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INFORMATIK Informationssysteme / Datenbankabfragen Thomas Mohr.

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Präsentation zum Thema: "INFORMATIK Informationssysteme / Datenbankabfragen Thomas Mohr."—  Präsentation transkript:

1 INFORMATIK Informationssysteme / Datenbankabfragen Thomas Mohr

2 I N F O R M A T I K 2 Agenda Abfragesprachesprache SQLVerwaltung MySQLDatenbankmodellierungAusblickDatenbanken – Wozu?

3 I N F O R M A T I K 3 Informationssysteme

4 I N F O R M A T I K 4 Was ist ein Informationssystem ? Ein Informationssystem kann auf formalisierte Fragen eines Anwenders Antworten aus einer gegebenen Datenmenge geben Komponenten eines Informationssystems: Informationssystem Erfassung Speicherung Analyse Darstellung Datenbanksystem DBS Datenbank (Datenbasis) Datenbank (Datenbasis) Datenbankmanagementsystem DBMS, z.B. MySQL

5 I N F O R M A T I K 5 Was ist ein Informationssystem ? Datenbasis / Datenbank Menge von Daten, die aus Sicht der Systembetreiber in irgendeiner Weise als zusammengehörig betrachtet werden. Angereichert um weitere Daten, die das DBMS zur Erfüllung seiner Aufgaben benötigt, bilden sie eine Datenbank (DB). Datenbankverwaltungssystem (DBMS) Softwareprodukte für die dauerhafte, integre und anwendungsunabhängige Speicherung und Verwaltung von großen, mehrfachbenutzbaren integrierten Datenbasen Datenbanksystem Ein Datenbanksystem (DBS) besteht aus einem DBMS und einer oder mehreren Datenbanken Informationssystem Ein Informationssystem erweitert die Datenbank um eine Reihe von Werkzeugen zur Abfrage, Darstellung, Transformation und Analyse von Daten

6 I N F O R M A T I K 6 Ein Ausgangspunkt im Unterricht… Schüler führen eine Internet-Recherche durch: Nachbarländer Deutschlands – Fläche, Einwohner, Hauptstadt Nutzung eines Informationssystems Unterschiedliche Darstellung der Informationen

7 I N F O R M A T I K 7 Software-Architekturen: Standalone-Programm z.B. selbst programmierte Schülerdatei in Delphi programmierte Übersicht von Länderinformationen PC Darstellung Anwendungsprogramm Logik Datenbasis

8 I N F O R M A T I K 8 Software-Architekturen: Standalone-Programm Vorteile Übersichtlichkeit (?) Schnell zu programmieren nur eine Programmiersprache Nachteile Daten meist nur vom erzeugenden Programm zu lesen Erweiterungen aufwändig Immer wieder gleiche Probleme (z.B. Datumsformat) PC Darstellung Anwendungsprogramm Logik Datenbasis

9 I N F O R M A T I K 9 (Datenbank)Server Datenbasis Darstellung Anwendungsprogramm Logik Datenbasis Software-Architekturen - Client-Server z.B. Outlook und Exchange-Server einfache, datenbank-basierte Schülerverwaltung Server Client Darstellung Anwendungsprogramm Logik

10 I N F O R M A T I K 10 Software-Architekturen - Client-Server z.B. Outlook und Exchange-Server einfache, datenbank-basierte Schülerverwaltung (Datenbank)Server Datenbasis Server Client Darstellung Anwendungsprogramm Logik

11 I N F O R M A T I K 11 (Datenbank)Server Datenbasis Software-Architekturen - Client-Server Vorteile Datenbank übernimmt Standardaufgaben Daten zentral vorhanden (für mehrere Benutzer / Programme) Erweiterungen relativ einfach Nachteile Installation von Software auf allen Clients notwendig Weitere Sprache zum Datenbankzugriff Server Client Darstellung Anwendungsprogramm Logik

12 I N F O R M A T I K 12 Datenbankserver (z.B. MySQL) Datenbasis Darstellung Anwendungsprogramm Logik Software-Architekturen – Webarchitektur Eine moderne 3-schichtige Webarchitektur… Webclient (Browser) Darstellung Webserver (z.B. Apache und PHP) Logik Server Client

13 I N F O R M A T I K 13 Software-Architekturen – Webarchitektur Eine moderne 3-schichtige Webarchitektur… Webclient (Browser) Webserver (z.B. Apache und PHP) Datenbankserver (z.B. MySQL) Darstellung Logik Datenbasis Server Client

14 I N F O R M A T I K 14 Software-Architekturen – Webarchitektur Vorteile Keine Installation von zusätzlicher Software beim Client Nachteile http-Protokoll ohne Sessionverwaltung Webclient (Browser) Webserver (z.B. Apache und PHP) Datenbankserver (z.B. MySQL) Darstellung Logik Datenbasis Server Client

15 I N F O R M A T I K 15 Typische Hardware-Verteilung Viele (Web-) Clients teilen sich die Dienste eines Webservers, der wiederum auf einen Datenbankserver zurückgreift. In kleinen Systemen können Web- und Datenbankserver auf dem gleichen Rechner sein. Datenbankserver Webserver Clients

16 I N F O R M A T I K 16 … und zum Testen / für die Fortbildung? Alle drei Schichten sind auf einem Rechner! Datenbankserver Webserver Clients Internet Explorer Apache MySQL Client Webserver Datenbankserver

17 I N F O R M A T I K 17 Das andere Extrem – eine Web Farm HACMP Fail-Over Production DB ServerFailOver DB Server 2,4 TByte FDDI Switch 32 GByte RAM Load Balancer Application Server Farm je 4 Prozessoren 32 GByte RAM

18 I N F O R M A T I K 18 Arten von Datenbanken Man unterscheidet verschiedene Arten von Datenbanken: Hierarchische Datenbanken Die Datenelemente sind baumartig miteinander verbunden Vernetzte Datenbanken Die Datenelemente sind mit Zeigern zu einem Netz miteinander verbunden Beide Formen waren vor allem bei Großrechnern im Einsatz und werden zunehmend von relationalen Datenbanken abgelöst

19 I N F O R M A T I K 19 Relationale Datenbanken Die Daten werden in Form von Tabellen gespeichert Zwischen den Tabellen werden Beziehungen aufgebaut (Relationen) Objektrelationale Datenbanken erweitern die relationalen Datenbanken und objektorientierte Funktionen (z.B. Vererbung) NameEinwohnerHauptstadtKontinent Dänemark KopenhagenEuropa Deutschland BerlinEuropa Indien DelhiAsien Rwanda KigaliAfrika Arten von Datenbanken Attribut (Merkmal, Spalte) Attributwert (Datenwert) Datensatz (Tupel) Attributklasse Land

