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IhF-Mini-Modul Fahreignung und Reisefähigkeit im Alter Stand:01/2010 Gültigkeit:11/2013 Version:3.0 Autor:Dr. Oliver Funken, Rheinbach.

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1 IhF-Mini-Modul Fahreignung und Reisefähigkeit im Alter Stand:01/2010 Gültigkeit:11/2013 Version:3.0 Autor:Dr. Oliver Funken, Rheinbach

2 2 © IhF 01 / 2010 Strukturierte hausärztliche Fortbildung ein modernes Konzept zum Kompetenzerhalt für Hausärzte

3 3 © IhF 01 / 2010 Das Konzept Besuch einer ShF-Veranstaltung „Mini-Modul“ z. B. als Impulsreferat im Qualitätszirkel Kurz-Info und Literatur wird bereitgestellt In der Gesamtversion wird auf die zwei Bereiche „Basiswissen“ und „Neues/Wichtiges“ durch das gelbe bzw. rote Feld hingewiesen: BasiswissenNeues/Wichtiges ShF update ShF basic

4 4 © IhF 01 / 2010 Fahreignung und Reisefähigkeit im Alter Ziele: 1.Reisen im Alter (z. B. Fliegen, postoperativ) 2.Fahreignung im Alter 3.Die rechtlichen Situation bei einge- schränkter Fahreignung

5 5 © IhF 01 / 2010 Demographischer Wandel steigender Anteil älterer Personen an Gesamtbevölkerung steigender Anteil älterer Führerscheinbesitzer: mehr als zwei Drittel der über 65-Jährigen besitzen heute bereits einen Führerschein steigender Anteil älterer Autobesitzer  wachsendes Mobilitätsbedürfnis älterer Menschen!  Anforderung an Verkehrsplanung, Reiseunternehmen ShF basic

6 6 © IhF 01 / 2010 Häufige Unfallsituationen älterer Fahrer Reisefähigkeit im Alter

7 7 © IhF 01 / 2010 Wer sollte nicht fliegen? Patienten mit instabiler Angina pectoris Patienten mit Luftnot bei niedriger Leistungsstufe Patienten mit zunehmender Luftnot oder zunehmenden Ödemen. Patienten mit plötzlichen Bewusstlosigkeiten Instabiler Diabetes mellitus Relevante Anämie (Hb < 9 mg/dl) Nicht eingestellte Hypertonie (syst > 200 mmHg, diast > 120 mmHg *) Individuelle Risikoabschätzung bei kurzen Strecken > evt. Kardiologe! ShF update

8 8 © IhF 01 / 2010 Wer sollte nicht reisen? Patienten innerhalb der ersten 3 Wochen nach Aufdehnung der Herzkranzgefäße 3 Wochen nach Einsetzen eines Herzschrittmachers je nach Befund 3 Wochen nach Herzinfarkt je nach Befund 6 Wochen nach Herzoperation 3 Wochen nach Einsetzen eines Defibrillators Patienten mit Angina pectoris bei niedriger Leistungsstufe (50 Watt *) ShF update

9 9 © IhF 01 / 2010 Wer kann reisen? Grundsätzlich Patienten 3 Wochen nach Aufdehnung der Herzkranzgefäße, 3 Wochen nach Einsetzen eines Herzschrittmachers, 3 Monate nach Herzinfarkt, 3 Monate nach Herzoperation, 3 Wochen nach Einsetzen eines Defibrillators wenn ihre körperliche Leistungsfähigkeit nicht wesentlich eingeschränkt ist. ca. 100 Watt sollten problemlos geschafft werden können.*

10 10 © IhF 01 / 2010 Fallbeispiel 1 73-jähriger Patient, 80 Kg Zustand nach TIA vor 5 Jahren keine motorischen Ausfälle, KHK bei Hypertonie mit Herzinsuffizienz NYHA II, TAA, VES Lown III Ergometer: 100 Watt Ramipril comp 5/25 1x1, Marcumar, Amlodipin 2x5, Simvastatin 40 Reisefähig?

11 11 © IhF 01 / 2010 Fahrtauglich? Medikation? Anmerkungen? Diskussion Fall 1

12 12 © IhF 01 / 2010 Fallbeispiel 2 82-jähriger Patient Gonarthrose Grad 4 bds. Z. n. TEP bds, deg. HWS mit Schwindelanfällen keine Stürze, Deg. LWS bei Z. n. NPP mit radikulären Symptomatik, interm. TAA, Normoton Sehhilfe bei Visuseinschränkung 0,7 bds, Schwerhörigkeit mit Hörgeräten gut eingestellt. Med.: Ramipril 2,5; Bisoprolol 2,5 mg; Diclo 50 b. B., Marcumar n. INR Möchte seine Tochter mit Reisebus 400 Km entfernt besuchen.

