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1 Motivforschung zu umweltgerechtem Verhalten in Zusammenhang mit Energieeffizienz.

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Präsentation zum Thema: "1 Motivforschung zu umweltgerechtem Verhalten in Zusammenhang mit Energieeffizienz."—  Präsentation transkript:

1 1 Motivforschung zu umweltgerechtem Verhalten in Zusammenhang mit Energieeffizienz

2 2 Aufgabenstellung Ziel der Untersuchung ist es, Einstellungen, Motive und Bedenken in Zusammenhang mit klimagerechtem Verhalten und insbesondere Energieeffizienz zu analysieren: Welche rationalen bzw. emotionalen Beweggründe sind für die geringe Handlungsbereitschaft in Zusammenhang mit klimagerechtem Verhalten verantwortlich? Aufbauend auf den Ergebnissen soll es möglich sein, Ansatzpunkte für die Kommunikation abzuleiten: Welche Motive gibt es, klimagerecht zu handeln? Welche Einstellung hat die Bevölkerung zum Thema Klimawandel und Energieeffizienz? Welche Motive, energieeffizient zu agieren, sollen in der Kommunikation aufgegriffen werden? Welche Argumente sind diesbezüglich anzuführen? Warum sind das Bewusstsein für den Klimawandel und die Bereitschaft, dementsprechend zu handeln, gering?

3 3 Untersuchungsdesign 30 Tiefeninterviews Hierbei handelt es sich um offene Gespräche anhand eines Gesprächsleitfadens, mit einer durchschnittlichen Dauer von ca. 1 Stunde Alle Interviews wurden von Psychologinnen bei uns am Institut durchgeführt, auf Audio aufgenommen und anschließend transkribiert. Zusätzliche Tagebuchanalyse Die Probanden wurden gebeten, VOR dem Tiefeninterview für ca. 1 Woche ein Tagebuch zu führen: dabei ging es darum, sich selbst im Alltag zu beobachten in Hinblick auf Situationen, in denen man (nicht) energieeffizient agiert Methode Zielgruppe 30 Personen 15 Frauen, 15 Männer Alter: 20 bis 70 Jahre Einkommen und Bildung gestreut 70% leben in Wien, 30% im ländlichen Raum alle fahren einen PKW Erhebungs- zeitraum 2. – 18. September 2008 alle leben in einer eigenen Wohnung/ in einem eigenen Haus (wobei ca. 1/3 in einem Haus, 2/3 in einer Wohnung wohnen)

4 4 Inhalte der Untersuchung Das Wissen über den Stromanbieter und den bezogenen Strom S. 5 Die Verwendung von Energie/ Strom im AlltagS. 10 Die Nutzung des AutosS. 17 KlimawandelS. 19 Der Begriff EnergieeffizienzS. 66 Das Wissen über Klimaziele und deren ErreichungS. 73 Energieeffizienz: Welche Maßnahmen werden damit verbunden und wer ist dafür verantwortlich?S. 82 Hinderungsgründe, energieeffizient zu handelnS. 111 Beurteilung von Maßnahmen, energieeffizient zu handelnS. 116 Motive und Anreize, energieeffizient zu agierenS. 152

5 5 Das Wissen über den Stromanbieter und den bezogenen Strom

6 6 Man kennt zwar den Stromanbieter … der ganz normale Anbieter die ganz normalen Wiener E- Werke niederösterreichische Stromversorgung Man kennt meist den Stromanbieter.

7 7 … man weiß aber meist nicht über die Art des bezogenen Stroms Bescheid man kann nur diesbezügliche Vermutungen anstellen wobei man durchaus davon ausgeht, dass auch Atomstrom enthalten sein könnte man nimmt an, dass es sich um eine Mischung aus verschiedenen Stromarten handelt definitives Wissen ist aber meist nicht vorhanden Welchen Strom man bezieht, weiß man meist nicht. der Weg, den der Strom geht, ist nicht nachvollziehbar ich habe nicht nachgefragt der ganz normale Strom, den es immer schon gab keine Ahnung, ist mir auch egal Kraftwerke aus Österreich Strom aus der Steckdose kalorischer Strom man geht davon aus, dass der Strom auch aus dem Ausland importiert wird der Markt ist liberalisiert, also wird der Strom hin und her geschickt das ist sicher eine gemischte Sache ich glaube nicht, dass das nur österreichische Qualität ist ich glaube schon, dass da Atomstrom reinfließt nur sehr selten/ vereinzelt macht man sich aktiv Gedanken über den Stromanbieter bzw. den bezogenen Strom ich werde zum Verbund wechseln, weil die günstiger sind und Strom aus österreichischer Energie haben dies vorwiegend aus Kostengründen nicht zu 100% aus Österreich was eingespeist wird, kann ich nicht eruieren

8 8 Man sucht kaum aktiv nach Ökostrom es ist kein einheitliches Wissen vorhanden, was Ökostrom ist der Begriff Ökostrom scheint zwar vom Namen her durchaus bekannt zu sein man weiß aber nicht, was darunter genau zu verstehen ist Strom, der vom Wasserkraftwerk kommt Ökostrom ist irgendwie besser Strom aus kleinen Wasserkraftwerken Ökostrom meist hat man sich noch nicht wirklich aktiv damit auseinandergesetzt, ob man Ökostrom bezieht oder nicht unterschiedliche diesbezügliche Vermutungen werden geäußert Obwohl man schon von Ökostrom gehört hat, erkundigt man sich nicht aktiv danach. ich weiß nicht, was Ökostrom ist daran habe ich noch nicht gedacht da wird in Wirklichkeit auch Atomstrom dazugemischt ich denke schon, dass wir Ökostrom haben, aber sicher bin ich mir da nicht ich glaube nicht, dass ich ihn bekomme

9 9 Analyse/ Fazit: Das Bewusstsein über die Art des bezogenen Stroms ist gering obwohl Strom ein wesentlicher Bestandteil des Alltags ist Strom = Strom ein Grund hierfür scheint zu sein, dass man als Konsument nicht unterschiedliche Qualitäten von Strom wahrnehmen kann macht man sich kaum Gedanken über dessen Herkunft unabhängig davon, wo er herkommt Strom ist zur Selbstverständlichkeit geworden, seine Herkunft wird kaum hinterfragt lediglich die Kosten des Stroms/ der Energie sind für den Konsumenten spürbar bei der Verwendung von Strom lassen sich keine Qualitätsunterschiede für den Endverbraucher erkennen

10 10 Die Verwendung von Energie/ Strom im Alltag

11 11 Das Bewusstsein über den eigenen Energieverbrauch es werden dabei unterschiedliche Referenzwerte angegeben: die Stromrechnung man hat eine geringere Stromrechnung als Bekannte man vergleicht sich mit Haushalten mit größerer Personenanzahl man hat das Gefühl, Strom zu sparen bzw. nicht zu verschwenden man setzt teilweise einzelne Maßnahmen, um Strom zu sparen (z.B. Energiesparlampen) ich drehe immer das Licht ab, wenn ich aus dem Zimmer gehe man vergleicht sich mit anderen Personen, von denen man annimmt, dass sie mehr Strom/ Energie verbrauchen z.B. mit Arbeitskollegen, die täglich mit dem Auto zur Arbeit fahren ich habe nur 40,-- im Quartal meine Bekannten waschen mehr Wäsche als ich ich zahle 500,-- im Jahr – meine Bekannten zahlen das doppelte man argumentiert, dass Haushalte mit mehr Personen mehr Energie benötigen (z.B. Single-HH vergleichen sich mit Mehrpersonen- HH) man hat meist das Gefühl, wenig bzw. durchschnittlich viel Strom zu verbrauchen Um den eigenen Energie-/ Stromverbrauch abschätzen zu können, orientiert man sich an objektiven Kennzahlen, wie der Stromrechnung oder der Haushaltsgröße. Eine andere Möglichkeit besteht darin, den Energieverbrauch gefühlsmäßig einzuschätzen: hat man etwa das Gefühl, Energie nicht zu verschwenden und die eine oder andere Sparmaßnahme zu setzen (z.B. Licht abdrehen), so beeinflusst dies die subjektive Wahrnehmung. ich lebe nur mit meinem Kind alleine ich habe letztes Jahr einiges zurückbekommen ich liege im Mittelfeld – ich lebe nicht sehr energiesparend, brauche aber auch nicht viel Energie man kann immer etwas mehr leisten, aber ich glaube, dass ich ganz gut bin ich glaube, ich bin im besseren Drittel

12 12 Energie ist selbstverständlicher Begleiter im Alltag, der nicht immer hinterfragt wird man nutzt Energie, ohne sich dessen immer bewusst zu sein z.B. in der Haushaltsführung benutzt man Elektrogeräte man überlegt sich nicht jedes Mal, dass man Strom/ Energie benötigt es handelt sich um alltägliche Handlungen, die teilweise wenig hinterfragt werden Energie ist dermaßen in den Alltag integriert, dass man deren Nutzung nicht immer bewusst wahrnimmt. das mache ich automatisch für mich ist es selbstverständlich, dass ich Strom habe

13 13 Dennoch setzt man teilweise bewusst einzelne Maßnahmen, um Strom/ Energie zu sparen Standby Geräte abschalten Licht abdrehen, wenn man aus dem Zimmer geht beim Kochen die Restwärme des Ceranfeldes benutzen beim Heizen sparen z.B. Personen mit einem geringen Einkommen/ kleinen Pension achten in verstärktem Maße darauf, Energie einzusparen (um Kosten zu sparen – aber nicht um die Umwelt zu schützen) Trotz der Selbstverständlichkeit von Energie in unserem Lebensalltag ergreift man teilweise einzelne Maßnahmen, um bewusst Energie zu sparen. Es kann sich hierbei um kleine Maßnahmen handeln (wie etwa Licht abdrehen, sobald man den Raum verlässt), oder aber auch um solche Maßnahmen, die eventuell einen Einschnitt in der Lebensqualität des Betroffenen bedeuten können (z.B. beim Heizen sparen). Je nach finanzieller Lage fallen die Sparmaßnahmen intensiver bzw. weniger intensiv aus.

14 14 Nur selten gibt man an, viel Energie zu brauchen dies weiß man aufgrund der Energierechnung man weiß, dass man energieeffizienter agieren könnte man benutzt vielfältige elektrische Geräte (Herd, Mikrowelle, Backrohr) durch die Tagebuchanalyse wird der Energiebedarf bewusster es wird erst bewusst, wo man überall Strom/ Energie verbraucht bzw. wo man wenig energieeffizient agiert Aufgrund der Tagebuchaufzeichnungen wird der (teils unbewusste) Energiekonsum erst ins Bewusstsein gerufen. wir lassen den Fernseher auf Standby ich lasse öfter das Licht lange brennen das Tagebuch hat mich etwas aufgeweckt den halbvollen Geschirrspüler einschalten

15 15 Man sieht Bereiche, wo man mit Energie wenig sorgfältig umgeht ich lasse den ganzen Tag die Pumpe für das Schwimmbecken laufen ich habe den ganzen Tag den Fernseher und den Computer laufen man rechtfertigt dies vor sich selbst ich schalte die Waschmaschine ein, auch wenn das nur für 2 Kleidungsstücke ist ich nehme auch für kurze Wegstrecken das Auto versucht, die entstandene Dissonanz zu reduzieren man sieht diesen Energiebedarf als Notwendigkeit an… … oder als kleinen Luxus, den man sich gönnt man möchte keine Einschränkung in der Lebensweise erfahren oder aus Gewohnheit der Fernseher rennt bei mir eigentlich den ganzen Tag man denkt, das ist doch wenig Energie am Land gibt es keine andere Möglichkeit als mit dem Auto zu fahren Im Zuge der Auseinandersetzung mit der Thematik sehen die Probanden durchaus Bereiche, wo sie wenig sorgfältig mit Energie umgehen. Sie versuchen, die dadurch entstandene Dissonanz zu reduzieren, in dem sie den Energiebedarf vor sich rechtfertigen.

16 16 Wenn man an den eigenen Energie-/ Strombedarf denkt,… so denkt man vorwiegend an den Energiebedarf zuhause Haushalts- geräte stehen an erster Stelle Unterhaltungs- elektronik Verkehr, Autos Energie- sparlampen man sieht auch jene (wenigen) Maßnahmen, die man setzt, um Energie zu sparen Licht abdrehen sekundär denkt man an die Mobilität Heizung Man denkt primär an jene Situationen, in denen man DIREKT Energie verbraucht. Man hat allerdings nicht jene Situationen im Kopf, in denen man INDIREKT Energie benötigt (z.B. Produkte kaufen, die mit Energie produziert wurden bzw. die lange Transportwege hinter sich haben).

