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8 Anwendung: Die Kosten der Besteuerung. Institut für wirtschaftswissenschaft. Universität Erlangen-Nürnberg Anwendung: Die Kosten der Besteuerung Wie.

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Präsentation zum Thema: "8 Anwendung: Die Kosten der Besteuerung. Institut für wirtschaftswissenschaft. Universität Erlangen-Nürnberg Anwendung: Die Kosten der Besteuerung Wie."—  Präsentation transkript:

1 8 Anwendung: Die Kosten der Besteuerung

2 Institut für wirtschaftswissenschaft. Universität Erlangen-Nürnberg Anwendung: Die Kosten der Besteuerung Wie wird die Nettowohlfahrt durch eine Steuer beeinflusst? Wir wissen, dass es keine Rolle spielt, ob Steuern beim Käufer oder Verkäufer eines Gutes erhoben werden. Steuern führen jedoch zu einem Nettowohlfahrtsverlust.

3 Abbildung 1: Die Wirkungen einer Steuer Steuer Menge 0 Preis Nachfrage Angebot Menge ohne Steuer Menge mit Steuer Preis, den Käufer zahlen Preis ohne Steuern Preis, den Ver- käufer erhalten

4 Institut für wirtschaftswissenschaft. Universität Erlangen-Nürnberg Wie eine Steuer die Marktteilnehmer tangiert Eine Steuer treibt einen Keil zwischen das, was der Verkäufer erhält, und dem Preis, den ein Käufer bezahlt. Als Folge sinkt die Menge gehandelter Güter unter das Niveau, das ohne Steuern umgesetzt worden wäre. Die Marktgröße ist gesunken. Was sind die Auswirkungen für die Wohlfahrt?

5 Institut für wirtschaftswissenschaft. Universität Erlangen-Nürnberg Wie eine Steuer die Marktteilnehmer tangiert Steuereinnahmen T = die Höhe der Steuer Q = die Menge des verkauften Gutes T Q = Steuereinnahmen des Staats

6 Abbildung 2: Steueraufkommen Steuer (T) Verkaufte Menge (Q) Menge 0 Preis Nachfrage Angebot Menge ohne Steuer Menge mit Steuer Preis, den Käufer bezahlen Preis, den Verkäufer erhalten (T × Q ) Steuer- aufkommen

7 Institut für wirtschaftswissenschaft. Universität Erlangen-Nürnberg Wie eine Steuer die Marktteilnehmer tangiert Veränderungen der Wohlfahrt Der Nettowohlfahrtsverlust (deadweight loss) ist die Minderung der Gesamtrente durch eine Steuer.

8 Abbildung 3: Wohlfahrtswirkungen einer Steuer A F B D C E Menge 0 Preis Nachfrage Angebot = PBPB Q2Q2 = PSPS = P1P1 Q1Q1 Preis,den Käufer bezahlen Preis ohne Steuer Preis, den Verkäufer erhalten

9 Institut für wirtschaftswissenschaft. Universität Erlangen-Nürnberg Veränderungen der Wohlfahrt durch eine Steuer Ohne Steuer Mit Steuer Veränderung KonsumentenrenteA+B+CA- (B+C) ProduzentenrenteD+E+FF- (D+E) SteueraufkommenNullB+D+ (B+D) Gesamtrente A+B+C+D+E+F A+B+D+F- (C+E)

10 Institut für wirtschaftswissenschaft. Universität Erlangen-Nürnberg Wie eine Steuer die Marktteilnehmer tangiert Die Veränderung der Gesamtwohlfahrt schließt ein: die Veränderung der Konsumentenrente, die Veränderung der Produzentenrente, die Veränderung des Steueraufkommens. Die Wohlfahrtsverluste von Konsumenten und Produzenten übersteigen die Steuereinnahmen. Damit entsteht ein Nettowohlfahrtsverlust (deadweight loss).

11 Institut für wirtschaftswissenschaft. Universität Erlangen-Nürnberg Nettowohlfahrtsverluste und Handelsvorteile Steuern verursachen Nettowohlfahrtsverluste, weil sie Käufer und Verkäufer davon abhalten, gewisse Handelsvorteile zu verwirklichen.

12 Abbildung 4: Der Nettowohlfahrtsverlust der Besteuerung Kosten der Verkäufer Wert für Käufer Steuer Menge 0 Preis Nachfrage Angebot Verlorene Handelsvorteile Mengenabnahme durch Steuer Q1Q1 PBPB Q2Q2 PSPS Preis ohne Steuer

13 Institut für wirtschaftswissenschaft. Universität Erlangen-Nürnberg BESTIMMUNGSFAKTOREN DER NETTOWOHLFAHRTSVERLUSTE Preiselastizitäten des Angebots und der Nachfrage bestimmen, ob der Netto- wohlfahrtsverlust groß oder klein ist.

14 Abbildung 5: Nettowohlfahrtverlust und Elastizitäten (a) Unelastisches Angebot Preis 0Menge Nachfrage Angebot Steuer Ist das Angebot relativ unelastisch, ist der Nettowohl- fahrtsverlust der Steuer klein..

15 Abbildung 5: Nettowohlfahrtsverlust und Elastizitäten (b) Elastisches Angebot Preis 0 Menge Nachfrage Angebot Steuer Ist das Angebot relativ elastisch, ist der Netto- wohlfahrtsverlust der Steuer groß.

16 Abbildung 5: Nettowohlfahrtsverlust und Elastizitäten Nachfrage Angebot (c) Unelastische Nachfrage Preis 0 Menge Steuer Ist die Nachfrage relativ unelastisch, ist der Nettowohl- fahrtsverlust der Steuer klein.

