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01 kulturtheoretische Sicht 32 philosophische Sicht 29 sozio-logische Sicht 28 Performativität als Sicht 27 filmische Sicht 26 Bewegungssicht 30 magische.

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1 01 kulturtheoretische Sicht 32 philosophische Sicht 29 sozio-logische Sicht 28 Performativität als Sicht 27 filmische Sicht 26 Bewegungssicht 30 magische Sicht 26 zeitliche Sicht 27 Prozeßsicht 28 pragmatistische Sicht 29 anthropologische Sicht / ethnologische Sicht 32 Sicht der Theaterwissenschaft 30 therapeutische Sicht 31 inhaltliche Sicht 01 kontextuelle Sicht Atmosphäre als situative Produktion Atmosphäre als situatives Experiment Atmosphäre als Situation Atmosphäre als Klangerlebnis Atmosphäre als Inszenierung Atmosphäre als Theater Atmosphäre als Prozeß Atmosphäre als Akt der Bedeutungssetzung Atmosphäre als soziale Praxis Atmosphäre als Raumempfinden Atmosphäre als Ritual Atmosphäre als Katharsis Atmosphäre als Triebanalyse Atmosphäre in der therapeutischen Praxis Atmosphäre als Erinnerungstheater Filmsemiotik Psychoanalyse (Lacan-Schule) Prozeßtheorien Kulturanthropologie Strukturalismus (Diskurs) Mythos-Diskurs Literature discourse Dekonstruktivismus Gedächtnistheorien Therapeutischer Diskurs disability studies Gestalttherapie Psychodrama / Psychotechniken Urschreitherapie Systemtheorie Tanztheorie Alchemie, Hermetik Esoterik-Debatte / New-Age-Diskurs Psychologie Performativitätsdiskurs Theatertheorie Theaterwissenschaft dramatic discourse Kunsttheorie Philosophie Postmoderne-Diskurs Nomadologie-Diskurs Dekonstruktivismus-Diskurs performance studies performance theory (historische) Anthropologie Ethnologie Theologie / New-Age-Diskurs Theateranthropologie Ethnographie Performance Studies Ethnography Kulturanthropologie sociology and performance Soziologischer Diskurs Exotismusdiskurs Tribalismus-Debatte (Stammeskultur) Strukturalismusdiskurs (Spielregeln der Kunst) Performative Theorien aus der Kulturwissenschaft Performativitätsdiskurs Performance Studies Sprechakttheorie Sprachspieltheorie / Praxeologie Feministische Theorien (J. Butler) Pragmatismus Symbolischer Pragmatismus Pragmatisch-hermeneutische Wende Rollentheorie (T. Sarbin) Diskursanalyse Musiktheorie Wahrnehmungstheorie zur Architektur (B. Leitner) Technoculture-Diskurs Tanztheorie body research Filmtheorie Dromologie Zeittheorien Diskurssicht 25 akustische Sicht auditive Sicht (Siehe auch: Pop/Rave-Sicht) Literatur: Gerrit Confurius / Wilhelm Reich – Atmosphärische Störungen (Daidalos) Huber Tellenbach / Geschmack und Atmosphäre Georges Didi-Hubermann / Was wir sehen blickt uns an – Zur Metapsychologie des Bildes Georges Didi-Hubermann / phasmes Literatur: Gernot Böhme / Anmutungen – Über das Atmosphärische Gernot Böhme / Atmosphäre kirchlicher Räume - in: kunst und kirche 2/1998 Xavier Barral i Altet / romanik Jean-Francois Leroux-Dhuys / Die Zisterzienser Kurt Lewin (Feldtheorie) Bernhard Waldenfels / In den Netzen der Lebenswelt – Gelebter Raum als Ausgangs- punkt Peter Arlt / Praktiken von Zwischennutzern Lucien Hervé / Architektur der Wahrheit Georg Simmel / Soziologie der Sinne Literatur: Jon McKenzie / perform or else Alfred North Whitehead Dieter Mersch / Reauratisierung in performativer Kunst (Forschungsprojekt) Kunstf. Bd. 152 Dieter Mersch / Ereignis und Aura – Grundlagen einer performativen Ästhetik Dieter Mersch / Projekt: Reauratisierungen in performativer Kunst Martin Seel / Ästhetik des Erscheinens Jean-Francois Lyotard / Intensitäten Literatur: Turowskaja Allardt-Nostitz / Andrej Tarkowskij Georg Seeßlen / Das Atmen der Bilder - Atmosphäre im Film und ihre Metamorphosen bis David Lynch Dogma 95 – Zwischen Kontrolle und Chaos D. Neumann / Film Architektur – Von Metropolis bis Blade Runner Paul Virilio / Die Kunst des Schreckens Wim Wenders / Bilder von der Oberfläche der Erde Mike Hentz / Works 4 Christian Höller (Hg.) / pop unlimited? Simon Reynolds (SR) – Seeing the Beat – Netzhautintensitäten in Techno- und Electronic-Dance-Videos Mihaly Csikszentmihalyi (MC) / Das flow-Erlebnis Felicitas Allardt-Nostitz / Spuren der deutschen Romantik in den Filmen Andrej Tarkowskijs Literatur: Gernot Böhme, Hartmut Böhme / Eine Kultur- geschichte der Elemente – Feuer Wasser Erde Luft Susanne de Ponte / Ereignis u. Wahrnehmung Tom Wright, Mizuno Katsuhiko / ZEN Gardens Peter Sloterdijk / Sphären I und II Robert C. Solomon Literatur: Peter Sloterdijk, Hans-Jürgen Heinrichs / Die Sonne und der Tod – dialogische Untersuchungen Richard Wollheim / Emotionen – Eine Philosophie der Gefühle G. Dirmoser / Semantisches Netz - Taoismus Heinrich Bart / Philosophie der Erscheinung G. Deleuze / Logik des Sinns M. Heidegger / Beiträge zur Philosophie (Vom Ereignis) Dieter Mersch / Was sich zeigt Dieter Mersch / Ereignis und Aura – Grundlagen einer performativen Ästhetik Hubert Sowa / Jenseits des Bildes: Das offene Ereignisfeld als Beschreibungs- Problem und als ontologische Heraus- forderung (Einleitung zu GANG ART Studie) Michael Hauskeller / Atmosphären erleben Merleau-Ponty / Das Sichtbare und das Unsichtbare Peter Sloterdijk / Sphären I und II Sabine A. Döring / Theorie der Emotionen (Schwerpunkt der Forschung) Sabine A. Döring / Zum Erkenntnisanspruch der Kunst Ronald de Sousa / Die Rationalität des Gefühls Carola Meier-Seethaler / Gefühl und Urteilskraft – Ein Plädoyer für die emotionale Vernunft Magda B. Arnold, A. Oksenberg Rorty, R.C. Solomon, Patricia S. Greenspan Philosophie der Gefühle (Berlin 1990) Hartmut u. Gernot Böhme / Das Andere der Vernunft Literatur: Abi Warburg / ekstatische Nymphe... trauernder Flußgott Claude Lichtenstein u. Franz Engler / Stromlinienform Georges Didi-Huberman / Was wir sehen blickt uns an – Zur Metapsychologie des Bildes Literatur: Hirschfeld, Christian Cay Laurenz / Theorie der Gartenkunst Herbert Lehmann / Essays zur Physiognomie der Landschaft Gernot Böhme / Die Physionomie einer Landschaft (Beitrag) Gernot Böhme / Musik und Atmosphäre (Beitrag) Gernot Böhme / Acoustic Atmospheres Bernhard Leitner / Geometry of sound Bernhard Leitner / Vorträge bei der ars electronica u. beim Symposion Musik und Architektur ORF Linz William Turner – Licht und Farbe Alexander von Humboldt Literatur: Amelie v. Griessenbeck / Kulturfaktor Emotion Zur Bedeutung von Emotionen, das Verhältnis von Individuum, Gesellschaft und Kultur Franz Xaver Baier / Der Raum Hans-Thies Lehmann / Postdramatisches Theater (HL) Peter Sloterdijk, Hans-Jürgen Heinrichs / Die Sonne und der Tod – dialogische Untersuchungen Robert Schlesinger / Die emotionale Revolution Sicht der Partitur Rollensicht theologische Sicht Theatersicht Sicht der Kunstwissenschaft Siehe auch: kulturtheoretische Sicht soziale Sicht Sicht der Behinderung Siehe: Psychoanalytische Sicht Vergl. (Kunst-) historische Sicht Kulturwissenschaften Schwarze Kulturtheorie cultural studies (Diskurs) Kulturgeschichte kontextbewußte Theorien Neosituationismus-Diskurs Postmoderne-Diskurs Vergl. Service-Sicht Tanzsicht Choreographie-Sicht Sicht der Verwandlung Sicht des Aktes mythische Sicht Die Welt der Atmosphären Emotionale Wahrnehmung sinnlicher Ereignisse art of atmospheres Vernachlässigte (abstrakte) Sinne und ihr Verhältnis zum Raum Primärer Gegenstand der Wahrnehmung sind die Atmosphären Atmosphärische Widmung: black market, TransPublic, Stadtwerkstatt Emotionalität als neuer Schwerpunkt für Philosophie und Geisteswissenschaften Dank an: Boris Nieslony (BN), GANG ART, Hans Kropshofer, Rainer Zendron, Christian Bartel, Moritz Küng, Paolo Bianchi, Peter Arlt, Willi Mayrwöger, Attila Kosa, Die Fabrikanten (Harringer wie Preisinger), Gerhard Fröhlich, Mike Hentz, Georg Ritter, Gerti Plöchl Besonderen Dank an die TheoretikerInnen: Franz Xaver Baier (XB), Gernot Böhme (GB), Martin Seel (MS), Luc Ciompi (LC), Peter Sloterdijk (PS), Thomas Macho, Reinhard Knodt (RK), Michael Hauskeller (MH), Denise Schulz (DS), Susanne de Ponte, Hubert Sowa, Dieter Mersch (DM), Georges Didi-Huberman (DH), Astrit Schmidt-Burkhardt, Ulf Poschardt (UP), Christian Mikunda (CM), Sabine A. Döring (SD), Carola Meier-Seethaler (CS) Diese Studie kann als Weiterführung folgender Studien gesehen werden: Performance art context und art in context – Die Kunst der Ausstellung Zeitgleich entstand die Studie art of objects was zu interessanten Interferenzen führte (Dank an TransPublic) Einarbeitung – Fassung 01 (Venedig , Ciompi ) Autor der Plakatstudie: Gerhard Dirmoser – Waltherstr. 2/2/ Linz / Weitere Studien: 31 mythologische Sicht Sicht der Situation Sicht der Darbietung Sicht des Handelns 25 Sicht der Natur/Landschaft Performance-Atmosphären (Vergl. Performances von Black Market) Musikalische Atmosphären (als Aufgabenfeld des DJ) Musikalisches Ambiente Akustische Möblierung von Ausstellung – Musikatmosphären (s.l.) Atmosphäre Orchstrieren – den Ton treffen (H. Szeemann) (s.l.) Inszenierte Atmosphäre s.u. Atmosphären kann durch dingliche Arrangements, Licht, Musik erzeugen – dafür steht paradigmatisch die Kunst des Bühnenbildes (s.l.) Bühne als atmosphärischer Innenraum (Anna Viebrock) s.u. Atmosphäre von bühnenreifer Intensität erzeugen (s.u.) Niemals geht es nur um die Gestaltung des Gegenstandes, sondern immer zugleich um die Schaffung der Bedingungen des Erscheinens (G. Böhme) s.u. Ausgestellte Pflanzen benötigen eine geeignete Atmosphäre s.u. Durch Venedig gestimmt werden (DG) akustische Atmosphäre von Venedig; Motorenklingklang, Wellengeräusche, Hupen, permanent die Stimmen, der Geruch des Meeres, Unterwassergeräusche der Schrauben, das flache Licht, der Tanz am Wasser – die ganze Stadt ein einziger Tanz (in menschlicher Geschwindigkeit) Bände von P. Sloterdijk zum Thema Sphären. Viele Sphären beschreiben und gestalten Atmosphären. durch den Donauraum, durch ein Flußtal gestimmt werden durch die Hafenlandschaft entlang der Donau gestimmt werden auch verfallene Städte/Stätten können Atmosphäre haben Sicht der Kulturlandschaft Atmosphäre von Nicht-Orten bzw. Un-Orten (P. Arlt) Es sind nicht einzelne Sinnesdaten, die man vielleicht zu Flächen, Figuren und Dingen synthetisiert, sondern man sieht immer schon ganze Flächen und Gestalten. Nein, man sieht nicht nur Gestalten, sondern man sieht von vornherein Dinge. Aber auch das ist nicht wahr. Man sieht Dinge in ihrem Arrangement, Dinge, die auf sich verweisen, man sieht Situationen.... (GB) Deutlich wird die Priorität (der Atmosphäre) bei einem Wahrnehmungsschwenk (= Schnitt in der Filmtechnik),... bei einem Schnitt, mit dem man gewissermaßen in eine neue Welt eintritt (von der belebten Straße aus einen Kirchenraum betreten). Vergl. Erscheinen / Schnitt / Zugangsbedingung Natur ist aistheton – Wahrnehmbares (GB) Die Architektur hat zB. im Kirchenbau Atmosphären des Heiligen und der Demut erzeugt, und sie war immer eingespannt in die Produktion von Herrschaftsatmosphären..... sie greifen in die Befindlichkeit derjenigen ein, die sich diesen Gebäuden nähern oder sie betreten. (GB) Gestaltung von Landschaftsgärten (Hirschfeld)... er gibt an, durch welche Auswahl von Gegenständen, von Farben, Geräuschen usw. >Szenen< bestimmter Gefühlsqualitäten hervorgebracht werden. Interessant ist seine Sprache zur Bühnenbildnerei. Mit >Szenen< bezeichnet Hirschfeld Naturarrangments, in denen eine bestimmte Atmosphäre herrscht, so wie heiter, heroisch, sanft-melancholisch oder ernst. (GB) Herstellung von Musikatmosphären (akustische Möblierung) (GB) Objekte des bloßen Erscheinens sind oft Ausgangspunkt eines Wachwerdens für die Atmosphäre. Auch wenn die Kunst performative ästhetische Objekte hervorbringt... (M. Seel) Objekte geben der Situation Gestalt... An ihnen wird der Charakter der Situation anschaulich. Lebensumgebungen und Lebensverhältnisse nehmen durch diese Objekte und Stile einen Charakter an. (M. Seel) Performance als Handlungs- und Erfahrungsfeld – eine allumfassende Atmosphäre (Mike Pearson) Musikalisch/akustische Atmosphäre ästhetische Arbeit (GB) Ein Großteil der gesamtgesellschaftlichen Arbeit ist ästhetische Arbeit oder Inszenierungsarbeit. Unter ästhetischer Arbeit ist allgemein die Produktion von Aussehen und Atmosphären zu verstehen. (GB) Ästhetische Arbeit macht einen großen Teil der gesamtgesellschaftlichen Arbeit aus. Von der ökologischen Naturästhetik ausgehend,..... muß man sagen, daß die angewandte Kunst, also die ästhetische Arbeit in ihrer vollen Breite, die Basis ist, von der man ausgeht, und innerhalb ihrer gibt es dann die Sonderform der Kunst. (GB) Spannungsbögen Die musikalisch/akustische Atmosphäre spielte bei vielen (filmischen) Arbeiten eine zentrale Rolle. Harte akustische Szenarien (Venedig 2001) (J. Tellez - Verlierer unter Beschuß ) Wurfmaschine Musik & Emotion Motion & E-Motion Film & Emotion Obsession Zwanghafte Ansätze – hat Szeemann bereits über 30 Jahre verfolgt (Siehe: Museum der Obsessionen) (Veli Granö) (Barry McGee, Stephen Powers, James Todd - Materielle Obsession) (Do Ho Suh de Figuren tragen) (Minnette Vari - Verschlingung) Präsenz durch spez. Ausleuchtungstechnik Präsenz durch monochrome Einfärbung alter Filme (Liza May Post) (Gianikian, Lucchi, Kleinberg) (s.u.) Präsenz behinderter Menschen Und verrückter Menschen (Chien-chi Chang) Aneinander gekettet (Javier Téllez) Sowohl in den Filmen (Schnitt-Technik) als auch in der Gestaltung der Zugangsbedingungen werden Erscheinungen explizit ausgestaltet. Erscheinung: Sowohl in den Filmen (Schnitt-Technik) als auch in der Gestaltung der Zugangsbedingungen werden Erscheinungen explizit ausgestaltet das Sich-Zeigen, Aus-sich-Heraustreten, Scheinen... ist ein Grundzug der Natur (G. Böhme) Das Ding ist sein In-Erscheinung-Treten (GB) (Ankunft – Erscheinung (in Zeitlupe) durch das Öffnen von Türen M. Wallinger) Landschaftsperformance – Manipulationen der Perspektive; unterschiedliche Winkelgeschw. je Raumtiefe (Rob Johannesma) Das Sich-Zeigen von Dingen wird immer bedeutungsvoller (G. Böhme) Holographische Köpfe im Boden ! (Lin Shu-min) Schattenspiel der Skulpturenklassiker (Leonid Sokov) Die Schatten des 20. Jhd. Schwenkprojektion, die über die abgestimmte Winkelgeschwindigkeit Einzelfahrzeuge auf einer Autobahn zum Erscheinen bringt (Ellen Pau) Schwebende Straßenwalze (Chris Burden) Wasser in Schwingung (Niccolai)... unsere Orientierung in der Welt zu erweitern, indem wir danach fragen, wie man etwas erscheinen macht. (G. Böhme) Die Sicht der Performativität eröffnet neue Leseweisen: diverse Arbeiten (Venedig 2001): Studien zur Performativität performativer Anteil eines gespr. Satzes (Joao Onofre) performativer Farbraum (Leon Tarasewicz) performativer Unterricht (Tiong Ang) Blueboxmalerei mit Decken (H. Zobernig) performative Simulation (Josef Dabernig) Stadion orale Hüpfzeitlichkeit (Gary Hill) atmende Gummizelle (Loris Cecchini) Rüttlerraum (aernout Mik) Performance der Dusche (Paul Pfeiffer) akustischer Oralsex (Paul Pfeiffer) akustische Raumsimulation (G. Bures Miller, J. Cardiff) geschäftl. Fusion football (Ingeborg Lüscher) Habitusstudie – Musikhören (Aila Pakalnina) projiziertes Möbeltheater (Eulalia Valldosera) S/W Anstreicherperformance (Nedko Solakov) mönchische Gebetsszene (S. Shutov) Meditationsmönchmaschinen Ritualisierte Szenen Maskierter (U. Katzenstein) Verkehrter Ablauf der Schöpfung auf der Rolltreppe (M. Wallinger) Performatives Raumerleben (Gregor Schneider) BRD Performative Katastrophen (A. Odermatt) Unfälle Verfolger-Tisch (M. Dean, R. D´Andrea) Schwebender Hut (Marijke van Warmerdam) Landschaftsperformance – Manipulationen der Perspektive (Rob Johannesma) Performativität von Gefühlen Emotion & Religion Emotion & Ritual Performativität & Emotion Emotionen in der Philosophie: Emotionen – Eine Philosophie der Gefühle (Richard Wollheim) Emotion & Bühne Emotionen im Theater Stimmungen (Abendstimmung...) Stimmungsqualitäten Atmosphäre kirchlicher Räume Atmosphären und ihre kommunikative Erzeugung (GB) (in der Club-Kultur / Peter Arlt) Starke Bewegtheit (Barock) Stark bewegte Art der Gestaltung, die sich ins Ekstatische steigern kann (Barock) (Barock) Reiche Gestik, aufgebauschte Gewänder (Für Warburg leere Rhrtorik) Weltgenuß und religiöse Ekstase (Barock) Architektur, Malerei, Musik, Tanz, Schauspielkunst vereinigen sich im Gesamtkunstwerk des Theaters (Barock) Ausgestaltung der Kirchen: Feierlich-festliche Atmosphäre (Barock) Gartenarchitektur (Barock) Greenaway will ein barockes Gesamtkunstwerk entfesseln (H. Belting) Katholische Kultur Fleischliche Vereinigung mit dem Göttlichen Völlige Hingabe bis zur Ekstase Bildwerke, die wir küssen dürfen Religiöse Inhalte in der Kunst Verwendung religiöser Bilder in der Kunst (Paul Thek, U. Johannsen) Emotionalität südlich/barocker Musik (Komponisten als Atmosphärenmacher) Klangrede Vanitas und Memento mori (Dinos & Jake Chapman) (U. Johannsen) (Paul Thek) Heilige lichtdurchströmte Whitebox-Atmosphären Gleichzeitigkeiten des Unvereinbaren (Barock, Postmoderne) Die ganze Welt ist Bühne Szenische Gestaltung – Inszenierung (Thater als vollkommenes Sinnbild der Welt) klimatisches Denken Die Stadt als Natur (Endell) Atmosphärische Betrachtungen Geschäftige Atmosphäre Auch gesellschaftliche Charaktere können als Atmosphären beschrieben werden: Elegante, kleinbürgerliche, ärmliche Atmosphären Dabei wird versucht ein Lebensgefühl zu bestimmen (Vergl. Auch Hirschfeld) Lebensstile & Lebensgefühle Atmosphäre von Kerzenlicht (es schwingt noch der Unterton Einer Kulterfahrung mit) Charakter des Numinosen Klangatmosphären von Städten hängen von Lebensarten ab (Pascal Amphoux) Der Begriff der Atmosphäre könnte die Wahrnehmung verändern (was beim Übergang auf die Postmoderne nicht wirklich passiert ist): Die Aufmerksamkeit auf die Beziehung von Umgebungsqualitäten und Befindlichkeiten richten (GB) Im Bereich der Atmosphären heißt Handeln nicht immer bloß machen, sondern auch zulassen (GB) Vergl. P. Arlt zu Club-Atmosphären Herstellung einer Grundstimmung Atmosphéres (György Ligeti) Wirkung von Meditationsmusik Landschaften, Gegenden und Regionen haben bestimmte akustische Charaktere (Murray Schafer u.a.) Auch in der katholischen Kirchen- Architektur strebt man den Charakter feierlicher Größe und Erhabenheit an (GB) Die Atmosphäre einer Kirche oder eines Orgelkonzertes wirkt nicht nur auf religiös motivierte Besucher Heilige Dämmerung – Erst durch Abt Suger wurde das Licht zur Erzeugung von Atmosphären eingesetzt (Erfinder der Fensterrose/Rosette) Licht, das auf dem Hintergrund der Dunkelheit in Erscheinung tritt In die Stille der großen Kathedralen hinein gehen, wie in eine Nebelwand (GB) Das Erhabene des Raumes wird nicht erfahren, wenn der Blick irgendwo hängen bleibt (GB) Das Erhabene ist primär eine Erfahrung am eigenen Leibe: Die Auflösung der Blickfixierung und die Bewegungsanmutung durch die Architektur führen zu einem Ausgleiten des Leibgefühls ins Unendliche. (GB) Wichtig dabei ist, daß gerade dieses Ausgleiten die eigenen Schranken und damit die Kleinheit des Körpers spüren läßt. (GB) Die Atmosphäre der Erhabenheit kann Durch Musik noch gesteigert werden (GB).... Baut also nicht nur auf der Stille auf Erbauung Zu Raum gehören: Welt, Existenz, Sinnzusammenhang,Lebensentwürfe und Verhaltensweisen (XB) Wir sind mittendrin in den Beziehungen, weil wir die Beziehungen selbst sind (XB) (Satre) Wirklichkeit ist Prozessualität (XB) Kinoatmosphäre: Geborgen in einer dunklen Höhle werden wir vom Licht durchflutet (Vergl. Kathedralen) Atmosphärische Störungen Die Atmosphäre von S/W Filmen Die Atmosphäre von Filmen mit leicht verschobener/verblaßter Farbigkeit Tempelatmosphären (Walter Pichler) (Bernhard Leitner) Discostimmung (Spiegelelemente, Kunstnebel, Windmaschine,... Lichtgewitter) Kulturfaktor Emotion (Amelie v. Griessenbeck) Taoistische Sicht (RK) Atmosphäre herrscht als Raum, als Situation bedeutsamer Symbole..., als Horizontgeschehen, als Umhaftes (Ströker), als Tönung (Bollnow) und als gestimmter Raum (Heidegger) Atmosphäre als Design... als atmosphärische Situation (RK) Atmosphärisches Denken: Wasser, Feuer, Erde, Luft & Licht (als fünftes Element) Die geschehnishafte Anziehungskraft des Windes, eines Wasserfalles, des Feuers,... (der atmosphärische Bann dieser Geschehnisse) (RK) Die emotionale Wirkung der Naturgewalten: Vulkane, Lichtblitze, Wolkentürme, reißende Ströme, Großfeuer,... Naturkatastrophen (Katastrophenlust) Vergl. Das Naturschauspiel von Island (und die Auswirkung auf mythologische Literatur) Angesichts eines Feuers, einer Flamme, eines Wasserfalls... können wir kontemplativ, d.h. scheinbar zeitlos wahrnehmend verharren (RK) Welche Atmosphäre stellt sich beim walkman-Träger ein? (tw. Abgeschnittensein) Der mitgebrachte Hörraum als private Atmosphäre Altägyptische Feste: Das Atmosphärische als den zentralen Aspekt zur Erzeugung der Präsenz der Gottheit (Jan Assmann) Nach dem Mythos werden diejenigen mit Wahnsinn bestraft, die sich den Festen entziehen (RK) Performance atmosphärischer Durchdringung (RK) Die Atmosphäre, die Stimmung, die Dichte einer Situation (RK) Der situative Raum: Wirklichkeit gibt es nur als Lebenssituation (XB) Raum entsteht nur, wenn wir Situationen bilden (XB) (XB) Lebensräume werden durch Lebenszusammenhänge produziert (XB) Das Rauschen der Bäume kann zum Wohnraum werden (XB) Im gelebten Raum können ganze Situationen zu Mauern werden. Wir können an Gesellschaften, Städten und Kulturen abprallen (XB) Wie baut man Lebensspannung wieder auf? Jeder Spannung geht genau genommen eine mystische Vereinigung voraus (XB) Auch Arten der Bewegungen sind Erschließungen (des Raumes) (XB) Welt ist eine Konfiguration, eine Erschließungs- und Begegnungsstruktur. Deshalb erscheint etwas immer schon in einer Welt. Deshalb versteht man einen Menschen erst wenn man seine Welt kennt. (XB) Der Mensch ist primär draußen zwischen sich und den anderen Menschen und hat in diesem Zwischensein seinen existentiellen Ursprung (XB) Im Bereich der Weltliteratur ist James Joyce´s Ulysses vielleicht das beste Beispiel für diese Gleichzeitigkeit von geographisch- geometrischen, aktual-zeitgenössischen, persönlichen, geschichtlichen, mythischen, symbolischen, wissenschaftlichen, astronomischen und religiösen Räumen.... Jedem dieser Räume entspricht eine eigene Logik, ein eigenes Sein... Joyce verwendet auch den Begriff Perfumance Klänge, Geräusche, Musik ist im Raum ergossen (Vergl. Radio als Medium) Nebel, Dunst ist im Raum ergossen Das Wort Stimmung deutet auf musikalische Seelenverhältnisse (Novalis) (FB) Andacht, Feierlichkeit und Festlichkeit Stimmung der Andacht – Gestimmtsein zur Aufnahme religiöser oder allgemein als höher empfundener Wahrheit (FB) (FB) Andacht kann durch geeignete Musik, entspr. Räume auch durch Stille gefördert werden Theateratmosphäre Dämonische Atmosphäre einer Landschaft Soziologische Feldtheorie (Lewin) Ausgangspunkt einer Analyse ist die (Charakterisierung der) Gesamtsituation: zB. Atmosphäre der Freundlichkeit Vergangene psychologische Felder, die auf die Gegenwart einwirken (Lewin) Auswirkung von Führungsstil auf die Gruppenatmosphäre (Lewin) Atmosphäre & Panorama Physiognomie der Landschaft (Vergl. Satellitenbilder) Atmosphäre der Bewegung ? Bewegtes Wasser Bewegte Wolken Durch Wind bewegte Pflanzen, Bäume Geschäftigkeit in öffentlichen Räumen Pulsierende Disco/Club-Atmosphäre Die Atmosphäre vor dem Sturm Apokalyptische Atmosphäre bei Kriegshandlungen Die Fama bestimmter Orte: (Fama: Ruf, Gerücht) Geisterhäuser, verwunschene Häuser (Durch den Blick der Nachbarn vermittelt – performative Vemittlung) Unheimliche Stimmungen (in Filmen oft akustisch vermittelt: Unheimliche Stille, unheimliche Geräusche) Beziehungsstörungen – Da liegt schon lange etwas in der Luft Atmosphärische Gesten s.u. = atmosphärische Bewegungsmuster Kalligraphie, VJ, Tai Chi (in Zeitlupe), Superzeitlupe, Windspiel (wogende Felder), Lichtgesten (Scanner in Clubs) Nur wenige Atmosphären hängen mit dem zeitlichen Verlauf zusammen: Dämmerung Viele Atmosphären können als Konstante, als Grundstimmung gedacht werden, vor der sich etwas abhebt Atmosphären sind in zeitlicher Hinsicht eher träge Atmosphären oder Stimmungen schleichen sich ein Atmosphären sind eher mit dem Raum verbunden als mit der Zeit Trotzdem kann man ganz unmittelbar in (vorhandene) Atmosphären eintauchen Man kann mit einem Schlag ergriffen werden (wenn man die Zone betritt) Atmosphärische Gestaltung mit Patitur (gang art) Musikeinsatz als atmosphärische Geste Disco-Nebel als Atmosphärische Geste (Im Meer des Nebellichtes untergehen) Windmaschinen als atmosphärische Geste Das Ziehen der Wolken und das Kriechen und Fließen der Nebel als atmosphärische Geste Sicht des Wetters (der Wetterbewegungen) Gewitterstimmung Atmosphärische Störungen Fremdkörper – gestörter Landschaftsfluß – Wunden Ausstrahlung haben Magische Ausstrahlung Keine Ausstrahlung haben unsichtbar sein sich unsichtbar fühlen (Vergl. Präsenz) Perfumance: the odor of things and words, the sweat of bodies, the perfume of discourse. (McKenzie) (das schräge Element der Performance-Theorie) Die Sicht der Atmosphäre als Erweiterung der Sichten der Performativität (Perfumance) Perfumance is atmospheric, It´s funky, it smells a bit odd. (McKenzie) A perfumance is a displaced, disjointed performance, a minor performance (McKenzie) Perfume of discourse (Derrida) Perfurmance is not a concept, rather a puncept.... Puncepts follow the materialities of signifiers, the tonalities of affects, the traces of differance (McKenzie) A nonessential essence, perfumance resides not so much within paradigms, performances, or performatives, but in the outside inside them. (McKenzie) Dinge in Erscheinung – actual entities (Whitehead) Die Linien als Erzeugenden verstanden, entsprechen die atmosphärischen Charaktere der Bewegungsanmutungen (GB) Ihr Schwingen, ihr Aufstreben, ihr Geknicktsein Werden dynamisch erfahren im virtuellen Vollzug (GB) Gestalten als Linienführung: es geht darum, wie sie wirken, was eine Linienführung ausstrahlt, wie man die Linienführung spürt... Gestalten als Ekstasen Siehe auch: Gesten Die ekstatische Wirkung wird direkt dadurch erfahren, wie man die Linienführung spürt (GB) Auch Gesten erzeugen Bewegungsanmutungen (GB) In Handlungskontexten haben Dinge Eigenschaften, die durchaus von denen der Wahrnehmung verschieden sind. (GB) Daher ist eine Abrenzung von den Ekstasen vorzunehmen. Die Dienlichkeiten des Zeugs sind von den Ekstasen zu unterscheiden ! (Siehe Detailbetrachtung: Funktion & Qualität) Die Gestaltung der Ekstasen könnte einige wichtigen Kriterien für die Definition bildender/angewandter Kunst liefern Dinge im Handlungskontext = Zeug (Heidegger) Bestimmte Eigenschaften von Dingen zeigen sich erst im Umgang (Härte, Biegsamkeit) (Dispositionsprädikate /vs/ Ekstasen) (GB) Musik, die in der atmosphärischen Tönung von Räumen besteht (GB) Sommerliche, herbstliche, abendliche,... Atmosphäre (GB) Atmosphären durch musikalische Arrangements herstellen Das Auge des Tornados Und so wie Befindlichkeit in dem einen Sinne als Spüren der leiblichen Anwesenheit zu verstehen ist, so Befindlichkeit im anderen Sinne als Spüren der sozialen Existenz (GB) Schriftkundliche Analysen (Charakterstudien – Bewegungsanmutungen) (E. Vedova) Expressivität der zeichnerisch/malerischen Linienführung Atmosphärische Orgonenergie-Phänomene (Wetter) (Wilhelm Reich) Bewegungsanmutungen (Stromlinienformen ( + NeoBarock)) Die Verschiebung vom Werk zum Performativen (GB) (Mersch) Ästhetik qua Aisthetik:... Ist nicht als Theorie des Kunstwerkes konzipiert – Sie ist eine Theorie sinnlicher Erfahrung (Gernot Böhme) Die Wiederkehr der sinnlichen Erfahrung in der Bildenden Kunst Der Aura-Begriff wurde von W.Benjamin Der Sphäre religiöser Erfahrung entlehnt (DM) Die Aura dieser Berge, dieses Zweiges atmen (W. Benjamin) Das Theater als ein Ort der Konzentration Das Ereignis als einmalige und unwiederholbare Präsenz (DM) Performativer Kunst wird ihre Aura gerade durch ihre Ereignis- haftigkeit, dem Vollzug einer Transzendenz und der Überschreitung des Gegeben zurück- erstattet (DM) Mikroemotionen sind das Werkzeug der Handlung (Nieslony) Das immaterielle Zentrum der Performance, jeder Begegnung, das Gemeinsame Wesen ist: das Zwischen- den-Menschen; das Zwischen-den-Dingen (Nieslony) Das Betreten unbekannter Räume und Situationen: Das Entscheidende ist der erste atmosphärische Gesamteindruck Atmosphären der 20er Jahre, die Atmosphäre eines Boudoirs, eine Kasernenhof-Atmosphäre, Atmosphären der Eleganz, der Kleinbürgerlichkeit, der Armut,... (GB) Gesellschaftliche Charaktere: Atmosphäre von Macht, Reichtum, Eleganz (GB) Physiognomik der Landschaften, Gebirge Physiognomie der Natur (Humboldt) Szene als Ort der Erscheinung (nicht nur im Theater) Gefühle müssen im Theater wahrnehmbar, bzw. atmosphärisch spürbar gemacht werden (GB) Szenen erzeugen Stimmungen (GB) Der Atmosphärenansatz versucht die Verengung der Ästhetik auf Semiotik und Hermeneutik zu überwinden (GB) (Vergl. IWK Diskussion) Insignien und Symbole als Bestandsstücke der zugehörigen szenischen Arrangements (GB) Discoatmosphäre: Lost in Music – Tieftöner, Stroboskop, Leuchtboden, Kristallkugel, Lichtorgel, Laserlicht Atmosphäre gotischer Kathedralen Kabakov will mit seinen Werken jeweils spezielle Atmosphären herstellen. Er setzt dabei theatralische Mittel ein: knarrende Fußböden, einsame Flurbeleuchtung, Schutzanstrich... Ich kann also Atmosphäre im Film nicht zeigen. Ich kann sie nur erzeugen (G. Seeßlen) Von Seeßlen gibt es einen sehr kritischen Beitrag zu DOGMA 95 (A. Tarkowskij) Lynch-Filme sind, wie andere Werke postmoderner Kino-Autoren, vorwiegend über ihre Atmosphäre zu beschreiben Filme, die selbst atmen Dogma-Filme (wenig distanziert) Lichtblitze organisieren Dunkelheit. Temperatur und Dichte der Menschen- menge definieren Bereiche... der Stimulation.... Der Herzschlag wird mit dem Basebeat koordiniert.... der Feldraum des Ravers... Atmosphäre von Techno-Parties Literatur: (...Fortsetzung) Diedrich Diederichsen / Ambient: Definitionen Sofia Vyzoviti / technostim Joachim Ritter / Landschaft (gef. Hubert Sowa) Peter Christman / Island – Mythos einer Landschaft Olafur Eliasson / Your only real thing is time Tom Wright, Mizuno Katsuhiko / ZEN Gardens Willy Hellpach / Geopsyche Gernot Böhme / Was uns Blumen bedeuten Goethe und die Kunst Flor Schwarz / Urstrom und Gebärde – Lebensader Waldaist – Prägung in Granit Rony Horn / Dictionary of Water Label ambient von Brian Eno Music For Airports Ambient-House Atmosphäre: Sie ist gewissermaßen eine sinnlich wahrnehmbare Emission von Schall, Licht, Wärme, Geruch und Feuchtigkeit; ein wirbelndes Klima nicht greifbarer Effekte,... (die von einem Stationären Objekt erzeugt werden) (M. Wigley) s.u. Sicht der Ausstrahlung Magische Orte: Mächtige Bäume, Lichtungen, Kuppen, Gipfel, Schluchten,... Heiße Medien & Atmosphären (s.u.) TV als kaltes Medium /vs/ Licht-Film