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Die Welt der Atmosphären

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Präsentation zum Thema: "Die Welt der Atmosphären"—  Präsentation transkript:

1 Die Welt der Atmosphären
Emotionale Wahrnehmung sinnlicher Ereignisse art of atmospheres Vernachlässigte (abstrakte) Sinne und ihr Verhältnis zum Raum Primärer Gegenstand der Wahrnehmung sind die Atmosphären Atmosphärische Widmung: black market, TransPublic, Stadtwerkstatt Emotionalität als neuer Schwerpunkt für Philosophie und Geisteswissenschaften Dank an: Boris Nieslony (BN), GANG ART, Hans Kropshofer, Rainer Zendron, Christian Bartel, Moritz Küng, Paolo Bianchi, Peter Arlt, Willi Mayrwöger, Attila Kosa, Die Fabrikanten (Harringer wie Preisinger), Gerhard Fröhlich, Mike Hentz, Georg Ritter, Gerti Plöchl Besonderen Dank an die TheoretikerInnen: Franz Xaver Baier (XB), Gernot Böhme (GB), Martin Seel (MS), Luc Ciompi (LC), Peter Sloterdijk (PS), Thomas Macho, Reinhard Knodt (RK), Michael Hauskeller (MH), Denise Schulz (DS), Susanne de Ponte, Hubert Sowa, Dieter Mersch (DM), Georges Didi-Huberman (DH), Astrit Schmidt-Burkhardt, Ulf Poschardt (UP), Christian Mikunda (CM), Sabine A. Döring (SD), Carola Meier-Seethaler (CS) Diese Studie kann als Weiterführung folgender Studien gesehen werden: „Performance art context“ und „art in context – Die Kunst der Ausstellung“ Zeitgleich entstand die Studie „art of objects“ was zu interessanten Interferenzen führte (Dank an TransPublic) Einarbeitung – Fassung 01 (Venedig , Ciompi ) Autor der Plakatstudie: Gerhard Dirmoser – Waltherstr. 2/2/ Linz / Weitere Studien: Literatur: Gernot Böhme / Anmutungen – Über das Atmosphärische Gernot Böhme / Atmosphäre kirchlicher Räume - in: kunst und kirche 2/1998 Xavier Barral i Altet / romanik Jean-Francois Leroux-Dhuys / Die Zisterzienser Kurt Lewin (Feldtheorie) Bernhard Waldenfels / In den Netzen der Lebenswelt – Gelebter Raum als Ausgangs- punkt Peter Arlt / Praktiken von Zwischennutzern Lucien Hervé / Architektur der Wahrheit Georg Simmel / Soziologie der Sinne Literatur: Jon McKenzie / perform or else Alfred North Whitehead Dieter Mersch / Reauratisierung in performativer Kunst (Forschungsprojekt) Kunstf. Bd. 152 Dieter Mersch / Ereignis und Aura – Grundlagen einer performativen Ästhetik Dieter Mersch / Projekt: Reauratisierungen in performativer Kunst Martin Seel / Ästhetik des Erscheinens Jean-Francois Lyotard / Intensitäten Literatur: Turowskaja Allardt-Nostitz / Andrej Tarkowskij Georg Seeßlen / Das Atmen der Bilder - Atmosphäre im Film und ihre Metamorphosen bis David Lynch Dogma 95 – Zwischen Kontrolle und Chaos D. Neumann / Film Architektur – Von Metropolis bis Blade Runner Paul Virilio / Die Kunst des Schreckens Wim Wenders / Bilder von der Oberfläche der Erde Mike Hentz / Works 4 Christian Höller (Hg.) / pop unlimited? Simon Reynolds (SR) – Seeing the Beat – Netzhautintensitäten in Techno- und Electronic-Dance-Videos Mihaly Csikszentmihalyi (MC) / Das flow-Erlebnis Felicitas Allardt-Nostitz / Spuren der deutschen Romantik in den Filmen Andrej Tarkowskijs Literatur: Abi Warburg / ekstatische Nymphe ... trauernder Flußgott Claude Lichtenstein u. Franz Engler / Stromlinienform Georges Didi-Huberman / Was wir sehen blickt uns an – Zur Metapsychologie des Bildes Literatur: (...Fortsetzung) Diedrich Diederichsen / Ambient: Definitionen Sofia Vyzoviti / technostim Joachim Ritter / Landschaft (gef. Hubert Sowa) Peter Christman / Island – Mythos einer Landschaft Olafur Eliasson / Your only real thing is time Tom Wright, Mizuno Katsuhiko / ZEN Gardens Willy Hellpach / Geopsyche Gernot Böhme / Was uns Blumen bedeuten Goethe und die Kunst Flor Schwarz / Urstrom und Gebärde – Lebensader Waldaist – Prägung in Granit Rony Horn / Dictionary of Water Literatur: Hirschfeld, Christian Cay Laurenz / Theorie der Gartenkunst Herbert Lehmann / Essays zur Physiognomie der Landschaft Gernot Böhme / Die Physionomie einer Landschaft (Beitrag) Gernot Böhme / Musik und Atmosphäre (Beitrag) Gernot Böhme / Acoustic Atmospheres Bernhard Leitner / Geometry of sound Bernhard Leitner / Vorträge bei der ars electronica u. beim Symposion Musik und Architektur ORF Linz William Turner – Licht und Farbe Alexander von Humboldt Musiktheorie Wahrnehmungstheorie zur Architektur (B. Leitner) Technoculture-Diskurs 25 akustische „Sicht“ Tanztheorie body research Filmtheorie Dromologie Zeittheorien Tanzsicht auditive Sicht (Siehe auch: Pop/Rave-Sicht) Choreographie-Sicht Musikalisch/akustische Atmosphäre 26 Bewegungssicht Herstellung von Musikatmosphären (akustische Möblierung) (GB) Sicht des Wetters (der Wetterbewegungen) Musikeinsatz als atmosphärische Geste Akustische Möblierung von Ausstellung – Musikatmosphären (s.l.) Das Wort Stimmung deutet auf musikalische Seelenverhältnisse (Novalis) Atmosphäre der Bewegung ? Bewegtes Wasser Bewegte Wolken Durch Wind bewegte Pflanzen, Bäume Geschäftigkeit in öffentlichen Räumen Pulsierende Disco/Club-Atmosphäre Das Ziehen der Wolken und das Kriechen und Fließen der Nebel als atmosphärische Geste Gewitterstimmung Musikalische Atmosphären (als Aufgabenfeld des DJ) Stimmungsqualitäten Das Auge des Tornados Sound als fließendes Medium (SR) Herstellung einer Grundstimmung Discoatmosphäre: Lost in Music – Tieftöner, Stroboskop, Leuchtboden, Kristallkugel, Lichtorgel, Laserlicht Emotionale Wirkung von Musik Geschäftige Atmosphäre Fließende Medien (in fließende Medien eintauchen) Die Atmosphäre vor dem Sturm Wasser in Schwingung (Niccolai) The atmosphere of jazz Musikalisches Ambiente Filmsemiotik Psychoanalyse (Lacan-Schule) Prozeßtheorien Klänge, Geräusche, Musik ist im Raum „ergossen“ (Vergl. Radio als Medium) Ambientes arbeiten mit Video (P. Arlt) zur Clubszene „Visomat“ Apokalyptische Atmosphäre bei Kriegshandlungen Atmosphärische Gesten s.u. = atmosphärische Bewegungsmuster Kalligraphie, VJ, Tai Chi (in Zeitlupe), Superzeitlupe, Windspiel (wogende Felder), Lichtgesten (Scanner in Clubs) Discostimmung (Spiegelelemente, Kunstnebel, Windmaschine, ... Lichtgewitter) Motion & E-Motion (MH) Weil man in der Stille nicht heimisch werden kann, ist sie ein im buchstäblichen Sinne Unheimliches 27 filmische Sicht Foto- und Video-Modelle statt der konventionellen Architekturmodelle (Herzog & de Meuron) Disco-Nebel als Atmosphärische Geste (Im Meer des Nebellichtes untergehen) Atmosphäre Orchstrieren – den Ton treffen (H. Szeemann) (s.l.) (HL) Hinwendung zu einem Körper sinnfreier Geste (Tanz, Rhythmus, Anmut, Kraft, kinetischer Reichtum) Im postdramatischen Theater Die musikalisch/akustische Atmosphäre spielte bei vielen (filmischen) Arbeiten eine zentrale Rolle. Akustischer Terror Filmarchitektur & Atmosphäre Präsenz durch spez. Ausleuchtungstechnik Präsenz durch monochrome Einfärbung alter Filme (Liza May Post) (Gianikian, Lucchi, Kleinberg) (MH) Musik überfällt uns, die anderen Künste überreden Die Raumerfahrung der Raver läßt sich als Feldraum beschreiben (S. Vyzoviti) Musik, die in der atmosphärischen Tönung von Räumen besteht (GB) Unvergleichliche atmosphärische Dichte von „Blade Runner“ Windmaschinen als atmosphärische Geste Flow-Sicht Emotionale Stumpf- sinnigkeit formaler Kompositionen Atmosphären durch musikalische Arrangements herstellen Ch´i Starke Bewegtheit (Barock) (Ankunft – „Erscheinung“ (in Zeitlupe) durch das Öffnen von Türen M. Wallinger) Das Schwebende (Barock) Reiche Gestik, aufgebauschte Gewänder (Für Warburg „leere Rhrtorik“) Räume des Schreckens (starke Schatten, unergründbare Tiefen des Raumes) (Mike Hentz) Voraussetzungen von Klima: RAHMENTECHNIKEN Sounds als unterbewußte Beeinflussung oder zu laute Musik als Handicap um Sprachlosigkeit zu schaffen ... Atmende Situationen (Zumthor) (SR) Visuelle Gestaltung (Rave-Kultur): ... Videopalette gleitender Chromatik, phosphoreszierende Fäden, wallende Nebelschwaden aus extrem verschleierter Helligkeit und kerzenwachsartigen Strömen; Palimpseste, Ektoplasmische Impulse, kaleidoskopische Wirbel und spektral, zerlaufende Effekte; ... Split-Screens mit verwischtem Rand, einer unsauberen Überlappung (Vergl. Mark Rothko) (Anthony Dod Mantle) Heute tobt ein Sturm der Technik, der die Kosmetik zur Gottheit erhebt Tödliche Umarmung der Sensationen (XB) Durch Verlangsamung der eigenen inneren Aktivität rücken die Orte auseinander (XB) Entschleunigung: Die Sinnlichkeit nimmt zu. Die Umgebung wird sprechend und gebend. Man wird aufmerkend, offen, durchtönend und langanhaltend durchschwingend. (MH) Die „Saftigkeit“ der Barock-Architektur - Die aufgeregte Affekt-Kunst des Barock /vs/ Renaissance (Kunst des schönen ruhigen Seins) Wölfflin zieht zweitere vor Harte akustische Szenarien (Venedig 2001) (J. Tellez - Verlierer unter Beschuß) Wurfmaschine Welche Atmosphäre stellt sich beim walkman-Träger ein? (tw. Abgeschnittensein) Seelenräume Der „mitgebrachte“ Hörraum als private Atmosphäre Erscheinung: Sowohl in den Filmen (Schnitt-Technik) als auch in der Gestaltung der Zugangsbedingungen werden „Erscheinungen“ explizit ausgestaltet Deutlich wird die Priorität (der Atmosphäre) bei einem Wahrnehmungsschwenk (= Schnitt in der Filmtechnik), ... bei einem Schnitt, mit dem man gewissermaßen in eine neue Welt eintritt (von der belebten Straße aus einen Kirchenraum betreten). Vergl. Erscheinen / Schnitt / Zugangsbedingung Performativität von Gefühlen (LC) Über emotionale Schienen (Musik) das Denken in gewünschte Bahnen lenken. Die ungeheure Macht von Musik und Rhythmus wurde in allen Kulturen genutzt. Von tiefer religiöser Andacht bis zur Kampfmusik Cathrin Pichler zu den Werken von Bernhard Leitner: man kann diese Erfahrung auch als eine Art Atmosphärisches Erlebnis bewerten Performative Theorien aus der Kulturwissenschaft Performativitätsdiskurs Performance Studies Sprechakttheorie Sprachspieltheorie / Praxeologie Feministische Theorien (J. Butler) Pragmatismus Symbolischer Pragmatismus Pragmatisch-hermeneutische Wende Rollentheorie (T. Sarbin) Diskursanalyse (XB) Entschleuinigung, Langsamkeit und Liebe zur Gegenwart öffnen Ästhetik der Verflüssigung durch zahlreiche Mehrfachüberblendungen Stark bewegte Art der Gestaltung, die sich ins Ekstatische steigern kann (Barock) Performativität & Emotion (XB) das „grooving“ – das Ineinandergreifen Musik & Emotion (E. Vedova) Gestalten als Ekstasen Atmosphären und ihre kommunikative Erzeugung (GB) (in der Club-Kultur / Peter Arlt) Wirkung von Meditationsmusik 28 Performativität als Sicht Filmische Dichte (Zumthor) (XB) Auch Arten der Bewegungen sind Erschließungen (des Raumes) Keine Propagandastaffel ohne die außerordentliche Fähigkeit des Tonfilms, Zustimmung zu schaffen (Virilio) (Mike Hentz) Zitate in musikalischen Und in anderen Bereichen können als kultureller Verweis, als stimmungs- mäßiger Hintergrund ... zum Einsatz kommen. Performance als Handlungs- und Erfahrungsfeld – eine allumfassende Atmosphäre (Mike Pearson) (MH) Durch Musikunterlegung kann ein und dieselbe Filmsequenz völlig entgegengesetzte Wirkungen erzielen (Vergl. Nachvertonungsverbot bei DOGMA 95) Gestalten als Linienführung: es geht darum, wie sie wirken, was eine Linienführung ausstrahlt, wie man die Linienführung spürt ... Film & Emotion Diskurssicht (MH) Die Bewegungsmacht der Laute: Die optische Bewegung wird übersehen, wenn der Blick nicht zufällig schon in die betreffende Richtung fällt, die akustische ist davon unabhängig und erreicht ihr potentielles Ziel von allen Seiten gleich gut Emotionalität südlich/barocker Musik (Komponisten als Atmosphärenmacher) Klangrede Perfume of discourse (Derrida) Spannungsbögen Schwenkprojektion, die über die abgestimmte Winkelgeschwindigkeit Einzelfahrzeuge auf einer Autobahn zum Erscheinen bringt (Ellen Pau) Die Linien als Erzeugenden verstanden, entsprechen die atmosphärischen Charaktere der Bewegungsanmutungen (GB) Ihr Schwingen, ihr Aufstreben, ihr Geknicktsein Werden dynamisch erfahren im virtuellen Vollzug (GB) Fellini-like Atmosphere (Harold Verhagen – Fotograph) Performance-Atmosphären (Vergl. Performances von Black Market) Greenaway will ein barockes Gesamtkunstwerk entfesseln (H. Belting) Die ekstatische Wirkung wird direkt dadurch erfahren, wie man die Linienführung spürt (GB) Das Ohr, das im auditiven Raum schwebt oder taucht (Sloterdijk) C. Pichler zu B.Leitner Der Diskurs als libidinöses Dispositiv (Lyotard) Schattenspiel der Skulpturenklassiker (Leonid Sokov) „Die Schatten des 20. Jhd.“ Perfumance: the odor of things and words, the sweat of bodies, the perfume of discourse. (McKenzie) (das schräge Element der Performance-Theorie) Atmosphärische Interventionen Das Sich-Zeigen von Dingen wird immer bedeutungsvoller (G. Böhme) Neue Einfachheit bei Dogma 95: Den technischen Panzer ablegen und den Schleier der Ästhetik fallen lassen / Der komplizierte Weg zur Einfachheit / In dem Maße, in dem man die Filmsprache reduziert, wird die Notwendigkeit eines geistig-emotionalen Rüstzeugs, einer geistig-emotionalen Energie augenfällig Atmosphéres (György Ligeti) Label ambient von Brian Eno „Music For Airports“ Kinoatmosphäre: Geborgen in einer dunklen Höhle werden wir vom Licht durchflutet (Vergl. Kathedralen) Siehe auch: Gesten Expressivität der zeichnerisch/malerischen Linienführung Klangatmosphären von Städten hängen von Lebensarten ab (Pascal Amphoux) Niemals geht es nur um die Gestaltung des Gegenstandes, sondern immer zugleich um die Schaffung der Bedingungen des Erscheinens (G. Böhme) s.u. Ambient-House Auch Gesten erzeugen Bewegungsanmutungen (GB) Die Sicht der Atmosphäre als Erweiterung der Sichten der Performativität (Perfumance) Lichtblitze organisieren Dunkelheit. Temperatur und Dichte der Menschen- menge definieren Bereiche ... der Stimulation. ... Der Herzschlag wird mit dem Basebeat koordiniert. ... der Feldraum des Ravers ... Perfumance is atmospheric, It´s funky, it smells a bit odd. (McKenzie) (Lars von Trier) Liegt Ihre Motivation in dem Wunsch, sich den Gefühlen stärker als bisher zu nähern? JA ... In diesen schwarzen Projektionsraum „eintauchen“ (XB) Wie im Butoh-Tanz erscheint der Raum durch den Körper eingesammelt und als sein Erzeugungsort Schwebende Straßenwalze (Chris Burden) (GB) Die Stille empfängt uns beim Betreten des Doms in mächtiger Dichte Die Verschiebung vom Werk zum Performativen (GB) (Mersch) (MH) Das Atmosphärische ist nichts in der Welt Begegnendes (und damit Kontingentes), sondern die Form der Begegnung selbst Das Ding ist sein In-Erscheinung-Treten (GB) Dogma 95: Unmittelbarkeit der Wahrnehmung; Unmittelbarkeit der Reaktion; Unmittelbarkeit, Durchgängigkeit im Prozeß A perfumance is a displaced, disjointed performance, a minor performance (McKenzie) „Heiße“ Medien & Atmosphären (s.u.) TV als kaltes Medium /vs/ Licht-Film Schriftkundliche Analysen (Charakterstudien – Bewegungsanmutungen) Dinge in Erscheinung – actual entities (Whitehead) (J. Herzog) ... Wir interessieren uns mehr für den direkten physischen und emotionalen Eindruck, wie den Klang der Musik oder den Duft einer Blume (DH) (Tony Smith) Die Nacht war dunkel, und es gab keine Beleuchtung, keine Fahrbahn- oder Seiten- Markierungen, keine Leitplanken, überhaupt nichts außer dem dunklen Asphalt , der durch die flache Landschaft lief .... Diese Fahrt war eine Offenbarung ... Sie befreite mich von vielen meiner Ansichten über Kunst. (Grenzenlose Ergossenheit der Nacht/Dunkelheit) Wenn wir die Nacht als grenzenlos erfahren, wird sie schlechthin zu jenem Ort, an dem wir stets und vollkommen mittendrin sind ... wo alle Objekte entschwinden Atmosphäre von Techno-Parties Die Atmosphäre von S/W Filmen Durch Venedig „gestimmt“ werden (DG) akustische Atmosphäre von Venedig; Motorenklingklang, Wellengeräusche, Hupen, permanent die Stimmen, der Geruch des Meeres, Unterwassergeräusche der Schrauben, das flache Licht, der Tanz am Wasser – die ganze Stadt ein einziger Tanz (in menschlicher Geschwindigkeit) Dogma 95: Künstliches Licht wird nicht akzeptiert (würde die Atmosphäre wesentlich verändern) Dogma 95: authentische Atmosphäre /vs/ konstruierte Landschaften, Gegenden und Regionen haben bestimmte akustische Charaktere (Murray Schafer u.a.) Holographische Köpfe im Boden ! (Lin Shu-min) Perfurmance is not a concept, rather a puncept. ... Puncepts follow the materialities of signifiers, the tonalities of affects, the traces of differance (McKenzie) Bewegungsanmutungen (Stromlinienformen ( + NeoBarock)) (XB) Das Rauschen der Bäume kann zum Wohnraum werden (historische) Anthropologie Ethnologie Theologie / New-Age-Diskurs Theateranthropologie Ethnographie Performance Studies Ethnography Kulturanthropologie sociology and performance Soziologischer Diskurs Exotismusdiskurs Tribalismus-Debatte (Stammeskultur) Strukturalismusdiskurs (Spielregeln der Kunst) Gesellschaftliche Charaktere: Atmosphäre von Macht, Reichtum, Eleganz (GB) Die Atmosphäre von Filmen mit leicht verschobener/verblaßter Farbigkeit Dogma 95: Es ist ein üblicher und simpler Effekt, die „Atmo“, die atmosphärische Tönung des Drehortes, statt den O-Ton der Szene in den Vordergrund zu stellen (Vergl. Drehbücher: Stadtwerkstatt-TV) Dogma-Filme (wenig distanziert) „Echte“ Situation, keine Kulisse, erfahrene Situationen Objekte des bloßen Erscheinens sind oft Ausgangspunkt eines Wachwerdens für die Atmosphäre. Auch wenn die Kunst performative ästhetische Objekte hervorbringt ... (M. Seel) Siehe auch: kulturtheoretische Sicht (LC) Affekte als Energielieferanten und Organisatoren des sozialen Raumes Im WIE der Erscheinung äußert sich das (starke) Sein (MS) Ich kann also Atmosphäre im Film nicht zeigen. Ich kann sie nur erzeugen (G. Seeßlen) Von Seeßlen gibt es einen sehr kritischen Beitrag zu DOGMA 95 Die Logik einer lokalen Materialität und Atmosphäre 25 Sicht der Natur/Landschaft Das gemeinsame Interagieren kann Atmosphären erzeugen (P. Arlt) zur Clubszene 29 sozio-logische Sicht Sowohl in den Filmen (Schnitt-Technik) als auch in der Gestaltung der Zugangsbedingungen werden Erscheinungen explizit ausgestaltet. Der Sehende ist ein bewegliches Wesen (Merleau Ponty) (UP) Mit der Psychoanalyse wurde das Triebhafte-Unbewußte offenbar, mit dem Film – so Benjamin – das Optisch-Unbewußte Sicht der Kulturlandschaft Literatur: Gerrit Confurius / Wilhelm Reich – Atmosphärische Störungen (Daidalos) Huber Tellenbach / Geschmack und Atmosphäre Georges Didi-Hubermann / Was wir sehen blickt uns an – Zur Metapsychologie des Bildes Georges Didi-Hubermann / phasmes Die Sicht der Performativität eröffnet neue Leseweisen: diverse Arbeiten (Venedig 2001): Studien zur Performativität performativer Anteil eines gespr. Satzes (Joao Onofre) performativer Farbraum (Leon Tarasewicz) performativer Unterricht (Tiong Ang) Blueboxmalerei mit Decken (H. Zobernig) performative Simulation (Josef Dabernig) Stadion orale Hüpfzeitlichkeit (Gary Hill) atmende Gummizelle (Loris Cecchini) Rüttlerraum (aernout Mik) Performance der Dusche (Paul Pfeiffer) akustischer Oralsex (Paul Pfeiffer) akustische Raumsimulation (G. Bures Miller, J. Cardiff) geschäftl. Fusion football (Ingeborg Lüscher) Habitusstudie – Musikhören (Aila Pakalnina) projiziertes Möbeltheater (Eulalia Valldosera) S/W Anstreicherperformance (Nedko Solakov) mönchische Gebetsszene (S. Shutov) Meditationsmönchmaschinen Ritualisierte Szenen Maskierter (U. Katzenstein) „Verkehrter Ablauf“ der Schöpfung auf der Rolltreppe (M. Wallinger) Performatives Raumerleben (Gregor Schneider) BRD Performative Katastrophen (A. Odermatt) Unfälle Verfolger-Tisch (M. Dean, R. D´Andrea) Schwebender Hut (Marijke van Warmerdam) Landschaftsperformance – Manipulationen der Perspektive (Rob Johannesma) Performativität der Dämmerung (GB) Lynch-Filme sind, wie andere Werke „postmoderner“ Kino-Autoren, vorwiegend über ihre „Atmosphäre“ zu beschreiben 26 zeitliche Sicht Seit Jahren überträgt Eliasson Naturphänomene wie Wasser, Licht, Wind, Temparatur und Bewegung in den Kunstkontext Stimmungen (Abendstimmung ...) soziale Sicht Das rituelle Moment des Klimas ist nicht an einzelne Kunst(formen) gebunden. Hentz arbeitet mit sozialen Formen. (A. Tarkowskij) A nonessential essence, perfumance resides not so much within paradigms, performances, or performatives, but in the outside inside them. (McKenzie) Sicht der Partitur Nebel, Dunst ist im Raum ergossen Filme, die selbst atmen Ausgestellte Pflanzen benötigen eine geeignete Atmosphäre s.u. ... unsere Orientierung in der Welt zu erweitern, indem wir danach fragen, wie man etwas erscheinen macht. (G. Böhme) Atmosphären des Grauens im Film (akustisch ...) Dogma 95 (Soren Kragh-Jacobsen) Ein Solcher Prozeß, in dem sich alles in Bewegung befindet, ist wirklich spannend. Darin liegt die große Stärke von DOGMA gegenüber konventionellen Filmproduktionen (MS) Atmosphäre ist ein sinnlich und affektiv spürbares und darin existentiell bedeutsames Artikuliertsein von realisierten oder nicht realisierten Lebensmöglichkeiten Atmosphären sind in zeitlicher Hinsicht eher träge Künstler als Gärtner (A. Weisser, I. Vetter) Installation projects „Controlled Atmosphere“ durch den Donauraum, durch ein Flußtal „gestimmt“ werden durch die Hafenlandschaft entlang der Donau „gestimmt“ werden auch verfallene Städte/Stätten können Atmosphäre haben Nin-gen: Zwischensein der Menschen (WT) Auch gesellschaftliche Charaktere können als Atmosphären beschrieben werden: Elegante, kleinbürgerliche, ärmliche Atmosphären (LR) Mam kann Wim Wenders Film „Bis ans Ende der Welt“ ... als ein filmisches Gleichnis der Blindheit der Moderne und der postmodernen Rekonstruktion des Sehens interpretieren. (GB) Atmosphären: Wo bisher die Zeit dominierte, rehabilitiert oder entdeckt sie allererst Räumlichkeit Die Stadt als Natur (Endell) Atmosphärische Betrachtungen Kunstwerke sind Objekte, die in ihrem performativen Kalkül verstanden sein wollen. (MS) Performativer Kunst wird ihre Aura gerade durch ihre Ereignis- haftigkeit, dem Vollzug einer Transzendenz und der Überschreitung des Gegeben zurück- erstattet (DM) Atmosphärische Filme (Wim Wenders) Soziologische Feldtheorie (Lewin) Ausgangspunkt einer Analyse ist die (Charakterisierung der) Gesamtsituation: zB. Atmosphäre der Freundlichkeit Soziologie der Gefühle (Agnes Heller) (CS) Dabei wird versucht ein „Lebensgefühl“ zu bestimmen (Vergl. Auch Hirschfeld) Atmosphäre ist schwer zeitlich zu sehen (Duft-Zeit? Duft-Rhythmus?) (TB) Nichts erinnert so stark an vergangene Situationen als Duft und Geschmack (TB) Objekte des bloßen Erscheinens sind oft Ausgangspunkt eines Wachwerdens für die Atmosphäre ((MS) 27 Prozeßsicht Sommerliche, herbstliche, abendliche, ... Atmosphäre (GB) Keine Ausstrahlung haben unsichtbar sein sich unsichtbar fühlen (Vergl. Präsenz) (LR) Wenders wollte einen Film über die Liebe, die Bilder und das Sehen drehen Atmosphären oder Stimmungen schleichen sich ein Das immaterielle Zentrum der Performance, jeder Begegnung, das Gemeinsame Wesen ist: das Zwischen- den-Menschen; das Zwischen-den-Dingen (Nieslony) (XB) Raum ist das Medium das durch uns durch geht. Es ist das „Bin“ des „Ich bin“ Atmosphärische Architektur eingebettet in Landschaft (Zumthor) Sicht des Aktes Performance atmosphärischer Durchdringung (RK) Nur wenige Atmosphären hängen mit dem zeitlichen Verlauf zusammen: Dämmerung Trotzdem kann man ganz unmittelbar in (vorhandene) Atmosphären eintauchen Vergangene psychologische Felder, die auf die Gegenwart einwirken (Lewin) Auswirkung von Führungsstil auf die Gruppenatmosphäre (Lewin) Atmosphärische Schutzglocken (MC) Die Aufmerksamkeit auf ein umgrenztes Stimulusfeld einschränken Gestaltung von Landschaftsgärten (Hirschfeld) ... er gibt an, durch welche Auswahl von Gegenständen, von Farben, Geräuschen usw. >Szenen< bestimmter Gefühlsqualitäten hervorgebracht werden. Interessant ist seine Sprache zur Bühnenbildnerei. Mit >Szenen< bezeichnet Hirschfeld Naturarrangments, in denen eine bestimmte Atmosphäre herrscht, so wie heiter, heroisch, sanft-melancholisch oder ernst. (GB) Über die gelebte Wirklichkeit von Atmosphären (Buytendijk) Sicht des Fließens Wir sind mittendrin in den Beziehungen, weil wir die Beziehungen selbst sind (XB) (Satre) Ästhetik des Unheimlichen (Gary Hill, Bill Viola) (TB) Der Oralsinn ist ein Sinn der Wiederholung. Wir können zwar den Duft nicht wiederholen wie eine Zeile oder eine Melodie; aber der Duft „wiederholt“ uns, indem er uns erinnert. ... Oder anders ausgedrückt: im Duft ist das Unvergängliche am Vergangenen aufgehoben – das Atmosphärische Man kann mit einem Schlag ergriffen werden (wenn man die Zone betritt) Lebensstile & Lebensgefühle Das Ereignis als einmalige und unwiederholbare Präsenz (DM) Leidenschaft für die Gegenwart (Wim Wenders) Und so wie Befindlichkeit in dem einen Sinne als Spüren der leiblichen Anwesenheit zu verstehen ist, so Befindlichkeit im anderen Sinne als Spüren der sozialen Existenz (GB) Wirklichkeit ist Prozessualität (XB) (Mike Hentz) Voraussetzungen von Klima: RAHMENTECHNIKEN Menschen als Material. Die Gästeliste ist sehr wichtig für die Komposition und das angestrebte Ziel. Sie ermöglicht die gezielte Auswahl der Teilnehmer (ohne Türsteher) Vibrierende Atmosphären Das Betreten unbekannter Räume und Situationen: Das Entscheidende ist der erste atmosphärische Gesamteindruck (TB) (Kap.) Das Atmosphärische im Intermedium von Krise und Wandlung (Das Atmosphärische als ein Medium, in dem eine Wandlung ihren Anfang nimmt) (MC) Zentrierung der Aufmerksamkeit (MC) Die phänomenologische Analyse zeigt, daß sich im flow-Erlebnis die Grenzen von Subjekt und Welt verwischen (MC) Flow – als das Gefühl einer totalen Beteiligung (vollständig eintauchen) Erlebnisqualitäten von Landschaften (Hellpach) Therapeutischer Diskurs disability studies Gestalttherapie Psychodrama / Psychotechniken Urschreitherapie Systemtheorie Tanztheorie Alchemie, Hermetik Esoterik-Debatte / New-Age-Diskurs Psychologie Sicht der Verwandlung (XB) Der Mensch ist primär draußen zwischen sich und den anderen Menschen und hat in diesem Zwischensein seinen existentiellen Ursprung (XB) Im gelebten Raum können ganze Situationen zu Mauern werden. Wir können an Gesellschaften, Städten und Kulturen abprallen Viele Atmosphären können als Konstante, als Grundstimmung gedacht werden, vor der sich etwas abhebt Atmosphärische Fotographien weitläufiger Landschaften (Wim Wenders) Atmosphärische Störungen (MH) Da der Mangel an emotionaler Betroffenheit die völlige Gleichgültigkeit gegenüber den eigenen Erfahrungen beinhaltet, verschwänden zugleich mit den Emotionen alle Bedürfnisse und damit alle Handlungsantriebe 30 magische Sicht Ausstrahlung haben Atmosphären der Ruhe und Stille Nächtliche Erfahrung auf der Autobahn, als zentrale Erfahrung für Objektwahrnehmung (Tony Smith) Sicht des Handelns (MC) Flow – seltene Momente orgiastischer Einheit, in denen man sich im Handeln verliert (TB) Ausdrücklicher noch als im „Vorgeschmack“ auf Kommendes kann ich mich im Riechen schon bei dem aufhalten, was kommt. Terrasphere, Hydrosphere, Atmosphere (Koichiro Kurita) Japan. Photograph Beziehungsstörungen – „Da liegt schon lange etwas in der Luft“ Physiognomik der Landschaften, Gebirge Physiognomie der Natur (Humboldt) Magische Ausstrahlung (MC) Das holistische Gefühl bei völligem Aufgehen in einer Tätigkeit = flow (jenseits der Parameter von Angst und von Langeweile zu agieren) Atmosphärisches Wechselspiel von Licht und Schatten (Tracey Moffat) Her portrayal of outback civilization an the Australian subculture, noting her use of expressionist elements to evoke certain atmospheres and emotions. (MC) Tiefer flow ist eine ekstatische Erfahrung Archaische Sicht Licht – Schatten & die Kraft der Verwandlung (Kap. In: Minimum) Le Corbusier (Kirche Notre-Dame du Haut) Licht & Masse John Pawson, James Turell, Dan Flavin, Mark Rothko Zisterzienser Kloster Gestörte Familienatmosphären (MH) Zuwendung und Lieblosigkeit erfährt das Kleinkind nicht als intentionale Bewußtseinsvorgänge, sondern unmittelbar am eigenen Leib: im Gehalten-, Gewärmt-, Gesäubert- und Gefüttertwerden, in der Berührung, darin ob jemand da ist oder nicht 28 pragmatistische Sicht Gartenarchitektur (Barock) Atmosphären sind eher mit dem Raum verbunden als mit der Zeit Atmosphärische Gestaltung mit Patitur (gang art) Physiognomie der Landschaft (Vergl. Satellitenbilder) Atmosphärische Störungen Fremdkörper – gestörter Landschaftsfluß – Wunden Sicht der Unheimlichkeit Rollensicht (UP) Die thermische Kodierung des Mannes als kalt folgt gesellschaftlichen Vorgaben. (Mike Hentz) Voraussetzungen von Klima: REALISATIONSTECHNIKEN Neben der Prägung von Material und Räumen und der Arbeit mit Gefühlen, welche man Dramaturgisch einsetzt, kann man sich bei einem Klima nicht auf eine Partitur (oder einen Ablauf wie im Theater) verlassen. Der Klimatechniker muß immer nachkontrollieren, Instinktiv dehnen oder kürzen (timing), um zu dem von ihm gewünschten Resultat zu kommen. Um die offensichtliche MANIPULATION als dramaturgisches Element nicht vordergründig erscheinen zu lassen, muß vieles diskret und nebenbei aufgebaut oder ausgelöst werden. Eine gute Vorbereitung (von Raum, Material, Essen, Variationen) und kombiniert mit inszenierten (aber scheinbar zufälligen) Überraschungen, beschäftigt die Teilnehmer und reizt ihre Erwartungshaltung, steigert ihre Aufmerksamkeit und so auch die Bereitschaft, aus der reinen Beobachterrolle (*1) herauszu- kommen. Regeln oder Spielregeln können ad hoc erklärt oder abgesprochen werden. Ein Schiedsrichter oder Aufpasser, auch einer der Teilnehmer , kann darauf achten, daß die Regeln eingehalten werden. (XB) ... das Mehr, das dem Anliegen Atmosphäre, Luft u. Möglichkeitsspielraum gibt (small talk der Amerikaner, Obstler bei den Tirolern, kl. Geschenke ...) (Tony Smith) Nächtliche Autobahnfahrt (DH): Das Entfernte gerade noch sichtbar, ... das Nahe praktisch unsichtbar. / Da wo ich bin, da, von wo aus ich schaue, sehe ich nichts (Eine Erschütterung) (LC) Ohne emotionalen Anstoß gibt es keine Aktion (Mike Hentz) Voraussetzungen von Klima: ABLAUFTECHNIKEN sind abhängig vom Plan und vom angestrebten Ziel (Party mit Ausgelassenheit, Feierlichkeit mit Nachdenklichkeit) ... In der Küche ist es das Mise en place, das Rezept. Hier ist es eine Art Gedicht oder Partitur. Zeitabläufe, Dramaturgie und vor allem die ideelle (natürlich nicht immer realistische) Vorstellung des Ablaufs oder des Ziels. das Sich-Zeigen, Aus-sich-Heraustreten, Scheinen ... ist ein Grundzug der Natur (G. Böhme) Das Behagen als Gefühl der Geborgenheit ist dagegen eine Atmosphäre, die den Menschen umhüllt und trägt, wohin er auch geht, und ihm sein Leben leichter macht, wie heiteres Wetter (H. Schmitz) Charakter des Numinosen Im Bereich der Atmosphären heißt Handeln nicht immer bloß machen, sondern auch zulassen (GB) Vergl. P. Arlt zu Club-Atmosphären (TB) Die Atmosphäre des Numinosen Der Mensch erfährt das Numinose vor allem in der Sphäre des Gefühls (XB) Lebensräume werden durch Lebenszusammenhänge produziert (TB) Die in der Familie erworbene Atmosphäre ist in der Tat dem „Nestgeruch“ an Jungtieren vergleichbar, die aufs schwerste gefährdte sind, wenn fremde Berührung dieses Atmosphärische zerstört Zu „Raum“ gehören: „Welt“, „Existenz“, „Sinnzusammenhang“,“Lebensentwürfe“ und „Verhaltensweisen“ (XB) Das Numinose und die Profaniserung kirchlicher Räume (GB) ZEN-Garten (Tony Smith) Flecken, Nebel, Wolken, Ergossenes Landschaftsperformance – Manipulationen der Perspektive; unterschiedliche Winkelgeschw. je Raumtiefe (Rob Johannesma) (GB) Hermann Schmitz hat 4 Dimensionen der Dämmerung angegeben: Die thermische, die optische, die akustische und die kinetische. Die Atmosphäre des Tages wäre dann betont nach den Seiten: des Warmen, Hellen, Lauten und Schnellen; entsprechend die Atmosphäre der Abenddämmerung kühl, fahl, still und ruhig, die der darauf folgenden Nacht kalt, dunkel, still und ruhig (DH) Sodann zeugt das Unheimliche aber von jener Macht des Angeblickten über den Blickenden / Das Unheimliche blickt uns an (GB) Hermann Schmitz, der als erster Atmosphären zum philosophischen Begriff gemacht hat, stützte sich dabei außer auf Vorarbeiten von Ludwig Klages ganz wesentlich auf die forschungen von Rudolf Otto zum Numinosen Atmosphäre von Kerzenlicht (es schwingt noch der Unterton Einer Kulterfahrung mit) Magische Orte: Mächtige Bäume, Lichtungen, Kuppen, Gipfel, Schluchten, ... (MH) Soziale Bedeutung des Geruchs: Die Vertrautheit die uns mit anderen Menschen verbindet, hängt zu einem großen Teil am Geruch des Partners (Corell Wex) Es ist der Raum, der den Unterschied macht Aber nicht als rein physischer, sondern als sozialer Raum, der durch bestimmte Handlungen von Menschen strukturiert wird. Es ist die sgn. Atmosphäre, die unser Handeln beeinflußt. Dinge im Handlungskontext = Zeug (Heidegger) 29 anthropologische Sicht / ethnologische Sicht Atmosphäre & Panorama Atmosphären amerikanischer Vorstädte (Wim Wenders) (Sabine Bitter) Der Aura-Begriff wurde von W.Benjamin Der Sphäre religiöser Erfahrung entlehnt (DM) (MH) Monster als atmosphärische Störung: Der Teufel stinkt, die Pest stinkt, alles Böse stinkt .... Wenn man Regeln unbewußt etablieren will, lassen sich Situationen kreieren, bei denen die Teilnehmer kaum merklich dazu konditioniert werden, sie sich anzueignen. ... Der Klimatechniker ist natürlich ein „Master of Ceremony“ ob nun sichtbar, ob delegiert oder nicht . Er agiert mit Führung und Verführung. Er muß überbrücken, einleiten, entspannen, aufwecken, reizen oder alles wieder konzentrieren, Öffentliches privat machen und Privates öffentlich. Wichtig ist es auch Vertrauen zu schaffen und als Aufpasser oder Türsteher Situatioen zu schützen. Natur ist aistheton – Wahrnehmbares (GB) (GB) Faktisch haben die „Kirchen“ selbst durch ihre Architekten und durch ihre Zusammenarbeit mit Künstlern zur Herausbildung dieser Atmosphären beigetragen. Sie wollen aber, wie es scheint, die Inszenierung des Numinosen, die durch die Erzeugung von Atmosphären in kirchlichen Räumen geschieht, nicht wahrhaben. Die Fama bestimmter Orte: (Fama: Ruf, Gerücht) Geisterhäuser, verwunschene Häuser (Durch den Blick der Nachbarn vermittelt – performative Vemittlung) In Handlungskontexten haben Dinge Eigenschaften, die durchaus von denen der Wahrnehmung verschieden sind. (GB) Daher ist eine Abrenzung von den Ekstasen vorzunehmen. Die Dienlichkeiten des Zeugs sind von den Ekstasen zu unterscheiden ! (Siehe Detailbetrachtung: Funktion & Qualität) Die