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:Christel Baatz-Kolbe Supervision Marte Meo Fachberatung Fortbildung www.supervision-cbk.de 14.03.20161 Scham und Würde in der interkulturellen Arbeit.

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Präsentation zum Thema: ":Christel Baatz-Kolbe Supervision Marte Meo Fachberatung Fortbildung www.supervision-cbk.de 14.03.20161 Scham und Würde in der interkulturellen Arbeit."—  Präsentation transkript:

1 :Christel Baatz-Kolbe Supervision Marte Meo Fachberatung Fortbildung Scham und Würde in der interkulturellen Arbeit : Zur Bedeutung von Scham in der Arbeit mit dissozialen Jugendlichen Fachtagung Platanenhof 4. März

2 :Christel Baatz-Kolbe Supervision Marte Meo Fachberatung Fortbildung Scham und Würde in der interkulturellen Arbeit sachlich emotional technisch menschlich abgeschlossendynamisch banalkomplex : Vorbemerkungen

3 :Christel Baatz-Kolbe Supervision Marte Meo Fachberatung Fortbildung Scham und Würde in der interkulturellen Arbeit altbacken, altmodischaktuell statischlebendig langweilig spannend : Vorbemerkungen

4 :Christel Baatz-Kolbe Supervision Marte Meo Fachberatung Fortbildung Scham und Würde in der interkulturellen Arbeit - Übersicht 1.Zur Bedeutung von Scham in der Arbeit mit dissozialen Jugendlichen 2.Fallbeispiel 3.Der Begriff „Kultur“ 4.Kultur in Metaphern 5.Neue Realitäten 6.Interkulturalität – kritische Reflexion 7.Kultur anders denken 8.Neue Kulturkonzepte 9.Fazit und Zusammenfassung

5 :Christel Baatz-Kolbe Supervision Marte Meo Fachberatung Fortbildung Scham und Würde in der interkulturellen Arbeit : Zur Bedeutung von Scham in der Arbeit mit dissozialen Jugendlichen Aktualität - Ausländeranteil unter den Jugendlichen im Jugendheim Platanenhof Quelle: Jahresberichte von 2008 bis 2014 der Justizvollzugsanstalt St. Gallen

6 :Christel Baatz-Kolbe Supervision Marte Meo Fachberatung Fortbildung Scham und Würde in der interkulturellen Arbeit Statistik : JahrGWG männliche und weibliche Personen - Plätze: 16 OWG Nur männliche Personen Plätze: Keine Angaben % Schweizer 42% Ausländer aus 20 Nationen 49% Schweizer 51% Ausländer aus 9 Nationen % SchweizerInnen 28% AusländerInnen aus 20 Nationen 54,4 % Schweizer 45,6% Ausländer aus 11 Nationen ,2% AusländerInnen aus 19 Nationen 52,7% Ausländerinnen aus 11 Nationen

7 :Christel Baatz-Kolbe Supervision Marte Meo Fachberatung Fortbildung Scham und Würde in der interkulturellen Arbeit : Zur Bedeutung von Scham in der Arbeit mit dissozialen Jugendlichen Fallbeispiel – „Der Jugendliche F. kam als drittes von vier Kindern bosnisch- serbisch-stämmiger Eltern in der Schweiz auf die Welt. Die Eltern trennten sich, als er noch ein Kleinkind war, und er wuchs beim Vater auf. In der sechsten Klasse begannen Schwierigkeiten in der Schule: Mobbing als Vorwurf und unregelmäßiger Schulbesuch. Als 13-Jähriger beging F. Diebstähle und einen Raubüberfall. Es folgten wiederholt Ruhestörung und Vandalismus in der Gruppe, weshalb die Jugendanwaltschaft den inzwischen 14-Jährigen in den geschlossenen Bereich des Platanenhof einwies...“ Quelle: Jahresbericht 2014 sg.ch. S

8 :Christel Baatz-Kolbe Supervision Marte Meo Fachberatung Fortbildung Scham und Würde in der interkulturellen Arbeit Fragen Welche Nationalität hat F.? wer und was hat F. geprägt?

