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Qualitäts- und UnterstützungsAgentur Landesinstitut für Schule des Landes Nordrhein-Westfalen Neue Kernlehrpläne für das Abendgymnasium und Kolleg Kernlehrplan.

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Präsentation zum Thema: "Qualitäts- und UnterstützungsAgentur Landesinstitut für Schule des Landes Nordrhein-Westfalen Neue Kernlehrpläne für das Abendgymnasium und Kolleg Kernlehrplan."—  Präsentation transkript:

1 Qualitäts- und UnterstützungsAgentur Landesinstitut für Schule des Landes Nordrhein-Westfalen Neue Kernlehrpläne für das Abendgymnasium und Kolleg Kernlehrplan Geschichte/Sozialwissenschaft (Entwurfsstand: ) H ERZLICH WILLKOMMEN 1

2 Qualitäts- und UnterstützungsAgentur Landesinstitut für Schule des Landes Nordrhein-Westfalen I.Informationen zum Konzept und zur Gestaltung von kompetenzorientierten Kernlehrplänen  Orientierungswechsel – von der Stoff- zur Ergebnisorientierung  Kompetenzorientierung  Kompetenzorientierte Kernlehrpläne (Rolf-Victor Siedenhans) II.Schulinterne Lehrpläne und Unterstützungsangebote (Rolf-Victor Siedenhans) III.Fachspezifische Erläuterungen zum neuen KLP Geschichte/Sozialwissenschaft (Klaus Tervooren / Michael Guse) Agenda 2

3 Qualitäts- und UnterstützungsAgentur Landesinstitut für Schule des Landes Nordrhein-Westfalen 3

4 Qualitäts- und UnterstützungsAgentur Landesinstitut für Schule des Landes Nordrhein-Westfalen I. Informationen zum Konzept und zur Gestaltung von kompetenzorientierten Kernlehrplänen 4

5 Qualitäts- und UnterstützungsAgentur Landesinstitut für Schule des Landes Nordrhein-Westfalen 55 Von der Input-Steuerung und „Stofforientierung“ Was soll am Ende dieses Bildungsabschnitts durchgenommen und behandelt worden sein? zur Ergebnis- bzw. „Output-Steuerung“ und Kompetenzorientierung Was sollen Studierende am Ende eines Bildungsabschnitts können? Orientierungswechsel 5

6 Qualitäts- und UnterstützungsAgentur Landesinstitut für Schule des Landes Nordrhein-Westfalen 66 durchgenommener Stoff als unterrichtliches Angebot Angebots- Nutzungsmodell „Stofforientierung“ Unterrichtsgestaltung und Arbeitsprozesse Fokus der Verantwortung Lernergebnisse Lernerfolg Nutzung des Angebots seitens der Studierenden Orientierungswechsel 6

7 Qualitäts- und UnterstützungsAgentur Landesinstitut für Schule des Landes Nordrhein-Westfalen 77 als Steuerungsprinzip und als didaktisches Prinzip Kompetenzorientierung - Orientierungswechsel Denken vom Ergebnis her: 7

8 Qualitäts- und UnterstützungsAgentur Landesinstitut für Schule des Landes Nordrhein-Westfalen 88 unterrichtliches Angebot i.S. inhaltlicher Schwerpunktsetzungen, Lernarrangements, Problem-, Anwendungsorientierung etc. Fokus der Verantwortung Lernergebnisse Lernerfolg (langfristig entwickelte Kompetenzen) Nutzung des Angebots seitens der Studierenden Angebots- Nutzungsmodell „Kompetenzorientierung“ Kompetenzorientierung 8

9 Qualitäts- und UnterstützungsAgentur Landesinstitut für Schule des Landes Nordrhein-Westfalen 99 Kompetenzbegriff der Kernlehrpläne: Kompetenzen spiegeln die grundlegenden Handlungsanforderungen, denen Studierende in einem Lernbereich (Fach, „Domäne“) ausgesetzt sind. Nach Weinert (2001, S. 27f.) versteht man Kompetenzen als „ die bei Individuen verfügbaren oder durch sie erlernbaren kognitiven Fähigkeiten und Fertigkeiten, um bestimmte Probleme zu lösen, sowie die damit verbundenen motivationalen, volitionalen und sozialen Bereitschaften und Fähigkeiten, um die Problemlösungen in variablen Situationen erfolgreich und verantwortungsvoll nutzen zu können“. Eine Kompetenz ist eine Disposition, die dazu befähigt, variable Anforderungssituationen in einem bestimmten Lern- oder Handlungsbereich erfolgreich und verantwortlich zu bewältigen. Kompetenzorientierung 9

10 Qualitäts- und UnterstützungsAgentur Landesinstitut für Schule des Landes Nordrhein-Westfalen 10 benennen individuelle fachspezifische Fähigkeiten und Fertigkeiten einer Person (keine reinen Unterrichtsinhalte) Kompetenzen werden in einem längeren Entwicklungsprozess erworben (sind nicht identisch mit Stundenzielen) sind Grundlage für das selbstständige Lösen von Problemen und für das Hervorbringen von Neuem sind stärkenorientiert (nicht defizitorientiert) Kompetenzorientierung 10

