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Finanzierung lokaler Infrastrukturmaßnahmen in Entwicklungsländern durch kostendeckende Tarife Das Beispiel der jemenitischen Wasserversorgung.

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Präsentation zum Thema: "Finanzierung lokaler Infrastrukturmaßnahmen in Entwicklungsländern durch kostendeckende Tarife Das Beispiel der jemenitischen Wasserversorgung."—  Präsentation transkript:

1 Finanzierung lokaler Infrastrukturmaßnahmen in Entwicklungsländern durch kostendeckende Tarife Das Beispiel der jemenitischen Wasserversorgung

2 Kostendeckende Tarife: Warum überhaupt? Staaten sind verschuldet Strukturanpassungsmaßnahmen Steigende Nachfrage Z.T. steigende Bereitstellungskosten Um flächendeckende, zuverlässige Versorgung mit Infrastruktur zu sichern, muss ihre Bereit- stellung von staatlichen Zuschüssen entkoppelt werden

3 Konsequenzen nicht-kostendeckender Tarife 1.Keine Flächendeckung 2.Schlechte Qualität

4 Kostendeckende Tarife: Voraussetzungen und Grenzen Voraussetzungen: Ausschließbarkeit von der Nutzung Effiziente Bereitstellung Zahlungsbereitschaft der Nutzer Grenzen: Zahlungsfähigkeit der Nutzer Positive externe Effekte Beispiel: Die Wasserversorgung im Jemen

5 Erste Voraussetzung für Einführung kostendeckender Tarife Ausschließbarkeit von der Nutzung: Kein öffentliches Gut Öffentlichkeitsgrad hängt ab von: Ausgestaltung der Eigentums- und Nutzungsrechte Technologie der Bereitstellung Ausmaß der Nutzung

6 Zweite Voraussetzung für Einführung kostendeckender Tarife Effiziente Bereitstellung Organisationsform der Infrastrukturbereitstellung muss an Merkmalen des Infrastrukturgutes ausgerichtet sein Kontinuum von staatlicher bis privater Bereitstellung: Regierungsabteilung Öffentliches Unternehmen Kooperationen zwischen öffentlichem und privatem Sektor (z.B.: Management- oder Leasingverträge, Konzessionen) Privatwirtschaftliche Bereitstellung

7 Bereitstellungsoptionen und Effizienz Effizienz nimmt tendenziell zu je weitreichender die Beteilung der Privatwirtschaft je geringer die die Möglichkeiten staatlicher Einflussnahme Transaktionskosten für Ausgleich privater und gesellschaftlicher Interessen steigen, je größer der Entscheidungsspielraum privater Akteure Keine Organisationsform ist unter Effizienzgesichtspunkten a priori zu bevorzugen

8 Dritte Voraussetzung für Einführung kostendeckender Tarife Zahlungsbereitschaft der Nutzer Häufig vernachlässigt Pauschale Faustregeln (z.B. 5 % des Haushalts- einkommens für Wasserversorgung) führen zu Unterschätzung der Zahlungsbereitschaft Beeinflusst durch: Wert eines Gutes (kulturell beeinflusst) Qualität- und Nutzenunkenntnis Subjektives Belastungsgefühl

9 Mögliche Tarifstrukturen in der Wasserversorgung Anschlussgebühren Verbrauchsbezogene Preise Konstanter Preis pro Mengeneinheit (von Gesamtverbrauchsmenge unabhängig) Progressive / degressive Blocktarife Fixpreise Nutzungszeitbezogene Preise Kostendeckung erfordert Kombination dieser Elemente

10 Grenzen der Einführung kostendeckender Tarife: Zahlungsfähigkeit Quersubventionierung (basierend auf Leistungsfähigkeit) Arten von Quersubventionierung (Indikatoren für Leistungsfähigkeit): Verbrauchsmenge Wohnverhältnisse Wohngebiet Konsumgruppen (Privathaushalte / Industrie) Verschiedene Infrastrukturgüter (z.B. Subventionierung der Wassertarife durch Einnahmen aus Elektrizitätsversorgung und Telekommunikation)

11 Grenzen der Einführung kostendeckender Tarife: Zahlungsfähigkeit Probleme bei Quersubventionierung: Einkommensschwache Haushalte müssen an das Versorgungsnetz angeschlossen sein Lösung: Quersubventionierung der Anschlussgebühren Funktioniert nicht bei hoher Preiselastizität der Nachfrage der stärker belasteten Gruppen Hohe Zielgenauigkeit der Tarife erfordert hohen Verwaltungsaufwand Kriterien zur Berechtigung von Quersubventionierungen sind schwer zu überprüfen

