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© SBV/USP 1Seite Schweizerischer Bauernverband Union Suisse des Paysans Unione Svizzera dei Contadini 8.Multifunktionalität Leistungen der Schweizer Landwirtschaft.

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1 © SBV/USP 1Seite Schweizerischer Bauernverband Union Suisse des Paysans Unione Svizzera dei Contadini 8.Multifunktionalität Leistungen der Schweizer Landwirtschaft

2 © SBV/USP 2Seite Schweizerischer Bauernverband Union Suisse des Paysans Unione Svizzera dei Contadini Inhalt Ökologischer Leistungsnachweis Externalitäten Studie Wert der externen Effekte der Landwirtschaft Sichere Versorgung mit Nahrungsmitteln Selbstversorgungsgrad Verbrauch und Herkunft Nahrungsmittel Erhaltung natürliche Lebensgrundlage und Pflege Kulturlandschaft Landnutzung in der Schweiz Landverlust Topografische Verhältnisse Dezentrale Besiedlung: Beitrag der Landwirtschaft Leistungen Ökologie: Biolandbau Bewirtschaftungsmethoden Dünger in der Landwirtschaft Pflanzenschutzmittel Treibhausgase Feinstaub Ammoniak Leistungen Tierproduktion: RAUS/ BTS Anzahl Mutterkühe Leistungen Pflanzenbau: Direktsaatfläche GVO-freie Landwirtschaft Weitere Leistungen: Erhaltung Schweizer Sorten, Rassen und Spezialitäten Mögliche Probleme mit Produkten aus dem Ausland Schweizer Produkte

3 © SBV/USP 3Seite Schweizerischer Bauernverband Union Suisse des Paysans Unione Svizzera dei Contadini Dieses Kapitel versucht die Leistungen der Schweizer Landwirtschaft aufzuzeigen. Da sind zum einen die Ziele welche in der Bundesverfassung im Artikel 104 formuliert sind, die Leistungen der Multifunktionalität. Die sichere Versorgung mit Nahrungsmitteln, die Erhaltung des Kulturlandes und dessen Pflege, aber auch der Beitrag zur dezentralen Besiedlung. Dann folgen die Ziele des Ökologischen Leistungsnachweises und deren Beitrag zu einer nachhaltigen Landwirtschaft Aber auch der vorbildliche Stand in Sachen Tierwohl und Pflanzenbau wird aufgezeigt. Schlussendlich folgen noch der Beitrag der Landwirtschaft zur Erhaltung von alten Rassen, Sorten, Spezialitäten und typisch schweizerischer Kultur. Aber auch mögliche Probleme mit Produkten aus dem Ausland.

4 © SBV/USP 4Seite Schweizerischer Bauernverband Union Suisse des Paysans Unione Svizzera dei Contadini Ökologischer Leistungsnachweis Damit ein Landwirtschaftsbetrieb in der Schweiz Direktzahlungen erhalten kann, muss er die Anforderungen des Ökologischen Leistungsnachweises (ÖLN) erbringen. Strenge gesetzliche Regeln, für Umwelt- und Tierschutz Tiergerechte Haltung der Nutztiere Ausgeglichene Düngerbilanz Angemessener Anteil ökologische Ausgleichsflächen Fruchtfolge Nur bewilligte Pflanzenbehandlungsmittel Bodenschutz, Massnahmen gegen Erosion Ziel: nachhaltige Landwirtschaft Rechtsgrundlage Art. 5-16, sowie Direktzahlungsverordung (DZV)

5 © SBV/USP 5Seite Schweizerischer Bauernverband Union Suisse des Paysans Unione Svizzera dei Contadini Externalitäten in der Landwirtschaft Positive Externalitäten: Landschaftsbild Ressourcenschutz Biodiversität Usw. Negative Externalitäten: Hohe Nährstoffbelastung (Nitratbelastung Grundwasser) Lärm- und Geruchsbelastung durch Massentierhaltung Verlust von Arten durch Monokulturen Usw.

