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Dr. Sigrid Lebitsch-Buchsteiner LL.M. Grundausbildung Gehobener Verwaltungsdienst.

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Präsentation zum Thema: "Dr. Sigrid Lebitsch-Buchsteiner LL.M. Grundausbildung Gehobener Verwaltungsdienst."—  Präsentation transkript:

1 Dr. Sigrid Lebitsch-Buchsteiner LL.M. Grundausbildung Gehobener Verwaltungsdienst

2 Grundlagen Grundprinzipien Kompetenzverteilung

3 Gesetzgebung – Organe, Weg der Gesetzgebung, Aufgaben der Organe Vollziehung – Allgemeines, oberste Organe der Vollziehung, Behördenorganisation

4 Selbstverwaltung - Gemeinderecht Rechtsschutz und Kontrolle – Verantwortlichkeit, Rechtsschutz- und Kontrolleinrichtungen

5 Der Staat Verfassung und Verfassungsrecht Was regelt das Verfassungsrecht? Wann spricht man von Verfassungsrecht?

6 Der Staat Begriffe –Verfassung/-srecht Stufenbau der Rechtsordnung Bundesverfassungsrecht/Landes- Rechtsquellen des Verfassungsrechtes

7 Verfassung, Grundprinzipien, B-VG, BVG, L-VG Einfache Gesetze, BundesG, LandesG Verordnungen Bescheide/ Urteile, Beschlüsse

8 B-VG, BVG… L-VG,…. Relative Verfassungsautonomie der Länder

9 Begriff/Bedeutung/Abgrenzung von Staatszielen Die einzelnen Grundprinzipien

10 Leitideen, aus denen sich die Verfassung zusammensetzt und die einen Staat als Ganzes ausmachen Stehen im Stufenbau an oberster Stelle, innerhalb des Balkens Verfassungsrecht, höherwertiges Verfassungsrecht Können zusätzlich zu den Kriterien des Zustandekommens von Verfassungsrecht nur mit Volksabstimmung abgeändert werden.

11 Wenn ein Grundprinzip in seinem Kern berührt wird – bzw wenn mehrere Grundprinzipien so stark verändert werden, dass man insgesamt von einer Gesamtänderung sprechen muss Beitritt Österreichs zur Europäischen Union per ? schleichende Gesamtänderung

12 Demokratisches Prinzip Republikanisches Prinzip Bundesstaatliches Prinzip Gewaltentrennendes Prinzip Rechtsstaatliches Prinzip

13 Beteiligung des Volkes an der Machtausübung Unmittelbare (Direkte) Demokratie Mittelbare (Indirekte) Demokratie

14 Verfassungsrechtliche Verankerung Art 1 B-VG, programmatische Erklärung Wodurch wird Österreich zur Demokratie?

15 Wahlen Direkt-demokratische Elemente

16 Wahlen auf Grund des B-VG Wer wird gewählt?

17 Wahlen zu den allgemeinen Vertretungskörpern (Nationalrat, Landtag, Gemeinderat/Gemeindevertretungen) Bundespräsident Bürgermeister Mitglieder des Europäischen Parlamentes

18 Die Landtage wählen die Landesregierungen Die Mitglieder des Bundesrates werden durch die einzelnen Landtage gewählt

19 Allgemeines, gleiches, direktes, geheimes, freies, persönliches (Verhältnis)wahlrecht

20 Bringt Einschränkung der Grundsätze geheimes Wahlrecht und persönliches Wahlrecht … durch die Zulassung der sog. Briefwahl – eidesstattl. Erklärung, dass Stimmabgabe persönlich und geheim erfolgt

21 Außerdem Wahlalter gesenkt: für aktives Wahlrecht auf 16.Lebensjahr für passives auf das 18.Lebensjahr – außer Bundespräsident – 35.Lebensjahr

22 Stellung des Staatsoberhauptes im Staat Wahl, begrenzte Amtsdauer, Verantwortlichkeit und Absetzbarkeit Republik – Staatsform Demokratie - Regierungsform

23 Art 2 programmatische Erklärung und Aufzählung der Bundesländer selbstständige Länder Wodurch wird Österreich zum Bundesstaat?

