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1 Politisches System Schweiz Andreas Ladner Politisches System Schweiz Vorlesung am Institut für Öffentliches Recht der Universität Bern Föderalismus/Gemeindeautonomie.

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Präsentation zum Thema: "1 Politisches System Schweiz Andreas Ladner Politisches System Schweiz Vorlesung am Institut für Öffentliches Recht der Universität Bern Föderalismus/Gemeindeautonomie."—  Präsentation transkript:

1 1 Politisches System Schweiz Andreas Ladner Politisches System Schweiz Vorlesung am Institut für Öffentliches Recht der Universität Bern Föderalismus/Gemeindeautonomie II Prof. Dr. Andreas Ladner Kompetenzzentrum für Public Management Sommersemester 2005

2 2 Politisches System Schweiz Andreas Ladner 3. Kantone und Gemeinden

3 3 Politisches System Schweiz Andreas Ladner Politische Feingliederung

4 4 Politisches System Schweiz Andreas Ladner 3.1 Kantone – Die Schweizer Kantone unter der Lupe (2005)

5 5 Politisches System Schweiz Andreas Ladner Bundesverfassung Art. 1: Schweizerische Eidgenossenschaft Das Schweizervolk und die Kantone Zürich, Bern, Luzern, Uri, Schwyz, Obwalden und Nidwalden, Glarus, Zug, Freiburg, Solothurn, Basel-Stadt und Basel-Landschaft, Schaffhausen, Appenzell Ausserrhoden und Appenzell Innerrhoden, St. Gallen, Graubünden, Aargau, Thurgau, Tessin, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura bilden die Schweizerische Eidgenossenschaft Art. 3: Kantone Die Kantone sind souverän, soweit ihre Souveränität nicht durch die Bundesverfassung beschränkt ist; sie üben alle Rechte aus, die nicht dem Bund übertragen sind. Art. 43: Aufgaben der Kantone Die Kantone bestimmen, welche Aufgaben sie im Rahmen ihrer Zuständigkeiten erfüllen. Art. 47 Eigenständigkeit der Kantone Der Bund wahrt die Eigenständigkeit der Kantone.

6 6 Politisches System Schweiz Andreas Ladner Souveränität? Nach heutiger Auffassung sind die Kantone keine souveränen Staaten mehr, sondern Gliedstaaten mit Selbstverwaltung. Sie besitzen Staatshoheit, soweit die Bundesverfassung nichts anderes bestimmt. Bundesrecht bricht kantonales Recht.

7 7 Politisches System Schweiz Andreas Ladner Einwohnerzahlen Kantone (2000) Quelle:

8 8 Politisches System Schweiz Andreas Ladner Ausgaben der Kantone insgesamt (1999)

9 9 Politisches System Schweiz Andreas Ladner Unterschiede zwischen eidgenössischen und kantonalen Politikstrukturen Kantone haben Volkswahl der Exekutive Erweiterte und erfolgreichere direkte Demokratie Keine zweite Parlamentskammer, schwache Stellung des Parlament Weniger formalisiertes vorparlamentarisches Verfahren, geringerer Einfluss der Wirtschaftsverbände Einfachere parteipolitische Verhältnisse Linder 1999: 156; Vatter 2002: 31 ff.

10 10 Politisches System Schweiz Andreas Ladner 3.2Gemeinden

11 11 Politisches System Schweiz Andreas Ladner Bei den Gemeinden handelt es sich um Körperschaften, die gebietsmässig umgrenzt, mit hoheitlicher Gewalt ausgestattet und als rechtlich verselbständigte Verbände (mit Vermögensfähigkeit, eigenem Finanzhaushalt, eigenen Organen, mehr oder weniger weitreichender Organisationsgewalt) zu bezeichnen sind (Jagmetti 1972: 246 f.).

12 12 Politisches System Schweiz Andreas Ladner Gemeinden … sind im Rahmen von BV und Kantonsverfassungen selbständig. der äusserer Rahmen ihrer Aktivitäten und Befugnisse wird in erster Linie durch die kantonalen Gemeindegesetze festgelegt. ein Teil der Gemeindeaufgaben fällt in ihren eigenen Wirkungskreis, bei einem grossen Teil der Aufgaben handelt es sich jedoch um übertragene Aufgaben.

13 13 Politisches System Schweiz Andreas Ladner Weitere Merkmale der Gemeinden Kommunalisierung zwischen 14. und 19. Jahrhundert Wandel vom Bürgerprinzip zum Einwohnerprinzip verlief nicht ganz ohne fremde Hilfe (Helvetik) 1874 Aufhebung aller politischen Vorrechte auf Gemeindestufe 1998 erstmals explizite Erwähnung in Bundesverfassung: Art. 50 Gemeindepluralismus Finanz- und Steuerautonomie

14 14 Politisches System Schweiz Andreas Ladner Ausgaben der Gemeinden insgesamt (1999)

15 15 Politisches System Schweiz Andreas Ladner 1-19 Gemeinden Gemeinden Gemeinden Gemeinden 200 und mehr Gemeinden BS3UR20NE62LU107GR208 AI6AR20TG80SO126AG231 OW7GL29JU83VS160FR202 NW11SZ30BL86ZH171TI238 ZG11 SH34SG90VD382 GE45BE400 Anzahl Gemeinden pro Kanton Stand 2003

16 16 Politisches System Schweiz Andreas Ladner Gemeindegrösse (%)

17 17 Politisches System Schweiz Andreas Ladner Bevölkerung (%)

18 18 Politisches System Schweiz Andreas Ladner Gemeindegrösse im internationalen Vergleich

19 19 Politisches System Schweiz Andreas Ladner Aktuelle Probleme und Reformtrends

