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Internationaler Frauentag 2014 Eigenständige Existenzsicherung von Frauen Eigenständige Existenzsicherung von Frauen im Lebensverlauf, DGB BVV, Abteilung.

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1 Internationaler Frauentag 2014 Eigenständige Existenzsicherung von Frauen Eigenständige Existenzsicherung von Frauen im Lebensverlauf, DGB BVV, Abteilung GFR, 2014

2 2 Eigenständige Existenzsicherung von Frauen Was ist eine eigenständige Existenzsicherung ? Kurzfristige Existenzsicherung: notwendiges Einkommen zur Deckung des unmittelbaren Bedarfs in einem Monat Langfristige Existenzsicherung: notwendiges Einkommen zum Erwerb ausreichender Ansprüche für den Fall von Elternschaft, Arbeitslosigkeit, Erwerbsunfähigkeit & Alter Abb. 1: Bruttomonatseinkommen aus abhängiger Beschäftigung für eine eigenständige Existenzsicherung (2011) Kinderlose Person Alleinerziehende Person mit einem Kind Kurzfristige Existenzsicherung €1.515 € Langfristige Existenzsicherung €2.654 € Quelle: Pimminger (2012). Eigenständige Existenzsicherung von Frauen im Lebensverlauf, DGB BVV, Abteilung GFR, 2014

3 3 Existenzsicherndes Einkommen im Vergleich Unterhalb kurzfristiger Existenzsicherung Unterhalb langfristiger Existenzsicherung Quelle: Eigene Darstellung angelehnt an Pimminger (2012). Abb. 2: Anteile der Beschäftigten im Alter von 25 bis 26 Jahren mit Bruttomonatsentgelten unterhalb existenzsichernder Grenzwerte nach Geschlecht (2010)  Traditionelle Rolle des alleinigen „Familienernährers“ schwer zu erfüllen. Eigenständige Existenzsicherung von Frauen im Lebensverlauf, DGB BVV, Abteilung GFR, 2014

4 4 Lebenslaufperspektive Ehegattensplitti ng Beitragsfreie Mitversicherung bei der GV Betreuungsgel d Kinderbetreuun gsmöglichkeiten Institutionen Ausbildung/ Studium Erwerbsphas e Ruhestand Studienfach- und Berufswahl Umfang der Erwerbstätigkeit: Vollzeit- und Teilzeit Mini-Job Kontinuität der Erwerbsbeteiligu ng Einkommenshö he: Gender Pay Gap Niedriglohn Gender Pension Gap Abhängigkeitsstrukturen KONSEQUENZE N DETERMINANT EN Leben sphas en Altersarm ut Anrechnung der Kindererziehungszei ten Eigenständige Existenzsicherung von Frauen im Lebensverlauf, DGB BVV, Abteilung GFR, 2014

5 5 1. Studienfach- und Berufswahl Abb. 3: Berufswahlverhalten zwischen Frauen und Männern Eigenständige Existenzsicherung von Frauen im Lebensverlauf, DGB BVV, Abteilung GFR, 2014 Geschlechtertypis che Berufswahl

6 6 1. Studienfach- und Berufswahl Abb. 4: Gender Pay Gap beginnt schon in der Ausbildung Quelle: DGB Jugend Ausbildungsreport (2013); gilt für 3. Ausbildungsjahr. Eigenständige Existenzsicherung von Frauen im Lebensverlauf, DGB BVV, Abteilung GFR, 2014

7 7 1. Studienfach- und Berufswahl Abb. 5: Regelung des Überstundenausgleichs nach Geschlecht Quelle: DGB Jugend Ausbildungsreport (2013). Eigenständige Existenzsicherung von Frauen im Lebensverlauf, DGB BVV, Abteilung GFR, 2014

8 8 1. Studienfach- und Berufswahl Abb. 6: Erholung in der Freizeit nach Geschlecht Quelle: DGB Jugend Ausbildungsreport (2013). Eigenständige Existenzsicherung von Frauen im Lebensverlauf, DGB BVV, Abteilung GFR, 2014

