Die Präsentation wird geladen. Bitte warten

Die Präsentation wird geladen. Bitte warten

28.05.2016Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e. V.1 Aufgaben einer Anlegervereinigung – Was wurde bisher für Privatanleger erreicht? Niedersächsischer.

Ähnliche Präsentationen


Präsentation zum Thema: "28.05.2016Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e. V.1 Aufgaben einer Anlegervereinigung – Was wurde bisher für Privatanleger erreicht? Niedersächsischer."—  Präsentation transkript:

1 Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e. V.1 Aufgaben einer Anlegervereinigung – Was wurde bisher für Privatanleger erreicht? Niedersächsischer Aktienclub (NDAC)

2 Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e. V.2 Gliederung 1.Was ist die SdK und ihr Auftrag? 2.Warum braucht es Anlegervereinigungen? 3.Was unternimmt die SdK? a.Bsp.: Pennystock Betrügereien b.Bsp.: Hauptversammlungsvertretung c.Bsp.: Squeeze-outs d.Bsp.: Gläubigervertretung 4.Ausblick – Was sind unsere Ziele?

3 Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e. V.3 Was ist die SdK und ihr Auftrag? Gründung im Jahr 1959 als Schutzgemeinschaft der Kleinaktionäre e.V. Umbenennung im Jahr 2004 in Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e.V. Anzahl Mitglieder zum :~5.000 (inkl. Investmentclubs ca ) Der Vereinszweck ist in §2 der Satzung geregelt: „Zweck der SdK ist es, Interessen von Aktionären, insbesondere von Minderheitsaktionären sowie von anderen Anlegern insbesondere durch Aufklärung und Beratung, wahrzunehmen, Mitglieder oder Stimmengeber gegenüber Gesetzgeber, Mehrheitsaktionären oder Unternehmensleitungen zu vertreten und das Privateigentum zu schützen. Die SdK setzt sich aktiv für eine Verbesserung der Aktionärsdemokratie ein.“

4 Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e. V.4 Warum braucht es Anlegervereinigungen? Persönliche Altersvorsorge immer wichtiger → Anlage in Aktien und Unternehmensanleihen liefert höhere Renditen Teilhabe der breiten Bevölkerung am Erfolg eines Unternehmens (Mitarbeiterbeteiligungsprogramme) und einer Volkswirtschaft Diversifizierung der Einkünfte (Arbeitseinkommen vs. Kapitaleinkommen) ABER: Der Kapitalmarkt bietet viele Chancen, aber auch Risiken!

5 Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e. V.5

6 Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e. V.6 Warum braucht es Anlegervereinigungen? Auf den Finanzmärkten treten an vielen Stellen Interessenskonflikte auf:  Anlageberater/Vermittler/Banken: Provision vs. Kundenwünsche (passende Anlage), Bsp.: Komplexe Zertifikate /CfDs  Vorstand/Geschäftsführung: Einkommensmaximierung vs. (langfristige) Unternehmensinteressen, Bsp.: KarstadtQuelle AG  Großaktionäre: Konzern- vs. Unternehmensinteressen, Bsp.: Eurogate / Jade-Weser-Port  Institutionelle Investoren: Gesamtperformance vs. Performance eines Einzelinvestments, Bsp.: Escada AG  Übernahmesituationen/Squeeze-outs: gebotener Abfindungspreis vs. Fairer Abfindungspreis, Bsp. Übernahme Schering AG  Insolvenzverwalter: Gebühren- vs. Quotenmaximierung, Stress- vs. Stressfreies Verfahren → Einzelinvestoren stehen diesen Situationen oft machtlos gegenüber

7 Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e. V.7 Was unternimmt die SdK? Anlegerbildung: Um selbstständige Entscheidungen treffen zu können und Situationen bewerten zu können, ist ein breites Wissen in Bezug auf die Finanzmärkte und Finanzprodukte notwendig. Daher führt die SdK Veranstaltungen, Seminare durch und publiziert Broschüren (Die Rechte des Aktionärs) und eine Mitgliederzeitung. Anlegerschutz: Warnungen vor unseriösen Anlageprodukten (PROKON), Pennystock Betrügereien, Schwarzbuch Börse Informationsveranstaltungen: Anhand von Unternehmenspräsentationen sollen den Anlegern Grundkenntnisse bezüglich der Vermögensanlage und Informationen zu seriösen Unternehmen vermittelt werden.

