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1 Vorlesung Informationssystemen: Neuere Konzepte SS 2005 Kurs: WWI02V2 Dipl.-Inform. Michael Klein Dipl.-Inform. Heiko Schepperle.

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1 1 Vorlesung Informationssystemen: Neuere Konzepte SS 2005 Kurs: WWI02V2 Dipl.-Inform. Michael Klein Dipl.-Inform. Heiko Schepperle

2 2 Organisatorisches Mein Name: Michael Klein Homepage der Vorlesung: Vorlesung: Raum 210

3 3 Themen Teil I (Michael Klein) I-1: Web und Datenbanken (3) I-2: Objektorientierte Datenbanksysteme (2) I-3: ? Teil II (Heiko Schepperle) II-1: Data Warehousing & OLAP II-2: Data Mining II-3: Imperfektion in Datenbanken

4 4 Details zu Teil I I-1: Web und Datenbanken ?1. Webinformationssysteme, JSP ?2. Praktische Rechnerübung zu JSP ?3. Komponentenarchitekturen, EJB I-2: Objektorientierte Datenbanksysteme ?1. Objektorientierte Modellierung ?2. Persistenz von Objekten (optional) I-3: Web Services?

5 5 Termine Teil I Do, :45 – 13:15 Uhr Mi, :00 – 10:30 Uhr (Rechnerübung) Do, :45 – 13:15 Uhr Do, :45 – 13:15 Uhr Mo, :45 – 13:15 Uhr

6 6 Praktische Übungen Übungsblätter ?Auf der Homepage erhältlich ?Werden zu Beginn durchgesprochen ?Wichtig als Klausurvorbereitung Programmieraufgabe JSP ?Dienen zur Vertiefung der Themen ?Im Rechnerraum ?In Gruppen zu bearbeiten ?klausurrelevant

7 Webinformationssysteme Erweiterung der Vorlesung Webtechnologien im Überblick I von Wassili Kazakos (FZI, Karlsruhe) Vorlesung Informationssystemen: Neuere Konzepte Teil Web & Datenbanken Michael Klein

8 8 Inhalt Themen heute: Welche datenbankgestützten Webanwendungen gibt es? Wie funktioniert das Web? Wie bekommt man die Datenbankinhalte ins Web? Welche Technik setzt man für was ein? Einführung in Java Server Pages (JSP)

9 9 Webshops, Auktionshaus, E-Commerce (1) Beispiel: Amazon.de Ebay.de

10 10 Webshops, Auktionshaus, E-Commerce (2) Eigenschaften: Datenbank speichert Artikel, Kundendaten, Profile Versandinformationen, Auktionen etc. Suchen in Artikeln Bestellen von Artikeln, Bieten auf Artikel Einsehen des Versandstatus Auch: Angabe von Kaufempfehlungen

11 11 Suchmaschinen (1) Beispiele: Google.de Altavista.com

12 12 Suchmaschinen (2) Eigenschaften: Crawler durchforsten Internet nach Seiten Datenbank speichert indizierte Seiten ?Welche Wörter/Wortgruppen sind enthalten ?Wer linkt auf diese Seite Suchen nach Stichworten/Wortgruppen möglich Ranking der Suchergebnisse nach unterschiedlichen Kriterien Meist einfache, funktionale Oberfläche

13 13 Webanwendungen, Weboberflächen (1) Beispiele: Webmail Administrations- oberflächen

14 14 Webanwendungen, Weboberflächen (2) Eigenschaften: Datenbank speichert Userinformation (inkl. Passwort), administrierte Daten (Mails, Ordner, Termine, etc.) Web dient als Oberfläche, diese von beliebigen Ort, auf beliebigen (webfähigen) Gerät einsehen und verändern zu können

15 15 Web Portale, inhaltsstarke Seiten (1) Beispiele: Yahoo.de Zeitungen/Zeit- schriften, Spiegel.de

16 16 Web Portale, inhaltsstarke Seiten (2) Eigenschaften: Komplexe, vielschichtige Seiten Viele Autoren, viele Informationsquellen Corporate Identity wichtig Formatvariationen für Ausgabegerät

17 17 Internetspiele (1) Beispiel: BrettspielWelt, WarCraft III Battle.net- Server

18 18 Internetspiele (2) Eigenschaften: Rechenintensive Anwendung Hoher graphischer Aufwand Spezielle Interaktionsbedürfnisse

