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Kapitel 8 Die Instrumente der Außenhandelspolitik Original von Iordanis Petsas begleitend zu Internationale Wirtschaft: Theorie und Politik Internationale.

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Präsentation zum Thema: "Kapitel 8 Die Instrumente der Außenhandelspolitik Original von Iordanis Petsas begleitend zu Internationale Wirtschaft: Theorie und Politik Internationale."—  Präsentation transkript:

1 Kapitel 8 Die Instrumente der Außenhandelspolitik Original von Iordanis Petsas begleitend zu Internationale Wirtschaft: Theorie und Politik Internationale Wirtschaft: Theorie und Politik 6. Auflage von Paul R. Krugman und Maurice Obstfeld

2 Slide 8-2Copyright © 2003 Pearson Education, Inc. Kapitelübersicht Einleitung Grundarten des Zolls Kosten und Nutzen eines Zolls Weitere Instrumente der Außenhandelspolitik Wirkung der Außenhandelspolitik: Zusammenfassung Zusammenfassung Anhang I: Analyse des Zolls im allgemeinen Gleichgewicht Anhang II: Zölle und Importquoten unter Monopol- bedingungen

3 Slide 8-3Copyright © 2003 Pearson Education, Inc. Einleitung Das Kapitel will folgende Fragen beantworten: Welche Folgen haben bestimmte Instrumente der Außenhandelspolitik? Wer profitiert und wer verliert von diesen Politikinstrumenten? Was sind die Vor- und Nachteile von Protektion? Werden die Vorteile die Nachteile überwiegen? Wie sollte die Außenhandelspolitik einer Nation sein?

4 Slide 8-4Copyright © 2003 Pearson Education, Inc. Einleitung Instrumente der Außenhandelspolitik Handelsverringerung Handelsexpansion Zölle Exportsteuern Importquoten Importsubvention Exportsubvention Exportquoten PreisMenge PreisMenge

5 Slide 8-5Copyright © 2003 Pearson Education, Inc. Grundarten des Zolls Zölle können eingeteilt werden in: spezifische Zölle:werden in einer festen Höhe auf jede importierte Gütereinheit erhoben. Wertzölle: werden anteilig auf den Wert des Güterimports erhoben (z.B. 25 Prozent auf jeden in die USA eingeführten LKW)

6 Slide 8-6Copyright © 2003 Pearson Education, Inc. Heutige Regierungen schützen ihre einheimischen Branchen lieber durch diverse nichttarifäre Handelshemmnisse, wie etwa: –Importquoten: Mengenbeschränkungen für Importe –Exportbeschränkungen: Selbstbeschränkung, die sich das exportierende Land auf Verlangen des importierenden auferlegt. Grundarten des Zolls

7 Slide 8-7Copyright © 2003 Pearson Education, Inc. nützliche Definitionen: Ein kleines Land ist ein Land, das die Terms of Trade nicht beeinflussen kann. Der analytische Rahmen wird sich stützen auf: –zwei große miteinander handelnde Länder –ein kleines Land, das mit dem Rest der Welt handelt. Grundarten des Zolls

8 Slide 8-8Copyright © 2003 Pearson Education, Inc. Angebot, Nachfrage und Außenhandel in einem einzigen Sektor Ausgegangen von zwei Ländern, Inland und Ausland. Beide konsumieren und produzieren Weizen, der kostenfrei von einem Land in das andere Transportiert werden kann. In beiden Ländern herrscht in der Weizenindustrie vollständiger Wettbewerb. Gehen wir davon aus, dass der Weizenpreis vor Handel im Inland höher ist als im Ausland. –Da der Weizenpreis im Inland den Auslandspreis übersteigt, beginnen die Anbieter, Weizen vom Ausland ins Inland zu transportieren. –Dieser Weizenexport treibt den Auslandspreis nach oben und senkt den Inlandspreis, bis der Preisunterschied ausgeglichen ist. Grundarten des Zolls

