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Teorie a metodika překladu V. Vorlesung Marie Krappmann.

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Präsentation zum Thema: "Teorie a metodika překladu V. Vorlesung Marie Krappmann."—  Präsentation transkript:

1 Teorie a metodika překladu V. Vorlesung Marie Krappmann

2 Partielle Äquivalenz – Fortsetzung II (konnotative Ebene) Konnotative Dimensionen 1) Konnotationen der Sprachschicht + gehoben + dichterisch + umgangssprachlich + Slang + vulgär, usw. Besipiele: ▪ Substantiv Gesicht (normalsprachlich), Fresse (vulg.), Schnauze (vulg.), Antlitz (gehoben), Visage (pejorativ, abwertend) ▪ Verb sterben (normalsprachlich), entschlafen / von der Welt scheiden / das Zeitliche segnen (gehoben – Euphemismen!!), abkratzen / ins Gras beißen (salopp), krepie- ren, verrecken (vulgär, salopp abwertend)

3 2) Soziolektal bedingte Konnotationen + Jugendsprache + Sprache der Arbeiterschicht + Sprache des Bildungsbürgertums + „Männer-“/“Frauensprache“ + Kiezdeutsch, usw. !! Eine problematische Dimension: a) Mit Wertungen verbunden b) Unklare Definitionskriterien Fallbeispiel: Kiezdeutsch (Beispiel aus dem Korpus): „Klar, man, is doch leicht: Typ geht Wasser und is tot. Seine Alte is traurig.“ Einzelne konnotativ markierte Lexeme: die Alte: auf der Ebene der Sprachschicht - salopp, abwertend Typ: in der Bedeutung Individuum, männliche Person (ugs.) is: auf der formalen Ebene durch Apokope als ugs. markiert Die starke soziolektale Markierung entsteht aber erst durch die Verbindung der Lexeme auf der syntaktischen Ebene! Übersetzung ins Tschechische? ?„Jasně, člověče, je to přeci jednoduchý: chlapík šup do vody a je mrtvej. Jeho stará je smutná.“

4 3) Konnotationen der geographischen Zuordnung Zuordnung zu den jeweiligen Dialekten: + Österreichisch + Schwäbisch + Schwitzerdütsch, usw. Die Übersetzung von dialektal gefärbten Texten gehört zu den größten Herausforde- rungen für den Übersetzer. Es kommt bei der Übersetzung immer zu einer Verschiebung, die Frage ist, wie groß sie ist. Fallbeispiele aus S. Roths Übersetzung von Hrabals Roman Svatby v domě i) Die Konnotation der geographischen Zuordnung konnte in den Zieltext nicht übertragen werden: ▪ Dyk vlastně ten kluk sakramenský Karel Čtvrtý, připravil husitský povstání… = Eigentlich hat dieser Sakramentsbursche Karl IV. den Aufstand der Hussiten vorbereitet… ▪ celej barák chodí kolem mých voken (S.7) = die gesamte Bude kommt an meinen Fenstern vorbei ▪ já jsem z toho mýho městečka musel utýct (S. 13) = doch mußte ich aus diesem meinem Städtchen fliehen (S. 11)

5 ii) Häufig wird die dialektale Markierung in der AS durch eine spezifische Markierung auf einer anderen Ebene in der ZS ersetzt: Keine klaren Grenzen zwischen der lexikalischen und morphosyntaktischen Ebene ▪ Já tě zabim! (S. 67) (středočeský dialekt) = Ich bring dich um! (S. 65) (Apokope – ugs.) ▪ Von vám sám ukáže, jen se nebojte… (S. 117) (protetické „v“ – obecněčeské nářečí) = Er wird’s ihnen schon zeigen, keine Sorge… (S. 117) (Elision – ugs.) ▪ V Miláně zavedli takovej sešupovací tunel…(S. 98) (koncovka –ej – obecněč. nář.) = In Mailand hat man 'ne Art Rutschröhre erfunden…(S. 97) (Elision – ugs.) ▪ Co to plantáš? (S. 157) (slezský dialekt) = Was laberst du denn da? (Konnotation d. Sprachschicht: ugs., abwertend) ▪ čuhajda (S. 60) (severočeský dialekt) = Luder (S. 58) (Konnotation d. Sprachschicht: salopp, abwertend)