11 Qualitäts- und UnterstützungsAgentur Landesinstitut für Schule des Landes Nordrhein-Westfalen 11 Welche Kompetenzen sollen bis zum Ende des Bildungsabschnitts entwickelt werden (KLP-Vorgabe, schulinterner Lehrplan)? Worauf konzentrieren wir uns zunächst? Welcher Inhalt / welche Sache ist geeignet, um dieses Können (diese Kompetenzen) zu entwickeln? + In welchen Anwendungs- und Handlungssituationen ist die Kompetenz relevant? Wie muss auf dieser Grundlage die Erwerbs- bzw. Lernsituation gestaltet sein? Kompetenz(erwartungen) als Ausgangspunkt für die Planung „Nach ___Stunden zum Thema ____ erwarte ich, dass die Studierenden …, …, … und … können.“ Kompetenzorientierung 11

12 Qualitäts- und UnterstützungsAgentur Landesinstitut für Schule des Landes Nordrhein-Westfalen 12 Kernlehrplan-Generationen Lehrpläne (vor 2004): Inputsteuerung, Stofforientierung (LP GOSt 1999) Kernlehrpläne der „ersten Generation“ (2004): ergebnisorientierte Steuerung, z.T. ausschließlich über Kompetenzbereiche; Inhalte eher implizit (z.B. Deutsch Sekundarstufe I) Kernlehrpläne der „zweiten Generation“ (2007): ergebnisorientierte Steuerung, Zwei-Säulen-Struktur mit Kompetenzbereichen und Inhalts- feldern; eher abstrakte, keine konkretisierenden Kompetenzerwartungen (z.B. Geschichte Gymnasium Sekundarstufe I) Kernlehrpläne der „dritten Generation“ (2010ff.): ergebnisorientierte Steuerung, Zwei-Säulen-Struktur, Kompetenzbereiche und Inhaltsfelder zusammengeführt in konkretisierten Kompetenzerwartungen (z.B. Gesellschaftslehre Gesamtschule/Sekundarstufe I) Kompetenzorientierte Kernlehrpläne 12

13 Qualitäts- und UnterstützungsAgentur Landesinstitut für Schule des Landes Nordrhein-Westfalen Struktur Kompetenzerwartungen Die Studierenden erläutern die Verfassungsgrundsätze des Grundgesetzes vor dem Hintergrund ihrer historischen Entstehungsbedingungen. Kompetenzbereiche (Prozesse) Übergreifende fachliche Kompetenz (Kap. 1) (z.B. reflektiertes Geschichtsbewusstsein und Demokratielernen ) Inhaltsfelder (Gegenstände) Kompetenzorientierte Kernlehrpläne 13

14 Qualitäts- und UnterstützungsAgentur Landesinstitut für Schule des Landes Nordrhein-Westfalen Kompetenzorientierte Kernlehrpläne Zentrale Begriffe und Ebenen im Kernlehrplan (I) Kompetenzbereiche: Systematisieren die kognitiven Prozesse – Sach-, Methoden-, Urteils- und Handlungskompetenz Inhaltsfelder: Systematisieren die Gegenstände, sind nicht mit Unterrichtsvorhaben gleichzusetzen – Beispiele: 1. Kulturkontakte und Kulturkonflikte 5.Nationalismus, Nationalstaat und europäische Integration Inhaltliche Schwerpunkte: Untergliederungselemente der Inhaltsfelder – Beispiele zu IF 1:  Religion, Staat und Kultur im Mittelalter im christlichen Europa und in der islamischen Welt  Die Kreuzzüge  Fremdsein, Vielfalt und Integration – Migration im 19. und 20. Jahrhundert  Migration im Zeitalter der Globalisierung 14

15 Qualitäts- und UnterstützungsAgentur Landesinstitut für Schule des Landes Nordrhein-Westfalen Zentrale Begriffe und Ebenen im Kernlehrplan (II) Übergeordnete Kompetenzerwartungen: Inhaltsfeldübergreifende Kompetenzerwartungen aus allen Kompetenzbereichen, mit Progression Konkretisierte Kompetenzerwartungen: Inhaltsfeldbezogene Kompetenzerwartungen als heruntergebrochene Zusammenführung von Prozessen und Gegenständen (Sach- und Urteilskompetenzen) Kompetenzorientierte Kernlehrpläne 15

16 Qualitäts- und UnterstützungsAgentur Landesinstitut für Schule des Landes Nordrhein-Westfalen Sachkompetenz Übergeordnete Kompetenzerwartung: Die Studierenden -erklären Anlässe und Ursachen, Verlaufsformen sowie Folgen und Wirkungen historischer Ereignisse, Prozesse und Umbrüche Konkretisierte Kompetenzerwartung: Die Studierenden - erklären lang- und kurzfristig wirksame Gründe für das Scheitern der Weimarer Republik sowie deren Zusammenhang mit dem Aufstieg der NSDAP Urteilskompetenz Übergeordnete Kompetenzerwartung: Die Studierenden -erörtern die Aussagekraft von Argumentationen historischer und sozialwissenschaftlicher Deutungen unter Berücksichtigung von Standort- und Perspektivenabhängigkeit sowie des Umgangs mit Argumenten, Belegen, Positionen und Gegenpositionen Konkretisierte Kompetenzerwartung: Die Studierenden -erörtern Stichhaltigkeit und Aussagekraft von unterschiedlichen Erklärungsansätzen zum Nationalsozialismus Kompetenzorientierte Kernlehrpläne Kompetenzerwartungen 16

