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Die regionalwirtschaftliche Perspektive: Aktuelle und künftige Herausforderungen für die Hauptstadtregion Schweiz ESPON/ARE/SECO Seminar 4. Mai 2012 Dr.

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Präsentation zum Thema: "Die regionalwirtschaftliche Perspektive: Aktuelle und künftige Herausforderungen für die Hauptstadtregion Schweiz ESPON/ARE/SECO Seminar 4. Mai 2012 Dr."—  Präsentation transkript:

1 Die regionalwirtschaftliche Perspektive: Aktuelle und künftige Herausforderungen für die Hauptstadtregion Schweiz ESPON/ARE/SECO Seminar 4. Mai 2012 Dr. Heike Mayer Professorin für Wirtschaftsgeographie und Regionalforschung Geographisches Institut, Universität Bern 1

2 Gliederung 1. Hauptstadtregion Schweiz: Wie kam es dazu? 2. Regionalwirtschaftliche Bedeutung der Hauptstadtregion Schweiz 3. Rolle und Bedeutung des Politzentrum aus Sicht der Wirtschaft 4. Sonderfall Hauptstadtregion Schweiz 2

3 3 Entwurf Raumkonzept Schweiz von 2008: Hauptstadtregion nicht als Metropolitanraum qualifziert Quelle: ARE (2008) Raumkonzept Schweiz: Eine dynamische und solidarische Schweiz. Entwurf

4 4 Raumkonzept 2011: Hauptstadtregion Schweiz Quelle: ARE (2011) Raumkonzept Schweiz

5 Hauptstadtfuntionen 1. Politische Funktion 2. Funktion «Verwaltung» 3. Symbolische Repräsentation 4. Identitätsstiftende Funktion 5. Ökonomische Funktion 5 Positive EffekteNegative Effekte Stabilität Imagegewinn, auch international Steuereinnahmen Konsumeinnahmen Stabile Mieter Zustrom qualifizierter Arbeitskräfte Bundesstadtspezifischen Ausgaben Hemmend Kosten für Sicherheit, Infrastruktur, etc. Steuerbefreiung (Liegenschaften) Abhängig von Sessionen Hohe Mietkosten, Verdrängung Bindung Humankapital Nicht abgegoltene Kosten Quellen: Bericht der tripartiten Arbeitsgruppe Bundessstadtstatus (2003), Ecoplan (2004) Bern als Bundesstadt: Positive und negative Effekte; Foto: Sascha Hofstetter

6 4 Thesen über Hauptstädte 1. Die Globalisierung verleiht Hauptstädten eine neue Wichtigkeit, v.a. im Hinblick auf die nationalstaatliche Regulierung einer Volkswirtschaft. 2. Die Finanz- und Kapitalmarktkrise gibt der politischen Funktion von Hauptstädten mehr Gewicht, da nationalstaatliche Organisationen eine gewichtigere Rolle spielen. 3. Politik- und Verwaltungsprozesse werden immer komplexer und Experten werden vermehrt zu wichtigen Partnern. 4. Hauptstädte sind «nationale Informationsposten und –maklerinnen» und besitzen ein spezifisches Wertschöpfungssystem. 6

7 7 (Foto: Heike Mayer) Hauptstadtregion Schweiz als sekundärer Wachstumspol  Politische Hauptstadt Meist eine Kompromisslösung Konzipiert als Alternative zu dominanten Wirtschaftszentren Keine lange Historie und Interdependenzen zwischen Wirtschaft und Staat Konzentration und Dominanz der öffentlichen Verwaltung

8 Hauptstadtregion Schweiz im Vergleich mit anderen Metropolitanräumen 8 MS-Region Anzahl Headquarter der 150 grössten Schweizer Unternehmen reales BIP- Wachstum (in %) Anteil BIP (nominal) der MS-Regionen am nationalen BIP Anteil Erwerbs- tätige der MS-Regionen an allen CH- Erwerbs- tätigen in % Anteil Bevölkerung der MS-Regionen an der Gesamt- bevölkerung in % Zürich Basel Genf-Lausanne Bern restl. Schweiz Quelle: BAK Basel Economics/Avenir Suisse 2010 (aus: Müller-Jentsch, Die Volkswirtschaft 5/2011, S. 12 f.)