17 17 Die Nutzung des Autos

18 18 Man fährt Auto man benützt das Auto für vielfältige Wegstrecken zum Einkaufen für den Weg zur Arbeit am Wochenende/ in der Freizeit (Ausflug, Freunde treffen) vor allem in ländlichen Regionen ist das Auto von besonderer Relevanz man gibt an, auf das Auto angewiesen zu sein – ohne Auto sieht man kaum Möglichkeiten, sich fortzubewegen gerade in ländlichen Regionen wird der Ausbau der öffentlichen Verkehrsmitteln als mangelhaft beschrieben man müsste große zeitliche Einbußen in Kauf nehmen, wenn man mit Bus oder Bahn die Wege zurücklegen möchte auch in Wien nützt man gerne das Auto gegenüber öffentlichen Verkehrmitteln erlebt man das Auto teilweise als bequemer teilweise auch als schneller am Abend, wenn ich einen Termin habe oder wo eingeladen bin mit den Kindern unterwegs sein öffentliche Verkehrsmittel sind zu vergessen wir haben eine schlechte Anbindung an die öffentlichen Verkehrsmittel Staus und Parkplatzprobleme sind (in Wien) Grund dafür, das Auto nicht für alle Wegstrecken zu verwenden und auf öffentliche Verkehrsmittel oder Fahrrad umzusteigen ABER ich stehe ungern im Stau in der Stadt ist es mit den Öffentlichen viel besser Das Auto ist ein relevantes und meist beliebtes Fortbewegungsmittel, auf das man nicht verzichten möchte.

19 19 Klimawandel

20 20 Die spontanen Assoziationen zum Thema Klimawandel sind vielfältig Klimawandel Gletscher gehen zurück es gibt viele Stürme und Überschwemmun gen in den letzten Jahren – davon hat man früher nicht so viel gehört Anstieg des Meeresspiegels die Globalisierung ist der Auslöser die Hurricans und die ganzen Umweltkata- strophen, wie Tsunami CO2 Ausstoß, die Treibhausgase es wird wärmer, Erderwärmung Wetterkapriolen: im April hat es an einem Tag 3 Grad und am nächsten gleich 27 ein großer Wirtschaftszweig, der davon lebt die zunehmende n Unwetter machen mir Sorgen derzeit sind viele Stürme es wird sehr viel geredet, aber wenig gemacht der Rückgang der Ozonschicht die Bedrohung durch die UV Strahlung der starke Verkehr die Natur- katastrophen nehmen zu die Sonne wird immer stechender ein sehr umstrittenes Thema, es stecken viele Interessen dahinter das Wetter ist oft verrückt man sollte sehr vorsichtig sein, wem man vertraut keiner kann sagen, worum es genau geht Schon in den spontanen Assoziationen sieht man den breiten Zugang zum Thema: so werden primär die Ursachen bzw. Folgen des Klimawandels angesprochen – sekundär kommt die Unsicherheit und Skepsis gegenüber diesem Thema zum Ausdruck.

21 21 Bilder, die man mit Klimawandel in Verbindung bringt Gletscher gehen zurück zurück immer mehr Autos auf der Straße Abgase von Fabriken Flugverkehr Eisbären, die auf Eisschollen treiben Katastrophen,Überschwemmungen sterbendeRegenwälder blätterloseBäume Grau in Grau Sehr stark wird mit Klimawandel der Rückgang von Gletschern verbunden. Weiters assoziiert man damit Bilder von Umweltverschmutzung und -zerstörung und ihren Folgen für die Natur. Es handelt sich meist um solche Bilder (z.B. Gletscher, Eisbär), die nicht unmittelbar mit dem alltäglichen Leben der Befragten zu tun haben.

22 22 Das Wissen über Klimawandel

23 23 Was versteht man unter Klimawandel? bzw. auch die Winter immer wärmer werden teilweise spricht man davon, dass die Sommer heißer werden man hat teilweise den Eindruck, dass die Jahreszeiten ineinander übergehen ohne diese näher zu definieren die Lebensqualität sinkt, die Natur wird zerstört in Peking laufen die Leute mit Masken herum wegen dem Smog die Tiere werden immer mehr ausgerottet man definiert Klimawandel primär als Temperaturanstieg, als Erderwärmung man nimmt teilweise keine deutlichen Unterschiede mehr zwischen den Jahreszeiten wahr teilweise spricht man ganz all- gemein von Klimaveränderungen bzw. davon, dass sich das Wetter schon immer gewandelt hat (z.B. Eiszeiten), das Wetter einem stetigen Wandel unterliegt vereinzelt spricht man von allgemein schlechteren Lebensbedingungen Über die wesentlichen Eckpunkte (Temperaturanstieg) weiß man durchaus Bescheid. das Klima verschiebt sich den Schnee können wir bald abschreiben die Kraft der Sonne nimmt zu es gibt nicht mehr 1.5 Meter Schnee bei uns sobald die Sonne rauskommt, ist die Hitze immens es geht vom Winter direkt in den Sommer die Winter sind keine richtigen Winter mehr, der Übergang der Jahreszeiten ist sehr fließend es wird immer wärmer es wird in 100 Jahren um ein paar Grad wärmer es gibt keine lauen Tage mehr Frühling und Herbst gibt es fast nicht mehr die Jahreszeiten vermischen sich

24 24 Das Wissen über die Ursachen des Klimawandels PRIMÄR werden die folgenden Faktoren angeführt: Treibhaus- gase, CO2 Industrie die Umweltverschmutzung im Allgemeinen Autos, Verkehr Klimawandel

25 25 Das Wissen über die Ursachen des Klimawandels Man weiß durchaus über die Ursachen Bescheid, wenn auch die Zusammenhänge nicht immer klar sind Treibhaus- gase, CO2 man hat meist von den Treibhausgasen/ CO2 in Zusammenhang mit dem Klimawandel gehört WIE sich die Treibhausgase aber konkret negativ auswirken, weiß man oft nicht man hat nur ein ungefähres Verständnis davon die Umwelt- verschmutzung teilweise spricht man ganz allgemein von Umweltverschmutzung und macht diese für den Klimawandel verantwortlich auch hier ist man sich nicht immer über die genauen Zusammenhänge im Klaren wir stoßen mehr CO2 aus, dadurch erwärmt sich die Luft ich verstehe das nicht mit dem CO2, es gab doch immer eine bestimmte Menge davon auf der Erde es hat irgendwas mit CO2 zu tun – aber das weiß ich nicht so genau es gibt chemische Prozesse in der Atmosphäre die Erde verkraftet nicht so viel CO2 die Schadstoffe, die die Menschen produzieren durch die Umweltverschmutzung wird die Schutzschicht der Erde immer schwächer und die Kraft der Sonne scheint immer stärker durch das Gleichgewicht auf der Erde wird dadurch gestört es ist unverantwortlich, wie der Mensch mit der Natur umgeht die Atmosphäre verändert sich wenn man etwas raufbläst, kommt das irgendwann wieder runter, die Luft wird verpestet

26 26 Das Wissen über die Ursachen des Klimawandels Die Industrie wird als einer der Hauptverursacher für den Klimawandel angesehen, ebenso der Verkehr Industrie man denkt an die Schadstoffe/ Abgase, die von der Industrie verursacht werden man kritisiert teilweise das Profitdenken der Wirtschaft, es wird immer mehr produziert, ohne Rücksicht auf die Umwelt zu nehmen Verkehr man denkt primär an den Straßenverkehr, Autos aber auch an Flugzeuge der Verkehr nimmt stark zu die Fabriken mit ihren stinkenden Rauchfängen hauptsächlich ist es die Industrie es wird immer mehr Industrie es muss alles vorhanden sein, ohne Rücksicht auf Verluste durch den CO2 Ausstoß durch die ganzen Abgase in jedem Auto sitzt nur eine Person in Wien es gibt immer mehr Flugzeuge und Autos

27 27 Das Wissen über die Ursachen des Klimawandels Weitere Faktoren, die man teilweise für relevant hält/ SEKUNDÄRE FAKTOREN jeder von uns die Ursache ist nicht eindeutig klar, es gab schon immer Klimaschwankungen, Klimaschwankungen sind ein natürliches Phänomen das Ozonloch wird größer Länder wie China, USA, die sich nicht an das Kyoto- Protokoll halten ? Klimawandel

28 28 Das Wissen über die Ursachen des Klimawandels das Ozonloch wird teilweise als Ursache für den Klimawandel gesehen man geht davon aus, dass die Ozonschicht dünner wird und es dadurch zu einer verstärkten Sonneneinstrahlung kommt, was zu Erwärmung führt jene Länder, die sich nicht an das Kyoto-Protokoll halten, werden teilweise als besondere Verursacher erlebt vor allem China wird in diesem Zusammenhang häufig negativ hervorgehoben aber auch die USA Man geht teilweise davon aus, dass dem Ozonloch eine gewisse Rolle im Zuge des Klimawandels zukommt. Weiters ortet man vor allem in jenen Ländern Verursacher des Klimawandels, die sich nicht an das Kyoto-Protokoll halten – vor allem China wird in dieser Hinsicht häufig als negatives Beispiel angeführt. das Ozon wird durch Treibhausgase zerstört die Ozonschicht wird immer mehr verdünnt und dadurch kommt es zu einer erhöhten Einstrahlung der Sonne die Ozonschicht ist nicht mehr das, was sie einmal war die am meisten verursachen, halten sich nicht dran die Ozonschicht schmilzt und dadurch kann dann die Sonne mehr durchdringen

29 29 Das Wissen über die Ursachen des Klimawandels Auffallend ist, dass im Vergleich zu den primären Ursachen (Industrie, CO2/ Treibhausgase, Verkehr, Umweltverschmutzung) der Mensch als einzelnes Individuum (jeder von uns ist dafür verantwortlich) seltener als Verursacher erlebt wird jeder trägt sein Schäufchen dazu bei Man scheint primär in größeren (und damit anonymen) Einheiten die Verursacher für den Klimawandel zu sehen. Dem einzelnen Individuum (und damit sich selbst) schreibt man hingegen weniger die Verantwortung zu. Dies hat Auswirkungen auf das Involvement gegenüber dem Thema und auf das Ausmaß der erlebten Betroffenheit.

30 30 Das Wissen über die Ursachen des Klimawandels Es ist teilweise Skepsis bzw. Unsicherheit bezüglich der Ursachen feststellbar es ist nicht immer klar, ob der Mensch dies verschuldet hat oder ob es andere Gründe dafür gibt vielleicht leben wir zufällig in einer Periode, wo es wärmer ist man hat von unterschiedlichen Theorien gehört, warum es zum Klimawandel kommt Klimawandel als ein immer wiederkehrendes Naturphänomen Klimawandel als ein vom Menschen verursachtes Phänomen versus ? Unsicherheit: die Frage nach der Ursache ist nicht eindeutig zu beantworten Unterschiedliche Theorien über die Ursachen des Klimawandels lösen zum einen Unsicherheit aus. Zum anderen führen sie dazu, dass man sich weniger für den Klimawandel verantwortlich fühlt. Sie dienen auch als Rechtfertigung, sich nicht für den Klimawandel verantwortlich fühlen zu müssen und das Thema zu ignorieren. vielleicht wird uns nur eingeredet, dass wir Menschen dafür verantwortlich sind

31 31 Das Wissen über die Ursachen des Klimawandels nicht sparsamer Umgang mit den Ressourcen Strom wird als Selbstverständlichkeit gesehen Strom ist jedem egal, er ist da, er wird verwendet, egal, woher er kommt es sind mehr Menschen auf der Welt, die brauchen mehr Energie Die Verwendung von Strom/ Energie wird kaum als Ursache für den Klimawandel angeführt Interessant ist, dass man die Verwendung von Energie/ Strom spontan kaum mit dem Klimawandel als Ursache in Verbindung bringt.