20 I N F O R M A T I K 20 Arten von Datenbanken Relationale Datenbanken – typische Vertreter Oracle IBM (DB/2) Microsoft SQL Server (Access ?) Informix MySQL PostGreSQL OpenSource

21 I N F O R M A T I K 21 Was bietet mir eine Datenbank? Strukturierte Speicherung von Daten Verteilter, gleichzeitiger Zugriff mehrerer Benutzer / Programme ACID – Prinzip Atomicity Transaktionen (Änderungen an der Datenbank) werden ganz oder gar nicht durchgeführt Consistency Eine Transaktion führt wieder zu einem konsistenten (gültigen) Zustand der Datenbank Isolation Transaktionen beeinflussen sich nicht gegenseitig Durability Eine Transaktion ist dauerhaft gespeichert, auch gegen Systemabstürze gesichert

22 I N F O R M A T I K 22 Agenda Abfragesprachesprache SQLVerwaltung MySQLDatenbankmodellierungDatenbanken – Wozu?Abfragesprachesprache SQLDatenbanken – Wozu?Ausblick

23 I N F O R M A T I K 23 MySQL – Jetzt wird es (endlich) praktisch… Starten Sie den Datenbankserver und den Webserver Das Datenbanksystem bietet einen Service für andere Rechner an Die Windows-Firewall kann dies melden. Der Port muss freigegeben werden.

24 I N F O R M A T I K 24 Die erste Datenbank importieren Die Administration von MySQL funktioniert selbst schon am einfachsten über den Browser Webarchitektur Datenbankserver Webserver Client Browser Apache MySQL

25 I N F O R M A T I K 25 Die erste Datenbank importieren Legen Sie eine neue Datenbank terra1 an. Wählen Sie den Punkt Importieren und suchen die Datei terra1.sql

26 I N F O R M A T I K 26 Die erste Tabelle… Klicken Sie auf Struktur: Die Tabelle land wird angezeigt. Lassen Sie sich den Inhalt der Tabelle anzeigen.

27 I N F O R M A T I K 27 LNRNameEinwohnerHauptstadtKontinent DKDänemark5.16KopenhagenEuropa DDeutschland81.33BerlinEuropa INDIndien DelhiAsien RWARwanda6.30KigaliAfrika Land Relationale Datenbank – Aufbau Jeder Datensatz wird durch einen Schlüssel (Primärschlüssel) eindeutig identifiziert. Der Schlüssel kann aus mehreren Attributen zusammengesetzt werden. ist minimal, d.h. es kann kein Attribut weggelassen werden. Oft wird ein zusätzliches, eindeutiges Schlüsselattribut hinzugefügt, z.B. eine Landeskennung wird meist durch Unterstreichung gekennzeichnet. Schlüsselattribut

28 I N F O R M A T I K 28 Abfragen mit SQL SQL = Structured Query Language. Bezeichnet eine Sprache zur Kommunikation mit Datenbanken. Ist international genormt und wird von vielen DBS verstanden. Wird im Folgenden zur Formulierung von Abfragen eingesetzt. Syntax einer (einfachen) SQL-Abfrage: SELECT [Spalten] FROM [Tabelle] WHERE [Bedingung] ORDER BY [Attribute]; Die WHERE- und die ORDER BY-Klausel sind optional.

29 I N F O R M A T I K 29 SQL – SELECT und FROM Eine Projektion schränkt die Abfrage hinsichtlich der Attribute ein (die Spalten der resultierenden Tabelle): SELECT [Spalten] FROM [Tabelle] WHERE [Bedingung] ORDER BY [Attribute]; Die darzustellenden Spalten der Tabelle müssen durch Kommata getrennt angegeben werden; * steht für alle Spalten. Beispiele: SELECT * FROM Land; SELECT Name FROM Land; SELECT Name, Kontinent FROM Land;

30 I N F O R M A T I K 30 SQL – WHERE Eine Selektion schränkt die Abfrage hinsichtlich der Datensätze ein (die Zeilen der resultierenden Tabelle): SELECT [Spalten] FROM [Tabelle] WHERE [Bedingung] ORDER BY [Attribute]; Die Abfrage enthält alle Datensätze, welche die angegebene Bedingung erfüllen. Beispiele: SELECT * FROM Land WHERE (Kontinent='Europa') SELECT * FROM Land WHERE (Einwohner>10)

31 I N F O R M A T I K 31 LNRNameEinwohnerHauptstadtKontinent DKDänemark5.16KopenhagenEuropa DDeutschland81.34 BerlinEuropa INDIndien DelhiAsien RWARwanda6.30 KigaliAfrika …………… Land SELECT Name, Einwohner, Kontinent FROM Land WHERE (Einwohner > 10) Veranschaulichendes Beispiel Länder mit über 10 Mio. Einwohner Ergebnistabelle NameEinwohnerKontinent Deutschland81.34Europa Indien761.00Asien ………

32 I N F O R M A T I K 32 SQL – WHERE Bedingungen mit Textattributen: Name = 'Deutschland' Name LIKE 'P%' (Paraguay, Polen, Portugal) Name LIKE 'I_land' (Irland, Island) Bedingungen mit Zahlattributen: Stufe=7 (gleich 7) Stufe<>7 (ungleich 7) Stufe<7 (kleiner 7) Stufe>7 (größer 7) Stufe<=7 (kleiner gleich 7) Stufe>=7 (größer gleich 7) Stufe BETWEEN 7 AND 10 (zwischen 7 und 10)

33 I N F O R M A T I K 33 SQL – WHERE Vergleich auf Nullwert (kein Attributwert angegeben): LNR IS NULL Logische Verknüpfungen: NOT (Kontinent='Europa') (Kontinent nicht Europa) (Kontinent='Europa') AND (Einwohner<1) (Zwergstaaten in Europa) (Kontinent='Europa') OR (Kontinent='Asien') (Länder in Eurasien)

34 I N F O R M A T I K 34 SQL – ORDER BY Das Abfrageergebnis kann sortiert werden: SELECT [Spalten] FROM [Tabelle] WHERE [Bedingung] ORDER BY [Attribute]; Die Sortierung geschieht nach dem angegebenen Attribut. Bei mehreren Sortierattributen wird nach dem zweiten (dritten...) sortiert, sobald die Werte des ersten (zweiten...) identisch sind. Absteigende Sortierung mit DESC Beispiele: SELECT * FROM Land ORDER BY Name SELECT * FROM Land ORDER BY Kontinent, Einwohner DESC

