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Als Arbeitsunterlage dient uns der Ratgeber Schmerz & Soziales.

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Präsentation zum Thema: "Als Arbeitsunterlage dient uns der Ratgeber Schmerz & Soziales."—  Präsentation transkript:

1 Als Arbeitsunterlage dient uns der Ratgeber Schmerz & Soziales.
Ich begrüße Sie ganz herzlich zum Kurzvortrag „Chronischen Schmerzen -Soziale Fragen und Tipps “. Schwerpunkt des heutigen Vortrags sind wichtige sozialrechtliche Informationen, praktische Tipps und Anlaufstellen zum Thema „Schmerz“ und Tipps bei der Schmerzmitteleinnahme. Ich zeige Ihnen anhand eines Fallbeispiels eine grobe Struktur von rechtlichen Möglichkeiten innerhalb des bestehenden Systems auf, jedoch ohne verbindliche Rechtsauskunft. Als Arbeitsunterlage dient uns der Ratgeber Schmerz & Soziales. Referent: es wäre sinnvoll, betafon nicht zu erwähnen, wenn die Praxis alleine beraten will, d.h. selbst beim betafon anrufen will. Unbedingt vor dem Seminar klären! In dem Fall ist die Folie 22 zu ändern: bei weiteren Fragen wenden Sie sich an Dr. XY oder Schwester YZ (Ansprechpartner in der Praxis werden benannt). Bitte lesen Sie detaillierte Informationen im Ratgeber nach oder rufen Sie das betafon Schmerz & Palliativ an. betafon Schmerz & Palliativ - Telefonnummer: Umschlag des Ratgebers (Innenseite) ( )* Für Patienten und Angehörige Mo – Do 16:00 – 18:00 Uhr; Kosten 14 Cent/Min. * dies ist auch die „normale“ Nummer des betafons; es gibt keine extra Telefonnummer für Schmerz & Palliativ – Anfragen, da erfahrungsgemäß nicht notwendig; bei Bedarf wird es an Schmerzspezialisten des betafons weiter geleitet.

2 eines Beispiels erläutern.
(Bitte nehmen Sie zur Veranschaulichung ein Beispiel aus Ihrer Apotheke oder den beigefügten konstruierten Fall als Aufhänger) Einen Überblick über wichtige Informationen kann ich Ihnen am besten anhand eines Beispiels erläutern. Herr Weber (45 Jahre) von Beruf Schreiner klagt über tief sitzende Rückenschmerzen, die gehäuft in der Nacht und am Morgen auftreten, die Schmerzen verschlimmern sich……. Folgen: mangelnde Konzentration bei der Arbeit, Belastungen in der Familie, Neigung zu Depressionen, Angst vor Verlust der Arbeit Momentane Stimmung: alles dreht sich nur um seine Schmerzen Welche Aufgaben hat eigentlich der Schmerz? Aufgabe des Schmerzes = Leit- und Warnfunktion. Beispiel Kind – heiße Herdplatte – Schmerz Bei Herrn Weber jedoch hat der Schmerz seine Warnfunktion verloren. Es stellt sich keine Heilung ein, die Schmerzen bleiben. Wenn ein Schmerz länger als 6 Monate dauert, alle Lebensbereiche dominiert und einen eigenen Krankheitswert besitzt, gilt er als chronischer Schmerz. Können Sie sich in einigen Beschreibungen wieder erkennen? Herr Weber wäre gerne wie früher ein fröhlicher Mensch, der gerne seinem Beruf nachgeht und ein guter ausgeglichener Partner und Familienvater ist. Bei Herrn Weber besteht der Verdacht auf Morbus Bechterew (bitte erklären Sie kurz das Krankheitsbild). Er bekommt bereits Schmerzmittel und braucht Informationen wie es für ihn weitergeht. Die Bechterewsche Erkrankung ist eine entzündliche Krankheit, die vor allem die Wirbelsäule betrifft (auf lateinisch "Spondylitis ankylosans" oder "Morbus Bechterew " (MB). Der russische Neurologe Wladimir Bechterew hat die Krankheit keineswegs entdeckt oder als erster beschrieben, sondern nur eine hierzulande in den 1890er Jahren besonders bekannt gewordene Beschreibung veröffentlicht. Es handelt sich um eine chronische (nicht nur vorübergehende) rheumatische (vor allem das Bewegungssystem betreffende) Krankheit, die über entzündliche Prozesse zu einer knöchernen Einsteifung der Wirbelsäule führen kann (ankylosans = versteifend). Sie kann aber auch die übrigen Gelenke oder andere Organe des Körpers befallen. Sie gilt bis heute als unheilbar, lässt sich aber in ihrem Verlauf ganz entscheidend beeinflussen.

3 Infos für den Referenten:
1. Laut den Spitzenverbänden der Ersatzkassen (siehe Ratgeber Seite 3) wird die chronische Schmerzkrankheit folgendermaßen definiert: „Chronisch schmerzkrank sind Patienten, bei denen der Schmerz seine Leit- und Warnfunktion verloren und selbständigen Krankheitswert erlangt hat. In diesen Fällen führt das Schmerzleiden zu psychopathologischen Veränderungen. Der Patient erhebt den Schmerz zum Mittelpunkt seines Denkens und Verhaltens. Dadurch wird er seinem sozialen Umfeld entfremdet, was zu einer Vertiefung des psychopathologischen Krankheitsbildes oder zu einem algogenen Psychosyndrom führen kann. Kennzeichnend für diese chronisch schmerzkranken Patienten sind auch Behandlungsversuche über lange Zeit, welche nicht erfolgreich waren. Chronisch schmerzkrank sind auch solche Patienten, bei denen im Rahmen eines inkurablen Grundleidens der Schmerz zum beherrschenden Symptom geworden ist.“ 2. Laut der Deutschen Schmerzliga (http://www.schmerzliga.de/navigation/html.htm) ist der Chronische Schmerz eine eigenständige Krankheit. „Chronischer Schmerz ist keine schicksalsgewollte, unausweichliche Last, die Patienten zu tragen haben, sondern ein komplexes Geschehen, dessen Behandlung Expertenwissen erfordert." Der Unterschied zwischen akuten und chronischen Schmerzen ist groß. Der "gute" Schmerz ist ein warnendes Signal, ist die Folge von akuten Verletzungen oder Erkrankungen. Werden seine Ursachen behandelt, verschwindet er wieder. Der "böse" Schmerz hat diese Warnfunktion hingegen verloren. Er entsteht, wenn chronische Krankheiten nicht ursächlich zu heilen sind oder akute Schmerzen nicht ausreichend gelindert werden. Denn andauernde Schmerzsignale hinterlassen im Nervensystem eine Gedächtnisspur. Dann kann es geschehen, dass der ursprüngliche Schmerzauslöser sogar verschwindet, die Pein aber bleibt. Einsichten gewannen die Forscher auch in jene molekularen Mechanismen in Nervenzellen, die einen akuten in einen chronischen Schmerz verwandeln. Dies führte zu neuen Konzepten, wie solche verhängnisvollen Prozesse durch Medikamente und nicht-medikamentöse Therapieverfahren verhindert und möglicherweise auch wieder rückgängig gemacht werden können. Vor allem kann eine frühzeitige Behandlung akuter Schmerzen einer Chronifizierung der Leiden vorbeugen. Dazu gehören nicht nur Medikamente und Injektionen, sondern auch Gymnastik, Bewegung und gezielte Entspannungsverfahren. Durch eine angemessene Behandlung akuter Schmerzen kann deren Chronifizierung und die Bildung eines Schmerzgedächtnisses verhindert werden. Selbst wenn ein Schmerz bereits chronisch geworden ist, besteht die Möglichkeit, durch eine Therapie aus mehreren "Bausteinen" (medikamentös und nicht-medikamentös) diese Gedächtnisspur im Zentralnervensystem zu löschen. Die Beschwerden können gelindert werden. 3. Laut Prof. Zieglgänsberger (Molekularbiologe und Schmerzforscher, Max-Planck-Institut für Psychiatrie München) Unzureichend behandelte akute Schmerzen bergen ein großes Risiko — sie können chronisch werden. Die Plastizität neuronaler Übertragungsvorgänge ist die Voraussetzung für Lernen und Gedächtnis im Zentralnervensystem. Warum wird aber nicht jeder akute Schmerz chronisch? Es gibt körpereigene Antichronifizierungsfaktoren. Wir kennen mehrere, meist funktionell hemmende Systeme, so u. a. das Endorphin- und das Endocannabinoidsystem, GABAerge/glycinerge segmentale Interneurone, Neurosteroide und monaminerge deszendierende Bahnsysteme. Der akute Schmerz bleibt mit seiner wichtigen Warnfunktion wirksam und behält seine zeitliche und räumliche Schärfe. Ein Verlust dieses modulierenden Einflusses oder seine Steigerung durch therapeutische Maßnahmen hat nachhaltige Auswirkungen auf die Entwicklung chronischer Schmerzzustände.

