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Abschlussprüfung nach internationalen Grundsätzen

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Präsentation zum Thema: "Abschlussprüfung nach internationalen Grundsätzen"—  Präsentation transkript:

1 Abschlussprüfung nach internationalen Grundsätzen
Aktuelle Entwicklungen bei ISA, IDW PS und US-PCAOB-Rules Fachbeitrag 3 im Rahmen des 1. Gesprächskreises der German CPA Society e.V. zur Internationalen Rechnungslegung und Prüfung Heidelberg, 15. April 2005 Ralph Brinkmann Dipl.-Kfm., CPA (IL, USA), StB, Master MBLT (jur.) Vice President GCPAS-Executive Committee Chairman GCPAS–ISA-Practice Committee Ernst & Young AG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt/M. Alexander Spieß Dipl.-Kfm., CPA (IL, USA), WP, StB GCPAS-Executive Committee Member Director General GCPAS-CPA Panel FALK & Co. GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Heidelberg

2 „Standards and Information Overload“ in der „Post-Enron-Ära“???
Die Reformen im Berufsstand der Accountancy Profession stehen zunehmend im internationalen Kontext. Auch der Mittelstand wird – mit zeitlicher Verzögerung – erheblich von den internationalen Entwicklungen beeinflusst. Der gesamte Berufsstand muss sich den Reformen stellen und diese aktiv – in die richtige Richtung – mitgestalten.

3 Agenda Nationale und internationale Prüfungsstandards und Erwartungslücke Warum wir eine Harmonisierung der Prüfungsstandards brauchen IAASB International Auditing and Assurance Standards Board der IFAC Struktur, Bedeutung und Standards Die Bedeutung der ISA – gestern und morgen Bisher: ISA-Transformation durch das IDW Entwurf einer modernisierten 8. EU-Richtlinie (Abschlussprüfer-Richtlinie) Das „Clarification Project“ des IAASB – kontroverse Zukunft der ISA Neue Vorgehensweise des IDW – der „ISA-Plus-Approach“ Erstes Anwendungsbeispiel: ISA 240 – „The Fraud Standard“ Auswirkungen auf Small and Medium Enterprises and Practicioners Overview Current-IAASB-Projects Aufbau und Bedeutung der Pronouncements des US-Public Company Accounting Oversight Board (PCAOB) Ausgewählte Risiken, Implikationen und Maßnahmen für den mittelständischen Berufsstand Die Hand-Out-Version der Präsentation enthält ausführlichere Informationen sowie Exkurs-Materialien (z.B. zu XBRL).

4 Agenda Nationale und internationale Prüfungsstandards und Erwartungslücke Warum wir eine Harmonisierung der Prüfungsstandards brauchen IAASB International Auditing and Assurance Standards Board der IFAC Struktur, Bedeutung und Standards Die Bedeutung der ISA – gestern und morgen Bisher: ISA-Transformation durch das IDW Entwurf einer modernisierten 8. EU-Richtlinie (Abschlussprüfer-Richtlinie) Das „Clarification Project“ des IAASB – kontroverse Zukunft der ISA Neue Vorgehensweise des IDW – der „ISA-Plus-Approach“ Erstes Anwendungsbeispiel: ISA 240 – „The Fraud Standard“ Auswirkungen auf Small and Medium Enterprises and Practicioners Overview Current-IAASB-Projects Aufbau und Bedeutung der Pronouncements des US-Public Company Accounting Oversight Board (PCAOB) Ausgewählte Risiken, Implikationen und Maßnahmen für den mittelständischen Berufsstand

5 Prüfungsnormen - Eingrenzung
Planung Durchführung Berichterstattung Phasen Normenarten der Abschlussprüfung Durchsetzungsnormen Berufsaufsicht + Haftung Qualitätsnormen Organisation der WP-Praxis Fachtechnische Normen Ziel, Art und Umfang der Prüfung Ausbildungsnormen Berufszugang + Fortbildung Ethische Normen Verhalten des Prüfers + Unabhängigkeit

6 Prüfungsgrundsätze – Dynamisierung der Entwicklungen
Die Globalisierung der Kapitalmärkte hat in den vergangenen Jahren eine intensive Diskussion hinsichtlich der Harmonisierung der Rechnungslegung ausgelöst, die ihren vorläufigen Höhepunkt im EU-Endorsement der IFRS/IAS gefunden hat. Die Diskussion um die Harmonisierung der Prüfungsgrundsätze (IDW PS, ISA, PCAOB/US GAAS), nach denen diese Rechnungslegung zu prüfen ist, führte bisher ein Schattendasein. Dieses Schattendasein neigt sich mit den Vorgaben der modernisierten 8. EU-Richtlinie endgültig dem Ende zu.

7 Definition Erwartungslücke (Expectation gap)
Diskrepanz zwischen Erwartung an Inhalt und Aussagekraft der Abschlussprüfung und in der Realität von den Adressaten wahrgenommener Prüfungsleistung. Ursachen der Erwartungslücke Prüfer- versagen Normen- Öffentlichkeits- Strategien zur Verringerung Höhere Konformität der Prüferleistungen mit Prüfungsnormen Enforcement Aufklärung der Öffentlichkeit zu normenkonformer Erwartungshaltung Education Entwicklung von Normen, die Prüfer- verhalten erwartungs- konform ausrichten Best Practice

8 Accounting Scandals

9

10

11 Erwartungslücke – Expectation Gap Öffentlichkeitsversagen
Öffentliche Erwartungen an Ziel + Art + Umfang der Abschlussprüfung Uneingeschränkter Bestätigungsvermerk = Gütesiegel für die stabile wirtschaftliche Lage des Unternehmens Abgabe eines Urteils, ob der Abschluss eines Unternehmens in allen wesentlichen Punkten in Übereinstimmung mit den an- zuwendenden Rechnungs- legungsnormen (HGB/IFRS/US- GAAP) aufgestellt wurde. Prüfungsrealität – Tatsächliche Aufgabe und Möglichkeiten der Abschlussprüfung

12 Erwartungslücke – Expectation Gap Öffentlichkeitsversagen
Öffentliche Erwartungen an Ziel + Art + Umfang der Abschlussprüfung Erstellung der Rechnungs- legung durch den Prüfer Verantwortlichkeit des Prüfers für die Rechnungslegung Verantwortlichkeit liegt bei den gesetzlichen Vertretern des geprüften Unternehmens Darlegung von Alternativen Keine Entscheidung durch den Prüfer (Selbstprüfungs- Verbot/Unabhängigkeit) Prüfungsrealität – Tatsächliche Aufgabe und Möglichkeiten der Abschlussprüfung

13 Erwartungslücke – Expectation Gap Öffentlichkeitsversagen
Öffentliche Erwartungen an Ziel + Art + Umfang der Abschlussprüfung Vollprüfung => Rechnungslegung ist mit ABSOLUTER Sicherheit frei von Fehlern Prüfung der Effizienz und Effektivität der Geschäftsführung Rechnungslegungsbezogene Ordnungsmäßigkeitsprüfung Risikoorientierter Prüfungsansatz Stichprobenprüfung Rechnungslegung ist mit HINREICHENDER Sicherheit frei von WESENTLICHEN Fehlern Prüfungsrealität – Tatsächliche Aufgabe und Möglichkeiten der Abschlussprüfung

14 Erwartungslücke – Expectation Gap Öffentlichkeits- und Normenversagen
Öffentliche Erwartungen an Ziel + Art + Umfang der Abschlussprüfung Aufdeckung von Betrug und Unterschlagungs- handlungen ist Aufgabe der Abschlussprüfung und in jedem Fall gewährleistet Status Quo: Positive Suchverantwortung im Rahmen der Methoden der AP Keine Unterschlagungsprüfung Keine kriminalistischen Methoden AP ist weder Staatsanwalt noch „Sherlock Holmes“ Reformbedarf? => siehe unten Prüfungsrealität – Tatsächliche Aufgabe und Möglichkeiten der Abschlussprüfung

15 Erwartungslücke – Expectation Gap Öffentlichkeitsversagen
Öffentliche Erwartungen an Ziel + Art + Umfang der Abschlussprüfung UneingeschränktesTestat = „Vollkaskoversicherung“ gegen zukünftige Insolvenz Eingeschränktes Testat = Todesurteil Risikoorientierte und zeitlimitierte Beurteilung bestandsgefährdender Risiken (going concern) AP kann Unsicherheiten von zukunftsorientierten Prognose- aussagen nicht beseitigen („AP hat keine Kristallkugel“) Sorgfältige Abwägung des Risikos einer self-fulfilling prophecy Prüfungsrealität – Tatsächliche Aufgabe und Möglichkeiten der Abschlussprüfung

16 Relevante Gesetzgeber/Standard-Setter
National International USA HGB/WPO SEC

17 Wie IDW-Prüfungsstandards bisher entstanden sind
Deutsches Recht Deutsche Berufsübung ISA US GAAS Alte noch gültige IDW- Stellung- nahmen + IDW Prüfungsstandard IDW Auditing Standard Übersetzung Quelle: IDW-CD-ROM – Zusammenfassende Übersichten von IDW-Verlautbarungen (Folie 2)

18 Bisherige Situation: HGB/IDW PS – ISA – US GAAP: Einfallstor für die Erwartungslücke!
„Die ISA haben keine – auch keine ergänzende – Bedeutung für die deutschen Prüfungsgrundsätze“ (IDW PS ). „Ergänzend kann im Bestätigungsvermerk auf die ISA oder US GAAS verwiesen werden“ (IDW PS ). „Die Durchführung von Abschlussprüfungen hat nach den deutschen Prüfungsgrundsätzen zu erfolgen. Dies gilt auch, wenn ein der Prüfung zugrunde liegender Abschluss nicht nach deutschen Rechnungslegungsgrundsätzen erstellt wurde (z.B. Konzernabschlüsse nach § 292a HGB – IAS/US GAAP)“ – (IDW PS ). Die SEC fordert eine Prüfung in vollem Umfang nach US GAAS.

19 HGB/IDW PS – ISA – US GAAS/PCAOB Kategorisierung der Unterschiede
Höhere materielle Anforderungen einzelner Standards Umfang einzelner Prüfungshandlungen Verpflichtungscharakter von Prüfungshandlungen Temporär unterschiedlicher Regelungsumfang wegen Time-Lag der Transformation bei neuen oder geänderten Standards Höherer Detaillierungsgrad einzelner Standards Strukturell unterschiedlicher Aufbau/Gliederung Abweichende Berufsauffassung der Standard-Setter Abweichende zwingende gesetzliche Vorschriften Widersprüche zwischen den Regelwerken

20 Bestätigungsvermerke in der Praxis Vorbemerkungen
Formulierungsbeispiele: „Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach den deutschen Prüfungsvorschriften und unter Beachtung der vom IDW festgestellten Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der Standards of the PCAOB (United States) vorgenommen.“ „Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach den deutschen Prüfungsvorschriften und unter Beachtung der vom IDW festgestellten Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) vorgenommen.“ „Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung unter Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) der IFAC sowie der Prüfungsstandards des PCAOB (United States) vorgenommen.“

21 Bunte Praxis der Bestätigungsvermerke zu Konzernabschlüssen
DAX-Company Auditor Year GAAP GAAS Allianz KPMG 2004 IFRS US GAAP-ÜL IDW PCAOB BASF Deloitte in 20-F Bayer PwC ISA BMW Commerzbank Continental US GAAP Deutsche Bank Deutsche Telekom Ernst&Young / PWC HGB Infineon (US) 2003/04 Infineon (HGB) SAP US GAAS

22 Bunte Praxis der Bestätigungsvermerke zu Konzernabschlüssen
DAX-Company Auditor Year GAAP GAAS Schering BDO 2004 IFRS US GAAP-ÜL ISA PCAOB Schering (freiwillig Sec. 404 SOA) Internal Control Foreign Private Issuer MDAX-Company AWD HGB IDW Bilfinger Berger Ernst&Young / PWC EADS Ernst&Young / KPMG 2003 IFRS/Nieder-lande-GAAP Fraport PwC Heidelberger Druckmaschinen 2003/04

23 Bunte Praxis der Bestätigungsvermerke zu Konzernabschlüssen (TDAX und Euro Stoxx 50)
Company Auditor Year GAAP GAAS BB Biotech PwC 2004 IFRS/Swiss GAAP CH ISA Ahold N.V. Deloitte 2003 NL-GAAP US GAAP-ÜL NL US GAAS in 20-F Alcatel S.A. Deloitte/ Ernst&Young French GAAP French PCAOB in 20-F Banco Santander S.A. Spanish GAAP GAAS (allg.) ENEL S.p.A. KPMG Italian GAAP Italian Nokia IFRS Finnish Unilever Group, N.V., PLC (US) UK+NL-GAAP US GAAP ÜL Unilever Group, N.V. (NL) NL GAAP Unilever Group, PLC (UK) UK GAAP UK

24 Bunte Praxis der Bestätigungsvermerke zu Konzernabschlüssen – DAX (1)
DAX-Company Auditor Year GAAP GAAS Adidas-Salomon KPMG 2004 IFRS IDW Allianz US GAAP-ÜL PCAOB Altana PwC in 20-F BASF Deloitte Bay. Hypo-Vereinsbank ISA Bayer BMW Commerzbank Continental US GAAP Daimler Chrysler Deutsche Bank

25 Bunte Praxis der Bestätigungsvermerke zu Konzernabschlüssen – DAX (2)
DAX-Company Auditor Year GAAP GAAS Deutsche Börse KPMG 2004 IFRS IDW ISA Deutsche Lufthansa PwC Deutsche Post Deutsche Telekom Ernst&Young / PWC HGB US GAAP-ÜL PCAOB in 20-F E.ON US GAAP Fresenius Medical Care Henkel Infineon (US) 2003/04 Infineon (HGB) Linde MAN BDO Metro Fasselt&P.