13 13 © IhF 01 / 2010 Diskussion Meinungsbild Fahrtauglich? Medikation? Anmerkungen?

14 14 © IhF 01 / 2010 Patienteninformation: Reisetipps Extremsituationen meiden: Hitze, Kälte, Höhe über 2000 Meter, lange Autofahrten, Reisestress, schwere Bergtouren, etc. Sorgfältige Reisevorbereitung verringert das Risiko einer Überbelastung schon bei jüngeren Menschen. Bei älteren ist die Planung und auch die Medikamenten- anpassung unabdingbar. Langsame Eingewöhnung am Urlaubsort. Ernährung-, Flüssigkeitsaufnahme beachten. Tipp: Mobil im Alter – ja, mit Sicherheit (Bast) In den Urlaub stressfrei & sicher (Reisetipps Deutsche Herzstiftung) ShF basic

15 15 © IhF 01 / 2010 Flugreisen Langstrecke Dehydrierung Vier Liter verdunstet ein Erwachsener auf einem Langstreckenflug beispielsweise von Frankfurt nach New York. Prophylaktisch wirksam sind Aufstehen und Umhergehen und Sitzgymnastik mit Betätigung der Wadenpumpe zumindest einmal pro Stunde. Prädisponierte Patienten sollten Kompressionsstrümpfe oder -strumpfhosen tragen und sich ggf. nieder- molekulares Heparin (2 h vor Reiseantritt) applizieren. Bei anschließenden Rundreisen ist die Applikation in 24- stündigen Abständen zu wiederholen (Partsch, H. Reisethrombose. FlugReiseMed. 2/2000). Bei Reisen mit Zeitverschiebung sollte die zeitliche Verschiebung bei der Einnahme der Medikation vorab besprochen werden. Medikamente gehören griffbereit ins Handgepäck, für einen ausreichenden Medikamentenvorrat sollte gesorgt sein. ShF update

16 16 © IhF 01 / 2010 Häufige Unfallsituationen älterer Fahrer Fahreignung im Alter

17 17 © IhF 01 / 2010 Relevante alterskorrelierte Defizite Die Verschlechterung des Sehvermögens Einschränkungen der motorischen Beweglichkeit Das nachlassende Leistungstempo bei der Informationsverarbeitung, der Entscheidung und bei der Ausführung einer geplanten Handlung Die häufigere Überforderung bei neuen, hohen und komplexen Leistungsanforderungen Die verringerte Belastungsfähigkeit Die schnellere Ermüdbarkeit Fehlerhafte Einschätzung eigener Fahrfähigkeiten

18 18 © IhF 01 / 2010 Das „Verkehrsrisiko“ älterer Menschen Häufige Unfallsituationen älterer Fahrer: (Kaiser & Oswald, 2000) Einordnen beim Spurwechsel Einfahren in Kreuzungen, Vorfahrtbeachtung Wende- und Abbiegemanöver Auffahrunfälle Verkehrszeichen übersehen Bewältigung von Konfliktsituationen (insbesondere unter Zeitdruck) ShF basic

19 19 © IhF 01 / 2010 Erhöhtes Unfallrisiko im Alter? 1.Bei einem Bevölkerungsanteil von 17,1 % liegen sie damit weit unter dem Schnitt anderer Altersgruppen 2.Autofahrer über 65 Jahre sind derzeit lediglich in 9,2 % aller Fälle Verursacher eines Unfalls mit Personenschaden 3.Jüngere (18- bis 24-jährige) Autofahrer verursachen dreimal so häufig schwere, tödliche Unfälle wie 65- Jährige

20 20 © IhF 01 / 2010 Kompensationsstrategien älterer Fahrer Seltenere Nutzung des Fahrzeugs Vermeidung von: Stoßzeiten unbekannten Routen Nachtfahrten langsameres Fahren kürzere Strecken längere Fahrpausen Vermeidung von Fahrten unter Alkohol ShF update

21 21 © IhF 01 / 2010 Fahreignungseinschränkende Situation Demenz Sehstörung Kardiologische Erkrankungen Diabetes Hörstörung Medikamenteneinnahme Info: ShF basic

22 22 © IhF 01 / 2010 Demenz Fahruntauglichkeit bei (gesicherter) mittlerer und schwerer Demenz * Fahrtauglichkeit bei fraglicher subklinischer Demenz gegeben Fahrtauglichkeit bei leichten kognitiven Störungen gegeben Fahrprobe sinnvoll (www.fahrerlaubnisrecht.de)www.fahrerlaubnisrecht.de Zusatzqualifikation Verkehrsmedizinische Begutachtung (ÄKN, ÄKHB)**

