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Medien- und Methodenkompetenz

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Präsentation zum Thema: "Medien- und Methodenkompetenz"—  Präsentation transkript:

1 Medien- und Methodenkompetenz
im Geschichtsunterricht

2 Wer Was Wie… BA HF Mo7 BA NF Mo3 (Geschichtsdidaktik)
L2 Mo 4 (2010); L2 Mo6 (2014) L3 Mo 6

3 Medien- und Methodenkompetenz
Der Doppelbegriff weist darauf hin, dass der fachgerechte Umgang mit Medien immer eine spezifische Methode erfordert. Lernende sollen mit Quellen und Darstellungen von Geschichte umgehen und mit Deutungen von Geschichte. Wichtig ist die Unterscheidung von Quelle und Darstellung und die Wahrnehmung der Perspektivität. (Vgl. Sauer S.25)

4 Geschichte im Unterricht
Geschichtsbewusstsein und –kultur Geschichtsbewusstsein und Geschichtskultur sind „Schlüsselwörter“ in der Geschichtsdidaktik. Es handelt sich um theoretische Konstrukte, die wichtig für ein reflektiertes Geschichtsbewusstsein und den Umgang mit Geschichtskultur sind. Geschichte begegnet uns auch im Alltag, in unterschiedlichen Formen und zu unterschiedlichen Zwecken und prägt unsere historischen Bilder, Vorstellungen und Urteile.

5 Geschichte im Unterricht Geschichtsbewusstsein
Geschichtsbewusstsein dient der Vereinbarung der drei Zeitebenen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft unter dem Dach der Geschichte (vgl. Pandel 2006, 70). Die Beschäftigung mit Geschichte ist gegenwartsgebunden – historische Ereignisse werden immer aus der Gegenwart untersucht. Geschichtsbewusstsein ist Grundlage historischen Lernens und findet nicht nur in der Schule statt.

6 Geschichte im Unterricht

7 Geschichte im Unterricht Geschichtskultur
Geschichtskultur = kollektives Konstrukt (entsteht auf dem Weg der Externalisierung. „Außenseite“ des gesellschaftlichen Geschichtsbewusstseins)

8 Geschichte im Unterricht Geschichtskultur

9 Geschichte im Unterricht
Aufgaben und Ziele des Geschichtsunterrichts Den Lernenden soll ein Bewusstsein für die Geschichte vermittelt und dadurch eine Gegenwartsorientierung ermöglicht werden. Was kann der Geschichtsunterricht anstreben und erreichen? Kompetenzen der Schülerinnen/Schüler Bildungsstandards im Sinne eines „Output-Modelles“ sind formuliert und durch Fragestellungen überprüfbar: Deutungs- und Reflexionskompetenz („historisches Denken“) Medien- und Methodenkompetenz

10 Lernvoraussetzungen Psychologische Voraussetzungen Christian Noack beschreibt, mit Bezug auf Piaget, verschiedene Stufen der Entwicklung des Geschichtsbewusstseins. Stufe 1: intuitiv-Projektiv (zwei bis sechs Jahre) Internalisierung wichtiger Eindrücke, starke emotionale und fantasiegeladene Bindung an historische Personen und Symbole. Stufe 2: konkret-narrativ (sechs bis zwölf Jahre oder älter) Dominanz von Erzählungen, Faszination durch die Taten großer Persönlichkeiten und durch Superlative (das Älteste, Größte, Unheimlichste…) Stufe 3: konventionell-affirmativ (Pubertät) Affirmative Ausbildung von Gruppenidentität, aktuelle Nutzanwendung von Geschichte, weiterhin personalisierende und emotionalisierende Geschichtsbetrachtung

11 Stufe 4: kritisch-reflektierend (Erwachsenenalter) Kritische Reflektion von Geschichtsbildern, historische Einordnung der eigenen Situation, Ausbildung historischer Identität, Wahrnehmung fremder Individualität, Wahrnehmung von gesellschaftlichen, sozialen, wirtschaftlichen Prozessen: Systeme und Institutionen statt Personen, Reflexion von Veränderung und Fortschritt. Stufe 5: selbstreflektiv-verbindend Erkennen von Perspektivität in der Geschichtswahrnehmung, Fremdverstehen, universale Werte, Einsicht in die allgemeine Prozesshaftigkeit von Geschichte