Gestaltung der Ekstasen könnte einige wichtigen Kriterien für die Definition bildender/angewandter Kunst liefern Literatur: Gernot Böhme, Hartmut Böhme / Eine Kultur- geschichte der Elemente – Feuer Wasser Erde Luft Susanne de Ponte / Ereignis u. Wahrnehmung Tom Wright, Mizuno Katsuhiko / ZEN Gardens Peter Sloterdijk / Sphären I und II Robert C. Solomon Trotz der inszenatorischen Elemente und der real agierenden Personen ist das Klima weniger an Vorgaben des Theaters als an musikalischen Kompositionsweisen orientiert (Mike Hentz) Die Aura dieser Berge, dieses Zweiges atmen (W. Benjamin) (TB) Das Gerücht ist ein spezifischer Modus des Atmosphärischen „Zwischen“ (M. Buber), des Zwischen in der Modalität des Anonymen ... Verstohlen von Mund zu Mund ... kreist es den Betroffenen zunehmend ein, umgibt ihn mit einem Odium des Anrüchigen (Vergl. Fama) Emotion & Ritual Es wird bei einem guten Klima vorausgesetzt, daß alles da ist; die Bewertung umfaßt Timing (Zeitgefühl/Takt/Rhythmus), aber auch Gefühl. (Mike Hentz) Dämonische Atmosphäre einer Landschaft theologische Sicht Our hope was that the building would seem relaxed and informal, like a big „rock“ ... (Zumthor) (GB) Die Anmutungen, die man in kirchlichen Räumen auch unabhängig von gottesdienstlichen Handlungen machen kann, werden tendentiell als heidnische Bedrohung empfunden Mikroemotionen sind das Werkzeug der Handlung (Nieslony) (MH) Schmitz trennt zw. überpersönlichen, personengebundenen und religiösen Atmosphären Unheimliche Stimmungen (in Filmen oft akustisch vermittelt: Unheimliche Stille, unheimliche Geräusche) Emotion & Religion (XB) Einfluß der Landschaften als Denkraum (zB. für Nietzsche) (MC) Tiefer flow (beim Klettern) Zuspitzung der Aufmerksamkeit / Verschmelzung von Handlung und Bewußtsein / Leben außerhalb der Zeit / Prozeßorientiertheit; Beachtung autotelischer, intrinsischer Belohnungen; Eroberungen des Nutzlosen / Direkte und unmittelbare Kommunikation Atmosphäre von Nicht-Orten bzw. Un-Orten (P. Arlt) (CS) Emotionen als ein komplexes System von Urteilen über die Welt, über Menschen und unsere Stellung in der Welt finden, Kulturgeschichtlich gesehen, ihren Niederschlag in den Mythologien Heilige Dämmerung – diaphanes Licht (GB) Tempelatmosphären (Walter Pichler) (Bernhard Leitner) (XB) Gegenwart ist Präsenz und Anwesenheit. Sie ist also kein Zeitmodus auf irgendeinem Zeitpfeil. Gegenwart bedeutet Geöffnet-sein ... (GB) Das Dunkelsein als Basis der Lichterfahrung. / Es ist nicht das Licht im Sinne von Helle, sondern vielmehr Licht im Sinne von Schein oder sichtbarem Strahl (Buber) Von den „Zuflüssen“ und „lebendigen Strömen“ des Angeschlossenseins an die Umgebung durchzogen (XB) Altägyptische Feste: Das Atmosphärische als den zentralen Aspekt zur Erzeugung der „Präsenz der Gottheit“ (Jan Assmann) Keine Beerdigung ohne ein Meer von Blumen (GB) klimatisches Denken Unheimlichkeit der Nacht (wenn wir uns auf das Gehör Verlassen müssen) (FB) Andacht, Feierlichkeit und Festlichkeit (FB) Andacht kann durch geeignete Musik, entspr. Räume auch durch Stille gefördert werden (CS) Mythologie ist die lebendige Struktur der Emotion selbst (die sich in Religion, Sitte und Kunst niederschlägt) (Robert C. Solomon) Real things do exist ... There are earth an water, the light of the sun, landscapes and vegetation (Zumthor) (Schmitz) magische Atmosphären afrikanischer Dämonenbeschwörer Atmosphärische Orgonenergie-Phänomene (Wetter) (Wilhelm Reich) Atmosphäre als Klangerlebnis (SD) Kurt Lewins Untersuchungen zur Handlungs- und Affektpsychologie beeinflußten erkenntnistheoretische Überlegungen von R.Musil Stimmung der Andacht – Gestimmtsein zur Aufnahme religiöser oder allgemein als „höher“ empfundener Wahrheit (FB) Die Bewegungsform des Optimisten (ist) ein Schweben, Fliegen oder Schwimmen in einem Milieu, das überall und jederzeit „leicht nachgibt“ (Bollnow mit Binswanger) (CS) Die emotionalen Sinngehalte in Ritus, Mythos und Kunst When we look at objects or buildings which seem to be at peace within themselves, our perception becomes calm and dulled (Zumthor) Even if Zumthor doesn´t like it, the word aura is useful here. atmosphere is not enough. First off, the archaic quality everywhere, in the stone, in the way it is worked ... Atmosphäre als Befremdlichkeit der Orte Die Architektur hat zB. im Kirchenbau Atmosphären des Heiligen und der Demut erzeugt, und sie war immer eingespannt in die Produktion von Herrschaftsatmosphären sie greifen in die Befindlichkeit derjenigen ein, die sich diesen Gebäuden nähern oder sie betreten. (GB) (Mike Hentz) Voraussetzungen von Klima: EINGRIFFSTECHNIKEN Eigriffstechniken können mit einer Waage verglichen werden. Um sie auszupendeln, muß Man auf der anderen Seite Gewicht zulegen. Eingriffe können sanft oder schockierend sein: + Verschiedene Räume in ihrer Stimmung stark kontrastieren + Kontraststimmung innerhalb eines Raumes + Verbale Assoziationen und Provokationen, um Emotionen zu lösen oder Dammbrüche zu bewirken + Zeitliche Beschleunigung oder Verzögerung des Identifikations- prozesses + Viren oder Störelemente in einem Klima als Gärung oder um Positionen zu stärken + Grenzwerte und Grenzen ausreizen (inhaltlich, körperlich, ethisch, geistig, ...) + Tabus im Bewußtsein brechen + Mit Hemmungen arbeiten oder sie abbauen + Distanz, Nähe und Einbindung bewußt choreographieren + Energien, Aggressionen abbauen, sie durch Ventile und Aktionen kanalisieren oder inszenieren + Zurückführen zu kollektiven Ritualen und ihr konsequentes Erleben Kulturanthropologie Strukturalismus (Diskurs) Mythos-Diskurs Literature discourse Dekonstruktivismus Gedächtnistheorien mythische Sicht Atmosphärisches Denken: Wasser, Feuer, Erde, Luft & Licht (als fünftes Element) Übertritt qua Erweckung unkontrollierbarer Affektreaktionen (Angst, Ekel, Schrecken) (HL) Atmosphärische Destruktion (TB) Atmosphäre als Inszenierung 31 mythologische Sicht (UP) Im urbanen Umfeld entstand die Haltung des Camp, die ihre ästhetischen Vorlieben quasi über die Bande spielt, Begeisterung und emotionales Engagement nur in ironischer Brechung akzeptiert. (TB) Psychotische Atmosphärisierungen Elemente des ZEN-Gartens: rocks, water, plants – How to elicit (herauslocken) a mood or atmosphere from a garden (Tom Wright) (TB) Es ist ein Verdienst von Kimura, dieses KI (chi) in seiner basalen Wirklichkeit (für die Psycho- pathologie) erfaßt zu haben (chi auch als Gemüt) Auch in der katholischen Kirchen- Architektur strebt man den Charakter feierlicher Größe und Erhabenheit an (GB) Atmosphäre gotischer Kathedralen Atmosphäre kirchlicher Räume (XB) Wenn man die Dimension Raum zuläßt, wird die Welt größer, unbekannt, offen und man empfindet sich als ein Teil davon. Sicht der Ausstrahlung Vergl. Arbeiten von Olafur Eliasson Siehe: Psychoanalytische Sicht Atmosphäre japan. Kloster (Wim Wenders) Die emotionale Wirkung der Naturgewalten: Vulkane, Lichtblitze, Wolkentürme, reißende Ströme, Großfeuer, ... Naturkatastrophen (Katastrophenlust) Vergl. Das Naturschauspiel von Island (und die Auswirkung auf mythologische Literatur) Atmosphäre der Kamin- und Lagerfeuer Ausgestaltung der Kirchen: Feierlich-festliche Atmosphäre (Barock) Die Atmosphäre einer Kirche oder eines Orgelkonzertes wirkt nicht nur auf religiös motivierte Besucher Die geschehnishafte Anziehungskraft des Windes, eines Wasserfalles, des Feuers, ... (der atmosphärische Bann dieser Geschehnisse) (RK) 30 therapeutische Sicht Ki-ga-au: Übereinstimmung des chi Wahn als Verrücktheit des chi Pragmatische Dimension Von atmosphären (Madeleine Schechter) Atmosphäre: Sie ist gewissermaßen eine sinnlich wahrnehmbare Emission von Schall, Licht, Wärme, Geruch und Feuchtigkeit; ein wirbelndes Klima nicht greifbarer Effekte, ... (die von einem Stationären Objekt erzeugt werden) (M. Wigley) s.u. Atmosphere of magical stillness Heilige lichtdurchströmte Whitebox-Atmosphären Rony Horn / Dictionary of Water Sicht der Behinderung (s.u.) Präsenz behinderter Menschen Und verrückter Menschen (Chien-chi Chang) Aneinander gekettet (Javier Téllez) Ritual – Freiwillige Armut (Zisterzienser) ZEN-Garten Bestimmte Eigenschaften von Dingen zeigen sich erst im Umgang (Härte, Biegsamkeit) (Dispositionsprädikate /vs/ Ekstasen) (GB) Angesichts eines Feuers, einer Flamme, eines Wasserfalls ... können wir kontemplativ, d.h. scheinbar zeitlos wahrnehmend verharren (RK) Dampf-Skulpturen (Robert Morris) Weltgenuß und religiöse Ekstase (Barock) Die Atmosphäre der Erhabenheit kann Durch Musik noch gesteigert werden (GB) .... Baut also nicht nur auf der Stille auf Obsession Zwanghafte Ansätze – hat Szeemann bereits über 30 Jahre verfolgt (Siehe: Museum der Obsessionen) (Veli Granö) (Barry McGee, Stephen Powers, James Todd - Materielle Obsession) (Do Ho Suh de Figuren tragen) (Minnette Vari - Verschlingung) Atmosphäre als Prozeß (TB) Die Wahnstimmung ist das kardinale Phänomen einer Pathologie des Atmosphärischen Heilige Dämmerung – Erst durch Abt Suger wurde das Licht zur Erzeugung von Atmosphären eingesetzt (Erfinder der Fensterrose/Rosette) Right from the start, there was a feeling for the mystical nature of a world of stone inside the mountain, for darkness and light, for the reflection of light upon water, for the diffusion of light through steam-filled air, for the different sounds that water makes in stone surroundings, for warm stone and naked skin, for the ritual of bathing (Zumthor) In die Architektur eingeschriebene Ansammlung von Mentalitäten und Praktiken: ... Was nicht gesehen, gerochen und gehört werden soll (M. Rakatansky) Naturstimmungen / Wolkenstimmungen Stimmungsbilder (John Constable, Pierre-Henri de Valenciennes, Caspar David Friedrich, Carl Blecher, William Turner) Katholische Kultur Fleischliche Vereinigung mit dem Göttlichen Völlige Hingabe bis zur Ekstase Bildwerke, die wir küssen dürfen Saint Benedict Chapel (Zumthor) ... a place of reflection, space to breathe. Eintauchen in die Dämmerung der Unterwasserwelt Tauchsport - Tief(see)atmosphäre Unterwasseratmosphäre Eintauchen / schweben / Farbenspiel / Körperdrogen (TB) Pathologische Atmosphärisierungen (Binswanger) Es liegt etwas in der Lluft Nautische Ekstasen (P. Sloterdijk) (XB) Wie baut man Lebensspannung wieder auf? Jeder Spannung geht genau genommen eine mystische Vereinigung voraus (TB) Störungsformen der infantilen Kommunikation: Wahrscheinlich haben auch manche Typen eliminierenden Vehaltens, zB. gewisse Formen des Ausspuckens bzw. Erbrechens, ... Durchfalls, den Charakter eines atmosphärischen Protestes (Vergl. Psychosomatik) (Vergl. Emotionale Überempfindlichkeit) Licht, das auf dem Hintergrund der Dunkelheit in „Erscheinung“ tritt Architektur als: Regulierung dessen, was verheimlicht und was nicht verheimlicht werden kann. ... Dinge, sich sich weigern verheimlicht zu bleiben: anormales Verhalten, Sexualität, bestimmte Gerüche, häusliche Gewalt, abgedrängte soziale Gruppen (M. Rakatansky) Literatur: Peter Sloterdijk, Hans-Jürgen Heinrichs / Die Sonne und der Tod – dialogische Untersuchungen Richard Wollheim / Emotionen – Eine Philosophie der Gefühle G. Dirmoser / Semantisches Netz - Taoismus Heinrich Bart / Philosophie der Erscheinung G. Deleuze / Logik des Sinns M. Heidegger / Beiträge zur Philosophie (Vom Ereignis) Dieter Mersch / Was sich zeigt Dieter Mersch / Ereignis und Aura – Grundlagen einer performativen Ästhetik Hubert Sowa / Jenseits des Bildes: Das offene Ereignisfeld als Beschreibungs- Problem und als ontologische Heraus- forderung (Einleitung zu GANG ART Studie) Michael Hauskeller / Atmosphären erleben Merleau-Ponty / Das Sichtbare und das Unsichtbare Peter Sloterdijk / Sphären I und II Sabine A. Döring / Theorie der Emotionen (Schwerpunkt der Forschung) Sabine A. Döring / Zum Erkenntnisanspruch der Kunst Ronald de Sousa / Die Rationalität des Gefühls Carola Meier-Seethaler / Gefühl und Urteilskraft – Ein Plädoyer für die emotionale Vernunft Magda B. Arnold, A. Oksenberg Rorty, R.C. Solomon, Patricia S. Greenspan Philosophie der Gefühle (Berlin 1990) Hartmut u. Gernot Böhme / Das Andere der Vernunft Der psychopathisch Gefühllose nimmt wahr, aber das Wahrgenommene geht ihn nichts an, trifft ihn nicht. Wahrnehmung, des Gefühls und damit des Selbstbezuges des Erlebens beraubt- verliert ihre Orientierungs- und Erkenntnisfunktion, d.h. Sinneswahrnehmung hört auf Wahrnehmung zu sein (Katz) s.r. (MH) (TB) Geruchs- und Geschmacksstörungen bei Schizophrenien Es gering darum, mit der mystischen Natur einer steinernen Welt im Berg zu arbeiten, mit Dunkelheit und Licht, mit Lichtreflexen auf dem Wasser und dampfgefüllter Luft, mit den unterschiedlichen Klängen, die Wasser in Räumen aus Gestein hervorruft, mit heißen Steinen und nackter Haut, mit dem Baderitual. (auch Reichlin zitiert Zumthor) Vergl. Türkische Dampfbäder Mystik (Mark Rothko) Religiöse Inhalte in der Kunst Verwendung religiöser Bilder in der Kunst (Paul Thek, U. Johannsen) In die Stille der großen Kathedralen hinein gehen, wie in eine Nebelwand (GB) (UP) unmittelbar schockhaftes und zivilisationsfreies Erleben der Natur (L.M. Cree) Gardens of night and shadow On aspects of darkness and shade as they are used to create an atmosphere of mystery and as indicators of the unknown or uncanny in the human psyche Der Atmosphärenansatz versucht die Verengung der Ästhetik auf Semiotik und Hermeneutik zu überwinden (GB) (Vergl. IWK Diskussion) (TB) Die große Bedeutung des Atmosphärischen zeigt sich vor allem dort, wo die sprachliche Kommunikation fehlt, wie beim Schwerhörigen oder in sprachfremder Umgebung (TB) Sich in einem Asthmaanfall gegen Luft, Licht, Gerüche wehren Das Erhabene des Raumes wird nicht erfahren, wenn der Blick irgendwo hängen bleibt (GB) (DH) Religiöse Sphäre: es ist der Kult, der der Aura ihr wahres Erfahrungsvermögen verleihen wird Emotionen in der Philosophie: Emotionen – Eine Philosophie der Gefühle (Richard Wollheim) Atmosphäre als Akt der Bedeutungssetzung Sabine A. Döring (SD) Theorie der Emotionen Nach dem Mythos werden diejenigen mit Wahnsinn bestraft, die sich den Festen entziehen (RK) Mythisch besetzte Vorstellungen von Landschaft (Wim Wenders) Gleichzeitigkeiten des Unvereinbaren (Barock, Postmoderne) 31 inhaltliche Sicht Vanitas und Memento mori (Dinos & Jake Chapman) (U. Johannsen) (Paul Thek) Existenzphilosophie, Lebensphilosophie Denker der Romantik (MH) ... So ist der Geruchssinn zweifellos der eigentliche Wirklichkeitssinn, dessen Fehlen mit Weltverlust einhergeht ... Die erste Stufe der Erkrankung ist jeweils der Eindruck, daß die Welt sich entferne ... Diese Form der Melancholie nennt Tellenbach „Entstimmung“. Zugleich verliert die Welt an emotionaler Bedeutung „Erbauung“ Jean-Paul Satres Entwurf einer Theorie der Emotionen (CS) Emotional begründete Sprachtheorie (Herder) Panoramaartige Unbegrenztheit bei Caspar David Friedrich (Wim Wenders) In-die-Welt-Eintauchen (UP) Beuys versucht als Schamane die Naturhaftigkeit des Menschen aus seinen tierischen Wurzeln hervorzulocken. ... Der starren, kalten Perfektion des Kapitalismus setzte er eine neue Naturverbundenheit entgegen. (XB) Im Bereich der Weltliteratur ist James Joyce´s Ulysses vielleicht das beste Beispiel für diese Gleichzeitigkeit von geographisch- geometrischen, aktual-zeitgenössischen, persönlichen, geschichtlichen, mythischen, symbolischen, wissenschaftlichen, astronomischen und religiösen Räumen. ... Jedem dieser Räume entspricht eine eigene Logik, ein eigenes Sein ... Joyce verwendet auch den Begriff „Perfumance“ Das Erhabene ist primär eine Erfahrung am eigenen Leibe: Die Auflösung der Blickfixierung und die Bewegungsanmutung durch die Architektur führen zu einem Ausgleiten des Leibgefühls ins Unendliche. (GB) Sicht der Literatur (CS) Erkenntnistheorie des Gefühls (Rousseau, W. Dilthey, S.K. Langer) Emotionale Vernunft (CS) (Karl Jaspers) (SD) Um den Erkenntnisanspruch der Kunst wissenschaftlich rechtfertigen zu können, formuliert Musil 1938 nach dem Modell Kurt Lewins eine psychologische Theorie über den Einfluß des Gefühls auf die Wahrnehmung (LR) Was postmoderne Blinde sehen: Peter Handke (TB) Destruktion des Eigenatmosphärischen – Eine Patientin sieht die Gesamtheit der atmosphärischen Ausstrahlung auf solche sexueller Art reduziert (durch einen best. Eigengeruch – als faulendes Reptil) Wichtig dabei ist, daß gerade dieses Ausgleiten die eigenen Schranken und damit die Kleinheit des Körpers spüren läßt. (GB) Theorie der Gefühle (Agnes Heller) Poesie der Hotels: familiäre, freundliche, intime, angenehme, traurige, hoffnungslose, tödliche, fröhliche, kalte, feierliche, stumme, schwatzhafte, liederliche, kecke, ruhmredige, marktschreierische, hergelaufene, vertrauenswürdige, geruhsame, herrschaftliche, leichtlebige, schwerfällige, gesunde, kranke, ... Hotels. (D. Kosztolanyi) (MH) (Huber Sowa) Konjunktur der atmosphärischen Kategorien im Umkreis von Nietzsches, Diltheys und Simmels lebensphilosophischen Entwürfen Philosophie der Unmittelbarkeit (Manfred Thiel) (XB) Ernst Mach hatte während eines Sommerspaziergangs das Erlebnis eines mystischen Augenblicks. Er fühlte sein Ich nicht mehr der Welt gegenüber stehen, sondern fühlte die Ununterschiedenheit von Ich und Welt (LR) (zu Handke) Die „wahren Empfindungen“ entgleiten uns, und die Wörter formen einen Schirm zwischen der Subjektivität und den Dingen Behinderte nehmen Stimmungen sehr gut war. Von ihnen geschaffene Atmosphären müssen sorgsam gepflegt werden (MH) Die Entwicklungsgeschichtliche Zurückbildung des Geruchssinns beim Menschen war zugleich eine Abschwächung atmosphärischen Betroffenseins und so eine entscheidende Voraussetzung seiner Emanzipation von der Welt der Gefühle Atmosphäre als soziale Praxis Atmosphäre als Raumempfinden Ästhetik qua Aisthetik: ... Ist nicht als Theorie des Kunstwerkes konzipiert – Sie ist eine Theorie sinnlicher Erfahrung (Gernot Böhme) Die Wiederkehr der sinnlichen Erfahrung in der Bildenden Kunst (SD) Im Vordergrund steht die kognitive Funktion ... bei den unbestimmten Gefühlen, den sogenannten Stimmungen. Stimmungen gelten gemeinhin als nichtintentionale Gefühle; sie sind nicht auf ein bestimmtes Objekt gerichtet, sondern Färben gleichsam die ganze Welt in ihrem Sinne. Anstelle einer Grammatik der Zeichen installiert sich nach und nach eine Grammatik der Materialien (Reichlin, Steinmann) Man kann diese Veränderung benennen – als Entsemantisierung (Steinmann) Die Leistungsgesellschaft ist gefühlskrank Tellenbach hat auf die Manifestationen des Atmosphärischen bei Strindberg, Proust, Dostojewski hingewiesen Sprachlichkeit des Eintauchens, Fließens, der Verflüssigung, der Durchdringung, ... (B. Groys zu Kabakov) ... Du bist oft verblüfft darüber, wie genau sie (Künstler, Galeristen, Kritiker) auf dieser erotischen Ebene wahrnehmen ... obwohl sie dabei der Inhalt oder Sinn der Arbeit absolut nicht interessiert Vergl. Service-Sicht (Sloterdijk) Nur Schopenhauer vollzog, ... den überfälligen Durchbruch zu einem Denken, das einen verflüssigten Grund an den Anfang stellte. ... An diese Entdeckung knüpften Nietzsche und jene Vitalisten an, die die Wiederverflüssigung der verhärteten Subjekte zur eigentlichen Aufgabe einer recht verstandenen Philosophie erklärten. Der Geruchssinn als letzter Bedeutungsanker zur Dingwelt (O. Sacks) Taoistische Sicht (UP) Als Gegenmodell zum Autor entwirft Barthes die Figur des „Scriptors“, der ohne Leidenschaft, ohne Gefühle und Stimmungen mit einem riesigen Wörterbuch arbeiten läßt, daß sein Schreiben unaufhörlich werden läßt. Sein Text wird so zu einem riesigen Netz von Zeichen ... Also ist nicht nur das Individuum ineffabel, auch alles Komplexe, Situative, Umgebungshafte, Atmosphärische ist es. Die ganzheitlich verfaßten Situationsgefühle und Umblicke übersteigen immer den Ausdruck (PS) (CS) Wie Susanne Langer hervorhebt, sind Analogie und Metapher die Mittel der Sprache schlechthin, um emotionale Inhalte in kommunizierbarer Form zum Ausdruck zu bringen. (de Ponte zu: GANG ART) Als ganz bestimmte Zuständlichkeiten wechseln im Event heitere, beschwingte oder erhebende, aber auch beängstigende, unheimliche, bedrohliche und aggressive Stimmungen. (Gerhard Richter) the impact of a serious illness in 1998 on Richter´s artistic practice and position ... Creation of atmosphere and emotion ... (Helga Meister) 32 philosophische Sicht Emotionalität als neuer Schwerpunkt für Philosophie und Geisteswissenschaften (Kap. bei Carola Meier-Seethaler) Es ist hier nicht möglich, den ganzen Reichtum der amerikanischen Emotionsforschung zu skizzieren, in der phänomenologische, psychoanalytische und Existenzphilosophische Aspekte zusammenfließen (CS) (de Ponte zu: GANG ART) Diese Stimmungen kennzeichnen zeitliche Abschnitte im Verlauf des Events. Sie halten den gesamten Ablauf wie Gewebe (lat.: textus) zusammen und verketten die einzelnen Eventbestandteile zu einer Struktureinheit, die als Gesamtatmosphäre des Events bezeichnet werden kann. Theateransätze in Kaufhäusern und Erlebniswelten Atmosphäre als Ritual Atmosphäre als Katharsis Atmosphäre als Triebanalyse Atmosphäre in der therapeutischen Praxis Das Konzept der Atmosphären setzt wieder bei der Wahrnehmung/Aisthesis an. Einiges an (seit 100 Jahren) nicht mehr nützlicher Scheinkomplexität (Hegel & Co.) wird auf nachvollziebare und über das Kunstfeld hinaus gültige (leibliche) Grundlagen zurück geführt. In einem Tarkowskij-Film: Büste Platos (Des Lehrers der Romantiker) Vergl. IWK-Vortrag (Bezug zu Didi-Huberman) Sicht der Kunstwissenschaft Landscape Play (HL) Was auf der Bühne geschieht, so betrachten können, wie man sonst eine Landschaft betrachtet (Vergl. Handke) (LR) Dieser Verlust der Farben ging mit dem Verlust der Freude an der Musik einher Diese verschiedenen Übergangsmodi von Stimmungen erfüllen im Event als Stimmungszusammenhänge die Funktion von Sinnzusammenhängen (de Ponte) Vergl. (Kunst-) historische Sicht Was die Aussagbarkeit von Formen, von Gestalten, von Anmutungsqualitäten und Atmosphären angeht, so ist das Gefälle zwischen den sprachlichen Möglichkeiten und den sinnlichen Präsenzen noch exzessiver als bei den Farben, und dabei haben wir über Menschengesichter, Stimmtimbres und andere extrem individuierte Phänomene noch nicht einmal gesprochen. (PS) Taktile Qualitäten und Intensität (Kantor) Performativitätsdiskurs Theatertheorie Theaterwissenschaft dramatic discourse Kunsttheorie Philosophie Postmoderne-Diskurs Nomadologie-Diskurs Dekonstruktivismus-Diskurs performance studies performance theory (MH) Das Feld möglicher Bedeutungen als Charakterumriß (DH) Atmosphäre als komplexe Faltung – Eintauchung: Henri Michaux: „Umfaltet von den endlosen Schleiern dunklen Wollens. Umfaltet von Falten. Umfaltet von Nacht. Umfaltet von ungewissen Falten, den Falten meines Ausgucks. Umfaltet von Regen. Umfaltet von Brüchen, von Trümmern, von Haufen von Trümmern. Von Schreien auch, vor allem von Schreien. Umfaltet vom Ersticken. Langsamer Wolkenbruch.“ Seit 100 Jahren wurde die (philosophische) Ästhetik der modernen Kunst nicht mehr gerecht (Kantor) Objekte offenbaren ihre Verletzbarkeit und damit ihr „Leben“ in neuer Intensität (HL) Jenseits von Handlung: Zeremonie, Raum-Stimmen, Landschaft (HL) (MH) Für Leiris scheinen alle Wörter miteinander zu kommunizieren und zu spielen ... Kein Wort bedeutet für sich alleine betrachtet schon etwas (Vergl. Netz der Denkbegriffe – DG) Kritik der reinen Vernunft (Kant) /vs/ Romantik (CS) Emotionale Anästhesie der Forschung Atmosphären kann durch dingliche Arrangements, Licht, Musik erzeugen – dafür steht paradigmatisch die Kunst des Bühnenbildes (s.l.) Das Konzept der Atmosphären ergänzt sich sehr gut mit den Studien zur Performativität und mit der Ästhetik der Erscheinung. Theater der Zustände (HL) Philosophen/Theoretiker die für die Fragen der Emotion „blind“ sind: Kant, Adorno, Luhmann, Weibel, Eisenman, ... Zu Zumthor: He does not borrow any words or terms from latest philosophical debate nor from science. His speech signalizes no theoretical avantgarde. (F. Achleitner) Postdramatisches Theater (HL) Inszenierte Atmosphäre s.u. Das Theater als ein Ort der Konzentration Indem die Dichtung Erlebnis vermittelt, vermittelt sie Erkenntnis (SD) (MH) Alles menschliche Wahrnehmen ist in Geschichten eingewoben: Geschichetn des Lebens, .... Die Erscheinungscharaktere sind die Auswirkungen der ineinander gefalteten Geschichten des Lebens (CS) Affekte sind leiblich fundierte, lebensgeschichtlich-psychisch vermittelte und propositional geprägte, innere Zustände, die zudem den überindividuellen Verhältnissen sozialer und kultureller Determinanten unterstehen (Fink-Eitel) Die dem szenischen Geschehen immanente Synästhesie (zu R. Wagner) Poetik der Atmosphären (Madeleine Schechter) 32 Sicht der Theaterwissenschaft Bühne als atmosphärischer Innenraum (Anna Viebrock) s.u. Atmosphäre von bühnenreifer Intensität erzeugen (s.u.) Atmosphären der 20er Jahre, die Atmosphäre eines Boudoirs, eine Kasernenhof-Atmosphäre, Atmosphären der Eleganz, der Kleinbürgerlichkeit, der Armut, ... (GB) (UP) Abstraktion: In der Kälte der Distanz Die kühle Distanzierung zum Besonderen gilt geradezu als Gradmesser wissenschaftlichen Fortschritts Installationen als begehbare atmosphärische Bühnenbilder (Kabakov) Atmosphäre als Erinnerungstheater Theatersicht (PS) Wir leben in einer Kultur, die über das Offenkundigste, über die Grundlichtung, die Atmosphären, in denen wir uns bewegen, so gut wie überhaupt nicht sprechen kann. Präsentation einer Atmosphäre und einer Zuständlichkeit (HL) (Klaus Michael Grüber) (CS) Wenn es doch endlich einmal gelänge, in unserer Sprache ein Wort einzuführen, welches Denken und Fühlen nicht trennt (Ilse Aichinger) Bände von P. Sloterdijk zum Thema Sphären. Viele Sphären beschreiben und gestalten Atmosphären. Ethik der Katharsis (HL) Kabakov will mit seinen Werken jeweils spezielle Atmosphären herstellen. Er setzt dabei theatralische Mittel ein: knarrende Fußböden, einsame Flurbeleuchtung, Schutzanstrich ... (UP) Im Schatten der Abstraktion entsteht eine Unberührbarkeit der Dinge Sicht der Darbietung Katholische Messe als Modell des Theaters (HL) Pop-Theater-Atmosphäre (HL) Die minimalen Motive Stimme, Körper, Raum, Zeit-Dauer (HL) Literatur: Amelie v. Griessenbeck / Kulturfaktor Emotion Zur Bedeutung von Emotionen, das Verhältnis von Individuum, Gesellschaft und Kultur Franz Xaver Baier / Der Raum Hans-Thies Lehmann / Postdramatisches Theater (HL) Peter Sloterdijk, Hans-Jürgen Heinrichs / Die Sonne und der Tod – dialogische Untersuchungen Robert Schlesinger / Die emotionale Revolution (PS) ... Als Akteur in einer Kultur der klimatologischen Genauigkeit (PS) Das philosophische Engagement von Sphären I besteht in dem Vorsatz, die in der phil. Tradition stiefmütterlich behandelte Kategorie der Relation, der Beziehung, des Schwebens in einem Ineinander- Miteinander, des Enthaltenseins in einem Zwischen, zu einer erstrangigen Größe zu erheben ... Von der ökologischen Naturästhetik ausgehend, ..... muß man sagen, daß die angewandte Kunst, also die ästhetische Arbeit in ihrer vollen Breite, die Basis ist, von der man ausgeht, und innerhalb ihrer gibt es dann die Sonderform der Kunst. (GB) Klima ist ein erweiterter Kunstbegriff, bei dem Raumgestaltungs- und Thaetertechniken zu einer Realinszenierung ausgeweitet werden. (Mike Hentz) Theateratmosphäre Architektur, Malerei, Musik, Tanz, Schauspielkunst vereinigen sich im Gesamtkunstwerk des Theaters (Barock) Szene als Ort der Erscheinung (nicht nur im Theater) (Kurt Palm) Zu seiner Dreigroschenoper: Es war entscheidend vom Milieu und von der Atmosphäre wegzukommen Exponieren der Physis der Stimme in Schrei, Ächzen, animalischer Lautgebung und architektonischer Verräumlichung (HL) In der Tradition des barocken Effekte-Theaters (R. Wilson) (HL) Netze aus Kraftlinien ... Magische Lichtlinien (Wilson) (HL) Darmstädter Arbeitskreis für umweltorientierte Naturphilosophie (MH) H.-J. Heinrichs zu (PS): Heideggers „Sein und Zeit“ unter einem veränderten Blickwinkel neu zu schreiben: diesmal als eine Raumphilosophie Umzug von „Sein und Zeit“ in „Sein und Raum“ Die ganze Welt ist Bühne Szenische Gestaltung – Inszenierung (Thater als vollkommenes Sinnbild der Welt) Theater der Wahrnehmbarkeit (HL) Emotion & Bühne Emotionen im Theater Im Theater eine klaustrophobische Atmosphäre entstehen lassen (La Fura dels Baus) (HL) Das postdramatische Theater reduziert die Zeichenfülle durch Repetition und Duration Entthronung der Sprachzeichen (HL) Szenen erzeugen Stimmungen (GB) Multiperspektivisches Wahrnehmen ersetzen das linear-sukzessive (HL) Das Theater könnte als Kristallisationspunkt für jede Art von Inszenierung betrachtet werden (DS) (PS) Es ist zu einer Überlebensfrage für die aktuellen Kulturen geworden, wie sie sich als atmosphärische Gemeinschaften Reproduzieren. Energetisches Theater (HL) (Lyotard) Das wäre kein Theater der Bedeutung, sondern der Kräfte, Intensitäten, Affekte in ihrer Präsenz Gefühle müssen im Theater wahrnehmbar, bzw. atmosphärisch spürbar gemacht werden (GB) ästhetische Arbeit (GB) Ein Großteil der gesamtgesellschaftlichen Arbeit ist ästhetische Arbeit oder Inszenierungsarbeit. Unter ästhetischer Arbeit ist allgemein die Produktion von Aussehen und Atmosphären zu verstehen. (GB) Ästhetische Arbeit macht einen großen Teil der gesamtgesellschaftlichen Arbeit aus. Kunstvolle Lichtspiele Slow motion – Theater (R. Wilson) Körper werden zu Erscheinungen Atmosphäre als Theater Spaltung zwischen Präsenz und Repräsentation (HL) Insignien und Symbole als Bestandsstücke der zugehörigen szenischen Arrangements (GB) (PS) Wir müssen nicht begründen, sondern ausformen, vernetzen und schweben lassen. Verdichtungen ersetzen Begründungen. Es bleibt eher zu zeigen, daß Kulturen insgesamt in der Luft hängen und nicht von ihren sgn Grundlagen her zu verstehn sind. Kulturen sind atmosphärische Systeme. Für sie sind symbolische Prozesse und Stimmungen entscheidend. Ihr Primärprodukt ist die Stiftung eines Binnenklimas ... Die atmosphärische Konstitution der Kultur ist das eigentlich „Fundamentale“ (PS) Ich will den Grund in Zukunft über dem Boden suchen, im Klima-Apriori der Kultur, in der geteilten Luft, in der sozialen Lichtung. Energetisches Theater wäre jenseits der Repräsentation (HL) (HL) Hinwendung zu einem Körper sinnfreier Geste (Tanz, Rhythmus, Anmut, Kraft, kinetischer Reichtum) (SD) Während im wissenschaftlichen Experiment nach dem Prinzip der isolierenden Abstraktion von der besonderen Person des Beobachters, dem Ort, an dem das Experiment stattfindet, dem Zeitpunkt seiner Durchführung usw. abstrahiert wird, geht es im künstlerischen Experiment umgekehrt um die Aspekte, die die Besonderheit der konkreten Situation ausmachen Gegenwart und Ausstrahlung des Körpers werden entscheidend (HL) (HL) Klangfiguren einer interkulturellen Polyphonie der Stimmen und Sprechgesten (Peter Brook) Atmosphäre als Umgebung oder Nähe von etwas (MH) (Vergl, den Begriff: Dunstkreis) Exposition intensiver Körperlichkeit (HL) Thaeter als Kunst des Raumes (HL) Das atmosphärische Theater Von Peter Brook – Vergl. Mahabharata-Verfilmung Marat/Sade (Peter Weiss) (Mike Hentz) Der Kontext ist immer entscheidend, weil ein Klima auch von Personen lebt. Theater der Gesten und Bewegungen Kulturfaktor Emotion (Amelie v. Griessenbeck) Emotional culture (UP) /vs/ coole Lebenspraxis Der situative Raum: „Wirklichkeit“ gibt es nur als Lebenssituation (XB) Es sind nicht einzelne Sinnesdaten, die man vielleicht zu Flächen, Figuren und Dingen synthetisiert, sondern man sieht immer schon ganze Flächen und Gestalten. Nein, man sieht nicht nur Gestalten, sondern man sieht von vornherein Dinge. Aber auch das ist nicht wahr. Man sieht Dinge in ihrem Arrangement, Dinge, die auf sich verweisen, man sieht Situationen. ... (GB) Der Begriff der Atmosphäre könnte die Wahrnehmung verändern (was beim Übergang auf die Postmoderne nicht wirklich passiert ist): Die Aufmerksamkeit auf die Beziehung von Umgebungsqualitäten und Befindlichkeiten richten (GB) Absorbing the atmosphere of a specific location (RK) Atmosphäre herrscht „als“ Raum, als Situation bedeutsamer Symbole ..., als „Horizontgeschehen“, als „Umhaftes“ (Ströker), als „Tönung“ (Bollnow) und als gestimmter Raum (Heidegger) (UP) Die Kontrolle des emotionalen Outputs diente zugleich der Abwehr der Barbarei, welche die Kultur von außen und innen bedrohte Atmosphäre als Design ... als atmosphärische Situation (RK) Raum entsteht nur, wenn wir Situationen bilden (XB) Kulturwissenschaften Schwarze Kulturtheorie cultural studies (Diskurs) Kulturgeschichte kontextbewußte Theorien Neosituationismus-Diskurs Postmoderne-Diskurs (MS) Das Bewußtsein für Atmosphären aktiviert ein Wissen um kulturelle Bezüge Die moderne Gesellschaft entstand, weil die Menschen ihren Gefühlshaushalt entscheidend umstellten, ja sich überhaupt erst als emotionale Wesen begriffen (R. Schlesinger) Fabrikanten: Situationen im Sinne einer atmosphärischen Gestaltung herstellen (zB. „Dialoge“ Veranstaltung im eigens Gebauten Sauna-Ambiente im Keller der HS) Atmosphäre als situative Produktion Atmosphäre als situatives Experiment Atmosphäre als Situation Objekte geben der Situation Gestalt ... An ihnen wird der Charakter der Situation anschaulich. Lebensumgebungen und Lebensverhältnisse nehmen durch diese Objekte und Stile einen Charakter an. (M. Seel) (GANG ART) Künstlerische Arbeit wird als ein übersetzendes „Ins-Werk-setzen“ von Situationen, Atmosphären und Ereignissen verstanden (de Ponte) Für GANG ART kennzeichnet sich jede gegenwärtige Situation durch eine spezifische Atmosphäre, eine „Stimmung der Zeit“. Diese umfaßt für die Künstlergruppe eine Summe von räumlichen, sozialen, kulturellen, privaten, politischen und weiteren denkbaren Situationen, und meint somit die Zuständlichkeit des Daseins. (Vergl. Bollnow) (XB) Welt ist eine Konfiguration, eine Erschließungs- und Begegnungsstruktur. Deshalb erscheint etwas immer schon in einer Welt. Deshalb versteht man einen Menschen erst wenn man seine Welt kennt. Sicht der Situation (LC) Situationsgerechte psychische Gestimmtheit (Vorsicht, gespannte Aufmerksamkeit oder Entspanntheit) 01 kulturtheoretische Sicht (CS) kulturelle Gefühlsgrammatik 01 kontextuelle Sicht Die Atmosphäre, die Stimmung, die Dichte einer Situation (RK) (Nieslony) Es ist wichtig, mit einer Situation umzugehen – Die Atmosphäre ist schon da !

