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DVD zur Geschichte des Nahen Ostens

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Präsentation zum Thema: "DVD zur Geschichte des Nahen Ostens"—  Präsentation transkript:

1 DVD zur Geschichte des Nahen Ostens

2 Aufbau dieser Präsentation
Zur Vereinfachung der Übersicht habe ich einzelne Themen vom Hauptstrang ausgegliedert. Sie können an aktuellen Stellen über Hyperlinks aufgerufen oder jederzeit als eigenständige Präsentation gestartet werden. Tipp für Benutzer Allon Plan König Hussein II von Jordanien PLO Heiligtümer Jerusalems Roter Faden: Geschichte des Nahen Ostens Biblische Zeiten 2009 Weltkarte 1899 Ende Exkurs Atom Spion Vanunu Mit der Taste «Ende Exkurs» geht’s zurück in den Hauptstrang Schwarzer September Israelische Sperranlagen

3 (Das Fenster kann nach oben vergrössert werden.)
Tipp für Benutzer Im Kommentar-Fenster unterhalb der Folie finden sich manchmal Hilfen für den Benutzer. Das können Kopien von Quellentexten oder Hyperlinks zu solchen sein. (Das Fenster kann nach oben vergrössert werden.)

4 … und verlässt damit den Hauptstrang der Präsentation vorübergehend.
Tipp für Benutzer Wer dieses Fragezeichen anklickt, erhält weitere Informationen zum entsprechenden Thema … … und verlässt damit den Hauptstrang der Präsentation vorübergehend.

5 Tipp für Benutzer Why? Das grüne Why?-Emblem soll anregen zum Überlegen, ob die erklärten Zusammenhänge verstanden sind, und fordert auf, Erklärungen oder Begründungen zu liefern.

6 In der Folge ein paar Beispiele, die zeigen, wie die Präsentationen gestaltet sind:
Auf die Einspielung von Filmen wir hier aus technischen Gründen verzichtet.

7 Abstammung vom Urvater Abraham (arab. Ibrahim)
Abrahams ältester Sohn «Ismael» Abrahams jüngster Sohn «Isaak» Arabisches Volk zwölf Stämme Israels

8 Palästina im Altertum Blütezeit Um 1250 v. Chr. lassen sich die Stämme Israels erstmals im «von Gott verheissenen» Land Kanaan nieder (altes Palästina) Unter den Königen David und Salomon wird Jerusalem Hauptstadt und geistiges Zentrum mit prächtigem Tempel

9 Verfolgung und Exil Israel Juda
Teilung des Reichs nach dem Tode Salomons (926 v. Chr.) Von den Assyrern erobert und aufgelöst (722 V. Chr.) Israel Juda Im Jahr 586 v. Chr. von Babyloniern erobert: Jerusalem zerstört reiche Bürger verschleppt Rückkehr nach 70 Jahren

10 Juda schliesslich römisch
Eroberung durch Alexander den Grossen (333 v. Chr.) viele Juden ziehen weg Der jüdische Staat Judäa wird römische Provinz (63 v. Chr.) Nach dem jüdischen Aufstand gegen Rom (66-73 n. Chr.) wird Jerusalem erneut zerstört Die Römer nennen das Land nun Syria-Palaestina Aus Angst vor Verfolgung verlassen viele Juden das Land Zerstreuung der Juden in alle Welt (= die Diaspora) hat begonnen

11 Rom wird christlich Taufe Konstantins durch den Papst Gemälde von Raffael Als Kaiser Konstantin 313 n. Chr. das Christentum zur Staatsreligion im Römischen Reich macht, wird das Leben für die Juden nicht einfacher

12 Beginn des Islam Im frühen 7. Jh. entsteht auf der arabischen Halbinsel eine neue Religion: der Islam Arabische Armeen verbreiten ihn auch in Palästina, viele Muslime lassen sich dort nieder und vermischen sich mit der ansässigen Bevölkerung Jerusalem wird eingenommen und ist bis heute für Juden, Christen und Muslime eine heilige Stadt B y z a n t i n i s c h e s Jerusalem

13 Zusammenleben von Juden und Arabern
Vom 4. bis ins 12. Jh. leben Araber und Juden vergleichsweise harmonisch miteinander, … … bis beide Opfer der Christen werden

14 Kreuzzüge Es sind sieben Kriegszüge, mit denen europäische Ritter versuchen, das heilige Land Palästina unter christliche Kontrolle zu bringen. ( )

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16 Bewegung des Zionismus
Obwohl das antike Israel sich im Laufe der Zeit aufgelöst hatte und die Araber in Palästina zur Bevölkerungsmehrheit wurden, gab es zu allen Zeit Juden, die es in der Erinnerung weiterleben liessen Manche siedelten sich gar wieder dort an, weil sie es noch immer für das «von Gott verheissene Land» hielten Bis zum Anbruch der Moderne blieb die Zahl der Juden aber gering

17 Zionismus Sie leben über die ganze Welt verstreut
Das Dilemma vieler Juden: Sie leben über die ganze Welt verstreut Grosses Identitätsbewusstsein bewahrt  viele jüdische Gemeinden Oft von zahlreichen Berufen ausgeschlossen Darum engagiert in Handel und Wissenschaften Immer wieder Verfolgungen und Vertreibungen

18 Zionismus Viele passen sich der fremden Kultur an (Assimilation) …
Juden werden oft ausgegrenzt Viele passen sich der fremden Kultur an (Assimilation) … … und hofften, so der antijüdischen Hetze (Antisemitismus) zu entgehen Doch alte Feindseligkeiten bleiben, besonders in Osteuropa Juden leben oft in «Gettos» (Judenviertel) ohne Kontakt zur übrigen Bevölkerung

