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Ökumenische Kampagne 2017 sehen und handeln.. Ökumenische Kampagne 2017 sehen und handeln.

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Präsentation zum Thema: "Ökumenische Kampagne 2017 sehen und handeln.. Ökumenische Kampagne 2017 sehen und handeln."—  Präsentation transkript:

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2 Ökumenische Kampagne 2017 sehen und handeln.

3 Was sehen Sie? Einstiegsfrage: Was sehen Sie?
Einen Haufen Geld, Schweizer Franken. Leute rennen Weg, Feuer, Rauch, Maschienen, Palmen. In der Ökumenischen Kampagne 2017 weisen Brot für alle, Fastenoper und Partner sein auf das Land Grabbing als Folge der Expansion von Grossplantagen hin. In den Ölpalm-Monokulturen, welche die Ernährung von Bauernfamilien gefährden steckt auch Schweizer Geld.

4 Stimme von Betroffenen in Indonesien
«Der Konzern Bumitomo hat meinem Verwandten Bamban Suno Halim ohne Erlaubnis Land weggenommen…» Pak Aby,Interview Brot für alle, August 2016 Zitat: «… Bis heute haben wir keine Antworten erhalten. Wir können hier auf unserem Land nicht mehr arbeiten, wegen diesem Land Grabbing. Wir werden unterdrückt und die Regierung hat keine Anzeichen gemacht, unsere Probleme zu lösen und uns helfen zu wollen. So nutze ich nun den Moment und bitte im Namen von Mr. Bambang alle Menschen, wo immer ihr seid, der Regierung zu sagen, sie solle uns helfen, die Probleme im Dorf zu lösen.»

5 Problematik Auswirkungen auf Umwelt Bedrohtes Recht auf Nahrung
Gravierende Auswirkungen auf die Umwelt = statt Schöpfung zu bewahren, zerstört der Mensch sie Land Grabbing für Plantagen nimmt den Bäuerinnen und Bauern das Land weg = keine Selbstbestimmung & bedrohtes Recht auf Nahrung Das Land selbstbestimmt nutzen zu können, um so die Ernährung sicherzustellen, ist für viele Menschen eine Voraussetzung, ein Leben in Würde führen zu können. Eine ressourcenschonende bäuerliche Landwirtschaft in Einklang mit der Natur wird durch das Konzept der Agrarökologie beschrieben. Eine selbstbestimmte und agrarökologische Landwirtschaft, von der Menschen in Würde leben können, wird durch Land Grabbing bedroht. Auswirkungen auf Umwelt Bedrohtes Recht auf Nahrung

6 Beispiel Palmöl Palmöl wird aus den Früchten der Ölpalme gewonnen.
Ursprünglich aus Afrika stammend, werden Ölpalmen heute auch in Asien und Südamerika im grossen Stil angebaut. Aufgrund der breiten Verwendung von Palmöl in unzähligen Produkten des täglichen Gebrauchs aber auch als Bio-Treibstoff ist die Palmöl-Produktion ein rentables Geschäft für Konzerne und Investoren aus aller Welt geworden. Palmöl wird aus den Früchten der Ölpalme gewonnen. Palmöl ist in unzähligen Produkten des täglichen Gebrauchs und auch als Bio-Treibstoff ein profitables Geschäft für Konzerne und Investoren aus aller Welt.