23 23 © IhF 01 / 2010 Alterserscheinungen am Auge Abnahme des Tränenflüssigkeitsfilmes Einschränkung der Augenmuskelfunktion Veränderungen der Bindehaut Veränderungen der Hornhaut Pupillen- und Irisveränderungen Augenlinsenveränderungen Glaskörperveränderungen Netzhautveränderungen

24 24 © IhF 01 / 2010 Sehen und Hören Führerschein Kl A,A1,B,BE,C,C1,M oder L Mindestanforderung bei Erwerb des Führerschein Sehen Visus0,7 / 0,7 FarbsehenKein Ausschluss GesichtsfeldBinokular im Abstand von 20° bis 25° vom Gesichtsfeldzentrum ohne Einschränkung Horizontal bis fast an die Grenzen der physiologischen Grenzen Hören Grundsätzlich keine Einschränkung der Fahrtauglichkeit * Fahrerlaubnisverordnung 2007

25 25 © IhF 01 / 2010 Kardiologische Erkrankungen Arrhythmien 1 bei symp. HRST oder Synkope 3 m nicht FT nach Beschwerdefreiheit Hypertonie 2 (diast >139 mm Hg, diast RR >100 + weitere Symptome) Myokardinfarkt 3 Einschränkungen nach Re-Infarkt möglich Herzinsuffizienz 4 nicht FT bei NYHA III-IV, fraglich NYHA II

26 26 © IhF 01 / 2010 Diabetes Mellitus Fahrtauglichkeit (FT) bei stabiler Stoffwechsellage Bei potentieller Hypoglykämiegefahr FT unter den Voraussetzungen: Einhalten der Schulungsinhalte Aufklärung durch den behandelnden Arzt Wenn möglich, Einsatz von Medikamenten ohne Hypoglykämiegefahr

27 27 © IhF 01 / 2010 Diabetes Mellitus (nur IDDM) Fahrantritt nur bei Wohlbefinden Blutzucker-Kontrolle vor Fahrantritt Protokollheft führen Mitführen von Blutzucker-Messgerät Mitführen von Traubenzucker u. ä. Regelmäßige Pausen und Blutzucker-Kontrollen Fahrtabbruch bei hypoglycämischen Zeichen Sicher die Behandlung der Hypoglycämie beherrschen IDDM = insulinabhängiger Diabetes Mellitus

28 28 © IhF 01 / 2010 Medikamenteneinnahme Verkehrsmedizinische Relevanz Psychopharmaka Hypnotika, Sedativa Analgetika Narkosemittel Stimulanzien Antiepileptika Antihistaminika Ophtalmika Tipp: Leitlinie „Geriatrie“ Hessen 2008

29 29 © IhF 01 / 2010 Medikamenteneinnahme insgesamt 54 % aller Fertigarzneimittel, ihr Anteil an der Bevölkerung beträgt 21 % Allein bei den Psychopharmaka verbrauchen die 60- bis 70-jährigen Senioren 10 x mehr als die 20- bis 30- jährigen Menschen. Ähnlich sieht es auch bei anderen Medikamenten aus. Auf den Einfluss von Medikamenten werden ca. 10 bis 25 % der Unfälle im Seniorenalter zurückgeführt. ShF basic

30 30 © IhF 01 / 2010 Gefahrensituationen meiden: z. B. Dämmerung, Dunkelheit, gefährliche, stark befahrene Straßen, Ungesicherte Übergänge (unter Inkaufnahme eines Umweges nur an gesicherten Übergängen überqueren) Eingeschränktes Gesichtsfeld (bewusst nach links und rechts schauen, ggf. unter Drehung des ganzen Körpers) z. B. glatte Straßen (Gefahr des Sturzes mit Oberschenkelhalsbruch!) schlechtes Wetter Patienteninformation: Tipps zum Verhalten im Verkehr

31 31 © IhF 01 / 2010 Hilfsmittel/Erleichterungen nutzen: Brille, Hörgerät, Gehhilfen, Einkaufshilfen (Rollator etc.) sich helfen lassen Patienteninformation: Tipps zum Verhalten im Verkehr

32 32 © IhF 01 / 2010 Hilfsmittel/ Erleichterungen nutzen im Auto Klimaanlage asphärische Spiegel Ultraschallabstandsgerät als Einparkhilfe bzw. zum geschwindigkeitsabhängigen Abstandhalten gute Vorbereitung einer Fahrt Fahrerassistenzsysteme (z. B. Navigationssystem) möglichst zu Zeiten mit weniger Verkehr unterwegs sein Patienteninformation: Tipps zum Verhalten im Verkehr