9 Hauptstadtregion im internationalen Vergleich 9 Hauptstadt- region Räumlicher Perimeter Wirtschaftliche StärkeWirtschaftliche DynamikErgebnis Zentrum Perimeter mit verdichteten Hauptstadt- funktionen BIP pro Kopf in Tsd. US$ (2008/2009/ 2010) BIP pro Kopf (national) in Tsd. US$ (2010) Durchschnittliches reales BIP- Wachstum (ca. letzte 10 Jahre) Durchschnittliches reales BIP- Wachstum (national) (ca. letzte 10 Jahre) Wirtschafts - stärke/ -dynamik ** Bern Verwaltungskreis Bern-Mittelland 81,767,11,7 %1.8 %++ / - BerlinBundesland37,840,50,7 %1.1 %- - / - Brüssel Région de Bruxelles-Capitale 89,142,61,7 %1.5 %++ / - Canberra Australian Capital Territory (ACT) 43,854,91,9 %3.1 %--/ - Ottawa Canada's Capital Region 72,645,93,5 %2.2 %- + / + Washington D.C. District of Columbia172,247,12,8 %1.9 %++ / + WienBundesland65,643,72,0 %1.7 %- +/ + Sample- Durchschnitt 80,448,82,0 %1.9 % * Quellenangaben auf Anfrage ** Lesebeispiel Bern (Ergebnis Wirtschaftsstärke (++) & Dynamik (-)): Bern weist eine überdurchschnittliche wirtschaftliche Stärke im Vergleich mit den anderen Hauptstadtregionen (+) auf und liegt über dem nationalen Durchschnitt (+). Die wirtschaftliche Dynamik der Region liegt nur knapp unter dem Sampleschnitt (-).

10 Branchenstruktur Bern-Mittelland 10

11 Wertschöpfungssystem Politzentrum Quelle: Infras (2009)11 «...sehr wissensintensives Wertschöpfungs- system an der Schnittstelle zwischen Politik, Verwaltung und Wirtschaft, das für die politische und wirtschaftliche Funktionsfähigkeit des Landes von sehr hoher Bedeutung ist.» (Infras 2009, S. 30)

12 Akteure im Wertschöpfungssystem Politzentrum > Verbände, Lobby-Büros, Zwischenstaatliche Organisationen, NGOs —Firmen und Organisationen, die politische Entscheidungen beeinflussen —Beispiel: Furrer.Hugi&Partner, OTIF, UPU > Verwaltungsnahe Dienstleistungen —Dienste, die im Auftrag der Politik oder Verwaltung durch private Firmen erbracht werden —Beispiel: Büro Vatter, ATAG Wirtschaftsorganisationen AG > Informatik und Telekommunikation —Firmen, die technologieintensive Produkte und Technologien entwickeln und liefern —Beispiel: Liip, Born Informatik 12

13 Politik- und Verwaltungsprozesse werden komplexer Quelle: Projekt Wertschöpfungssystem eines Politzentrums, Umfrage Fokusgruppenteilnehmer13