9 9 1. Studienfach- und Berufswahl MännerFrauen 1. BWL 2. Maschinenbau/-wesen2. Germanistik 3. Informatik3. Rechtswissenschaften 4. Elektrotechnik4. Humanmedizin 5. Rechtswissenschaft5. Erziehungswissenschaften 6. Wirtschaftswissenschaft6. Psychologie 7. Wirtschaftsingenieurwesen7. Wirtschaftswissenschaften 8. Humanmedizin8. Anglistik/Englisch 9. Wirtschaftsinformatik9. Biologie 10. Bauingenieurwesen10. Mathematik Abb. 7: Die am stärksten besetzten Studienfächer nach Geschlecht Quelle: Statistisches Bundesamt, Wiesbaden (2011). Klassische Geschlechterrollenbilder: Männer = Technik, MINT-Fächer Frauen = soziale & kommunikative Kompetenzen  unterbewusst vermittelte Rollenbilder Eigenständige Existenzsicherung von Frauen im Lebensverlauf, DGB BVV, Abteilung GFR, 2014

10 10 Lebenslaufperspektive Ehegattensplitti ng Beitragsfreie Mitversicherung bei der GV Betreuungsgel d Kinderbetreuun gsmöglichkeiten Institutionen Ausbildung/ Studium Erwerbsphas e Ruhestand Studienfach- und Berufswahl Umfang der Erwerbstätigkeit: Vollzeit- und Teilzeit Mini-Job Kontinuität der Erwerbsbeteiligu ng Einkommenshö he: Gender Pay Gap Niedriglohn Gender Pension Gap Abhängigkeitsstrukturen KONSEQUENZE N DETERMINANT EN Leben sphas en Altersarm ut Anrechnung der Kindererziehungszei ten Eigenständige Existenzsicherung von Frauen im Lebensverlauf, DGB BVV, Abteilung GFR, 2014

11 11 Frauenerwerbstätigkeit Abb. 8: Erwerbsquoten nach Geschlecht in % der Bevölkerung im Alter von 15 bis unter 65 Jahren Quelle: Statistisches Bundesamt, Eurostat, Mikrozensus. © WZB Eigenständige Existenzsicherung von Frauen im Lebensverlauf, DGB BVV, Abteilung GFR, 2014

12 12 Umfang der Erwerbstätigkeit ErwerbstätigenquoteErwerbstätigenquote in Vollzeitäquivalent 66,2%50,7% Quelle: Statistisches Bundesamt, Wiesbaden (2009). Zunahme der Erwerbsbeteiligung von Frauen ≠ Arbeitszeitvolumen Quelle: Bundesagentur für Arbeit (2012), Bearbeitung: WSI GenderDatenPortal (2012). Abb. 11: Umfang der Erwerbstätigkeit nach Geschlecht im zeitlichen Vergleich Eigenständige Existenzsicherung von Frauen im Lebensverlauf, DGB BVV, Abteilung GFR, 2014

13 Frauenerwerbstätigkeit 13 Quelle: Statistisches Bundesamt, Micorzensus (2008), Scientific Use File. Bearbeitung: WSI GenderDatenPortal Abb. 9: Teilzeitarbeit und Minijobs im Geschlechtervergleich I Eigenständige Existenzsicherung von Frauen im Lebensverlauf, DGB BVV, Abteilung GFR, 2014

14 Frauenerwerbstätigkeit 14 Abb. 10: Teilzeitarbeit und Minijobs im Geschlechtervergleich II Quelle: Statistisches Bundesamt, Micorzensus (2008), Scientific Use File. Bearbeitung: WSI GenderDatenPortal Eigenständige Existenzsicherung von Frauen im Lebensverlauf, DGB BVV, Abteilung GFR, 2014

15 15 Umfang der Erwerbstätigkeit: Erwerbsmuster Traditionelle Arbeitsteilung: Vollzeiterwerbsarb eit der Männer & Zuverdienst der Frauen Quelle: Pimminger (2012a). Eigenständige Existenzsicherung von Frauen im Lebensverlauf, DGB BVV, Abteilung GFR, 2014

16 16 Beispiel „Familienernährerinnen“ Sehr gute Bildungs- und Berufsabschlüsse, hohe Erwerbsorientierung Familienernährerinnen Druck auf dem Arbeitsmarkt (z.B. Leiharbeit, befristete Verträge, Arbeitslosigkeit) zum Nachteil des männlichen Familienernährers Abb. 14: Haushaltskonstellationen in Deutschland (2007) Eigenständige Existenzsicherung von Frauen im Lebensverlauf, DGB BVV, Abteilung GFR, 2014