7 Investitionen verändern Landschaften
Jede Stunde wird Regenwald in der Grösse von 300 Fussballfeldern für Ölpalmen gerodet. «Nehmen wir ein einfaches Beispiel. Sagen wir, Sie investieren 100 Millionen Dollars als Investor. Sie beginnen mit 10’000 Hektaren Land. Ab dieser Grösse beginnt es wirtschaftlich zu werden. Nehmen wir an, Sie pflanzen Hybridsorten mit sehr hohen Erträgen. […] Sie pflanzen die Plantage an. Bauen eine Ölmühle, zweieinhalb Jahre oder 30 Monate nach dem ersten Pflanzen beginnt ihre Ernte. […] Und jedes Jahr wird es mehr werden. Bis sie im dritten Erntejahr 30 Tonnen pro Hektar erreichen. Das ist ziemlich viel. Wenn Sie auf 10’000Hektaren jeweils 30 Tonnen ernten, sind das 300’000 Tonnen Öl-Früchte. Daraus gewinnen sie 25% Öl. […] Grob gesprochen verdienen Sie 38 bis 40 Millionen Dollar jedes Jahr. Jedes Jahr. Ich finde das sehr gut. Ich finde das sehr gut. […] Je nach Steuerstruktur bezahlen Sie davon etwas Steuer an das jeweilige Land. Und diesen gewinn haben sie jedes Jahr. Das ist sehr attraktiv. Die Erträge sind sehr hoch. Sie werden jedes mal mit einem Lächeln zur Bank gehen.» Suriya Moorthy, Berater für Agrarinvetitionen, Malaysia Trailer Aus dem Dokumentarfilm «Landraub» https://www.youtube.com/watch?v=9SNlMP_GMk8

8 Land als Investitionsobjekt
Land als Investitionsobjekt und Land Grabbing zur Profitmaximierung Anbau von Agrarrohstoffen wie Palmöl, Soja oder Zellulose (Holz) für die industrielle (Nahrungsmittel-)Produktion Beteiligung von lokalen Akteuren birgt Risiko von Korruption Heute wird Land zunehmend als Investitionsobjekt betrachtet, um Kapital zu vermehren – entweder durch industrielle Landwirtschaft oder schlicht als Geldanlage, ohne das Land überhaupt produktiv nutzen zu wollen. Dafür werden die Menschen vom Land vertrieben, die bisher auf und von diesem Land gelebt haben. Die globalen Treiber für das Land Grabbing liegen vor allem in der Suche von privaten Unternehmen und Investitionsfonds nach gewinnträchtigen Anlagemöglichkeiten. Die Aussicht auf finanziellen Gewinn bestimmt, was auf den Flächen angebaut wird. Hauptsächlich Agrarrohstoffe wie Palmöl, Soja oder Zellulose (Holz) für die industrielle (Nahrungsmittel-)Produktion und Agrotreibstoffe. Der Anbau dient dem Ziel der Gewinnmaximierung. In vielen südostasiatischen, afrikanischen und lateinamerikanischen Ländern ist Palmöl der wichtigste Grund für Land Grabbing und die Zerstörung tropischer Wälder. Darüber hinaus gibt es im Süden auch nationale Akteure für Land Grabbing: wirtschaftliche und politische Interessen nationaler und lokaler Eliten, die von den Deals mit privaten Unternehmen und Investitionsfonds profitieren. Auch sie machen durch den Verkauf oder das Verpachten von Land Profite.

9 Definition von Land Grabbing
Land Grabbing ist die Aneignung von Land, insbesondere Agrarflächen, durch ausländische Investoren (80%) oder Staaten (20%), hauptsächlich in Entwicklungsländern. Ziel dieser Investoren: Land soll Profit abwerfen. Deshalb Produktion von Rohstoffen und Agrargütern für den Verkauf auf dem Weltmarkt. Von Land Grabbing (Land raffen, Land aneignen oder Land grapschen) sprechen wir, wenn sich Spekulant/innen, wirtschaftliche und politische Eliten oder ausländische Investoren/Staaten die Macht über Land aneignen. Ihr Ziel ist es, dieses Land sowie damit verbundene Ressourcen wie Wasser, Mineralien oder Wald zu kontrollieren und für den eigenen Profit zu nutzen. Bei Land Grabbing geht es vor allem um die Kontrolle von Ressourcen sowie darum, diese für nationale und internationale (Finanz-)Märkte zugänglich und profitabel zu machen. Nur in wenigen Fällen gehen tatsächliche Investitionen in die Entwicklung der Nahrungsmittelproduktion. Im Falle von verkauftem Weideland geht es um gemeinschaftlich genutzte Güter, die privatisiert werden. Diese Gemeinschaften, die keine rechtsverbindlichen Ansprüche auf dieses Land geltend machen können, verlieren so ihren Zugang zu Land. Die Wichtigkeit von langfristig garantiertem Zugang zu Land – auch für Gruppen, die kein Land besitzen – ist aber wichtiger Bestandteil des Rechts auf Nahrung. Die Datenbank der Landmatrix (http://www.landmatrix.org/en/ , Universität Bern und andere) verzeichnet insgesamt 1079 sogenannte Landdeals, also die Verpachtung oder den Verkauf grosser Landflächen. Allein 832 der dort aufgelisteten Verpachtungen/Verkauf die insgesamt 32.5 Mio Hektar umfassen, betrifft Unternehmen und Investitionsfonds, nur 71 der „Deals“ betreffen staatliche oder halbstaatliche Unternehmen, die zusammengenommen 1.7 Mio. Hektar gepachtet oder gekauft haben.