Keine Propagandastaffel ohne die außerordentliche Fähigkeit des Tonfilms, Zustimmung zu schaffen (Virilio) Real things do exist... There are earth an water, the light of the sun, landscapes and vegetation (Zumthor) When we look at objects or buildings which seem to be at peace within themselves, our perception becomes calm and dulled (Zumthor) Vibrierende Atmosphären Filmische Dichte (Zumthor) Saint Benedict Chapel (Zumthor)... a place of reflection, space to breathe. Our hope was that the building would seem relaxed and informal, like a big rock... (Zumthor) Right from the start, there was a feeling for the mystical nature of a world of stone inside the mountain, for darkness and light, for the reflection of light upon water, for the diffusion of light through steam-filled air, for the different sounds that water makes in stone surroundings, for warm stone and naked skin, for the ritual of bathing (Zumthor) Das Schwebende Atmende Situationen (Zumthor) Ch´i Zu Zumthor: He does not borrow any words or terms from latest philosophical debate nor from science. His speech signalizes no theoretical avantgarde. (F. Achleitner) Das Konzept der Atmosphären setzt wieder bei der Wahrnehmung/Aisthesis an. Einiges an (seit 100 Jahren) nicht mehr nützlicher Scheinkomplexität (Hegel & Co.) wird auf nachvollziebare und über das Kunstfeld hinaus gültige (leibliche) Grundlagen zurück geführt. Das Konzept der Atmosphären ergänzt sich sehr gut mit den Studien zur Performativität und mit der Ästhetik der Erscheinung. Archaische Sicht Even if Zumthor doesn´t like it, the word aura is useful here. atmosphere is not enough. First off, the archaic quality everywhere, in the stone, in the way it is worked... Atmosphärische Architektur eingebettet in Landschaft (Zumthor) Kunstwerke sind Objekte, die in ihrem performativen Kalkül verstanden sein wollen. (MS) Objekte des bloßen Erscheinens sind oft Ausgangspunkt eines Wachwerdens für die Atmosphäre ((MS) Im WIE der Erscheinung äußert sich das (starke) Sein (MS) (Huber Sowa) Konjunktur der atmosphärischen Kategorien im Umkreis von Nietzsches, Diltheys und Simmels lebensphilosophischen Entwürfen (de Ponte) Für GANG ART kennzeichnet sich jede gegenwärtige Situation durch eine spezifische Atmosphäre, eine Stimmung der Zeit. Diese umfaßt für die Künstlergruppe eine Summe von räumlichen, sozialen, kulturellen, privaten, politischen und weiteren denkbaren Situationen, und meint somit die Zuständlichkeit des Daseins. (Vergl. Bollnow) (de Ponte zu: GANG ART) Diese Stimmungen kennzeichnen zeitliche Abschnitte im Verlauf des Events. Sie halten den gesamten Ablauf wie Gewebe (lat.: textus) zusammen und verketten die einzelnen Eventbestandteile zu einer Struktureinheit, die als Gesamtatmosphäre des Events bezeichnet werden kann. (de Ponte zu: GANG ART) Als ganz bestimmte Zuständlichkeiten wechseln im Event heitere, beschwingte oder erhebende, aber auch beängstigende, unheimliche, bedrohliche und aggressive Stimmungen. Diese verschiedenen Übergangsmodi von Stimmungen erfüllen im Event als Stimmungszusammenhänge die Funktion von Sinnzusammenhängen (de Ponte) (GANG ART) Künstlerische Arbeit wird als ein übersetzendes Ins-Werk-setzen von Situationen, Atmosphären und Ereignissen verstanden Mystik (Mark Rothko) Flecken, Nebel, Wolken, Ergossenes Der Sehende ist ein bewegliches Wesen (Merleau Ponty) Nächtliche Erfahrung auf der Autobahn, als zentrale Erfahrung für Objektwahrnehmung (Tony Smith) In die Architektur eingeschriebene Ansammlung von Mentalitäten und Praktiken:... Was nicht gesehen, gerochen und gehört werden soll (M. Rakatansky) Architektur als: Regulierung dessen, was verheimlicht und was nicht verheimlicht werden kann.... Dinge, sich sich weigern verheimlicht zu bleiben: anormales Verhalten, Sexualität, bestimmte Gerüche, häusliche Gewalt, abgedrängte soziale Gruppen (M. Rakatansky) Es gering darum, mit der mystischen Natur einer steinernen Welt im Berg zu arbeiten, mit Dunkelheit und Licht, mit Lichtreflexen auf dem Wasser und dampfgefüllter Luft, mit den unterschiedlichen Klängen, die Wasser in Räumen aus Gestein hervorruft, mit heißen Steinen und nackter Haut, mit dem Baderitual. (auch Reichlin zitiert Zumthor) Vergl. Türkische Dampfbäder (GB) Atmosphären: Wo bisher die Zeit dominierte, rehabilitiert oder entdeckt sie allererst Räumlichkeit (J. Herzog)... Wir interessieren uns mehr für den direkten physischen und emotionalen Eindruck, wie den Klang der Musik oder den Duft einer Blume Foto- und Video-Modelle statt der konventionellen Architekturmodelle (Herzog & de Meuron) Anstelle einer Grammatik der Zeichen installiert sich nach und nach eine Grammatik der Materialien (Reichlin, Steinmann) Man kann diese Veränderung benennen – als Entsemantisierung (Steinmann) (XB)... das Mehr, das dem Anliegen Atmosphäre, Luft u. Möglichkeitsspielraum gibt (small talk der Amerikaner, Obstler bei den Tirolern, kl. Geschenke...) (XB) Wenn man die Dimension Raum zuläßt, wird die Welt größer, unbekannt, offen und man empfindet sich als ein Teil davon. (XB) Raum ist das Medium das durch uns durch geht. Es ist das Bin des Ich bin (XB) Gegenwart ist Präsenz und Anwesenheit. Sie ist also kein Zeitmodus auf irgendeinem Zeitpfeil. Gegenwart bedeutet Geöffnet-sein... (Buber) Von den Zuflüssen und lebendigen Strömen des Angeschlossenseins an die Umgebung durchzogen (XB) Atmosphäre der Kamin- und Lagerfeuer (XB) das grooving – das Ineinandergreifen (XB) Wie im Butoh-Tanz erscheint der Raum durch den Körper eingesammelt und als sein Erzeugungsort Atmosphärische Fotographien weitläufiger Landschaften (Wim Wenders) (XB) Ernst Mach hatte während eines Sommerspaziergangs das Erlebnis eines mystischen Augenblicks. Er fühlte sein Ich nicht mehr der Welt gegenüber stehen, sondern fühlte die Ununterschiedenheit von Ich und Welt (XB) Durch Verlangsamung der eigenen inneren Aktivität rücken die Orte auseinander (XB) Entschleunigung: Die Sinnlichkeit nimmt zu. Die Umgebung wird sprechend und gebend. Man wird aufmerkend, offen, durchtönend und langanhaltend durchschwingend. (XB) Entschleuinigung, Langsamkeit und Liebe zur Gegenwart öffnen Flow-Sicht Die Raumerfahrung der Raver läßt sich als Feldraum beschreiben (S. Vyzoviti) Atmosphären des Grauens im Film (akustisch...) (XB) Einfluß der Landschaften als Denkraum (zB. für Nietzsche) Das Numinose und die Profaniserung kirchlicher Räume (GB) (GB) Hermann Schmitz, der als erster Atmosphären zum philosophischen Begriff gemacht hat, stützte sich dabei außer auf Vorarbeiten von Ludwig Klages ganz wesentlich auf die forschungen von Rudolf Otto zum Numinosen (GB) Die Anmutungen, die man in kirchlichen Räumen auch unabhängig von gottesdienstlichen Handlungen machen kann, werden tendentiell als heidnische Bedrohung empfunden (GB) Faktisch haben die Kirchen selbst durch ihre Architekten und durch ihre Zusammenarbeit mit Künstlern zur Herausbildung dieser Atmosphären beigetragen. Sie wollen aber, wie es scheint, die Inszenierung des Numinosen, die durch die Erzeugung von Atmosphären in kirchlichen Räumen geschieht, nicht wahrhaben. Heilige Dämmerung – diaphanes Licht (GB) (GB) Das Dunkelsein als Basis der Lichterfahrung. / Es ist nicht das Licht im Sinne von Helle, sondern vielmehr Licht im Sinne von Schein oder sichtbarem Strahl (GB) Die Stille empfängt uns beim Betreten des Doms in mächtiger Dichte Licht – Schatten & die Kraft der Verwandlung (Kap. In: Minimum) Le Corbusier (Kirche Notre-Dame du Haut) Licht & Masse John Pawson, James Turell, Dan Flavin, Mark Rothko Zisterzienser Kloster Ritual – Freiwillige Armut (Zisterzienser) ZEN-Garten ZEN-Garten (Tony Smith) Seit Jahren überträgt Eliasson Naturphänomene wie Wasser, Licht, Wind, Temparatur und Bewegung in den Kunstkontext Vergl. Arbeiten von Olafur Eliasson Das gemeinsame Interagieren kann Atmosphären erzeugen (P. Arlt) zur Clubszene Ambientes arbeiten mit Video (P. Arlt) zur Clubszene Visomat Elemente des ZEN-Gartens: rocks, water, plants – How to elicit (herauslocken) a mood or atmosphere from a garden (Tom Wright) Das Theater könnte als Kristallisationspunkt für jede Art von Inszenierung betrachtet werden (DS) Das Behagen als Gefühl der Geborgenheit ist dagegen eine Atmosphäre, die den Menschen umhüllt und trägt, wohin er auch geht, und ihm sein Leben leichter macht, wie heiteres Wetter (H. Schmitz) Performativität der Dämmerung (GB) ( GB) Hermann Schmitz hat 4 Dimensionen der Dämmerung angegeben: Die thermische, die optische, die akustische und die kinetische. Die Atmosphäre des Tages wäre dann betont nach den Seiten: des Warmen, Hellen, Lauten und Schnellen; entsprechend die Atmosphäre der Abenddämmerung kühl, fahl, still und ruhig, die der darauf folgenden Nacht kalt, dunkel, still und ruhig Philosophie der Unmittelbarkeit (Manfred Thiel) Sicht der Unheimlichkeit Unheimlichkeit der Nacht (wenn wir uns auf das Gehör Verlassen müssen) Energetisches Theater (HL) (Lyotard) Das wäre kein Theater der Bedeutung, sondern der Kräfte, Intensitäten, Affekte in ihrer Präsenz Energetisches Theater wäre jenseits der Repräsentation (HL) Netze aus Kraftlinien... Magische Lichtlinien (Wilson) (HL) In der Tradition des barocken Effekte-Theaters (R. Wilson) (HL) Die dem szenischen Geschehen immanente Synästhesie (zu R. Wagner) (HL) Klangfiguren einer interkulturellen Polyphonie der Stimmen und Sprechgesten (Peter Brook) Das atmosphärische Theater Von Peter Brook – Vergl. Mahabharata-Verfilmung Marat/Sade (Peter Weiss) Entthronung der Sprachzeichen (HL) Gegenwart und Ausstrahlung des Körpers werden entscheidend (HL) Exposition intensiver Körperlichkeit (HL) (HL) Hinwendung zu einem Körper sinnfreier Geste (Tanz, Rhythmus, Anmut, Kraft, kinetischer Reichtum) Postdramatisches Theater (HL) (HL) Hinwendung zu einem Körper sinnfreier Geste (Tanz, Rhythmus, Anmut, Kraft, kinetischer Reichtum) Im postdramatischen Theater Theater der Wahrnehmbarkeit (HL) Thaeter als Kunst des Raumes (HL) Exponieren der Physis der Stimme in Schrei, Ächzen, animalischer Lautgebung und architektonischer Verräumlichung (HL) Theateransätze in Kaufhäusern und Erlebniswelten Slow motion – Theater (R. Wilson) Körper werden zu Erscheinungen Multiperspektivisches Wahrnehmen ersetzen das linear-sukzessive (HL) Kunstvolle Lichtspiele Theater der Gesten und Bewegungen Katholische Messe als Modell des Theaters (HL) Landscape Play (HL) Was auf der Bühne geschieht, so betrachten können, wie man sonst eine Landschaft betrachtet (Vergl. Handke) Jenseits von Handlung: Zeremonie, Raum-Stimmen, Landschaft (HL) Theater der Zustände (HL) Taktile Qualitäten und Intensität (Kantor) (Kantor) Objekte offenbaren ihre Verletzbarkeit und damit ihr Leben in neuer Intensität (HL) Präsentation einer Atmosphäre und einer Zuständlichkeit (HL) (Klaus Michael Grüber) (HL) Das postdramatische Theater reduziert die Zeichenfülle durch Repetition und Duration Die minimalen Motive Stimme, Körper, Raum, Zeit-Dauer (HL) Im Theater eine klaustrophobische Atmosphäre entstehen lassen (La Fura dels Baus) Spaltung zwischen Präsenz und Repräsentation (HL) Ethik der Katharsis (HL) Übertritt qua Erweckung unkontrollierbarer Affektreaktionen (Angst, Ekel, Schrecken) (HL) Pop-Theater-Atmosphäre (HL) Ästhetik des Unheimlichen (Gary Hill, Bill Viola) Der Diskurs als libidinöses Dispositiv (Lyotard) Nin-gen: Zwischensein der Menschen (WT) Panoramaartige Unbegrenztheit bei Caspar David Friedrich (Wim Wenders) In-die-Welt-Eintauchen Atmosphärische Filme (Wim Wenders) Mythisch besetzte Vorstellungen von Landschaft (Wim Wenders) Leidenschaft für die Gegenwart (Wim Wenders) Atmosphäre japan. Kloster (Wim Wenders) Atmosphären amerikanischer Vorstädte (Wim Wenders) Poesie der Hotels: familiäre, freundliche, intime, angenehme, traurige, hoffnungslose, tödliche, fröhliche, kalte, feierliche, stumme, schwatzhafte, liederliche, kecke, ruhmredige, marktschreierische, hergelaufene, vertrauenswürdige, geruhsame, herrschaftliche, leichtlebige, schwerfällige, gesunde, kranke,... Hotels. (D. Kosztolanyi) (MH) Darmstädter Arbeitskreis für umweltorientierte Naturphilosophie (MH) (MH) Schmitz trennt zw. überpersönlichen, personengebundenen und religiösen Atmosphären (Schmitz) magische Atmosphären afrikanischer Dämonenbeschwörer Atmosphäre als Umgebung oder Nähe von etwas (MH) (Vergl, den Begriff: Dunstkreis) (MH) Da der Mangel an emotionaler Betroffenheit die völlige Gleichgültigkeit gegenüber den eigenen Erfahrungen beinhaltet, verschwänden zugleich mit den Emotionen alle Bedürfnisse und damit alle Handlungsantriebe Der psychopathisch Gefühllose nimmt wahr, aber das Wahrgenommene geht ihn nichts an, trifft ihn nicht. Wahrnehmung, -des Gefühls und damit des Selbstbezuges des Erlebens beraubt- verliert ihre Orientierungs- und Erkenntnisfunktion, d.h. Sinneswahrnehmung hört auf Wahrnehmung zu sein (Katz) s.r. (MH) Behinderte nehmen Stimmungen sehr gut war. Von ihnen geschaffene Atmosphären müssen sorgsam gepflegt werden Der Geruchssinn als letzter Bedeutungsanker zur Dingwelt (O. Sacks) (MH) Zuwendung und Lieblosigkeit erfährt das Kleinkind nicht als intentionale Bewußtseinsvorgänge, sondern unmittelbar am eigenen Leib: im Gehalten-, Gewärmt-, Gesäubert- und Gefüttertwerden, in der Berührung, darin ob jemand da ist oder nicht (MH) Durch Musikunterlegung kann ein und dieselbe Filmsequenz völlig entgegengesetzte Wirkungen erzielen (Vergl. Nachvertonungsverbot bei DOGMA 95) (MH) Alles menschliche Wahrnehmen ist in Geschichten eingewoben: Geschichetn des Lebens,.... Die Erscheinungscharaktere sind die Auswirkungen der ineinander gefalteten Geschichten des Lebens (MH) Das Feld möglicher Bedeutungen als Charakterumriß (MH) Für Leiris scheinen alle Wörter miteinander zu kommunizieren und zu spielen... Kein Wort bedeutet für sich alleine betrachtet schon etwas (Vergl. Netz der Denkbegriffe – DG) (MH)... So ist der Geruchssinn zweifellos der eigentliche Wirklichkeitssinn, dessen Fehlen mit Weltverlust einhergeht... Die erste Stufe der Erkrankung ist jeweils der Eindruck, daß die Welt sich entferne... Diese Form der Melancholie nennt Tellenbach Entstimmung. Zugleich verliert die Welt an emotionaler Bedeutung (MH) Monster als atmosphärische Störung: Der Teufel stinkt, die Pest stinkt, alles Böse stinkt (MH) Soziale Bedeutung des Geruchs: Die Vertrautheit die uns mit anderen Menschen verbindet, hängt zu einem großen Teil am Geruch des Partners (MH) Die Entwicklungsgeschichtliche Zurückbildung des Geruchssinns beim Menschen war zugleich eine Abschwächung atmosphärischen Betroffenseins und so eine entscheidende Voraussetzung seiner Emanzipation von der Welt der Gefühle (MH) Weil man in der Stille nicht heimisch werden kann, ist sie ein im buchstäblichen Sinne Unheimliches (MH) Die Bewegungsmacht der Laute: Die optische Bewegung wird übersehen, wenn der Blick nicht zufällig schon in die betreffende Richtung fällt, die akustische ist davon unabhängig und erreicht ihr potentielles Ziel von allen Seiten gleich gut Akustischer Terror (MH) Musik überfällt uns, die anderen Künste überreden Emotionale Wirkung von Musik Erlebnisqualitäten von Landschaften (Hellpach) (MH) Die Saftigkeit der Barock-Architektur - Die aufgeregte Affekt-Kunst des Barock /vs/ Renaissance (Kunst des schönen ruhigen Seins) Wölfflin zieht zweitere vor (MH) Das Atmosphärische ist nichts in der Welt Begegnendes (und damit Kontingentes), sondern die Form der Begegnung selbst Fabrikanten: Situationen im Sinne einer atmosphärischen Gestaltung herstellen (zB. Dialoge Veranstaltung im eigens Gebauten Sauna-Ambiente im Keller der HS) Atmosphäre ist schwer zeitlich zu sehen (Duft-Zeit? Duft-Rhythmus?) (TB) Nichts erinnert so stark an vergangene Situationen als Duft und Geschmack (TB) Über die gelebte Wirklichkeit von Atmosphären (Buytendijk) Sicht der Literatur Tellenbach hat auf die Manifestationen des Atmosphärischen bei Strindberg, Proust, Dostojewski hingewiesen (TB) Der Oralsinn ist ein Sinn der Wiederholung. Wir können zwar den Duft nicht wiederholen wie eine Zeile oder eine Melodie; aber der Duft wiederholt uns, indem er uns erinnert.... Oder anders ausgedrückt: im Duft ist das Unvergängliche am Vergangenen aufgehoben – das Atmosphärische (TB) Ausdrücklicher noch als im Vorgeschmack auf Kommendes kann ich mich im Riechen schon bei dem aufhalten, was kommt. (TB) Die in der Familie erworbene Atmosphäre ist in der Tat dem Nestgeruch an Jungtieren vergleichbar, die aufs schwerste gefährdte sind, wenn fremde Berührung dieses Atmosphärische zerstört (TB) Störungsformen der infantilen Kommunikation: Wahrscheinlich haben auch manche Typen eliminierenden Vehaltens, zB. gewisse Formen des Ausspuckens bzw. Erbrechens,... Durchfalls, den Charakter eines atmosphärischen Protestes (Vergl. Psychosomatik) (Vergl. Emotionale Überempfindlichkeit) (TB) Die große Bedeutung des Atmosphärischen zeigt sich vor allem dort, wo die sprachliche Kommunikation fehlt, wie beim Schwerhörigen oder in sprachfremder Umgebung (TB) Es ist ein Verdienst von Kimura, dieses KI (chi) in seiner basalen Wirklichkeit (für die Psycho- pathologie) erfaßt zu haben (chi auch als Gemüt) Ki-ga-au: Übereinstimmung des chi Wahn als Verrücktheit des chi (TB) Die Wahnstimmung ist das kardinale Phänomen einer Pathologie des Atmosphärischen (TB) (Kap.) Das Atmosphärische im Intermedium von Krise und Wandlung (Das Atmosphärische als ein Medium, in dem eine Wandlung ihren Anfang nimmt) (TB) Die Atmosphäre des Numinosen Der Mensch erfährt das Numinose vor allem in der Sphäre des Gefühls (TB) Psychotische Atmosphärisierungen (TB) Pathologische Atmosphärisierungen (Binswanger) Es liegt etwas in der Lluft (TB) Das Gerücht ist ein spezifischer Modus des Atmosphärischen Zwischen (M. Buber), des Zwischen in der Modalität des Anonymen... Verstohlen von Mund zu Mund... kreist es den Betroffenen zunehmend ein, umgibt ihn mit einem Odium des Anrüchigen (Vergl. Fama) (TB) Geruchs- und Geschmacksstörungen bei Schizophrenien Gestörte Familienatmosphären Atmosphärische Destruktion (TB) (TB) Destruktion des Eigenatmosphärischen – Eine Patientin sieht die Gesamtheit der atmosphärischen Ausstrahlung auf solche sexueller Art reduziert (durch einen best. Eigengeruch – als faulendes Reptil) (TB) Sich in einem Asthmaanfall gegen Luft, Licht, Gerüche wehren (DH) (Tony Smith) Die Nacht war dunkel, und es gab keine Beleuchtung, keine Fahrbahn- oder Seiten- Markierungen, keine Leitplanken, überhaupt nichts außer dem dunklen Asphalt, der durch die flache Landschaft lief.... Diese Fahrt war eine Offenbarung... Sie befreite mich von vielen meiner Ansichten über Kunst. (Grenzenlose Ergossenheit der Nacht/Dunkelheit) Wenn wir die Nacht als grenzenlos erfahren, wird sie schlechthin zu jenem Ort, an dem wir stets und vollkommen mittendrin sind... wo alle Objekte entschwinden (Tony Smith) Nächtliche Autobahnfahrt (DH): Das Entfernte gerade noch sichtbar,... das Nahe praktisch unsichtbar. / Da wo ich bin, da, von wo aus ich schaue, sehe ich nichts (Eine Erschütterung) (DH) Religiöse Sphäre: es ist der Kult, der der Aura ihr wahres Erfahrungsvermögen verleihen wird Dampf-Skulpturen (Robert Morris) (DH) Sodann zeugt das Unheimliche aber von jener Macht des Angeblickten über den Blickenden / Das Unheimliche blickt uns an Trotz der inszenatorischen Elemente und der real agierenden Personen ist das Klima weniger an Vorgaben des Theaters als an musikalischen Kompositionsweisen orientiert (Mike Hentz) Das rituelle Moment des Klimas ist nicht an einzelne Kunst(formen) gebunden. Hentz arbeitet mit sozialen Formen. Klima ist ein erweiterter Kunstbegriff, bei dem Raumgestaltungs- und Thaetertechniken zu einer Realinszenierung ausgeweitet werden. (Mike Hentz) Es wird bei einem guten Klima vorausgesetzt, daß alles da ist; die Bewertung umfaßt Timing (Zeitgefühl/Takt/Rhythmus), aber auch Gefühl. (Mike Hentz) (Mike Hentz) Zitate in musikalischen Und in anderen Bereichen können als kultureller Verweis, als stimmungs- mäßiger Hintergrund... zum Einsatz kommen. (Mike Hentz) Der Kontext ist immer entscheidend, weil ein Klima auch von Personen lebt. (Mike Hentz) Voraussetzungen von Klima: ABLAUFTECHNIKEN sind abhängig vom Plan und vom angestrebten Ziel (Party mit Ausgelassenheit, Feierlichkeit mit Nachdenklichkeit)... In der Küche ist es das Mise en place, das Rezept. Hier ist es eine Art Gedicht oder Partitur. Zeitabläufe, Dramaturgie und vor allem die ideelle (natürlich nicht immer realistische) Vorstellung des Ablaufs oder des Ziels. (Mike Hentz) Voraussetzungen von Klima: REALISATIONSTECHNIKEN Neben der Prägung von Material und Räumen und der Arbeit mit Gefühlen, welche man Dramaturgisch einsetzt, kann man sich bei einem Klima nicht auf eine Partitur (oder einen Ablauf wie im Theater) verlassen. Der Klimatechniker muß immer nachkontrollieren, Instinktiv dehnen oder kürzen (timing), um zu dem von ihm gewünschten Resultat zu kommen. Um die offensichtliche MANIPULATION als dramaturgisches Element nicht vordergründig erscheinen zu lassen, muß vieles diskret und nebenbei aufgebaut oder ausgelöst werden. Eine gute Vorbereitung (von Raum, Material, Essen, Variationen) und kombiniert mit inszenierten (aber scheinbar zufälligen) Überraschungen, beschäftigt die Teilnehmer und reizt ihre Erwartungshaltung, steigert ihre Aufmerksamkeit und so auch die Bereitschaft, aus der reinen Beobachterrolle (*1) herauszu- kommen. Regeln oder Spielregeln können ad hoc erklärt oder abgesprochen werden. Ein Schiedsrichter oder Aufpasser, auch einer der Teilnehmer, kann darauf achten, daß die Regeln eingehalten werden..... Wenn man Regeln unbewußt etablieren will, lassen sich Situationen kreieren, bei denen die Teilnehmer kaum merklich dazu konditioniert werden, sie sich anzueignen.... Der Klimatechniker ist natürlich ein Master of Ceremony ob nun sichtbar, ob delegiert oder nicht. Er agiert mit Führung und Verführung. Er muß überbrücken, einleiten, entspannen, aufwecken, reizen oder alles wieder konzentrieren, Öffentliches privat machen und Privates öffentlich. Wichtig ist es auch Vertrauen zu schaffen und als Aufpasser oder Türsteher Situatioen zu schützen. (Mike Hentz) Voraussetzungen von Klima: RAHMENTECHNIKEN Sounds als unterbewußte Beeinflussung oder zu laute Musik als Handicap um Sprachlosigkeit zu schaffen... (Mike Hentz) Voraussetzungen von Klima: RAHMENTECHNIKEN Menschen als Material. Die Gästeliste ist sehr wichtig für die Komposition und das angestrebte Ziel. Sie ermöglicht die gezielte Auswahl der Teilnehmer (ohne Türsteher) (Mike Hentz) Voraussetzungen von Klima: EINGRIFFSTECHNIKEN Eigriffstechniken können mit einer Waage verglichen werden. Um sie auszupendeln, muß Man auf der anderen Seite Gewicht zulegen. Eingriffe können sanft oder schockierend sein: + Verschiedene Räume in ihrer Stimmung stark kontrastieren + Kontraststimmung innerhalb eines Raumes + Verbale Assoziationen und Provokationen, um Emotionen zu lösen oder Dammbrüche zu bewirken + Zeitliche Beschleunigung oder Verzögerung des Identifikations- prozesses + Viren oder Störelemente in einem Klima als Gärung oder um Positionen zu stärken + Grenzwerte und Grenzen ausreizen (inhaltlich, körperlich, ethisch, geistig,...) + Tabus im Bewußtsein brechen + Mit Hemmungen arbeiten oder sie abbauen + Distanz, Nähe und Einbindung bewußt choreographieren + Energien, Aggressionen abbauen, sie durch Ventile und Aktionen kanalisieren oder inszenieren + Zurückführen zu kollektiven Ritualen und ihr konsequentes Erleben Keine Beerdigung ohne ein Meer von Blumen (GB) In diesen schwarzen Projektionsraum eintauchen (Nieslony) Es ist wichtig, mit einer Situation umzugehen – Die Atmosphäre ist schon da ! Also ist nicht nur das Individuum ineffabel, auch alles Komplexe, Situative, Umgebungshafte, Atmosphärische ist es. Die ganzheitlich verfaßten Situationsgefühle und Umblicke übersteigen immer den Ausdruck (PS) Was die Aussagbarkeit von Formen, von Gestalten, von Anmutungsqualitäten und Atmosphären angeht, so ist das Gefälle zwischen den sprachlichen Möglichkeiten und den sinnlichen Präsenzen noch exzessiver als bei den Farben, und dabei haben wir über Menschengesichter, Stimmtimbres und andere extrem individuierte Phänomene noch nicht einmal gesprochen. (PS) (PS) Das philosophische Engagement von Sphären I besteht in dem Vorsatz, die in der phil. Tradition stiefmütterlich behandelte Kategorie der Relation, der Beziehung, des Schwebens in einem Ineinander- Miteinander, des Enthaltenseins in einem Zwischen, zu einer erstrangigen Größe zu erheben... (PS) Wir leben in einer Kultur, die über das Offenkundigste, über die Grundlichtung, die Atmosphären, in denen wir uns bewegen, so gut wie überhaupt nicht sprechen kann. (PS)... Als Akteur in einer Kultur der klimatologischen Genauigkeit H.-J. Heinrichs zu (PS): Heideggers Sein und Zeit unter einem veränderten Blickwinkel neu zu schreiben: diesmal als eine Raumphilosophie Umzug von Sein und Zeit in Sein und Raum (PS) Wir müssen nicht begründen, sondern ausformen, vernetzen und schweben lassen. Verdichtungen ersetzen Begründungen. Es bleibt eher zu zeigen, daß Kulturen insgesamt in der Luft hängen und nicht von ihren sgn Grundlagen her zu verstehn sind. Kulturen sind atmosphärische Systeme. Für sie sind symbolische Prozesse und Stimmungen entscheidend. Ihr Primärprodukt ist die Stiftung eines Binnenklimas... Die atmosphärische Konstitution der Kultur ist das eigentlich Fundamentale (PS) Ich will den Grund in Zukunft über dem Boden suchen, im Klima-Apriori der Kultur, in der geteilten Luft, in der sozialen Lichtung. (PS) Es ist zu einer Überlebensfrage für die aktuellen Kulturen geworden, wie sie sich als atmosphärische Gemeinschaften Reproduzieren. Atmosphäre als Befremdlichkeit der Orte Installationen als begehbare atmosphärische Bühnenbilder (Kabakov) Dogma 95: authentische Atmosphäre /vs/ konstruierte Echte Situation, keine Kulisse, erfahrene Situationen (DH) Atmosphäre als komplexe Faltung – Eintauchung: Henri Michaux: Umfaltet von den endlosen Schleiern dunklen Wollens. Umfaltet von Falten. Umfaltet von Nacht. Umfaltet von ungewissen Falten, den Falten meines Ausgucks. Umfaltet von Regen. Umfaltet von Brüchen, von Trümmern, von Haufen von Trümmern. Von Schreien auch, vor allem von Schreien. Umfaltet vom Ersticken. Langsamer Wolkenbruch. Filmarchitektur & Atmosphäre Sound als fließendes Medium (SR) Fließende Medien (in fließende Medien eintauchen) Sprachlichkeit des Eintauchens, Fließens, der Verflüssigung, der Durchdringung,... (SR) Visuelle Gestaltung (Rave-Kultur):... Videopalette gleitender Chromatik, phosphoreszierende Fäden, wallende Nebelschwaden aus extrem verschleierter Helligkeit und kerzenwachsartigen Strömen; Palimpseste, Ektoplasmische Impulse, kaleidoskopische Wirbel und spektral, zerlaufende Effekte;... Split-Screens mit verwischtem Rand, einer unsauberen Überlappung (Vergl. Mark Rothko) Ästhetik der Verflüssigung durch zahlreiche Mehrfachüberblendungen Sicht des Fließens (MC) Die phänomenologische Analyse zeigt, daß sich im flow-Erlebnis die Grenzen von Subjekt und Welt verwischen (MC) Das holistische Gefühl bei völligem Aufgehen in einer Tätigkeit = flow (jenseits der Parameter von Angst und von Langeweile zu agieren) (MC) Flow – als das Gefühl einer totalen Beteiligung (vollständig eintauchen) Atmosphärische Schutzglocken (MC) Die Aufmerksamkeit auf ein umgrenztes Stimulusfeld einschränken (MC) Flow – seltene Momente orgiastischer Einheit, in denen man sich im Handeln verliert (MC) Tiefer flow (beim Klettern) Zuspitzung der Aufmerksamkeit / Verschmelzung von Handlung und Bewußtsein / Leben außerhalb der Zeit / Prozeßorientiertheit; Beachtung autotelischer, intrinsischer Belohnungen; Eroberungen des Nutzlosen / Direkte und unmittelbare Kommunikation (MC) Tiefer flow ist eine ekstatische Erfahrung (MC) Zentrierung der Aufmerksamkeit Die Bewegungsform des Optimisten (ist) ein Schweben, Fliegen oder Schwimmen in einem Milieu, das überall und jederzeit leicht nachgibt (Bollnow mit Binswanger) Naturstimmungen / Wolkenstimmungen Stimmungsbilder (John Constable, Pierre-Henri de Valenciennes, Caspar David Friedrich, Carl Blecher, William Turner) Cathrin Pichler zu den Werken von Bernhard Leitner: man kann diese Erfahrung auch als eine Art Atmosphärisches Erlebnis bewerten Das Ohr, das im auditiven Raum schwebt oder taucht (Sloterdijk) C. Pichler zu B.Leitner Atmosphären der Ruhe und Stille Atmosphärisches Wechselspiel von Licht und Schatten Die moderne Gesellschaft entstand, weil die Menschen ihren Gefühlshaushalt entscheidend umstellten, ja sich überhaupt erst als emotionale Wesen begriffen (R. Schlesinger) Seit 100 Jahren wurde die (philosophische) Ästhetik der modernen Kunst nicht mehr gerecht Terrasphere, Hydrosphere, Atmosphere (Koichiro Kurita) Japan. Photograph (Gerhard Richter) the impact of a serious illness in 1998 on Richter´s artistic practice and position... Creation of atmosphere and emotion... (Helga Meister) The atmosphere of jazz Künstler als Gärtner (A. Weisser, I. Vetter) Installation projects Controlled Atmosphere (Tracey Moffat) Her portrayal of outback civilization an the Australian subculture, noting her use of expressionist elements to evoke certain atmospheres and emotions. Fellini-like Atmosphere (Harold Verhagen – Fotograph) Absorbing the atmosphere of a specific location (L.M. Cree) Gardens of night and shadow On aspects of darkness and shade as they are used to create an atmosphere of mystery and as indicators of the unknown or uncanny in the human psyche Atmosphere of magical stillness (MS) Atmosphäre ist ein sinnlich und affektiv spürbares und darin existentiell bedeutsames Artikuliertsein von realisierten oder nicht realisierten Lebensmöglichkeiten (MS) Das Bewußtsein für Atmosphären aktiviert ein Wissen um kulturelle Bezüge Rony Horn / Dictionary of Water Emotional culture (UP) /vs/ coole Lebenspraxis (UP) Die Kontrolle des emotionalen Outputs diente zugleich der Abwehr der Barbarei, welche die Kultur von außen und innen bedrohte (UP) Als Gegenmodell zum Autor entwirft Barthes die Figur des Scriptors, der ohne Leidenschaft, ohne Gefühle und Stimmungen mit einem riesigen Wörterbuch arbeiten läßt, daß sein Schreiben unaufhörlich werden läßt. Sein Text wird so zu einem riesigen Netz von Zeichen... (UP) Im urbanen Umfeld entstand die Haltung des Camp, die ihre ästhetischen Vorlieben quasi über die Bande spielt, Begeisterung und emotionales Engagement nur in ironischer Brechung akzeptiert. (UP) Abstraktion: In der Kälte der Distanz Die kühle Distanzierung zum Besonderen gilt geradezu als Gradmesser wissenschaftlichen Fortschritts (UP) Im Schatten der Abstraktion entsteht eine Unberührbarkeit der Dinge (UP) Mit der Psychoanalyse wurde das Triebhafte-Unbewußte offenbar, mit dem Film – so Benjamin – das Optisch-Unbewußte (UP) Beuys versucht als Schamane die Naturhaftigkeit des Menschen aus seinen tierischen Wurzeln hervorzulocken.... Der starren, kalten Perfektion des Kapitalismus setzte