9 Slide 8-9Copyright © 2003 Pearson Education, Inc. Um den Weltpreis (P w ) und das Handelsvolumen (Q w ), zu bestimmen, sollen zwei neue Kurven bestimmt werden. Importnachfrage –ist die von den Inlandskonsumenten nachgefragte Gütermenge, die über das von den Inlandsproduzenten bereitgestellte Angebot hinausgeht: MD = D(P) – S(P) Exportangebot –ist der Produktionsüberschuss des Auslands über die von den Auslandskonsumenten nachgefragte Menge hinaus: XS = S*(P*) – D*(P*) Grundarten des Zolls

10 Slide 8-10Copyright © 2003 Pearson Education, Inc. Menge, Q Preis, P Menge, Q MD D S A PAPA P2P2 P1P1 S2S2 D2D2 D 2 – S 2 2 S1S1 D1D1 D 1 – S 1 1 Abbildung 8-1: Ableitung der Importnachfragekurve des Inlands Grundarten des Zolls

11 Slide 8-11Copyright © 2003 Pearson Education, Inc. Eigenschaften der Importnachfragekurve: Die Importnachfragekurvekurve schneidet die Preisachse im Autarkiepunkt. Sie hat einen fallenden Verlauf. Sie hat einen flacheren Verlauf als die Nachfrage des importierenden Landes. Grundarten des Zolls

12 Slide 8-12Copyright © 2003 Pearson Education, Inc. P2P2 P*AP*A D*D* S*S* P1P1 XS Preis, P Menge, Q S *2 – D *2 S *2 D *2 Abbildung 8-2: Ableitung des Exportangebots des Auslands D *1 S *1 S *1 – D *1 Grundarten des Zolls

13 Slide 8-13Copyright © 2003 Pearson Education, Inc. Eigenschaften der Exportangebotskurve: Die Exportangebotskurve schneidet die Preisachse im Autarkiepunkt. Sie hat eine positive Steigung. Sie hat einen flacheren Verlauf als die Angebotskurve des exportierenden Landes. die Terms of Trade von Ausland sind der Preis des Gutes, die von Inland dessen Kehrwert. Grundarten des Zolls

14 Slide 8-14Copyright © 2003 Pearson Education, Inc. Abbildung 8-3: Weltgleichgewicht XS Preis, P Menge, Q MD PWPW QWQW 1 Grundarten des Zolls

15 Slide 8-15Copyright © 2003 Pearson Education, Inc. Auswirkungen eines Zolls Angenommen zwei große Länder handeln miteinander. Angenommen das Inland erhebt einen Zoll von 2$ auf jedes importierte Scheffel Weizen. Dann finden sich die Anbieter erst dann zum Transport bereit, wenn der Preisunterschied zwischen den beiden Märkten mindestens 2$ beträgt. Abbildung 8-4 zeigt die Auswirkungen eines spezifischen Zolls pro Weizeneinheit t in Dollar ($t). Grundarten des Zolls

16 Slide 8-16Copyright © 2003 Pearson Education, Inc. XS PTPT MD D*D* S*S* D S PWPW 2 QTQT 1 QWQW Abbildung 8-4: Zollwirkungen P*TP*T 3 t Preis, P Menge, Q Preis, P Menge, Q Preis, P Menge, Q Home marketWorld marketForeign market Inlandsmarkt WeltmarktAuslandsmarkt t Grundarten des Zolls

17 Slide 8-17Copyright © 2003 Pearson Education, Inc. Ohne Zoll würde sich der Weizenpreis (P w ) in beiden Ländern angleichen. Der Zoll erhöht den Inlandspreis auf P T und senkt den Auslandspreis auf P* T (= P T – t). im Inland: erhöhen die Produzenten das Angebot zu einem höheren Preis, während die Konsumenten weniger nachfragen, sodass die Importnachfrage sinkt. Im Ausland: führt der niedrigere Preis zu einem verringerten Angebot und einer erhöhten Nachfrage, womit das Exportangebot sinkt. Das Handelsvolumen von Weizen sinkt also durch die Einführung eines Zolls. Grundarten des Zolls

