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Seite 126.04.2014 Boden in Gefahr ? Lehrgang Erfolgreiche Bodenpolitik in der Gemeinde Krummnußbaum, 13. April 2011.

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1 Seite Boden in Gefahr ? Lehrgang Erfolgreiche Bodenpolitik in der Gemeinde Krummnußbaum, 13. April 2011

2 Seite 2 DI Nora Mitterböck13. April 2011 Bodengefährdungen EK definierte 8 Bodengefährdungen bis jetzt passiert Bodenschutz irgendwie: auf Initiativen besonders engagierter Einzelpersonen oder Institutionen Zuständigkeit liegt trotz umfassender Konsequenzen für Sozioökonomie und Umwelt bei den Mitgliedstaaten seit 2002 gibt es aufgrund der Mitteilung der Kommission Hin zu einer spezifischen Bodenschutzstrategie ausführliche Diskussionen >>

3 Seite 3 DI Nora Mitterböck13. April 2011 Bodengefährdungen Bodengefahren in der EU Erosion Verlust organischer Substanz lokale and diffuse Kontamination Versiegelung Verdichtung Verlust an biologischer Vielfalt Versalzung Erdrutsche >>

4 Seite 4 DI Nora Mitterböck13. April 2011 Bodengefährdungen

5 Seite 5 DI Nora Mitterböck13. April 2011 Bodengefährdungen Erosion Verlust von Boden durch abtragende Medien (Wasser, Wind, Bodenbearbeitung) Prozess gliedert sich in 3 Phasen: Bodenteilchen werden herausgelöst, transportiert und abgelagert Natürlicher Prozess, Naturlandschaft jedoch mit Bewuchs geschützt – nicht die Kulturlandschaft Erhöhung der Erosion durch gestiegene Mechanisierung, Rückgang des Grünlandanteils >>

6 Seite 6 DI Nora Mitterböck13. April 2011 Bodengefährdungen Erosion Erosion durch Wasser ca. 115 Mio. ha bzw. 12% der gesamten Fläche Europas; Erosion durch Windeinwirkung ca. 42 Mio. ha Für tatsächliches Ausmaß der Erosion in Ö keine Zahlen 13 % der landwirtschaftlich genutzten Fläche Österreichs durch Wassererosion gefährdet. Ebenen und Hügelgebiete im SO und NO Österreichs, Alpenvorland, Klagenfurter Becken >>

7 Seite 7 DI Nora Mitterböck13. April 2011 Bodengefährdungen Erosion Erhöhte Erosion führt zu Qualitätsverlust der Böden und Schäden in den Ablagerungsgebieten Erosionsmindernde Maßnahmen müssen gesetzt werden: Kulturart bzw. Bewirtschaftungsweise wechseln, Begrünungsmaßnahmen, Windschutzgürtel Im ÖPUL Förderung der Landwirtschaft für Erosionsschutzmaßnahmen >>

8 Seite 8 DI Nora Mitterböck13. April 2011 Bodengefährdungen Bodengefahren in der EU Erosion Verlust organischer Substanz lokale and diffuse Kontamination Versiegelung Verdichtung Verlust an biologischer Vielfalt Versalzung Erdrutsche >>

9 Seite 9 DI Nora Mitterböck13. April 2011 Bodengefährdungen Regewürmer Foto bildarchiv-boden.de Humoser Ackerboden Foto AGES

10 Seite 10 DI Nora Mitterböck13. April 2011 Bodengefährdungen Verlust organischer Substanz organische Bodensubstanz (OS) setzt sich zusammen aus lebender (Biomasse) und toter (Humus) Substanz Verlust organischer Substanz durch Entzug von Biomasse und die Form der Bodenbearbeitung unterschiedliche Faktoren verantwortlich für die Abnahme der OS: viele davon menschliche Aktivitäten (zB. Änderung der Bewirtschaftung bzw. Düngung, Rückgang des Grünlandanteils) >>