24 Relative Verfassungsautonomie der Länder Aufteilung Gesetzgebung/Vollziehung- Kompetenzverteilung Relativ autonome Landesgesetzgebung Autonome Landesverwaltung

25 Mitwirkung der Länder an der Bundesgesetzgebung (Bundesrat) Mitwirkung der Länder an der Bundesvollziehung (mittelbare Bundesverwaltung) Aufteilung der Finanzmittel durch den Finanzausgleich

26 Föderalismus und kooperativer Bundesstaat

27 Keine programmatische Erklärung Verschiedene Elemente, die Rechtsstaat ausmachen (Wodurch wird Österreich zum Rechtsstaat?) Formell/materiell

28 Verfassung/Gesetz/Rechtsschutz Art 18 B-VG Legalitätsgebot Rechtsschutzsystem-Erhebung von Rechtsmitteln Überprüfung von Verwaltungsakten durch Rechtsschutzeinrichtungen

29 Überprüfung von Gesetzen durch den VfGH Kontrollfunktion der ordentlichen Gerichte Verantwortlichkeit der (obersten) Staatsorgane Sonstige Kontrolleinrichtungen

30 Die Grundrechte Begriff und Bedeutung Rechtsquellen

31 Die Gleichheit vor dem Gesetz (Art 7 B-VG, Art 2 StGG), Schutz der persönlichen Freiheit (BVG zum Schutz der…, Art 7 StGG, Art 5 EMRK) Recht auf ein Verfahren vor dem gesetzlichen Richter (Art 83 B-VG)

32 Unverletzlichkeit des Hausrechtes bzw Schutz des Privat- Familienlebens, Wohnung und Briefverkehr (Art 9 StGG, Art 8 EMRK) Meinungsfreiheit, Pressefreiheit, Zensurfreiheit (Art 13 StGG, Art 10 EMRK)…. Und weitere…

33 Staatgewalten Eigene Organe für alle Staatgewalten Keine wechselseitigen Weisungsbeziehungen und Instanzenzüge

34 Die allgemeine Kompetenzverteilung mit den 4 Haupttypen Enummerationsprinzip und Generalklausel Die besondere Kompetenzverteilung Einzelne Sonderfälle

35 Art 10, 11, 12 und 15 B-VG Enummerationsprinzip= abschließende Aufzählung (Bundeskompetenzen) Generalklausel (Art 15 B-VG …verbleibt im selbstständigen Wirkungsbereich der Länder)

36 Art 10: Gesetzgebung und Vollziehung Bund Art 11: Gesetzgebung Bund, Vollziehung Land Art 12: Grundsatzgesetzgebung Bund, Ausführungsgesetzgebung und Vollziehung Land Art 15: Generalklausel zu Gunsten der Länder

37 Sonderfälle Bedarfsgesetzgebung, Paktierte Gesetzgebung Kompetenzverteilung auf dem Gebiet des/der Abgabenwesens Schulwesens Vergaberechtes Privatwirtschaftsverwaltung

38 Bedarf nach bundesweit einheitlichen Vorschriften – nur in den im B-VG explizit genannten Fällen (Bund darf regeln) Beispiel: Art 11 Abs 2 B-VG AVG, VStG, VVG

39 Grenzänderungen Art 3 Abs 2 B-VG (übereinstimmende Gesetze) Vollziehung des Straßenverkehrs- und Schiffahrtspolizeirechtes durch die Bundespolizeidirektionen Art 15 Abs 4 B-VG (übereinstimmende Gesetze)

40 Vereinbarungen von Bund und Ländern Vereinbarungen von Bund und einzelnen Ländern Vereinbarungen von Ländern untereinander Betreffen Gesetzgebungs- und/oder Vollziehungsagenden

41 Abschlusszuständigkeit Genehmigungserfordernis (Nationalrat/Bundesrat bzw Landtage) Umsetzungserfordernis Beispiele

42 Art 13 B-VG, F-VG, FAG Letztlich wird die Kompetenzverteilung auf dem Gebiet des Abgabenwesens im Finanzausgleichsgesetz (FAG) – einem einfachen Bundesgesetz - geregelt

43 Allgemeines Schulwesen – Art 14 B-VG Land- und forstwirtschaftliches Schulwesen – Art 14a B-VG

44 Gesetzgebung: Bund Vollziehung geteilt – je nachdem wer Auftraggeber ist Gesetzliche Regelung der Nachprüfung: Länder in Bezug auf die in ihren Vollzugsbereich fallenden Aufträge

45 Begriff Privatwirtschaftsverwaltung – siehe auch Skriptum Seite 90, 91 Privatwirtschaftsverwaltung ist kompetenzneutral Jeder (Bund/Land) darf auch in dem Bereich privatwirtschaftlich tätig werden, in dem die Kompetenz zB nach Art 10… dem anderen zukommt

46 siehe beim Kapitel Gemeinde – verankert im Art 116 B-VG

47 Gesetzgebung, Organe des Bundes/Landes, Weg der Gesetzgebung, sonstige Aufgaben Vollziehung, Abgrenzungsfragen, Arten von Verwaltung, oberste Organe, Behördenorganisation