17 17 Umfang der Erwerbsbeteiligung: Gründe für Teilzeit Betreuung von Kindern / Pflegebedürftigen Vollzeittätigkeit nicht zu finden Aus- oder Weiterbildung Krankheit oder Unfallfolgen Andere Gründe Gesamt44,3 %22,3%8,4%2,8%22,2% Männer8,3%39,7%23,2%7,7%21,2% Frauen51,2%18,9% 1,9%22,4% Frauen Alte BL56,2%13,5% 1,7%23,3% Neue BL23,4%49,4% /17,6 Abb. 15: Hauptgrund für Teilzeittätigkeit der 20- bis 64-jährigen Erwerbstätigen (2010)  Familieninhärente Gründe (besonders im Westen) für Teilzeitbeschäftigung überwiegen bei Frauen Quelle: Statistisches Bundesamt, Wiesbaden. Eigenständige Existenzsicherung von Frauen im Lebensverlauf, DGB BVV, Abteilung GFR, 2014

18 18 Wunsch nach mehr… Erwerbspotenzial ausschöpfen: Teilzeitbeschäftigte Frauen wünschen eine Erhöhung um 4 h  27 h Geringfügig beschäftigte Frauen wünschen eine Erhöhung um 9 h  21 h = sozialversicherungspflichtige Teilzeitbeschäftigung Verlängerungspotenziale insbesondere bei Frauen…: … die regelmäßig Überstunden machen … die geringfügig beschäftigt sind … mit niedriger beruflicher Qualifikation … mit niedrigen Haushaltseinkommen …ohne Partner & ohne jungen Kindern Eigenständige Existenzsicherung von Frauen im Lebensverlauf, DGB BVV, Abteilung GFR, 2014

19 19 Frauen und Minijobs 2/3 sind Frauen, davon 84 % verheiratet mehr als 75 % verdienen weniger als 8,50€ / h Keine Brückenfunktion, sondern eine schnell einsetzende & hohe Klebewirkung (biographische Sackgasse)  Minijob = Mini-Rente = Altersarmut Einmal Minijob, immer Minijob… 7,3 Mio. Minijobber/innen: Anteil von Frauen insgesamt: 65% Anteil an ausschließlich geringfügigen Beschäftigten: 67% Beschäftigte im Privathaushalt: 92% in vielen Branchen, in denen vor allem Frauen arbeiten, sind Minijobs längst vom Ausnahmefall zur alltäglichen Form der Beschäftigung geworden. Die meisten Minijobber/innen arbeiten: im Grundstücks- und Wohnungsverwaltung/Unternehmensdienstleitungen im (Einzel)Handel, im Verarbeitenden Gewerbe, im Hotel- und Gastgewerbe, im Gesundheits- und Sozialwesen, in Verkehr und Lagerei, in wissenschaftlichen und technischen/sonstigen Dienstleistungen, im Baugewerbe bzw. in der Gebäudereinigung, im (Weiter)Bildungsbereich und im Bereich Textile Dienste Eigenständige Existenzsicherung von Frauen im Lebensverlauf, DGB BVV, Abteilung GFR, 2014

20 Endstation - Minijob … Minijob und Rente: Minijobs reizen gravierenden Lücken in der Altersversorgung der Minijobber/innen: Schon heute weisen 60% der erwerbstätigen Frauen in Westdeutschland im Alter zwischen 50 und 55 Jahren Erwerbszeiten im Minijob auf, die sich in ihrem Erwerbsverlauf auf 7,6 Jahre summieren. In Ostdeutschland sind es 30 % mit Zeiten von bis zu 3,5 Jahren. Altersarmut ist für Minijobberinnen vorprogrammiert. 20 Quelle: Gutachten zum Gleichstellungsbericht der Bundesregierung (2011, S. 92) Abb. 16: Eigenständige Existenzsicherung von Frauen im Lebensverlauf, DGB BVV, Abteilung GFR, 2014

21 Prekäre Beschäftigung - MiniJobs … Abb. 17: Quelle: Vortrag Werner Eichhorst, IZA Bonn auf Veranstaltung SPD AG „Neue Ordnung am Arbeitsmarkt“, Abb. 17: Entwicklung der Minijobs Eigenständige Existenzsicherung von Frauen im Lebensverlauf, DGB BVV, Abteilung GFR, 2014