26 Bunte Praxis der Bestätigungsvermerke zu Konzernabschlüssen – DAX (3)
DAX-Company Auditor Year GAAP GAAS Münchener Rückvers. KPMG 2004 IFRS IDW ISA RWE PwC SAP US GAAP PCAOB in 20-F US GAAS Schering BDO US GAAP-ÜL Schering (freiwillig Sec. 404 SOA) Internal Control Foreign Private Issuer Siemens (US) 2003/04 Siemens (§ 292a HGB) ThyssenKrupp TUI Volkswagen

27 Bunte Praxis der Bestätigungsvermerke zu Konzernabschlüssen – MDAX-Auswahl (20 von 50) (1)
MDAX-Company Auditor Year GAAP GAAS AWD BDO 2004 HGB IDW Beiersdorf IFRS ISA Bilfinger Berger Ernst&Young / PWC Degussa KPMG EADS Ernst&Young / KPMG 2003 IFRS/Niederlande-GAAP Fielmann Susat & Partner Fraport PwC HeidelbergCement Ernst & Young Heidelberger Druckmaschinen 2003/04 Karstadt Quelle 2004 erscheint 12.4.

28 Bunte Praxis der Bestätigungsvermerke zu Konzernabschlüssen – MDAX-Auswahl (20 von 50) (2)
MDAX-Company Auditor Year GAAP GAAS Leoni Ernst&Young 2004 US GAAP IDW ISA Merck KPMG IFRS mg technologies Deloitte MLP Rölfs & Partner/Ernst & Young 2003 2004 erscheint 20.4 ProSiebenSat.1 Media Puma PwC Salzgitter SGL Carbon Ernst & Young US GAAP-ÜL SEC 20-F not yet filed Techem 2003/04 Thiel Logistik

29 Bunte Praxis der Bestätigungsvermerke zu Konzernabschlüssen – SDAX-Auswahl (12 von 50)
SDAX-Company Auditor Year GAAP GAAS Beate Uhse Ernst&Young 2003 HGB IDW 2004 erscheint 4/05 comdirect bank BDO 2004 IFRS ISA Dyckerhoff KPMG Dürr US GAAP 2004 erscheint 21.4. Escada AWT Horwarth 2003/04 Fuchs Petrolub Gerry Weber International RSM/Haarmann Hemmelrath Jungheinrich PwC 2004 erscheint 19.4. Klöckner-Werke MVV Energie AG Deloitte Sixt Central Treuh 2004 erscheint 31.5. Villeroy & Boch 2004 erscheint 20.4.

30 Bunte Praxis der Bestätigungsvermerke zu Konzernabschlüssen – SDAX-Auswahl (12 von 50)
SDAX-Company Auditor Year GAAP GAAS Beate Uhse Ernst&Young 2003 HGB IDW 2004 erscheint 4/05 comdirect bank BDO 2004 IFRS ISA Dyckerhoff KPMG Dürr US GAAP 2004 erscheint 21.4. Escada AWT Horwarth 2003/04 Fuchs Petrolub Gerry Weber International RSM/Haarmann Hemmelrath Jungheinrich PwC 2004 erscheint 19.4. Klöckner-Werke MVV Energie AG Deloitte Sixt Central Treuh 2004 erscheint 31.5. Villeroy & Boch 2004 erscheint 20.4.

31 Bunte Praxis der Bestätigungsvermerke zu Konzernabschlüssen – TDAX-Auswahl (10 von 30)
TDAX-Company Auditor Year GAAP GAAS BB Biotech PwC 2004 IFRS/Swiss GAAP CH ISA Bechtle Ernst&Young US GAAP IDW EPCOS KPMG 2003/04 PCAOB Freenet IFRS 2004 erscheint 21.4. IDS Scheer Jenoptik HGB Pfeiffer Vacuum Technology Ernst & Young in 20-F Singulus Technologies United Internet WEB.DE

32 Bunte Praxis der Bestätigungsvermerke zu Konzernabschlüssen – Dow Jones Euro Stoxx 50 -Auswahl (15 von 50) (1) EuroStoxx-Company Auditor Year GAAP GAAS Ahold N.V. Deloitte 2003 NL-GAAP US GAAP-ÜL NL 2004 erscheint 14.4. US GAAS in 20-F Alcatel S.A. Deloitte/ Ernst&Young 2004 French GAAP French PCAOB in 20-F Banco Santander S.A. Spanish GAAP GAAS (allg.) BNP Paribas S.A. Ernst&Young/PwC/Mazars Carrefour KPMG/ ENEL S.p.A. KPMG Italian GAAP Italian France Telecom L‘Oreal PwC/Deloitte Nokia PwC IFRS Finnish

33 Bunte Praxis der Bestätigungsvermerke zu Konzernabschlüssen – Dow Jones Euro Stoxx 50 -Auswahl (15 von 50) (2) TDAX-Company Auditor Year GAAP GAAS Philips Electronics N.V. KPMG 2004 US GAAP NL GAAP-ÜL NL PCAOB in 20-F Royal Dutch Petroleum, Shell (NL-GAAP) KPMG/ PwC NL GAAP Royal Dutch Petroleum, Shell (US-GAAP) San Paolo IMI S.p.A. PWC 2003 Italian GAAP US GAAP ÜL Italian Societe Generale S.A. Deloitte/ Ernst&Young French GAAP French UniCredito Italiano SpA Unilever Group, N.V., PLC (US) UK+NL-GAAP Unilever Group, N.V. (NL) Unilever Group, PLC (UK) UK GAAP UK

34 Bunte Praxis der Bestätigungsvermerke – Auswahl Geschäftsjahr 2001
Company Year GAAP GAAS Deutsche Bank 2001 US GAAP US GAAS Lufthansa IAS IDW ISA Bayer Volkswagen Allianz MLP HGB Epcos 2000 Daimler Chrysler 1 (Dt.) Daimler Chrysler 2 (US) Schering AdLINK (Neuer Markt) Thiel Logistik (Neuer Markt)

35 Bestätigungsvermerke in der Praxis Haftungsgesichtspunkte
Die Bestätigung der Einhaltung der Prüfungsstandards (IDW/ISA/PCAOB) setzt die Einhaltung jeweils aller Standards voraus: Erhebliches Haftungsrisiko im Streitfall Insbesondere bei Widersprüchen zwischen den Regelwerken zusätzliches Haftungsrisiko Gesetzliche Prüfung unter ergänzender Beachtung der ISA => Haftungsbegrenzung des § 323 HGB greift. Freiwillige Prüfungen nach ISA => grds. unbeschränkte Haftung (Terms of Engagement entscheidend). Prüfungen nach PCAOB-Standards => Noch immer unklare Haftungssituation => Risiko unbegrenzter Haftung auch für deutsche Prüfungsgesellschaften

36 Was bedeutet das für die Anleger...
Deutsche Konzernabschlüsse (HGB/IAS/US GAAP) müssen nach § 317 HGB geprüft werden. Steht dies nicht im BV, ist ein entsprechender „deutscher“ BV im Bundesanzeiger/Handelsregister einsehbar. Investoren und Analysten informieren sich aber (sinnvollerweise) im Internet. Die höchste Kunst ist die Bestätigung der Prüfung nach HGB/IDW + ISA + PCAOB/US GAAS Die jeweils strengste Regelung ist anzuwenden! Was macht der Prüfer bei Widersprüchen?

37 Fazit: Harmonisierung erforderlich! Aus Sicht der Abschlussprüfer…
Reduktion des Standard-Overload und der damit verbundenen Rechtsunsicherheiten für Abschlussprüfer. Gestaltung der Auditing-Manuals, Checklisten und der Arbeitsabläufe der Prüfungsgesellschaften wesentlich effizienter möglich. International nach einheitlichen Rechnungslegungsstandards (IFRS) aufgestellte Abschlüsse können in Zukunft konsistent nach international einheitlichen Prüfungsgrundsätzen (ISA) geprüft werden.

38 Fazit: Harmonisierung erforderlich
Fazit: Harmonisierung erforderlich! Aus Sicht der Adressaten der Abschlussprüfung… Internationale Anleger benötigen eine Pauschalinformation über den Stand der Prüfungsnormen im Land der geplanten Kapitalanlage. Es geht nicht nur um den US-Kapitalmarkt, sondern gerade auch um Förderung der europäischen Kapitalmärkte. z.B. amerikanische Anleger nehmen IDW-Prüfungsstandards häufig nicht wahr oder bewerten sie als nicht ausreichend. Die Investmententscheidung kann negativ beeinflusst werden. Was wissen SIE z.B. über die Qualität der Principi di Revisione in Italien? Vertrauen sie den italienischen Abschlussprüfern?

39 Agenda Nationale und internationale Prüfungsstandards und Erwartungslücke Warum wir eine Harmonisierung der Prüfungsstandards brauchen IAASB International Auditing and Assurance Standards Board der IFAC Struktur, Bedeutung und Standards Die Bedeutung der ISA – gestern und morgen Bisher: ISA-Transformation durch das IDW Entwurf einer modernisierten 8. EU-Richtlinie (Abschlussprüfer-Richtlinie) Das „Clarification Project“ des IAASB – kontroverse Zukunft der ISA Neue Vorgehensweise des IDW – der „ISA-Plus-Approach“ Erstes Anwendungsbeispiel: ISA 240 – „The Fraud Standard“ Auswirkungen auf Small and Medium Enterprises and Practicioners Overview Current-IAASB-Projects Aufbau und Bedeutung der Pronouncements des US-Public Company Accounting Oversight Board (PCAOB) Ausgewählte Risiken, Implikationen und Maßnahmen für den mittelständischen Berufsstand

40 IFAC – International Federation of Accountants
Weltweiter Zusammenschluss von 163 Berufsorganisationen der Accountancy Profession aus 119 Ländern Repräsentiert rd. 2,5 Millionen Berufsangehörige Deutsche Mitglieder: IDW und WPK Ziel: Förderung einer qualitativ hochwertigen Berufsausübung im öffentlichen Interesse

41 IAASB Unabhängiger Standard Setting Body unter dem Dach der IFAC
Vorgängergremium bis 31. März 2002: IAPC – International Auditing Practice Committee Ziele: To establish high quality auditing, assurance, quality control and related services standards To improve the uniformity of practice by professional accountants throughout the world To strengthen public confidence in the global auditing profession and to service the public interest 18 Mitglieder, davon aus Deutschland WP Josef Ferlings, unterstützt durch Wolfgang Böhm (IDW) und WP Bodo Richardt Bis 31. Dezember 2003 war WP Dietz Mertin aus Deutschland Chairman des IAASB Traditionell sind IFAC und IAASB jedoch ganz erheblich vom US-Berufsstand beeinflusst. Dieser Einfluss wirkt sich auf das Standard-Setting stark aus.