18 Slide 8-18Copyright © 2003 Pearson Education, Inc. Der Preisanstieg in Inland ist geringer als der Zollbetrag, weil sich ein Teil des Zolls in den sinkenden Exportpreisen in Ausland niederschlägt und daher nicht an die Inlandskonsumenten weitergereicht wird. Die Importgüter eines kleinen Landes, das einen Zoll verhängt, machen in der Regel von vornherein nur einen kleinen Anteil des Weltmarkts aus, so dass seine Importverringerung die Exporte des Auslands und damit den Weltmarktpreis nicht spürbar beeinflusst. Grundarten des Zolls

19 Slide 8-19Copyright © 2003 Pearson Education, Inc. Abbildung 8-5: Ein Zoll in einem kleinen Land S Preis, P Menge, Q D P W + t PWPW Importe nach Zoll S1S1 D1D1 Importe vor Zoll D2D2 S2S2 Grundarten des Zolls

20 Slide 8-20Copyright © 2003 Pearson Education, Inc. Effektive Schutzwirkung von Zöllen: Bei der Analyse der Praxis der Außenhandelspolitik muss man die Frage stellen, wie viel Schutz ein Zoll oder eine andere handelspolitische Maßnahme tatsächlich gewährleistet. Für gewöhnlich wird diese Größe als Prozentsatz des Wertes der im Inland hergestellten (geschützten) Güter angegeben, der bei Freihandel geschaffen würde. Diese einfache Berechnung birgt zwei Probleme: –Im Falle eines großen Landes verringert der Zoll den Weltmarktpreis für das geschützte Produkt. –Zölle können ganz unterschiedliche Auswirkungen auf verschiedene Produktionsstadien eines Gutes haben. Grundarten des Zolls

21 Slide 8-21Copyright © 2003 Pearson Education, Inc. Effektiver Schutz: Bei der Einführung eines Zolls müssen die Kosten für die Inputgüter beachtet werden: –Beispiel: Ein europäischer Flugzeugbauer verkauft ein Flugzeug für 50 Millionen, die Kosten der Produktion liegen jedoch bei 60 Millionen, der Rest von 10 Millionen ist durch Subventionen gedeckt. Die Hälfte der Produktionskosten werden durch importierte Güter verursacht. Bei Freihandel würde also ein Wert von (50-30)=20 Millionen geschaffen, der mit (30-20)=10 Millionen subventioniert wird. Somit liegt der effektive Schutz bei 10/20 = 50%. Grundarten des Zolls

22 Slide 8-22Copyright © 2003 Pearson Education, Inc. Ein Zoll erhöht den Preis eines Gutes im Importland und senkt ihn im Exportland. Folgen dieser Preisveränderungen: die Konsumenten im Importland leiden und die im Exportland profitieren die Produzenten im Importland profitieren und die im Exportland leiden Der Staat, der den Zoll erhebt, realisiert zusätzliche Einnahmen Um diese Vor- und Nachteile eines Zolls gegenein- ander abzuwägen, muss man sie durch Produzenten- und Konsumentenrente quantifizieren. Grundarten des Zolls

23 Slide 8-23Copyright © 2003 Pearson Education, Inc. Konsumentenrente und Produzentenrente Konsumentenrente: –bemisst sich nach der Differenz zwischen dem tatsächlich bezahlten Preis und dem Preis, den der Konsument zu entrichten bereit gewesen wäre. –kann aus der Nachfragekurve des Marktes abgleitet werden. –entspricht der Fläche unter der Nachfragekurve und über dem Preis. Grundarten des Zolls

24 Slide 8-24Copyright © 2003 Pearson Education, Inc. $10 10 D Abbildung 8-6: Die Ableitung der Konsumentenrente aus der Nachfragekurve Kosten und Nutzen eines Zolls Preis, P Menge, Q $18 $14 $11 KR = = 36

25 Slide 8-25Copyright © 2003 Pearson Education, Inc. Abbildung 8-7: Geometrische Darstellung der Konsumentenrente a b P1P1 P2P2 D Preis, P Menge, Q Q2Q2 Q1Q1 Kosten und Nutzen eines Zolls