32 32 Man wird meist über die Medien informiert man macht sich eigene Gedanken wenn man im Stau steht und niemand dreht den Motor ab, dann denkt man sich seinen Teil man wird über die Medien immer wieder damit konfrontiert der ORF hat Schwerpunkte über Klimawandel Internet Fernsehen Zeitungen Gespräche mit Bekannten, Freunden Infos aus der Arbeit Broschüren was man so in der Zeitung liest bzw. im Fernsehen hört aus der Schule vorwiegend über aber auch nachrangig Informationen in Zusammenhang mit einem bekannten und glaubwürdigen Testimonial sind teilweise von Interesse Medien spielen in der Berichterstattung eine sehr große Rolle. in der EDV spricht man von Green-IT – da geht es darum, dass man auf sparsamere Server umsteigt Al Gore ist ein ganz starker Verfechter und Aufrüttler

33 33 Man hat meist schon konkrete Erlebnisse gehabt, die man mit dem Klimawandel in Verbindung bringt Überflutungen, Unwetter nehmen zu starke Regenfälle man hat meist das Gefühl, dass sich das Wetter in den letzten 5 bis 10 Jahren verändert hat mehr Hitze im Sommer weniger Schnee im Winter, Winter werden wärmer die Gletscher gehen zurück die Gewitter werden stärker es gibt mehr Stürme Jahreszeiten verändern sich Man hat bereits meist selbst die eine oder andere Veränderung des Klimas erlebt. es gibt immer mehr Hagel und Gewitter in Österreich fällt mir beim Wandern auf mein Sohn ist Snowboarder – er hat Angst, dass er in 10 Jahren nirgends mehr fahren kann die Sommer sind wärmer geworden heute gibt es kein normales Gewitter mehr tropische Regenfälle die Sonne wird unangenehmer es gibt keinen richtigen Winter mehr ich habe in meinem ganzen Leben noch nie so starke Gewitter erlebt wie letzten Winter es gibt kaum noch Frühjahr und Herbst

34 34 Man möchte nicht alle Naturkatastrophen auf den Klimawandel zurückführen Naturkatastrophen gab es auch schon früher Umweltkatastrophen gab es auch vor 30 Jahren die Berichterstattung hat zugenommen nicht alle Naturkatastrophen haben ihre Ursache im Klimawandel ABER Es besteht vereinzelt Skepsis, ob sämtliche Wetterveränderungen auf einen tatsächlichen Klimawandel zurückzuführen sind. früher wurde nicht so viel darüber berichtet Stürme und Hurricans sind nicht unbedingt durch den Klimawandel bedingt

35 35 Man weiß über mögliche Auswirkungen des Klimawandels Bescheid Schmelzen der Gletscher Schmelzen von Eis/ Polkappen Anstieg des Meeresspiegels weniger Schnee (in Schigebieten) Hochwasser, Über- schwemmungen unbeständige Sommer, das Wetter ist weniger stabil die Wasservorräte werden knapp (tropische) Stürme werden stärker Dürre, Trockenheit, mehr Wüstengebiete höhere Kosten durch Umwelt- schäden die Sommer werden heißer die Tierwelt leidet Veränderung der Vegetation das Klima gerät aus dem Gleichgewicht die tropischen Regionen wandern in den Norden rauf hat negative Auswirkungen auf ärmere Regionen die Lebens- qualität leidet Man hat bereits diesbezügliche Informationen erhalten. Die meisten Auswirkungen betreffen nicht das gegenwärtige Leben der Probanden. reiche Länder können Dämme bauen Wasserknappheit wirkt sich in ärmeren Ländern stärker aus es ist nicht mehr so schön und angenehm zu leben wie jetzt Inseln verschwinden im Meer

36 36 Teilweise steht man dem Thema Klimawandel ambivalent gegenüber Es sind hierfür unterschiedliche Gründe ausschlaggebend

37 37 Es gibt widersprüchliche Meinungen zum Zustandekommen des Klimawandels Klimawandel als vom Menschen verursachtes Phänomen versus Naturphänomen man weiß nicht, welcher Meinung man vertrauen soll man geht davon aus, dass hinter jeder der beiden Positionen (finanzielle) Interessen stecken man macht Geschäfte mit dem Klimawandel aber auch hinter jenen Argumenten, die Klimawandel als Naturphänomen ansehen, sieht man finanzielle Interessen was zu Skepsis führt Man befürchtet teilweise, dass eigennützige (finanzielle) Interessen hinter der Klimadebatte stehen. die grundsätzliche Debatte, ob der Klimawandel hausgemacht ist oder nicht es ist schwierig zu sagen, wer recht hat Klimawandel wird bewusst eingesetzt, um die Leute abzuzocken (z.B. Steuern einführen) die Industriellenvereinigung möchte nicht die Wirtschaft einschränken dahinter steht ein ganzer Industriezweig (erneuerbare Energien) beim Ökostrom sagen sie, dass ist gute Energie – das wird sicher sehr stark für gewinnträchtige Sachen verwendet

38 38 Es gibt keine klaren Beweise, dass der Klimawandel vom Menschen verursacht ist man muss auf Experten vertrauen man kann die Informationen der Experten nicht selbst nachvollziehen ich weiß nicht, wie schnell die Gletscher wirklich schmelzen ich weiß nicht, ob man das aufhalten kann, dazu fehlen mir die Informationen man kann selbst aufgrund der eigenen Erfahrungen den Klimawandel nicht verifizieren je nach Interessenslage werden unterschiedliche Spezialisten befragt: z.B. Klimaforscher versus Spezialisten der Ölfirmen man sagt, es gibt keinen Schnee mehr – die letzten Winter haben aber gezeigt: das stimmt nicht man zeigt sich teilweise skeptisch man kann es selbst schwer nachprüfen wobei man teilweise deren Glaubwürdigkeit bezweifelt Klimawandel ist ein Phänomen, das es auch in der Vergangenheit gegeben hat ich glaube nicht, dass die Sommer immer heißer werden Als problematisch hinsichtlich Glaubwürdigkeit ist zu sehen, dass sich die Debatte über den Klimawandel primär auf Zukunftsszenarien konzentriert, die man in der Gegenwart nicht nachvollziehen kann. Handfeste Beweise, die die Glaubwürdigkeit erhöhen, fehlen. das Klima ändert sich über Jahrhunderte es hat auch früher heiße Perioden gegeben und dann wieder kalte man sollte sehr vorsichtig sein, wem man vertraut in einem Menschenleben ist der Klimawandel nicht nachvollziehbar ich kann nicht feststellen, ob es wirklich immer wärmer wird wieso soll das so schnell gehen? ich bin prinzipiell gegen Prognosen

39 39 Auch in der Vergangenheit wurden Umweltthemen thematisiert, die später im Sand verlaufen sind auch in der Vergangenheit gab es Umweltkatastrophen (Überschwemmungen, Wirbelstürme) man geht aber davon aus, dass diese in der Vergangenheit weniger in den Medien thematisiert wurden man wurde bereits in der Vergangenheit mit Schreckensszenarien konfrontiert, die nicht eingetreten sind in den 80er Jahren haben alle vom sauren Regen gesprochen nur hat man nicht viel darüber gehört wird heute mehr thematisiert vor 20 Jahren hat es auch geheißen, dass der saure Regen und das Waldsterben kommen – und das ist auch nicht eingetroffen

40 40 Man geht teilweise davon aus, dass es sich um übertriebene Panikmache hält man bezweifelt die Glaubwürdigkeit der Berichterstattung über diese Thematik ich glaube nicht alles, was in den Zeitungen steht es wird übertrieben man bezweifelt daher teilweise etwas die Ernsthaftigkeit des Problems es ist immer ein bisschen Panikmache dahinter und natürlich auch ein bisschen Wahrheit es gibt bestimmt ein bisschen Klimawandel manche Leute wollen sich da nur wichtig machen wird teilweise sehr aufgepuscht das ganze wird ein bisschen hochgespielt die Grünen übertreiben ich bin sehr misstrauisch gegenüber den Medien das ist Panikmache von den Medien, um die Auflage zu erhöhen

41 41 Die Relevanz des Themas Klimawandel

42 42 Klimawandel hält man für ein wichtiges Thema es handelt sich primär um eine RATIONALE Sichtweise!!! man erwartet mögliche Probleme für zukünftige Generationen Katastrophen/ Unwetter bringen das Thema wieder stärker ins Bewusstsein – auch auf einer EMOTIONALEN Ebene auf einer rationalen Ebene hält man den Klimawandel für ein durchaus ernstzunehmendes Problem vor allem wenn man Kinder hat, macht man sich teilweise mehr Gedanken mir geht es nicht sehr gut damit: ich denke, wie wird es meinen Enkerln gehen? je mehr man selbst davon betroffen ist, desto mehr setzt man sich mit dem Thema auseinander wenn das so weitergeht, kann ich mir vorstellen, dass ich noch viele Naturkatastrophen erleben werde ein mulmiges Gefühl – ich weiß nicht, was noch kommen wird Klimawandel wird auf rationaler Ebene als wichtiges und ernst zu nehmendes Problem gesehen. Vor allem für zukünftige Generationen erwartet man negative Konsequenzen. auf lange Zeit gesehen muss man das schon weiterverfolgen eigentlich sollte sich jeder betroffen fühlen es ist nicht 5 vor 12, aber halb 12 es ist ein reales Problem persönlich wird mir der Klimawandel nichts anhaben können, aber für meine Kinder könnte die Sache eng werden ich mache mir Gedanken über das Unwetter meine Eltern haben durch den Hagel 40% Ausfall bei der Weinernte

43 43 Die Rolle des Einzelnen man hat teilweise das Gefühl, allein als Einzelperson wenig ausrichten zu können man denkt vor allem an jene Nationen, die sich wenig im Bereich Klimaschutz engagieren (China, USA) man kritisiert vor allem solche Industrieländer, die man mit wenig Umweltbewusstsein in Verbindung bringt auch hier fordert man ein gemeinsames Agieren wobei man aber durchaus Maßnahmen als sinnvoll erachtet, die das einzelne Individuum betreffen für relevant hält man es aber, dass diese Maßnahmen von der breiten Masse umgesetzt werden teilweise weiß man nicht, welche (einfachen) Maßnahmen Einzelpersonen setzen können, um dem Klimawandel entgegenzusteuern trotzdem setzt man als Einzelperson durchaus energiesparende Maßnahmen (vorwiegend aus Kostengründen) Auf die wichtige Rolle des einzelnen Bürgers ist in der Kommunikation gezielt und glaubwürdig hinzuweisen. ich bin ein kleines Rädchen gegenüber der großen Maschinerie alle sollen an einem Strang ziehen was kann ein Einzelner dagegen tun? China ist eine Dreckschleuder ich kann beim Zähneputzen das Wasser abdrehen, damit ich Wasser spare – aber was ich gegen den Klimawandel tun kann, weiß ich nicht ich koche Wasser mit dem Wasserkocher und gebe immer Deckel auf die Töpfe ich bin nicht der große Aktivist oder Vorreiter der Revolution man darf nicht denken, dass der eigene Beitrag zu klein ist China fängt jetzt mit den Autos an – was bringt es, wenn ich selbst zurückstecke und zu Fuß gehe?