8 Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e. V.8 Was unternimmt die SdK? Beispiel: „Pennystock“ Betrügereien  Kriminelle Investoren gründen im Ausland (meist Schweiz oder Kanada) eine Aktiengesellschaft mit geringem Grundkapital. Da in manchen Ländern je Aktie nur die kleinste rechnerische Währungseinheit eingezahlt werden muss, kann mit geringem finanziellem Einsatz eine hohe Anzahl an Aktien geschaffen werden. Beispiel Schweiz: Mit 1 Mio. Franken kann eine AG mit 100 Mio. Aktien geschaffen werden (1 Rappen je Aktie)  Es wird eine „Equitystory“ in einer aktuellen „In-Branche“ erfunden, die AG verfügt aber über kein operatives Geschäft  Aktie wird im Freiverkehr platziert  Aktien werden an „Vermarkter“ verschenkt.

9 Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e. V.9 Was unternimmt die SdK? Beispiel: „Pennystock“ Betrügereien  Vermarkter werben bei ahnungslosen Kleinanlegern per Spammails, Werbeanzeigen und „cold calls“ für die Aktie  Da keine frei verfügbaren Aktien vorhanden sind, steigt der Kurs schnell an (Scalping)  Die Gründer und der Vermarkter verkaufen anschließend die Aktien Der direkte Schaden in Deutschland beträgt laut eigenen Schätzungen jedes Jahr über 1 Mrd. Euro! Der indirekte ist aber noch viel höher: Durch den Vertrauensverlust bleiben viele Anleger der Börse fern.

10 Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e. V.10 Beispiel: „Pennystocks“-Masche

11 Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e. V.11 Beispielhafter Chartverlauf bei einer „Pennystock-Betrügerei“

12 Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e. V.12 Was unternimmt die SdK? Beispiel: „Pennystock“ Betrügerei: Was unternimmt die SdK? -Konkrete Warnung vor Investments in konkrete Unternehmen -Warnungen vor Investments in Unternehmen aus bestimmten Ländern oder in bestimmten Marktsegmenten (Freiverkehr) -Öffentlichkeitsarbeit und Lobbyarbeit bei Politik und Börsen Erfolge: Frankfurter Börse hat im Dezember 2012 die Bedingungen für ein Listing im Freiverkehr verschärft (Mindestnennwert etc.). Anzahl der Betrugsfälle deutlich zurückgegangen. Aber: Der Markt passt sich an und liefert immer wieder neue Methoden des Betruges(China-Aktien)

13 Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e. V.13 Was unternimmt die SdK? Beispiel: Hauptversammlungsvertretung Im Bereich der Aktienanlage gibt es aber auch viele spannende Möglichkeiten einer guten Anlage. Aber jede Anlageentscheidung muss gut überlegt und dann auch nachhaltig kontrolliert werden. Kontrolle kann u.a. erfolgen über Auswertung von Finanzkennzahlen, Medienauswertung und dem Branchenvergleich. Auch die Unternehmensstrategie sollte ständig hinterfragt und die dazu auf einer Hauptversammlung (HV) zur Abstimmung gestellten Beschlüsse kritisch begutachtet werden und eventuell auch abgelehnt werden. Wichtige Beschlüsse auf einer HV:  Entlastungsbeschlüsse Vorstand/Aufsichtsrat  Wahl des Aufsichtsrat  Wahl des (Konzern-) Abschlussprüfers  Vorstandsvergütung  Genehmigte/Bedingte Kapitalbeschlüsse