19 Technischer Aufbau des Internets

20 20 Das Internet – Die Geschichte Internet = Netz von Netzen 1960: das Internet entsteht aus dem militärischen ARPANET 1982: TCP/IP setzt sich durch 1990: Erste graphische Browser, das World Wide Web (WWW) entsteht ab 1990: Rasantes Wachstum des Internets

21 21 Das Internet - Technik Stapel von Protokollen ?ISO/OSI-Referenzarchitektur, 7 Schichten Unabhängig von Betriebssystem & Netzwerktechnologie Teilnehmer sind durch eindeutige IP-Adresse ausgezeichnet Vielzahl von Diensten möglich ?Mail, WWW, File-Sharing, Web-Radio (Streaming), WebServices…

22 22 Schichten des Internets KlientServer Application Transport Physical Network Data Link Application Transport Physical Network Data Link IP TCP HTTP

23 23 Netzwerkschicht KlientServer Application Transport Network Application Transport Network IP TCP HTTP vergibt weltweilt eindeutige IP-Adressen, z.B Sucht einen Weg zwischen zwei Netzteilnehmern (Routing) zustandslos, d.h. Pakete wandern unabhängig durch das Netz Sender Empfänger Paket

24 24 Transportschicht KlientServer Application Transport Network Application Transport Network IP TCP HTTP Stellt eine Verbindung zwischen zwei Teilnehmern her Explizites Öffnen und Schließen nötig Ordnet die ankommenden Pakete Regelt die Geschwindigkeiten zwischen den Partnern (Staukontrolle) Weist Pakete der entsprechenden Anwendung zu (Ports, Multiplexing) zustandsbasiert Weiteres Protokoll: UDP

25 25 Anwendungsschicht - HTTP KlientServer Application Transport Network Application Transport Network IP TCP HTTP Nutzt eine TCP-Verbindung, um Daten (Hypertexte) zu übertragen get: Anfordern einer Datei vom Server put: Ablegen einer Datei auf dem Server post: Übermitteln von Parametern & Anforderung einer Datei Zustandslos für jede Datei muss ein neues get gesendet werden Server kennt Verlauf der Klientenaktionen nicht Weitere Protokolle: RMI, FTP, SMTP, …

26 26 Typisches Dokumentformat bei HTTP: HTML Application HTTP HTML Ausgetauschte Information z.B. im HTML-Format Hypertext Markup Language Mischt Text mit Markup-Elementen (Tags), die Aussehen und Verhalten modifizieren z.B. Dieser Text ist fettgeschrieben. Möglichkeit zur Verlinkung auf andere Seiten Definition von Formularfeldern für Benutzereingaben Plattformunabhängig, wird von einem HTML-Renderer (üblicherweise einem Browser) auf dem Zielsystem dargestellt

27 27 Anwendungsschicht: weitere Protokolle KlientServer Application Transport Network Application Transport Network IP ? Vielzahl weiterer Anwendungsprotokolle: Remote Method Invocation (RMI), Remote Procedure Calls (RPC) Verteiltes Programmieren Entfernter Aufruf von Methoden/Funktionen Serialisierung und Versendung der Parameter Simple Object Access Protocol (SOAP) über HTTP Zugriff auf Web Services Eigene Protokolle TCP

28 Zugriff auf Datenbanken über das Web

29 29 Zugriff auf Datenbanken über das Web Browser HTTP Server DB Unterschiedlich je nach Protokoll auf Anwendungsebene. Extreme: HTTP(HTML) Browser Erwei- terung DB Datenbankspezifisches Protokoll 1. Serverseitige Generierung, Thin Client: 2. Klientenseitige Verarbeitung, keine Logik im Server, Rich Client:

30 30 Weitere Zugriffsmöglichkeiten Browser Applet DB RMI / RPC RMI Server Entfernte Methodenaufrufe Anwendung DB HTTP(SOAP) SOAP Server Web Services Dienst

31 Serverseitige Ansätze Der klassische Weg

32 32 Serverseitige Ansätze - Übersicht Generell: Serverseitige Generierung von HTML-Seiten ?Offline, durch Vorberechnung statischer HTML-Seiten ?Durch Zugriff auf HTML-generierende Anwendungen ?Durch Einbettung HTML-generierender Skriptteile in statisches HTML kompiliert interpretiert