44 44 Auf einer EMOTIONALEN Ebene fühlt man sich meist weniger vom Klimawandel betroffen man ist nicht ernsthaft beunruhigt oder in Alarmsituation man fühlt sich selbst weniger betroffen setzt sich daher weniger mit dem Thema auseinander man geht davon aus, dass man im eigenen Leben nicht mehr mit den negativen Auswirkungen konfrontiert sein wird man hat teilweise keine Kinder oder aber erwartet auch nicht für die Kinder negative Auswirkungen betrifft weniger die Menschen in Österreich man geht davon aus, dass andere Länder mehr von den negativen Auswirkungen betroffen sein werden man ist nicht in der Lebensführung beeinträchtigt, Klimawandel betrifft nicht den Alltag Trotz der Relevanz des Themas auf einer rationalen Ebene, fühlt man sich meist emotional wenig berührt. Ein wesentlicher Grund hierfür scheint zu sein, dass es sich um Zukunftsszenarien handelt, die im Moment (noch) nicht spürbar sind. es ist ein Thema von vielen, das zurzeit aktuell ist ich denke nicht so viel darüber nach der Klimawandel wird mich nicht betreffen persönlich fühle ich mich nicht sehr beeinträchtigt es ist ein wichtiges Thema, aber im Alltag vergisst man es oft – man hat seine eigenen Probleme so schnell wird es wohl nicht gehen, dass meine Tochter (8 Jahre) davon beeinflusst ist für mich geht es sich noch aus ich bin jetzt 38 – für meine Generation ist das sicher kein Problem – uns kann das wurscht sein der Anstieg des Meeresspiegels trifft uns nicht im Moment betrifft es mich nicht – wir sind in keiner Hurrican- Zone Gedanken macht man sich eventuell schon, aber Gefühle habe ich nicht wirklich dabei

45 45 Grund für die geringe emotionale Betroffenheit ist auch ein Mangel an Informationen man weiß zu wenig über die negativen Auswirkungen Bescheid oder aber negiert das Problem oder bezweifelt die Glaubwürdigkeit der Informationen z.B. man weiß zu wenig über die Konsequenzen der Erderwärmung Bescheid vor allem über jene Konsequenzen, die das eigene Leben betreffen man weiß zu wenig über die Zusammenhänge/ Wechselwirkungen Bescheid (z.B. Auswirkungen von schmelzenden Gletschern) Es scheint von Relevanz zu sein, über die Auswirkungen plakativ und möglichst realitätsnah zu informieren: z.B.: was bedeutet es für die konkreten Lebensumstände des einzelnen Bürgers in Österreich, wenn die Durchschnittstemperatur um 2 Grad steigt, die Gletscher schmelzen und der Meeresspiegel steigt? Welche negativen Konsequenzen ergeben sich dadurch? ob sich ein halbes Grad so auswirken kann? die Erderwärmung ist vorerst einmal um 1 bis 2 Grad – da denkt man sich noch weniger solange es nicht dramatisch wird die Gletscher werden schon was bewirken – immerhin gibt es sie schon ewig

46 46 Man geht davon aus, das Problem in den Griff zu bekommen man geht davon aus, dass sich rechtzeitig eine Lösung finden wird ich hoffe doch, dass es eine Lösung geben wird es gibt auch so viele andere Sachen, die gefährlich sind – aber irgendwie gehts immer ich verspüre keine Bedrohung, weil ich noch an die Vernunft des Menschen glaube, dass noch in die richtigen Technologien investiert wird

47 47 Es ist schwer, einen Zusammenhang zwischen dem eigenen Verhalten und dem Klimawandel herzustellen man versucht sowieso, umweltbewusst zu agieren – rechtfertigt sich so vor sich selber ich fühle mich nicht wirklich betroffen, weil ich sowieso umweltbewusst lebe… ich verwende z.B. keine Plastiksackerln beim Einkauf, etc. man sieht zu wenig Zusammenhang zwischen dem eigenen Handeln und dem Klimawandel mir ist klar, was der Klimawandel bedeutet – aber das Bewusstsein, dass man jeden Tag etwas in diese Richtung leistet, fehlt bei mir Dies ist ebenfalls Grund für das geringe emotionale Involvement. Es ist schwer, eine Verbindung zwischen dem eigenen Handeln und den globalen Klimaverhältnissen herzustellen. Das diesbezügliche Bewusstsein fehlt, da man über die Zusammenhänge zu wenig Bescheid weiß.

48 48 Dennoch hält man es – vorwiegend auf einer rationalen Ebene – für wichtig, etwas gegen den Klimawandel zu unternehmen generell hat man den Eindruck, dass derzeit wenig gegen den Klimawandel unternommen wird es muss etwas auf internationaler Ebene muss etwas getan werden da langfristig mit negativen Folgen zu rechnen ist man fordert ein Umdenken in der Gesellschaft in neue Technologien investieren, die umweltschonend sind ist vor allem langfristig gesehen wichtig kurzfristig hält man es für weniger wichtig sowohl national als auch international die Maßnahmen sind zu wenig wirkungsvoll es sind schärfere Maßnahmen notwendig, um das Ganze zu stoppen es ist interessant, Technologien zu entwickeln, die möglichst umweltschonend sind und mit denen trotzdem eine maximale Leistung erreicht werden kann Man fordert Maßnahmen gegen den Klimawandel. die 0.2 Grad, die es wärmer wird pro Jahr, sind ja nicht schlimm es ist keiner da, der beharrlich Druck erzeugt damit unsere Kinder auch noch leben können irgendwann wird es keine Gletscher mehr geben die Erde soll ja auch noch nach meiner Generation bestehen wenn man jetzt nichts tut, wie ist es dann in der Zukunft?

49 49 Definition Klimawandel Den Probanden wurde eine Definition zum Thema Klimawandel vorgelegt mit der Bitte um Stellungnahme und Beurteilung.

50 50 Klimawandel – Definition Der Begriff Klimawandel steht für das Phänomen der "Globalen Erwärmung. Während Klimawandel die natürliche Veränderung des Klimas auf der Erde über einen längeren Zeitraum beschreibt und damit die bisherige Klimageschichte umfasst, bezieht sich die globale Erwärmung auf die gegenwärtige durch Menschen verursachte Klimaveränderung. Eine weitere Erwärmung in der Zukunft wird erwartet, die hauptsächliche Ursache liegt nach dem gegenwärtigen wissenschaftlichen Verständnis in der Verstärkung des Treibhauseffektes, verursacht durch den übermäßigen Ausstoß von C02 - durch fossile Verbrennung (Erdöl) und den weiteren Ausstoß von Treibhausgasen wie Methan durch die Viehwirtschaft. Während der vergangenen Jahrzehnte konnte der allmähliche Anstieg der Durchschnittstemperatur der erdnahen Atmosphäre und der Meere beobachtet werden. Bereits eine Erwärmung von mehr als 2 Grad Celsius hätte wahrscheinlich katastrophale Folgen für Natur und Mensch. Die globale Mittel-Temperatur könnte bis Ende dieses Jahrhunderts sogar um mehr als 6 Grad Celsius steigen! Mehrere hundert Millionen Menschen wären allein durch den Anstieg des Meeresspiegels bedroht, die Zahl der Todesfälle durch Hitzewellen und Überschwemmungen dürfte drastisch steigen. Ein massives Artensterben ist zu erwarten. Um ein Klima-Chaos abzuwenden, müssen die Treibhausgas-Emissionen drastisch reduziert werden. Schon heute schmelzen in der Antarktis riesige Eisflächen, Eisbären verlieren ihre Jagdgebiete. In den Alpen tauen Berghänge auf, die bisher ganzjährig gefroren waren. Ortschaften sind durch Rutschungen und Murenabgänge bedroht. Wirbelstürme in der Karibik werden häufiger und stärker. In Mitteleuropa nehmen Sturmschäden und Überschwemmungen zu. Der Süden Europas wird heißer und trockener. Malaria und andere Tropenkrankheiten treten neuerdings auch in Bergregionen Afrikas auf, wo sie bisher unbekannt waren.

51 51 Die Definition Klimawandel Die meisten Inhalte sind bekannt – insgesamt liefert der Text kaum Neuigkeiten Der Text ist interessant ist meist glaubwürdig informativ, aussagekräftig das ist das, was man eigentlich immer in den Medien hört das meiste habe ich schon gehört ist gut erklärt gibt einen guten Überblick ist mittlerweile durch weltweite Ereignisse drastisch bewiesen das ist eine Bestätigung für mich das habe ich vereinfacht auch so gesagt verständlich es gibt das wider, was ich großteils schon gehört habe Der Text liefert im wesentlichen jene Informationen, die man bereits über den Klimawandel kennt.

52 52 Die Definition Klimawandel man scheint gegenüber Informationen dieser Art abgestumpft zu sein man erlebt den Text meist nicht als schockierend oder alarmierend man zeigt sich abwartend es handelt sich um Zukunftsprognosen, die nicht bewiesen sind es handelt sich um einen relativ langen Zeitraum (bis Ende des Jahrhunderts) Es ist eine besondere Herausforderung, Zukunftsszenarien so zu kommunizieren, dass sie als relevant für die Gegenwart erlebt werden. ist etwas übertrieben man bezweifelt etwas die Glaubwürdigkeit teilweise (aber nicht häufig) kritisiert man die Definition wenn was dagegen gemacht wird, kann man das sicher eindämmen wenn man nichts dagegen unternimmt, kann es in 60 Jahren schon bedrohlich werden die haben schon in den 80er Jahren gesagt, dass wir in 20 Jahren nicht mehr leben werden, dass es keine Bäume mehr geben wird – nichts davon ist eingetreten man wird sehen, wie es kommt das erlebe ich nicht mehr man ist solche Infos gewohnt es ist leicht übertrieben es könnte sein, aber es geht sicher nicht so schnell ich glaube nicht, dass wir in 5 Jahren in Österreich die Malaria haben werden man macht den Leuten ein bisschen Angst, dann kaufen sie auch die neuen Eiskästen das klingt wie von Greenpeace ich habe das bis jetzt nicht so extrem gesehen

53 53 Nur ein paar wenige Inhalte sind NEU Methangas durch Viehwirtschaft diese Information ist oft NEU auch die Info zur Malaria wird teilweise bezweifelt es ist teilweise nicht klar, was genau gemeint ist ist teilweise neu man fühlt sich davon aber wenig betroffen die Unterscheidung Klimawandel – globale Erwärmung auch diese Unterscheidung ist teilweise neu die konkreten Angaben zum Ausmaß der Erwärmung: 2 bzw. 6 Grad hat man meist nicht gewusst wir sind nicht so unmittelbar davon betroffen das ist nicht ganz belegt gibt es jetzt mehr Kühe als früher? ob das wirklich etwas ausmacht?

54 54 Die Inhalte der Definition Klimawandel Treibhaus- effekt der Begriff an sich ist bekannt auch wenn man nicht immer weiß, was darunter genau zu verstehen ist die CO2 Gase können nicht mehr entweichen und werden zurückreflektiert, deshalb erwärmt sich die Erde Erwärmung um 2 Grad ein interessantes Wort – das kennt man – aber man weiß nicht, was es wirklich bedeutet irgendwas mit der Erderwärmung vielleicht hat das was mit dem Ozonloch zu tun man kann sich zwar durchaus Auswirkungen vorstellen – wobei man diese vorwiegend nicht in Österreich erwartet den Treibhauseffekt könnte man besser erklären ein Temperaturanstieg von 2 Grad löst wenig Betroffenheit aus man kann sich teilweise nicht vorstellen, das dies bereits katastrophale Folgen hätte Teilweise fühlt man sich von den beschriebenen Auswirkungen nicht betroffen. die Polkappen und Gletscher schmelzen – ich weiß nicht, ob mich das direkt betrifft der Meeresspiegel wird steigen und große Teile des Landes könnten überschwemmt werden das betrifft uns in Österreich wahrscheinlich weniger das ist nur eine Prognose so genau habe ich es nicht gewusst so übertrieben habe ich es noch nicht gehört wenn wir weiterhin Gegenmaßnahmen setzen, wird es nicht so katastrophal sein

55 55 Die Inhalte der Definition Klimawandel lösen keine Betroffenheit aus 6 Grad Temperaturanstieg Ende des Jahrhunderts diese Information betrifft nicht das eigene Leben es ist ein langer Zeitraum bis dahin ein Temperaturanstieg von 6 Grad ist nicht bewiesen die konkrete Zahl 6 ist neu man bezweifelt teilweise diese Information, hält man für übertrieben wird aber dennoch (rational) als bedrohlich erlebt man fühlt sich davon in Österreich weniger bedroht wird zwar als hoch erlebt, löst aber dennoch keine Betroffenheit aus: Hauptgrund dafür scheint zu sein, dass man sich dieses Zukunftsszenario nicht konkret vorstellen kann Man kann sich die Auswirkungen eines solchen Temperaturanstiegs kaum vorstellen und fühlt sich daher wenig betroffen. Auch hier ist es eine besondere Aufgabe für die Kommunikation, die Auswirkungen greifbar und nachvollziehbar zu machen. Tiere und Menschen werden sich langfristig daran anpassen vielleicht sind es nur 3 Grad das glaube ich nicht – das wird von grünen Gruppen in die Höhe gespielt ich halte Hitzewellen nicht aus wer weiß, ob das wirklich kommt so schnell wird das nicht gehen dann lebe ich nicht mehr die 6 Grad wage ich zu bezweifeln solche Wissenschaftler übertreiben oft: man muss aggressivere Zahlen nehmen, damit die Leute reagieren in Griechenland hats auch um 5 Grad mehr als bei uns und dort leben die Leute auch Inseln in der Karibik werden verschwinden wenn es so ist, ist es sicher schlimm wer sagt das? mein Gott, dann wird es halt um 6 Grad wärmer dann haben wir halt ein Klima wie in der Toskana – eigentlich angenehm

56 56 Die Inhalte der Definition Klimawandel Wirbelstürme in der Karibik Rutschungen, Muren, Über- schwemmungen man weiß, dass es dies in Österreich gibt setzt Muren aber meist nicht mit dem Klimawandel in Verbindung man weiß, dass es häufig Wirbelstürme gibt und auch in der Vergangenheit gegeben hat man sieht teilweise keinen unmittelbaren Zusammenhang mit dem Klimawandel Einzelne Aspekte des Klimawandels kann man nur schwer ursächlich damit in Verbindung bringen. hat es schon immer gegeben tragisch für die Leute Ob das mit der Klimaerwärmung zu tun hat? die kommen auch langsam nach Europa das ist schade, weil ich dort gerne hinfahre die Leute siedeln sich an den falschen Stellen an was heißt das: massives Artensterben?