48 Nationalrat Bundesrat Zur Abgrenzung: Die Bundesversammlung, die durch den Zusammentritt von Nationalrat und Bundesrat in Bezug auf bestimmte Aufgaben gebildet wird, ist ein Vollziehungsorgan

49 Aktives Wahlrecht: Wahlalter am Tag der Wahl 16. Lebensjahr Passives Wahlrecht: Wahlalter auf das 18. Lj gesenkt (Wahlalter) Briefwahl ist zulässig – eidesstattliche Erklärung, dass Stimmabgabe persönlich und geheim erfolgt

50 B-VG nur grundsätzliche Bestimmungen - Näheres regelt Geschäftsordnungsgesetz 1975 Organe: Präsident, 2. und 3., Hauptausschuss, übrige Ausschüsse Funktion des Präsidenten Beschlussfassungserfordernisse: grundsätzlich 1/3 Anwesenheit und unbedingte (50% und 1) Mehrheit

51 Mitwirkungsorgan der Länder an der Bundesgesetzgebung 62 Mitglieder; Sbg 4, richtet sich nach Verhältnis zur Bürgerzahl Wahl durch die Landtage, Prinzip der Verhältnismäßigkeit Laufende Teilerneuerung

52 Vollzugsorgan Aufgaben in erster Linie in Bezug auf den Bundespräsidenten Einberufung durch Bundespräsidenten/ Bundeskanzler, Vorsitz führen abwechselnd die Präsidenten des Nationalrates und Bundesrates

53 B-VG enthält nur grundsätzliche Bestimmungen (allg. Wahlrechtsgrundsätze) – das Nähere wird der jew. Landesverfassung überantwortet Vergleichbar mit Wahl des NR, Wahlalter ebenso gesenkt (16.Lj, 18.Lj), Briefwahl ebenso zulässig (Novelle 63/2008)

54 L-VG grundsätzliche Bestimmungen, Geschäftsordnungsgesetz gibt es auch hier Neu seit 2009: nur mehr 2 Präsidenten –im Übrigen heißt Landtagskanzlei nunmehr Landtagsdirektion

55 Freies Mandat – bei Ausübung dieses Berufes an keinen Auftrag gebunden Immunität Berufliche Immunität – Rede- und Abstimmungsfreiheit – wegen Abstimmungen und Äußerungen im Parlament darf man nur vom Parlament selbst zur Verantwortung gezogen werden Außerberufliche Immunität – Verfolgungsfreiheit (bei strafbaren Handlungen)

56 Siehe Grafik Skriptum Seite 66 – bitte auch Weg der Landesgesetzgebung beachten - insbesondere auch Mitwirkung des Bundes an der Landesgesetzgebung

57 Skriptum Bindungswirkung?

58 Staatsverträge Wiederverlautbarungen Verordnungen Verordnungen (EU) Richtlinien (EU)

59 allgemein verbindliche Anordnungen werden nicht vom Gesetzgebungsorgan, sondern vom Vollziehungsorgan erlassen ergehen nicht in Gesetzesform, sondern in Verordnungsform Verordnungen brauchen immer eine Grundlage (Verfassung/Gesetz):

60 Verfassungsunmittelbare Verordnung = selbstständige Verordnung: Die Verfassung selbst enthält die Grundlage – es muss kein einfaches Gesetz mehr dazwischentreten Durchführungsverordnung, grundsätzliche Grundlage ist Art 18 Abs 2 B-VG, einfaches Gesetz tritt dazwischen, Durchführungsverordnung konkretisiert Gesetz näher

61 Mitwirkung an und Kontrolle der Vollziehung = Durchbrechung des Grundsatzes der Gewaltentrennung

62 Festlegung des jeweiligen Budgets (Voranschlages) Budgethoheit der Parlamente Bundesfinanzgesetz/ Landeshaushaltsgesetz

63 Politische Kontrolle Finanzielle Kontrolle (Staats)Rechtliche Kontrolle

64 Fragerecht; Fragestunde, dringliche Anfrage Resolutionsrecht – Entschließungen (Wünsche an die Regierung) Misstrauensvotum – Geltendmachung der politischen Verantwortlichkeit der obersten Organe - Absetzung

65 Genehmigung der Rechnungsabschlüsse (Bund in Gesetzesform, Land nicht) Rechnungshof/Landesrechnungshof jeweils als Organe der Parlamente tätig (RH je nachdem wer geprüft wird)

66 Oberste Organe (Bundesregierung, einzelne Mitglieder, Landesregierung, einzelne Mitglieder) können von den Parlamenten beim Verfassungsgerichtshof wegen Gesetzesverletzung angeklagt werden Hiefür ist ein entsprechender Beschluss erforderlich – Amtsverlust ist uU die Folge