19 Zionismus Gewaltexzesse gegen Juden Gegen Ende des 19. Jh. führt eine Reihe von gewaltsamen Ausschreitungen gegen Juden dazu, dass viele die Hoffnung auf erfolgreiche Assimilation aufgeben Karte Ansiedlungsrayon (Die russischen Zaren unterdrücken und drangsalieren Juden ganz ähnlich wie die Nazis später in Deutschland und legen einen sog. Ansiedlungsrayon fest) Zitat aus Wikipedia: Russisches Reich: Zweite Phase ( ) Die Große Choralsynagoge in St. Petersburg wurde 1893 eingeweiht. Alexander III. [Bearbeiten] Das Jahr 1881 bildete in der Geschichte der russischen Juden einen Wendepunkt. Das Attentat auf Zar Alexander II. stürzte das ganze Land in Verwirrung. Narodnaja Wolja und weitere revolutionäre Gruppierungen riefen das Volk zur Rebellion auf. Epizentrum des ersten Pogroms ist die Provinz Cherson. Insbesondere zwischen 1881 und 1882, vereinzelt noch bis 1884, kommt es zu gewalttätigen Übergriffen. In zahlreichen Städten des südlichen Russlands brachen Pogrome aus: 1881 in Jelisawetgrad und Kiew, 1882 in Balta, 1883 in Jekaterinoslaw, Krywyj Rih, Nowomoskowsk usw. und 1884 in Nischni Nowgorod. Jüdische Häuser, Geschäfte, vor allem aber Wirtshäuser werden geplündert. Es kommt zu Vergewaltigungen und Morden, deren Zahl nur zu schätzen ist. Aronson geht allein für 1881 von 40 Todesopfern und 225 Vergewaltigungen aus.[1] Nach Irwin Michael Aronsons Untersuchungen waren die Pogrome von 1881 bis 1884, entgegen vorherrschender Meinung, von der zaristischen Staatsmacht weder initiiert, noch gewollt. Vielmehr war die Regierung äußerst beunruhigt, denn sie verstand die Vorkommnisse als Teil des revolutionären Plans.[2] Das schließt die Duldung oder Mitwirkung einzelner lokaler Behörden nicht aus. Die Tatsache, dass die russische Intelligenzija den Aufrührern Gleichgültigkeit oder auch Sympathie entgegenbrachten, schockierte zahlreiche Juden, besonders die Maskilim. Unter dem neuen Zaren Alexander III. wurden Provinzkommissionen ernannt, um die Ursachen der Pogrome zu ergründen. Im wesentlichen kamen diese Kommissionen zu dem Schluß, dass die Ursache der Pogrome in der "jüdischen Ausbeutung" läge. Aufgrund dieser Ergebnisse wurden im Mai 1882 die Zeitweiligen Gesetze erlassen, welche den Juden verboten, sich außerhalb von Städten und Kleinstädten niederzulassen (siehe Maigesetze (Russland)). Als Reaktion darauf kam es zu einem Ansturm von jüdischen Schülern auf Mittel- und Hochschulen, worauf in einem neuen Gesetz 1886 der Anteil jüdischer Studenten in Sekundarschulen und Universitäten innerhalb des Ansiedlungsrayons auf 10 % und außerhalb auf 3-5 % beschränkt wurde. Dieser Numerus clausus trug viel zur Radikalisierung der jüdischen Jugend in Russland bei kamen die Pogrome zu einem Ende, doch administrative Schikanen blieben weiterhin an der Tagesordnung begann die systematische Vertreibung der meisten Juden aus Moskau. Von Konstantin Pobedonoszew, dem persönlichen Berater von Zar Alexander III., ist folgender Ausspruch überliefert: Ein Drittel (der russischen Juden) wird sterben, ein Drittel wird auswandern, und das letzte Drittel wird im russischen Volk völlig assimiliert werden. Nikolaus II. [Bearbeiten] Die judenfeindliche Politik unter Alexander III. wurde auch unter dessen Nachfolger Nikolaus II. fortgeführt. Als Reaktion auf die anwachsende revolutionäre Bewegung, in der jüdische Jugendliche eine zunehmende Rolle spielten, ließ die Regierung in der Presse, die strengen Zensurbestimmungen unterworfen war, hemmungslose antisemitische Propaganda verbreiten. In der Regierungszeit von Nikolaus II. fanden wiederum zahlreiche Pogrome statt: während Pessach 1903 in Kischinjow, und 1906 in Bialystok und Siedlce. Die Errichtung der kaiserlichen Duma nach dem Petersburger Blutsonntag brachte keine Verbesserung der Situation. Zwar waren in der ersten Duma von jüdische Abgeordnete vertreten. Sie standen jedoch mächtigen rechtsgerichteten Parteien, wie dem „Bund des russischen Volkes“ und damit verbündeten Gruppierungen gegenüber, welche öffentlich die Eliminierung des russischen Judentums forderten. Diese Kreise produzierten und veröffentlichten die Hetzschrift „Protokolle der Weisen von Zion“, durch welche bis heute antisemitisches Gedankengut weltweit verbreitet wird. Die Pogrome und restriktiven Erlasse sowie der administrative Druck führten zu einer Massenauswanderung. Zwischen 1881 und 1914 verließen etwa 2 Millionen Juden Russland, viele unter ihnen emigrierten in die USA. Zwar nahm infolge der hohen Geburtenrate die jüdische Bevölkerung Russlands nicht ab, ihre wirtschaftliche Situation verbesserte sich jedoch, insbesondere auch durch die finanzielle Unterstützung durch Emigranten aus dem Ausland. Zur Regelung dieser massenhaften Auswanderung wurden verschiedene Projekte unternommen. Das bedeutendste Vorhaben stammte vom jüdischen Philanthropen Maurice de Hirsch, welcher 1891 mit der russischen Regierung eine Vereinbarung zur Übersiedlung von 3 Millionen Juden innerhalb von 25 Jahren nach Argentinien traf und zu diesem Zweck die Jewish Colonization Association (ICA) gründete. Das Argentinien-Projekt kam zwar nicht zur Ausführung, doch ICA konnte landwirtschaftliche Ansiedlungsprojekte von Juden sowohl in den Auswanderungsländern als auch in Russland selbst fördern. Ein weiteres Projekt für auswanderungswillige russische Juden, das ebenfalls nicht zur Ausführung kam, war das Britische Uganda-Programm. Die Februarrevolution [Bearbeiten] Die neun Monate nach der Februarrevolution 1917 bildeten in der Geschichte des russischen Judentums eine kurze Blütezeit. Am 16. März 1917 hob die provisorische Regierung als eine ihrer ersten Maßnahmen sämtliche Beschränkungen gegen Juden auf und erteilte ihnen gleichzeitig die Möglichkeit, in der Verwaltung tätig zu sein, als Anwälte zu praktizieren und in der Armee aufzusteigen. Die russischen Juden beteiligten sich aktiv an der Revolution und nahmen am politischen Leben teil, das im ganzen Land aufblühte. Auch die zionistische Bewegung verzeichnete unter den russischen Juden großen Zulauf. Im Mai 1917 wurde die siebente Konferenz der russischen Zionisten in Petrograd abgehalten, an der Mitglieder vertreten waren. In vielen russischen Städten bildeten sich Jugendgruppen unter dem Namen Hechalutz („Der Pionier“), die sich auf die Alija nach Palästina vorbereiteten. Im November 1917 wurde die Nachricht der Unterzeichnung der Balfour-Deklaration mit Begeisterung aufgenommen. Sowjetunion [Bearbeiten] Chaim Nachman Bialik Russischer Bürgerkrieg [Bearbeiten] Nach der Oktoberrevolution 1917 wurde ganz Russland in einen Bürgerkrieg gestürzt, der bis 1921 dauerte. Mehrere Armeen bekämpften sich gegenseitig: die ukrainische Armee unter dem Kommando von Symon Petljura, der sich marodierende Bauernbanden anschlossen; die Rote Armee, in der ebenfalls zahlreiche ukrainische Einheiten vertreten waren; die konterrevolutionäre Weiße Armee mit zahlreichen Kosaken unter dem Kommando von Denikin sowie unabhängige Einheiten wie beispielsweise die Machnowschtschina, begründet von Nestor Machno. Besonders in der Ukraine kam es zu wilden Massakern und zahllosen Pogromen. Zu Beginn des Jahres 1919 massakrierte die ukrainische Armee während ihres Rückzugs vor der Roten Armee Juden in Berditschew, Schytomyr und Proskurow, wo innerhalb einiger Stunden etwa 1700 Personen umgebracht wurden. Im Sommer 1919 steigerte sich die Weiße Armee bei ihrem Vormarsch aus der Don-Region Richtung Moskau in einen Blutrausch, der beim Pogrom in Fastow mit 1500 Toten den Höhepunkt erreichte. Simon Dubnow schätzt, dass in dieser Zeit in der Ukraine über 1000 Pogrome stattfanden, wobei 530 Gemeinden angegriffen wurden. Es gab über Tote und eine vielfache Anzahl an Verwundeten. Unter dem Sowjetregime [Bearbeiten] Ende 1922 wurden die Grenzen der Sowjetunion festgelegt. Zahlreiche Juden, die früher im Russischen Reich gelebt hatten, blieben jetzt in den Staaten, die sich davon losgelöst hatten (Polen, Litauen, Lettland, Estland und Bessarabien, das Rumänien angegliedert wurde), so dass in der Sowjetunion selbst nur noch 2,5 Mio. Juden lebten. Das Schicksal der Juden wurde von nun an in großem Maße von der KPdSU bestimmt. Für die Bolschewiki waren Integration und Assimilation der einzig gangbare Weg zur Lösung der jüdischen Frage. Lenin sah keine Basis für eine separate jüdische Nation, und Stalin erklärte 1913 in „Marxismus und die nationale Frage“, eine Nation sei eine stabile Gemeinschaft von Menschen, die durch einen historischen Prozess entstanden sei und sich auf der Basis einer gemeinsamen Sprache, gemeinsamen Territoriums und wirtschaftlichen Lebens entwickelt habe; da bei den Juden keine solche gemeinsame Basis vorhanden sei, seien sie nur eine „Nation auf dem Papier“, und die gesellschaftliche Entwicklung führe deshalb notwendigerweise zu ihrer Assimilation. Die neue Regierung gewann durch ihre Bekämpfung von Antisemitismus und Pogromen schnell die Sympathien der jüdischen Massen, deren Überleben von ihrem Sieg abhing. Jüdische Jugendliche traten begeistert der Roten Armee bei und beteiligten sich an ihrem Aufbau; einer ihrer Gründer war Leo Trotzki. In den revolutionären Kadern waren zahlreiche Juden tätig. [3] Das bolschewistische Regime führte jedoch zum völligen wirtschaftlichen Ruin der jüdischen Massen, von denen die meisten dem städtischen Kleinbürgertum angehörten. Durch die Abschaffung von Privathandel und Privatbesitz und die Aufhebung des Status von Kleinstädten als Vermittler zwischen Bauerndörfern und Großstädten sahen sich Hunderttausende jüdischer Familien ihrer Lebensgrundlage beraubt. Etwa Juden wanderten in den Zwanzigerjahren nach Litauen, Lettland, Polen und Rumänien aus. Der Abschluss des russischen Bürgerkriegs und die Einführung von NEP führten zunächst zu einer gewissen Beruhigung der Lage, doch die wirtschaftlichen Perspektiven der meisten russischen Juden waren hoffnungslos zerstört. Die geistigen Grundlagen der jüdischen Kultur wurden von der Kommunistischen Partei ebenfalls zerstört. Zwischen 1918 und 1923 wurden unter der Führung des Kriegsveteranen Simon Dimantstein innerhalb der KPdSU jüdische Sektionen („Jewsekzija“) errichtet. Ihre Aufgabe war der Aufbau einer „jüdischen proletarischen Kultur“, die nach den Worten von Stalin „national in der Form und sozialistisch im Inhalt“ sein sollte. Dies bedeutete die Bekämpfung von jüdischer Religion, Bibelstudium, der zionistischen Bewegung und der hebräischen Sprache. Im Juni 1921 verließen einige hebräische Autoren unter Leitung von Chaim Nachman Bialik und Saul Tschernichowski Russland, und einige Jahre später emigrierte das Nationaltheater Habima, das ein hohes Niveau erreicht und während einiger Jahre von Persönlichkeiten wie Maxim Gorki geschützt worden war, nach Palästina. Andererseits wurden jiddische Sprache und Literatur offiziell gefördert. Es gab drei bedeutende jiddische Zeitungen: Emess („Wahrheit“, in Moskau), Schtern ( in der Ukraine) und Oktjabr („Oktober“, in Weißrussland). Auch der Aufbau eines jiddischen Schulsystems wurde gefördert besuchten jüdische Kinder in der Sowjetunion eine jiddischsprachige Schule. Doch wegen des Mangels an höheren Ausbildungsmöglichkeiten in Jiddisch und des allgemein tiefen Ausbildungsniveaus wurden in den folgenden Jahren im ganzen Land diese Schulen geschlossen, meistens mit ihrem Einverständnis. Als sowjetische Alternative zum Zionismus wurden in den Zwanzigerjahren in der Ukraine und auf der Krim zahlreiche jüdische landwirtschaftliche Siedlungen gegründet. Da dies jedoch den Bedürfnissen nicht genügte, beschloss die Regierung 1928, Juden im dünn besiedelten Gebiet um Birobidschan im Osten Russlands anzusiedeln, wo 1934 das Jüdische Autonome Gebiet ausgerufen wurde. Ansiedlungsrayon aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie Lage des Ansiedlungsrayons Der Ansiedlungsrayon (russ. Tscherta osedlosti/Черта оседлости) beschränkte im Russischen Reich den Hauptwohnsitz von Juden auf einige Regionen an der westlichen Peripherie des Reichs. Diese Gebiete waren überwiegend zuvor Bestandteil Polen-Litauens gewesen und mit den Polnischen Teilungen samt ihrer jüdischen Bevölkerung unter russische Herrschaft gelangt. 1786 wurde durch einen Erlass (Ukas) der Zarin Katharina II. landesweit festgelegt, dass Juden nur innerhalb sogenannter Ansiedlungsrayons (auch „Tschum“ genannt) leben und arbeiten durften. Durch diesen Erlass wurden auch schon zuvor bestehende jüdische Ghettos verwaltungstechnisch festgeschrieben änderte Nikolaus I. diesen Erlass ab und erließ für weitere spezielle Bezirke Genehmigungen, die die Ansiedelung für Juden regelten. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts lebten bis zu 90 Prozent der russischen und polnischen Juden (ein größerer Teil Polens gehörte damals zum Russischen Reich - siehe auch Kongresspolen) in segregierten Siedlungen. Alexander II. lockerte einige dieser Bestimmungen ein wenig. Besonders wohlhabendere Juden konnten sich danach von den Niederlassungs- und Arbeitsbestimmungen freikaufen. Doch durch die Maigesetze seines Nachfolgers Alexander III., die vom Mai 1882 bis zur Februarrevolution 1917 gültig waren, wurde die Bewegungsfreiheit der russischen Juden wieder empfindlich eingeschränkt. Die Beurteilung der Ansiedlungsrayons ist zwiespältig. Einerseits ist unumstritten, dass es sich dabei um eine antisemitische Politik handelte, die auch zahlreiche Pogrome begünstigte. Andererseits trug diese Segregation und die damit verbundenen Ghettoisierung der Juden zu einem nicht geringen Teil dazu bei, dass sich die im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert blühende, jiddische Schtetl-Kultur entwickelte. Nach dem deutschen Überfall auf die Sowjetunion geriet der gesamte ehemalige Ansiedlungsrayon unter deutsche Besatzung, was zur völligen Vernichtung der jüdischen Bevölkerung und Kultur dieser Gebiete führte.