11 Seite 11 DI Nora Mitterböck13. April 2011 Bodengefährdungen Verlust organischer Substanz 25 % der untersuchten Ackerböden Österreichs haben einen Humusgehalt von weniger als 2 % Organische Bodensubstanz ist bedeutsam für alle Bodenprozesse hoher Gehalt an OS nicht nur wichtig für stabile Pflanzenproduktion, sondern auch für gute Bodenbedingungen wie Bodenstruktur, pH-Wert Wasserkapazität, Anzahl der Bodenmikroorganismen >>

12 Seite 12 DI Nora Mitterböck13. April 2011 Bodengefährdungen Verlust organischer Substanz Abnehmende Humusgehalte gefährden die Bodenfunktionen der betroffenen Äcker und führen durch Freisetzung von CO 2 zu einem Anstieg der Treibhausgaskonzentration Humusgehalt stabilisieren bzw. wieder aufbauen durch vermehrt konservierende Bodenbearbeitung, organische Bodenhilfsstoffe und Begrünungsmaßnahmen, Belassen von Ernterückständen am Feld >>

13 Seite 13 DI Nora Mitterböck13. April 2011 Bodengefährdungen Bodengefahren in der EU Erosion Verlust organischer Substanz lokale and diffuse Kontamination Versiegelung Verdichtung Verlust an biologischer Vielfalt Versalzung Erdrutsche >>

14 Seite 14 DI Nora Mitterböck13. April 2011 Bodengefährdungen lokale and diffuse Kontamination Bei Bodenbelastungen durch Schadstoffe wird zwischen räumlich abgegrenzten und verstreuten Einträgen unterschieden Im Wesentlichen handelt es sich um Stoffe, die für den Menschen bzw. die Bodentiere gefährlich sind; es gibt aber auch Schadstoffe, die den Boden selbst beeinträchtigen üblicherweise menschliche Aktivitäten (zB. Industrialisierung,Düngung, Unfälle) >>

15 Seite 15 DI Nora Mitterböck13. April 2011 Bodengefährdungen lokale and diffuse Kontamination Sowohl anorganische (zB. Schwermetalle) als auch organische Schadstoffe (zB. POPs) relevant Verunreinigung mit organischen Schadstoffen trifft v.a. Ballungsräume und Nahbereiche von Industrieanlagen; aber auch Nachweis in emittentenfernen Gebieten (in extensiv genutzten Grünlandböden und in den organischen Auflagen der Waldböden); In Österreich ca Verdachtsflächen >>

16 Seite 16 DI Nora Mitterböck13. April 2011 Bodengefährdungen lokale and diffuse Kontamination Eintrag der anorganischen Schadstoffe (zB. Blei und Cadmium) hat sich seit den frühen 1990er Jahren aufgrund von Anwendungsverboten und Grenzwerten bei industriellen Verbrennungsprozessen verringert Aufgrund der Höhenlage und der Filterwirkung des Waldes sind besonders Waldböden und Böden in den Alpen durch diffuse Schadstoffeinträge betroffen >>

17 Seite 17 DI Nora Mitterböck13. April 2011 Bodengefährdungen lokale and diffuse Kontamination Übermäßiger Eintrag von Schad- und Nährstoffen kann zu einer Überschreitung seiner Speicherkapazität und zum Verlust der Filterfunktion führen; die gelösten Stoffe können dann durch Pflanzen aufgenommen, oder ins Grundwasser ausgewaschen werden Aktionen an der Quelle um Bodenkontamination zu verhindern: Vorschriften für potentiell bodengefährdende Tätigkeiten >>

18 Seite 18 DI Nora Mitterböck13. April 2011 Bodengefährdungen Bodengefahren in der EU Erosion Verlust organischer Substanz lokale and diffuse Kontamination Versiegelung Verdichtung Verlust an biologischer Vielfalt Versalzung Erdrutsche >>

19 Seite 19 DI Nora Mitterböck13. April 2011 Bodengefährdungen Fotos Umweltbundesamt Foto bildarchiv-boden.de

20 Seite 20 DI Nora Mitterböck13. April 2011 Bodengefährdungen Versiegelung Versiegelung ist die dauerhafte Abdeckung der Bodenoberfläche mit einer wasserundurchlässigen Schicht 2005–2006 nahmen die Bau- und Verkehrsflächen um 11,5 ha/Tag zu, die Boden- Neuversiegelung betrug rund 5 ha/Tag; dabei sind oft hochwertige landwirtschaftliche Böden betroffen >>