35 I N F O R M A T I K 35 Die ersten SQL Befehle Öffnen Sie das SQL-Fenster 1.Geben Sie alle Länder aus! 2.Geben Sie alle Länder aus: Name, Einwohner, Hauptstadt Sortierung nach Einwohner absteigend SELECT * FROM Land SELECT Name, Einwohner, Hauptstadt FROM Land ORDER BY Einwohner DESC

36 I N F O R M A T I K 36 Aufgaben, Datenbank: terra1 3.Welche Länder liegen in Asien und Australien? 4.Welche Länder haben zwischen 10 und 100 Mio. Einwohner? Absteigend nach Einwohner sortiert WHERE Kontinent='Asien' OR Kontinent='Australien' WHERE Einwohner BETWEEN 10 AND 100 ORDER BY Einwohner DESC

37 I N F O R M A T I K 37 Hilfsfunktionen Wichtig sind vor allem Funktionen zur Manipulation von Strings und Datumsangaben, z.B. DATEDIFF(D1, D2)Differenz (Tage) NOW()Aktuelle Zeit/Datum ( SELECT CURDATE() ) … Wichtige Stringfunktionen CONCAT(S1,S2,…)Verbinden von Strings LOWER(),UPPER()In Groß-/Kleinbuchstaben umwandeln CHAR_LENGTH()Länge in Zeichen MID(str,pos,len) String ausschneiden TRIM(s), LTRIM, RTRIMAbschneiden von Leerzeichen … Weitere Funktionen online in der Hilfe zu MySQL! SQL ist hier nicht standardisiert Die Funktionen sind bei anderen DBS oft unterschiedlich

38 I N F O R M A T I K 38 Aufgaben, Datenbank: terra1 5.Geben Sie die Länder in folgender Form aus: 6.Welche Länder gibt es in Europa mit mehr als 20 Mio Einwohner? WHERE Kontinent = 'Europa' AND Einwohner > 20 Frankreich?? Problem: Europa wird unterschiedlich geschrieben! Lösung: Auslagerung in eine eigene TabelleSpalten können mit AS umbenannt werden CONCAT(UPPER(Name),' - ',Hauptstadt) AS Land, round(Einwohner) AS "Mio. Einwohner"

39 I N F O R M A T I K 39 Relationale Datenbanken – Beziehungen Land und Kontinent werden in zwei getrennten Tabellen gespeichert und über eine Beziehung miteinander verknüpft. Zur Verknüpfung dient ein Kürzel des Kontinents, das als Fremdschlüssel in Land gespeichert wird. KNRName EUEuropa ASAsien AFAfrika Kontinent LNRNameEinwohnerHauptstadtKontinent DKDänemark5.16KopenhagenEuropa DDeutschland81.34 BerlinEuropa INDIndien DelhiAsien RWARwanda6.30 KigaliAfrika LNRName…KNR DKDänemark…EU DDeutschland…EU INDIndien…AS RWARwanda…AF Land Schlüsselattribut aus Kontinent

40 I N F O R M A T I K 40 Relationale Datenbanken – Beziehungen Zwischen den Tabellen bestehen Beziehungen (Relationen) z.B. Kontinent eines Landes Die Verknüpfung erfolgt grundsätzlich dadurch, dass ein Fremdschlüssel der einen Tabelle auf den zugehörigen Primärschlüssel der anderen Tabelle zeigt. Vorteile: Daten werden jeweils nur in einer Tabelle gespeichert. Datenänderungen sind leichter durchzuführen. Strukturänderungen (z.B. das Hinzufügen der Kontinentfläche) lassen sich meist mit geringem Aufwand realisieren. Die Struktur lässt flexiblere Abfragen zu. PKeyDataPKeyDataFKey MasterDetail

41 I N F O R M A T I K 41 SQL – einfache Joins Müssen in SQL Daten aus mehreren Tabellen entnommen werden, so werden sog. Joins gebildet. Die Abarbeitung eines Joins in mehreren Schritten kann an folgendem Beispiel veranschaulicht werden: Es sollen alle Länder mit ihren Kontinenten ausgegeben werden, die mehr als 10 Mio. Einwohner haben. LNRNameEinwohnerKNR DKDänemark5.16EU DDeutschland81.34EU INDIndien761.00AS RWARwanda6.30AF Land KNRName EUEuropa ASAsien AFAfrika Kontinent

42 I N F O R M A T I K 42 SQL – einfache Joins 1.Cross-Join (jede Zeile mit jeder) SELECT * FROM Land, Kontinent LNRNameEinwohnerKNRKNRName DKDänemark5.16EUEUEuropa DKDänemark5.16EUASAsien DKDänemark5.16EUAFAfrika DDeutschland81.34EUEUEuropa DDeutschland81.34EUASAsien DDeutschland81.34EUAFAfrika INDIndien761.00ASEUEuropa INDIndien761.00ASASAsien INDIndien761.00ASAFAfrika …………… LNRNameEinwohnerKNR DKDänemark5.16EU DDeutschland81.34EU INDIndien761.00AS RWARwanda6.30AF Land KNRName EUEuropa ASAsien AFAfrika Kontinent

43 I N F O R M A T I K 43 WHERE Land.KNR= Kontinent.KNR LNRNameEinwohnerKNRKNRName DKDänemark5.16EUEUEuropa DKDänemark5.16EUASAsien DKDänemark5.16EUAFAfrika DDeutschland81.34EUEUEuropa DDeutschland81.34EUASAsien DDeutschland81.34EUAFAfrika INDIndien761.00ASEUEuropa INDIndien761.00ASASAsien INDIndien761.00ASAFAfrika …………… 2.Einschränken auf passende Datensätze. Es dürfen nur die Zeilen genommen werden, für die die Land und die Kontinent Tabelle Daten des gleichen Kontinents enthalten. Dies wird durch die sog. Join-Bedingung erreicht. SELECT * FROM Land, Kontinent SQL – einfache Joins