12 Konsequenzen für den Geschichtsunterricht
Übergang von Stufe 2 zu 3 im Alter von Jahren: Förderung von Rollenhandeln und Rollenfindung durch Konfrontation und historischen Personen, Förderung der Auseinandersetzung mit Systemen und Strukturen Übergang von Stufe 3 zu 4 im Alter von Jahren: Beschäftigung mit Systemen und Strukturen als „kognitive Herausforderung“, kritishce Geschichtsbetrachtung, Heranführen an „komplexe, postkonventionelle moralische Argumentationen“. Stufe 4 und 5 werden erst im Erwachsenenalter, mit steigender Lebenserfahrung und fachlicher Ausbildung erreicht.

13 Lernvoraussetzungen Interesse und Kenntnisse
Es gibt „Gegner“ und „Befürworter“, unabhängig vom Geschlecht und der Schulform Erfahrungen Kulturelle Selbstverständlichkeiten im historischen Bereich gehen verloren. Weniger elementare Begegnungen mit Geschichte (Ausnahme: Kontakt mit anderen Kulturen), dafür mehr mediale Sekundärerfahrungen

14 Thema – Auswahl, Struktur und Zugang
Inhalt und Thema Neue Inhalte durch Veränderung des Weltsystems und räumliche Öffnung („Globalgeschichte“). Dazu kommen neue Forschungs- und Interpretationsansätze (Sozial- und Gesellschaftsgeschichte, Alltags- und Kulturgeschichte, Gender- und Umweltgeschichte…). Ansätze sind in einem weiten historischen Kontext zu betrachten.

15 Thema – Auswahl, Struktur und Zugang
Untersuchungsverfahren Erkenntnismöglichkeiten werden eröffnet, zur Geltung gebracht und miteinander verbunden: Chronologisches Verfahren – genetisches Prinzip: Entwicklungsprozesse auf Ursachen, Handlungen, Interessen…untersuchen. Epochenquerschnitte: einzelne Epochen (oder deren Teile) werden in einer Momentaufnahme betrachtet - „Epochenprofil“ Schwerpunktbildung und Fallanalyse: vertiefte Arbeit mit Themenbereichen – „Inseln“

16 Vergleichendes Verfahren: vergleich von Gesellschaften (diachron oder synchron).
Perspektivisch-ideologiekritisches Verfahren: Perspektivität und Darstellung historischer Überlieferungen

17 Methoden des Lehrens und Lernens
Organisatorischer Rahmen Schulstufen und Schulformen: Grundschule – Zeitverständnis ausbilden (von kurzen überschaubaren zu weitern Zeitabläufen) Sekundarstufe I – selbständiges Erschließen von Sachverhalten aus historischen Quellen Sekundarstufe II – Deutungs- und Reflexionskompetenz (die Vergangenheit ausgehend von Fragen der Gegenwart kontrolliert untersuchen und deuten) Geschichte als Schulfach: Geschichte als eigenständiges Schulfach oder als „fächerübergreifender“ oder „fächerverbindender“ Unterricht. (vgl. Sauer 2015, S )

18 Methoden des Lehrens und Lernens
Unterrichtsprinzipien Leitlinien/Grundsätze, die dem Unterricht zugrunde liegen sollten. Alteritätserfahrung, Fremdverstehen, interkulturelles Lernen Multiperspektivität und Kontroversität Personalisierung und Personifizierung Handlungsorientierung Gegenwartsbezug (Sauer 2015, S )

19 Methoden Verlaufskonzepte (Sauer S.93)
Abfolge, nach dem die Lernenden ein Thema im Unterricht erarbeiten sollten. Historische Frage – Untersuchung – Erklärung (Sauer 2015, S )

20 Methoden Unterrichtsplanung aus fachdidaktischer Perspektive
Auswahl und Begründung des Themas Sachanalyse Lernvoraussetzungen Lernziele Materialien Strukturierung und Methoden Planungsübersicht Zusammenfassung/Präsentation/Festigung (Sauer S )

21 Methoden Einstiege

22 Methoden Quellenarbeit
https://ksreussbuehl.lu.ch/- /media/KSReussbuehl/Dokumente/Ausbildung/Fachschaften/Geschic hte/muster_quelleninterpretation.pdf?la=de-CH