67 Gerichtsbarkeit und Verwaltung/Abgrenzung Arten der Verwaltung: Hoheitsverwaltung/Privatwirtschaftsverw. Mittelbare Verwaltung/unmittelbare Verwaltung Allgemeine staatl. Verw. Sonderverwaltung/Selbstverwaltung Bundesverwaltung/Landesverwaltung

68 Neufassung des Art 20 Abs 1 und 2 B-VG durch Ergänzung der vertraglich bestellten Organe und Ermächtigung welche Organe weisungsfrei gestellt werden können (zB Kontrolle der Gesetzmäßigkeit der Verwaltung – UVS, Durchführung von Wahlen, Disziplinarbehörden)

69 imperium – Befehls- und Zwangsgewalt/Über- und Unterordnung versus Gleichrangigkeit Unterschied auch in der Frage der Geltung des Legalitätsgebotes

70 jene Verwaltung, die von den Behörden der allgemeinen staatlichen Verwaltung besorgt wird Diese Behörden sind: BVB, LH, LReg, BM Sammelkompetenzen

71 eigene Behörden für bestimmte sachliche Angelegenheiten

72 B-VG weist in den Kompetenzartikeln die Verwaltung entweder dem Bund oder den Ländern zu Nun gibt es aber auch Bereiche der Verwaltung, die durch eigene – vom Bund oder Land – verschiedene Rechtsträger ausgeübt wird!

73 Territoriale Selbstverwaltung – Gemeindeselbstverwaltung Sonstige Selbstverwaltung (Art 120a bis 120c B-VG) – neu durch BGBl I 2/2008 – Skriptum Seite 92 zweiter Absatz ist in diesem Punkt nicht aktuell, denn außer der territorialen Selbstverwaltung ist nun auch die sonstige Selbstverwaltung im B-VG mit den für sie geltenden Grundsätzen verankert

74 Je nachdem, ob die Verwaltung durch eigene oder fremde Organe ausgeübt wird Vgl mittelbare Bundesverwaltung

75 Beispiel: Bezirkshauptmannschaft Landeshauptmann Sind organisatorisch Landesbehörden, funktionell aber (auch) Bundesbehörden

76 Instanzenzüge Siehe Skriptum Seiten 94 bis 96

77 Weisungsfrei, aufsichtsbefugt und einem Parlament gegenüber verantwortlich Bundesvollziehung: Bpräs, BK, VK, BM, BReg Landesvollziehung: Lreg Im Art 19 B-VG sind auch die Staatssekretäre genannt – sind aber weisungsgebunden, daher keine obersten Organe

78 Bundespräsident Bundesregierung Bundeskanzler, Vizekanzler und die einzelnen Bundesminister

79 Bestellung: Wahl – Berechtigung wie bei NR, passives Wahlalter: 35.Lebensjahr; unbedingte Mehrheit, nur 1 Person - Abstimmung Aufgaben: Vertretung der Republik nach außen, Oberbefehl über Bundesheer, Ernennung der Bundesregierung, Beurkundung des verf. Zustandekommens der Gesetze…

80 Politisch: NR, BR und Volk gegenüber; Volksabstimmung über Absetzung kann über Beschluss der BV verlangt werden(Einberufung NR), bei Ablehnung durch Volk ist Auflösung des NR die Folge (Staats)rechtlich: Anklageerhebung beim VfGH über Beschluss der BV

81 Bestellung: durch BPräs über Vorschlag des BK; bei Ernennung BK ohne Vorschlag Aufgaben: als Kollegium die ausdrücklich vorbehaltenen Angelegenheiten (Einstimmigkeit, Anwesenheit ½) Verantwortlichkeit: politisch NR (Misstrauensvotum) rechtlich (Anklage VfGH)

82 Oberste Verwaltungsgeschäfte des Bundes werden nach dem Ressortsystem von den einzelnen Mitgliedern der Bundesregierung selbstständig besorgt Hilfsapparate für Geschäftsbesorgung: Bundeskanzleramt, Bundesministerien – nähere Regelungen insb auch Anzahl in einem einfachen Bundesgesetz (Bundesministeriengesetz)

83 B-VG regelt nur, dass LReg oberstes Vollzugsorgan des Landes ist und vom Landtag gewählt wird – wie viele Mitglieder die LReg hat wie sie gewählt wird, bestimmt die jeweil. LV Sbg: 7 Mitglieder, Wahl nach Mehrheitsystem, Anwesenheit ½ und unbedingte Mehrheit (50% +1)

84 Geschäftsbesorgung: Kollegial- und Ressortsystem – formal entscheidet immer Lreg, nie ein einzelner LR (Zeichnungsklausel: für die LReg) Einstimmigkeit und Anwesenheit 1/2 Verantwortlichkeit: politisch (Misstrauensvotum) und rechtlich (VfGH )

85 Organisatorischer Behördenbegriff: Wem gehört die Behörde? Wer zahlt? Sind die Bediensteten Landesbedienstete oder Bundesbedienstete? Wer trägt den Aufwand der Behörde?