2 24 strukturelle/strukturale Sicht
Literatur: Franz Xaver Baier / Der Raum Peter Sloterdijk / Sphären I und II Peter Sloterdijk / Die Sonne und der Tod Reinhard Knodt / Atmosphären – Über einen vergessenen Gegenstand des guten Geschmacks (Vortrag 1993) Bernhard Leitner / Vorträge bei der ars electronica Gernot Böhme / Atmosphäre kirchlicher Räume in: kunst und kirche 2/1998 D. Kamper u.a. / Umzug ins Offene – Vier Versuche über den Raum Ute Woltron / Die Grammatik des Bauens (Standard Artikel) Literatur: (... Fortsetzung) Daidalos Bd. 68 / Konstruktion von Atmosphären Mark Wigley / Die Architektur der Atmosphäre Christopher Alexander / Eine Muster-Sprache Peter Zumthor / A Way of Looking at Things Peter Zumthor / Architektur Denken Maurice Merleau-Ponty (MMP) Georges Didi-Huberman (DH) A. Gosztonyi / Der Raum Raimund Abraham / Elementare Architektur Johannes Porsch (Kurator: sturm der ruhe) Wilfried Wang (... über Unmittelbarkeit) Elisabeth Ströker / Philosophische Unter- suchungen zum Raum Literatur: Andreas Nebelung / Zwischenräume H. Seitz / Räume im Dazwischen Gernot Böhme / Brief an einen japanischen Freund über das Zwischen – in: Philosophie und Phänomenologie in Japan Lewin (Feldtheorie) Jon McKenzie / Perform or Else Gernot Böhme / Aisthetik – Vorlesungen über Ästhetik als allgemeine Wahrnehmungslehre Performance – Relikte & Sedimente Bruno Reichlin / Jenseits der Zeichen – Zur Unmittelbarkeit des wahrnehmens in der Architektur Literatur: (... Fortsetzung) Martin Steinmann / Form für eine Architektur Diesseits der Zeichen Martin Steinmann / Die Gegenwärtigkeit der Dinge Edward Conze / Buddhistisches Denken Literatur: Kurt Lewin Gernot Böhme / Aisthetik Peter Buchanan / Gedanken über Atmosphäre und Moderne Elias Canetti / Masse und Macht Literatur: Peter Arlt / Praktiken von Zwischennutzern Christian Höller (Hg.) / pop unlimited? Simon Reynolds (SR) – Seeing the Beat – Netzhautintensitäten in Techno- und Electronic-Dance-Videos Nicholas Sunders / Ecstasy Christian Mikunda / Dritte Orte (Beitrag) Ulf Poschardt / Cool Literatur: Gernot Böhme / Die Atmosphäre einer Stadt (Beitrag in) Von Innen nach außen. Stadt- entwicklung ohne Stadt? Christian Mikunda / Der verbotene Ort Mark Wigley / Die Architektur der Atmosphäre (daidalos) Denise Schulz / Das Lokal als Bühne Die Dramaturgie des Genusses Tony Davis / Stage Design Wenn die Glatzen an der Ecke stehen / Beitrag: Atmosphärische Interventionen – Minka Karsten (MK) (Betreuung: P. Arlt u. Philipp Oswalt) Wahrnehmungstheorie zur Architektur (B. Leitner) Phänomenologie der Wahrnehmung Orteforschung (Peter Arlt, Marc Auge) Theorie städtischer Ort Topoanalyse (Franz Xaver Baier) Architekturtheorie / Arch. Diskurs 25 räumliche Sicht Strukturalismus (Diskurs) Semiotik / Theatersemiotik Symboltheorien des Wissens Systemtheorie / System-Diskurs Feldtheorien (Lewin ...) Topological Psychology Formalwissenschaften Selbstorganisationstheorie Sicht der Orte 24 strukturelle/strukturale Sicht Systemsicht Raumwirkungen Atmosphäre durch die Qualität des Raumes (s.l.) Sicht der Zeichen Gestimmter Raum (E. Ströker) formale Sicht Kunstwerke die kein Gebilde (im Sinne eine Skulptur) sind, sondern atmosphärisch getönte Räume (James Turell) Ekstasen mit Zeichencharakter: Gesten und Gebärden (GB) räumliche Atmosphären Die Kunst der Atmosphären = Die Kunst des Raumes Räumliche Strukturen werden auch leiblich gespürt (GB) Sicht der Relationen Atmosphären sind gestimmte Räume (randlos ergossene Gefühle) Der Begriff „gestimmter Raum“ (Binswanger) Der Atmosphärenansatz versucht die Verengung der Ästhetik auf Semiotik und Hermeneutik zu überwinden (GB) (XB) Die Gesellschaft hat sich verkrampft im Greifen und Begreifen und erstarrt im Begriff ... Dadurch faltet Sich die Umgebung nicht auf. Man entdeckt die Atmosphären als einen Raum, in den man hinein gerät (GB) Beyond the symbols (Zumthor) Zwischen dem Spüren von Atmosphären und dem Deuten von Zeichen ist ein radikaler Unterschied Wenn ich in einen Raum hineintrete, dann werde ich in irgendeiner Weise durch diesen Raum gestimmt. Seine Atmosphäre ist für mein Befinden entscheidend. Atmosphäre als das, was von Dingen und Menschen ausgeht, was Räume mit affektiver Tönung erfüllt Machttheorien Macht-Diskurs (mit Foucault) (Spielregeln der Kunst) Organisationstheorie Institutionskritik-Diskurs Kulturmanager-Debatte Sphärisches Denken (XB) Das „Übel“ ist eine Struktur (GB) Atmosphären werden in aktiver Betroffenheit erfahren Vorsemiotische Erfahrung von Architektur (Steinmann) (GB) Atmosphären: Wo bisher die Zeit dominierte, rehabilitiert oder entdeckt sie allererst Räumlichkeit Was nicht heißen soll, daß wir manche (An)Zeichen in Sekundenbruchteilen lesen können Zumthor: Ich habe fast nie mit Formen zu tun, das ist etwas, was mich überhaupt nicht interessiert 23 machttheoretische Sicht Anstelle einer Grammatik der Zeichen installiert sich nach und nach eine Grammatik der Materialien (Reichlin, Steinmann) Atmosphären der Macht: Faschistische Strukturen – Größe, Mächtigkeit Gefühlsqualitäten von Räumen erfassen (s.l.) Die Analyse kann nicht die eigene Wahrnehmung (der körperlichen Wirklichkeit) ersetzen (Martin Steinmann) Ambiance s.l. Vorsemiotische Erfahrung Kampfsicht (GB) Um Räumliches handelt es sich bei Atmosphären allemal Schmerz macht ortlos (XB) Farbräume Im Laufe jeder Wahrnehmung .... Ist mit einem Umschlagen der Wahrnehmungsweise, nämlich vom Spüren der Atmosphäre zum Lesen von Zeichen, zu rechnen (GB) (Vergl. Schnellwahrnehmung ganzer Galerieräume mit J. Nemeth) Das Bad in der Masse – Massenaufmärsche räumlicher Charakter der Atmosphäre (Hermann Schmitz - Leibphilosophie) Physiognomie spielt keine Rolle mehr .... Schmitz arbeitet den räumlichen Charakter der Atmosphäre heraus. Atmosphären sind immer räumlich >randlos<, ergossen, dabei ortlos, d.h. nicht lokalisierbar, sie sind ergreifende Gefühlsmächte, räumliche Träger von Stimmungen. (GB) „intime“ Räumlichkeiten ... eine besondere Atmosphäre schaffen s.l. Gestalten als Ekstasen Raumgestalten (Siehe auch: Linienführung) Voluminösität / Mächtigkeit Aura braucht Distanz – Atmosphäre braucht Raum Räume mit gedämpfter Atmosphäre (s.l.) Lokalkolorit nutzen s.l. Siehe auch: Sicht der Zerstörung Siehe auch: energetische Sicht (Conze) Die letzten Stufen zur Erlösung – Das Zeichenlose Paradoxon: Der Blick auf die „Relation“ führt zur (Wahrnehmung der) Ekstase der Objekte (DG) Das immaterielle Zentrum der Performance, jeder Begegnung, das gemeinsame Wesen ist: das Zwischen- den-Menschen; das Zwischen-den-Dingen (Nieslony) Was ergießt sich alles im Raum? Raumgreifende Erscheinungen (als atmosphärische Erscheinungen): Licht, Dunkelheit, Schatten, Farbtemperatur, Geruch, Luftzug, Nebel, Feuer, Klänge, ... Performances, Environments, Ambiente, ... Atmosphäre von Reichtum, von Eleganz, von Macht (GB) (MH) In dem Maße, wie das affektive Betroffensein durch das Wahrgenommene aus der bewußten Wahrnehmung entfernt wurde, wuchs die Wirkmacht des Wahrnehmenden über das Wahrgenommene Atmosphären sind etwas zwischen Subjekt und Objekt. Sie sind nicht etwas Relationales, sondern die Relation selbst (GB) Selbstinszenierung der Macht und Ausübung von Macht durch die Beschwörung von Atmosphären. (Böhme) Atmosphären sind weder Zustände des Subjektes noch Eigenschaften des Objektes (GB) Wir nehmen die Dinge nicht notwendigerweise als Zeichen war (Bruno Reichlin) Auswirkung von Führungsstil auf die Gruppenatmosphäre (Lewin) Macht & Emotionen Verschiedene Orte/Räume und Lichtverhältnisse vermitteln eine je eigene affektive Botschaft (LC) Raumerlebnisse: Nachtblindheit, unendliche Räume, ... Landschaft als Erlebnisraum Schwierigkeiten die Relation zu denken: Seit Aristoteles „herrscht“ die Dingontologie bzw. genauer eine Substanzontologie (GB) (Laibach) Bei Laibach herrscht eine äußerst disziplinierte Atmosphäre – Monumentalität – extrem verstärkter Lärm Blind machendes weißes Licht Die Macht der vollen Ausleuchtung Die jede Atmosphäre niederstrahlt (UP) Coole und eiskalte Killer (UP) Die Emotionslosigkeit ist bei Warhol mühsam Hervorgebracht Atmosphären werden durch die Eigenschaften der Objekte in deren Zusammenspiel erzeugt (GB) Kampf & Emotion Umzug ins Offene Unterschiedliches Ambiente: (s.l.) -white cube (sachlich) -öffentlicher Raum -Kirchenraum -Büroatmosphäre (Serviceproj.) -Gangsituationen -Restaurantatmosphäre -Völkerkundemuseumsatmosphäre -Kinofoyer-Atmosphäre Es gibt eine Wirkung, die von dem ausgeht, was da ist, von der Form, und nicht von einer Bedeutung, die aufgrund einer Konvention mit der Form verbunden ist (B. Reichlin) Es gibt eine unvermittelte Erfahrung der Dinge The atmosphere of murder (Iva Matija Bitanga) Unbeschwerte Atmosphären der Popkultur Medientheorie Poptheorie / Poptheoret. Diskurs High&Low Diskurs Technoculture-Diskurs cultural studies Diskurs Modediskurs / Retrodiskurse Hedonismusdebatte Neuer Subjektivsmus – Debatte Fun Debatte Onthologie des Ereignisses Emotionales Sample (UP) Räume zum Atmen (Zumthor) Verschiebung der Architekturanalyse von den Objekten als Zeichen hin zu den Objekten als Formen und von ihrer Bedeutung hin zur Wahrnehmung (B. Reichlin) Die Architektur hat zB. im Kirchenbau Atmosphären des Heiligen und der Demut erzeugt, und sie war immer eingespannt in die Produktion von Herrschaftsatmosphären sie greifen in die Befindlichkeit derjenigen ein, die sich diesen Gebäuden nähern oder sie betreten. (GB) Vergl. dazu im Detail: Politische Objekte, Herrschaftsobjekte, Machtobjekte (DG) Neuansatz der Physiognomik: nicht mehr Teil der Semiotik: die Züge einer Physiognomie werden nicht (mehr) als Zeichen für einen inneren verborgenen Charakter verstanden (GB) GANG ART suchte Räume zw. den Gehalten „Ratio“ und „Pathos“ Atmosphäre – Kunst der Schatten Schatten und Voluminosität Pop & Emotion Pop & Kitsch Emotional culture Atmosphäre von Nicht-Orten bzw. Un-Orten (P. Arlt) Von wegen Symbole und Zeichen, diese Dinge „spürt man in den Eingeweiden“ (B. Reichlin) (Architekten der Schule der Empfindungen) (UP) In der Popmusik wird die Errettung der großen Gefühle versucht ... verstehen, daß der Raum NICHT dreidimensional ist ... (MMP) Raum Ist dadurch gegeben, daß er sich messen läßt (MMP) 22 Sicht der Pop/Rave-Kultur Dieses „kaum qualifizierte Dingphantom“, diese reine „Voluminosität“ (DH) ... Dieses wunderbare Wort aus Volumen & Luminosität (DH) Die Minustemperaturen der Avantgarde führt zur Aufwertung des Pop Atmosphärisch getönte Räume (heitere Atmosphäre) (NeoBarock) Perfumance is a gathering arrangement of forces, an emergent folding of the outside inside, one that generates new formes of beeing and history ... Perfumance, technopoesis, genre machinic. (McKenzie) Pantheon – Licht & Mächtigkeit (Lieblingsraum von B. Nieslony) (GB) Phänomenologie von Atmosphären als ergreifende Mächte (H. Schmitz) Die Live-Atmosphäre kann Nicht per CD oder Video ins Wohnzimmer übertragen werden sportliche Aspekte Stimmungen des Ortes: Lokalkolorit, Milieu In der Wahrnehmung der Atmosphäre spüre ich, in welcher Art Umgebung ich mich befinde. (GB) Perfumance: Because he deals with this atmospheric outside, this readings are not only stratoanalytic but also meteorological. Following Focault, Deleuze enters the stormy zone between different strata (McKenzie) Live-Atmosphären Liveness Das Volumen ist in besonderem Maße eine objektive Eigenschaft, sogar eine primäre Qualität. (GB) Es gibt daher eine entspr. Ekstase, die man Voluminösität nenne könnte oder vielleicht auch Mächtigkeit (GB) (SR) Relative Gleichgültigkeit der Technokultur gegenüber dem Visuellen (geschlossene Augen auf der Tanzfläche) ... Trotzdem: fluoreszierende Hintergründe, durch Trockeneis- Nebelfelder schneidende Laser, Hintergrundprojektionen (Vergl. Licht/Nebel-Ergossenheit) Sicht öffentlicher Auftritte Atmosphäre beginnt dort, wo Konstruktion endet (Wigley) Anstaltsatmosphäre (RK) Der Raum ist abständig, der Raum ist tief. Er bleibt unzugänglich ... Die grundlegende Erfahrung für uns wird darin bestehen, seine Aura zu empfinden, das heißt die Erscheinung seiner Ferne und deren Macht über unseren Blick ... Unsere Fähigkeit uns angeblickt zu sehen (DH) (XB) Räume machen uns aggresiv oder friedlich, beeindrucken oder befreien Friedfertige Atmosphären Lichtblitze organisieren Dunkelheit. Temperatur und Dichte der Menschen- menge definieren Bereiche ... der Stimulation. ... Der Herzschlag wird mit dem Basebeat koordiniert. ... der Feldraum des Ravers ... Formale Fehler, Fehler in der Voluminösität zerstören Atmosphären Sicht des öffentlichen Raumes In der Nacht verändert sich die Voluminösität der Architektur stark – auch bei Nebel (Vergl. Lentos) Auch die „Überstrahlung“ trägt dazu bei Bewachungsatmosphäre (RK) (Julia Scher) (McKenzie) We are interested in the atmosphere or diagram of forces that doubles the performance stratum. The atmosphere at the prison Raum erscheint uns immer schon erschlossen (XB) Die ganze Zeitgeist-Mentalität ist atmosphärisch (Wigley) (GB) In solchen anfänglichen Situationen wird deutlich, daß, was zuerst und vor allem Einzeln wahrgenommen wird, in gewisser Weise der Raum selbst ist. ... dabei ist die affektiv getönte Enge und Weite gemeint, in die man hineintritt ... (DIG: Vergl. die ganz persönliche Raumwahrnehmung) Das betreten einer Wohnung: kleinbürgerliche Atmosphäre schlägt entgegen Man betritt eine Kirche: man fühlt sich von einer heiligen Dämmerung umfangen (Vergl. auch: produktive Denk- und Arbeits-Atmosphären) (TB) Dieses Mehr, das über das Reale Faktische hinaus liegt, das wir aber ineins damit spüren, können wir das Atmosphärische nennen. Fragen der Masse u. Voluminösität in der minimal art (D. Judd, R. Morris, Tony Smith) Voluminösität oder Mächtigkeit wird in besonderem Maße leiblich gespürt. (R. Serra, A. Kosa) (Vergl. Schlafen unter riesen Bücherwänden) Es geht um den Raum, den ein Ding „beansprucht“ (MC) Man ist kein teilnehmender Beobachter mehr, sondern nur noch Teilnehmer Diese Voluminosität variiert je nach der betreffenden Farbe(DH) Alptraumatmosphäre – KZ Lange Kanten als energetische Störungen in einem Garten (feng shui) (SR) Der Sound ist eine physische Präsenz, ein intimer Druck aus Beat und Bass, dessen üppige Sinnlichkeit dich einhüllt, dein Fleisch durchdringt Discoatmosphäre: Lost in Music – Tieftöner, Stroboskop, Leuchtboden, Kristallkugel, Lichtorgel, Laserlicht Großveranstaltungen Gefühlsbad in der Masse Atmosphäre als komplexe Faltungen (als ein Ineinanderfließen) (Vergl. (DH)) Physiognomie des Krieges (GB) Schwarze Volumen (Tony Smith) Nächtliche Autobahnfahrt als Initialwahrnehmung (UP) Es geht auch um kommunikative Kompetenz. Vor allem der DJ muß, um die Tanzfläche zu füllen, eine Sensibilität für die Schwingungen im Raum haben .... das Publikum vor Begeisterung in die Selbstauflösung treiben Lichtdurchflutet, Lichtbad Bauen an einer Stadt, als atmosphärisches Nach- und Umrüsten eines Raumes (RK) polymorphologisches Denken (PS) (SR) seismische Sub-Bässe Atmosphäre von Techno-Parties Vergl. Dazu auch Räume, die Menschen „beanspruchen“ – je mächtiger, umso größer der Radius (sehr schüchterne Menschen verfügen nur über wenig „Umraum“ – es kommt ständig zu räumlichen „Übergriffen“ – sie sind wie unsichtbar (DG) (SR) Das Auge dem Ohr Ähnlicher zu machen (als „Gefäß“ der Nähe, des Eintauchens, der Verletzlichkeit) Die Atmosphäre eines (Architektur-)Projektes läßt sich aus äußerst feinen Abwandlungen des Zeichenstils erahnen (Wigley) Ektasen der Voluminösität hängen auch von der Konstellation der Objekte ab, von der „Stellung“ und auch von der Gestalt (GB) Musikalische Atmosphären (als Aufgabenfeld des DJ) 21 ökonomische Sicht / Produktionssicht Globalisierungsdiskurs Liberalismusdiskurs Ökonomie als Diskurs (Foucault) (Spielregeln der Kunst) 25 architektonische Sicht (MH) Der Raum wird physisch erfahren (als eine Art Feldkraft) und nicht optisch erfahren (PS) Ich verstehe den Menschen als ein raumlösliches Wesen, als einen psychischen Feldeffekt Wettkampfatmosphäre Stadtgründung: Schaffung einer Atmosphäre, also einer ersten Heiligkeit (RK) (Diener & Diener) Wettkampffieber Ambient-House Atmosphäre-Spezialisten aus der Techno-Kultur Emotion & Architektur (atmosphärische Architektur) Zumthor: Wir gebrauchen Wörter wie Stimmung oder Atmosphäre oder Ausstrahlung oder Seele ... sonst nur noch Christopher Alexander in seiner „Pattern Language“ 24 Sicht des Feldes Difuse Ereignisfelder (Sowa) Mit der Menge verschmelzen (SR) Stadion-Atmosphäre Finanzierungssicht / Kostensicht / Sponsorensicht Chi als das Atmosphärische (TB) (SR) multisensorisches Erlebnis eines Clubambients Kühlaggregat Geld (UP) Die Architektur ist durch Atmosphäre definiert (Wigley) Die Außenhaut eines Gebäudes geht in den Außenraum über, ins Atmosphärische ... (Krischanitz) Chill-out-Räume Eintauchen - durchdrungen werden Lichtgestaltung OK-Linz bei der Veranstaltung stop.spot! 10/2001 (Das ganze Haus wurde über Lichtzonen zu einer „Einheit“ zusammengeschlossen) Atmosphäre einer Stadt Charakter einer Stadt (das Individuelle einer Stadt) ch´i ki nin-gen Aidagara Sicht des Zwischen(raumes) Das Nichtgreifbare der Architektur (Zumthor) Some favorite concepts are volume, site, memory, thing, passion, sensuality (sounds, smells, darkness, light, light ray), atmosphere, quality, image, view, ritual, ...) (XB) Architektur ist in erster Linie nicht Formsache, sondern Medium eines Zustandes, der Beziehungsfelder erschließt Sicht der AusstellungsmacherIn (SR) Die Hierarchie der Sinne umstürzen: Die visuelle Wahrnehmung wird durch die audio-taktile Wahrnehmung ausgeschaltet, einem vibrierenden Kontinuum, in dem der Ton so verstärkt wird, daß er die Eingeweide durchdringt – Gewalt und Zärtlichkeit zugleich. Der Körper wird zum Ohr. Zwischenphänomene Sicht der Sphären (Sloterdijk) Zwischenwelt-Denken (Sloterdijk) Sicht der Städte u. Regionen Clubszene: ... Mitten in der Stadt die große Weite / Du hast space ... Badeanstalt das Ritual der Reinigung, fast wie im Kloster – so eine Ausstrahlung hatte das (Studie von P. Arlt) Säulen aus Stein ... Wunderbarer Naturstein-Fußboden in schwarz ... Das Ding hatte so dermaßen flair Man sucht Immoblien mit Charakter und flair Ziel der ästhetischen Arbeit ist das Nichts, das Zwischen, der Raum (GB) (SR) eines der Ziele – das Auge ohnmächtig werden zu lassen Kleinere Städte können stumpfe Stimmungen ausstrahlen bzw. bewirken Atmosphärischer Bann großer Städte (RK) Vom Dazwischen als mentales Feld (Bianchi) KuratorInnen-Sicht Literatur: Alex Farquharson (Ed.) / the magic hour – the convergence of art and Las Vegas Ulf Poschardt (UP) / COOL Aby Warburg / Gesammelte Schriften – Der Bilderatlas MNEMOSYNE Robert Schlesinger / Die Emotionale Revolution – Die Oper als Schlüssel zu den 150 Jahren des 19.Jahrhunderts Charlese Jencks / Black box, white cube, ersatz cathedral, shopping mall and renta-culture Atmosphärische Architektur (s.l.) Opakes Licht (Kunsthalle Klosterneuburg) Über den Dächern (OK Mediendeck) Bunkeratmosphäre (Kunsthalle Wien) (Ausstellungs)Architektur als Stimmungskunst Soziologische Feldtheorie (Lewin) s.l. Ausgangspunkt ist die Gesamtsituation: zB. Atmosphäre der Freundlichkeit sphärisches Denken (Sloterdijk) (SR) physische Wirkung von Lautstärke („Volumen“) ... Sound als fließendes Medium, das den schwebenden Zuhörer wie in einem Schoß einhüllt Antithese von Stadt und Wüste Panoramabilder (Wim Wenders) power-fields (Lewin) (Dottie Indyke) Nature´s calm: the Atmospheric paintings of Emmi Whitehorse (transmits the atmosphere of the inner city) Label ambient von Brian Eno „Music For Airports“ sphärologisches Denken (Sloterdijk) 23 Sicht der organisierenden Institution Den „Geist“ des Hauses mitbekommen (s.l.) u.a. Ausstellungsinstitutionen Felder denken (Sloterdijk) Öffentlicher Raum als besondere Atmosphäre (für Kunstprojekte) Atmosphärische Gestaltung des öffentlichen Raumes (SR) urbanes Sich-Treiben-lassen Apokalyptische Stadtatmosphäre (Vergl. div. Kinofilme) Zumthor ist am emotionalen Erlebniswert des „Bildes“ interessiert – am Stimmungsbild Zumthors Entwürfe gründen in einem atmosphärischen Gefühl (Vergl. Kunsthaus Bregenz) (s.l.) Verschiebung vom Objekt zum Feld (Tony Smith) Analyse der atmosphärischen Bereiche einer Stadt (Vergl. Flußlandschaft in Linz o. Dresden, Hafenzone Linz, Landschaftsgarten Salzburg) Die Atmosphäre ist der Prototyp eines Zwischenphänomens (GB) Atmosphäre als Feld Stimmungsmanagement (Mikunda) Black market ist in der Gestaltung des „MA“, des Zwischenraumes, dieses Nichts, eine Art geistigen Betretenseins (Nieslony) Gesamtkunstwerk-Sicht Party-Ambient (Angela Bulloch, Jorge Pardo, Rirkrit Tiravanija, Tobias Rehberger) (S. Römer) (Nieslony) Das japanische MA – der zentrale Begriff der Ästhetik umschreibt diesen Begriff (der Energie) als „DAS DAZWISCHEN“ The exciting atmosphere of the city Emotionale Organisation (Tip: Peter Arlt) da,zwischen – eine Modeschau (10/2001 Linz) zwischen dir und mir. zwischen da und dort. feinstoffliches dazwischen. da wie dort. zwischen oben und unten. ein hauch von irgendwas. ein flüchtiger augenblick. dazwischen wir. ... Zumthor ist an der Körperlichkeit der Architektur und am Raum interessiert. In interessiert, daß ein Gebäude etwas ausstrahlt ... Atmosphäre ist etwas zwischen Objekt und Subjekt (GB) Crossover zwischen Kunst und Nachtleben (Heimo Zobernig, Otto Zitko, Peter Kogler, Fritz Grosz, Franz Graf) In seiner Introduction to a Critique of Urban Geography aus dem Jahr 1955 wundert sich Guy Debord über den plötzlichen Wechsel des Straßen-Ambientes innerhalb von wenigen Metern; die offensichtliche Unterteilung der Stadt in Zonen mit verschiedenen psychischen Atmosphären (Wigley) Die Kunst menschliche Städte zu bauen (warum haben „gewachsene“ Städte Atmosphäre?) (Neo)Barock-Sicht Atmosphäre durch Blumen, Bäume und fein gesetzte Möblierung Gestaltung des Raumes mit Enge und Weite, Richtung, mit Leichtigkeit und Schwere (GB) (XB) Zwischenraum gehört in der japanischen Tradition zur Kernidentität. Das Wort Mensch, „ningen“, heißt „Mensch-Dazwischen“ Kategorie des Zwischen als Leitkategorie einer Ästhetik des Atmosphärischen Die Situationisten wollten der überkommenen Stadt eine neue psychogeographische Architektur aufsetzen (Wigley) Atmosphärische Architektur Gerade Architektur produziert in allem was sie macht Atmosphäre (GB). Architektur ist gerade insofern ästhetische Arbeit, als damit immer auch Räume einer bestimmten Stimmungsqualität, als damit Atmosphären geschaffen werden (GB). Niemals geht es nur um die Gestaltung eines Gegenstandes, sondern immer zugleich um die Schaffung der Bedingungen seines Erscheinens. festliche Atmosphäre von Passagen, Einkaufszentren, Flughäfen, Restaurants, Hotels, ... Atmosphäre der DDR (Einheitsdesign) (SR) Visuelle Gestaltung: ... Videopalette gleitender Chromatik, phosphoreszierende Fäden, wallende Nebelschwaden aus extrem verschleierter Helligkeit und kerzenwachsartigen Strömen; Palimpseste, Ektoplasmische Impulse, kaleidoskopische Wirbel und spektral, zerlaufende Effekte; ... Split-Screens mit verwischtem Rand, einer unsauberen Überlappung (Vergl. Mark Rothko) Barock – Multiperspektivität und niedere Sinne (Mike Hentz) Realisation einer Festkultur Stimmungsdrogen 20 (kunst)historische Sicht Kunsthistorik Kulturhistorik Psychologie der Sammlung Philosophie/Theorie des Sammelns Gedächtnis-Diskurs Gedächtnistheorien „Ende der Geschichte“-Diskurs Museum Studies Der Atemkreis der Dinge (RK) (FB) Langeweile, als quälende Gleichgültigkeit Die Situationisten entwickelten zahlreiche „psychogeographische“ Techniken, die dieser Analyse (der durchmischten Atmosphären) dienen sollten (Wigley) Relevante kunsthistorische Studien: (SR) Ecstasy als eine Droge, die alle Sinne zu intensivieren scheint Ein Gebäude betreten heißt in eine Atmosphäre eintreten (Wigley) Mnemosyne, Bilderreihe zur Untersuchung der Funktion Vorgeprägter antiker Ausdruckswerte bei der Darstellung Bewegten Lebens in der Kunst der europäischen Renaissance (Warburg) Zwischen (Buber, Rosenzweig) Zwischenleiblichkeit (Merleau-Ponty) Betwixt and between (Turner) Ekstasen der Dinge (Böhme) Lichtinszenierung einer Stadt (Beleuchtung der Brücken, Türme, Wahrzeichen, Hauptachsen, ...) (XB) Der Zwischenraum ist etwas Erstes und Drittes zugleich. Etwas Erstes, weil er der Anfang einer Begegnung sein kann und etwas Drittes, weil er das Ergebnis einer Begegnung sein kann. Damit hat der Zwischenraum eine eigene Form der Wirklichkeit. Er ist ein Wesen, wie die griechischen Götter Eros und Hermes (Vergl. Chi) Ganz bewußt und theoretisch durchdacht versuchte man wohl erstmals im Barock, Atmosphären zu schaffen. Davor hatte Leidenschaft als Schwäche des Fleisches gegolten (Buchanan) Sicht der Sammlung Durch Arrangement von Dingen und Setzen von Eigenschaften, d.h. durch Operieren mit Objekten, kann man Atmosphären erzeugen (GB) 22 Unterhaltungssicht (A, Trba, B. Burkhard) Was wir machen, ist Seelenarbeit The search for a certain atmosphere (panoramic aerial views of cities) Architektur ist in der Beziehung zw. versch. Atmosphären angesiedelt Stimmungslagen ganzer Epochen Museumssicht (MH) Die „Saftigkeit“ der Barock-Architektur - Die aufgeregte Affekt-Kunst des Barock /vs/ Renaissance (Kunst des schönen ruhigen Seins) Wölfflin zieht zweitere vor (FB) in den echten Gestimmtheiten erscheint überhaupt kein Ich, kein Gegenstand, keine Grenze zwischen Ich und Gegenstand. Die Grenzen des Ich verschwimmen Künstliches Licht verwandelt die Stadt in einen Raum aus Leuchtkörpern (Vöckler) Sicht der Inszenierung Atmosphärische Topoanalyse (den Charakter von Platzräumen und Landstrichen definieren und pflegen) To the atmosphere of the decade (Louisa McElwain) painter Die Rolle der Emotion im Laufe der Kunstgeschichte Die atmosphärischen Effekte der Barockarchitektur erscheinen nicht nur szenographisch unecht, sie wirken allzu unecht, sie wirken auch allzu erdacht in der Manipulation der im Betrachter ausgelösten Gefühle. (Buchanan) Die Moderne konstruiert sich oft im Widerstand dazu (Laura Kikaka) Bauhütte Gemütlichkeit – Reproduces the atmosphere of a 1970s club Stimmungskanonen Architekturhistoriker, die versuchen, ein Gespür für Atmosphäre zu schaffen, wenn sie etwa das historische Klima beschreiben (Wigley) (MK) Durch das Ohr beginnen die Materialien zu klingen. Diese geben uns Orientierungshilfe (knirschender Kies) und schaffen Atmosphäre (Rauschen der Bäume) Architektur schaffen, die atmet (E. Mitchel) eingetaucht sein (XB) „Innen“ entsteht durch einen ontologischen Sprung, wodurch wir uns einbringen. Als Zwischen-Raum, Zwischen-sein, Inter-esse (Louise Bourgeois) ... Installation, sculpture and memory overlap in complex layerings to create affecting atmospheric spaces (MK) Der Geruchs- und Geschmackssinn führt uns weg von unangenehmen und hin zu wohlduftenden Orten. Durch die Haut können wir die verschiedenen Temperaturen spüren. Sie lassen uns wohlig und angenehm fühlen oder schaudern und frösteln. Übersteigerung und kühne Bildhaftigkeit (Barock) Emotion & Unterhaltung (MK) Wir entdecken rastlose, schnelle Orte ... ruhende Plätze, ... die durch Nischen und bestimmtes Mobiliar Rückzugsmöglichkeiten schaffen eingefaltet sein Stimmungsmanagement (Mikunda) Mood Management (Mikunda) Tate modern: Ausstrahlung - von Haus aus (Halle mit einem unglaublichen Raumgefühl) Atmosphäre entströmt dem Objekt (Woltron) Architektur als atmosphärische Geste (große Gesten) Die ganze Zeitgeist-Mentalität ist atmosphärisch (Wigley) (XB) Die Wirklichkeit durchwirken, sowie sie uns immer durchwirkt Miniland, Kinderparadies, Legoland, Saunalandschaften, Sitzlandschaft, Disneyworld (XB) ... Ganze „Welten“ als isolierte Situation Einkaufszentren als Universen (XB) (Kabakov) Wir wissen, daß es in unserem Jahrhundert ziemlich einflußreiche Gruppen gegeben hat (Fluxus, Surrealisten, Kubisten, ...) ... Die Mythologisierung dieses Phänomens, eine Installation, die die Atmosphäre vermittelt, in der sich alles entwickelt hat, das ist es, was mir vorschwebt. (MK) Fähigkeiten der Materialien, Orte ganz verschiedener Atmosphäre zu schaffen .... Material- und Farbwechsel, Markierungen, Schatten, Reflexionen ... erzeugen Abgrenzungen im Raum Atmosphäre ist gewissermaßen eine sinnlich wahrnehmbare Emission von Schall, Licht, Wärme, Geruch und Feuchtigkeit; ein wirbelndes Klima nicht greifbarer Effekte, die von einem Stationären Objekt erzeugt werden (Wigley) (XB) Die Bewegtheit des Lebensraumes kann man in erster Linie an den Zwischenräumen ablesen szenische Gestaltung / Inszenierung Die ganze Welt wird Bühne Es kann von einem szenischen Wert der Waren gesprochen werden Diverse Werke (Venedig 2001) (Perfekte Simulation von Vasen Gerd Rohling) (Theaterkino G. Bures Miller, J. Cardiff) (Pool Erlich, Sacco) (Selbstinszenierung, Medieninszenierung Com & Com) (Pseudodemo – unsinnige Handlungen – Aernout Mik) Inszenierte Wohnwelten (Venedig 2001) (Wohnung als Bühne Ilona Nemeth, Jiri Survka) (Wohnraumwelten Alexandra Ranner) Inszenierte Fahrzeuge & Containerlandschaft (Venedig 2001) (Barry McGee, Stephen Powers, James Todd) Atmosphärische Gesamtgestaltung Die Museumsarchitektur der 80er Jahre war für mich eine wirkliche Katastrophe (Wolfgang Laib) (Kunsthalle Bregenz entspricht ihm sehr) (MK) Menschen, ... Die mit ihrer Präsenz und Dominanz oder Abwesenheit den Orten verschiedene Stimmungen geben. In welchen Punkten ist die Moderne blind ? u.a. in Bezug auf die emotionale Sicht (XB) Zwischenräume können seicht werden, dünn und trocken oder aber tief und von unendlicher Intensität Konstellative Darbietung (MS) (MK) Orte mit großen Defiziten an Aufenthaltsqualitäten (J. Herzog) Wir möchten ein Gebäude bauen, das Sensationen hervorrufen kann, und nicht eines, das diese oder jene Idee repräsentiert. Bilder, die wir einsetzen sind nicht narrativ. Schule der Empfindungen (B. Reichlin) Der situationistische