44 I N F O R M A T I K 44 AND Land.Einwohner > 10 SQL – einfache Joins 2.Einschränken auf passende Datensätze (2). Es sollen nur Länder mit > 10 Mio. Einwohner gezeigt werden. Momentan würde auch Dänemark ausgegeben werden. Also muss eine weitere Bedingung erfüllt sein: SELECT * FROM Land, Kontinent WHERE Land.KNR = Kontinent.KNR LNRNameEinwohnerKNRKNRName DKDänemark5.16EUEUEuropa DKDänemark5.16EUASAsien DKDänemark5.16EUAFAfrika DDeutschland81.34EUEUEuropa DDeutschland81.34EUASAsien DDeutschland81.34EUAFAfrika INDIndien761.00ASEUEuropa INDIndien761.00ASASAsien INDIndien761.00ASAFAfrika ……………

45 I N F O R M A T I K 45 SQL – einfache Joins 3.Einschränken auf gesuchte Spalten. Nur bestimmte Spalten werden ausgegeben. SELECT Land.Name, Land.Einwohner, Kontinent.Name FROM Land,Kontinent WHERE Land.KNR = Kontinent.KNR AND Land.Einwohner > 10 NameEinwohnerName Deutschland81.34Europa Indien761.00Asien ……… In der Realität versucht das DBMS, durch geschicktes Vorgehen die Datenmenge schon früher zu reduzieren. LNRNameEinwohnerKNRKNRName DDeutschland81.34EUEUEuropa INDIndien761.00ASASAsien ……………

46 I N F O R M A T I K 46 1.Geben Sie alle Kontinente mit ihren Ländern aus: Name der Kontinente und Länder Sortierung nach Kontinent absteigend 2.In welchen Kontinenten gibt es Länder mit mehr als 100 Mio. Einwohner? SELECT Kontinent.Name FROM Land, Kontinent WHERE Land.KNR = Kontinent.KNR AND Land.Einwohner > 100 SELECT DISTINCT Kontinent.Name FROM Land, Kontinent WHERE Land.KNR = Kontinent.KNR AND Land.Einwohner > 100 Aufgaben, Datenbank: terra2 SELECT Kontinent.Name, Land.Name FROM Kontinent, Land WHERE Kontinent.KNR = Land.KNR ORDER BY Kontinent.Name DESC Problem: Es werden Duplikate angezeigtLösung: DISTINCT-Anweisung

47 I N F O R M A T I K 47 Erweiterung der Datenbank Es sollen nun die wichtigsten Orte der Länder gespeichert werden. Wie sieht eine solche Ländertabelle aus? Es wird eine neue Tabelle Ort angelegt mit einem Fremdschlüssel auf Land. ONRName…LNR BANGALBangalore…IND GOETTIGöttingen…D KARLSR Karlsruhe…D KOPENHKopenhagen…DK Ort LNRName…KNR DKDänemark…EU DDeutschland…EU INDIndien…AS RWARwanda…AF Land Schlüsselattribut aus Land

48 I N F O R M A T I K 48 Kontinent Teil von LandOrt Teil von Hauptstadt Bisheriges Schema der Datenbank Ein erstes E/R-Modell eigentlich intuitiv zu lesen!? Finden Sie die Stelle in der Datenbank terra3, an der die Hauptstadt abgespeichert ist?

49 I N F O R M A T I K 49 1.Geben Sie alle Orte mit ihren Ländern aus: Name der Orte und Länder Sortierung nach Einwohnerzahl absteigend 2.Geben Sie alle Länder mit ihrer Hauptstadt aus! Sortierung nach Kontinent und Land. SELECT Kontinent.Name AS Kontinent, Land.Name, Ort.Name AS Hauptstadt FROM Ort, Land, Kontinent WHERE Ort.ONR = Land.HauptONR AND Land.KNR = Kontinent.KNR ORDER BY Kontinent.Name, Land.Name Aufgaben, Datenbank: terra3 SELECT Ort.Name, Ort.Einwohner, Land.Name AS Land FROM Ort, Land WHERE Ort.LNR = Land.LNR ORDER BY Ort.Einwohner DESC

50 I N F O R M A T I K 50 SQL – Tabellen-Alias Soll in SQL auf eine Tabelle mehrfach zugegriffen werden, so kann dies mit Alias-Namen geschehen: Es sollen alle Städte mit mehr als 1 Mio. Einwohner ausgegeben werden; dabei auch das zugehörige Land mit Hauptstadt. logische Struktur: SELECT o.Name AS Stadt, l.Name AS Land, hs.Name FROM Ort o, Land l, Ort hs WHERE o.LNR = l.LNR AND l.HauptONR = hs.ONR AND o.Einwohner> Der Alias-Name für Land ist nicht notwendig (verkürzt die Abfrage) LandOrt Teil vonHauptstadt Ort

51 I N F O R M A T I K 51 Erweiterung der Datenbank Es sollen Flüsse gespeichert werden. Flüsse fließen durch Orte. Manche Orte werden von mehreren Flüssen durchflossen (z.B. Koblenz) Wie sieht die Tabelle für die Flüsse aus? FNRNameLaenge ELBElbe1144 MEKMekong4500 MOSMosel544 RHERhein1320 Fluss ONRName GOETTIGöttingen KARLSR Karlsruhe KOBLEN Koblenz KOPENHKopenhagen Ort ONR HAMBUR PHNOMP KOBLEN Problem: Für Flüsse müssen beliebig viele Orte eingetragen werden.

52 I N F O R M A T I K 52 Erweiterung der Datenbank Es sollen Flüsse gespeichert werden. Flüsse fließen durch Orte. Manche Orte werden von mehreren Flüssen durchflossen (z.B. Koblenz) Wie sieht die Tabelle für die Flüsse aus? FNRNameLaenge ELBElbe1144 MEKMekong4500 MOSMosel544 RHERhein1320 Fluss ONRName GOETTIGöttingen KARLSR Karlsruhe KOBLEN Koblenz KOPENHKopenhagen Ort FNR LEI RHE Problem: Für Orte müssen mehrere Flüsse eingetragen werden. Lösung: Auslagerung der Zuordnung in eine eigene Tabelle

53 I N F O R M A T I K 53 Erweiterung der Datenbank Es sollen Flüsse gespeichert werden. Flüsse fließen durch Orte. Manche Orte werden von mehreren Flüssen durchflossen (z.B. Koblenz) Zuordnungstabelle mit Schlüsseln aus beiden Haupttabellen. FNRNameLaenge ELBElbe1144 MEKMekong4500 MOSMosel544 RHERhein1320 Fluss ONRName GOETTIGöttingen KARLSR Karlsruhe KOBLEN Koblenz KOPENHKopenhagen Ort FNRONR ELBHAMBUR RHEKOBLEN RHEKARLSR MOSKOBLEN Stadtfluss