86 Oberste Organe - siehe vorne Schulbehörden Sicherheitsbehörden Finanzbehörden Vergabebehörden Arbeitsinspektorate

87 Kollegium des Landesschulrates Kollegien der Bezirksschulräte

88 Vorbemerkung: Begriff: Sicherheitsverwaltung: Allgemeine Sicherheitspolizei Örtliche Sicherheitspolizei Sicherheitsverwaltung im engeren Sinn (Pass-, Meldewesen, Fremdenpolizei…)

89 Bezirksverwaltungsbehörden (BH und Bgm der Städte mit eigenem Statut) bzw Bundespolizeidirektion Sicherheitsdirektion Bundesminister für Inneres

90 Bundespolizeidirektion mit Exekutivorgan (Wachkörper nicht Behörde) Bundessicherheitswachekorps Sicherheitsdirektion mit Exekutivkörper Landespolizeikommando

91 Landesregierung – siehe vorne Landeshauptmann Bezirkshauptmannschaften Diverse Sonderbehörden

92 1. Vertretung des Landes (nach außen) 2. Leitung der Landesregierung, Vorsitz 3. Organ der mittelbaren Bundesverwaltung 4. Leitet Ressort im Rahmen der Landesverwaltung (für die LReg als Kollegialorgan) 5. Vorstand des Amtes der Landesregierung 6. Präsident des Landesschulrates

93 Geschäftsapparat und grundsätzlich nicht Behörde! Grundlage: eigenes BVG aus 1925 Geschäftseinteilung und Geschäftsordnung (erlässt beide LH mit Zustimmung BReg und LReg)

94 Grundlage: Landesgesetz aus 1976 – Bezirkshauptmannschaften-Gesetz Dem LH als Vorstand des Amtes der Lreg unterstellt, Leitung: Bezirkshauptmann Geschäftsordnung (LH) und Geschäftseinteilung (BH mit Genehm. LH )

95 Sowohl in der Landesverwaltung als auch in der (mittelbaren) Bundesverwaltung tätig Mögliche Instanzenzüge: Landesverwaltung: BH-Lreg Bundesverwaltung: BH-LH BH – UVS BH – Sicherheitsdirekt.

96 Selbstverwaltung (Gemeinde) Rechtsschutz und Kontrolle

97 Begriff: Besorgung öffentlicher Aufgaben durch vom Bund oder Land verschiedene Rechtsträger – Merkmale - Eigenverantwortung und Aufsicht Verfassungsrechtliche Grundlagen: neu seit Novelle 2008 – Art 120a bis Art 120c B-VG

98 Art 120 a B-VG: Abs 1:Selbstverwaltungskörper können durch Gesetz eingerichtet werden – Voraussetzung ist, dass die Wahrnehmung öffentlicher Aufgaben im ausschließlichen oder überwiegenden gemeinsamen Interesse liegt und geeignet ist, durch die zusammengeschlossenen Personen gemeinsam besorgt zu werden Abs 2: Anerkennung der Rolle der Sozialpartner

99 Art 120b und 120c B-VG - Grundsätze: Recht – Aufgaben in Eigenverantwortung und frei von Weisungen zu besorgen und Satzungen im Rahmen der Gesetze zu erlassen Aufsichtsrecht von Bund oder Land im Hinblick auf Rechtmäßigkeit der Verwaltungsführung, ferner bei Erforderlichkeit auch im Hinblick auf Zweckmäßigkeit

100 Angelegenheiten des übertragenen Wirkungsbereiches sind ausdrücklich zu bezeichnen und Weisungsbindung gegenüber dem zuständigen obersten Organ ist vorzusehen

101 Art 115 bis 120 B-VG – Grundsätze für die Gemeinden - nach welchen die Landesgesetzgebung das Gemeinderecht zu regeln hat Auch das L-VG enthält Grundsätze für das Gemeinderecht Salzburger Gemeindeordnung, Salzburger Stadtrecht

102 Ortsgemeinden Städte mit eigenem Statut: mindestens Einwohner, Antrag der betreffenden Gemeinde, Landesgesetz mit Zustimmung der Bundesregierung, keine Gefährdung von Landesinteressen Es werden auch die Aufgaben der Bezirksverwaltung besorgt