57 57 Die Inhalte der Definition Klimawandel massives Artensterben ist durchaus bekannt und wird als negativ erlebt man weiß, dass es immer wieder zu einem Artensterben kommt man geht aber auch davon aus, dass sich die Tiere anpassen werden man erwartet kein plötzliches Artensterben Auch hier zeigt sich, dass man die Folgen des Klimawandels zu wenig drastisch wahrnimmt. das betrifft nicht nur Tiere, sondern auch Pflanzen die Tiere müssen sich andere Lebensräume suchen – das gab es früher auch der Eisbär ist sicher anpassungsfähig das müsste dann schon sehr langfristig (mehrere 100 Jahre) sein das ist natürlich schade das gab es schon immer, dass Pflanzen und Tiere ausgestorben sind

58 58 Welche Bedeutung hat Klimaschutz? Auszüge aus den Tagebüchern

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66 66 Der Begriff Energieeffizienz

67 67 Spontane Assoziationen zum Begriff Energieeffizienz Energie- effizienz so wenig wie möglich Energie zu verwenden da gehört alles dazu – vom Mülltrennen bis zum Plastiksackerl beim Einkaufen Energie kenne ich und Effizienz kenne ich – aber es gehört nicht zu meinem Wortschatz dass die Energie nicht vergeudet wird die Energie effizient einsetzen Produkte so bauen, dass sie wenig Energie verbrauchen (z.B. Flatscreens) es geht darum, wie gut und wie wirksam die Energie genutzt wird ich habe mir einen neuen Kühlschrank gekauft – da war Energieeffizienz ein Thema Energie sparsamer und sinnvoller einsetzen Energie gezielt einsetzen Windräder, Windenergie kostet im Prinzip nichts die Kräfte der Natur nützen, natürlich erzeugte Energie Wasserkraft- werke auch bei Kleinigkeiten sparen: z.B. mit Kochtopfdeckel kochen, Fahrgemeinschaften bilden Energie- sparlampen davon habe ich schon mal gelesen ich kenne den Begriff nicht ich weiß nicht, ob ich davon schon gehört habe Energieausweis für Eigentumshäuser

68 68 Der Begriff Energieeffizienz ist kein sehr gängiger Begriff man hat den Ausdruck zwar durchaus schon gehört Energie+Effizienz teilweise hat man den Begriff noch nie gehört hört man selten ich kann momentan damit nichts anfangen habe ich am Rande schon gehört aber nur vereinzelt weiß man sehr gut über die Bedeutung Bescheid und kann daher schnell darüber Auskunft geben häufig muss man erst etwas nachdenken, um die Bedeutung wiedergeben zu können man rekonstruiert sie dann meist aus den Worten: teilweise hat man davon in Zusammenhang mit dem Kauf neuer Elektrogeräte gehört und kann ihn auch nicht definieren ist nicht eindeutig Energie ordentlich oder sinnvoll nützen sparsamer Einsatz von Energie

69 69 Energieeffizienz definiert man meist folgendermaßen: Energie nicht verschwenden Energie gut und wirksam ausnützen sparsamer Einsatz von Energie, Energie sparen mit minimalem Aufwand das Maximum an Energie herausholen Dinge/ Geräte, so benutzen, dass sie wenig Energie benötigen sei es Brennstoffe, Strom, Ressourcen, Rohstoffe dass man nur für das Energie verbraucht, wofür man es wirklich benötigt Energie nur für solche Sachen verwenden, die man wirklich braucht mit Energie haushalten Energie so einsetzen, dass ihr Nutzen maximiert ist

70 70 Im Wesentlichen verbindet man Energieeffizienz mit… energiesparendem Verhalten, Strom sparen Produkte verwenden, die wenig Energie verbrauchen Energieeffizienz sieht man in engem Zusammenhang mit Technik: Geräte, die sparsam im Verbrauch sind Herausforderungen an die Technik vor allem das Verwenden von Energiesparlampen wird damit häufig verbunden aber auch andere energiesparende Verhaltensweisen man kennt energieeffiziente Geräte (Kühlschränke, etc.) werden als teurer erlebt als herkömmliche Geräte mit weniger Energie die gleiche Leistung bringen alte Geräte verbrauchen sehr viel Energie die Geräte nicht auf Standby haben nicht gleich die Klimaanlage im Auto einschalten Waschmaschine und Geschirrspüler nicht unnötig betätigen ich drehe das Wasser nur auf, wenn ich es brauche das Ceranfeld beim Kochen schon früher abdrehen nicht gleich die Heizung einschalten, wenn es ein bisschen kälter ist so Auto fahren, dass der Treibstoffverbrauch gering ist

71 71 Vergleichsweise SELTEN verbindet man Energieeffizienz spontan mit erneuerbarer Energie bzw. wärmedämmenden Maßnahmen Wärmedämmung Solaranlagen, Sonnenenergie ist Energie, die sowieso da ist Wind- und Wasserenergie jeder Privathaushalt erzeugt seine Energie selbst

72 72 Energieeffizienz ist ein Thema,… mit dem man sich teilweise schon auseinandergesetzt hat man schafft sich energieeffiziente Geräte an man sucht nach Möglichkeiten, Energie einzusparen dies vorwiegend aus Kostengründen der Umweltgedanke spielt in diesem Zusammenhang meist eine nur untergeordnete Rolle dennoch beschäftigt man sich nicht intensiv mit Energieeffizienz die laufenden Energiekosten sind mir nicht egal habe eine neue Waschmaschine, Gefrierschrank – mit diesen Geräten kann ich langfristig Energie sparen Tipps, wenn es um die Stromrechnung geht man kann schon mit Kleinigkeiten (Kochdeckel) viel sparen ich habe nur eine kleine Pension ich kann es mir nicht leisten, die Energie rauszuwerfen, die ich teuer bezahle

73 73 Das Wissen über Klimaziele und deren Erreichung

74 74 Man hat meist schon von Klimazielen gehört wobei ein genaues und detailliertes Wissen oft fehlt man weiß meist, dass es um die Reduzierung des Ausstoßes von CO2 bzw. von Treibhausgasen bzw. von Schadstoffen geht der Ausstoß von CO2 soll reduziert werden die Kyoto Ziele werden teilweise spontan angesprochen eine Vereinbarung zwischen verschiedenen Staaten zur Verringerung der Schadstoffe nur selten kann man gar nicht über Klimaziele Auskunft geben man spricht auch davon, dass die Ziele (von manchen Ländern) nicht eingehalten werden im Kyoto-Protokoll geht es um die Verringerung der Treibhausgase da gibt es in Japan einen Vertrag und da ist was festgehalten Österreich hat unterschrieben – mehr weiß ich nicht davon habe ich noch nichts gehört es gibt Länder, die es einhalten, und andere nicht ich kann kein einziges Ziel konkret nennen die hält sowieso kein Mensch ein unsere Regierung macht nichts ich weiß nicht viel darüber ich habe keine Ahnung, um welches Ausmaß es sich handelt

75 75 Klimaziele die Meinungen differieren, was Österreich betrifft vor allem im Vergleich zu anderen Ländern, wie den USA oder China man empfindet es als sehr negativ, dass Länder wie die USA und China den Vertrag nicht unterschrieben haben Österreich ist gut unterwegs Österreich kann die Klimaziele nicht erreichen man hat meist das Gefühl, dass sich Österreich bemüht, die Klimaziele zu erreichen, allerdings davon noch entfernt ist eher selten geht man davon aus, dass Österreich die Klimaziele erreicht teilweise kritisiert man, dass Österreich zu wenig unternimmt, um die Klimaziele zu erreichen wir nähern uns zwar an, schaffen die Ziele aber nicht finde das Kyoto Abkommen sinnlos, solange nicht die USA dabei sind wir sind nicht so schlecht, aber noch entfernt davon die werden wir wahr- scheinlich nie erreichen wir halten uns schon dran, aber die Ziele sind zu hoch wir sind ziemlich weit davon entfernt in Österreich fühlt sich niemand dafür verantwortlich

76 76 Die Erreichung der Klimaziele wird als internationale Aufgabe gesehen in Österreich ist das Umweltbewusstsein sicher höher als in Tschechien oder der Slowakei man muss Rücksicht nehmen, dass manche Länder nicht von heute auf morgen die gesamte Energieversorgung umstellen können es sollte EU-weite Gesetze geben und jedes Land hat dann seine Auflagen einzuhalten ist ein globales Thema man könnte sich weltweit auf einen industriefreien Tag einigen wird das Thema Umwelt in Rumänien, China, Russland auch so gehandhabt wie bei uns? Klimaziele

77 77 Man sieht es als Aufgabe der Politik an, Maßnahmen zum Erreichen der Klimaziele zu treffen Politik soll die Rahmenbedingungen schaffen und die Weichen stellen: Bewusstsein schaffen, aufklären Förderungen geben, Anreize schaffen vor allem bei Privatpersonen Bewusstsein schaffen und aufklären damit man nicht wegschauen kann Unternehmen fördern, die wenig Ressourcen brauchen informieren, welche Maßnahmen Privatpersonen setzen können die Politik muss Maßnahmen setzen, damit man sich daran hält die meisten Leute lassen sich durch hohe Kosten sehr schnell einschränken Privatpersonen Anreize zum Energiesparen geben (Bonus, Gutschrift auf die Stromrechnung)/ Förderungen mit Geld kommen, das zieht immer Energienutzung mit dem Klimawandel in Verbindung bringen ich glaube auch, dass die meisten die Energienutzung nicht mit dem Klimawandel in Verbindung bringen eher selten: die Politik soll Firmen dabei unterstützen, in neue Technologien zu investieren und diese zu fördern (z.B. Solarenergie, Windenergie) es gibt so viele Möglichkeiten, alternative Energien auszuschöpfen, aber es wird nicht gefördert Alternative n finden nicht rein vom Erdöl oder Erdgas abhängig sein

78 78 Weitere Maßnahmen, die von politischer Seite getroffen werden sollen Auflagen/ Vorgaben/ Gesetze erarbeiten Gesetze kontrollieren Auflagen für den Verkehr erarbeiten vor allem der Wirtschaft/ Industrie sollen Vorschriften gemacht werden der größte Verursacher ist die Industrie ABER: die Auflagen sollen so sein, dass die Wirtschaft darunter nicht leidet die Bahn sollte billiger als der LKW Verkehr sein Unternehmen dürfen nicht ins Ausland getrieben werden man fordert teilweise gesetzliche Regelungen für Privathaushalte Privatpersonen sollen nicht zu gewissen (kostenpflichtigen) Maßnahmen gezwungen werden oft geht es nur mit gesetzlichen Vorschriften da auf freiwilliger Basis würden nicht alle energiebewusst agieren soll nicht schmervoll sein, soll nicht viel kosten alles, was den kleinen Bürger belastet, wäre schlecht ABER: der einzelne Bürger leistet nur insofern einen Beitrag als er Vorgaben bekommt es soll solche Gesetze geben, die die Wirtschaft unterstützen den LKW Verkehr von der Straße auf die Schiene bekommen im Haushalt ist es auf freiwilliger Basis es wäre unsozial, Privaten vorzuschreiben, wie sie heizen müssen