54 I N F O R M A T I K 54 Struktur der Datenbank terra4 Kontinent Teil von Land Fluss Ort Teil von durchfließt n 1 1n Hauptstadt 11 n m

55 I N F O R M A T I K 55 Aufgaben, Datenbank: terra4 1.Welche Orte liegen an der Donau? 2.Welche Länder durchfließt die Donau? 3.Welche Flüsse fließen durch Deutschland? SELECT o.Name FROM Ort o, Stadtfluss sf, Fluss f WHERE o.ONR = sf.ONR AND sf.FNR = f.FNR AND f.Name = 'Donau' SELECT DISTINCT l.Name FROM Land l, Ort o, Stadtfluss sf, Fluss f WHERE l.LNR = o.LNR AND o.ONR = sf.ONR AND sf.FNR = f.FNR AND f.Name = 'Donau' SELECT DISTINCT f.Name, f.Laenge FROM Fluss f, StadtFluss sf, Ort o, Land l WHERE f.FNR = sf.FNR AND sf.ONR = o.ONR AND o.LNR = l.LNR AND l.Name = 'Deutschland'

56 I N F O R M A T I K 56 Gruppieren von Ergebnissen Manchmal müssen die Ergebnisse einer Anfrage gruppiert und verrechnet werden. Bsp.: Wie viele Städte sind in Europa pro Land verzeichnet? SELECT o.ONR, l.Name FROM Ort o, Land l WHERE o.LNR = l.LNR AND l.KNR = 'EU ORDER BY l.Name Selbst zählen??? NEIN! ONRName AALBOR Dänemark KOPENHDänemark BERLINDeutschland DUESSEDeutschland MAINZDeutschland TALLINEstland

57 I N F O R M A T I K 57 Gruppieren von Ergebnissen Manchmal müssen die Ergebnisse einer Anfrage gruppiert und verrechnet werden. Bsp.: Wie viele Städte sind in Europa pro Land verzeichnet? SELECT l.Name, COUNT(*) AS Anzahl FROM Ort o, Land l WHERE o.LNR = l.LNR AND l.KNR = 'EU GROUP BY l.Name ORDER BY l.Name ONRName AALBOR Dänemark KOPENHDänemark BERLINDeutschland DUESSEDeutschland MAINZDeutschland TALLINEstland NameAnzahl Dänemark2 Deutschland3 Estland1

58 I N F O R M A T I K 58 Aufgaben, Datenbank: terra4 1.Zählen Sie die Staaten pro Kontinent! Geben Sie die Kontinente nach der Anzahl absteigend aus. 2.Wie viele Staaten haben Megacities (> 5 Mio. Einwohner) als Hauptstadt? SELECT COUNT(*) FROM Land L, Ort O WHERE O.ONR = L.HauptONR AND O.Einwohner > SELECT K.Name, COUNT(*) AS Anzahl FROM Land L, Kontinent K WHERE L.KNR = K.KNR GROUP BY K.Name ORDER BY Anzahl DESC GROUP BY entfällt, wenn nur gezählt wird.

59 I N F O R M A T I K 59 Aufgaben, Datenbank: terra4 3.Wie viele Einwohner haben die Länder pro Kontinent im Schnitt? 4.Welche Städte liegen an mehr als einem Fluss? SELECT k.Name AS Kontinent, AVG(l.Einwohner) AS Schnitt FROM Kontinent k, Land l WHERE k.KNR = l.KNR GROUP BY k.Name ORDER BY k.Name SELECT o.Name, COUNT(*) AS Anzahl FROM Ort o, StadtFluss sf WHERE o.ONR = sf.ONR GROUP BY o.Name HAVING COUNT(*)>1 ORDER BY o.Name Weitere BuiltIn- Funktionen: MAX, MIN, SUM,…

60 I N F O R M A T I K 60 Struktur der kompletten Datenbank miniterra Kontinent Sprache Teil von gesprochen Land Fluss Ort Teil von durchfließt mündet n m n 1 1n Hauptstadt 11 n m 1 n benachbart m n

61 I N F O R M A T I K 61 Für Experten… Welche Städte liegen an mehr als einem Fluss? Welche Flüsse sind es jeweils? Welche Länder grenzen an Deutschland? SELECT o.Name, f.Name FROM Ort o, StadtFluss sf1, Fluss f WHERE o.ONR = sf1.ONR AND f.FNR = sf1.FNR AND EXISTS (SELECT NULL FROM StadtFluss sf2 WHERE sf1.FNR<>sf2.FNR AND sf2.ONR=o.ONR) ORDER BY o.Name SELECT l1.Name, l2.Name FROM Nachbarland n, Land l1, Land l2 WHERE (n.LNR1='D' OR n.LNR2='D') AND l1.LNR = n.LNR1 AND l2.LNR = n.LNR2

62 I N F O R M A T I K 62 Für Experten… Welche Länder grenzen an Deutschland? Geben Sie nur die Nachbarländer aus! Welche Flüsse münden in den Rhein? SELECT IF(l1.LNR='D',l2.Name, l1.Name) AS "Direkte Nachbarn" FROM Nachbarland n, Land l1, Land l2 WHERE (n.LNR1='D' OR n.LNR2='D') AND l1.LNR = n.LNR1 AND l2.LNR = n.LNR2 ORDER BY "Direkte Nachbarn" SELECT fc.Name FROM Fluss fp, Fluss fc WHERE fp.FNR = fc.ZielFNR AND fp.Name = 'Rhein' ACHTUNG: Nicht genormt! Selbstreferenz der Tabelle Fluss

63 I N F O R M A T I K 63 u.v.m. SQL bietet noch einige weitere (hier nicht behandelte) Möglichkeiten: OUTER JOINS: Es werden beim Join auch Datensätze angezeigt, die keinen Join-Partner finden. Bsp.: Alle Städte sollen ausgegeben werden und zwar (wenn vorhanden) mit ihren Flüssen. Behandlung von leeren Feldern (NULL-Werten) …

64 I N F O R M A T I K 64 Agenda Abfragesprachesprache SQLVerwaltung MySQLDatenbankmodellierungDatenbanken – Wozu?Abfragesprachesprache SQLVerwaltung MySQLAusblick

65 I N F O R M A T I K 65 Verwaltung des Datenbanksystems In einem Datenbanksystem müssen Rechte für verschiedene Benutzer verwaltet werden: MySQL arbeitet nach der Installation ohne Schutz des Administrators Jeder kann auf alle Datenbanken zugreifen und diese verändern Mehrere Schüler sollen sich einen Datenbankserver teilen, dabei sich aber nichts gegenseitig kaputtmachen Die Rechte können sehr fein vergeben werden, am Wichtigsten sind: SELECT:Benutzer kann Tabellen auslesen INSERT/UPDATE/DELETE:Tabelleninhalte dürfen verändert werden CREATE/ALTER/…:Tabellenstruktur darf verändert werden