103 Die Gemeinde ist Gebietskörperschaft mit dem Recht auf Selbstverwaltung und zugleich Verwaltungssprengel

104 Art 116 Abs 2 B-VG: Die Gemeinde ist selbstständiger Wirtschaftskörper. Sie hat das Recht, innerhalb der Schranken der allgemeinen Bundes- und Landesgesetze Vermögen zu erwerben und darüber zu verfügen, wirtschaftliche Unternehmungen zu betreiben… - Privatwirtschaftsverwaltung der Gemeinde

105 Art 116 Abs 2 -Fortsetzung: … sowie im Rahmen der Finanzverfassung ihren Haushalt selbstständig zu führen und Abgaben auszuschreiben - Haushaltsrecht und Steuerhoheit

106 Allgemeine Beschreibung Im Rahmen der Gesetze des Bundes und des Landes werden Angelegenheiten in eigener Verantwortung, frei von Weisungen und unter Ausschluss eines ordentlichen Rechtsmittels an Verwaltungsorgane außerhalb der Gemeinde besorgt. Es besteht aber staatliche Aufsicht.

107 Art 118 Abs 2 B-VG: Wirtschafts- und Haushaltsverwaltung und Generalklausel Generalklausel: alle Angelegenheiten, die im ausschließlichen oder überwiegenden Interesse der in der Gemeinde verkörperten örtlichen Gemeinschaft gelegen und geeignet sind, durch die Gemeinschaft innerhalb ihrer örtlichen Grenzen besorgt zu werden.

108 Art 118 Abs 3 B-VG – beispielsweise/demonstrative Aufzählung Art 118 Abs 2 letzter Satz B-VG: ausdrückliche Bezeichnungspflicht für die Angelegenheiten des eigenen Wirkungsbereiches

109 Allgemeine Umschreibung – Generalklausel Demonstrative Aufzählung Bezeichnungspflicht

110 2 Arten von verfassungsunmittelbaren/selbsts tändigen Verordnungen Ortspolizeiliche Verordnungen Delegierungsverordnungen

111 Verfassungsunmittelbare/selbstständige Verordnung Abwehr unmittelbar zu erwartender oder Beseitigung bestehender, das örtliche Gemeinschaftsleben störender Mißstände Erklärung als Verwaltungsübertretung möglich, Strafverhängung nicht Gemeindevertretung/Gemeinderat

112 Einzelne Angelegenheiten des eigenen Wirkungsbereiches werden aus diesem herausgelöst und an eine staatliche Behörde übertragen. Angelegenheit wird damit eine solche der staatlichen Behörde – Instanzenzug! Antrag der Gemeinde erforderlich, dem Antrag muss nicht entsprochen werden

113 Staatliche Aufsicht von Bund oder Land Gesetze und Verordnungen dürfen nicht verletzt werden, Wirkungsbereich darf nicht überschritten werden, gesetzliche Aufgaben müssen erfüllt werden (Rechtmäßigkeit) Bei der Gebarungsprüfung hat das Land das Monopol (auch Landesrechnungshof darf nur über Auftrag der LReg prüfen)

114 Bezirksverwaltungsbehörde, Landesregierung, Landeshauptmann Auskunfts- und Einschaurechte Genehmigungsvorbehalte Eingreifen bei Gesetzwidrigkeit (Aufheben von Bescheiden/Verordnungen) Strafen Ersatzvornahme Auflösung der Gemeindevertretung Vorstellung

115 Richtet sich gegen einen Bescheid eines Gemeindeorganes nach Erschöpfung des (innergemeindlichen) Instanzenzuges Innerhalb 2 Wochen Rechtmäßigkeitskontrolle Folge: nur Kassation möglich – vergleichbar mit VwGH-Verfahren

116 Angelegenheiten, die von Bundes- oder Landesgesetzen an Gemeindeorgane übertragen werden Bürgermeister ist Organ, dem die Angelegenheiten übertragen werden, im Bereich der Landesvollziehung geht dann der Instanzenzug an die Bezirkshauptmannschaft und sodann an die Landesregierung; für die Stadt Salzburg direkt an die Landesregierung

117 Organ ist bei Bundesvollziehung auch der Bürgermeister – der Instanzenzug richtet sich hier nach den bundesrechtlichen Vorschriften (Bundesgesetz, mit dem übertragen wird) Nichtbefolgung von Weisungen bzw. Verordnungen im Rahmen des übertragenen Wirkungsbereiches: Amtsverlust kann entweder von LReg oder LH ausgesprochen werden