23 Methoden Quellenarbeit
Quellenarbeit im Unterricht ermöglicht den Lernenden einen Zugang zur Vergangenheit. Intensionen: Unterscheidung von Quellen und Darstellungen , Perspektivität von Quellen Anregung zur eigenen Urteilsbildung Fördern Selbständigkeit und eigenständiges Denken Vergangenheit wird anschaulich erlebt Dominanz von Textquellen

24 Methoden Quellenarbeit
Quellenauswahl: Quellen müssen neue Informationen zum Thema enthalten Quellen müssen authentisch sein Quellen sollten Vorstellungsbildung ermöglichen Quellen sollten Alteritätserfahrung und ggf. Fremdverstehen ermöglichen Präsentation im Unterricht: Angemessene Länge Sprache sollte Verstehen ermöglichen, aber nicht jede Fremdartigkeit entfernen. Methodisches Vorgehen (erschließen, untersuchen, deuten) Arbeit mit Operatoren (formulierte Operatoren für jedes Bundesland)

25 Methoden Lehrvortrag und Unterrichtsgespräch
Grundregeln für „offene“ Gespräche über Geschichte Themenwahl berücksichtigt Anknüpfungspunkte der Lernenden Sparsame Lehrerimpulse regen Diversifikation an Gesprächsführung: aktivierend, zunehmende Verantwortung der Lernenden, bleibt „offen“, vertrauensvolle Atmosphäre Sitzordnung: jeder kann mit jedem kommunizieren Lehrerhaltung: authentische Kommunikation, Austausch, Fragen haben und Fragen lassen „offene Gespräche“ sind prozess- und nicht ergebnisorientiert. (Sauer S. 124 ff)

26 Methoden Geschichte erzählen

27 Methoden Stationenlernen oder Lernzirkel
Beim Stationenlernen sind meistens an verschiedenen Positionen im Raum, den „Lernstationen“, Arbeitsaufträge unterschiedlicher Art ausgelegt, die nacheinander von den Lernenden bearbeitet werden. Die Aufträge stehen in einem thematischen Zusammenhang, können aber in der Regel unabhängig voneinander und in unterschiedlicher Reihenfolge bearbeitet werden. Dadurch erhalten die Lernenden die Möglichkeit, ihren Lernweg entsprechend ihrer Interessen und Fähigkeiten selbst zu steuern. Unterschiede im Lernverhalten einzelner Schüler können leichter miteinander vereinbart werden. Im Stationenlernen wird durch Art und Auswahl der Aufträge die Vielfalt möglicher Zugänge zum Stoff betont: Alle Sinneskanäle lassen sich durch die Art des ausgewählten Materials und Aufgabenstellungen ansprechen. Auch direktes Handeln kann durch gezielte Aufforderungen für Entscheidungen bei der Aufgabenbearbeitung gefördert werden. Die Methode weist den Lernenden eine aktive und verantwortungsvolle Rolle innerhalb des Lernprozesses zu. Damit steht sie anderen handlungsorientierten Methoden nahe. Stationenlernen wird besonders empfohlen zur Vertiefung von Wissen (Lernziel „Kennenlernen“), zur Einübung (Lernziel „Beherrschen“) und im Rahmen von fächerübergreifendem Unterricht. Die vielen Vorzügen werden allerdings nur durch einen hohen Material und Vorbereitungsaufwand erreicht. (http://methodenpool.uni-koeln.de/download/stationenlernen.pdf)

28 Methoden Stationenlernen oder Lernzirkel

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30 Entdeckendes Lernen und Projektarbeit
Die Lernenden sollen ein historisches Thema möglichst eigenständig erarbeiten und erschließen. Sie „forschen“ wie Wissenschaftler, arbeiten fragengeleitet und selbstbestimmt. Themen: räumlicher und zeitlicher Nahbereich, Lokal- und Regionalgeschichte…. Lehrperson kann mit Quellen, Materialien die Fragen aufwerfen, konfrontieren. Als Supervisor begleiten. Projekte: selbständige Themenfindung, Fragestellung, Arbeitsplan erstellen, Recherche, Auswertung, Ergebnis (Projektbericht, Produkt, Präsentation) Projekttagebuch zur Reflektion der Arbeit. (Sauer S )