79 79 Politische Maßnahmen sollen auf sämtlichen politischen Ebenen getroffen werden dennoch wünscht man sich länderübergreifende Maßnahmen (über EU Grenzen hinaus) man denkt zwar zunächst primär an die Politik in Österreich, an das Umweltministerium Österreich EU Weltpolitik die EU sollte ein Machtwort reden die EU gibt den Rahmen vor

80 80 Doch auch von der Industrie/ Wirtschaft fordert man Maßnahmen man fordert Richtlinien/ Auflagen, deren Einhaltung überprüft werden soll man zeigt sich teilweise auch kritisch gegenüber Auflagen Eindämmung der Schadstoffe und Abgase bei Fabriken, Einbauen von Filteranlagen soll gegenüber dem Verbraucher eine Vorbildwirkung haben soll darüber mehr informieren, welche Maßnahmen die Wirtschaft setzt Mehr umweltgerechtes Verhalten Auflagen an Unternehmen ABER man befürchtet, dass die Industrie in andere Länder abwandert da man in der Industrie einen Hauptverursacher von Umweltproblemen sieht soll eine Vorbildfunktion gegenüber dem Verbraucher haben jeder will immer mehr verdienen ich nehme an, dass die Industrie irrsinnige Auflagen hat die Produktion wird dann nach China verlegt es macht keinen Sinn, Produktionen in den Ostblock zu verlagern solange die Industrie nichts dagegen tut, kann der Kleine auch nichts tun die Wirtschaft setzt den Politikern das Messer an, droht abzuwandern

81 81 Doch auch Privatpersonen sind gefragt, Maßnahmen zum Erreichen der Klimaziele zu setzen ABER man weiß teilweise nicht, welche diesbezüglichen Maßnahmen Privatpersonen setzen können prinzipiell hält man den Beitrag jedes einzelnen für durchaus wichtig es bringt angeblich viel, wenn jeder einzelne Haushalt spart als Maßnahmen führt man teilweise an: man fordert mehr Aufklärung und Bewusstseins-bildung von Seiten der Politik umweltgerechtes Verhalten sollte von öffentlicher Seite gefördert/ erleichtert werden im Bereich Verkehr, aufs Auto verzichten Mülltrennen im Haushalt (z.B. Heizung herunterdrehen) Energiesparlampen z.B. Mülltrennung unterstützen nur selten: bei neuen Häusern Solaranlagen aufs Dach geben, Dämmen jeder in Wien soll mit dem Fahrrad fahren was ich dafür tun kann, hat mir ein EU Minister noch nicht erklärt 95% wissen nicht, was sie tun sollen keine Fernreisen mit dem Flugzeug Waschmaschine nur einschalten, wenn sie voll ist der Glascontainer war so weit weg und deshalb haben die Leute das Glas zum Restmüll gegeben der Einzelne kann im Kleinen sicher sehr viel erreichen, wenn man das zusammenzählt

82 82 Energieeffizienz: Welche Maßnahmen werden damit verbunden und wer ist dafür verantwortlich? Energieeffizienz wurde den Probanden zunächst definiert, um sicherzustellen, dass alle dasselbe Verständnis haben: Es geht um den effizienten und verantwortungsvollen Umgang mit Energie, d.h. den bewussten Umgang mit Energie. Maximale Wirkung bei optimal geringem Energieaufwand. Es geht hier nicht um Energiesparen im Sinne von auf etwas Verzichten (überspitzt gesagt z.B. Kerze anzünden statt Licht aufdrehen, nicht mehr mit dem Auto fahren). Es geht vielmehr um den verantwortungsvollen und bewussten Einsatz von Energie, d.h. das Verwenden von neuen Technologien (z.B. Einsatz von erneuerbaren Energien, z.B. Solarenergie, Kühlschrank, der wenig Strom verbraucht).

83 83 Maßnahmen, um Energieeffizienz zu erreichen diese sind meist bekannt man assoziiert damit stark Maßnahmen von Privathaushalten: vor allem das Kaufen von energieeffizienten Haushaltsgeräten wird häufig angeführt werden aber oft als teuer in der Anschaffung erlebt man wünscht sich daher diesbezügliche Förderungen auch das Verwenden von Energiesparlampen wird häufig thematisiert man kritisiert teilweise, dass Energiesparlampen teuer sind bzw. kaltes Licht geben darüber hinaus werden weitere energiesparende Verhaltensweisen angeführt (z.B. Licht abdrehen, auf das Auto verzichten) im Bereich Wohnen, Wohnbau, Energiegewinnung werden teilweise Maßnahmen von Privathaushalten gefordert Wärmedämmung Solarenergie verwenden Erdwärme im Bereich Heizen: keine Ölheizungen verwenden Wasser- und Strombedarf reduzieren da wird der ganze Garten aufgegraben mit Pellets heizen überlegen, ob man das Auto wirklich braucht

84 84 Von Seiten der Politik erwartet man Maßnahmen zur Energieeffizienz (1) Förderungen sind ein wesentlicher Bereich die Entwicklung alternativer Energieformen fördern (Wasser-, Wind-, Sonnenenergie) Anreize für Privatpersonen geben, energieeffizient zu sein mehr Anreize geben, mehr in Forschung investieren Heizungen fördern, die auf erneuerbare Energien zurückgreifen der Mensch muss immer ein bisschen verführt werden in den Bergen plätschert so viel Wasser runter die Verwendung alternativer Energieformen fördern der, der weniger Energie braucht, bekommt als Belohnung einen Thermeneintritt Häuser bauen, die wenig Energie verbrauchen Solarenergie ist noch immer sehr teuer – das rechnet sich nicht für mich z.B. Solaranlage auf Gemeindebau wenn die Masse einmal da ist, dann wird es auch erschwinglich der Staat soll mit gutem Beispiel vorangehen (z.B. im kommunalen Wohnbau) weniger Verbrauch mit Bonus belohnen, mehr Verbrauch mit Malus Solardäche r fördern

85 85 Von Seiten der Politik erwartet man Maßnahmen zur Energieeffizienz (2) auch hier ist Aufklärungsarbeit ein wesentlicher Punkt Bewusstseinsbildung, aufklären, neue Wege aufzeigen dem Verbraucher und der Wirtschaft gegenüber Vorgaben geben europa-/weltweite Maßnahmen setzen verkehrspolitische Maßnahmen den öffentlichen Verkehr attraktiver machen man möchte als Privatperson keine große Aufwendung haben aber dennoch einen Nutzen in finanzieller Hinsicht haben was kann man als Einzelperson tun? bereits in der Schule sollen die Kinder damit konfrontiert werden Energie im Unterricht thematisieren Wettbewerbe machen was bringt es der Umwelt, wenn ich mit dem Zug fahre? ganz Europa mit Energiesparlampen ausstatten es soll klare Richtlinien geben, damit es keine Überproduktion gibt Monatskarte n attraktiver machen spritgünstige Autos man muss sehen, was man mit kleinen Maßnahmen schon bewirken kann dass man mit kleinen Maßnahmen Geld sparen kann habe erst vor Kurzem erfahren, dass ein Flatscreen im Standby-Modus genauso viel Strom verbraucht, wie wenn er eingeschaltet ist ich glaube schon, dass Leute anders handeln würden, wenn sie besser informiert wären

86 86 Auch die Wirtschaft soll im Sinne der Energieeffizienz agieren teilweise ist man der Ansicht, dass die Wirtschaft wenig energieeffizient denkt – primär steht der Gewinn im Interesse der Wirtschaft der Wirtschaft ist das egal – die schaut nur auf Gewinn neue Technologien entwickeln (Elektroautos, Erdgasautos) selbst Energien aus alternativen Energiequellen nutzen und diese kostengünstig anbieten mit den Preisen runter gehen

87 87 Energieeffizientes Verhalten

88 88 Man setzt die folgenden Maßnahmen, um Energie zu sparen bzw. energieeffizient zu agieren Geräte nicht auf Standby haben nicht aus Bequemlichkeit mit dem Auto fahren Licht abdrehen, wenn man nicht im Raum ist Energiespar- lampen das wurde mir schon als kleines Kind eingebläut Geräte abschalten, wenn man sie nicht braucht Essen mit der Mikro- welle auf- wärmen mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren Geräte sparsam nutzen der Kühlschrank rennt nicht auf Hochtouren beim Kochen Deckel auf den Topf geben die Rest- wärme beim Ceranfeld nutzen beim Heizen sparen beim Wäsche- waschensparen Ventilator statt Klimaanlage nicht gleich die Heizung aufdrehen, wenn es kalt ist Energiebewusst einkaufen keine Plastiksäcke kaufen, auf den Transportweg achten Recyceln wenn man Sachen recyceln kann, dann haue ich sie nicht einfach weg das Wasser nicht so lange laufen lassen beim WC auf die kleine Taste drücken duschen statt baden energie- effiziente Geräte mein neuer Kühlschrank ist, glaube ich, energieeffizient die Wäsche im Freien trocken lassen – dann riecht sie besser beim Kochen kann man sehr viel Energie sparen geht schneller 40 Grad reicht, 60 ist wieder mehr Energie

89 89 Primär steht die Kostenersparnis im Vordergrund es gibt aber auch andere Gründe, warum man energieeffizient agiert man spart Kosten aus Gewohnheit manche Verhaltensweisen hat man sich (seit Kindheitstagen) antrainiert und führt sie daher automatisch aus (z.B. Licht abdrehen) bewusster Umgang mit Energie, Energie nicht verschwenden teilweise wird das Energiesparen als Wert an sich verstanden – weswegen man energiesparend agiert letztendlich steht hinter diesem Verhalten ebenfalls der Vorteil der Kostenersparnis der Umweltgedanke steht weniger im Vordergrund, schwingt aber dennoch mit man sollte schon bewusst mit Energie umgehen es stehen aber auch andere Vorteile im Vordergrund, die nicht die Energieeffizienz betreffen Bequemlich- keit z.B. mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fahren statt mit dem Auto im Stau stehen aus Faulheit seltener Rasenmähen ich mache das aus Geldgründen um die Rechnung zu minimieren es ist Energie und kostet auch es ist schon auch der Umweltgedanke dabei, nicht nur die Kosten

90 90 Wo fällt es leicht, Energie zu sparen bzw. energieeffizient zu agieren? im Haushalt wenn das Energie sparen mit Annehmlichkeiten verknüpft ist wenn es sich um unnötige Sachen handelt bei den Heizkosten aufs Autofahren verzichten man muss nicht verzichten ich schalte die Klimaanlage im Auto ab, weil ich eh auch Kopfweh davon bekomme wenn ich Wurst kaufe, brauche ich kein Plastik zwischen jeder Scheibe das ist ein wesentlicher Betrag innerhalb Wiens kann ich leicht verzichten Energiesparlampen bieten dieselbe Lichtqualität wie andere Glühbirnen es ist bequemer, nicht mit dem Auto zu fahren ich drehe nur dort das Licht auf, wo ich mich gerade aufhalte da verbrauche ich sowieso wenig Strom bei der Toilette die kleine Taste betätigen z.B. das Licht abdrehen, wenn man nicht im Raum ist Gleiten statt Vollgas auf der Couch unter der Decke liegen und nicht einheizen im Sommer isst man öfters kalte, schnelle Gerichte

91 91 Situationen, in denen Energiesparen leicht fällt Auszüge aus den Tagebüchern

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96 96 Wann fällt es schwer, Energie zu sparen bzw. energieeffizient zu agieren? Verzicht auf das Auto wenn es an die Bequemlichkeit geht Stiegen steigen statt Lift fahren Radio und Fernseher als Geräuschkulisse im Hintergrund schalte im Wohnzimmer die Klimaanlage ein ich habe die Heizung auf 23 Grad gestellt den Computer laufen lassen, auch wenn man ihn gerade nicht benutzt ist eine Prestigesache im Sommer den Ventilator aufdrehen am Land sind wir ohne Auto aufgeschmissen wenn man etwas transportiere n muss die Klimaanlage im Stau aufdrehen bei Schlechtwette r aufs Auto verzichten das Auto ist bequemer als die öffentlichen Verkehrs- mittel auf Genuss/ Luxus verzichten Filterkaffee statt Espresso- maschine auf Fernreisen verzichten in Wohnräumen kann ich mich noch nicht für das kalte Licht von Energie- sparlampen erwärmen aus Kosten- gründen (Investitions- kosten) ich kann mir eine Solarzelle nicht leisten mein Kühlschrank ist 27 Jahre alt, ich kann mir keinen neuen um 700,-- leisten ich könnte das Haus isolieren und 3fache Fensterscheiben verwenden – das habe ich aus Kostengründen nicht gemacht Notwendig- keit ich brauche am nächsten Tag die saubere Wäsche die Waschmaschine/ Geschirrspüler einschalten, auch wenn sie nicht ganz voll ist im Winter, wenn es früh dunkel wird, drehe ich überall das Licht auf

97 97 Situationen, in denen Energiesparen schwer fällt Auszüge aus den Tagebüchern

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103 103 Wie fühlt man sich, wenn man energiebewusst handelt? positive Gefühle beziehen sich am ehesten auf die Kostenersparnis man empfindet meist keine intensiven Gefühle, wenn man energiebewusst agiert man handelt oft automatisch, sieht das energiebewusste Verhalten als Selbstverständlichkeit an ich bin nicht sonderlich euphorisch teilweise aber auch auf den Umweltaspekt – wenn das Verhalten (auch) umweltmotiviert ist ich sehe förmlich, wie sich der Stromzähler einbremst, wenn ich das Licht ausknipse ich denke mir: ha, wieder gespart ich fühle mich gut, weil ich mir eine hohe Stromrechnun g nicht leisten kann ich fühle mich gut, weil ich einen kleinen Beitrag geleistet habe verantwortungsbewusst gegenüber meinen Mitmenschen mit mir und der Natur im Einklang Es scheint von Relevanz, energieeffizientes Verhalten positiv emotional aufzuladen.