20 20 Politisches System Schweiz Andreas Ladner Empirische Grundlage Vier gesamtschweizerische Befragungen der Gemeindeschreiber (1988, 1994, 1998, 2005)

21 21 Politisches System Schweiz Andreas Ladner Leistungsgrenzen erreicht oder überschritten (CH, 1998) N=

22 22 Politisches System Schweiz Andreas Ladner Zunahme der Leistungsgrenzen (CH, )

23 23 Politisches System Schweiz Andreas Ladner Leistungsgrenzenindex, nach Gemeindegrösse (CH)

24 24 Politisches System Schweiz Andreas Ladner Schwierigkeiten bei der Rekrutierung von Kandidatinnen und Kandidaten für die Gemeindeexekutive

25 25 Politisches System Schweiz Andreas Ladner Grosser Bedarf an politischem Personal (ca.) 2900 Gemeinden Exekutivsitze Legislativsitze + viele Kommissionsmitglieder = Total Personen

26 26 Politisches System Schweiz Andreas Ladner Anzahl Amtsinhaber und Anteil Amtsinhaber, nach Gemeindegrösse

27 27 Politisches System Schweiz Andreas Ladner Verschiedene Reformbereiche NPM PP- Partnership, Outsourcing IKZ, Fusionen Aufgaben- teilung Finanz- und Lastenaus- gleich

28 28 Politisches System Schweiz Andreas Ladner Zentrale Reformbereiche Aufgabenteilung (mit Finanzausgleich) Interkommunale Zusammenarbeit Gemeindefusionen New Public Management

29 29 Politisches System Schweiz Andreas Ladner Aufgabenteilung Schlüssel zu den Gemeindereformen Subsidiarität, Gemeindeautonomie Fiskalische Äquivalenz

30 30 Politisches System Schweiz Andreas Ladner Gemeindeautonomie Rechtlich: Handlungsspielraum im Bereich Gemeindeorganisation Wirtschaftlich: Pro Kopf-Ausgaben der Gemeinden Selbsteinschätzung Gemeindeschreiber

31 31 Politisches System Schweiz Andreas Ladner Giacometti (1952:19) unterteilt z.B. die Kantone in drei Gruppen grosse Autonomie: ZH, SZ, OW, NW, GL, ZG, AI, AR, GR, AG, TG mittlere Autonomie: BE, LU, UR, SO, BS, BL, SH, SG, TI, JU wenig Autonomie: FR, VS, VD, NE, GE.

32 32 Politisches System Schweiz Andreas Ladner Gemeindeautonomie (gem. Einschätzung der Gemeindeschreiber 1994, Durchschnittswerte ) 1 = überhaupt keine Autonomie; 10 = sehr grosse Autonomie

33 33 Politisches System Schweiz Andreas Ladner Abnahme der Gemeindeautonomie gem. Gemeindeschreiber 1994, Anteil Gemeinden mit Abnahme

34 34 Politisches System Schweiz Andreas Ladner Der Kanton soll den Gemeinden in bestimmten Bereichen mehr Autonomie zugestehen Ja vs. nein, N = antwortende Gemeindeschreiber, 1998, ZH z.B. 120

35 35 Politisches System Schweiz Andreas Ladner In welchen Sachbereichen wünschen die Gemeinden zusätzliche Autonomie?

36 36 Politisches System Schweiz Andreas Ladner In welchen Sachbereichen wünschen die Gemeinden eine Entlastung durch den Kanton?

37 37 Politisches System Schweiz Andreas Ladner Aufgabenteilung am Beispiel des Kantons Bern: Verschiebung wichtiger Aufgaben (Fürsorge, Schule, Gesundheitswesen) zum Kanton. Verschiebung von finanziellen Ressourcen (Steuerzehntel) zum Kanton.

38 38 Politisches System Schweiz Andreas Ladner Zusammenarbeit

39 39 Politisches System Schweiz Andreas Ladner Zusammen- arbeit nach Sach- bereichen Anzahl Gemeinden: N (CH) = 2391;

40 40 Politisches System Schweiz Andreas Ladner Probleme der Zusammenarbeit Je nach Aufgabe und Gemeinden drängen sich unterschiedliche Rechtsformen auf. Demokratische Legitimation ist nicht immer sichergestellt. Hier besteht ein Reformbedarf (Output-Steuerung, Mandat für die Delegierten, gemeinsame Abstimmungen)

41 41 Politisches System Schweiz Andreas Ladner Fusionen (polit. Gemeinden)

42 42 Politisches System Schweiz Andreas Ladner

43 43 Politisches System Schweiz Andreas Ladner Es gibt keine optimale Gemeindegrösse Je nach Art der Gemeinde ist eine andere Grösse optimal. Je nach Art der Aufgabe ist ein anderer Perimeter optimal.

44 44 Politisches System Schweiz Andreas Ladner Grössenvorteile und mehr Professionalität Aufgaben überschreiten Gemeindegrenzen Abstimmung von Angebot und Nachfrage Argumente für und gegen IKZ und Fusion Pro IKZ: Contra IKZ: Pro Fusion: Contra Fusion: Autonomieverlust Demokratiedefizite Fehlendes Kongruenzprinzip Bürokratiegefahr Bessere Qualität, tiefere Kosten Ämter besser besetzt Höhere Responsivität Kanton wird entlastet Höhere Standortattraktivität Teurer Aufgaben haben unterschiedliche Grössenoptima Anonymisierung

45 45 Politisches System Schweiz Andreas Ladner Entwicklung Fusionskantone: TG, FR, TI, GR, LU, GL und AG Nicht die kleinen und schwachen Gemeinden fusionieren. Es braucht einen starken Partner. Die Zukunft liegt bei FOCJ, Zweckgemeinden oder Zweckregionen?


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