21 Seite 21 DI Nora Mitterböck13. April 2011 Bodengefährdungen Versiegelung Versiegelung verursacht eine Abnahme der Filter- und Speicherkapazität der Böden, führt zu verminderter Grundwasserneubildung, beschleunigtem Oberflächenabfluss und zu erhöhtem Hochwasserrisiko Auswirkungen auf das Lokalklima, das Regionalklima und den Klimawandel >>

22 Seite 22 DI Nora Mitterböck13. April 2011 Bodengefährdungen Versiegelung aktuelle Rate der Versiegelung von 5 ha/Tag liegt noch deutlich über dem Ziel von 1 ha/Tag für 2010 Um dieses Ziel zu erreichen ist die vermehrte Nutzung von Brachflächen unbedingt nötig Aber auch entsprechende Maßnahmen in der forstliche Raumplanung, Landwirtschaft, Infrastruktur- und Standortsplanung, Flussbau einschließlich Wildbach- und Lawinenverbauung >>

23 Seite 23 DI Nora Mitterböck13. April 2011 Bodengefährdungen Bodengefahren in der EU Erosion Verlust organischer Substanz lokale and diffuse Kontamination Versiegelung Verdichtung Verlust an biologischer Vielfalt Versalzung Erdrutsche >>

24 Seite 24 DI Nora Mitterböck13. April 2011 Bodengefährdungen

25 Seite 25 DI Nora Mitterböck13. April 2011 Bodengefährdungen Verdichtung Verschlechterung der Bodenqualität durch erhöhte Bodendichte und verminderte Bodenporosität Verdichtung ist die Folge ungeeigneter Bodenbewirtschaftungspraktiken und unangemessenen Einsatzes schwerer Maschinen Zu hohe Viehdichten auf den Weiden in bzw. Waldweide, aber auch Fußgänger und Skifahrer können Verursacher von Verdichtungen sein >>

26 Seite 26 DI Nora Mitterböck13. April 2011 Bodengefährdungen Verdichtung Wasserleitfähigkeit nimmt ab und der gesamte Wassertransport wird gestört: Die Infiltration von Niederschlagswasser durch den Boden ins Grundwasser wird erschwert Geringe Verfügbarkeit an Nährstoffen, geringe Aktivität der Mikro- und Makroorganismen Böden sind unterschiedlich empfindlich gegen Verdichtung: sehr wesentlich sind Bodenfeuchte, Bodenart, Lagerungsdichte und Bodengefüge >>

27 Seite 27 DI Nora Mitterböck13. April 2011 Bodengefährdungen Verdichtung Es gibt in der Natur keinen unverdichteten Boden (Verdichtung durch Eigengewicht und Schwerkraft); daher Begriff der Schadverdichtung der Böden keine genauen Daten zur Schadverdichtung österreichischer Böden vorhanden wichtig Beratungstätigkeit über den richtigen Bearbeitungszeitpunkt bzw. die Bewirtschaftungsweise >>

28 Seite 28 DI Nora Mitterböck13. April 2011 Bodengefährdungen Bodengefahren in der EU Erosion Verlust organischer Substanz lokale and diffuse Kontamination Versiegelung Verdichtung Verlust an biologischer Vielfalt Versalzung Erdrutsche >>

29 Seite 29 DI Nora Mitterböck13. April 2011 Bodengefährdungen Foto Umweltbundesamt Gröger

30 Seite 30 DI Nora Mitterböck13. April 2011 Bodengefährdungen Verlust an biologischer Vielfalt Veränderungen der Böden kann zum Verlust spezifischer Bodenarten führen Vereinheitlichung der Bodenarten führt zum Verlust der Biodiversität von Fauna und Flora derzeit noch nicht viel Wissen über die Zusammenhänge vorhanden daher noch mehr Forschung unbedingt nötig >>

31 Seite 31 DI Nora Mitterböck13. April 2011 Bodengefährdungen Bodengefahren in der EU Erosion Verlust organischer Substanz lokale and diffuse Kontamination Versiegelung Verdichtung Verlust an biologischer Vielfalt Versalzung Erdrutsche >>