104 104 Wie ich mich fühle, wenn ich energiebewusst handle Auszüge aus den Tagebüchern

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107 107 Wie fühlt man sich, wenn man NICHT energiebewusst handelt? Auch in diesem Fall stehen keine besonderen Gefühle im Vordergrund das Verhalten ist von keinen nennenswerten Gefühlen begleitet, da man oft gedankenlos agiert wird das Verhalten hingegen bewusst gesetzt, so setzt teilweise eine Rechtfertigungsstrategie ein teilweise empfindet man Ärger – vor allem dann, wenn auf das Verhalten negative Konsequenzen folgen habe kein schlechtes Gewissen es ist notwendig, es gibt keine andere Alternative ich wäge Kosten – Nutzen ab ich ärgere mich, wenn ich im Stau stehe ich ärgere mich über meine Bequemlichkeit ich ärgere mich über höhere Stromkosten ein kleiner Luxus fühle mich nicht schlechter und nicht besser

108 108 Wie ich mich fühle, wenn ich nicht energiebewusst handle Auszüge aus den Tagebüchern

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111 111 Hinderungsgründe, energieeffizient zu agieren Es lassen sich eine Reihe von Gründen identifizieren, die energieeffizientes Verhalten verhindern

112 112 Vor allem Gedankenlosigkeit und Unwissenheit kommt ein wichtiger Stellenwert zu zu wenig Wissen, Unwissenheit man ist sich nicht bewusst, wofür überall Energie verwendet wird Feedback fehlt/ geringe Transparenz der Energiekosten Gedanken- losigkeit, man unterschätzt den Energieverbrauch man weiß nicht, wieviel Energie z.B. durch Geräte verbraucht wird man muss sich energieeffizientes Verhalten bewusst machen, es läuft nicht automatisch ab (z.B. Standby Funktion ausschalten) das Verhalten läuft vielfach automatisch ab – man hinterfragt die Handlungen nicht auf deren Energieeffizienz es fehlt oft das Wissen bzw. das Bewusstsein gegenüber dem Energieverbrauch man erhält kein Feedback über das eigene nicht – energieeffiziente Verhalten man weiß nicht, welche Energiekosten mit einem gewissen Verhalten verbunden sind das Verhalten ist zur Gewohnheit geworden wenn man es gewohnt ist, denkt man nicht daran ich steige automatisch in den Lift ein, obwohl ich Stiegen steigen sollte ich weiß nicht, WIE es optimaler geht Unwissenheit über die Kurz- und Langzeitfolgen des eigenen Handelns die Energiekosten sind nicht sofort sichtbar, sondern erst später man denkt nicht daran und unterschätzt Effekte ich habe nie daran gedacht, dass es ineffizient ist, wenn man nur geringe Mengen Wäsche in der Waschmaschine wäscht mir ist nicht bewusst, was es bewirkt, wenn ich mit dem Auto statt öffentlich fahre

113 113 Man möchte auf Bequemlichkeit und einen gewissen Luxus nicht verzichten Bequem- lichkeit Flexibilität und Mobilität sind mit Energieverbrauch verbunden Flexibilität, Mobilität, Zeitersparnis man möchte auf gewisse Annehmlichkeiten nicht verzichten man ist teilweise zu faul/ zu bequem, energieeffizient zu agieren man möchte keine Mühen, keinen Aufwand auf sich nehmen man möchte möglichst wenig Zeit aufwenden (z.B. im Verkehr) man gönnt sich einen gewissen Luxus Notwendig- keit z.B. aufs Auto angewiesen sein es ist einfacher, mit dem Auto zu fahren als mit dem Zug schlafe oft beim Fernseher ein lasse den Computer den ganzen Tag rennen man sucht sich meist die schnellere Lösung aus vieles lässt sich bei höherem Energieverbrauch schneller erledigen ich lasse den ganzen Tag die Pumpe fürs Schwimmbecken nur für mich alleine laufen ich brauche nun mal den Verstärker für meine Gitarre es ist mühsam, jedes Gerät extra auszuschalten die Mistplätze sind oft zu weit weg wer schleppt schon seinen Mist über 100m spazieren?

114 114 Auch finanzielle Gründe sprechen gegen energieeffizientes Verhalten hohe Kosten zu teuer z.B. Energiesparlampen, energieeffiziente Elektrogeräte man weiß nicht, ob sich die Investitionen rentieren vor allem Investitionen ins Haus sind teuer (z.B. Dämmung, Solaranlage) man ist sich unsicher, ob sich diese rentieren die Anschaffungen sind teils mit hohen Kosten verbunden dies ist vor allem bei älteren Personen ein Argument in Zusammenhang mit Sanierungen am Haus man möchte wissen, wieviel man sich ersparen würde man ist sich selbst näher als der Umwelt extrateure Geräte kaufen, nur damit man die Umwelt schont? in Zeiten wie diesen schaut jeder auf sein Geld nur der Umwelt zuliebe – das machen nur Ökofreaks ist derzeit finanziell nicht tragbar ich weiß nicht, wie lange ich in diesem Haus noch wohne man müsste das den Leuten vorrechnen

115 115 entspricht dem Lauf der Zeit Klimawandel ist (noch) zu wenig Thema man verspürt keinen Leidensdruck aufgrund des Klimawandels z.B. das kaufen, was im Supermarkt angeboten wird man verhält sich so, wie es alle machen da es uns noch zu gut geht, denkt man nicht immer an den Klimaschutz wir müssen mit dem Lauf der Zeit mitgehen wir können gar nicht mehr anders Weitere Hinderungsgründe

116 116 Beurteilung von Maßnahmen, energieeffizient zu handeln Folgende Maßnahmen wurden in Form eines Infoblatts vorgelegt und beurteilt: -Solaranlagen/ Photovoltaik, -Lebensmittel biologisch, saisonell und regional einkaufen -Thermische und energetische Gebäudesanierung (Wärmedämmung) -Klassische Klimaanlagen durch neue energieeffiziente Kühltechnologien ersetzen -Kurzstrecken mit dem Fahrrad zurücklegen -Mittelstrecken mit der Bahn zurücklegen -Von Autos mit fossilen Verbrennungsmotoren (Benzin- und Dieselmotor) auf Elektroautos umsteigen, die mit Strom aus Erneuerbarer Energie fahren -Videokonferenzen statt lange Flugreisen zu Geschäftsmeetings -Regenwald erhalten - keine Möbel aus Tropenhölzern kaufen -Energieeffizient denkende Geräte kaufen – (Waschmaschinen, die nach Verschmutzungsgrad der Wäsche automatisch das Programm wählen)

117 117 Alle Maßnahmen werden als sinnvoll erlebt man kennt die meisten dieser Maßnahmen bzw. hat davon schon gehört

118 118 Solaranlagen/ Photovoltaik

119 119 Das Wissen über Solaranlagen/ Photovoltaik Solaranlagen kennt man man verbindet damit primär die Gewinnung von Wärme man kann Wasser erwärmen, zur Warmwasserbereitung die Wärme der Sonne wird genutzt Wärme zum Heizen wird in einem Boiler gespeichert Solaranlagen sind Röhrchen, wo Wasser durchfließt

120 120 Das Wissen über Solaranlagen/ Photovoltaik Photovoltaik ist nur teilweise bekannt man hat zwar meist schon von dem Begriff Photovoltaik gehört… …weiß teilweise aber gar nicht, was darunter zu verstehen ist meist definiert man Photovoltaikanlagen als Solaranlagen, ohne deren genaue Funktionsweise zu kennen man sieht darin eine Weiterentwicklung von Solaranlagen ist beides mehr oder minder dasselbe es geht um Energiegewinnung aus der Sonne ist das Wind- energie? teilweise geht man davon aus, dass Photovoltaikanlagen Wärme speichern eher selten weiß man, dass das Licht der Sonne in elektrische Energie umgewandelt wird und als Strom in das Stromnetz einfließt funktioniert ähnlich Zellen, die Energie speichern in großen Solarzellen auf den Dächern wird die Wärme gespeichert wenn die Sonne scheint, dann gibt es Energie Strom direkt aus dem Sonnenlicht speichern Photovoltaik erzeugt Strom ich bin mir nicht sicher, ob die Solarzellen Strom erzeugen oder heizen

121 121 Der Nutzung von Sonnenenergie (in Form von Solaranlagen/ Photovoltaik) steht man sehr positiv gegenüber Solaranlagen werden als sinnvolle Maßnahme erlebt man nützt die vorhandenen Ressourcen hilft Kosten zu sparen man spart Energie und damit Energiekosten sind eine moderne, intelligente und zukunftsträchtige Energieform ist modern und eine faszinierende Form der Energie- gewinnung amortisiert sich nach einem längeren Zeitraum (20 Jahre) es ist sinnvoll, den Strom aus eigenen Quellen zu beziehen und dadurch weniger von einem Stromanbieter abhängig zu sein man ist un- abhängig von einem Stromzulieferer es handelt sich um eine faszinierende Technologie ist ökologisch sinnvoll belasten weniger die Umwelt, sind kein Eingriff in die Natur man hat ein besseres Gefühl, ökologisch gehandelt zu haben die Sonne scheint sowieso – warum soll man die Wärme nicht nutzen? Solaranlagen sind die Zukunft das ist sehr toll solche neuen Technologien sind nicht nur sehr gut, sondern auch sehr spannend auf lange Sicht man erspart sich einen Haufen Geld ich finde es super, wenn man die Energie durch Sonne gewinnen kann ich habe dann den Bonus, dass ich der Umwelt etwas absolut Gutes getan habe jede Energie, die man selbst erzeugt, kostet einen nichts es ist saubere Energie das, was gratis kommt, kann man speichern und für Warmwasser nutzen

122 122 Dennoch gibt es auch Argumente, die gegen die Nutzung von Solaranlagen/ Photovoltaik sprechen bei bestehenden Häusern müssten Dachumbauten vorgenommen werden, um die Solarplatten einzubauen die Anschaffungen rentieren sich erst langfristig, nicht kurzfristig es scheint nicht immer so viel Sonne finanzielle Aspekte die Anschaffung kostet Geld was ebenfalls mit hohen Kosten und Aufwand verbunden ist was vor allem gegen Umbauten bestehender Häuser spricht, in denen man schon lange wohnt kostspielige Umbauten Investitionen rentieren sich erst langfristig teilweise geht man davon aus, dass aufgrund baulicher Gegebenheiten Solaranlagen nicht nachträglich eingebaut werden können funktionieren nur, wenn die Sonne scheint im Winter oder an düsteren Tagen kann man die Energie der nicht Sonne nützen sind nur ein zusätzliches Tool zur Energiegewinnung man kann nicht den gesamten Energiebedarf decken (z.B. an Tagen, wo es bewölkt ist) sind optisch weniger ansprechend (selten) wenn es extrem kalt ist, braucht man eine Zusatzheizung ist für einen Privathaushalt nicht rentabel es braucht eine gewisse Dachschräge müsste sich innerhalb von 5 bis 6 Jahren rentieren das Haus bringt zuwenig Fläche auf eine Zelle kostet ca