17 Qualitäts- und UnterstützungsAgentur Landesinstitut für Schule des Landes Nordrhein-Westfalen Kompetenzorientierte Kernlehrpläne Progression einer übergeordneten Methodenkompetenz Die Studierenden  analysieren angeleitet historische und sozialwissenschaftliche Fallbeispiele (EPh).  analysieren historische und sozialwissenschaftliche Fallbeispiele und wenden weitere historische Untersuchungsformen (gegenwartsgenetisch, diachron, synchron, perspektivisch- ideologiekritisch) angeleitet an (GK - Q)  analysieren komplexe historische und sozialwissenschaftliche Fallbeispiele und wenden weitere historische Untersuchungsformen (gegenwartsgenetisch, diachron, synchron, perspektivisch-ideologiekritisch) an (LK – Q) 17

18 Qualitäts- und UnterstützungsAgentur Landesinstitut für Schule des Landes Nordrhein-Westfalen KapitelGliederungspunkt Vorbemerkungen 1 Aufgaben und Ziele des Faches 2 Kompetenzbereiche, Inhaltsfelder und Kompetenzerwartungen 2.1 Kompetenzbereiche und Inhaltsfelder des Faches 2.2 Kompetenzerwartungen und inhaltliche Schwerpunkte bis zum Ende der Einführungsphase 2.3 Kompetenzerwartungen und inhaltliche Schwerpunkte bis zum Ende der Qualifikationsphase Grundkurs Leistungskurs 3 Lernerfolgsüberprüfung und Leistungsbewertung 4 Abiturprüfung Anhang Kompetenzorientierte Kernlehrpläne 18

19 Qualitäts- und UnterstützungsAgentur Landesinstitut für Schule des Landes Nordrhein-Westfalen 19 Merkmale standardorientiert: Kernlehrpläne greifen die Bildungsstandards vollständig auf bzw. definieren Standards (zu erreichende Ziele). kompetenzorientiert: Kernlehrpläne bestehen aus fachbezogenen Kompetenzerwartungen. outputorientiert: Kernlehrpläne beschreiben die erwarteten Lernergebnisse. verbindlich: Kernlehrpläne beschreiben eine landesweit verbindliche Obligatorik; sie formulieren klare Ergebniserwartungen und keine Wahlmöglichkeiten. „entdidaktisiert“: Kernlehrpläne beschränken sich auf die Formulierung der zu erreichenden Ergebnisse und treffen keine Aussagen zu Wegen und Verfahren der Zielerreichung. Didaktische Entscheidungen werden in den Schulen – u.a. bei der Erstellung des schulinternen Lehrplans – getroffen. Kompetenzorientierte Kernlehrpläne 19

20 Qualitäts- und UnterstützungsAgentur Landesinstitut für Schule des Landes Nordrhein-Westfalen 20 II. Schulinterne Lehrpläne und Unterstützungsangebote 20

21 Qualitäts- und UnterstützungsAgentur Landesinstitut für Schule des Landes Nordrhein-Westfalen Aufgabe schulinterner Lehrpläne: die verbindlichen Vorgaben der Kernlehrpläne auf die Situation der Schule bezogen konkretisieren und Freiräume ausgestalten Rechtliche Grundlagen I SchulG § 29 - Unterrichtsvorgaben (1) Das Ministerium erlässt in der Regel schulformspezifische Vorgaben für den Unterricht (Richtlinien, Rahmenvorgaben, Lehrpläne). Diese legen insbesondere die Ziele und Inhalte für die Bildungsgänge, Unterrichtsfächer und Lernbereiche fest und bestimmen die erwarteten Lernergebnisse (Bildungsstandards). (2) Die Schulen bestimmen auf der Grundlage der Unterrichtsvorgaben nach Absatz 1 in Verbindung mit ihrem Schulprogramm schuleigene Unterrichtsvorgaben. (3) Unterrichtsvorgaben nach den Absätzen 1 und 2 sind so zu fassen, dass für die Lehrerinnen und Lehrer ein pädagogischer Gestaltungsspielraum bleibt. Schulinterne Lehrpläne 21

22 Qualitäts- und UnterstützungsAgentur Landesinstitut für Schule des Landes Nordrhein-Westfalen Rechtliche Grundlagen II SchulG § 70 Abs. 3 und 4 (3) Die Fachkonferenz berät über alle das Fach … betreffenden Angelegenheiten einschließlich der Zusammenarbeit mit anderen Fächern. Sie trägt Verantwortung für die schulinterne Qualitätssicherung und –entwicklung der fachlichen Arbeit und berät über Ziele, Arbeitspläne; Evaluationsmaßnahmen und –ergebnisse und Rechenschaftslegung. (4) Die Fachkonferenz entscheidet in ihrem Fach insbesondere über 1.Grundsätze der fachmethodischen und fachdidaktischen Arbeit, 2.Grundsätze zur Leistungsbewertung, 3.Vorschläge an die Lehrerkonferenz zur Einführung von Lernmitteln. Schulinterne Lehrpläne 22