6 © SBV/USP 6Seite Schweizerischer Bauernverband Union Suisse des Paysans Unione Svizzera dei Contadini Im Rahmen einer Studie im Auftrag des BLW wurden die nicht marktbezogenen Auswirkungen der schweizerischen Landwirtschaft auf die Umwelt (externe Effekte) quantitativ erfasst. Daraus geht für den Zeitraum der nächsten Zahlungsrahmen ein Nutzen in der Grössenordnung von zwei Milliarden Franken pro Jahr hervor. Zudem kommen die Autoren der Studie in einer qualitativen Bewertung zum Schluss, dass die Landwirtschaft auch einen positiven Beitrag leistet zu den gesellschaftlichen und räumlichen Strukturen sowie zu den gesellschaftlichen Wertvorstellungen. Wert der externen Effekte der Landwirtschaft Quelle:ECOSYS SA, Appréciation quantitative des externalites de lagriculture suisse, Genf 2000.

7 © SBV/USP 7Seite Schweizerischer Bauernverband Union Suisse des Paysans Unione Svizzera dei Contadini Öffentliche Leistungen der LdW Quelle: ecosys, 2000: externe Effekte der Landwirtschaft, Genf

8 © SBV/USP 8Seite Schweizerischer Bauernverband Union Suisse des Paysans Unione Svizzera dei Contadini Sichere Versorgung mit Nahrungsmitteln Die Schweizer Landwirtschaft stellt die sichere Versorgung der Bevölkerung mit Nahrungsmitteln sicher. Dies ist aufgrund einer nach wie vor zunehmenden Weltbevölkerung und der zunehmenden Nutzung von landwirtschaftlichen Flächen für die Biotreibstoffproduktion, dem zunehmendem Verlust von landwirtschaftlichen Nutzflächen und einer zunehmenden Wasserknappheit in vielen Gegenden der Welt nach wie vor sehr aktuell, wie man an den steigenden Preisen für Agrargüter sieht. Bei einer sicheren Versorgung mit Nahrungsmitteln geht es jedoch nicht nur um den Aspekt der food security. Es geht auch um die food safety und die food quality, also die Lebensmittelsicherheit und Qualität, welche dank der hohen Standards für Schweizer Produkte problemlos sichergestellt werden können. Dazu gehört speziell auch die Rückverfolgbarkeit der Produkte.

9 © SBV/USP 9Seite Schweizerischer Bauernverband Union Suisse des Paysans Unione Svizzera dei Contadini Ernährungssicherheit: Eine Situation, die eintritt, wenn alle Menschen jederzeit physischen, sozialen und wirtschaftlichen Zugang zu ausreichenden, sicheren und nährstoffreichen Nahrungsmitteln haben, die ihren Nahrungsmittelbedarf decken und ein aktives und gesundes Leben ermöglichen. Ernährungssicherheit- Food security Quelle: FAO

10 © SBV/USP 10Seite Schweizerischer Bauernverband Union Suisse des Paysans Unione Svizzera dei Contadini Lebensmittelsicherheit- Food safety Lebensmittelsicherheit (auch: Lebensmittelhygiene) ist ein Oberbegriff für alle Maßnahmen und Konzepte, die sicherstellen sollen, dass Lebensmittel für den Genuss durch die Verbraucher geeignet sind und von ihnen keine gesundheitlichen Beeinträchtigungen oder Schädigungen ausgehen können. Neben Kontrollen und vorbeugenden Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der Hygiene bei der Produktion und im Umgang mit Lebensmitteln gehört auch die Rückverfolgbarkeit von Lebensmitteln, die sicherstellen soll, dass der Verbraucher beim Erkennen einer Gefährdung z. B. durch Rückrufaktionen möglichst umfassend geschützt wird, zum Oberbegriff der Lebensmittelsicherheit. Quelle:Wikipedia

11 © SBV/USP 11Seite Schweizerischer Bauernverband Union Suisse des Paysans Unione Svizzera dei Contadini Entwicklung des Selbstversorgungsgrades kalorienmässiger Anteil in % Quelle: SBV Statistik

12 © SBV/USP 12Seite Schweizerischer Bauernverband Union Suisse des Paysans Unione Svizzera dei Contadini Anteil der Inlandproduktion an die Nahrungsmittelversorgung (Energie), in % Jahr Getreideprodukte Kartoffeln, Stärke Zucker, Sirup, Honig Gemüse Obst Pflanz. Fette und Öle Fleisch Eier47 44 Milch und -produkte Gesamt Quelle: SBV Statistik