32 Seite 32 DI Nora Mitterböck13. April 2011 Bodengefährdungen Foto Bildarchiv-Boden.de Salzboden im Seewinkel Foto Korner

33 Seite 33 DI Nora Mitterböck13. April 2011 Bodengefährdungen Versalzung Versalzung bedeutet Anreicherung von löslichen Salzen in Böden Salzzufuhr durch die Niederschläge, die nur unter ariden Klimaverhältnissen zu einer Salzanreicherung führt (= Tagwasserversalzung) Zufuhr aus dem Grundwasser, die auch an Meeresküsten des humiden Klimas zu beobachten ist (= Grundwasserversalzung) Düngung, Bewässerung oder Streusalzeinsatz >>

34 Seite 34 DI Nora Mitterböck13. April 2011 Bodengefährdungen Versalzung Versalzung kann zu Veränderung des pH-Werts führen In salzhaltigen Böden sind die Wasserbindungskräfte erhöht und die Wassernachlieferungsraten verringert; die Bodenstruktur wird labiler Versalzung hat Auswirkung auf die Flora und Fauna Bewässerung oder Wasserhaushalt verändern >>

35 Seite 35 DI Nora Mitterböck13. April 2011 Bodengefährdungen Bodengefahren in der EU Erosion Verlust organischer Substanz lokale and diffuse Kontamination Versiegelung Verdichtung Verlust an biologischer Vielfalt Versalzung Erdrutsche >>

36 Seite 36 DI Nora Mitterböck13. April 2011 Bodengefährdungen Erdrutsche Verlust von Boden durch eine mäßige bis schnelle Abwärtsbewegung von Erd- und Gesteinsmassen über dem Grundgestein heftige Niederschläge und Eindringen von Wasser zwischen vorher gebundene Bodenschichten; durch die Schwerkraft und die Verminderung der Haftreibung zwischen den Bodenschichten rutscht der Hang (bei ausreichend großer Hangneigung) ab >>

37 Seite 37 DI Nora Mitterböck13. April 2011 Bodengefährdungen Erdrutsche Risiko ist abhängig von der Wasserdurchlässigkeit und Wasseraufnahmefähigkeit der Bodenschichten, dem Gefälle des Geländes, dem Vorhandensein oder Fehlen einer schützenden Vegetation, dem Vorhandensein rutschiger Grenzflächen wichtig Veränderung der Bewirtschaftung >>

38 Seite 38 DI Nora Mitterböck13. April 2011 Handlungsfelder im Bodenschutz Bodenschutz hat viele Gesichter verschiedene Fachrichtungen zB. landwirtschaftlicher Bodenschutz forstwirtschaftlicher Bodenschutz Altlastenmanagement kommunaler Bodenschutz verschiedene Verwaltungsebenen verschiedene Interessierte zB. Wissenschaft, Normung >>

39 Seite 39 DI Nora Mitterböck13. April 2011 Handlungsfelder im Bodenschutz Bodenschutz hat viele Gremien land/forstwirtschaftlicher Bodenschutz Fachbeirat für Bodenfruchtbarkeit Landwirtschaftskammern Altlastenmanagement Altlastenkommission kommunaler Bodenschutz ELSA - Bodenbündnis ENSA >>

40 Seite 40 DI Nora Mitterböck13. April 2011 Handlungsfelder im Bodenschutz Bodenschutz hat viele ….. Verwaltungsebenen EU Bund Bundesländer Interessierte ÖBG, ALVA, b 4 ÖNORM ÖWAV >>

41 Seite 41 DI Nora Mitterböck13. April 2011 Bodenschutz & Klimaschutz

42 Seite 42 DI Nora Mitterböck13. April 2011 Bodenschutz & Klimaschutz Klimawandelfolgen Land/Forstwirtschaft möglicherweise am stärksten vom Klimawandel betroffene Sektoren Veränderungen der CO 2 -Konzentration, der Temperatur und der Niederschläge sowie die steigende Häufigkeit extremer Witterungen beeinflussen die Pflanzenproduktion Auswirkungen regional sehr unterschiedlich; jedoch die negativen Effekte dürften überwiegen mehr Erträge durch längere Vegetationsperiode >>