Versuch, Architektur als Stimmungskunst neu zu definieren (Wigley) Wir wollen leidenschaftliche Häuser bauen (A.F. Concord) Die Raumerfahrung der Raver läßt sich als Feldraum beschreiben (S. Vyzoviti) (XB) Der Flirt aktiviert den Zwischenraum (DH) Die Aura – Ein sonderbares Gespinst von Raum und Zeit. ... ein bis ins feinste durchgearbeiteter Abstand oder Zwischenraum, gesponnen wie ein feines Gewebe Indem die Dichtung Erlebnis vermittelt, vermittelt sie Erkenntnis (SD) Literatur: Alain Corbin / Pesthauch und Blütenduft - Eine Geschichte des Geruchs Hubert Tellenbach / Geschmack und Atmosphäre – Kap. Zur Phänomenologie des Oralsinns Nakazawa A. / Von der Mentalität Kranker, die über Körpergerüche klagen Jon McKenzie / Perform or Else I. Kabakov, B. Groys / Die Kunst der Installation Peter Zumthor / A Way of Looking at Things Wilfried Wang / Über Unmittelbarkeit Tanizaki Jun´ichiro / Lob des Schattens Entwurf einer japanischen Ästhetik Raum – Malerei (Ausstellungskatalog) Michael Hauskeller / Atmosphären erleben 21 Sicht des (Kunst-) Marktes Zunehmend werden die Museen „kommerzieller“ – im Sinne von ästhetisch mit einem emotionellen Mehrwert versehen – und damit Entertainment-Orte (Mikunda) Künstler, die sich auf atmosphärische Situationen spezialisiert haben (W. Turner, Edward Hopper, Wim Wenders) „Eine Waldlichtung, eine Höhle, ein Feuerschein im Dunkeln, das ist großartige Architektur. Ganz ohne Architekt“ (Werbetext) (Tim Hupe – Architekt) Emotion & Sammlung Neue „atmosphärische“ Ausstellungen (XB) Die „Sphäre des Zwischen“ als Urkategorie der menschlichen Wirklichkeit (Buber) Wittgenstein hatte sein Sprachspiel als eine Landschaft verstanden. ... In fremder Landschaft fällt es leichter, den Gedanken des Zwischenraumes zu denken und zu erfahren (Nebelung) Neue Erlebniswelten braucht das Land (OÖN) ... neue Erlebniswelten, in denen die Emotion mit dem Gast Schlitten fährt ... Otto Normalverbraucher auf dem Weg zum sinnlichen Erlebniskunden, der Gefühle kaufen will und keine Ware. Erlebniswelten als Emotionsmaschinen Der Mensch will spielen Es gibt kein Thema, daß sich nicht inszenieren läßt M. Beyr – Bühnen und Gastronomieausstatter G. Frank – Erlebnisdramaturg H-R. Scherib – Freizeitforscher (GB) Atmosphäre einer gewachsenen Stadt (Vergl. Die Kunst menschliche Städte zu bauen) Sicht der Bühne Atmosphärische Ausstellungen: (Olafur Eliasson – Kunsthaus Bregenz) (Musik-, Design-, Mode-Projekte Künstlerhaus Wien) Architektur soll mehr als eine Abteilung für special effects sein In andere Welten eintauchen Einzelobjekte /vs/ Werkkomplexe Unterordnung aller Einzelglieder unter das Ganze (Barock) Atmosphärische Präzision (alles aus einem Guß) (C. Jencks) ... He traces the development of museum culture in Britain since the early 19th century, studies the notion that art works in museum should be quietly contemplated, comparing this to the atmosphere of a church, and contrasts the role of museums with that of churches. Gestaltete Spannungsfelder Atmosphärische Ausstellungsräume (Zumthor) (XB) Wenn die Intensitäten zu Intentionen werden, betritt man den Raum der Repräsentation (Lyotard) (XB) Akut lebender durchgängiger Binnenraum: Die japanische Kultur hat dafür die Begriffe „ma“, „oku“ und „shintai“. Diese markieren eine nicht übersezbare Beziehung von Mensch und Raum (dtv brockhaus) malerisch- Gefühlsansprechende Landschaftsauffassungen des 18.Jhd. (J.W. Wallis, W. Turner) Atmosphäre als Gesamtkunstwerk Ehemalige Kirchen als Ausstellungsraum (XB) immaterielle Wichtigkeit der Stimmungen, Atmosphären, Nähen, Weiten, Dimensionen, Niveaus Rummel-Atmosphäre Die gewollte Überlagerung (P. Arlt) In andere Zeiten eintauchen Atmosphären von bühnenreifer Intensität zu erzeugen (Buchanan) Atmosphäre als ortlose Kunst Atmosphäre als Vereinbarung Atmosphärische Großausstellungen Thematische Ausstellungen: („Ambiente-Arte“ / Germano Celant / Venedig 1976) (sturm der ruhe / AzW – Wien ) Kunsttheorie Morphologie Institutionskritik-Diskurs Kuratoren-Debatte Materialdebatte Differenzphilosophie Rhizomatik Spielräume Zwischenräume Freiheitsgrade (UP) Die sogenannten New Romantics knüpfen mit Aussehen, Auftreten, Werkthematik und Ästhetik an die Klischees der schwarzen Romantik des 19. Jhd. an Die Fröhlichkeit hat dieselbe (gegenständliche) Unbestimmtheit wie die Angst (FB) Architekten als Bühnenbildner (Günther Domenig) Sicht der Re-Präsentation Architektur, Malerei, Musik, Tanz, Schauspielkunst vereinigen sich im Gesamtkunstwerk des Theaters (Barock) A.Tarkowskij entwarf oft auch die Bauten zu Filmen selbst – damit kam er dem romantischen Ideal des Gesamtkünstlers näher (dtv brockhaus) Darstellung der Landschaft als unmittelbarer Ausdruck romatischen Welterlebnisses (C.D. Freidrich) Bühnenatmosphäre 19 Sicht der Repräsentation (TB) atmosphärische Dekomposition Ausstellungsgestaltung als Atmosphärengestaltung (Siehe im Detail – Studie: Die Kunst der Ausstellung) Ausstellungsgestaltung als Atmosphärengestaltung (Dave Hickey – Kurator) Exhibition: Ultralounge featured the work of 11 artists in a „party“ atmosphere rather than a traditional museum setting. He states his desire to escape the „educational“, serious aspect of art, which he finds bogus and blames on Ptotestant attitudes, and to emphasize instead art´s emotional irrationality Architektur der Lust (Jon Jerde) (LR) Das Bewußte des Kunstliebhabers entziffert das Bild und die Sprache der Formen (ikonische Lektüre). Das Unbewußte reagiert in einer weniger kontrollierbaren und vorherzubestimmenden Weise auf die Farben, wo der Betrachter ein „malerisches Auge“ besitzt, so wie man von einem „musikalischen Ohr“ redet. Atmosphäre als Feld Atmosphäre als Strukturdurchbrechung Atmosphäre als Konfiguration der Präsenz Atmosphäre als Spannungsraum Eine alte Tradition in der Architekturtheorie behauptet, Architektur sei niemals mehr als ein Bühneneffekt. (Wigley) Räume, die uns nicht atmen lassen (GB) Diese Leute, also Innenarchitekten, die Designer, die Theatermacher, die Bühnenbildner, die Produzenten von Verkaufsatmosphären wissen ja von der Praxis her, wie man Atmosphären herstellt und was man mit ihnen bewirken kann, denn sie wollen ja Befindlichkeiten erzeugen. Sicht der Ausstellung Verschiedene Zonen eines Lokals sollen eine unverwechselbare Atmosphäre aufweisen (DS) Ausstellungsdesign ist in vielen Fällen eine Frage der atmosphärischen Gestaltung LKW-Projekte (P. Bianchi) Sensory appreciation of atmosphere 20 Sicht der Anti-Atmosphäre (J. Herzog) Wir suchen nicht nach Bedeutung In unseren Gebäuden. ... Ein Gebäude ist ein Gebäude. In diesem Sinne sind wir also absolut anti-repräsentativ. Die Stärke unserer Gebäude liegt in der direkten, an „die Eingeweide gehenden“ Wirkung. Die Szenographien des Barock Sind Allegorien (Paul Thek) Die Allegorie – Sinnliche Darstellung des Abstrakten Viele Formen der sgn. Ambient-Art benutzen Licht verschiedener Farbe und Stärke wie auch Klänge und Musik, um eine eindringliche oder rätselhafte Atmosphäre zu erzeugen (Buchanan) Beengende Situationen Klaustrophobische Situationen und Zustände In den inszenierten Darbietungsbereichen Der Autobahn-Restaurants kann man in die Duftzonen der unterschiedlichsten Speisen eintauchen (Bratenduftinsel ...) Romantik: Auffassung des Lebens als Kunstwerk (Semper:) Architektur sei ein Bühnenbild, das eine sinnliche Atmosphäre erzeuge. (Wigley) Seit 100 Jahren wurde die (philosophische) Ästhetik der modernen Kunst nicht mehr gerecht Innenarchitektur, Ausstellungsarchitektur, Ausstellungsbühne, das Ausstellungsdesign ist in vielen Fällen eine Frage der atmosphärischen Gestaltung (DG). Verschiebung (der recherche architecturale) von den Dingen als Bedeutung zu den Dingen als unvermittelte Erfahrung (Steinmann zu Herzog & de Meuron) Atmosphärische Ausstellungsarchitektur: Viel Licht, opakes Licht (Kunsthalle Klosterneuburg) Über den Dächern der Stadt (Mediendeck) Bunkeratmosphäre (Kunsthalle Wien) zu viel Atmosphäre (Kunsthalle Bregenz) (James Turrell) die „Schulatmosphäre“ des OK wurde durch „Design“ ersetzt. Nur die „Schlucht“ und das Mediendeck haben eine Atmosphäre zu bieten. Hochzeitskapellen in Las Vegas (Jane Hilton) Multidimensionale Flachheit, die unser barockgeschultes Auge als antiatmosphärisch wahrnimmt (SR) Wer ein Video anschaut, tanzt nicht (Gerichtetheit des Mediums ist ein Problem) Atmosphäre als Gesamtkunstwerk Schmückung als Dekoration: Verkleidungen, Maskierungen ... Dieses Auseinanderklaffen von Grundform und Kleinform, die man als bloße Dekoration auffaßt, wird nun Schicksal der europäischen Kunst (Sedlmayr) Die Abschwächung der Intensitäten ... deckt sich mit der Repräsentation (Lyotard) Ein Bauwerk zu errichten heiße einfach, eine Oberfläche zu schaffen, die Atmosphäre hervorbringt. Architekten sind Spezialisten für Bühneneffekte. (Wigley) Ungerichtete Gefahren (Giftige Gase, Sporen, Viren, Strahlung, ...) Difuse Ängste, die alles überdecken Die Gerichtetheit von Medien stört oft Atmosphären Ausstellung als gestalteter Zwischenraum Die Ausstellung als Stimmungsbild Wandlung des Repräsentationsmodells White Cube zum „Ambient“ (S. Römer) Mißlungene Atmosphären: Hole Simulation – kaum sinnliche Gestaltung – visuelle „Ersatzbefriedigung“ Wim Wenders: Ich bin auch deshalb heimgekehrt, weil ich es in Disneyland nicht ausgehalten habe, weil es den Atem der „wahren Bilder“ nicht mehr gab (UP) J. Beuys unternimmt mit seiner Kunst den Versuch, einer Menschheit auf dem Weg zum „Kältepol“ in einer Art Ästhetik des Vorscheins jene Wärme zu zeigen, die sie nach Überwindung der Kältepassage erwarten könnte (Beuys ist wieder sehr gefragt) Der passende Begriff für diese einschneidende Wandlung des künstlerischen Präsentationsraumes scheint mir der Begriff „Ambient“ (S. Römer) s.l. Erdrückende Schwere Jede kleine Entscheidung für eine bestimmte Darstellungstechnik definiert eine Atmosphäre (Wigley) Steinerscher Brutalismus in der Architektur (anthroposophische „Theorie“ /vs/ gestörte Wahrnehmungspraxis) Das Ambient ist grundsätzlich vom White Cube und seiner Atmosphäre ästhetischer Purifizierung zu unterscheiden (S. Römer) Das Theater könnte als Kristallisationspunkt für jede Art von Inszenierung betrachtet werden (DS) Literatur: Gernot Böhme / Die Ekstasen der Dinge (Beitrag) William Turner – Licht und Farbe Jacques Le Rider (LR) / Farben und Wörter – Geschichte der Farbe von Lessing bis Wittgenstein L. Wittgenstein / Bemerkungen über Farben James Turell – the other horizon John Gage / Kulturgeschichte der Farbe Peter Zumthor / A Way of Looking at Things Eine Anschauung der Dinge Martin Steinmann / Die Gegenwärtigkeit der Dinge Wolfgang Laib (Kunsthaus Bregenz) (LC) Postmoderne Emotionskultur (J. Gerhards): hedonistisches Ziel des Vermeidens von Negativemotionen „Glätte“ Die Gestaltung eines Umraumes, einer bestimmten Atmosphäre oder eines Milieus, hat die Präsentation eines singulären Kunstwerkes ersetzt (S. Römer) s.l. Materialkonfusion Energetisches Theater wäre jenseits der Repräsentation (HL) Coolness (Ulf Poschardt) Wichtige Rolle von J. Beuys für die Entdeckung von elementaren Bedeutungen von Materialien (zu Zumthor, Herzog) Futuristische Schule des „Cool“ (GP) Distanzierung zum unmittelbaren Gefühlsausdruck Das Mißtrauen den Gefühlen gegenüber Mechanisierung der Gebärden (UP) War ihre kalte Ausstrahlung zunächst gewählt, um die Wärme der Kunst strahlen zu lassen, wurde der white cube im Verlauf der modernen Kunstgeschichte zum Kühlschrank, in dem sich die Kunst immer mehr den Vorgaben des Raumes anpaßte Emotionale Dissidenz (GP) (Mike Hentz) Voraussetzungen von Klima: DÜFTE UND GERÜCHE sprechen das Unbewußte an, sei es der Rauch in einer Kneipe, frische Luft, einzelne Düfte oder ein spezieller Körpergeruch. (XB) Raumqualitäten sind Ereigniswirklichkeiten (TB) Da alle objektivierende Forschung (im Sinne der zweiten Grundregel von Descartes) auf Ablösung ihres Objektes aus einem Gesamt und somit auf Teilbarkeit angewiesen ist, wird eine diesem (freilich einseitigen) Begriff von Wissenschaftlichkeit entsprechende Behandlung des Atmosphärischen mit Recht für unmöglich erschtet werden. Reproduktion und Re-Präsentation (Vergl. Aura-Konzept von W. Benjamin) Geruch und Stimme sind also charakteristische Weisen, in denen die Dinge ihre Anwesenheit markieren, und zwar sie selbst bis zur schlechthinnigen Singularität. Sie sind daher unstrittige Beispiele für Ekstasen (GB) Tellenbachs Untersuchung über das Schmecken und Riechen als ursprünglichste Beziehung des Menschen zum Atmosphärischen Atmosphäre als Ereignis Atmosphäre als inszeniertes Event Atmosphäre als Inszenierung Feminismus und antiatmosphärische Theorie und Praxis Ekstasen des Geruchs Ausstellung „sturm der ruhe“ Abschnitt Atmosphäre: Remy Zaugg, Herzog & de Meuron (Atelier Zaugg) Adolf Krischanitz (Lauder Chabad Campus) Gerhard Merz (Büro u. Lagergebäude) Diener & Diener (Bürohaus) Der Genuß einer Ausstellung ersetzt den unsicheren Genuß ihrer Exponate (H. Belting) s.l. Geistloser Sprachdurchfall Atmosphäre umgibt ein Gebäude, haftet seiner Materie an (Wigley) Praxiszusammenhänge sind häufig durch Handhabung und Sich-vom-Leibe-Halten bestimmt. (GB) Lieblosigkeit 19 materiale Sicht / olfaktive Sicht (Geruch) Visueller Durchfall: Auflösung der architektonischen Körperlichkeit (Peter Kogler – Kunsthaus Bregenz) Aufdringlichkeiten jeder Art Ausstellungen als Reservate eines unverstellt „Aisthetischen“ (DM) Licht, das alles niederstrahlt Musikalische Zwangsbeglückungen (ohne Fluchtmöglichkeit) Es gibt Kirchen, in denen das Steinerne eine ganz besondere Raumerfahrung ermöglicht (GB) In vielen Werken geht es um die Gestaltung von Atmosphären und weniger um die Gestaltung ästhetischer Skulpturen. Diverse Werke (Venedig 2001) (Stimmungsräume – Ambient-Musik – Span. Pavillon: Ana Laura Alaz, Javier Perez) (Lusterinstallation Suzann Victor) (Nordischer Pavillon) (Atmosphäre japan. Städte) (Kino/Theater-atmosphäre – CAN Pavillon) (Atmosphärenkunst – Gelatine: Versumpfung, Granular) Die Materialfrage ist immer auch eine Temparaturfrage Handwerkerarchitekten (P. Zumthor & Gion A. Caminada) (Kabakov) hat immer wieder betont, daß es ihm um die Schaffung einer spezifischen Atmosphäre ginge (MS) Dem sinnlichen Sosein steht das bloße, das atmosphärische und das artistische Erscheinen gegenüber (MH) Schneefall, sei die völlige Enstofflichung der Umwelt (Bollnow) Emotionale „Behinderung“ stört Atmosphären Sicht der Textur Neue Materialität (GB) Künstler präsentieren Steine, Sand, Vogelfedern und Holz als Kunstwerk, gerade weil die Erfahrung dieser Materialien als konkrete Stoffe in der Warenwelt im Schwinden ist. Architektur und Gerüche sind eng verwandt (J. Herzog) Trübes – Dumpfes Die Oper des 20.Jhd. führt ein Schattendasein, weil sie durch Atonalität, Dodekaphonie und Serialität darauf verzichtet, die Emotionen der Menschen zu erreichen (R. Schlesinger) Geruchsatmosphären (Corbin, Attila Kosa: Kochendes Gemüse, Backofen - Brotgeruch) Material & Emotion Ausstellung „Raum – Malerei“ OÖ Landesgalerie Das Gesamtprojekt intendiert eine intesive atmosphärische Korrespondenz zwischen Räumlicher Situation und künstlerischem Beitrag, der strukturell der Malerei zuordenbar sein sollte Objekt & Emotion Atmosphären durch dingliche Arrangements herstellen Bildtheorien Morphologie Pictorial turn (Diskurs) Atmosphäre als (wiederholbare) Show „kristalline“ Antiatmosphäriker (Kybernetik, Logiker, luhmannsche Systemtheoretiker, ...) Vergl. (XB) Materialien erzeugen Nähe und Distanz (XB) Material, das in Würde altert ... absorbing the traces of human life .... the patina of age on material (Zumthor) Der Geruch der Bilder in Ateliers Eine Möglichkeit mehr Raum einzunehmen führt über Parfum (XB) (MH) Riechen und Atmen ist als ein und derselbe Lebensprozeß zu begreifen Kunst ohne Gefühl (B. Glaser zu Stella, Judd) Rückkehr der Materialität extensive Präsentation von Materialität Böhme: (Nikolas Lang, Gloria Friedman, M. Jetilova, Stefan Huber) Charakteren des Materials – Der Charakter des Materials wird nach der Atmosphäre bezeichnet, die von ihm ausgeht (G. Böhme) Diverse Werke (Venedig 2001) -       (Perfekte Simulation von Vasen Gerd Rohling) („weiche“ Objekte – Gummizelle – Loris Cecchini) Es gibt in unserer Umgebung viele Dinge, die offenbar nicht altern können, sondern nur „veraltern“, die keine Patina ... sondern nur Schäbigkeit gewinnen (RK) (Vergl. Linzer Kaffeehäuser) Die Gerüche sind ein wesentliches Element der Atmosphäre einer Stadt (GB) Die euklidische Sicht ist unatmosphärisch (TB) Beim Tier ist der Oralsinn, vor allem der Geruch der höhere Sinn Atmosphären /vs/ Sicht der Einzelobjekte Anti-atmosphärisches Denken (spröde Werke) s.u. Zu konzeptuelle Vorgansweisen Geruch und Stimme sind als Äußerungsformen nur in der Aktualität gegeben (GB) ... Also performativ ! Geruch: ... Ein Ding in der Erscheinung (GB) Geruch ist eine räumliche Erfahrung I´ve got the spirit, but lose the feeling (Joy Division) (UP) Das modernistische Projektes der Enmaterialisierung (Buchanan) Gerüche sind unbestimmt in die Weite ergossen (Schmitz) objects, which are what the are , whose presence is self-evident (Zumthor) Plumper Kitsch (im Gegensatz zu liebevollem Kitsch) Hoher Anteil konstruktiver Kunst ist antiatmosphärisch In einen Duft eintauchen (MH) Störung von Geruchsatmosphären (Tellenbach – Psychiater) Bestimmte funktionale Gegenstände haben zwar eine Form, aber eigentlich kein Aussehen, d.h. sie „blicken“ nicht (RK). Daß sie nicht „blicken“ heißt, daß sie keinen Atmosphärischen Entwurf heraus fordern (RK) A new way of looking at old things (Susan Pearce) Dinge die Charakter haben – oder Atmosphäre Atmosphäre als Relikt Atmosphäre als Wunderkammer Atmosphäre als „totale“ Installation Barocke Objekte Schädelinstallation (Dinos & Jake Chapman) Cloaca – Kloakenmaschine (Wim Delvoye) Dem Leid in Skulpturen nachspüren (Paul Thek) 18 Sicht des Kunstwerks Ästhetik von Marmor und Marmorimitationen Geruch und Stimme sind als Äußerungsformen in einer Weise charakteristisch für Dinge, Tiere und Menschen, daß über sie eine Identifizierung bis zur absoluten Singularität möglich ist (GB) Gerüche üben auf jeden einen starken räumlichen und emotionalen Einfluß aus (J. Herzog) In Angstzustände ist man wenig empfänglich für Atmosphären Wir haben uns daran gewöhnt, räumliche Ereignisse in die Fläche zu bringen (XB) Der Blick der Dinge (MH) Textur – Das von der Natur „gezeichnete“ Material – Das vom Gebrauch „gezeichnete“ Material Produktsicht Atmosphäre durch entsprechende Materialien (Zumthor) (Jürgen Albrecht) Das Instrument Langer Kartonkubus mit Seitenöffnungen; Kamera an der Stirnseite filmt die veränderte Raumwirkung durch das Seitenlicht (Objekt wird zB. durch Wald getragen) Die „Innenarchitektur“ (Schatten) ist von Meter zu Meter nicht wiederzuerkennen Vergl.: was wir sehen, Blickt uns an Der Trost im Atem der Dinge (RK) Materialien, die altern oder nicht altern, die schnelle oder langsame Oberflächen haben, Farben, die distanzverändernd, ja dynamisch wirken ... (Krischanitz) Grafiken, Pläne und Zeichenbretter zu Fassaden hochgeklappt – Lebensraum auf graphische Ansichten reduziert (XB) Es geht darum, durch Arbeit am Gegenstand Atmosphären zu machen. (GB) (DIG) ... vergl. dazu die lächerlichen Erscheinungen (auch) formal mißlungener Skulpturen Objektsicht Atmosphäre durch Textur: Granit statt Gußbeton – feine Grauabstufung In Würde altern Ästhetik fleischlicher Strukturen (Wim Delvoye) (Paul Thek) Wurstmosaik (Wim Delvoye) Raum-Malerei: Malerei mit Ungemeiner Präsenz im Raum (Ausstellung: Raum-Malerei) Atem der Dinge (RK) Atemkreis der Dinge Materials in architecture can be made to shine and vibrate (Zumthor) Designer (Objektgestaltung): ... Worauf es ankommt, sind deren Ausstrahlung, ihre Anmutungen, Bewegungssuggestionen (GB) Der Entstimmung folgt die Verstimmung. Die entstehende Leere wird durch abstoßende Geruchsäußerungen gefüllt (MH) (TB) With it_s arrangements of power-forces and affective strategies, the atmosphere of flows and nonstratified substances is not so much seen or heard as smelled, sniffed out, traced by nasal passages (McKenzie) Patina – als „atmosphärische“ Schicht (TJ) Alterspatina Man kann der Sphäre nicht gegenüber stehen wie einem Tafelbild (XB) (Edward Hopper) the use of light and shade to evoke the clam atmosphere of the restaurant (MH) Die Beziehung ist immer wechselseitig, sodaß ein ein Ding wahrnehmen immer auch heißt, sich in seinen Einflußbereich zu begeben oder, was dasselbe ist, in seine Atmosphäre einzutauchen Materialität (Abschnitt der Ausstellung – Sturm der Ruhe) Herzog & de Meuron (Tate modern) Cukrowitz.nachbaur/wäger (Kulturhaus) Es gilt also Dinge nach den Formen ihrer Präsenz zu charakterisieren. (GB) Formen der Präsenz sind Weisen, durch die ein Ding charakteristisch aus sich heraustritt. Wir wollen sie Ekstasen nennen. (GB) Durch die Darstellung von Atmosphärischem werde in vielen Kunstwerken Atmosphären vermittelt (GB) (W. Turner) (vermittelte Wahrnehmung) Literatur: Reinhardt Knodt / Ästhetische Korrespondenzen – Denken im technischen Raum Intelligente Ambiente – ars electronica 1994 The magic hour – the convergence of art and Las Vegas Venturi, Scott Brown, Izenour / Lernen von Las Vegas Christian Mikunda / Der verbotene Ort – oder Die inszenierte Verführung Aurora Cuito / Shop Design Tony Davis / Stage Design Forcierte Aufwertung der Atmosphärischen Wahrnehmung (gegenüber der Dingwahrnehmung) in der impressionistischen Kunst (Hubert Sowa) Sicht der Farbe (Lichtsicht II) Raum ist kein Gegenüber für den Menschen (XB) Konzept der Perfumance (McKenzie) (MH) ... So ist der Geruchssinn zweifellos der eigentliche Wirklichkeitssinn, dessen Fehlen mit Weltverlust einhergeht ... Die erste Stufe der Erkrankung ist jeweils der Eindruck, daß die Welt sich entferne ... Diese Form der Melancholie nennt Tellenbach „Entstimmung“. Zugleich verliert die Welt an emotionaler Bedeutung Atmosphärische Bilder Farbwirkungen (Mark Rothko) (B. Newman) Perfumance: the odor of things and words, the sweat of bodies, the perfume of discourse. (McKenzie) Das Ding ist sein In-Erscheinung-Treten (GB) 18 Sicht des Bildes Raum-Bild-Atmosphären (Federle) (DH) Es beunruhigt uns nicht durch ihre dunkle Masse. Sie beunruhigt uns auch durch die Unbestimmtheit (... Vergl. Ergossenheit) Atmosphäre als Ablagerung Atmosphäre als Materialsammlung Atmosphäre als Gegenkonzept zur „Repräsentation“ ... ein Verhältnis von Sich-Zeigen und sich-Verschließen (GB) Ähnlich wie die Farbe müßten die anderen Sinnesqualitäten als Präsenzformen oder Ekstasen der Dinge interpretiert werden. (GB) Geruchsterror (MH) Farben als wirkmächtige Stimmungsträger (Olive Cotton, Max Dupain) Landscape photography – Characterized by a „low tone – atmospheric style“ Bilder mit unheimlicher Atmosphäre (De Chirico) Düstere Atmosphären (A. Kubin) Sicht der Flächigkeit Das Ding und seine Ekstasen (Gernot Böhme) (MH) Farben können als subjektive Formen in Erscheinung treten, noch bevor sie als Gegenstandsqualitäten erkannt werden In der ästhetischen Gestaltung geht es um Ekstasen, d.h. um die Weise, wie Dinge aus sich heraustreten (GB) Farben als Ekstasen (GB) (MH) Diese In-Besitz-Nahme eines bestimmten Wahrnehmungsraumes durch ein Ding nennt G. Böhme atmosphärische Ekstasis Farben der Dinge (Oberflächenfarben): Sie sind prototypisch für Ekstasen (GB) Farbe in actu (DH) Räumlich ergossene Erscheinungen /vs/ flächige Erscheinungen (XB) Wichtiger als das Objekt sind die Beziehungen in denen es steht Farben modifizieren als Ekstasen den ganzen Raum (GB) Sie strahlen in den ganzen Raum aus (GB) Sfeer - atmosphere (Buch: Pieter Leeuwen) Dutch Photographers (M. Monaghan, Frans de Jonge, R.W. Jansen, Marc van Kempen) The autor explains there different approaches to the theme of atmosphere in settings ranging from a Turkish hotel room to a derelict urban area in Poland, and considers the methods and camera angles most effective for this purpose Lokalisierbarkeit und Voluminosität von Dingen (GB) Wie zeigt ein Ding, daß es an seinem Platz ist? (GB) Entgrenzung des Staffeleibildes in Richtung Wand bzw. Raum (Ausstellung: Raum – Malerei) Da das Atmosphärische nicht im Sinne der Geometrie räumlich ist, helfen auch nicht die Darstellungsweisen der Perspektive (GB) Die Dinge sprechen uns an, „werfen“ uns ihre Bedeutung „zu) (Paracelsus) Dinge scheinen in bestimmten Farben, sie sprechen uns mittels ihrer Farben an, kommen gewissermaßen farbig auf uns zu (GB) „strahlende“ Farben (als seien die farbigen Dinge selbst Leuchten (GB) Objekte geben der Situation Gestalt ... an ihnen wird der Charakter der Situation anschaulich. Lebensumgebungen und Lebensverhältnisse nehmen durch diese Objekte und Stile einen Charakter an. (M. Seel) Die Gemälde von Mark Rothko, in denen Formen und Farben zu schweben beginnen un die Grenzen vollkommen verschwimmen, besitzen eine starke Verwandtschaft zu den Blütenstaubbildern von Wolfgang Laib (R. Sagmeister) (GB) Was noch in der Kunst ein revolutionärer Akt war, nämlich der Abschied vom Werk, ist hier Methode. ... Es geht um Szenen, um Lebensräume, um Ausstrahlung. hier ist die Atmosphäre explizit der Gegenstand und das Ziel ästhetischen Tuns. Helligkeit als Grundbedingung für Farbigkeit Malerei an der Wand versus Raum als Bühne (Luke Gottelier) Buch: idea as image, image as phantom Photographs everyday objects in such a way as to make them appear like natural landscapes (atmospheric lighting to create his own reality) So leben, daß die ganze Umgebung zu einer riesigen Fläche wird (XB) (LR) Van Goghs Farben erschienen Worringer wie ein Heilmittel gegen die Angst Dimensionen der Steigerung bei Farben: Glanz und Schimmer (GB) (spez. In den letzten 30 Jahren steigt die „Farbkraft“) (LR) Im Kontext der Psychoanalyse kann man sagen, daß die Befreiung der Farben den Künstler zur Genialität des Kindes vor seinem achten Lebens- Jahr zurückfinden läßt (Vergl. Nemeth) Räumliche Wirkung von Farben Menschen, die aus der Raumwahrnehmung herausfallen (Patricia Rodemann) ... The autor collates and iterprets research findings on the emotional and physiological effects of pattern designs, in order to assist designers in creating the right atmosphere for a given environment´s purpose. She examines the cultural aspects involved in pattern choice and identifies pattern preferences for various demographic groups (Bonnard) Colour and light (Buch) Considers his exploration of light as an „emotional atmosphere“ Der wahre Luxus liegt darin, die Intimität zu spüren, nicht sie darzustellen (C. Nardi) Atmosphäre als Werk Atmosphäre als Skulptur Atmosphäre als bilderzeugende Handlung Raum+Farbe: Meditationsraum Mural painting (Jurgen Drewer) His use of blue tones to convey a sense of mystic energy and calm. atmosphere of immateriality Die großtechnische Ausleuchtung „verflacht“ die Objektwelt und unsere Wahrnehmung (vergl. plastische Ausleuchtung ...) Atmosphäre durch Innenarchitektur Arbeiten mit Erinnerungsbildern ... Bilder von Angst, Schlaf und Erotik. Die Arbeit an diesen Bildern ist eine architektonische Arbeit – mit Stimmungsbildern arbeiten (Herzog & de Meuron) „factual fact“ & „actual fact“ der Farbe (die Farbe in der Wahrnehmung, das was eine Farbe ausstrahlt) Die ausgearbeiteten Oberflächen ... bereichern die Wahrnehmung der Atmosphäre dank der Lichtreflexe auf Wänden und Boden (A. Mattesini) Dicke Steinwände sorgen für eine geheimnisvolle Atmosphäre (C. Silvestrin) Das Ekstatischsein der Dinge liegt häufig nicht in den Farben selbst, sondern in deren Artikulation. Das heißt im Kontrast, in Konkurrenz, in Punktualität, Grenze usw. (GB) Atmosphärischer Konkurrenzkampf Zwischen Luftfahrt und ICE-Zügen (Flugzeug- oder Cockpitatmosphäre) Kosmopoliten, raffinierten Esprit schaffen Was bedeuten Atmosphären in einer technischen Lebenswelt) (RK) Der Name eines Produktes, oder einer Linie muß auch Atmosphäre vermitteln (S. Bartel) Spezifisches Ambiente für eine Marke (und ihre Produkte) (XB) Kritik an intelligentem Ambiente „Maschinen Ambiente“ Atmosphäre des Ladens (A. Cuito) Der Atmosphäre in ihrer Ganzheit muß mehr Wert beigemessen werden als den einzelnen Komponenten (Constant (Situationist)) Projekt Neu-Babylon: Das Projekt ist nichts anderes als eine gewaltige Maschine zur Produktion diskreter, ständig wechselnder Atmosphären, einer „unendlichen Vielfalt an Ambiente“. Debord begrüßte diese „Ambiente-Stadt“ zunächst begeistert, schon bald aber lehnte er sie ab. (Wigley) Eine von den Nutzern erbaute Welt: Unkontrollierte Atmosphäre ersetzt den Architekten. Schwierigkeiten mit der Räumlichen Ergossenheit – Schwierigkeiten mit der Leiblichkeit Die Ausstellung als Maschine zur Herstellung von Atmosphären Specializing in packaging (Walter Landor) Atmosphäre als Verpackungstrick Atmosphärisches Defizit von Computerkunst Die „atmosphärische Not“, aus einer bestimmten Global-Atmosphäre des technischen Raumes nicht mehr herauszukommen (RK) Weathmachine by Circe Odyssey (1995 siehe Mike Hentz) Wettergebäude (Stadtwerkstatt) (UP) Die Kälte der Schaltkreise Als Bühne geplante Architektur (Zumtobel) Die Coolness der Maschinenwelt Leistungssicht Robotic KI – Forschung / KI-Diskurs Connectionismus Cyberdiskurs / Cybertheorie Netzdiskurs Technoscience and Cyberculture Das Ambient integriert die Kunstpraktiken als Design in die Architektur (S. Römer) The ambient O2: twinned atmosphere of art and science (Dinah Ryan, Paul Rian) Die Leistungsgesellschaft ist gefühlskrank Maschinen (PKW) & Emotion Bühnenfunktion des Ladens (Siehe Bühnensicht) (UP) Die Inversion der Kälte von Computern und Maschinen wird von futuristischen Intellektuellen und Ingenieuren gefeiert, während im Gegenzug Cronenberg seinen Menschmaschinen biomorphe Strukturen gibt ... Bei ihm entzünden sich die Apparaturen, sie pulsieren und Schwellen. 17 Körpererweiterungen Gestörte Atmosphären Mißlungene Atmosphären (Immersive – visuelle – Ersatzwelten) VR-Welten, die Übelkeit verursachen Siehe auch: Sicht der Warenwelt Atmosphäre als Maschinentheater Technologisch geschaffene Atmosphären als hypermoderner Höhepunkt des modernistischen Projektes der Entmaterialisierung (Buchanan) (Nicolas Schoeffer – Kybernetisches Totalkunstwerk, inkl. Zentrum für sexuelle Freizeitgestaltung) Kampfatmosphäre (Survival Research Lab) Licht und Farbe als Schlüsselfrage im Design (Propeller Z) Neuartige räumliche Atmosphäre durch ein fast fluoreszierendes Limettengelb Sicht der Objekte 17 Maschinensicht 17 Design-Sicht