10 Ausmass Land Grabbing heute
In Entwicklungsländern ging seit 2000 eine Fläche von 40 Millionen Hektaren an ausländische Investoren / Staaten Weitere 15 Millionen Hektaren sind zurzeit in Verhandlungen 40 Millionen Hektaren = ca. 10 x Fläche der Schweiz 15 Millionen Hektaren = ca. 3 x Fläche der Schweiz

11 Betroffene Länder Erklärung zur Grafik:
In vielen Ländern in Afrika, Asien und Lateinamerika sind gigantische Flächen vom Land Grabbing betroffen. Die Zahl sind in 1000 Hektaren angegeben. Bsp: In Indonesien sind es 3`267`000 Millionen Hektaren Land (Stand 2013) Je roter das gekennzeichnete Land, desto Grösser die betroffene Fläche. Am meisten betroffene Länder: Asien: Indonesien, Papua-Neuguinea Afrika: DR Kongo, Mosambik, Sudan, Südsudan, Liberia, Sierra Leone Oft Länder mit besonders schwachen politischen Systemen. Quelle: Landmatrix.org (2013) Legende: Eingekreist die 2 am stärksten betroffenen Regionen Zentral-/ Ostafrika und Südostasien

12 Folgen für Landwirtschaft und Ernährung
70% der Landwirtschafts- Fläche wird agro-industriell genutzt, fördert Land Grabbing 30% der Landwirtschafts- Fläche wird von Kleinbauern bebaut, von Land Grabbing bedroht 30% ernährt Durch Land Grabbing wird die Agro-Industrielle Landwirtschaft gestärkt, während Kleinbauern so ihr Land verlieren. Erklärung: 70% der gesamten Landwirtschaftlichen Fläche wird agro-industriell genutzt, und ernährt damit nur 30% der Weltbevölkerung. 30% der Fläche, wird von Kleinbäuerinnen und –bauern agro-ökologisch genutzt, und ernährt damit 70% der Weltbevölkerung. Wie zahlreiche Studien u.a. von der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) belegen, kann eine agrarökologische kleinbäuerliche Landwirtschaft langfristig die Welt ernähren. Diese Landwirtschaftsform, von der alle Menschen in Würde leben können, wird durch Land Grabbing bedroht. 70% ernährt

13 Folgen für Umwelt Monokultur-Anbau laugt Boden aus und fördert Erosion
giftige Pestizide und Chemikalien sickern in Böden und Flüsse immenser Wasserverbrauch für die Bewässerung massiver Verlust der Biodiversität

14 Betroffene wehren sich
«Wenn du das Dokument zur Übergabe deines Landes an das Unternehmen unterzeichnest, kommt das einem Selbstmord gleich, denn du wirst dein Land für immer verlieren» Sungai Utik, Pak Janggut, Interview Brot für alle, August 2016 «Die Palmöl-Plantagen zerstören unsere Lebensgrundalge. Wie können wir Lösungen für unser zukünftiges Leben finden? Wenn du das Dokument zur Übergabe deines Landes an das Unternehmen unterzeichnest, kommt das einem Selbstmord gleich, denn du wirst dein Land für immer verlieren. Möchtest du dein Land behalten, solltest du es bepflanzen um es vor den Unternehmen zu schützen. Das sage ich den Leuten im Dorf, in anderen Dörfern, in der Stadt auch den Menschen in anderen Ländern wie Malaysia, Brunei, um ihnen bewusst zu machen was geschieht, wenn die Ölpalm-Plantagen kommen.”