4 Leben mit Schmerz – Tipps!
Soziale Fragen und Tipps Sozialrecht Leben mit Schmerz – Tipps! Die häufig gestellten Fragen bei chronischem Schmerz, die auch Herr Weber stellt, sind folgende: Welche finanziellen Leistungen kann ich in Anspruch nehmen? Wie beantrage ich eine Rehabilitation? Ist meine Erkrankung eine Behinderung? Ich habe Angst, dass ich nicht mehr arbeiten kann! Bekomme ich Rente? Was mache ich, wenn meine Anträge abgelehnt werden? Ich habe Angst Betäubungsmittel einzunehmen – kann ich süchtig werden? Ich möchte gerne wieder ein normales Leben führen, wie sieht es aus mit - Partnerschaft - Fahrtüchtigkeit - Urlaub? Gibt es Ansprechpartner, Adressen, Beratungsstellen für mich? Antworten darauf habe ich für Sie vorbereitet. Heute möchte ich Ihnen das Basiswissen zu den Themen Rehabilitation, finanzielle Leistungen, Schwerbehinderung, Widerspruch und praktische Tipps für den Alltag anbieten. Allgemeine Tipps Umgang mit Schmerzmitteln

5 Finanzielle Leistungen
bei Arbeitsunfähigkeit • Entgeltfortzahlung • Krankengeld Fangen wir an mit den finanziellen Leistungen. (siehe Ratgeber Seite 7) Folgende finanzielle Leistungen sind bei Krankheit zu erwarten: Entgeltfortzahlung (100% des Bruttolohnes) vom Arbeitgeber; max. Dauer 6 Wochen Krankengeld von der Krankenkasse. (70 % des regelmäßigen Arbeitsentgelts - sog. regelmäßiges Bruttoentgelts - maximal aber 90 % des regelmäßigen Nettoarbeitsentgelts max. Dauer: 72 Wochen

6 Finanzielle Leistungen
bei Arbeitsunfähigkeit • Entgeltfortzahlung • Krankengeld bei Erwerbsminderung Kann die Gesundheit bzw. die Erwerbsfähigkeit nicht wieder hergestellt werden, kann i.d.R. eine Erwerbsminderungsrente beantragt werden. Folgende finanzielle Leistungen sind bei einer Erwerbsminderung zu erwarten: Volle Erwerbsminderung liegt vor, wenn der Patient nur noch weniger als 3 h auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt arbeiten kann. Sind die sonstigen Voraussetzungen erfüllt, hat er Anspruch auf die volle Erwerbsminderungsrente. Ist der Patient in der Lage, mindestes 3 und weniger als 6 h zu arbeiten, hat er Anspruch auf teilweise Erwerbsminderungsrente. Er kann auch für irgendeine Tätigkeit, die nicht mit dem ursprünglichen Beruf zu tun haben muss, eingesetzt werden. Die Erwerbsminderungsrente ist i.d.R. nur auf max. 3 Jahre befristet: Der Patient hat die Möglichkeit danach (nach 3 Jahren Rentenbezug) einen Verlängerungsantrag zu stellen. Tipp: Sie sollten vor der Antragstellung alle von Ihnen konsultierten Ärzte (vom Hausarzt bis zum Facharzt und auch die, die mit der Krankheit primär nichts zu tun haben wie z.B. Augenarzt) über Ihr Vorhaben Rente zu beantragen informieren, aktuelle Befunde einholen und die ständige Behandlung dokumentieren. Diese Befunde sind ausschlaggebend für die Bewilligung der Rente. Manche Selbsthilfeverbände geben Hilfestellungen bei der Formulierung. Herr Weber möchte aber keine Rente beantragen, sondern ohne Schmerzen seiner Arbeit nachgehen. Was kann er tun? Er kann einen Antrag auf Medizinische Rehabilitation zur Wiederherstellung seiner Erwerbsfähigkeit stellen. Abgestufte Erwerbsminderungsrente • Volle Erwerbsminderungsrente weniger als 3 h auf dem allg. Arbeitsmarkt • Teilweise Erwerbsminderungsrente mindestens 3 h und weniger als 6 h auf dem allg. Arbeitsmarkt

7 Finanzielle Leistungen
Infos für den Referenten (siehe auch Ratgeber ab Seite 7) Ein „erkrankter Arbeitnehmer“ hat Anspruch auf Entgeltfortzahlung (6 Wochen); Danach erhält er Krankengeld von der Krankenkasse (dies ist eine Lohnersatzleistung) Vorausgesetzt ist bei Beginn der AU (Arbeitsunfähigkeit) ist er Mitglied der Krankenkasse Grund der AU ist eine Krankheit oder stationäre Behandlung auf Kosten einer Krankenkasse es handelt sich immer um dieselbe Krankheit bzw. um eindeutige Folgeerkrankungen (eine weitere Krankheit verlängert die Zahlungen nicht) Höhe: 70 % des regelmäßigen Arbeitsentgeltes, darf aber 90 % vom Nettoentgelt nicht übersteigen. Abgezogen vom Krankengeld werden Sozialversicherungsbeiträge für die Arbeitslosen-, Pflege- und Rentenversicherung. Die Krankenkasse übernimmt die Beiträge der Krankenversicherung und jeweils die Hälfte der drei genannten Versicherungen. Damit ergibt sich in der Regel ein Abzug von 13,85 % bei Krankengeldempfängern mit Kindern bzw. von 14,1 % bei kinderlosen Empfängern. Dauer: - wegen derselben Krankheit und deren Folgeerkrankungen - längstens 78 Wochen innerhalb von je 3 Jahren ab Beginn der Arbeitsunfähigkeit. Bei den 78 Wochen werden jedoch die 6 Wochen Entgeltfortzahlung angerechnet, d.h. das Krankengeld ruht, da der Arbeitgeber die Entgeltfortzahlung leistet – Fazit: 6 Wochen Entgeltfortzahlung + 72 Wochen Krankengeld Die abgestufte Erwerbsminderungsrente teilt sich auf in 2 Bereiche: Volle Erwerbsminderungsrente Voll erwerbsgemindert ist, wer aus gesundheitlichen Gründen auf nicht absehbare Zeit nur eine berufliche Tätigkeit von weniger als 3 Stunden täglich unter den üblichen Bedingungen des allgemeinen Arbeitsmarktes ausüben kann. Voraussetzungen Erfüllung der Wartezeit (= Mindestversicherungszeit) von 5 Jahren und in den letzten 5 Jahren vor Eintritt der Erwerbsunfähigkeit 3 Jahre Pflichtbeiträge Teilweise Erwerbsminderungsrente Teilweise erwerbsgemindert ist, wer aus gesundheitlichen Gründen auf nicht absehbare Zeit eine berufliche Tätigkeit von mindestens 3, aber weniger als 6 Stunden täglich unter den üblichen Bedingungen des allgemeinen Arbeitsmarktes ausüben kann. Erfüllung der Wartezeit von 5 Jahren (= Mindestversicherungszeit) und in den letzten 5 Jahren vor Eintritt der Erwerbsminderung 3 Jahre Pflichtbeiträge Befristung (bei beiden gleich) Die Erwerbsminderungsrente ist in der Regel befristet. Die Erwerbsminderungsrente wird seit 2001 i. d. Regel nur noch auf Zeit für längstens 3 Jahre gewährt. Danach kann sie wiederholt beantragt werden. Nur wenn voraussehbar ist das die Erwerbsminderung nicht mehr behoben werden kann, ist eine unbefristete Rentengewährung denkbar. Wer hilft weiter? Auskünfte und Beratungsstellen vor Ort vermitteln die Rentenversicherungsträger, die auch individuelle Rentenberechnungen vornehmen. bei Arbeitsunfähigkeit • Entgeltfortzahlung • Krankengeld bei Erwerbsminderung Abgestufte Erwerbsminderungsrente • Volle Erwerbsminderungsrente weniger als 3 h auf dem allg. Arbeitsmarkt • Teilweise Erwerbsminderungsrente mindestens 3 h und weniger als 6 h auf dem allg. Arbeitsmarkt

8 Rehabilitation vor ambulante Rehabilitation stationärer Rehabilitation
(ab Seite 27 Ratgeber ) Eine Rehabilitationsmaßnahme dient dazu, die Gesundheit und/oder die Erwerbsfähigkeit des Patienten wieder herzustellen. Es wird nach zwei Grundsätzen verfahren: „ambulant vor stationär“ Sparmaßnahmen sind im Gesundheitswesen Realität und deswegen wird geprüft, ob eine kostengünstigere ambulante Rehabilitation der stationären Rehabilitation vorzuziehen ist und „Reha vor Rente“. d.h. die Erwerbsfähigkeit des Patienten ist wieder herzustellen und eine Rente ist zu vermeiden. Steht der Patient im Erwerbsleben, wird die Rehabilitationsmaßnahme in der Regel von der Deutschen Rentenversicherung finanziert. Ist der Patient nicht mehr erwerbsfähig (z.B. Rentner, Hausfrauen) werden die Kosten in der Regel von der Krankenkasse übernommen. Bei Tumorpatienten gibt es die "Onkologische Rehabilitation", meistens eine Leistung der Deutschen Rentenversicherung. Weitere Informationen bei den Servicestellen. Warum ist das wichtig zu wissen? Zur schnelleren Bearbeitung ist es wichtig, dass der Antrag direkt an den zuständigen Versicherungsträger geschickt wird. Den Antrag stellen am besten Arzt und Patient gemeinsam. (Referent sollte die Änderung der Richtlinien für Ärzte ab kennen – nur Vertragsärzte, die sich speziell qualifiziert haben, dürfen Reha verordnen – siehe § 11 Abs.3 Rehabilitations-Richtlinien, BAnz. Nr. 62 v ) Rehabilitation vor Rente