31 Außerschulische Lernorte
Institutionen, die der Erinnerung dienen (Museum, Archiv) Historische Stätten und/oder Überreste Dazwischen liegt die Gedenkstätte. Historische Authenzität. Museen sammeln historische Objekte, untersuchen und bereiten sie auf und präsentieren sie. Methodische Zugänge: Führung, Unterrichtsgespräch, Erkundung, Werkstatt. Im Archiv begegnet man überwiegend Textquellen. Lernende werden zu Spezialisten für ihr Thema. Wichtig ist eine Vorbereitung. Historische Stätten: unterschiedlicher Erhaltungszustand. „forschende Betätigung“ ermöglicht archäologische Methoden kennenzulernen und anzuwenden. Gedenkstätte: ein historischer Ort und ein Ort der Aufbewahrung und der Erinnerung. Einfühlsamer Umgang – psychische Überwältigung. (Sauer S )

32 Spiele Lernspiele (Quiz, Rätsel, Memory…). Wissen erwerben und festigen durch Übung und Wiederholung. Rollen-, Simulation- und Planspiele. Lernende begeben sich in eine historische Situation und handeln in der Rolle. Sie sollen Zwänge und Freiheiten, Verhalten und Denkweise der Zeit nachempfinden (Perspektivwechsel). Wichtig ist eine genaue Beschreibung der Rolle. (Sauer S )

33 Übungen und Wiederholungen
Inhaltliche Zusammenhänge und Strukturen und methodische Kompetenzen sollen im Bewusstsein verankert werden. Wiederholung als Grundvoraussetzung für Lernen. Wechsel von Medien und Methoden (Unterrichtsgespräch, Arbeitsblätter, Lückentexte, Wissensspiele…) Festhalten und „Umwälzen“ des Gelernten durch die Lernenden. Selbstformulierte Aufzeichnungen zur Wiederholung, Strukturierung und Dokumentation bilden Basis für Rekapitulation. Üben zum Erwerb von Methodenkompetenz (z.B. Interpretation von Bilder, Texten….). Im Wiederaufgreifen der Verfahren vollbringen die Lernenden eine Transferleistung. (Sauer S )

34 Hausaufgaben Hausaufgaben dienen zur Festigung und Vertiefung von Wissen, das im Unterricht erarbeitet wurde und sollen auf die nachfolgende Unterrichtsstunde vorbereiten. Lern- und Arbeitskompetenzen: Selbstorganisation und –disziplin. Vollständigkeit, Genauigkeit, Sauberkeit in der Ausführung. Zugang: Eigenständige Zusammenfassung von Wissen (Strukturskizze, Plakat…) Perspektivierung: Thema wird aus einem neuen Blickwinkel betrachtet (Brief, Reisebericht…) Dokumentation und Reflektion: Fragen und Arbeitsweisen durch ein Stundenprotokoll Exemplarische Vertiefung (Lektüre eines Jugendbuches und Rezension)

35 Lernerfolgskontrolle, Lernstandsdiagnose
Lernerfolgskontrolle: individueller Lernstand und die Lernentwicklung werden überprüft (auch im Hinblick auf Deutungs- und Reflexionskompetenzen und der Medien-Methodenkompetenz). Lernende sollen ihren Kenntnis- und Leistungsstand einschätzen können. Lernerfolg ist auch eine Diagnose des Unterrichtsprozesses (Anforderungen, Vermittlung, Festigung, Methodentraining…). Überprüfung der Lernerfolge und der –leistungen durch: Beiträge im Unterrichtsgespräch Prüfungen und Tests Selbständige schriftliche Ausarbeitungen

36 Leistungsbewertung Leistungsstand innerhalb der Klasse
Verstärkung von Lernanstrengungen Anforderungen und Erwartungen ausformulieren und operationalisieren. Bewertung von Leistungen: Punkteschema pädagogische Erwägungen viele Unwägbarkeiten subjektive Einflüsse (Sauer S )

37 Grundlagen Medien im Geschichtsunterricht
Der Begriff Medium Typologie nach Pandel/Schneider und Sauer Medien als Lehr- und Lernmittel