9 :Christel Baatz-Kolbe Supervision Marte Meo Fachberatung Fortbildung Scham und Würde in der interkulturellen Arbeit „Die kulturelle Identität wird nicht mehr über den Reisepass definiert“  Nationalität = ein Element im Zusammenhang mit der kulturellen Zugehörigkeit, aber nicht zwingend!  Auseinandersetzung mit dem Begriff „Kultur“  Kultur anders und neu denken!  Folge: Kultur neu denken und in Verbindung bringen mit dem Thema „Scham und Würde“

10 :Christel Baatz-Kolbe Supervision Marte Meo Fachberatung Fortbildung Scham und Würde in der interkulturellen Arbeit 3. „Kultur“ – ein Container – Begriff

11 :Christel Baatz-Kolbe Supervision Marte Meo Fachberatung Fortbildung Scham und Würde in der interkulturellen Arbeit Die zwei Bedeutungsebenen des Begriffs  Kultur als schöpferisch kreative Kraft des Menschen Kultur als menschlich schöpferischen Gegensatz zur Natur bzw. natürlichen Kräften  Kultur als Orientierungssystem sozialer Gruppen Konstruktion spezifischer Lebenswelten sozialer Gruppen, ein System aus geteilten Vorstellungen und Verabredungen welches eine Gemeinschaft für sich entwickelt Hier: als Orientierungssystem von sozialen Gruppen

12 :Christel Baatz-Kolbe Supervision Marte Meo Fachberatung Fortbildung Scham und Würde in der interkulturellen Arbeit Kultur als Orientierungssystem sozialer Gruppen Partnerschaften Freundschaften … Familien Freundeskreise Teams/Kollegien Klassen Hausgemeinschaften … Unternehmen Schulen Fachbereiche Vereine & Organisationen … Städte Regionen Nationen Gesellschaften … Weltregionen Kontinente …

13 :Christel Baatz-Kolbe Supervision Marte Meo Fachberatung Fortbildung Scham und Würde in der interkulturellen Arbeit 4. Kultur in Metaphern – einige ausgewählte  Kultur als Verkehrssystem  … als Grammatik  … als Open-Sorce-Software  Kulturträger als Fisch im Wasser

14 :Christel Baatz-Kolbe Supervision Marte Meo Fachberatung Fortbildung Scham und Würde in der interkulturellen Arbeit 4. Kultur in Metaphern – einige ausgewählte  … als Zwiebel (nach Geert Hofstede, 2012)  … als Brille  … als Rucksack

15 :Christel Baatz-Kolbe Supervision Marte Meo Fachberatung Fortbildung Scham und Würde in der interkulturellen Arbeit „Jede einzelne Metapher greift zu kurz und verengt den Kulturbegriff. Zusammengenommen geben die Metaphern aber vielleicht eine plastischere Idee des doch sehr komplexen Begriffs der Kultur.“ Daniel Götz-Kolle in

16 :Christel Baatz-Kolbe Supervision Marte Meo Fachberatung Fortbildung Scham und Würde in der interkulturellen Arbeit 5. Neue Realitäten erfordern neue Begriffe und Konzepte  Entgrenzung  geografische Mobilität  soziale Vielfalt  Weltweite Vernetzung: „alles ist mit allem verknotet und vernetzt […] Nicht Grenzen, sondern Links und Vernetzungen organisieren den Hyperraum der Kultur. Der Globalisierungsprozeß, beschleunigt durch neue Technologien, ent-fernt den kulturellen Raum.“ Han, Byung-Chul in: 16

17 :Christel Baatz-Kolbe Supervision Marte Meo Fachberatung Fortbildung Scham und Würde in der interkulturellen Arbeit Kultur neu denken  Neue Realitäten erfordern neue Konzepte Kulturelle Identität = „Mogelpackung“

18 :Christel Baatz-Kolbe Supervision Marte Meo Fachberatung Fortbildung Scham und Würde in der interkulturellen Arbeit 6. Interkulturalität - Kritische Reflexion

19 :Christel Baatz-Kolbe Supervision Marte Meo Fachberatung Fortbildung Scham und Würde in der interkulturellen Arbeit Interkulturalität - Kritische Reflexion Traditionelle Grundannahmen:  klare Zuordnungen  interkulturell gleich international?  die interkulturelle Begegnung  Aufeinandertreffen von Kulturkreisen, häufig als konflikthaft beschrieben  interkulturelle Kompetenz für die “Problemzone”