42 „House of IAASB Standards“
Quelle: Handbook of International Auditing, Assurance, and Ethics Pronouncements 2005 Edition „House of IAASB Standards“

43 Agenda Nationale und internationale Prüfungsstandards und Erwartungslücke Warum wir eine Harmonisierung der Prüfungsstandards brauchen IAASB International Auditing and Assurance Standards Board der IFAC Struktur, Bedeutung und Standards Die Bedeutung der ISA – gestern und morgen Bisher: ISA-Transformation durch das IDW Entwurf einer modernisierten 8. EU-Richtlinie (Abschlussprüfer-Richtlinie) Das „Clarification Project“ des IAASB – kontroverse Zukunft der ISA Neue Vorgehensweise des IDW – der „ISA-Plus-Approach“ Erstes Anwendungsbeispiel: ISA 240 – „The Fraud Standard“ Auswirkungen auf Small and Medium Enterprises and Practicioners Overview Current-IAASB-Projects Aufbau und Bedeutung der Pronouncements des US-Public Company Accounting Oversight Board (PCAOB) Ausgewählte Risiken, Implikationen und Maßnahmen für den mittelständischen Berufsstand

44 IAASB – Handbook 2005 Changes of Substance from the 2004 Edition of the Handbook and Recent Developments Background Information on the International Federation of Accountants Ethics – Pronouncements IFAC Ethics Committee – Terms of Reference Code of Ethics for Professional Accountants Auditing, Assurance, and Related Services Pronouncements Structure of IAASB Pronouncements IAASB – Interim Terms of Reference Preface to IAASB Pronouncements Glossary of Terms

45 IAASB – Handbook 2005 Auditing, Assurance, and Related Services Pronouncements (cont.) ISQCs - International Standards on Quality Control International Framework for Assurance Engagements Audits and Review of Historical Financial Information 100 – 999 ISAs International Standards on Auditing 1000 – 1100 IAPSs International Auditing Practice Statements 2000 – 2699 ISREs International Standards on Review Engagements Assurance Engagements other than Audits or Review of Historical Financial Information 3000 – 3699 ISAEs International Standards on Assurance Engagements Related Services 4000 – 4699 ISRSs International Standards on Related Services 4400 Engagements to Perform Agreed-upon Procedures Regarding Information 4410 Engagements to Compile Financial Information Discussion Papers Studies

46 Bisher: ISA-Transformation durch das IDW
ISA sind an die IFAC-Mitgliedsorganisationen gerichtet. Verpflichtung des IDW zur Umsetzung der aktuell anzuwendenden ISA in nationale Prüfungsgrundsätze Transformation (nicht Übersetzung!) der ISA in IDW PS Verabschiedung der IDW-PS im Rahmen eines (eingeschränkten) Due Process (Comment Letter zu Entwürfen werden nicht veröffentlicht) Aussage des IDW: „IDW PS und VO 1/1995 decken alle derzeit gültigen, für die Abschlussprüfung relevanten ISA ab (Stand ).“ Es ist jedoch zu beachten, dass insbesondere die erheblichen Änderungen durch die sogenannten Audit Risk Standards (ISA 315, 330, 500) und zahlreiche Folgeänderungen weiterer ISA in 2003/2004, die vom IDW nach derzeitigem Stand nicht mehr transformiert werden, für Berichtsperioden, die am oder nach dem 15. Dezember 2004 begonnen haben, anzuwenden sind (insbesondere in Vorprüfungen für GJ 2005).

47 Strukturvergleich IDW-PS versus ISA
Sehr „lose“ Annäherung der IDW-PS-Struktur an ISA Strukturveränderungen auf internationaler Ebene kann die IDW-Struktur mangels Anpassung nicht reflektieren Berufspraxis: Such- und Vergleichskosten / komplizierte Umsetzung der Regelwerke in Auditing-Manuals

48 Entwurf einer modernisierten 8
Entwurf einer modernisierten 8. EU-Richtlinie (Abschlussprüfer-Richtlinie) Themeninhalte: => umfasst nahezu alle Bereiche der Abschlussprüfung! Gegenstand und Begriffsbestimmungen Zulassung zum Prüferberuf, Fortbildung und gegenseitige Anerkennung von Berufsqualifikationen Registrierung und Transparenzbericht Ethikgrundsätze und Verschwiegenheitspflichten Unabhängigkeit des Abschlussprüfers Prüfungsgrundsätze und Bestätigungsvermerk / Endorsement-Verfahren Qualitätssicherung Sonderuntersuchungen und Disziplinarmaßnahmen Öffentliche Aufsicht Bestellung, Abberufung und Kommunikation mit dem Abschlussprüfer Besondere Bestimmungen für die Abschlussprüfung bei Unternehmen von öffentlichem Interesse Internationale Aspekte (Abschlussprüfer und Aufsichtsbehörden aus Drittländern)

49 8. EU-Richtlinie – Art. 26 Prüfungsgrundsätze
Die Mitgliedstaaten verpflichten die Prüfer, Abschlussprüfungen gemäß den von der Kommission angenommenen (Art. 49) internationalen Prüfungsgrundsätzen durchzuführen. Die Kommission nimmt internationale Prüfungsgrundsätze zur Anwendung in der EU nur an, wenn sie: international allgemein anerkannt sind und in einem einwandfreien Verfahren mit angemessener Aufsicht und Transparenz erstellt wurden; dem JA/KA im Sinne der 4. und 7. EG-Richtlinie zu einem hohen Maß an Glaubwürdigkeit verhelfen; dem europäischen Gemeinwohl dienen. Die Mitgliedstaaten dürfen zusätzliche Prüfverfahren nur vorschreiben, wenn diese sich aus speziellen, durch den Umfang der Abschlussprüfung bedingten Anforderungen ergeben.

50 8. EU-Richtlinie – Aus der Begründung… (16. März 2004)
Die Übernahme der vom IAASB entwickelten ISA wird vorgeschlagen. Um die ISA übernehmen zu können, muss die Kommission erst prüfen, ob die ISA international allgemein akzeptiert werden, in einem angemessenen, der öffentlichen Kontrolle unterliegenden und transparenten Verfahren aufgestellt werden, von hoher Qualität sind und dem europäischen öffentlichen Interesse entsprechen. Die Kommission hat ihre Überlegungen, ob und wieweit die ISA übernommen werden sollen, noch nicht abgeschlossen. Die endgültige Entscheidung wird weitgehend davon abhängen, ob zufrieden stellende Governance-Regelungen für das IAASB eingeführt werden.

51 8. EU-Richtlinie – Die Antwort der IFAC – New York, 1. März 2005
Verkündung der formellen Gründung des Public Interest Oversight Board (PIOB). Unabhängiges Aufsichtsorgan (8 berufsstandsunabhängige Mitglieder) für IFAC‘s Standard Setting Committees (Auditing, Ethics, Education) sowie für IFAC‘s Member Body Compliance Program. Mitglieder werden nominiert von IOSCO, Basel Committee on Banking Supervision, International Association of Insurance Supervisors, World Bank. Fazit: In Verbindung mit dem konkreten Standard-Setting Verfahren des IAASB (transparent mit umfassender Einbeziehung des Public Interest, u.a. durch die Consultative Advisory Group) kann u.E. davon ausgegangen werden, dass die Anforderungen der EU an die Governance-Regelungen von IFAC/IAASB damit erfüllt sind. Details zum Standard-Setting-Process des IAASB stehen unter zur Verfügung.

52 8. EU-Richtlinie – Weitere Argumente PRO ISA
Analog zu den IFRS/IAS ist die Anwendung weltweiter Standards in der EU von großer Bedeutung, damit europäische Abschlüsse in Drittländern anerkannt werden. Es wäre widersprüchlich, IFRS/IAS Abschlüsse entsprechend unterschiedlichen nationalen Prüfungsstandards prüfen zu lassen.

53 8. EU-Richtlinie – Weitere Aspekte Art. 27 Konzernabschlussprüfer Art
8. EU-Richtlinie – Weitere Aspekte Art. 27 Konzernabschlussprüfer Art. 28 Bestätigungsvermerk Art. 27 Der Konzernabschlussprüfer hat die volle Verantwortung für den Bestätigungsvermerk zum Konzernabschluss zu tragen. Auswirkungen des Parmalat-Skandals Ende der „Division of Responsibility“ in EU-Mitgliedsstaaten In Deutschland war schon bisher nur die „Sole Responsibility“ zulässig Art. 28 Die Kommission kann einen Standardbestätigungsvermerk für IFRS-JA/KA festlegen. Ein von ISA 700 abweichender EU-BV führt erneut zu Intransparenz und kann den Finanzplatz Europa schädigen („expectation gap“). Einflussnahme auf die Ausgestaltung des ISA 700 sollte durch die EU auf internationaler Ebene im Standard-Setting-Verfahren des IAASB erfolgen.

54 Wichtige – existenzsichernde – Regelung, um:
8. EU-Richtlinie – Art. 25 Prüfungshonorare Notwendige flankierende Regelung Aus der Begründung zum Richtlinienentwurf: Unabhängigkeit: EU schreibt Vereinbarung angemessener Prüfungshonorare vor! Überprüfung der Einhaltung im Rahmen der Qualitätssicherung. Art. 25 Prüfungshonorare: Die Mitgliedstaaten sorgen für eine angemessene Regelung, die gewährleistet, dass die Honorare für Abschlussprüfungen: eine einwandfreie Prüfungsqualität ermöglichen; nicht von der Erbringung zusätzlicher Leistungen für das geprüfte Unternehmen beeinflusst oder bestimmt werden; an keinerlei Bedingungen geknüpft werden. Wichtige – existenzsichernde – Regelung, um: Fehler der Vergangenheit aus Zeiten der Quersubventionierung und Preiskämpfe auf dem Wirtschaftsprüfermarkt zu korrigieren, das notwendige Verständnis der Mandanten zu erzielen, dass die signifikant steigenden Anforderungen vergütet werden müssen.

55 Clarification-Project des IAASB – kontroverse Zukunft der ISA
Proposed Policy Statement: Clarifying Professional Requirements in IAASB-Standards Consultation Paper: Improving the Clarity and Structure of IAASB Standards and IAPS 82 Seiten Objective: Consider ways to improve clarity of IAASB-Standards Clarity of the language used to describe responsibilities of professional accountants Scope Authority attaching to bold and ordinary type paragraphs Use of the present tense „the auditor performs…“ Clarity, structure and understandibility of IAASB- Standards (length, style, complexity, additional guidance) Fundamental Principles underlying an ISA Audit Key issue: Principle Based versus Rule Based Standards Suggestions Several different options of RESTRUCTURING ISAs Restructuring of ISAs with significant changes Possible Outcome

56 Clarification-Project des IAASB – kontroverse Zukunft der ISA
Proposed new Categories of Professional Requirements: Requirement („shall“): to be fulfilled in all cases where the relevant circumstances apply Presumptive requirement („should“): to be fullfiled in all cases where the relevant circumstances apply, but, in rare circumstances, the auditor may depart from a presumptive requirement, provided that the auditor documents why and how the alternative procedures performed were sufficient to achieve the objectives of the presumptive requirement [presumptive = vermutlich, angenommen, wahrscheinlich] GCPAS-Comment: Presumptive requirements „shoulds“ will increase significantly and the room for professional judgment will decrease accordingly, adopting the new approach! Vergleich: Terms used to describe the degree of responsibility that the PCAOB-Standards impose on auditors: Unconditional Responsibility Presumptively Mandatory Responsibility Responsibility To Consider (consideration of action or procedure is presumptively mandatory, while the action or procedure is not).

57 Clarification-Project des IAASB – kontroverse Zukunft der ISA
Several different options of RESTRUCTURING ISAs Retain present structure of an ISA (incl. all professional requirements), but move a large part of explanatory material to a related IAPS. Option A: Resulting ISA more concise. Related IAPS would include a large part of explanatory material presently included in ISAS, and could also incorporate Interpretive guidance, industry considerations, additional guidance for SMP and public sector matters. Retain both the professional requirements and explanatory material in one Document, but seperated into two distinct sections: First section „the standards section“ contains professional requirements Second section „the application material section“ contains explanatory Material that supports proper application of the ISA Option B: Issue an ISA made up of two separate documents: First document contains professional requirements Second document contains related explanatory material and IAASB‘s Basis of conclusions in developing ISAs (NEW, similar to IFRS/IAS) Option C:

58 Clarification-Project des IAASB – kontroverse Zukunft der ISA
Current Structure of ISAs ISA Mixture of Professional Requirements (Basic Principles and Essential Procedures) and Related Guidance in the form of Explanatory and Other Material Unrelated IAPS on Special Topics (practical assistance & good professional practice) Several different options of RESTRUCTURING ISAs A ISA Professional Requirements and only short Explanatory Material IAPS ISA-Related IAPS including: Explanatory Material / Interpretive Guidance / Industry Considerations Guidance for SMP/SME / Public Sector Matters B ISA Standard-Section: Professional Requirements Application-Material-Section: Explanatory Material Unrelated IAPS on Special Topics (practical assistance & good professional practice) ISA Document 1: Professional Requirements C Document 2: Explanatory Material + Basis for Conclusions

59 Clarification-Project des IAASB – kontroverse Zukunft der ISA
Timing of ISA-Restructuring: First approach: Retrospectice approach: Developing and issuing for exposure at a single point in time a complete package of all „New Style ISA“. Approach may avoid any confusion during a transitional period when standards would exist in both the existing and new style of drafting. Second approach: Redrafting and issuing for exposure, on a priority basis, the recently issued audit risk and fraud ISAs. Third approach (IAASB preference): Prospective approach: Application of new style only for future new ISAs or revision of ISAs. Rationale: First and second approach would consume a significant amount of IAASB agenda time and require existing projects to be put on hold during that period. GCPAS: Sind New Standards wichtiger als die Klarheit der Existing Standards?