15 Theologische Aspekte Beziehung Mensch (Adam) - Ackerboden (Adamah)
Auftrag des Menschen: bebauen und bewahren (Gen. 2) Land als Leihgabe Gottes Der christlich-jüdische Schöpfungsmythos (Gen 2) zieht eine direkte Linie von der Existenz des Menschen zum Boden. Der Mensch wird aus Lehm, also Erdboden, geformt. Die Bezeichnung des Menschen als Adam wird ebenso vom Boden abgeleitet: הָמֲדֲא ’ǎdāmāh bedeutet kultivierter Ackerboden in Abgrenzung zu nicht-kultiviertem Boden wie Steppe oder Wüste. Die Verbindung vom Menschen zum bebauten Land steht also seit Anbeginn fest. Als grundlegendes Kriterium des guten Umgangs mit Gottes Land kann Gen 2, 15 gesehen werden: „Und Gott nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, damit er ihn bebaute und bewahrte.“ Dieser Satz steht noch vor der Mahnung, nicht von der Frucht des Baumes der Erkenntnis zu essen. Der Auftrag ist klar, der Mensch soll den Boden nutzen und ihn schützen zugleich. Das eine gegen das andere auszuspielen wäre eine verfehlte Haltung. Dadurch wird der Mensch als Gärtner bewusst zum Mitgestalter der Schöpfung, hat aber dabei die Grenzen seiner Rolle auch anzuerkennen. Er ist beauftragt fremdes Gut zu pflegen. Nach biblischem Verständnis gehört das Land Gott: „Mir gehört das Land, und ihr seid Fremde und Leute mit Bleiberecht bei mir.“ (Lev 25,23). Gott fordert seine Rolle als Landbesitzer aktiv ein (vgl. Num 13+14). Land ist also immer eine Leihgabe Gottes, während er selbst Besitzer des Landes bleibt. Bereits die Landverheissung formuliert es so: „Wenn nun Adonaj, deine Gottheit, dich in das Land bringt und es dir gibt…“ (Dtn 6,8-10). Der biblische Anspruch Gottes als Landbesitzer geht über das reine Bodenrecht hinaus, er hat auch eine klare ethische Implikation, wozu sein Land und was sich darauf befindet genutzt werden soll: „Und ins Land der Baumgärten habe ich euch gebracht, damit ihr seine Früchte und, was es Gutes bietet, essen konntet.“ (Jer 2,7). Gerade deshalb soll das Land besonders den Armen zur Verfügung stehen (vgl. Psalm 37 und Mt 5,5).