er eine neue Naturverbundenheit entgegen. (UP) Die thermische Kodierung des Mannes als kalt folgt gesellschaftlichen Vorgaben. Eintauchen in die Dämmerung der Unterwasserwelt Tauchsport - Tief(see)atmosphäre Unterwasseratmosphäre Eintauchen / schweben / Farbenspiel / Körperdrogen (UP) unmittelbar schockhaftes und zivilisationsfreies Erleben der Natur Atmosphärische Interventionen (Corell Wex) Es ist der Raum, der den Unterschied macht Aber nicht als rein physischer, sondern als sozialer Raum, der durch bestimmte Handlungen von Menschen strukturiert wird. Es ist die sgn. Atmosphäre, die unser Handeln beeinflußt. (LR) Mam kann Wim Wenders Film Bis ans Ende der Welt... als ein filmisches Gleichnis der Blindheit der Moderne und der postmodernen Rekonstruktion des Sehens interpretieren. (LR) Wenders wollte einen Film über die Liebe, die Bilder und das Sehen drehen (LR) Was postmoderne Blinde sehen: Peter Handke (LR) (zu Handke) Die wahren Empfindungen entgleiten uns, und die Wörter formen einen Schirm zwischen der Subjektivität und den Dingen (LR) Dieser Verlust der Farben ging mit dem Verlust der Freude an der Musik einher (LC) Ohne emotionalen Anstoß gibt es keine Aktion (LC) Über emotionale Schienen (Musik) das Denken in gewünschte Bahnen lenken. Die ungeheure Macht von Musik und Rhythmus wurde in allen Kulturen genutzt. Von tiefer religiöser Andacht bis zur Kampfmusik (LC) Affekte als Energielieferanten und Organisatoren des sozialen Raumes (LC) Situationsgerechte psychische Gestimmtheit (Vorsicht, gespannte Aufmerksamkeit oder Entspanntheit) Unvergleichliche atmosphärische Dichte von Blade Runner Räume des Schreckens (starke Schatten, unergründbare Tiefen des Raumes) Seelenräume Kritik der reinen Vernunft (Kant) /vs/ Romantik Die Leistungsgesellschaft ist gefühlskrank (B. Groys zu Kabakov)... Du bist oft verblüfft darüber, wie genau sie (Künstler, Galeristen, Kritiker) auf dieser erotischen Ebene wahrnehmen... obwohl sie dabei der Inhalt oder Sinn der Arbeit absolut nicht interessiert Nautische Ekstasen (P. Sloterdijk) (Sloterdijk) Nur Schopenhauer vollzog,... den überfälligen Durchbruch zu einem Denken, das einen verflüssigten Grund an den Anfang stellte.... An diese Entdeckung knüpften Nietzsche und jene Vitalisten an, die die Wiederverflüssigung der verhärteten Subjekte zur eigentlichen Aufgabe einer recht verstandenen Philosophie erklärten. (Sabine Bitter) Dogma 95: Künstliches Licht wird nicht akzeptiert (würde die Atmosphäre wesentlich verändern) Die Logik einer lokalen Materialität und Atmosphäre Dogma 95: Es ist ein üblicher und simpler Effekt, die Atmo, die atmosphärische Tönung des Drehortes, statt den O-Ton der Szene in den Vordergrund zu stellen (Vergl. Drehbücher: Stadtwerkstatt-TV) (Lars von Trier) Liegt Ihre Motivation in dem Wunsch, sich den Gefühlen stärker als bisher zu nähern? JA... Dogma 95 (Soren Kragh-Jacobsen) Ein Solcher Prozeß, in dem sich alles in Bewegung befindet, ist wirklich spannend. Darin liegt die große Stärke von DOGMA gegenüber konventionellen Filmproduktionen Dogma 95: Unmittelbarkeit der Wahrnehmung; Unmittelbarkeit der Reaktion; Unmittelbarkeit, Durchgängigkeit im Prozeß Neue Einfachheit bei Dogma 95: Den technischen Panzer ablegen und den Schleier der Ästhetik fallen lassen / Der komplizierte Weg zur Einfachheit / In dem Maße, in dem man die Filmsprache reduziert, wird die Notwendigkeit eines geistig-emotionalen Rüstzeugs, einer geistig-emotionalen Energie augenfällig (Anthony Dod Mantle) Heute tobt ein Sturm der Technik, der die Kosmetik zur Gottheit erhebt..... Tödliche Umarmung der Sensationen Emotionale Stumpf- sinnigkeit formaler Kompositionen Jean-Paul Satres Entwurf einer Theorie der Emotionen In einem Tarkowskij-Film: Büste Platos (Des Lehrers der Romantiker) Vergl. IWK-Vortrag (Bezug zu Didi-Huberman) Sabine A. Döring (SD) Theorie der Emotionen Indem die Dichtung Erlebnis vermittelt, vermittelt sie Erkenntnis (SD) (SD) Während im wissenschaftlichen Experiment nach dem Prinzip der isolierenden Abstraktion von der besonderen Person des Beobachters, dem Ort, an dem das Experiment stattfindet, dem Zeitpunkt seiner Durchführung usw. abstrahiert wird, geht es im künstlerischen Experiment umgekehrt um die Aspekte, die die Besonderheit der konkreten Situation ausmachen (SD) Um den Erkenntnisanspruch der Kunst wissenschaftlich rechtfertigen zu können, formuliert Musil 1938 nach dem Modell Kurt Lewins eine psychologische Theorie über den Einfluß des Gefühls auf die Wahrnehmung (SD) Kurt Lewins Untersuchungen zur Handlungs- und Affektpsychologie beeinflußten erkenntnistheoretische Überlegungen von R.Musil (SD) Im Vordergrund steht die kognitive Funktion... bei den unbestimmten Gefühlen, den sogenannten Stimmungen. Stimmungen gelten gemeinhin als nichtintentionale Gefühle; sie sind nicht auf ein bestimmtes Objekt gerichtet, sondern Färben gleichsam die ganze Welt in ihrem Sinne. Emotionalität als neuer Schwerpunkt für Philosophie und Geisteswissenschaften (Kap. bei Carola Meier-Seethaler) Es ist hier nicht möglich, den ganzen Reichtum der amerikanischen Emotionsforschung zu skizzieren, in der phänomenologische, psychoanalytische und Existenzphilosophische Aspekte zusammenfließen (CS) (CS) Emotionen als ein komplexes System von Urteilen über die Welt, über Menschen und unsere Stellung in der Welt finden, Kulturgeschichtlich gesehen, ihren Niederschlag in den Mythologien (CS) Mythologie ist die lebendige Struktur der Emotion selbst (die sich in Religion, Sitte und Kunst niederschlägt) (Robert C. Solomon) Existenzphilosophie, Lebensphilosophie Denker der Romantik (CS) Affekte sind leiblich fundierte, lebensgeschichtlich-psychisch vermittelte und propositional geprägte, innere Zustände, die zudem den überindividuellen Verhältnissen sozialer und kultureller Determinanten unterstehen (Fink-Eitel) Philosophen/Theoretiker die für die Fragen der Emotion blind sind: Kant, Adorno, Luhmann, Weibel, Eisenman,... (CS) Emotionale Anästhesie der Forschung (CS) Erkenntnistheorie des Gefühls (Rousseau, W. Dilthey, S.K. Langer) (CS) Emotional begründete Sprachtheorie (Herder) Emotionale Vernunft (CS) (Karl Jaspers) Theorie der Gefühle (Agnes Heller) (CS) Die emotionalen Sinngehalte in Ritus, Mythos und Kunst (CS) kulturelle Gefühlsgrammatik (CS) Wenn es doch endlich einmal gelänge, in unserer Sprache ein Wort einzuführen, welches Denken und Fühlen nicht trennt (Ilse Aichinger) Soziologie der Gefühle (Agnes Heller) (CS) (CS) Wie Susanne Langer hervorhebt, sind Analogie und Metapher die Mittel der Sprache schlechthin, um emotionale Inhalte in kommunizierbarer Form zum Ausdruck zu bringen. (Kurt Palm) Zu seiner Dreigroschenoper: Es war entscheidend vom Milieu und von der Atmosphäre wegzukommen Pragmatische Dimension Von atmosphären (Madeleine Schechter) Poetik der Atmosphären (Madeleine Schechter)

2 24 strukturelle/strukturale Sicht 20 (kunst)historische Sicht 23 machttheoretische Sicht 21 ökonomische Sicht / Produktionssicht 22 Sicht der Pop/Rave-Kultur 19 Sicht der Repräsentation 18 Sicht des Kunstwerks 17 Design-Sicht17 Maschinensicht 18 Sicht des Bildes 19 materiale Sicht / olfaktive Sicht (Geruch) 21 Sicht des (Kunst-) Marktes Finanzierungssicht / Kostensicht / Sponsorensicht 23 Sicht der organisierenden Institution 20 Sicht der Anti-Atmosphäre 24 Sicht des Feldes Atmosphäre als Werk Atmosphäre als Skulptur Atmosphäre als bilderzeugende Handlung Atmosphäre als Maschinentheater Atmosphäre als Ablagerung Atmosphäre als Materialsammlung Atmosphäre als Gegenkonzept zur Repräsentation Atmosphäre als (wiederholbare) Show Atmosphäre als Ereignis Atmosphäre als inszeniertes Event Atmosphäre als Inszenierung Atmosphäre als Relikt Atmosphäre als Wunderkammer Atmosphäre als totale Installation Atmosphäre als Feld Atmosphäre als Strukturdurchbrechung Atmosphäre als Konfiguration der Präsenz Atmosphäre als Spannungsraum Atmosphäre als ortlose Kunst Atmosphäre als Vereinbarung Atmosphäre als Gesamtkunstwerk 22 Unterhaltungssicht Kunsthistorik Kulturhistorik Psychologie der Sammlung Philosophie/Theorie des Sammelns Gedächtnis-Diskurs Gedächtnistheorien Ende der Geschichte-Diskurs Museum Studies Wahrnehmungstheorie zur Architektur (B. Leitner) Phänomenologie der Wahrnehmung Orteforschung (Peter Arlt, Marc Auge) Theorie städtischer Ort Topoanalyse (Franz Xaver Baier) Architekturtheorie / Arch. Diskurs Strukturalismus (Diskurs) Semiotik / Theatersemiotik Symboltheorien des Wissens Systemtheorie / System-Diskurs Feldtheorien (Lewin...) Topological Psychology Formalwissenschaften Selbstorganisationstheorie Machttheorien Macht-Diskurs (mit Foucault) (Spielregeln der Kunst) Organisationstheorie Institutionskritik-Diskurs Kulturmanager-Debatte Globalisierungsdiskurs Liberalismusdiskurs Ökonomie als Diskurs (Foucault) (Spielregeln der Kunst) Medientheorie Poptheorie / Poptheoret. Diskurs High&Low Diskurs Technoculture-Diskurs cultural studies Diskurs Modediskurs / Retrodiskurse Hedonismusdebatte Neuer Subjektivsmus – Debatte Fun Debatte Onthologie des Ereignisses Kunsttheorie Morphologie Institutionskritik-Diskurs Kuratoren-Debatte Materialdebatte Differenzphilosophie Rhizomatik Bildtheorien Morphologie Pictorial turn (Diskurs) Produktsicht u.a. Ausstellungsinstitutionen 25 räumliche Sicht 25 architektonische Sicht Sicht der Orte Literatur: Kurt Lewin Gernot Böhme / Aisthetik Peter Buchanan / Gedanken über Atmosphäre und Moderne Elias Canetti / Masse und Macht Literatur: Peter Arlt / Praktiken von Zwischennutzern Christian Höller (Hg.) / pop unlimited? Simon Reynolds (SR) – Seeing the Beat – Netzhautintensitäten in Techno- und Electronic-Dance-Videos Nicholas Sunders / Ecstasy Christian Mikunda / Dritte Orte (Beitrag) Ulf Poschardt / Cool Literatur: Gernot Böhme / Die Atmosphäre einer Stadt (Beitrag in) Von Innen nach außen. Stadt- entwicklung ohne Stadt? Christian Mikunda / Der verbotene Ort Mark Wigley / Die Architektur der Atmosphäre (daidalos) Denise Schulz / Das Lokal als Bühne Die Dramaturgie des Genusses Tony Davis / Stage Design Wenn die Glatzen an der Ecke stehen / Beitrag: Atmosphärische Interventionen – Minka Karsten (MK) (Betreuung: P. Arlt u. Philipp Oswalt) Literatur: Alex Farquharson (Ed.) / the magic hour – the convergence of art and Las Vegas Ulf Poschardt (UP) / COOL Aby Warburg / Gesammelte Schriften – Der Bilderatlas MNEMOSYNE Robert Schlesinger / Die Emotionale Revolution – Die Oper als Schlüssel zu den 150 Jahren des 19.Jahrhunderts Charlese Jencks / Black box, white cube, ersatz cathedral, shopping mall and renta-culture Literatur: Alain Corbin / Pesthauch und Blütenduft - Eine Geschichte des Geruchs Hubert Tellenbach / Geschmack und Atmosphäre – Kap. Zur Phänomenologie des Oralsinns Nakazawa A. / Von der Mentalität Kranker, die über Körpergerüche klagen Jon McKenzie / Perform or Else I. Kabakov, B. Groys / Die Kunst der Installation Peter Zumthor / A Way of Looking at Things Wilfried Wang / Über Unmittelbarkeit Tanizaki Jun´ichiro / Lob des Schattens Entwurf einer japanischen Ästhetik Raum – Malerei (Ausstellungskatalog) Michael Hauskeller / Atmosphären erleben Literatur: Gernot Böhme / Die Ekstasen der Dinge (Beitrag) William Turner – Licht und Farbe Jacques Le Rider (LR) / Farben und Wörter – Geschichte der Farbe von Lessing bis Wittgenstein L. Wittgenstein / Bemerkungen über Farben James Turell – the other horizon John Gage / Kulturgeschichte der Farbe Peter Zumthor / A Way of Looking at Things Eine Anschauung der Dinge Martin Steinmann / Die Gegenwärtigkeit der Dinge Wolfgang Laib (Kunsthaus Bregenz) Literatur: Reinhardt Knodt / Ästhetische Korrespondenzen – Denken im technischen Raum Intelligente Ambiente – ars electronica 1994 The magic hour – the convergence of art and Las Vegas Venturi, Scott Brown, Izenour / Lernen von Las Vegas Christian Mikunda / Der verbotene Ort – oder Die inszenierte Verführung Aurora Cuito / Shop Design Tony Davis / Stage Design Literatur: Andreas Nebelung / Zwischenräume H. Seitz / Räume im Dazwischen Gernot Böhme / Brief an einen japanischen Freund über das Zwischen – in: Philosophie und Phänomenologie in Japan Lewin (Feldtheorie) Jon McKenzie / Perform or Else Gernot Böhme / Aisthetik – Vorlesungen über Ästhetik als allgemeine Wahrnehmungslehre Performance – Relikte & Sedimente Bruno Reichlin / Jenseits der Zeichen – Zur Unmittelbarkeit des wahrnehmens in der Architektur Literatur: Franz Xaver Baier / Der Raum Peter Sloterdijk / Sphären I und II Peter Sloterdijk / Die Sonne und der Tod Reinhard Knodt / Atmosphären – Über einen vergessenen Gegenstand des guten Geschmacks (Vortrag 1993) Bernhard Leitner / Vorträge bei der ars electronica Gernot Böhme / Atmosphäre kirchlicher Räume in: kunst und kirche 2/1998 D. Kamper u.a. / Umzug ins Offene – Vier Versuche über den Raum Ute Woltron / Die Grammatik des Bauens (Standard Artikel) Sicht der Ausstellung Kampfsicht Siehe auch: Sicht der Zerstörung Siehe auch: energetische Sicht sportliche Aspekte Sicht der Bühne Sicht öffentlicher Auftritte Sicht des Zwischen(raumes) Robotic KI – Forschung / KI-Diskurs Connectionismus Cyberdiskurs / Cybertheorie Netzdiskurs Technoscience and Cyberculture Literatur: (... Fortsetzung) Martin Steinmann / Form für eine Architektur Diesseits der Zeichen Martin Steinmann / Die Gegenwärtigkeit der Dinge Edward Conze / Buddhistisches Denken Sicht der Objekte Sicht der Re-Präsentation Systemsicht Sicht der Zeichen Literatur: (... Fortsetzung) Daidalos Bd. 68 / Konstruktion von Atmosphären Mark Wigley / Die Architektur der Atmosphäre Christopher Alexander / Eine Muster-Sprache Peter Zumthor / A Way of Looking at Things Peter Zumthor / Architektur Denken Maurice Merleau-Ponty (MMP) Georges Didi-Huberman (DH) A. Gosztonyi / Der Raum Raimund Abraham / Elementare Architektur Johannes Porsch (Kurator: sturm der ruhe) Wilfried Wang (... über Unmittelbarkeit) Elisabeth Ströker / Philosophische Unter- suchungen zum Raum formale Sicht KuratorInnen-Sicht Sicht des öffentlichen Raumes Sicht der Städte u. Regionen Objektsicht Sicht der AusstellungsmacherIn räumliche Atmosphären Sicht der Sphären (Sloterdijk) Atmosphäre als Feld Geruchsatmosphären (Corbin, Attila Kosa: Kochendes Gemüse, Backofen - Brotgeruch) Ausstellungsdesign ist in vielen Fällen eine Frage der atmosphärischen Gestaltung Ausstellungsgestaltung als Atmosphärengestaltung Thematische Ausstellungen: (Ambiente-Arte / Germano Celant / Venedig 1976) (sturm der ruhe / AzW – Wien ) Atmosphärische Ausstellungen: (Olafur Eliasson – Kunsthaus Bregenz) (Musik-, Design-, Mode-Projekte Künstlerhaus Wien) Wandlung des Repräsentationsmodells White Cube zum Ambient (S. Römer) Die Ausstellung als Stimmungsbild Gefühlsqualitäten von Räumen erfassen (s.l.) Atmosphäre durch die Qualität des Raumes (s.l.) (Ausstellungs)Architektur als Stimmungskunst Atmosphärische Architektur (s.l.) Opakes Licht (Kunsthalle Klosterneuburg) Über den Dächern (OK Mediendeck) Bunkeratmosphäre (Kunsthalle Wien) Zumthors Entwürfe gründen in einem atmosphärischen Gefühl (Vergl. Kunsthaus Bregenz) (s.l.) Den Geist des Hauses mitbekommen (s.l.) Räume mit gedämpfter Atmosphäre (s.l.) Unterschiedliches Ambiente: (s.l.) -white cube (sachlich) -öffentlicher Raum -Kirchenraum -Büroatmosphäre (Serviceproj.) -Gangsituationen -Restaurantatmosphäre -Völkerkundemuseumsatmosphäre -Kinofoyer-Atmosphäre intime Räumlichkeiten... eine besondere Atmosphäre schaffen s.l. Lokalkolorit nutzen s.l. Ambiance s.l. Die Gestaltung eines Umraumes, einer bestimmten Atmosphäre oder eines Milieus, hat die Präsentation eines singulären Kunstwerkes ersetzt (S. Römer) s.l. Der Genuß einer Ausstellung ersetzt den unsicheren Genuß ihrer Exponate (H. Belting) s.l. Der passende Begriff für diese einschneidende Wandlung des künstlerischen Präsentationsraumes scheint mir der Begriff Ambient (S. Römer) s.l. Das Ambient ist grundsätzlich vom White Cube und seiner Atmosphäre ästhetischer Purifizierung zu unterscheiden (S. Römer) Wenn ich in einen Raum hineintrete, dann werde ich in irgendeiner Weise durch diesen Raum gestimmt. Seine Atmosphäre ist für mein Befinden entscheidend. Atmosphäre als das, was von Dingen und Menschen ausgeht, was Räume mit affektiver Tönung erfüllt Kunstwerke die kein Gebilde (im Sinne eine Skulptur) sind, sondern atmosphärisch getönte Räume (James Turell) Selbstinszenierung der Macht und Ausübung von Macht durch die Beschwörung von Atmosphären. (Böhme) (GB) In solchen anfänglichen Situationen wird deutlich, daß, was zuerst und vor allem Einzeln wahrgenommen wird, in gewisser Weise der Raum selbst ist.... dabei ist die affektiv getönte Enge und Weite gemeint, in die man hineintritt... (DIG: Vergl. die ganz persönliche Raumwahrnehmung) Das betreten einer Wohnung: kleinbürgerliche Atmosphäre schlägt entgegen Man betritt eine Kirche: man fühlt sich von einer heiligen Dämmerung umfangen (Vergl. auch: produktive Denk- und Arbeits-Atmosphären) In der Wahrnehmung der Atmosphäre spüre ich, in welcher Art Umgebung ich mich befinde. (GB) Es geht darum, durch Arbeit am Gegenstand Atmosphären zu machen. (GB) (DIG)... vergl. dazu die lächerlichen Erscheinungen (auch) formal mißlungener Skulpturen Die Architektur hat zB. im Kirchenbau Atmosphären des Heiligen und der Demut erzeugt, und sie war immer eingespannt in die Produktion von Herrschaftsatmosphären..... sie greifen in die Befindlichkeit derjenigen ein, die sich diesen Gebäuden nähern oder sie betreten. (GB) Vergl. dazu im Detail: Politische Objekte, Herrschaftsobjekte, Machtobjekte (DG) Atmosphäre von Nicht-Orten bzw. Un-Orten (P. Arlt) Objekte geben der Situation Gestalt... an ihnen wird der Charakter der Situation anschaulich. Lebensumgebungen und Lebensverhältnisse nehmen durch diese Objekte und Stile einen Charakter an. (M. Seel) räumlicher Charakter der Atmosphäre (Hermann Schmitz - Leibphilosophie) Physiognomie spielt keine Rolle mehr.... Schmitz arbeitet den räumlichen Charakter der Atmosphäre heraus. Atmosphären sind immer räumlich >randlos<, ergossen, dabei ortlos, d.h. nicht lokalisierbar, sie sind ergreifende Gefühlsmächte, räumliche Träger von Stimmungen. (GB) Neue Materialität (GB) Künstler präsentieren Steine, Sand, Vogelfedern und Holz als Kunstwerk, gerade weil die Erfahrung dieser Materialien als konkrete Stoffe in der Warenwelt im Schwinden ist. Ausstellungsgestaltung als Atmosphärengestaltung (Siehe im Detail – Studie: Die Kunst der Ausstellung) (GB) Diese Leute, also Innenarchitekten, die Designer, die Theatermacher, die Bühnenbildner, die Produzenten von Verkaufsatmosphären wissen ja von der Praxis her, wie man Atmosphären herstellt und was man mit ihnen bewirken kann, denn sie wollen ja Befindlichkeiten erzeugen. Innenarchitektur, Ausstellungsarchitektur, Ausstellungsbühne, das Ausstellungsdesign ist in vielen Fällen eine Frage der atmosphärischen Gestaltung (DG). Atmosphärische Ausstellungsarchitektur: Viel Licht, opakes Licht (Kunsthalle Klosterneuburg) Über den Dächern der Stadt (Mediendeck) Bunkeratmosphäre (Kunsthalle Wien) zu viel Atmosphäre (Kunsthalle Bregenz) (James Turrell) die Schulatmosphäre des OK wurde durch Design ersetzt. Nur die Schlucht und das Mediendeck haben eine Atmosphäre zu bieten. Atmosphärische Architektur Gerade Architektur produziert in allem was sie macht Atmosphäre (GB). Architektur ist gerade insofern ästhetische Arbeit, als damit immer auch Räume einer bestimmten Stimmungsqualität, als damit Atmosphären geschaffen werden (GB). Niemals geht es nur um die Gestaltung eines Gegenstandes, sondern immer zugleich um die Schaffung der Bedingungen seines Erscheinens. festliche Atmosphäre von Passagen, Einkaufszentren, Flughäfen, Restaurants, Hotels,... Atmosphäre der DDR (Einheitsdesign) Praxiszusammenhänge sind häufig durch Handhabung und Sich-vom-Leibe-Halten bestimmt. (GB) Es gilt also Dinge nach den Formen ihrer Präsenz zu charakterisieren. (GB) Formen der Präsenz sind Weisen, durch die ein Ding charakteristisch aus sich heraustritt. Wir wollen sie Ekstasen nennen. (GB) Ähnlich wie die Farbe müßten die anderen Sinnesqualitäten als Präsenzformen oder Ekstasen der Dinge interpretiert werden. (GB) Das Ding ist sein In-Erscheinung-Treten (GB) Lokalisierbarkeit und Voluminosität von Dingen (GB) Wie zeigt ein Ding, daß es an seinem Platz ist? (GB)... ein Verhältnis von Sich-Zeigen und sich-Verschließen (GB) Das Ding und seine Ekstasen (Gernot Böhme) Rückkehr der Materialität extensive Präsentation von Materialität Böhme: (Nikolas Lang, Gloria Friedman, M. Jetilova, Stefan Huber) Charakteren des Materials – Der Charakter des Materials wird nach der Atmosphäre bezeichnet, die von ihm ausgeht (G. Böhme) Diverse Werke (Venedig 2001) - (Perfekte Simulation von Vasen Gerd Rohling) (weiche Objekte – Gummizelle – Loris Cecchini) Sicht der Inszenierung szenische Gestaltung / Inszenierung Die ganze Welt wird Bühne Es kann von einem szenischen Wert der Waren gesprochen werden Diverse Werke (Venedig 2001) (Perfekte Simulation von Vasen Gerd Rohling) (Theaterkino G. Bures Miller, J. Cardiff) (Pool Erlich, Sacco) (Selbstinszenierung, Medieninszenierung Com & Com) (Pseudodemo – unsinnige Handlungen – Aernout Mik) Inszenierte Wohnwelten (Venedig 2001) (Wohnung als Bühne Ilona Nemeth, Jiri Survka) (Wohnraumwelten Alexandra Ranner) Inszenierte Fahrzeuge & Containerlandschaft (Venedig 2001) (Barry McGee, Stephen Powers, James Todd) In vielen Werken geht es um die Gestaltung von Atmosphären und weniger um die Gestaltung ästhetischer Skulpturen. Diverse Werke (Venedig 2001) (Stimmungsräume – Ambient-Musik – Span. Pavillon: Ana Laura Alaz, Javier Perez) (Lusterinstallation Suzann Victor) (Nordischer Pavillon) (Atmosphäre japan. Städte) (Kino/Theater-atmosphäre – CAN Pavillon) (Atmosphärenkunst – Gelatine: Versumpfung, Granular) Emotionale Organisation (Tip: Peter Arlt) Maschinen (PKW) & Emotion Material & Emotion Objekt & Emotion Emotion & Sammlung Emotion & Unterhaltung Emotion & Architektur (atmosphärische Architektur) Raumwirkungen Macht & Emotionen Kampf & Emotion Pop & Emotion Atmosphäre ist etwas zwischen Objekt und Subjekt (GB) Atmosphäre einer Stadt Charakter einer Stadt (das Individuelle einer Stadt) Atmosphären sind gestimmte Räume (randlos ergossene Gefühle) Gesamtkunstwerk-Sicht Atmosphärische Gesamtgestaltung Atmosphäre als Gesamtkunstwerk Unterordnung aller Einzelglieder unter das Ganze (Barock) Atmosphärische Großausstellungen Übersteigerung und kühne Bildhaftigkeit (Barock) Architektur, Malerei, Musik, Tanz, Schauspielkunst vereinigen sich im Gesamtkunstwerk des Theaters (Barock) Atmosphärisch getönte Räume (heitere Atmosphäre) (NeoBarock) Die Szenographien des Barock Sind Allegorien (Paul Thek) Die Allegorie – Sinnliche Darstellung des Abstrakten Das Übel ist eine Struktur sphärisches Denken (Sloterdijk) sphärologisches Denken (Sloterdijk) Zwischenwelt-Denken (Sloterdijk) Felder denken (Sloterdijk) polymorphologisches Denken (PS) Ästhetik fleischlicher Strukturen (Wim Delvoye) (Paul Thek) Wurstmosaik (Wim Delvoye) Ästhetik von Marmor und Marmorimitationen Barocke Objekte Schädelinstallation (Dinos & Jake Chapman) Cloaca – Kloakenmaschine (Wim Delvoye) Dem Leid in Skulpturen nachspüren (Paul Thek) Schmückung als Dekoration: Verkleidungen, Maskierungen... Dieses Auseinanderklaffen von Grundform und Kleinform, die man als bloße Dekoration auffaßt, wird nun Schicksal der europäischen Kunst (Sedlmayr) Wittgenstein hatte sein Sprachspiel als eine Landschaft verstanden.... In fremder Landschaft fällt es leichter, den Gedanken des Zwischenraumes zu denken und zu erfahren (Nebelung) Spielräume Zwischenräume Freiheitsgrade Verschiedene Orte/Räume und Lichtverhältnisse vermitteln eine je eigene affektive Botschaft (LC) Kleinere Städte können stumpfe Stimmungen ausstrahlen bzw. bewirken Die Gerüche sind ein wesentliches Element der Atmosphäre einer Stadt (GB) Gerüche sind unbestimmt in die Weite ergossen (Schmitz) Störung von Geruchsatmosphären (Tellenbach – Psychiater) Räumliche Strukturen werden auch leiblich gespürt (GB) (GB) Atmosphäre einer gewachsenen Stadt (Vergl. Die Kunst menschliche Städte zu bauen) Es gibt Kirchen, in denen das Steinerne eine ganz besondere Raumerfahrung ermöglicht (GB) (XB) Räume machen uns aggresiv oder friedlich, beeindrucken oder befreien Großveranstaltungen Gefühlsbad in der Masse Sphärisches Denken (XB) Man kann der Sphäre nicht gegenüber stehen wie einem Tafelbild (XB) (XB) Die Wirklichkeit durchwirken, sowie sie uns immer durchwirkt Sicht der Flächigkeit Wir haben uns daran gewöhnt, räumliche Ereignisse in die Fläche zu bringen (XB) Grafiken, Pläne und Zeichenbretter zu Fassaden hochgeklappt – Lebensraum auf graphische Ansichten reduziert (XB) Räumlich ergossene Erscheinungen /vs/ flächige Erscheinungen So leben, daß die ganze Umgebung zu einer riesigen Fläche wird (XB) Die großtechnische Ausleuchtung verflacht die Objektwelt und unsere Wahrnehmung (vergl. plastische Ausleuchtung...) Menschen, die aus der Raumwahrnehmung herausfallen Miniland, Kinderparadies, Legoland, Saunalandschaften, Sitzlandschaft, Disneyworld (XB)... Ganze Welten als isolierte Situation Einkaufszentren als Universen (XB) Eine Möglichkeit mehr Raum einzunehmen führt über Parfum (XB) Raum ist kein Gegenüber für den Menschen (XB) eingetaucht sein eingefaltet sein Der Geruch der Bilder in Ateliers Raum-Bild-Atmosphären (Federle) Farbräume (Laibach) Bei Laibach herrscht eine äußerst disziplinierte Atmosphäre – Monumentalität – extrem verstärkter Lärm Blind machendes weißes Licht Rummel-Atmosphäre Die gewollte Überlagerung (P. Arlt) Gestörte Atmosphären Mißlungene Atmosphären (Immersive – visuelle – Ersatzwelten) VR-Welten, die Übelkeit verursachen Mißlungene Atmosphären: Hole Simulation – kaum sinnliche Gestaltung – visuelle Ersatzbefriedigung Was bedeuten Atmosphären in einer technischen Lebenswelt) (RK) Der Atemkreis der Dinge (RK) Stadtgründung: Schaffung einer Atmosphäre, also einer ersten Heiligkeit (RK) Bauen an einer Stadt, als atmosphärisches Nach- und Umrüsten eines Raumes (RK) Atmosphärischer Bann großer Städte (RK) Atem der Dinge (RK) Atemkreis der Dinge Es gibt in unserer Umgebung viele Dinge, die offenbar nicht altern können, sondern nur veraltern, die keine Patina... sondern nur Schäbigkeit gewinnen (RK) (Vergl. Linzer Kaffeehäuser) Bestimmte funktionale Gegenstände haben zwar eine Form, aber eigentlich kein Aussehen, d.h. sie blicken nicht (RK). Daß sie nicht blicken heißt, daß sie keinen Atmosphärischen Entwurf heraus fordern (RK) Vergl.: was wir sehen, Blickt uns an Atmosphärischer Konkurrenzkampf Zwischen Luftfahrt und ICE-Zügen (Flugzeug- oder Cockpitatmosphäre) Anstaltsatmosphäre (RK) Bewachungsatmosphäre (RK) (Julia Scher) Die atmosphärische Not, aus einer bestimmten Global-Atmosphäre des technischen Raumes nicht mehr herauszukommen (RK) Der Trost im Atem der Dinge (RK) Schmerz macht ortlos (XB) Raum erscheint uns immer schon erschlossen (XB) (XB) Wichtiger als das Objekt sind die Beziehungen in denen es steht (XB) Innen entsteht durch einen ontologischen Sprung, wodurch wir uns einbringen. Als Zwischen-Raum, Zwischen-sein, Inter-esse (XB) Raumqualitäten sind Ereigniswirklichkeiten (XB) Die Bewegtheit des Lebensraumes kann man in erster Linie an den Zwischenräumen ablesen (XB) Zwischenräume können seicht werden, dünn und trocken oder aber tief und von unendlicher Intensität (XB) Der Flirt aktiviert den Zwischenraum (XB) Der Zwischenraum ist etwas Erstes und Drittes zugleich. Etwas Erstes, weil er der Anfang einer Begegnung sein kann und etwas Drittes, weil er das Ergebnis einer Begegnung sein kann. Damit hat der Zwischenraum eine eigene Form der Wirklichkeit. Er ist ein Wesen, wie die griechischen Götter Eros und Hermes (Vergl. Chi) (XB) Die Sphäre des Zwischen als Urkategorie der menschlichen Wirklichkeit (Buber) (XB) Zwischenraum gehört in der japanischen Tradition zur Kernidentität. Das Wort Mensch, ningen, heißt Mensch-Dazwischen Die Fröhlichkeit hat dieselbe (gegenständliche) Unbestimmtheit wie die Angst (FB) (FB) in den echten Gestimmtheiten erscheint überhaupt kein Ich, kein Gegenstand, keine Grenze zwischen Ich und Gegenstand. Die Grenzen des Ich verschwimmen (FB) Langeweile, als quälende Gleichgültigkeit Apokalyptische Stadtatmosphäre (Vergl. div. Kinofilme) Soziologische Feldtheorie (Lewin) s.l. Ausgangspunkt ist die Gesamtsituation: zB. Atmosphäre der Freundlichkeit Auswirkung von Führungsstil auf die Gruppenatmosphäre (Lewin) Neue atmosphärische Ausstellungen Die Atmosphäre ist der Prototyp eines Zwischenphänomens (GB) Gestaltete Spannungsfelder power-fields (Lewin) Vom Dazwischen als mentales Feld (Bianchi) Zwischen (Buber, Rosenzweig) Zwischenleiblichkeit (Merleau-Ponty) Betwixt and between (Turner) Ekstasen der Dinge (Böhme) Ausstellung als gestalteter Zwischenraum Kategorie des Zwischen als Leitkategorie einer Ästhetik des Atmosphärischen ch´i ki nin-gen Aidagara Sicht der Farbe (Lichtsicht II) Raumgreifende Erscheinungen (als atmosphärische Erscheinungen): Licht, Dunkelheit, Schatten, Farbtemperatur, Geruch, Luftzug, Nebel, Feuer, Klänge,... Performances, Environments, Ambiente,... Raumerlebnisse: Nachtblindheit, unendliche Räume,... Landschaft als Erlebnisraum Die Kunst der Atmosphären = Die Kunst des Raumes Umzug ins Offene Was ergießt sich alles im Raum? Atmosphären /vs/ Sicht der Einzelobjekte Lange Kanten als energetische Störungen in einem Garten (feng shui) Architektur als atmosphärische Geste (große Gesten) With it_s arrangements of power-forces and affective strategies, the atmosphere of flows and nonstratified substances is not so much seen or heard as smelled, sniffed out, traced by nasal passages (McKenzie) (McKenzie) We are interested in the atmosphere or diagram of forces that doubles the performance stratum. Konzept der Perfumance (McKenzie) Perfumance: the odor of things and words, the sweat of bodies, the perfume of discourse. (McKenzie) Perfumance: Because he deals with this atmospheric outside, this readings are not only stratoanalytic but also meteorological. Following Focault, Deleuze enters the stormy zone between different strata (McKenzie) Perfumance is a gathering arrangement of forces, an emergent folding of the outside inside, one that generates new formes of beeing and history... Perfumance, technopoesis, genre machinic. (McKenzie) Sicht der Relationen Paradoxon: Der Blick auf die Relation führt zur (Wahrnehmung der) Ekstase der Objekte (DG) In der ästhetischen Gestaltung geht es um Ekstasen, d.h. um die Weise, wie Dinge aus sich heraustreten (GB) Farben der Dinge (Oberflächenfarben): Sie sind prototypisch für Ekstasen (GB) Dinge scheinen in bestimmten Farben, sie sprechen uns mittels ihrer Farben an, kommen gewissermaßen farbig auf uns zu (GB) strahlende Farben (als seien die farbigen Dinge selbst Leuchten (GB) Helligkeit als Grundbedingung für Farbigkeit Farben als Ekstasen (GB) Farben modifizieren als Ekstasen den ganzen Raum (GB) Sie