60 Clarification-Project des IAASB – kontroverse Zukunft der ISA
Reaktionen auf das Clarification Project: 38 Comment Letter aller wesentlichen nationalen Standard-Setter, Accounting Firms, internationalen Organisationen und Regulierungsbehörden (in total 383 Seiten) „38 Comment Letter“ => „76 Meinungen“ Überraschung beim IAASB: „These are surprisingly controversial matters on which strong but different views are held. Reaching agreement on a way forward will not be easy.“ (John Kellas, IAASB-Chairman) In der Tat ist die Berücksichtigung und Umsetzung der „76 Meinungen“ ein MEGA-Project für das IAASB.

61 Clarification-Project des IAASB – kontroverse Zukunft der ISA
Comment Letters => Strong but different views… Europa u.a. (EU, FEE, IDW,UK-APB, PwC) USA ua (PCAOB, AICPA, NASBA, IOSCO) Principles-based / Objective-based Standards Rule-based/checklist/long details are helpful Auditor‘s output => achievement of objectives Auditor‘s input => compliance with requirements Focus on auditor‘s professional judgment Focus on documentation of compliance Improvement yes, but take necessary time! Improvements as fast as possible [even confusing („changes overload“)] Focus Financial Statements / Client‘s Business Risks / Analytical Procedures Detailed guidance for each circumstances Machtposition gestärkt durch Ankündigung EU-ISA- Endorsement Traditionell starker Einfluss auf IAASB-Standard- Setting Wer setzt sich durch: ??? Z.B. Joint Project AICPA/IAASB on Audit Risk Standards Note: Even if US-CPAs, GCPAS is on this side

62 Clarification-Project des IAASB – kontroverse Zukunft der ISA – Fundamentale Bedeutung
Der Ausgang der kontroversen Diskussion, der letztlich ähnlich der Situation im Bereich Accounting Standards zwischen den Gegenpolen Europa und den USA zu entscheiden sein wird, ist von zentraler Bedeutung für die Struktur und Arbeitsweise des gesamten Berufsstandes in der Zukunft. Die folgenden – z.T. sehr scharfen - Kommentare, die hier nur auszugsweise angesprochen werden, verdeutlichen die sich – etwas überraschend auch bei den Auditing Standards – gegenüberstehenden Extrempositionen. Es lohnt sich – zur Einschätzung des Ernstes der Lage – alle beigefügten Kommentare in einer ruhigen Minute zu studieren. Versetzen Sie sich bei der Lektüre in ihre tägliche Berufsarbeit und bedenken Sie die möglichen weitreichenden Folgen eines „rule-based“ Auditing Approaches US-amerikanischer Prägung auch in Europa.

63 Clarification-Project des IAASB – kontroverse Zukunft der ISA – ausgewählte Kommentare
IDW: We are concerned about current tendencies in the latest standards that may effect the usefulness and understandibility of these standards. ISA will become a part of the EU legal framework. Unfortunately, the ISAs and related pronouncements have not been prepared using the principles of legal drafting, which has resulted in ambiguity with respect to the obligations of the auditor. We do not believe that the increasing complexity of, and detail in, the ISAs with more requirements and the consequent reduction in the room left for professional judgment actually improves audit quality. In fact, it endangers the quality of audits. In our view, principles-based international standards that encompass the objectives that requirements are to achieve have a greater potential to influence auditor behaviour in a global environment than detailed rules that are followed slavishly, possibly irrespective of whether they meet the objectives.

64 Clarification-Project des IAASB – kontroverse Zukunft der ISA – ausgewählte Kommentare
IDW: The IAASB standards are not as principles-based as they ought to be. We strongly favour restructuring option A. The issue here is whether the IAASB wants standards to control auditor input or output. We believe that controlling auditor output (the objectives to be achieved) using a principles-based approach is more effective, efficient and robust (i.e., not subject to constant change) than trying to control auditor input (procedures to be performed) by means of detailed rules. To put it bluntly, in this context, sometimes less is more. Nevertheless, we are not suggesting that standards gloss over complex matters: the standards should be as simple as possible – but not simpler. On this basis, we support the notion that „an audit is an audit“ – regardless of the size of the entity – and that in developing objectives and principles upon which to base auditing standards, it may be useful to „think small first“. Standards that fail to be understandable will not gain acceptance and hence may not be applied or applied properly.

65 Clarification-Project des IAASB – kontroverse Zukunft der ISA – ausgewählte Kommentare
IDW: We do not support the IAASB‘s intention to apply the proposals on a prospective basis. The IAASB‘s standards are or will become de facto jure statutory instruments in a number of jurisdictions, and in particular, in the EU. It is unusual for a set of standards or a legal instrument to contain two different systems of describing obligations concurrently. This would also cause confusion among users of the standards. We strongly recommend that the IAASB apply these proposals on a retrospective basis. Retrospective application of both the Policy Statement and any restructuring would require a standards setting moratorium that may extend from twelve to eigtheen months. Length is an inherent problem, because…1, 2, 3,... (see IDW-Comment Letter). Overall, the ISAs contain copious amounts of guidance, explanation, and examples that are not always applicable in every jurisdiction.

66 Clarification-Project des IAASB – kontroverse Zukunft der ISA – ausgewählte Kommentare
IDW: IDW translators have remarked that the style of language adopted in the most recent standards is sometimes overly complex and contains unnecessarily long sentences. This could lead to translation problems since the standards will have to be translated in numerous languages. The style of English should be kept as simple as possible. We regard the establishment of „fundamental principles underlying an ISA audit“ as a very high priority project. However, the proper development of such foundation is not a quick fix, initial results will be achieved not prior than in threee or four years. We are under the impression that the IAASB may not approaching the issue of „principles-based-standards“ seriously – that is, it seems to us, in view of the new fraud and audit risk standards, that the IAASB pays lip-services to this issue, but ultimately, seems to be more concerned about developing more rules and guidance quickly than ensuring that its standards are principles-based. It appears to us as if the IAASB is in a hurry to set some fundamental principles now – irrespective of their quality – so that it can „get on“ with the „real work“ of issuing more rules and guidance. We prefer the term „must“ to „shall“ for professional requirements. This is both unequivocal and is simpler to translate into German correctly.

67 Clarification-Project des IAASB – kontroverse Zukunft der ISA – ausgewählte Kommentare
European Commission: The IAASB should give the highest possible priority to clarification project, in particular compared to the development of new standards. This is of paramount importance for the EU which might move to ISA in the next years. As such, the language and structure of standards with which the EU is going to live for a long period of time are key matters. Our comments may not pre-empt the future decision to finally adopt ISAs under the future Eight Directive on statutory audit. Entscheidung ist noch nicht gefallen! We favour Option A offered in your exposure draft. We invite the IAASB to ensure that ISAs will remain as principle based as possible. We believe that principle based approaches are the best way to address all types of situations in the field.

68 Clarification-Project des IAASB – kontroverse Zukunft der ISA – ausgewählte Kommentare
European Commission: Principle based approach leaves enough room for professional judgment, and avoid the inflation of too detailed prescription. A principles based approach is bound to help auditing standards converge throuhgout the world. We consider that this will be a key for the future success of ISAs. ´We would support any consideration to accomodate the specifities of the audits of SMEs within the Clarification-Project. We support designing a set of clear standard-drafting-guidelines, encompassing such issues as language (e.g. „shall“ or „must“), principle based approach, provisions proportionate to the objective pursued, and considering SME issues. We will definitely not be able to maintain the bold lettering convention in the Official Journal of the European Union (EU-Amtsblatt).

69 Clarification-Project des IAASB – kontroverse Zukunft der ISA – ausgewählte Kommentare
European Commission: We do not support the application of any proposal on a prospective basis. The prospective basis is not enough to provide the users with sufficient legal certainty. Having two inconsistent language and structure conventions at the same time will not make standards easy to use and understand. Transposing auditing standards into the Community legislation will entail time consuming requirements for EU bodies: possibly a technical review, an endorsement process, and the translation and publishing of the standards in each of the official languages of the Community, in the Official Journal of the EU. Any change made to the standards after initial adoption will result in costly and time consuming procedures, compared to the added value.

70 Clarification-Project des IAASB – kontroverse Zukunft der ISA – ausgewählte Kommentare
European Commission: ISA will apply not only to the audit of listed companies (7,000 to 8,000), but also to all statutory audits performed in the EU (several millions). „Fundamental principles underlying an ISA audit“ should not be confused with the „principle based approach“. It seems that the „fundamental“ principles identified in the proposal have been picked up here and there from existing material in the ISAs (e.g. Knowledge of the entity, quality control, evidence, documentation). To be able to endorse also IAPS in the EU, we favour the same due process for IASP as for ISAs. We stand at a critical point in time. At a certain point in time, EU users of ISAs will need a stable platform to operate in a secure environment. In such context, we have no option but to support revision of all standards retrospectively in a short period of time, even at the cost of delaying other current IAASB projects for a few months.

71 FEE (Fédération des Experts Comptables Européens):
Clarification-Project des IAASB – kontroverse Zukunft der ISA – ausgewählte Kommentare FEE (Fédération des Experts Comptables Européens): FEE strongly supports the initiative to improve the clarity of ISAs. However, it would be wrong to view the clarity project as a signal that ISAs are not ready to be implemented. It appears that IAASB has not performed significant research to determine what specific outcome of the proposals (e.g. to what extent the number of professional requirements will increase). FEE is very concerned at this apparent step into the unknown. The illustrative examples suggest that adopting the proposed new approach will result in myriad presumptive requirements or „shoulds“, which may have long term consequences for the nature and quality of the auditing profession. The approach will encourage a box-ticking approach rather than the exercise of skilled professional judgment, particularly given the proposed documentation approach.

72 FEE (Fédération des Experts Comptables Européens):
Clarification-Project des IAASB – kontroverse Zukunft der ISA – ausgewählte Kommentare FEE (Fédération des Experts Comptables Européens): Together, these proposals suggest emphasising documentation over insight and compliance over thought. The IAASB must be very comfortable that each proposal to add a further „should“ is carefully tested to make sure that it will in practice result in better audit quality at an appropriate cost to shareholders. This is very important as the proposals made will result in radical changes. FEE has always been a strong proponent of „principles-based“ or „objectives-based“ ISAs. Procedures set out in the standards must be limited to the extent necessary to achieve the objectives defined in such standards. Other procedures have to be developed by the expert auditor, exercising judgment, to fit the circumstances. In a „rules-based“ or „detailed procedures-based“ system, there is an inevitable tendency to lose sight of the objectives while focusing on following all the required procedures. (Loss of Big Picture).

73 FEE (Fédération des Experts Comptables Européens):
Clarification-Project des IAASB – kontroverse Zukunft der ISA – ausgewählte Kommentare FEE (Fédération des Experts Comptables Européens): Preparing audit papers that comply with the mandatory procedures becomes an objective in its own right, in the mistaken belief that compliance is an adequate defence after an audit has failed and investores have suffered loss (Contra PCAOB-Point of view regarding Documentation). An objectives-based approach provides a flexible framework for a multi-cultural, multi-lingual and multi-jurisdictional environment. Quality auditing relies to the greatest extent on the abilities and attitudes of the people in the profession. A profession that puts compliance with procedures above thought and professional judgment, in which innovation and initiative are suppressed by excessive regulation, will not be able to attract and retain people with the ability needed to fulfill their public duty. A unique set of objectives supports the conviction that „an audit is an audit“, according to which the same objectives are applicable to the audit of all entities, regardless of their juridical form, size and ownership (government/private owners), which allows for the harmonisation of professional standards at the national, European and international level.

74 FEE (Fédération des Experts Comptables Européens):
Clarification-Project des IAASB – kontroverse Zukunft der ISA – ausgewählte Kommentare FEE (Fédération des Experts Comptables Européens): Think small first: If the objectives and essential procedures had regard to their applicability to all entities this would result in clearer and more effective standards. The basic standards could be extended with additional procedures specific for certain sectors or more complex situations. For FEE, Restructuring Option A is preferable. We perfer the term „must“ instead of „shall“. In the mid-term, attention is diverted to box-ticking when time could be better spent on thoughtful analysis and responses to risks. And in the long term talented people may be inhibited from joining the box-ticking profession. These risks are especially grave for SMP on whom an excess of requirements will have a disproportionate impact. SME/SMP issues should be at the heart of the standard-setting process, not an afterthought.

75 FEE (Fédération des Experts Comptables Européens):
Clarification-Project des IAASB – kontroverse Zukunft der ISA – ausgewählte Kommentare FEE (Fédération des Experts Comptables Européens): Timing: FEE recommends the approach consisting of developing and issuing for exposure at a single point in time a complete package of all restructured ISAs. Take time for an ISA-Restructuring-Period instead of confusing by the existence of two separate sets of ISAs (old and new style ISAs). Two separate sets of ISAs will hinder the EU-Endorsement! Expectation gap will increase since the „old should“ in existing ISAs means more (mandatory requirement) than the „new should“ (presumptive requirement) in future ISAs. How, in practice, an audit can be performed efficiently applying two different sets of ISAs concurrently in force? The length of an ISA can contribute to a time-consuming exercise on some audits or in some firms of running through the standards to know which aspects of the application material are relevant to which audits. The length of the ISAs is a particular concern for SMP performing relatively simple audits.