26 Slide 8-26Copyright © 2003 Pearson Education, Inc. Produzentenrente –bemisst sich nach der Differenz zwischen dem Preis den der Produzent erhält und dem Preis, bei dem er bereit gewesen wäre zu verkaufen. –kann aus der Angebotskurve des Marktes hergeleitet werden –entspricht graphisch der Fläche über der Angebotskurve und unter dem Preis Kosten und Nutzen eines Zolls

27 Slide 8-27Copyright © 2003 Pearson Education, Inc. Abbildung 8-8: Geometrische Darstellung der Produzentenrente d c P2P2 P1P1 S Preis, P Menge, Q Q2Q2 Q1Q1 Kosten und Nutzen eines Zolls

28 Slide 8-28Copyright © 2003 Pearson Education, Inc. Bestimmung von Kosten und Nutzen Es ist sinnvoll Produzenten- und Konsumentenrente zu addieren, denn Preisänderungen betreffen die Akteure auf zwei Arten : –als Konsument –als Kapitalbesitzer Kosten und Nutzen eines Zolls

29 Slide 8-29Copyright © 2003 Pearson Education, Inc. Abbildung 8-9: Kosten und Nutzen eines Zolls für das Importland PTPT PWPW P*TP*T b c d e D a = Konsumentenverlust (a + b + c + d) = Gewinn der Produzenten (a) = staatlicher Einnahmezuwachs (c + e) QTQT D2D2 S2S2 S S1S1 D1D1 Preis, P Menge, Q Kosten und Nutzen eines Zolls ac

30 Slide 8-30Copyright © 2003 Pearson Education, Inc. Die Flächen der zwei Dreiecke b und d bestimmen den Verlust für die Nation als Ganzes (Effizienzverlust) und die Fläche des Vierecks e gibt den Terms of Trade Gewinn an. –Der Effizienzverlust entsteht aufgrund der Verzerrungen für Konsum und Produktion. Der Zoll veranlasst Konsumenten und Produzenten zu einem Verhalten, dass einem höheren als dem tatsächlichen Importpreis entspricht. Das Dreieck b ist der Verlust infolge der Produktionsverzerrung (zu viel Produktion des Inlands) und Dreieck d ist der Verlust infolge der Konsumverzerrung (zu große Konsumzurückhaltung). –Der Terms of Trade Gewinn entsteht aufgrund der Senkung der Auslandsexportpreise infolge des Zolls. Kosten und Nutzen eines Zolls

31 Slide 8-31Copyright © 2003 Pearson Education, Inc. PTPT PWPW P*TP*T b c d e D a = Konsumentenverlust (a + b + c + d) = Gewinn der Produzenten (a) = staatlicher Einnahmezuwachs (c + e) QTQT D2D2 S2S2 S S1S1 D1D1 Preis, P Menge, Q Kosten und Nutzen eines Zolls Abbildung 8-10: Der Nettoeffekt eines Zolls auf die Wohlfahrt = Effizienzverlust (b + d) = Terms of Trade Gewinn (e)

32 Slide 8-32Copyright © 2003 Pearson Education, Inc. Wenn der Gewinn aus der Änderung der Terms of Trade größer ist als der Effizienzverlust, vergrößert die Einführung eines Zolls die Wohlfahrt des importieren- den Landes. Im Falle eines kleinen Landes, verringert die Einführung eines Zolls die Wohlfahrt des Landes. Kosten und Nutzen eines Zolls

33 Slide 8-33Copyright © 2003 Pearson Education, Inc. Exportsubventionen: die Theorie Exportsubvention –ist eine Zahlung an ein Unternehmen oder eine Einzelperson, die ein Gut ins Ausland liefert. Wenn der Staat eine Exportsubvention zur Verfügung stellt, exportieren Anbieter das Gut so lange, bis sein Binnenpreis den Auslandspreis um die Höhe der Subvention übersteigt. –kann entweder mengenabhängig (eine feste Summe pro Einheit) oder wertabhängig (ein bestimmter Anteil des Exportwerts) erteilt werden. Weitere Instrumente der Außenhandelspolitik

