuge kommen fast jeden Tag. In der Nacht die Engländer, am Tage die Amerikaner. - (…) annähernd zwanzigtausend Geschütze, dreitausend Panzer und, über den Daumen gepeilt, anderthalb Millionen Gewehre, Maschinenpistolen usw., die in die Stadt hineinschießen. Aus der Stadt heraus schießen nur etwa fünfhundert Geschütze, dreihundert Panzerkanonen und, grob geschätzt, einhunderttausend Handfeuerwaffen, Panzerfäuste etc. Der Feind rückt von mehreren Seiten an. Er will die Stadt in die Zange nehmen und wie eine Nuß zerdrücken. - Vierzigtausend Tonnen Sprengstoff werden innerhalb von zehn Tagen auf die Stadt niedergehen. (…) Weltuntergang in Berlin.

7 Aus: Kurt Bartsch: Fanny Holzbein (Roman, 2004) Die Straße ist auch gestorben. Ihre Habseligkeiten liegen verstreut. Ein Stuhl, eine Schüssel ( le), ein Blechlöffel mit Gravur. Eine Straßenbahn steht auf den Schienen. Ausgeglüht, mit geplatzten Scheiben. Ihre Haut, gelber Lack, ist dunkel aufs Pflaster getropft. Die Fahrgäste sind tot oder ausgestiegen. Die Straßenbahn ist verblutet.

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9 Aus dem Befehl Nr. 1 Generaloberst Bersarins, Stadtkommandant von Berlin Die Bevölkerung der Stadt hat volle Ordnung zu bewahren und an ihren Wohnsitzen zu verbleiben. Die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei und alle ihr unterstellten Organisationen (Hitlerjugend, N.S. Frauenschaft, N.S. Studentenbund usw.) sind aufzulösen. Ihre Tätigkeit wird hiermit verboten. Das gesamte führende Personal aller Dienststellen der N.S.D.A.P., Gestapo, Gendarmerie, des Sicherheitsdienstes, der Gefängnisse und aller übrigen staatlichen Dienststellen hat sich binnen 48 Stunden nach Veröffentlichung dieses Befehls in den militärischen Bezirks- und Revierkommandanturen zwecks Registrierung zu melden. Binnen 72 Stunden haben sich ebenfalls alle in der Stadt Berlin verbliebenen Angehörigen der deutschen Wehrmacht, der SS und der SA zwecks Registrierung zu melden. Wer sich zu der festgesetzten Frist nicht meldet oder wer sich der Verbergung solcher Personen schuldig macht, wird gemäß den Gesetzen der Kriegszeit zu strenger Verantwortung gezogen.

10 Bersarin, Befehl Nr 1, ctd. Die Beamten und Angestellten der Bezirksdienststellen haben sich zu mir zwecks Bericht über den Zustand ihrer Dienststellen und Entgegennahme von Anweisungen über die weitere Tätigkeit dieser Dienststellen zu melden. Alle kommunalen Betriebe wie Kraft- und Wasserwerke, Kanalisation, städtische Verkehrsmittel (Untergrund- und Hochbahn, Straßenbahn und Trolleybus); alle Heilanstalten; alle Lebensmittelgeschäfte und Bäckereien haben ihre Arbeit zur Versorgung der Bevölkerung wieder aufzunehmen. Arbeiter und Angestellte der obengenannten Betriebe haben an ihren Arbeitsstätten zu bleiben und ihre Pflichten weiterzuerfüllen. Angestellte der staatlichen Verpflegungslager sowie Privateigentümer von Lebensmittellagern haben binnen 24 Stunden nach Veröffentlichung dieses Befehls alle vorhandenen Lebensmittelvorräte bei den militärischen Bezirkskommandanten zwecks Registrierung anzugeben und sie nur mit Erlaubnis der militärischen Bezirkskommandanten herauszugeben. (...)

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15 New Beginnings Hungerwinter 1945/46 Lebensmittelmarken und Schwarzmärkte Zwischen „Trümmerfrau“ und „Amiliebchen“ Infrastruktur und Verkehr Alliierter Kontrollrat Entnazifizierungs- und Umerziehungsprogramme

16 Schwarzmarkt: Zeugenbericht „[Wir] besuchten die ‚Schwarze Börse’ am Brandenburger Tor. Hier wird von amerikanischen u. russischen Soldaten alles gekauft und verkauft, was es an Uhren, Kleidungsstücken, Ringen, Juwelen, Stiefeln, Ferngläsern, Photoapparaten, Rasiermessern, Pelzmänteln, Strümpfen und seidener Damenwäsche noch gibt. Viele Amerikaner u. Engländer kaufen nur Uhren und Schmuck. Die Russen kaufen aber Kleidung für ihre Frauen und geben außer dem Kaufpreis noch Lebensmittel wie Butter, Wurst, Speck, Zucker und Brot.“

17 Klaus Schlesinger, Erinnerungen Später krochen wir halbgebückt durch finstere Bogengänge, Modergeruch und dumpfer Widerhall der Schritte, ein Loch tat sich auf, fünf Meter lang, durch das Sonnenlicht drang und ein weiteres Vorgehen unmöglich machte, wir verhielten unschlüssig, ob wir nun umkehren sollten, bis Bernie, stockend, die Vermutung äußerte, hier könne er doch, wenn er noch lebte, sich verborgen halten, wir sahen uns an, wußten alle, wen er meinte, starrten in die pechschwarze, uns verborgene Fortsetzung des Ganges, meine Phantasie trieb wilde Blüten, ich sah irgendwo am Ende des Ganges eine Tür, die in einen geheimen Raum führte, dicke Teppiche, Kristalllüster, Goldpokale, und auf einem Stuhl mit hoher Lehne sitzend ihn, den Führer, Schweigen, Schauer über den Rücken, ratloses Verharren, bis Benno Quatsch sagte und die Umkehr entschied (…).

18 Wolfgang Staudte: Die Mörder sind unter uns (1946) E61FEBD7 E61FEBD7


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