76 UK-Auditing Practice Board (APB):
Clarification-Project des IAASB – kontroverse Zukunft der ISA – ausgewählte Kommentare UK-Auditing Practice Board (APB): Although APB has adopted ISAs in their entirety, the Board has noted that the more recent standards are: Increasingly long and detailed Contain a large number of imperative „shoulds“ Seem to be written mainly for the audits of large entities APB fears that the indeed „rules-based“ proposals will lead to an overwhelming number of requirements that will be applied with a „check list mindset“ which will detract from experienced practicioners adopting a thoughtful and sceptical assessment of the risks of financial statements. A prospective basis for restructuring is likely to be confusing for auditors, audit regulators and users of audited financial statements. We strongly recommend a „big-bang“ approach after having completed: Updating of the remaining ISAs using the existing convention Development of the fundamental principles The adoption of an international convergence strategy

77 AICPA (American Institute of Certified Public Accountants):
Clarification-Project des IAASB – kontroverse Zukunft der ISA – ausgewählte Kommentare AICPA (American Institute of Certified Public Accountants): We support the goal of improving the clarity of ISAs. However, we believe that the proposals do not go far enough to increase clarity, and will in most cases, lead to less clear guidance for practicioners. We do not support the prospective basis which is confusing. The risk assessment project was untertaken as a joint project between IAASB and AICPA. However, the Auditing Standards Board of AICPA expects to vote to reissue for exposure a new version of those risk assessment standards at its April 2005 meeting. To achieve also a revision of Audit Risk ISAs in the short-term, AICPA would assist and provide staff resources to the IAASB.

78 AICPA (American Institute of Certified Public Accountants):
Clarification-Project des IAASB – kontroverse Zukunft der ISA – ausgewählte Kommentare AICPA (American Institute of Certified Public Accountants): The clarity of the standards should not be determined by their length. A standard that is drafted in a style that clearly identifies the requirements and provides in addition all necessary guidance to the professional account will provide clarity irrespective of its length. On the other hand, a „short“ standard that provide only high-level principles as „requirements“ without corollary guidance will provide less clarity. Detailed guidance is necessary for the consistent application of the principles around the world. We believe that any proposal that removes the guidance from the ISA (Option A) runs the risk of severly weaking the ISA.

79 IOSCO (International Organisation of Securities Commissions
Clarification-Project des IAASB – kontroverse Zukunft der ISA – ausgewählte Kommentare IOSCO (International Organisation of Securities Commissions Note: Starker Einfluss der US-SEC auf IOSCO Improving the clarity of ISAs is an undertaking of the highest importance. We are concerned about the assertion that the present form of ISAs needs to be completely restructured. We are troubled by statements that trained professional auditors are finding it difficult to understand and use some of the recently issued auditing standards simply because they are longer and more detailed. In our view, the recently-issued ISAs have been improvements over earlier versions, and to reverse course now would be a step backward. It is important that standards contain a sufficent amount of implementation guidance to make the application of the principles clear.

80 IOSCO (International Organisation of Securities Commissions)
Clarification-Project des IAASB – kontroverse Zukunft der ISA – ausgewählte Kommentare IOSCO (International Organisation of Securities Commissions) We think that the complexities of the business world and of the listed companies whose financial statements are the subject of audits will tend to add requirements and length to audit standards over time. Length of a standard should not be viewed as a problem in and on itself. GCPAS-Comment: No consideration of special needs of SME/SMP-audits in IOSCO‘s comment letter! The influence of a comment letter issued by IOSCO, however, is far reaching. We believe the length and detail of recent standards has not been excessive or added undue complexity. We believe that properly trained auditors, including auditors of SME, should be able to understand the standards. We are also not convinced that restructuring of ISAs is necessitated by legal requirements in some jurisdictions. (Contra EU point of view).

81 IOSCO (International Organisation of Securities Commissions)
Clarification-Project des IAASB – kontroverse Zukunft der ISA – ausgewählte Kommentare IOSCO (International Organisation of Securities Commissions) While some of our members do have two-level auditor guidance in place today, we do not consider that the existence of such national approaches creates a legal requirement for ISAs to be written in two parts. In some jurisdictions auditing and accounting standards are incorporated into law by general reference to the body of standards, rather than by including the entire text of each standard in legislation. Such a practice eliminates the necessity to seek a change in the text of legislation each time that any change in an auditing standard, however minor, is made. GCPAS-Comment: Verfassungsrechtliche Bedenken bzgl. dynamischer Verweisungen auf Standards privaterrechtlicher Standard-Setter werden ebenso ignoriert wie das Endorsement-Verfahren der EU. NASBA (US-National Association of State Boards of Accountancy) We note that the proposals for professional requirements are similar and in harmony with those in PCAOB-Rules. Therefore, the proposals should be applied.

82 PCAOB (US-Public Company Accounting Oversight Board)
Clarification-Project des IAASB – kontroverse Zukunft der ISA – ausgewählte Kommentare PCAOB (US-Public Company Accounting Oversight Board) GCPAS-Comment: PCAOB and not „Small and Medium Sized Company Accounting Oversight Board“. However, influence of a PCAOB-comment letter is far reaching. We much support the IAASB proposals to clarify ISAs. We do not support the prospective basis. There will be an extended period of time during which different definitions of the same term (e.g. „should“) will apply to different portions of the body of the ISAs. There is a risk that auditors will apply the new definition to the existing ISAs which could result in reduced audit quality. Appendices and guidance should be as authoritative as ISAs because they are an integral part of a standard. We recommend that the IAASB continue its policy of including professional requirements together with related guidance in the ISAs (Contra Option A). There is a risk that auditors will not pay appropriate attention to the separate section or Practice Statement, which could result in diminished audit quality.

83 Timing der ISA-Anwendung in der EU
EU-Position: „The key issue of the Clarification Project is timing.“ The Commission may start reviewing certain aspects related to ISAs starting 2005 or 2006 with the view of a possible subsequent adoption of ISAs. We therefore support the retrospective application of „Clarity“ immediately. The IAASB should publish an agenda for the review of ISAs with „Clarity“, so that the complete revision of the standards is performed by mid 2007. Fazit: Nach momentaner Sachlage werden alle Wirtschaftsprüfer ab ca verpflichtet sein, ISA anzuwenden. Es sei denn, die heftige Kontroverse um das „Clarification Project“ führt zu Verzögerungen des EU-Endorsement. In jedem Fall, sollten die WP heute mit der Vorbereitung auf den Normenwechsel von IDW PS zu ISA beginnen!

84 Nicht zu unterschätzen: „Lost in Translation“ DB Heft 13/2005: Gastkommentar von WP/StB R.J.Niehus
Kritik bzgl. IFRS/IAS => vergleichbares Risiko bei ISA 20 EU-Amtssprachen: „Es kann kaum überraschen, dass die EU-Kommission gar nicht in der Lage ist, in vertretbarer Zeit die Übersetzungen fachmännisch zu bewerkstelligen.“ Die EU bedient sich „Subunternehmer“, insbesondere Vertreter von WP-Gesellschaften. Das Produkt, aus deutscher Sicht, ist alles andere als gut gelungen. Ganz im Gegenteil, die Negativa in vier Gruppen lauten: Holprige deutsche Sprache Texte voller Schludrigkeiten und Nachlässigkeiten Falsche Termini Mangelnde Fachkenntnisse Approach der IFAC: Detailed Translation Policy zur Unterstützung (download Empfehlung der GCPAS: Frühzeitig mit den – letztlich maßgebenden – Original Pronouncements des IASB und IAASB arbeiten und Übersetzungen nur bei Verständnisschwierigkeiten zur Unterstützung heranziehen.

85 “Neue” Vorgehensweise des IDW – der ISA-Plus-Approach
Gestern Heute Morgen IDW PS + IDW PH Am Ende: Kommentar zur Übereinstimmung mit ISA ISA-Plus-Approach Zusatz: IDW-Ergänzung Verbleibende zwingende zusätzliche nationale Anforderungen Transition Period Es war bisher schon möglich! Beispiel Niederlande/UK

86 Auswirkungen der 8. EU-Richtlinie auf Vorgehensweise des IDW
Veröffentlichung der ISA nach EU-Endorsement als verbindliche deutsche Fassung im EU-Amtsblatt (in allen 20 Amtsprachen!). ISA erhalten Gesetzescharakter und werden für den Abschlussprüfer unmittelbar verbindlich. Transformation der ISA in deutsche Prüfungsstandards durch das IDW entfällt. Neue bzw. überarbeitete und bisher nicht transformierte ISA werden durch das IDW unverändert ins Deutsche übersetzt. ISA werden auch für freiwillige Abschlussprüfungen gelten. Die offizielle Fassung der ISA wird für den gesamten deutschen Berufsstand maßgeblich sein (Wirtschaftsprüfer und Steuerberater).

87 “Neue” Vorgehensweise des IDW – der ISA-Plus-Approach
Nationale Prüfungsvorschriften neben den ISA Ergänzend zur Übersetzung der ISA: IDW Prüfungsstandards zur ISA-Ergänzung (IDW IPS) zur Berücksichtigung deutscher Besonderheiten der Abschlussprüfung. Nicht durch ISA erfasste Regelungsbereiche werden weiterhin durch IDW PS abgedeckt (z.B. Risikofrüherkennungssystem, Lagebericht, Prüfungsbericht, Auswirkungen des Deutschen Corporate Governance Kodex). IDW PS und IDW IPS durchlaufen den bisherigen Due Process in Deutschland und sind damit Bestandteil des Standard-Setting des IDW.

88 “Neue” Vorgehensweise des IDW – der ISA-Plus-Approach
Hilfestellung des IDW für den Berufsstand IDW-Standpunkt: Gute Vorbereitung des deutschen WP-Berufsstandes durch bisherige ISA-Transformation Übergang zur Übersetzung der ISA (statt Transformation) zur Vermeidung von Doppelbelastung im Berufsstand (sinnvoll!) Überleitung von IDW PS zu ISA durch Zusammenstellung der wesentlichen Änderungen (Änderungen müssten sich bzgl. bereits transformierter „Old ISA“ in engen Grenzen halten) Textsammlung der ISA und IDW IPS in synoptischer Form Verdeutlichung, dass der nunmehr verbindliche, für deutsche Verhältnisse ungewohnte Text unmittelbar aus den Formulierungen der ISA resultiert Übermittlung der IDW-Übersetzungen an die EU, um möglichen Abweichungen der EU-Übersetzungen vorzubeugen (sinnvoll!) Einführungsaufsätze in „Die Wirtschaftsprüfung“ (z.B. ISA 240)

89 Struktur der künftigen Prüfungsstandards

90 Die Struktur ist nicht so neu, wie sie erscheint…
Quelle: Eigene Darstellung, in: Ralph Brinkmann, Diplomarbeit (BWL) „Kritische Würdigung der Umsetzung der International Standards on Auditing (ISA) in deutsche Prüfungsgrundsätze“ ( , WP-Lehrstuhl Prof. Dr. Hans- Joachim Böcking, Universität Mannheim (Abbildung 13 basiert auf einer Kategorisierung der Unterschiede, die im Handout abgedruckt ist).

91 Die Struktur ist nicht so neu, wie sie erscheint…
Quelle: Eigene Darstellung, in: Ralph Brinkmann, Diplomarbeit (BWL) „Kritische Würdigung der Umsetzung der International Standards on Auditing (ISA) in deutsche Prüfungsgrundsätze“ ( , WP-Lehrstuhl Prof. Dr. Hans- Joachim Böcking, Universität Mannheim.