9 Rehabilitation vor ambulante Rehabilitation stationärer Rehabilitation
Herr Weber stellt zusammen mit seinem Arzt den Antrag auf Rehabilitation bei der Rentenversicherung. Der Versicherungsträger überprüft den Antrag durch ein med. Gutachten (hier Sozialmed. Dienst der Rentenversicherung) oder nach Aktenlage und kommt zum Ergebnis, dass Herr Weber eine stationäre Rehabilitation genehmigt bekommt.: Ziel der Rehabilitation ist die Wiederherstellung der Erwerbsfähigkeit. Ob dieses Ziel nach erfolgter Rehabilitation erreicht wurde, wird in einem Bericht der Rehabilitationseinrichtung festgehalten. Dieser Rehabilitations-Bericht hat dann auf die weiteren Leistungen Auswirkungen. Möglichkeiten: Nach der Rehabilitation ist die Erwerbsfähigkeit ist bis auf weiteres wiederhergestellt. Der Patient nimmt Schmerzmittel, kann wieder arbeiten. oder aber: Der Patient wird als nur teilweise erwerbsgemindert eingestuft, d.h. dass er z.B. 4 h (mind. 3 bis weniger als 6 Std.) auf dem allg. Arbeitsmarkt eingesetzt werden kann. Der Patient kann Antrag auf teilweise Erwerbsminderungsrente stellen. oder aber Der Arzt in der Rehabilitationsklinik attestiert eine volle Erwerbsminderung. Der Rentenversicherungsträger kann dann den Rehabilitationsantrag in einen Renten-Antrag umdeuten. Ansprechpartner sind hier die Servicestellen. (hier können Sie die örtliche Servicestelle nennen) oder Informationen bei der Gemeinde- oder Stadtverwaltung oder der Rentenversicherungsträger. (es gibt keine teilstationäre Rehabilitation mehr!!!; Vorsicht: die alte Vorschrift steht noch im Ratgeber. Bei der neuen Auflage wird es korrigiert; es gibt nur noch stationäre oder ambulante. Bei beiden ist der Patient von der Arbeit frei gestellt, muss keinen Urlaub nehmen.) vor ambulante Rehabilitation stationärer Rehabilitation Rehabilitation vor Rente

10 Rehabilitation vor ambulante Rehabilitation stationärer Rehabilitation
Info für den Referenten (siehe auch Ratgeber ab Seite 21): 1) Ambulante Rehabilitationsmaßnahmen Darunter versteht man eine Rehabilitationsmaßnahme, die der Patient wohnortnah durchführt oder in Anspruch nimmt. Er wohnt zuhause, nicht in der Rehabilitationseinrichtung. Der Patient kommt morgens in die behandelnde Einrichtung und verlässt diese nachmittags oder abends wieder. Eine ambulante Rehabilitationsmaßnahme hat immer Vorrang vor einer stationären. Voraussetzungen Eine ambulante Krankenbehandlung reicht nicht für den angestrebten Rehabilitationserfolg aus. Die Rehabilitationsmaßnahme ist aus medizinischen Gründen erforderlich. Durchführung der ambulanten Rehabilitationsmaßnahme in Einrichtungen mit Versorgungsvertrag oder in wohnortnahen Einrichtungen mit bedarfsgerechter, leistungsfähiger und wirtschaftlicher Versorgung. Eine Rehabilitationsmaßnahme muss vom Arzt verordnet sein und vom jeweiligen Kostenträger (i.d.R. Krankenversicherung oder Rentenversicherung) vorher genehmigt werden. Dauer Die ambulante Rehabilitationsmaßnahme dauert längstens 20 Behandlungstage. Eine Verlängerung ist aus medizinischen Gründen möglich. 2. Stationäre Rehabilitationsmaßnahmen Darunter versteht man eine Kur: Der Patient wohnt für die Zeit der Rehabilitationsmaßnahme in einer entsprechenden Einrichtung. Eine ambulante Rehabilitationsmaßnahme reicht nicht aus. Die stationäre Aufnahme ist aus medizinischen Gründen erforderlich. Durchführung der stationären Rehabilitationsmaßnahme in Einrichtungen mit Versorgungsvertrag. Sie dauern längstens 3 Wochen. Eine Verlängerung aus med. Gründen ist möglich. Antrag Patient und Arzt können einen Rehabilitations-Antrag veranlassen: der Patient muss die medizinische Rehabilitationsmaßnahme beim zuständigen Träger selbst beantragen, sprich: zumindest den Antrag unterschreiben. Erforderlich sind eine ärztliche Bescheinigung, Arztbericht(e) und möglichst ein eigenes, persönliches Schreiben. Der Leistungsumfang bei ambulanten und stationären Rehabilitationsmaßnahmen liegt im Ermessen der Krankenkasse bzw. des Renten- oder Unfallversicherungsträgers und wird aufgrund medizinischer Erfordernisse festgelegt. Zuzahlung Versicherte ab Vollendung des 18. Lebensjahres müssen bei fast allen ambulanten und stationären Rehabilitationsmaßnahmen 10,- € Zuzahlung pro Tag leisten: zeitlich unbegrenzt für ambulante und stationäre Rehabilitationsmaßnahmen der Krankenkasse. 28 Tage, wenn die ambulante Rehabilitationsmaßnahme aus medizinischen Gründen länger als 42 Behandlungstage bzw. die stationäre Rehabilitationsmaßnahme aus medizinischen Gründen länger als 6 Wochen dauert. längstens 42 Tage innerhalb eines Kalenderjahres für stationäre medizinische Rehabilitationsmaßnahmen des Rentenversicherungsträgers. (siehe betanet!) Beigefügt werden müssen den Anträgen oft sehr individuelle Nachweise. Fast durchgängig notwendig sind: Verdienstbescheinigung(en) Bei Rehabilitations-Antrag: Bescheinigung des behandelnden Arztes über die Art der Erkrankung und die Notwendigkeit der Rehabilitation. Ärztliche Bescheinigungen und Begründungen sollten so detailliert und ausführlich wie möglich sein und nicht nur Diagnose und Therapie umfassen, sondern auch die Einschränkungen des Patienten im Alltag im Vergleich zu gleichaltrigen Personen beschreiben. Das erspart Nachfragen und erhöht die Chance auf Genehmigung der Leistungen. Um für Versicherte lange Wege zu Behörden und Dienststellen zu verkürzen und trägerübergreifend zu beraten, müssen seit 2002 in jedem Landkreis und in jeder kreisfreien Stadt gemeinsame örtliche Servicestellen der Rehabilitationsträger eingerichtet sein. Getragen werden sie gemeinsam von den Rehabilitationsträgern. Aufgaben der Servicestellen: Information des Hilfesuchenden über Leistungen und Leistungsvoraussetzungen Feststellung des persönlichen Rehabilitationsbedarfs Hilfe bei der Inanspruchnahme von Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben Klärung der Zuständigkeit der Rehabilitationsträger Hilfe bei der Antragstellung/Antragsverfahren . vor ambulante Rehabilitation stationärer Rehabilitation Rehabilitation vor Rente

11 Herr Weber… Bezug von Krankengeld
Bewilligung des Antrags auf stationäre Rehabilitation Gutachten/Prognose des behandelnden Arztes Antrag auf Erwerbsminderungsrente (rückwirkend) bis zur Bewilligung – Krankengeld Erhalt von Erwerbsminderungsrente (max. 3 Jahre) – ab Antragstellung der Rehabilitation Antrag auf Verlängerung (Die allgemeinen sozialrechtlichen Möglichkeiten sind geklärt. Hier eine Zusammenfassung am praktischen Beispiel ) Wie sieht es ganz praktisch im Fall von Herrn Weber aus? Herr Weber ist seit 7 Wochen krankgeschrieben, hat bereits Entgeltfortzahlung vom Arbeitgeber bekommen und erhält seit einer Woche Krankengeld von der Krankenkasse. Er weiß jetzt nicht, wie lange er noch Krankengeld bekommt. Antwort: Die Krankengeldbezugsdauer endet nach 78 Wochen (6 Wochen Entgeltfortzahlung durch den Arbeitsgeber + 72 Wochen Krankengeld). Es kann jedoch sein, dass Herr Weber von der Krankenversicherung aufgefordert wird innerhalb von einer Frist von 10 Wochen einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente zu stellen, dann endet der Bezug von Krankengeld entsprechend früher. Der behandelnde Arzt stellt zusammen mit Herrn Weber einen Antrag auf Rehabilitation bei der Rentenversicherung, da die Erwerbsfähigkeit von Herrn Weber gefährdet ist. Der Rehabilitationsantrag wird hier nach Aktenlage geprüft; der Rentenversicherungsträger kommt zum Ergebnis, dass eine stationäre Rehabilitation aus medizinischer Sicht erforderlich ist. Die Rentenversicherung bewilligt nach (z.B.) 10 Wochen Krankheit die Rehabilitation. Herr Weber bekommt bis zur Rehabilitation von der Krankenkasse das Krankengeld. Während der Rehabilitation bekommt Herr Weber Übergangsgeld (etwa gleich mit Krankengeld). Bei Herrn Weber wird in der Rehabilitation festgestellt, dass seine Leistungsfähigkeit bei 2h pro Tag liegt, d.h. er wird als voll erwerbsgemindert eingestuft. Wichtig für die Rentenversicherung sind der Entlassungsbericht und die Prognose des Arztes. Die Rentenversicherung kann dann, wenn eine Erwerbsminderung vorliegt, den ursprünglich gestellten Rehabilitationsantrag formell umdeuten in einen Rentenantrag. Der Versicherte wird innerhalb einer bestimmten Frist aufgefordert einen formellen Rentenantrag zu stellen. Das hat zum Vorteil, dass die Rente ab der Antragstellung für die Rehabilitation rückwirkend bezahlt wird. Bis der Rentenantrag bewilligt ist, kann es fast 1,5 Jahre dauern, d.h. Herr Weber kann weiterhin Krankengeld beziehen, das aber dann mit der rückwirkend gezahlten Rente mit der Krankenkasse verrechnet wird. (Entsteht zwischen Rente und Krankengeld eine Differenz, bekommt Herr Weber den Differenzbetrag ausgezahlt.) Hat Herr Weber jedoch seinen Anspruch auf Krankengeld ausgeschöpft, kann er Arbeitslosengeld „Arbeitslosengeld bei Arbeitsunfähigkeit“ als Überbrückungs-Leistung beantragen. Da die Erwerbsminderungsrente auf 3 Jahre befristet ist, kann Herr Weber nach 3 Jahren einen Antrag auf Verlängerung stellen.