22 Prekäre Beschäftigung - MiniJobs … Legenden am Arbeitsmarkt: Mini-Jobber/innen wollen das so und profitieren von der Gleichung: Brutto für Netto Quelle: WSI Mitteilungen (1/ 2012, S. 9). 22 Abb. 18: Niedriglohnfalle Minijob Eigenständige Existenzsicherung von Frauen im Lebensverlauf, DGB BVV, Abteilung GFR, 2014

23 23 Lebenslaufperspektive Ehegattensplitti ng Beitragsfreie Mitversicherung bei der GV Betreuungsgel d Kinderbetreuun gsmöglichkeiten Institutionen Ausbildung/ Studium Erwerbsphas e Ruhestand Studienfach- und Berufswahl Umfang der Erwerbstätigkeit: Vollzeit- und Teilzeit Mini-Job Kontinuität der Erwerbsbeteiligu ng Einkommenshö he: Gender Pay Gap Niedriglohn Gender Pension Gap Abhängigkeitsstrukturen KONSEQUENZE N DETERMINANT EN Leben sphas en Altersarm ut Anrechnung der Kindererziehungszei ten Eigenständige Existenzsicherung von Frauen im Lebensverlauf, DGB BVV, Abteilung GFR, 2014

24 24 Kontinuität der Erwerbsbeteiligung  Bei 5 Jahren Erwerbsunterbrechung: 50%-ige Wahrscheinlichkeit auf gleichwertige Position Dauer der Erwerbs- unterbrec h-ung Wiedereinstieg in ein Beschäfti- gungsverhältnis Gleichwertige Position bei demselben AG Keine Lohnabschläge Quelle: eigene Darstellung, angelehnt an Pimminger (2012). Eigenständige Existenzsicherung von Frauen im Lebensverlauf, DGB BVV, Abteilung GFR, 2014

25 25 Lebenslaufperspektive Ehegattensplitti ng Beitragsfreie Mitversicherung bei der GV Betreuungsgel d Kinderbetreuun gsmöglichkeiten Institutionen Ausbildung/ Studium Erwerbsphas e Ruhestand Studienfach- und Berufswahl Umfang der Erwerbstätigkeit: Vollzeit- und Teilzeit Mini-Job Kontinuität der Erwerbsbeteiligu ng Einkommenshö he: Gender Pay Gap Niedriglohn Gender Pension Gap Abhängigkeitsstrukturen KONSEQUENZE N DETERMINANT EN Leben sphas en Altersarm ut Anrechnung der Kindererziehungszei ten Eigenständige Existenzsicherung von Frauen im Lebensverlauf, DGB BVV, Abteilung GFR, 2014

26 26 Die Entgeltlücke Frauen verdienen in Deutschland durchschnittlich 22 % weniger als Männer. Im Durchschnitt liegt die Entgeltlücke in Europa bei 16,4 %. Abb. 20: Gender Pay Gap im EU-Vergleich Eigenständige Existenzsicherung von Frauen im Lebensverlauf, DGB BVV, Abteilung GFR, 2014

27 27 Einkommenshöhe: Gender Pay Gap  Mit zunehmender Qualifikation nimmt das Einkommensgefälle zu Eigenständige Existenzsicherung von Frauen im Lebensverlauf, DGB BVV, Abteilung GFR, 2014

28 28 Die Entgeltlücke Frauen verdienten 2010 in Führungs- positionen 30% weniger als Männer Quelle: Statistisches Bundesamt (2012). Abb.22: Entgeltlücke in Führungspositionen Eigenständige Existenzsicherung von Frauen im Lebensverlauf, DGB BVV, Abteilung GFR, 2014

29 29 Die Entgeltlücke Entgeltlücke beginnt schon in der betrieblichen Ausbildung. Auch den Berufseinstieg junger Studienabsolventinnen prägt er. Abb. 23: Geschlecht bestimmt das Einstiegsgehalt Eigenständige Existenzsicherung von Frauen im Lebensverlauf, DGB BVV, Abteilung GFR, 2014