23 Qualitäts- und UnterstützungsAgentur Landesinstitut für Schule des Landes Nordrhein-Westfalen 23 Anforderungen an die Schulen angesichts kompetenzorientierter Kernlehrpläne Schulinterne Lehrpläne KLP: Vorgabe zu erreichender Kompetenzen … Beschränkung auf den Kernbereich fachlicher Anforderungen … Formulierung von Kompetenzerwartungen und inhaltlichen Schwerpunkten zu einem bestimmten Zeitpunkt eines Bildungsganges … Schule: … didaktisch-pädagogische Prozesse in der Verantwortung der Schule … Gestaltungsräume der Schulen … Konkretisierung in unterrichtlichen Kontexten und Umsetzung in aufeinander abgestimmte Unterrichtsvorhaben (Progression, Kumulativität) 23

24 Qualitäts- und UnterstützungsAgentur Landesinstitut für Schule des Landes Nordrhein-Westfalen 24 Anforderungen an die Schulen angesichts kompetenzorientierter Kernlehrpläne Schulinterne Lehrpläne KLP: Festlegung des Umfangs von Kompetenzerwartungen und damit verbundener Fachkenntnisse … Aussagen zur Leistungserfassung und -bewertung … Schule: … lerngruppen-adäquate Umsetzung und Konkretisierung … Vereinbarungen und Absprachen über Kriterien Verpflichtung der Schulen schuleigene Curricula (Lehrpläne/ Arbeitspläne) zu erstellen laut Schulgesetz 24

25 Qualitäts- und UnterstützungsAgentur Landesinstitut für Schule des Landes Nordrhein-Westfalen 25 Struktur eines schulinternen Lehrplans – Gliederung KapitelGliederungspunkt 1 Die Fachgruppe Geschichte/Sozialwissenschaft in der Y-Schule 2 Entscheidungen zum Unterricht 2.1 Unterrichtsvorhaben Übersichtsraster Unterrichtsvorhaben Konkretisierte Unterrichtsvorhaben 2.2 Grundsätze der fachmethodischen und fachdidaktischen Arbeit 2.3 Grundsätze der Leistungsbewertung und Leistungsrückmeldung 2.4 Lehr- und Lernmittel 3 Entscheidungen zu fach- und unterrichtsübergreifenden Fragen 4Qualitätssicherung und Evaluation 25

26 Qualitäts- und UnterstützungsAgentur Landesinstitut für Schule des Landes Nordrhein-Westfalen 26 Beispiel: Übersichtsraster für die Sekundarstufe II EPH Unterrichtsvorhaben I: Thema, Kompetenzen, Inhaltsfelder, inhaltliche Schwerpunkte Unterrichtsvorhaben II: Thema, Kompetenzen, Inhaltsfelder, inhaltliche Schwerpunkte … Q1, GK Unterrichtsvorhaben I: Thema, Kompetenzen, Inhaltsfelder, inhaltliche Schwerpunkte Unterrichtsvorhaben II: Thema, Kompetenzen, Inhaltsfelder, inhaltliche Schwerpunkte … Q2, GK Unterrichtsvorhaben I: Thema, Kompetenzen, Inhaltsfelder, inhaltliche Schwerpunkte Unterrichtsvorhaben II: Thema, Kompetenzen, Inhaltsfelder, inhaltliche Schwerpunkte … Q1, LK Unterrichtsvorhaben I: Thema, Kompetenzen, Inhaltsfelder, inhaltliche Schwerpunkte Unterrichtsvorhaben II: Thema, Kompetenzen, Inhaltsfelder, inhaltliche Schwerpunkte … Q2, LK Unterrichtsvorhaben I: Thema, Kompetenzen, Inhaltsfelder, inhaltliche Schwerpunkte Unterrichtsvorhaben II: Thema, Kompetenzen, Inhaltsfelder, inhaltliche Schwerpunkte … 26

27 Qualitäts- und UnterstützungsAgentur Landesinstitut für Schule des Landes Nordrhein-Westfalen 27 Schulinterner Lehrplan im HTML-Format Schulinterner Lehrplan im HTML-Format Vorgaben Grundmuster, Bestandteile, Konstruktionshinweise, „Algorithmen“ Musterbeispiel eines schulinternen Fachlehrplans und einer Jahrgangspartitur Kernlehrplan im HTML-Format Kernlehrplan im HTML-Format verbindliche Kompetenz- erwartungen am Ende bestimmter Phasen des Bildungsganges obligatorische inhaltliche Schwerpunkte Datenbank Hintergrund- materialien, „Tools“, Unterstützungs- material Diagnose- bögen und Evaluations- instrumente schülerver- ständliche Ausformulie- rungen von Kompetenz- erwartungen Unterrichts- und Lernarran- gements zu Kompetenz- erwartungen Beispiel- aufgaben (Lernaufgaben / Testaufgaben) zu konkreten Kompetenz- erwartungen Konkretisie- rungen zum Schulinternen Lehrplan: Beispiele zu Unterrichts- vorhaben Unterstützungsangebot Lehrplannavigator 27

28 Qualitäts- und UnterstützungsAgentur Landesinstitut für Schule des Landes Nordrhein-Westfalen 28 KLP und Vorgaben !!! Achtung: Abiturvorgaben !!! Im jeweiligen Kapitel 4 der Kernlehrpläne heißt es: Die jährlichen „Vorgaben zu den unterrichtlichen Voraussetzungen für die schriftlichen Prüfungen im Abitur in der gymnasialen Oberstufe“ konkretisieren den Kernlehrplan, soweit dies für die Schaffung landesweit einheitlicher Bezüge für die zentral gestellten Abiturklausuren erforderlich ist. Die Verpflichtung zur Umsetzung des gesamten Kernlehrplans bleibt hiervon unberührt. Jedes Fach entwickelt jährliche (Abitur-) Vorgaben!

