Seite 1/22 Lokal statt global Togo
Seite 2/22 Togo TogoDeutschland Fläche in km² Bevölkerung in Millionen 7,580,8 Bevölkerungsdichte in Einwohner/km² Säuglingssterblichkeit in %4,50,3 Lebenserwartung Männer6278 Frauen6783 Analphabetenrate in % Männer33,5< 1 Frauen21,7< 1 Bruttoinlandsprodukt in Dollar/Kopf Quelle: CIA World Factbook (2016)
Seite 3/22 In Togos Hauptstadt Lomé ist die Werbung der großen Lebensmittelkonzerne allgegenwärtig. Immer mehr Menschen ernähren sich von Fertigprodukten.
Seite 4/22 Die Organisation OADEL informiert über die Folgen und unterstützt Kleinbauern- familien bei der Verarbeitung, Veredlung und Vermarktung ihrer Produkte.
Seite 5/22 Schon früh am Morgen schneidet Cathérine Womas Gemüse. „Ich koche gerne“, erklärt sie, „vor allem die Rezepte, die ich von meiner Großmutter gelernt habe.“
Seite 6/22 Cathérine Womas gehört zu den freiwilligen Helferinnen der Lebensmittelmesse „Alimenterre“, auf der OADEL Lebensmittel aus lokaler Produktion vorstellt.
Seite 7/22 „Wir wollen den Menschen zeigen, wie abwechslungsreich und lecker man mit lokalen Produkten kochen kann“, erklärt Tata Ametoenyenou, der Leiter der Organisation.
Seite 8/22 OADEL will die Konsumenten dazu bewegen, einheimische Produkte zu kaufen. Denn was von togoischen Feldern kommt, ist meist frischer und ökologisch angebaut.
Seite 9/22 Zudem werden so Einkommen für die Bauern und Arbeitsplätze in der Verarbeitung geschaffen. „Nur so können wir die Armut in Togo überwinden“, sagt Ametoenyenou.
Seite 10/22 Bei Patricia Adragni kam die Botschaft an: „Ich kaufe nur togoische Produkte“, sagt sie. Patricia und ihre Familie sind Teil der kleinen, aber wachsenden Mittelschicht.
Seite 11/22 Der Verwaltungsangestellten geht es nicht nur um ihre Gesundheit, sie denkt vor allem politisch: „Wir können als Volk nur Fortschritte machen, wenn wir uns selbst helfen.“
Seite 12/22 Essi Essenam Ameganvi ist eine der Produzentinnen, die Patricia Adragni beim Einkauf im Sinn hat. Ihre Familie lebt hauptsächlich vom Reisanbau.
Seite 13/22 Seit fünf Jahren ist die Bäuerin Mitglied der Kooperative „Freunde der Erde“. Die zwölf Mitglieder bauen auf fünf Hektar Land gemeinsam Reis an.
Seite 14/22 Die Ernte verkaufen sie an ESOP, ein Dienstleistungsunternehmen für Kooperativen. Dort bekommen sie für ein Kilo 150 Francs, auf dem freien Markt nur 100.
Seite 15/22 „Das geht nur, weil wir den Reis veredeln“, erklärt Carole Ahoulimi, die Leiterin einer ESOP-Filiale. Hier wird der Reis geschält, verlesen und verpackt.
Seite 16/22 Davon profitieren fast 800 Bäuerinnen und Bauern. Außerdem hat ESOP sechs festgestellte Mitarbeitende und rund zwanzig Tagelöhnerinnen beschäftigt.
Seite 17/22 Kaufen kann man den Reis unter anderem im Laden von OADEL in Lomé. Hier finden sich auch Kekse aus Kochbananen, Konfitüre aus Papaya oder Ananassaft.
Seite 18/22 Die Lebensmittelmesse „Alimenterre“ ist gut besucht. Vicki Tsikplonou und Mawutowou Brym warten geduldig, bis sie an der Reihe sind.
Seite 19/22 „Wunderbar“, schwärmt Brym. „Nichts ist verkocht.“ „Ich finde es wichtig, dass wir unsere Traditionen bewahren. Auch in der Esskultur“, erwidert ihre Freundin.
Seite 20/22 Worte, die Ametoenyenou und sein Team gerne hören. Bisher seien jeden Tag rund 500 Menschen gekommen, „so gut besucht war unsere Messe noch nie!“
Seite 21/22 Sie sahen eine Präsentation zum Projekt des Projektpartners Organisation pour l‘Alimentation et le Développement Local (OADEL) aus Togo. Lokal statt global Projektemagazin 2016/17 Herausgeber Brot für die Welt – Evangelischer Entwicklungsdienst Caroline-Michaelis-Str Berlin Telefon Redaktion Thomas Knödl, Thorsten Lichtblau Text Bettina Rühl Fotos Christoph Püschner Gestaltung Thomas Knödl Berlin, Juli 2016
Seite 22/22 Bank für Kirche und Diakonie IBAN: DE BIC: GENODED1KDB Spendenkonto