16 Theologische Kritik Widerspruch zur indigenen Religion
Biblische Kritik: Widerspruch zu Gott als Eigentümer des Landes Anhäufung von Gütern Land Grabbing in der Bibel (Naboth) Kritik in den Propehtenbüchern (Jesaja, Micha) Menschenbild und Religion der Dayak basiert auf Mutter Erde und dem respektvollen Umgang mit dem Wald und dem Land! Verlust religiöser Orte der Bevölkerung: Für die jüdisch-christliche Theologie genauso wie im Kontext indigener Religionen wird durch Land Grabbing weit mehr als nur die „biologische Lebensgrundlage“ ganzer Völker entzogen. Besonders für letztere fehlt, wo der Boden weg ist, auch der Bezug zur lebensspendenden Gottheit. Die Mythologie ist ortsgebunden, somit entfällt mit dem Landraub die Götterwelt, ein Lebensdeutungsmuster, und schliesslich der Lebenssinn. In der Bibel finden sich unterschiedliche Perspektiven auf die Frage von Besitz und Nutzung von Boden. In dieser Vielstimmigkeit der biblischen Überlieferung ist einerseits der Besitz und auch Verkauf von Land belegt (z.B. Gen 23,4). Andererseits wird aber die Anhäufung von Land zur Bereicherung häufig und grundlegend hinterfragt. 1. Einerseits auf das biblische Verständnis, dass Land letztlich Eigentum Gottes ist, das dem Menschen als Besitz zwar dienen oder zur Verfügung stehen kann, nie aber zu Eigen sein wird. 2. Andererseits auf die Frage zur Anhäufung von Gütern generell, die in der Bergpredigt (Mt 6,19-33) aufgeworfen wird: „Sammelt euch nicht Schätze auf der Erde, […] Niemand kann zwei Herren dienen; denn entweder wird er den einen hassen und den anderen lieben, oder er wird einem anhängen und den anderen verachten. Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon.“ 3. Das Phänomen, was wir heute als „Land Grabbing“ bezeichnen, kommt in vergleichbarer Weise in der Bibel auch vor. Die Bedrohung für das Land der bäuerlichen Familien waren schon damals die Mächtigen, besonders die Könige. Elias erzählt vom Raub des Weinbergs des Nabot durch den König Ahab (1. Könige 21). Und Samuel warnt das Volk davor, Gott durch einen menschlichen König zu ersetzen: „Und eure besten Felder, Weinberge und Olivengärten, die wird er nehmen und sie seinen Knechten geben.“ (1. Sam 8,14). Die unrechtmässige Aneignung von Land stürzte damals die Betroffenen in Schuldsklaverei und Prostitution (ebd.). 4. Deshalb wenden sich die Propheten auch verschiedentlich auf äusserst pointierte Weise an diejenigen, die Landraub betreiben: „Wehe denen, die Haus an Haus reihen, Feld an Feld rücken, bis kein Raum mehr ist und ihr allein Besitzer seid mitten im Lande!“ (Jes 5,8) oder in Micha 2,1-2: „Wehe über die, die Unrecht planen und Böses tun auf ihren Lagern: Beim Morgenlicht führen sie es aus, denn sie haben die Macht dazu. Sie gieren nach Feldern und reissen sie an sich, nach Häusern, und nehmen sie.“

17 Boden soll dem Leben dienen und nicht dem Profit!
Botschaft der Ökumenischen Kampagne 2017 Boden soll dem Leben dienen und nicht dem Profit! Grossinvestoren finanzieren agro-industrielle Projekte, die Bauernfamilien buchstäblich den Boden unter den Füssen wegziehen

18 Rolle der Schweiz im Palmöl-Geschäft
Der äusserst artenreiche Urwald wird auch mithilfe des Geldes von Schweizer Investoren (1), gerodet und dem Erdboden gleichgemacht (2), und durch immense Monokultur-Plantagen (3) ersetzt. Anschliessend wird das Palmöl verarbeitet: Mehr als 50% aller Produkte in unseren Supermärkten enthalten Palmöl (4) (verarbeitete Nahrungsmittel, Waschmittel, Kosmetikartikel, etc.) – das meiste davon kommt direkt aus Indonesien, Malaysia und Kamerun, wo Land Grabbing die Existenzgrundlage von tausenden von Kleinbauern und Kleinbäuerinnen bedroht. Jährlich werden viele Produkte in die Schweiz importiert, die aus Land Grabbing-Plantagen stammen – Palmöl ist mengenmässig eines der wichtigsten landwirtschaftlichen Importprodukte. So importiert die Schweiz (5) jährlich mehr als 31‘000 Tonnen Palmöl (Quelle: Schweizer Zollstatistik). So ist die Schweiz auch am anderen Ende des Produktionsprozesses direkt involviert.

19 Schweizer Akteure Die Bank J. Safra Sarasin ist zum Beispiel mit 206 Millionen Franken an einem malaysisch-indonesischen Palmölunternehmen beteiligt. Die Credit Suisse hielt 10 Prozent der Aktien eines Unternehmens, das in Laos und Kambodscha in Land Grabbing für Palmöl verwickelt ist. Sie hat auch in Indonesien investiert. DSN zum Beispiel hat mit Hilfe der Credit Suisse Kapital erhalten.