strahlen in den ganzen Raum aus (GB) Das Ekstatischsein der Dinge liegt häufig nicht in den Farben selbst, sondern in deren Artikulation. Das heißt im Kontrast, in Konkurrenz, in Punktualität, Grenze usw. (GB) Dimensionen der Steigerung bei Farben: Glanz und Schimmer (GB) (spez. In den letzten 30 Jahren steigt die Farbkraft) Ekstasen des Geruchs Geruch und Stimme sind als Äußerungsformen nur in der Aktualität gegeben (GB)... Also performativ ! Geruch und Stimme sind als Äußerungsformen in einer Weise charakteristisch für Dinge, Tiere und Menschen, daß über sie eine Identifizierung bis zur absoluten Singularität möglich ist (GB) Geruch und Stimme sind also charakteristische Weisen, in denen die Dinge ihre Anwesenheit markieren, und zwar sie selbst bis zur schlechthinnigen Singularität. Sie sind daher unstrittige Beispiele für Ekstasen (GB) Geruch:... Ein Ding in der Erscheinung (GB) Voluminösität / Mächtigkeit Das Volumen ist in besonderem Maße eine objektive Eigenschaft, sogar eine primäre Qualität. (GB) Es gibt daher eine entspr. Ekstase, die man Voluminösität nenne könnte oder vielleicht auch Mächtigkeit (GB) Voluminösität oder Mächtigkeit wird in besonderem Maße leiblich gespürt. (R. Serra, A. Kosa) (Vergl. Schlafen unter riesen Bücherwänden) Es geht um den Raum, den ein Ding beansprucht Vergl. Dazu auch Räume, die Menschen beanspruchen – je mächtiger, umso größer der Radius (sehr schüchterne Menschen verfügen nur über wenig Umraum – es kommt ständig zu räumlichen Übergriffen – sie sind wie unsichtbar (DG) Ektasen der Voluminösität hängen auch von der Konstellation der Objekte ab, von der Stellung und auch von der Gestalt (GB) Gestalten als Ekstasen Raumgestalten (Siehe auch: Linienführung) Eine Waldlichtung, eine Höhle, ein Feuerschein im Dunkeln, das ist großartige Architektur. Ganz ohne Architekt (Werbetext) (Tim Hupe – Architekt) Durch Arrangement von Dingen und Setzen von Eigenschaften, d.h. durch Operieren mit Objekten, kann man Atmosphären erzeugen (GB) Atmosphären sind weder Zustände des Subjektes noch Eigenschaften des Objektes (GB) Atmosphären werden durch die Eigenschaften der Objekte in deren Zusammenspiel erzeugt (GB) Atmosphären sind etwas zwischen Subjekt und Objekt. Sie sind nicht etwas Relationales, sondern die Relation selbst (GB) Schwierigkeiten die Relation zu denken: Seit Aristoteles herrscht die Dingontologie bzw. genauer eine Substanzontologie (GB) Zwischenphänomene factual fact & actual fact der Farbe (die Farbe in der Wahrnehmung, das was eine Farbe ausstrahlt) Man entdeckt die Atmosphären als einen Raum, in den man hinein gerät (GB) Atmosphären durch dingliche Arrangements herstellen Friedfertige Atmosphären Wettkampfatmosphäre Stadion-Atmosphäre Wettkampffieber Atmosphärische Gestaltung des öffentlichen Raumes Öffentlicher Raum als besondere Atmosphäre (für Kunstprojekte) Pop & Kitsch Atmosphäre-Spezialisten aus der Techno-Kultur Unbeschwerte Atmosphären der Popkultur Bühnenatmosphäre Stimmungslagen ganzer Epochen Künstler, die sich auf atmosphärische Situationen spezialisiert haben (W. Turner, Edward Hopper, Wim Wenders) Die Rolle der Emotion im Laufe der Kunstgeschichte In welchen Punkten ist die Moderne blind ? u.a. in Bezug auf die emotionale Sicht Seit 100 Jahren wurde die (philosophische) Ästhetik der modernen Kunst nicht mehr gerecht Relevante kunsthistorische Studien: Atmosphärisches Defizit von Computerkunst Schwierigkeiten mit der Räumlichen Ergossenheit – Schwierigkeiten mit der Leiblichkeit Durch die Darstellung von Atmosphärischem werde in vielen Kunstwerken Atmosphären vermittelt (GB) (W. Turner) (vermittelte Wahrnehmung) Da das Atmosphärische nicht im Sinne der Geometrie räumlich ist, helfen auch nicht die Darstellungsweisen der Perspektive (GB) Live-Atmosphären Liveness Reproduktion und Re-Präsentation (Vergl. Aura-Konzept von W. Benjamin) Ausstellungen als Reservate eines unverstellt Aisthetischen (DM) (Nieslony) Das japanische MA – der zentrale Begriff der Ästhetik umschreibt diesen Begriff (der Energie) als DAS DAZWISCHEN Black market ist in der Gestaltung des MA, des Zwischenraumes, dieses Nichts, eine Art geistigen Betretenseins (Nieslony) Das immaterielle Zentrum der Performance, jeder Begegnung, das gemeinsame Wesen ist: das Zwischen- den-Menschen; das Zwischen-den-Dingen (Nieslony) Die Live-Atmosphäre kann Nicht per CD oder Video ins Wohnzimmer übertragen werden Atmosphäre von Reichtum, von Eleganz, von Macht (GB) Physiognomie des Krieges (GB) Neuansatz der Physiognomik: nicht mehr Teil der Semiotik: die Züge einer Physiognomie werden nicht (mehr) als Zeichen für einen inneren verborgenen Charakter verstanden (GB) Der Atmosphärenansatz versucht die Verengung der Ästhetik auf Semiotik und Hermeneutik zu überwinden (GB) Ekstasen mit Zeichencharakter: Gesten und Gebärden (GB) Zwischen dem Spüren von Atmosphären und dem Deuten von Zeichen ist ein radikaler Unterschied Was nicht heißen soll, daß wir manche (An)Zeichen in Sekundenbruchteilen lesen können Im Laufe jeder Wahrnehmung.... Ist mit einem Umschlagen der Wahrnehmungsweise, nämlich vom Spüren der Atmosphäre zum Lesen von Zeichen, zu rechnen (GB) (Vergl. Schnellwahrnehmung ganzer Galerieräume mit J. Nemeth) Atmosphäre entströmt dem Objekt (Woltron) Atmosphäre ist gewissermaßen eine sinnlich wahrnehmbare Emission von Schall, Licht, Wärme, Geruch und Feuchtigkeit; ein wirbelndes Klima nicht greifbarer Effekte, die von einem Stationären Objekt erzeugt werden (Wigley) Der situationistische Versuch, Architektur als Stimmungskunst neu zu definieren (Wigley) Wir wollen leidenschaftliche Häuser bauen (A.F. Concord) In seiner Introduction to a Critique of Urban Geography aus dem Jahr 1955 wundert sich Guy Debord über den plötzlichen Wechsel des Straßen-Ambientes innerhalb von wenigen Metern; die offensichtliche Unterteilung der Stadt in Zonen mit verschiedenen psychischen Atmosphären (Wigley) Die Situationisten entwickelten zahlreiche psychogeographische Techniken, die dieser Analyse (der durchmischten Atmosphären) dienen sollten (Wigley) Die Situationisten wollten der überkommenen Stadt eine neue psychogeographische Architektur aufsetzen (Wigley) Analyse der atmosphärischen Bereiche einer Stadt (Vergl. Flußlandschaft in Linz o. Dresden, Hafenzone Linz, Landschaftsgarten Salzburg) (Constant (Situationist)) Projekt Neu-Babylon: Das Projekt ist nichts anderes als eine gewaltige Maschine zur Produktion diskreter, ständig wechselnder Atmosphären, einer unendlichen Vielfalt an Ambiente. Debord begrüßte diese Ambiente-Stadt zunächst begeistert, schon bald aber lehnte er sie ab. (Wigley) Eine von den Nutzern erbaute Welt: Unkontrollierte Atmosphäre ersetzt den Architekten. Architekturhistoriker, die versuchen, ein Gespür für Atmosphäre zu schaffen, wenn sie etwa das historische Klima beschreiben (Wigley) Die ganze Zeitgeist-Mentalität ist atmosphärisch (Wigley) Architektur soll mehr als eine Abteilung für special effects sein Die Atmosphäre eines (Architektur-)Projektes läßt sich aus äußerst feinen Abwandlungen des Zeichenstils erahnen (Wigley) Die Architektur ist durch Atmosphäre definiert (Wigley) In der Nacht verändert sich die Voluminösität der Architektur stark – auch bei Nebel (Vergl. Lentos) Auch die Überstrahlung trägt dazu bei Künstliches Licht verwandelt die Stadt in einen Raum aus Leuchtkörpern (Vöckler) (Nicolas Schoeffer – Kybernetisches Totalkunstwerk, inkl. Zentrum für sexuelle Freizeitgestaltung) Die Ausstellung als Maschine zur Herstellung von Atmosphären Architektur der Lust (Jon Jerde) Ganz bewußt und theoretisch durchdacht versuchte man wohl erstmals im Barock, Atmosphären zu schaffen. Davor hatte Leidenschaft als Schwäche des Fleisches gegolten (Buchanan) (Neo)Barock-Sicht Die atmosphärischen Effekte der Barockarchitektur erscheinen nicht nur szenographisch unecht, sie wirken allzu unecht, sie wirken auch allzu erdacht in der Manipulation der im Betrachter ausgelösten Gefühle. (Buchanan) Die Moderne konstruiert sich oft im Widerstand dazu Atmosphären von bühnenreifer Intensität zu erzeugen (Buchanan) Viele Formen der sgn. Ambient-Art benutzen Licht verschiedener Farbe und Stärke wie auch Klänge und Musik, um eine eindringliche oder rätselhafte Atmosphäre zu erzeugen (Buchanan) Technologisch geschaffene Atmosphären als hypermoderner Höhepunkt des modernistischen Projektes der Entmaterialisierung (Buchanan) Das modernistische Projektes der Enmaterialisierung (Buchanan) Zumthor ist an der Körperlichkeit der Architektur und am Raum interessiert. In interessiert, daß ein Gebäude etwas ausstrahlt... Zumthor ist am emotionalen Erlebniswert des Bildes interessiert – am Stimmungsbild Zumthor: Ich habe fast nie mit Formen zu tun, das ist etwas, was mich überhaupt nicht interessiert Zumthor: Wir gebrauchen Wörter wie Stimmung oder Atmosphäre oder Ausstrahlung oder Seele... sonst nur noch Christopher Alexander in seiner Pattern Language Stimmungen des Ortes: Lokalkolorit, Milieu (Kabakov) hat immer wieder betont, daß es ihm um die Schaffung einer spezifischen Atmosphäre ginge Die Raumerfahrung der Raver läßt sich als Feldraum beschreiben (S. Vyzoviti) da,zwischen – eine Modeschau (10/2001 Linz) zwischen dir und mir. zwischen da und dort. feinstoffliches dazwischen. da wie dort. zwischen oben und unten. ein hauch von irgendwas. ein flüchtiger augenblick. dazwischen wir.... Das Nichtgreifbare der Architektur Atmosphäre beginnt dort, wo Konstruktion endet (Wigley) Sicht der Sammlung Museumssicht Steinerscher Brutalismus in der Architektur (anthroposophische Theorie /vs/ gestörte Wahrnehmungspraxis) Lieblosigkeit Glätte Materialkonfusion Geistloser Sprachdurchfall Musikalische Zwangsbeglückungen (ohne Fluchtmöglichkeit) Aufdringlichkeiten jeder Art Trübes – Dumpfes Plumper Kitsch (im Gegensatz zu liebevollem Kitsch) Beengende Situationen Klaustrophobische Situationen und Zustände In Angstzustände ist man wenig empfänglich für Atmosphären Ungerichtete Gefahren (Giftige Gase, Sporen, Viren, Strahlung,...) Difuse Ängste, die alles überdecken Hochzeitskapellen in Las Vegas (Jane Hilton) Multidimensionale Flachheit, die unser barockgeschultes Auge als antiatmosphärisch wahrnimmt Atmosphärische Präzision (alles aus einem Guß) Atmosphäre durch entsprechende Materialien (Zumthor) Materials in architecture can be made to shine and vibrate (Zumthor) Beyond the symbols (Zumthor) objects, which are what the are, whose presence is self-evident (Zumthor) Anti-atmosphärisches Denken (spröde Werke) s.u. Zu konzeptuelle Vorgansweisen Material, das in Würde altert... absorbing the traces of human life.... the patina of age on material (Zumthor) Räume zum Atmen (Zumthor) Räume, die uns nicht atmen lassen Atmosphärische Ausstellungsräume (Zumthor) Ehemalige Kirchen als Ausstellungsraum Erdrückende Schwere (Zumthor) Some favorite concepts are volume, site, memory, thing, passion, sensuality (sounds, smells, darkness, light, light ray), atmosphere, quality, image, view, ritual,...) Forcierte Aufwertung der Atmosphärischen Wahrnehmung (gegenüber der Dingwahrnehmung) in der impressionistischen Kunst (Hubert Sowa) Difuse Ereignisfelder (Sowa) GANG ART suchte Räume zw. den Gehalten Ratio und Pathos Arbeiten mit Erinnerungsbildern... Bilder von Angst, Schlaf und Erotik. Die Arbeit an diesen Bildern ist eine architektonische Arbeit – mit Stimmungsbildern arbeiten (Herzog & de Meuron) Atmosphärische Bilder Farbwirkungen (Mark Rothko) (B. Newman) Sicht der Textur Textur – Das von der Natur gezeichnete Material – Das vom Gebrauch gezeichnete Material In Würde altern... verstehen, daß der Raum NICHT dreidimensional ist... (MMP) Raum Ist dadurch gegeben, daß er sich messen läßt (MMP) Der Raum ist abständig, der Raum ist tief. Er bleibt unzugänglich... Die grundlegende Erfahrung für uns wird darin bestehen, seine Aura zu empfinden, das heißt die Erscheinung seiner Ferne und deren Macht über unseren Blick... Unsere Fähigkeit uns angeblickt zu sehen (DH) Fragen der Masse u. Voluminösität in der minimal art (D. Judd, R. Morris, Tony Smith) Diese Voluminosität variiert je nach der betreffenden Farbe(DH) Dieses kaum qualifizierte Dingphantom, diese reine Voluminosität (DH)... Dieses wunderbare Wort aus Volumen & Luminosität (DH) Schwarze Volumen (Tony Smith) Nächtliche Autobahnfahrt als Initialwahrnehmung Die Analyse kann nicht die eigene Wahrnehmung (der körperlichen Wirklichkeit) ersetzen (Martin Steinmann) Wir nehmen die Dinge nicht notwendigerweise als Zeichen war (Bruno Reichlin) Es gibt eine Wirkung, die von dem ausgeht, was da ist, von der Form, und nicht von einer Bedeutung, die aufgrund einer Konvention mit der Form verbunden ist (B. Reichlin) Es gibt eine unvermittelte Erfahrung der Dinge Verschiebung der Architekturanalyse von den Objekten als Zeichen hin zu den Objekten als Formen und von ihrer Bedeutung hin zur Wahrnehmung (B. Reichlin) Von wegen Symbole und Zeichen, diese Dinge spürt man in den Eingeweiden (B. Reichlin) (Architekten der Schule der Empfindungen) Schule der Empfindungen (B. Reichlin) (GB) Atmosphären: Wo bisher die Zeit dominierte, rehabilitiert oder entdeckt sie allererst Räumlichkeit (GB) Was noch in der Kunst ein revolutionärer Akt war, nämlich der Abschied vom Werk, ist hier Methode.... Es geht um Szenen, um Lebensräume, um Ausstrahlung. hier ist die Atmosphäre explizit der Gegenstand und das Ziel ästhetischen Tuns. Ziel der ästhetischen Arbeit ist das Nichts, das Zwischen, der Raum (GB) Gestaltung des Raumes mit Enge und Weite, Richtung, mit Leichtigkeit und Schwere (GB) Designer (Objektgestaltung):... Worauf es ankommt, sind deren Ausstrahlung, ihre Anmutungen, Bewegungssuggestionen (GB) (GB) Atmosphären werden in aktiver Betroffenheit erfahren Atmosphären der Macht: Faschistische Strukturen – Größe, Mächtigkeit Das Bad in der Masse – Massenaufmärsche Atmosphäre umgibt ein Gebäude, haftet seiner Materie an (Wigley) Ein Gebäude betreten heißt in eine Atmosphäre eintreten (Wigley) Eine alte Tradition in der Architekturtheorie behauptet, Architektur sei niemals mehr als ein Bühneneffekt. (Wigley) (Semper:) Architektur sei ein Bühnenbild, das eine sinnliche Atmosphäre erzeuge. (Wigley) Ein Bauwerk zu errichten heiße einfach, eine Oberfläche zu schaffen, die Atmosphäre hervorbringt. Architekten sind Spezialisten für Bühneneffekte. (Wigley) Architektur ist in der Beziehung zw. versch. Atmosphären angesiedelt Die ganze Zeitgeist-Mentalität ist atmosphärisch (Wigley) Jede kleine Entscheidung für eine bestimmte Darstellungstechnik definiert eine Atmosphäre (Wigley) Geruch ist eine räumliche Erfahrung Architektur und Gerüche sind eng verwandt (J. Herzog) Gerüche üben auf jeden einen starken räumlichen und emotionalen Einfluß aus (J. Herzog) (J. Herzog) Wir suchen nicht nach Bedeutung In unseren Gebäuden.... Ein Gebäude ist ein Gebäude. In diesem Sinne sind wir also absolut anti-repräsentativ. Die Stärke unserer Gebäude liegt in der direkten, an die Eingeweide gehenden Wirkung. (J. Herzog) Wir möchten ein Gebäude bauen, das Sensationen hervorrufen kann, und nicht eines, das diese oder jene Idee repräsentiert. Bilder, die wir einsetzen sind nicht narrativ. Verschiebung vom Objekt zum Feld (Tony Smith) Die Außenhaut eines Gebäudes geht in den Außenraum über, ins Atmosphärische... (Krischanitz) Materialien, die altern oder nicht altern, die schnelle oder langsame Oberflächen haben, Farben, die distanzverändernd, ja dynamisch wirken... (Krischanitz) Architektur schaffen, die atmet (E. Mitchel) (Diener & Diener) Verschiebung (der recherche architecturale) von den Dingen als Bedeutung zu den Dingen als unvermittelte Erfahrung (Steinmann zu Herzog & de Meuron) Vorsemiotische Erfahrung von Architektur (Steinmann) Anstelle einer Grammatik der Zeichen installiert sich nach und nach eine Grammatik der Materialien (Reichlin, Steinmann) Wichtige Rolle von J. Beuys für die Entdeckung von elementaren Bedeutungen von Materialien (zu Zumthor, Herzog) (XB) Die Gesellschaft hat sich verkrampft im Greifen und Begreifen und erstarrt im Begriff... Dadurch faltet Sich die Umgebung nicht auf. (XB) Akut lebender durchgängiger Binnenraum: Die japanische Kultur hat dafür die Begriffe ma, oku und shintai. Diese markieren eine nicht übersezbare Beziehung von Mensch und Raum (XB) Architektur ist in erster Linie nicht Formsache, sondern Medium eines Zustandes, der Beziehungsfelder erschließt (XB) immaterielle Wichtigkeit der Stimmungen, Atmosphären, Nähen, Weiten, Dimensionen, Niveaus Materialien erzeugen Nähe und Distanz (XB) (XB) Kritik an intelligentem Ambiente Maschinen Ambiente (XB) Wenn die Intensitäten zu Intentionen werden, betritt man den Raum der Repräsentation (Lyotard) (GB) Phänomenologie von Atmosphären als ergreifende Mächte (H. Schmitz) (GB) Um Räumliches handelt es sich bei Atmosphären allemal Materialität (Abschnitt der Ausstellung – Sturm der Ruhe) Herzog & de Meuron (Tate modern) Cukrowitz.nachbaur/wäger (Kulturhaus) Ausstellung sturm der ruhe Abschnitt Atmosphäre: Remy Zaugg, Herzog & de Meuron (Atelier Zaugg) Adolf Krischanitz (Lauder Chabad Campus) Gerhard Merz (Büro u. Lagergebäude) Diener & Diener (Bürohaus) Bilder mit unheimlicher Atmosphäre (De Chirico) Düstere Atmosphären (A. Kubin) Pantheon – Licht & Mächtigkeit (Lieblingsraum von B. Nieslony) Clubszene:... Mitten in der Stadt die große Weite / Du hast space... Badeanstalt das Ritual der Reinigung, fast wie im Kloster – so eine Ausstrahlung hatte das (Studie von P. Arlt) Säulen aus Stein... Wunderbarer Naturstein-Fußboden in schwarz... Das Ding hatte so dermaßen flair Man sucht Immoblien mit Charakter und flair Formale Fehler, Fehler in der Voluminösität zerstören Atmosphären Die Kunst menschliche Städte zu bauen (warum haben gewachsene Städte Atmosphäre?) Atmosphäre durch Blumen, Bäume und fein gesetzte Möblierung Atmosphäre durch Textur: Granit statt Gußbeton – feine Grauabstufung Patina – als atmosphärische Schicht (TJ) Alterspatina Lichtgestaltung OK-Linz bei der Veranstaltung stop.spot! 10/2001 (Das ganze Haus wurde über Lichtzonen zu einer Einheit zusammengeschlossen) Neue Erlebniswelten braucht das Land (OÖN)... neue Erlebniswelten, in denen die Emotion mit dem Gast Schlitten fährt... Otto Normalverbraucher auf dem Weg zum sinnlichen Erlebniskunden, der Gefühle kaufen will und keine Ware. Erlebniswelten als Emotionsmaschinen Der Mensch will spielen Es gibt kein Thema, daß sich nicht inszenieren läßt M. Beyr – Bühnen und Gastronomieausstatter G. Frank – Erlebnisdramaturg H-R. Scherib – Freizeitforscher Verschiedene Zonen eines Lokals sollen eine unverwechselbare Atmosphäre aufweisen (DS) Das Theater könnte als Kristallisationspunkt für jede Art von Inszenierung betrachtet werden (DS) kristalline Antiatmosphäriker (Kybernetik, Logiker, luhmannsche Systemtheoretiker,...) Vergl. (XB) Feminismus und antiatmosphärische Theorie und Praxis Hoher Anteil konstruktiver Kunst ist antiatmosphärisch Energetisches Theater wäre jenseits der Repräsentation (HL) Die Abschwächung der Intensitäten... deckt sich mit der Repräsentation (Lyotard) Architekten als Bühnenbildner (Günther Domenig) Ausstellung Raum – Malerei OÖ Landesgalerie Das Gesamtprojekt intendiert eine intesive atmosphärische Korrespondenz zwischen Räumlicher Situation und künstlerischem Beitrag, der strukturell der Malerei zuordenbar sein sollte Raum-Malerei: Malerei mit Ungemeiner Präsenz im Raum (Ausstellung: Raum-Malerei) Entgrenzung des Staffeleibildes in Richtung Wand bzw. Raum (Ausstellung: Raum – Malerei) Malerei an der Wand versus Raum als Bühne Antithese von Stadt und Wüste Panoramabilder (Wim Wenders) Wim Wenders: Ich bin auch deshalb heimgekehrt, weil ich es in Disneyland nicht ausgehalten habe, weil es den Atem der wahren Bilder nicht mehr gab In einen Duft eintauchen (MH) Gestimmter Raum (E. Ströker) (MH) Diese In-Besitz-Nahme eines bestimmten Wahrnehmungsraumes durch ein Ding nennt G. Böhme atmosphärische Ekstasis Die Dinge sprechen uns an, werfen uns ihre Bedeutung zu) (Paracelsus) (MH) In dem Maße, wie das affektive Betroffensein durch das Wahrgenommene aus der bewußten Wahrnehmung entfernt wurde, wuchs die Wirkmacht des Wahrnehmenden über das Wahrgenommene (MH) Farben als wirkmächtige Stimmungsträger Die euklidische Sicht ist unatmosphärisch Emotionale Behinderung stört Atmosphären (MH)... So ist der Geruchssinn zweifellos der eigentliche Wirklichkeitssinn, dessen Fehlen mit Weltverlust einhergeht... Die erste Stufe der Erkrankung ist jeweils der Eindruck, daß die Welt sich entferne... Diese Form der Melancholie nennt Tellenbach Entstimmung. Zugleich verliert die Welt an emotionaler Bedeutung Der Entstimmung folgt die Verstimmung. Die entstehende Leere wird durch abstoßende Geruchsäußerungen gefüllt (MH) (TB) (MH) Riechen und Atmen ist als ein und derselbe Lebensprozeß zu begreifen Geruchsterror (MH) Schneefall, sei die völlige Enstofflichung der Umwelt (Bollnow) (MH) Farben können als subjektive Formen in Erscheinung treten, noch bevor sie als Gegenstandsqualitäten erkannt werden (MH) Die Saftigkeit der Barock-Architektur - Die aufgeregte Affekt-Kunst des Barock /vs/ Renaissance (Kunst des schönen ruhigen Seins) Wölfflin zieht zweitere vor (MH) Der Raum wird physisch erfahren (als eine Art Feldkraft) und nicht optisch erfahren (MH) Die Beziehung ist immer wechselseitig, sodaß ein ein Ding wahrnehmen immer auch heißt, sich in seinen Einflußbereich zu begeben oder, was dasselbe ist, in seine Atmosphäre einzutauchen Der Blick der Dinge (MH) Tellenbachs Untersuchung über das Schmecken und Riechen als ursprünglichste Beziehung des Menschen zum Atmosphärischen (TB) Beim Tier ist der Oralsinn, vor allem der Geruch der höhere Sinn In den inszenierten Darbietungsbereichen Der Autobahn-Restaurants kann man in die Duftzonen der unterschiedlichsten Speisen eintauchen (Bratenduftinsel...) (TB) Dieses Mehr, das über das Reale Faktische hinaus liegt, das wir aber ineins damit spüren, können wir das Atmosphärische nennen. (TB) Da alle objektivierende Forschung (im Sinne der zweiten Grundregel von Descartes) auf Ablösung ihres Objektes aus einem Gesamt und somit auf Teilbarkeit angewiesen ist, wird eine diesem (freilich einseitigen) Begriff von Wissenschaftlichkeit entsprechende Behandlung des Atmosphärischen mit Recht für unmöglich erschtet werden. (TB) atmosphärische Dekomposition Chi als das Atmosphärische (TB) Handwerkerarchitekten (P. Zumthor & Gion A. Caminada) Kunst ohne Gefühl (B. Glaser zu Stella, Judd) (DH) Es beunruhigt uns nicht durch ihre dunkle Masse. Sie beunruhigt uns auch durch die Unbestimmtheit (... Vergl. Ergossenheit) (DH) Die Aura – Ein sonderbares Gespinst von Raum und Zeit.... ein bis ins feinste durchgearbeiteter Abstand oder Zwischenraum, gesponnen wie ein feines Gewebe Aura braucht Distanz – Atmosphäre braucht Raum Party-Ambient (Angela Bulloch, Jorge Pardo, Rirkrit Tiravanija, Tobias Rehberger) (S. Römer) 17 Körpererweiterungen Leistungssicht Siehe auch: Sicht der Warenwelt Der Name eines Produktes, oder einer Linie muß auch Atmosphäre vermitteln (S. Bartel) Das Ambient integriert die Kunstpraktiken als Design in die Architektur (S. Römer) Atmosphäre durch Innenarchitektur Atmosphäre des Ladens (A. Cuito) Der Atmosphäre in ihrer Ganzheit muß mehr Wert beigemessen werden als den einzelnen Komponenten Als Bühne geplante Architektur (Zumtobel) Spezifisches Ambiente für eine Marke (und ihre Produkte) Bühnenfunktion des Ladens (Siehe Bühnensicht) Licht und Farbe als Schlüsselfrage im Design (Propeller Z) Neuartige räumliche Atmosphäre durch ein fast fluoreszierendes Limettengelb Dicke Steinwände sorgen für eine geheimnisvolle Atmosphäre (C. Silvestrin) Kosmopoliten, raffinierten Esprit schaffen Der wahre Luxus liegt darin, die Intimität zu spüren, nicht sie darzustellen (C. Nardi) Die ausgearbeiteten Oberflächen... bereichern die Wahrnehmung der Atmosphäre dank der Lichtreflexe auf Wänden und Boden (A. Mattesini) Barock – Multiperspektivität und niedere Sinne (Mike Hentz) Realisation einer Festkultur Weathmachine by Circe Odyssey (1995 siehe Mike Hentz) Wettergebäude (Stadtwerkstatt) (Mike Hentz) Voraussetzungen von Klima: DÜFTE UND GERÜCHE sprechen das Unbewußte an, sei es der Rauch in einer Kneipe, frische Luft, einzelne Düfte oder ein spezieller Körpergeruch. In andere Welten eintauchen Einzelobjekte /vs/ Werkkomplexe In andere Zeiten eintauchen (PS) Ich verstehe den Menschen als ein raumlösliches Wesen, als einen psychischen Feldeffekt Crossover zwischen Kunst und Nachtleben (Heimo Zobernig, Otto Zitko, Peter Kogler, Fritz Grosz, Franz Graf) Tate modern: Ausstrahlung - von Haus aus (Halle mit einem unglaublichen Raumgefühl) Farbe in actu (DH) Atmosphäre als komplexe Faltungen (als ein Ineinanderfließen) (Vergl. (DH)) Alptraumatmosphäre – KZ Musikalische Atmosphären (als Aufgabenfeld des DJ) Discoatmosphäre: Lost in Music – Tieftöner, Stroboskop, Leuchtboden, Kristallkugel, Lichtorgel, Laserlicht Lichtblitze organisieren Dunkelheit. Temperatur und Dichte der Menschen- menge definieren Bereiche... der Stimulation.... Der Herzschlag wird mit dem Basebeat koordiniert.... der Feldraum des Ravers... Atmosphäre von Techno-Parties Label ambient von Brian Eno Music For Airports Ambient-House Eintauchen - durchdrungen werden Lichtdurchflutet, Lichtbad (SR) Der Sound ist eine physische Präsenz, ein intimer Druck aus Beat und Bass, dessen üppige Sinnlichkeit dich einhüllt, dein Fleisch durchdringt Mit der Menge verschmelzen (SR) (SR) Die Hierarchie der Sinne umstürzen: Die visuelle Wahrnehmung wird durch die audio-taktile Wahrnehmung ausgeschaltet, einem vibrierenden Kontinuum, in dem der Ton so verstärkt wird, daß er die Eingeweide durchdringt – Gewalt und Zärtlichkeit zugleich. Der Körper wird zum Ohr. (SR) Wer ein Video anschaut, tanzt nicht (Gerichtetheit des Mediums ist ein Problem) Die Gerichtetheit von Medien stört oft Atmosphären (SR) Relative Gleichgültigkeit der Technokultur gegenüber dem Visuellen (geschlossene Augen auf der Tanzfläche)... Trotzdem: fluoreszierende Hintergründe, durch Trockeneis- Nebelfelder schneidende Laser, Hintergrundprojektionen (Vergl. Licht/Nebel-Ergossenheit) (SR) Das Auge dem Ohr Ähnlicher zu machen (als Gefäß der Nähe, des Eintauchens, der Verletzlichkeit) (SR) multisensorisches Erlebnis eines Clubambients (SR) seismische Sub-Bässe (SR) physische Wirkung von Lautstärke (Volumen)... Sound als fließendes Medium, das den schwebenden Zuhörer wie in einem Schoß einhüllt Stimmungsdrogen Stimmungskanonen (SR) Ecstasy als eine Droge, die alle Sinne zu intensivieren scheint (SR) urbanes Sich-Treiben-lassen (SR) Visuelle Gestaltung:... Videopalette gleitender Chromatik, phosphoreszierende Fäden, wallende Nebelschwaden aus extrem verschleierter Helligkeit und kerzenwachsartigen Strömen; Palimpseste, Ektoplasmische Impulse, kaleidoskopische Wirbel und spektral, zerlaufende Effekte;... Split-Screens mit verwischtem Rand, einer unsauberen Überlappung (Vergl. Mark Rothko) (SR) eines der Ziele – das Auge ohnmächtig werden zu lassen (MC) Man ist kein teilnehmender Beobachter mehr, sondern nur noch Teilnehmer Der Begriff gestimmter Raum (Binswanger) Räumliche Wirkung von Farben Coolness (Ulf Poschardt) Futuristische Schule des Cool (GP) Distanzierung zum unmittelbaren Gefühlsausdruck Das Mißtrauen den Gefühlen gegenüber Mechanisierung der Gebärden Emotionale Dissidenz (GP) Chill-out-Räume Visueller Durchfall: Auflösung der architektonischen Körperlichkeit (Peter Kogler – Kunsthaus Bregenz) Stimmungsmanagement (Mikunda) Mood Management (Mikunda) Zunehmend werden die Museen kommerzieller – im Sinne von ästhetisch mit einem emotionellen Mehrwert versehen – und damit Entertainment-Orte (Mikunda) Die Oper des 20.Jhd. führt ein Schattendasein, weil sie durch Atonalität, Dodekaphonie und Serialität darauf verzichtet, die Emotionen der Menschen zu erreichen (R. Schlesinger) (C. Jencks)... He traces the development of museum culture in Britain since the early 19th century, studies the notion that art works in museum should be quietly contemplated, comparing this to the atmosphere of a church, and contrasts the role of museums with that of churches. (Dottie Indyke) Nature´s calm: the Atmospheric paintings of Emmi Whitehorse (transmits the atmosphere of the inner city) (Dave Hickey – Kurator) Exhibition: Ultralounge featured the work of 11 artists in a party atmosphere rather than a traditional museum setting. He states his desire to escape the educational, serious aspect of art, which he finds bogus and blames on Ptotestant attitudes, and to emphasize instead art´s emotional irrationality To the atmosphere of the decade (Louisa McElwain) painter Raum+Farbe: Meditationsraum Mural painting (Jurgen Drewer) His use of blue tones to convey a sense of mystic energy and calm. atmosphere of immateriality (Luke Gottelier) Buch: idea as image, image as phantom Photographs everyday objects in such a way as to make them appear like natural landscapes (atmospheric lighting to create his own reality) The atmosphere of murder (Iva Matija Bitanga) (A, Trba, B. Burkhard) Was wir machen, ist Seelenarbeit The search for a certain atmosphere (panoramic aerial views of cities) (Laura Kikaka) Bauhütte Gemütlichkeit – Reproduces the atmosphere of a 1970s club Specializing in packaging (Walter Landor) Atmosphäre als Verpackungstrick A new way of looking at old things (Susan Pearce) Dinge die Charakter haben – oder Atmosphäre (Patricia Rodemann)... The autor collates and iterprets research findings on the emotional and physiological effects of pattern designs, in order to assist designers in creating the right atmosphere for a given environment´s purpose. She examines the cultural aspects involved in pattern choice and identifies pattern preferences for various demographic groups (Louise Bourgeois)... Installation, sculpture and memory overlap in complex layerings to create affecting atmospheric spaces (Edward Hopper) the use of light and shade to evoke the clam atmosphere of the restaurant The atmosphere at the prison The ambient O2: twinned atmosphere of art and science (Dinah Ryan, Paul Rian) The exciting atmosphere of the city (Olive Cotton, Max Dupain) Landscape photography – Characterized by a low tone – atmospheric style Sfeer - atmosphere (Buch: Pieter Leeuwen) Dutch Photographers (M. Monaghan, Frans de Jonge, R.W. Jansen, Marc van Kempen) The autor explains there different approaches to the theme of atmosphere in settings ranging from a Turkish hotel room to a derelict urban area in Poland, and considers the methods and camera angles most effective for this purpose LKW-Projekte (P. Bianchi) Sensory appreciation of atmosphere (Bonnard) Colour and light (Buch) Considers his exploration of light as an emotional atmosphere Konstellative Darbietung (MS) (MS) Dem sinnlichen Sosein steht das bloße, das atmosphärische und das artistische Erscheinen gegenüber Die Museumsarchitektur der 80er Jahre war für mich eine wirkliche Katastrophe (Wolfgang Laib) (Kunsthalle Bregenz entspricht ihm sehr) Die Gemälde von Mark Rothko, in denen Formen und Farben zu schweben beginnen un die Grenzen vollkommen verschwimmen, besitzen eine starke Verwandtschaft zu den Blütenstaubbildern von Wolfgang Laib (R. Sagmeister) I´ve got the spirit, but lose the feeling (Joy Division) (UP) Die Coolness der Maschinenwelt (UP) Die Emotionslosigkeit ist bei Warhol mühsam Hervorgebracht Emotionales Sample (UP) (UP) Die sogenannten New Romantics knüpfen mit Aussehen, Auftreten, Werkthematik und Ästhetik an die Klischees der schwarzen Romantik des 19. Jhd. an Romantik: Auffassung des Lebens als Kunstwerk (dtv brockhaus) Darstellung der Landschaft als unmittelbarer Ausdruck romatischen Welterlebnisses (C.D. Freidrich) (dtv brockhaus) malerisch- Gefühlsansprechende Landschaftsauffassungen des 18.Jhd. (J.W. Wallis, W. Turner) (UP) Die Kälte der Schaltkreise (UP) Es geht auch um kommunikative Kompetenz. Vor allem der DJ muß, um die Tanzfläche zu füllen, eine Sensibilität für die Schwingungen im Raum haben.... das Publikum vor Begeisterung in die Selbstauflösung treiben (UP) Die Inversion der Kälte von Computern und Maschinen wird von futuristischen Intellektuellen und Ingenieuren gefeiert, während im Gegenzug Cronenberg seinen Menschmaschinen biomorphe Strukturen gibt... Bei ihm entzünden sich die Apparaturen, sie pulsieren und Schwellen. Kühlaggregat Geld (UP) (UP) Coole und eiskalte Killer (UP) War ihre kalte Ausstrahlung zunächst gewählt, um die Wärme der Kunst strahlen zu lassen, wurde der white cube im Verlauf der modernen Kunstgeschichte zum Kühlschrank, in dem sich die Kunst immer mehr den Vorgaben des Raumes anpaßte Atmosphäre – Kunst der Schatten Schatten und Voluminosität Die Macht der vollen Ausleuchtung Die jede Atmosphäre niederstrahlt Licht, das alles niederstrahlt (UP) J. Beuys unternimmt mit seiner Kunst den Versuch, einer Menschheit auf dem Weg zum Kältepol in einer Art Ästhetik des Vorscheins jene Wärme zu zeigen, die sie nach Überwindung der Kältepassage erwarten könnte (Beuys ist wieder sehr gefragt) Die Materialfrage ist immer auch eine Temparaturfrage (UP) In der Popmusik wird die Errettung der großen Gefühle versucht Die Minustemperaturen der Avantgarde führt zur Aufwertung des Pop Emotional culture Lichtinszenierung einer Stadt (Beleuchtung der Brücken, Türme, Wahrzeichen, Hauptachsen,...) Atmosphärische Topoanalyse (den Charakter von Platzräumen und Landstrichen definieren und pflegen) Vorsemiotische Erfahrung (Jürgen Albrecht) Das Instrument Langer Kartonkubus mit Seitenöffnungen; Kamera an der Stirnseite filmt die veränderte Raumwirkung durch das Seitenlicht (Objekt wird zB. durch Wald getragen) Die Innenarchitektur (Schatten) ist von Meter zu Meter nicht wiederzuerkennen Mnemosyne, Bilderreihe zur Untersuchung der Funktion Vorgeprägter antiker Ausdruckswerte bei der Darstellung Bewegten Lebens in der Kunst der europäischen Renaissance (Warburg) (LR) Van Goghs Farben erschienen Worringer wie ein Heilmittel gegen die Angst (LR) Im Kontext der Psychoanalyse kann man sagen, daß die Befreiung der Farben den Künstler zur Genialität des Kindes vor seinem achten Lebens- Jahr zurückfinden läßt (Vergl. Nemeth) (LR) Das Bewußte des Kunstliebhabers entziffert das Bild und die Sprache der Formen (ikonische Lektüre). Das Unbewußte reagiert in einer weniger kontrollierbaren und vorherzubestimmenden Weise auf die Farben, wo der Betrachter ein malerisches Auge besitzt, so wie man von einem musikalischen Ohr redet. (LC) Postmoderne Emotionskultur (J. Gerhards): hedonistisches Ziel des Vermeidens von Negativemotionen Die Leistungsgesellschaft ist gefühlskrank (Kabakov) Wir wissen, daß es in unserem Jahrhundert ziemlich einflußreiche Gruppen gegeben hat (Fluxus, Surrealisten, Kubisten,...)