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Wir entdecken Ihren Dialekt- und Sprachschatz. Prof. Dr. Claudia VilligerSprachwissenschaftliche Grundlagen des Textens2 Überblick Ziel: Dialekt- und.

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Präsentation zum Thema: "Wir entdecken Ihren Dialekt- und Sprachschatz. Prof. Dr. Claudia VilligerSprachwissenschaftliche Grundlagen des Textens2 Überblick Ziel: Dialekt- und."—  Präsentation transkript:

1 Wir entdecken Ihren Dialekt- und Sprachschatz

2 Prof. Dr. Claudia VilligerSprachwissenschaftliche Grundlagen des Textens2 Überblick Ziel: Dialekt- und Sprachkompetenzen kennenlernen Abgrenzung von Dialekt und Standardsprache verstehen –grundlegende Einordnung von Dialekten des deutschen Sprachraums –Entwicklung der deutschen Standardsprache Sprachen unterscheiden –Aspekte der Sprachtypologie –Unterschiede zwischen Sprachen anhand von Beispielen erfahren

3 Dialekte

4 Prof. Dr. Claudia VilligerSprachwissenschaftliche Grundlagen des Textens4 Definitionen Dialekt Sprachsystem [...], das a)zu anderen Systemen ein hohes Maß an Ähnlichkeit aufweist, sodass eine – zumindest partielle – wechsel- seitige Verstehbarkeit möglich ist; b)regional gebunden ist in dem Sinne, dass die regionale Verbreitung dieses Systems nicht das Gebrauchsge- biet eines anderen Systems überlappt und c)keine Schriftlichkeit bzw. Standardisierung im Sinne offiziell normierter orthographischer und gramma- tischer Regeln aufweist. [...] Bußmann 2002

5 Prof. Dr. Claudia VilligerSprachwissenschaftliche Grundlagen des Textens5 Ermitteln Sie Ihren Dialektraum! 1.Bilden Sie bitte eine Zweiergruppe! 2.Rufen Sie die Dialektkarte auf!Rufen Sie die Dialektkarte auf! 3.Ermitteln Sie nun möglichst genau den jeweiligen Dialekt für folgende Parameter: a)Ihr Geburtsort b)Ort, an dem Sie in (Ihrer Kindheit) im deutsch- sprachigen Raum am längsten gelebt haben; c)Ort, an dem Ihre Mutter am längsten gelebt hat; d)Ort, an dem Ihr Vater am längsten gelebt hat; Studierende, die nicht Deutsch als Erstsprache gelernt haben, bearbeiten bitte b).

6 Prof. Dr. Claudia VilligerSprachwissenschaftliche Grundlagen des Textens6 Zweite (hochdeutsche) Lautverschiebung Linke/Nussbaumer/Portmann 2004, 437–438 Lautwandelereignis zwischen dem 5. und 8. Jahrhundert hauptsächlich oberdeutscher Raum, abgeschwächt auch im mitteldeutschen Raum niederdeutsche Dialekte bleiben unbetroffen

7 Prof. Dr. Claudia VilligerSprachwissenschaftliche Grundlagen des Textens7 Betroffene Laute Linke/Nussbaumer/Portmann 2004, 438

8 Prof. Dr. Claudia VilligerSprachwissenschaftliche Grundlagen des Textens8 Wie werden Dialekte erforscht? Wenker Sätze von Wenker wurden zur Unterscheidung der Dialekte genutzt40 Sätze von Wenker Projekt Regionalsprache des Forschungszentrums Deutsche Sprachatlas untersucht zurzeit die Regionalsprachen: Beispiel unter (mit Safari darstellen) Nennen Sie drei Beispiele aus unterschiedlichen Sätzen von Wenker, mit denen Sie in einem Dialekt untersuchen können, ob die zweite Lautverschiebung stattgefunden hat oder nicht.

9 Standardsprache

10 Prof. Dr. Claudia VilligerSprachwissenschaftliche Grundlagen des Textens10 Definitionen Standardsprache Seit den 70er Jahren in Deutschland übliche deskriptive Be- zeichnung für die historisch legitimierte, überregionale, münd- liche und schriftliche Sprachform der sozialen Mittel- bzw. Oberschicht; in diesem Sinn synonyme Verwendung mit der (wertenden) Bezeichnung >. Entsprechend ihrer Funktion als öffentliches Verständigungsmittel unterliegt sie (besonders in den Bereichen Grammatik, Aussprache und Rechtschreibung) weit gehender Normierung, die über öffentli- che Medien und Institutionen, vor allem aber durch das Bildung- ssystem kontrolliert und vermittelt werden. Die Beherrschung der S. gilt als Ziel aller sprachdidaktischen Bemühungen. Bußmann 2002