92 Anwendungszeitpunkt Derzeit – Transition Period due to pending EU-Endorsement

93 Neue Anforderungen aus ISA 240 (rev.)
Nationale Entwicklung Internationale Entwicklung ISA 250 (vor 1998) SAS 99 (10/2002) FG 1/1988 HFA 7/1997 Fraud ISA 240 (vor 1998) PCAOB AS 4 ?? (??/2005) Unregel-mäßigkeiten Gesetzes-verstöße ISA 240 (03/2001) ISA 240 (02/2004) PS 210 (05/2003) Fehler Kritik: Der „Eiertanz“ in den Fraud-Prüfungsstandards muss aufhören! Baetge/Heidemann, FAZ , S. 20 Übersetzter ISA 240 + E-IPS 240 (11/2004)

94 Neue Anforderungen aus ISA 240 (rev.)
Vergleich der Anwendungsbereiche zwischen IDW PS und ISA: IDW PS 210

95 Neue Anforderungen aus ISA 240 (rev.)
Wesentliche Unterschiede zwischen ISA 240 und IDW PS 210 Betonung des Konzepts der kritischen Grundhaltung Konkretisierung des Inhalts von Besprechungen im Prüfungsteam über Risiken von Verstößen Pflicht zur Durchführung von Befragungen hinsichtlich Fraud mit Mitgliedern des Aufsichtsorgans, Mitarbeitern der Internen Revision und/oder sonstigen Mitarbeitern Hervorhebung der Bedeutung von Überraschungselementen bei Auswahl der Prüfungshandlungen Risiken von Verstößen im Rahmen der Umsatzrealisierung wird explizit im ISA 240 Tz. 60 aufgeführt. („Earnings Management“) Prüfungshandlungen festlegen und durchführen, um auf das Risiko eines „Management-Override“ zu reagieren. Erweiterte Dokumentationsanforderungen

96 Neue Anforderungen aus ISA 240 (rev.)
Konzept der kritischen Grundhaltung: Bisher: IDW PS 210 (Tz. 17): Soweit die nach den berufsüblichen Grundsätzen zur Planung und Durchführung von Abschlussprüfungen mit der gebotenen kritischen Grundhaltung durchgeführte Abschlussprüfung keine Hinweise auf wesentliche Unrichtigkeiten und Verstöße ergibt, kann der Abschlussprüfer [..] den Abschluss [..] als ordnungsgemäß akzeptieren und bestätigen. Neu: ISA 240 (rev.), Tz. 22: Zur Gewinnung einer hinreichenden Sicherheit behält der Abschlussprüfer im Verlauf der Prüfung eine kritische Grundhaltung bei, berücksichtigt das Risiko der Außerkraftsetzung von Kontrollmaßnahmen durch die gesetzlichen Vertreter und anderer Führungskräfte und bezieht die Tatsache in seine Überlegungen mit ein, dass Prüfungshandlungen, die für die Aufdeckung von Unrichtigkeiten geeignet sind, im Zusammenhang mit erkannten Risiken wesentlicher falscher Angaben aufgrund von Verstößen nicht notwendigerweise ausreichen.

97 The Fraud Triangle Anreiz/Zwang Rechtfertigung Gelegenheit

98 Neue Anforderungen aus ISA 240 (rev.)
Prüfungshandlungen: Besprechungen im Prüfungsteam Identifikation und Beurteilung von Risiken von Verstößen [Anm: ISA 240 (rev.) liefert detaillierte Anlagen mit Risikofaktoren für Verstöße sowie mögliche Prüfungshandlungen (vgl. ISA 240 Anlagen, das IDW hat die Anlagen übersetzt, vgl. Mitglieder-bereich Reaktion auf identifizierte Risiken von Verstößen Beurteilung von gewonnen Prüfungsnachweisen

99 Auswirkungen auf SME/SMP - Mittelstand
Problem: Das IAASB-Standard-Setting steht unter erheblichem Einfluss der US-Standard-Setter (PCAOB/AICPA). Änderungen bei US-Standards führen in der Regel zu vergleichbaren Änderungen bei den IAASB-Standards. Die derzeitige Neuordnung der US-Auditing-Standards durch das PCAOB verschärft die Dynamik. z.B. ist eine erneute Änderung des Fraud-Standards ISA 240 infolge des für 2005 erwarteten PCAOB-Auditing Standards No. 4 – Fraud zu erwarten. Kritik: Die PCAOB-Standards gelten ausschließlich für Abschlussprüfungen von in den USA börsennotierten Unternehmen (SEC). Eine vergleichbare gesetzliche Prüfungspflicht von mittelständischen Unternehmen wie in der EU existiert in den USA nicht. Freiwillige Prüfungen im Mittelstand erfolgen nach AICPA-Standards, die in der Regel nicht den vollen Prüfungsumfang wie bei börsennotierten Unternehmen erfordern. Folge: Die Sensibilität für die SME/SMP-Problematik fehlt beim PCAOB.

100 Auswirkungen auf SME/SMP - Mittelstand
Kritik: Folge des starken US-Einflusses: Die ISA umfassen Audit-Standards für börsennotierte Unternehmen, die – nach derzeitigem Status Quo – in Zukunft undifferenziert für alle prüfungspflichtigen Unternehmen der EU (und aufgrund deutscher Berufsgrundsätze auch für freiwillige Prüfungen) unabhängig von Rechtsform und Größe gelten werden. Relation: – listed companies versus rd. 2 Mio. SMEs! Zukünftige Entwicklung: Die erhebliche Kritik insbesondere der europäischen Standard-Setter (z.B. FEE, IDW) hat zu der Einsicht geführt, dass Entlastungen für SME/SMP erforderlich sind (ähnliche Entwicklungen sind derzeit bzgl. IFRS/IAS im Gange). Bisher gilt jedoch nach wie vor der Grundsatz „an Audit is an Audit“, d.h. die ISA gelten zumindest bisher uneingeschränkt auch im Mittelstand.

101 Auswirkungen auf SME/SMP - Mittelstand
Background: Challenges and Successes in Implementing International Standards: Achieving Convergence to IFRS and ISA („Wong-Report“, Stellungnahme des IDW: WPg 12/2004, S Zielkonflikt: Gleichzeitig die besonderen Anforderungen der SME/SMP zu berücksichtigen und andererseits die Etablierung von „ISA-Light“ für den Mittelstand zu verhindern, um den Anschein von „first and second class audits“ zu verhindern. Bisherige Hilfestellungen: IAPS 1005: The Special Considerations in the Audit of Small Entities. IDW PH : Besonderheiten der Abschlussprüfung kleiner und mittelgroßer Unternehmen.

102 Auswirkungen auf SME/SMP - Mittelstand
Ansatz des IAASB (Quelle: IFAC Handbook 2005, S. 4) Wie können die Probleme in der Prüfungspraxis konkret gemeistert werden? Zur Vertiefung: Ausgezeichnete Präsentation zu diesem Themenkomplex: WP/StB Ingrid Westphal-Westenacher Ausgewählte Aspekte bei der Abschlussprüfung kleiner und mittelgroßer Unternehmen unter besonderer Berücksichtigung des IDW PH IDW-Landesgruppenveranstaltung 17. Januar 2005, Hamburg Download: (Mitgliederbereich) / Nicht-Mitglieder: c/o Anfrage beim IDW

103 Overview Completed IAASB Projects Selection of 2003 Achievements – Final Standards
ISA ISA-Audit Risks Standards Approved 315 Understanding the Entity and its Environment and Assessing the Risks of Material Misstatement Oct 2003 330 The Auditor‘s Procedures in Response to Assessed Risks 500 Audit Evidence (revised) 200 Objective and General Principles Governing an Audit of Financial Statements (amendment) ISAE Assurance Standards Approved International Framework for Assurance Engagements Dec 2003 3000 Assurance Engagements Other Than Audits or Review of Historical Financial Information IAPS International Auditing Practice Statements Approved 1014 Reporting by Auditors on Compliance with IFRS March 2003 1005 The Special Considerations in the Audit of Small Entities Oct 2003

104 Overview Current IAASB Projects Selection of 2003 Achievements – Exposure Drafts
ISA International Standards on Auditing Approved 700 The Independent Auditor‘s Report on a Complete Set of General Purpose Financial Statements (revision incl. conforming amendments to various ISAs) Dec 2003 240 The Auditor‘s Responsibility to Consider Fraud in an Audit of Financial Statements (revision) July 2003 300 Planning the Audit (revision) XXX Review of Interim Financial Information Performed by the Auditor of the Entity May 2003 220 Quality Control for Audit Engagements (revision) 600 The Work of Related Auditors and Other Auditors in the Audit of Group Financial Statements (revision) IAPS International Auditing Practice Statements Approved XXX The Audit of Group Financial Statements Dec 2003

105 Overview Completed IAASB Projects Selection of 2004 Achievements – Final Standards
ISA International Standards on Auditing Approved 220 Quality Control for Audit of Historical Financial Statements (revised) Feb 2004 240 The Auditor‘s Responsibility to Consider Fraud in an Audit of Financial Statements (revised) 300 Planning an Audit of Financial Statement (revised) 700 The Independent Auditor‘s Report on a Complete Set of General Purpose Financial Statements (revised incl. conforming amendments to various ISAs) Dec 2004 XXX Conforming amendments to many ISAs resulting from the Audit Risk Standards 2004

106 Overview Current IAASB Projects Selection of 2004 Achievements – Exposure Drafts
ISA International Standards on Auditing Approved 230 Audit Documentation (revision) Sept 2004 320 Materiality in the Identification and Evaluation of Misstatements (revised) Dec 2004 540 Auditing Accounting Estimates and Related Disclosures (Other than Those involving Fair Value Measurements and Disclosures) (revised) Other Other Exposure Drafts and Consultation Papers Amendments to the Preface to the International Standards on Quality Control, Auditing, Assurance and Related Services (IAASB Due Process and Working Procedures) July 2004 Proposed Policy Statement: Clarifying Professional Requirements in International Standards Issued by the IAASB Consultation Paper: Improving the Clarity and Structure of IAASB Standards and Related Considerations for Practice Statements

107 Overview Current IAASB Projects Selection Projects in Progress
ISA International Standards on Auditing 260 The Auditor‘s Communication with Those Charged with Governance (revision) 550 Related Parties (revision) 580 Management Representations (revision) 600 The Audit of Group Financial Statements (revision) 620 Using the Work of an Expert (revision) 701 Modification to the Opinion in the Independent Auditor‘s Report (revision) 702 Emphasis of Matter Paragraphs and Other Matters Paragraph in the Independent Auditor‘s Report (revision) 800 The Independent Auditor‘s Report on Other Historical Financial Information (revision) 810 The Independent Auditor‘s Report on Summarized Audited Historical Financial Information (revision) IAPS International Auditing Practice Statements XX The Application of International Standards on Auditing in an Audit of Group Financial Statements (new) Other Projects: Discussion Paper – Comfort Letter

108 Overview Current IAASB Projects Selection of 2005 Achievements – Exposure Drafts
ISA International Standards on Auditing Approved 600 The Audit of Group Financial Statements (revised Exposure Draft) March 2005 260 The Auditor‘s Communication with Those Charged with Governance (revision) 705/ 706 Modifications to the Opinion in the Independent Auditor‘s Report and Emphasis of Matter Paragraphs and Other Matters Paragraph in the Independent Auditor‘s Report (revision)

109 Short Form Report vs. Long Form Report
Overview Current IAASB Projects Mögliche Auswirkungen für den deutschen Rechtskreis Short Form Report vs. Long Form Report Die Diskussion hat begonnen, ob die international unübliche umfangreiche Berichterstattung im Prüfungsbericht gem § 321 HGB auch in Zukunft verpflichtend bleibt. Erste Diskussionstendenzen: die zunehmende Internationalisierung wird zu einer verkürzten Berichterstattung (Short Form Report/Bestätigungsvermerk) führen => der Prüfungsbericht deutscher Prägung könnte mittelfristig entfallen. Die Berichterstattungspflichten außerhalb des BV werden international durch ISA 260 Communication of Audit Matters with Those Charged with Governance geregelt (derzeit liegt eine revidierte Version als Exposure Draft vor).