12 Widerspruchsverfahren
Klage Was tun, wenn Anträge zu Rehabilitation oder Rente etc. abgelehnt werden? Z.B. Herr Weber bekommt vom Versicherungsträger einen Ablehnungsbescheid. Dieser enthält eine Rechtsmittelbelehrung, die genau beschreibt, wie und wo Herr Weber Widerspruch einlegen muss. Der Widerspruch ist innerhalb einer Frist von 1 Monat möglich – Begründung ist erforderlich, kann aber auch nachgereicht werden. Wenn die Rechtsmittelbelehrung fehlt, verlängert sich die Widerspruchsfrist auf 1 Jahr. Sie benötigen für den Widerspruch keinen Anwalt. Dann erhält Herr Weber als Antwort einen Widerspruchsbescheid. Widerspruchsbescheid Über den Widerspruch entscheidet die Widerspruchsbehörde (= unabhängiger Ausschuss der Versicherungsträger). In der Regel ist dies die übergeordnete Behörde und wird auch in der Rechtsmittelbelehrung benannt. Außerdem wird das zuständige Gericht benannt. Wenn Herr Weber auch mit dem Widerspruchsbescheid nicht einverstanden ist, kann er Klage vor dem Sozialgericht erheben. Berufung

13 Widerspruchsverfahren
Klage Das Sozialgericht bildet die 1. Instanz der Sozialgerichtsbarkeit. Die Klage ist innerhalb einer bestimmten Frist nach Zustellung des Widerspruchsbescheides beim zuständigen Gericht einzulegen: Frist im Normalfall: 1 Monat Frist bei Wohnsitz im Ausland: 3 Monate Frist bei Fehlen einer Rechtsmittelbelehrung: 1 Jahr Es besteht Gerichtskostenfreiheit, d.h. es fallen keine Gerichtsgebühren an. Sie benötigen in der 1. Instanz keinen Anwalt, d.h. Sie können sich selbst vertreten oder aber bei Ihrer Rechtsschutzversicherung anfragen, ob Sie im Bereich Sozialrecht versichert sind. Ist Herr Weber mit dem Urteil eines Sozialgerichts nicht einverstanden, kann er Berufung* vor dem Landessozialgericht einlegen. Berufung Das Landessozialgericht bildet die 2. Instanz der Sozialgerichtsbarkeit. Die Berufung ist innerhalb einer bestimmten Frist nach Zustellung des Urteils beim zuständigen Gericht einzulegen: Fristen wie bei der Klage Ich möchte Ihnen hier Mittel und Wege aufzeigen wie Sie laut Gesetzgeber Ihre Interessen gegenüber den Versicherungsträgern vertreten können. Da ich kein Jurist bin, bitte ich Sie, sich fachliche Unterstützung zu holen bei den Gewerkschaften bei den Sozialverbänden z.B. SoVD – Sozialverband Deutschland e.V., Sozialverband VdK Deutschland e.V. (Sozialrechtsberatung für Mitglieder) bei Selbsthilfeverbänden (manche haben eigene Rechtsberatung für Mitglieder oder können Ihnen entweder eine telefonische Rechtsberatung oder Fachanwälte empfehlen - bei Fachanwälten. * Um zur nächsthöheren Instanz zu gelangen, bedarf es eines Rechtsmittels. Dies sind im deutschen Recht: Berufung, Revision und Beschwerde. Widerspruch Klage Berufung

14 Schwerbehinderung Nachteilsausgleiche – Schwerbehindertenausweis
(Grad der Behinderung 50) • spezieller Kündigungsschutz • Zusatzurlaub (5 Tage) • evtl. Steuerfreibetrag, Freistellung von Mehrarbeit, Beitragsermäßigung bei Automobilclubs, Finanzierungshilfen für Berufstätige … Es ist erwiesen, dass Schmerzpatienten im alltäglichen Leben viele Nachteile gegenüber gesunden Gleichaltrigen haben. Alle Menschen, deren Teilhabe am gesellschaftlichen Leben beeinträchtigt oder bedroht ist, sollten den Grad der Behinderung feststellen lassen. Der Gesetzgeber hat hier festgelegt, dass Menschen mit einer Behinderung von mindestens 50 als Ausgleich für die behinderungsbedingten Nachteile so genannte „Nachteilsausgleiche“ für sich in Anspruch nehmen können. Wenn Herr Weber einen Grad der Behinderung (GdB) von 50 hätte, könnte er folgende Nachteilsausgleiche in Anspruch nehmen: Kündigungsschutz (Kündigung nur mit Zustimmung des Integrationsamtes) Zusatzurlaub (5 bezahlte Tage mehr) sonstige (z.B. Steuerfreibetrag, Freistellung von Mehrarbeit, Beitragsermäßigung bei Automobilclubs, Finanzierungshilfen für Berufstätige bevorzugte Abfertigung in Ämtern, Eintrittsermäßigungen) Nachteilsausgleiche sind abhängig vom Merkzeichen und vom Grad der Behinderung. Wenn Sie den Antrag auf einen Schwerbehindertenausweis beim Versorgungsamt stellen, vergessen Sie nicht, alle Beeinträchtigungen aufzulisten. Bei mind. 30 GdB ist eine Gleichstellung möglich Personen mit einem Grad der Behinderung von weniger als 50, aber mind. 30 können sich einem Schwerbehinderten gleichstellen lassen, wenn sie infolge ihrer Behinderung keinen geeigneten Arbeitsplatz erlangen oder behalten können. Gleichgestellte genießen wie Schwerbehinderte einen besonderen Kündigungsschutz. Sie haben jedoch im Gegensatz zu Schwerbehinderten keinen Anspruch auf einen Zusatzurlaub von 5 bezahlten Arbeitstagen im Jahr (§ 125 SGB IX) und auf vorgezogenes Altersruhegeld nach Vollendung des 60. Lebensjahres. (Altersrente für Schwerbehinderte). Die Gleichstellung stellt die Agentur für Arbeit auf Antrag fest.

15 Schwerbehinderung Nachteilsausgleiche – Schwerbehindertenausweis
Infos für den Referenten (siehe auch Ratgeber Seite 48): Voraussetzungen – Schwerbehindertenausweis: - Antrag beim Versorgungsamt - Grad der Behinderung von 50 Körperliche Funktion, geistige Fähigkeiten oder seelische Gesundheit führen zu einer Beeinträchtigung, welche von mehr als 6 Monaten von dem für das Lebensalter typischen Zustand abweicht. - Leistungen erhalten Betroffene mit Wohnsitz od. Beschäftigung in Deutschland Tipps für Antragsteller Nicht nur die Grunderkrankung, sondern auch alle zusätzlichen Beeinträchtigungen angeben, z.B. Sehfehler sowie Begleiterscheinungen. Kliniken und Ärzte anführen, die am besten über die angeführten Gesundheitsstörungen informiert sind. Dabei unbedingt die dem Antrag beiliegenden Schweigepflichtsentbindungen und Einverständniserklärungen ausfüllen, damit das Versorgungsamt bei den angegebenen Stellen die entsprechenden Auskünfte einholen kann. Antragstellung mit dem behandelnden Arzt absprechen. Der Arzt sollte in den Befundberichten die einzelnen Auswirkungen der Erkrankung (z.B. die Höhe der körperlichen Belastbarkeit) detailliert darstellen. Diese Kriterien, nicht allein die Diagnose, entscheiden über den Grad der Behinderung. Der Patient sollte sich etwa eine Woche lang selbst beobachten und beobachten lassen und alles aufschreiben, was körperlich beeinträchtigt, was Schmerzen verursacht, womit er sich und/oder andere gefährdet (z.B. zu langsam im Straßenverkehr, andere Verkehrsteilnehmer nicht gehört oder gesehen). Bereits vorhandene ärztliche Unterlagen gleich bei Antragstellung mit einreichen, z.B. Krankenhausentlassungsbericht, Kurbericht, alle die Behinderung betreffenden Befunde in Kopie. Lichtbild beilegen (erst ab Vollendung des 10. Lebensjahres notwendig). Wenn der Behinderte niemals in der Lage ist das Haus zu verlassen, ist es auf Antrag möglich, einen Schwerbehindertenausweis ohne Foto zu bekommen. Nach der Feststellung des Grades der Behinderung (GdB) bekommt der Behinderte vom Versorgungsamt einen sog. Feststellungsbescheid. Ab einem GdB von 50 besteht die Möglichkeit, einen Schwerbehindertenausweis zu bekommen. Eine attestierte Schwerbehinderung kann jedoch auch Nachteile vor allem bei der aktiven Arbeitsplatzsuche mit sich führen, da Arbeitgeber immer noch Vorurteile haben. Der Patient sollte sich vorab beim Integrationsamt ausführlich beraten lassen. Offenbarung der Schwerbehinderung Ein schwerbehinderter Bewerber ist nur verpflichtet, über seine Schwerbehinderteneigenschaft Auskunft zu geben, wenn der Arbeitgeber ausdrücklich danach fragt. Dabei muss die Art der Behinderung jedoch nicht mitgeteilt werden, sofern sie nicht von ausschlaggebender Bedeutung für die auszuübende Tätigkeit ist. Schwerbehinderte erhalten auf Antrag beim Versorgungsamt einen Schwerbehindertenausweis. Dieser kann je nach Art der Behinderung Merkzeichen enthalten, wodurch der Schwerbehinderte weitere Vergünstigungen in Anspruch nehmen kann. Der Schwerbehindertenausweis belegt Art und Schwere der Behinderung und muss vorgelegt werden, wenn Vergünstigungen für Behinderte beantragt oder in Anspruch genommen werden. Schwerbehinderte können je nach festgestelltem Merkzeichen und/oder Grad der Behinderung folgende Nachteilsausgleiche beanspruchen: Merkzeichenabhängige Nachteilsausgleiche. (Tabelle pdf-Download) im betanet Nachteilsausgleiche abhängig vom Grad der Behinderung. (Tabelle pdf-Download) im betanet Nachteilsausgleiche – Schwerbehindertenausweis (Grad der Behinderung 50) • spezieller Kündigungsschutz • Zusatzurlaub (5 Tage) • evtl. Steuerfreibetrag, Freistellung von Mehrarbeit, Beitragsermäßigung bei Automobilclubs, Finanzierungshilfen für Berufstätige … Antrag beim Versorgungsamt