29 Qualitäts- und UnterstützungsAgentur Landesinstitut für Schule des Landes Nordrhein-Westfalen 29 KLP und Vorgaben Bisheriges Verhältnis von Lehrplänen zu Abiturvorgaben Lehrpläne hatten optionale Inhalte obligatorische Vorgaben waren erforderlich Neues Verhältnis von Lehrplänen zu Abiturvorgaben Lehrpläne sind obligatorisch fokussierende Vorgaben sind erforderlich

30 Qualitäts- und UnterstützungsAgentur Landesinstitut für Schule des Landes Nordrhein-Westfalen 30 KLP und Vorgaben Funktion von Abiturvorgaben Schaffung landesweit einheitlicher Bezüge für die zentral gestellten Abituraufgaben Vorgaben sind…. kein „heimlicher“ Lehrplan keine Halbjahresthemen keine Vorgaben zur Strukturierung des Unterrichts keine methodisch-didaktischen Hinweise

31 Qualitäts- und UnterstützungsAgentur Landesinstitut für Schule des Landes Nordrhein-Westfalen 31 KLP und Vorgaben Eckpunkte für inhaltliche Abiturvorgaben 1.Fokussierung auf exemplarisch zu behandelnde fachliche Schwerpunkte 2.Offenlassen von Freiräumen für Schulcurricula 3.Ermöglichung von Variabilität für Abituraufgaben (Vermeidung von „Ausrechenbarkeit“ der Aufgaben) 4.Anschluss an Vorgaben 2016 bei Konkretisierungen (Wahrung von Kontinuität) 1.Fokussierung auf exemplarisch zu behandelnde fachliche Schwerpunkte 2.Offenlassen von Freiräumen für Schulcurricula 3.Ermöglichung von Variabilität für Abituraufgaben (Vermeidung von „Ausrechenbarkeit“ der Aufgaben) 4.Anschluss an Vorgaben 2016 bei Konkretisierungen (Wahrung von Kontinuität)

32 Qualitäts- und UnterstützungsAgentur Landesinstitut für Schule des Landes Nordrhein-Westfalen III. Fachspezifische Erläuterungen zum neuen KLP Geschichte/Sozialwissenschaft 32

33 Qualitäts- und UnterstützungsAgentur Landesinstitut für Schule des Landes Nordrhein-Westfalen 33 Übersicht  Vom Lehrplan 1989 zum Kernlehrplan 2014 – Kontinuitäten und wichtigste Neuerungen  Übersicht der Kapitel  Hauptelemente des neuen Kernlehrplans Geschichte/Sozialwissenschaft  Lernerfolgsüberprüfung, Leistungsbewertung und Abiturprüfung

34 Qualitäts- und UnterstützungsAgentur Landesinstitut für Schule des Landes Nordrhein-Westfalen Vom Lehrplan (1989) zum Kernlehrplan (2013) – Kontinuitäten und die wichtigsten Neuerungen 34

35 Qualitäts- und UnterstützungsAgentur Landesinstitut für Schule des Landes Nordrhein-Westfalen Einige Kontinuitäten Ziel: „In Auseinandersetzung mit der Geschichte … ihre Identität als Bürger im demokratischen Staat reflektieren“ Didaktische Grund- vorstellungen (z.B. Exemplarizität, Kategorien, Untersuchungsformen: eingearbeitet) Inhalts- und Themenbereiche (weitgehend berücksichtigt) Typen v. Abituraufgaben (vgl. Zentralabitur) Einige Neuerungen „Outcome-Orientierung“ keine didaktisch- methodischen Anleitungen Durchgängige Kompetenz- orientierung in vier Kompetenzbereichen Inhalte UND Kompetenzen; zusammengeführt in konkretisierten Kompetenzerwartungen Expliziter Ausweis der Anforderungen GK und LK Anschluss an die Lehrpläne der Sekundarstufe I „Lehrplannavigator“ 35

36 Qualitäts- und UnterstützungsAgentur Landesinstitut für Schule des Landes Nordrhein-Westfalen Übersicht der Kapitel 36

37 Qualitäts- und UnterstützungsAgentur Landesinstitut für Schule des Landes Nordrhein-Westfalen 37 Aussagen zu didaktischen Hintergründen nur in den Anfangskapiteln. Hier finden sich u.a.: Das Bildungsziel des Faches, die Beschreibung der Kompetenzbereiche, die Beschreibung der Inhaltsfelder.

38 Qualitäts- und UnterstützungsAgentur Landesinstitut für Schule des Landes Nordrhein-Westfalen 38 Aufbau der folgenden Kapitel differenziert nach Einführungs- und Qualifikationsphase und Grundkurs und Leistungskurs: Zuerst alle relevanten übergeordneten Sach-, Methoden-, Urteils- und Handlungskompetenzen für die Phasen, dann die Kurzbezeichnung des Inhaltsfeldes, danach eine Kurzbenennung der inhaltlichen Schwerpunkte in dem Inhaltsfeld

39 Qualitäts- und UnterstützungsAgentur Landesinstitut für Schule des Landes Nordrhein-Westfalen 39 … In den zentralen, für die Unterrichtsplanung notwendigen KLP-Teilen werden jeweils inhaltliche Schwerpunkte mit den zugehörigen Sach- und Urteilskompetenzen gebündelt.