34 Slide 8-34Copyright © 2003 Pearson Education, Inc. a Abbildung 8-11:Auswirkungen einer Exportsubvention Weitere Instrumente der Außenhandelspolitik PSPS PWPW P*SP*S Preis, P Menge, Q Exporte g f e Sub- vention d c = Gewinne der Produzenten (a + b + c) = Verluste der Konsumenten (a + b) = Kosten der staatlichen Subvention (b + c + d + e + f + g) D S c a bbb = Gewinne (Netto) c = Kosten (Netto) (b + d + e + f + g)

35 Slide 8-35Copyright © 2003 Pearson Education, Inc. Eine Exportsubvention erhöht die Preise im exportierenden Land und vermindert sie im importierenden Land. Im Gegensatz zu einem Zoll verschlechtert die Exportsubvention die Terms of Trade. Eine Exportsubvention führt unweigerlich zu Kosten, die die Vorteile überwiegen. Weitere Instrumente der Außenhandelspolitik

36 Slide 8-36Copyright © 2003 Pearson Education, Inc. Abbildung 8-12: Die gemeinsame Agrarpolitik in Europa Weitere Instrumente der Außenhandelspolitik Preis, P Menge, Q S D EU Preis ohne Importe Weltmarktpreis s = Kosten der Subvention Mindestpreis Exporte + – = zusätzliche Produzentenrente = verlorene Konsumentenrente Weltmarktpreis

37 Slide 8-37Copyright © 2003 Pearson Education, Inc. Importquoten: Theorie Eine Importquote ist eine direkte Mengenbeschrän- kung für ein Importgut. Beispiel: Die USA haben eine Importquote für Käse. Die Importquote wird üblicherweise durch die Verteilung von Importlizenzen durchgesetzt. Beispiel: Es gibt bestimmte Handelsgesellschaften, die als einzige Unternehmen Käse in die USA importieren dürfen. Für einige wichtige Güter, insbesondere Zucker und Bekleidung, wird das Recht auf Verkauf in den USA direkt an die Exportstaaten vergeben. Weitere Instrumente der Außenhandelspolitik

38 Slide 8-38Copyright © 2003 Pearson Education, Inc. Eine Importquote erhöht stets den Binnenpreis des Importguts. Die Lizenzinhaber können Importgüter kaufen und sie auf dem Inlandsmarkt zu einem erhöhten Preis absetzen. –Die so erzeugten Gewinne der Inhaber von Importlizenzen bezeichnet man als Quotenrenten. Weitere Instrumente der Außenhandelspolitik

39 Slide 8-39Copyright © 2003 Pearson Education, Inc. Abbildung 8-9: Kosten und Nutzen einer Importquote PTPT PWPW P*TP*T b c d e D a = Konsumentenverlust (a + b + c + d) = Gewinn der Produzenten (a) = Quotenrente (c + e) QTQT D2D2 S2S2 S S1S1 D1D1 Preis, P Menge, Q ac Weitere Instrumente der Außenhandelspolitik

40 Slide 8-40Copyright © 2003 Pearson Education, Inc. Wohlfahrtsanalyse von Importquoten im Vergleich zu Zöllen –Der Unterschied zwischen einer Quote und einem Zoll besteht darin, dass die Quote dem Staat keine Einnahmen beschert. –Jede Bewertung von Kosten und Nutzen einer Importquote muss berücksichtigen, bei wem die Quotenrenten anfallen. Wenn die Verkaufsrechte für den Inlandsmarkt direkt an die Regierungen der Exportländer verliehen werden, sind infolge des Rententransfers ins Ausland die Kosten einer Quote erheblich höher als die Kosten eines entsprechenden Zolls. Weitere Instrumente der Außenhandelspolitik

41 Slide 8-41Copyright © 2003 Pearson Education, Inc. Preis im U.S. Markt 466 Weltmarktpreis 280 b c d Nachfrage a Angebot Preis, $/Tonne Zuckermenge in Millionen Tonnen Abbildung 8-13: Auswirkungen der US-amerikanischen Importquote für Zucker Weitere Instrumente der Außenhandelspolitik Importquote: 2.13 Millionen Tonnen = Konsumentenverlust = (a + b + c + d) = Mrd = Produzentengewinn (a) = Mrd = Quotenrenten (c) = Mrd ac