43 Seite 43 DI Nora Mitterböck13. April 2011 Bodenschutz & Klimaschutz Bodenschutz für Klimaschutz Erhöhung der OS mit anderer Bewirtschaftung Auch die Kommunen durch Klimawandel betroffenen Auswirkungen auch regional unterschiedlich Veränderungen der Temperatur und der Niederschläge sowie die steigende Häufigkeit extremer Witterungen erhöhen Hochwasserrisiko ev. Veränderung der Infrastruktur nötig (zB. Versiegelung verringern, Retensionsbecken) >>

44 Seite 44 DI Nora Mitterböck13. April 2011 Rechtliche Grundlagen Bodenrechte in Österreich Bodenschutzgesetze einzelner Bundesländer zielen nur auf die Erhaltung und Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit ab; Tendenz zu allgemeinem Bodenschutz Bodenschutzgesetze und Klärschlamm-VO regeln Ausbringung von Klärschlamm in Landwirtschaft Forstgesetz regelt die Erhaltung des Waldbodens und seiner Produktionskraft >>

45 Seite 45 DI Nora Mitterböck13. April 2011 Rechtliche Grundlagen Bodenrechte in Österreich Bundes-Abfallwirtschaftsplan des BMLFUW legt für den Einsatz von Bodenaushub und aus Abfall erzeugten Erden Schadstoffgrenzwerte fest Düngemittelverordnung limitiert die Jahresausbringung von Schadstoffen mit mineralischen Düngemitteln Immissionsschutzgesetz-Luft begrenzt den Eintrag von Blei, Cadmium und Staub >>

46 Seite 46 DI Nora Mitterböck13. April 2011 Bodenschutz in der EU Bodenschutzstrategie EU Österreich war in dem aufwändigen Prozess in allen Gremien (Advisory Forum und 5 TWG) vertreten Österreich hatte zwei Vorsitze bei den TWGs: Contamination: DI Sigbert Huber (UBA), gemeinsam mit den Niederlanden und EEA Research: Prof. Dr. Winfried Blum (BOKU) Mitte 2004 wurden die Berichte fertig gestellt (http://forum.europa.eu.int/Public/irc/env/soil/library) >>

47 Seite 47 DI Nora Mitterböck13. April 2011 Bodenschutz in der EU Ansatz der EK Die thematische Bodenschutzstrategie hat drei Elemente: einen Gesetzesvorschlag zum Bodenschutz (Bodenrahmenrichtlinie) eine Mitteilung, in der die grundlegenden Prinzipien der gemeinsamen Bodenschutzpolitik dargestellt werden (inkl. Begründung und Erläuterungen zum Richtlinienvorschlag) und eine Folgenabschätzung im Bereich Umwelt, Ökonomie und Soziales >>

48 Seite 48 DI Nora Mitterböck13. April 2011 Bodenschutz in der EU Ausarbeitung Bodenrahmenrichtlinie Die Bodenrahmenrichtlinie soll schlank und sehr subsidiär aufgebaut sein alle Hauptrisiken beinhalten für alle Böden gelten keine Rechtsvorschriften zur Etablierung eines Bodenmonitoringsystems enthalten Vorlage des Vorschlags der BRRL der EK im September 2006 >>

49 Seite 49 DI Nora Mitterböck13. April 2011 Bodenschutz in der EU Akzeptanz der Bodenrahmenrichtlinie Mitte 2005 Online-Fragebogen der EK Abfrage der Akzeptanz einer verbindlichen Bodenschutzpolitik Vorschläge spezifischer Maßnahmen, die als Bestandteil in die thematischen Strategie einfließen sollen Ergebnisse im Internet veröffentlicht (http://europa.eu.int/comm/environment/soil/index.htm >>

50 Seite 50 DI Nora Mitterböck13. April 2011 Bodenschutz in der EU Ziele der Bodenrahmenrichtlinie Etablierung gemeinsamer Prinzipien Vermeidung von Bodenbelastungen Schutz der Bodenfunktionen unter Berücksichtigung lokaler Gegebenheiten Sicherung nachhaltiger Bodennutzung Integration in andere Politikbereiche >>