33 33 Serverseitige Ansätze - Bewertung Generelle Vorteile: ?Zentrale Wartbarkeit der Anwendungslogik ?Geringe Anforderungen an den Klienten (nur Browser) ?Plattformunabhängigkeit – Klient sieht reines HTML ?Sicherheit – Klient greift nicht direkt auf Datenbank zu ?Sicherheit – Kein aktiver Code beim Klienten Generelle Nachteile: ?Eingeschränkte GUI-Möglichkeiten ?Zustandslosigkeit von HTTP ?HTML ist doch nicht so plattformunabhängig ?Jede Interaktion erfordert Kommunikation mit dem Server

34 Serverseitige Ansätze 1. Offline, Vorberechnung von HTML-Seiten

35 35 Offline, Vorausberechnung von HTML-Seiten Periodische Extraktion von Daten aus einem DBMS, Vorbereitung von statischen HTML Seiten Navigation mittels offline generierter Links Auslieferung als gewöhnliche HTML-Seite über HTTP Datenbank HTML Generierungs- werkzeug HTML HTTP

36 36 Bewertung Vorteile ?Schneller Zugriff: Nur Ausliefern der HTML-Seiten ?Keine DB-Zugriffe ?Automatische Erfassung durch Suchmaschinen Nachteile ?Im Vergleich zu Datenbanksystemen begrenzte Suchfunktionalität ?Aktualisierungs- und Konsistenzproblem ?Keine Anwendungsfunktionalität, kein richtiges Reagieren auf Eingaben

37 Serverseitige Ansätze 2. Durch Zugriff auf HTML-generierende Anwendungen

38 38 Common Gateway Interface ?Definierte Schnittstelle für den Zugriff auf Server-seitige Anwendungen ?Ermöglicht HTTP-Servern den Zugriff auf externe, lokale Anwendungen ?Beispiel: Aufruf des Programms "suche" mit den parametern "term" und "preis" Implementiert in beliebiger Programmier- oder Skriptsprache (z.B. CGI-Skripte). Häufig: Perl, C, C++ Datenbankintegration durch entsprechende Anwendungen

39 39 CGI-Skripte client HTTP- Server Datenbank CGI-Skript Aufruf des Skriptes mit Parametern Initialisierung bei jedem Aufruf Skript übermittelt HTML und beendet sich Anfrage Betätigung Submit-Button

Verbindungsaufbau Aufbau der DB Verbindung bei jedem Aufruf Skript generiert HTML Antwort HTTP Server Antwortet SQL Anfrage Skript stellt Anfrage an DB Ergebnis

40 40 Bewertung Vorteile ?Beliebige Programme können integriert werden ?Sicherheit durch eigenen Prozess ?Volle Suchfunktionalität des darunter liegenden DBMS (z.B. SQL) Nachteile ?Ein Prozess pro Anfrage ?Keine Speicherung des Zustands ?Für jede DB-Anfrage Verbindung aufbauen und trennen ?Keine Trennung von Präsentation und Anwendungslogik ?CGI-Skripte nur für kleine Anwendungen

41 41 API-basierte Ansätze Entwickelt um Nachteile der CGI-Skripte zu überwinden ?Die CGI-Schnittstelle bleibt erhalten Erweiterungen werden in den Adressraum des Servers geladen ?Müssen nur einmal geladen werden ?Werden in Threads statt Prozessen ausgeführt Bekanntesten Vertreter ?NSAPI (Netscape) ?ISAPI (Microsoft) ?Java Servlets (Sun)

42 42 API-basierte Ansätze client HTTP- Server Datenbank HTML-Generierung Programm Aufruf des Programms, Parameterübergabe Initialisierung bei ersten Aufruf (einmalig) Verbindungsaufbau Verbindungsaufbau zur DB beim ersten Aufruf (einmalig) Beliebig viele SQL Anfragen Ergebnisse Zustand Anfrage Betätigung Submit-Button Antwort HTML-Rückgabe

43 43 Bewertung Vorteile ?Höhere Leistungsfähigkeit Session-Verwaltung Zustände, z.B. DB-Verbindung ?Weniger Ressourcenverbrauch Nachteile ?Keine Standardisierung ?Mangelnde Sicherheit ?Keine Trennung von Präsentation und Anwendungslogik