3 Atmosphäre als Exerzitium
17 Karneval-Sicht Spieltheorie Sprachspielansatz (Wittgenstein) Postmoderne Sichten Anthropologie (des Lachens) Stella Rollig zu Nan Goldin: the depiction of sexuality in an atmosphere of carnival and ritual, and the confusion of gender and age in the Sea of Love Carnival atmosphere allows the participants to flirt with the concepts of exile and death 17 spielerische Sicht Sicht des Spielens Atmosphäre als Spiel Weihespiele In VR-Atmosphären diverser Spiel eintauchen Circus-Atmosphäre (A. Heller) Auch Kunstwerke zerren an unserer psychischen Disposition und setzen affektive Reaktionen frei ... Traditionelle Kunst versuchte, diese Reaktionen in Form einer selbst-kontemplativen Übung zu sublimieren, während moderne Formen der Rezeption zu unmittelbarer Entladung tendieren, zu spontanem Ausdruck (Vergl. Prinzip „Karneval“) (Brian Holmes) Ausgelassenheit Sicht der Lachkultur unfeierliche Atmosphäre (ungezwungenes Setting) Lichtspiele Rennatmosphäre (Siehe: Sportsicht) Lachkultur & Emotion Siehe auch: Sportsicht Karneval & Emotion Spott & Emotion entspannte Atmosphäre Spiel als gemeinsame Praxis des Schwebens (Nebelung) Ein Widerstreit der Gefühle löst ein Lachen aus Strenge Atmosphären mit Spielverbot (Gerichtssäle, Kirchenräume, Gedenkstätten) positive Stimulierungen (MC) Das „Eintauchen“ in freudiges Erleben (imSpiel) Sinn für Humor (Jeff Koons) ausgelassene Atmosphäre Wir Menschen sind fühlende, empfindende, ergreifbare, ansprechbare, betreffbare – leibliche – Wesen. Wie es uns geht, wie uns Zumute ist, drückt sich in unserer leiblichen Befindlichkeit aus Karneval-Atmosphäre in Rio (UP) Der Karneval als Fest des Verkleidens und Versteckens (Offenheit in der Verkleidung) (MH) Erlebte Relevanz ist immer leiblich (MC) Intensives Spiel (deep play) Literatur: Brian Holmes / Carnival in the Eye of the Storm? - Springerin Sept. 2000 Mihaly Csikszentmihalyi (MC) / Das flow-Erlebnis carnival atmosphere Kinderzimmeratmosphäre Spiel & Emotion Atmosphären, die durch das Spiel „gekippt“ werden Wasserspiele Oliver R. Scholz: Literarische Werke, Filme, Gemälde und vor allem Musik ermöglichen uns, Gefühle und Stimmungen zu durch- leben unheilige Atmosphäre Ästhetik muß sich um die Freude kümmern, oder auch um den Schrecken ... Um die Affektion, die ihn/sie zu etwas hinzieht, oder auch den Ekel, der ihn/sie abstößt (GB) Dorothy Walsh bezeichnet gefühlsbezogene Erkenntnisform als: Knowing by vicarious living through (A. Heller) Zirkusatmosphäre, Rummelplatzatmosphäre Atmosphäre von Spielhallen Atmosphäre als ... Atmosphäre als Exerzitium Ästhetik muß der Frage nachgehen, wie es dem wahrnehmenden Menschen in der Wahrnehmung geht (GB) (LR) Husserl nannte diese Krisis der europäischen Wissenschaften, den Höhepunkt der Entzweiung oder – um mit Heidegger zu sprechen – der Seinsvergessenheit. Verspielte Atmosphäre Atmosphären von Spiel/Sport-Stätten Casino-Atmosphäre Miniland, Kinderparadies, Legoland, Disneyworld (LR) (Lyotard) Die Rezeption ist reines Gefühl, noch bevor sie zur schematischen Registrierung von durch Begriffe zu bearbeiteten Daten wird. Man kann sagen, daß die Ästhetik ihren Ort „vor“ der Spaltung von Objekt und Subjekt hat. (zu Heidegger) Heidegger legt Wert darauf, daß der emotionale Bezug dem erkenntnismäßigen voraus liegt und diesen überhaupt erst ermöglicht (GB) s.l. (damit folgte er Nietzsche) Wettspielatmosphäre (Stadtwerkstatt) (XB) Architektur in Zukunft nur mehr danach beurteilen, wieviel Wirklichkeit sie aufschließt (nicht mehr nach ästhetischem Aussehen) Schönheit erscheint nur als eine Atmosphären unter anderen (GB) ... neben dem Schrecklichen, dem Heiteren, dem Bedrohlichen (SD) Während im wissenschaftlichen Experiment nach dem Prinzip der isolierenden Abstraktion von der besonderen Person des Beobachters, dem Ort, an dem das Experiment stattfindet, dem Zeitpunkt seiner Durchführung usw. abstrahiert wird, geht es im künstlerischen Experiment umgekehrt um die Aspekte, die die Besonderheit der konkreten Situation ausmachen (Wett)Kampfatmosphäre (LR) ökologischer Neorealismus In der Architekturanalyse hat man allgemein zu wenig darüber nachgedacht, was die Begriffe Zeichen, Konvention, Kodex oder Wahrgenommenes und Effekt tatsächlich benennen. Es ist unklar, was unter unmittelbarer Wahrnehmung zu verstehen ist (Bruno Reichlin) Vergl. (GB) (LR) Der moderne Mensch ist blind gegenüber der Realität geworden Nicht Regelmäßigkeit und Symmetrie sind für das gegenwärtige Schönheitsempfinden charakteristisch, sondern gerade Unbestimmtheit, Ereignis und Atmosphäre. (GB) Synästhetische Charaktere sind nicht Eigenschaften von Dingen, sondern Charaktere von Atmosphären (GB) Das primäre und grundlegende Phänomen der Wahrnehmung, nämlich die Atmosphäre, hat keinen einzelsinnlichen Charakter. (GB) (XB) zielgerichtete Hoffnung statt Offenheit ... machen unsere Existenz immer wieder schwingungslos Der primäre Gegenstand der Wahrnehmung sind die Atmosphären. Es sind weder Empfindungen noch Gestalten, noch Gegenstände oder deren Konstellationen, wie die Gestaltpsychologie meinte, was zuerst und unmittelbar wahrgenommen wird, sondern es sind die Atmosphären, auf deren Hintergrund dann durch den analytischen Blick so etwas wie Gegenstände, Formen, Farben usw. unterschieden werden. (GB) (SD) Um den Erkenntnisanspruch der Kunst wissenschaftlich rechtfertigen zu können, formuliert Musil 1938 nach dem Modell Kurt Lewins eine psychologische Theorie über den Einfluß des Gefühls auf die Wahrnehmung Vom Standpunkt der Ästhetik qua Aisthetik: könnten Atmosphären als das eigentliche Thema der Kunst bezeichnet werden (GB) (XB) BAUELEMENTE als virtuelle Teile. Das heißt, man geht von der Wirkung aus und nicht von Substanzen. Wirkungen liegen auf ontologisch höheren Niveaus. Wirkungen liegen dem Räumlichen näher. Gibt es eine Supersprache? (RK) ... als atmosphärische Kompetenz (DG) Es geht um einen erweiterten Erkenntnisbegriff Die Stärke unserer Gebäude liegt in der direkten, an „die Eingeweide gehenden“ Wirkung. (J. Herzog) „Atmosphäre“ wird nicht wahrgenommen, sie ist vielmehr selber eine Art Wahrnehmung (RK) (SD) Es geht darum den Erkenntnisbegriff zugunsten nichtpropositionaler Erkenntnisformen zu erweitern. (SD) Die Kriterien für wissenschaftliche Erkenntnis wurden unhinterfragt zu allgemeinen Erkenntniskriterien erhoben (GB) Die Atmosphäre ist die erste Wahrnehmungswirklichkeit Für die Gelassenheit wieder Raum zu schaffen (Qin Yufen) (SD) Kraft ihrer evaluativen Komponente entscheiden die Gefühle darüber, wie wir die Dinge sehen und was uns wichtig erscheint, und eben davon hängt es ab, welche Fragen wir stellen, welche Entscheidungen wir treffen und wie wir dementsprechend handeln. Durch reines Nachdenken allein könnte diese kognitive Leistung nicht erbracht werden: Nicht erst unser Handeln, sondern schon unser Wahrnehmen und Denken hat eine essentielle emotionale Basis. (UP) Die selbstreflexive moderne Kunst versagt sich das einfache emotionale Potential der Empathie (SD) Musil schreibt dem Gefühl eine essentielle epistemische Funktion zu, die darin besteht, daß es die Sicht der Dinge in besonderer Weise strukturiert und auf ganz bestimmte Aspekte hin lenkt Die Ästhetik ist Wahrnehmungslehre überhaupt nur, insofern wir in der Wahrnehmung von dem was wir wahrnehmen, affektiv betroffen werden (GB) (Vergl. Szeemann) Analyse einer „anderen“, dichterischen „Erkenntniseinstellung“ zur Welt (R. Musil) (LR) Schauende Erkenntnis ist die Vernunft, die sich vorsetzt, den Verstand eben zur Vernunft zu bringen (Husserl) (CS) Nicht die Kognition steht der Emotion gegenüber, sondern die höheren Formen der Emotion und der Kognition bedingen einander gegenseitig (Agnes Heller) Wahrnehmung ist eine Einheit von Subjekt und Objekt, ein Koppelungszustand (GB) Was ist aber das Ganze, in das alles Einzelne ... eingebettet ist? Wir nennen diesen primären und in gewisser Weise grundlegenden Gegenstand der Wahrnehmung die Atmosphäre. (GB) Atmosphäre als ureigenste menschliche Sprache Atmosphäre als Sprache (Zu R. Musil) Während der Wissenschaftler, um Erkenntnis erlangen zu können, seine Gefühle ausblenden muß, kann der Dichter nicht erkennen, ohne zu lieben, ist seine Erkenntnis wesentlich „Gefühlserkenntnis“ (SD) (MH) Das Atmosphärische ist nichts in der Welt Begegnendes (und damit Kontingentes), sondern die Form der Begegnung selbst (Conze) Man beachte, daß die Konzentration auf Leere in den Bereich der Ontologie fällt, das Wunschlose in die Sphäre des Willens, und das Zeichenlose zur Erkenntnistheorie. 16 (Aus)Wirkungssicht Die Atmosphäre ist die Anregung eines gemeinsamen Zustandes von Subjekt und Objekt (GB) Umfassend „gestimmte“ Wahrnehmung und Bedeutungslust Zurücknahme des Ausdrucks (Im Geiste des „Cool“) (UP) (TB) Wir hören nicht nur, was eine Stimme sagt: wir hören auch das Wie, das Timbre, das uns an einer Stimme anzieht oder abstößt (... Dieses Atmosphärische) Wodurch werden Dinge/Personen in unserer Wahrnehmung spürbar? Wodurch machen sie sich in ihrer Anwesenheit bemerkbar? Wir nennen dieses, ihre Ekstasen (GB) (SD) Einem künstlerischen Inhalt kann dann empirische Geltung zugesprochen werden, wenn er sich in einem Experiment bewährt, das dem spezifischen nichtpropositionalen Charakter dieses Inhalts Rechnung trägt. (SD) Künstlerisches und wissenschaftliches Denken berühren sich bei uns noch nicht (R. Musil) (FB) Unmittelbarkeit des Auffassens: Intelligente Sinnlichkeit (Nietzsche) (TB) Die Gegenstände aller höheren Sinne lassen sich als figürlicher Vordergrund auf einem amorphen Hintergrund abheben. Von dieser Unterscheidung machen „Gegenstände“ des Oralsinns eine Ausnahme. Man kann durchaus von einer Klangfigur sprechen, aber nicht von einer Duftfigur (.... Vergl. Ergossenheit im Raum) (XB) Wir können davon ausgehen, daß Raumwirkungen und also konkrete Ausdehnung und konkretes Zusammenziehen auch von Geschmack, Gerüchen, Tönen, von Farben, Pflanzen, sogar von Umgangsformen, Temparatur, Luft, Licht, Stimmung ausgehen. Dabei greift Mensch-Empfindung-Atmosphäre-Ding-Stoff-Wissen ständig ineinander Es gibt keine Wahrnehmung, die nicht zugleich atmosphärisch wäre (MH) (UP) (Lindner) Ich habe das Gefühl, daß Amerikaner Angst vor dem Alleinsein haben – darum haben sie Musik in den Fahrstühlen, in Krankenhäusern und in Restaurants Mantras werden während tantrischer Rituale dauernd benutzt, sie werden in verschiedenen Kombinationen und zusammen mit anderen Texten geflüstert oder gesungen und bilden Schwingungsmuster, die die Energie, die sie Repräsentieren, an diesem Ort un zu dieser Zeit verdichten. (Philip Rawson) (MH) Die Stimme ist Gefühlsausdruck und enthüllt die Intention der Rede (LC) Verengtes Denken: Negative Gefühle wie Wut, Angst und Trauer, auch Ekel und Scham haben spezifisch trennende, distanzierende Wirkungen auf damit belegte Kognitionen (SD) Analog zu Musil setzt heute etwa Ronald de Sousa, dessen Ansatz als einer der elaboriertesten Versuche gelten kann, eine Kognitistische Emotionstheorie kohärent zu begründen, bei dem die Gefühle auszeichnenden Vermögen an, unsere Wahrnehmung und unser Denken zu leiten und so die sonst nicht zu bewältigende Komplexität der Welt auf ein handhabbares Maß zu reduzieren. Kurzlaute als spontane Ausdrucksformen von Behaglichkeit und Entspannung (MH) Sich in der Gruppe aufgehoben fühlen Mentalitätsraum = Klima = Atmosphäre (H. Szeemann) s.l. Atmosphere der Vernunft (Hans Knapp) Körperliche Wahrnehmung – auf der Ebene der „Unmittelbarkeit“ (ausstellung: sturm der ruhe) (XB) Ver-stehen wird zu einem Drin-stehen in einem Zusammenhang (XB) Wahrnehmung mit der ganzen Existenz Literatur: Georges Didi-Huberman / Was wir sehen blickt uns an – Zur Metapsychologie des Bildes Franz Xaver Baier / Der Raum Susanne de Ponte / Ereignis u. Wahrnehmung Merleau Ponty / Phänomenologie der Wahrnehmung Martin Steinmann / Augenblicklich (Beitrag) Bruno Reichlin / Zur Unmittelbarkeit des Wahrnehmens in der Architektur Wilfried Wang / Über Unmittelbarkeit (Vortrag) Symp. sturm der ruhe Michael Haerdter / Leiblicher Logos Qin Yuffen / YUN LI – in Wolken treibend Andreas Nebelung / Zwischenräume Jaques Le Rider (LR) / Farben und Wörter Luc Ciompi / Die emotionalen Grundlagen des Denkens Edward Conze / Buddhistisches Denken Dorothy Walsh; Gottfried Gabriel Sabine A. Döring / Zum Erkenntnisanspruch der Kunst Ronald de Sousa / Die Rationalität des Gefühls Carola Meier-Seethaler / Gefühl und Urteilskraft – Ein Plädoyer für die emotionale Vernunft (LC) Affektspezifische Weisen des Denkens: Angstlogik, Wutlogik, Trauerlogik, Freudelogik, Alltagslogik, Interesselogik, Liebeslogik Im Raum ergossene Medien: Radio (für einsame Menschen) (DH) Wir tragen den Raum unmittelbar an unserem Leib. Den Raum der keine ideale Kategorie des Verstandes ist, sondern das nicht wahrgenommene Grundelement all unserer Sinnes- oder phantasmatischer Erfahrungen Wahrnehmung und Atmosphäre korresponsive ästhetische Wahrnehmung Wahrnehmung atmosphärischer Korrespondenzen ist immer sinnhaftes Vernehmen. Das Bewußtsein für Atmosphären aktiviert ein Wissen um kulturelle Bezüge. (M. Seel) (MH) Sympathetische Funktion von Stimmlauten Kaffeehausatmosphäre (Stimmengemurmel) (MH) Wir erkennen den Feind besser an seiner Stimme, als an dem, was er sagt Stimmung von Großveranstaltungen Eigenschaften (der Objekte) als Ekstasen zu denken (GB) Menschliche Stimmen hören (... egal in welcher Sprache) (CS) Es gibt keine prinzipielle Trennung zwischen Kognition und Emotion (Damasio) (XB) Wir kommen über eine Betrachtung oder Anschauung also nicht zum Erlebnis des Raumes. Die Räumlichkeit einer Sache erlebt man vielmehr über eine „emotionale Ladung“ Sicht der Wahrnehmung R. Musil <= Kurt Lewin Gesten, Mimik, Stimmfärbung als Erzeugende von kommunikativen Atmosphären (GB) Stimmungen öffentlicher stark frequentierter Räume (Verkehr und Stimmen) Stimmungen radikalisierter Sprecher sublim (Def.): verfeinert, fein, nur einem geläuterten Verständnis od. Empfinden zugänglich Emotionale Erkenntnis Geruch und Stimme sind als Äußerungsformen nur in der Aktualität gegeben (GB) ... Also performativ ! 16 erkenntnistheoretische Sicht Atmosphäre als gestalterisches Experimentierfeld Atmosphäre als Lebenskunstwerk (2) GANG ART setzt Sprache über das meschliche Medium Stimme nicht zur Vermittlung vordefinierter Wortbedeutungen ein, sondern verwendet im Event Klänge durch „Stimm-Variationen“ (erreicht über fremdsprachige Texte) (XB) Nicht die Sinne, sondern die Affekte codieren die Grundlage des Verstehens Das Angeblickte, das den Anblickenden anblickt (Didi-Huberman) (FB) In jeder Stimmung ist die Welt schon in einer ganz bestimmten Weise „ausgelegt“ Atmosphären durch sprachliche Arrangements herstellen Intensionsloses Gehen – Das Gelände blickt uns an (Fabrikanten) (Vergl. Conze) Emotionales Denken Durch Stimmen vermittelte Stimmungen (XB) Das sogenannte „Aussehen“ von etwas hat tatsächlich einen Blick. Das Aussehen von Bäumen zB. ist ein Ansehen, das uns meint Analytische Philosophie Erkenntnistheorie Kognitionswissenschaften Kognitionstheorien Künstlerische Forschung Konstruktivismus Ähnlichkeitstheorien John Pawson <= R. Serra, D. Judd Le Corbusier, James Turell, Dan Flavin, Mark Rothko, De Chirico, Mies van der Rohe Stimme: ... Ein Ding in der Erscheinung (GB) Es sind nicht einzelne Sinnesdaten, die man vielleicht zu Flächen, Figuren und Dingen synthetisiert, sondern man sieht immer schon ganze Flächen und Gestalten. Nein, man sieht nicht nur Gestalten, sondern man sieht von vornherein Dinge. Aber auch das ist nicht wahr. Man sieht Dinge in ihrem Arrangement, Dinge, die auf sich verweisen, man sieht Situationen. ... (GB) s.l. Sprache als Klangfarbe (GANG ART) Mike Hentz <= W. Benjamin Geruch und Stimme sind als Äußerungsformen in einer Weise charakteristisch für Dinge, Tiere und Menschen, daß über sie eine Identifizierung bis zur absoluten Singularität möglich ist (GB) Wir spüren, was wir noch nicht kennen (Nebelung) Stimme: Die charakteristische Weise im Raum zu tönen .... Durch die etwas oder jemand im Raum präsent ist (GB) Stimmungen (Anti-Atmosphären) schreierischer Fernsehprediger Der Eigenschaftsbegriff ist aus vielen Gründen unbrauchbar, für das was ich mit Ekstasen meine (GB) Mike Hentz (Tip von B. Nieslony) (FB) Wir müssen in der Tat ontologisch grundsätzlich die primäre Entdeckung der Welt der „bloßen Stimmung“ überlassen (Heidegger) Atmosphäre als Praxis der Artikulation von Identität Atmosphäre als Erinnerungsarbeit A. Kosa <= Tellenbach Reflexive Thematisierung sinnlicher Wahrnehmung als zentrales Thema der Kunstentwicklung (GB) Stimmung politischer Reden Geruch und Stimme sind also charakteristische Weisen, in denen die Dinge ihre Anwesenheit markieren, und zwar sie selbst bis zur schlechthinnigen Singularität. Sie sind daher unstrittige Beispiele für Ekstasen (GB) The atmosphere of silence in the book Tellenbach <= Strindberg, Proust, Dostojewski Peter Zumthor (nennt) <= J. Beuys, R. Serra, Merz, E.Hopper P. Kirkeby, arte povera, J. Turrell (Peter Handke) Edle Drucksorten als Beitrag zur Atmosphäre (Restaurant, Feier, Fest, ...) (MH) Die Redner der Vergangenheit waren Vokalisten (Performance der Stimme) „Gong an“ sind im Zen-Buddhismus paradoxe Rätsel, die durch meditatives, körperhaftes Denken und nicht durch Logik „gelöst“ werden Sicht der Stimme Ekstasen der Stimme (GB) Wenn Gebäude zu Zeichen werden (MH) Der psychopathisch Gefühllose nimmt wahr, aber das wahrgenommene geht ihn nichts an, trifft ihn nicht. Wahrnehmung, des Gefühls und damit des Selbstbezuges des Erlebens beraubt- verliert ihre Orientierungs- und Erkenntnisfunktion, d.h. Sinneswahrnehmung hört auf Wahrnehmung zu sein (Katz) Latent atmosphere of sexuality and violence Franz Xaver Baier <= Wim Wenders, Herzog & de Meuron, J. Turell, Zaugg Herzog & de Meuron <= arte povera, J. Beuys 15 sprachliche Sicht (MH) So etwas wie „gefühlsfreie Sinneserlebnisse“ gibt es nicht atmosphere of a song Abfallend gedruckte großflächige Bilder Stimmungen aus der Welt der Träume, die alles ersticken Wim Wenders <= Peter Handke, C.D. Friedrich, Edward Hopper A life in full: Louisa McElwain´s life and art are thick with atmosphere (painter) (Anne Judell) The singing – of moods and nuances Muß Atmosphäre ohne Leseinhalte vermittelt werden können ? Sicht der Oralität Durch die Handschrift vermittelte Charakterzüge (Bewegungsanmutungen) (Sam Taylor-Wood) „Third Party“ surreal dream-like atmosphere (Vergl. Ausstellung NeoBarock) Aus-sich-Heraustreten Atmosphärische Präsenz der Stimme Creating an almost Paradisal atmosphere (Flip Witte) Graphische Gestaltung, die kaum Inhalte – nur noch Stimmungen vermittelt Atmosphäre als Aufmerksamkeit Atmosphäre als ästhetische Kategorie Atmosphäre als Ästhetik der Existenz Licht als Atmosphäre Atmosphärisch arbeitende Künstler (und entspr. Ausstellungsprojekte) s.l. Siehe: H. Szeemann Importance of atmosphere in Jean-Marc Bustamante´s Photography, painting and sculpture (delicate light and trembling shadow effects) Vergl. „linguistic turn“ Großflächiger Einsatz von Farben in der graphischen Gestaltung (zB. 50er Retro) Atmosphärische Gestaltung von Wochenendbeilagen von Zeitungen (CS) Im Gegensatz zum cartesianischen Personbegriff, der das „Ich denke“ zur Basis menschlicher Identifikationsfindung erklärt, werden hier die Emotionen zum eigentlichen Charakteristikum der Persönlichkeit. Vollständig mit Farbe hinterlegte Seiten Atmosphäre jener „Szene“, der man sich zugehörig fühlt Künstler als Atmosphären-Spezialisten Tellenbachs Untersuchung über das Schmecken und Riechen als ursprünglichste Beziehung des Menschen zum Atmosphärischen Die „Anti-Wohnung“ der KünstlerInnen als Atmosphäre Symbolisch vermittelte Lebensgefühle (bei stark besetzten Marken) Typographische Dekoration für Zweckbauten Die Atmosphäre sonderbarer Arbeitswelten Was können Schriftzüge zu einer Atmosphäre beitragen? (Vergl. Las Vegas) Alles, was die Augen „einfängt“ Die Aura einer Person ist performativ (Sicht der DarstellerIn) Bewegungsanmutung, Körperspannung, Gesichtsarbeit (face to face), Präsenz/Erscheinung, Wieviel Raum nimmt er/sie ein, Energie Ausstrahlung (voller Energie, fröhlich, armer Sünder ...) (TB) Die Psychoanalyse begreift unter Oralität rein motorische Vollzüge, wie Lecken, Saugen, Küssen Das Atmosphärische der Dämmerung (GB) Beispiele extrem weitläufiger Landart-Projekte Wrapped Coast (Christo, Jeanne-Claude) Valley Curtain (Christo, Jeanne-Claude) The Lightning Field (Walter De Maria) (LC) (auch) identitätsbegründende Funktion von Wut und Aggression Die fesselnde Arbeitsatmosphäre Lebendiges Chaos – Zusammenwirken 100derter Details (Das Gegenteil von „Design“) Durch Typen vermittelte Charaktere Agieren im Kulminationsfeld von Identität und Ambiente (Christian Hutzinger) Strahlende Schriftzüge (Die Stimmung der Leuchtschriften) Dieses Räumliche, Wolkige, Mediale der Dämmerung (GB) Der weite Blick Berge (und das Meer) weiten den Blick Die persönliche Stimmung hängt von Lichtverhältnissen ab In bestimmten Landschaftsformen zuhause sein Die neue Ästhetik ist zu allererst ... eine allgemeine Theorie der Wahrnehmung. ... Zur Wahrnehmung gehört die affektive Betroffenheit, ... gehört die Leiblichkeit. (Böhme) (Kabakov) Wir haben einmal über das Phänomen der Angst und die Produktivität der Angst gesprochen. Tatsächlich: Solange du Angst hast, hast du ein Motiv zur Materialisierung der eigenen Phantasien, so daß sie abgeführt werden können in Gestalt von Zeichnungen, Installationen usw. !! Für die neuen, modernen Bildmedien des 19. Jhd., Für Panorama, Diorama und Cosmorama, waren die Alpen ein beliebtes und bevozugtes Thema (Oettermann) Historisches Ambiente zB. der Steyrtalbahn: Dampf, Ruß, Rauch, Öl, durchgerüttelt werden ...) In Lichtquellen verwandelte Zeichen Der Blick auf das „Fließen“ der Erde (the aerial river series) (Olafur Eliasson) In bestimmten Lichtverhältnissen zuhause sein Die Atmosphäre der Künstlerateliers (Atmosphäre der Werke) Factory Atmosphäre (Andy Warhol) (Tony Smith) Bedeutung des Dämmerlichtes für seine „Skulpturen“ IMAX-Projektionen Breitwandformat Photographisches (analoges) Mapping Der grenzenlose/unbegrenzte Blick Literatur: Gernot Böhme / Aisthetik Petra Maria Meyer / Die Stimme und ihre Schrift Die Graphophonie der akustischen Kunst Derrida, Nietzsche Venturi, Scott Brown, Izenour / Lernen von Las Vegas Symbol soup H. Tellenbach / Der Oralsinn und das Atmosphärische Martin Wörner / Die Welt an einem Ort – Illustrierte Geschichte der Weltausstellungen Olafur Eliasson / Your only real thing is time Alpenblick / Die zeitgenössische Kunst und das Alpine Die Schwerkraft der Berge Kunstwerk Erde – Satellitenbilder aus dem All Gilles A. Tiberghien / Land Art Philip Rawson / Der indische Kult der Ekstase Schon immer drin im Lebensraum Atmosphäre: Kunst/Kultur der Schatten The atmosphere of Brancusi´s studio (Recreating an Atmosphere) Maréorama, Paris 1900 (Weltausstellung) Nachgebildetes Schiffsdeck simulierte das Stampfen des Schiffes – Virtuelle Kreuzfahrt: monumentales Diorama wurde auf Rollen an der Schiffsattrappe vorbei bewegt Präsenz durch spez. Ausleuchtungstechnik (Liza May Post, Gerhard Merz) Arbeitsatmosphären Worksphere Einträge zu relevanten KünstlerInnen sind über alle Sektoren verteilt und rot hervorgehoben Transsibirische Eisenbahn, Paris 1900 (Weltausstellung) Kinetisches Panorama – mechanische Rüttler – komplettes Panorama der Landschaften zwischen Moskau und Peking Licht & Emotion Das blinde Ich ist ein identitätsschwaches Ich (LR) Das Drin-sein ist eine Fundamentale Verfassung unserer Existenz (XB) Atmosphärische Fotographien weitläufiger Landschaften (Wim Wenders, Felix Stephan Huber, Andreas Gursky, Axel Hütte) Panoramaphotographie (LR) Wenn die Welt aufhört, sichtbar zu sein, wenn das Subjekt blind wird, gerät das Identitätsbewußtsein in die Krise Atmosphäre als Stimmungsraum Lichtkur (Hallenbäder) Verschiedene Orte/Räume und Lichtverhältnisse vermitteln eine je eigene affektive Botschaft Lichtatmosphäre Licht als das Reine und Erhabene / Auratisches Licht / Licht als Ausdruck des Numinosen / geheimnisvolles Licht / Stimmungslicht / emotionalisierendes Licht Sicht: Mapping und Panorama Weiches Licht Stimmungslicht (Angela Bulloch) Atmosphäre als Nimbus oder Aura, die eine Person ausstrahlt ... Ihrem Dunstkreis (GB) DarstellerInnen-Sicht Licht als Atmosphäre (GB) Wiederherstellung von „Zeitgeist“ = Atmosphärische Gestaltung (Nostalgia) Panoramaprojektionen (M. Mullican) Jede Weltbegegnung ist atmosphärisch (MH) We have lost touch with mother earth (UP) 15 Typographische Sicht Emotionale Ankerpunkte in Privatsphären 14 KünsterInnen-Sicht Cinéorama, Paris 1900 (Weltausstellung) Virtuelle Reise durch die Lüfte: Projektion einer Ballonfahrt auf die Wände eines polygonalen Saales mit 30 m Durchmesser (10 synchronsierte Projektionen) Dasein: in einer Sphäre sein, oder von einer Sphäre enthalten sein (XB) Kugelcave (time´s up) Die Atmosphäre einer Landschaft einfangen Im Raum ergossenes Licht Sich in einer bestimmten (kommunikativen) Atmosphäre zuhause fühlen Atmosphäre als artikulierte Identität Performative Theorien Ethnologie Analytische Philosophie Sprachphilosophie Rhetorik Sprachwissenschaft / Linguistik Strukturalismus Sprechakttheorie (Austin, Searle) Pragmatik/Interaktions- und Konversationsanalyse Soziolinguistik Linguistic performance theory Literaturwissenschaft Literature discourse Linguistic turn (Diskurs) (Inge Dick) Farbe & Licht im Kirchenraum: Ultramarines Lichtspiel – Dem Licht entgegen Licht tanken (Bartel, Pesendorfer) Sicht der Textgestaltung Atmosphäre: Sie ist gewissermaßen eine sinnlich wahrnehmbare Emission von Schall, Licht, Wärme, Geruch und Feuchtigkeit; ein wirbelndes Klima nicht greifbarer Effekte, ... (die von einem stationären Objekt erzeugt werden) (M. Wigley) s.o. Die Bedeutung von Beleuchtung und Klang für die Atmosphäre: Nächtliche Großstadt, Shopping Mall, Utopie einer kybernetischen Stadt, Diskothek (Vöckler) Autoren/Autorinnen-Sicht (XB) Raumwahrnehmung ist Wahrnehmung mit der ganzen Existenz Lichtkunst (Las Vegas) (MH) Jeder Mensch hat eine individuelle, seine Persönlichkeit eindeutig kennzeichnende Atmosphäre Der existentielle Raum (XB) Democracity, NY 1939 (Weltausstellung) Riesiges Modell einer Stadt – Blick von drehbarem Balkon Sicht der graphischen Gestaltung Atmosphäre als analytische Setzung Atmosphäre und Heimatbegriff (Gespr. mit P.Arlt) Vergl. Filme von A.Tarkowskij Raum ist ein Existential des Menschen (XB) (XB) Einsamkeit, Langeweile, Glück,Angst, Heiterkeit sind existentielle Erfahrungsräume (LR) Peter Handke glaubt an das Sehen als richtigen Weg für eine Rückkehr zum Sein Raum entsteht erst durch existentielle Beziehungen (XB) Der Blick vom Gipfel Der Blick von Aussichtstürmen Die Vogelperspektive Der Blick aus dem Flugzeug Die Satellitenperspektive Der Blick aufs Panorama The atmosphere of spatial alienation (Entfremdung) and cultural angst (Sarah Jones) Identität & Emotion (UP) Der Moment des vollkommenen Verlustes aller orientierenden Bezüge, der auch Skifahrern und Bergsteigern bekannt ist, wir whitout genannt (GB) Die klassische Ästhetik hat nur drei oder vier Atmosphären behandelt, nämlich das Schöne, das Erhabene – vielleicht sollte man auch das Pittoreske hinzuzählen – und dann die charakterlose Atmosphäre oder Atmosphäre überhaupt, die Aura. (DH) Taktile Intesität des Lichtes Licht, das den Raum fast körperlich füllt (zu: Zumthor) (XB) Uroffenheit und blankes Entsetzen Kartographische Sicht Atmosphäre als Aufenthaltsort Atmosphäre als Fest Klimaabhängige Stimmungslagen (CS) Identitätsbildende Gefühle (XB) Wir sehen nicht die Raumkorridore und spezifischen Engpässe, die Stellen, die Angst machen .... Wir sehen nicht die Binnenräume der Menschen mit ihren persönlichen Landkarten (MH) Die Grundarten des Gefühls sind (lustvolle) Bejahung und (unlustvolle) Verneinung der Anwesenheit von etwas Nostalgie und Atmosphäre (A.Tarkowskij) (UP) Die Temparierung der eigenen Existenz vollzieht sich nicht zuletzt in einem Akt der thermischen Balance, als Versuch, ein Maß zu finden – gegen die zerstörerischen Abwandlungen von hysterischer Überhitzung und apathischer Unterkühlung Panoramatischer Blick (Sabine Bitter) Der situationistische Versuch, Architektur als Stimmungskunst neu zu definieren (Wigley) (TB) Atmosphärisch wird das Heimatliche erfaßt wie auch das Fremd-Unheimische (XB) Der panische Raum: Lebensräume sind „Weltkessel“ Psychogeographie (Vergl. Ansätze der Situationisten) Atmosphere of nostalgia ... by her drawings of water, trees, shadows (Daniele Gibrat) Alle ästhetische Produktion wurde ... aus der Perspektive der Kunst gesehen und an ihrem Maßstab gemessen. ... Aktuell: .... Vielmehr ist das Thema der Ästhetik nun die ästhetische Arbeit in ihrer vollen Breite. Sie wird allgemein bestimmt als Produktion von Atmosphären und reicht insofern von der Kosmetik über Werbung, Innen- architektur, Bühnenbildnerei bis zur Kunst im engeren Sinne (GB) (XB) Wir müssen die Idee eines einzelnen ästhetischen Systems fallen lassen (Rem Koolhaas) Die kategorisierende Aufschlüsselung vieler Kartenwerke ist kaum atmosphärisch „lesbar“ Aura der Heimat, Aura der Fremde (MH) Mentalitätsraum = Klima = Atmosphäre (Szeemann) s.l.  