14 Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e. V.14 Was unternimmt die SdK? Aktionäre können nicht selbst alle Hauptversammlungen besuchen bzw. oft nicht die Bedeutung der zur Abstimmung stehenden Beschlüsse einschätzen. SdK gibt Abstimmungsempfehlungen und ergreift notfalls auch öffentlich Opposition zu Beschlussvorschlägen der Verwaltung Weitgehend ehrenamtliche SprecherInnen der SdK besuchen im Jahr ca. 500 Hauptversammlungen und vertreten dort die Interessen von Minderheitsaktionäre (Kleinaktionäre und KAGs) SdK SprecherInnen stehen ganzjährig im Kontakt mit den von Ihnen betreuten Unternehmen und beobachten deren Entwicklung Erfolge:Diverse Tagesordnungspunkte (Aktienoptionsprogramme, Verschmelzungen, Reverse-Takeovers, Dividendenbeschlüsse) wurden gekippt bzw. anderweitig beschlossen.

15 Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e. V.15 Was unternimmt die SdK? Beispiel: Squeeze-out (= jmd./etwas ausquetschen/hinausdrängen) Das deutsche Gesellschaftsrecht kennt vier Formen des Squeeze-outs: aktienrechtlicher Squeeze-out (§§ 327a – 327f AktG) übernahmerechtlicher Squeeze-out (§§ 39a–c WpÜG verschmelzungsrechtlicher Squeeze-out (n § 62 Abs. 5 UmwG) Sonderform: finanzmarktstabilisierungsrechtlicher Squeeze-out (§ 12 Abs. 4 Finanzmarktstabilisierungsbeschleunigungsgesetz (FMStBG)) Unter einem Squeeze-out versteht man den zwangsweisen Ausschluss von Minderheitsaktionären aus einer Aktiengesellschaft durch den Mehrheitsaktionär. Dabei entspricht der vom Mehrheitsaktionär festgelegte Preis meist nicht dem fairen Preis.

16 Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e. V.16 Was unternimmt die SdK? Grober Ablauf eines (aktienrechltichen) Squeeze-Outs: Großaktionär (>95% des GK) legt Abfindungspreis fest (meist untermauert anhand eines Bewertungsgutachtens eines Wirtschaftsprüfers) Ein gerichtlich bestellter Wirtschaftsprüfer überprüft den Abfindungspreis Aber: In der Praxis wird sich ein Wirtschaftsprüfer nicht gegen den vom Kollegen ermittelten Abfindungspreis aussprechen. In den letzten 10 Jahren war dies nur 1 x (DIH AG) der Fall bei über 150 Squeeze- Outs! Großaktionär stellt Abfindungsverlangen an die zu übernehmende Gesellschaft HV beschließt Ausschluss der Minderheitsaktionäre mit den Stimmen des Großaktionärs. Squeeze-Out ist eine Form der Enteignung!

17 Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e. V.17 Was unternimmt die SdK? SdK lehnt Squeeze-out generell ab und fordert andere gesetzliche Regelungen Anhand von gesetzlich vorgesehen Spruchverfahren (inter omnes Wirkung) kämpft die SdK im Anschluss an ca. 80% der Squeeze-outs für Nachbesserungen beim festgelegten Squeeze-out Preis. Denn: Eine Unternehmensbewertung (DCF/Ertragswert) ist nie „objektiviert“! Und auch über den durchschnittlichen 3-Monatsdurchschnittskurs (Untergrenze des Squeeze-out-Preises) wird oft gestritten bzw. dieser nicht anerkannt. Es gibt zu viele Stellschrauben, an denen „gedreht“ werden kann, je nachdem welches Ziel (Preis) man erreichen will: Basiszinssatz, Marktrisikoprämie, Betafaktor, Peer-Group, Planzahlen (Planungsprozess) etc. sind streitbare Parameter.

