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Österreichischer Bergrettungsdienst DIE ANAMNESE OA Dr. Richard Zinnecker Abteilung für Unfallchirurgie und Sporttraumatologie LKH Feldkirch.

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Präsentation zum Thema: "Österreichischer Bergrettungsdienst DIE ANAMNESE OA Dr. Richard Zinnecker Abteilung für Unfallchirurgie und Sporttraumatologie LKH Feldkirch."—  Präsentation transkript:

1 Österreichischer Bergrettungsdienst DIE ANAMNESE OA Dr. Richard Zinnecker Abteilung für Unfallchirurgie und Sporttraumatologie LKH Feldkirch

2 2 Österreichischer Bergrettungsdienst Gesamtübersicht Vortrag: Die Anamese Das Wort Anamnese ist aus dem Griechischen abgeleitet und bedeutet: »aus der Erinnerung«

3 3 Österreichischer Bergrettungsdienst Gesamtübersicht Vortrag: Die Anamese Wir wollen in der Anamnese möglichst viel über unseren Patienten erfahren und wieso er zu unserem Patienten wurde.

4 4 Österreichischer Bergrettungsdienst Gesamtübersicht Eigenanamnese: Das was uns der Patient selbst mitteilen kann – oder will Vortrag: Die Anamese

5 5 Österreichischer Bergrettungsdienst Gesamtübersicht Fremdanamese Aussagen von Angehörigen, Zeugen, Auszüge aus Krankengeschichten, Medikamentenlisten, etc... Vortrag: Die Anamese

6 6 Österreichischer Bergrettungsdienst Gesamtübersicht Vortrag: Die Anamese Die Anamnese kann uns wertvolle Hinweise auf die zu erwartende Art der erlittenen Verletzungen, oder des vorliegenden Krankheitsbildes geben.

7 7 Österreichischer Bergrettungsdienst Gesamtübersicht Vortrag: Die Anamese Im Rahmen des Notfallchecks und der weiteren Untersuchungen kann durch die Anamnese auch das Ausmass der Schädigung abgeschätzt werden

8 8 Österreichischer Bergrettungsdienst Gesamtübersicht Vortrag: Die Anamese Des weiteren erfahren wir auch Details über etwaige therapeutische Konsequenzen

9 9 Österreichischer Bergrettungsdienst Gesamtübersicht Eigenanamnese: Unfallhergang? Ursache des Unfalls? Begleitumstände? Vorerkrankungen? Allergien? Medikamenteneinnahme? Vortrag: Die Anamese

10 10 Österreichischer Bergrettungsdienst Gesamtübersicht Unfallhergang? Soll uns Auskunft über die Art des Unfalls geben: z.B. Sturz unverschuldet Kollisionsunfall ( meist höhere Rasanz zu erwarten!) Höhe des Sturzes (Absturzstelle?) Schutz – und Sicherheitsmassnahmen(Helm, Gurt,Protektoren, etc... ) Vortrag: Die Anamese

11 11 Österreichischer Bergrettungsdienst Gesamtübersicht Unfallhergang? Auf welchen Körperteil gestürzt? (z.b. direkt auf den Rücken oder auf das Gesäß und dann gestaucht, auf den Kopf – mit HWS Beteiligung....) Wie auf den Körperteil gestürzt? (z.b. Handgelenk überstreckt, Arm angelegt oder abgespreizt,...) Körperteil verdreht? ( z.b. Wintersport v.a. Unterschenkel und Knie – Bindung geöffnet? Direkttrauma? (Schlag, Stoss, etc...) Penetrierende Verletzung möglich? (Stich, Fremdkörper, Pfählung, Schuss....) Vortrag: Die Anamese

12 12 Österreichischer Bergrettungsdienst Gesamtübersicht Unfallhergang? In weiterer Folge auch: Erinnerung an den Unfall? Nachfolgende Gedächtnislücken? Und die Frage an sich selbst ob die Erklärungen plausibel sind. Vortrag: Die Anamese

13 13 Österreichischer Bergrettungsdienst Gesamtübersicht Ursache des Unfalls? Die Frage nach der Ursache beinhaltet z.B. Erschöpfung Schwindel Zu heiss – zu kalt Unachtsamkeit (.....übersehen...) Körperliches - technisches Unvermögen (zu schnell, zu hoch, zu steil.....) Vortrag: Die Anamese

14 14 Österreichischer Bergrettungsdienst Gesamtübersicht Ursache des Unfalls? Fremdverschulden? ( Achtung! An der Unfallstelle als Helfer keine Einschätzung der Verschuldensfrage äussern oder Partei ergreifen. Stets die Objektivität bei der Versorgung bei evt. Mehreren verletzten wahren) Giftige Substanzen beiteiligt? ( Säuren, Laugen, Rauchgase, etc.. SELBSTSCHUTZ!) Alkohol – Drogen? ( Aussagen oft falsch negativ) Medikamente (evt. Zu viel oder zu wenig – z.B. Zuckerkrank, Bluthochdruck, Angina Pectoris....) Vortrag: Die Anamese

15 15 Österreichischer Bergrettungsdienst Gesamtübersicht Begleitumstände? Oft kann man sich als Ersthelfer selbst ein Bild von Begleitumständen machen – aber gerade nach längeren Suchaktionen können sich äußere Einflüsse doch merklich geändert haben. Vortrag: Die Anamese