... Die Mythologisierung dieses Phänomens, eine Installation, die die Atmosphäre vermittelt, in der sich alles entwickelt hat, das ist es, was mir vorschwebt. (Conze) Die letzten Stufen zur Erlösung – Das Zeichenlose Kampfatmosphäre (Survival Research Lab) A.Tarkowskij entwarf oft auch die Bauten zu Filmen selbst – damit kam er dem romantischen Ideal des Gesamtkünstlers näher Indem die Dichtung Erlebnis vermittelt, vermittelt sie Erkenntnis (SD) (MK) Wir entdecken rastlose, schnelle Orte... ruhende Plätze,... die durch Nischen und bestimmtes Mobiliar Rückzugsmöglichkeiten schaffen (MK) Fähigkeiten der Materialien, Orte ganz verschiedener Atmosphäre zu schaffen.... Material- und Farbwechsel, Markierungen, Schatten, Reflexionen... erzeugen Abgrenzungen im Raum (MK) Der Geruchs- und Geschmackssinn führt uns weg von unangenehmen und hin zu wohlduftenden Orten. Durch die Haut können wir die verschiedenen Temperaturen spüren. Sie lassen uns wohlig und angenehm fühlen oder schaudern und frösteln. (MK) Durch das Ohr beginnen die Materialien zu klingen. Diese geben uns Orientierungshilfe (knirschender Kies) und schaffen Atmosphäre (Rauschen der Bäume) (MK) Menschen,... Die mit ihrer Präsenz und Dominanz oder Abwesenheit den Orten verschiedene Stimmungen geben. (MK) Orte mit großen Defiziten an Aufenthaltsqualitäten

3 17 spielerische Sicht Sicht des Spielens 15 Typographische Sicht 14 existentielle Sicht 13 Intensitätssicht 12 ethische Sicht 10 emotionale Sicht 09 Alltagssicht - Festsicht 09 Sicht der Ekstase 10 Rezipientensicht / taktile haptische Sicht 11 interkulturelle Sicht 12 ästhetische Sicht / visuelle Sicht / Lichtsicht 13 Identitätssicht 14 KünsterInnen-Sicht Sicht der Oralität 16 (Aus)Wirkungssicht 17 Karneval-Sicht Atmosphäre als Aufenthaltsort Atmosphäre als Fest Atmosphäre als analytische Setzung Atmosphäre als Stimmungsraum Atmosphäre als Aufmerksamkeit Atmosphäre als ästhetische Kategorie Atmosphäre als Ästhetik der Existenz Licht als Atmosphäre Atmosphäre als Praxis der Artikulation von Identität Atmosphäre als Erinnerungsarbeit Atmosphäre als gestalterisches Experimentierfeld Atmosphäre als Lebenskunstwerk (2) Atmosphäre als ureigenste menschliche Sprache Atmosphäre als Sprache Atmosphäre als Spiel psychoanalytische Sicht / psychophysische Sicht Sicht der Zerstörung Kommunikationsästhetik Soziologie (Bourdieu) Identitätsdiskurs Performativitätstheorien Postmoderne Sichten Soziologie (Bourdieu) cultural studies Neuer Subjektivismus Privatismus-Debatte Lebensphilosophie (Spielregeln der Kunst) Manifest des Taktilismus Existentialismus (Primat des Handelns) Psychoanalyse / Ekeltheorie Lacanismus-Diskurs queer theory gender studies psychological theories of performance Psychologie / Handlungspsychologie Existentialismus (Primat des Handelns) Existentialphilosophie Subjektivismusdebatte Performative Theorien Ethnologie Analytische Philosophie Sprachphilosophie Rhetorik Sprachwissenschaft / Linguistik Strukturalismus Sprechakttheorie (Austin, Searle) Pragmatik/Interaktions- und Konversationsanalyse Soziolinguistik Linguistic performance theory Literaturwissenschaft Literature discourse Linguistic turn (Diskurs) Siehe auch: politische Sicht Analytische Philosophie Erkenntnistheorie Kognitionswissenschaften Kognitionstheorien Künstlerische Forschung Konstruktivismus Ähnlichkeitstheorien 16 erkenntnistheoretische Sicht Atmosphäre als... Atmosphäre als Exerzitium Vergl. linguistic turn 15 sprachliche Sicht Literatur: Reinhardt Knodt / Ästhetische Korrespondenzen – Denken im technischen Raum Gernot Böhme / Atmosphäre. Essays zur Neuen Ästhetik Gernot Böhme / Atmosphäre als Begriff der Ästhetik – in: Daidalos 68 Gernot Böhme / Aisthetik – Vorlesungen über Ästhetik als allgemeine Wahrnehmungslehre Wolfgang Welsch / Aisthesis Martin Seel / Ästhetik des Erscheinens Gernot Böhme / Das Bild der Dämmerung Tanizaki Jun´ichiro / Lob des Schattens – Entwurf einer japanischen Ästhetik Gernot Böhme / Licht als Atmosphäre Gernot Böhme / Physiognomie als Begriff der Ästhetik (Beitrag) William Turner – Licht und Farbe James Turell – the other horizon Sebastian Weber, Kai Vöckler / Leuchtkörper - Über Atmosphären-Produktion John Pawson / minimum Shaker Style / The gift of simplicity Lucien Hervé / Architektur der Wahrheit Richard Wollheim (RW) / Emotionen Agnes Heller Literatur: Tanizaki Jun´ichiro / Lob des Schattens – Entwurf einer japanischen Ästhetik Gernot Böhme / Atmosphäre (Beitrag auf japanisch) Jean-Francois Lyotard / Intensitäten Watsuji Tetsuro (WT) / Fudo – Wind und Erde Der Zusammenhang von Klima und Kultur Watsuji Tetsuro / Fudo – eine anthropologische Betrachtung H.H. Lamb / Klima und Kulturgeschichte – Der Einfluß des Wetters auf den Gang der Geschichte Peter Jüngst / Territorialität und Psychodynamik Eine Einführung in die Psychogeographie Herder (Klimatologie des menschl. Geistes) Friedrich Ratzel (Anthropogeographie) Willy Hellpach / Geopsyche – Die Menschen- seele unterm Einfluß von Wetter, Klima, Boden und Landschaft (MH) Carola Meier-Seethaler / Gefühl und Urteils- kraft – Ein Plädoyer für die emotionale Vernunft Seyla Benhabib Literatur: Otto Friedrich Bollnow (FB) / Das Wesen der Stimmungen Gerhard Graulich / Die leibliche Selbsterfahrung des Rezipienten Gernot Böhme / Aisthetik Bausteine für eine Geographie der Befindlichkeit Hermann Schmitz / Der Gefühlsraum (System der Philosophie Bd. III) Hermann Schmitz / Leib und Gefühl. Materialien zu einer philosophischen Therapeutik Dieter Ulich, N. Groeben, Brigitte Scheele Literatur: Reinhard Knodt / Ästhetische Korrespondenzen Gert Mattenklott / Geschmackssachen – Über den Zusammenhang von sinnlicher und geistiger Ernährung Mike Hentz / Works 4 Gernot Böhme / Was uns Blumen bedeuten Literatur: Gernot Böhme / Theorie des Bildes William Turner – Licht und Farbe Literatur: Herbert Fidler / Sichtbare Spuren – Arbeitsräume österreichischer Künstler David Seidner / Im Atelier der Künstler Otto Friedrich Bollnow / Das Wesen der Stimmungen Michael Hauskeller / Atmosphären erleben Literatur: Gernot Böhme / Aisthetik Petra Maria Meyer / Die Stimme und ihre Schrift Die Graphophonie der akustischen Kunst Derrida, Nietzsche Venturi, Scott Brown, Izenour / Lernen von Las Vegas Symbol soup H. Tellenbach / Der Oralsinn und das Atmosphärische Martin Wörner / Die Welt an einem Ort – Illustrierte Geschichte der Weltausstellungen Olafur Eliasson / Your only real thing is time Alpenblick / Die zeitgenössische Kunst und das Alpine Die Schwerkraft der Berge Kunstwerk Erde – Satellitenbilder aus dem All Gilles A. Tiberghien / Land Art Philip Rawson / Der indische Kult der Ekstase Literatur: Georges Didi-Huberman / Was wir sehen blickt uns an – Zur Metapsychologie des Bildes Franz Xaver Baier / Der Raum Susanne de Ponte / Ereignis u. Wahrnehmung Merleau Ponty / Phänomenologie der Wahrnehmung Martin Steinmann / Augenblicklich (Beitrag) Bruno Reichlin / Zur Unmittelbarkeit des Wahrnehmens in der Architektur Wilfried Wang / Über Unmittelbarkeit (Vortrag) Symp. sturm der ruhe Michael Haerdter / Leiblicher Logos Qin Yuffen / YUN LI – in Wolken treibend Andreas Nebelung / Zwischenräume Jaques Le Rider (LR) / Farben und Wörter Luc Ciompi / Die emotionalen Grundlagen des Denkens Edward Conze / Buddhistisches Denken Dorothy Walsh; Gottfried Gabriel Sabine A. Döring / Zum Erkenntnisanspruch der Kunst Ronald de Sousa / Die Rationalität des Gefühls Carola Meier-Seethaler / Gefühl und Urteilskraft – Ein Plädoyer für die emotionale Vernunft Literatur: Brian Holmes / Carnival in the Eye of the Storm? - Springerin Sept Mihaly Csikszentmihalyi (MC) / Das flow-Erlebnis Siehe oben: Therapeutische Sicht energetische Sicht Sicht der Textgestaltung Sicht der Weltanschauung Vergl. Sicht des Feldes Emotionale Wende (nach der kognitiven Wende) Spieltheorie Sprachspielansatz (Wittgenstein) Postmoderne Sichten Anthropologie (des Lachens) Literatur: (... Fortsetzung) Huber Tellenbach / Geschmack und Atmosphäre Binswanger / Das Raumproblem in der Psychopathologie Gregory Fuller / Endzeitstimmung – Düstere Bilder in goldener Zeit Tony Oursler – a stroll inside horror Luc Ciompi / Die emotionalen Grundlagen des Denkens Philip Rawson / Der indische Kult der Ekstase S. Melchior-Bonnet u.a. / In flagranti M.-L. Raters / gefühlsästhetische Überlegungen Autoren/Autorinnen-Sicht DarstellerInnen-Sicht Sicht der Lachkultur Psychische Sicht 11 feministische Sicht nn Sicht Diskurse Advanced Studies Methodenkomplexe Theoriekomplex Forschungsrichtungen Disziplin Mit diesen Sichten werden inhaltliche/analytische Perspektiven abgesteckt bzw. inhaltliche Zonen abgegrenzt. Innerhalb dieser Zonen erfolgte die Plazierung nach dem Prinzip: räumliche Nähe = inhaltliche Nähe. Der Außenring ist meist abstrakter gehalten, als der Innenbereich. Mit Foucault könnte auch von archäologischen Gebieten gesprochen werden. +Atmosphäre als... (Kurzdefinitionen) Die Archäologie folgt der Achse: Diskursive Praxis => Wissen => Wissenschaft. In diesem Sinne werden hier relevante Diskurse, Forschungsrichtungen (Wissenschaftsbereiche) und Methodenkomplexe angeführt. Disziplin: Methodenbündel (einer Wissenschaftsdisziplin) Politischer Diskurs Repolitisierungsdiskurs Postkolonialistischer Diskurs Exotismusdiskurs Race-Diskurs Regionalismus-Debatte Minoritäten-Debatte Eurozentrismus-Debatte Critical discourse Anthropogeographie Legende Sicht der graphischen Gestaltung Kartographische Sicht Sicht der Dramatisierung Denkmalsicht / Gedenksicht politische Sicht Ästhetik als Kunsttheorie Ästhetischer Diskurs Kunsttheorie / Morphologie Wahrnehmungstheorie Erhabenheitsdebatte Auradebatte Ekeltheorie Kommunikationsästhetik Schwarze Kulturtheorie Kulturkritik feminist studies / feminist theory gender studies anthropologie of gender Kulturhistorik Postmoderne Sichten postcolonial theory (Spielregeln der Kunst) Emotionale Erkenntnis Sinnliche Atmosphären des Barock NeoBarock Ästhetik als Lehre von den Atmosphären (G. Böhme) s.l. Objekte des bloßen Erscheinens sind oft Ausgangspunkt eines Wachwerdens für die Atmosphäre (M. Seel) (GB) Niemals geht es nur um die Gestaltung des Gegenstandes, sondern immer zugleich um die Schaffung der Bedingungen des Erscheinens Atmosphärische Erscheinungen (M. Seel) Mentalitätsraum = Klima = Atmosphäre (H. Szeemann) s.l. Leuchtkörper – Über Atmosphären-Produktion (Sebastian Weber, Kai Vöckler) s.l. Atmosphärisch arbeitende Künstler (und entspr. Ausstellungsprojekte) s.l. Siehe: H. Szeemann Die neue Ästhetik ist zu allererst... eine allgemeine Theorie der Wahrnehmung.... Zur Wahrnehmung gehört die affektive Betroffenheit,... gehört die Leiblichkeit. (Böhme) Atmosphäre als Grundbegriff einer neuen Ästhetik (Gernot Böhme) Alle ästhetische Produktion wurde... aus der Perspektive der Kunst gesehen und an ihrem Maßstab gemessen.... Aktuell:.... Vielmehr ist das Thema der Ästhetik nun die ästhetische Arbeit in ihrer vollen Breite. Sie wird allgemein bestimmt als Produktion von Atmosphären und reicht insofern von der Kosmetik über Werbung, Innen- architektur, Bühnenbildnerei bis zur Kunst im engeren Sinne (GB) Es hat keinen Sinn (mehr) alle ästhetische Produktion aus der Sicht der Kunst zu sehen (DG). (DIG) Die Aura wirkt in der Regel zu einzelwerkbezogen – die Atmosphäre muß man sich umfassender vorstellen. Ästhetisierung der Lebenswelt (W. Benjamin) Ästhetisierung der Politik (W. Benjamin) Benjamin versuchte mit dem Begriff der Aura jene Atmosphäre der Distanz und des Achtunggebietenden zu bestimmen, die originale Kunstwerke umgibt. (Böhme) (Böhme)... und zwar ist die Aura offenbar etwas räumlich Ergossenes, fast so etwas wie ein Hauch oder ein Dunst – eben eine Atmosphäre. Benjamin sagt, daß man die Aura atmet. Was gespürt wird, ist eine unbestimmt räumlich ergossene Gefühlsqualität. (GB) Die klassische Ästhetik hat nur drei oder vier Atmosphären behandelt, nämlich das Schöne, das Erhabene – vielleicht sollte man auch das Pittoreske hinzuzählen – und dann die charakterlose Atmosphäre oder Atmosphäre überhaupt, die Aura. (Böhme) Es gibt aber viel mehr Atmosphären.... die heitere Atmosphäre, die ernste, die schreckliche, die bedrückende Atmosphäre, die Atmosphäre des Grauens (Chapmen), die Atmosphäre der Macht, die Atmosphäre des Heiligen und des Verworfenen. (DIG)... fast alles benennt auch emotionale Kategorien Sicht der Wahrnehmung Nicht Regelmäßigkeit und Symmetrie sind für das gegenwärtige Schönheitsempfinden charakteristisch, sondern gerade Unbestimmtheit, Ereignis und Atmosphäre. (GB) Synästhetische Charaktere sind nicht Eigenschaften von Dingen, sondern Charaktere von Atmosphären (GB) Das primäre und grundlegende Phänomen der Wahrnehmung, nämlich die Atmosphäre, hat keinen einzelsinnlichen Charakter. (GB) Atmosphäre wird als Anwesenheit von etwas erfahren. (GB) Der primäre Gegenstand der Wahrnehmung sind die Atmosphären. Es sind weder Empfindungen noch Gestalten, noch Gegenstände oder deren Konstellationen, wie die Gestaltpsychologie meinte, was zuerst und unmittelbar wahrgenommen wird, sondern es sind die Atmosphären, auf deren Hintergrund dann durch den analytischen Blick so etwas wie Gegenstände, Formen, Farben usw. unterschieden werden. (GB) Wahrnehmung und Atmosphäre Es sind nicht einzelne Sinnesdaten, die man vielleicht zu Flächen, Figuren und Dingen synthetisiert, sondern man sieht immer schon ganze Flächen und Gestalten. Nein, man sieht nicht nur Gestalten, sondern man sieht von vornherein Dinge. Aber auch das ist nicht wahr. Man sieht Dinge in ihrem Arrangement, Dinge, die auf sich verweisen, man sieht Situationen.... (GB) s.l. Was ist aber das Ganze, in das alles Einzelne... eingebettet ist? Wir nennen diesen primären und in gewisser Weise grundlegenden Gegenstand der Wahrnehmung die Atmosphäre. (GB) Wahrnehmung qua Befindlichkeit ist also spürbare Präsenz. (GB) Die physiognomische Weltsicht entdeckt... eine ganz anders strukturierte Welt, als sie nach den Methoden der Naturwissenschaft sich darstellt. Sie hebt aus der Fülle der Merkmale und Strukturen, die sich an einem Gegenstand finden, diejenigen heraus, die affektiv bedeutsam sind. (GB) s.l. Über Atmosphären Befindlichkeiten erzeugen. (GB) Atmosphärisches Erscheinen (DG) Welche Objekte sind in der Lage aus der Menge der sie umgebenden Objekte hervorzutreten. Abhebungen studieren: Damit meinen wir die Analyse der Art und Weise, in der Dinge aus sich heraustreten (GB). Es sind bestimmte Eigenschaften am Gegenstand, etwa Konturierungen, rhythmisches oder diskontinuierliches Verhalten, durch die sich der Körper in seiner Umgebung bemerkbar macht bzw. bemerkbar wird.... Die Anwesenheit eines Dinges im Raum wird in dem Maße spürbar, als es im ganzen mit bestimmten seiner Eigenschaften zur Abhebung kommt. (GB). Man spricht auch von Prägnanz. Atmosphäre ist ein sinnlich und affektiv spürbares und darin existentiell bedeutsames Artikuliertsein von Lebensmöglichkeiten. (M. Seel) korresponsive ästhetische Wahrnehmung Wahrnehmung atmosphärischer Korrespondenzen ist immer sinnhaftes Vernehmen. Das Bewußtsein für Atmosphären aktiviert ein Wissen um kulturelle Bezüge. (M. Seel) Atmosphäre/Stimmung emotional gedacht Gefühle als räumlich ergossene Atmosphären (Hermann Schmitz / Der Leib, der Raum und die Gefühle) Der Gefühlsraum, in dem sich Gefühle als räumlich ortlos ergossene, leiblich ergreifende Atmosphären ausdehnen (Hermann Schmitz) Verschiedene Orte/Räume und Lichtverhältnisse vermitteln eine je eigene affektive Botschaft Lichtatmosphäre Licht als das Reine und Erhabene / Auratisches Licht / Licht als Ausdruck des Numinosen / geheimnisvolles Licht / Stimmungslicht / emotionalisierendes Licht Gestimmtheit, Grundbefindlichkeit Grundstimmung (mit Heidegger) Präsentation einer Atmosphäre und einer Zuständlichkeit (Lehmann) Atmosphäre – Stimmung (mood) – Grundstimmung Stimmungspegel (GANG ART, granular synthesis) heiter, erhebend, beängstigend, aggressiv (biennale 2001) Atmosphären sind immer räumlich >randlos<, ergossen, dabei ortlos, d.h. nicht lokalisierbar, sie sind ergreifende Gefühlsmächte, räumliche Träger von Stimmungen. (GB) (GB)... er zeigt,... das bereits im homerischen Zeitalter..., Gefühle als etwas draußen erfahren wurden, als Mächte, die erregend in die menschliche Leiblichkeit eingreifen.... Gefühle kann Schmitz deshalb wie folgt definieren: Sie sind ortlos ergossene Atmosphären, die einen Leib, den sie einbetten, in der Weise des... affektiven Betroffenseins heimsuchen, wobei dieses die Gestalt der Ergriffenheit annimmt. (DG) mit dem Heraustreten wird ein weiterer Aspekt des Erscheinens angesprochen. Bisheriger analytischer Ansatz der Ästhetik meinen: ein Ding hat eine Farbe Das Blausein einer Tasse kann aber auch ganz anders gedacht werden, nämlich als die Weise oder, besser gesagt, eine Weise, in der die Tasse im Raum anwesend ist, ihre Präsenz spürbar macht.... das Blausein der Tasse wird dann als etwas gedacht,... das auf die Umgebung der Tasse ausstrahlt, diese Umgebung in gewisser Weise tönt... (GB) Der Unterschied zwischen haben und sein (DG) (GB) Es gilt also Dinge nach den Formen ihrer Präsenz zu charakterisieren. (Lucinda Devlin – Hinrichtungsz.) (GB) Formen der Präsenz sind Weisen, durch die ein Ding charakteristisch aus sich heraustritt. Wir wollen sie Ekstasen nennen. Vergleiche dazu Detailbetrachtung: Diskurse des sichtbar Machens (Fragestellung von Eva Waniek) / Gibt es Objekte, die etwas (Situationen/Sachverhalte/andere Objekte) sichtbar machen? / Wie kann ein Objekt sich sichtbar machen / Wie kann ein Objekt andere Objekte sichtbar machen / Wie kann ein Objekt eine Situation sichtbar machen (GB) Im Unterschied zum Ansatz von Schmitz werden so die Atmosphären nicht frei schwebend gedacht, sondern gerade umgekehrt als etwas, das von den Dingen, von Menschen oder deren Konstellationen ausgeht und geschaffen wird. Die Form des Dinges wirkt (aber auch) nach außen. Sie strahlt gewissermaßen in die Umgebung hinein, nimmt dem Raum um das Ding seine Homogenität, erfüllt ihn mit Spannungen und Bewegungssuggestionen. (GB) Präsenz / Anwesenheit (Gernot Böhme) Das Ding wird (so) nicht mehr durch seine Unterscheidung gegen anderes, seine Abgrenzung und Einheit gedacht, sondern durch die Weise, wie es aus sich heraustritt. (GB) Atmosphäre ist die Wirklichkeit des Wahrgenommenen als Sphäre seiner Anwesenheit.... und die Wirklichkeit des Wahrnehmenden, insofern er, die Atmosphäre spürend, in bestimmter Weise leiblich anwesend ist. Atmosphäre – Emotionalität – Kitsch (Venedig 2001) Einige Arbeiten zeigen keine Berührungsängste mit Kitsch-Ästhetik Unterhaltsame Kitschformen sind ebenso zu finden, wie umfassende Kitschlandschaften (Mimmo Rotella & ägypt. Pavillon) Mit dem Begriff Kitsch wollte man die wahre Kunst vor der Flut der Ästhetisierung des Lebens und der Welt schützen Intensität / Ekstasen Für sich gesehen ist Intensität (als eigene Qualität) nicht von Interesse – obwohl man zur Zeit von Intensitätskultur sprechen könnte – in Bezug auf: Emotionen (Rausch der Intensität) (Bill Viola) s.u. Ekstasen (Christina Garcia Rodero) Präsenz, Aura, Ausstrahlung (Atmosphäre) s.u. Hyperästhetik (Eliezer Sonnenschein) s.u. Dichte, Kräftigkeit (Videodichte Alessandra Tesi) Thrill (Spannungseffekte) Stimmungspegel Prägnanz Akustische Intensität (Finnbogi Petursson, Granular) Körperbeben Körperlicher Verausgabung (Lasso - Sala Tykkä) Seelischer Verausgabung Auch in Bezug auf die bereits thematisierte Selbstwahrnehmung (statt der Werk-Wahrnehmung) ist das von Bedeutung: man will spüren, daß man existiert. Im Museum der Obsessionen gibt es nur eine Geschichte der Intensität (und keine Polarisierung von Figuration u. Abstraktion) (H. Szeemann) Vergl. Moderne-Kritik Berührende Arbeiten (Jon Mueck) Emotionalität war auch in den Interviews mit Szeemann ein zentraler Punkt (sogar auf die Frage zur Meßbarkeit der Kunst) Physiognomische Weltsicht: Auf der Suche nach Merkmalen und Strukturen, die affektiv bedeutsam sind Emotionalisierte Themenstellungen (Venedig 2001) (Atelier Van Lieshout - Abtreibungsklinik) (Xiao Yu – vermischte konservierte Körper) (Liis Semper - Selbstmordschleife) (V. Maruscenko - Tschernobyl) (Emotion 1998 Hamburg Deichtorhallen) Szenen bestimmter Gefühlsqualitäten (Hirschfeld) Rausch der Intensität s.r. Der Unterschied von eine Farbe haben zu eine Farbe sein (s.r.) Anwesenheit / Abwesenheit – Wesenheit s.r. Präsenz behinderter Menschen und verrückter Menschen s.o. Präsenz durch spez. Ausleuchtungstechnik s.o. Präsenz durch monochrome Einfärbung alter Filme s.o. Präsenz durch spez. Ausleuchtungstechnik (Liza May Post, Gerhard Merz) Anwesenheit / Abwesenheit – Wesenheit (Venedig 2001) (Rineke Dijkstra – Fotographische Hyperpräsenz) (Tuomo Manninen – Fotographische Hyperpräsenz) (Bill Viola – The Quintet of the unseen) (Deimantas Narkevicius – Anwesenheit des Raumes) Der Unterschied von eine Farbe haben zu eine Farbe sein (zB. Blausein) (Venedig 2001) (Leon Tarasewicz – Performativer Farbraum) (Luc Tuymans – überbelichtete photograph. Sicht) Wahrnehmung qua Befindlichkeit ist also spürbare Präsenz. (Richard Serra) (Gerhard Richter) körperlichen Präsenz bzw. der Präsenz von Objekten (Jon Mueck) Hyperrealismus (Serra) Monumentalskulptur (Gregor Schneider) Architektonische Anwesenheit Fest & Emotion Politik & Emotion Weltanschauung & Emotion Licht & Emotion Ästhetik & Emotion Identität & Emotion Dramatisierung & Emotion Existenz & Emotion Emotionales Denken Spiel & Emotion Spott & Emotion Lachkultur & Emotion Karneval & Emotion Gewalt & Emotion Zerstörung & Emotion Berührung & Emotion Moral & Emotion Gedenken/Andenken & Emotion Sicht der Angst Auch Kunstwerke zerren an unserer psychischen Disposition und setzen affektive Reaktionen frei... Traditionelle Kunst versuchte, diese Reaktionen in Form einer selbst-kontemplativen Übung zu sublimieren, während moderne Formen der Rezeption zu unmittelbarer Entladung tendieren, zu spontanem Ausdruck (Vergl. Prinzip Karneval) (Brian Holmes) Auch Kunstwerke zerren an unserer psychischen Disposition und setzen affektive Reaktionen frei... Traditionelle Kunst versuchte, diese Reaktionen in Form einer selbst-kontemplativen Übung zu sublimieren, während moderne Formen der Rezeption zu unmittelbarer Entladung tendieren, zu spontanem Ausdruck (Vergl. Prinzip Karneval) (Brian Holmes) s.o. Gedrückte Atmosphäre Heitere Atmosphäre Licht als Atmosphäre (GB) Das Atmosphärische der Dämmerung (GB) Dieses Räumliche, Wolkige, Mediale der Dämmerung (GB) Eingetauchtsein in Atmosphären Eingehülltwerden in Atmosphären Sicht der Schmückung Reiches Schmuckwerk (Barock) Malerische Gestaltung der Innenräume, die ein festliches Raumgefühl hervorrufen (NeoBarock) Vergl. Barock Schmückungsansatz (NeoBarock) Üppigkeit – oft kitschige Überladung (NeoBarock) Österreichische Seele (Die barocke Seele Österreichs freilegen) (Bruno Gironcoli) Gewalt und Verstümmelung Darstellung des Leidens (Dinos & Jake Chapman) (Paul Thek) Neue Intensitäts- Kultur (man will spüren, daß man existiert) Sinn für Humor (Jeff Koons) Feierlich-festliche Atmosphäre (Barock) Manifestation von Anwesenheit (/vs/ Ästhetik der Absenz) Panoramischer barocker Blick (Sam Taylor Wood) (Vergl. Neobarock im VR Bereich) Hin zu einer emotionalen Moderne Das große Welttheater: Das Spektakel der Gebärden u. Haltungen, der Physiognomien und Masken (Vergl. Physiognomisches Erkennen G. Böhme, W. Benjamin) Die ganze Welt ist Bühne Szenische Gestaltung – Inszenierung (Theater als vollkommenes Sinnbild der Welt) Einfühlungsdenken (Peter Zumthor) eingestimmtes Denken Barocke Blicklust (Durchblicke office barock Gordon Matta Clark) Lusterkultur (Suzann Victor) Ausgreifende Geste Man sucht Pathosformeln, u.a. um die Welt zu bewältigen, wenn katastrophisches Geschehen mit übergroßer Wucht andrängt – das war der Fall im Barock (Türkengefahr) und Expressionismus (Verg. NY ) Pathos (gr. Leiden) Abwertend: Gefühlsüberschwang, übertriebene Gefühlsäußerung Festobjekte Festliche Tischinstallation High Yellow (Francco Mondini Ruiz) Spiel als gemeinsame Praxis des Schwebens (Nebelung) Ein Widerstreit der Gefühle löst ein Lachen aus Das Brachiale als fundamentale Stellungnahme Stimmungen der Andacht, Feierlichkeit oder Festlichkeit Freude Freudelogik (LC) Die persönliche Stimmung hängt von Lichtverhältnissen ab Festlicher Glanz (Lichtwirkungen) Atmosphäre von Kerzenlicht (es schwingt noch der Unterton einer Kulterfahrung mit) s.o. (XB) Einsamkeit, Langeweile, Glück,Angst, Heiterkeit sind existentielle Erfahrungsräume Parteitags-Atmosphären Atmospären von Massenveranstaltungen (Vergl. Inszenierung der Nazi-Aufmärsche) Gefühlsbad in der Menge Dasein: in einer Sphäre sein, oder von einer Sphäre enthalten sein (XB) Schon immer drin im Lebensraum Das Drin-sein ist eine Fundamentale Verfassung unserer Existenz (XB) Lichtkur (Hallenbäder) Der existentielle Raum (XB) Raum entsteht erst durch existentielle Beziehungen (XB) Raum ist ein Existential des Menschen (XB) Ein besonders schüchterner will nicht einmal den Raum einnehmen, den sein Körper braucht (XB) Künstler als Atmosphären-Spezialisten Die Atmosphäre der Künstlerateliers (Atmosphäre der Werke) Arbeitsatmosphären Worksphere Die fesselnde Arbeitsatmosphäre Lebendiges Chaos – Zusammenwirken 100derter Details (Das Gegenteil von Design) Die Atmosphäre sonderbarer Arbeitswelten Weiches Licht Stimmungslicht (Angela Bulloch) Lichtkunst (Las Vegas) Umfassend gestimmte Wahrnehmung und Bedeutungslust Über eine ästhetische Supersprache meditieren (RK) Gibt es eine Supersprache? (RK)... als atmosphärische Kompetenz Atmosphärische Kompetenz (RK) Wir benennen Atmosphären nach Stimmungen (heiter, düster, festlich,...) (RK) Atmosphärische Überflutung bei Festen (RK) Atmosphäre wird nicht wahrgenommen, sie ist vielmehr selber eine Art Wahrnehmung (RK) Atmosphärische Kompetenz (RK) (RK) Das Fest als Atmosphärischer Raum Nähe = Teilhabe an einer Atmosphäre (RK) Kultivierung des sinnlichen Genusses, als Werkzeug der Atmosphärisierung (RK) Erlesene Speisen, sorgfältige Darreichung, durch Gerüche, Blumen, Räucherwerke, berauschende Getränke, Musik, erotische Reize,... kommt es zur atmosphärischen Überflutung, zur synergetischen Harmonie der Affekte, zum Festrausch (RK) Nach dem Mythos werden diejenigen mit Wahnsinn bestraft, die sich den Festen entziehen (RK) (XB) Raumwahrnehmung ist Wahrnehmung mit der ganzen Existenz (XB) Ver-stehen wird zu einem Drin-stehen in einem Zusammenhang (XB) Wahrnehmung mit der ganzen Existenz (XB) Wir können davon ausgehen, daß Raumwirkungen und also konkrete Ausdehnung und konkretes Zusammenziehen auch von Geschmack, Gerüchen, Tönen, von Farben, Pflanzen, sogar von Umgangsformen, Temparatur, Luft, Licht, Stimmung ausgehen. Dabei greift Mensch-Empfindung-Atmosphäre-Ding-Stoff-Wissen ständig ineinander (XB) Wir sehen nicht die Raumkorridore und spezifischen Engpässe, die Stellen, die Angst machen.... Wir sehen nicht die Binnenräume der Menschen mit ihren persönlichen Landkarten (XB) Der auszuhaltende Raum: Existieren heißt Ausstehen und Aushalten (XB) Wir kommen über eine Betrachtung oder