40 Qualitäts- und UnterstützungsAgentur Landesinstitut für Schule des Landes Nordrhein-Westfalen 40 Kapitel 5 des KLP bietet eine graduierende tabellarische Übersicht über die übergeordneten Kompetenzen des KLP, entsprechend der Differenzierung nach Einführungsphase, Qualifikationsphase, Grundkurs und Leistungskurs.

41 Qualitäts- und UnterstützungsAgentur Landesinstitut für Schule des Landes Nordrhein-Westfalen Hauptelemente des neuen Kernlehrplans Geschichte / Sozialwissenschaft 41

42 Qualitäts- und UnterstützungsAgentur Landesinstitut für Schule des Landes Nordrhein-Westfalen Das Grundmodell in der Sprache des Lehrplans „… Für das Fach Geschichte charakteristisch ist das historische Denken. Konstitutiv für dieses Denken ist die „(Re-) Konstruktion“, … Das historische Denken manifestiert sich also in der Narration, … Zum historischen Denken gehört auch die „Dekonstruktion“ vorhandener historischer Sinnangebote, … Historisches Denken ist schließlich geprägt durch Multiperspektivität und die Beachtung fachwissenschaftlicher Qualitätskriterien (Plausibilität historischer Narrationen), die den fachlichen Anspruch der jeweils erzählten Geschichte sichern. 42

43 Qualitäts- und UnterstützungsAgentur Landesinstitut für Schule des Landes Nordrhein-Westfalen 43 Die Zielvorstellung … „Förderung eines reflektierten Geschichtsbewusstseins und des Demokratielernen…“  „Das angestrebte Geschichtsbewusstsein wird als reflektiert gekennzeichnet, um zu betonen, dass es wichtig ist, sich des Konstruktionscharakters von Geschichte, seiner eigenen Standortgebundenheit und Perspektivität bewusst zu sein. Die Beherrschung der Fähigkeiten zur sinnbildenden Darstellung von Geschichte und zur Analyse und Beurteilung historischer Narrationen charakterisieren ein reflektiertes Geschichtsbewusstsein.“  „Demokratielernen steht für den Erwerb jener Kompetenzen, die die Studierenden benötigen, um ihre unterschiedlichen Rollen als Bürgerinnen und Bürger in Gesellschaft, Staat und Wirtschaft zu übernehmen und zu reflektieren.“

44 Qualitäts- und UnterstützungsAgentur Landesinstitut für Schule des Landes Nordrhein-Westfalen Struktur Kompetenzerwartungen Kompetenzbereiche (Prozesse) Übergreifende fachliche Kompetenz (Kap. 1) (reflektiertes Geschichtsbewusstsein und Demokratielernen ) Inhaltsfelder (Gegenstände) Kompetenzorientierte Kernlehrpläne 44

45 Qualitäts- und UnterstützungsAgentur Landesinstitut für Schule des Landes Nordrhein-Westfalen 45 Die Kompetenzbereiche Sachkompetenz Methodenkompetenz Urteilskompetenz Handlungskompetenz

46 Qualitäts- und UnterstützungsAgentur Landesinstitut für Schule des Landes Nordrhein-Westfalen 46 Übergeordnete Kompetenzerwartungen, Beispiel Ende der EPh erläutern unter Verwendung ausgewählter historischer und sozialwissenschaftlicher Fachbegriffe exemplarisch historische und gegenwärtige Ereignisse, Personen, Prozesse, Strukturen und Epochenmerkmale sowie diesbezügliche einfache Modelle und Theorien (SK2), interpretieren und analysieren sachgerecht unter Anleitung Textquellen, historiographische und sozialwissenschaftliche Darstellungen orientiert an grundlegenden wissenschaftlichen Standards (MK6), beurteilen historische und gegenwärtig-politische Sachverhalte angeleitet unter Berücksichtigung bzw. Gewichtung verschiedener Kategorien, Perspektiven und Zeitebenen (UK4), entwerfen, ggf. in kritischer Distanz, eigene Beiträge zu ausgewählten Formen der öffentlichen Geschichts- und Erinnerungskultur (HK6),

47 Qualitäts- und UnterstützungsAgentur Landesinstitut für Schule des Landes Nordrhein-Westfalen Inhalte… - Fragen als Kriterien der Auswahl (S. 17) Fragen, die sich aufgrund von Globalisierungsprozessen aus den vermehrten Begegnungen von Kulturen ergeben Fragen nach den Bedingungen für Erhaltung des inneren und äußeren Friedens Frage nach den Chancen und dem Preis von Modernisierung in der Industriegesellschaft Fragen nach der Bedeutung der nationalen Identität in multikulturellen sowie … global verflochtenen Gesellschaften 47