38 Medien Medium wird vom Lateinischen ‚medium‘ abgeleitet und bedeutet Mitte und Mittelpunkt, aber auch Öffentlichkeit und Gemeinwohl. Medien sind Träger von Informationen und dienen als Hilfsmittel zur Verbreitung von Informationen. Sie sollen „die verschiedenen Erscheinungsformen bezeichnen, in denen Geschichte als Gegenstand von Lernen und Bearbeitung den Schülerinnen und Schülern gegenübertreten kann“ (Sauer) Im Geschichtsunterricht werden Medien eingesetzt um die Geschichte zu erarbeiten und zu erlernen. Geschichte ist nicht direkt, sondern stets nur vermittelt wahrnehmbar. Medium und Quelle werden fälschlicherweise oft synonym verwendet. Medium ist der breitere Begriff.

39 Kategorisierung der Medien nach Pandel und Schneider
Schriftliche Medien – z.B. schriftliche Quelle, Schulbuch, historisches Jugendbuch, Fachtexte Graphische Medien – z.B. Tafel- und Folienarbeit, Karte, Zeitleiste, Diagramm Visuelle Medien – z.B. Bild, Karikatur, Plakat, Comic, Film, Bildgeschichte, Graffiti Akustische Medien – z.B. Musik, Oral History, Tondokument, Hörspiel Gegenständliche Medien – z.B. gegenständliche Quelle, Denkmal, Modell, Computer, Spielzeug

40 Medien zwischen Authentizität und Fiktionalität
Medien historischen Lernens bewegen sich zwischen Authentizität und Fiktionalität. Nahe an der Entstehungszeit eines Mediums an den Ereignissen, bedeutet weniger deutende Bearbeitungen. Wird eine Quelle in ein Fachbuch aufgenommen, verliert sie an Deutungsoffenheit, wird zum Beleg. Fachbücher/Schulbücher enthalten Quellen und Darstellungen, sind ein Medienmix. Fiktionale Darstellung, bekannt als novellistische bzw. anekdotische Geschichtserzählung (Jugendbuch, historischer Spielfilm…). Durch nicht belegte Elemente wird die Darstellung fiktional. Zwischen den Polen liegt die dargestellte Geschichte (z.B. Lehrervortrag, darstellende Schulbücher). Übergänge gleitend. (Pandel, Schneider S.8-9)

41 Medien zwischen Authentizität und Fiktionalität

42 Typologie der Medien nach Sauer
Sauer unterteilt Medien in Quellen und Darstellungen. Quellen definiert er als „Hinterlassenschaften, die uns Aufschlüsse über eine vergangene Zeit geben können“ Darstellungen sind „Beschreibungen und Deutungen dieser Zeit aus späterer Sicht“ Eine Darstellung kann auch eine Quelle werden, weil sie Informationen über eine bestimmte Zeit gibt (z.B. die Repräsentationen von Julius Cäsar in der faschistischen Zeit in Italien, die historischen Gemälde der Kaiser der Dynastie Hohenstaufen rund um das Jahr 1871, der keltischen Helden im postkolonialen Frankreich – Asterix und Obelix). Sie geben Information über die Gesellschaft in der entsprechenden Zeit. Abgrenzungen sind nicht immer deutlich. In Schulbüchern gibt es Vermerke über die verschiedenen Quellen oder Materialien/Darstellungen WICHTIG: Darstellungen und Quellen brauchen Lerngruppen mit klaren Vorkenntnissen und Kompetenzen. Wir KÖNNEN und MÜSSEN die „richtigen“ Materialien wählen !!!

43 Bedeutung der „neuen Medien“
In der Geschichtsdidaktik gibt es keine einheitliche Einteilung der Medien. „neue Medien“ stellen keine eigene Kategorie dar. Unter „neue Medien“ versteht man vor allem elektronische, digitale /interaktive Medien wie das Internet. Synonym: „digitale Medien“ Hoher Stellenwert (Alltagsbestimmend)

44 Medien und historische Sinnbildung
Medien historischen Lernens können auf die Sinndeutung von Vergangenheit unterteilt werden. Grundbegriffe historischen Erinnerns sind: Dokument, Monument und Geschichtsschreibung. Dokument und Monument zählen zu den Quellen. Dokumente sind Überreste historischer Prozessen, Als Monumente bezeichnet man Botschaften der Vergangenheit mit absichtlichen Sinndeutungen. Geschichtsschreibung ist eine Sinndeutung historischer Ereignisse der Gegenwart (Pandel, Schreiber S )