Anschauung also nicht zum Erlebnis des Raumes. Die Räumlichkeit einer Sache erlebt man vielmehr über eine emotionale Ladung (XB) Nicht die Sinne, sondern die Affekte codieren die Grundlage des Verstehens (XB) Allzuschnell richtet man sich die Dinge (und Menschen) so zu, daß sie nur noch auf gleichgültige Weise vorhanden sind (XB) Geht die Lebensspannung der Zusammenhänge verloren dann erscheint Die Welt als reiner Tatsachenbestand (XB) Das sogenannte Aussehen von etwas hat tatsächlich einen Blick. Das Aussehen von Bäumen zB. ist ein Ansehen, das uns meint Affektiver Raum (XB) (XB) in der Heiterkeit lichtet sich die Umgebung auf (XB) Man muß also die Räumlichkeit von den Lebewesen, Ethnien, Kulturen und Personen ableiten und nicht umgekehrt. Dann wird auch klar, daß Artenvielfalt auch Raumvielfalt bedeutet. (XB) Der panische Raum: Lebensräume sind Weltkessel (XB) Uroffenheit und blankes Entsetzen Im Raum ergossenes Licht Die Stimmung als unterste Schicht des seelischen Lebens (FB) Stimmungen haben keinen bestimmten Gegenstand. Sie sind Zuständlichkeiten, Färbungen... (FB) (Abgrenzung zu Gefühlen!) Sicht der Stimmung Als die unterste Stufe liegen dem gesamten seelischen Leben die Lebensgefühle oder Stimmungen zugrund (FB) Stimmungsuntergrund (FB) Der Stimmungsuntergrund unterscheidet sich durch die Richtungslosigkeit, von den gerichteten Gefühlen (FB) (FB) (Die Stimmung) kommt weder von Außen noch von Innen, sondern steigt als Weise des In-der-Welt-seins aus diesem Selbst auf. (FB) Ich und Welt werden in ein ungeteiltes Totalerleben eingebettet. Stimmung ist Ich- und Weltgefühl zugleich Stimmung zur Kunstaufnahme – Aufgeschlossenheit – wache Gestimmtheit (für höhere Wahrheiten) (FB) Eine Steigerung des Feierlichen ist das Festliche (die bedeutungsgeladene Schwere des Feierlichen... gelöst in Helligkeit und Freudigkeit) (Heidegger) Dasein je immer schon gestimmt ist (FB) In jeder Stimmung ist die Welt schon in einer ganz bestimmten Weise ausgelegt (FB) In jeder Stimmung ist die Welt schon in einer ganz bestimmten Weise ausgelegt (FB) Wir müssen in der Tat ontologisch grundsätzlich die primäre Entdeckung der Welt der bloßen Stimmung überlassen (Heidegger) Der Atmosphärenansatz schafft es, vom Angst-Konzept der Existenzphilosophie weg zu kommen (FB) glückliche, in sich selbst ruhende Gelassenheit (FB) stillere Formen der gehobenen Stimmungen, bis hin zu Lebensgefühlen einer heiteren Gelassenheit Weltgenuß und Hedonismus (Neohedonismus) Schamlose Körperlichkeit (Sichtbarkeit des Körperlichen) Ekstase (Vergl. Barock) Weltgenuß und religiöse Ekstase (Barock) Puritanismus kennt keine Ekstase (FB) Ekstase und ihre Verwandtschaft mit den Stimmungslagen der Frohheit (FB) Höchste Aufgipfelung des Lebensgefühls – Die Ekstase ist... die ursprünglichste für den Menschen mögliche Erfahrung der Lebendigkeit und damit der äußerste Gegenpol der Lebendigkeit (FB) Unmittelbarkeit des Auffassens: Intelligente Sinnlichkeit (Nietzsche) Beglückende Stimmungen Atmosphärische Gestaltung von Wochenendbeilagen von Zeitungen Durch Stimmen vermittelte Stimmungen Stimmung politischer Reden Stimmung von Großveranstaltungen Stimmungen radikalisierter Sprecher Stimmungen (Anti-Atmosphären) schreierischer Fernsehprediger Kaffeehausatmosphäre (Stimmengemurmel) Stimmungen öffentlicher stark frequentierter Räume (Verkehr und Stimmen) Atmosphäre und Heimatbegriff (Gespr. mit P.Arlt) Vergl. Filme von A.Tarkowskij Nostalgie und Atmosphäre (A.Tarkowskij) Entspannende Atmosphären Entspannende Atmosphären Die Anti-Wohnung der KünstlerInnen als Atmosphäre Wiederherstellung von Zeitgeist = Atmosphärische Gestaltung (Nostalgia) Historisches Ambiente zB. der Steyrtalbahn: Dampf, Ruß, Rauch, Öl, durchgerüttelt werden...) Politische Großveranstaltungen als atmosphärische Gesten Keine Ausstrahlung haben Unsichtbar sein Sich unsichtbar fühlen (Vergl. Präsenz) Atmosphäre als Stimmungsraum Eigenschaften (der Objekte) als Ekstasen zu denken (GB) Sicht der Stimme Ekstasen der Stimme (GB) Stimme: Die charakteristische Weise im Raum zu tönen.... Durch die etwas oder jemand im Raum präsent ist (GB) Geruch und Stimme sind als Äußerungsformen nur in der Aktualität gegeben (GB)... Also performativ ! Geruch und Stimme sind als Äußerungsformen in einer Weise charakteristisch für Dinge, Tiere und Menschen, daß über sie eine Identifizierung bis zur absoluten Singularität möglich ist (GB) Geruch und Stimme sind also charakteristische Weisen, in denen die Dinge ihre Anwesenheit markieren, und zwar sie selbst bis zur schlechthinnigen Singularität. Sie sind daher unstrittige Beispiele für Ekstasen (GB) Stimme:... Ein Ding in der Erscheinung (GB) Wodurch werden Dinge/Personen in unserer Wahrnehmung spürbar? Wodurch machen sie sich in ihrer Anwesenheit bemerkbar? Wir nennen dieses, ihre Ekstasen (GB) Ekstasen der Dinge: das Aus-sich-Heraustreten des Dinges (GB) Der Eigenschaftsbegriff ist aus vielen Gründen unbrauchbar, für das was ich mit Ekstasen meine (GB) Sicht der Anwesenheit Ekstasen... Als Weisen der Artikulation von Anwesenheit (GB) Voluminösität, Farben, Geruch, Gesten, Stimme,... (GB) Die Ästhetik ist im strikten Sinne eine Erscheinungslehre (Vergl. Seel) (GB) Die Atmosphäre ist die erste Wahrnehmungswirklichkeit Wahrnehmung ist eine Einheit von Subjekt und Objekt, ein Koppelungszustand (GB) Die Atmosphäre ist die Anregung eines gemeinsamen Zustandes von Subjekt und Objekt (GB) Die Atmosphären sind für die Ästhetik die erste und entscheidende Wirklichkeit (GB) Wahrnehmung ist qua Spüren eine Erfahrung davon, daß ich selbst da bin und wie ich mich, wo ich bin, befinde (GB) Ich bin hier und fühle mich so und so gestimmt – Die Atmosphäre ist ferner gestimmter Raum, d.h. was einen da anmutet, ist eine Stimmung (GB) Diskrepanzerfahrungen sind es, die in besonderem Maße dazu Anlaß geben, Atmosphären als quasi objektive Gefühle zu bestimmen. In diesen Erfahrungen wird deutlich, daß ich Gefühle erfahren kann, die nicht meine Sind und auch niemandes sonst. Sie schweben gewissermaßen im Raum unbestimmt in die Weite ergossen (GB) (Schmitz) Gefühle sind draußen, nicht anders als Straßen... Er spricht von einer Introjektion der Gefühle,... Einer Hereinverlagerung in eine menschliche Innenwelt (GB) Atmosphäre als Nimbus oder Aura, die eine Person ausstrahlt... Ihrem Dunstkreis (GB) Der Charakter einer Atmosphäre kann nur in affektiver Betroffenheit festgestellt werden (GB) Atmosphären durch sprachliche Arrangements herstellen Verspielte Atmosphäre entspannte Atmosphäre Ästhetik muß der Frage nachgehen, wie es dem wahrnehmenden Menschen in der Wahrnehmung geht (GB) Ästhetik muß sich um die Freude kümmern, oder auch um den Schrecken... Um die Affektion, die ihn/sie zu etwas hinzieht, oder auch den Ekel, der ihn/sie abstößt (GB) Die Ästhetik ist Wahrnehmungslehre überhaupt nur, insofern wir in der Wahrnehmung von dem was wir wahrnehmen, affektiv betroffen werden (GB) (Vergl. Szeemann) Im Schreck nun fahre ich zusammen. Ich werde aus meiner leiblichen, unbestimmten Ergossenheit in die Weite auf mich zurückgeworfen. Ähnlich beim Schmerz. (GB) Die Beziehung zur Welt reißt im Schmerz und Schreck ab Das andere Extrem (zu Schmerz und Schreck) ist das sogenannte ozeanische Gefühl. Das eigene Hier wird dabei undeutlich. Diese Erfahrung ist die berauschende Erfahrung einer Auflösung in Atmosphäre. (Vergl. Entspannungszustände) (GB) Heidegger legt Wert darauf, daß der emotionale Bezug dem erkenntnismäßigen voraus liegt und diesen überhaupt erst ermöglicht (GB) (damit folgte er Nietzsche) Heidegger legt Wert darauf, daß der emotionale Bezug dem erkenntnismäßigen voraus liegt und diesen überhaupt erst ermöglicht (GB) s.l. (damit folgte er Nietzsche) Die Stimmung hat je schon das In-der-Welt-Sein als Ganzes erschlossen und macht ein Sichrichten auf... allererst möglich (Heidegger) (GB) Meßbarkeit von Emotionen (W. Reich) Politik der Gefühle im Nationalsozialismus (GB) Politik im Medienzeitalter: Inszenierung, die Produktion von Atmosphären, die Erzeugung affektiver Betroffenheit (GB) Vom Standpunkt der Ästhetik qua Aisthetik: könnten Atmosphären als das eigentliche Thema der Kunst bezeichnet werden (GB) Schönheit erscheint nur als eine Atmosphären unter anderen (GB)... neben dem Schrecklichen, dem Heiteren, dem Bedrohlichen Reflexive Thematisierung sinnlicher Wahrnehmung als zentrales Thema der Kunstentwicklung (GB) Ein Unfall stößt zu; er löst die vertrauten Bindungen auf, stürzt die Bedeutunegn um, bringt aus der Fassung. Er ist das Ereignis der Fassungs- losigkeit par excellence (DM) Das Aus-der-Fassung-Geraten impliziert die Möglichkeit einer Ek-statsis (DM) (GB) Stimmungen als atmosphärische Charaktere Fest der Sinne – Herbst – die schönste Zeit... (Werbespruch) Gesten, Mimik, Stimmfärbung als Erzeugende von kommunikativen Atmosphären (GB) Wie auf anderen Gebieten erleben wir auch in der Politik heute ein neues Barock (GB) Der situationistische Versuch, Architektur als Stimmungskunst neu zu definieren (Wigley) Die Bedeutung von Beleuchtung und Klang für die Atmosphäre: Nächtliche Großstadt, Shopping Mall, Utopie einer kybernetischen Stadt, Diskothek (Vöckler) Weihnachtliche Atmosphäre durch Festschmuck (Lichtobjekte, Bäume,...) Psychogeographische Qualitäten (Situationisten) Aus-sich-Heraustreten Atmosphärische Präsenz der Stimme Wir Menschen sind fühlende, empfindende, ergreifbare, ansprechbare, betreffbare – leibliche – Wesen. Wie es uns geht, wie uns Zumute ist, drückt sich in unserer leiblichen Befindlichkeit aus sublim (Def.): verfeinert, fein, nur einem geläuterten Verständnis od. Empfinden zugänglich Peter Zumthor (nennt) <= J. Beuys, R. Serra, Merz, E.Hopper P. Kirkeby, arte povera, J. Turrell (Peter Handke) Vibrierende Atmosphären The constantly fluctuating Light creates the impression That the building is breathing. (Zumthor) (Kunsthaus Bregenz) Buildings, that develop a special presence on their site – reveal an internal tension radiating out beyond the site (zu Zumthor) Sicht der Ausstrahlung Licht, das den Raum fast körperlich füllt (zu: Zumthor) Ästhetische Wahrnehmung ist Aufmerksamkeit für das Geschehen ihrer Objekte (MS) Was können Schriftzüge zu einer Atmosphäre beitragen? (Vergl. Las Vegas) Durch Typen vermittelte Charaktere Strahlende Schriftzüge (Die Stimmung der Leuchtschriften) Muß Atmosphäre ohne Leseinhalte vermittelt werden können ? Durch die Handschrift vermittelte Charakterzüge (Bewegungsanmutungen) Graphische Gestaltung, die kaum Inhalte – nur noch Stimmungen vermittelt In Lichtquellen verwandelte Zeichen Wenn Gebäude zu Zeichen werden Typographische Dekoration für Zweckbauten Symbolisch vermittelte Lebensgefühle (bei stark besetzten Marken) Großflächiger Einsatz von Farben in der graphischen Gestaltung (zB. 50er Retro) Alles, was die Augen einfängt Edle Drucksorten als Beitrag zur Atmosphäre (Restaurant, Feier, Fest,...) Vollständig mit Farbe hinterlegte Seiten Abfallend gedruckte großflächige Bilder Atmosphäre des Vertrauens Stimmungen haben keinen bestimmten Gegenstand. Sie sind Zuständlichkeiten, Färbungen des gesamt- menschlichen Daseins (de Ponte mit: Bollnow) GANG ART setzt Sprache über das meschliche Medium Stimme nicht zur Vermittlung vordefinierter Wortbedeutungen ein, sondern verwendet im Event Klänge durch Stimm-Variationen (erreicht über fremdsprachige Texte) Sprache als Klangfarbe (GANG ART) Nacht + Wasser + Feuerwerk + Musik (Licht + Feuer) Klangwolkenveranstaltungen Das Angeblickte, das den Anblickenden anblickt (Didi-Huberman) Intensionsloses Gehen – Das Gelände blickt uns an (Fabrikanten) (Vergl. Conze) Einfachheit hat eine moralische Dimension (mit dem Wesentlichen der Existenz in Berührung zu kommen) (J. Pawson) Sicht der Einfachheit So wenig Design wie nur möglich (Dieter Rams) Unsere einzige Chance ist die Rückkehr zur Einfachheit Situationen, wo nichts falsch ist, nicht ein einziges Ding, der Tisch, das Tablett, der Blick, der See,... (J. Pawson) Die Qualität freiwilliger Armut – (japanisch:Wabi) (J. Pawson) Vergl. Zisterzienser Ausstrahlung von Gelassenheit In der Architekturanalyse hat man allgemein zu wenig darüber nachgedacht, was die Begriffe Zeichen, Konvention, Kodex oder Wahrgenommenes und Effekt tatsächlich benennen. Es ist unklar, was unter unmittelbarer Wahrnehmung zu verstehen ist (Bruno Reichlin) Vergl. (GB) Wenn das Sehen ein Tasten mit dem Blick ist (MMP) (GB) Der Rezipient kann in Atmosphären hineingeraten, von ihnen überfallen werden Atmosphärensicht: wendet die Aufmerksamkeit von dem was etwas darstellt, auf das Wie seiner Anwesenheit Die Atmosphäre für den Einzelnen ist eine der Lockerung und nicht der Entladung (E. Canetti) Die Stärke unserer Gebäude liegt in der direkten, an die Eingeweide gehenden Wirkung. (J. Herzog) Herzog & de Meuron <= arte povera, J. Beuys (XB) Wenn der Raum sich nicht weitet entstehen Angst, Depression, Verfinsterung, Schwere, Schwächung und Draußenqualitäten (Buber) Von den Zuflüssen und lebendigen Strömen des Angeschlossenseins an die Umgebung durchzogen (XB) atmosfear / atmosphear Franz Xaver Baier <= Wim Wenders, Herzog & de Meuron, J. Turell, Zaugg Wim Wenders <= Peter Handke, C.D. Friedrich, Edward Hopper (XB) zielgerichtete Hoffnung statt Offenheit... machen unsere Existenz immer wieder schwingungslos (XB) Wir müssen die Idee eines einzelnen ästhetischen Systems fallen lassen (Rem Koolhaas) Atmosphären des Grauens im Film (akustisch...) (XB) Sehen als Betrachtung Verliert an Bedeutung, weil es Diese Zusammenhänge ständig zerteilt (XB) Architektur in Zukunft nur mehr danach beurteilen, wieviel Wirklichkeit sie aufschließt (nicht mehr nach ästhetischem Aussehen) (XB) BAUELEMENTE als virtuelle Teile. Das heißt, man geht von der Wirkung aus und nicht von Substanzen. Wirkungen liegen auf ontologisch höheren Niveaus. Wirkungen liegen dem Räumlichen näher. (XB) Es ist nicht immer nötig, daß Raum verkörpert wird. Er kann auch als heitere Stimmung präsent sein (XB) Präsenz lebt vom Abwesendem (Vergl. Lob des Schattens) Atmosphärische Dichte (MH) Körperliche Wahrnehmung – auf der Ebene der Unmittelbarkeit (ausstellung: sturm der ruhe) John Pawson <= R. Serra, D. Judd Le Corbusier, James Turell, Dan Flavin, Mark Rothko, De Chirico, Mies van der Rohe Le Corbusier (Kirche Notre-Dame du Haut) Architektur von gewaltiger emotionaler Kraft Kult der Einfachheit (Quäker, Buddhisten, Zisterzienser) Vergl. Möbelentwürfe von L. Wittgenstein Architektur der Wahrheit Die Zisterzienserabtei Le Thoronet (mit Text von Le Corbusier) Vollkommene Fülle. Nichts ließe sich hinzufügen Licht und Schatten sind das Megaphon dieser Architektur der Wahrheit, der stille und der Stärke (Le Corbusier) Alles was man tut, soll man vortrefflich tun (Benediktus-Regel) Le Thoronet bleibt für mich das schönste Gebäude der Welt (John Pawson) In einem Material ausgeführt Das Kloster ist ein sublimes Beispiel dafür, was geschieht, wenn überflüssige visuelle Ablenkungen entfernt werden. Die dem Material innewohnende schönheit kommt zum Vorschein (Pawson zur Abtei Le Thoronet) Siehe auch: Sicht der Reduktion (Minimalismus etc.) Gong an sind im Zen-Buddhismus paradoxe Rätsel, die durch meditatives, körperhaftes Denken und nicht durch Logik gelöst werden Für die Gelassenheit wieder Raum zu schaffen (Qin Yufen) Weiteangst (Platzangst) Sturzangst (Höhenschwindel) Dämmerungsangst Unterschiedliche Raumwahrnehmung (im Flachland, am Meer oder in den Bergen aufgewachsen) Regionen enormer Farbigkeit (Afrika, Indien,...) Klimaabhängige Stimmungslagen Emotionalität der Südländer (des Mittelmeerraumes) Zusammenhang von Emotionalität und Glaubensrichtung (calvinistisch /vs/ katholisch) (GB) Die Dämmerung ist ein Räumliches Phänomen. Sie ist eine Atmosphäre, die allmählich alles einhüllt, verschattet, unbestimmt macht In bestimmten Landschaftsformen zuhause sein In bestimmten Lichtverhältnissen zuhause sein Emotionale Ankerpunkte in Privatsphären Sich in einer bestimmten (kommunikativen) Atmosphäre zuhause fühlen Atmosphäre als artikulierte Identität Atmosphäre jener Szene, der man sich zugehörig fühlt Warum ist Feminismus aus der atmosphärischen Sicht schwer abzuhandeln ? Ist ein atmosphärischer Feminismus denkbar ? Factory Atmosphäre (Andy Warhol) (HL) Klangfiguren einer interkulturellen Polyphonie der Stimmen und Sprechgesten (Peter Brook) Ethik der Katharsis (HL) Lyotard zu Bernard-Henry Levy: Der Theoretiker der Intensitäten, des Abdriftens, der Triebe und der Dispositive. Barocke Werte für ein politisches Projekt Die Worte gelten als Intensitäten und nicht als Bedeutungen (Lyotard) Politik der Intensitäten (Lyotard) P. Weibel greift oft aus der politischen Perspektive Werke/Ausstellungen im Bereich der bildenden Kunst an (Verl. auch Angriff von Eisenman gegen Schweizer Architekten) Eine Form des analogischen Denken? Intensitäten jenseits der Intention (Kloosowski) (Lyotard) Es geht also darum, Energieströme, die auf verschiedenen Bühnen blockiert (oder vermeintlich blockiert) werden, einzufangen und in Sprache umzuleiten, es geht also um den Übergang von libidinösen zur politischen Ökonomie, mit dem Ziel, hohe-tiefe Intensitäten in/durch Sprache zu absorbieren. Atmosphäre: Sie ist gewissermaßen eine sinnlich wahrnehmbare Emission von Schall, Licht, Wärme, Geruch und Feuchtigkeit; ein wirbelndes Klima nicht greifbarer Effekte,... (die von einem stationären Objekt erzeugt werden) (M. Wigley) s.o. Klimasicht (I) - Wetter Mentalitätsraum = Klima = Atmosphäre (Szeemann) s.l. Psychogeographie (Vergl. Ansätze der Situationisten) Wiesenklima (1), Wüstenklima (2), Monsunklima (3) (WT) 1 anthropozentrisch, intellektuell-beschaulich 2 extrem willensgelenkt, praxisorientiert 3 gefühlsbetont, kontemplativ Pranja-Logik des Trotzdem-Zugleich (WT) Klimatisches Bestimmtsein des Menschen (WT) (WT) Wir finden uns selbst, als ein Element im Zwischen – im Klima Vom-Klima-Getragensein (WT) (WT) Düsterkeit des Klimas führt unmittelbar zu einer Verdüsterung im Gemüt des Menschen Klimatologie aller menschlichen Denk- und Empfindungskräfte (WT) Die Sinnlichkeit des Menschen ist klimatisch (WT) Klimabedingte Unterschiede des Hautgefühls (WT) (WT) Der praktische Verstand (Ausbildung) der Menschen ist klimatisch mit bestimmt (Leben im Hochgebirge, Leben am Meer, Leben in der Wüste,...) Siehe auch: Sicht der Identität Agieren im Kulminationsfeld von Identität und Ambiente (Christian Hutzinger) Wenig Substanz und viel Atmosphäre beim Treffen von Putin und Bush (11/2001) Pneumatische Räume, als psychophysische Erlebnisräume (Hans Hollein, Walter Pichler, Haus-Rucker) Seh-Sucht: Panormabilder (Win Wenders) (MH) Jeder Mensch hat eine individuelle, seine Persönlichkeit eindeutig kennzeichnende Atmosphäre Gefühlsraum (Kap. Bei H. Schmitz zu den Atmosphären) (MH) Zur leiblichen Verfassung gehört auch die innere Stimmung (MH) Der psychopathisch Gefühllose nimmt wahr, aber das wahrgenommene geht ihn nichts an, trifft ihn nicht. Wahrnehmung, -des Gefühls und damit des Selbstbezuges des Erlebens beraubt- verliert ihre Orientierungs- und Erkenntnisfunktion, d.h. Sinneswahrnehmung hört auf Wahrnehmung zu sein (Katz) Es gibt keine Wahrnehmung, die nicht zugleich atmosphärisch wäre (MH) Gefühle sind vom Ursprung her das, als was sich die natürliche Mitwelt sich uns zu spüren gibt (GB)(MH) (MH) So etwas wie gefühlsfreie Sinneserlebnisse gibt es nicht (MH) Die Grundarten des Gefühls sind (lustvolle) Bejahung und (unlustvolle) Verneinung der Anwesenheit von etwas (MH) Erlebte Relevanz ist immer leiblich Aura der Heimat, Aura der Fremde (MH) (MH) Entweder wird Welt auratisch als zugehörig, d.h. als Heimat erlebt, oder aber als nicht zugehörig, d.h. als Fremde (MH) Sympathetische Funktion von Stimmlauten Kurzlaute als spontane Ausdrucksformen von Behaglichkeit und Entspannung (MH) Sich in der Gruppe aufgehoben fühlen (MH) Die Stimme ist Gefühlsausdruck und enthüllt die Intention der Rede (MH) Wir erkennen den Feind besser an seiner Stimme, als an dem, was er sagt (MH) Die Redner der Vergangenheit waren Vokalisten (Performance der Stimme) (MH) Im atmosphärischen Erleben ist die Welt immer schon eine Vertraute (MH) Das Atmosphärische ist nichts in der Welt Begegnendes (und damit Kontingentes), sondern die Form der Begegnung selbst Jede Weltbegegnung ist atmosphärisch (MH) A. Kosa <= Tellenbach (Inge Dick) Farbe & Licht im Kirchenraum: Ultramarines Lichtspiel – Dem Licht entgegen Licht tanken (Bartel, Pesendorfer) Tellenbachs Untersuchung über das Schmecken und Riechen als ursprünglichste Beziehung des Menschen zum Atmosphärischen Tellenbach <= Strindberg, Proust, Dostojewski (TB) Die Psychoanalyse begreift unter Oralität rein motorische Vollzüge, wie Lecken, Saugen, Küssen (TB) Im Feld der niederen Sinnlichkeit existieren keinen anschaulichen Erinnerungs- und Vorstellungsbilder, sondern nur ästhetische Erlebnisse (TB) Die Gegenstände aller höheren Sinne lassen sich als figürlicher Vordergrund auf einem amorphen Hintergrund abheben. Von dieser Unterscheidung machen Gegenstände des Oralsinns eine Ausnahme. Man kann durchaus von einer Klangfigur sprechen, aber nicht von einer Duftfigur (.... Vergl. Ergossenheit im Raum) (TB) Was mich ekelt, kommt aus der Nähe (TB) Wir hören nicht nur, was eine Stimme sagt: wir hören auch das Wie, das Timbre, das uns an einer Stimme anzieht oder abstößt (... Dieses Atmosphärische) (TB) Atmosphärisch wird das Heimatliche erfaßt wie auch das Fremd-Unheimische (TB) Für die japanische Bild- und Denkwelt, ist das Atmosphärische als das Umgreifende von größerer Bedeutung, als für unsere Zonen. (TB) Eingefärbt von der Atmosphäre eines Ekels (TB) Angst und atmosphärische Überflutung (TB) atmosphärisches In-der-Welt-Sein (Tony Smith) Objekte nicht als Skulpturen, sondern eine Art von Präsenz (Tony Smith) Bedeutung des Dämmerlichtes für seine Skulpturen (DH) Wir tragen den Raum unmittelbar an unserem Leib. Den Raum der keine ideale Kategorie des Verstandes ist, sondern das nicht wahrgenommene Grundelement all unserer Sinnes- oder phantasmatischer Erfahrungen ausgelassene Atmosphäre unfeierliche Atmosphäre (ungezwungenes Setting) unheilige Atmosphäre Circus-Atmosphäre (A. Heller) positive Stimulierungen Wir spüren, was wir noch nicht kennen (Nebelung) Strenge Atmosphären mit Spielverbot (Gerichtssäle, Kirchenräume, Gedenkstätten) Atmosphären von Spiel/Sport-Stätten Atmosphären, die durch das Spiel gekippt werden (Wett)Kampfatmosphäre Atmosphäre von Spielhallen Casino-Atmosphäre Rennatmosphäre (Siehe: Sportsicht) Siehe auch: Sportsicht Wettspielatmosphäre (Stadtwerkstatt) In VR-Atmosphären diverser Spiel eintauchen Kinderzimmeratmosphäre Miniland, Kinderparadies, Legoland, Disneyworld Wasserspiele Lichtspiele Weihespiele Karneval-Atmosphäre in Rio Ausgelassenheit Fest und Klima (Mike Hentz, Stadtwerkstatt) Klimatheorie (M. Hentz) Mike Hentz <= W. Benjamin (Mike Hentz) Voraussetzungen von Klima: ERWARTUNGEN: In einem Raum oder an einem Ort prägt die Einladung eine Erwartung bei den Personen. Die Erwartung ist ein Material, welches befriedigt oder frustriert wird, und so ist die Erwartung ein dramturgisches Material. (Mike Hentz) Voraussetzungen von Klima: SICHTBARES Die Gestaltung von Räumen erfolgt durch Installationen, Dekorationen, Requisiten. An einem nackten Tisch schmeckt das gleiche Menu anders als mi Tischdecke und Kerzenständer. Worauf spricht der Mensch an? Auf grelle, warme, gedimmte Beleuchtung? Kerzen oder Neon? (Mike Hentz) Voraussetzungen von Klima: DRAMATURGIE ist die Entwicklung eines Klimas mit allen verfügbaren Mitteln (Mike Hentz) Voraussetzungen von Klima: WÄRME betrifft die Atmosphäre, wobei man unterscheiden kann zwischen menschlicher Wärme, Intimität, und Raumtemperatur. (Mike Hentz) Voraussetzungen von Klima: SCHÄRFE In einem Klima ist Schärfe eines Elements abhängig von anderen Elementen. Mike Hentz ( Tip von B. Nieslony) (Mike Hentz) Voraussetzungen von Klima: SYNCHRONISIERUNGSTECHNIKEN... Ekstatische Situationen (Musik, Gesang, Aktion, Tanzen) eignen sich sehr gut, um Gefühle zu synchronisieren Atmosphäre durch Blumenschmuck (Festschmuck) Blüten sind Organe des Sichzeigens (GB) Ganz eintauchen (Gelatine) (PS) Damit Sphären als solche auffallen, müssen sie zerplatzt sein (PS) Politik wird eine Abteilung der Klimatechnik Grauen des Alltags: Dinge die entgleiten Verseuchte Zonen Verstrahlte Gebiete Die Atmosphäre von Traumwelten (räumliche Paradoxa) (DH) Taktile Intesität des Lichtes Wärmebad Von Wind und Kälte ergriffen werden Stimmungsdrogen Stimmungsmacher (SR) Ecstasy als eine Droge, die alle Sinne zu intensivieren scheint (MC) Das Eintauchen in freudiges Erleben (imSpiel) (MC) Intensives Spiel (deep play) (MC) Tiefer flow ist eine ekstatische Erfahrung (W. Turner) MDMA ist in der Psychotherapie äußerst nützlich (Tony Oursler) Sources of Jugenstil in Germany:... With the advent of Japonisme in Europe and a related fad for creating atmospheric plant pictures and lighting products A life in full: Louisa McElwain´s life and art are thick with atmosphere (painter) Traumwelt Stimmungen aus der Welt der Träume, die alles ersticken (Sam Taylor-Wood) Third Party surreal dream-like atmosphere (Vergl. Ausstellung NeoBarock) (Pascale Jeanneret) Mayday (Ausstellung): She comments on the expressions of violence, and the evocation of atmosphere characterized by fear and tension The atmosphere of silence in the book carnival atmosphere The atmosphere of spatial alienation (Entfremdung) and cultural angst (Sarah Jones) Importance of atmosphere in Jean-Marc Bustamante´s Photography, painting and sculpture (delicate light and trembling shadow effects) Einträge zu relevanten KünstlerInnen sind über alle Sektoren verteilt und rot hervorgehoben atmosphere of a song Latent atmosphere of sexuality and violence Latent atmosphere of sexuality and violence Carnival atmosphere allows the participants to flirt with the concepts of exile and death Stella Rollig zu Nan Goldin: the depiction of sexuality in an atmosphere of carnival and ritual, and the confusion of gender and age in the Sea of Love (Pierre Bonnard)... The paintings depict atmospheres in which the artist is possessed by an obsession with his model (Anne Judell) The singing – of moods and nuances Atmosphere der Vernunft (Hans Knapp) Atmosphere of nostalgia... by her drawings of water, trees, shadows (Daniele Gibrat) Creating an almost Paradisal atmosphere (Flip Witte) The atmosphere of Brancusi´s studio (Recreating an Atmosphere) Atmosphärische Fotographien weitläufiger Landschaften (Wim Wenders, Felix Stephan Huber, Andreas Gursky, Axel Hütte) Panoramaphotographie Der Blick vom Gipfel Der Blick von Aussichtstürmen Die Vogelperspektive Der Blick aus dem Flugzeug Die Satellitenperspektive Der Blick aufs Panorama Die kategorisierende Aufschlüsselung vieler Kartenwerke ist kaum atmosphärisch lesbar Cinéorama, Paris 1900 (Weltausstellung) Virtuelle Reise durch die Lüfte: Projektion einer Ballonfahrt auf die Wände eines polygonalen Saales mit 30 m Durchmesser (10 synchronsierte Projektionen) Sicht: Mapping und Panorama Democracity, NY 1939 (Weltausstellung) Riesiges Modell einer Stadt – Blick von drehbarem Balkon Maréorama, Paris 1900 (Weltausstellung) Nachgebildetes Schiffsdeck simulierte das Stampfen des Schiffes – Virtuelle Kreuzfahrt: monumentales Diorama wurde auf Rollen an der Schiffsattrappe vorbei bewegt Transsibirische Eisenbahn, Paris 1900 (Weltausstellung) Kinetisches Panorama – mechanische Rüttler – komplettes Panorama der Landschaften zwischen Moskau und Peking Panoramatischer Blick (Sabine Bitter) Sphärische Repräsentationstechniken (Sloterdijk) Panoramaprojektionen (M. Mullican) Kugelcave (time´s up) Der Blick auf das Fließen der Erde (the aerial river series) (Olafur Eliasson) Photographisches (analoges) Mapping Der grenzenlose/unbegrenzte Blick IMAX-Projektionen Breitwandformat We have lost touch with mother earth (UP) Die Atmosphäre einer Landschaft einfangen Für die neuen, modernen Bildmedien des 19. Jhd., Für Panorama, Diorama und Cosmorama, waren die Alpen ein beliebtes und bevozugtes Thema (Oettermann) Der weite Blick Berge (und das Meer) weiten den Blick Beispiele extrem weitläufiger Landart-Projekte Wrapped Coast (Christo, Jeanne-Claude) Valley Curtain (Christo, Jeanne-Claude) The Lightning Field (Walter De Maria) (UP) Die Temparierung der eigenen Existenz vollzieht sich nicht zuletzt in einem Akt der thermischen Balance, als Versuch, ein Maß zu finden – gegen die zerstörerischen Abwandlungen von hysterischer Überhitzung und apathischer Unterkühlung (UP) Gefühle als kulturelle Artefakte sind nach dem 2.Weltkrieg vor allem geprägt durch das Einbüßen der emotionalen Naivität Zurücknahme des Ausdrucks (Im Geiste des Cool) (UP) (UP) Bei den Denkern der Stoa sollte durch die Karthasis die Seele von den Affekten gereinigt werden (UP) Das von der Romantik gefeierte Aufbäumen der Emotionen (UP) Die Romantik rehabilitiert das Gefühl (UP) Der Moment des vollkommenen Verlustes aller orientierenden Bezüge, der auch Skifahrern und Bergsteigern bekannt ist, wir whitout genannt (UP) Die selbstreflexive moderne Kunst versagt sich das einfache emotionale Potential der Empathie Atmosphäre: Kunst/Kultur der Schatten (UP) Der Karneval als Fest des Verkleidens und Versteckens (Offenheit in der Verkleidung) (UP) (Lindner) Ich habe das Gefühl, daß Amerikaner Angst vor dem Alleinsein haben – darum haben sie Musik in den Fahrstühlen, in Krankenhäusern und in Restaurants Im Raum ergossene Medien: Radio (für einsame Menschen) Menschliche Stimmen hören (... egal in welcher Sprache) Das Geschlecht des Coolen (UP) Die Aura einer Person ist performativ (Sicht der DarstellerIn) Bewegungsanmutung, Körperspannung, Gesichtsarbeit (face to face), Präsenz/Erscheinung, Wieviel Raum nimmt er/sie ein, Energie Ausstrahlung (voller Energie, fröhlich, armer Sünder...) (LR) (Lyotard) Die Rezeption ist reines Gefühl, noch bevor sie zur schematischen Registrierung von durch Begriffe zu bearbeiteten Daten wird. Man kann sagen, daß die Ästhetik ihren Ort vor der Spaltung von Objekt und Subjekt hat. (zu Heidegger) (LR) Husserl nannte diese Krisis der europäischen Wissenschaften, den Höhepunkt der Entzweiung oder – um mit Heidegger zu sprechen – der Seinsvergessenheit. (LR) ökologischer Neorealismus (LR) Der moderne Mensch ist blind gegenüber der Realität geworden (LR) Wenn die Welt aufhört, sichtbar zu sein, wenn das Subjekt blind wird, gerät das Identitätsbewußtsein in die Krise Das blinde Ich ist ein identitätsschwaches Ich (LR) (LR) Schauende Erkenntnis ist die Vernunft, die sich vorsetzt, den Verstand eben zur Vernunft zu bringen (Husserl) (LR) Peter Handke glaubt an das Sehen als richtigen Weg für eine Rückkehr zum Sein (LC) Affektspezifische Weisen des Denkens: Angstlogik, Wutlogik, Trauerlogik, Freudelogik, Alltagslogik, Interesselogik, Liebeslogik (LC) (auch) identitätsbegründende Funktion von Wut und Aggression (LC) Verengtes