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Schadensminderung im Justizvollzug Zusatzmodul: Weibliche Gefangene Training Criminal Justice Professionals in Harm Reduction Services for Vulnerable Groups.

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Präsentation zum Thema: "Schadensminderung im Justizvollzug Zusatzmodul: Weibliche Gefangene Training Criminal Justice Professionals in Harm Reduction Services for Vulnerable Groups."—  Präsentation transkript:

1 Schadensminderung im Justizvollzug Zusatzmodul: Weibliche Gefangene Training Criminal Justice Professionals in Harm Reduction Services for Vulnerable Groups gefördert von der Europäischen Kommission Generaldirektion Gesundheit und Verbraucherschutz

2 2 Frauen in Haft Teil 1

3 3 Vortrag Weibliche Gefangene

4 4 Prozentsatz weiblicher Gefangener in ausgewählten europäischen Ländern Source: World Female Imprisonment List

5 5 Weibliche Gefangene Die Zahl der inhaftierten Frauen steigt stärker an als die der inhaftierten Männer Die meisten Frauen werden zu einer kurzen Haftdauer verurteilt und meist wegen gewaltloser Verstöße (Eigentums- oder Drogendelikte) inhaftiert Weibliche Gefangene sind eine besonders vulnerable Gruppe: sie sind sowohl in Haft als auch außerhalb des Gefängnisses oft Stigmatisierung und Geschlechterdiskriminierung ausgesetzt

6 6 Problematischer Drogenkonsum Schätzungen zufolge hatten mindestens 75% der inhaftierten Frauen zum Zeitpunkt ihrer Inhaftierung ein Drogen- oder Alkoholproblem Allgemeiner Anstieg der Zahl der Drogenkonsumentinnen Anstieg der Zahl der injizierenden Drogenkonsumentinnen, die ihr Injektionsbesteck mit einer anderen Person teilen

7 7 Übung Brainstorming: Warum nimmt die Anzahl der weiblichen Gefangenen zu?

8 8 Problematischer Drogenkonsum und besondere Probleme weiblicher Gefangener Teil 2

9 9 Übung Besondere Probleme weiblicher Gefangener

10 10 Besondere Probleme von Frauen in Haft

11 11 Die Rolle der Frau in der Familie Frauen spielen eine zentrale Rolle in der Familie (verantwortlich für Kindererziehung und andere Familienmitglieder) Die Inhaftierung hat Auswirkungen sowohl auf die Frau als auch auf ihre Familie

12 12 Inhaftierung weit weg von zu Hause Gefängnisse sind meist auf männliche Gefangene ausgerichtet Frauen werden in Nebengebäuden von Männergefängnissen oder in speziellen Frauengefängnissen untergebracht Weibliche Gefangene sind oftmals weit weg von ihrem Zuhause und ihrer Familie inhaftiert

13 13 Schwangerschaft und Mutterrolle Viele weibliche Gefangene sind Mütter 55% der weiblichen Gefangenen haben mindestens ein Kind unter 16 Jahren 34% sind alleinerziehend In manchen Ländern gibt es spezielle Mutter-Kind- Bereiche Der Zeitraum, für den eine inhaftierte Frau ihr Baby bei sich behalten darf, ist von Land zu Land unterschiedlich

14 14 HIV-Übertragung von der Mutter auf das Kind Schwangere Drogenkonsumentinnen erhalten oft gar keine oder nur wenige Informationen zum Drogenkonsum in der Schwangerschaft oder zur Vorbeugung einer HIV-Übertragung von der Mutter auf das Kind Die Übertragungsrate von HIV von der Mutter auf das Ungeborene kann durch geeignete Behandlungsmaßnahmen gesenkt werden Zwar kann es grundsätzlich zu jedem Zeitpunkt der Schwangerschaft zu einer Übertragung der Infektion kommen, doch in den meisten Fällen geschieht dies bei der Geburt HIV-infizierte Mütter sollten ihre Babys grundsätzlich nicht stillen