44 Serverseitige Ansätze 3. Durch Einbettung HTML-generierender Skriptteile in statisches HTML

45 45 Server Side Includes Statt HTML-Generierung Erweiterung von HTML um Programmfragmente Bei Aufruf der HTML-Seite werden serverseitig die Programmfragmente ausgeführt ?Z.B. Zeitstempel, Versionsnummer etc. Vorteile ?Einfach für kleinere Anwendungszwecke Nachteile ?WebServer-abhängige proprietäre Erweiterung von HTML ?Befehlssatz reicht für komplexere Anwendungen nicht keine vollwertige Programmiersprache

46 46 Server-Side Skripting In HTML-Seiten werden zusätzliche HTML-generierende Quellen integriert Beliebig viele HTML-Quellen können aufgenommen werden Datenbank Scripting HTML Scripting HTML Anwendungs- Logik

47 47 Ausführungsvarianten Anwendung erstellen Interpreter HTML- Dokument Laufzeit Anwendung erstellen Compiler Übersetzungs- zeit (einmalig) Ausführbares Programm HTML- Dokument Laufzeit interpretiert kompiliert

48 48 Typische Vertreter Interpretiert: PHP - Personal Home Page ASP - Active Server Pages (Microsoft IIS) Server Side JavaScript (Netscape) Kompiliert: JSP - Java Server Pages ASP.NET – Active Server Pages.NET

49 49 Bewertung Vorteile: ?Starke Verbreitung, gute Unterstützung ?Volle Programmiersprachenfunktionalität ?Standardisierung ?Überbrückung der Zustandslosigkeit durch Tricks ?Einbindung externer Programme möglich ?Statische Teile brauchen nicht erzeugt zu werden Nachteile: ?Häufig geringe Geschwindigkeit ?Starke Mischung von HTML und Programmiersprache

50 50 Übersicht Webinformationssysteme WebDB-Techniken Serverseitige HTML-Generierung Offline durch Vorberechnung von HTML- Seiten Durch Zugriff auf HTML- generierende Anwendung Durch Einbettung HTML- generierender Skriptteile Generierung statischer Seiten CGI API-basiert interpretiertkompiliert SSI ASP PHP JSP

51 Client-seitige Ansätze

52 52 Zugriff auf Datenbanken über das Web Browser HTTP Server DB Unterschiedlich je nach Protokoll auf Anwendungsebene. Extreme: HTTP(HTML) Browser Applet DB Datenbankspezifisches Protokoll 1. Serverseitige Generierung, Thin Client: 2. Klientenseitige Verarbeitung, keine Logik im Server, Rich Client:

53 53 Clientseitige DB-WWW-Integration Realität: ?Höhere Ansprüche an die Benutzeroberfläche ?Teilverlagerung von Funktionalität auf die Client-Seite Nicht mehr HTML-Generierung ?Erweiterung 1: mehr Interaktion/Überprüfung auf dem Client ?Erweiterung 2: Windows-ähnliche Benutzerführung ?Erweiterung 3: Unmittelbarer Zugriff auf die Daten

54 54 Funktionalität auf der Client-Seite Browser-spezifische Erweiterungen: Plug-Ins ?z.B. Macromedia Shockwave, Macromedia Flash Skript-Sprachen ?z.B. JavaScript, Visual Basic Script Volle Programmiersprachen ?Java (Applets) ?VisualBasic, C++ über ActiveX controls Übliche Aufteilung ?Benutzerschnittstelle auf dem Client ?Datenbankdienste weiterhin auf dem Server Vom Direktzugriff von Client auf die DB ist aus Sicherheitsgründen abzuraten

55 55 Beispiel: Client-seitige Integration Datenbank Server-Prozess Präsentation/ Interaktion Anwendungs- Logik Daten

56 56 Übersicht Webinformationssysteme WebDB-Techniken Serverseitige HTML-Generierung Clientseitige GUI Offline durch Vorberechnung von HTML- Seiten Durch Zugriff auf HTML- generierende Anwendung Durch Einbettung HTML- generierender Skriptteile Generierung statischer Seiten CGI API-basiert interpretiertkompiliert SSI ASP PHP JSP Java Applet JavaScript PlugIns …