Der Unterschied von „eine Farbe haben“ zu eine Farbe sein (s.r.) Anwesenheit / Abwesenheit – Wesenheit s.r. Präsenz behinderter Menschen und verrückter Menschen s.o. Präsenz durch spez. Ausleuchtungstechnik s.o. Präsenz durch monochrome Einfärbung alter Filme s.o. (FB) glückliche, in sich selbst ruhende Gelassenheit (MH) Entweder wird Welt auratisch als zugehörig, d.h. als Heimat erlebt, oder aber als nicht zugehörig, d.h. als Fremde Vergleiche dazu Detailbetrachtung: Diskurse des „sichtbar Machens“ (Fragestellung von Eva Waniek) / Gibt es Objekte, die etwas (Situationen/Sachverhalte/andere Objekte) sichtbar machen? / Wie kann ein Objekt sich sichtbar machen / Wie kann ein Objekt andere Objekte sichtbar machen / Wie kann ein Objekt eine Situation sichtbar machen Die Stimmung hat je schon das In-der-Welt-Sein als Ganzes erschlossen und macht ein Sichrichten auf ... allererst möglich (Heidegger) (GB) (CS) Traumbotschaften sind nicht, wie Freud annahm, vom Bewußtsein bzw. vom Über-Ich „zensuriert“ und maskiert, sondern können, wie alle Gefühlsinhalte, nur bildhaft vermittelt werden NeoRealismus (Dogma 95) (FB) stillere Formen der gehobenen Stimmungen, bis hin zu Lebensgefühlen einer heiteren Gelassenheit (XB) Sehen als Betrachtung Verliert an Bedeutung, weil es Diese Zusammenhänge ständig zerteilt Wahrnehmung ist qua Spüren eine Erfahrung davon, daß ich selbst da bin und wie ich mich, wo ich bin, befinde (GB) Regionen enormer Farbigkeit (Afrika, Indien, ...) Klimatisches Bestimmtsein des Menschen (WT) (FB) Ekstase und ihre Verwandtschaft mit den Stimmungslagen der Frohheit (XB) Präsenz lebt vom Abwesendem (Vergl. Lob des Schattens) Ekstasen der Dinge: das Aus-sich-Heraustreten des Dinges (GB) Sphärische Repräsentationstechniken (Sloterdijk) Traumwelt (Mike Hentz) Voraussetzungen von Klima: ERWARTUNGEN: In einem Raum oder an einem Ort prägt die Einladung eine Erwartung bei den Personen. Die Erwartung ist ein Material, welches befriedigt oder frustriert wird, und so ist die Erwartung ein dramturgisches Material. (TB) Für die japanische Bild- und Denkwelt, ist das Atmosphärische als das Umgreifende von größerer Bedeutung, als für unsere Zonen. Im Museum der Obsessionen gibt es nur eine Geschichte der Intensität (und keine Polarisierung von Figuration u. Abstraktion) (H. Szeemann) Vergl. Moderne-Kritik Stimmung zur „Kunstaufnahme“ – Aufgeschlossenheit – wache Gestimmtheit (für „höhere“ Wahrheiten) Die Atmosphären sind für die Ästhetik die erste und entscheidende Wirklichkeit (GB) Seh-Sucht: Panormabilder (Win Wenders) (CS) Emotionale Logik der Traumbilder Atmosphäre ist ein sinnlich und affektiv spürbares und darin existentiell bedeutsames Artikuliertsein von Lebensmöglichkeiten. (M. Seel) Anwesenheit / Abwesenheit – Wesenheit (Venedig 2001) (Rineke Dijkstra – Fotographische Hyperpräsenz) (Tuomo Manninen – Fotographische Hyperpräsenz) (Bill Viola – The Quintet of the unseen) (Deimantas Narkevicius – Anwesenheit des Raumes) Panoramischer „barocker“ Blick (Sam Taylor Wood) (Vergl. Neobarock im VR Bereich) (MC) Tiefer flow ist eine ekstatische Erfahrung 13 Identitätssicht Sources of Jugenstil in Germany: ... With the advent of Japonisme in Europe and a related fad for creating atmospheric plant pictures and lighting products Unterschiedliche Raumwahrnehmung (im Flachland, am Meer oder in den Bergen aufgewachsen) (TB) Im Feld der „niederen“ Sinnlichkeit existieren keinen anschaulichen Erinnerungs- und Vorstellungsbilder, sondern nur ästhetische Erlebnisse Atmosphäre wird als Anwesenheit von „etwas“ erfahren. (GB) Ekstasen ... Als Weisen der Artikulation von Anwesenheit (GB) Voluminösität, Farben, Geruch, Gesten, Stimme, ... Barocke Blicklust (Durchblicke „office barock“ Gordon Matta Clark) Intensität / Ekstasen Für sich gesehen ist Intensität (als eigene „Qualität“) nicht von Interesse – obwohl man zur Zeit von Intensitätskultur sprechen könnte – in Bezug auf: Emotionen (Rausch der Intensität) (Bill Viola) s.u. Ekstasen (Christina Garcia Rodero) Präsenz, Aura, Ausstrahlung (Atmosphäre) s.u. Hyperästhetik (Eliezer Sonnenschein) s.u. Dichte, Kräftigkeit (Videodichte Alessandra Tesi) Thrill (Spannungseffekte) Stimmungspegel Prägnanz Akustische Intensität (Finnbogi Petursson, Granular) Körperbeben Körperlicher Verausgabung (Lasso - Sala Tykkä) Seelischer Verausgabung Intensitäten jenseits der Intention (Kloosowski) Zusammenhang von Emotionalität und Glaubensrichtung (calvinistisch /vs/ katholisch) Ganz eintauchen (Gelatine) Wiesenklima (1), Wüstenklima (2), Monsunklima (3) (WT) 1 anthropozentrisch, intellektuell-beschaulich 2 extrem willensgelenkt, praxisorientiert 3 gefühlsbetont, kontemplativ Wahrnehmung qua Befindlichkeit ist also spürbare Präsenz. (Richard Serra) (Gerhard Richter) körperlichen Präsenz bzw. der Präsenz von Objekten (Jon Mueck) Hyperrealismus (Serra) Monumentalskulptur (Gregor Schneider) Architektonische Anwesenheit (FB) Höchste Aufgipfelung des Lebensgefühls – Die Ekstase ist ... die ursprünglichste für den Menschen mögliche Erfahrung der Lebendigkeit und damit der äußerste Gegenpol der Lebendigkeit (MH) Im atmosphärischen Erleben ist die Welt immer schon eine Vertraute Auch Kunstwerke zerren an unserer psychischen Disposition und setzen affektive Reaktionen frei ... Traditionelle Kunst versuchte, diese Reaktionen in Form einer selbst-kontemplativen Übung zu sublimieren, während moderne Formen der Rezeption zu unmittelbarer Entladung tendieren, zu spontanem Ausdruck (Vergl. Prinzip „Karneval“) (Brian Holmes) s.o. Es hat keinen Sinn (mehr) alle ästhetische Produktion aus der Sicht der Kunst zu sehen (DG). Auch in Bezug auf die bereits thematisierte Selbstwahrnehmung (statt der Werk-Wahrnehmung) ist das von Bedeutung: man will „spüren“, daß man existiert. (FB) Ich und Welt werden in ein ungeteiltes Totalerleben eingebettet. Stimmung ist Ich- und Weltgefühl zugleich Über eine ästhetische Supersprache meditieren (RK) Sinnliche Atmosphären des Barock „NeoBarock“ Neue Intensitäts- Kultur (man will spüren, daß man existiert) Manifestation von Anwesenheit (/vs/ Ästhetik der Absenz) Ästhetik als Lehre von den Atmosphären (G. Böhme) s.l. (XB) Man muß also die Räumlichkeit von den Lebewesen, Ethnien, Kulturen und Personen ableiten und nicht umgekehrt. Dann wird auch klar, daß „Artenvielfalt“ auch Raumvielfalt bedeutet. Präsenz / Anwesenheit (Gernot Böhme) Das Ding wird (so) nicht mehr durch seine Unterscheidung gegen anderes, seine Abgrenzung und Einheit gedacht, sondern durch die Weise, wie es aus sich heraustritt. Gestimmtheit, Grundbefindlichkeit Grundstimmung (mit Heidegger) Vom-Klima-Getragensein (WT) (WT) Wir finden uns selbst, als ein Element im „Zwischen“ – im Klima Leuchtkörper – Über Atmosphären-Produktion (Sebastian Weber, Kai Vöckler) s.l. (Tony Smith) Objekte nicht als Skulpturen, sondern eine Art von Präsenz Keine Ausstrahlung haben Unsichtbar sein Sich unsichtbar fühlen (Vergl. Präsenz) Bisheriger analytischer Ansatz der Ästhetik meinen: ein Ding „hat“ eine Farbe ... ... Das Blausein einer Tasse kann aber auch ganz anders gedacht werden, nämlich als die Weise oder, besser gesagt, eine Weise, in der die Tasse im Raum anwesend ist, ihre Präsenz spürbar macht. ... das Blausein der Tasse wird dann als etwas gedacht, ... das auf die Umgebung der Tasse ausstrahlt, diese Umgebung in gewisser Weise tönt ... (GB) Der Unterschied von „eine Farbe haben“ zu eine Farbe sein (zB. Blausein) (Venedig 2001) (Leon Tarasewicz – Performativer Farbraum) (Luc Tuymans – überbelichtete photograph. Sicht) Der Unterschied zwischen „haben“ und „sein“ (DG) Klimatologie aller menschlichen Denk- und Empfindungskräfte (WT) Weltgenuß und religiöse Ekstase (Barock) The constantly fluctuating Light creates the impression That the building is breathing. (Zumthor) (Kunsthaus Bregenz) Atmosphäre als Grundbegriff einer neuen Ästhetik (Gernot Böhme) Ich bin hier und fühle mich so und so gestimmt – Die Atmosphäre ist ferner gestimmter Raum, d.h. was einen da anmutet, ist eine Stimmung (GB) (WT) Der praktische „Verstand“ (Ausbildung) der Menschen ist klimatisch mit bestimmt (Leben im Hochgebirge, Leben am Meer, Leben in der Wüste, ...) (GB) Die Ästhetik ist im strikten Sinne eine Erscheinungslehre (Vergl. Seel) Wenn das Sehen ein Tasten mit dem Blick ist (MMP) Die Form des Dinges wirkt (aber auch) nach außen. Sie strahlt gewissermaßen in die Umgebung hinein, nimmt dem Raum um das Ding seine Homogenität, erfüllt ihn mit Spannungen und Bewegungssuggestionen. (GB) (GB) Es gilt also Dinge nach den Formen ihrer Präsenz zu charakterisieren. (Lucinda Devlin – Hinrichtungsz.) Pranja-Logik des „Trotzdem-Zugleich“ (WT) 12 ästhetische Sicht / visuelle Sicht / Lichtsicht Sicht der Anwesenheit Blüten sind Organe des Sichzeigens (GB) Existentialismus (Primat des Handelns) Existentialphilosophie Subjektivismusdebatte Atmosphärische Kompetenz (RK) (GB) Der Rezipient kann in Atmosphären hineingeraten, von ihnen überfallen werden Eingetauchtsein in Atmosphären Ästhetische Wahrnehmung ist Aufmerksamkeit für das Geschehen ihrer Objekte (MS) Atmosphärische „Dichte“ (MH) Die Sinnlichkeit des Menschen ist klimatisch (WT) (UP) Das von der Romantik gefeierte Aufbäumen der Emotionen Wahrnehmung qua Befindlichkeit ist also spürbare Präsenz. (GB) 14 existentielle Sicht Wärmebad Von Wind und Kälte ergriffen werden Das Kloster ist ein sublimes Beispiel dafür, was geschieht, wenn überflüssige visuelle Ablenkungen entfernt werden. Die dem Material innewohnende schönheit kommt zum Vorschein (Pawson zur Abtei Le Thoronet) Atmosphärisches Erscheinen Emotionalität der Südländer (des Mittelmeerraumes) Klimabedingte Unterschiede des „Hautgefühls“ (WT) (GB) Im Unterschied zum Ansatz von Schmitz werden so die Atmosphären nicht frei schwebend gedacht, sondern gerade umgekehrt als etwas, das von den Dingen, von Menschen oder deren Konstellationen ausgeht und geschaffen wird. (XB) Es ist nicht immer nötig, daß Raum verkörpert wird. Er kann auch als heitere Stimmung präsent sein Ästhetik & Emotion Objekte des bloßen Erscheinens sind oft Ausgangspunkt eines Wachwerdens für die Atmosphäre (M. Seel) (GB) Atmosphäre ist die Wirklichkeit des Wahrgenommenen als Sphäre seiner Anwesenheit .... und die Wirklichkeit des Wahrnehmenden, insofern er, die Atmosphäre spürend, in bestimmter Weise leiblich anwesend ist. Atmosphärensicht: wendet die Aufmerksamkeit von dem „was“ etwas darstellt, auf das „Wie“ seiner Anwesenheit Sicht der Angst Weltgenuß und Hedonismus (Neohedonismus) Schamlose Körperlichkeit (Sichtbarkeit des Körperlichen) Ekstase (Vergl. Barock) Eingehülltwerden in Atmosphären (TB) Was mich ekelt, kommt aus der Nähe (CS) Identitätsbildende Gefühle Einfachheit hat eine moralische Dimension (mit dem Wesentlichen der Existenz in Berührung zu kommen) (J. Pawson) Als die unterste Stufe liegen dem gesamten seelischen Leben die „Lebensgefühle“ oder „Stimmungen“ zugrund (FB) (WT) Düsterkeit des Klimas führt unmittelbar zu einer Verdüsterung im Gemüt des Menschen (GB) Stimmungen als atmosphärische Charaktere Weltanschauung & Emotion Le Thoronet bleibt für mich das schönste Gebäude der Welt (John Pawson) Der Atmosphärenansatz schafft es, vom Angst-Konzept der Existenzphilosophie weg zu kommen (TB) Eingefärbt von der Atmosphäre eines Ekels Atmosphärische Erscheinungen (M. Seel) (HL) Klangfiguren einer interkulturellen Polyphonie der Stimmen und Sprechgesten (Peter Brook) Neue Einfachheit bei Dogma 95: Den technischen Panzer ablegen und den Schleier der Ästhetik fallen lassen / Der komplizierte Weg zur Einfachheit / In dem Maße, in dem man die Filmsprache reduziert, wird die Notwendigkeit eines geistig-emotionalen Rüstzeugs, einer geistig-emotionalen Energie augenfällig Stimmungspegel (GANG ART, granular synthesis) heiter, erhebend, beängstigend, aggressiv (biennale 2001) Berührung & Emotion In einem Material ausgeführt Architektur der Wahrheit Die Zisterzienserabtei Le Thoronet (mit Text von Le Corbusier) Vollkommene Fülle. Nichts ließe sich hinzufügen (GB) Niemals geht es nur um die Gestaltung des Gegenstandes, sondern immer zugleich um die Schaffung der Bedingungen des Erscheinens (GB) Die Dämmerung ist ein Räumliches Phänomen. Sie ist eine Atmosphäre, die allmählich alles einhüllt, verschattet, unbestimmt macht Endzeitstimmung Stimmungen haben keinen bestimmten Gegenstand. Sie sind Zuständlichkeiten, Färbungen ... (FB) (Abgrenzung zu Gefühlen!) (Mike Hentz) Voraussetzungen von Klima: DRAMATURGIE ist die Entwicklung eines Klimas mit allen verfügbaren Mitteln Stimmungsdrogen (FB) (Die Stimmung) kommt weder von „Außen“ noch von „Innen“, sondern steigt als Weise des In-der-Welt-seins aus diesem Selbst auf. Existenz & Emotion (SR) Ecstasy als eine Droge, die alle Sinne zu intensivieren scheint Kult der Einfachheit (Quäker, Buddhisten, Zisterzienser) (DIG) Die Aura „wirkt“ in der Regel zu einzelwerkbezogen – die Atmosphäre muß man sich umfassender vorstellen. Sicht der Weltanschauung (Böhme) ... und zwar ist die Aura offenbar etwas räumlich Ergossenes, fast so etwas wie ein Hauch oder ein Dunst – eben eine Atmosphäre. Benjamin sagt, daß man die Aura „atmet“. Was gespürt wird, ist eine unbestimmt räumlich ergossene Gefühlsqualität. (DG) mit dem „Heraustreten“ wird ein weiterer Aspekt des „Erscheinens“ angesprochen. (FB) In jeder Stimmung ist die Welt schon in einer ganz bestimmten Weise „ausgelegt“ Licht und Schatten sind das Megaphon dieser Architektur der Wahrheit, der stille und der Stärke (Le Corbusier) Vergl. Möbelentwürfe von L. Wittgenstein Abhebungen studieren: Damit meinen wir die Analyse der Art und Weise, in der Dinge aus sich heraustreten (GB). Es sind bestimmte Eigenschaften am Gegenstand, etwa Konturierungen, rhythmisches oder diskontinuierliches Verhalten, durch die sich der Körper in seiner Umgebung bemerkbar macht bzw. bemerkbar wird. ... Die Anwesenheit eines Dinges im Raum wird in dem Maße spürbar, als es im ganzen mit bestimmten seiner Eigenschaften zur Abhebung kommt. (GB). Man spricht auch von Prägnanz. Die indische ästhetische Theorie von rasa, liefert uns den Schlüssel zum Verständnis der verschiedenen Stimmungen und Gefühle, die auch in den tantrischen Bildwerken angesprochen werden. Rasa, ein Ausdruck, für den es im Westen keine genaue Entsprechung gibt, bedeutet soviel wie „Aroma“, „Geschmack“, „Stimmung“ oder „Gefühl“. ... Alle klassischen Bilder in der indischen Kunst, einschließlich der tantrischen, können weitgehend unter die neun grundlegenden rasa- Kategorein eingeteilt werden. Das andere Extrem (zu Schmerz und Schreck) ist das sogenannte ozeanische Gefühl. Das eigene Hier wird dabei undeutlich. Diese Erfahrung ist die berauschende Erfahrung einer Auflösung in Atmosphäre. (Vergl. Entspannungszustände) (GB) 11 interkulturelle Sicht Siehe auch: Sicht der Identität Wir benennen Atmosphären nach Stimmungen (heiter, düster, festlich, ...) (RK) Buildings, that develop a special presence on their site – reveal an internal tension radiating out beyond the site (zu Zumthor) Alles was man tut, soll man vortrefflich tun (Benediktus-Regel) Benjamin versuchte mit dem Begriff der Aura jene Atmosphäre der Distanz und des Achtunggebietenden zu bestimmen, die originale Kunstwerke umgibt. (Böhme) Der Stimmungsuntergrund unterscheidet sich durch die Richtungslosigkeit, von den gerichteten Gefühlen (FB) So wenig Design wie nur möglich (Dieter Rams) Unsere einzige Chance ist die Rückkehr zur Einfachheit (XB) Allzuschnell richtet man sich die Dinge (und Menschen) so zu, daß sie nur noch auf gleichgültige Weise vorhanden sind Klimasicht (I) - Wetter (PS) Politik wird eine Abteilung der Klimatechnik (SD) In der Dichtung wird das Ethische jedoch nicht gesagt oder ausgesprochen, sondern es „zeigt sich“ (Dichtung formuliert keine logischen Bilder der Tatsachen) (SD) Wenn es so etwas wie eine „Sprache“ des Ethischen gibt, dann ist es die Sprache der Dichtung (mit Musil und Wittgenstein) Die Stimmung als unterste Schicht des seelischen Lebens (FB) Dasein je immer schon gestimmt ist Situationen, wo nichts falsch ist, nicht ein einziges Ding, der Tisch, das Tablett, der Blick, der See, ... (J. Pawson) (Buber) Von den „Zuflüssen“ und „lebendigen Strömen“ des Angeschlossenseins an die Umgebung durchzogen (XB) (Heidegger) Lyotard zu Bernard-Henry Levy: Der Theoretiker der „Intensitäten“, des „Abdriftens“, der „Triebe“ und der „Dispositive“. Barocke Werte für ein politisches Projekt Stimmungsuntergrund (FB) (Mike Hentz) Voraussetzungen von Klima: WÄRME betrifft die Atmosphäre, wobei man unterscheiden kann zwischen menschlicher Wärme, Intimität, und Raumtemperatur. (GB) Formen der Präsenz sind Weisen, durch die ein Ding charakteristisch aus sich heraustritt. Wir wollen sie Ekstasen nennen. Sicht der Ausstrahlung Vergl. Sicht des Feldes (Mike Hentz) Voraussetzungen von Klima: SYNCHRONISIERUNGSTECHNIKEN ... Ekstatische Situationen (Musik, Gesang, Aktion, Tanzen) eignen sich sehr gut, um Gefühle zu synchronisieren Sicht der Stimmung (W. Turner) Atmosphäre – Stimmung (mood) – Grundstimmung Die Qualität freiwilliger Armut – (japanisch:Wabi) (J. Pawson) Vergl. Zisterzienser Atmosphärische Sensibilität energetische Sicht Kommunikationsästhetik Soziologie (Bourdieu) Identitätsdiskurs Performativitätstheorien Postmoderne Sichten Pathos (gr. Leiden) Abwertend: Gefühlsüberschwang, übertriebene Gefühlsäußerung Vibrierende Atmosphären 10 Rezipientensicht / taktile haptische Sicht Aufmerksamkeit für die atmosphärische Ausgangssituation Entspannende Atmosphären (MH) Zur leiblichen Verfassung gehört auch die innere Stimmung (Lyotard) Es geht also darum, Energieströme, die auf verschiedenen Bühnen „blockiert“ (oder vermeintlich blockiert) werden, einzufangen und in Sprache umzuleiten, es geht also um den Übergang von libidinösen zur „politischen“ Ökonomie, mit dem Ziel, hohe-tiefe Intensitäten in/durch Sprache zu absorbieren. Atmosphärische Installationen Abwesende Menschen (Christian Boltanski) Endzeitstimmung Gedämpfte Leidenschaft Ethik als Wahrnehmungsqualität (Aufmerksamkeitsqualität) 13 Intensitätssicht Puritanismus kennt keine Ekstase Gedenken/Andenken & Emotion (Mike Hentz) Voraussetzungen von Klima: SCHÄRFE In einem Klima ist Schärfe eines Elements abhängig von anderen Elementen. Die Atmosphäre von Traumwelten (räumliche Paradoxa) Politik der Intensitäten (Lyotard) Katastrophenstimmungen (Karin Kneffel, Tim Head) Gerichtssaal-Atmosphäre (Performance:black market) 09 Sicht der Ekstase Atmosphäre – Emotionalität – Kitsch (Venedig 2001) Einige Arbeiten zeigen keine Berührungsängste mit Kitsch-Ästhetik Unterhaltsame Kitschformen sind ebenso zu finden, wie umfassende Kitschlandschaften (Mimmo Rotella & ägypt. Pavillon) Mit dem Begriff „Kitsch“ wollte man die „wahre Kunst“ vor der Flut der Ästhetisierung des Lebens und der Welt schützen (CS) (Agnes Heller) Es gibt kein Erkennen ohne Gefühl, keine Wahrnehmung ohne Gefühl, Keine Erinnerung ohne Gefühl – doch jedes menschliche Gefühl beinhaltet entweder schon als Gefühl das Moment der Kognition oder es ist zumindest mit der Kognition, mit den Zielen und Situationen verbunden; nur in Wechselwirkung mit ihnen wird es als Gefühl relevant. (XB) Der auszuhaltende Raum: Existieren heißt Ausstehen und Aushalten Sicht der Dramatisierung (Pierre Bonnard) ... The paintings depict atmospheres in which the artist is possessed by an obsession with his model Österreichische Seele (Die barocke Seele Österreichs freilegen) (Bruno Gironcoli) Unmaskiertes Sein (DG) Welche Objekte sind in der Lage aus der Menge der sie umgebenden Objekte hervorzutreten. Atmosphäre/Klima der Sicherheit (CS) Emotiosnloses Denken führt immer zu partieller Wertblindheit Stimmungen der Andacht, Feierlichkeit oder Festlichkeit „Klima“ der Verantwortung Klima der Toleranz Vergl. Barock Fest & Emotion Ein besonders schüchterner will nicht einmal den Raum einnehmen, den sein Körper braucht (XB) Atmosphäre des Vertrauens P. Weibel greift oft aus der politischen Perspektive Werke/Ausstellungen im Bereich der bildenden Kunst an (Verl. auch Angriff von Eisenman gegen Schweizer Architekten) Eine Form des „analogischen Denken“? Ausstrahlung von Gelassenheit Freude Freudelogik (LC) Latent atmosphere of sexuality and violence Dramatisierung & Emotion Atmosphäre der Gewaltfreiheit Klima der Rechtsstaatlichkeit (XB) Geht die Lebensspannung der Zusammenhänge verloren dann erscheint „Die Welt“ als reiner Tatsachenbestand Moral & Emotion Fest und Klima (Mike Hentz, Stadtwerkstatt) Klimatheorie (M. Hentz) Verhaltensräume (Vergl. Fama) (CS) Moralisch relevante Emotionen wie Reue, Stolz, Scham, Eifersucht und Mitleid Emotionalität war auch in den Interviews mit Szeemann ein zentraler Punkt (sogar auf die Frage zur „Meßbarkeit“ der Kunst) Meßbarkeit von Emotionen (W. Reich) (CS) Jeder Emotion, auch der moralischen, entspreche ein „Körperbild“ d.h. eine nervliche Reaktionsbereitschaft, wie Sie sich bei starken Emotionen als Zittern, Blässe, Muskelspannungen etc. zeigt Szenen bestimmter Gefühlsqualitäten (Hirschfeld) Politik & Emotion Die Worte gelten als Intensitäten und nicht als Bedeutungen (Lyotard) Atmosphäre/Stimmung emotional gedacht Die sgn. moralischen Emotionen (RW) (Scham, Schuld, Gewissensbisse, Bedauern, ...) Atmosphäre der Sorge (für Pflanzen, Tiere, Menschen, Situationen) (Mike Hentz) Voraussetzungen von Klima: SICHTBARES Die Gestaltung von Räumen erfolgt durch Installationen, Dekorationen, Requisiten. An einem nackten Tisch schmeckt das gleiche Menu anders als mi Tischdecke und Kerzenständer. Worauf spricht der Mensch an? Auf grelle, warme, gedimmte Beleuchtung? Kerzen oder Neon? Pneumatische Räume, als psychophysische Erlebnisräume (Hans Hollein, Walter Pichler, Haus-Rucker) Stimmungen haben keinen bestimmten Gegenstand. Sie sind Zuständlichkeiten, Färbungen des gesamt- menschlichen Daseins (de Ponte mit: Bollnow) Atmospären von Massenveranstaltungen (Vergl. Inszenierung der Nazi-Aufmärsche) Öffentliche Räume als Haltungsräume Politik im Medienzeitalter: Inszenierung, die Produktion von Atmosphären, die Erzeugung affektiver Betroffenheit (GB) Stimmungsmacher „Über-Ich“ als interne Figur, als Instanz (Atmosphäre der Familie) (CS) interne Sanktionen – affektiv besetzte Selbstvorwürfe (TB) atmosphärisches In-der-Welt-Sein Atmosphären als „Haltungsräume“ (Festräume, Kirchenräume) Politik der Gefühle im Nationalsozialismus (GB) Schuldkulturen Schamkulturen (XB) Wenn der Raum sich nicht weitet entstehen Angst, Depression, Verfinsterung, Schwere, Schwächung und Draußenqualitäten Weiteangst (Platzangst) Sturzangst (Höhenschwindel) Dämmerungsangst Parteitags-Atmosphären Gefühlsbad in der Menge Atmosphäre der Schuld (Vergl. Fama) (CS) Prinzip Verantwortung (Hans Jonas) (TB) Angst und atmosphärische Überflutung Respekt vor atmosphärischen Situationen (hl. Räume) Triebsphären (Verdrängte Ängste) (Pascale Jeanneret) Mayday (Ausstellung): She comments on the expressions of violence, and the evocation of atmosphere characterized by fear and tension Heidegger legt Wert darauf, daß der emotionale Bezug dem erkenntnismäßigen voraus liegt und diesen überhaupt erst ermöglicht (GB) (damit folgte er Nietzsche) Politische Großveranstaltungen als atmosphärische Gesten Stimmungsräume Nähe = Teilhabe an einer Atmosphäre (RK) Institutionen die Emotionen „abbilden“ (Kirche, Prater, Hinrichtungsbühnen, ...) (Lucinda Devlin) Prinzip der Sorge Nach dem Mythos werden diejenigen mit Wahnsinn bestraft, die sich den Festen entziehen (RK) Siehe auch: Sicht der Reduktion (Minimalismus etc.) Sicht der Einfachheit (XB) in der Heiterkeit lichtet sich die Umgebung auf Atmosphäre als Stimmungsraum Fest der Sinne – Herbst – die schönste Zeit ... (Werbespruch) Im Schreck nun fahre ich zusammen. Ich werde aus meiner leiblichen , unbestimmten Ergossenheit in die Weite auf mich zurückgeworfen. Ähnlich beim Schmerz. (GB) Die Beziehung zur Welt reißt im Schmerz und Schreck ab Grauen des Alltags: Dinge die entgleiten Verseuchte Zonen Verstrahlte Gebiete „Wenig Substanz und viel Atmosphäre“ beim Treffen von Putin und Bush (11/2001) Ästhetik als Kunsttheorie Ästhetischer Diskurs Kunsttheorie / Morphologie Wahrnehmungstheorie Erhabenheitsdebatte Auradebatte Ekeltheorie Kommunikationsästhetik (CS) Die Schwierigkeit einer emotional begründeten Ethik besteht darin, daß Emotionen Prinzipiell nicht im gleich strengen Sinn unversalisierbar seien, wie formal-rationale Prinzipien (RK) Das Fest als Atmosphärischer Raum Diskrepanzerfahrungen sind es, die in besonderem Maße dazu Anlaß geben, Atmosphären als quasi objektive Gefühle zu bestimmen. In diesen Erfahrungen wird deutlich, daß ich Gefühle erfahren kann, die nicht meine Sind und auch niemandes sonst. Sie schweben gewissermaßen im Raum unbestimmt in die Weite ergossen (GB) Präsentation einer Atmosphäre und einer Zuständlichkeit (Lehmann) (CS) Eine Emotion zu haben, heißt ein Werturteil abgeben über die Situation, in der man sich befindet 12 ethische Sicht Atmosphäre von Kerzenlicht (es schwingt noch der Unterton einer Kulterfahrung mit) s.o. Ästhetisierung der Lebenswelt (W. Benjamin) Ästhetisierung der Politik (W. Benjamin) Gewalt und Verstümmelung Darstellung des Leidens (Dinos & Jake Chapman) (Paul Thek) Beglückende Stimmungen Ein Unfall stößt zu; er löst die vertrauten Bindungen auf, stürzt die Bedeutunegn um, bringt aus der Fassung. Er ist das Ereignis der Fassungs- losigkeit par excellence (DM) Denkmalsicht / Gedenksicht Psychogeographische Qualitäten (Situationisten) (CS) Im Hinblick auf mögliche Selbsttäuschung bezieht De Sousa ideologiekritische Überlegungen mit ein, weil nicht nur unsere Meinungen, sondern auch unsere Emotionen von ideologischen Vorurteilen – unter anderem sexistischer oder rassischer Art – beeinflußt sein können. Atmosphärische Überflutung bei Festen (RK) Wie auf anderen Gebieten erleben wir auch in der Politik heute ein neues Barock (GB) Feierlich-festliche Atmosphäre (Barock) Man sucht Pathosformeln, u.a. um die Welt zu bewältigen, wenn katastrophisches Geschehen mit übergroßer Wucht andrängt – das war der Fall im Barock (Türkengefahr) und Expressionismus (Verg. NY ) (UP) Bei den Denkern der Stoa sollte durch die Karthasis die Seele von den Affekten gereinigt werden Siehe auch: politische Sicht Das Aus-der-Fassung-Geraten impliziert die Möglichkeit einer Ek-statsis (DM) Über Atmosphären Befindlichkeiten erzeugen. (GB) (FB) Eine Steigerung des Feierlichen ist das Festliche (die bedeutungsgeladene Schwere des Feierlichen... gelöst in Helligkeit und Freudigkeit) Festlicher Glanz (Lichtwirkungen) Emotionalisierte Themenstellungen (Venedig 2001) (Atelier Van Lieshout - Abtreibungsklinik) (Xiao Yu – vermischte konservierte Körper) (Liis Semper - Selbstmordschleife) (V. Maruscenko - Tschernobyl) („Emotion“ 1998 Hamburg Deichtorhallen) (Schmitz) Gefühle sind draußen, „nicht anders als Straßen“ ... Er spricht von einer Introjektion der Gefühle, ... Einer Hereinverlagerung in eine menschliche Innenwelt (GB) (GB) ... er zeigt, ... das bereits im homerischen Zeitalter ..., Gefühle als etwas draußen erfahren wurden, als Mächte, die erregend in die menschliche Leiblichkeit eingreifen. ... Gefühle kann Schmitz deshalb wie folgt definieren: Sie sind „ortlos ergossene Atmosphären“, die einen Leib, den sie einbetten, in der Weise des ... affektiven Betroffenseins heimsuchen, wobei dieses die Gestalt der Ergriffenheit annimmt. Ethik der Katharsis (HL) Das große Welttheater: Das Spektakel der Gebärden u. Haltungen, der Physiognomien und Masken (Vergl. Physiognomisches Erkennen G. Böhme, W. Benjamin) (CS) Emotionen sind nicht nur sinnstiftend auf der individuellen, sondern auch auf der kollektiven Ebene Emotionen als ein komplexes System von Urteilen über die Welt, über Menschen und unsere Stellung in der Welt Das Geschlecht des „Coolen“ (UP) Lusterkultur (Suzann Victor) Ausgreifende Geste Üppigkeit – oft kitschige Überladung (NeoBarock) Berührende Arbeiten (Jon Mueck)   Gefühlsraum (Kap. Bei H. Schmitz zu den Atmosphären) (UP) Gefühle als kulturelle Artefakte sind nach dem 2.Weltkrieg vor allem geprägt durch das Einbüßen der emotionalen Naivität Le Corbusier (Kirche Notre-Dame du Haut) Architektur von gewaltiger emotionaler Kraft Schmückungsansatz (NeoBarock) Nacht + Wasser + Feuerwerk + Musik (Licht + Feuer) Klangwolkenveranstaltungen Einfühlungsdenken (Peter Zumthor) Atmosphärische Kompetenz (RK) Weihnachtliche Atmosphäre durch Festschmuck (Lichtobjekte, Bäume, ...) Gefühle sind vom Ursprung her das, als was sich die natürliche Mitwelt sich uns zu spüren gibt (GB)(MH) Die ganze Welt ist Bühne Szenische Gestaltung – Inszenierung (Theater als vollkommenes Sinnbild der Welt) eingestimmtes Denken Die physiognomische Weltsicht entdeckt ... eine ganz anders strukturierte Welt, als sie nach den Methoden der Naturwissenschaft sich darstellt. Sie hebt aus der Fülle der Merkmale und Strukturen, die sich an einem Gegenstand finden, diejenigen heraus, die affektiv bedeutsam sind. (GB) s.l. Schwarze Kulturtheorie Kulturkritik feminist studies / feminist theory gender studies anthropologie of gender Kulturhistorik Postmoderne Sichten postcolonial theory (Spielregeln der Kunst) Politischer Diskurs Repolitisierungsdiskurs Postkolonialistischer Diskurs Exotismusdiskurs Race-Diskurs Regionalismus-Debatte Minoritäten-Debatte Eurozentrismus-Debatte Critical discourse Anthropogeographie Die Atmosphäre für den Einzelnen ist eine der Lockerung und nicht der Entladung (E. Canetti) Feuertheater (A. Heller) Atmosphären sind immer räumlich >randlos<, ergossen, dabei ortlos, d.h. nicht lokalisierbar, sie sind ergreifende Gefühlsmächte, räumliche Träger von Stimmungen. (GB) Festobjekte Festliche Tischinstallation „High Yellow“ (Francco Mondini Ruiz) Rausch der Intensität s.r. politische Sicht Ist ein atmosphärischer Feminismus denkbar ? MDMA ist in der Psychotherapie äußerst nützlich 11 feministische Sicht Reiches Schmuckwerk (Barock) Kampfatmosphäre (Survival