11 Prof. Dr. Claudia VilligerSprachwissenschaftliche Grundlagen des Textens11 Entwicklung der Rechtschreibnormen (Gallmann 2013): 1800 bis 1915 um 1800 Schriftsprache in Grundzügen abgeschlossen 1876: erste Orthographische Konferenz in Berlin – erfolglos 1880: Konrad Duden gibt ein Wörterbuch heraus, das die Konferenzergebnisse berücksichtigt um 1900: Duden ist das am weitesten verbreitete Wörterbuch 1902: Vereinheitlichung durch die zweite Orthographische Konferenz 1915: Vereinigung von normalem und Buchdruckerduden

12 Prof. Dr. Claudia VilligerSprachwissenschaftliche Grundlagen des Textens12 Entwicklung der Rechtschreibnormen (Gallmann 2013): 20er Jahre bis 1999 Vorschläge zur Vereinfachung in 20er, 30er und 40er Jahren 1945: Mannheimer und Leipziger Duden 1955: KMK bestimmt: In Zweifelsfällen gilt der Duden. In der DDR ist der Leipziger Duden eine staatliche Instanz und 1958: gemäßigte Kleinschreibung scheitert ab 1984 internationaler Arbeitskreis zur Orthographie 1. Juli 1996 Unterzeichnung des Abkommens zur neuen Rechtschreibung 1998 obligatorische Einführung in den Schulen 1999 Presseagenturen und Zeitungsverlage

13 Prof. Dr. Claudia VilligerSprachwissenschaftliche Grundlagen des Textens13 Entwicklung der Rechtschreibnormen (Gallmann 2013): 2000 bis heute 2000: Abkehr der FAZ 2004: Abkehr der Springer-Presse, Kommission berichtet der KMK und wird zum Rat für die deutsche Rechtschreibung 2006: Bericht mit zahlreichen Änderungen – FAZ und Springer-Presse übernehmen diese Version

14 Sprachen

15 Prof. Dr. Claudia VilligerSprachwissenschaftliche Grundlagen des Textens15 Unterscheidung von Sprachen Sprachen der Welt (Störig 2003, Titelei vorne)

16 Prof. Dr. Claudia VilligerSprachwissenschaftliche Grundlagen des Textens16 Meiste Sprecherinnen und Sprechern weltweit (Grießhaber 2002–2005 nach Bildatlas 1998)

17 Prof. Dr. Claudia VilligerSprachwissenschaftliche Grundlagen des Textens17 Unterscheidung von Sprachen Sprachen Europas (Grießhaber 2002–2005)

18 Prof. Dr. Claudia VilligerSprachwissenschaftliche Grundlagen des Textens18 Sprachkenntnisse in Europa (Grießhaber 2002–2005) Sprachbarometer Europa 2012, S. 18:

19 Prof. Dr. Claudia VilligerSprachwissenschaftliche Grundlagen des Textens19 Offizielle Unternehmenssprachen 2001 (nach Grießhaber 2003–2005)

20 Prof. Dr. Claudia VilligerSprachwissenschaftliche Grundlagen des Textens20 Unterscheidungsprinzipien Verwandtschaft und Abstammung Syntax: Wortstellung und Richtung der Satzkonstruktion (z. B. Stellung von Adjektiv in Nominalphrase links oder rechts) Phonologie Flexion (s. Störig 2003, 331–336) isolierend: keine Veränderung durch Flexion (z. B. Chinesisch) agglutinierend: Bedeutung wird durch "Anleimen" hinzugefügt wie zum Beispiel im Türkischen

21 Wir entdecken Ihren Sprachschatz

22 Prof. Dr. Claudia VilligerSprachwissenschaftliche Grundlagen des Textens22 Herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!

23 23 Literatur Bußmann, Hadumod (1990): Lexikon der Sprachwissenschaft. Stuttgart: Kröner, 2. neu bearb. Aufl. Digitaler Verbund von Wörterbüchern Wörterbuchauswahl. [aktualisiert: ; letzter Zugriff: ] Gallmann (2013): Zur Entwicklung der Rechtschreibnormen. Vorlesungsskript Wintersemester 2013/2014. [letzter Zugriff: ]http://www.personal.uni- jena.de/~x1gape/Ortho/V_Normgeschichte_Skript.pdf

24 24 Literatur Grießhaber 2003–2005: Teil Sprachen, Sprecher, Sprachkenntnisse & Sprachbedarf [letzter Zugriff: ]http://spzwww.uni-muenster.de/griesha/fsu/cur/index.html Linke, Angelika/Nussbaumer, Markus/ Portmann, Paul R Studienbuch Linguistik. Tübingen: Niemeyer, 5. erw. Aufl. Störig, Hans Joachim Abenteuer Sprache: ein Streifzug durch die Sprachen der Erde. Berlin; New York: Langenscheidt, 2. Aufl.


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