Denken: Negative Gefühle wie Wut, Angst und Trauer, auch Ekel und Scham haben spezifisch trennende, distanzierende Wirkungen auf damit belegte Kognitionen (A. Heller) Zirkusatmosphäre, Rummelplatzatmosphäre Feuertheater (A. Heller) Die indische ästhetische Theorie von rasa, liefert uns den Schlüssel zum Verständnis der verschiedenen Stimmungen und Gefühle, die auch in den tantrischen Bildwerken angesprochen werden. Rasa, ein Ausdruck, für den es im Westen keine genaue Entsprechung gibt, bedeutet soviel wie Aroma, Geschmack, Stimmung oder Gefühl.... Alle klassischen Bilder in der indischen Kunst, einschließlich der tantrischen, können weitgehend unter die neun grundlegenden rasa- Kategorein eingeteilt werden. Mantras werden während tantrischer Rituale dauernd benutzt, sie werden in verschiedenen Kombinationen und zusammen mit anderen Texten geflüstert oder gesungen und bilden Schwingungsmuster, die die Energie, die sie Repräsentieren, an diesem Ort un zu dieser Zeit verdichten. (Philip Rawson) (Kabakov) Wir haben einmal über das Phänomen der Angst und die Produktivität der Angst gesprochen. Tatsächlich: Solange du Angst hast, hast du ein Motiv zur Materialisierung der eigenen Phantasien, so daß sie abgeführt werden können in Gestalt von Zeichnungen, Installationen usw. !! (Conze) Man beachte, daß die Konzentration auf Leere in den Bereich der Ontologie fällt, das Wunschlose in die Sphäre des Willens, und das Zeichenlose zur Erkenntnistheorie. Neue Einfachheit bei Dogma 95: Den technischen Panzer ablegen und den Schleier der Ästhetik fallen lassen / Der komplizierte Weg zur Einfachheit / In dem Maße, in dem man die Filmsprache reduziert, wird die Notwendigkeit eines geistig-emotionalen Rüstzeugs, einer geistig-emotionalen Energie augenfällig NeoRealismus (Dogma 95) Öffentliche Räume als Haltungsräume Atmosphären als Haltungsräume (Festräume, Kirchenräume) Verhaltensräume (Vergl. Fama) Stimmungsräume Klima der Verantwortung Klima der Toleranz Die sgn. moralischen Emotionen (RW) (Scham, Schuld, Gewissensbisse, Bedauern,...) Atmosphäre/Klima der Sicherheit Atmosphäre der Gewaltfreiheit Ethik als Wahrnehmungsqualität (Aufmerksamkeitsqualität) Klima der Rechtsstaatlichkeit Gerichtssaal-Atmosphäre (Performance:black market) Schuldkulturen Schamkulturen Institutionen die Emotionen abbilden (Kirche, Prater, Hinrichtungsbühnen,...) (Lucinda Devlin) Über-Ich als interne Figur, als Instanz (Atmosphäre der Familie) Atmosphäre von Vernichtungslagern Atmosphäre der Schuld (Vergl. Fama) Prinzip der Sorge Atmosphäre der Sorge (für Pflanzen, Tiere, Menschen, Situationen) Atmosphärische Installationen Abwesende Menschen (Christian Boltanski) Endzeitstimmung Katastrophenstimmungen (Karin Kneffel, Tim Head) Kampfatmosphäre (Survival Research Lab) Aufmerksamkeit für die atmosphärische Ausgangssituation Respekt vor atmosphärischen Situationen (hl. Räume) Atmosphärische Sensibilität Unmaskiertes Sein Triebsphären (Verdrängte Ängste) Gedämpfte Leidenschaft Literatur: (... Fortsetzung) Lucinda Devilin, u.a. / Räume Gregory Fuller / Endzeitstimmung Sabine A. Döring / Ästhetische Erfahrung als Erkenntnis des Ethischen Sabine A. Döring / Emotion and Morality (Hg. Verana Mayer – im Erscheinen) Dorothy Walsh bezeichnet gefühlsbezogene Erkenntnisform als: Knowing by vicarious living through Oliver R. Scholz: Literarische Werke, Filme, Gemälde und vor allem Musik ermöglichen uns, Gefühle und Stimmungen zu durch- leben (SD) Es geht darum den Erkenntnisbegriff zugunsten nichtpropositionaler Erkenntnisformen zu erweitern. Analyse einer anderen, dichterischen Erkenntniseinstellung zur Welt (R. Musil) (Zu R. Musil) Während der Wissenschaftler, um Erkenntnis erlangen zu können, seine Gefühle ausblenden muß, kann der Dichter nicht erkennen, ohne zu lieben, ist seine Erkenntnis wesentlich Gefühlserkenntnis (SD) (SD) Künstlerisches und wissenschaftliches Denken berühren sich bei uns noch nicht (R. Musil) (SD) Einem künstlerischen Inhalt kann dann empirische Geltung zugesprochen werden, wenn er sich in einem Experiment bewährt, das dem spezifischen nichtpropositionalen Charakter dieses Inhalts Rechnung trägt. (SD) Während im wissenschaftlichen Experiment nach dem Prinzip der isolierenden Abstraktion von der besonderen Person des Beobachters, dem Ort, an dem das Experiment stattfindet, dem Zeitpunkt seiner Durchführung usw. abstrahiert wird, geht es im künstlerischen Experiment umgekehrt um die Aspekte, die die Besonderheit der konkreten Situation ausmachen (SD) Die Kriterien für wissenschaftliche Erkenntnis wurden unhinterfragt zu allgemeinen Erkenntniskriterien erhoben (DG) Es geht um einen erweiterten Erkenntnisbegriff (SD) Wenn es so etwas wie eine Sprache des Ethischen gibt, dann ist es die Sprache der Dichtung (mit Musil und Wittgenstein) (SD) In der Dichtung wird das Ethische jedoch nicht gesagt oder ausgesprochen, sondern es zeigt sich (Dichtung formuliert keine logischen Bilder der Tatsachen) R. Musil <= Kurt Lewin (SD) Um den Erkenntnisanspruch der Kunst wissenschaftlich rechtfertigen zu können, formuliert Musil 1938 nach dem Modell Kurt Lewins eine psychologische Theorie über den Einfluß des Gefühls auf die Wahrnehmung (SD) Analog zu Musil setzt heute etwa Ronald de Sousa, dessen Ansatz als einer der elaboriertesten Versuche gelten kann, eine Kognitistische Emotionstheorie kohärent zu begründen, bei dem die Gefühle auszeichnenden Vermögen an, unsere Wahrnehmung und unser Denken zu leiten und so die sonst nicht zu bewältigende Komplexität der Welt auf ein handhabbares Maß zu reduzieren. (CS) Eine Emotion zu haben, heißt ein Werturteil abgeben über die Situation, in der man sich befindet (CS) Im Hinblick auf mögliche Selbsttäuschung bezieht De Sousa ideologiekritische Überlegungen mit ein, weil nicht nur unsere Meinungen, sondern auch unsere Emotionen von ideologischen Vorurteilen – unter anderem sexistischer oder rassischer Art – beeinflußt sein können. (SD) Kraft ihrer evaluativen Komponente entscheiden die Gefühle darüber, wie wir die Dinge sehen und was uns wichtig erscheint, und eben davon hängt es ab, welche Fragen wir stellen, welche Entscheidungen wir treffen und wie wir dementsprechend handeln. Durch reines Nachdenken allein könnte diese kognitive Leistung nicht erbracht werden: Nicht erst unser Handeln, sondern schon unser Wahrnehmen und Denken hat eine essentielle emotionale Basis. (SD) Musil schreibt dem Gefühl eine essentielle epistemische Funktion zu, die darin besteht, daß es die Sicht der Dinge in besonderer Weise strukturiert und auf ganz bestimmte Aspekte hin lenkt (CS) Moralisch relevante Emotionen wie Reue, Stolz, Scham, Eifersucht und Mitleid (CS) Im Gegensatz zum cartesianischen Personbegriff, der das Ich denke zur Basis menschlicher Identifikationsfindung erklärt, werden hier die Emotionen zum eigentlichen Charakteristikum der Persönlichkeit. (CS) Emotionen sind nicht nur sinnstiftend auf der individuellen, sondern auch auf der kollektiven Ebene Emotionen als ein komplexes System von Urteilen über die Welt, über Menschen und unsere Stellung in der Welt (CS) Die Schwierigkeit einer emotional begründeten Ethik besteht darin, daß Emotionen Prinzipiell nicht im gleich strengen Sinn unversalisierbar seien, wie formal-rationale Prinzipien (CS) Identitätsbildende Gefühle (CS) interne Sanktionen – affektiv besetzte Selbstvorwürfe (CS) Emotiosnloses Denken führt immer zu partieller Wertblindheit (CS) Prinzip Verantwortung (Hans Jonas) (CS) Traumbotschaften sind nicht, wie Freud annahm, vom Bewußtsein bzw. vom Über-Ich zensuriert und maskiert, sondern können, wie alle Gefühlsinhalte, nur bildhaft vermittelt werden (CS) Emotionale Logik der Traumbilder (CS) (Agnes Heller) Es gibt kein Erkennen ohne Gefühl, keine Wahrnehmung ohne Gefühl, Keine Erinnerung ohne Gefühl – doch jedes menschliche Gefühl beinhaltet entweder schon als Gefühl das Moment der Kognition oder es ist zumindest mit der Kognition, mit den Zielen und Situationen verbunden; nur in Wechselwirkung mit ihnen wird es als Gefühl relevant. (CS) Nicht die Kognition steht der Emotion gegenüber, sondern die höheren Formen der Emotion und der Kognition bedingen einander gegenseitig (Agnes Heller) (CS) Es gibt keine prinzipielle Trennung zwischen Kognition und Emotion (Damasio) (CS) Jeder Emotion, auch der moralischen, entspreche ein Körperbild d.h. eine nervliche Reaktionsbereitschaft, wie Sie sich bei starken Emotionen als Zittern, Blässe, Muskelspannungen etc. zeigt

4 09 Alltagssicht 01 Atmosphärensicht 08 Sicht der Warenwelt 07 Subversionssicht / medienkritische Sicht 05 Sicht der Innovation 03 Interdisziplinaritätssicht 02 Entgrenzungssicht 01 kontextuelle Sicht 02 konzeptuelle Sicht 03 Servicesicht / Projektsicht 04 beeinflussende DenkerInnen Methodensicht 06 Vermittlungssicht Sicht der Vermittler (Lehrbetrieb) 07 Sicht der Medien 09 Alltagssicht Atmosphäre als Stimmungsbild Atmosphäre als Situation Atmosphäre als Referenz Atmosphären als Arbeitsklima Atmosphäre als offenes System Atmosphäre als Strukturdurchbrechung Atmosphäre als Übergangsform Atmosphäre als Bindeglied zw. Sparten Atmosphäre als Gabe Atmosphäre als Werkzeug Atmosphäre als Kommunikation Atmosphäre als Zwangslage Sicht der elektron. Medien kontextbewußte Theorien Kontextualismusdiskurs Theorien zur Metakommunikation Das offene Kunstwerk (Spielregeln der Kunst) Intertextualität Performance theory Erkenntnistheorie Dialogische Ansätze Postmoderne Sichten Crossover-Debatte (Spielregeln der Kunst) Kommunikationstheorie / NLP Pädagogik / Kunstpädagogik (Spielregeln der Kunst) Theatertheorie Nomadologie-Diskurs Body theory Körperphilosopie / Körpersoziologie Medientheorie / Mediendiskurs Medienwissenschaften Medienanthropologie Kommunikationstheorie Informationstheorie Netzdiskurs / Cyberdiskurs Simulationsdiskurs queer theory / gender studies Sexualitätsdiskurs / AIDS-Debatte Body theory / Körperphilosopie Körpersoziologie Tanztheorie / Neue Körpertheorien Phänomenologie der Wahrnehmung Ekeltheorie Bioenergetische Therapie Soziologie Cultural studies Neuer Subjektivismus Privatismus-Debatte Lebensphilosophie (Spielregeln der Kunst) 06 Gestische Sicht 05 Werkzeugsicht Ressourcensicht Sicht der Instrumente Literatur: Gernot Böhme / Aisthetik – Vorlesungen über Ästhetik als allgemeine Wahrnehmungslehre Michael Hauskeller / Atmosphären erleben Mike Hentz / works 4 Literatur: Michael Hauskeller / Atmosphären erleben Susanne de Ponte / GANG ART - Ereignis und Wahrnehmung / Einführung: Hubert Sowa (mit Heidegger) Literatur: Georges Didi-Huberman / Die doppelte Distanz (Was wir sehen, blickt uns an) Minimal + Conceptual Art aus der Sammlung Panza Museum für Gegenwartskunst Basel – 1980 (eine der ersten atmosphärischen Ausstellungen) Mark Rothko – Fondation Beyeler Remy Zaugg / Die List der Unschuld James Meyer / Minimalism John Pawson / Minimum (weitere Bücher zu seiner Architektur) Herzog & de Meuron / Minimalismus und Ornament (ARCH+ 129/130) Martin Steinmann / Die Gegenwärtigkeit der Dinge Nicholas Saunders / Ecstasy Die Fabrikanten / LiquidCom (Konzept) Literatur: Gernot Böhme / Physiognomie als Begriff der Ästhetik (Beitrag) Aby Warburg / ekstatische Nymphen... trauender Flußgott Aby Warburg / Gesammelte Schriften – Der Bilderatlas MNEMOSYNE Karin Niedermeier / emoticons Roland Barthes / Der entgegenkommende und der stumpfe Sinn Ansgar Rank, Dietlinde Rank / Körperausdruck und Charakterstrukturen in der Bioenergetik Literatur: Gernot Böhme / Kommunikative Atmosphären (Beitrag) Peter Arlt / Studie zu Berliner Clubs Dirmoser / Studie für Die Fabrikanten Abenteuer Kommunikation Philip Auslander / Liveness Huber Tellenbach / Geschmack und Atmosphäre Hermann Vaske / Standing on the shoulders of giants Christian Mikunda / Der verbotene Ort – oder Die inszenierte Verführung Unwiderstehliches Marketing durch strategische Dramaturgie Literatur: Gert Mattenklott / Geschmackssachen – Über den Zusammenhang von sinnlicher und geistiger Ernährung Hubertus Tellenbach / Geschmack und Atmosphäre Sigrid Weigel (Hg.) / Leibraum und Bildraum Venturi, Scott Brown, Izenour / Lernen von Las Vegas J. Herzog / Mit allen Sinnen spüren Denise Schulz / Das Lokal als Bühne Die Dramaturgie des Genusses Hermann Schmitz / Der Leib, der Raum und die Gefühle Georg Simmel / Soziologie der Sinne Reinhard Kager / Mit Geräuschbomben gegen Streichelsounds Literatur: Anne Schmedding / Schönes Neues Wohnen (daidalos) Tanizaki Jun´ichiro / Lob des Schattens Entwurf einer japanischen Ästhetik Literatur: R. Barthes / Fragmente einer Sprache der Liebe Peter Buchanan / Gedanken über Atmosphäre und Moderne Jaques Le Rider (LR) / Farben und Wörter Udo Wid / Divergenz und Konvergenz der Kulturen (Vortrag) Ilja Kabakov, Boris Groys / Die Kunst der Installation Literatur: Susanne de Ponte / Ereignis und Wahrnehmung/ Einführung: Hubert Sowa (mit Heidegger) Gernot Böhme / Anmutungen – Über das Atmosphärische Franz Xaver Baier / Der Raum Gernot Böhme / Atmosphäre als Grundbegriff einer neuen Ästhetik (Kunstf. Bd. 120) Physische Sicht – Leistung (Siehe auch Sicht der Leistung) Sicht des Rahmens 04 S. d. künstlerischen Produktion Performance theory Dialogische Ansätze Betriebssystem-Diskurs Vergl. Plakataufteilung: Kontext- Ansätze in Kunst u. Wissenschaft Ausbildungssicht Literatur: (... Fortsetzung) Antonia R. Damasio / Ich fühle – also bin ich Sicht der Verflüssigung Sicht der Medialität 08 Körpersicht / gustative Sicht Sicht der Kunstkritik Anm.: Aus Körpersicht ausgelagert Siehe auch: Sicht der Oralität Habituelle Sicht Sicht des Eros Techniken-Sicht Sicht der Manifeste Sicht der Atmosphäreproduktion Transportsicht / Sicht der Reise Sicht der Kommunikation Leibsicht Sicht des Rahmens Inszenierte Atmosphäre Inszenierter Schneesturm im Rahmen einer Ausstellung (H. Hollein) Atmosphäre durch die Qualität des Raumes Atmosphärische arbeitende Künstler (und entspr. Ausstellungsprojekte) Siehe: Harald Szeemann Ausgestellte Pflanzen benötigen eine geeignete Atmosphäre Bühne als atmosphärischer Innenraum (Anna Viebrock) Thematische Ausstellungen: (Ambiente-Arte / Germano Celant / Venedig 1976) Atmosphärische Erscheinungen (M. Seel) Atmosphäre ist ein sinnlich und affektiv spürbares und darin existentiell bedeutsames Artikuliertsein von Lebensmöglichkeiten (M. Seel) Objekte des bloßen Erscheinens sind oft Ausgangspunkt eines Wachwerdens für die Atmosphäre (M. Seel) Ästhetik als Lehre von den Atmosphären (Vorschlag von G. Böhme) Ausstellungsgestaltung als Atmosphärengestaltung Ausstellungsdesign ist in vielen Fällen eine Frage der atmosphärischen Gestaltung Atmosphärische Ausstellungen: (Olafur Eliasson – Kunsthaus Bregenz) (Musik-, Design-, Mode-Projekte Künstlerhaus Wien) Atmosphärische Architektur Opakes Licht (Kunsthalle Klosterneuburg) Über den Dächern (OK Mediendeck) Bunkeratmosphäre (Kunsthalle Wien) Niemals geht es nur um die Gestaltung des Gegenstandes, sondern immer zugleich um die Schaffung der Bedingungen des Erscheinens (G. Böhme) Akustische Möblierung von Ausstellung – Musikatmosphären intime Räumlichkeiten... eine besondere Atmosphäre schaffen Den Geist des Hauses mitbekommen Räume mit gedämpfter Atmosphäre (Ausstellungs)Architektur als Stimmungskunst Leuchtkörper – Über Atmosphären-Produktion (Sebastian Weber, Kai Vöckler) Ambiance Hartnäckige Moderne- Verteidiger sehen Atmosphäre als Betrug am apollinischen Geist der Moderne (Vergl. P. Weibel) Zumthors Entwürfe gründen in einem atmosphärischen Gefühl (Vergl. Kunsthaus Bregenz) Atmosphäre von bühnenreifer Intensität erzeugen Die Ausstellung als Stimmungsbild Lokalkolorit nutzen Gefühlsqualitäten von Räumen erfassen Atmosphären kann durch dingliche Arrangements, Licht, Musik erzeugen – dafür steht paradigmatisch die Kunst des Bühnenbildes Mentalitätsraum = Klima = Atmosphäre (H. Szeemann) s.u. Der Genuß einer Ausstellung ersetzt den unsicheren Genuß ihrer Exponate (H. Belting) Die Atmosphäre wird unabhängig von der Bildung wahrgenommen geheimnisvoll aufregend anlockend visionär Unterschiedliches Ambiente: -white cube (sachlich) -öffentlicher Raum -Kirchenraum -Büroatmosphäre (Serviceproj.) -Gangsituationen -Restaurantatmosphäre -Völkerkundemuseumsatmosphäre -Kinofoyer-Atmosphäre Wandlung des Repräsentationsmodells White Cube zum Ambient (S. Römer) Die Gestaltung eines Umraumes, einer bestimmten Atmosphäre oder eines Milieus, hat die Präsentation eines singulären Kunstwerkes ersetzt (S. Römer) Der passende Begriff für diese einschneidende Wandlung des künstlerischen Präsentationsraumes scheint mir der Begriff Ambient (S. Römer) Das Ambient ist grundsätzlich vom White Cube und seiner Atmosphäre ästhetischer Purifizierung zu unterscheiden (S. Römer)... Die Dinge von den Rändern zum Zentrum führen... Es ist dieses atmosphärische Arbeiten, wie ich es nenne (H. Szeemann) Atmosphäre Orchstrieren – den Ton treffen (H. Szeemann) Atmosphäre als... Hartnäckige Moderne- Verteidiger sehen Atmosphäre als Betrug am apollinischen Geist der Moderne (s.o.) (Vergl. P. Weibel)... Die Dinge von den Rändern zum Zentrum führen... Es ist dieses atmosphärische Arbeiten, wie ich es nenne (H. Szeemann) s.l. Die Atmosphäre wird unabhängig von der Bildung wahrgenommen s.l. Wohnliche Atmosphäre div. aktueller Ausstellungen keine Atmosphäre – Lieblosigkeit Die neue Ästhetik ist zu allererst... eine allgemeine Theorie der Wahrnehmung.... Zur Wahrnehmung gehört die affektive Betroffenheit,... gehört die Leiblichkeit. (Böhme) Physiognomische Sicht Das (innere) Wesen von Objekten (GB) Physiognomisches Erkennen (Gernot Böhme) Vergl. W. Benjamin – Physiognom der Dinge (H. Schweppenhäuser) Vergl. Face to Face (Francois and Jean Robert) (DG) Eine Ausstrahlung haben Physiognomisches erkennen ist primär das Spüren einer Atmosphäre. (GB) Physiognomik versucht, Züge von Menschen und Dingen zu identifizieren und zu isolieren und in ihrer atmosphärischen Bedeutung darzustellen, das heißt also, sie als Konstituentien von Atmosphäre zu lesen. (Gernot Böhme) (Vergl. Hyperrealistischer Mann von Ron Mueck) Die Erkenntnis, in der die Physiognomik kulminiert, ist die analytische Feststellung der Beziehung von Charakterzügen und atmosphärischen Wirkungen. (GB) Die physiognomische Weltsicht entdeckt... eine ganz anders strukturierte Welt, als sie nach den Methoden der Naturwissenschaft sich darstellt. Sie hebt aus der Fülle der Merkmale und Strukturen, die sich an einem Gegenstand finden, diejenigen heraus, die affektiv bedeutsam sind. (GB) Die Physiognomie eines Dinges ist gewissemaßen das Raster, durch das hindurch das Wesen eines Dinges in Erscheinung tritt. (GB) Herstellung von Atmosphären (GB) Atmosphären können erzeugt werden. Dieselben Atmosphären können durch unterschiedliche Elemente erzeugt werden (GB) Es geht darum, durch Arbeit am Gegenstand Atmosphären zu machen. (GB) (DG) Atmosphärische Architektur (und Lichtverhältnisse) haben mich immer schon fasziniert. Verbaute und erstickende Wohnverhältnisse haben starken Einfluß auf die Befindlichkeit der nächsten Stunden. (DG) Atmosphären im Kaufhaus, im Restaurant,... Atmosphären ganzer Städte (wie Venedig...) Zur Atmosphärengestaltung gehören dazu: das Design, das Bühnenbild, die Werbung, die Herstellung von Musikatmosphären (akustische Möblierung), die Kosmetik, die Innenarchitektur – und dann natürlich der ganze Bereich der eigentlichen Kunst. (GB) Diese Leute, also Innenarchitekten, die Designer, die Theatermacher, die Bühnenbildner, die Produzenten von Verkaufsatmosphären (entspannte Einkaufsatmosphären inkl. akustischer Möblierung) wissen ja von der Praxis her, wie man Atmosphären herstellt und was man mit ihnen bewirken kann, denn sie wollen ja Befindlichkeiten erzeugen. (GB) Aufwertung der atmosphärischen Wahrnehmung (GANG ART) Konstruktion von Atmosphären (INFuG, Stadtwerkstatt, Mike Hentz) Setting Zur gesellschaftlichen Funktion der Kunst:.... Sie besteht bei Kunstwerken darin, daß man an ihnen Atmosphären handlungsentlastend erfahren kann..... Wir können Atmosphären als solche kennenlernen und lernen, mit ihnen umzugehen. Die Kunst hätte... so gesehen die Aufgabe, die menschliche Sinnlichkeit überhaupt erst zu entwickeln. (GB)... denn die Atmosphären sind offenbar das, was in leiblicher Anwesenheit bei Menschen und Dingen bzw. in Räumen erfahren wird. (GB) Inszenierung / Szenische Gestaltung (Gernot Böhme) Waren dienen der Inszenierung ihrer Besitzer. Mehr und mehr Waren, dienen allein der Inszenierung. Ästhetischer Wert bzw. Inszenierungswert ist ein eigener Werttypus. (Gernot Böhme) Es geht um die Inszenierung der Waren und um die Selbstinszenierung der Menschen. Es geht um die Inszenierung von Politik, die Selbstinszenierung von Firmen. Es geht um die Inszenierung ganzer Städte. Körperbewußte Ansätze sind nun seit einigen Jahren von Bedeutung. Diverse Werke (Venedig 2001) - geschlagener Körper (Xu Zhen) - gewalttätige erotische Körper (Chris Cunningham) - Körpertransformationen (Minette Vari) - Perfekte Nachbildung (Ron Mueck) - Zerformungen (Bill Viola) - Extreme Nähe (Atom Egoyan) (Austral. Pavillon) - Sportgeräte (Antal Lakner) - Ringathlet (Joao Penalva) - Sitzend schlafen (Anri Sala) Obdachloser - Stigmatisiertes Mädchen (Heli Rekula) In der Leibphilosophie von Hermann Schmitz liegt bereits eine Ausarbeitung des Atmosphärebegriffes vor Es kann von einem szenischen Wert der Waren gesprochen werden Inszenierte Wohnwelten (Venedig 2001) (Wohnung als Bühne Ilona Nemeth, Jiri Survka) (Wohnraumwelten Alexandra Ranner) Sicht der Sinnlichkeit Zur Sicht der Sinnlichkeit: Siehe auch andere Sektoren Das primäre Thema von Sinnlichkeit sind nicht die Dinge, die man wahrnimmt, sondern das, was man empfindet: die Atmosphären (G. Böhme). Cyberspace und neue Sinnlichkeit sind 2 Seiten einer kulturellen Entwicklung (G. Böhme). Der Kunst fällt u.a. die Aufgabe zu, die menschliche Sinnlichkeit zu entwickeln bzw. die Sinnlichkeit zurück zu geben (das Sinnenbewußtsein) (G. Böhme) (Ernesto Neto) Verunfallte Objekte (Arnold Odermatt) Drastische Gesten, schicksalhafte Erscheinungen Emotionaler Kontext Die gleiche Chemie Arbeitsatmosphäre Synergieeffekte Eros & Emotion Sinnlichkeit & Emotion Kitsch & Emotion Körper & Emotion Sexualität & Emotion Kommunikation & Emotion Physiognomik & Emotion Vermittlung & Emotion Reise & Emotion Neue Sinnlichkeit Entgrenzung & Emotion Innovation & Emotion Kreatvität & Emotion Stimmungsqualität (GB) Atmosphären und ihre kommunikative Erzeugung (GB) (in der Club-Kultur / Peter Arlt) Viele Phänomene kann man nur als synästhetische Charaktere bestimmen (Vergl. Dämmerung – nicht nur als vereinzelte sinnliche Qualitäten) kühl, fahl, still,.... Synästhetische Charaktere wiederspiegeln leibliches Befinden (GB mit Schmitz) Eingetauchtsein in Atmosphären Synästhetische Charaktere (GB) Sinnlichkeit üppiger Körper (Barock) Vergl. Barock Offenheit Musik die öffnet Schöner Wohnen (feng shui – Esoterik) Figurative Expression Menschliche Figur als autobiographisches Moment (Paul Thek) Das Fleisch unter der Haut (Paul Thek) Barocke Sprachlichkeit des Körpers (drastischer Kitsch) Warburg hatte keine Freude mit dem Barock Sensualistischer NeoBarock Pathos: leidenschaftlich bewegter Ausdruck, Feierliche Ergriffenheit / Leiden, Leidenschaft, Stimmung, Affekt, ja Ekstase (Bolz) (Balkan Baroque – Marina Abramovic) Hl. Sebastian Ausdrucksfesseln der Moderne (Vergl. Pathos) Barockes Denken par excellence: F. Nietzsche (das Gegenmodell zu Kant und Hegel) Vergl auch: G. Deleuze, Vuarnet, W. Benjamin Weltgenuß und Hedonismus (Neohedonismus) Schamlose Körperlichkeit (Sichtbarkeit des Körperlichen) Ekstase (Vergl. Barock) Puritanismus kennt keine Ekstase Gegen Körperlosigkeit (Paul Thek) Rauschkultur Atmosphärenkunst Weg von der Zersplitterung der Gattungen Weg von den autonomen analytischen Sackgassen der Moderne Hin zu einer ganzheitlichen Moderne (Vergl. Szeemann) Hin zu einer integrierten Moderne Hin zu einer emotionalen Moderne Hin zu einer sinnlichen Moderne Große, reiche Gesten Ineinander verschmolzene Gestaltungsmöglichkeiten (Vergl. Barock) Barocke Falte /vs/ plane Endlosigkeit Atmosphärendenken atmosphärisches Denken Anmutungsdenken (Charaktere denken) physiognomisches Denken Möbelinszenierungen (Schrägstellen von Möbeln und Versatzstücken ist ursprünglich Prinzip des spätbarocken Theaters) Barocke Formen im Automobildesign Pathosformel (A. Warburg) Die dionysischen Kulte der Rauschgötter haben die Ausdrucksbewegungen entfesselt. Mnemosyne Atlas als Sammlung von Bildformeln pathetischer Gebärdesprache. NeoBarock: Alle Sinne berücksichtigend – auch wenn kein Weltbild mehr dahinter steckt Atmosphäre/Stimmung emotional gedacht Stimmung (mood) Gestimmtheit Grundbefindlichkeit Grundstimmung Wissen als Leidenschaft Inszenierungsmuster der Liebe (öffentliche, konventionalisierte Inszenierung) /vs/ Entgrenzung Liebesbeziehungen wirken entgrenzend (LC) Liebe schließt auf und macht sehend (LC) Verliebte sind offener für atmosphärische Wahrnehmung Liebe = absehen vom eigenen Standpunkt; Liebe dezentriert (LC) Verbindung mit dem Ganzen (Religio) (LC) Entgrenzung: siehe div. Formen der Ekstase (LC) Ekstase der Objekte s.r. Freude, Lust- und Liebeslogik (LC) Entspanntheit Hingabe Grenzenloses Spiel Kontemplative Offenheit Entabsichtung Verwirrung VerrückungBewegung des gemeinsamen Begehrens Alles echte Leben ist Begegnung Luc Ciompi Peter Sloterdijk ( <= T. Macho, Buber, Heidegger, H. Schmitz, Bachelard, Nietzsche) Thomas Macho Gernot Böhme ( <= H.Schmitz, Hauskeller, Corbin, Hirschfeld, Tellenbach, Heidegger, Lehmann, Seel, Benjamin, H. Böhme, Goethe, Plessner, Ströker, J. Böhme, Merleau-Ponty, Mersch) Martin Seel ( <= Heidegger, Bateson, Nietzsche, Merleau Ponty, G.Böhme) Neugier-Interesse-System (LC) Lustvolle Bahnung neuer Fühl- und Denkinhalte (lustvolle Innovation) (LC) Methoden der Infamie Emotionalisierung der Kommunikation über Gesten Primärgesten Körpersprache Nonverbale Kommunikation Habituelle Kommunikations- und Informationsverarbeitungsmuster (Feinwahrnehmungen und übertragungsartige Sofortsympathien) (LC) Affektive Kommunikation, emotionale Ansteckung und Versklavung: Kommunikation ist ein soziales Phänomen mit stark affektgesteuerten Komponenten: Gesichtsausdruck, Körperhaltung, Stimme, Gestik (LC) Leiblichkeit von Gefühlen Chemische Stimmungen (Dopamin, Epinephrin, Serotonin) (LC) Hunger als Basisgefühl (LC) Sexualität, Brutpflege und Schlaf = aufbauende Energie- Konservierende Verhaltensweisen. Das eigentliche Organ von Gefühlen ist der ganze Körper Panik / Gier / Schmerz, Verletzung / Autoaggression / Leidende Körper / Gefährdung / Gewaltakte / hemmungslos Höchste Momente physischer Präsenz Alltagsstimmungen kleiner Städte Affektspezifische Weisen Des Denkens: Angstlogik, Wutlogik, Trauerlogik, Freudelogik, Alltagslogik Psychischer Alltagszustand (als Ausgangslage) Ausstrahlungen konzentrierter Intimität (Gert Seele) Atmosphären der Gemütlichkeit Einkaufszentren als Universen (XB) Da-sein bedeutet da auf diesem Stuhl, da auf diesem Tisch (XB) Im Raum ergossene Medien: Radio (für einsame Menschen) TV richtet sehr stark aus Emotionale Wirkung von Kitsch (Überdeutliche Ausformungen) Kann Kitsch atmosphärisch wirken? Ja – in Grenzen (Vergl. Antiatmosphären: Wedding chapel – Las Vegas) Anti-atmosphärisches Denken (spröde Werke) s.o. Mißlungene Atmosphären (chaotische Überlagerungen – Passage Kaufhaus Linz) Anti-Atmosphären durch enorme Kitschverdichtung Arbeits-Atmosphäre (Worksphere in sehr kleinen japan. Räumlichkeiten) Atmosphärisch korrespondieren (RK) Die Medien haben sich des atmosphärischen Charakters unserer Sehnsüchte längst angenommen... Sie inszenieren Atmosphären des weltweiten Dabeiseins (RK) Wenn man sich dem Atem des Banalen aussetzt (Straßenbahn, Kaufhaus,...) läßt sich eine Wissenschaft der Atmosphären denken, die architektonische Umgebungen anders beurteilt, als dies bisher... wissenschaftlich der Fall ist (RK) Es geht um die Wahrnehmungs- Fähigkeit kleiner Atmosphären Atem der Dinge (RK) (RK) Im atmosphärischen Fluchttempel unserer Wohnungen Atmosphäre des gelungenen Lebens (RK) Atmosphärische Gegenheimat zum nüchternen Dasein im technischen Raum Kultivierung des sinnlichen Genusses, als Werkzeug der Atmosphärisierung (RK) Gestaltete Sexualität: Erlesene Speisen, Gerüche, Blumen, berauschende Getränke, Musik, Stimmungslicht, kommt es zur atmosphärischen Überflutung, zur synergetischen Harmonie der Affekte, zum Festrausch (mit RK) Peter Zumthor (Ch. Alexander) Franz Xaver Baier ( <= Buber, Sloterdijk, Heidegger, G.Böhme, Nietzsche, Welsch, Wigley, Wittgenstein) Martin Heidegger ( <= Nietzsche) M. Buber Hermann Schmitz ( <= Ludwig Klages, Rudolf Otto, Plessner, Tellenbach) Michael Hauskeller ( <= G.Böhme, H.Schmitz, Corbin, Hirschfeld, Tellenbach, Bollnow, Mattenklott, Simmel, Plessner) A. Corbin C.C.L. Hirschfeld Hubert Tellenbach (TB) ( <= Heidegger, Binswanger, R. Otto, M. Buber, Merleau-Ponty, Nietzsche) Otto Friedrich Bollnow (FB) ( <= Heidegger, Binswanger, Nietzsche, Plessner, Lersch, Novalis, Goethe) Reinhard Knodt ( <= G.Böhme, Bollnow, Ströker, Bachelard, Heidegger) G. Bachelard H. Lehmann G. Bateson Nietzsche Merleau-Ponty Georges Didi-Huberman ( <= Benjamin, Heidegger, Merleau Ponty) G. Mattenklott ( <= Goethe, Novalis, Simmel, Plessner) G. Simmel W. Benjamin H. Böhme H. Plessner Boris Nieslony ( <= Buber, Plessner, Heidegger, Watsuji, W. Benjamin) Watsuji Tetsuro ( <= Heidegger) Remy Zaugg Christian Mikunda Denise Schulze ( <= Mikunda) Carola Meier-Seethaler ( <= Böhme) (XB) Sinnideologien werden abgelöst Sinnpluralitäten, Kontexte, Sprachspiele (Wittgenstein), Welten (Heidegger), Entwürfe (Sartre), Lebensformen, Rhizome (Deleuze/Guattari) und begrenzte Szenarien (XB) Straffung des Raumes (durch erhöhte Transportgeschw.) (XB) Lebensräume und Lebenszusammenhänge stehen primär unter einer Spannung, die wir als Lebensspannung spüren können (XB) Kontakt kann nur zugelassen werden, nicht gemacht werden. Wir sollten uns nicht im Weg stehen und unser Kontrollverhalten einstellen (XB) Das Angeschlossensein ist zugleich eine Erweiterung unserer eigenen Existenz (XB) Der eingeschnittene Raum: Einschnitte, Einbrüche, Schlüsselerlebnisse (XB) Der erschlossene Raum: Erschließung, Aufschlüsse,... Verschließen (XB) Der erschlossene Raum ist unser Daseinsraum, sind wir selbst als räumliche Offenheit (XB) Die erstrittene Offenheit ist unser Daseinsraum (XB) Der offene Raum: Flirt, Zärtlichkeit, Spiel, Aura, Schein, Zwischenräume (XB) Am Anfang war nicht das Wort, am Anfang war der Spielraum (FB) Die jeweilige Stimmung ist der Rahmen (von seelischen Gegebenheiten) Siehe auch: Sicht der Ekstase Siehe auch: Orale Sicht (FB) Entartungsformen der Stimmungen – Der Kitsch Atmosphäre als Konstante, als Grundstimmung, als Geruch den man nicht mehr los wird (DG) Kommunikative Atmosphären (GB) (Vergl. Auch Studien von Peter Arlt zu Berliner Clubs) Kurt Lewin Flohmarktatmosphäre