42 Slide 8-42Copyright © 2003 Pearson Education, Inc. Freiwillige Exportbeschränkungen Eine Freiwillige Exportbeschränkung ist eine Exportquote, die vom exportierenden Land festgelegt wird. Freiwillige Exportbeschränkungen werden im Allgemeinen auf Verlangen des Importlandes hin beschlossen, um weiteren Handelsbeschränkungen vorzubeugen. Weitere Instrumente der Außenhandelspolitik

43 Slide 8-43Copyright © 2003 Pearson Education, Inc. Ein freiwillige Exportbeschränkung ist allerdings genau dasselbe wie eine Importquote, die mit der Lizenzvergabe an ausländische Regierungen einhergeht, sodass sie dem Importland oft hohe Kosten verursacht. Eine freiwillige Exportbeschränkung ist für das Importland immer kostspieliger als ein Zoll, der die Importe auf dieselbe menge beschränken würde. –Die Gelder, die im Falle eines Zolls als Staatseinnahmen verbucht würden, fließen im Falle eine freiwilligen Exportbeschränkung dem Ausland zu Beispiel: eine Studie stellte fest, dass zwei Drittel der Kosten der Exportbeschränkung auf Bekleidung, Stahl und Automobile als Quotenrenten ins Ausland fließen Eine freiwillige Exportbeschränkung erzeugt einen Verlust für das importierende Land. Weitere Instrumente der Außenhandelspolitik

44 Slide 8-44Copyright © 2003 Pearson Education, Inc. Local-Content Klauseln Eine Local-Content Klausel schreibt vor, dass ein bestimmter Anteil des Endprodukts aus inländischer Herstellung stammen muss. Dieser Anteil kann in Mengen- oder Wertanteilen definiert werden. Local-Content-Gesetze wurden in großem Umfang von Entwicklungsländern eingesetzt, die versuchten ihre Industrie von der reinen Endmontage auf die Herstellung von Zwischenprodukten umzustellen. Weitere Instrumente der Außenhandelspolitik

45 Slide 8-45Copyright © 2003 Pearson Education, Inc. Local-Content-Klauseln erzeugen weder staatliche Einnahmen noch Quotenrenten. Der Preisunterschied zwischen Importen und einheimischen Gütern fließt in den Endpreis ein und wird an die Konsumenten weitergereicht. Beispiel: Die Montageunternehmen sind verpflichtet, zu 50% Teile aus dem Inland zu verwenden. Die Kosten der importierten Teile betragen 6000 $. Dieselben Teile aus einheimischer Produktion kosten 10,000 $. Dann betragen die Durchschnittskosten $8000 (0.5 x $ x $10,000). Firmen können die Local-Content-Klauseln dadurch erfüllen, dass sie Teile aus einheimischer Produktion nicht selbst verwenden, sondern exportieren. Weitere Instrumente der Außenhandelspolitik

46 Slide 8-46Copyright © 2003 Pearson Education, Inc. Weiter Instrumente der Außenhandelspolitik Exportkreditförderung –subventionierte Kredite an die Käufer von Exporten. –Entspricht im wesentlichen der Exportsubvention. Nationale Beschaffung –Der Staat oder stark regulierte Firmen können bei Einkäufen einheimische Produkte auch dann bevorzugen, wenn sie teurer sind als Importe. Bürokratische Schikanen –Manchmal wenden Staaten Gesundheits- Sicherheits- und Einfuhrvorschriften als Handelshemmnisse an. Weitere Instrumente der Außenhandelspolitik

47 Slide 8-47Copyright © 2003 Pearson Education, Inc. Exportsubventionen: die Theorie Exportsteuer –ist die Zahlung eines Unternehmens oder einer Einzelperson, die ein Gut ins Ausland liefert. Wenn der Staat eine Exportsteuer verlangt, exportieren Anbieter das Gut so lange, bis sein Auslandspreis den Binnenpreis um die Höhe der Stuer übersteigt. –kann entweder mengenabhängig (eine feste Summe pro Einheit) oder wertabhängig (ein bestimmter Anteil des Exportwerts) eingenommen werden. –ist bisher nicht eingesetzt worden, wurde jedoch 2005 als freiwillige Selbstbeschränkung in China diskutiert. Weitere Instrumente der Außenhandelspolitik