13 © SBV/USP 13Seite Schweizerischer Bauernverband Union Suisse des Paysans Unione Svizzera dei Contadini Verbrauch Nahrungsmittel pro Jahr und Inlandanteil Quelle: SBV Statistik

14 © SBV/USP 14Seite Schweizerischer Bauernverband Union Suisse des Paysans Unione Svizzera dei Contadini Herkunft der verschiedenen Nahrungsmittelgruppen Quelle: SBV Statistik

15 © SBV/USP 15Seite Schweizerischer Bauernverband Union Suisse des Paysans Unione Svizzera dei Contadini Erhaltung natürliche Lebensgrundlage und Pflege Kulturlandschaft Die Landwirtschaft pflegt und erhält die Kulturlandschaft in der Schweiz. Durch Direktzahlung wird diese öffentliche Leistung entlöhnt. Dank der bäuerlichen Landwirtschaft gibt es eine abwechslungsreiche und vielfältige Landschaft ohne Monokulturen. Die landwirtschaftliche Nutzung beugt der Verbuschung und Vergandung vor und schützt damit die Biodiversität. Aufgrund der Leistungen der Landwirtschaft, profitiert insbesondere der Tourismus von einer schönen Landschaft.

16 © SBV/USP 16Seite Schweizerischer Bauernverband Union Suisse des Paysans Unione Svizzera dei Contadini Landnutzung in der Schweiz Total: km2 Quelle: BFS Arealstatistik

17 © SBV/USP 17Seite Schweizerischer Bauernverband Union Suisse des Paysans Unione Svizzera dei Contadini Landverlust Siedlungsfläche: +0.9 m 2 / s Kulturlandverlust: -1.3 m 2 / s = -11 ha pro Tag Siedlungsfläche seit Beginn 80er Jahre +13% Auch Waldfläche nimmt zu (vor allem Randregionen, Verbuschung Weiden) Total 1979/ / ha Landwirtschaftliche Nutzfläche (mit Alpen) Problem: Wenn Landwirtschaftliche Nutzfläche verloren geht (Ausnahme Alpen),geht meist sehr gutes Landwirtschaftsland verloren, z.B. Ackerfähige Böden. Quelle: Arealstatistik BFS

18 © SBV/USP 18Seite Schweizerischer Bauernverband Union Suisse des Paysans Unione Svizzera dei Contadini Entwicklung der Hauptbereiche der Bodennutzung (Veränderung in %) 79/85 – 92/97 Quelle: BFS Arealstatistik

19 © SBV/USP 19Seite Schweizerischer Bauernverband Union Suisse des Paysans Unione Svizzera dei Contadini Art der Flächenumwandlung 1979/ /97 Landwirtschaftliche Nutzfläche wurde zu: Quelle: BFS Arealstatistik

20 © SBV/USP 20Seite Schweizerischer Bauernverband Union Suisse des Paysans Unione Svizzera dei Contadini Quelle: BFS

21 © SBV/USP 21Seite Schweizerischer Bauernverband Union Suisse des Paysans Unione Svizzera dei Contadini Quelle: BFS

22 © SBV/USP 22Seite Schweizerischer Bauernverband Union Suisse des Paysans Unione Svizzera dei Contadini Quelle: BFS

23 © SBV/USP 23Seite Schweizerischer Bauernverband Union Suisse des Paysans Unione Svizzera dei Contadini Die Landwirtschaft ist bodengebunden, nicht wie die Industrie, je nach Ort gibt es verschiedene Produktionsbedingungen. Der Output hängt direkt vom Boden ab, er kann durch anderen Inputs vergrössert werden, jedoch nicht unendlich. Die Schweiz ist topografisch ein schwieriges Land, aufgrund der Strukturen ist eine grossflächige Landwirtschaft kaum möglich. Im Mittelland gibt es ein Problem der Zersiedelung von günstigen landwirtschaftlichen Nutzflächen.