20 die Juden brauchen wieder ein eigenes Land!
Zionismus Konsequenz in jüdischen Gruppierungen wächst die Überzeugung: die Juden brauchen wieder ein eigenes Land! in Uganda? in Südamerika? in Jerusalem? (Zion) Wegen seiner jüdischen Vergangenheit gibt man natürlich Palästina den Vorzug

21 Kampagne zur Massenrückwanderung nach Palästina
Zionismus Ende des 19. Jh. entsteht darum die zionistische Bewegung «Wenn es den Juden unmöglich gemacht wird; sich innerhalb anderer Nationen zu verwirklichen, so müssen sie die Errichtung eines eigenen Nationalstaates anstreben, um gleich unter Gleichen zu sein.» Theodor Herzl ( ) Kampagne zur Massenrückwanderung nach Palästina = Zionismus

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23 Zweifach verheissenes Land
Der I. Weltkrieg beginnt das Gleichgewicht zu verändern: Die Türken verfeinden sich mit den beiden Grossen, England (GB) und Frankreich (F) 1915 GB verspricht den Arabern Hilfe beim Aufbau eines unab-hängigen Gross-Arabien Dafür müssen die Araber GB helfen die Türken zu entmachten Brit. Hochkommissar in Ägypten, Sir Henry McMahon, an Herrscher von Mekka 1917 GB verspricht den Juden Hilfe beim Aufbau einer jüdischen Heimat in Palästina Rechte der Nicht-Juden müssen gewahrt bleiben brit. Aussenminister Balfour an Zionisten Lord Rothschild Zitat aus: McMahon - Scherif Hussain Briefwechsel vom (...) Die beiden Distrikte von Mersina und Alexandretta sowie Teile Syriens, die westlich der Distrikte von Damaskus, Homs, Hama und Aleppo liegen, kann man nicht als rein arabisch bezeichnen. Daher sollten sie von den geforderten Staatsgrenzen ausgeschlossen werden. Abgesehen von den genannten Änderungsvorschlägen ist Großbritannien bereit, die Unabhängigkeit der Araber in allen vom Scherifen von Mekka geforderten Gebieten anzuerkennen und zu unterstützen. Ich bin davon überzeugt, daß diese Erklärung Sie zweifellos von der Sympathie überzeugt, die Großbritannien ihren arabischen Freunden entgegenbringt. Sie wird eine feste und dauerhafte Allianz begründen, deren sofortiges Ergebnis die Vertreibung der Türken aus arabischen Ländern und die Befreiung der arabischen Völker vom türkischen Joch sein wird, das so lange auf ihnen lastete. In WIKIPEDIA findet sich unter In der Balfour-Deklaration vom 2. November 1917 erklärte die damalige Weltmacht Großbritannien sich einverstanden mit den zionistischen Bestrebungen, in Palästina eine "nationale Heimstätte" des jüdischen Volkes zu errichten, wobei die Rechte bestehender nicht-jüdischer Gemeinschaften gewahrt bleiben sollten. Zum damaligen Zeitpunkt befand sich Palästina noch im Machtbereich der Osmanen. Am 31. Oktober 1917 erfolgte die Eroberung von Beerscheba unter Allenby und damit begann die Eroberung Palästinas durch britische Truppen, welche bis Dezember 1917 faktisch beendet wurde. Die britische Balfour-Deklaration war an die Führer der zionistischen Weltorganisation gerichtet. Die Deklaration Die Balfour-Deklaration war zunächst in Form eines Briefes abgefasst, den der damalige britische Außenminister Arthur James Balfour im November 1917 an Lionel Walter Rothschild, 2. Baron Rothschild, einen prominenten britischen Zionisten, sandte. Damit sicherte die britische Regierung der zionistischen Bewegung ihre Unterstützung zu:   Verehrter Lord Rothschild, ich bin sehr erfreut, Ihnen im Namen der Regierung Seiner Majestät die folgende Erklärung der Sympathie mit den jüdisch-zionistischen Bestrebungen übermitteln zu können, die dem Kabinett vorgelegt und gebilligt worden ist: Die Regierung Seiner Majestät betrachtet mit Wohlwollen die Errichtung einer nationalen Heimstätte für das jüdische Volk in Palästina und wird ihr Bestes tun, die Erreichung dieses Zieles zu erleichtern, wobei, wohlverstanden, nichts geschehen soll, was die bürgerlichen und religiösen Rechte der bestehenden nicht-jüdischen Gemeinschaften in Palästina oder die Rechte und den politischen Status der Juden in anderen Ländern in Frage stellen könnte. Ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie diese Erklärung zur Kenntnis der Zionistischen Weltorganisation bringen würden.   Ihr ergebener Arthur Balfour Am 24. Juli 1922 wurde die Balfour-Deklaration in das Völkerbundsmandat für Palästina aufgenommen, das die Bedingungen für die vorübergehende Übernahme der Verwaltung des Landes durch Großbritannien mit Rücksicht auf seine jüdische und arabische (palästinensische) Bevölkerung festlegte. Die Errichtung des unabhängigen Staates Israel im britischen Mandatsgebiet im Mai 1948 war somit mindestens mittelbar eine Folge der Balfour-Deklaration. Balfour-Erklärung