15 15 Schwangere Drogenkonsumentinnen Es ist für eine schwangere Frau, die problematischen Drogenkonsum aufweist, nicht ratsam, den Heroinkonsum abrupt einzustellen Hier sollte eine Behandlung mit Methadon gewählt werden Oftmals schränken Schwangere ihren Drogenkonsum ein, um ihr Baby zu schützen

16 16 Schadensminderung Es gibt zu wenige Ansätze der Schadensminderung in Haft, die speziell auf Frauen zugeschnitten sind Weibliche Gefangene sollten: Speziell auf ihre Bedürfnisse zugeschnittene Informationen und Angebote erhalten (z.B. Informationen zur HIV- Übertragung von der Mutter auf das Kind) Zugang zu Informationen und Angeboten erhalten, die ihnen dabei helfen, sich vor Infektionskrankheiten zu schützen

17 17 Prostituierte Durch Drogenabhängigkeit rutschen viele Frauen in die Prostitution ab Viele Prostituierte Mütter haben Angst davor, dass ihnen die Kinder entzogen werden Schadensminderung für Drogen konsumierende Prostituierte ist problematisch: Der Drang, Geld - insbesondere für Drogen - zu verdienen, kann stärker sein als die Angst vor Gewalt und den tatsächlichen Risiken, die mit Prostitution verbunden sind

18 18 Erfahrungen mit sexuellem Missbrauch und Gewalt I. Bei inhaftierten Frauen ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie körperlichen oder sexuellen Missbrauch erfahren haben, wesentlich höher als bei Männern Bis zu 70% der weiblichen Gefangenen wurden Opfer von schwerer körperlicher Gewalt durch einen Elternteil 59% der weiblichen Gefangenen wurden als Kind sexuell missbraucht (Browne et al., 1999) Es besteht ein direkter Zusammenhang zwischen erlebtem Missbrauch, Trauma und der Straffälligkeit einer Frau Solche Gewalterfahrungen können zu Marginalisierung und problematischem Drogenkonsum führen Was wiederum zu kriminellen Handlungen führen kann

19 19 Erfahrungen mit sexuellem Missbrauch und Gewalt II. Manche Frauen werden von ihrem Partner gezwungen, sich zu prostituieren

20 20 Hygiene und Gesundheitsversorgung Weibliche Gefangene haben spezifische gesundheits- und hygienebezogene Bedürfnisse Weibliche Gefangene sollten Zugang zu einem Gynäkologen und Spezialisten für Frauengesundheit haben In der weiblichen Gefangenenpopulation sind alarmierend hohe Zahlen von Störungen der psychischen Gesundheit zu beobachten sowie ein Hang zu Selbstverletzung und Suizid 90% der weiblichen Gefangenen weisen entweder eine Störung der psychischen Gesundheit, problematischen Drogenkonsum oder beides auf

21 21 Vorbereitung der Haftentlassung I. Weniger Zugang zu schulischer Ausbildung und Fortbildungen als männliche Gefangene Oftmals sind die Arbeiten, die weibliche Gefangene aufnehmen können, begrenzt Oft ist auch der Zugang zu beruflicher Ausbildung eingeschränkt

22 22 Vorbereitung der Haftentlassung II. Weibliche Gefangene sehen sich nach ihrer Rückkehr in die Gesellschaft vielfältigen Problemen gegenüber (z.B. Verhandlungen darüber, dass sie ihre Kinder zurückbekommen) Frauen brauchen in der Zeit nach der Haftentlassung Unterstützung Besondere Hilfeleistungen sollten bereitgestellt werden: Schadensminderungsprogramme Zugang zu Drogentherapien Überweisungen an Beratungsstellen im Bereich sexuelle und reproduktive Gesundheit Hilfe bei der Wohnungssuche Kinderbetreuung

23 23 Übung Fallbeispiele

24 24 Übung Verhandlung über die Verwendung eines Kondoms


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