16 Leben mit Schmerz Tipps!
Fachleute bestätigen immer wieder, dass der Schmerz durch psychosoziale Faktoren bestärkt wird. Laut Prof. Manfred Spitzer (Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, Uniklinik Ulm) „brauchen Menschen, die in schwierigen Verhältnissen leben, eine höhere Dosis an Medikamenten, als Personen, die ein positives Umfeld haben“ (http://www.3sat.de/delta/103864/index.html) Neben der medizinischen Behandlung, ist auch die eigene Befindlichkeit, das soziale Umfeld, Freunde, Familie ausschlaggebend für einen Therapieerfolg. 1. Schaffen Sie sich ein positives Umfeld, das Sie unterstützt. Akzeptieren Sie die Unterstützung durch Ihre Familie oder Ihre Freunde. Sie können Ihnen helfen Ihre Ziele zu verfolgen oder Sie stehen Ihnen bei, wenn es Ihnen schlecht geht. 2. Lenken Sie sich im Alltag soweit als möglich von den Schmerzen ab und konzentrieren sich auf Dinge, die Freude bereiten. Der Schmerz darf nicht im Mittelpunkt Ihres Lebens stehen und alles beeinflussen, was Sie tun. Bewusste Konzentration auf Anderes kann Ihnen helfen, die Schmerzen eine zeitlang auszublenden. 3. Wie soll das gehen? Überlegen Sie sich, was Sie als Hobby weiterhin pflegen oder neu beginnen wollen. Vielleicht tut Ihnen der Kontakt zu anderen Menschen gut. Lassen Sie sich von Neuem inspirieren. 4. Wenn Sie neue Kontakte suchen, nehmen Sie Kontakt auf zu Wohlfahrtsverbänden und engagieren Sie sich ehrenamtlich. Setzen Sie sich Ziele und bestimmen Sie in welcher Reihenfolge Sie diesen näher kommen wollen. 5. Es ist wichtig, dass Sie sich vor Isolation und Vereinsamung schützen. Wenn Sie sich einer Sportgruppe anschließen, fördert dies den Kontakt zu anderen. Bewegungs-/ Entspannungsübungen und/oder Sport lindern die Schmerzen und erhöhen so die Lebensqualität. Auch hier können Sie Gleichgesinnte treffen und sich austauschen. Niemand fordert von Ihnen sportliche Leistung, wichtig ist hier die Regelmäßigkeit. 6. Für viele Patienten ist es gut sich einer Selbsthilfegruppe anzuschließen. Ich kann Ihnen gerne bei der Adressensuche helfen (betanet/Adressen). Sie profitieren vom Austausch mit anderen durch deren Erfahrungen. Auch die Familienangehörigen können von diesem Austausch profitieren. Viele Selbsthilfegruppen können auch den Diagnoseschock abfedern, indem sie Seminare für „Frischdiagnostizierte“ anbieten. 7. Betroffene können Ihnen Mut machen, an gemeinsamen Aktionen teilnehmen und erleben, dass Sie mit Ihren Problemen nicht alleine sind. Ich weiß, dass es den Mitgliedern einer Selbsthilfegruppe immer wichtig ist, auch Spaß miteinander zu haben und nicht permanent über die Krankheit zu sprechen. 8. Belohnen Sie sich, wenn Sie etwas erreicht haben. Das motiviert und verstärkt Ihre Entwicklung. Wappnen Sie sich gegen Rückschläge. Legen Sie sich ein Konzept für den Fall X zurecht, wie Sie damit umgehen könnten. Probieren Sie sich und die Angebote aus und entscheiden Sie dann, was zu Ihnen passt und Ihnen gut tut. Eine ausgeglichene Lebensführung zwischen sozialen Kontakten, Aktivität und Entspannung ist wichtig. Bei Langeweile oder Stress kann der Schmerz wieder Oberhand gewinnen. (siehe auch Leben mit Schmerz Tipps!

17 Partnerschaft ● Kommunikation in der Beziehung ist entscheidend!
● Nähe, Intimität und Zärtlichkeit steigern das allgemeine Wohlbefinden und wirken sich positiv auf die Schmerzwahrnehmung und -verarbeitung aus. Partnerschaft Chronische Schmerzen führen neben Schwierigkeiten am Arbeitsplatz auch häufig zu Problemen in der Partnerschaft und Beeinträchtigungen in der Sexualität. Viele Experten sehen in der mangelnden Kommunikationsbereitschaft der Betroffenen ein Problem. Empfehlenswert ist, dass die Betroffenen mit Ihrem Partner über ihre eigenen Gefühle, Wünsche und Ängste sprechen. Es ist völlig normal, dass die Lust auf Sexualität bei Krankheit weniger wird oder ganz verschwindet, aber gerade dann ist es wichtig, offen mit dem Partner zu sprechen. Viele Patienten haben Angst, dass durch Intimität die Schmerzen verschlimmert werden könnten und vergessen dabei, dass Nähe, Intimität und Zärtlichkeit das allgemeine Wohlbefinden steigern und sich positiv auf die Schmerzwahrnehmung und -verarbeitung auswirken. Empfehlung: bei partnerschaftlichen und sexuellen Problemen Beratungsstellen, z. B. Pro Familia (Hier könnten Sie die örtliche Pro Familia Beratungsstelle nennen)

18 Partnerschaft ● Kommunikation in der Beziehung ist entscheidend!
Infos für den Referenten: (Wenn Sie auf das Thema Sexualität eingehen möchten, hier einige Empfehlungen der Deutschen Schmerzliga) Empfehlungen der Deutschen Schmerzliga: Scheuen Sie sich nicht, für sich allein herauszufinden, wie es um Ihr sexuelles Empfinden steht, welche Berührungen Sie als angenehm empfinden, welche Körperteile auf Zärtlichkeit reagieren. Sagen Sie Ihrem Partner oder Ihrer Partnerin, wenn bestimmte Körperteile besonders empfindlich sind. Machen Sie Sex zu einer Tageszeit, in der Ihre Schmerzintensität am geringsten ist. Nehmen Sie den Fokus weg vom Geschlechtsverkehr, konzentrieren Sie sich auf sanfte Berührungen, Küssen, Streicheln. Schaffen Sie einen angenehmen Rahmen, sanfte Beleuchtung, entspannende Musik. Entspannen Sie Ihre Muskulatur durch ein warmes Bad oder eine Dusche. Sanfte Massagen lockern Verspannungen; lassen Sie sich viel Zeit für sanfte Berührungen. Erproben Sie neue Stellungen beim Geschlechtsverkehr und neue Formen der Sexualität. Bewegen Sie sich sanft, vermeiden Sie ruckartige Bewegungen. Wenn Schmerzen auftreten: Versuchen Sie, sich auf die angenehmen Gefühle zu konzentrieren. Wenn Sie dem Schmerz Ihre Aufmerksamkeit entziehen, tritt er in den Hintergrund. (BSMO) Quelle: Nach Informationen der Deutschen Schmerzliga, Dezember 2002 ● Kommunikation in der Beziehung ist entscheidend! ● Nähe, Intimität und Zärtlichkeit steigern das allgemeine Wohlbefinden und wirken sich positiv auf die Schmerzwahrnehmung und -verarbeitung aus.

19 Bewegung und Entspannung
Entspannungsübungen • Muskelentspannung nach Jacobson • Yoga • Autogenes Training und mehr … Bewegungs- und Entspannungsübungen: Die medikamentöse Schmerzbehandlung schafft oft erst die Möglichkeit einer Bewegungstherapie oder sonstiger sportlicher Betätigung. Bei vielen Erkrankungen kann körperliche Bewegung helfen, die Schmerzen besser zu ertragen. Ein bewährtes Mittel, um Schmerzen zu mindern, sind Entspannungsübungen. Zu diesen zählen zum Beispiel: Muskelentspannung nach Jacobson, Yoga, autogenes Training, Imaginationsverfahren oder Selbsthypnose. Auch Bewegung, Tanz- oder Kunsttherapie tragen zur Entspannung bei. Sanfte Bewegungsarten wir Tai Chi oder Qigong erleichtern den Einstieg. Die Fachkräfte der Deutschen Schmerzliga raten zu einem sanften Einstieg, allmählicher Steigerung, einem abwechslungsreichem Programm und einer regelmäßigen Anwendung und nicht zu vergessen: Finden Sie eine Bewegungsart, die Ihnen Freude bereitet! Setzen Sie sich realistische Ziele und überfordern Sie sich nicht! Anleitung zu den verschiedensten Entspannungsmöglichkeiten geben Rehabilitations-Kliniken für Schmerzkranke oder Ergotherapeuten und Krankengymnasten (Physiotherapeuten). oder Sie wenden sich an die Selbsthilfegruppe! Bitte halten Sie unbedingt vorher Rücksprache mit Ihrem Arzt!