66 I N F O R M A T I K 66 MySQL – Passwort für Administrator vergeben Anmeldetyp für phpMyAdmin ändern Ins Verzeichnis xampp\phpmyadmin wechseln. Datei config.inc.php mit Notepad öffnen Zeile $cfg['Servers'][$i]['auth_type'] = config'; ändern auf $cfg['Servers'][$i]['auth_type'] = 'http';

67 I N F O R M A T I K 67 MySQL – Passwort für Administrator vergeben phpMyAdmin in Browser starten Menüpunkt Rechte Benutzer root auswählen und bearbeiten Passwort eingeben und speichern Beim nächsten Aufruf von phpMyAdmin ist die Eingabe des Passworts notwendig

68 I N F O R M A T I K 68 Benutzer / Rechte vergeben Über den gleichen Dialog können weitere Benutzer angelegt werden und Rechte auf den Datenbanken vergeben werden z.B. für einen zentralen Datenbankserver sollen pro Schülergruppe exklusive Datenbanken zur Verfügung gestellt werden

69 I N F O R M A T I K 69 Benutzer / Rechte vergeben Soll sich auch der Administrator (root) von anderen Rechnern aus anmelden können, so muss dies separat konfiguriert werden. Bei jedem Benutzer ist angegeben, von welchem Rechner aus eine Anmeldung möglich ist. Menüpunkt Rechte Benutzer root auswählen und bearbeiten

70 I N F O R M A T I K 70 Benutzer anlegen 1.Schützen Sie den Administrator-Zugang für ihren mySQL-Server wie zuvor beschrieben. 2.Legen Sie einen Benutzer ifb und Passwort Speyer an. Dieser soll die Leserechte (SELECT) auf der Datenbank miniterra erhalten. 3.Versuchen Sie, mit diesem Benutzer auf die Datenbank des Nachbarn / der Nachbarin zuzugreifen.

71 I N F O R M A T I K 71 Agenda Abfragesprachesprache SQLVerwaltung MySQLDatenbankmodellierungDatenbanken – Wozu?Verwaltung MySQLDatenbankmodellierungAusblick

72 I N F O R M A T I K 72 Ein neues Informationssystem… Anforderungskatalog Schulverwaltung Die Benutzer können eine Liste aller Lehrer mit ihrem Dienstkürzel abrufen. Für jede Klasse ist eine Liste der durchgeführten Klassenfahrten mit dem leitenden Lehrer ersichtlich. StD L. Lämpel übernimmt dieses Jahr die 7a als Klassenleiter. Die Klasse kann das im Internet schon in den Ferien erfahren. Eine Suche ist möglich über Klassenstufe, Lehrer oder Fach. StR A. Kribich hat sich fortgebildet und darf ab diesem Jahr neben Mathematik und ev. Religion auch Informatik unterrichten. Die Fachschaftsliste muss aktualisiert werden. Nachdem LiA Sch. Merz in Rente gegangen ist, geht die Fachbereichsleitung in Sport an OStR G. Lenk.

73 I N F O R M A T I K 73 Die Benutzer können eine Liste aller Lehrer mit ihrem Dienstkürzel abrufen. StD L. Lämpel übernimmt dieses Jahr die 7a als Klassenleiter. Die Klasse kann das im Internet schon in den Ferien erfahren. Eine Suche ist möglich über Klassenstufe, Lehrer oder Fach. … ? Datenmodell Repräsentation der Informationen als strukturierte Daten Modellbildung Um ein Informationssystem zu erstellen, muss ein Ausschnitt der realen Welt (Miniwelt) im Computersystem erfasst werden. Miniwelt Unstrukturierte Informationen über die Miniwelt

74 I N F O R M A T I K 74 Modellbildung Um aus einer Beschreibung einer Miniwelt das Datenmodell einer Datenbank abzuleiten, bietet es sich an, zunächst ein grafisches Konzept der Daten zu erstellen. Text Externe Sicht Konzeptionelle Sicht Internes Modell (z.B. relationales Datenmodell)

75 I N F O R M A T I K 75 Konzeptionelles Modell – E/R-Diagramme E/R-Diagramme dienen dazu, das konzeptionelle Modell des Informationssystems zu erstellen. Es werden zwei Konstrukte verwendet: Entitätstypen Beziehungstypen (Relationships) Eine Entität ist ein bestimmtes Objekt der realen Welt oder unserer Vorstellung z.B. eine Person, ein Gegenstand, ein Ereignis Entitäten mit gleichen Eigenschaften werden zu Entitätstypen zusammengefasst Symbol: Rechteck Lehrer

76 I N F O R M A T I K 76 E/R-Diagramme - Entitätstyp Beispiel Entitätstyp: Entität:Lehrer Lämpel, Kürzel Lä Entitätstyp:Menge aller Lehrer mit den Merkmalen Vorname, Nachname, Kürzel, … Primärschlüssel:Kürzel (?) (oder ein künstlicher Schlüssel) Entitätstyp Lehrer Kürzel: Lä Name: Lämpel Vorname: Ludwig Titel: StD 3 Entitäten Kürzel: Kr Name: Kribich Vorname: Alfred Titel: StR Kürzel: Le Name: Lenk Vorname: Gertrud Titel: OStR'

77 I N F O R M A T I K 77 Klasse E/R-Diagramme - Beziehungstyp Gleichartige Beziehungen zwischen Entitäten werden als ein Beziehungstyp zwischen den Entitätstypen definiert. Symbol: Raute Beispiel: Ein Lehrer führt Klassenfahrten durch. Lehrer Kuerzel: Me Name: Merz Kuerzel: Kr Name: Kribich Kuerzel: Lä Name: Lämpel Stufe: 12 Teil: m3 Stufe: 11 Teil: M1 Stufe: 8 Teil: a Entitätstyp Klassenfahrt Beziehungstyp Beziehungen

78 I N F O R M A T I K 78 Modellierung oft nicht eindeutig Die Beziehung Klassenfahrt könnte man auch als eigenen Entitätstyp modellieren. Modellierung ist oft nicht eindeutig, es gibt je nach Ansicht mehrere sinnvolle Modelle für eine Miniwelt. KlasseLehrer führt durch Klassenfahrt nimmt teil