118 Bundesverfassung sieht zwingend vor: Gemeinderat, Gemeindevorstand, Bürgermeister Weitere können eingerichtet werden: zB Berufungskommissionen in der Stadt Salzburg Gemeinderat heißt in Ortsgemeinden Gemeindevertretung Gemeindevorstand heißt in Salzburg in Ortsgemeinden Gemeindevorstehung und in der Stadt Salzburg Stadtsenat

119 Gemeindevertretung bzw Gemeinderat Wahl nach allgemeinen Wahlrechtsgrundsätzen durch das Gemeindevolk (Unionsbürger sind auch aktiv wahlberechtigt), Wahlalter (aktiv 16.Lj, passiv 18.Lj) - auch hier gesenkt

120 Gemeindevorstehung bzw Stadtsenat: Wahl durch Gemeindevertretung bzw Gemeinderat nach dem Prinzip der Verhältnismäßigkeit Bürgermeister: wird in Salzburg direkt vom Volk gewählt, wobei es die Bundesverfassung den Landesverfassungen frei lässt, ob Direktwahl oder Wahl durch den Gemeinderat/die Gemeindevertretung

121 Verantwortlichkeit der Vollziehungsorgane und der Gebietskörperschaften Rechtsschutz- und Kontrolleinrichtungen

122 Alle Vollziehungsorgane: strafrechtliche Verantwortlichkeit disziplinäre Verantwortlichkeit zivilrechtliche Verantwortlichkeit (siehe hier aber insb Verantwortlichkeit der Gebietskörperschaft – Amtshaftung) Staatsrechtliche Verantwortlichkeit der obersten Organe

123 Unabhängige Verwaltungssenate Asylgerichtshof Verwaltungsgerichtshof Verfassungsgerichtshof Rechnungshof Landesrechnungshof Volksanwaltschaft

124 Unabhängige Verwaltungssenate Asylgerichtshof Verwaltungsgerichtshof Ferner: Verfassungsgerichtshof als Sonderverwaltungsgerichtshof

125 Sog. Tribunale nach EMRK – nach öst. Rechtsverständnis aber Verwaltungsbehörden und keine Gerichte Prinzipielle Aufgaben im B-VG geregelt – durch die einfachen Gesetze können weitere übertragen werden Organisation und Dienstrecht durch Landesgesetz geregelt, Verfahren durch Bundesgesetz (Sonderbest. im AVG, VStG)

126 Gesetz über den Unabhängigen Verwaltungssenat des Landes Salzburg Leiter, Stellvertreter und sonstige Mitglieder (Anzahl nicht festgeschrieben) Vollversammlung, Kammern, Einzelmitglied

127 Nach Erschöpfung des Instanzenzuges, sofern ein solcher in Betracht kommt: Verwaltungsstrafsachen – Berufungsbehörden Maßnahmenbeschwerden (Ausübung von unmittelbarer Befehls- und Zwangsgewalt) Sonstige Angelegenheiten, die durch Gesetz zugewiesen sind Beschwerden wegen Verletzung der Entscheidungspflicht, sofern in dieser Angelegenheit auch Berufungsbehörde

128 AVG, VStG mit diversen Sonderbestimmungen Zu den Besonderheiten gegenüber dem Verfahren vor sonstigen Behörden vergleiche den Gegenstand Verwaltungsverfahrensrecht

129 Sicherung der Gesetzmäßigkeit der gesamten öffentlichen Verwaltung Dh Bundesverwaltung und Landesverwaltung Es geht im Wesentlichen um die Überprüfung der Einhaltung des Legalitätsgebotes durch die Verwaltung

130 Präsident, Vizepräsident, erforderliche Zahl sonstiger Mitglieder (Senatspräsidenten, Hofräte) Ernannt vom BuPräs auf Vorschlag der Bundesregierung (VwGH selbst darf Dreier- Vorschlag machen) VwGH erkennt in Senaten (3, 5 Mitglieder bzw verstärkter 9er Senat)

131 Aufgaben können durch einfache Gesetze durch die Zuerkennung von Beschwerdelegitimationen (für bloße Formalparteien) erweitert werden Wichtigste Aufgaben im B-VG verankert: Bescheidbeschwerde Säumnisbeschwerde

132 Voraussetzung für die Zulässigkeit ist (neben der Einhaltung der Beschwerdefrist von 6 Wochen und der Einbringung durch einen Rechtsanwalt) die Erschöpfung des Instanzenzuges und die Beschwerdebehauptung durch einen Bescheid in seinen Rechten verletzt zu sein

133 Der VwGH prüft bei Zulässigkeit, ob Der Bescheid inhaltlich rechtswidrig ist und/oder durch ihn wesentliche Verfahrensvorschriften verletzt worden sind Wenn ja: Aufhebung des Bescheides Wenn nein: Abweisung der Beschwerde

134 Damit wird die Verletzung der Entscheidungspflicht geltend gemacht, wenn kein Devolutionsantrag mehr zulässig ist. Also auch die oberste Behörde des betreffenden Vollzugsbereiches bzw der UVS nicht binnen 6 Monaten entschieden hat, wobei die Säumnis im überwiegenden Verschulden der Behörde gelegen sein muss.