24 Das britische Mandat (1920 – 1948)
Im I. Weltkrieg erobern die Briten das damals osmanische Gebiet Palästina. 1919: Gründung Völkerbund Nach dem I. Weltkrieg wollen die Sieger mit dieser internationalen Organisation künftige Kriege vermeiden. Mandat an GB zur Verwaltung Palästinas Erwartung: reibungslose Machtübergabe an die Juden

25 1920 Das britische Mandat Die Engländer rivalisieren mit den Franzosen, welche dieses Mandat auch gerne gehabt hätten Das brit. Mandatsgebiet ist viel grösser als das heutige Palästina Zitat aus Wikipedia vom : (http://de.wikipedia.org/wiki/V%C3%B6lkerbundsmandat_f%C3%BCr_Pal%C3%A4stina) 1920 und 1922 erhielt Großbritannien vom Völkerbund das Mandat zur Verwaltung des zuvor zum Osmanischen Reich gehörenden Territoriums Palästina. Das Mandatsgebiet bestand aus den Gebieten des heutigen Israel und Jordanien, dem Gazastreifen, dem Westjordanland sowie aus Teilen der Golanhöhen. Auftrag des Mandats vom 24. Juli 1922 (Text siehe Weblinks) war die Hilfe zur „Errichtung einer nationalen Heimstätte für das jüdische Volk in Palästina“. Die zugunsten der arabischen und der nichtjüdischen Bevölkerung aufgestellte Bedingung des Mandats war, „dass nichts getan werden soll, was die bürgerlichen und religiösen Rechte bestehender nichtjüdischer Gemeinschaften in Palästina […] beeinträchtigen würde“. Der Staat Israel besteht heute aus etwa 18 % dieser Fläche. Das Mandat nennt in den Artikeln 4, 6 und 7 konkrete Maßnahmen wie Anerkennung und Zusammenarbeit mit einer jüdischen Vertretung (Jewish Agency), Förderung einer geschlossenen jüdischen Ansiedlung (siehe Jischuw) durch Zurverfügungstellung von Staats- und Brachländereien sowie Erleichterungen bei der Einwanderung und dem Erwerb der palästinensischen Staatsbürgerschaft durch Juden. Artikel 13 bis 15 sahen freie Religionsausübung, einen geregelten freien Zugang zu den Heiligen Stätten und die Aufrechterhaltung bestehender kultureller und religiöser Selbstverwaltungen vor. Artikel 25 erlaubte es Großbritannien, die Mandatsgebiete „zwischen dem Jordan und der endgültig festgelegten Ostgrenze Palästinas“ von der Durchführung von wesentlichen Mandatsbestimmungen, wie denen zur Errichtung einer jüdischen nationalen Heimstätte, vorläufig auszunehmen. Mit Artikel 25 wurde die Voraussetzung für die 1923 im Ostjordanland (Transjordanien) erfolgte Einsetzung des halbautonomen Emirats Transjordanien (des Vorläufers des heutigen Staates Jordanien) durch die Briten geschaffen. Damit wurde der Raum für die Errichtung eines jüdischen Staates, der zuvor deutlich größere Gebiete umfassen sollte, auf das Palästina westlich des Jordan (Cisjordanien) beschränkt. Das Mandat dauerte von 1920/22 bis zu seinem Erlöschen im Jahr Von Anfang an umstritten, wurden seine Bestimmungen je nach politischer Lage in unterschiedlichem Ausmaß umgesetzt. Faktisch blieb Großbritannien eine sowohl von arabischer wie jüdischer Bevölkerung Palästinas abgelehnte Kolonialmacht. Das Mandat stellte in der Zusammenschau die völkerrechtliche Grundlage für die auf dem Mandatsgebiet entstandenen Staaten Israel und Jordanien dar, wenngleich eine vorgesehene Volksabstimmung nach Beendigung der Mandatszeit von Großbritannien nicht durchgeführt wurde, beziehungsweise ohne eine (nach Völkerbundsatzung Art. 22) palästinensische Selbstregierung herzustellen. (Nach Art. 10, 11, 13 und 14 der UN-Charta stehen der UNO nur Empfehlungen, nicht aber Entscheidungen über das Schicksal von Völkern und Staatsgründungen zu.) Auch ein Staat Palästina wäre einer der Nachfolgestaaten.

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27 Der verhängnisvolle Artikel 25 …
Die «erste Teilung» Der verhängnisvolle Artikel 25 … verbleibendes Gebiet für Palästina (Cisjordanien) … erlaubt es GB, die Gebiete «zwischen dem Jordan und der […] Ostgrenze Palästinas» von wesentlichen Mandats-bestimmungen auszunehmen 1920 Scheich Abdulla, Sohn des Scherifen von Mekka, wollte Syrien (frz. Mandat) angreifen Dies verhinderte der brit. Kolonialminister, Winston Churchill, indem er ihn zum Herrscher von Tansjordanien machte Araber und Juden im ehemaligen Mandats-gebiet hat er damit gleichermassen verärgert Technische Erklärung: Durch Klicken auf das grosse Fragezeichen kann die Hintergrundinformation ein- und ausgeblendet werden. Zitat aus Wikipedia vom : (http://de.wikipedia.org/wiki/V%C3%B6lkerbundsmandat_f%C3%BCr_Pal%C3%A4stina) Artikel 25 erlaubte es Großbritannien, die Mandatsgebiete „zwischen dem Jordan und der endgültig festgelegten Ostgrenze Palästinas“ von der Durchführung von wesentlichen Mandatsbestimmungen, wie denen zur Errichtung einer jüdischen nationalen Heimstätte, vorläufig auszunehmen. Mit Artikel 25 wurde die Voraussetzung für die 1923 im Ostjordanland (Transjordanien) erfolgte Einsetzung des halbautonomen Emirats Transjordanien (des Vorläufers des heutigen Staates Jordanien) durch die Briten geschaffen. Damit wurde der Raum für die Errichtung eines jüdischen Staates, der zuvor deutlich größere Gebiete umfassen sollte, auf das Palästina westlich des Jordan (Cisjordanien) beschränkt. Errichtung des autonomen Emirats von Transjordanien Im September 1922, bereits vor Inkrafttreten des Völkerbundsmandats für Palästina, setzte die britische Regierung die Teilung des Landes in Palästina westlich des Jordans und Transjordanien östlich des Jordan durch (im Flächenverhältnis 22:78). Dies geschah infolge einer Empfehlung des britischen Kolonialministers Winston Churchill. Im selben Jahr wurde, ebenfalls in Erfüllung der Mandatsanforderungen, die Jewish Agency for Palestine gegründet. Sie sollte die jüdische Einwanderung steuern, jüdische Interessen gegenüber dem Mandatar vertreten und den Aufbau paralleler Wirtschafts- und Verwaltungsstrukturen unterstützen. Die formelle Trennung vollzog sich am 25. März 1923, laut Artikel 25 des Mandats. Jüdische Einwanderer in das Mandatsgebiet durften sich nun nur noch westlich des Jordans niederlassen oder Grundbesitz erwerben. In Transjordanien wurde 1921 Abdallah ibn al-Hussain zum Emir ernannt, der die Dynastie der Haschemiten begründete. Der Sohn Hussein ibn Alis hatte zugunsten seines Bruders Faisal I. auf den Thron des Iraks verzichtet. Transjordanien erhielt 1925 Zugang zum Meer, indem es ein Abkommen mit dem jungen Königreich Saudi-Arabien schloss, und daraufhin den großen südlichen Bezirk Ma'an mit der Hafenstadt Akaba (Al Aqabah) erhielt. Im selben Jahr fügten die Briten km² Wüste im Osten Palästinas zu Transjordanien hinzu, die einen "Arm" zum ebenfalls britischen Irak bildeten und Syrien von der Arabischen Halbinsel und der Roten Wüste, der Nefud, abschnitten. 1926 wurde die Transjordan Frontier Force (TJFF) gegründet erklärte ein Vertrag Transjordanien für unabhängig von Großbritannien, außer in der Verwaltung der Finanzen, Verteidigung und der äußeren Sicherheit. Hierfür errichtete die britische Mandatsmacht ein Hochkommissariat wurden die ersten Wahlen abgehalten. Mit der Gründung der (Kamel-)berittenen Desert Mobile Force im Jahr 1930 wurde der Grundstein für die selbständige Armee Transjordanien gelegt. Wesentlich für den Aufbau einer eigenständigen Armee war John Bagot Glubb (Glubb Pascha) wurden diplomatische Vertretungen in anderen arabischen Staaten eingerichtet. Während des Zweiten Weltkriegs unterstützte Transjordanien Großbritannien und rückte mit seiner Desert Mobile Force und der Arabischen Legion unter Glubb Pascha, 1941 in den deutschfreundlichen Irak ein, sowie in das von Vichy-treuen Truppen besetzte Syrien und den Libanon war Transjordanien Gründungsmitglied der Arabischen Liga. Unabhängigkeit Am 22. Mai 1946 erhielt Transjordanien im Vertrag von London die Unabhängigkeit. Abdallah ibn Hussain nahm daraufhin als Abdallah I. am 25. Mai 1946 den Königstitel an. Eine neue Verfassung wurde verabschiedet. Ein neuer Vertrag mit Großbritannien über die Regelung von Truppenstationierungen stellte am 15. März 1948 die volle Souveränität her. Großbritannien zahlte jedoch weiterhin Subsidien. Abdallah war 1947 der einzige arabische Herrscher, der dem Teilungsplan Palästinas der UNO zustimmte. Trotzdem beteiligte sich Transjordanien am Palästinakrieg/Israelischen Unabhängigkeitskrieg von Mai bis November Unter den fünf kämpfenden arabischen Armeen gelangen nur der transjordanischen Arabischen Legion Erfolge. Transjordanien behielt nach dem Waffenstillstand das besetzte Ostpalästina (seit April 1950 Westjordanien (Westufer, Westjordanland, Zisjordanien). Am 1. Dezember 1949 ließ sich Abdallah in Jericho zum König ganz Palästinas ausrufen. Per Abstimmung ließ man die Annexion des Westjordanlandes durch die Bevölkerung bestätigen. Außer durch das Vereinigte Königreich und Pakistan wurde diese von keinem weiteren Land völkerrechtlich anerkannt. Damit einher ging die Ausrufung des Haschemitischen Königreichs Jordanien am 24. Mai Abdallah I. wurde 1951 von arabischen Extremisten in Jerusalem ermordet. Der spätere Verlust des Westjordanlandes im Sechstagekrieg führte zu einer Flüchtlingsproblematik, die erhebliche Strukturprobleme zur Folge hatte. Die gesellschaftliche Eingliederung der Palästinenser gelang nicht, wurde aus politischen Motiven gegenüber Israel auch nicht gefördert. Die mehrheitlich dem sozialrevolutionären Panarabismus besonders empfänglichen Ostpalästina-Flüchtlinge standen in kritischer Opposition zur herrschenden konservativen Oberschicht Jordaniens. Sie forderten einen Anschluss an Syrien und Ägypten. Erst am 31. Juli 1988 gab Jordaniens König Hussein II., Abdallahs Enkel, die 1950 annektierten Gebiete formell auf. Er eröffnete dadurch auch die Möglichkeit der 1994 vollzogenen gegenseitigen Anerkennung und der Friedensvereinbarung mit dem Staat Israel, dem zweiten Staat, der auf dem Territorium des ehemaligen Mandats Palästina entstanden war. Streitigkeit um Bildungsdatum des Emirats Transjordanien: Gemäss hat Abdullah bereits 1921 das Emirat von den Briten angebotene akzepiert. Es scheint das der Entscheid erst 1923 rechtskräftig wurde. Ebenfalls gemäss Israel und Palästina, Verlag an der Ruhr, aktualisierte Auflage 2006, Seite 15 1921 schaffen die Briten hier das halbautonome Emirat «Transjordanien», Vorläufer des heutigen Staates Jordanien Warum tun die das ?