18 Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e. V.18 Was unternimmt die SdK? Aber: Für den einzelnen Aktionär lohnt es sich nicht, gegen die Enteignung vorzugehen, denn Kosten- und Zeitaufwand stehen in keinem Verhältnis zum potentiellen Ertrag. SdK hat in den vergangenen zehn Jahren ca. 150 Spruchverfahren geführt bzw. führt diese aktuell noch. Aufgrund eigener Wirtschaftsprüfer und Anwälten und einem breiten Netzwerk zu Bewertungsspezialisten verfügt die SdK über die Kenntnisse, die einem Privatanleger so nicht zur Verfügung stehen. In über 80% der Verfahren wurden Nachbesserungen erreicht. Im Jahr 2012 lag die durchschnittliche gerichtlich festgelegte Nachbesserung bei rund 16%. In den Vorjahren zum Teil bis zu 30%. Die Gesamtsumme an Nachbesserungen die in den letzten 10 Jahren erstritten wurde beträgt mehrere Mrd. Euro.

19 Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e. V.19 Was unternimmt die SdK? Beispiel: Gläubigervertretung Auch bei Sanierungen und bei Insolvenzverfahren gibt es unterschiedliche Interessen zwischen Kleinanlegern (Anleihen), Banken, Eigentümern; Managern und dem Insolvenzverwalter: Banken: Meist besichert, Liquidation und schnelle Abwicklung Kleinanleger: Hohe Insolvenzquote, Aufklärung aller Sachverhalte Eigentümer: Fortführung um Option auf eine Recovery zu besitzen Manager: Fortführung und keine Prüfung von Pflichtverletzungen Insolvenzverwalter: Hohe Vergütung und stressfreies Verfahren (keine detaillierte Prüfung einzelner Sachverhalte)

20 Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e. V.20 Was unternimmt die SdK? Beispiel: Gläubigervertretung SdK vertritt Gläubiger auf Gläubigerversammlungen und begleitet Insolvenzverfahren. Im Nachgang daran überwacht die SdK den Verfahrensablauf und ergreift im Zweifelsfall auch rechtliche Mittel, zum Beispiel Forderungsanfechtung und Anfechtungsverfahren in Bezug auf die Insolvenzverwaltervergütung, Beispiel Escada: Durch Anfechtung der Vergütung für den vorläufigen Insolvenzverwalter konnten rund 2,5 Mio. Euro, das entsprach ca. der hälftigen Ursprungsvergütung und ca. einem Prozentpunkt Insolvenzquote, für die Gläubiger erstritten werden. Außerdem berichtet die SdK Ihren Mitgliedern gegenüber über den Verlauf der Insolvenzverfahren und gibt Ratschläge in Bezug auf unseriöse Aufkaufangebote etc.

21 Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e. V.21 Ausblick – Was sind unsere Ziele? Aktionärsdemokratie fördern (Aufbruch starrer Strukturen, mehr Variabilität bei der Ämterbesetzung und Mitsprache der Kleinaktionäre) Aktienkultur verbessern: Die Aktionärsquote ist in Deutschland im Vergleich zu den USA, UK, Norwegen, Schweden Dänemark und anderen westlichen Industrienationen enorm niedrig. Dies hat weitreichende negative Effekte auf den heimischen Kapitalmarkt (Refinanzierung) und auch die Rendite der Anleger in Deutschland Finanzwissen stärken: In Deutschland ist das Finanzwissen extrem niedrig ausgeprägt. Daher gibt es auch zahlreiche Betrugsfälle am grauen Kapitalmarkt. Die Finanzbildung muss bereits in der Mittelstufe beginnen und nachhaltig verfolgt werden. Investitionen in Finanzbildung werfen eine sehr hohe Rendite ab. Gesetzliche Rahmenbedingungen anpassen: Deutschland hat einen sehr schwachen Aktionärsschutz (siehe Squeeze-out). Das muss sich ändern, um nachhaltig die Aktionärszahlen auch zu erhöhen.

22 Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e. V.22 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! Falls Interesse besteht, bei der SdK mitzuarbeiten, kann man sich gerne unter an mich


Herunterladen ppt "28.05.2016Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger e. V.1 Aufgaben einer Anlegervereinigung – Was wurde bisher für Privatanleger erreicht? Niedersächsischer."

Ähnliche Präsentationen


Google-Anzeigen