24 24Seite Schweizerischer Bauernverband Union Suisse des Paysans Unione Svizzera dei Contadini © SBV/USP Weniger produktive und unproduktive Gebiete Quelle: BFS

25 © SBV/USP 25Seite Schweizerischer Bauernverband Union Suisse des Paysans Unione Svizzera dei Contadini Dezentrale Besiedlung Die Landwirtschaft soll einen Beitrag zur Dezentralen Besiedlung leisten. Durch die Landwirtschaft entsteht eine Wertschöpfung, vor allem in ländlichen Regionen. Nicht nur die Bauern selbst erbringen dort eine Wertschöpfung, sondern auch ganz besonders die der Landwirtschaft vor- und nachgelagerten Betriebe, welche häufig ohne Landwirtschaft in den Randregionen nicht existieren könnten. Auch der Tourismus profitiert von der dezentralen Besiedlung, in dem in ländlichen Regionen eine gepflegte Kulturlandschaft vorhanden ist.

26 © SBV/USP 26Seite Schweizerischer Bauernverband Union Suisse des Paysans Unione Svizzera dei Contadini Studie Erfüllung des Verfassungsauftrages durch die Landwirtschaft unter besonderer Berücksichtigung ihres Beitrags zur Dezentralen Besiedlung, IAW ETH 2004 Die Landwirtschaft leistet in 360 Schweizer Gemeinden einen wesentlichen Beitrag zur Besiedelung. Dies zeigt eine Studie der ETH Zürich. Die Studie zeigt auch, dass die Landwirtschaft gerade in denjenigen Gemeinden einen positiven Einfluss auf die Besiedelung hat, welche als gefährdet beurteilt werden. Demnach würde die Zielsetzung der dezentralen Besiedelung ohne den positiven Beitrag der Landwirtschaft wesentlich stärker verfehlt. Die vom Institut für Agrarwirtschaft (IAW) der ETH Zürich durchgeführte Studie zeigt, dass die Landwirtschaft insgesamt in 12,4% aller Schweizer Gemeinden einen wesentlichen Beitrag zur dezentralen Besiedelung leistet. Bei den rund 230 gefährdeten Gemeinden ist sogar bei 50 Prozent ein wesentlicher Beitrag der Landwirtschaft zur Besiedelung feststellbar. Folglich leistet die Landwirtschaft gerade in gefährdeten Gemeinden einen entscheidenden Beitrag zur Abschwächung der Abwanderungsproblematik. Es handelt sich dabei insbesondere um Gemeinden im Gotthardgebiet, im Jura und in Graubünden. Beitrag der Landwirtschaft zur dezentralen Besiedlung

27 © SBV/USP 27Seite Schweizerischer Bauernverband Union Suisse des Paysans Unione Svizzera dei Contadini Erfüllung der Aufgaben Dezentrale Besiedelung ist gefährdet Quelle: Studie ETH

28 © SBV/USP 28Seite Schweizerischer Bauernverband Union Suisse des Paysans Unione Svizzera dei Contadini Bodenbewirtschaftende bäuerliche Betriebe Das Ziel der Agrarpolitik ist es auch eine bäuerliche Landwirtschaft zu erhalten, das heisst Familienbetriebe, der Wunsch ist nicht grosse industrielle Unternehmen zu haben, welche riesige Flächen bewirtschaften.

29 © SBV/USP 29Seite Schweizerischer Bauernverband Union Suisse des Paysans Unione Svizzera dei Contadini Ökologie In der Schweizer Landwirtschaft ist der Aspekt der Ökologie in den letzten Jahren immer wichtiger geworden. Es wird viel Wert auf Ressourcenschonung und Erhalt der Biodiversität gelegt. In der Schweiz soll eine nachhaltige Landwirtschaft betrieben werden. Jeder Betrieb der am ÖLN teilnimmt, muss min. 7% seiner LN als ökologische Ausgleichsfläche bewirtschaften. Die Biolandwirtschaft wird ebenfalls gefördert. Die Öko-, Etho-, Öko-Qualitäts-, Sömmerungs- und Gewässerschutzbeiträge geben einen Anreiz für freiwillige Leistungen, die über den ÖLN hinausgehen. Mit diesen verfolgt der Bund weitere ökologische Ziele.