28 Jordanien als Staat der Araber?
Diesen Vorschlag hört man auch heute immer wieder von israelischer Seite Ist das so abwegig, wenn man diese «erste Teilung» in Betracht zieht? Why? Gedanke aus dem 21. Jh.

29 Kampf um Palästina «Zwei-Staaten-Lösung» jüdischer Staat
1919: erste Einigung Chaim Weizmann zukünftiger israelischer Ministerpräsident Emir Feisal Sohn des Scherifen von Mekka (hat 1916 den Araberaufstand gegen die Osmanen ausgerufen) «Zwei-Staaten-Lösung» jüdischer Staat arabischer Staat Diese Absicht wird aber schnell wieder verworfen, da die arabische Bevölkerung nicht einen Teil von Palästina hergeben will

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31 Der Staat Israel wird gegründet
UN-Resolution 181 Der Teilungsplan der UN sieht vor, dass … … Israel auf Gebieten, wo Juden bereits viel Land gekauft haben, basiert … die Araber den Grossteil der übrigen Gebiete verwalten … ein weiterer Teil internationalen Status hat (Jerusalem!) Beim Klicken auf das Fragezeichen wird weitere Information über die Problematik Jerusalems eingeblendet (Standort wichtiger Heiligtümer des Islam, Christentums und Judentums). Wie kommt der Vorschlag bei den betroffenen Parteien an? Why?

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33 Angriff auf Deir Yassin 9. April 1948
Deir Yassin ist ein arabisches 750-Seelen-Dorf in der Nähe von Jerusalem, das sich bislang eigentlich recht kooperativ gezeigt hat Paramilitärische Kämpfer der Irgun und Lechi töten nach zeitgenössischen (überhöhten) Angaben ca. 254 arabische Zivilisten (heute glaubt man max. 120) Einsatz kommandiert von Menachem Begin (später Premierminister und Friedens-Nobelpreisträger) Zitat Wikipedia Hintergrund, Massaker und Folgen Die zionistischen militärischen Untergrundorganisationen (Terrorgruppen) Irgun Tzwai Le’umi (IZL) und Lechi (LHI) ermordeten laut zeitgenössischen Berichten eines der Irgun-Kommandeure bei dieser Aktion, Mordechai Ra'anan,[1], ca. 254 Zivilisten, darunter Frauen und Kinder.[2] Die Anzahl der Opfer wurde wahrscheinlich absichtlich überhöht angegeben (tatsächlich nimmt man heute eine Opferzahl von rund 110 bis 120 an), um Angst und Schrecken bei der palästinensischen Bevölkerung zu verbreiten und sie zur Flucht und Aufgabe ihrer Siedlungsräume zu verleiten und trug maßgeblich zum so genannten Palästinensischen Exodus (1948 Palestinian exodus) bei.[2][3] Das Massaker wurde offiziell von allen Seiten verurteilt, einschließlich der Hagana und der Jewish Agency.[4] Die Gewalttat löste Panik unter der arabischen Bevölkerung aus. Infolge dieses Massakers und aus weiteren Gründen waren bis zum eigentlichen Beginn des Palästinakriegs am 14. Mai 1948 – also binnen 35 Tagen – bereits zwischen und arabische Palästinenser geflohen oder wurden vertrieben. Die Schockwirkung des Massakers war auch deswegen groß, weil Deir Yasin als ein „kooperatives” Dorf galt, das versucht hatte, sich mit der wachsenden jüdischen Präsenz in Palästina zu arrangieren. Dass ausgerechnet hier eine solche Bluttat verübt wurde, hat der Radikalisierung unter der arabisch-palästinensischen Bevölkerung Vorschub geleistet. Inwiefern diese Reaktion wiederum von den Verantwortlichen des Massakers vorhergesehen und womöglich bewusst angestrebt wurde, ist unter Historikern umstritten. Die Aktion wurde vom späteren israelischen Premierminister und Friedensnobelpreisträger Menachem Begin kommandiert. Begin verteidigte auch später noch das Massaker: „Das Massaker von Deir Jassin hatte nicht nur seine Berechtigung – ohne den ,Sieg‘ von Deir Jassin hätte es auch niemals einen Staat Israel gegeben.“[5] Die Tat wurde später in der innenpolitischen Debatte gegen Begins Partei Cherut und Likud verwendet. Der Anteil der Hagana blieb unklar. Vier Tage später, am 13. April 1948, erfolgte ein Angriff arabischer Freischärler am Skopus-Berg auf einen Sanitätskonvoi, bei dem 77 Juden starben und 23 verletzt wurden, die meisten davon Ärzte und Krankenschwestern. Dieser Anschlag wird als Vergeltungsmassnahme mit Deir Yassin in Verbindung gebracht.

34 Gemeines Massaker oder strategischer Einsatz von Kampfeinheiten?
Deir Yassin zeigt als Paradebeispiel wie schwierig es im Nahost-Konflikt ist, den wirklichen Ereignissen auf den Grund zu gehen, Propaganda und Realität zu trennen. Feiges Abschlachten von unbewaffneten Frauen und Kindern, begleitet von Folter, Vergewaltigung, Verstümmelung, etc. als Einschüchterungs-Aktion um Palästinenser zu vertreiben Militärische Aktion zur Räumung eines Dorfes mittels Aufforderung durch Lautsprecher, welche durch heftiges Gegenfeuer in eine verlustreiche Schlacht ausartet

35 Realität oder Propaganda
Diese beiden Versionen werden nämlich heute vertreten Im Folgenden sind ein paar Argumente aus den vielen Quellen aufgeführt: ? Wahrheit ?