51 Seite 51 DI Nora Mitterböck13. April 2011 Bodenschutz in der EU Inhalt der Bodenrahmenrichtlinie EK Ausscheidung von Risikogebieten für Erosion, Verlust organischer Substanz, Verdichtung, Versalzung und Erdrutsche: Mitgliedstaaten müssen die Risikogebiete und etwaige Maßnahmen fixieren und über deren Erreichung bzw. Wirksamkeit an die EK berichten Kriterien für die Ausscheidung von Risikogebieten und die Aufzählung von Maßnahmenvorschlägen in einem Anhang der Rahmenrichtlinie >>

52 Seite 52 DI Nora Mitterböck13. April 2011 Bodenschutz in der EU Inhalt der Bodenrahmenrichtlinie EK Bewertung der Risikogebiete: Festzulegenden Ziele können qualitative oder quantitative sein, müssen aber auf die Ziele der Rahmenlichtlinie abgestimmt sein Überprüfung der erzielten Effekte muss anhand von gemeinsamen Kriterien erfolgen (zB. verpflichtende Validierung von Modellen) Mitgliedstaaten sollen bestehende Monitoringsysteme nutzen, ev. ausbauen bzw. neue schaffen >>

53 Seite 53 DI Nora Mitterböck13. April 2011 Bodenschutz in der EU Inhalt der Bodenrahmenrichtlinie EK Nationale bzw. regionale Ansätze für Kontamination und Versiegelung: Anforderungen zu lokaler Kontamination und Altlasten (z.B. Inventur der Altlasten, nationale Sanierungspläne), jedoch keine zu diffuser Kontamination Vorgaben zu Versiegelung am wenigsten konkret Mitgliedstaaten sollen eine vernünftige Nutzung des Bodens gewährleisten (z.B. Begrenzung der Urbanisierung und Forcierung der Wiedernutzung) >>

54 Seite 54 DI Nora Mitterböck13. April 2011 Bodenschutz in der EU Diskussion der vorliegenden Papiere Intensive Diskussion in den EU Ratsarbeitsgruppen unter deutscher, portugiesischer, französischer, tschechischer und spanischer Präsidentschaft Intensive Diskussion im europäischen Parlament Vorlage von mehreren Kompromisstexten Trotzdem lagen die Positionen der Mitgliedstaaten noch immer weit auseinander >>

55 Seite 55 DI Nora Mitterböck13. April 2011 Bodenschutz in der EU Österreichische Position Österreich begrüßt eine Diskussion über Bodenschutz auf europäischer Ebene Österreich spricht sich jedoch gegen eine Rahmenrichtlinie aus – Bodenschutz sollte den einzelnen Mitgliedstaaten überlassen bleiben! Sollte es in weiterer Zukunft eine Richtlinie auf EU – Ebene geben, dann muss diese ein wirklicher Rahmen sein, der den Mitgliedstaaten soviel Flexibilität wie möglich gewährt! >>

56 Seite 56 DI Nora Mitterböck13. April 2011 Bodenschutz in der EU Zielerreichung ist abhängig von: der Bereitschaft der Europäischen Kommission auf die Kritikpunkte der Mitgliedstaaten einzugehen sowie den Konsultationen zwischen der Präsidentschaft und der Europäischen Kommission bzw. den kritischen Mitgliedstaaten der Kompromissfindung mit dem EP!!! >>

57 Seite 57 DI Nora Mitterböck13. April 2011 Bodenschutz in der EU Nächste Schritte und Zielerreichung kurze erfolglose Diskussion unter spanischer Präsidentschaft am Umweltrat im März 2010 EK ist immer noch sehr am Beschluss der BRRL interessiert - Verschneidung mit Klima & Biodiversität derzeit Ausarbeitung eines Fortschrittberichts über die Thematische Strategie zum Bodenschutz >>

58 Seite 58 DI Nora Mitterböck13. April 2011 Weitere Fragen?! DI Nora MITTERBÖCK Tel: 01/51522/1732 Ich stehe Ihnen für Fragen gerne zur Verfügung. >>


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