48 Qualitäts- und UnterstützungsAgentur Landesinstitut für Schule des Landes Nordrhein-Westfalen 48 Inhaltsfelder 1 Kulturkontakte und Kulturkonflikte (Eph)2 Legitimitätsbedingungen moderner Staatlichkeit (Eph)3 Die moderne Industriegesellschaft (Q) 4 Die Zeit des Nationalismus – Voraussetzungen, Herrschaftsstruktur, Nachwirkungen und Deutungen (Q) 5 Nationalismus, Nationalstaat und europäische Integration (Q)6 Frieden im 20. und 21 Jahrhundert (Q)

49 Qualitäts- und UnterstützungsAgentur Landesinstitut für Schule des Landes Nordrhein-Westfalen 49 Inhaltsfelder und inhaltliche Schwerpunkte: Einführungsphase Inhaltsfeld 1: Kulturkontakte und Kulturkonflikte - Religion, Staat und Kultur im Mittelalter im christlichen Europa und in der islamischen Welt - Die Kreuzzüge - Fremdsein, Vielfalt und Integration – Migration im 19. und 20. Jahrhundert - Migration im Zeitalter der Globalisierung Inhaltsfeld 2: Legitimitätsbedingungen moderner Staatlichkeit - Verfassungsgrundlagen des Grundgesetzes - Demokratietheoretische Grundkonzepte und Entwicklungsetappen von Menschenrechten und Volkssouveränität in der Aufklärung - Die Auseinandersetzung um Menschenrechte und Volkssouveränität am Beispiel der Französischen Revolution - Geltungsbereiche der Menschenrechte

50 Qualitäts- und UnterstützungsAgentur Landesinstitut für Schule des Landes Nordrhein-Westfalen 50 Inhaltsfelder und inhaltliche Schwerpunkte: Qualifikationsphase (GK) Inhaltsfeld 3: Die moderne Industriegesellschaft - Die „Zweite industrielle Revolution“ und die Entstehung der modernen Massengesellschaft - Vom Hochimperialismus zum ersten „modernen“ Krieg in der Industriegesellschaft - 1. Weltkrieg - Ursachen und Folgen der Weltwirtschaftskrise 1929 Inhaltsfeld 4: Die Zeit des Nationalsozialismus – Voraussetzungen, Herrschaftsstrukturen, Nachwirkungen und Deutungen - Politische und ideologische Grundlagen des Nationalsozialismus - Nationalsozialistische Herrschaft und „Volksgemeinschaft“ - Völkermord und Vernichtungskrieg - Das Handeln der Menschen in der Zeit des Nationalsozialismus - Vergangenheitspolitik und „Vergangenheitsbewältigung“

51 Qualitäts- und UnterstützungsAgentur Landesinstitut für Schule des Landes Nordrhein-Westfalen 51 Inhaltsfelder und inhaltliche Schwerpunkte: Qualifikationsphase (GK) Inhaltsfeld 5: Nationalismus, Nationalstaat und europäische Integration - Einheit und Freiheit – nationale Bewegungen in Deutschland und Europa im 19. Jahrhundert - Exklusiver und aggressiver Nationalismus in Europa ab 1870 und seine Radikalisierung im Nationalsozialismus - Entstehung, Auswirkungen und Überwindung der deutschen und europäischen Teilung 1945 bis 1989/90 - Die Entwicklung der europäischen Integration nach dem 2. Weltkrieg Inhaltsfeld 6: Frieden im 20. und 21. Jahrhundert - Internationale Friedensordnung nach dem Ersten Weltkrieg - Bipolare Ordnung der Welt nach dem zweiten Weltkrieg: Ursachen und Überwindung des Kalten Kriegs - Frieden in einer multipolaren Welt

52 Qualitäts- und UnterstützungsAgentur Landesinstitut für Schule des Landes Nordrhein-Westfalen 52 Kompetenzen und Inhalte, ein Beispiel zu Inhaltsfeld 1 Sachkompetenz: Die Studierenden beschreiben das Verhältnis von geistlicher und weltlicher Macht im lateinisch-römischen Westen und in der islamischen Welt zur Zeit der Kreuzzüge, beschreiben Formen der rechtlichen Stellung von religiösen Minderheiten und der Praxis des Zusammenlebens mit ihnen in der islamischen und christlichen mittelalterlichen Welt, erläutern die Rolle des Islam als Kulturvermittler für den christlich-europäischen Westen, erklären die religiösen, gesellschaftlichen, politischen und individuellen Voraussetzungen der Kreuzzugsbewegung, stellen die Loslösung der Migranten von ihren traditionellen Beziehungen und Formen der Segregation und Integration der Migranten in ihrer neuen Arbeits- und Lebenswelt dar, analysieren politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Auswirkungen von Migration im Zeitalter der Globalisierung.

53 Qualitäts- und UnterstützungsAgentur Landesinstitut für Schule des Landes Nordrhein-Westfalen 53 Kompetenzen und Inhalte, ein Beispiel zu Inhaltsfeld 1 Urteilskompetenz: Die Studierenden beurteilen den Entwicklungsstand der mittelalterlichen islamischen Wissenschaft und Kultur im Vergleich zu dem des Westens, erörtern aus zeitgenössischer und moderner Perspektive die religiöse Legitimation von Krieg und Gewalt, erörtern an einem Fallbeispiel die Bedeutung, die eine Kulturbegegnung bzw. ein Kulturkonflikt für die beteiligten Seiten haben kann, erörtern politische, ökonomische und gesellschaftliche Motive für Migration, erörtern die in Urteilen über Migranten enthaltenen Prämissen und Selbstbilder, erörtern Chancen und Herausforderungen des Zusammenlebens von Menschen aus unterschiedlichen Kulturen.