20 Sport ● Ruhigstellung verschlimmert oft den Schmerz
● Sportliche Betätigung – Glückshormone ● Beratung durch Arzt oder Therapeuten ● gezieltes Training der Muskulatur ● Rehabilitationssport oder Funktionstraining Sport Bei chronischen Schmerzerkrankungen kann regelmäßige, gezielte Bewegung das Leiden bessern. Der Körper bildet bei sportlicher Betätigung Endorphine (Glückshormone), die ähnlich wie Schmerzmittel schmerzstillend wirken und zusätzlich auf natürliche Weise die Stimmung aufhellen. Wenn Schmerzen bei bestimmten Bewegungen auftreten, versuchen Patienten, diese Bewegungen zu vermeiden oder stark einzuschränken. Doch das Ruhigstellen verschlimmert auf Dauer den Schmerz, da sich Muskeln, die nicht bewegt werden, fortschreitend abbauen und sich Gelenkkapseln und Sehnen zusammenziehen. Die Folge ist, dass die Bewegung gar nicht mehr ausgeführt werden kann. Vielen Patienten mit chronischen Schmerzen nützt ein gezieltes Training der Muskulatur durch Rehabilitationssport oder Funktionstraining (siehe Ratgeber Seite 29). Damit kann z.B. die Wirbelsäule wieder besser stabilisiert werden, und Schmerzen, die durch Fehlhaltungen und Verspannungen entstehen, reduzieren sich. Grundsätzlich muss vor Beginn des Trainings eine Beratung durch den Arzt oder Therapeuten erfolgen, da sich falsches Training ungünstig auswirken kann. Voraussetzung für den gezielten Muskelaufbau ist die vorherige Schmerztherapie. Physiotherapie und sinnvolles Training sind unter großen Schmerzen nicht möglich, aber mit Linderung der Schmerzen steigt der natürliche Bewegungsdrang des Patienten. Der Vordruck „Antrag auf Förderung von Rehabilitationsport/Funktionstraining“ ist bei Sportvereinen, Ärzten und den zuständigen Leistungsträgern erhältlich.

21 Umgang mit Schmerzmitteln
● Schmerzmittel bitte immer nach Vorschrift anwenden ● kein Abwarten auf den nächsten Schmerzanfall ● Medikamentengewöhnung ist jederzeit veränderbar ● medikamentöser Gebrauch von Opioiden unter Überwachung eines erfahrenen Arztes verursacht keine Sucht Umgang mit Schmerzmitteln Chronische und starke Schmerzen sind nicht mit Durchhalteparolen und Hausmitteln zu behandeln. Den Spruch „Ein Indianer kennt keinen Schmerz“ kennen Sie bestimmt. Viele Patienten schrecken zurück, Schmerzmittel zu nehmen, da sie Angst haben, abhängig zu werden. Jedoch sind Schmerzmittel ein wichtiges Standbein der modernen Schmerztherapie. Die Therapie führt nur zum Erfolg, wenn die Medikamente nach Vorschrift eingenommen werden. Schmerzmittel - auch von Fachleuten Analgetika - genannt, werden in verschiedene Gruppen unterteilt. Es gibt die nichtopioden Analgetika (z.B. Paracetamol, ASS, Ibuprofen) und die Opioidanalgetika (schwachwirksame z.B. Codein oder starkwirksame Analgetika z.B. Morphine) Bei dem Einsatz der Schmerzmittel entscheidet nicht die Grunderkrankung, sondern die Schmerzintensität. Über Opioide kursieren verschiedene Gerüchte. Damit Sie sich ein Bild machen können, erkläre ich Ihnen jetzt: (Quelle Deutsche Schmerzliga e.V.) „Was ist Morphin? Bei Morphin handelt es sich um einen Natur-Wirkstoff gelang es dem deutschen Chemiker Friedrich Sertürner aus dem im Schlafmohn (Papaver somniferum) enthaltenen Opium, reines Morphin zu isolieren. Heute werden alle Medikamente, die morphinartige Wirkungen aufweisen, Opioide genannt.

22 Umgang mit Schmerzmitteln
Kennt unser Körper Opioide? Der menschliche Körper ist mit Opioiden gut vertraut. Er verfügt nämlich selbst über bestimmte Eiweiße, die eine morphinähnliche Wirkung besitzen: Diese körpereigenen, schmerzstillenden Substanzen werden als endogene Opioide (Endorphine) bezeichnet. Mit Hilfe der Endorphine reguliert das Gehirn, in welchem Umfang und Ausmaß Schmerzen registriert werden sollen. Akute Schmerzen (Stoßen an einer Kante u.ä.) können so rasch vom Körper selbst gedämpft werden. Bei bestimmten starken und/oder chronischen Schmerzen ist die Wirkung der endogenen Opioide nicht ausreichend. In diesen Fällen müssen zusätzlich Schmerzmittel eingenommen werden. Was bewirken Opioide? Opioide hemmen die Schmerzempfindung und heben die Schmerzschwelle, ohne dass andere Sinneswahrnehmungen wie z.B. Temperatursinn, Sehen und Berührungsempfindlichkeit wesentlich beeinträchtigt werden. Beispiel: Wenn Sie sich schneiden, spüren Sie den Schmerz, auch wenn Sie Morphin einnehmen.“ Wie sieht es aus mit Sucht bei der Einnahme von opioidhaltigen Schmerzmitteln? Schmerztherapeuten berichten, dass Patienten sich schon dem Tode geweiht fühlen – nach dem Motto, wenn ich schon Morphium nehmen muss, ist es nicht mehr weit…. Dem widerspricht die moderne Schmerztherapie. Da Morphine auch von Drogenabhängigen eingenommen werden, haben die Patienten große Bedenken bezüglich dieser hochwirksamen Schmerzmittel. Von Sucht spricht man jedoch nur bei unkontrolliertem, zwanghaftem Einsatz einer Droge mit dem Ziel einen Rauschzustand herbeizuführen. Solch eine Sucht ist bei medikamentösen Gebrauch von Opioiden unter Überwachung eines erfahrenen Arztes vermeidbar. Da Opioide bei retardierten Präparaten ihre Wirkung nicht schubartig entfalten, kommt es auch nicht zu Rauschzuständen. Schmerzmittel müssen immer zur festgesetzten Zeit eingenommen werden. Wenn die Schmerzmittel nach Zeitschema eingenommen werden – ohne dass der Schmerz wieder stark zu spüren ist – ist die Gefahr der Sucht (Sucht ist psychische Abhängigkeit) nicht gegeben. Eine körperliche Gewöhnung tritt bei fast allen Medikamenten ein, die über einen längeren Zeitraum eingenommen werden. Medikamentengewöhnung ist jedoch keine Sucht. Die Therapie wird beendet durch langsame Dosisreduktion. Warnung: Bei plötzlichem Absetzen der Medikamente, können körperliche Entzugssymptome entstehen, die aber nur daraus resultieren, dass der Körper an die Zufuhr gewöhnt war. ● Schmerzmittel bitte immer nach Vorschrift anwenden ● kein Abwarten auf den nächsten Schmerzanfall ● Medikamentengewöhnung ist jederzeit veränderbar ● medikamentöser Gebrauch von Opioiden unter Überwachung eines erfahrenen Arztes verursacht keinen Sucht

23 Umgang mit Schmerzmitteln
Infos für den Referenten: Analgetika lassen sich hinsichtlich der Chemie, dem Wirkungsort, der Wirkungsdauer, der Wirkungsstärke und des Wirkungsspektrums einschließlich der beeinflussten Schmerzqualitäten einteilen. Nach der Wirkungsstärke werden gemäß der WHO-Klassifikation drei Stufen unterschieden. Stufe 1 - Nichtopioid-Analgetika Stufe 2 - Niederpotente Opioidanalgetika und Nichtopioid-Analgetika Stufe 3 - Hochpotente Opioidanalgetika + Nichtopioid-Analgetika Betäubungsmittel (BtM) dürfen nur auf speziellen Formularen verordnet werden. Im ambulanten Bereich sind dies die Betäubungsmittelrezepte (BtM-Rezepte), im stationären Bereich die Betäubungsmittelanforderungsscheine (BtM-Anforderungsscheine). BtM-Rezepte werden stets personengebunden ausgegeben und sind ausschließlich zur Verwendung durch diese Person, in der Regel ein niedergelassener Arzt, bestimmt. Eine Übertragung der BtM-Rezepte auf einen anderen Arzt ist nur im Vertretungsfall (Krankheit, Urlaub) möglich und der Vertretungsarzt muss mit dem Kürzel i.V. unterzeichnen. BtM-Rezepte, die im Rahmen einer ambulanten Behandlung ausgestellt werden, sind in einer öffentlichen Apotheke einzulösen. Sie sind so groß wie normale Rezepte, aber gelb. Ein BtM-Rezept ist ein amtliches Formular in dreifacher Ausfertigung: Ein Exemplar bleibt beim Arzt. Das zweite Exemplar verwendet der Apotheker für die Abrechnung der verordneten BtM mit der Krankenkasse. Das dritte Exemplar wird in der Apotheke 3 Jahre lang archiviert. Erstbezug Für die Ausgabe von BtM-Rezepten ist die Bundesopiumstelle zuständig. Die Unterlagen zur Erstanforderung können angefordert werden bei der Bundesopiumstelle, Kurt-Georg-Kiesinger Allee 3, Bonn, Telefon 0228/ , Mo – Fr 9-11 Uhr Anmerkung: Sucht - Definition laut dem Blauen Kreuz (Suchtkrankenhilfe) Unter Sucht versteht man ein bestimmtes Verhaltensmuster, das mit einem unwiderstehlichen, wachsenden Verlangen nach einem bestimmten Gefühls- und Erlebniszustand beschrieben wird. Grundsätzlich kann jeder Mensch süchtig werden. Da Sucht nicht auf den Umgang mit bestimmten Stoffen beschränkt ist, kann jede Form menschlichen Verhaltens zur Sucht werden (z.B. Magersucht, Arbeitssucht, Spielsucht, unkontrolliertes Verlangen nach sexueller Befriedigung). Jede Sucht entsteht über den Prozess: Erfahrung - Wiederholung - Gewöhnung (Missbrauch). Definition laut Pschyrembel: Sucht = umgangssprachliche Bezeichnung für verschiedene Formen des Angewiesenseins z.B. Arznei- oder Suchtmittel mit unbezwingbarem Verlangen nach fortgesetzter Einnahme, Tendenz zur Steigerung der Dosis, Entzugserscheinungen nach Abstinenz und psychosozialen Folgeschäden;….. ● Schmerzmittel bitte immer nach Vorschrift anwenden ● kein Abwarten auf den nächsten Schmerzanfall ● Medikamentengewöhnung ist jederzeit veränderbar ● medikamentöser Gebrauch von Opioiden unter Überwachung eines erfahrenen Arztes verursacht keinen Sucht