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37 Auch Frankreich wird provoziert
Durch die Unterstützung der Opposition gegen die Kolonialmacht in Algerien macht sich Nasser auch die Franzosen zum Feind Damit haben Israel, Grossbritannien und Frankreich in Ägypten eine Rechnung offen Frankreich kontrolliert zu dieser Zeit bekanntlich immer noch Algerien.

38 Suezkrise Oktober 1956 Nach einem geheimen Plan für einen 2. israelisch-arabischen Krieg greift Israel am 29. Oktober Ägypten an Die Sinai-Halbinsel und der Gazastreifen werden besetzt, der Suezkanal bis 16 km überschritten Im zweiten Schritt soll eine französisch-britische Einheit einschreiten um die Kämpfenden zu trennen. Tatsächlich hilft sie aber den Israelis Die Aktion läuft erfolgreich an und macht gute Fortschritte, aber … Wikipedia schreibt am : (http://de.wikipedia.org/wiki/Sueskrise) Beginn der Krise [Bearbeiten] Die Ursachen der Krise liegen in der Struktur der Nutzung des Sueskanals begründet. Die Erteilung einer Konzession zum Bau an eine ausländische Gesellschaft schloss natürlich deren wirtschaftliche Nutzung durch dieselbe Gesellschaft mit ein. Zudem stieg mit zunehmender wirtschaftlicher Bedeutung des Erdöls die Abhängigkeit der europäischen Mächte von der Nutzung des Kanals. Die freie Durchfahrt versuchte vor allem Großbritannien durch starke Einflussnahme auf die Innenpolitik Ägyptens und durch militärische Präsenz am Kanal zu erreichen. Die Anfänge der Krise reichen bis ins Jahr Nach dem Sturz König Faruqs durch Offiziere der ägyptischen Armee nahm die neue Regierung von der bis dahin auf Kooperation mit den westlichen Mächten abzielenden Politik Ägyptens Abstand und schlug einen nationalistischen, panarabischen und antiisraelischen Kurs ein. Dieser Kurs heizte sowohl den Konflikt mit Israel an als auch den mit Frankreich und dem Vereinigten Königreich, die an der Kontrolle über den Sueskanal festhielten verpflichtete sich das Vereinigte Königreich, im Suez-Abkommen, seine Truppen binnen 20 Monaten aus dem Gebiet abzuziehen. Alles deutete auf eine friedliche Lösung hin. Motive [Bearbeiten] Im Laufe des Jahres 1956 verschärfte sich der Konflikt zwischen Ägypten und Israel, das sich zunehmend Angriffen durch Fedajin von ägyptischem Territorium und vom ägyptisch besetzten Gaza-Streifen aus erwehren musste. Ägypten, nun unter der Führung von Präsident Gamal Abdel Nasser, blockierte den Golf von Akaba und sperrte den Sueskanal für israelische Schiffe und verletzte somit Internationales Recht. Zugleich bildete Ägypten gemeinsam mit Jordanien und Syrien ein „Vereinigtes Arabisches Oberkommando“, das aber faktisch nur wenig Befugnisse hatte. Nasser plante vor dem Hintergrund seines sozialistisch inspirierten Programms zur Beseitigung des Massenelends den Bau des Assuan-Staudamms und versuchte die USA und die Sowjetunion mit deren Zusagen für Finanzierungshilfe gegeneinander auszuspielen. Nachdem die Supermächte diese deshalb zurückzogen, verstaatlichte der unter Druck geratene Nasser am 26. Juli 1956 zur Finanzierung des Dammes den Sueskanal, an dem britische Banken und Unternehmen 44 % der Anteile hielten. Zwar entschädigte er die Anteilseigner, trotzdem wurden sie um den Besitz einer sehr wichtigen Handelsroute gebracht. Die UdSSR und Indien billigten auf drei ergebnislosen internationalen Konferenzen letztlich die Nationalisierung, aber Großbritannien war sowohl ökonomisch als auch machtstrategisch beunruhigt. Frankreich wiederum kämpfte um seine Kolonien im Maghreb war in Algerien der Aufstand losgebrochen, der durch Waffennachschub aus Ägypten unterstützt wurde. Israel hoffte, sowohl die Ägypter militärisch zu vernichten, als auch den Gazastreifen und Scharm El-Scheich zu erobern. Ein Fallschirmjägerüberfall auf das westliche Ende des Mitla-Passes sollte mit einer Vergeltung von palästinensischen Angriffen begründet werden. Vorbereitungen [Bearbeiten] Um die öffentliche Meinung auf die Notwendigkeit eines Krieges einzustimmen, forderte der britische Premierminister Anthony Eden, dass man der Bedrohung durch den „Mussolini vom Nil“ entschlossen entgegentreten müsse. Dies verfehlte seine Wirkung nicht, denn Eden galt als entschiedener Gegner der Appeasement-Politik gegenüber Hitler und Mussolini. Eden erhielt vom Air Marshal Barnett die Versicherung, dass Luftangriffe bereits reichen würden, um einen Sturz der Regierung Nasser zu erreichen. Trotzdem sah der Plan „Operation Musketeer“ massive Luftangriffe auf die Flugplätze der ägyptischen Luftwaffe vor. Fünf Tage nach Beginn des Angriffs sollte die Zurückeroberung der Kanalzone durch Fallschirmjäger erfolgen. Bei mehreren Treffen in Sèvres nahe Paris wurde die Zusammenarbeit zwischen dem französischen und dem israelischen Geheimdienst verstärkt. So trafen sich am 29. September Frankreichs Außenminister Christian Pineau und Verteidigungsminister Maurice Bourgès-Maunoury mit Israels Vertretern Golda Meïr, Schimon Peres und Mosche Dajan. Im Oktober folgten Zusicherungen Frankreichs und Großbritanniens über Waffenlieferungen. Frankreich sagte außerdem den Schutz des israelischen Luftraums und der Küste zu. Zudem wollte Frankreich mit seinem Veto im UN-Sicherheitsrat einer gegen Israel gerichteten Entscheidung entgegenwirken. Im Oktober 1956 planten die drei Staaten dann die „Operation Musketeer“. Details über dieses Treffen wurden erst Jahre später bekannt. Israel sollte eine Invasion starten, so dass Großbritannien und Frankreich als vermeintliche Friedensmächte intervenieren könnten. Die Europäer würden dann die israelischen und ägyptischen Armeen zum Rückzug auf die jeweilige Seite des Kanals bewegen und eine britisch-französische Interventionsstreitkraft am Kanal um Port Said stationieren. Die Invasion [Bearbeiten] Am 29. Oktober 1956 begann Israel mit der Invasion des Gazastreifens und der Sinai-Halbinsel und stieß schnell in Richtung des Kanals vor. Am folgenden Nachmittag wurde der ägyptische Botschafter in London ins Foreign Office gerufen und erhielt vom Vertreter des britischen Außenministers Selwyn Lloyd, Sir Ivone Kirkpatrick sowie vom französischen Außenminister Christian Pineau einen Forderungskatalog überreicht. In dem auf zwölf Stunden befristeten britisch-französischen Ultimatum wurde von den ägyptischen Truppen verlangt, zehn Meilen hinter den Sues-Kanal zurückzuweichen und damit die ganze Sinai-Halbinsel zu räumen. Den Israelis wurde ihrerseits aufgetragen, nicht näher als zehn Meilen an den Sues-Kanal heranzurücken. So weit waren sie zu diesem Zeitpunkt überhaupt noch nicht vorgedrungen. Zudem wurde noch von Ägypten das Einverständnis mit der „vorübergehenden“ Besetzung von Sues, Ismailia und Port Said gefordert. Präsident Nasser wies die Forderung und das Ultimatum wie erwartet zurück. Durch seine Ablehnung lieferte er Großbritannien und Frankreich den erwünschten Grund, die Kontrolle über den Kanal militärisch zurückzuerobern und das Regime Nassers zu stürzen. Am 31. Oktober begannen Großbritannien und Frankreich mit der Bombardierung ägyptischer Flughäfen. Das israelische 890. Fallschirmjäger-Bataillon hatte inzwischen nach einer Luftlandung den Ostausgang des strategisch wichtigen Mitla-Passes gesichert. Der Rest der 202. Fallschirmjäger-Brigade unter Ariel Scharon kämpfte sich in zwei Tagen auf dem Landweg die 200 km durch feindliches Gebiet zum Mitla-Pass vor. Ein israelischer Spähtrupp geriet im Pass unter schweres ägyptisches Feuer und wurde vom Rückweg abgeschnitten. Scharon ließ seine Männer den Pass einnehmen, um den Spähtrupp zu retten und gleichzeitig die einzig mögliche Stelle für einen größeren ägyptischen Gegenangriff im südlichen Sinai nachhaltig zu sichern. Am 5. November landeten alliierte Fallschirmjäger am Flughafen Gamil, sicherten das Gelände und errichteten eine Basis zur Luftunterstützung. In den frühen Morgenstunden des 6. November landeten die Kommandos 40 und 42 der Royal Marines mit amphibischen Fahrzeugen und Feuerunterstützung von Schlachtschiffen an den Stränden Ägyptens. Port Said wurde durch verheerende Brände fast vollständig zerstört. Beim weiteren Vorstoß trafen die Landekommandos auf harten Widerstand. Kommando 45 der Marines griff per Hubschrauber an (die erste Operation dieser Art in der Kriegsgeschichte) und begann mit dem Häuserkampf in einer Region, wo der Besitz von Schusswaffen für Männer nichts Ungewöhnliches ist. Ägyptische Scharfschützen und eigenes Feuer fügten den Marineinfanteristen zwar schmerzhafte Verluste zu, trotzdem konnten diese das Gefecht für sich entscheiden. Das eilig verbreitete Gerücht, die sowjetische Armee käme Ägypten zur Hilfe, konnte Nassers demoralisierte Truppen nicht mehr stabilisieren: Die ägyptische Armee und ihre sieben gepanzerten Divisionen mussten wegen des schnellen Vorstoßes der Angreifer und deren Luftüberlegenheit zurückweichen. Die Kommandos erreichten den Kanal und wandten sich nach Südwesten in Richtung Kairo. Jetzt, da der Kanal in den Händen der „Alliierten“ war, sicherten sie vor einem weiteren Vorstoß nach Süden und Westen ihre Positionen. Waffenstillstand und Rückzug [Bearbeiten] Der Kriegsschauplatz wurde am 22. Dezember 1956 wieder geräumt. Versenkte Schiffe versperrten die Durchfahrt jedoch noch bis Am 10. April 1957 passierte das italienische Schiff Oceania als erstes den für die Schiffsverkehr wieder zugänglichen Sueskanal auf ihrer Fahrt nach Australien.[1] Die europäischen Mächte erhielten in dem Konflikt keine Rückendeckung von Seiten der Vereinigten Staaten. Diese erachteten vor dem Hintergrund des Kalten Krieges gute Beziehungen zu Staaten der Dritten Welt für wichtiger als englisch-französische Macht- und Wirtschaftsinteressen. Zudem - vielleicht noch wichtiger - wollten sie ein Ausufern des Konflikts zu einem größeren Krieg verhindern, nachdem die UdSSR gedroht hatte, Ägypten militärisch zu unterstützen. Die Rote Armee war jedoch derzeit mit der Niederschlagung des ungarischen Volksaufstandes beschäftigt. Heute weiß man, dass die Supermächte USA und Sowjetunion einander gegenseitig freie Hand gaben, Konflikte in eigenen Einflussbereichen zu lösen (s. Jalta). Die britisch-französische Intervention wurde daher von den USA und den Vereinten Nationen verurteilt; im November 1956 wurden Großbritannien und Frankreich zum Waffenstillstand und Rückzug gezwungen. Die USA drohten Großbritannien auch mit der Veräußerung von Reserven an britischer Währung, was deren Kurs hätte einbrechen lassen können. Des Weiteren wäre im Falle einer sowjetischen Intervention die Aufrechterhaltung des im Zuge des NATO-Bündnisses errichteten nuklearen Abwehrschirms durch die USA gefährdet gewesen. Die Vereinten Nationen stationierten nach dem Rückzug die Friedenstruppe UNEF I (United Nations Emergency Force). Konsequenzen [Bearbeiten] Das Engagement am Kanal, obwohl militärisch erfolgreich, entwickelte sich so gerade für Großbritannien zu einer Demütigung ersten Ranges. Premierminister Eden musste zurücktreten, die britische Wirtschaft und Währung kamen unter Druck. Zugleich verfestigte sich Großbritanniens Verlust seiner Weltmachtstellung - es war der letzte Versuch der alten Weltmacht, ohne Zusammenarbeit mit der neuen Weltmacht USA, ihre Interessen durchzusetzen. Zudem wuchs der Widerstand der Staaten der Dritten Welt: Die Niederlage der Briten beschleunigte die Entwicklung, mit der in den nächsten Jahren auch die restlichen britischen und französischen Kolonien auf dem Weg über die Dekolonisation ihre Unabhängigkeit anstrebten. Zunehmend schaltete sich die UdSSR in den Nahostkonflikt ein und unterstützte Ägypten militärisch und wirtschaftlich. Auf ägyptischer Seite stärkte die Krise trotz militärischer Niederlage massiv die Position Nassers in der arabischen Welt und seinen Panarabismus.