20 :Christel Baatz-Kolbe Supervision Marte Meo Fachberatung Fortbildung Scham und Würde in der interkulturellen Arbeit Interkulturalität - Kritische Reflexion  Kulturen sind nicht klar abgrenzbar „ die Beschreibung heutiger Kulturen als Inseln bzw. Kugeln (…) ist deskriptiv falsch und normativ irreführend. Die Kulturen haben nicht mehr die unterstellte Form der Homogenität und Separiertheit.“ zit. Wolfgang Welsch in  interkulturelle Konzepte sind im Hinblick auf das zugrundeliegende Kulturverständnis kritisch zu überprüfen

21 :Christel Baatz-Kolbe Supervision Marte Meo Fachberatung Fortbildung Scham und Würde in der interkulturellen Arbeit 7. Kultur neu denken

22 :Christel Baatz-Kolbe Supervision Marte Meo Fachberatung Fortbildung Scham und Würde in der interkulturellen Arbeit 7.1. Primärkollektivität (-kultur) versus Multikollektivität Prämisse ‚Primärkollektiv‘  Individuen werden auf eine einzige kollektive Kultur (Herkunft) reduziert  Mehr als eine Herkunftskultur zu haben, scheint schwierig bis unmöglich zu sein und den Einzelnen/die Einzelne in unauflösbare Widersprüche zu verstricken.  Die einseitige Betonung von Herkunft, ethnischer und nationaler Zugehörigkeit wird besonders von nationalistischen und rechten Gruppen benutzt, um Menschen gezielt als “fremd” oder mit der eigenen Gesellschaft “unvereinbar” zu stigmatisieren. Sie dient in erster Linie der Abgrenzung vom anderen und erschwert den Zugang.

23 :Christel Baatz-Kolbe Supervision Marte Meo Fachberatung Fortbildung Scham und Würde in der interkulturellen Arbeit Aktuelles Beispiel aus Deutschland

24 :Christel Baatz-Kolbe Supervision Marte Meo Fachberatung Fortbildung „Insasse“ (Mit-) Täter ? bosnisch Kumpel Schüler Nachbar Religion serbisch Sohn Bruder 14 –Jähriger Schweizer ? Multikollektivität

25 :Christel Baatz-Kolbe Supervision Marte Meo Fachberatung Fortbildung Scham und Würde in der interkulturellen Arbeit 7.1. Primärkollektiv versus Multikollektivität Multikollektivität Menschen sind Teil vieler Kollektive, die uns prägen und geprägt haben Wir sind mehr als Herkunft Menschen prägen Kulturen, Kulturen prägen Menschen Kulturen überschneiden sich

26 :Christel Baatz-Kolbe Supervision Marte Meo Fachberatung Fortbildung Scham und Würde in der interkulturellen Arbeit Primärkultur versus Multikollektivität Wirkung Wir laufen Gefahr Menschen zu beschämen, wenn wir sie auf ihre „Primärkultur“ hin zuordnen und nicht auch andere kulturelle Prägungen und Einflüsse in den Blick nehmen. Dies gilt insbesondere für Herkunftsländer und Religionen, die gesellschaftlich eher „abwertend“ eingeordnet werden

27 :Christel Baatz-Kolbe Supervision Marte Meo Fachberatung Fortbildung Scham und Würde in der interkulturellen Arbeit 7.2. Idee der Inhaltsgleichheit versus Idee der inhaltlichen Differenz Prämisse ‚Inhaltsgleichheit‘  „Kennst Du einen, kennst Du alle“ Nach einer weit geteilten Vorstellung sind Kulturen in sich einheitlich und widerspruchsfrei. Woher auch immer unsere Bilder (Stereotype) kommen, sie suggerieren uns eine Einheitlichkeit der Gewohnheiten von Kollektiven.  Idee der Widerspruchsfreiheit Besonders fremd erscheinende Kulturen werden von uns als sehr homogen und in sich widerspruchsfrei vorgestellt. Innerhalb einer Kultur variieren die Merkmale unter den Einzelnen danach kaum. Interessant dabei ist, dass wir unsere eigenen Kollektive und Kulturgruppen sehr differenziert wahrnehmen. Hier wehren wir uns gegen Verallgemeinerungen und gestehen den Mitgliedern unserer Eigengruppe eine große Bandbreite an Eigenschaften zu

28 :Christel Baatz-Kolbe Supervision Marte Meo Fachberatung Fortbildung Scham und Würde in der interkulturellen Arbeit Idee der inhaltlichen Differenz Kultur als dynamischer Diskurs statt Einheitsbrei Individuen gestalten die Kultur Kultur als Selbstbedienung