12 Verhältnis von privaten zu staatlichen Wasserpreisen Quelle: Ramesh/Malin (1993:14)

13 Grenzen der Einführung kostendeckender Tarife: Zahlungsfähigkeit Probleme bei Quersubventionierung: Einkommensschwache Haushalte müssen an Versorgungsnetz angeschlossen sein Lösung: Quersubventionierung der Anschlussgebühren Funktioniert nicht, wenn stärker belasteten Gruppen ihren Konsum überproportional einschränken Hohe Zielgenauigkeit der Tarife erfordert hohen Verwaltungsaufwand Kriterien für Begünstigung durch Quersubventionierung sind schwer zu überprüfen

14 Beispiele für positive externe Effekte Förderung der öffentlichen Gesundheit Kanalisatio n Wasser- versorgung Abfall- beseitigung

15 Grenzen der Einführung kostendeckender Tarife: Positive externe Effekte Negative Konsequenz positiver externer Effekte : Eigennützig handelnde Individuen werden bei kostendeckendem Preis geringere Menge nachfragen als gesamtgesellschaftlich wünschenswert Finanzierung von Infrastruktur kann mit übergeordneten Zielen in Konflikt geraten

16 Zielkonflikte zwischen Zahlungsbereitschaft und Zahlungsfähigkeit

17 Beispiel für Kompromiss zwischen Zahlungsbereitschaft, Zahlungsfähigkeit m³ Preis Grenzkosten Monatl. Fixpreis für einkommensschwache Haushalte (nach Wohnverhältnissen) Progressiver mengenabhängiger Tarif für wohlhabende Haushalte Lebensnotwendig Mindestmenge

18 Der Jemen Süd-westliches Ende der arabischen Halbinsel Höchste Einwohnerzahl aller Staaten auf der Halbinsel Im Länder-Ranking der vereinten Nationen (HDI) Rank 144 von 175 (D: Platz 18) Lebenserwartung: 60 J. (D: 77) Kindersterblichkeit: 85 pro 1000 Geburten (D: 5) Jahreseinkommen pro Kopf: 280 (D: ) Hauptwirtschaftszweig: Öl- und Gas (70% der staatlichen Einnahmen) Landwirtschaft

19 Organisation der jemenitischen Wasserversorgung und Tarifstruktur Wasserver- und Abwasserent- sorgung in öffentlicher Hand (NWSA und GAREW) Tarife von der Regierung vorgegeben 1993 erster landesweit gültiger Tarif Landesweit werden 73,5 % der Kosten gedeckt.

20 Konsequenzen der mangelnden Kostendeckung 1.Häufige Versorgungsunterbrechungen

21 Konsequenzen der mangelnden Kostendeckung 2.Geringe Reichweite des staatlichen Versorgungssystems

22 Könnten kostendeckende Wassertarife eingeführt werden? 1.Sind Nutzer ausschließbar? Ja! 2.Gibt es positive externe Effekte? Ja, aber sie gehen nur von lebensnotwendiger Mindestmenge aus (20-40 Liter pro Kopf/Tag)

23 Könnten kostendeckende Wassertarife eingeführt werden? 3.Sind Nutzer bereit, für besseren Service mehr zu zahlen? Ja!

24 Könnten kostendeckende Wassertarife eingeführt werden? 4.Arbeitet NWSA effizient? Nein: Ineffizientes Management stellt Hindernis für Einführung kostendeckender Tarife dar: Nur 60 % der produzierten Wassermenge werden in Rechnung gestellt 30 % der ausgestellten Rechnungen werden nicht bezahlt Zu viele Beschäftigte pro Zweigstelle Geringe Leistungsmotivation der Angestellten

25 Fazit Einführung kostendeckender Tarife für Infrastrukturleistungen wird immer wichtiger Berücksichtigung sozialpolitischer Kriterien ist nötig und möglich Voraussetzungen für Einführung kostendeckender Wassertarife im Jemen: Jeder HH müsste funktionstüchtigen Wasserzähler bekommen, der regelmäßig abgelesen wird Politische Motive müsste bei Tarifsetzung in Hintergrund treten Zweigstellen müsste erlaubt werden, Tarife zu erheben, die den regionalen Produktionskosten entsprechen Tarife müssten regelmäßig an Inflation angepasst werden Gebühreneinzugssystem müsste verbessert werden

26 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!


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