110 Änderung von § 317 HGB – Gegenstand und Umfang der Prüfung
Overview Current IAASB Projects Mögliche Auswirkungen für den deutschen Rechtskreis Änderung von § 317 HGB – Gegenstand und Umfang der Prüfung Die modernisierte 8. EU-Richtlinie bindet die Mitgliedstaaten nicht unmittelbar. Die Inhalte sind in nationales Recht zu überführen => eine Änderung von § 317 HGB ist absehbar. Das Endorsement-Verfahren der EU-Kommission wird durch Art. 49 der 8. EU-RL i.V.m. dem Beschluss zur Festlegung der Modalitäten für die Ausübung der der Kommission vom Rat übertragenen Durchführungsbefugnisse (1999/468/EG) erfolgen: Endorsement nach einem besonderen Verfahren durch die EU-Kommission Unterstützung der EU-Kommission durch den Regelungsausschuss „Abschlussprüfung“

111 Agenda Nationale und internationale Prüfungsstandards und Erwartungslücke Warum wir eine Harmonisierung der Prüfungsstandards brauchen IAASB International Auditing and Assurance Standards Board der IFAC Struktur, Bedeutung und Standards Die Bedeutung der ISA – gestern und morgen Bisher: ISA-Transformation durch das IDW Entwurf einer modernisierten 8. EU-Richtlinie (Abschlussprüfer-Richtlinie) Das „Clarification Project“ des IAASB – kontroverse Zukunft der ISA Neue Vorgehensweise des IDW – der „ISA-Plus-Approach“ Erstes Anwendungsbeispiel: ISA 240 – „The Fraud Standard“ Auswirkungen auf Small and Medium Enterprises and Practicioners Overview Current-IAASB-Projects Aufbau und Bedeutung der Pronouncements des US-Public Company Accounting Oversight Board (PCAOB) Ausgewählte Risiken, Implikationen und Maßnahmen für den mittelständischen Berufsstand

112 Reaktion auf die Finanzskandale
Hintergrund: Falsche Anreizsysteme und hoher Performance Druck auf das Management trotz Rezession Stock Options Reaktion auf die Finanzskandale Sarbanes-Oxley-Act

113 Sarbanes-Oxley-Act - Überblick
Tiefgreifendste Änderung der US-SEC-Wertpapiergesetze seit deren Verabschiedung 1933/1934. Kernpunkte (sehr umfangreiches Gesetz/1107 Sections): Neue US-Berufsaufsicht für Prüfer (PCAOB) Corporate Governance Regeln für US-gelistete Unternehmen Vier Kategorien der SOA-Regelungen nach Adressatenkreis: Emittenten (SEC-Registrants) Verwaltungsräte/Board und oberstes Management (CEO/CFO) Audit Committees Prüfungsgesellschaften

114 SOA – Wesentliche Auswirkungen für die Wirtschaftsprüfung
SOA gilt auch für deutsche Abschlussprüfer: Registrierungspflicht beim PCAOB für Prüfer von SEC Registrants und Prüfer wesentlicher deutscher Tochtergesellschaften von SEC-Registrants (Reporting-Package) Folgen der US-Aufsicht: Zweifache Aufsicht + Disziplinarinstanz: PCAOB + WPK/Peer Review Androhung hoher Geld- und Haftstrafen Vorübergehende oder endgültige Aufhebung der Registrierung Vorübergehendes oder endgültiges Berufsverbot für einzelne Prüfer Weitreichende Offenlegungspflichten bei Registrierung mit laufender Update-Verpflichtung + Registrierungs- und laufende Gebühren Jährliche (bzw. alle 3 Jahre) Inspektion durch PCAOB PCAOB hat direkten Zugang zu Arbeitspapieren (=> Mandant muss deutschen Prüfer von der Verschwiegenheitspflicht befreien!) Noch unklar ob allgemeine Prüfung oder nur SEC Aufträge

115 SOA – Wesentliche Auswirkungen für die Wirtschaftsprüfung
Folgen der US-Aufsicht: Zwingende Beachtung erweiterte US-Unabhängigkeitsregelungen 8 unzulässige Non-Audit-Services: Neu: IT-Beratung / Entwicklung/Implementierung von Finanz-Informations-Systemen Neu: Übernahme der internen Revision PCAOB-Generalklausel zum Ausschluss weiterer Beratungsleistungen Genehmigungspflicht für verbleibende Beratungsleistungen durch Audit Committee Interne Partnerrotation ( + Studie zur externen Prüfer-Rotation) Cooling-off-Period bei Mitarbeiterwechsel zu Mandanten Direkte Beachtung US-Prüfungsnormen Ethik/GAAS/Qualitätssicherung Prüfungsurteil zum Internen Kontrollsystem Umfassender als deutsche Pflicht zur Prüfung des Risikofrüherkennungssystems Erweiterte Berichtspflichten an Audit Committee

116 Public Company Accounting Oversight Board (Sarbanes Oxley Act of 2002)
Wesentliche Aufgaben des PCAOB (Unabhängig besetzte privatrechtliche Non-Profit-Corporation) Durchführung von Kontrollen (inspections) bei Prüfern Durchsetzung der Einhaltungen aller Gesetze (incl. SOA) und Standards (Enforcement) Registrierung von Prüfungsfirmen Festlegung/Übernahme von Prüfungsnormen Auslegung von SOA-Normen SEC hat die absolute Kontrolle über PCAOB Kann alle Entscheidungen des PCAOB ablehnen/ergänzen/ändern Kann PCAOB-Mitglieder abberufen und PCAOB auflösen

117 Enforcement Auch harmonisierte best practice Prüfungs- und Berufsgrundsätze reichen heute alleine nicht mehr aus, das Vertrauen der Öffentlichkeit in die Institution Abschlussprüfung aufrecht zu erhalten. Die Öffentlichkeit erwartet – analog zum Enforcement der Rechnungslegungsstandards – eine unabhängige externe Kontrolle der Einhaltung der Prüfungs- und Berufsgrundsätze. Der einst in den USA hochgelobte und in Deutschland erst vor wenigen Jahren eingeführte Peer Review hat sein „Standing“ in der Öffentlichkeit verloren: „Eine Krähe hackt der anderen...“ Nach den Entwicklungen in den USA (PCAOB = der SEC unterstellt => faktisch staatliche Aufsicht) bleibt abzuwarten, ob die durch das APAG in 2005 eingeführte ehrenamtlich besetzte APAK (Abschlussprüferaufsichtskommission) eine dem PCAOB vergleichbare öffentliche Anerkennung erreichen wird.

118 Die Rolle der APAK gem. WPO - Abschlussprüferaufsichtskommission

119 Die Rolle der APAK gem. WPO - Abschlussprüferaufsichtskommission
Die Entscheidung für ein Endorsement der ISA wird auf EU-Ebene getroffen. Die ISA werden unmittelbar geltendes Recht. Es ist fraglich, welche konkrete Aufsichtsfunktion die APAK im Hinblick auf die Annahme der internationalen Prüfungsstandards tatsächlich haben soll.

120 Relationship between AICPA Pronouncements and PCAOB-Standards
AICPA/ASB Adopted on initial, transitional basis PCAOB Statements on Auditing Standards/SAS Rule 3200T: Interim Auditing Standards Statements on Attest. Engagements/SSAS Rule 3300T: Interim Attestation Standards Statements on Quality Control Standards Rule 3400T: Interim Quality Control Stand. Code of Professional Conduct / Ethics Rule 3500T: Interim Quality Control Stand. Rule 3600T: Interim Independence Stand. ISB SEC-Independence Rules Future Use of US GAAS for Original PCAOB Pronouncements Rule 3100: Compliance … Rule 3101: Terms Used … Rule 3700: Advisory Groups Auditing Standards No. 1, 2, 3, … Audit of Non-Issuers Audit of Issuers (SEC: Sec. 3 SEA 1934)

121 Verlautbarungen des PCAOB
Übersicht der Verlautbarungen ist über die Internet-Seite des PCAOB unter erhältlich. Auditing Standard No. 1: References in Auditors’ Reports to the Standards of the Public Company Accounting Oversight Board Auditing Standard No. 2: An Audit of Internal Control Over Financial Reporting Conducted in Conjunction With an Audit of Financial Statements [Sec. 404 Sarbanes Oxley Act] Conforming Amendments to PCAOB Interim Standards Resulting from the Adoption of PCAOB Auditing Standard No. 2, “An Audit of Internal Control Over Financial Reporting Performed in Conjunction With An Audit of Financial Statements” Auditing Standard No. 3: Audit Documentation

122 Verlautbarungen des PCAOB
Rule 3100: Compliance with Auditing and Related Professional Practice Standards Rule 3101: Certain Terms Used in Auditing and Related Professional Practice Standards Rule 3201T: Temporary Transitional Provision for PCAOB Auditing Standard No. 2, “An Audit of Internal Control Over Financial Reporting Performed in Conjunction With an Audit of Financial Statements” Darüber hinaus bestehen weitere Verlautbarungen aus Briefing Papers und Board Releases. Proposed Standards and Related Rules: Proposed Standard Regarding Elimination of Material Weakness in Internal Control Proposed Ethics and Independence Rules Concerning Independence, Tax Services and Contingent Fees

123 Auditing Standard No. 1 (AS 1)
The Board has adopted as interim standards, on an initial, transitional basis, the generally accepted auditing standards, described in the American Institute of Certified Public Accountants' ("AICPA") Auditing Standards Board's Statement on Auditing Standards No. 95, Generally Accepted Auditing Standards, in existence on April 16, 2003. Transition Period: Gundsätzlich vollständige Übernahme der US-GAAS als PCAOB Grundsätze (Stand: 16. April 2003) Zusätzlich gelten die neuen originären PCAOB Standards, die zum Teil US-GAAS außer Kraft setzen und zum Teil darüber hinaus gehen. PCAOB-Standards > US-GAAS Referenzierung im Auditor’s Report for Issuers oder sonstigen Bestätigungen ist jedoch nur zulässig auf “Standards of the Public Accounting Oversight Board (United States)”.

124 Auditing Standard No. 1 (AS 1)

125 Auditing Standard No. 2 (AS 2)
Auditing Standard No. 2 gilt für Prüfungen des Internal Control over Financial Reporting (“Prüfung nach SOX 404”). Integrated Audit: Two separate Audit Opinions on Financial Statements and Internal Control. Vergleichbare deutsche bzw. europäische Vorschrift existiert (noch ?!) nicht (außer Frankreich). Im AS 2 werden Musterformulierungen zu Bestätigungsvermerken zu Integrated Audits als Hilfestellung gegeben. Aktuelle Entwicklung: Material Weakness in Internal Control Proposed Standard Regarding Elimination of Material Weakness in Internal Control (These rules were proposed by the PCAOB on March 31, 2005) PCAOB Release No : Proposed Auditing Standard –Reporting on the Elimination of a Material Weakness Briefing Paper: Proposed Auditing Standard on Reporting on the Elimination of a Material Weakness

126 Auditing Standard No. 2 (AS 2) Effective Dates
Accelerated Filers: November 15, 2004 (zuerst: June 15, 2004) SEC hat Probleme der Non-accelerated Filers (kleinere notierte Unternehmen) und der Foreign Private Issuers bei der Umsetzung von Sec. 404 erkannt und eine Fristverlängerung zur Anwendung gewährt. First Extension: July 15, 2005 Aktuell: Second Extension: July 15, 2006 (www.sec.gov/news/press htm) Weitere Intitiativen zur Berücksichtigung der Bedürfnisse von Non-Accelerated Filers SEC Advisory Committee on Smaller Public Companies to assist the Commission in evaluating the current securities regulatory system relating to smaller public companies. Committee of Sponsoring Organization (COSO) has established a task force to develop new guidance for smaller companies (expected publication date: Summer 2005).

127 Auditing Standard No. 3 (AS 3)
Audit Documentation (Auszüge aus AS 3): Because audit documentation is the written record that provides the support for the representations in the auditor's report, it should: Demonstrate that the engagement complied with the standards of the PCAOB. Audit documentation must clearly demonstrate that the work was in fact performed. => “Not documented => not done!!!” Prior to the report release date, the auditor must have completed all necessary auditing procedures and obtained sufficient evidence to support the representations in the auditor's report. A complete and final set of audit documentation should be assembled for retention as of a date not more than 45 days after the report release date (documentation completion date). Important: All additional audit work to be documented after the 45th day as paper-based audit documentation has to be prepared in a separate audit working paper file. (Risk of tremendous penalties in case of violation of archiving rules.)

128 Agenda Nationale und internationale Prüfungsstandards und Erwartungslücke Warum wir eine Harmonisierung der Prüfungsstandards brauchen IAASB International Auditing and Assurance Standards Board der IFAC Struktur, Bedeutung und Standards Die Bedeutung der ISA – gestern und morgen Bisher: ISA-Transformation durch das IDW Entwurf einer modernisierten 8. EU-Richtlinie (Abschlussprüfer-Richtlinie) Das „Clarification Project“ des IAASB – kontroverse Zukunft der ISA Neue Vorgehensweise des IDW – der „ISA-Plus-Approach“ Erstes Anwendungsbeispiel: ISA 240 – „The Fraud Standard“ Auswirkungen auf Small and Medium Enterprises and Practicioners Overview Current-IAASB-Projects Aufbau und Bedeutung der Pronouncements des US-Public Company Accounting Oversight Board (PCAOB) Ausgewählte Risiken, Implikationen und Maßnahmen für den mittelständischen Berufsstand

129 Ausgewählte Risiken und Implikationen für den mittelständischen Berufsstand
Unterschätzung des erheblichen Umsetzungsaufwandes, der aus der direkten Anwendung der ISA resultieren wird: Die ISA-Einführung ist nur ein Aspekt im Rahmen der umfassenden Reformen im Berufsstand. Bereits die Etablierung von IFRS/IAS-Kompetenzen im Mittelstand bindet erhebliche Mittel. Gleiches gilt für die externe Qualitätskontrolle, die im Mittelstand lt. Angaben der WPK in weiten Teilen noch nicht erfolgt ist (Due Date: ). Fehlende bzw. zu kleine Grundsatzabteilung. Unzureichende Englischkenntnisse beim Personal. Mittelfristig Mandatsverluste an größere/große Prüfungsgesellschaften, wenn die GESAMTANFORDERUNGEN aus den Neuerungen nicht umgesetzt werden (z.B. auf Druck der Banken infolge Rating/Basel II oder Private Equity Investors). Haftungsrisiken und berufsrechtliche Risiken, wenn zur Vermeidung von Mandatsverlusten entsprechende Leistungen ohne ausreichende Kenntnisse der neuen Standards bestätigt/bescheinigt werden. Zeitnahe Aufdeckung im Rahmen der externen Qualitätskontrolle