6 Exkurs: Übersetzung von Entlehnungen von der AS in die ZS teď pro něj jsou Němci über Alles (S. 116) = plötzlich jedoch gab es nichts als die Deutschen für ihn (S. 117) (Die Anspielung an die deutsche Nationalhymne fehlt in der ZS!) má půlku předních zubů hin (S. 47) = daß die Hälfte ihrer Vorderzähne futsch war (S. 45) (Kompensation: Ersetzung durch ein als salopp markiertes Attribut) mám se jako císař ve Frankreichu (S. 13) = und trotzdem wie Gott in Frankreich lebte (S. 11) (Die Anspielung auf fremdsprachliche Kultur fehlt in der ZS. – idiomatische E.) kelnerka (S. 16) = Kellnerin (S. 14) štamgasti (S. 54) / Stammgäste (S. 53) (Die Anspielung auf fremdsprachliche Kultur fehlt in der ZS. – lexikalische E.) Fazit: Entweder wird der konnotative Wert der geographischen Zuordnung von der Ausgangssprache in die Zielsprache gar nicht übertragen oder er wird durch einen anderen konnotativen Wert ersetzt. Manchmal wird eine dialektale Mar- kierung in der AS durch eine andere dialektale Markierung in der ZS substituiert.

7 4) Konnotationen der stilistischen Wirkung +veraltet +gespreizt +papierdeutsch +modisch +bildhaft, usw. ▪ Spezifika auf der lexikalischen UND morphosyntaktischen Ebene ▪ Überschneidungen mit der funktionalen Typologie der Texte Bsp. 1: „papierdeutsch“ a) Der maßgebliche standortbezogene und gegebenenfalls bauteillagebezogene Außenlärmpegel ist nach dem Stand der Technik unter Anwendung von Anpas- sungswerten (Beurteilungspegel) zu ermitteln. Es hat dies getrennt für Tag (06:00 bis 22:00 Uhr) und Nacht zu erfolgen, wobei der jeweils ungünstigere Wert für die Ermittlung der Anforderungen heranzuziehen ist. b) Diese Empfehlungen haben keine Rechtskraft, sind aber doch ein wichtiges Faktum, das im Streitfall vor der TKK - die grundsätzlich von Verhandlungs- lösungen zwischen den Betreibern ausgeht und die den Arbeitskreis als Weg sieht, dieses Ziel zu erreichen - bei entsprechender Übereinstimmung mit den regulato- rischen Rahmenbedingungen Berücksichtigung finden kann.

8 Spezifika: Lexikalische E.: höhere Frequenz der Komposita, Fachausdrücke, inhaltsarme Ausdrücke, Abkürzungen, FVG Morphosyntaktische E.: FVG, Partizipialkonstruktionen, Nominalphrasen, Passiv oder konkurrierende unpersönliche Konstruktionen, unpersönliche Subjekte, lange Satzkonstruktionen. Bsp. 2: „modisch“ Schon wieder geistert ein neuer Männertypus durch die Medien: Nach dem Metrosexual (heterosexueller Metropolenbewohner überwindet die ungepflegte Männlichkeit), dem Spornosexual (Mann macht auf Ästhetik aus Sport und Porno) ist nun angeblich der Lumbersexual dran. Zu den Ausrufern des neuen Männer- trends gehören das Outdoor-Portal „Gear Junkie“ und das Lifestyle-Magazin „Cosmopolitan“. Spezifika: Lexikalische E.: Neubildungen, Entlehnungen, explizite Verweise auf Trends, häufig saloppe oder umg. Wendungen Morphosyntaktische E.: ???

9 5) Konnotationen des Anwendungsbereichs + medizinische Fachsprache +linguistische Fachsprache + alle anderen fachspezifischen Anwendungsbereiche ▪ Gleichfalls Überschneidungen mit der funktionalen Typologie der Texte! 2 Textbeispiele: 1) Die Möglichkeit der Übersetzung der durch pře- modifizierten Adjektiven und Adverbien in der Funktion von M.S. mit Hilfe des deutschen Präfixes über- ist zwar – wie gezeigt wurde – auch möglich, der extreme Grad wird allerdings häufiger durch Komposition oder durch weitere intensivierende Modifikatoren zum Aus- druck gebracht. 2) Stenosesymptomatik: Im akuten Schub Pankreasschwellung, peripankreatische Schwellung mit Einengung von Choledochus, Kolon, Duodenum sowie Pleuraerguß, Aszites Gastrointestinale Blutungen: als NW der Schmerztherapie oder durch Milzvenen- thrombose Maligne Entartung: innerhalb von 20 J um 4%, deutlich erhöhtes Risiko bei hereditärer Pankreatitis