79 I N F O R M A T I K 79 E/R-Diagramme - Attribute Die Eigenschaften aller Entitäten und Beziehungen eines Entitätstyps bzw. eines Beziehungstyps werden mit Hilfe von Attributen erfasst. Symbol: Ellipse Beispiel: KlasseLehrer Klassenfahrt Name Kürzel Vorname identifizierend beschreibend Teil Anzahl Stufe Datum Ziel

80 I N F O R M A T I K 80 E/R-Diagramme – Kardinalität Ein Beziehungstyp wird durch die Kardinalität genauer bezeichnet: 1:n- Beziehung am Beispiel: Klassenzuordnung der Schüler SchülerKlasse angehören Name: 9a Name: 9b Name: 10d Name: Müller Vorname: Yvonne Name: Meier Vorname: Jan Name: Dietz Vorname: Nicole Name: Seiler Vorname: Manfred KlasseSchüler 1n Ein Schüler gehört einer Klasse an. Einer Klasse gehören mehrere Schüler an.

81 I N F O R M A T I K 81 E/R-Diagramme – Kardinalität n:m – Beziehung am Beispiel: Kurszuordnung von Schülern in der MSS SchülerKurs besucht Fach: Mathe LK: ja Fach: Deutsch LK: ja Fach: Englisch LK: ja KursSchüler nm Ein Kurs hat mehrere Schüler. Ein Schüler nimmt an mehreren Kursen teil. Name: Müller Vorname: Yvonne Name: Meier Vorname: Jan Name: Dietz Vorname: Nicole Name: Seiler Vorname: Manfred

82 I N F O R M A T I K 82 E/R-Diagramme – Kardinalität Die Kardinalitäten (1:1, 1:n, n:m) geben nur an, wie viele Entitäten maximal miteinander verbunden sind. Bsp.:Ein Schüler ist maximal einer Klasse zugeordnet. Einer Klasse sind maximal n Schüler zugeordnet. Die Kardinalität kann zusätzlich eingeschränkt werden. Bsp.: Eine Klasse hat minimal 8 und maximal 30 Schüler. SchülerKlasse angehören 1n SchülerKlasse angehören 1n [8,30][1,1]

83 I N F O R M A T I K 83 Personen E/R-Diagramme – Reflexive Beziehungstypen Beziehungen können auch auf dem gleichen Entitätstyp gelten, Selbstbeziehung oder Reflexive Beziehung. Bsp.: Heirat Name: Meier Vorname: Klaus Name: Bach Vorname: Stefan Name: Meier Vorname: Sabine Name: Bach-Meier Vorname: Petra Name: Hurtig Vorname: Hans Personen Heirat 1 1 oder n:m ?

84 I N F O R M A T I K 84 E/R-Diagramme – Ist-Beziehung Die Ist-Beziehung gibt an, dass ein Entitätstyp eine Spezialisierung eines anderen Entitätstyps darstellt. Bsp.: Lehrer spezialisiert Person Die Spezialisierungstypen erben die Attribute des Generalisierungstyps. Generalisierungstyp Spezialisierungstypen Klasse Person SchülerLehrer ist Titel VornameName

85 I N F O R M A T I K 85 Normalisierung von relationalen Schemata Im ersten Teil wurde eine bestehende Datenbank sukzessive erweitert und vor allem in mehrere Tabellen zerlegt, um Redundanzen zu vermeiden. Dieser Prozess kann in der sog. Normalisierung formalisiert werden. Das Relationenschema wird dabei in die erste, zweite, dritte usw. Normalform überführt. Immer mehr Redundanzen werden vermieden. Immer mehr Tabellen sind notwendig (und Anfragen werden komplexer). Prozess wird in der Realität nur bis zu einem gewissen Grad durchlaufen. Weitergehendes mit Beispielen in:

86 I N F O R M A T I K 86 Transformation E/R-Modell in relationales Schema Transformation von Entitätstypen Für jeden Entitätstyp eine Tabelle Schüler Name SNRSNR Vorname Schueler SNRNameVorname E/R-Modell Relationales Schema

87 I N F O R M A T I K 87 Transformation E/R-Modell in relationales Schema Transformation von 1:n-Beziehungstypen Fremdschlüssel wird auf Seite der Kind-Klasse hinzugefügt (kann, aber muss nicht der Name des Primärschlüssels sein). SchülerKlasse angehören 1n Name SNR Vorname Stufe KNR Klasse KNRStufe Schueler SNRNameVorname E/R-Modell Relationales Schema KNR

88 I N F O R M A T I K 88 Transformation E/R-Modell in relationales Schema Transformation von n:m-Beziehungstypen Einfügen eines Fremdschlüssels nicht möglich Separate Tabelle mit zwei Fremdschlüsseln SchülerKurs besucht nm Schueler SNRNameVorname Name SNR Vorname Stufe KNR Kurs KNRStufe Fehlstunden KNR Besucht Fehlst.SNR E/R-Modell Relationales Schema

89 I N F O R M A T I K 89 Transformation E/R-Modell in relationales Schema Transformation von 1:1-Beziehungstypen z.B. das separate Speichern von sensiblen Daten zu Personen Separate Tabelle, wobei dort Primärschlüssel auch Fremdschlüssel ist. SchülerPrivatSchüler Zusatzdaten 11 SchuelerPrivat Konfession SNR Herkunft Name SNR Vorname Schueler SNRNameVorname E/R-Modell Relationales Schema HerkunftKonfessionSNR

90 I N F O R M A T I K 90 Transformation E/R-Modell in relationales Schema Transformation der Ist-Beziehung Separate Tabelle, ähnlich der 1:1-Beziehung E/R-Modell Relationales Schema PersonSchüler ist Name Vorname PNRSNR Schulart SchuelerPerson SNRNameVornameKonfessionSchulartSNR Konfession

91 I N F O R M A T I K 91 Tools für E/R-Diagramme DBDesigner4 Ungetestet: Mogwai ER-Designer (http://sourceforge.net/projects/mogwai/)http://sourceforge.net/projects/mogwai/ TOAD Data Modeler TOAD für MySQL (Beta) Oder doch einfach mit Office-Programmen…

92 I N F O R M A T I K 92 Aufgaben Erstellen Sie ein E/R-Modell und dann das relationale Schema. Schule Es werden alle LehrerInnen mit ihren Namen, Vornamen, Kürzeln und Dienstgrad erfasst. Die Benutzer können im Internet eine Liste der Klassen mit ihren KlassenleiterInnen einsehen. Es ist eine Suche nach den Fachschaften der Schule möglich. Dabei werden auch alle LehrerInnen angezeigt, die der Fachschaft angehören.