54 Qualitäts- und UnterstützungsAgentur Landesinstitut für Schule des Landes Nordrhein-Westfalen Lernerfolgsüberprüfung, Leistungsbewertung und Abiturprüfung 54

55 Qualitäts- und UnterstützungsAgentur Landesinstitut für Schule des Landes Nordrhein-Westfalen Leistungsbewertung unter Bezug auf Kompetenzbereiche „ … sind grundsätzlich alle … Kompetenzbereiche (Sach-, Methoden-, Urteils-, Handlungskompetenz) bei der Leistungsbewertung angemessen zu berücksichtigen. Überprüfungsformen schriftlicher, mündlicher und ggf. praktischer Art sollen deshalb darauf ausgerichtet sein, die Erreichung der dort aufgeführten Kompetenzerwartungen zu überprüfen. Ein isoliertes, lediglich auf Reproduktion angelegtes Abfragen einzelner Daten und Sachverhalte allein kann dabei den … Ansprüchen an die Leistungsfeststellung nicht gerecht werden.“ (KLP S. 44) 55

56 Qualitäts- und UnterstützungsAgentur Landesinstitut für Schule des Landes Nordrhein-Westfalen Leistungsbewertung - Sonstige Mitarbeit „Zu den Bestandteilen … zählen u.a. unterschiedliche Formen der selbstständigen und kooperativen Aufgabenerfüllung, Beiträge zum Unterricht, von der Lehrkraft abgerufene Leistungsnachweise wie z.B. die schriftliche Übung, von der Schülerin oder dem Schüler vorbereitete, in abgeschlossener Form eingebrachte Elemente zur Unterrichtsarbeit, die z.B. in Form von Präsentationen, Protokollen, Referaten und Portfolios möglich werden. Schülerinnen und Schüler bekommen durch die Verwendung einer Vielzahl von unterschiedlichen Überprüfungsformen vielfältige Möglichkeiten, ihre eigene Kompetenzentwicklung darzustellen und zu dokumentieren. Der Bewertungsbereich „Sonstige Leistungen im Unterricht/Sonstige Mitarbeit“ erfasst die im Unterrichtsgeschehen durch mündliche, schriftliche und ggf. praktische Beiträge sichtbare Kompetenzentwicklung der Schülerinnen und Schüler. Der Stand der Kompetenzentwicklung in der „Sonstigen Mitarbeit“ wird sowohl durch Beobachtung während des Schuljahres (Prozess der Kompetenzentwicklung) als auch durch punktuelle Überprüfungen (Stand der Kompetenzentwicklung) festgestellt.“ (KLP S. 46) 56

57 Qualitäts- und UnterstützungsAgentur Landesinstitut für Schule des Landes Nordrhein-Westfalen Lernerfolgsüberprüfungen – Überprüfungsformen 1. Darstellungsaufgaben 2. Ermittlung und Charakterisierung eines historischen und politischen Problems 3. Kritische Analyse zur Erschließung einer Quelle4. Analyse von Darstellungen 5. Zusammenhängende Deutung von historischen und gegenwärtigen Sachverhalten 6. Kritieriengeleitete Bewertung historischer und gegenwärtig politischer Sachverhalte und Zusammenhänge 7. Erörterung eines historischen oder gegenwärtig politischen Problems 8. Gestaltungsaufgabe9. Handlungsaufgabe

58 Qualitäts- und UnterstützungsAgentur Landesinstitut für Schule des Landes Nordrhein-Westfalen 58 Schriftliche Abiturprüfung Aufgabentyp A: Interpretation sprachlicher oder nichtsprachlicher historischer Quellen Aufgabentyp B: Analyse von Darstellungen und kritische Auseinandersetzung mit ihnen Ergänzend 1: Das zu untersuchende Material kann auch aus mehreren Quellen/ Darstellungen bestehen Ergänzend 2: Beide Aufgabentypen können einen expliziten politischen Gegenwartsbezug beinhalten Ergänzend 3: Keine Mischung der Aufgabentypen

59 Qualitäts- und UnterstützungsAgentur Landesinstitut für Schule des Landes Nordrhein-Westfalen 59 Mündliche Abiturprüfung grundsätzlich dieselben Aufgabentypen wie im schriftlichen Abitur auch ungegliederte Aufgabenstellungen der Typen A und B auch weitere Prüfungsformate, z.B. Erörterungen mit oder ohne Materialgrundlage In der gesamten mündlichen Prüfung sollen Teilkompetenzen aus allen vier Kompetenzbereichen berücksichtigt werden.

60 Qualitäts- und UnterstützungsAgentur Landesinstitut für Schule des Landes Nordrhein-Westfalen Schritte der Interpretation und Analyse  Siehe Lernplannavigator!! Schritte der Quelleninterpretation 1. Textquelle 2. Bildquelle Schritte der Analyse von historischen Darstellungen und der kritischen Auseinandersetzung mit ihnen 60

61 Qualitäts- und UnterstützungsAgentur Landesinstitut für Schule des Landes Nordrhein-Westfalen für Ihre Aufmerksamkeit Wir freuen uns auf Ihre Fragen! H ERZLICHEN D ANK 61


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