10 6) Konnotationen der Frequenz Die mit der Frequenz assoziierten Konnotationen verbinden sich immer mit den anderen konnotativen Werten. Allgemeine Regel: wenn von zwei Ausdrücken, die man auf der denotativen Ebene als äquivalent bezeichnen kann, der eine niedrigere Frequenz hat, ist sein Anwen- dungsbereich eingeschränkt und umgekehrt. Bsp. (Frequenz getestet in DeReKo-2014-II) Blasenentzündung [703 Treffer] – Zystitis [104 Treffer] Gesicht [ T.]– Fresse [3.740 T.] rennen [ T.]- flitzen [4.608 T.] Stenosesymptomatik [0 T.] Die Konnotationen der Frequenz können sich im Laufe der Sprachentwicklung im Zusammenhang mit semantischen Werten verschieben. Bsp.: frouwe - w ȋ p / Frau - Weib

11 7) Konnotationen der Bewertung + ironisierend + pejorativ + abwertend + euphemistisch + positiv / +negativ, usw. Allgemeine Regel: ein Lexem, der die Konnotation der Bewertung beinhaltet, ist expressiv und auch auf den anderen Ebenen (etwa der Sprachschicht, der stilisti- schen und soziolektalen Ebene) markiert. KONTEXT! Fallbeispiele kleiner Knirps (in Bezug auf einen erwachsenen Mann – abwertend / in Bezug auf einen kleinen Jungen lediglich expressiv) malý (malej) mužíkmalý (malej) kluk/chlapec malý (malej) chlapík, skrček, ? trpaslíkmalý (malej) špunt, skrček, ? chlapík, *trpaslík? malé/ý pivo * malý (malej) špunt * malý (malej) mužík ? malinký skrček ? malinký špunt ?? malilinkatý skrček ?? malilinkatý špunt * malý špuntík * malý špuntíček

12 Zu den Konnotationen der Bewertung gehören auch verschiedene Mittel der Intensifikation. Mittel zum Ausdruck der Intensifikation im Tschechischen: a) augmentatives Suffix ein großer Baum, (ein rießengroßer Baum!) obrovský / obrovitánský strom b) Hinzufügung eines Intensifikators einmal – jednou jedinkrát c) Hinzufügung eines bewertenden Attributs Du bist doch eine Kuh! : Ty jsi ale blbá kráva! d) Hinzufügung von Semen, die eine bestimmte Eigenschaft verstärken dünn : vychrtlý, vyzáblý Er steckte sich einen vollen Löffel Kaviar in den Mund : Strčil si do pusy/úst/papuly… vrchovatou lžíci kaviáru. e) Vergleich (meistens metaphorisch) Er rannte davon : Upaloval, jako by mu hořelo za patama. Er sagte gar nichts : Mlčel jako zařezaný. f) Wiederholung eines Ausdrucks Das Regnen blieb lange aus. Déšť nepřicházel a nepřicházel.

13 Typisches Beispiel für Konnotationen der Bewertung: Euphemismen Im Allgemeinen gilt, dass a) die Euphemismen zugleich als „gehoben“ wahrgenom- men werden (auf der Ebene der Sprachschicht markiert sind, b) häufig in Form von Idiomen realisiert werden. Motivationen für Euphemismen: ▪ Aufwertung auf verschiedenen Ebenen (typisches Motiv: political correctnes) Bürger mit Migrationshintergrund : občané s migračním pozadím / *migranti ▪ Milderung und Schonung von der Welt scheiden : ?umřít / zesnout nicht gut riechen : ?zapáchat / nevonět nejlépe preiswert : ?levné / výhodné ▪ Umgehen von Tabus (früher hauptsächlich religiöser Bereich, heute auch gesell. Normen) Der Leibhaftige : ?ďábel / zlý, rohatý ▪ Verhüllung, Tarnung und Vertuschung entsorgen (Neubildung) : odstranit odpad = vyhodit nebo nějak zlikvidovat (spálit např.) ethnische Säuberung : etnická čistka = genocida Preiskorrektur : korekce cen, úprava cen = zvyšování cen


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