30 © SBV/USP 30Seite Schweizerischer Bauernverband Union Suisse des Paysans Unione Svizzera dei Contadini Entwicklung Biolandbau Quelle: Statistik SBV, Eidg.Betriebszählung

31 © SBV/USP 31Seite Schweizerischer Bauernverband Union Suisse des Paysans Unione Svizzera dei Contadini Entwicklung ökologischer Leistungsnachweis (ohne Bio) Quelle: SBV Statistik, BLW, BFS

32 © SBV/USP 32Seite Schweizerischer Bauernverband Union Suisse des Paysans Unione Svizzera dei Contadini Entwicklung Bewirtschaftungsmethoden Quelle: SBV Statistik, BLW

33 © SBV/USP 33Seite Schweizerischer Bauernverband Union Suisse des Paysans Unione Svizzera dei Contadini Verfügbarer Dünger in der Landwirtschaft Quelle: SBV Statistik

34 © SBV/USP 34Seite Schweizerischer Bauernverband Union Suisse des Paysans Unione Svizzera dei Contadini Mineraldüngerverbrauch Quelle: SBV Statistik

35 © SBV/USP 35Seite Schweizerischer Bauernverband Union Suisse des Paysans Unione Svizzera dei Contadini Absatz von Pflanzenschutzmittel Quelle: SBV Statistik, SGCI

36 © SBV/USP 36Seite Schweizerischer Bauernverband Union Suisse des Paysans Unione Svizzera dei Contadini Anteil der Landwirtschaft an der Produktion von CO 2 -Äquivalenten Quelle: SBV Statistik, BAFU

37 © SBV/USP 37Seite Schweizerischer Bauernverband Union Suisse des Paysans Unione Svizzera dei Contadini Entwicklung von Methan- und Lachgasemissionen aus der Landwirtschaft in ausgewählten Ländern Quelle: BLW Agrarbericht 2007

38 © SBV/USP 38Seite Schweizerischer Bauernverband Union Suisse des Paysans Unione Svizzera dei Contadini Feinstaub Feinstaub besteht aus Partikeln mit einem Durchmesser von weniger als 10 Tausendstelmillimetern. Diese Partikel gelangen einerseits direkt als primäre Partikel in die Atmosphäre z.B. bei der unvollständigen Verbrennung von Brenn- und Treibstoffen. Es gibt aber auch sekundäre Partikel, welche sich erst in der Luft aus gasförmigen Stoffen wie z.B. Ammoniak bilden. Feinstaub stammt aus einer Vielzahl von Quellen und setzt sich aus vielen verschiedenen chemischen Verbindungen zusammen. Nicht alle dieser chemischen Verbindungen sind gleich schädlich. Deshalb ist es relativ schwierig genaue Zahlen über die Emissionen, also die Produktion oder den Ausstoss von Feinstaub und die Schädlichkeit dieser Emissionen zu berechnen. Die Immissionen, also der Eintrag von Feinstaub ist hingegen leichter mess- und quantifizierbar. Feinstaubpartikel sind gesundheitsschädlich, da sie aufgrund der geringen Grösse tief in die Atemwege eindringen und sich dort festsetzen und Atemwegsentzündungen auslösen können Quelle: BAFU

39 © SBV/USP 39Seite Schweizerischer Bauernverband Union Suisse des Paysans Unione Svizzera dei Contadini Entwicklung der Feinstaubbelastung von Quelle: BAFU

40 © SBV/USP 40Seite Schweizerischer Bauernverband Union Suisse des Paysans Unione Svizzera dei Contadini Quellen und Emissionen von Feinstaub, 2000 Quelle: BAFU Die Werte für das Baugewerbe beträgt neu 2000t, der Wert für die Maschinen und Geräte der Landwirtschaft noch 2500.Die Emissionen der Feuerungen der Haushalte werden überarbeitet sie stossen wahrscheinlich ein Mehrfaches dieses alten Wertes von 900t aus. Die Anteile der Emissionen werden sich damit verschieben.