Research Lab) Warum ist Feminismus aus der atmosphärischen Sicht schwer abzuhandeln ? Entspannende Atmosphären Malerische Gestaltung der Innenräume, die ein festliches Raumgefühl hervorrufen (NeoBarock) (Böhme) Es gibt aber viel mehr Atmosphären .... die heitere Atmosphäre, die ernste, die schreckliche, die bedrückende Atmosphäre, die Atmosphäre des Grauens (Chapmen), die Atmosphäre der Macht, die Atmosphäre des Heiligen und des Verworfenen. (DIG) ... fast alles benennt auch emotionale Kategorien Gefühle als räumlich ergossene Atmosphären (Hermann Schmitz / Der Leib, der Raum und die Gefühle) Der Gefühlsraum, in dem sich Gefühle als räumlich ortlos ergossene, leiblich ergreifende Atmosphären ausdehnen (Hermann Schmitz) Affektiver Raum (XB) Kultivierung des sinnlichen Genusses, als Werkzeug der Atmosphärisierung (RK) Atmosphäre durch Blumenschmuck (Festschmuck) Gedrückte Atmosphäre Heitere Atmosphäre Atmosphären des Grauens im Film (akustisch ...) (PS) Damit Sphären als solche auffallen, müssen sie zerplatzt sein Das Brachiale als fundamentale Stellungnahme Literatur: Tanizaki Jun´ichiro / Lob des Schattens – Entwurf einer japanischen Ästhetik Gernot Böhme / Atmosphäre (Beitrag auf japanisch) Jean-Francois Lyotard / Intensitäten Watsuji Tetsuro (WT) / Fudo – Wind und Erde Der Zusammenhang von Klima und Kultur Watsuji Tetsuro / Fudo – eine anthropologische Betrachtung H.H. Lamb / Klima und Kulturgeschichte – Der Einfluß des Wetters auf den Gang der Geschichte Peter Jüngst / Territorialität und Psychodynamik Eine Einführung in die Psychogeographie Herder (Klimatologie des menschl. Geistes) Friedrich Ratzel (Anthropogeographie) Willy Hellpach / Geopsyche – Die Menschen- seele unterm Einfluß von Wetter, Klima, Boden und Landschaft (MH) Carola Meier-Seethaler / Gefühl und Urteils- kraft – Ein Plädoyer für die emotionale Vernunft Seyla Benhabib Literatur: Reinhardt Knodt / Ästhetische Korrespondenzen – Denken im technischen Raum Gernot Böhme / Atmosphäre. Essays zur Neuen Ästhetik Gernot Böhme / Atmosphäre als Begriff der Ästhetik – in: Daidalos 68 Gernot Böhme / Aisthetik – Vorlesungen über Ästhetik als allgemeine Wahrnehmungslehre Wolfgang Welsch / Aisthesis Martin Seel / Ästhetik des Erscheinens Gernot Böhme / Das Bild der Dämmerung Tanizaki Jun´ichiro / Lob des Schattens – Entwurf einer japanischen Ästhetik Gernot Böhme / Licht als Atmosphäre Gernot Böhme / Physiognomie als Begriff der Ästhetik (Beitrag) William Turner – Licht und Farbe James Turell – the other horizon Sebastian Weber, Kai Vöckler / Leuchtkörper - Über Atmosphären-Produktion John Pawson / minimum Shaker Style / The gift of simplicity Lucien Hervé / Architektur der Wahrheit Richard Wollheim (RW) / Emotionen Agnes Heller Literatur: (... Fortsetzung) Lucinda Devilin, u.a. / Räume Gregory Fuller / Endzeitstimmung Sabine A. Döring / Ästhetische Erfahrung als Erkenntnis des Ethischen Sabine A. Döring / Emotion and Morality (Hg. Verana Mayer – im Erscheinen) Gewalt & Emotion Zerstörung & Emotion Literatur: Gernot Böhme / Theorie des Bildes William Turner – Licht und Farbe Literatur: Herbert Fidler / Sichtbare Spuren – Arbeitsräume österreichischer Künstler David Seidner / Im Atelier der Künstler Otto Friedrich Bollnow / Das Wesen der Stimmungen Michael Hauskeller / Atmosphären erleben Der Charakter einer Atmosphäre kann nur in affektiver Betroffenheit festgestellt werden (GB) Erlesene Speisen, sorgfältige Darreichung, durch Gerüche, Blumen, Räucherwerke, berauschende Getränke, Musik, erotische Reize, ... kommt es zur atmosphärischen Überflutung, zur synergetischen Harmonie der Affekte, zum Festrausch (RK) Atmosphäre von Vernichtungslagern Hin zu einer emotionalen Moderne (Tony Oursler) atmosfear / atmosphear (UP) Die Romantik rehabilitiert das Gefühl Emotionale Wende (nach der kognitiven Wende) Manifest des Taktilismus Existentialismus (Primat des Handelns) Psychoanalyse / Ekeltheorie Lacanismus-Diskurs queer theory gender studies psychological theories of performance Psychologie / Handlungspsychologie Physiognomische Weltsicht: Auf der Suche nach Merkmalen und Strukturen, die affektiv bedeutsam sind 10 emotionale Sicht Sicht der Schmückung psychoanalytische Sicht / psychophysische Sicht 09 Alltagssicht - Festsicht Soziologie (Bourdieu) cultural studies Neuer Subjektivismus Privatismus-Debatte Lebensphilosophie (Spielregeln der Kunst) Psychische Sicht Sicht der Zerstörung Legende Siehe oben: Therapeutische Sicht Mit diesen Sichten werden inhaltliche/analytische Perspektiven abgesteckt bzw. inhaltliche Zonen abgegrenzt. Innerhalb dieser Zonen erfolgte die Plazierung nach dem Prinzip: räumliche Nähe = inhaltliche Nähe. Der Außenring ist meist abstrakter gehalten, als der Innenbereich. Mit Foucault könnte auch von archäologischen Gebieten gesprochen werden. Literatur: Otto Friedrich Bollnow (FB) / Das Wesen der Stimmungen Gerhard Graulich / Die leibliche Selbsterfahrung des Rezipienten Gernot Böhme / Aisthetik Bausteine für eine Geographie der Befindlichkeit Hermann Schmitz / Der Gefühlsraum (System der Philosophie Bd. III) Hermann Schmitz / Leib und Gefühl. Materialien zu einer philosophischen Therapeutik Dieter Ulich, N. Groeben, Brigitte Scheele Literatur: (... Fortsetzung) Huber Tellenbach / Geschmack und Atmosphäre Binswanger / Das Raumproblem in der Psychopathologie Gregory Fuller / Endzeitstimmung – Düstere Bilder in goldener Zeit Tony Oursler – a stroll inside horror Luc Ciompi / Die emotionalen Grundlagen des Denkens Philip Rawson / Der indische Kult der Ekstase S. Melchior-Bonnet u.a. / In flagranti M.-L. Raters / gefühlsästhetische Überlegungen nn Sicht Literatur: Reinhard Knodt / Ästhetische Korrespondenzen Gert Mattenklott / Geschmackssachen – Über den Zusammenhang von sinnlicher und geistiger Ernährung Mike Hentz / Works 4 Gernot Böhme / Was uns Blumen bedeuten Diskurse Advanced Studies Methodenkomplexe Theoriekomplex Forschungsrichtungen Disziplin Die Archäologie folgt der Achse: Diskursive Praxis => Wissen => Wissenschaft. In diesem Sinne werden hier relevante Diskurse, Forschungsrichtungen (Wissenschaftsbereiche) und Methodenkomplexe angeführt. Disziplin: Methodenbündel (einer Wissenschaftsdisziplin) +Atmosphäre als (Kurzdefinitionen)

4 Atmosphäre als Stimmungsbild Atmosphäre als Situation
01 Atmosphärensicht kontextbewußte Theorien Kontextualismusdiskurs Theorien zur Metakommunikation Aufwertung der atmosphärischen Wahrnehmung (GANG ART) Inszenierter Schneesturm im Rahmen einer Ausstellung (H. Hollein) Akustische Möblierung von Ausstellung – Musikatmosphären Stimmungsqualität (GB) 01 kontextuelle Sicht (LC) Affekt- und kontextabhängige Selektion von Gedächtnisinhalten bei gleichzeitiger Verdrängung von affektinkonformen Erinnerungen Atmosphärenkunst atmosphärisches Denken Die Atmosphäre als der gemeinsame Rahmen Atmosphäre ist ein sinnlich und affektiv spürbares und darin existentiell bedeutsames Artikuliertsein von Lebensmöglichkeiten (M. Seel) Bühne als atmosphärischer Innenraum (Anna Viebrock) (XB) Sinnideologien werden abgelöst Sinnpluralitäten, Kontexte, Sprachspiele (Wittgenstein), Welten (Heidegger), Entwürfe (Sartre), Lebensformen, Rhizome (Deleuze/Guattari) und begrenzte Szenarien Atmosphäre als Stimmungsbild Atmosphäre als Situation Atmosphärendenken Sicht des Rahmens Sicht des Rahmens Atmosphäre von bühnenreifer Intensität erzeugen Stimmung (mood) Gestimmtheit Grundbefindlichkeit Grundstimmung Ambiance Atmosphäre als „Konstante“, als Grundstimmung, als „Geruch“ den man nicht mehr los wird (DG) Atmosphären kann durch dingliche Arrangements, Licht, Musik erzeugen – dafür steht paradigmatisch die Kunst des Bühnenbildes Ästhetik als Lehre von den Atmosphären (Vorschlag von G. Böhme) Atmosphäre/Stimmung emotional gedacht Emotionaler Kontext Atmosphärische Erscheinungen (M. Seel) Lokalkolorit nutzen Mentalitätsraum = Klima = Atmosphäre (H. Szeemann) s.u. Inszenierte Atmosphäre Atmosphärische arbeitende Künstler (und entspr. Ausstellungsprojekte) Siehe: Harald Szeemann „intime“ Räumlichkeiten ... eine besondere Atmosphäre schaffen geheimnisvoll aufregend anlockend visionär Unterschiedliches Ambiente: -white cube (sachlich) -öffentlicher Raum -Kirchenraum -Büroatmosphäre (Serviceproj.) -Gangsituationen -Restaurantatmosphäre -Völkerkundemuseumsatmosphäre -Kinofoyer-Atmosphäre Ausstellungsgestaltung als Atmosphärengestaltung Die Ausstellung als Stimmungsbild Räume mit gedämpfter Atmosphäre Hartnäckige Moderne- Verteidiger sehen Atmosphäre als Betrug am apollinischen Geist der Moderne (Vergl. P. Weibel) Atmosphäre durch die Qualität des Raumes Literatur: Susanne de Ponte / Ereignis und Wahrnehmung/ Einführung: Hubert Sowa (mit Heidegger) Gernot Böhme / Anmutungen – Über das Atmosphärische Franz Xaver Baier / Der Raum Gernot Böhme / Atmosphäre als Grundbegriff einer neuen Ästhetik (Kunstf. Bd. 120) Ausstellungsdesign ist in vielen Fällen eine Frage der atmosphärischen Gestaltung Die Gestaltung eines Umraumes, einer bestimmten Atmosphäre oder eines Milieus, hat die Präsentation eines singulären Kunstwerkes ersetzt (S. Römer) Der passende Begriff für diese einschneidende Wandlung des künstlerischen Präsentationsraumes scheint mir der Begriff „Ambient“ (S. Römer) Das Ambient ist grundsätzlich vom White Cube und seiner Atmosphäre ästhetischer Purifizierung zu unterscheiden (S. Römer) (FB) Die jeweilige Stimmung ist der Rahmen (von seelischen Gegebenheiten) Jenseits des Detail-Prinzips (DH) Wandlung des Repräsentationsmodells White Cube zum „Ambient“ (S. Römer) Konzept & Kontrolle In den Methoden der Moderne ist Kontrolle bis ins letzte Detail ein absolutes Postulat (Vergl. A. Heller als AntiModerner) Atmosphäre als offenes System Atmosphäre als Strukturdurchbrechung Atmosphäre als Übergangsform Der homo modernus ist blind geworden (LR) Objekte des bloßen Erscheinens sind oft Ausgangspunkt eines Wachwerdens für die Atmosphäre (M. Seel) Ausgestellte Pflanzen benötigen eine geeignete Atmosphäre ... Die Dinge von den Rändern zum Zentrum führen ... Es ist dieses atmosphärische Arbeiten, wie ich es nenne (H. Szeemann) Den „Geist“ des Hauses mitbekommen Einige Entwürfe Zumthors gründen in einem atmosphärischen Gefühl (Buchanan) Atmosphäre Orchstrieren – den Ton treffen (H. Szeemann) (zu J. Herzog) Habt ihr keine Angst, bei diesem Rekurs auf die Sinnesempfindungen und den Körper iIn die falsche Nachbarschaft zu geraten? .... Das sind alte linke Denkmodelle. Aber solche polaren Modelle stimmen nie. Atmosphärische Architektur Opakes Licht (Kunsthalle Klosterneuburg) Über den Dächern (OK Mediendeck) Bunkeratmosphäre (Kunsthalle Wien) (LR) Von der Tyrannei der Abstraktion befreit Der Genuß einer Ausstellung ersetzt den unsicheren Genuß ihrer Exponate (H. Belting) Niemals geht es nur um die Gestaltung des Gegenstandes, sondern immer zugleich um die Schaffung der Bedingungen des Erscheinens (G. Böhme) Weg von den autonomen analytischen Sackgassen der Moderne Die Atmosphäre wird unabhängig von der Bildung wahrgenommen Leuchtkörper – Über Atmosphären-Produktion (Sebastian Weber, Kai Vöckler) Peter Eisenman, sprach von den „swiss fascists“ (Herzog & de Meuron) Vergl. Angriff von P. Weibel geg. Hattinger (Steir. Herbst) Atmosphärische Ausstellungen: (Olafur Eliasson – Kunsthaus Bregenz) (Musik-, Design-, Mode-Projekte Künstlerhaus Wien) (XB) Freilassen statt fesseln. Es geht um neue Strategien, die nicht anziehen, fesseln und fascinieren (fascis – „Faschismus“), sondern Menschen, Umwelt, Rohstoffe, Licht, Atmosphäre freilassen ... Ausdrucksfesseln der Moderne (Vergl. Pathos) Hartnäckige Moderne- Verteidiger sehen Atmosphäre als Betrug am apollinischen Geist der Moderne (s.o.) (Vergl. P. Weibel) Hin zu einer „ganzheitlichen“ Moderne (Vergl. Szeemann) Hin zu einer integrierten Moderne Hin zu einer emotionalen Moderne Gefühlsqualitäten von Räumen erfassen Zumthors Entwürfe gründen in einem atmosphärischen Gefühl (Vergl. Kunsthaus Bregenz) (Ausstellungs)Architektur als Stimmungskunst (UP) Abschottungstechniken Coole Tools für Augen, Ohren, Mund Die Verächtlichmachung der Atmosphäre gehörte zu den den zahlreichen Repressionen, die der modernen Architektur zugrunde lagen (Buchanan) Die Ablehnung solcher Frivolitäten wie Atmosphäre führte zu der Entfernung, die mit der Moderne verbunden wird (Buchanan) Konzeptkunst mit Atmosphäre (S. Fleury, Raphael Rheinsberg, Jenny Holzer (Berlin), J. Kosuth d9 Verhüllung, Gordon Matta-Clark) Thematische Ausstellungen: („Ambiente-Arte“ / Germano Celant / Venedig 1976) (XB) Der eingeschnittene Raum: Einschnitte, Einbrüche, Schlüsselerlebnisse (XB) Es geht um den flüssigen Zustand der Welt. Gelöste, flüssige Wirklichkeit unseren Daseins. ... Die Lösung bringt die Weite. Anti-atmosphärisches Denken (spröde Werke) s.o. Für den mechanistisch denkenden, an einer reduzierten Rationalität orientierten Mainstream der modernen Architektur war Atmosphäre damals eine verpönte und sogar tabuisierte Zielsetzung, weil man sie mit dem subjektiv Psychologischen (Romantik und Irrationalität), mit dem Frivolen, Femininen, Künstlichen und Unechten assozierte. Für strenge Funktionalisten war Atmosphäre die schäbige Innenausstattung (Buchanan) Verbindung mit dem Ganzen (Religio) (LC) (XB) Der erschlossene Raum ist unser Daseinsraum, sind wir selbst als räumliche Offenheit (XB) Der weite Raum: Uroffenheit (UP) Die moderne Ästhetik der Kargheit und Klarheit schuldet ihre protestantische Strenge dem Vorbild des Eismeeres (Siehe dazu: NeoBarock) Sublime Architektur (Mies van der Rohe) Moderne im Licht eines Verlusts der Gestensprache (HL) (XB) Der offene Raum: Flirt, Zärtlichkeit, Spiel, Aura, Schein, Zwischenräume (Von Licht/Wärme) durchströmt werden Eingetauchtsein in Atmosphären Hingabe (XB) Die Verkopfung, die keine Ausdehnung kennt Sicht der Kontrolle Kontemplative Offenheit (XB) Die erstrittene Offenheit ist unser Daseinsraum Die besten Vertreter der Moderne, waren weniger auf die Beseitigung jeglicher Atmosphäre bedacht, als auf die Schaffung einer lyrischen, emanzipatorischen Moderne (Buchanan) Atmosphäre als Bindeglied zw. Sparten Atmosphäre als Gabe Sicht der Manifeste Vergl. Kirche von Tesar (UNO-City) Vergl. Barock kontemplativ, d.h. scheinbar zeitlos wahrnehmend verharren (RK) Our hope was that the building would seem relaxed and informal, like a big „rock“ ... (Zumthor) (XB) Am Anfang war nicht das Wort, am Anfang war der Spielraum 02 konzeptuelle Sicht (B. Lootsma) Man stelle sich eine Architektur vor, die alle Sinne anspricht: „Architektur, die blutet, die erschöpft, die sich dreht, und meinetwegen bricht, Architektur die leuchtet, die sticht, die fetzt und unter Dehnung reißt, eine Architektur, die schluchtig, feurig, glatt, hart, eckig, brutal, rund, zärtlich, farbig, obszön, geil, träumend, vernähend, verfernend, naß, trocken und herzschlagend ist. (Coop Himmelb(l)au „Architektur muß brennen“) Im Rückblick wird offenkundig, daß die großen Meister der Moderne, wie Frank Lloyd Wright und LeCorbusier, Alvar Aalto und Louis Kahn sich sehr wohl um Atmosphäre bemühten (Buchanan) Vergl. ZEN-Ansätze keine Atmosphäre – Lieblosigkeit Musik die „öffnet“ Zurück zu den Ursprüngen der Modene (Zumthor) Entspanntheit (XB) Erotik als die uns durchflutende Bewegung des Seins ... Deshalb die Gefühle, daß wir überflutet werden (XB) Da unser Körper schon weit draußen beginnt ist auch die Empfindlichkeit schon dort Öffnende und isolierende Drogen Sicht der Moderne Offenheit Grenzenloses Spiel Eros & Emotion Kirche Notre-Dame du Haut (Le Corbusier) Entgrenzung & Emotion Entgrenzung: siehe div. Formen der Ekstase (LC) (XBB) Gegenwart bedeutet Geöffnet-sein ... Ekstase der Objekte s.r. (DH) In den Begriffen der Aura von der erotischen Erfahrung sprechen Analysen (zer)stören Atmosphären? Kritische Distanz untergräbt die leibliche Wahrnehmung Der Ruf nach einem neuen Geist (wie bei Le Corbusier) ist oft der Ruf nach einer neuen Atmosphäre (XB) Deshalb muß das Subjekt zerstört, destruiert, wie im griechischen Mythos zerissen werden um liquide und durchlässig zu werden für diese Dynamik. Das Erleben dieser Dynamik ist „Rausch“ ( ... Nietzsche) These von der Substituierbarkeit von Sinnesqualitäten in der Erzeugung von atmosphärischen Charakteren (GB) Entabsichtung Das offene Kunstwerk (Spielregeln der Kunst) Intertextualität (Zu R. Musil) Während der Wissenschaftler, um Erkenntnis erlangen zu können, seine Gefühle ausblenden muß, kann der Dichter nicht erkennen, ohne zu lieben, ist seine Erkenntnis wesentlich „Gefühlserkenntnis“ (SD) Freude, Lust- und Liebeslogik (LC) (LR) In Falsche Bewegung erklärt Handke, man müsse die Kunst des „erotischen Blicks“ erlernen (Früher hat man dazu Wesensschau gesagt) Verrückung Bewegung des gemeinsamen Begehrens Die ganze Zeitgeist-Mentalität ist atmosphärisch. ... Die Moderne ist eine solche Atmosphäre. (Wigley) Sicht des Eros Die Kunst der Bühnenbildner, Dekorateure, Raumgestalter, allgemein der ästhetischen Arbeiter besteht darin, diesen Zusammenhang der wechselseitigen Substituierbarkeit von Erzeugenden zu kennen (GB) (XB) „Bad – Lösung – Glück“ Lockerung und Entkrampfung – Medial fluidal ekstatisch allbezogen (mit Wim Wenders) Jacob Böhme Verwirrung (XB) Das Angeschlossensein ist zugleich eine Erweiterung unserer eigenen Existenz Synergieeffekte Atmosphäre als Referenz Atmosphären als Arbeitsklima 02 Entgrenzungssicht Nieslony – Vortragstechnik (Öffnen für: Das Bild hinter dem Bild) „Nur die Atmosphäre leistet diesen Öffnungsvorgang“ Watsuji Tetsuro ( <= Heidegger) Räumliche Ergossenheit (Wilhelm Wundt) Das Gefühl als der Sinn, in dem die anderen ihre Einheit finden (GB) Sicht der Ungerichtetheit Ungerichtetheit (XB) Kontakt kann nur zugelassen werden, nicht gemacht werden. Wir sollten uns nicht im Weg stehen und unser Kontrollverhalten einstellen Die gleiche „Chemie“ Verliebte sind offener für atmosphärische Wahrnehmung G. Bachelard Mark Wigley Literatur: R. Barthes / Fragmente einer Sprache der Liebe Peter Buchanan / Gedanken über Atmosphäre und Moderne Jaques Le Rider (LR) / Farben und Wörter Udo Wid / Divergenz und Konvergenz der Kulturen (Vortrag) Ilja Kabakov, Boris Groys / Die Kunst der Installation Wissen als Leidenschaft Arbeitsatmosphäre Remy Zaugg Inszenierungsmuster der Liebe (öffentliche, konventionalisierte Inszenierung) /vs/ Entgrenzung romantischen Ideal des Gesamtkünstlers Farben sind Erzeugende für Atmosphären vom Charakter der Synästhesien (GB) Peter Zumthor (Ch. Alexander) Kontemplative Schau (B. Groys zu Kabakov) ... Du bist oft verblüfft darüber, wie genau sie (Künstler, Galeristen, Kritiker) auf dieser erotischen Ebene wahrnehmen ... obwohl sie dabei der Inhalt oder Sinn der Arbeit absolut nicht interessiert Martin Steinmann W. Welsch Alles echte Leben ist Begegnung Liebe schließt auf und macht sehend (LC) Ineinander verschmolzene Gestaltungsmöglichkeiten (Vergl. Barock) Herzog & de Meuron Boris Nieslony ( <= Buber, Plessner, Heidegger, Watsuji, W. Benjamin) (dtv Brockhaus) Die Romantik hebt die Grenzen zwischen Gattungen und den Künsten auf und vereinigt die Empfindungsweisen (Synästhesie) Liebesbeziehungen wirken entgrenzend (LC) Dieter Mersch ( <= Benjamin, Heidegger, G. Böhme, Welsch, Deleuze) When we look at objects or buildings which seem to be at peace within themselves, our perception becomes calm and dulled (Zumthor) This objects reach beyond signs and symbols, the are open, emty. Enthemmende Mittel schaffen „Nähen“, geänderte Stimmungswahrnehmung, geänderte Farbwahrnehmung, „geöffnete“ Wahrnehmung Viele Phänomene kann man nur als synästhetische Charaktere bestimmen (Vergl. „Dämmerung“ – nicht nur als vereinzelte sinnliche Qualitäten) kühl, fahl, still, .... G. Mattenklott ( <= Goethe, Novalis, Simmel, Plessner) Schmücker Reinhard Knodt ( <= G.Böhme, Bollnow, Ströker, Bachelard, Heidegger) Liebe = absehen vom eigenen Standpunkt; Liebe dezentriert (LC) Atmosphärische Vielschichtigkeit (MH) (je größer die Menge der beteiligten Modalitäten) H. Böhme Franz Xaver Baier ( <= Buber, Sloterdijk, Heidegger, G.Böhme, Nietzsche, Welsch, Wigley, Wittgenstein) Atmosphäre als Werkzeug Martin Heidegger ( <= Nietzsche) Gernot Böhme ( <= H.Schmitz, Hauskeller, Corbin, Hirschfeld, Tellenbach, Heidegger, Lehmann, Seel, Benjamin, H. Böhme, Goethe, Plessner, Ströker, J. Böhme, Merleau-Ponty, Mersch) Chemische Klimafaktoren: Aphrodisiaka, Drogen, ... Klimafaktoren der natürlichen Umwelt: Landschaftsgärten (Gärtner) Blumenschmuck (Floristen) (XB) Lebensräume und Lebenszusammenhänge stehen primär unter einer Spannung, die wir als Lebensspannung spüren können Vergl. NeoBarock Sicht Synästhesien sind Charaktere von Atmosphären (GB) (XB) Es geht mehr um das Zusammen-Spiel der Teile als um die Teile selbst. Dadurch entstehen Zwischenräume, in die man sich einbringen kann Thomas Macho Synästhetische Charaktere sind nicht Eigenschaften von Dingen, sondern Charaktere von Atmosphären (GB) C.C.L. Hirschfeld 03 Interdisziplinaritätssicht TransPublic als „Klimareaktor“ (Vergl. Konzept von Mike Hentz) Hubert Tellenbach (TB) ( <= Heidegger, Binswanger, R. Otto, M. Buber, Merleau-Ponty, Nietzsche) Michael Hauskeller ( <= G.Böhme, H.Schmitz, Corbin, Hirschfeld, Tellenbach, Bollnow, Mattenklott, Simmel, Plessner) Vom Ganzen der Wahrnehmung ausgehen (GB) Die Situationisten entwickelten zahlreiche „psychogeographische“ Techniken, die dieser Analyse (der durchmischten Atmosphären) dienen sollten (Wigley) Eine der Grundfragen von black market war immer: Wie schafft man ein Klima – es ging um die Schaffung von Situationen (Der Begriff Atmosphäre war wenig gebräuchlich) Synästhetische Sicht Antonio R. Damasio ( <= Pascal) Atmosphäre: Sie ist gewissermaßen eine sinnlich wahrnehmbare Emission von Schall, Licht, Wärme, Geruch und Feuchtigkeit; ein wirbelndes Klima nicht greifbarer Effekte, ... (die von einem stationären Objekt erzeugt werden) (M. Wigley) s.u. Synästhesien = intermodale Qualitäten (GB) Otto Friedrich Bollnow (FB) ( <= Heidegger, Binswanger, Nietzsche, Plessner, Lersch, Novalis, Goethe) H. Lehmann Hermann Schmitz ( <= Ludwig Klages, Rudolf Otto, Plessner, Tellenbach) (Mike Hentz) Voraussetzungen von Klima: RAHMENTECHNIKEN Unzählige verschiedene Rahmentechniken sind möglich. Sie betreffen unter anderem Design, Kontext und Geschmack. Nietzsche A. Corbin Synästhesien sind Charaktere des eigenleiblichen Spürens (Schmitz) Atmosphäre als ... (Mike Hentz) Die Komposition eines Raumes oder eines Klimas geht über die eines Bildes, bei dem Farb/Licht/ Komposition/Dimension und Raum natürlich auch maßgeblich sein können, entscheidend hinaus. Die Meßbarkeit ist viel schwieriger und für viele eigentlich nicht zu erkennen. Heinzelmännchen gibt es nicht, doch wird bei einem guten Klima vorausgesetzt, daß alles da ist; die Bewertung umfaßt Timing (Zeitgefühl/Takt/Rhythmus), aber auch Gefühl. Gaststätten als Klimadienstleister für Festlichkeiten, Gesprächssituationen G. Bateson Luc Ciompi Weg von der Zersplitterung der Gattungen H. Sowa ( <= Heidegger, Nietzsche, Simmel, Dilthey) H. Plessner Serviceprojekte schaffen in der Gestaltungen oft nur „Einrichtungen“ und keine Installationen, weil sie sich auf die (räumliche) Ausgangssituation Nicht einlassen – oft fehlt dann auch die „Atmosphäre“ (Gespr. mit BN) M. Buber Carola Meier-Seethaler ( <= Böhme) Stimmungsaufheller (Div. Medikamente) Martin Seel ( <= Heidegger, Bateson, Nietzsche, Merleau Ponty, G.Böhme) Atmosphärengestalter: Bühnenbildner Susanne de Ponte ( <= Bollnow, Sowa, Böhme, Knodt, Heidegger) (Mike Hentz) Voraussetzungen von Klima: KLIMATECHNIKEN: sind der Versuch, die Elemente zu beschreiben, welche für eine Arbeit am Klima wichtig sind Ca der Hirnzellen enthalten der Neurotransmitter Serotonin, der durch MDMA (ecstasy) beeinflußt wird. Der Serotonin- Spiegel wirkt sich auf die Stimmung aus. Problem: Entzugsdepressionen Peter Sloterdijk ( <= T. Macho, Buber, Heidegger, H. Schmitz, Bachelard, Nietzsche) Atmosphärische Grundausstattung: Raumangebot, Lichtverhältnisse, akustische Maßnahmen, gastronomische Maßnahmen, Materialität der Einrichtung, ... Barockes Denken par excellence: F. Nietzsche (das Gegenmodell zu Kant und Hegel) Vergl auch: G. Deleuze, Vuarnet, W. Benjamin Kommunikative Atmosphärengestalter: Zeremonienmeister, Mediatoren, Moderatoren (Vergl. M. Hentz, H. Kropshofer) Husserl Atmosphärische Dienstleistungen (als Service) Konstruktion von Atmosphären (INFuG, Stadtwerkstatt, Mike Hentz) Setting (Mike Hentz) Voraussetzungen von Klima: ERWARTUNGSTECHNIKEN Die Erwartungstechniken sind wichtig. Da ein Publikum oder die Teilnehmer von Events vorgefertigte, wenn auch unausgesprochene Erwatungen und Motivationen mitbringen, muß der Klimareaktor wenigstens erahnen, welche Erwartungshaltungen auf ihn zukommen ... Abgesehen von materiellen Erwartungen (Buffet ...) geht es bei den Erwartungs- techniken hauptsächlich um Gefühle und Einstimmungen. Der Klimareaktor muß mit emotionalen Techniken versuchen, die Leute zu koordinieren oder zu befriedigen. Dabei geht es nicht um die Befriedigung des Einzelnen, sondern auch um die Synchronisation der Gruppe oder des Kollektivs auf einen gemeinsamen Level. Durch Überraschung kann ein Gefühl gesteigert oder abgebremst werden (Wasser auf die Mühlen, Öl aufs Feuer und kalte Dusche). W. Benjamin Merleau-Ponty Literatur: Gernot Böhme / Aisthetik – Vorlesungen über Ästhetik als allgemeine Wahrnehmungslehre Michael Hauskeller / Atmosphären erleben Mike Hentz / works 4 Derrida ( <= Merleau-Ponty, Heidegger) MDMA erzeugt absehbare Gefühle wie Einfühlungsvermögen, Offenheit, Frieden und Mitgefühl. (Ralph Metzner) (Mike Hentz) Klima – Raum als künstlerische Technik. Klima ist eine lebende, sich verändernde Skulptur. Klima ist Malerei mit lebendem Material. Klima ist das Mischen einer Palette von Emotionen, Farben und Elementen der Umgebung Klima ist eine meiner zentralen künstlerischen Techniken. Klima ist ein erweiterter Kunstbegriff, bei dem Raumgestaltungs- und Thaetertechniken zu einer Realinszenierung ausgeweitet werden. Die Beispiele oder Rezepte beziehen sich auf Feste und Veranstaltungen bis hin zu einem intimen tete-à-tete, doch ist Klimatechnik auf fast alles anwendbar. Darmstadt: Mersch, Böhme, Hauskeller ! G. Simmel Atmosphäre als Kommunikation FLAP Dienstleistungen (Camilla Dahl, Berit Schweska) A project in which the artists allude ironically to the „client-oriented“ strategies of modern marketing by providing art in the atmosphere of a mobile hotel, promising fun, love, art and pleasure (FLAP) (XB) Der erschlossene Raum: Erschließung, Aufschlüsse, ... Verschließen Situationisten Christian Mikunda Jede kleine Entscheidung für eine bestimmte Darstellungstechnik definiert eine Atmosphäre (Wigley) Georges Didi-Huberman ( <= Benjamin, Heidegger, Merleau Ponty) Kurt Lewin Serotonin: 5HT, Neurotransmitter, Substanz im Gehirn, die Gefühle wie zB. Euphorie steuert (Granular Synthesis) ... Create an atmosphere of intimacy with mechanical devices Denise Schulze ( <= Mikunda) Klimaspezialisten: Lichtgestalter, DJ, VJ (GANG ART) Dilthey Methoden der Infamie Es geht darum, durch Arbeit am Gegenstand Atmosphären zu machen. (GB) Performance theory Erkenntnistheorie Dialogische Ansätze Postmoderne Sichten Crossover-Debatte 04 beeinflussende DenkerInnen Elisabeth Ströker „Heiße“ Medien & Atmosphären TV als kaltes Medium /vs/ Licht-Film Atmosphäre beginnt dort, wo Konstruktion endet (Wigley) 03 Servicesicht / Projektsicht Es soll auch nicht verschwiegen werden, daß einige der hier angeführten Autoren (spez. in linken Kreisen) zu heftigen Diskussionen führen: H. Schmitz, H. Plessner, H. Tellenbach. Trotzdem sollte ihr Beitrag für das Denken der Atmosphären Beachtung finden. Auch scheint das Thema der Emotionen noch immer für verbale Erregungen zu sorgen (DG) Atmosphären, die medial ausgestaltet werden: Musik, Licht, Großprojektionen, Kunstnebell GANG ART verfolgt das Ziel, eine Jetztzeit-Atmosphäre mit Hilfe eines zwischen den traditionellen Gattungen stehenden multimedialen Verlaufs- kunstwerks zu vermitteln (de Ponte) Gestalter „nächtlicher“ Atmosphären: Clubgestalter (Studie: Peter Arlt) Handwerker-Architekten (Zumthor, John Pawson) Spezieller Materialansatz Herstellung von Atmosphären (GB) Atmosphären können erzeugt werden. Dieselben Atmosphären können durch unterschiedliche Elemente erzeugt werden (GB) (XB) Straffung des Raumes (durch erhöhte Transportgeschw.) Arbeits/Denk-Atmosphären: (XB) ... Sie suchten Landschaften, Orte, Städte und Milieus, die ihnen zuträglichen waren, Die Schwingungen hatten und inspirierten. Die öffneten. Klimasicht (II) Atmosphäre als Zwangslage Die Medien haben sich des atmosphärischen Charakters unserer Sehnsüchte längst angenommen ... Sie inszenieren Atmosphären des weltweiten Dabeiseins (RK) (Stan Allen) Die Straße – die Erfahrung der Straße – ist selbst kein Ort, sondern ein Übergang, ein Vektor, ein Zwischen-Raum. Smith übersetzt dies in eine Kritik des Kunstwerks und formuliert seine Unzufriedenheit mit dessen immanenten Grenzen und Objektcharakter. ... Smith beschreibt eine Verschiebung vom Objekt zum Feld. Figurative Expression Menschliche Figur als autobiographisches Moment (Paul Thek) Das Fleisch unter der Haut Klimatheorie von M. Hentz Aktivistisch angehauchtes Info-Ambient (S. Römer) Sich dem Ort der Aufgabenstellung aussetzen (Zumthor) ... Die Dinge von den Rändern zum Zentrum führen ... Es ist dieses atmosphärische Arbeiten, wie ich es nenne (H. Szeemann) s.l. Im Raum ergossene Medien: Radio (für einsame Menschen) TV richtet sehr stark aus Emotionales Lernen: Lernen über Gefühle und – Lernen durch Gefühle (Oliver R. Scholz) Gegen Körperlosigkeit (Paul Thek) (Kabakov) Wir haben einmal über das Phänomen der Angst und die Produktivität der Angst gesprochen. Tatsächlich: Solange du Angst hast, hast du ein Motiv zur Materialisierung der eigenen Phantasien, so daß sie abgeführt werden können in Gestalt von Zeichnungen, Installationen