33 33 © IhF 01 / 2010 Fahrerassistenzsysteme für Ältere: Was kann empfohlen werden? Systeme, die Fahr-/Führungsaufgaben teilweise übernehmen, stellen eine Erleichterung dar und können auch unmittelbar sicherheitsrelevant sein … aber einschränkend ist zu beachten, Technik muss simpel sein der Fahrer auch in der Lage sein muss, dass System zu verstehen (Interaktionswissen, Systemgrenzen) Gewöhnung eintreten kann, Systeme aber nicht 100% funktionieren

34 34 © IhF 01 / 2010 Fahrerassistenzsysteme für Ältere: Was kann empfohlen werden? ESP: Elektronisches Stabilitätsprogramm Navigationssystem Einparkhilfe Licht- / Regensensor Xenonlicht Kurvenlicht ACC Adaptive Cruise Control Spurverlassenswarnung

35 35 © IhF 01 / 2010 Fahrerassistenzsysteme für Ältere: Eher nicht zu empfehlen Head Up Display geringere Blickabwendung Hervorheben wesentlicher Info wäre möglich keine unnötigen Info einspielen kann auch irritieren, gerade bei älteren Menschen Tempomat ist zwar eine Entlastung aber Vorsicht: hier gibt das Auto von alleine Gas! Speedlimiter Geschwindigkeitsüberschreitung scheint kein wesentliches Problem älterer Fahrer/innen zu sein

36 36 © IhF 01 / 2010 Fallbeispiel 3 74-jährige Patientin mit Gedächtnisstörungen, im erstmals durchgeführten MMST geringe Einschränkungen, Hypertonus, Harninkontinenz, chronisches LWS-Syndrom bei Zuckererkrankung NIDDM unter oraler Therapie immer wieder Hypo´s bei unregelmäßiger Nahrungsaufnahme Medikation: Glibenclamid 3, , Ramipril 5 1x1, Darifenacin 7,5 ASS 100, Ibuprofen ret 2x800, Tramadol 100 ret 2x Urlaub mit Flug nach Kroatien. Bedenken?

37 37 © IhF 01 / 2010 Hypoglykämie Vorgehen? Interaktion Ibuprofen – ASS – Tramadol? Darifenacin? Demenztestverfahren? Diskussion zu Fallbeispiel 3

38 38 © IhF 01 / 2010 Die ärztlichen Aufklärungspflichten in Bezug auf die Fahruntauglichkeit  ShF update Inhalt und Umfang der Aufklärungspflicht: Selbstbestimmungsaufklärung Sicherungsaufklärung Hierunter fällt auch die Belehrung des Patienten durch den Arzt bei Vorliegen einer Fahruntauglichkeit infolge Krankheit oder Medikation. Wichtig: Die Aufklärung des Patienten ist in der Krankenakte präzise und unter Auflistung der erteilten Warnungen zu dokumentieren.

39 39 © IhF 01 / 2010 Am tt.mm.jjjj wurde Patient XY Medikament XYZ verordnet. Dieses kann die Fahrtauglichkeit einschränken. Ich habe den Patienten hierüber aufgeklärt, insbesondere: Reaktionsvermögen Einschränkung des Wachheitsgrades Schwindel Sehstörungen Sonstiges Datum und Unterschriften ArztPatient Handout Patientenaufklärung

40 40 © IhF 01 / 2010 Konsequenzen bei Verletzung der Aufklärungspflicht zivil- als auch strafrechtliche Folgen bei fehlender/ mangelhafter Aufklärung des Patienten durch den Arzt fehlende/unzureichende Sicherungsaufklärung = Behandlungsfehler, der einen Sorgfaltspflichtverstoß begründet  Strafrechtlich: Fahrlässige Körperverletzung /Tötung  Zivilrechtlich: Haftung auf Schadensersatz

41 41 © IhF 01 / 2010 Unterrichtung Dritter  ShF basic Grundsätzliche Problemstellung: Was ist zu tun bei Missachtung der ärztlichen Empfehlungen durch den Patienten? Jede Unterrichtung Dritter über nicht allgemein bekannte Umstände, die dem Arzt im Rahmen seiner Berufsausübung bekannt geworden sind, stellen einen Bruch der ärztlichen Schweigepflicht dar (  Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder Geldstrafe). Umgekehrt kann die Unterlassung einer Unterrichtung dritter Personen im Einzelfall auch zu strafrechtlichen und zivilrechtlichen Konsequenzen führen.