135 Verschiedenste Zuständigkeiten, die im weitesten Sinn mit der Einhaltung und Durchsetzung der Verfassung zu tun haben – Zuständigkeiten sind abschließend im B-VG geregelt und können durch einfaches Gesetz nicht erweitert werden.

136 Anzahl der Mitglieder feststehend: Präsident, Vizepräsident, 12 weitere und 6 Ersatzmitglieder Vorschlagsrechte für die Ernennung durch den Bundespräsidenten haben die Bundesregierung, der Nationalrat und der Bundesrat VfGH selbst hat kein Mitspracherecht

137 Bescheidprüfung (Abgrenzung zum VwGH!) Prüfung von Entscheidungen des Asylgerichtshofes Gesetzesprüfung Verordnungsprüfung

138 Kompetenzfeststellungen Lösung von Kompetenzkonflikten Entscheidung über vermögensrechtliche Ansprüche gegenüber Gebietskörperschaften

139 Wahlanfechtungen Überprüfung der staatsrechtlichen Verantwortlichkeit oberster Organe und bestimmter anderer Organe (Ministeranklagen) Prüfung, ob Verpflichtungen aus einer Art 15a B-VG- Vereinbarung eingehalten worden sind bzw ob Art 15a B-VG- Vereinbarung vorliegt

140 Abstrakte und konkrete Normenkontrolle Abstrakt: unabhängig vom Anlassfall oder unmittelbarer Wirksamkeit der Norm Konkret: auf Grund eines Anlassfalls (zB Bescheid unter Anwendung der Norm erlassen) oder weil Norm unmittelbar wirksam geworden ist (Individualantrag )

141 In Bezug auf Bundesgesetze Antragsrechte: 1/3 der Mitglieder des NR oder BR, LReg In Bezug auf Landesgesetze: BReg 1/3 der Mitglieder des LT (wenn dies LV bestimmt - Sbg)

142 Antragsrecht der Landesregierung in Bezug auf Verordnungen einer Landesbehörde der Bundesregierung in Bezug auf Verordnungen einer Bundesbehörde

143 Bescheid erlassen und dieser wird beim VfGH angefochten, im Bescheidprüfungs-Verfahren entstehen dem VfGH selbst Bedenken in Bezug auf die angewendete generelle Norm (Gesetz oder Verordnung) Die generelle Norm ist von einem Gericht (ab der 2.Instanz), dem VwGH, dem AsylGH, oder einem UVS anzuwenden und diese stellen einen Antrag auf Prüfung Individualanfechtung (Norm ist für eine Person unmittelbar wirksam geworden)

144 Die Gesetze werden auf ihre Verfassungsmäßigkeit geprüft und ggf. als verfassungswidrig aufgehoben. Die Verordnungen werden auf ihre Gesetzmäßigkeit geprüft und ggf. als gesetzwidrig aufgehoben. Bei bereits außer Kraft getretenen Normen - Ausspruch, dass die Norm verfassungswidrig bzw gesetzwidrig war.

145 Prüfungsmaßstab anders als beim VwGH: durch den bekämpften Bescheid in einem verfassungsgesetzlich gewährleisteten Recht verletzt oder wegen Anwendung eines verfassungswidrigen Gesetzes oder einer gesetzwidrigen Verordnung in seinen Rechten verletzt

146 Zurückweisung der Beschwerde Abweisung der Beschwerde Aufhebung des Bescheides Ablehnung der Behandlung der Beschwerde (und ggf. – wenn beantragt – Abtretung an den VwGH)

147 Rechnungshof: Organ des Nationalrates oder des Landtages – je nach Prüfungsgegenstand Landesrechnungshof: Organ des Landtages bzw in Bezug auf die Prüfung von Gemeinden wird der LRH als eine im Amt der Landesregierung einbezogene Einrichtung tätig

148 Prüfungsgegenstände Organisation Rechtsgrundlagen

149 Funktion Organisation Rechtsgrundlage Befugnisse

150 bei der Dienstprüfung wünscht Dr. Sigrid Lebitsch-Buchsteiner LL.M.


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