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Roma, Sinti und Jenische Geschichte der Diskriminierung und Verfolgung Zentrum für Demokratie Aarau 01.01.2015.

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Präsentation zum Thema: "Roma, Sinti und Jenische Geschichte der Diskriminierung und Verfolgung Zentrum für Demokratie Aarau 01.01.2015."—  Präsentation transkript:

1 Roma, Sinti und Jenische Geschichte der Diskriminierung und Verfolgung Zentrum für Demokratie Aarau

2 Frühe Neuzeit Herausbildung der Territorialstaaten Allgemeine europäische Politik gegenüber Fahrenden (mit Ausnahme von Spanien und Bulgarien): → Assimilation durch Repression, Ausgrenzung, soziale Kontrolle → Abwehr und Vertreibung

3 Jahrhundertwende ( Jh.) Verschärfung der Politik (Schweiz, Frankreich, Deutsches Reich): → Erkennungsdienstliche Erfassung → Ausstattung mit speziellen Papieren → Abschiebung in andere Länder

4 Vorreiterrolle der Schweiz → 1888: Einreisesperre für ausländische Fahrende → 1906: Verbot der Benutzung von Schweizer Eisenbahnen und Dampfschiffen durch „Zigeuner“; Abschiebung von ausländischen Fahrenden → 1911: Einführung eines landesweiten Registers zur Erfassung der „Zigeuner“

5 Blatt aus dem „Zigeunerregister“ der Zentralpolizeibehörden in Bern über Carlo M.

6 Josef Jörger ( ) → Direktor der Psychiatrischen Klinik im Kanton Graubünden → Stammbaum der Familie „Zero“ (= jenische Familie) → Minderwertiges Erbgut: Vagantentrieb, Sexualtrieb, Kriminalität, Schwachsinn u.a. → Rassenhygienische Massnahmen wie Zwangssterilisation, Menschenversuche, Aussonderung unerwünschter Gruppen

7 Familie „Zero“

8 Robert Ritter ( ) → Rassentheoretiker der rassenhygienischen Forschungsstelle Deutschlands zur Zeit des Nationalsozialismus → Einstufung der Roma, Sinti und Jenischen in „reinrassige Zigeuner“, 28 Arten von "Zigeunermischlingen" (= besonders minderwertig infolge Vermischung mit „asozialen Nichtzigeunern“) und angepasste "Nichtzigeuner"

9 Verfolgung zur Zeit des Nationalsozialismus → Deutschland: Zwangssterilisation oder Deportation nach Auschwitz (je nach Einstufung) → Schweiz: Wegnahme und Fremdplatzierung von jenischen Kindern (ob fahrend oder sesshaft), Internierung in Zwangsarbeitslager und Strafanstalten, Eheverbote, Zwangssterilisation von Frauen; Grenzsperre und Abschiebungspraxis bei ausländischen Fahrenden

10 Robert Ritter (rechts) nimmt einer Frau im Freien Blut ab. Bild der Rassenhygienischen Forschungsstelle. (1936)

11 Robert Ritter (rechts im Anzug). Bild von unbekannt. (1936)

12 Das Sinti-Mädchen Settela Steinbach beim Abtransport holländischer Sinti und Roma aus dem holländischen Durchgangslager Westerbork nach Auschwitz am 15. Mai Settela Steinbach wurde zusammen mit ihrer Mutter und neun Geschwistern in der Nacht vom 2. auf den 3. August 1944 in den Gaskammern ermordet. Sie ist zu diesem Zeitpunkt zehn Jahre alt. Bild von Rudolf Breslauer. (Film, 1944)

13 Alfred Siegfried ( ) bringt weggenommene jenische Kinder in eine Anstalt. Er war ursprünglich Romanist und Gymnasiallehrer in Basel, verlor aber diese Stellung wegen pädophilen Umgangs mit einem seiner Schüler. Er wurde zu einer bedingten Haftstrafe verurteilt; die zuständigen Basler Behörden beschlossen Stillschweigen zu bewahren. So konnte er jahrzehntelang unangefochten als Vormund über Hunderte von weggenommenen jenischen Kindern verfügen. Ob es in dieser Zeit ebenfalls zu sexuellen Übergriffen kam, wurde nie untersucht. Bild von Hans Staub. (1953)


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