45 Medien und historische Sinnbildung

46 Medien im Hinblick auf Mehrsinnigkeit
Drei Erfahrungsarten ermöglichen Lernen: Handlungsgebundene – bildbezogene – symbolbezogene Erfahrung Drei Formen der geistigen Vorstellung: Handlungsgebundene („enaktiv“) – bildliche („ikonisch“) – symbolische („symbolisch“) drei Repräsentationsformen von historischem Unterricht: Als Handlung (enaktiv: z.B. Rollenspiel) als Bild (ikonisch: z.B. Karikatur) durch Verwendung von Symbolen und sprachlichen Zeichen (symbolisch: z.B. Schrift) Repräsentationsformen müssen von den Lernenden dekodiert werden -> Medienwechsel und komplementärer Einsatz von Medien als Methode gefordert (Pandel, Schneider S )

47 Medien als Lehrmittel und Lernmittel
Das Medium spielt bei der Planung des Unterrichts eine wichtige Rolle. Ziele. Vorgehensweise und Inhalt der Unterrichtsstunde hängen mit dem gewählten Medium zusammen. Methodisch können Medien eingesetzt werden „(…) als Lehrmittel dienen sie dem Lehrer zur Veranschaulichung, Illustration oder Demonstration des Lehrgegenstandes. (…) Als Lehrsysteme nehmen sie dem Lehrer die steuernde Funktion ab und entlasten ihn zugunsten anderer Aufgaben. (…)“ (Gies 2004, 218)

48 Nutzung der Medien im Geschichtsunterricht
Geschichtsunterricht soll vergangene Ereignisse erläutern, die nicht reproduzierbar sind. Lernende begegnen „Originaldokumente“ nur auf dem indirekten Weg über Ersatzmittel: Abbildungen, Nachbildungen, transkribierte übersetzte und gekürzte Quellen…. Medien ermöglichen den Zugang zu Vergangenheit und ersetzt die Realerfahrung. Lehrkräfte sollten die verschiedenen Medien kennen und sinnvoll einsetzten können. Unter Medienkompetenz versteht man die vier Dimensionen Medienkritik, Medienkunde, Mediennutzung und Mediengestaltung.(Gies 2004, )

49 Schriftliche Medien Schriftliche Quellen Schulbuch
Historische Jugendbuch Fachtexte

50 Graphische Medien Tafelarbeit Diagramm Karten Zeitleiste

51 Visuelle Medien Bilder Karikaturen, gezeichnete Kommentare Plakate
Comics Filme, Bildgeschichten Graffiti

52 Akustische Medien Musik Oral History Tondokumente Hörspiele

53 Gegenständliche Medien
Es handelt sich um überlieferte Gegenstände/Überreste aus denen historische Informationen über die Zeit der Entstehung und Verwendung gewonnen werden können. Bei der Auseinandersetzung mit der Quelle werden Erinnerungen geweckt, die eine sinnliche Erfahrung ermöglichen. Gegenständliche Quellen Kriegsdenkmäler Modelle Spielzeug

54 Arbeit mit Quellen zuerich.ch/Portals/1/Documents/lehrmittelsites/hinschauen%20und%20nachfragen/hinschauen%20und%20nachfragen_downloads/23_Didaktik.pdf https://www.fernuni-hagen.de/KSW/magov/studieninhalte/2013ws/pdf/Modul1_3_Anleitung_fuer_eine_Quelleninterpretation.pdf https://www.uni-koblenz.de/~geschichte/PDFs/semko08.pdf https://www.phbern.ch/fileadmin/user_upload/MOL/1_Weltkrieg/Unterrichtseinheiten/Ideen_Textquellenarbeit.pdf https://ksreussbuehl.lu.ch/-/media/KSReussbuehl/Dokumente/Ausbildung/Fachschaften/Geschichte/muster_quelleninterpretation.pdf?la=de-CH %20PDFs/2.%20Handlungsorientirerung%20und%20Veranschaulichung.pdf


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