29 :Christel Baatz-Kolbe Supervision Marte Meo Fachberatung Fortbildung Wirkung Wir laufen Gefahr, Menschen zu beschämen, wenn wir ihnen keinen Raum geben, ihre Wertvorstellungen zu reflektieren und mit ihnen darüber in einen konstruktiven Diskurs zu gehen Scham und Würde in der interkulturellen Arbeit Idee der Inhaltsgleichheit versus Idee der inhaltlichen Differenz

30 :Christel Baatz-Kolbe Supervision Marte Meo Fachberatung Fortbildung Scham und Würde in der interkulturellen Arbeit Zusammenfassung Die Kultur bzw. die Kulturen haben für das Individuum eine Orientierungsfunktion bei der Identitätsbildung, indem sie kulturelle Ressourcen als Identifikationsangebote bereitstellen. Im Sinne transkultureller Identitätsbildung können mehrere Kulturen in eine einzelne Identität eingehen. Gutman Amy in:

31 :Christel Baatz-Kolbe Supervision Marte Meo Fachberatung Fortbildung Scham und Würde in der interkulturellen Arbeit Neue Kulturkonzepte  neue Begriffe: Mulitkulturalität - Transkulturalität – Transdifferenz und Hyperkulturalität Kulturen sind hochgradig miteinander verflochten und durchdringen einander. Die Lebensformen enden nicht mehr an den Grenzen der Nationalkulturen, sondern überschreiten diese und finden sich ebenso in anderen Kulturen. Die neuartigen Verflechtungen sind eine Folge von Migrationsprozessen sowie von weltweiten materiellen und immateriellen Kommunikationssystemen und von ökonomischen Interdependenzen.

32 :Christel Baatz-Kolbe Supervision Marte Meo Fachberatung Fortbildung 8.1 Transkulturalität flexibel Verschmelzung Durchdringung verschiedenartig prozesshaft keine klaren Grenzen

33 :Christel Baatz-Kolbe Supervision Marte Meo Fachberatung Fortbildung Scham und Würde in der interkulturellen Arbeit Hyperkulturalität vernetztes Nebeneinander unterschiedlicher Kulturen Entgrenzung von Kulturen Einzigartigkeit unseres Informationszeitalters  (nie dagewesene) radikal neue Voraussetzungen für menschliche Gruppen und ihre Identitäten

34 :Christel Baatz-Kolbe Supervision Marte Meo Fachberatung Fortbildung Scham und Würde in der interkulturellen Arbeit 9. Fazit und Zusammenfassung Würde im Umgang mit dissozialen Jugendlichen erfordert die kritische Reflexion des eigenen Kulturverständnisses Würde im Umgang mit dissozialen Jugendlichen erfordert, sich mit seinen eigenen Schamerlebnissen auseinanderzusetzen Würde im Umgang mit dissozialen Jugendlichen erfordert sich für ihre Herkunftskulturen zu interessieren

35 :Christel Baatz-Kolbe Supervision Marte Meo Fachberatung Fortbildung Scham und Würde in der interkulturellen Arbeit Würde im Umgang mit dissozialen Jugendlichen erfordert, sich mit ihren kulturellen Prägungen, ihren Wertvorstellungen zu befassen und in den Diskurs zu gehen Würde im Umgang mit dissozialen Jugendlichen ermöglicht ihnen, Masken der Scham abzulegen und erlebte Beschämungen im kulturellen Kontext besprechbar zu machen

36 :Christel Baatz-Kolbe Supervision Marte Meo Fachberatung Fortbildung Scham und Würde in der interkulturellen Arbeit Würde im Umgang mit dissozialen Jugendlichen im Kontext „Kultur“ braucht Beständigkeit, Differenziertheit und Kreativität

37 :Christel Baatz-Kolbe Supervision Marte Meo Fachberatung Fortbildung Scham und Würde in der interkulturellen Arbeit und zu guter Letzt… ein weiteres Beispiel guter Praxis vom Platanenhof

38 :Christel Baatz-Kolbe Supervision Marte Meo Fachberatung Fortbildung Scham und Würde in der interkulturellen transkulturellen Arbeit Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit! Musik ab.. Anakonda – Keine Sorgen


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