130 Ausgewählte Maßnahmen für den Mittelstand (z. T
Ausgewählte Maßnahmen für den Mittelstand (z.T. nur ab kritischer Größe anwendbar) Proaktiv statt reaktiv => „Der Konkurrenz einen Schritt voraus, statt zwei hinterher“ Investition in die Ausbildung der Mitarbeiter ist unentbehrlich => Umfeld für aktive Continuous Professional Education schaffen ISA-Knowledge IT-Kenntnisse IFRS/IAS-Knowledge Internal Control Knowledge Forensic-Knowledge Englischkenntnisse „Einer kann nicht alles können“ => Strategie: Spezialisierung von Mitarbeitern => Spezialisten, die Informationen sammeln => auswerten => filtern => kommunizieren Beauftragter für die ISA-Einführung Beauftragter für die IFRS/IAS-Einführung Beauftragter für IT-related Audit and Accounting Issues (incl. XBRL) Beauftragter für Fraud-Risks => Wie soll das gehen? => durch zielgerichtete, strukturierte Ausbildung Förderung der Ablegung des CPA-Examens (US-Certified Public Accountant) Förderung der Ablegung des CINA (Certified in International Accounting) Förderung der Ablegung des CISA-Examens (Certified Information System Auditor) Förderung der Ablegung des CISSP-Examens (Certified IT-System Security Professional) Förderung der Ablegung des CIA-Examens (Certified Internal Auditor) Förderung der Ablegung des CFE-Examens (Certified Fraud Examiner)

131 Ausgewählte Maßnahmen für den Mittelstand (z. T
Ausgewählte Maßnahmen für den Mittelstand (z.T. nur ab kritischer Größe anwendbar) Anpassung des Recruitings Fokus auf international ausgerichteten/ausgebildeten Nachwuchs Unterstützung von kombinierten Inlands- und Auslandspraktika Aktiver Kontakt zum Berufsnachwuchs Betreuung berufspraktisch relevanter Diplomarbeiten Unterstützung interner und externer Dissertationen zu berufsfachlichen Themen Herausbildung von Nischenkompetenzen in Zukunftsmärkten der Accountancy Profession Other Assurance Engagements (Zukunftsmarkt „Real Time Assurance“) IT-Assurance => ein im Mittelstand unterschätztes Thema mit hohen Risiken Länderspezialisten ausbilden! (die grenzüberschreitende Tätigkeit wird auch im Mittelstand zumindest im europäischen Raum stark zunehmen) Rating-Spezialisten (Basel II) IFRS/IAS-Conversion für Small and Medium Sized Companies (SMEs) ISA-Conversion für Small and Medium Sized Practicioners Entsprechende Anpassung des Marketings und Akquisitionsverhaltens der Prüfungsgesellschaft

132 Und wer bezahlt das alles?
Die vorgeschlagenen Maßnahmen kosten kurzfristig viel Geld! Langfristig zahlen sich diese Investitionen jedoch aus. Es besteht Hoffnung auf angemessene Prüfungshonorare (8.-EU-Richtlinie). Durch entsprechendes Marketing und Akquisitionsverhalten kann das – in der Praxis dringend benötigte – Spezialwissen vermarktet werden. Die Alternative zu diesem proaktiven Vorgehen lautet: reaktiv von den dynamischen Entwicklungen überrollt zu werden, ohne einen Wettbewerbsnutzen daraus ziehen zu können („der Zweite bekommt, was übrig bleibt“). Ein völlig passives Verhalten im Mittelstand ist mittelfristig in jedem Fall existenzbedrohend. Der Prüfer „zweiter Klasse“ hat keine Zukunft. Die auch vom IDW fortlaufend unterstützte Einheitlichkeit des Berufsstandes ist für den Mittelstand eine Herausforderung und Chance und Risiko zugleich.

133 Fazit:

134 Exkurs: Quality Control
„Quality Control is fundamental to high quality audit work.“, Jim Sylph, IAASB-Technical Director. Aktivitäten international: New International Standard on Quality Control ISQC 1: Quality Control for Firms that Perform Audits and Reviews of Historical Financial Information, and Other Assurance and Related Services Engagements (Effective Date: June 15, 2005). Qualitätskontrolle in der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft insgesamt Revised ISA 220: Quality Control for Audits of Historical Financial Information (Effective Date: June 15, 2005) Qualitätskontrolle im Rahmen einzelner Prüfungsaufträge (basiert auf den durch ISQC 1 vorgegebenen Rahmenbedingungen

135 Exkurs: Quality Control
Aktivitäten national: Entwurf einer Gemeinsamen Stellungnahme von WPK/IDW: Anforderungen an die Qualitätssicherung in der Wirtschafts-prüferpraxis (Entwurf VO 1/2005) Qualitätskontrolle in der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft insgesamt Unter Berücksichtigung von ISQC 1 und ISA 220 (revised) IDW PS 140 n.F.: Die Durchführung von Qualitätskontrollen in der Wirtschaftsprüferpraxis Anweisungen zur Durchführung der externen Qualitätskontrolle

136 Exkurs: XBRL – Benefit for Auditors
XBRL Can Enhance the Credibility of Audited Financial Statements The Corporate Reporting Supply Chain Investors & Regulators Information Distributors Management Directors Auditors Analysts Lawyers/Bankers Increasing demands for more timely information Market requires increased transparency

137 XBRL – Benefit for Auditors
More timely, accurate, and complete data for analysis More effective analysis of data for anomalies More frequent assessments Enables more efficient research More effective way of identifying reporting changes and/or relationship with other standards

138 XBRL – Challenges to Auditors
Development of relevant assurance & attest standards for reports formatted in XBRL Development of an enhanced business reporting framework Leverage tools which exploit XBRL (and other relevant Internet standards) Cost effective assessment of corporate reporting process controls environment Assessment of management assertions Assessment of plaintiff risk associated with enhanced analytical capabilities Process associated with electronic signatures Assessment of assurance services around more frequent to continuous reporting

139 XBRL – Benefits Outweigh Risks
Cost-efficiencies for all in the financial reporting supply chain Greater ability to extract and manipulate relevant data Reduction in errors Increased transparency of reported information

140 XBRL – Tomorrow‘s XBRL World
A more efficient / effective supply chain for the capital markets Timely, accurate, user-friendly data valued by public Increased usability of reported information Credible reporting process More efficient capital allocation More efficient investment and greater economic development

141 Literatur + Internet IAASB: IAASB Annual Report 2004 [http://www.ifac.org/iaasb/] IAASB: IAASB Action Plan [to be published soon on IDW: German Auditing Standards, Synoptische Darstellung von IDW Verlautbarungen zur ISA-Transformation (Deutsch – Englisch), Düsseldorf 2004. IFAC-Study: „Wong-Report“ Challenges and Successes In Implementing International Standards: Achieving Convergence To IFRSs and ISAs [September 2004, 30 pages, Source: ] A new international study, commissioned by the Board of the International Federation of Accountants (IFAC), identifies the challenges to adopting and implementing International Financial Reporting Standards (IFRSs) and International Standards on Auditing (ISAs) and recommends actions to be taken by all those in the financial reporting supply chain to achieve convergence to international standards. Entitled Challenges and Successes in Implementing International Standards: Achieving Convergence to IFRSs and ISAs, the study also provides examples of successful adoption and implementation to serve as models for other countries. IOSCO: Strengthening Capital Markets against Financial Fraud, Technical Committee of IOSCO [February 2005, 43 pages, Source:

142 Literatur + Internet Heininger/Bertram: Neue Anforderungen an Berufsaufsicht und Qualitätskontrolle durch das Abschlussprüferaufsichtsgesetz (APAG), Der Betrieb 2004, Heft 33, S Kast: Auswirkungen der modernisierten 8. EG-Richtlinie auf den deutschen Berufsstand der Wirtschaftsprüfer [lesenswerte Seminararbeit, Universität Ulm, 30 Seiten, download unter Klein/Tielmann: Die Modernisierung der Abschlussprüferrichtlinie – Vorschlag der EU-Kommission zur Überarbeitung der 8. EU-Richtlinie, Die Wirtschaftsprüfung 2004, Heft 10, S Lanfermann: Vorschlag der EU-Kommission zur Modernisierung der EU-Prüferrichtlinie, Der Betrieb 2004, Heft 12, S Niemann: Aktuelles für den Wirtschaftsprüfer aus dem Mittelstand, Deutsches Steuerrecht 2004, Heft 42, S Pfitzer/Oser/Orth: Reform des Aktien-, Bilanz- und Aufsichtsrechts, Stuttgart 2005. Böcking/Orth/Brinkmann: Die Anwendung der International Standards on Auditing (ISA) im Rahmen der handelsrechtlichen Konzernabschlussprüfung und deren Berücksichtigung im Bestätigungsvermerk, Die Wirtschaftsprüfung 5/2000, S (download unter Steckel/Severus/Gstraunthaler (Universität Innsbruck): Internationale Prüfungsstandards – Eine Einführung, Wien 2004. Regelmäßig aktuelle Artikel und Berichte im Journal of Accountancy und im The CPA Letter frei als Download erhältlich unter Regelmäßig aktuelle Artikel und Berichte im GCPAS Newsletter „CPA Letter“ frei als Download erhältlich unter Der SOA selbst steht z.B.unter als Download zur Verfügung. Aktuelle Neuerungen bezüglich der zu einem großen Teil noch ausstehenden Auslegung der Regeln des SOA durch SEC und PCAOB können unter abgerufen werden.

143 Literatur + Internet Berufsstand der Certified Public Accountants:
Brinkmann/Leibfried: Der Berufsstand der US-amerikanischen Certified Public Accountants und dessen zunehmende Bedeutung in Deutschland, KoR 2/2001, S (download unter Brinkmann/Leibfried: Reform und Internationalisierung der Ausbildung der Accountancy Profession in der Krise – Anmerkungen aus Sicht der US-Certified Public Accountants in Deutschland vor dem Hintergrund der Reform der US-Uniform-CPA-Examination, Teil I: KoR 2/2003, S , Teil II: KoR 4/2003, S , Teil III: KoR 6/2003, S (download unter Brinkmann/Staresinic/Müller: Klarstellung der Darstellungen zum Berufsstand der US-Certified Public Accountants – Erwiderung der German CPA Society e.V. (GCPAS) zum Beitrag von Petra Plininger, KoR 2004, S. 263, KoR 9/2004, S (download unter Unbedingt lesenswert zur internationalen Harmonisierung der Rechnungslegung und Abschlussprüfung: John M. Morrissey (SEC-Deputy Chief Accountant): Speech by SEC Staff: International Reporting: The Way Forward (28. Annual National Conference on Current SEC Developments, December 5, 2000). Frei als Download erhältlich unter Unbedingt lesenswert: Harte Forderungen für Reformen der Wirtschaftsprüfungen – sachliche und ausgewogene Darstellung: Baetge/Heidemann: Acht Forderungen an die Wirtschaftsprüfung: Wie kann das Vertrauen des Kapitalmarkts in die Institution der Abschlussprüfung wiederhergestellt werden?, FAZ vom , S. 20

144 Literatur + Internet XBRL – Ausgewählte Literatur und Internetlinks:
IFAC: XBRL: Moving Toward a Common Language for Financial Reporting [July 2002, 5 pages, IFAC supports XBRL and encourages member bodies and individual accountants to become actively involved in its development and implementation in their region and industry segment. More information is available from the XBRL web site noted at the end of this article. IFAC: How XBRL Can Enhance the Credibility of Audited Financial Statements [November 2004, Cunningham: XBRL: A Multitalented Tool, Journal of Accountancy, April 2005 (download: Willis: XBRL and Data Standardization: Transforming the Way CPAs Work, Journal of Accountancy, March 2005, S (download: Naumann: Tap Into XBRL‘s Power the Easy Way, Journal of Accountancy, May 2004, S. 32ff. (download: Zarowin: A Napster for Financial Data?, Journal of Accountancy, January 2003, S. 66ff. (download: Zarowin/Harding: Finally, Business Talks the Same Language, Journal of Accountancy, August 2000, S. 24ff. (download:

145 Literatur + Internet Nützliche Internetlinks zur behandelten Thematik:
International Federation of Accountants: International Forum on Accountancy Development: International Accounting Standards Board: US-Börsenaufsichtsbehörde: Public Company Accounting Oversight Board: US-Independence Standards Board (ISB) American Institute of Certified Public Accountants: AICPA/NASBA-Website zum CPA-Examen: Association of Certified Fraud Examiners: Information Systems Audit and Control Association: Institut der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V.: Wirtschaftsprüferkammer: Fortentwicklung des Berufsrechts der Wirtschaftsprüfer: Europäische Berufsorganisation der Wirtschaftsprüfer: German CPA Society e.V.: XBRL International: XBRL Deutschland: World Wide Web Consortium: Highlight: XBRL-Video:


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