20 Konsequenzen in der Schweiz
Palmöl gefährdet die Produktion von Raps- und Sonnenblumenöl in der Schweiz NZZ vom Dienstag, 5. Juli 2016 Günstiger als Rapsöl, obwohl auf Palmöl 100% Zoll. Bund vom Mittwoch 16. September 2016 Durch die Zunahme von Palmöl-Produkten geht die Nachfrage nach schweizerischem Rapsöl, einer lokalen Alternative, zurück. Siehe Artikel NZZ und Bund. Zitat aus dem Blog: Seit Jahren steht Palmöl wegen seiner fragwürdigen Produktionsbedingungen in der Kritik. Auch aus Sicht der Gesundheit sind diese Produkte kritisch. Der relativ hohe Gehalt an gesättigten Fettsäuren in Palmöl kann nach Ansicht von Medizinern zu einer Verschlechterung der Blutfette führen. Dadurch steigt erwiesenermassen das Risiko für Gefässverkalkung und Diabetes. Palmöl steht zusätzlich im Verdacht, krebserregend zu sein, denn bei starkem Erhitzen von Palmöl können sogenannte Fettsäureester (S-MCPD) entstehen. Die Empfehlung der Eidgenössischen Ernährungskommission (EEK) zum Verzehr von Palmölprodukten lautet: «Mit grösster Zurückhaltung zu verwenden.» Grund sind diverse Fettsäureester, welche auch bei der industriellen Verarbeitung entstehen. Diese wurden erst 2006 entdeckt und gelten als gesundheitsschädlich. Aus: Empfehlung Eidg. Ernährungskommission zum Verzehr von Palmölprodukten lautet: «Mit grösster Zurückhaltung zu verwenden.»

21 Engagement Brot für alle und Fastenopfer in der CH
In Indonesien verschwinden jedes Jahr hunderte von Quadratkilometern Ackerland und Urwald. Stattdessen wachsen Ölpalmen in Monokulturen, finanziert mit Geld aus der Schweiz. In der Ökumenischen Kampagne 2017 setzen Pfarreien und Kirchgemeinden ein Zeichen dagegen: Die Paletten werden während der Kampagne in der Öffentlichkeit sichtbarausgestellt. Eine Informationstafel macht Passanten auf das Thema Landgrabbing aufmerksam.

22 Wie kann ich mitmachen? «Aktion Neuland»
Rückfragen bei Bank und Pensionskassen ob sie in Land Grabbing investieren Freunden und Bekannten von Land Grabbing erzählen

23 Was kann ich weiter tun? Sich mit saisonalen, lokal und öko- logisch produzierten und fair ge- handelten Produkten ernähren. Das ist gesund, und enthält bestimmt kein Palmöl, wie viele industriell ver- arbeitete Produkte (z.B. Schokoriegel). Brot für alle und Fastenopfer mit ihren Partnern im Kampf gegen Land Grabbing unterstützen, Herzlichen Dank!

24 Engagement Brot für alle und Fastenopfer vor Ort
Indonesien Kampf gegen Palmölplantagen Kambodscha Bauern machen Landkonflikte publik Guatemala Gesetze für Rechte der Bauern Grün für Projekte Bfa, rot FO, gemischt ist ökumenisch, also von beiden Unterstützung von Partnerorganisationen für Landrechte in Indonesien, Südafrika, Laos, Kambodscha, Guatemala und weiteren Ländern Südafrika Landlose werden Farmer Laos Genügend Nahrung durch Landrechte

25 Das tun wir mit Ihrer Spende
Dokumentation der Land Grabbing-Fälle Organisation von Workshops zum Widerstand Unterstützung der von den Konsequenzen betroffenen Bevölkerung

26 Denkanstoss «Man kann und darf das Land nicht verkaufen, es gehört uns gar nicht. Es gehört den nächsten Generationen.» Simon Bodea aus Benin, Projektpartner von Brot für alle

27 Fragen & Diskussion

28 Vielen Dank für Engagement und Unterstützung!


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