24 Der Opioid-Ausweis Der Opioid-Ausweis
Menschen, die dauerhaft auf Opioide angewiesen sind, sollten einen sogenannten Opioid-Ausweis mit sich führen. Im Opioid-Ausweis sind die Schmerzmedikamente, die Dosierung und die Einnahmedaten vermerkt. Empfehlung an den Referenten: Opioidausweis anfordern und zeigen!

25 Der Opioid-Ausweis ● Inhalt: Schmerzmedikamente, Dosierung und die Einnahmedaten ● schriftliche Einnahmeanordnung ● Informationen auch für mitbehandelnde Ärzte ● Sicherstellung einer Weiterbehandlung in anderen Einrichtungen (z. B. Unfall, Urlaub, etc.) ● Betroffene sollten ihren Opioid-Ausweis für den Notfall in der Brieftasche mit sich führen Neben einer schriftlichen Einnahmeanordung können mit diesem Ausweis mitbehandelnde Ärzte über die Notwendigkeit der Opioide und die Art der Dosierung informiert werden. Die Vorlage des Ausweises stellt in der Regel sicher, dass die Schmerztherapie auch in fremden Krankenhäusern, z.B. nach Unfällen oder bei Akuterkrankungen im Urlaub, fortgeführt und der Patient weiterhin schmerzmedikamentös versorgt wird. Betroffene sollten ihren Opioid-Ausweis in der Brieftasche mit sich führen. Es ist unter Umständen notwendig, auch Angehörige oder Freunde über den Ausweis in Kenntnis zu setzen, damit das Dokument im Notfall dem fremden Arzt bzw. im Krankenhaus vorgelegt wird. Auf Reisen, bei Straßenverkehrskontrollen und bei Unfällen kann dieser Ausweis Probleme vermeiden. Sie können den Opioid-Ausweis anfordern bei: Deutsche Gesellschaft für Schmerztherapie e.V. Adenauerallee 18, Oberursel, Telefon: ( ) Telefax ( )

26 Arbeiten und Schmerzmitteleinnahme ● mögliche Nebenwirkungen
● „Krankschreibung“ ● Umschulung oder Umsetzung im Betrieb Arbeiten und Schmerzmitteleinnahme Für Herrn Weber stellt sich die Frage, kann er weiter als Schreiner arbeiten, wenn er für einen längeren Zeitraum Schmerzmittel einnehmen muss? Aufgrund möglicher Nebenwirkungen von Schmerzmitteln (wie Sehstörungen, Müdigkeit, Konzentrationsstörungen, Übelkeit und Schwindel) können manche Schmerzpatienten ihren Beruf vorübergehend oder dauerhaft nicht mehr ausüben. Das gilt besonders für Berufe, in denen der Patient sich selbst oder andere gefährden kann. Beispiele: - Absturzgefahr bei Schwindel (Gerüstbauer, Dachdecker, Zimmerer) Verletzungsgefahr infolge Sehstörungen (Arbeiter an laufenden Maschinen, handwerkliche Berufe, Verkehrsteilnehmer) Fehlleistungen infolge von Müdigkeit und Aufmerksamkeitsstörungen (Heilberufe, Therapeuten, handwerkliche Berufe) Bei vorübergehender Schmerzmitteleinnahme wird eine Krankschreibung ausreichend sein, um unangenehme Folgen für Schmerzpatienten weitgehend zu vermeiden (Arbeitsunfähigkeit). Bei dauerhaft auf starke Schmerzmittel angewiesene Patienten kann jedoch eine Umsetzung im Betrieb oder eine Umschulung notwendig werden (Beratung - Integrationsfachdienst). Manche Schmerzpatienten möchten auf die Einnahme von Schmerzmitteln verzichten, aus Sorge, infolge der Nebenwirkungen nicht mehr arbeiten gehen zu dürfen. In der Regel sind jedoch die Nebenwirkungen zeitlich begrenzt. Bei Menschen mit chronisch starken Schmerzen ergibt der Verzicht auf Schmerzmittel jedoch keine Arbeitsfähigkeit, da unter starken Schmerzen die Bewegungs- und Konzentrationsfähigkeit zu stark beeinträchtigt werden. Die Rückkehr ins Berufsleben wird i.d.R. sowohl vom Patienten als auch von den Kostenträgern angestrebt. Sie ist aber nicht nur aus materiellen Gründen wichtig, auch die Psyche und das Schmerzempfinden können vom Arbeitsalltag profitieren. In einer Studie wurde aufgezeigt, dass Berufstätige weniger über Schmerzen klagen als andere Bevölkerungsgruppen. Erklärungen dafür sind: Eine interessante und anspruchsvolle Tätigkeit lenkt ab. Ein netter Kollegenkreis baut auf! Das Allgemeinempfinden wird unterstützt durch einen geregelten Tagesablauf.

27 Autofahren bei Schmerzmitteleinnahme ● … ist prinzipiell erlaubt
● Beurteilung der Fahrtauglichkeit durch den Arzt ● Verzicht auf Alkohol ● fahrtaugliche Personen sollten einen Opioid-Ausweis mit sich führen Autofahren bei Schmerzmitteleinnahme ist prinzipiell erlaubt ….. Voraussetzungen: die Medikamente sind zur Behandlung einer Krankheit notwendig und vom Arzt verordnet Fahrtauglichkeit muss vom Arzt beurteilt, dokumentiert und der Patient muss entsprechende Hinweise bekommen haben. Hier hat der Arzt eine Informationspflicht. Während der Einstellungsphase – z.B. von Morphium – wird das Führen eines Fahrzeugs wahrscheinlich nicht möglich sein. hier häufig: aufmerksamkeitseinschränkende Nebenwirkungen Der Patient sollte vor jeder Fahrt seine Fahrtauglichkeit selbst kritisch einschätzen - Verzicht auf Alkohol ist unabdingbar! Fahrtüchtige Patienten sollten einen Opioid-Ausweis mit sich führen. Die Lebensqualität der Schmerzpatienten, die stabil auf Opioide eingestellt sind, wird unnötig eingeschränkt, wenn ihnen die aktive Teilnahme am Straßenverkehr grundsätzlich untersagt wird. Studien zur Schmerztherapie haben gezeigt, dass sich die Leistungsfähigkeit bei stabiler Einstellung auf Opioide durch Wegfall der „Schmerzbremse“ sogar verbessern kann. Opioide werden in diesen Fällen „auf der Basis einer bestimmungsgemäßen Einnahme eines für einen konkreten Krankheitsfall verschriebenen Arzneimittels“ verordnet.

28 Autofahren bei Schmerzmitteleinnahme ● … ist prinzipiell erlaubt
Info für den Referenten (siehe auch Ratgeber ab Seite 70): Nach § 24 Abs. 2 StVG ist Autofahren bei Schmerzmitteleinnahme erlaubt, sofern die Medikamente zur Behandlung einer Krankheit notwendig und vom Arzt verordnet sind. Der behandelnde Arzt muss die Fahrtauglichkeit des Patienten beurteilen, dokumentieren und dem Patienten entsprechende Hinweise geben. Bei Führerscheininhabern, die auf Schmerzmittel angewiesen sind, ist der behandelnde Arzt verpflichtet, den Patienten auf mögliche Einschränkungen und Gefahren hinzuweisen. Der Arzt sollte den Patienten schriftlich bestätigen lassen, dass er auf die Gefahr hingewiesen wurde, andernfalls könnten Ärzte für die Kosten möglicher Unfälle haftbar gemacht werden. Der Patient sollte darauf hingewiesen werden, dass ein plötzliches Absetzen der Schmerzmedikamente oder der grundsätzliche Verzicht auf Schmerzmittel trotz starker Schmerzen keineswegs fahrtauglich machen. Dauerbehandlung mit Arzneimitteln Bei nachgewiesener Intoxikation und anderen Wirkungen von Arzneimitteln, die die Leistungsfähigkeit zum Führen eines Kraftfahrzeugs beeinträchtigen, ist bis zu deren völligem Abklingen die Voraussetzung zum Führen von Kraftfahrzeugen aller Art nicht gegeben. Als einziges Opioid wurde bisher das Fentanyl-Pflaster vom TÜV bezüglich der Verkehrstauglichkeit bei Langzeitanwendung getestet. Dabei ergab sich, dass bei stabiler Dosierung im Allgemeinen keine wesentlichen Einschränkungen bezüglich Belastbarkeit, Konzentration, Orientierung, Aufmerksamkeit oder Reaktionsfähigkeit des Anwenders zu beobachten sind. Trotzdem muss auch bei Schmerzpflastern genau wie bei allen anderen Opioiden Folgendes ernst genommen werden: Fahrtüchtige Patienten sollten einen Opioid-Ausweis mit sich führen. Er ist erhältlich bei der Deutschen Schmerzliga, Telefon , oder bei der Deutschen Gesellschaft für Schmerztherapie e.V., Telefon Im Opioid-Ausweis vermerkt der Arzt, dass der Betroffene auf diese Medikamente angewiesen ist. Während der Einstellungsphase – z.B. von Morphium – wird das Führen eines Fahrzeugs wahrscheinlich nicht möglich sein, da in den ersten 14 Tagen sowie nach jeder Dosiserhöhung aufmerksamkeitseinschränkende Nebenwirkungen häufig sind. Bei gut eingestellten Patienten, die nicht mehr unter Sehstörungen, Müdigkeit, Übelkeit, Erbrechen oder Schwindel leiden, steht dem Autofahren nichts entgegen. Auch wenn der Arzt die grundsätzliche Erlaubnis zum Autofahren gibt, sollte der Patient vor jeder Fahrt seine Fahrtauglichkeit selbst kritisch einschätzen. Bei Bedenken bezüglich der Fahrtauglichkeit sollte der Patient besser ein Taxi oder öffentliche Verkehrsmittel benutzen. Da Alkohol die Nebenwirkungen von Schmerzmitteln verstärken kann, sollte bezüglich des Autofahrens vollständig darauf verzichtet werden. ● … ist prinzipiell erlaubt ● Beurteilung der Fahrtauglichkeit durch den Arzt ● Verzicht auf Alkohol ● fahrtaugliche Personen sollten einen Opioid-Ausweis mit sich führen