16 16 Österreichischer Bergrettungsdienst Gesamtübersicht Begleitumstände? Wetter ( Hitze – Kälte) Sicht Gelände und Umgebungsverhältnisse Ortskenntnis – Orientierung Sprachkenntnisse Zeit (wie lange schon abgängig, verschüttet, etc...) Vortrag: Die Anamese

17 17 Österreichischer Bergrettungsdienst Gesamtübersicht Vorerkrankungen? Bluthochdruck (von uns gemessene Blutdruckwerte, die über der Norm liegen können für manche Patienten normal sein) Herzrhythmusstörungen ( der getastete Puls ist für den Untersucher absolut arrhythmisch, dem Patienten allerdings seit Jahren bekannt. Solche Patienten haben meist eine medikamentöse Blutverdünnung! Herzschrittmacher) Epilepsie ( oft Unfallursache mit nachfolgender Bewusstseinstrübung) Diabetes Mellitus - Zuckerkrankheit ( zu hoher oder zu niedriger BZ Spiegel) Vortrag: Die Anamese

18 18 Österreichischer Bergrettungsdienst Gesamtübersicht Vorerkrankungen? Bekannte Fieberkrämpfe bei Kindern ( Temperaturmessung) Tumore (V.a. im Zentralnervensystem können erstmalig zu Krämpfen führen) Hirnblutungen oder Schlaganfälle Prothesen (Achtung V.a. bei Augenprothesen – Glasaugen da bei der Untersuchung keine Lichtreaktion!) Gelenksversteifungen ( evt. Fixierte abnorme Stellung, Halswirbelsäulenoperationen,etc..) Vortrag: Die Anamese

19 19 Österreichischer Bergrettungsdienst Gesamtübersicht Vorerkrankungen? Chronisch kranke Personen haben oftmals einen Umhänger am Hals oder führen einen Ausweis mit sich, der auf die Krankheit hinweist und mögliche Therapieanweisungen beinhaltet. z.B. Epilepsie, Zuckerkrankheit, Maligne Hyperthermie Vortrag: Die Anamese

20 20 Österreichischer Bergrettungsdienst Gesamtübersicht Allergien? Meistens wissen Patienten um Ihre Allergien und viele davon sind über die Therapieoptionen informiert. Der Epi – Pen o.ä. wird mitgeführt und dient der subcutanen Adrenalingabe. Vor Medikamentengaben muss aber stets nach Allergien gefragt werden Vortrag: Die Anamese

21 21 Österreichischer Bergrettungsdienst Gesamtübersicht Medikamenteneinnahme? Oft gibt uns ein eingenommenes Medikament Aufschluss über eine Grunderkrankung.(z.B. Insulin, Nitro Spray,..) Daher ist es für den weiterbehandelnden Arzt wichtig möglichst genau über die Dauermedikationen Bescheid zu wissen. Vortrag: Die Anamese

22 22 Österreichischer Bergrettungsdienst Gesamtübersicht Medikamenteneinnahme? Gewisse Medikamente sollte man nicht mischen. Auch aus diesem Grund sollten alle Medikmente die regelmäßig, oder an der Unfallstelle verabreicht werden, bekannt sein. Vortrag: Die Anamese

23 23 Österreichischer Bergrettungsdienst Gesamtübersicht Fremdanamnese Sollten wir keine oder eine nur unzureichende Eigenanamnese erhalten, sind wir auf die Fremdanamnese angewiesen.(z.B. bewußtloser Patient, eingeschränkt geschäftsfähig, Kleinkind,...) Dabei werden möglichst viele der o.a. Daten und Umstände von Dritten eingeholt. Vortrag: Die Anamese

24 24 Österreichischer Bergrettungsdienst Gesamtübersicht Fremdanamnese Besonders was den Unfallhergang angeht sollte man sich bei der Anamneseerhebung nicht in Schuldzuweisungen verstricken lassen. Uns hat bei der Ersten Hilfe nur die Verbindung Unfallhergang zu Verletzungsmuster zu interessieren. Vortrag: Die Anamese

25 25 Österreichischer Bergrettungsdienst Gesamtübersicht Fremdanamnese Natürlich sind fremdanamnestische Angaben mit Vorsicht zu geniessen und man sollte sich erkundigen in welchem Verhältnis die Auskunftsperson zu dem Patienten steht. (Familienmitglied oder Zufallsbekanntschaft?) Vortrag: Die Anamese

26 26 Österreichischer Bergrettungsdienst Gesamtübersicht Fremdanamnese Bei organisierten Kinder – und Jugendausflügen sind die Lehr – und Begleitpersonen meist über schwerere Grundleiden, Allergien und Medikationen informiert Vortrag: Die Anamese

27 27 Österreichischer Bergrettungsdienst Gesamtübersicht Fremdanamnese Es kommt im Ernstfall leider immer wieder vor, dass falsche Aussagen sowohl in der Eigen – als auch Fremdanamnese gemacht werden aus Angst vor z.B. Gesetzwidrigkeiten oder peinlichen Situationen, allerdings auch unabsichtlich durch vergessen oder verdrängen. Auch wenn uns eine Angabe nicht plausibel erscheint, sollten wir nicht darauf drängen dies vor Ort unbedingt richtig stellen zu müssen um die Vertrauensbasis bei der Erstversorgung nicht zu stören Vortrag: Die Anamese


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