42 42 © IhF 01 / 2010 Unterrichtung der Straßenverkehrsbehörden ShF update KEINE Verletzung von Privatgeheimnissen, wenn der Arzt einen Patienten, der trotz entsprechender Aufklärung weiterhin ein Fahrzeug führt, der Fahrerlaubnisbehörde meldet*. Bei irrtümlicher Annahme der Fahruntauglichkeit durch den Arzt liegt ebenfalls keine Strafbarkeit vor, jedoch sind zivilrechtliche Ansprüche denkbar. Der Arzt KANN die Fahrerlaubnisbehörde unterrichten, aber es besteht keine Pflicht.** Ausnahme iatrogene Ursache

43 43 © IhF 01 / 2010 Konsequenz Da die Rechtslage schwierig ist, sollte der Hausarzt eine einheitliche Strategie bei allen Patienten entwickeln. Aufkl ä rung Nebenwirkungen Dokumentation Vordruck Umgang mit Patienten, die h ä ufig Unf ä lle mit dem Auto haben und Medikamente nehmen

44 44 © IhF 01 / 2010 Schlüsselrolle Hausarzt Dem Hausarzt kommt als kompetenter Vertrauensperson kann bei Reise- und Fahrtauglichkeit eine Schlüsselfunktion zukommen. Die Leistungen der Beratung und die Tests sind keine Leistungen der GKV Analog GOÄ Ziffer: z. B. 34

45 45 © IhF 01 / 2010 Schlüsselrolle Hausarzt Individuelle reisemedizinische Beratung mit Impfplan Analog GOÄ Ziffern: Individuelle reisemedizinische Beratung mit Impfplan und gründlicher Untersuchung Analog GOÄ Ziffern: 8, Zusammenstellung einer Reiseapotheke (schriftlich) Analog GOÄ Ziffern: Internationaler Impfausweis blanko 5..- Attest zur Vorlage bei Einreisebehörden über mitgeführte medizinische Ausrüstung Analog GOÄ Ziffern: Prüfung der Voraussetzungen und Ausstellung einer Bescheinigung zur Vorlage bei einer Versicherung wegen Stornierung einer Reise aufgrund einer Erkrankung (Reiserücktrittsversicherung) analog GOÄ Ziffern: Vorschlagsliste IgeL

46 46 © IhF 01 / 2010 IhF-Mini-Modul Fahreignung und Reisefähigkeit im Alter Der Autor erklärt, keinerlei Interessenskonflikte gegenüber Firmen, erwähnter Produkte oder Medikamente zu haben.

47 47 © IhF 01 / 2010 Asthma/COPD Das fiebernde Kind Enuresis im Kindesalter Gerinnungshemmung Halsschmerzen Herzinsuffizienz Husten J1 – Jugend- gesundheitsvorsorge Ohrenschmerzen Osteoporose Rhinosinusitis Schwindel Thoraxschmerz Akuter Bewusstseinsverlust Palliativmedizin (Doppel-Module) Weitere IhF Mini-Module (Stand: Dezember 2009) Copyright: Institut für hausärztliche Fortbildung im Deutschen Hausärzteverband (IhF) e. V. Von-der-Wettern-Str Köln Tel / Fax /

48 48 © IhF 01 / 2010 Ergänzungen Testverfahren Rechtliche Situation

49 49 © IhF 01 / 2010 Konzentrationsfähigkeit und Vigilanz Diagnostische Verfahren Diagnostische Verfahren Alters-Konzentrations-Test (AKT)

50 50 © IhF 01 / 2010 Altersbedingte Makula-Degeneration Diagnostische Verfahren AMSLER-Raster

51 51 © IhF 01 / 2010 Durchführungsdauer  Langform ca. 25 Min.  Kurzform ca. 15 Min. Linienverfolgungstest (LVT) selektiven Aufmerksamkeit im visuellen Bereich

52 52 © IhF 01 / 2010 Grundlagen des Fahrerlaubnisrechts Straßenverkehrsgesetz (StVG) Fahrerlaubnisverordnung (FeV) ersetzt Vorschriften der früheren Straßenverkehrszulassungsordnung, (StVZO) Ist die Eignung zum Führen von Kfz nachträglich weggefallen, so hat die zuständige Fahrerlaubnisbehörde die Fahrerlaubnis gem. § 3 StVG i. V. m. § 46 FeV zu entziehen. Daten/Vorlesungsskript_Verkehrstauglichkeit_des_älteren_Mensc hen.pdf

53 53 © IhF 01 / 2010 Weiterführende Informationen Internetlinks: Daten/Vorlesungsskript_Verkehrstauglichkeit_des_älteren_Menschen.pdf


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