usw. !! Simulation von „Weltraumatmosphären“: Simulation der Schwerelosigkeit und Endlosigkeit Den Boden unter den Füßen wegziehen Lichtboden, Bodenprojektionen, Spiegelboden Wie können produktive Arbeitsatmosphären geschaffen werden? Steigerung der phänomenalen Wirklichkeit: Spiegel in Barockschlössern: Rahmung, Tönung, Glanz, Verdoppelung, ... (GB) Das Ambient ist grundsätzlich vom White Cube und seiner Atmosphäre ästhetischer Purifizierung zu unterscheiden (S. Römer) Sinnlichkeit & Emotion Das primäre Thema von Sinnlichkeit sind nicht die Dinge, die man wahrnimmt, sondern das, was man empfindet: die Atmosphären (G. Böhme). Der Kunst fällt u.a. die Aufgabe zu, die menschliche Sinnlichkeit zu entwickeln bzw. die Sinnlichkeit zurück zu geben (das Sinnenbewußtsein) (G. Böhme) (Ernesto Neto) Techniken-Sicht Zur gesellschaftlichen Funktion der Kunst: .... Sie besteht bei Kunstwerken darin, daß man an ihnen Atmosphären handlungsentlastend erfahren kann. .... Wir können Atmosphären als solche kennenlernen und lernen, mit ihnen umzugehen. Die Kunst hätte ... so gesehen die Aufgabe, die menschliche Sinnlichkeit überhaupt erst zu entwickeln. (GB) Alltagsstimmungen kleiner Städte Sich in eine offene, positive Stimmung versetzen Musikalische „Schutzhüllen“ Atmosphären und ihre kommunikative Erzeugung (GB) (in der Club-Kultur / Peter Arlt) 05 Werkzeugsicht Ressourcensicht Sicht der Instrumente Produktive Arbeitssituationen: großzügige, helle – freundliche Räume (LC) Sexualität als emotionaler Lockvogel in der Werbung (erotischr Reize) Chemische „Stimmungen“ (Dopamin, Epinephrin, Serotonin) (LC) (LC) Sexualität, Brutpflege und Schlaf = aufbauende Energie- Konservierende Verhaltensweisen. Methodensicht Auf der Suche nach (produktiver) Gelassenheit (Qin Yufen) Cafehaus- und Bar-Atmosphäre in diversen Shops Wenn man sich dem Atem des Banalen aussetzt (Straßenbahn, Kaufhaus, ...) läßt sich eine Wissenschaft der Atmosphären denken, die architektonische Umgebungen anders beurteilt, als dies bisher ... wissenschaftlich der Fall ist (RK) Es geht um die Wahrnehmungs- Fähigkeit kleiner Atmosphären (MH) Weisen des leiblichen Betroffenseins seien vertikale Richtungsimpulse (Heben und Drücken), zentripetale und zentrifugale Impulse (Engung u. Weitung) Und Strömungsempfindunegn Im Herbst 99 begann BBC damit, Aufnahmen mit Gemurmel und Gesprächslärm zu senden, die für Büros großer Unternehmen bestimmt waren, deren Angestellte sich über die herschende Totenstille beklagten (Virilio) Weihnachts/Oster-Atmosphäre Die Produktion von Atmosphären als die eigentliche Aufgabe ästhetischer Arbeit (GB) Chemische Stimmung Gestaltete Sexualität: Erlesene Speisen, Gerüche, Blumen, berauschende Getränke, Musik, Stimmungslicht, kommt es zur atmosphärischen Überflutung, zur synergetischen Harmonie der Affekte, zum Festrausch (mit RK) An den Hochschulen gibt es keine spezielle Ausbildung für die Erzeugung von Atmosphären (Wigley) Konsum-Dramaturgie (CM) Die Atmosphäre wird unabhängig von der Bildung wahrgenommen s.l. (CM) Mach es groß, mach es sichtbar, mach es pittoresk, mach es bedeutsam In welche „Medien“ kann man wirklich eintauchen: Flüssigkeiten (Selbstwahrnehmung im Wassertank – MuWa) Gase/Luft/Düfte Nebel/Rauch Sand/Granulat/Kleinteile (CS) Vollzieht sich nach Damasio das Denken weitgehend in Vorstellungsbildern und können gespeicherte Vorstellungen nur über die sensorischen Rindenfelder abgerufen werden, so treten Gefühle als bewußte Empfindungen dadurch auf, daß das Gehirn „Körperbilder“ empfängt, die ihm Qualitäten der Lust/Unlust, des Gutseins/Schlechtseins vermitteln. Solche Körperbilder nennt er „somatische Marker“, die im Körperinneren oder an der Körper- oberfläche durch Muskelspannungen und andere somatische Zustände entstehen Viele Phänomene kann man nur als synästhetische Charaktere bestimmen (Vergl. „Dämmerung“ – nicht nur als vereinzelte sinnliche Qualitäten) kühl, fahl, still, .... Atmosphären der Schamlosigkeit (Bordell) Nach der Berieselungsmusik in den Geschäften ... ist nun die Zeit des gedämpften Gemurmels ... angebrochen (Virilio) Ergossenheit auf der Fläche (Mark Rothko) Atmosphärische Erlebniscenter (Nike, VW, ...) Cyberspace und neue Sinnlichkeit sind 2 Seiten einer kulturellen Entwicklung (G. Böhme). Atmosphärische Events für Schlüsselkunden Sound-Design Vermittlung & Emotion Minimalismus & Lifestyle (Abschnitt der Ausstellung – Sturm der Ruhe) Thomas Bernhard (der Mauerschauer) Gluckman Mayner (Helmut Lang Shop) Höchste Momente physischer Präsenz Studie der Arbeitsweisen der Gruppe GANG ART Zielgruppenspezifische aktuelle Musik Kinder entdecken das Leben fühlend (XB) Weltchendesign wird zur vornehmsten Aufgabe der Werbung werden. Nicht unbedingt plausible, aber „stimmige“ Welten sind zu schaffen – Genußregionen, in denen jener magische Hauch weht, der aus Waren Marken macht (Peter Glaser) Synästhetische Charaktere wiederspiegeln leibliches Befinden (GB mit Schmitz) Kultivierung des sinnlichen Genusses, als Werkzeug der Atmosphärisierung (RK) Atmosphärische Szenen (Rosa Brueckl & Gregor Schmoll) Sinnlichkeit üppiger Körper (Barock) Lichtgestaltung als Werbung (Lichtkanten der Tankstellen, Kaufhäuser, ...) Ausbildungssicht Abstrakter Expressionismus: Farbe, Licht, Bewegungsanmutungen ohne Zeichenbedeutung Direkte Emotionalität des abstrakten Expressionismus (UP) Wellness als eine Kulturtechnik – Wieder- entdeckung der Sinne Offenheit/Bedecktheit der Haut Literatur: Michael Hauskeller / Atmosphären erleben Susanne de Ponte / GANG ART - Ereignis und Wahrnehmung / Einführung: Hubert Sowa (mit Heidegger) (UP) Abschottung durch Gesichtsmasken (coole tools) 06 Vermittlungssicht Sicht der Vermittler (Lehrbetrieb) Siehe auch Sicht der Werbung Atmosphärisch gestaltete Lifestyle-Wochenend-Beilagen der Zeitungen bieten komplexe (atmosphärisch schlüssige) Angebote Körperbewußte Ansätze sind nun seit einigen Jahren von Bedeutung. Diverse Werke (Venedig 2001) -          geschlagener Körper (Xu Zhen) -          gewalttätige erotische Körper (Chris Cunningham) -          Körpertransformationen (Minette Vari) -          Perfekte Nachbildung (Ron Mueck) -          Zerformungen (Bill Viola) -          Extreme Nähe (Atom Egoyan) (Austral. Pavillon) -          Sportgeräte (Antal Lakner) -          Ringathlet (Joao Penalva) -          Sitzend schlafen (Anri Sala) Obdachloser -          Stigmatisiertes Mädchen (Heli Rekula) Performance theory Dialogische Ansätze Betriebssystem-Diskurs Vergl. Plakataufteilung: Kontext- Ansätze in Kunst u. Wissenschaft Reduktion (XB): Präsenz lebt von Abwesendem ... Es ist wichtig, nicht alles zu realisieren und zu verkörperlichen (Vergl. Wittgenstein) Vergl. auch Pathosgestalten Über Großformatige Bilder an den Fassaden und transparente Fassaden wird versucht die Atmosphäre des Ladens auch auf die Straße zu bringen (Einladende Situationen) Panik / Gier / Schmerz, Verletzung / Autoaggression / Leidende Körper / Gefährdung / Gewaltakte / hemmungslos 04 S. d. künstlerischen Produktion Von der Aura zum Erhabenen: ... reine Form dessen, was erscheint (G. Didi-Huberman) Man denke an Newman, Reinhardt, Ryman, Tony Smith Rauschkultur Affektspezifische Weisen Des Denkens: Angstlogik, Wutlogik, Trauerlogik, Freudelogik, Alltagslogik Minimum – John Pawson (R. Serra, D. Judd, J. Turell, D. Flavin, M. Rothko) Gesten, die Atmosphären zerstören: Eindringen der Kamerateams in Performances, Eindringen des Kameralichtes, Blitzlicht, ... Transportsicht / Sicht der Reise Sicht der Atmosphäreproduktion Reise & Emotion Inszenierte Einkaufszentren als monströse Werbemaschine – jede Zone inszeniert ihr „Thema“ Inszenierte Ware auch im Lebensmittelbereich (jedes Regal mit Spiegel, Spot-Beleuchtung, Hochglanzmaterial) Vergl. barocker Spiegelsaal Gestaltete Distrikte Weltgenuß und Hedonismus (Neohedonismus) Schamlose Körperlichkeit (Sichtbarkeit des Körperlichen) Ekstase (Vergl. Barock) (UP) Die Intellektualisierung der Kunst führt in der Minimal Art und in der Konzeptkunst zu einer Erkaltung Der Charakter einer Atmosphäre kann nur in affektiver Betroffenheit festgestellt werden (GB) Als Minimum könnte man jene Perfektion bezeichnen , die ein Artefakt erreicht, wenn es nicht mehr möglich ist, es durch Substraktion zu verbessern (Pawson) Fragen der Masse u. Voluminösität in der minimal art s.o. Der Charakter einer Atmosphäre ist gewissermaßen ihr Was-Sein (GB) Psychischer Alltagszustand (als Ausgangslage) Remy Zaugg als minimal art Spezialist bringt die Aura der Giacometti-Skulpturen zur Explosion Werbung als Stimmungsmacher Originalkultur (Italiener) – Orale Atmosphäre in der Warenvermittlung Hunger als Basisgefühl Anmutungsdenken (Charaktere denken) Charakter einer Atmosphäre: die besondere Weise, in der sie uns anmuted (GB) Inszenierte Atmosphären als leere Versprechungen: mit dem Kauf des Produktes bekommt man auch die Atmosphäre mit nach Hause Einkaufsklima gestalten Wir müssen riechen und schmecken, weil wir atmen und uns ernähren müssen (TB) Unromantic atmosphere of the work Unterlassung von allem Nebensächlichen (Pawson) Antischmückung (DG) Eine „Ausstrahlung“ haben Thema des Monats Kult der Einfachheit (Quäker, Buddhisten, Zisterzienser) Innovation & Emotion Kreatvität & Emotion Was man sieht, ist alles was man sieht (Judd) ... Es geht um die Erfahrung, die der Betrachter an ihnen macht (M. Steinmann) (TB) Das Atmosphärische – noch am ehesten den „Anmutungsweisen“ der Gestaltpsychologie verwandt (Metzger) Man kann den Charakter einer Atmosphäre nur bestimmen, indem man sich ihr aussetzt (GB) Puritanismus kennt keine Ekstase Arbeits-Atmosphäre („Worksphere“ in sehr kleinen japan. Räumlichkeiten) Atlas der Gebärdensprache in der Bildenden Kunst (Saxl, Warburg) Sexualität & Emotion Sicht der Werbung Ertasten, Erschmecken, Erfühlen, Errichen des anderen (DM) Mit dem Verlust des Auratischen schwindet die Sensibilität der Sinne (XB) Die körperliche Situation ist eine Raumschale unter vielen (XB) Betrachter müssen Raumfahrer, Surfer werden, die in einem bestimmten Sinngeschehen aufgehen. Betrachter müssen als Kritiker abdanken. Ein Trajektverhalten verlangt Menschen, die mitgehen, nicht bei Feststellungen stehenbleiben Kreativitätsklima herstellen (zB. Partyatmosphäre, Ausgelassenheit, Ungzwungenheit, Kamingespräche, ...) Pathosgestalten der Antike Physiognomisches erkennen ist primär das Spüren einer Atmosphäre. (GB) Repertoire antiker Ausdrucksformen – Gebärdensprachliche Ausdrucksformen (Frührenaissance) (A. Warburg) Atmosphärische Präsentation von Waren (klein Italien in einer Vitrine) Der Duft der Lebensmittel Pathosformel (A. Warburg) Die dionysischen Kulte der Rauschgötter haben die Ausdrucksbewegungen entfesselt. Mnemosyne Atlas als Sammlung von Bildformeln pathetischer Gebärdesprache. Türkische Dampfbäder (DG) Atmosphärische Architektur (und Lichtverhältnisse) haben mich immer schon fasziniert. Verbaute und erstickende Wohnverhältnisse haben starken Einfluß auf die Befindlichkeit der nächsten Stunden. 07 Sicht der Medien Die neue Ästhetik ist zu allererst ... eine allgemeine Theorie der Wahrnehmung. ... Zur Wahrnehmung gehört die affektive Betroffenheit, ... gehört die Leiblichkeit. (Böhme) Körper & Emotion Physiognomisches Erkennen (Gernot Böhme) Vergl. W. Benjamin – Physiognom der Dinge (H. Schweppenhäuser) Vergl. Face to Face (Francois and Jean Robert) Minimal art – arbeitet mit den Ekstasen der Objekte (Atmosphären pur) Das eigentliche Organ von Gefühlen ist der ganze Körper Sicht der elektron. Medien (GB) Was gespürt wird, ist primär etwas Atmosphärisches Polarität von minimal art und concept art (Auflösung u.a. durch Robert Smithson) Emotionale Ausgestaltung Minimalismus – abstrakte Emotionalität Pathos: leidenschaftlich bewegter Ausdruck, Feierliche Ergriffenheit / Leiden, Leidenschaft, Stimmung, Affekt, ja Ekstase (Bolz) („Balkan Baroque“ – Marina Abramovic) Hl. Sebastian (Pierre & Gilles) the sweet violence of extreme Kitsch / Suggesting an atmosphere of decandence NeoBarock: Alle Sinne berücksichtigend – auch wenn kein Weltbild mehr dahinter steckt Hin zu einer sinnlichen Moderne Atmosphärische Gesten – Gestische Atmosphären (gestischer Kontext): Kalligraphie, VJ, Tai Chi (in Zeitlupe), Superzeitlupe, Windspiel (wogende Felder), Lichtgesten (Scanner in Clubs) Empfangsgesten schaffen Atmosphäre Sicht der Medialität ... denn die Atmosphären sind offenbar das, was in leiblicher Anwesenheit bei Menschen und Dingen bzw. in Räumen erfahren wird. (GB) Eintauchen (wortwörtlich) ermöglichten Gelatine Auch VR ist in der Regel auf visuelle Reize beschränkt Das Haus als „klimatische“ Struktur minimal art wurde als die „rechte“ weil ästhetische Kunst bezeichnet (zur Zeit der concept art) Sicht der Reduktion Siehe auch: Sicht der Einfachheit (unter Ethik) Medien verdünnen den Kontakt zur Welt Siehe auch: Sicht der Ekstase Siehe auch: Orale Sicht Die körperliche Anwesenheit ist medial schwer vermittelbar (eher akustisch als visuell) Zur Sicht der Sinnlichkeit: Siehe auch andere Sektoren Emotionalisierung der Kommunikation über Gesten Nur in wenige Medien kann man auch körperlich völlig eintauchen (Vergl. Disco) Leiblichkeit von Gefühlen In der Leibphilosophie von Hermann Schmitz liegt bereits eine Ausarbeitung des Atmosphärebegriffes vor Nur wenige Medien sind (wie das Radio) räumlich ergossen (Spielregeln der Kunst) Sicht der Verflüssigung (LR) Jean-Luc Marion analysiert die postmoderne Übersättigung durch Bilder, die eine echte Blindheit erkennen läßt Barocke Sprachlichkeit des Körpers (drastischer Kitsch) Warburg hatte keine Freude mit dem Barock Physische Sicht – Leistung (Siehe auch Sicht der Leistung) (XB) Atmosphäre ist der Raum der über die bloße Ansammlung von Dingen hinausgeht. Mit Kosmetik, Kleidung, Wohnung, Sprache, Musik, können wir unseren „Wärmeorganismus“ ausdehnen Neugier-Interesse-System (LC) Sensualistischer NeoBarock Der postdramatische Körper ist ein Körper der Geste (HL) Primärgesten 08 Körpersicht / gustative Sicht Die Abbildung bzw. mediale Vermittlung einer Atmosphäre ist nur ein schwacher Abklatsch von live-Erlebnissen 05 Sicht der Innovation Lustvolle Bahnung neuer Fühl- und Denkinhalte (lustvolle Innovation) (LC) Die Erkenntnis, in der die Physiognomik kulminiert, ist die analytische Feststellung der Beziehung von Charakterzügen und atmosphärischen Wirkungen. (GB) (XB) Zum Raum gehört eine Welt, auch Orthaftigkeit, Topografie, Zwischenräume, Austausch, Vögel, Kirschen, Atmosphäre, Konzentration, Lebensform und Zusammenspiel Affektive Kommunikation, emotionale Ansteckung und Versklavung: Kommunikation ist ein soziales Phänomen mit stark affektgesteuerten Komponenten: Gesichtsausdruck, Körperhaltung, Stimme, Gestik (LC) Große, reiche Gesten Barocke Falte /vs/ plane Endlosigkeit Liveness (Philip Auslander) Leibsicht Sicht der Kunstkritik 09 Alltagssicht (UP) Die Tatsache, daß M. Barney als Performance-Künstler kein Publikum zuläßt (... Mediale Produktion), verstärkt den Eindruck einer Stilisierung als Erkaltung (Kaltes Kunst-Fleisch) Es wird die Sinnlichkeit in der Ästhetik gegenüber dem Urteil rehabilitiert (GB) Reduziertes Design (Dieter Rams) So wenig Design wie nur möglich Physiognomik versucht, Züge von Menschen und Dingen zu identifizieren und zu isolieren und in ihrer atmosphärischen Bedeutung darzustellen, das heißt also, sie als Konstituentien von Atmosphäre zu lesen. (Gernot Böhme) (Vergl. Hyperrealistischer Mann von Ron Mueck) Medien „verdünnen“ oft die (live) Atmosphären heiße/kalte Performances Physiognomien sind in gewisser Weise die Erzeugenden von atmosphärischen Charakteren (GB) Neue Sinnlichkeit Sicht der Sinnlichkeit Wohnliche Atmosphäre div. aktueller Ausstellungen Viele Atmosphären sind medial nicht vermittelbar (XB) Das „Bad“ muß nicht zu wörtlich genommen werden. Das kann auch die Stammkneipe sein ... kann auch ein Milieu sein oder auch eine Leidenschaft sein Verunfallte Objekte (Arnold Odermatt) Drastische Gesten, schicksalhafte Erscheinungen (Mike Hentz) Voraussetzungen von Klima: SYNCHRONISIERUNGSTECHNIKEN Bei den Synchronisierungstechniken geht es darum,, das gemeinsame Erleben der Beteiligten zu stärken, verständlich zu machen und zu intensivieren. Beispiele: Kollektive Rituale und Gefühle (durch Gesang, Emotionen, ob durch Rede, Betroffenheit, Aktion oder Meditation, Weinseligkeit usw.) für alle Beteiligten zugänglich machen .... (GB) Im schwindenden Licht der Dämmerung erwachen die anderen Sinne, die im Alltagsgeschäft vom Sehen dominiert werden – insbesondere das Hören und das Riechen (CS) Biologisch gesehen ist unser Gefühl die Auswahlinstanz für das dem Organismus Zuträgliche oder Unzuträgliche (Angenehme-Unangenehme) (MH) Als prinzipiell immer schon Zur-Welt-hin-Seiendes (Merleau-Ponty) ist der Leib als ganzer ein Spiegel des Atmosphärischen Raumes Chill-Out-Räume: körperlich Entspannen, Stimmung halten Die physiognomische Weltsicht entdeckt ... eine ganz anders strukturierte Welt, als sie nach den Methoden der Naturwissenschaft sich darstellt. Sie hebt aus der Fülle der Merkmale und Strukturen, die sich an einem Gegenstand finden, diejenigen heraus, die affektiv bedeutsam sind. (GB) Ekstasen der Gestalten Physiognomik & Emotion Atmosphärensicht: Gegenüber telekommunikativer Ubiquität bringt sie Lokalität und leibliche Anwesenheit zur Geltung (GB) Habituelle Kommunikations- und Informationsverarbeitungsmuster (Feinwahrnehmungen und übertragungsartige Sofortsympathien) (LC) Auch Gesten gehören zu den Ekstasen (wie auch zu den Zeichen) Atmosphäre: Sie ist gewissermaßen eine sinnlich wahrnehmbare Emission von Schall, Licht, Wärme, Geruch und Feuchtigkeit; ein wirbelndes Klima Nicht greifbarer Effekte, ... (die von einem stationären Objekt erzeugt werden) (M. Wigley) Bar-Atmosphäre (Edward Hopper) (XB) Der unterschwellige Weiteraum ist zugleich Vitalraum, der jede Ordnung, jedes Recht und jedes Tabu, jedes Design und jedes Objekt unterläuft. Shaker-Innenausstattung Auch Gesten erzeugen Bewegungsanmutungen (GB) Moderne im Licht eines Verlusts der Gestensprache (HL) Kinofilme haben atmosphärisch mehr Kraft als Videofilme (per Monitor) (magische Lichwirkung in der black box) Inszenierte Wohnwelten (Venedig 2001) (Wohnung als Bühne Ilona Nemeth, Jiri Survka) (Wohnraumwelten Alexandra Ranner) Bewegungsanmutungen (s.o.) Wenn man einfache Grundformen der Linie verläßt, wird man unmerklich in den Bereich des Gestischen übergehen (GB) (TB) Im Spüren der Atmosphäre des anderen erfahre ich Qualitäten seiner Unmittelbarkeit Die Physiognomie eines Dinges ist gewissemaßen das Raster, durch das hindurch das Wesen eines Dinges in Erscheinung tritt. (GB) Eine Architektur für alle Sinne (Eileen Gray) Emoticons (Wie man sich so fühlt) Reduzierte Gesichter Das Kochen als show (DS) (WT) Es gilt die Subjektivität des Klimas in demselben Sinne wiederzugewinnen wie die des Leibes (CS) Die Seele atme durch den ganzen Körper (Damasio) Mächtige Atmosphäre, dünne Atmosphäre. Heitere, melacholische, gedrückte, gehobene ... Atmosphäre (GB) (HL) Die geringe Tiefe und Dimension des Fernsehbildes läßt intensive visuelle Wahrnehmung kaum zu. Das dürfte die Fähigkeit, visuelle, räumliche, architektonische Wahrnehmung eigens libidinös zu besetzen, mindern Wohnen ist ein Verfügen über Atmosphärisches (Schmitz) Nonverbale Kommunikation (Anthony Dod Mantle) Heute tobt ein Sturm der Technik, der die Kosmetik zur Gottheit erhebt Tödliche Umarmung der Sensationen Körpersprache Atmosphären des Lifestyles (ästhetische Erfahrungen) Für strenge Funktionalisten war Atmosphäre die schäbige Innenausstattung (Buchanan) (CS) Leibgebundenheit emotionaler Kommunikationsprozesse Vor allem ist Architektur jedoch spürbar, erfahrbar, erlebbar. Sie ist Material, Geruch, Geräusch. Gefühl, Weite, Enge, Raum, Unraum, Behagen, Unbehagen (sturm der ruhe – Symposion AzW) Physiognomische Sicht äußere Erscheinung Das (innere) „Wesen“ von Objekten (GB) Man spricht von einer guten oder schlechten Atmosphäre, in der ein Gespräch verlaufen ist Möbelinszenierungen (Schrägstellen von Möbeln und Versatzstücken ist ursprünglich Prinzip des spätbarocken Theaters) (UP) Die Geschichte der Gefühle als kulturelle Artefakte ist auch eine Geschichte der zunehmenden Dominanz dessen, was heute als Lifestyle bezeichnet wird Schöner Wohnen (feng shui – Esoterik) Kommunikationstheorie / NLP Pädagogik / Kunstpädagogik (Spielregeln der Kunst) Theatertheorie Nomadologie-Diskurs Body theory Körperphilosopie / Körpersoziologie Gespannte, ruhige, feindliche Atmosphäre Was läßt eine freundliche Atmosphäre aufkommen? Charakter nicht als inneres Wesen, sondern als Wesen der Erscheinung lesen (GB) Kleinbürgerliche Atmosphäre 06 Gestische Sicht Siehe auch: Sicht der Oralität Atmosphäre als Charakter einer kommunikativen Situation (GB) (TB) Man kann das Vermögen, die atmosphärische „Selbstgebung“ des Mitmenschen zu erfahren, schwerlich anders bezeichnen denn als ein Spüren, ein Gspür für Atmosphärisches. Barocke Formen im Automobildesign Ein Anzeichen für die Krise des Wohnens ist das Überhandnehmen von Design im Wohnbereich, mit seiner unmittelbaren Warenästhetik, gegenüber der architektonisch-handwerklich komplexeren Ästhetik (Krischanitz) Gesprächsatmosphäre Eine gute Kommunikationsatmosphäre schaffen Durch die Darstellung von Atmosphärischem werde in vielen Werbebildern Atmosphären vermittelt Die Spuren, die Zeitspuren des Handwerklichen sind im Design negiert, das ist das Entscheidende, daß man Produkte, Waren erzeugt, die von nirgendwo kommen und nirgendwohin gehen (Krischanitz) Familien- atmosphäre Habituelle Sicht Synästhetische Charaktere (GB) Physiognomische Ausdrucksweise unserer Emotionen Arbeitsatmosphäre Cafehaus-Atmosphäre Blumen sind das Standardgeschenk schlechthin (GB) Anm.: Aus Körpersicht ausgelagert physiognomisches Denken (TB) Wenn Atmosphärisches nun auch nicht im deskriptiv-phänomenologischen Verstehen (im Sinne Jaspers) objektivierbar ist, so ist es doch qualifizierbar: Oft genannte Qualitäten: schmutzig/schmierig /vs/ rein kühl/frostig /vs/ Warm/hitzig geladen/gespannt /vs/ gelöst mager(dünn) /vs/ dicht dumpf/schwül/welk /vs/ frisch ekelig/abstoßend /vs/ anziehend/behaglich unheimlich/feindselig/fremd /vs/ freundlich/vertraut (Qualitäten der „Luft“) Inszenierungswert der Waren (GB) Kitsch & Emotion Kann Kitsch atmosphärisch wirken? Ja – in Grenzen (Vergl. Antiatmosphären: Wedding chapel – Las Vegas) Kommunikative Atmosphären (GB) (Vergl. Auch Studien von Peter Arlt zu Berliner Clubs) Inszenierung / Szenische Gestaltung (Gernot Böhme) Waren dienen der Inszenierung ihrer Besitzer. Mehr und mehr Waren, dienen allein der Inszenierung. Ästhetischer Wert bzw. Inszenierungswert ist ein eigener Werttypus. Es geht um die Inszenierung der Waren und um die Selbstinszenierung der Menschen. Es geht um die Inszenierung von Politik, die Selbstinszenierung von Firmen. Es geht um die Inszenierung ganzer Städte. Wolfgang Laib verwehrt sich entschieden dagegen, daß das Fernsehen seine Arbeiten wiedergibt Charakter einer Atmosphäre Gesten, Mimik, Stimmfärbung als Erzeugende von kommunikativen Atmosphären (GB) Ästhetisch reformierte Verbraucher-Kultur: Nicht mehr Waren, sondern Atmosphären bestimmen das Angebot (Nicolas Schoeffer – Kybernetisches Totalkunstwerk) Emotionale Wirkung von Kitsch (Überdeutliche Ausformungen) Anti-Atmosphären durch enorme Kitschverdichtung (TB) ... Es kommt in der Begegnung des Individuums mit dem anderen zur Konstitution einer gemeinsamen Atmosphäre , die dann als „Tönung“ einer Beziehung von beiden wie auch von dritten erfahrbar ist. Dieses atmosphärische „Integral“ erfüllt den Bereich, den M.Buber das „Zwischen“ ... genannt hat. Atmosphärisch korrespondieren (RK) Grad der Aneignung als Beitrag zur Atmosphäre (CS) „kalte“ menschliche Atmosphären ... „eingfrorene“ Beziehungen (FB) Entartungsformen der Stimmungen – Der Kitsch (TB) Wenn es keine Übereinstimmung im chi gibt, da kann ein Mensch den Mitmenschen nicht mehr verstehen, ... weil der atmosphärische Elementarkontakt unterbrochen ist Es kann von einem szenischen Wert der Waren gesprochen werden Atmosphären der Gemütlichkeit Ausstrahlungen konzentrierter Intimität (Gert Seele) Kommunikation & Emotion (UP) der verweigerte Blickkontakt Da-sein bedeutet „da auf diesem Stuhl“, „da auf diesem Tisch“ (XB) Atmosphäre japanischer Aborte (TJ) Flohmarktatmosphäre Sicht der Kommunikation (LC) Emotionale Stimmigkeit und Unstimmigkeit entscheidet wesentlich über den Erfolg von Kollaboration und Kommunikation in Alltagssituationen aller Art (gemeinsame affektive Wellenlänge) (XB) Weltchendesign wird zur vornehmsten Aufgabe der Werbung werden. Nicht unbedingt plausible, aber „stimmige“ Welten sind zu schaffen – Genußregionen, in denen jener magische Hauch weht, der aus Waren Marken macht (Peter Glaser) Je heller und lauter ein Raum, desto erregender wirkt er (DS) Medientheorie / Mediendiskurs Medienwissenschaften Medienanthropologie Kommunikationstheorie Informationstheorie Netzdiskurs / Cyberdiskurs Simulationsdiskurs (Kager) Die Welt ist Klang geworden – umnebelnde Dauerberieselung (Vergl. Macho: Weltenlärm, Schweigen, Stille) Einkaufszentren als Universen (XB) 07 Subversionssicht / medienkritische Sicht Die Wohnspäre soll gegenüber der Arbeitswelt auch so etwas wie eine Rhythmusveränderung sein (Krischanitz) Dinge, die man schnell hinter sich läßt und Dinge, die man lange anschauen kann (RK) Im atmosphärischen Fluchttempel unserer Wohnungen Kommunikative Atmosphären als Setting in der Kunst (Rirkrit Tiravanija,Stadtwerkstatt, Die Fabrikanten, TransPublic) (DG) Atmosphären im Kaufhaus, im Restaurant, ... Atmosphären ganzer Städte (wie Venedig ...) Diese Leute, also Innenarchitekten, die Designer, die Theatermacher, die Bühnenbildner, die Produzenten von Verkaufsatmosphären (entspannte Einkaufsatmosphären inkl. akustischer Möblierung) wissen ja von der Praxis her, wie man Atmosphären herstellt und was man mit ihnen bewirken kann, denn sie wollen ja Befindlichkeiten erzeugen. (GB) Weihnachtliche Atmosphäre durch Weihnachtsmärkte (NeoBarock) Ein emotionales Umfeld für Produkte schaffen Atem der Dinge (RK) Mißlungene Atmosphären (chaotische Überlagerungen – Passage Kaufhaus Linz) Nostalgie und Atmosphäre Ein Klima mit größtmöglicher Präzision entwickeln (M. Hentz) (Corell Wex) Der Raum der Ware und ihrer Entfaltung Atmosphäre durch kurzlebiges Dekor (Buchanan) Auratisierung von Alltagsgegenständen durch Versetzung ins Kunstsetting (GB) Atmosphäre des gelungenen Lebens (RK) Shoppen: Der virtuellen Welt fehlen Gerüche, die Klangkulisse, das Bad in der Menge, die Atmosphäre. Zur Atmosphärengestaltung gehören dazu: das Design, das Bühnenbild, die Werbung, die Herstellung von Musikatmosphären (akustische Möblierung), die Kosmetik, die Innenarchitektur – und dann natürlich der ganze Bereich der eigentlichen Kunst. (GB) MUZAK – sich in der „Atmosphäre“ eingebettet fühlen Cafehaus-Atmosphäre Atmosphärische Gegenheimat zum nüchternen Dasein im technischen Raum Die Atmosphäre soll das Kaufverhalten beeinflussen Literatur: Georges Didi-Huberman / Die doppelte Distanz (Was wir sehen, blickt uns an) Minimal + Conceptual Art aus der Sammlung Panza Museum für Gegenwartskunst Basel – 1980 (eine der ersten atmosphärischen Ausstellungen) Mark Rothko – Fondation Beyeler Remy Zaugg / Die List der Unschuld James Meyer / Minimalism John Pawson / Minimum (weitere Bücher zu seiner Architektur) Herzog & de Meuron / Minimalismus und Ornament (ARCH+ 129/130) Martin Steinmann / Die Gegenwärtigkeit der Dinge Nicholas Saunders / Ecstasy Die Fabrikanten / LiquidCom (Konzept) Literatur: Gernot Böhme / Physiognomie als Begriff der Ästhetik (Beitrag) Aby Warburg / ekstatische Nymphen ... trauender Flußgott Aby Warburg / Gesammelte Schriften – Der Bilderatlas MNEMOSYNE Karin Niedermeier / emoticons Roland Barthes / Der entgegenkommende und der stumpfe Sinn Ansgar Rank, Dietlinde Rank / Körperausdruck und Charakterstrukturen in der Bioenergetik (SD) emotional erstarrtes alltägliches Leben (... Wir nehmen auf Standardwegen kaum noch war) Durch die Darstellung von Atmosphärischem werde in vielen Bildern Atmosphären vermittelt Literatur: Gernot Böhme / Kommunikative Atmosphären (Beitrag) Peter Arlt / Studie zu Berliner Clubs Dirmoser / Studie für „Die Fabrikanten“ Abenteuer Kommunikation Philip Auslander / Liveness Huber Tellenbach / Geschmack und Atmosphäre Hermann Vaske / Standing on the shoulders of giants Christian Mikunda / Der verbotene Ort – oder Die inszenierte Verführung Unwiderstehliches Marketing durch strategische Dramaturgie queer theory / gender studies Sexualitätsdiskurs / AIDS-Debatte Body theory / Körperphilosopie Körpersoziologie Tanztheorie / Neue Körpertheorien Phänomenologie der Wahrnehmung Ekeltheorie Bioenergetische Therapie Ruhige gelassene Atmosphäre des Calvin Klein shops (Pawson) Eigentlich brauchen wir Schutz vor dieser zunehmenden atmosphärischen Verschmutzung Was stresst uns in den Einkaufswelten? „Verschmutze“ bzw. zerstörte Atmosphären 08 Sicht der Warenwelt Extreme farbige Ausgestaltung der 70er Soziologie Cultural studies Neuer Subjektivismus Privatismus-Debatte Lebensphilosophie (Spielregeln der Kunst) 09 Alltagssicht Literatur: Gert Mattenklott / Geschmackssachen – Über den Zusammenhang von sinnlicher und geistiger Ernährung Hubertus Tellenbach / Geschmack und Atmosphäre Sigrid Weigel (Hg.) / Leibraum und Bildraum Venturi, Scott Brown, Izenour / Lernen von Las Vegas J. Herzog / Mit allen Sinnen spüren Denise Schulz / Das Lokal als Bühne Die Dramaturgie des Genusses Hermann Schmitz / Der Leib, der Raum und die Gefühle Georg Simmel / Soziologie der Sinne Reinhard Kager / Mit Geräuschbomben gegen Streichelsounds Literatur: (... Fortsetzung) Antonia R. Damasio / Ich fühle – also bin ich Literatur: Anne Schmedding / Schönes Neues Wohnen (daidalos) Tanizaki Jun´ichiro / Lob des Schattens Entwurf einer japanischen Ästhetik