14 Rolle von Nähe und Distanz 14 Verbände, Lobby- Büros, zwischenst. Organisationen -Nähe zur Politik -Bern = Drehscheibe, Bühne, Schnittstelle, Nukleus -Interaktion mit Zürich: Medien, NGOs, Verbände Verbände, Lobby- Büros, zwischenst. Organisationen -Nähe zur Politik -Bern = Drehscheibe, Bühne, Schnittstelle, Nukleus -Interaktion mit Zürich: Medien, NGOs, Verbände Informatik- und Telekommunikation -Nähe zu Auftrag- gebern, Partnern, Kon- kurrenten -Post, SBB, Swisscom -Fehlende Partner -HSR: Zentrale Kompetenzen und Stärken ausbauen Informatik- und Telekommunikation -Nähe zu Auftrag- gebern, Partnern, Kon- kurrenten -Post, SBB, Swisscom -Fehlende Partner -HSR: Zentrale Kompetenzen und Stärken ausbauen Verwaltungsnahe Dienstleistungen -Situative Nähe -Gewisses Wachstum -Keine Boom-Branche -Abhängig öfftl. Sektor -Informationsbeschaffer -Beratungsleistungen -Wichtig: Tagungs- und Kongressinfrastruktur Verwaltungsnahe Dienstleistungen -Situative Nähe -Gewisses Wachstum -Keine Boom-Branche -Abhängig öfftl. Sektor -Informationsbeschaffer -Beratungsleistungen -Wichtig: Tagungs- und Kongressinfrastruktur «Für uns, die ja im politischen Bereich arbeiten, ist eigentlich ganz klar. Bei uns auf der Webseite steht, in 3 Gehminuten sind wir auf dem Bundesplatz.» (FG 2) «Also wir brauchen nicht eben die Pantoffeldistanz zur Wandelhalle, weil wir nicht permanent auf der Suche nach dem richtigen Moment sind.» (FG 1)

15 Politzentrum aus Sicht der Wirtschaft > Politzentrum als Bühne, Drehscheibe, Schnittstelle > Standortvor- und -nachteile +Brückenfunktion zur Westschweiz +Erreichbarkeit +Hohe Lebensqualität +Gut ausgebildete Fachkräfte -Steuerbelastung -Image (träge) -Fehlendes Unternehmertum, Dynamik > Bern stellt im internationalen Vergleich ein Sonderfall dar: Polyzentrale Verteilung vieler Hauptstadtfunktionen! —Nicht alle wichtigen Partner, Organisationen in Bern! 15

16 Polyzentrale Verteilung der Hauptstadtfunktionen 16 Beispiel: Verwaltungsnahe Dienstleistungen

17 Bedeutung der Hauptstadtregion Schweiz > Bern ist eine sekundäre Hauptstadtregion —Zwar sind wichtige Funktionen in der Hauptstadtregion konzentriert —Allerdings sind viele andere polyzentral verteilt > Erreichbarkeit der Hauptstadtregion Schweiz —Bedeutung der Nähe zum Politzentrum variiert je nach Branche —Gute Erreichbarkeit der HSR kann auch ein Nachteil sein > Kann das Politzentrum ein Wirtschaftsmotor sein? —In bestimmter Weise ja, da Politik- und Verwaltungsprozesse vermehrt mit der privaten Wirtschaft verflochten sind —Allerdings muss Dynamik und Innovationsfähigkeit eines Politzentrums differenziert betrachtet werden 17

18 Vielen Dank! Heike Mayer, Professorin für Wirtschaftsgeographie & Regionalforschung Kontakt: Telefon: Quelle: Ian David Marsden 18

19 Quantitative Analyse der Wertschöpfung  Meiste Wertschöpfung im Kanton Bern  Teilräume profitieren, v.a. über Konsumeffekte 19 Wertschöpfungseffekte in den Kantonen FR, VS, BE sowie CH FRVSBE CH insgesamt Beschaffungsausgaben Bund (2004; ohne SBB/Post; in CHF) absolut13 Mio.6 Mio Mio.1‘795.6 Mio. pro Einwohner Bundesstadtspezifische Wertschöpfung (in CHF) absolut111.3 Mio.30.6 Mio Mio.3‘978.9 Mio. in % des regionalen BIP (2009) Regionaler Einkommenseffekt (direkte und induzierte Nachfrage; in CHF) absolut159.1 Mio.41.9 Mio.1‘194.6 Mio.6'326.4 Mio. pro Einwohner ' Induzierte Beschäftigung (Anzahl Stellen) absolut1' '67243'325 in % der Gesamt- beschäftigung Direkte Steuereffekte durch Bundesangestellte (in CHF) absolut22.1 Mio.6.4 Mio Mio Mio. pro Einwohner Quellen:


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