93 I N F O R M A T I K 93 Bibliothek … Anforderungskatalog Erstellen Sie ein E/R-Modell und dann das relationale Schema. Bibliothek In der Bibliothek müssen Bücher erfasst werden. Eine Suche ist möglich über Sachgebiet, Autor, Titel, Erscheinungsort und –jahr, Verlag. Bei der Suche wird eine Liste aller verfügbaren Verlage vorgeblendet. Leser, die Bücher ausleihen wollen, müssen sich zuvor registrieren. Für ein Buch kann herausgefunden werden, ob es zur Zeit ausgeliehen ist und von wem. Um Schäden nachvollziehen zu können, können alle vorherigen Ausleiher ermittelt werden. Bei zu langer Ausleihe erfolgt eine Mahnung an den Leser. Das muss vermerkt werden.

94 I N F O R M A T I K 94 Anfragen an die Bibliothek-Datenbank Eine Datenbank für das Schema kann fertig importiert werden! (Bibliotheks-DB_latin.sql) 1.Welche Bücher sind bei einem Verlag aus München erschienen? (214 Ergebnisse) 2.Welche Jugendbücher sind zur Zeit von welchem Leser ausgeliehen? Geben Sie den Buchtitel, den Lesernamen und das Datum der Ausleihe aus! (7 Ergebnisse) 3.Wie viele Bücher existieren zu jedem Sachgebiet? Geben Sie die Sachgebiete nach Anzahl absteigend sortiert aus. 4.Wie viele Bücher aus jedem Sachgebiet sind zur Zeit ausgeliehen? (Kinder: 14) 5.Welche Leser haben zur Zeit Bücher ausgeliehen? (49 Ergebnisse, Achtung Duplikate?)

95 I N F O R M A T I K 95 Arztpraxis … Anforderungskatalog Arztpraxis Dr. Mager (kurz Ma) behandelt am den Patienten Willi Schäfer (Patientennummer 3012). Im Rahmen dieser Behandlung werden die folgenden Leistungen erbracht: Beratung, symptombezogene Untersuchung, Schutzimpfung. Jede dieser Leistungen ist über eine Nummer identifizierbar und kostet eine bestimmte Gebühr. Frau Dr. Hurtig (kurz Hu) wird am Sonntag ( ) zu einem Notfall gerufen. Patient Manfred Achilles ist beim Fußballspiel eine Sehne gerissen. In der Untersuchung vor Ort wird das Bein ruhig gestellt und der Patient ins Krankenhaus eingewiesen. Herr Dr. Alzheimer (kurz Al) besucht regelmäßig seine Patientin Paula Stein im Altenheim. Diese Untersuchung gilt als Vorsorgemaßnahme.

96 I N F O R M A T I K 96 Ausblick Agenda Abfragesprachesprache SQLVerwaltung MySQLDatenbankmodellierungDatenbanken – Wozu?DatenbankmodellierungAusblick

97 I N F O R M A T I K 97 Vernetzung des Themas - Grenzen von SQL Problem: Verfolgen eines Flusslaufes von der Quelle zum Meer z.B. Spree Hier werden iterative Strukturen benötigt, die SQL (als mengen- orientierte Sprache) im Standard nicht bietet. Anknüpfung an Programmierung PHP, Delphi, Java Rhein Mosel Main Neckar Donau Isar Inn Fulda Werra Weser Elbe Havel Spree Aller Elbe Havel Spree Nordsee

98 I N F O R M A T I K 98 Vernetzung des Themas - Grenzen von SQL Problem: Verfolgen eines Flusslaufes vom Meer zu den Zuflüssen z.B. Nordsee Beispiel für eine (elegante?) rekursive Programmierung Rhein Mosel Main Neckar Donau Isar Inn Fulda Werra Weser Elbe Havel Spree Aller Nordsee Rhein Mosel Main Neckar Fulda Werra Weser Aller Elbe Havel Spree Nordsee

99 I N F O R M A T I K 99 Ausblick - Was hätte man noch alles behandeln können? Weitere Möglichkeiten von SQL Outer Joins Sub-Selects Datenbank-Management Zugriffsbeschleunigung über Indizes Verwaltung der physischen Speicherung storage engine InnoDB für MySQL Sicherung der Datenbank Verändern der Datenbankinhalte mit SQL INSERT / DELETE / UPDATE Verändern der Datenbankstruktur über Anweisungen Data Definition Language (DDL) u.v.m.

100 I N F O R M A T I K 100 Software / Links XAMPP Deutsche MySQL Seite (englisch: MySQL Gui Tools PHP-Dokumentation (mit MySQL Funktionen) Connectors (ODBC, JDBC, …) für MySQL

101 I N F O R M A T I K 101 Software / Links Material zur MySQL-Verwendung von Klaus Merkert kl.de/faecher/inf/material/datenbanken/mysql/index.php kl.de/faecher/inf/material/datenbanken/mysql/index.php Material zu DB allgemein von OSZ Handel, Berlin en/index.htm en/index.htm u.v.m.

102 I N F O R M A T I K 102 Schemata der Beispieldatenbanken Schema zur Beispieldatenbank schulverwaltung.sql LehrerFaecher Klassen Klassenleiter unterrichtet n m nm KBuchstabeKStufeSaal LNRFNRFachNameVorname

103 I N F O R M A T I K 103 Schemata der Beispieldatenbanken Schema zur Beispieldatenbank bibliothek.sql Buecher Ausleihe BuchNrAutor… Leser LeserNrNachname… Leserprivat LeserNrGeschlecht… Ist Teil von …zurueck Verlag VNRNameOrt gibt heraus n 11 1 nm

104 I N F O R M A T I K 104 Schemata der Beispieldatenbanken Schema zur Beispieldatenbank wm2006.sql Begegnung SchiedsrichterTeam Land Ort Team1Team2 n 11 n n n 1 Datum Ergebnis

105 I N F O R M A T I K 105 Schemata der Beispieldatenbanken WM-Datenbank als UML-Diagramm Begegnung SchiedsrichterTeam Land Ort TNR2 TNR1 TNR LNR TNR LNR SNR ONR Datum Ergebnis Name Einwohner Kontinent Name Vorname Name Sitze Trainer TNR in Team ist Primär- und Fremdschlüssel

106 INFORMATIK Informationssysteme / Datenbankabfragen Thomas Mohr


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