30 30 Einkommenshöhe: Berufsbranche Horizontale Segregation: niedrig entlohnte frauendominierte, personennahe Dienstleistungen vs. hoch entlohnte männerdominierende Technikberufe Quelle: Statistisches Bundesamt, Wiesbaden. Eigene Darstellung. Abb. 24: Berufe nach Geschlecht Eigenständige Existenzsicherung von Frauen im Lebensverlauf, DGB BVV, Abteilung GFR, 2014

31 Frauen und Niedriglöhne … Fakt ist: ein Frauenanteil im Niedriglohnsektor von fast 65% (von: 7,9 Mio. Beschäftigten, 2012, inklusive Schülerinnen, Rentnerinnen und Studierenden) Und: Jede dritte Arbeitnehmerin in Deutschland arbeitet im Niedriglohnsektor zu Stunden-löhnen von 9,54 € in West- und 7,04 € in Ostdeutschland. Quelle: IAQ Report (01/2012). 31 Abb.25: Niedriglohnsektor Eigenständige Existenzsicherung von Frauen im Lebensverlauf, DGB BVV, Abteilung GFR, 2014

32 32 Einkommenshöhe: Positionen Vertikale Segregatio n  Unterschied lich (bezahlte) Positionen Eigenständige Existenzsicherung von Frauen im Lebensverlauf, DGB BVV, Abteilung GFR, 2014 Abb. 26: Frauen in Vorständen und Aufsichtsräten

33 33 Abb. 27: Frauen in Aufsichtsräten und Vorständen Deutschland in % Quelle: Darstellung WZB nach Holst/Wiemer (2010). Geschlechterdifferenzen am Arbeitsmarkt Vorstände Aufsichtsräte Eigenständige Existenzsicherung von Frauen im Lebensverlauf, DGB BVV, Abteilung GFR, 2014

34 34 Abb. 28: Frauenanteil in Betrieben nach Hierarchie 2004 und 2008 in % Quelle: IAB-Betriebspanel (2004, 2008). © WZB. Vertikale Segregation  Frauen und Männer arbeiten auf verschiedenen Positionen Geschlechterdifferenzen am Arbeitsmarkt Eigenständige Existenzsicherung von Frauen im Lebensverlauf, DGB BVV, Abteilung GFR, 2014

35 35 Einkommenshöhe: Positionen Öffentlicher Sektor: geringer Zugang zu bestimmten Segmenten & innerbetrieblichen – und behördlichen Aufstiegschancen Beschäftigt e gesamt Beschäftigte n im höheren Dienst Alle Leitungsfunktion en Unterabteilung s- leitung Abteilungs- leitung Beamtete Staats- sekretäre 49%36%23%18%14%3% Abb. 29: Frauenanteil in Führungspositionen in den obersten Bundesbehörden 2009 Quelle: Schimeta (2012, S.17). Vertikale Segregation nach Geschlecht besonders stark ausgeprägt Frauenanteil sinkt mit steigender Hierarchieebene und unterscheidet sich deutlich nach Ressort und Politikfeld (z.B. BMVg Frauenanteil in Referatsleitung 17% vs. BMFSFJ 55,2%) Eigenständige Existenzsicherung von Frauen im Lebensverlauf, DGB BVV, Abteilung GFR, 2014

36 36 Lebenslaufperspektive Ehegattensplitti ng Beitragsfreie Mitversicherung bei der GV Betreuungsgel d Kinderbetreuun gsmöglichkeiten Institutionen Ausbildung/ Studium Erwerbsphas e Ruhestand Studienfach- und Berufswahl Umfang der Erwerbstätigkeit: Vollzeit- und Teilzeit Mini-Job Kontinuität der Erwerbsbeteiligu ng Einkommenshö he: Gender Pay Gap Niedriglohn Gender Pension Gap Abhängigkeitsstrukturen KONSEQUENZE N DETERMINANT EN Leben sphas en Altersarm ut Anrechnung der Kindererziehungszei ten Eigenständige Existenzsicherung von Frauen im Lebensverlauf, DGB BVV, Abteilung GFR, 2014