39 Suezkrise Die Verbündeten bringen mit ihrer Operation den mächtigen US-Präsidenten Eisenhower gegen sich auf … Eisenhower hat eben den Frieden zum Thema seines Wahlkampfes gemacht … … und verlangt darum den sofortigen Abbruch der Militäraktion, was auch geschieht Gleichzeitig drohen die Sowjets Ägypten zu unterstützen Die sowjetische Regierung hat gedroht, Ägypten zu unterstützen, wodurch der Konflikt zweifellos eskaliert wäre. Allerdings war die Rote Armee zu dieser Zeit mit der Niederschlagung des Ungarn-Aufstandes beschäftigt. Heute weiß man, dass die Supermächte USA und Sowjetunion einander gegenseitig freie Hand gaben, Konflikte in eigenen Einflussbereichen zu lösen. Die USA drohten Großbritannien auch mit der Veräußerung von Reserven an britischer Währung, was deren Kurs hätte einbrechen lassen können. Des Weiteren wäre im Falle einer sowjetischen Intervention die Aufrechterhaltung des im Zuge des NATO-Bündnisses errichteten nuklearen Abwehrschirms durch die USA gefährdet gewesen.  Die Alliierten mussten also aufgeben! Eisenhower hat bekanntlich als General das Oberkommando über die gewaltigste Militäraktion aller Zeiten, die Invasion in der Normandie geführt und ist später in die Politik gegangen. Er möchte für eine zweite Amtszeit wiedergewählt werden, was ihm auch gelingt: Amtszeit Sein Vize war übrigens Dick Nixon. Im Januar 1957 bietet Eisenhower den vom Kommunismus bedrohten Ländern des Nahen Ostens Unterstützung an. Nasser ist der Held die Bedrohung Israels nimmt zu England und Frankerich verlieren Weltmacht-Status

40 Folgen der Suezkrise Suezkanal 1956: gut sichtbar die Schiffswracks, mit denen die Ägypter den Kanal blockierten Stationierung von UN-Truppen entlang der ägyptisch-israelischen Grenze Die Niederlage beschleunigt die Entwicklung, mit der in den nächsten Jahren auch die restlichen britischen und französischen Kolonien ihre Unabhängigkeit anstreben Suez-Kanal noch bis zum 10. April 1957 gesperrt Zunehmend schaltet sich die UdSSR in den Nahostkonflikt ein und unterstützt Ägypten militärisch und wirtschaftlich Die Krise stärkt trotz militärischer Niederlage massiv die Position Nassers in der arabischen Welt und seinen Panarabismus Wikipedia Panarabismus Unter Panarabismus versteht man das Bestreben nach einem Zusammenschluss und Vereinheitlichung aller arabischer Staaten, die nicht zuletzt durch ihre Sprache miteinander verbunden sind. Der Gedanke eines gemeinsamen arabischen Staates ist die panarabische Antwort auf das Motto der damaligen europäischen Besatzer „Teile und herrsche“. Die jetzigen Staaten wurden von den Besetzern während der Kolonialisierung unterteilt und somit wurde auch die arabische Gesamtheit auseinandergerissen. Der wohl bekannteste Verfechter des Panarabismus war Gamal Abdel Nasser (60er Jahre, Ägypten), der es für kurze Zeit schaffte, die Staaten Ägypten und Syrien zur Vereinigten Arabischen Republik zu vereinen. Auch die von Michel Aflaq gegründete Baʿth-Partei ging ihren panarabischen Bestrebungen im Irak nach. So gründeten der Irak und Jordanien 1958 die Arabische Föderation, welche jedoch nur sechs Monate bestand. Anhänger des Panarabismus wie Gamal Abdel Nasser wurden in Europa, aufgrund ihrer Aggressionspolitik als „arabischer Hitler“ diffamiert. Nasser zum Beispiel wurde die Verstaatlichung des in britischem Besitz gewesenen Sueskanals vorgeworfen sowie viel privates Eigentum. Auch heute gibt es panarabische Gedanken in der Politik einiger arabischer Länder. Eng verbunden mit dem Panarabismus, so die Meinung einiger libyscher Denker, ist auch der Panafrikanismus.