41 © SBV/USP 41Seite Schweizerischer Bauernverband Union Suisse des Paysans Unione Svizzera dei Contadini Dieselruss Ausstoss: Anteile der einzelnen Emissionsquellen (2000) Quelle: BAFU

42 © SBV/USP 42Seite Schweizerischer Bauernverband Union Suisse des Paysans Unione Svizzera dei Contadini Entwicklung Dieselrussaustoss durch die Landwirtschaft Quelle: BAFU

43 © SBV/USP 43Seite Schweizerischer Bauernverband Union Suisse des Paysans Unione Svizzera dei Contadini Ammoniak Ammoniak verursacht bedeutende Stickstoffeinträge in empfindliche Ökosysteme. Langfristig verursacht dies eine beschleunigte Bodenversauerung und teilweise Verschiebung der Artenzusammensetzung verursachte die Landwirtschaft 93 % der Ammoniakemissionen. Bei den Immissionen ist kein Trend zur Abnahme sichtbar. Besonders in Gebieten mit viel Tierhaltung sind die Werte besonders hoch. Hohe Ammoniak Emissionen entstehen: falls bei Stallhaltung der Luftaustausch über verschmutzte Flächen hoch ist, falls Kot und Harn nicht schnell in gedeckte Güllelager abgeführt werden, falls die Gülle in offenen Behältern gelagert wird und falls die Gülle nicht bodennah und zu geeigneten Zeitpunkten ausgebracht wird. Die Emissionen sind aber auch proportional zu den Tierzahlen. Ammoniak ist auch an der Bildung von Feinstaub beteiligt, es bildet mit Säuren Aerosole, welche über weite Strecken transportiert werden können. Quelle: BAFU

44 © SBV/USP 44Seite Schweizerischer Bauernverband Union Suisse des Paysans Unione Svizzera dei Contadini Tiere In der Schweiz gibt es strenge Vorschriften zur Haltung von Tieren, diese sind im Tierschutzgesetz festgehalten. Es gibt Vorschriften über die maximale Anzahl Tiere, welche auf einem Betrieb gehalten werden dürfen. Ebenso gibt es Mindestflächen, welche pro Tier zur Verfügung stehen müssen. Viele Labels beinhalten Vorschriften, welche über das Tierschutzgesetz hinausgehen. Der Medikamenteinsatz ist geregelt, Hormoneinsatz bei Tieren ist nicht gestattet. Käfighaltung für Hühner ist verboten Bei Tierseuchen hat die Schweiz strenge Vorschriften, so wurde z.B. BSE sofort systematisch bekämpft, was zu raschem Erfolg führte.

45 © SBV/USP 45Seite Schweizerischer Bauernverband Union Suisse des Paysans Unione Svizzera dei Contadini RAUS/ BTS RAUS: Regelmässiger Auslauf von Nutztieren im Freien BTS: Besonders tierfreundliche Stallhaltungssysteme Geregelt in RAUS-Verordnung und BTS-Verordnung Mit den beiden Tierhaltungsprogrammen BTS und RAUS soll die besonders tierfreundliche Haltung landwirtschaftlicher Nutztiere gefördert werden. Im BTS- Programm werden vor allem qualitative Anforderungen an den Liegebereich gestellt. Das RAUS-Programm enthält hauptsächlich Bestimmungen zum Auslauf auf der Weide bzw. im Laufhof oder im Aussenklimabereich beim Geflügel. Die Teilnahme an einem solchen Programm ist freiwillig.

46 © SBV/USP 46Seite Schweizerischer Bauernverband Union Suisse des Paysans Unione Svizzera dei Contadini Quelle: Flury, Ch., Bericht Agrarökologie und Tierwohl,

47 © SBV/USP 47Seite Schweizerischer Bauernverband Union Suisse des Paysans Unione Svizzera dei Contadini Beteiligung an RAUS/BTS Quelle: SBV Statistik, BLW

48 © SBV/USP 48Seite Schweizerischer Bauernverband Union Suisse des Paysans Unione Svizzera dei Contadini Entwicklung Anzahl Mutterkühe Quelle: SBV Statistik, BLW

49 © SBV/USP 49Seite Schweizerischer Bauernverband Union Suisse des Paysans Unione Svizzera dei Contadini Pflanzen Auch beim Pflanzenbau gibt es Vorschriften: In der Schweiz sind die Bauern verpflichtet eine Fruchtfolge zu machen, dies aus phytosanitären Gründen. Dadurch wird aber auch Monotonie in der Landschaft durch Monokulturen verhindert. Jeder Bauer der Direktzahlung bekommt, muss auch ökologische Ausgleichsflächen haben. Ebenfalls muss eine Düngerbilanz geführt werden. Die Herstellung von Biotreibstoffen in der Landwirtschaft nimmt ständig zu. Die Bodenerosion soll durch die Vorschriften über die Bodenbedeckung eingeschränkt werden.