37 37 Institutionellen Gegebenheiten Steuer- und Transfersystem ≠ Arbeitsanreize für Frauen 1. Rationierung der Kinderbetreuungsplätze (35 % Betreuungsquote für 2013) - Hemmt Erwerbstätigkeit von Frauen mit Kindern (besonders unter 3 Jahren) - Provoziert Teilzeitarbeit, besonders für alleinerziehende Mütter 2. Betreuungsgeld - ist ein Rückschritt und konterkariert die Vereinbarkeit von Familie und Beruf - Frauen ziehen sich aus der Berufswelt zurück 3. Ehegattensplitting - Mit der Aufnahme eines zweiten Einkommens sinkt die Einkommensdifferenz und somit die steuerliche Entlastung aus dem Splittingverfahren - EhepartnerInnen mit dem (potentiell) geringeren Einkommen verzichten auf eine Erwerbstätigkeit/ arbeiten in Teilzeitstellen 4. Beitragsfreie Mitversicherung Beitragsfreie Mitversicherung bei der Gesetzlichen Krankenversicherung, wenn EhepartnerIn erwerbslos ist 5. Anrechnung der Kindererziehung für die Alterssicherung Eigenständige Existenzsicherung von Frauen im Lebensverlauf, DGB BVV, Abteilung GFR, 2014

38 38 Lebenslaufperspektive Ehegattensplitti ng Beitragsfreie Mitversicherung bei der GV Betreuungsgel d Kinderbetreuun gsmöglichkeiten Institutionen Ausbildung/ Studium Erwerbsphas e Ruhestand Studienfach- und Berufswahl Umfang der Erwerbstätigkeit: Vollzeit- und Teilzeit Mini-Job Kontinuität der Erwerbsbeteiligu ng Einkommenshö he: Gender Pay Gap Niedriglohn Gender Pension Gap Abhängigkeitsstrukturen KONSEQUENZE N DETERMINANT EN Leben sphas en Altersarm ut Anrechnung der Kindererziehungszei ten Eigenständige Existenzsicherung von Frauen im Lebensverlauf, DGB BVV, Abteilung GFR, 2014

39 39 Konsequenz: Altersarmut von Frauen Kumulierte Risiken im Lebenslauf = Altersarmut Absicherung durch den Ehemann wird unsicherer (Scheidungsrisiko) Rentenreformpolitik: Individualisierung der Alterssicherung Grundsicherung liegt bei 668 € (Stand )  Frauen im Westen = Altersarmut  Abhängig von der Rente des Ehepartners: Familiensubsidiarität Quelle: LAW-Life Projection 2012; berechnet von Rasner (2012), DIW. Eigenständige Existenzsicherung von Frauen im Lebensverlauf, DGB BVV, Abteilung GFR, 2014

40 40 Konsequenzen: Gender Pension Gap kürzere Beitragskarrieren weniger Arbeitsstunden niedriges Einkommen Quelle: Deutsche Rentenversicherung (2011). 45% 22% Rentengefäll e Eigenständige Existenzsicherung von Frauen im Lebensverlauf, DGB BVV, Abteilung GFR, 2014

41 41 Gender Pension Gap im Zeitverlauf Verringerung der Rentenlücke im Osten Keine Verringerung (oder Erweiterung) der Entgeltlücke ABER: Rentenanwartschaften sind gesunken Abb. 32: Entgeltpunkte aus allen rentenrelevanten Tätigkeiten im Kohortenvergleich Quelle: Rasner (2012), DIW. Anmerkungen: Entgeltpunkte bis 58 Jahren. Keine Geburten nach Eigenständige Existenzsicherung von Frauen im Lebensverlauf, DGB BVV, Abteilung GFR, 2014

42 42 Gender Pension Gap im internationalen Vergleich Quelle: OECD 2012 Abb. 33: Rentengefälle zwischen Frauen und Männern (2009) Deutschland hat die größte die Rentenlücke im Vergleich mit den OECD-Staaten Eigenständige Existenzsicherung von Frauen im Lebensverlauf, DGB BVV, Abteilung GFR, 2014

43 43 Konsequenz: Abhängigkeit Was passiert im Falle einer: Scheidung Verwitwung Arbeitslosigkei t des Mannes Quelle: Eigene Darstellung angelehnt an Pimminger (2012), ESF. Eigenständige Existenzsicherung von Frauen im Lebensverlauf, DGB BVV, Abteilung GFR, 2014