17 Abbildung 5: Nettowohlfahrtsverlust und Elastizitäten (d) Elastische Nachfrage Preis 0 Menge Nachfrage Angebot Steuer Ist die Nachfrage relativ elastisch, ist der Nettowohlfahrts- verlust der Steuer groß.

18 Institut für wirtschaftswissenschaft. Universität Erlangen-Nürnberg Bestimmungsfaktoren der Nettowohlfahrtsverluste Je größer die Elastizitäten von Angebot und Nachfrage sind, desto größer die sind die Nettowohlfahrtsverluste. Ein große Preiselastizität bedeutet, dass sich eine Steuer stark auf die gehandelte Gütermenge auswirkt. Entsprechend groß ist der Einfluss auf die Nettowohlfahrt.

19 Institut für wirtschaftswissenschaft. Universität Erlangen-Nürnberg NETTOWOHLFAHRTSVERLUST UND STEUERAUFKOMMEN Besteuerung des Faktors Arbeit Je nach der Elastizität des Angebots an Arbeit hat die Besteuerung des Faktors Arbeit unterschiedliche Auswirkungen. Manche Ökonomen sind der Ansicht, dass die Angebotskurve von Arbeit elastisch ist. Arbeitnehmer reagieren auf Einkommensverminderungen durch Steuern mit: Anpassung von Arbeitsstunden (z. B. Überstunden). Aufgabe der Erwerbstätigkeit von Zweitverdienern, Aufgabe von Beschäftigung durch ältere Arbeitnehmer (vorgezogene Rente), Aufnahme von Schwarzarbeit.

20 Institut für wirtschaftswissenschaft. Universität Erlangen-Nürnberg Nettowohlfahrtsverlust und Steuer- aufkommen bei steigenden Steuersätzen Mit jeder Erhöhung des Steuersatzes steigt der Nettowohlfahrtsverlust stärker als die Steuereinnahmen.

21 Abbildung 6: Nettowohlfahrtsverlust und Steueraufkommen bei steigenden Steuersätzen Nachfrage Angebot Menge 0 Preis Q1Q1 (a) Kleine Steuer Nettowohlfahrts- verlust PBPB Q2Q2 PSPS Steueraufkommen

22 Abbildung 6: Nettowohlfahrtsverlust und Steueraufkommen bei steigenden Steuersätzen Menge 0 Preis (b) Mittlere Steuer PBPB Q2Q2 PSPS Angebot Nachfrage Q1Q1 Nettowohlfahrts- verlust Steuerauf- kommen

23 Abbildung 6 Nettowohlfahrtsverlust und Steueraufkommen bei steigenden Steuersätzen Steueraufkommen Nachfrage Angebot Menge 0 Preis Q1Q1 (c) Hohe Steuer PBPB Q2Q2 PSPS Nettowohlfahrts- verlust

24 Institut für wirtschaftswissenschaft. Universität Erlangen-Nürnberg Nettowohlfahrtsverlust und Steuer- aufkommen bei steigenden Steuersätzen Mit steigendem Steuersatz steigt der Nettowohlfahrtsverlust rapide an. Bei niedrigen Steuersätzen sind die Steueraufkommen gering. Steigende Steuersätze führen zu steigenden Steuereinnahmen. Ab einem gewissen Steuersatz sinkt die gehandelte Menge so stark, dass die Steuereinnahmen zu sinken beginnen. Copyright © 2004 South-Western

25 Abbildung 7: Wie Nettowohlfahrtsverlust und Steuer- aufkommen mit steigendem Steuersatz variieren (a) Nettowohlfahrtsverlust Nettowohl- fahrtsverlust 0 Steuersatz

26 Abbildung 7: Wie Nettowohlfahrtsverlust und Steuer- aufkommen mit steigendem Steuersatz variieren (b) Steuereinnahmen (Laffer-Kurve) Steuerein- nahmen 0 Steuersatz

27 Institut für wirtschaftswissenschaft. Universität Erlangen-Nürnberg FALLSTUDIE: Die Laffer-Kurve und angebotsorientierte Wirtschaftspolitk Die Laffer-Kurve beschreibt die Beziehung zwischen Steuersätzen und Steuereinnahmen. Anhänger einer angebotsorientierten Wirt- schaftspolitik sind der Ansicht, dass sich die Veränderungen der Steuersätze stark auf die wirtschaftlichen Aktivitäten und damit indirekt wiederum auf die Steuereinnahmen auswirken.

28 Institut für wirtschaftswissenschaft. Universität Erlangen-Nürnberg Zusammenfassung Eine Steuer vermindert die Wohlfahrt von Käufern und Verkäufern. Der Verlust an Produzenten- und Konsumentenrente wird durch das Steueraufkommen normalerweise nicht kompensiert. Der Nettowohlfahrtsverlust entsteht, weil weniger produziert und konsumiert wird und somit die Marktgröße schrumpft. Wie groß der Nettowohlfahrtsverlust ist, hängt von den Preiselastizitäten von Angebot und Nachfrage ab.

29 Institut für wirtschaftswissenschaft. Universität Erlangen-Nürnberg Zusammenfassung Mit steigenden Steuern werden zunehmend Leistungsanreize beeinträchtigt und die Nettowohlfahrtsverluste nehmen zu. Zunächst nehmen die Steuereinnahmen mit der Höhe des Steuersatzes zu. Ab einem gewissen Steuersatz trifft das nicht mehr zu: Steigende Steuersätze führen dann zu fallenden Steuereinnahmen.


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