Nostalgie und Atmosphäre Verschmutze bzw. zerstörte Atmosphären Was stresst uns in den Einkaufswelten? äußere Erscheinung Atmosphärische Gesten – Gestische Atmosphären (gestischer Kontext): Kalligraphie, VJ, Tai Chi (in Zeitlupe), Superzeitlupe, Windspiel (wogende Felder), Lichtgesten (Scanner in Clubs) Empfangsgesten schaffen Atmosphäre Gesten, die Atmosphären zerstören: Eindringen der Kamerateams in Performances, Eindringen des Kameralichtes, Blitzlicht,... Synästhetische Sicht Synästhetische Charaktere sind nicht Eigenschaften von Dingen, sondern Charaktere von Atmosphären (GB) Viele Phänomene kann man nur als synästhetische Charaktere bestimmen (Vergl. Dämmerung – nicht nur als vereinzelte sinnliche Qualitäten) kühl, fahl, still,.... Elisabeth Ströker Jacob Böhme Farben sind Erzeugende für Atmosphären vom Charakter der Synästhesien (GB) Charakter nicht als inneres Wesen, sondern als Wesen der Erscheinung lesen (GB) Bewegungsanmutungen (s.o.) Wenn man einfache Grundformen der Linie verläßt, wird man unmerklich in den Bereich des Gestischen übergehen (GB) Auch Gesten erzeugen Bewegungsanmutungen (GB) Ekstasen der Gestalten Auch Gesten gehören zu den Ekstasen (wie auch zu den Zeichen) (GB) Was gespürt wird, ist primär etwas Atmosphärisches Atmosphäre als Charakter einer kommunikativen Situation (GB) Gesprächsatmosphäre Arbeitsatmosphäre Man spricht von einer guten oder schlechten Atmosphäre, in der ein Gespräch verlaufen ist Mächtige Atmosphäre, dünne Atmosphäre. Heitere, melacholische, gedrückte, gehobene... Atmosphäre (GB) Charakter einer Atmosphäre Charakter einer Atmosphäre: die besondere Weise, in der sie uns anmuted (GB) Der Charakter einer Atmosphäre ist gewissermaßen ihr Was-Sein (GB) Man kann den Charakter einer Atmosphäre nur bestimmen, indem man sich ihr aussetzt (GB) Der Charakter einer Atmosphäre kann nur in affektiver Betroffenheit festgestellt werden (GB) Durch die Darstellung von Atmosphärischem werde in vielen Bildern Atmosphären vermittelt Durch die Darstellung von Atmosphärischem werde in vielen Werbebildern Atmosphären vermittelt Medien verdünnen oft die (live) Atmosphären Viele Atmosphären sind medial nicht vermittelbar Kinofilme haben atmosphärisch mehr Kraft als Videofilme (per Monitor) (magische Lichwirkung in der black box) Die körperliche Anwesenheit ist medial schwer vermittelbar (eher akustisch als visuell) Nur wenige Medien sind (wie das Radio) räumlich ergossen Nur in wenige Medien kann man auch körperlich völlig eintauchen (Vergl. Disco) Die Abbildung bzw. mediale Vermittlung einer Atmosphäre ist nur ein schwacher Abklatsch von live-Erlebnissen Liveness (Philip Auslander) Auch VR ist in der Regel auf visuelle Reize beschränkt Eintauchen (wortwörtlich) ermöglichten Gelatine Atmosphären, die medial ausgestaltet werden: Musik, Licht, Großprojektionen, Kunstnebell Medien verdünnen den Kontakt zur Welt Repertoire antiker Ausdrucksformen – Gebärdensprachliche Ausdrucksformen (Frührenaissance) (A. Warburg) Emoticons (Wie man sich so fühlt) Reduzierte Gesichter Inszenierungswert der Waren (GB) Auratisierung von Alltagsgegenständen durch Versetzung ins Kunstsetting (GB) Dieter Mersch ( <= Benjamin, Heidegger, G. Böhme, Welsch, Deleuze) Darmstadt: Mersch, Böhme, Hauskeller ! Die Produktion von Atmosphären als die eigentliche Aufgabe ästhetischer Arbeit (GB) Studie der Arbeitsweisen der Gruppe GANG ART W. Welsch (DM) Mit dem Verlust des Auratischen schwindet die Sensibilität der Sinne Vom Ganzen der Wahrnehmung ausgehen (GB) Kleinbürgerliche Atmosphäre Gespannte, ruhige, feindliche Atmosphäre Synästhesien = intermodale Qualitäten (GB) (Wilhelm Wundt) Das Gefühl als der Sinn, in dem die anderen ihre Einheit finden (GB) Synästhesien sind Charaktere des eigenleiblichen Spürens (Schmitz) These von der Substituierbarkeit von Sinnesqualitäten in der Erzeugung von atmosphärischen Charakteren (GB) Die Kunst der Bühnenbildner, Dekorateure, Raumgestalter, allgemein der ästhetischen Arbeiter besteht darin, diesen Zusammenhang der wechselseitigen Substituierbarkeit von Erzeugenden zu kennen (GB) Synästhesien sind Charaktere von Atmosphären (GB) Was läßt eine freundliche Atmosphäre aufkommen? Gesten, Mimik, Stimmfärbung als Erzeugende von kommunikativen Atmosphären (GB) Wie können produktive Arbeitsatmosphären geschaffen werden? Musikalische Schutzhüllen Sich dem Ort der Aufgabenstellung aussetzen (Zumthor) Sich in eine offene, positive Stimmung versetzen Physiognomien sind in gewisser Weise die Erzeugenden von atmosphärischen Charakteren (GB) Die Situationisten entwickelten zahlreiche psychogeographische Techniken, die dieser Analyse (der durchmischten Atmosphären) dienen sollten (Wigley) Mark Wigley Weihnachtliche Atmosphäre durch Weihnachtsmärkte (NeoBarock) Die Atmosphäre soll das Kaufverhalten beeinflussen Ästhetisch reformierte Verbraucher-Kultur: Nicht mehr Waren, sondern Atmosphären bestimmen das Angebot (Nicolas Schoeffer – Kybernetisches Totalkunstwerk) (B. Lootsma) Man stelle sich eine Architektur vor, die alle Sinne anspricht: Architektur, die blutet, die erschöpft, die sich dreht, und meinetwegen bricht, Architektur die leuchtet, die sticht, die fetzt und unter Dehnung reißt, eine Architektur, die schluchtig, feurig, glatt, hart, eckig, brutal, rund, zärtlich, farbig, obszön, geil, träumend, vernähend, verfernend, naß, trocken und herzschlagend ist. (Coop Himmelb(l)au Architektur muß brennen) Die Ablehnung solcher Frivolitäten wie Atmosphäre führte zu der Entfernung, die mit der Moderne verbunden wird (Buchanan) Die besten Vertreter der Moderne, waren weniger auf die Beseitigung jeglicher Atmosphäre bedacht, als auf die Schaffung einer lyrischen, emanzipatorischen Moderne (Buchanan) Sicht der Moderne Im Rückblick wird offenkundig, daß die großen Meister der Moderne, wie Frank Lloyd Wright und LeCorbusier, Alvar Aalto und Louis Kahn sich sehr wohl um Atmosphäre bemühten (Buchanan) Vergl. ZEN-Ansätze Vergl. Kirche von Tesar (UNO-City) Für den mechanistisch denkenden, an einer reduzierten Rationalität orientierten Mainstream der modernen Architektur war Atmosphäre damals eine verpönte und sogar tabuisierte Zielsetzung, weil man sie mit dem subjektiv Psychologischen (Romantik und Irrationalität), mit dem Frivolen, Femininen, Künstlichen und Unechten assozierte. Für strenge Funktionalisten war Atmosphäre die schäbige Innenausstattung (Buchanan) Für strenge Funktionalisten war Atmosphäre die schäbige Innenausstattung (Buchanan) Die Verächtlichmachung der Atmosphäre gehörte zu den den zahlreichen Repressionen, die der modernen Architektur zugrunde lagen (Buchanan) Einige Entwürfe Zumthors gründen in einem atmosphärischen Gefühl (Buchanan) Atmosphäre durch kurzlebiges Dekor (Buchanan) Eigentlich brauchen wir Schutz vor dieser zunehmenden atmosphärischen Verschmutzung Extreme farbige Ausgestaltung der 70er Chill-Out-Räume: körperlich Entspannen, Stimmung halten Steigerung der phänomenalen Wirklichkeit: Spiegel in Barockschlössern: Rahmung, Tönung, Glanz, Verdoppelung,... (GB) Analysen (zer)stören Atmosphären? Kritische Distanz untergräbt die leibliche Wahrnehmung Atmosphäre beginnt dort, wo Konstruktion endet (Wigley) Atmosphäre: Sie ist gewissermaßen eine sinnlich wahrnehmbare Emission von Schall, Licht, Wärme, Geruch und Feuchtigkeit; ein wirbelndes Klima Nicht greifbarer Effekte,... (die von einem stationären Objekt erzeugt werden) (M. Wigley) Atmosphäre: Sie ist gewissermaßen eine sinnlich wahrnehmbare Emission von Schall, Licht, Wärme, Geruch und Feuchtigkeit; ein wirbelndes Klima nicht greifbarer Effekte,... (die von einem stationären Objekt erzeugt werden) (M. Wigley) s.u. Klimasicht (II) Klimaspezialisten: Lichtgestalter, DJ, VJ (GANG ART) Atmosphärische Dienstleistungen (als Service) Atmosphärengestalter: Bühnenbildner Kommunikative Atmosphärengestalter: Zeremonienmeister, Mediatoren, Moderatoren (Vergl. M. Hentz, H. Kropshofer) Gestalter nächtlicher Atmosphären: Clubgestalter (Studie: Peter Arlt) Chemische Klimafaktoren: Aphrodisiaka, Drogen,... Klimafaktoren der natürlichen Umwelt: Landschaftsgärten (Gärtner) Blumenschmuck (Floristen) Gaststätten als Klimadienstleister für Festlichkeiten, Gesprächssituationen Schmücker Enthemmende Mittel schaffen Nähen, geänderte Stimmungswahrnehmung, geänderte Farbwahrnehmung, geöffnete Wahrnehmung Produktive Arbeitssituationen: großzügige, helle – freundliche Räume Sicht der Ungerichtetheit Ungerichtetheit Räumliche Ergossenheit Heiße Medien & Atmosphären TV als kaltes Medium /vs/ Licht-Film (Von Licht/Wärme) durchströmt werden Im Herbst 99 begann BBC damit, Aufnahmen mit Gemurmel und Gesprächslärm zu senden, die für Büros großer Unternehmen bestimmt waren, deren Angestellte sich über die herschende Totenstille beklagten (Virilio) Nach der Berieselungsmusik in den Geschäften... ist nun die Zeit des gedämpften Gemurmels... angebrochen (Virilio) Situationisten Bar-Atmosphäre (Edward Hopper) When we look at objects or buildings which seem to be at peace within themselves, our perception becomes calm and dulled (Zumthor) This objects reach beyond signs and symbols, the are open, emty. Zurück zu den Ursprüngen der Modene (Zumthor) Our hope was that the building would seem relaxed and informal, like a big rock... (Zumthor) Dilthey H. Sowa ( <= Heidegger, Nietzsche, Simmel, Dilthey) Susanne de Ponte ( <= Bollnow, Sowa, Böhme, Knodt, Heidegger) GANG ART verfolgt das Ziel, eine Jetztzeit-Atmosphäre mit Hilfe eines zwischen den traditionellen Gattungen stehenden multimedialen Verlaufs- kunstwerks zu vermitteln (de Ponte) Wellness als eine Kulturtechnik – Wieder- entdeckung der Sinne Kreativitätsklima herstellen (zB. Partyatmosphäre, Ausgelassenheit, Ungzwungenheit, Kamingespräche,...) Minimalismus – abstrakte Emotionalität Von der Aura zum Erhabenen:... reine Form dessen, was erscheint (G. Didi-Huberman) Man denke an Newman, Reinhardt, Ryman, Tony Smith Abstrakter Expressionismus: Farbe, Licht, Bewegungsanmutungen ohne Zeichenbedeutung Ergossenheit auf der Fläche (Mark Rothko) Fragen der Masse u. Voluminösität in der minimal art s.o. Es wird die Sinnlichkeit in der Ästhetik gegenüber dem Urteil rehabilitiert (GB) Atmosphärensicht: Gegenüber telekommunikativer Ubiquität bringt sie Lokalität und leibliche Anwesenheit zur Geltung (GB) Die ganze Zeitgeist-Mentalität ist atmosphärisch.... Die Moderne ist eine solche Atmosphäre. (Wigley) Der Ruf nach einem neuen Geist (wie bei Le Corbusier) ist oft der Ruf nach einer neuen Atmosphäre An den Hochschulen gibt es keine spezielle Ausbildung für die Erzeugung von Atmosphären (Wigley) Jede kleine Entscheidung für eine bestimmte Darstellungstechnik definiert eine Atmosphäre (Wigley) Martin Steinmann (zu J. Herzog) Habt ihr keine Angst, bei diesem Rekurs auf die Sinnesempfindungen und den Körper iIn die falsche Nachbarschaft zu geraten?.... Das sind alte linke Denkmodelle. Aber solche polaren Modelle stimmen nie. (Stan Allen) Die Straße – die Erfahrung der Straße – ist selbst kein Ort, sondern ein Übergang, ein Vektor, ein Zwischen-Raum. Smith übersetzt dies in eine Kritik des Kunstwerks und formuliert seine Unzufriedenheit mit dessen immanenten Grenzen und Objektcharakter.... Smith beschreibt eine Verschiebung vom Objekt zum Feld. Peter Eisenman, sprach von den swiss fascists (Herzog & de Meuron) Vergl. Angriff von P. Weibel geg. Hattinger (Steir. Herbst) Ein Anzeichen für die Krise des Wohnens ist das Überhandnehmen von Design im Wohnbereich, mit seiner unmittelbaren Warenästhetik, gegenüber der architektonisch-handwerklich komplexeren Ästhetik (Krischanitz) Die Spuren, die Zeitspuren des Handwerklichen sind im Design negiert, das ist das Entscheidende, daß man Produkte, Waren erzeugt, die von nirgendwo kommen und nirgendwohin gehen (Krischanitz) Grad der Aneignung als Beitrag zur Atmosphäre Konzept & Kontrolle In den Methoden der Moderne ist Kontrolle bis ins letzte Detail ein absolutes Postulat (Vergl. A. Heller als AntiModerner) Sicht der Kontrolle Die Wohnspäre soll gegenüber der Arbeitswelt auch so etwas wie eine Rhythmusveränderung sein (Krischanitz) Dinge, die man schnell hinter sich läßt und Dinge, die man lange anschauen kann Herzog & de Meuron Remy Zaugg als minimal art Spezialist bringt die Aura der Giacometti-Skulpturen zur Explosion Was man sieht, ist alles was man sieht (Judd)... Es geht um die Erfahrung, die der Betrachter an ihnen macht (M. Steinmann) Arbeits/Denk-Atmosphären: (XB)... Sie suchten Landschaften, Orte, Städte und Milieus, die ihnen zuträglichen waren, Die Schwingungen hatten und inspirierten. Die öffneten. (XB) Atmosphäre ist der Raum der über die bloße Ansammlung von Dingen hinausgeht. Mit Kosmetik, Kleidung, Wohnung, Sprache, Musik, können wir unseren Wärmeorganismus ausdehnen (XB) Der weite Raum: Uroffenheit (XB) Der unterschwellige Weiteraum ist zugleich Vitalraum, der jede Ordnung, jedes Recht und jedes Tabu, jedes Design und jedes Objekt unterläuft. (XBB) Gegenwart bedeutet Geöffnet-sein... (XB) Betrachter müssen Raumfahrer, Surfer werden, die in einem bestimmten Sinngeschehen aufgehen. Betrachter müssen als Kritiker abdanken. Ein Trajektverhalten verlangt Menschen, die mitgehen, nicht bei Feststellungen stehenbleiben (XB) Deshalb muß das Subjekt zerstört, destruiert, wie im griechischen Mythos zerissen werden um liquide und durchlässig zu werden für diese Dynamik. Das Erleben dieser Dynamik ist Rausch (... Nietzsche) (XB) Weltchendesign wird zur vornehmsten Aufgabe der Werbung werden. Nicht unbedingt plausible, aber stimmige Welten sind zu schaffen – Genußregionen, in denen jener magische Hauch weht, der aus Waren Marken macht (Peter Glaser) (XB) Bad – Lösung – Glück Lockerung und Entkrampfung – Medial fluidal ekstatisch allbezogen (mit Wim Wenders) (XB) Die Verkopfung, die keine Ausdehnung kennt (XB) Da unser Körper schon weit draußen beginnt ist auch die Empfindlichkeit schon dort (XB) Es geht um den flüssigen Zustand der Welt. Gelöste, flüssige Wirklichkeit unseren Daseins.... Die Lösung bringt die Weite. (XB) Das Bad muß nicht zu wörtlich genommen werden. Das kann auch die Stammkneipe sein... kann auch ein Milieu sein oder auch eine Leidenschaft sein (XB) Die körperliche Situation ist eine Raumschale unter vielen (XB) Erotik als die uns durchflutende Bewegung des Seins... Deshalb die Gefühle, daß wir überflutet werden (XB) Zum Raum gehört eine Welt, auch Orthaftigkeit, Topografie, Zwischenräume, Austausch, Vögel, Kirschen, Atmosphäre, Konzentration, Lebensform und Zusammenspiel (XB) Freilassen statt fesseln. Es geht um neue Strategien, die nicht anziehen, fesseln und fascinieren (fascis – Faschismus), sondern Menschen, Umwelt, Rohstoffe, Licht, Atmosphäre freilassen... (XB) Es geht mehr um das Zusammen-Spiel der Teile als um die Teile selbst. Dadurch entstehen Zwischenräume, in die man sich einbringen kann Sicht der Reduktion Reduktion (XB): Präsenz lebt von Abwesendem... Es ist wichtig, nicht alles zu realisieren und zu verkörperlichen (Vergl. Wittgenstein) Minimalismus & Lifestyle (Abschnitt der Ausstellung – Sturm der Ruhe) Thomas Bernhard (der Mauerschauer) Gluckman Mayner (Helmut Lang Shop) Vor allem ist Architektur jedoch spürbar, erfahrbar, erlebbar. Sie ist Material, Geruch, Geräusch. Gefühl, Weite, Enge, Raum, Unraum, Behagen, Unbehagen (sturm der ruhe – Symposion AzW) Handwerker-Architekten (Zumthor, John Pawson) Spezieller Materialansatz Minimum – John Pawson (R. Serra, D. Judd, J. Turell, D. Flavin, M. Rothko) Sublime Architektur (Mies van der Rohe) Kirche Notre-Dame du Haut (Le Corbusier) Reduziertes Design (Dieter Rams) So wenig Design wie nur möglich Ruhige gelassene Atmosphäre des Calvin Klein shops (Pawson) Als Minimum könnte man jene Perfektion bezeichnen, die ein Artefakt erreicht, wenn es nicht mehr möglich ist, es durch Substraktion zu verbessern (Pawson) Unterlassung von allem Nebensächlichen (Pawson) Antischmückung Kult der Einfachheit (Quäker, Buddhisten, Zisterzienser) Shaker-Innenausstattung Minimal art – arbeitet mit den Ekstasen der Objekte (Atmosphären pur) Siehe auch: Sicht der Einfachheit (unter Ethik) Atmosphäre japanischer Aborte (TJ) Auf der Suche nach (produktiver) Gelassenheit (Qin Yufen) Je heller und lauter ein Raum, desto erregender wirkt er (DS) Das Kochen als show (DS) Cafehaus-Atmosphäre Wohnen ist ein Verfügen über Atmosphärisches (Schmitz) Atmosphärische Grundausstattung: Raumangebot, Lichtverhältnisse, akustische Maßnahmen, gastronomische Maßnahmen, Materialität der Einrichtung,... (GB) Im schwindenden Licht der Dämmerung erwachen die anderen Sinne, die im Alltagsgeschäft vom Sehen dominiert werden – insbesondere das Hören und das Riechen Eine Architektur für alle Sinne (Eileen Gray) minimal art wurde als die rechte weil ästhetische Kunst bezeichnet (zur Zeit der concept art) Polarität von minimal art und concept art (Auflösung u.a. durch Robert Smithson) Kommunikative Atmosphären als Setting in der Kunst (Rirkrit Tiravanija,Stadtwerkstatt, Die Fabrikanten, TransPublic) Konzeptkunst mit Atmosphäre (S. Fleury, Raphael Rheinsberg, Jenny Holzer (Berlin), J. Kosuth d9 Verhüllung, Gordon Matta-Clark) Moderne im Licht eines Verlusts der Gestensprache (HL) Moderne im Licht eines Verlusts der Gestensprache (HL) Der postdramatische Körper ist ein Körper der Geste (HL) (HL) Die geringe Tiefe und Dimension des Fernsehbildes läßt intensive visuelle Wahrnehmung kaum zu. Das dürfte die Fähigkeit, visuelle, räumliche, architektonische Wahrnehmung eigens libidinös zu besetzen, mindern Atmosphären des Lifestyles (ästhetische Erfahrungen) (WT) Es gilt die Subjektivität des Klimas in demselben Sinne wiederzugewinnen wie die des Leibes Das Haus als klimatische Struktur Atmosphärische Szenen (Rosa Brueckl & Gregor Schmoll) (MH) Weisen des leiblichen Betroffenseins seien vertikale Richtungsimpulse (Heben und Drücken), zentripetale und zentrifugale Impulse (Engung u. Weitung) Und Strömungsempfindunegn Atmosphärische Vielschichtigkeit (MH) (je größer die Menge der beteiligten Modalitäten) (MH) Als prinzipiell immer schon Zur-Welt-hin-Seiendes (Merleau-Ponty) ist der Leib als ganzer ein Spiegel des Atmosphärischen Raumes Shoppen: Der virtuellen Welt fehlen Gerüche, die Klangkulisse, das Bad in der Menge, die Atmosphäre. Es soll auch nicht verschwiegen werden, daß einige der hier angeführten Autoren (spez. in linken Kreisen) zu heftigen Diskussionen führen: H. Schmitz, H. Plessner, H. Tellenbach. Trotzdem sollte ihr Beitrag für das Denken der Atmosphären Beachtung finden. Auch scheint das Thema der Emotionen noch immer für verbale Erregungen zu sorgen (DG) Wir müssen riechen und schmecken, weil wir atmen und uns ernähren müssen (TB) (TB) Man kann das Vermögen, die atmosphärische Selbstgebung des Mitmenschen zu erfahren, schwerlich anders bezeichnen denn als ein Spüren, ein Gspür für Atmosphärisches. (TB) Im Spüren der Atmosphäre des anderen erfahre ich Qualitäten seiner Unmittelbarkeit (TB)... Es kommt in der Begegnung des Individuums mit dem anderen zur Konstitution einer gemeinsamen Atmosphäre, die dann als Tönung einer Beziehung von beiden wie auch von dritten erfahrbar ist. Dieses atmosphärische Integral erfüllt den Bereich, den M.Buber das Zwischen... genannt hat. (TB) Wenn es keine Übereinstimmung im chi gibt, da kann ein Mensch den Mitmenschen nicht mehr verstehen,... weil der atmosphärische Elementarkontakt unterbrochen ist (TB) Das Atmosphärische – noch am ehesten den Anmutungsweisen der Gestaltpsychologie verwandt (Metzger) (TB) Wenn Atmosphärisches nun auch nicht im deskriptiv-phänomenologischen Verstehen (im Sinne Jaspers) objektivierbar ist, so ist es doch qualifizierbar: Oft genannte Qualitäten: schmutzig/schmierig /vs/ rein kühl/frostig /vs/ Warm/hitzig geladen/gespannt /vs/ gelöst mager(dünn) /vs/ dicht dumpf/schwül/welk /vs/ frisch ekelig/abstoßend /vs/ anziehend/behaglich unheimlich/feindselig/fremd /vs/ freundlich/vertraut (Qualitäten der Luft) Familien- atmosphäre (DH) In den Begriffen der Aura von der erotischen Erfahrung sprechen Aktivistisch angehauchtes Info-Ambient (S. Römer) Das Ambient ist grundsätzlich vom White Cube und seiner Atmosphäre ästhetischer Purifizierung zu unterscheiden (S. Römer) Ein Klima mit größtmöglicher Präzision entwickeln (M. Hentz) Klimatheorie von M. Hentz (Mike Hentz) Klima – Raum als künstlerische Technik. Klima ist eine lebende, sich verändernde Skulptur. Klima ist Malerei mit lebendem Material. Klima ist das Mischen einer Palette von Emotionen, Farben und Elementen der Umgebung Klima ist eine meiner zentralen künstlerischen Techniken. Klima ist ein erweiterter Kunstbegriff, bei dem Raumgestaltungs- und Thaetertechniken zu einer Realinszenierung ausgeweitet werden. Die Beispiele oder Rezepte beziehen sich auf Feste und Veranstaltungen bis hin zu einem intimen tete-à-tete, doch ist Klimatechnik auf fast alles anwendbar. Vergl. NeoBarock Sicht (Mike Hentz) Die Komposition eines Raumes oder eines Klimas geht über die eines Bildes, bei dem Farb/Licht/ Komposition/Dimension und Raum natürlich auch maßgeblich sein können, entscheidend hinaus. Die Meßbarkeit ist viel schwieriger und für viele eigentlich nicht zu erkennen. Heinzelmännchen gibt es nicht, doch wird bei einem guten Klima vorausgesetzt, daß alles da ist; die Bewertung umfaßt Timing (Zeitgefühl/Takt/Rhythmus), aber auch Gefühl. (Mike Hentz) Voraussetzungen von Klima: KLIMATECHNIKEN: sind der Versuch, die Elemente zu beschreiben, welche für eine Arbeit am Klima wichtig sind (Mike Hentz) Voraussetzungen von Klima: ERWARTUNGSTECHNIKEN Die Erwartungstechniken sind wichtig. Da ein Publikum oder die Teilnehmer von Events vorgefertigte, wenn auch unausgesprochene Erwatungen und Motivationen mitbringen, muß der Klimareaktor wenigstens erahnen, welche Erwartungshaltungen auf ihn zukommen... Abgesehen von materiellen Erwartungen (Buffet...) geht es bei den Erwartungs- techniken hauptsächlich um Gefühle und Einstimmungen. Der Klimareaktor muß mit emotionalen Techniken versuchen, die Leute zu koordinieren oder zu befriedigen. Dabei geht es nicht um die Befriedigung des Einzelnen, sondern auch um die Synchronisation der Gruppe oder des Kollektivs auf einen gemeinsamen Level. Durch Überraschung kann ein Gefühl gesteigert oder abgebremst werden (Wasser auf die Mühlen, Öl aufs Feuer und kalte Dusche). TransPublic als Klimareaktor (Vergl. Konzept von Mike Hentz) (Mike Hentz) Voraussetzungen von Klima: RAHMENTECHNIKEN Unzählige verschiedene Rahmentechniken sind möglich. Sie betreffen unter anderem Design, Kontext und Geschmack. (Mike Hentz) Voraussetzungen von Klima: SYNCHRONISIERUNGSTECHNIKEN Bei den Synchronisierungstechniken geht es darum,, das gemeinsame Erleben der Beteiligten zu stärken, verständlich zu machen und zu intensivieren. Beispiele: Kollektive Rituale und Gefühle (durch Gesang, Emotionen, ob durch Rede, Betroffenheit, Aktion oder Meditation, Weinseligkeit usw.) für alle Beteiligten zugänglich machen.... Eine gute Kommunikationsatmosphäre schaffen Blumen sind das Standardgeschenk schlechthin (GB) Ein emotionales Umfeld für Produkte schaffen Nieslony – Vortragstechnik (Öffnen für: Das Bild hinter dem Bild) Nur die Atmosphäre leistet diesen Öffnungsvorgang Eine der Grundfragen von black market war immer: Wie schafft man ein Klima – es ging um die Schaffung von Situationen (Der Begriff Atmosphäre war wenig gebräuchlich) Serviceprojekte schaffen in der Gestaltungen oft nur Einrichtungen und keine Installationen, weil sie sich auf die (räumliche) Ausgangssituation Nicht einlassen – oft fehlt dann auch die Atmosphäre (Gespr. mit BN) MUZAK – sich in der Atmosphäre eingebettet fühlen Cafehaus-Atmosphäre Simulation von Weltraumatmosphären: Simulation der Schwerelosigkeit und Endlosigkeit Den Boden unter den Füßen wegziehen Lichtboden, Bodenprojektionen, Spiegelboden Jenseits des Detail-Prinzips (DH) Chemische Stimmung Ca der Hirnzellen enthalten der Neurotransmitter Serotonin, der durch MDMA (ecstasy) beeinflußt wird. Der Serotonin- Spiegel wirkt sich auf die Stimmung aus. Problem: Entzugsdepressionen MDMA erzeugt absehbare Gefühle wie Einfühlungsvermögen, Offenheit, Frieden und Mitgefühl. (Ralph Metzner) Stimmungsaufheller (Div. Medikamente) Serotonin: 5HT, Neurotransmitter, Substanz im Gehirn, die Gefühle wie zB. Euphorie steuert Unromantic atmosphere of the work FLAP Dienstleistungen (Camilla Dahl, Berit Schweska) A project in which the artists allude ironically to the client-oriented strategies of modern marketing by providing art in the atmosphere of a mobile hotel, promising fun, love, art and pleasure (FLAP) (Pierre & Gilles) the sweet violence of extreme Kitsch / Suggesting an atmosphere of decandence (Granular Synthesis)... Create an atmosphere of intimacy with mechanical devices Wolfgang Laib verwehrt sich entschieden dagegen, daß das Fernsehen seine Arbeiten wiedergibt (UP) Die Intellektualisierung der Kunst führt in der Minimal Art und in der Konzeptkunst zu einer Erkaltung (UP) Die Geschichte der Gefühle als kulturelle Artefakte ist auch eine Geschichte der zunehmenden Dominanz dessen, was heute als Lifestyle bezeichnet wird (UP) der verweigerte Blickkontakt Öffnende und isolierende Drogen Direkte Emotionalität des abstrakten Expressionismus (UP) (dtv Brockhaus) Die Romantik hebt die Grenzen zwischen Gattungen und den Künsten auf und vereinigt die Empfindungsweisen (Synästhesie) (UP) Die Tatsache, daß M. Barney als Performance-Künstler kein Publikum zuläßt (... Mediale Produktion), verstärkt den Eindruck einer Stilisierung als Erkaltung (Kaltes Kunst-Fleisch) heiße/kalte Performances (UP) Abschottung durch Gesichtsmasken (coole tools) (UP) Abschottungstechniken Coole Tools für Augen, Ohren, Mund Offenheit/Bedecktheit der Haut Ertasten, Erschmecken, Erfühlen, Errichen des anderen (UP) Die moderne Ästhetik der Kargheit und Klarheit schuldet ihre protestantische Strenge dem Vorbild des Eismeeres (Siehe dazu: NeoBarock) In welche Medien kann man wirklich eintauchen: Flüssigkeiten (Selbstwahrnehmung im Wassertank – MuWa) Gase/Luft/Düfte Nebel/Rauch Sand/Granulat/Kleinteile Sicht der Werbung (XB) Weltchendesign wird zur vornehmsten Aufgabe der Werbung werden. Nicht unbedingt plausible, aber stimmige Welten sind zu schaffen – Genußregionen, in denen jener magische Hauch weht, der aus Waren Marken macht (Peter Glaser) Über Großformatige Bilder an den Fassaden und transparente Fassaden wird versucht die Atmosphäre des Ladens auch auf die Straße zu bringen (Einladende Situationen) Atmosphärisch gestaltete Lifestyle-Wochenend-Beilagen der Zeitungen bieten komplexe (atmosphärisch schlüssige) Angebote Inszenierte Einkaufszentren als monströse Werbemaschine – jede Zone inszeniert ihr Thema Inszenierte Ware auch im Lebensmittelbereich (jedes Regal mit Spiegel, Spot-Beleuchtung, Hochglanzmaterial) Vergl. barocker Spiegelsaal Inszenierte Atmosphären als leere Versprechungen: mit dem Kauf des Produktes bekommt man auch die Atmosphäre mit nach Hause Atmosphärische Präsentation von Waren (klein Italien in einer Vitrine) Der Duft der Lebensmittel Originalkultur (Italiener) – Orale Atmosphäre in der Warenvermittlung Lichtgestaltung als Werbung (Lichtkanten der Tankstellen, Kaufhäuser,...) Werbung als Stimmungsmacher Atmosphärische Events für Schlüsselkunden Atmosphärische Erlebniscenter (Nike, VW,...) Emotionale Ausgestaltung Siehe auch Sicht der Werbung Einkaufsklima gestalten Konsum-Dramaturgie (CM) Sound-Design (CM) Mach es groß, mach es sichtbar, mach es pittoresk, mach es bedeutsam Zielgruppenspezifische aktuelle Musik Gestaltete Distrikte Thema des Monats Weihnachts/Oster-Atmosphäre Cafehaus- und Bar-Atmosphäre in diversen Shops Die Atmosphäre als der gemeinsame Rahmen (Corell Wex) Der Raum der Ware und ihrer Entfaltung Atlas der Gebärdensprache in der Bildenden Kunst (Saxl, Warburg) Türkische Dampfbäder Vergl. auch Pathosgestalten der Antike Der homo modernus ist blind geworden (LR) Derrida ( <= Merleau-Ponty, Heidegger) (LR) Jean-Luc Marion analysiert die postmoderne Übersättigung durch Bilder, die eine echte Blindheit erkennen läßt (LR) Von der Tyrannei der Abstraktion befreit Husserl (LR) In Falsche Bewegung erklärt Handke, man müsse die Kunst des erotischen Blicks erlernen (Früher hat man dazu Wesensschau gesagt) (LC) Affekt- und kontextabhängige Selektion von Gedächtnisinhalten bei gleichzeitiger Verdrängung von affektinkonformen Erinnerungen (LC) Emotionale Stimmigkeit und Unstimmigkeit entscheidet wesentlich über den Erfolg von Kollaboration und Kommunikation in Alltagssituationen aller Art (gemeinsame affektive Wellenlänge) (LC) Sexualität als emotionaler Lockvogel in der Werbung (erotischr Reize) Kinder entdecken das Leben fühlend Kontemplative Schau kontemplativ, d.h. scheinbar zeitlos wahrnehmend verharren (RK) (B. Groys zu Kabakov)... Du bist oft verblüfft darüber, wie genau sie (Künstler, Galeristen, Kritiker) auf dieser erotischen Ebene wahrnehmen... obwohl sie dabei der Inhalt oder Sinn der Arbeit absolut nicht interessiert (Kabakov) Wir haben einmal über das Phänomen der Angst und die Produktivität der Angst gesprochen. Tatsächlich: Solange du Angst hast, hast du ein Motiv zur Materialisierung der eigenen Phantasien, so daß sie abgeführt werden können in Gestalt von Zeichnungen, Installationen usw. !! (Anthony Dod Mantle) Heute tobt ein Sturm der Technik, der die Kosmetik zur Gottheit erhebt..... Tödliche Umarmung der Sensationen (Kager) Die Welt ist Klang geworden – umnebelnde Dauerberieselung (Vergl. Macho: Weltenlärm, Schweigen, Stille) Physiognomische Ausdrucksweise unserer Emotionen Atmosphären der Schamlosigkeit (Bordell) romantischen Ideal des Gesamtkünstlers Emotionales Lernen: Lernen über Gefühle und – Lernen durch Gefühle (Oliver R. Scholz) (Zu R. Musil) Während der Wissenschaftler, um Erkenntnis erlangen zu können, seine Gefühle ausblenden muß, kann der Dichter nicht erkennen, ohne zu lieben, ist seine Erkenntnis wesentlich Gefühlserkenntnis (SD) (SD) emotional erstarrtes alltägliches Leben (... Wir nehmen auf Standardwegen kaum noch war) (CS) kalte menschliche Atmosphären... eingfrorene Beziehungen (CS) Biologisch gesehen ist unser Gefühl die Auswahlinstanz für das dem Organismus Zuträgliche oder Unzuträgliche (Angenehme-Unangenehme) (CS) Leibgebundenheit emotionaler Kommunikationsprozesse (CS) Die Seele atme durch den ganzen Körper (Damasio) Antonio R. Damasio ( <= Pascal) (CS) Vollzieht sich nach Damasio das Denken weitgehend in Vorstellungsbildern und können gespeicherte Vorstellungen nur über die sensorischen Rindenfelder abgerufen werden, so treten Gefühle als bewußte Empfindungen dadurch auf, daß das Gehirn Körperbilder empfängt, die ihm Qualitäten der Lust/Unlust, des Gutseins/Schlechtseins vermitteln. Solche Körperbilder nennt er somatische Marker, die im Körperinneren oder an der Körper- oberfläche durch Muskelspannungen und andere somatische Zustände entstehen


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