44 44 Wir fordern… einen gesetzlichen Mindestlohn nicht unter 8,50 Euro/Stunde als Lohnuntergrenze einzuführen und alle Arbeitsverhältnisse ab der ersten Arbeitstunde sozial abzusichern; die Betreuungsstruktur für Kinder und Pflegebedürftige qualitativ hochwertig auszubauen, sodass die Vereinbarkeit von Familie und Beruf möglich wird, sowie das Betreuungsgeld abzuschaffen; Eigenständige Existenzsicherung von Frauen im Lebensverlauf, DGB BVV, Abteilung GFR, 2014

45 45 Wir fordern… einen Rechtsanspruch auf die Rückkehr aus Teilzeit- in Vollzeitbeschäftigung, sodass Frauen ihre Arbeitszeit wieder aufstocken können, um ihre Einkommen zu steigern und ihre Aufstiegschancen zu verbessern; mehr Frauen in Führungspositionen, damit Frauen Vorbilder sein können und die männlich geprägte Anwesenheitskultur in der Arbeitswelt hinterfragt wird. Eigenständige Existenzsicherung von Frauen im Lebensverlauf, DGB BVV, Abteilung GFR, 2014

46 Wir fordern ….. eigenständige Existenzsicherung für Frauen wie Männer tarifliche und gesetzliche Mindestlöhne Gleichbehandlung aller Arbeitsverhältnisse und deren Einbindung in die Sozialversicherung ab dem 1. Euro Verzicht auf Regelungen, die den beruflichen Ausstieg von Frauen fördern - das heißt vor allem: Abschaffung des Ehegattensplittings Familienfreundliche Arbeitszeitmodelle für Frauen und Männer Gleichstellungsgesetz für die Privatwirtschaft oder vielmehr: gesetzliche Regelungen zur Durchsetzung der Entgeltgleichheit und verbindliche Entgeltgleichheits- Checks für eine geschlechtergerechte Entgeltpraxis Eigenständige Existenzsicherung von Frauen im Lebensverlauf, DGB BVV, Abteilung GFR, 2014

47 Wir fordern ….. Mit einem Satz: Wir wollen Entgeltgleichheit und Gleichstellung am Arbeitsmarkt, Mindestlöhne und gute Arbeit, Karrierechancen und eine echte Vereinbarkeit von Familie, Beruf und Pflege Eigenständige Existenzsicherung von Frauen im Lebensverlauf, DGB BVV, Abteilung GFR, 2014

48 48 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! Eigenständige Existenzsicherung von Frauen im Lebensverlauf, DGB BVV, Abteilung GFR, 2014

49 49 Literaturangaben Agentur für Gleichstellung im ESF (Hg.) (2012): Existenzsichernde Beschäftigung von Frauen und Männern. Pimminger, Irene. Agentur für Gleichstellung im ESF (Hg.) (2012a): Armut und Armutsrisiken von Männern und Frauen. Pimminger, Irene. Brehmer, Wolfgang/ Klenner, Chrstina/ Klammer, Ute (2010): Wenn Frauen das Geld verdienen – eine empirische Annäherung an das Phänomen der „Familienernährerin“; WSI – Diskussionspapier Nr. 170, Juli BMFSFJ (Hg.) (2011): Neue Wege – Gleiche Chancen. Gleichstellung von Frauen und Männern im Lebensverlauf. Erster Gleichstellungsbericht. BMFSFJ (Hg.) (2012): Frauen im Minijob. Motive und (Fehl-) Anreize für die Aufnahme geringfügiger Beschäftigung im Lebenslauf. Friedirch-Ebert-Stiftung (Hg.) (2012): Einsam an der Spitze: Frauen in Führungspositionen im öffentlichen Sektor. Schimeta, Julia. Forum Politik und Gesellschaft Rasner, Anika (2012): Gender Pension Gap im Kohortenvergleich. Können die Babyboomer Frauen die Lücke schließen? Erste Gender Studies Tagung des DIW Berlin. Download unter: ng_rasner.pdf Wagner, Susanne (2011): Frauen würden gerne länger arbeiten. IAB-Kurzbericht 9/2011. Wrohlich, Katharina (2012): Das deutsche Steuer- Transfer-System und seine Anreizwirkungen bezüglich des Arbeitsangebots von Frauen. Erste Gender-Studies Tagung des DIW Berlin. Download unter: ng_wrohlich.pdf Eigenständige Existenzsicherung von Frauen im Lebensverlauf, DGB BVV, Abteilung GFR, 2014


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