41 1959 Arafat gründet seine Fatah-Bewegung (arab. = Eroberung)
Folgen der Suezkrise Im Januar 1957 bietet Eisenhower den vom Kommunismus bedrohten Ländern des Nahen Ostens Unterstützung an 1958 schliessen sich Ägypten und Syrien zur Vereinigten Arabischen Republik zusammen (bis 1961) 1959 Arafat gründet seine Fatah-Bewegung (arab. = Eroberung) Logo der Fatah Wikipedia Vereinigte Arabische Republik الجمهورية العربية المتحدة al-Dschumhūriyya al-ʿarabiyya al-muttahida Vereinigte Arabische Republik Flagge der Vereinigten Arabischen RepublikWappen der Vereinigten Arabischen RepublikAmtsspracheArabischHauptstadtKairoStaatsformRepublikFläche km²PräsidentGamal Abdel NasserMitglieder Ägypten Syrien Existenzzeitraum1958–1961 Die Vereinigte Arabische Republik (VAR), arabisch الجمهورية العربية المتحدة‎, DMG al-Ǧumhūrīya al-ʿarabīya al-muttaḥida, war ein Zusammenschluss der arabischen Staaten Ägypten und Syrien in den Jahren 1958 bis 1961. Die Union wurde am 1. Februar 1958 begründet. Ihr schloss sich am 8. März 1958 das Königreich Jemen (Nordjemen) in loser Konföderation an, diese firmierte unter dem Namen Vereinigte Arabische Staaten. Die Union zerbrach an der hegemonialen Politik Ägyptens mit dem Austritt Syriens am 28. September 1961 und Nordjemens im Dezember Ägypten behielt den Namen Vereinigte Arabische Republik nach deren Ende noch bis zum Jahr 1972 bei. Etablierung Nach der Gründung der Republik Ägypten im Jahr 1952 verfolgte Gamal Abdel Nasser eine Politik des Zusammenschlusses aller arabischer Länder (Panarabismus). Ziel dieser Politik war die Zurückdrängung des amerikanischen, britischen und französischen Einflusses im Nahen Osten und in Nordafrika und die Eroberung Palästinas. Dem standen die konservativen Monarchien Saudi-Arabien, Irak und Jordanien gegenüber. Nur Syrien verbündete sich mit Ägypten. Im Frühjahr 1958 drängte Damaskus auf einen Unionsvertrag, der am 1. Februar zustande kam. Grund für das syrische Drängen waren die Kriegsdrohungen der Türkei; im Dezember 1957 kam es zu heftigen Kämpfen an der gemeinsamen Grenze. Syrien fühlte sich auch durch den Bagdad-Pakt bedroht. Ägypten, das seit der Suezkrise international isoliert war, sah die Vereinigung beider Länder als ersten Schritt für die Vereinigung aller arabischen Staaten an. Folgen in den Arabischen Staaten Infolge dieser Entwicklungen schlossen Irak und Jordanien am 22. Februar 1958 ein Abkommen über die Vereinigung beider Länder ab. Die Arabische Föderation wurde jedoch infolge des Sturzes der irakischen Monarchie am 2. August 1958 wieder aufgelöst. Die USA entsandten Luftstreitkräfte nach Jordanien, um eine ähnliche Entwicklung zu verhindern. Trotz des Umsturzes weigerte sich der neue irakische Präsident Abdulkarim Kassim der V.A.R beizutreten. Im Libanon brachen heftige Kämpfe zwischen den prowestlichen Christen und den panarabischen Muslimen aus. Nur durch das Eingreifen der USA konnte eine Eskalation des Konflikts verhindert werden. Auflösung der Föderation In der Union gab es bald eine Reihe von Differenzen. Die Ägypter verstaatlichten alle in Syrien tätigen Firmen und Banken und bestimmten Kairo zur Hauptstadt. Fast die gesamte Regierung bestand aus Ägyptern. In Syrien fühlte man sich betrogen und hintergangen. Am 27. September 1961 putschte die Armee in Syrien und erklärte die Union am Tage darauf für aufgelöst. Syrien wurde wieder in Arabische Republik Syrien umbenannt, Ägypten führte den Namen Vereinigte Arabische Republik bis 1972 weiter scheiterte ein erneuter Versuch, Ägypten und Syrien unter Einbeziehung des Irak zur Vereinigten Arabischen Union zu vereinen. Logo der Fatah

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43 Welcome to Israel ! 1990 nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion wandern viele Juden nach Israel aus. Jitzchak Shamir verspricht alle Einwanderern Wohnraum 2000 gibt es noch ca. 150 israelische Siedlungen ausserhalb der israelisch-jordanischen Grenze von 1967! (> 200‘000 Siedler) Der Bau der Trennmauer zu ihrem Schutz bekräftigt den israelischen Anspruch Sperr-anlagen

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45 Erste Intifada 8. Dezember 1987
Die erste Intifada (arabisch: «Erhebung») gegen die israelische Besatzung beginnt: Die aufgestauten Frustrationen der Palästinenser entladen sich, als ein israelisches Militärfahrzeug in eine Gruppe Palästinenser rast und vier tötet Jahrelang mussten sie viel erdulden: aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie Intifada (arabisch ‏انتفاضة‎, DMG intifāḍa) – auch Intefadah oder Intifadah - ist der Name für zwei palästinensische Aufstände gegen Israel. Der Begriff kommt aus dem arabischen intafada / ‏انتفض‎ / intifaḍa /„sich erheben, loswerden, abschütteln“.[1] Die hebräische Schreibweise ist אינתיפאדה. Erste Intifada Siehe Hauptartikel Erste Intifada Die Erste Intifada begann als so genannter „Krieg der Steine“ Seit 1991 ging die Gewalt zurück; mit der Unterschrift des Vertrags von Oslo im August 1993 und der Schaffung der Palästinensischen Autonomiebehörde endete sie. Die erste Intifada war charakterisiert von zivilem Ungehorsam der Palästinenser, dem Terroranschläge vorausgingen und der mit Terror und Gewalt eskalierte[2]. Fernsehbilder hielten Straßenschlachten jugendlicher Palästinenser mit israelischen Armeeangehörigen fest, die meist mit Steinen oder anderen Gegenständen beworfen wurden. Die Soldaten reagierten darauf häufig mit Gegengewalt. Bis zum Osloabkommen 1993 wurden Palästinenser (davon 241 Kinder, einige waren aktiv gewalttätig) von israelischen Kräften getötet. 160 Israelis (davon 5 Kinder) wurden von palästinensischen Kräften getötet.[3] Zusätzlich wurden etwa Palästinenser durch palästinensische Kräfte getötet, im Zuge von Lynchjustiz, Blutrache oder Ehrenmorden. Von diesen waren nur 40-50% in Kontakt mit israelischen Kräften gewesen.[4] verschlechterte wirtschaftliche Lage der Bevölkerung fehlende politische Betätigungsmöglichkeiten israelische Siedlungspolitik in Westbank und Gazastreifen

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47 Palästinenser durchbrechen Grenze nach Ägypten 23. Januar 2008
Weil Israel immer wieder mit Raketen aus dem Gazastreifen beschossen wird, hat es alle Grenzen geschlossen. Der Übergang nach Ägypten ist seit Juni 2007 ebenfalls zu Im Gazastreifen fehlt es an allem. Wegen Treibstoff-mangels muss auch ein Kraftwerk den Betrieb einstellen Die Menschen versorgen sich rund um die Uhr mit allem Weil das neu erstandene Kamel nicht über die Hindernisse klettern kann, muss es an den Kran Anfänglich versuchen die Grenztruppen, den Strom aufzuhalten … Tausende stürmen Richtung Ägypten … … später wird auch schweres Gerät eingesetzt … dann funktioniert der freie Grenzverkehr Da schlagen bewaffnete Palästinenser an diversen Stellen Breschen in die Sperre 11 Tage später ist die Grenze wieder zu. Die Israelis habe ihre Blockade etwas gelockert Ägypten verstärkt die Grenzbefestigungen

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49 Operation «Gegossenes Blei» 27. Dezember 2008 – 20
Operation «Gegossenes Blei» 27. Dezember 2008 – 20. Januar 2009 Gazastreifen Militäroperation der Israelischen Streitkräfte gegen Einrichtungen und Mitglieder der Hamas im Gazastreifen Ziel: Ausschaltung der Hamas, die ständig Raketen auf israelisches Gebiet feuert ab 27. Dezember 2008 Luftangriffe ab 3. Januar 2009 beginnt Bodenoffensive endete am 18. Januar 2009 mit einer einseitigen Waffenstillstandserklärung Israels

50 schwerste Luftangriffe des Nahostkonflikts
seit dem Sechstagekrieg 1967

51 Qassam-Raketen steigen aus dem Gazastreifen Richtung Israel auf
Operation «Gegossenes Blei» Qassam-Raketen steigen aus dem Gazastreifen Richtung Israel auf

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