48 Slide 8-48Copyright © 2003 Pearson Education, Inc. a Abbildung 8-11:Auswirkungen einer Exportsteuer Weitere Instrumente der Außenhandelspolitik P*TP*T PWPW PTPT Preis, P Menge, Q Steuer c = Verluste der Produzenten (a + b + c + d) = Gewinne der Konsumenten (a + b) = Steuereinnahmen (c + e) D S Exporte a b b = Verluste (Netto) b + c + d Gewinn/Verlust (Netto) = (e - b - d) e dc

49 Slide 8-49Copyright © 2003 Pearson Education, Inc. Eine Exportsteuer senkt die Preise im exportierenden Land und erhöht sie im importierenden Land. Wie ein Zoll verbessert die Exportsteuer die Terms of Trade. Eine Exportsteuer lohnt sich solange der Terms of Trade Effekt die Effizienzverluste überwiegen. Eine Exportsteuer lohnt sich für ein großes Land und führt für ein kleines Land immer zu Verlusten. Weitere Instrumente der Außenhandelspolitik

50 Slide 8-50Copyright © 2003 Pearson Education, Inc. Wirkungen der Außenhandlespolitik: Zusammenfassung Tabelle 8-1: die Auswirkungen verschiedner handelspolitischer Maßnahmen

51 Slide 8-51Copyright © 2003 Pearson Education, Inc. Zusammenfassung Ein Zoll treibt einen Keil zwischen Weltmarkt- und Binnenpreise. Er hebt den Binnenpreis, doch diese Erhöhung bleibt hinter dem Zollsatz zurück, außer im Fall des kleinen Landes. Bei einem kleinen Land schlägt sich der Zoll uneingeschränkt in den Binnenpreisen wieder. Kosten und Nutzen eines Zolls oder einer anderen handelspolitischen Maßnahme können anhand Konsumenten- und Produzentenrente bestimmt werden. Die einheimischen Produzenten eines Gutes gewinnen Die einheimischen Konsumenten verlieren Der Staat gewinnt aufgrund der Zolleinnahmen

52 Slide 8-52Copyright © 2003 Pearson Education, Inc. Zusammenfassung Der Nettoeffekt eines Zolls kann in zwei Teile unterteilt werden: Effizienzverlust (Konsum und Produktion) Gewinn durch Veränderungen der Terms of Trade (im Fall eines kleinen Landes ist dieser Null ) Exportsubventionen verursachen ähnliche Effizienzverluste wie ein Zoll, verschlechtern jedoch zusätzlich die Terms of Trade. Importquoten und freiwillige Exportbeschränkungen unterscheiden sich darin von Zöllen, dass sie keine staatlichen Einnahmen mit sich bringen.

53 Slide 8-53Copyright © 2003 Pearson Education, Inc. D Anhang II: Zölle und Importquoten unter Monopolbedingungen Abbildung 8AII-1: Monopolist unter Freihandelsbedingungen Preis, P Menge, Q PWPW PMPM MC MR DfDf QMQM QfQf

54 Slide 8-54Copyright © 2003 Pearson Education, Inc. D Anhang II: Zölle und Importquoten unter Monopolbedingungen Abbildung 8AII-2: Von einem Zoll geschützter Monopolist Preis, P Menge, Q PWPW PMPM MC MR DfDf QMQM QfQf DtDt QtQt P W + t

55 Slide 8-55Copyright © 2003 Pearson Education, Inc. Preis, P Menge, Q PWPW PqPq Anhang II: Zölle und Importquoten unter Monopolbedingungen Abbildung 8AII-3: Von einer Importquote geschützter Monopolist MC MR q DqDq D QqQq

56 Slide 8-56Copyright © 2003 Pearson Education, Inc. Preis, P Menge, Q PWPW PqPq P W + t Anhang II: Zölle und Importquoten unter Monopolbedingungen Abbildung 8AII-4: Vergleich von Zoll und Quote MC MR q DqDq D QtQt QqQq


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