57 57 Resümee Häufigste Formen ?HTML-Generierung auf Serverseite: CGI mit Perl, C, C++ PHP, JSP, ASP ?Bei starker Interaktion und komplexer Benutzerführung Clientseitige Erweiterung (JavaSkript, Java) Keine beste Lösung für alle Fälle Kriterien im Einzelfall entsprechend Anforderungen gewichten Immer zu beachten: ?rasanter technologischer Fortschritt ?rasche Produktentwicklungen

58 58 Ausblick Neue Hype-Themen auf dem Gebiet JavaServer Faces ?vereinfachte, modulare GUI-Erstellung auf dem Client WebServices ?Einbindung von externer Funktionalität über das Web Zugang auch für mobile Geräte (Handys, PDAs…) Microsoft ASP.NET …

59 Anwendungen für Webdatenbanken

60 60 Webshops, Auktionshaus, E-Commerce (1) Beispiel: Amazon.de Ebay.de

61 61 Webshops, Auktionshaus, E-Commerce (2) Techniken: Meist Relationale DBMS Klient: Normaler Browser, Cookies, wenig JavaScript Serverseitig: CGI (C++?), (EJB)

62 62 Suchmaschinen (1) Beispiele: Google.de Altavista.com

63 63 Suchmaschinen (2) Techniken: Farm relationaler DBMS, Parallele Datenbanken Serverseitig: CGI meist mit schnellen, kompilierten Sprachen, z.B. C, C++ Client: Reiner Browser, sehr schlanke Seiten

64 64 Webanwendungen, Weboberflächen (1) Beispiele: Webmail Administrations- oberflächen

65 65 Webanwendungen, Weboberflächen (2) Technik: Meist rel. Datenbanken Serverseitige Skriptsprachen: Perl, Python, PHP, JSP Klientseitig: Standardbrowser

66 66 Web Portale, inhaltsstarke Seiten (1) Beispiele: Yahoo.de Zeitungen/Zeit- schriften, Spiegel.de

67 67 Web Portale, inhaltsstarke Seiten (2) Technik: Content-Management-System Trennung von Struktur und Inhalt XML Meist realisiert durch CGI Administration der Inhalte auch über Web möglich Klientseitig: Browser CMS Rohdaten Layout-Templates Anzeigbare Webseite

68 68 Internetspiele (1) Beispiel: BrettspielWelt, WarCraft III Battle.net- Server

69 69 Internetspiele (2) Technik: Serverseitig nicht berechenbar In Standardbrowser nicht anzeigbar Clientseitige Anwendung berechnet Graphiken, Spielverlauf etc. ?Java Applet, Kommunikation mit Server über eigenes Protokoll ?eigene Anwendung, eigenes Protokoll Serverseitige Datenbank: Speichert angemeldete Nutzer, laufende Spiele etc. Meist: Nach Beginn des Spieles Peer-to-Peer-Kommunkation ohne Einbeziehung des Servers

70 70 Literatur Erhard Rahm, Gottfried Vossen Web und Datenbanken. Konzepte, Architekturen, Anwendungen. DPunkt Verlag 2002 Kazakos, Schmidt, Tomczyk Datenbanken und XML. Konzepte, Anwendungen, Systeme Springer Verlag 2002

71 Im Detail: Java Server Pages (JSP)

72 72 Übersicht Webinformationssysteme WebDB-Techniken Serverseitige HTML-Generierung Clientseitige GUI Offline durch Vorberechnung von HTML- Seiten Durch Zugriff auf HTML- generierende Anwendung Durch Einbettung HTML- generierender Skriptteile Generierung statischer Seiten CGI API-basiert interpretiertkompiliert SSI ASP PHP JSP Java Applet JavaScript PlugIns …

73 73 Server-Side Skripting In HTML-Seiten werden zusätzliche HTML-generierende Quellen integriert Datenbank Scripting HTML Scripting HTML Anwendungs- Logik

74 74 Java Server Pages (JSP) Bestandteil der Java 2 Plattform Enterprise Edition Trennung von (HTML-)Präsentation und Inhalt Zugriff auf weitere HTML-Quellen über Beans und Servlets Ablauf ?Erstellung einer JSP ?Aufruf der JSP durch den Benutzer Überprüfung, ob sich die JSP geändert hat oder ob sie neu ist (Gegebenenfalls Übersetzung der JSP in ein Servlet) Ausführung des Servlets ?Rückgabe des Ergebnisses