29 Auslandsreisen ● stressfreie Planung ● Dosisanpassung
● Mitnahme von zusätzlichen Schmerzmitteln ● auch im Urlaub den „normalen“ Tagesrhythmus ● heisse Länder … Tipps für Reisen mit Schmerzmittel Reise möglichst stressfrei planen, z.B. Hilfe eines Reisebüros in Anspruch nehmen, Gepäck vorab einchecken, damit der Schmerzkranke nicht lange in der Schlange stehen muss, ausreichend Pausen einplanen. Dosisanpassung – Schmerzmittel müssen evtl. höher dosiert werden als zuhause, weil die An- und Abreise für viele Patienten besonders belastend sind (z.B. langes, unbequemes Sitzen im Flugzeug) und im Urlaub oft ein Teil des Therapiespektrums wie Akupunktur, Physio- oder Psychotherapie wegfallen. Wenn der Patient zuhause ein Schmerzmittel in Tablettenform einnimmt, sollte er für den Urlaub zusätzlich Schmerzmedikamente wie Pflaster, Spritzen, Nasensprays etc. verordnet bekommen, weil Tabletten aufgrund von typischen Urlaubsleiden wie Erbrechen/Durchfall nicht wirken könnten. Für Migräne-Patienten kann der Jetlag problematisch werden. Deshalb sollte auch im Urlaub der normale Tagesrhythmus eingehalten werden. Opioid-Patienten sollten sich bei Zeitverschiebung sofort auf den Tagesrhythmus vor Ort einstellen und Übergangsprobleme mit niedriger dosierten Präparaten, z.B Tropfen, überbrücken. Die Anwendung von Schmerzpflastern kann in heißen Ländern problematisch werden, da schweißfeuchte Haut eine höhere Dosis aus dem Pflaster schwemmt. Eventuell auf niedriger dosierte Pflaster ausweichen. Patienten, die TENS-Geräte benutzen, kommen in heißen Ländern mit einer geringeren Stromintensität aus als zuhause, da schweißfeuchte Haut besser leitet als trockene. Am Flughafen gibt es keine Probleme mit dem Gerät, wenn der Patient die Gebrauchsanweisung vorlegen kann. Bitte lassen Sie sich im Einzelfall immer von Ihrem Arzt beraten. (Ein TENS ist ein elektrotherapeutisches Gerät, das bei der Schmerztherapie eingesetzt werden kann, um mit Hilfe von elektrischen Strömen Linderung bzw. Abhilfe zu verschaffen. Durch die transkutane elektrische Nervenstimulation (TENS) wird die Weiterleitung der Schmerzinformation in den Nervenbahnen auf ihrem Weg zum Gehirn blockiert. )

30 Ausland + Opioide ● Ärztliches Attest + Beipackzettel in Englisch
● Beglaubigung durch die Gesundheitsbehörde ● Angabe bei der Zollerklärung ● Opioid-Ausweis Herr Weber möchte im Sommer mit seiner Familie in Griechenland Urlaub machen. Er nimmt jetzt opioidhaltige Schmerzmittel und weiß nicht, ob er Probleme bei der Einreise bekommen kann. Generell: Schmerz- und Betäubungsmittel können bei der Einreise in andere Länder beschlagnahmt werden. Patienten, die auf diese Medikamente angewiesen sind, müssen deshalb den Beipackzettel sowie – in nicht-deutschsprachigen Ländern auf englisch übersetzt – ein ärztliches Attest vorweisen können, das erklärt, dass der Patient das Medikament auf ärztliche Verordnung einnehmen muss und es dazu dient, ihn während des Aufenthaltes gesund zu erhalten. Es wird empfohlen, diese ärztliche Erklärung von der Gesundheitsbehörde des jeweiligen Bundeslandes beglaubigen zu lassen. Der Patient darf die Menge an Schmerzmitteln mit sich führen, die er wegen seines Gesundheitsproblems für die Zeit des Aufenthaltes benötigt. Bei der Zollerklärung müssen diese Medikamente angegeben werden. Es ist ratsam bei der zuständigen Botschaft in Deutschland die genauen Richtlinien des jeweiligen Landes zu erfragen. Herr Weber setzt sich mit dem griechischen Konsulat in Verbindung z.B. Generalkonsulat Frankfurt Zeppelinallee 43 D Frankfurt/Main Tel.: Fax: Trotz der bürokratischen Hürden sollten sich Schmerzpatienten einen Tapetenwechsel gönnen. Denn die Distanz zum Alltag, die Erholung und der Kontakt mit anderen wirken sich positiv auf ihre Psyche und das körperliche Wohlbefinden aus. Und das wiederum verringert die Schmerzen. (Zu den Ländern des Schengener Abkommes gehören zur Zeit: Deutschland, Belgien, Dänemark, Finnland, Frankreich, Griechenland, Island, Italien, Norwegen, Luxemburg, Niederlande, Norwegen, Österreich, Portugal, Schweden und Spanien.) Wichtige Info für den Referenten: Falls Sie eine Bescheinigung zeigen wollen: Die „Bescheinigung für das Mitführen von Betäubungsmitteln im Rahmen einer ärztlichen Behandlung“ kann beim Forum Schmerz im Deutschen Grünen Kreuz heruntergeladen (www.forum-schmerz.de/web/schmerzfile/schengener_3s.pdf) oder bei der Bundesopiumstelle in Bonn telefonisch unter angefordert werden.

31 Noch mehr Tipps? Noch Fragen?
betafon Schmerz & Palliativ hilft Ihnen gerne weiter! Bitte lesen Sie zuhause in aller Ruhe den Ratgeber „Schmerz und Soziales“. Wenn die Praxis selbst beraten möchte, diese Folie ändern: Praxis XY berät Sie gerne! Oder Ansprechpartner in der Praxis benennen, Ihre Fotos einfügen… Wenn Sie dann noch Fragen haben, können Sie den telefonischen Expertenrat das betafon anrufen. Ich bedanke mich bei der Deutschen Vereinigung Morbus Bechterew Metzgergasse 16 97421 Schweinfurt für die kostenfreie Nutzung der Fotos. betafon Schmerz & Palliativ – Ihr telefonischer Expertenrat

32 Sowohl für Patienten als auch für die Angehörigen
gilt auch das berühmte Zitat…..

33 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!
Sie haben heute viele wichtige Informationen bekommen. Ich wünsche Ihnen einen angenehmen Nachhauseweg. Eine Liste mit wichtigen Kontaktadressen habe ich für Sie zusammengestellt. Wer möchte, kann sie gerne mitnehmen.

34 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!
(Vorschlag: Sie können diese Liste mit örtlichen Ämtern/Beratungsstellen ergänzen und am Ende des Vortrages den Patienten mitgeben) Wichtige Adressen: betafon: Servicestellen (Rehabilitation): Integrationsamt (Behinderung): Die Adresse des zuständigen Integrationsamts ist zu erfragen bei der Gemeinde- oder Stadtverwaltung, bei der BIH, Bundesarbeitsgemeinschaft der Integrationsämter und Hauptfürsorgestellen, Erzbergerstr. 119, Karlsruhe, Telefon   Versorgungsamt (Schwerbehindertenausweis): Rehasport: Deutscher Behindertensportverband e.V., Tel: , Sozialverbände (Widerspruch): z.B. SoVD – Sozialverband Deutschland e.V., Stralauer Str. 63, Berlin, Tel.: , Sozialverband VdK Deutschland e.V., Wurzerstr. 4a, Bonn, Tel.: , Pro Familia (Partnerschaft): Selbsthilfegruppen (Kontakte): überregional: Ratgeber Seite ab Seite 79 im Ratgeber Opioidausweis (Reisen): Deutsche Gesellschaft für Schmerztherapie e.V Ratgeber Seite 83 Auslandsschutz Die Krankenkassen oder die DVKA (Deutsche Verbindungsstelle Krankenversicherung – Ausland), Pennefeldsweg 12c, Bonn, Telefon , Fax , Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!


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