50 © SBV/USP 50Seite Schweizerischer Bauernverband Union Suisse des Paysans Unione Svizzera dei Contadini Direktsaatfläche in der Schweiz Quelle: SBV Statistik, Swiss No-Till

51 © SBV/USP 51Seite Schweizerischer Bauernverband Union Suisse des Paysans Unione Svizzera dei Contadini GVO-freie Landwirtschaft Die Schweizer Landwirtschaft ist GVO frei. Es dürfen weder gentechnisch veränderte Pflanzen angebaut, noch gentechnisch veränderte Tiere gehalten werden. Produkte aus gentechnisch veränderten Organismen (GVO) müssen gemäss Gentechnikgesetz deklariert werden, der Import von GVO ist bewilligungspflichtig. Zugelassen sind in der Schweiz eine GV-Soja- und drei GV-Maissorten. Allerdings verzichten fast alle Händler freiwillig auf GVO; der Umfang des Imports ist minimal. Nicht deklarationspflichtig sind Fleisch, Eier und Milchprodukte von Tieren, die mit GVO gefüttert wurden.

52 © SBV/USP 52Seite Schweizerischer Bauernverband Union Suisse des Paysans Unione Svizzera dei Contadini Weitere Leistungen Der Tourismus in der Schweiz, profitiert stark von der Landschaft, aber auch von Landwirtschaftlicher Kultur und Bräuchen. Diese dienen auch vielen Schweizern zur Identifikation mit der Schweiz Es gibt Bestrebungen, die landwirtschaftlich Biodiversität in der Schweiz zu erhalten, diesem Ziel widmet sich insbesondere die Stiftung Pro Specia Rara, welche versucht einheimischer Rassen und Sorten zu fördern. In der Schweiz werden viele regionale Spezialitäten produziert, was ohne Landwirtschaft gar nicht möglich wäre.

53 © SBV/USP 53Seite Schweizerischer Bauernverband Union Suisse des Paysans Unione Svizzera dei Contadini AOC und IGP Produkte der Schweiz Quelle: Schweizerische Vereinigung zur Förderung der AOC und IGP

54 © SBV/USP 54Seite Schweizerischer Bauernverband Union Suisse des Paysans Unione Svizzera dei Contadini Mögliche Probleme mit Produkten aus dem Ausland Ausbeutung Arbeitskräfte Umweltzerstörung in Produktionsgebieten Überschussproduktion in Industrieländer Schwächung regionale Produktionskreisläufe Zusätzlich zunehmende Öffnung Märkte Tiefe Transportkosten Ökologischer Footprint: Produkte aus der Schweiz meist bessere Bilanz als Produkte aus dem Ausland Die Wassernutzung wird in Zukunft immer wichtiger, Schweiz ist ein wasserreiches Land, guter Produktionsstandort. Quelle: SBV Situationsbericht 2006

55 © SBV/USP 55Seite Schweizerischer Bauernverband Union Suisse des Paysans Unione Svizzera dei Contadini CH Produkte In der Schweiz gibt es kaum mehr konventionelle Landwirtschaft, 97% der Fläche wird nach den Vorgaben des ökologischen Leistungsnachweises bewirtschaftet. Dies ist weitaus ökologischer als in den anderen Ländern. Produktionsmechanismen und Ansprüche sind für Produkte aus der Schweiz bekannt. Es gibt viele Labels, welche noch strengere Anforderungen stellen. Die Herkunft ist bekannt. Es ist ökologisch meist sinnvoller ein Produkt aus der Schweiz zu kaufen. Quelle: SBV Situationsbericht 2006


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