75 75 JSP Ablauf client HTTP- Server Datenbank JSP- page JSP- Servlet Generierung des JSP Servlet aus JSP Page (HTML + Scripting) Anfrage Antwort SQL Anfragen Ergebnisse Verbindungsaufbau Zustand

76 76 JSP Elementtypen JSP-Direktiven JSP-Skriptelemente JSP-Aktionen

77 77 JSP-Direktiven Nachrichten/Anweisungen an den HTTP-Server Keine Ausgabe Syntax: include -Direktive ?Einfügen von Texten vor der Übersetzung Beispiel page -Direktive ?Steuerung der Übersetzung Beispiel taglib -Direktive ?Zur Erzeugung benutzerspezifischer Tags JSP Elementtypen

78 78 JSP-Skriptelemente (1) Vereinbarungen / Deklarationen ?Deklarationen von Variablen, Methoden und inneren Klassen Syntax: import über die Direktive ?Beispiel: Instanzvariablen: Methode: Anweisungsfragemente/Scriplet ?Einbettung von Java-Fragmenten Syntax: ?Lokale Variablendeklaration ?Beispiel: JSP Elementtypen

79 79 JSP-Skriptelemente (2) Ausdrücke ?Einfachste Art eines Skripts Syntax: Umwandlung zur Laufzeit in String ( toString -Methode) Beispiel: entspricht ? Kommentare Syntax: JSP Elementtypen

80 80 JSP-Aktionen Ziel ?Erzeugen und Verändern von Objekten ?Steuerung der aktuellen Ausführung Aktion include ?Aufruf einer Seite zur Ausführungszeit (auch JSP möglich) Syntax: Aktion forward Weiterleitung der Anfrage an eine andere Seite Syntax: JSP Elementtypen

81 81 JSP: Beispiel Angenommen, klick-and-bau.com verwaltet Artikelstammdaten in der folgenden Tabelle: ARTIKEL( Id CHAR(12), Name VARCHAR(25), Beschreibung VARCHAR(512), Photo_URL VARCHAR(512), Hersteller_Id CHAR(12) Kategorien VARCHAR(256), Status INT, Preis NUMERIC(8,2) ) Aktuelle Produktname und Photo sollen nun über das Web zur Verfügung gestellt werden

82 82 JSP: Beispiel page errorPage="error.html" import="java.sql.*" session="false" %> Produktliste vom...

83 83 JSP: Beispiel (Forts.)... <% Class.forName("sun.jdbc.odbc.JdbcOdbcDriver"); con = DriverManager.getConnection ("jdbc:odbc:ProduktDatenbank", "name", "pwd"); Statement stmt = con.createStatement(); ResultSet rs = stmt.executeQuery ("SELECT name, photo_URL FROM artikel"); %>...

84 84 JSP: Beispiel (Forts.)... Name Bild ">

85 85 Parameterübergabe in JSP request Enthält die Parameter, die per HTTP über POST von einer anderen Seite übergeben wurden. Bsp: HTML: JSP: foo.jsp String datum = request.getParameter(Datum)

86 86 JSP-Aktionen und EJB Standardaufgaben sollten auch weiterhin in Komponenten ausgelagert werden ?In Java: EJB ?Einbindung über JSP-Aktionen Aktion useBean ?Deklaration der Bean Syntax: JSP Elementtypen

87 87 JSP-Aktionen und EJB Aktion getProperty ?Lesen der Eigenschaft einer Komponente Syntax:

88 88 JSP und Synchronisation Grundsätzlich mehrere Instanzen einer JSP- Seite/eines Servlets möglich. Abhilfe im Falle von Synchronisations- problemen:

89 89 JSP Sitzungsverfolgung / Session Management JSP-Seiten nehmen an Sitzungsverwaltung teil In spezieller Variablen session vom Typ HttpSession können Objekte unter Namen abgelegt werden Inhalt kann auch aus anderer Seite ausgelesen werden Technik: Überwindung der Zustandslosigkeit durch clientseitige Cookies Häufigste Anwendung: Warenkorb

90 90 JSP Bewertung Sehr stark: Mischung von Designcode (HTML) und Programmiersprachencode (JAVA) Trennung in TemplateEngine, z.B. WebMacro

91 91 Tutorial JGuru: JSP Short Tutorial Sinnvoll für Praktische Übung

92 Danke für die Aufmerksamkeit!


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