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Der andere Weg - von unten Zitate von Anselm Grün und Meinrad Dufner.

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Präsentation zum Thema: "Der andere Weg - von unten Zitate von Anselm Grün und Meinrad Dufner."—  Präsentation transkript:

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2 Der andere Weg - von unten Zitate von Anselm Grün und Meinrad Dufner

3 Die Spiritualität von oben setzt bei den Idealen an, die wir uns machen. Sie entspringt der menschlichen Sehnsucht, immer besser zu werden. Sie birgt aber die Gefahr in sich, den Menschen innerlich zu zerreißen, weil seine Wirklichkeit den Idealen häufig nicht entspricht.

4 Die Spiritualität von unten beschäftigt sich mit der Frage, was wir tun sollen, wenn alles schief geht, wie wir mit den Scherben unseres Lebens umgehen und wie wir daraus etwas Neues formen können.

5 Die Spiritualität von unten ist der Weg der Demut. Demut ist die Anerkennung des eigenen Maßes und die ehrliche Selbsterkenntnis.

6 C.G. Jung in einem Brief an einen Bittsteller: Wenn Sie einsam sind, so liegt das daran, dass Sie sich isolieren. Sind Sie bescheiden genug, dann bleiben Sie niemals einsam. Nichts isoliert uns mehr als Macht und Prestige.

7 Willst du Gott erkennen, lerne vorher dich selber kennen. (Euagrios Pontikos, Wüstenvater, 4. Jh) Der Weg zu Gott führt über den Abstieg in die Hölle. Er geht über das Hinabsteigen in die eigene Realität bis zu den Tiefen des Unbewussten.

8 Der Weg geht über die Erfahrung der eigenen Not, der Bedrohung durch fremde Mächte, der Verzweiflung, der Ungerechtigkeit, der Einsamkeit und der Traurigkeit.

9 Indem sich der Mensch in diese dunklen Erfahrungen hineinwagt, verwandelt sich das Gefühl, und auf dem Grund der Not zeigt sich der tragende und befreiende, der liebende und erleuchtende Gott.

10 Spiritualität von unten bedeutet, dass wir Gott gerade in unseren Leidenschaften, in unseren Krank- heiten, in unseren Wunden, in unseren Umwegen, in unserer Ohnmacht suchen.

11 Viele verurteilen sich wegen ihrer negativen Gefühle wie Zorn und Ärger, Eifersucht und Lustlosigkeit. Spiritualität von unten bedeutet, dass ich mich aussöhne mit meinen Leidenschaften und Emotionen.

12 Statt gegen meine Eifersucht zu kämpfen und mich zu verurteilen könnte ich mich fragen: Welche Sehnsucht steckt in meiner Eifersucht? Auf welche Bedürftigkeit verweist sie mich? Woher kommt meine Eifersucht? Wovor habe ich Angst?

13 Wenn ich mir meine Eifersucht demütig eingestehe, kann ich in meiner Bedürftigkeit und meiner Angst vor dem Verlassenwerden Gott bitten, meine Sehnsucht nach einer Liebe zu erfüllen, auf die ich mich verlassen kann.

14 Die Wut weist oft darauf hin, dass ich anderen zuviel Macht gegeben habe. Ich habe immer nur die Erwartungen der anderen erfüllt und nicht auf mich und meine Bedürfnisse gehört. Ich habe nicht selbst gelebt. Andere sind mir zu nahe gekommen. Sie haben meine Grenze überschritten und mich verletzt.

15 Anstatt die Wut zu unterdrücken trete ich mit ihr in den Dialog. Sie gibt mir die Kraft, den anderen, der mich verletzt hat, aus mir hinauszuwerfen und so eine gesunde Distanz zu ihm zu schaffen. Erst dann kann ich ihm auch vergeben und so wirklich frei werden von seiner Macht über mich.

16 Die Spiritualität von unten geht auch anders mit unseren Trieben um. Sie versucht nicht, sie zu beherrschen, sondern zu verwandeln. Sie fragt, wozu die Triebe uns antreiben möchten.

17 Sexualität verweist uns auf den Schatz unserer Lebendigkeit und unserer spirituellen Sehnsucht. Sie sagt: Versuche, wirklich zu leben und zu lieben. So wie du jetzt lebst, lebst du an dir und am Leben vorbei.

18 In dir ist eine größere Sehnsucht nach Leben und Liebe. Trau deiner Sehnsucht! Gib dich dem Leben hin, gib dich den Menschen hin, liebe sie mit deinem Herzen!

19 Spiritualität von unten zeigt mir auch einen anderen Weg, mit meinen Wunden umzugehen. Durch meine Wunden entdecke ich, wer ich wirklich bin. Da komme ich in Berührung mit meinem Herzen, werde ich lebendig, entdecke ich den Schatz meines wahren Selbst.

20 Die Wunden zerbrechen mir die Masken, die ich mir aufgesetzt habe, und legen den wahren Grund frei.

21 Spiritualität von unten lässt mich anders mit meinem Scheitern und meiner Ohnmacht umgehen. Manche haben den Eindruck, dass sie vor einem Scherbenhaufen sitzen. Sie reagieren mit Resignation. Die Scherben können neu zusammen- gesetzt werden.

22 Vielleicht war die alte Schale unseres Lebens zu eng geworden. Vielleicht musste sie zerbrechen. Das Versagen kann zur Chance werden. Wir lernen oft mehr durch unser Versagen als durch unsere Erfolge.

23 Es ist nicht zufällig, dass alle spirituellen Lehren des Ostens und Westens zur Demut führen. Die Anerkennung unserer Menschlichkeit ist nicht nur die Bedingung echter Menschwerdung, sondern auch die Voraussetzung für wirkliche Gotteserfahrung.

24 Wer seiner eigenen Menschlichkeit begegnet ist, dem ist nichts Menschliches mehr fremd. Er ist ausgesöhnt mit allem Menschlichen, das ihm begegnet, gerade auch mit dem Schwachen und Kranken, mit dem Unvollkommenen und Gescheiterten.

25 Der Mensch begegnet in der Spiritualität von unten seiner Wirklichkeit. Er geht den Weg der Verwandlung.

26 Der andere Weg - von unten Zitate entnommen aus: Grün/Dufner, Spiritualität von unten. Münsterschwarzach Zusammengestellt für den privaten Gebrauch von Karl Heinz Auer, 2005.


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