123 123 Man hat keine Solaranlage/ Photovoltaikanlage, weil … man in einer Wohnung wohnt und man auf die Energieversorgung im Wohnhaus keinen Einfluss hat man zu wenig Sonne hat die Anschaffungskosten sehr hoch sind hält man für nicht notwendig bei einem bestehenden Haus müssten große Umbauten durchgeführt werden, was mit hohen Kosten und Aufwand verbunden ist amortisiert sich nicht man investiert das Geld lieber in andere Maßnahmen am Haus rentiert sich nicht bei alten Häusern man sich damit noch nicht auseinandergesetzt hat das geht in einer Wohnung nicht unser Haus bekommt im Winter 2 Monate lang keine Sonne in der Wohnanlage wäre es zu aufwändig und zu teuer die anfänglichen Kosten sind sehr hoch Dach, Leitungen in den Keller, etc. ich alleine verbrauche nicht so viel Strom, dass sich das rentiert das Problem ist, dass sie so teuer sind so lange lebe ich nicht mehr, dass sich das amortisiert es gehören auch andere Sachen renoviert, die wichtiger sind ich habe eh nicht so hohe Stromkosten

124 124 Man zeigt sich aufgeschlossen gegenüber Solaranlagen/ Photovoltaik wenn man ein NEUES Haus baut (bauen würde), dann wären Solaranlagen interessant Solaranlagen oder Pellets – eine energieeffiziente Heizvorrichtung ist mir wichtig wenn es heiß ist, denke ich mir, die Sonne könnte doch die ganze Energie machen im sonnigen Burgenland zahlt es sich sicher aus das Haus ist sehr sonnig gelegen wenn man vorhat, länger in dem Haus zu wohnen

125 125 Wie kann man die Motivation, in eine Solaranlage/ Photovoltaik zu investieren, steigern? man bräuchte mehr Informationen darüber müsste kostenmäßig überzeugen, sich rentieren der Preis müsste billiger werden man hat teilweise zu wenig Informationen, Unwissenheit Förderungen sind ein wichtiger Antrieb genau die Funktionsweise und die Vorteile von Solaranlagen erklären zu einem günstigeren Preis anbieten über die finanzielle Rentabilität informieren wann amortisiert sich die Investition? eine Kosten- Nutzen- Rechnung anstellen

126 126 Projektives Verfahren: Personen, die in Solaranlagen/ Photovoltaikanlagen investieren reiche, gebildete Leute haben Interesse, etwas Neues zu machen innovativ umweltbewusst

127 127 Lebensmittel biologisch, saisonal und regional einkaufen

128 128 Man kauft gerne regionale und saisonale Lebensmittel die österreichische Herkunft ist wichtig einen besseren Geschmack haben eine gesündere Annmutung Tschernobyl ist noch in aller Gehirne man achtet teilweise weniger auf die Herkunft der Lebensmittel man kauft auch nicht regionale Produkte (z.B. wenn das gewünschte Produkte regional nicht erhältlich ist) sonst kann ich Weintrauben über nur einen ganz kurzen Zeitraum essen man verbindet damit bessere Qualität, man hat mehr Vertrauen die Produkte sind frischer können reif gepflückt werden ich denke nicht daran, was gerade Saison hat vor allem bei Obst und Gemüse greift man gerne auf diese zurück wobei eine Reihe von Gründen dafür ausschlaggebend sind: die langen Transportwege fallen weg man geht von strengeren Kontrollen/ höheren Auflagen österreichischer Produkte aus werden als energieeffizient erlebt (keine langen Transportwege) was aber nur ein Grund von vielen für den Kauf dieser Produkte darstellt ist gut für die Umwelt ABER auch: der österreichische Bauer soll daran verdienen ich fühle mich wohler, wenn ich weiß, dass das in Österreich produziert wurde ich habe mehr Vertrauen in Tomaten aus Österreich als aus Holland ich würde nie Eierschwammerl aus Bulgarien kaufen

129 129 Biologischen Lebensmitteln steht man ambivalent gegenüber man ist teilweise skeptisch, ob wirklich Bio drin ist man sieht keinen Unterschied zu anderen Lebensmitteln sind teurer als andere Lebensmittel sind gesünder haben eine bessere Qualität haben einen besseren Geschmack die Spritzmittel kommen von den Nachbarfeldern man unterstützt mit dem Kauf den Biogedanken werden im Vergleich zu herkömmlichen Lebensmitteln nicht als energieeffizienter erlebt man kauft sie teilweise nicht bzw. ist skeptisch teilweise kauft man gerne Bioprodukte ich kann geschmacklich keinen Unterschied feststellen sind natürlicher und mit weniger Pestiziden belastet auch die Biobauern sollen leben können die Qualität ist besser beim Fleisch da wird viel Schindluder getrieben da zahle ich 20% mehr damit verbinde ich nicht Energie sparen die werden ja auch irgendwie behandelt

130 130 Thermische und energetische Gebäudesanierung (Wärmedämmung)

131 131 Thermische und energetische Gebäudesanierung (Wärmedämmung) hält man für eine sinnvolle Maßnahme vorwiegend aufgrund von Einsparungsmöglichkeiten man setzt diese Maßnahme teilweise um vorwiegend um, Strom und Geld zu sparen man weiß teilweise, dass es Förderungen gibt, was man positiv erlebt man setzt diese Maßnahme aber auch nicht um wenn man in einer Mietwohnung wohnt oder man sieht keine Notwendigkeit dafür aber auch aus optischen Gründen ist zu teuer spricht primär Leute an, die ein neues Haus bauen ist zu aufwändig man braucht dann weniger heizen wir haben wärmedämmende Ziegel auf unserem Dach das Haus kühlt weniger ab wir haben Wärmeschutz -fenster da kann man sicher einiges einsparen meine Wohnung ist gut genug die alten Fenster haben nicht mehr schön ausgesehen die Gemeinde sollte die Gemeindebauten so sanieren wer finanziert es? das lässt sich nicht bei mir realistisch durchführen als Mieter will man nicht zu viel Geld in eine Wohnung investieren

132 132 Klassische Klimaanlagen durch neue energieeffiziente Kühltechnologien ersetzen

133 133 Klassische Klimaanlagen durch neue energieeffiziente Kühltechnologien ersetzen man verwendet häufig selbst aber keine Klimaanlagen man hat von energieeffizienten Kühltechnologien noch kaum etwas gehört man hält diese Idee für sinnvoll man weiß, dass Klimaanlangen viel Energie benötigen nur selten hat man von solchen Maßnahmen gehört Klimaanlagen sind Energiefresser von der Fernwärme gibt es etwas Neues: über die Heizung auch Abkühlung zu erreichen keine Ahnung, was das sein soll

134 134 Auf Fahrrad/ Bahn umsteigen

135 135 Kurzstrecken mit dem Fahrrad zurücklegen man nutzt teilweise das Fahrrad für kurze Strecken wenn es nicht besonders kalt ist, fahre ich immer mit dem Fahrrad einkaufen es macht Spaß es ist gesund, man macht Bewegung es ist billiger als die öffentlichen Verkehrsmittel man fährt teilweise nicht gerne mit dem Fahrrad hält man (in Wien) für zu gefährlich man wird verschwitzt, man kommt verschwitzt zur Arbeit man leistet einen Beitrag für die Umwelt ist nicht bequem, man ist zu faul das ist Kamikaze beim heutigen Verkehr

136 136 Mittelstrecken mit der Bahn zurücklegen man fährt nur teilweise mit der Bahn aus Gründen der Bequemlichkeit ist stressfreier als mit dem Auto sollte billiger sein die Bahn ist zu teuer es gibt schlechte Verbindungen vor allem für mehrere Personen ist die Fahrt mit einem Auto wesentlich günstiger ist umständlich, zu wenig bequem man zeigt sich häufig kritisch: ich fahre manchmal mit der Bahn die Bahn ist 100 Jahre zurück es geht nur jede Stunde in Zug die Bahn müsste um einiges günstiger sein

137 137 Von Autos mit fossilen Verbrennungsmotoren auf Elektroautos umsteigen, die mit Strom aus Erneuerbarer Energie fahren

138 138 Gegenüber Elektroautos hat man eine Reihe von Vorbehalten (1) sind technisch noch nicht ausgereift: verfügen über weniger gute Fahr- eigenschaften sind nicht schnell genug haben keine große Reichweite eignen sich nicht für Überlandfahrten bieten zu wenig Sicherheit man assoziiert mit einem Elektroauto teilweise kleine Autos also Mercedes gibt es da keinen man geht davon aus, dass man mit Elektroautos nicht weit fahren kann man kann ja mit dem Elektroauto nicht länger als 100km fahren ich weiß nicht, wie lange das halten würde damit kann ich zwar in Wien fahren, aber nicht längere Strecken auf der Autobahn fährt sich wahrscheinlich auch ganz anders

139 139 Gegenüber Elektroautos hat man eine Reihe von Vorbehalten (2) sind teuer erhöhte Kosten in der Anschaffung man geht davon aus, dass die Anschaffungskosten sehr hoch sind kostet sicherlich mehr ist sauteuer der Lexus kostet Schilling – wer hat das bitte?

140 140 Gegenüber Elektroautos hat man eine Reihe von Vorbehalten (3) Elektroautos werden nicht als richtige Autos erlebt: sind klein, sehen nicht wie richtige Autos aus haben keinen großen Laderaum (wegen der Batterie) ein Elektroauto ist kein Prestigeobjekt wirken unsportlich sind leise, machen keine lauten Motorengeräusche sind keine großen Autos ich kenne nur die lieben Kleinen, die man an die Steckdose ansteckt das ist kein Auto, ist so leise, kein Sound kann mir einen Ferrari oder Maserati nicht als Elektroauto vorstellen man fühlt sich subjektiv schlechter mit einem Elektroauto man fährt lieber Autos mit 200PS ich denke da an die Behindertenautos, an die führerscheinfreien Autos

141 141 Gegenüber Elektroautos hat man eine Reihe von Vorbehalten (4) es bleiben Fragen offen: wie lädt man Elektroautos auf? man fühlt sich selbst wenig informiert über Elektroautos man kennt keine Elektroautos, man kennt niemanden, der eines hat man weiß nicht, wie man die Autos aufladen kann man befürchtet, dass es zu wenig Tankstellen für Elektroautos gibt man ist noch nicht mit Elektro- autos in Kontakt gekommen, hat wenig Informationen man hat den Eindruck, es handelt sich um einen sehr kleinen Markt man fragt sich, wie dieser Strom erzeugt wird ist keine wirkliche Maßnahme, um Strom zu sparen soll nicht umweltschädlich erzeugt werden ich habe keine Ahnung, wo und wie ich die wieder auflade ich kann mir nicht vorstellen, das Auto an die Steckdose zu hängen ich wüsste gar nicht, wo ich ein Elektroauto kaufen könnte hat sich noch nicht durchgesetzt der Markt der Elektroautos ist verschwindend klein ich habe bis jetzt noch keines gesehen dann produziere ich kein CO2 beim Fahren, sondern beim Energie produzieren ein Elektroauto frisst viel Strom ich weiß – ehrlich gestanden – nicht sehr viel darüber Elektroautos fallen nicht so auf – man vergisst leicht, dass es sie gibt wird nicht beim Händler angeboten

142 142 Man sieht daher derzeit meist wenig Bedarf an Elektroautos sind für mich keine Alternative – sind noch nicht so ausgereift meine Freundinnen würden lachen und den Kopf schütteln von heute auf morgen werden die Benzinautos nicht ersetzt werden

143 143 Dennoch werden Elektroautos prinzipiell als sinnvoll erlebt reiche, gebildete, intellektuelle Leute Interesse an Neuem, innovativ umweltbewusst, auch ein paar Ökofreaks da sie eine Möglichkeit darstellen, auf die Umwelt zu achten mit gutem Gewissen Auto fahren Projektives Verfahren: Wer kauft sich Elektroautos?

144 144 Der Begriff Erneuerbare Energie ist durchaus bekannt wobei man nicht immer die Bedeutung des Begriffs angeben kann Es scheint sinnvoll, den Begriff Erneuerbare Energie besser zu erklären Erneuerbare Energie sind das nicht diese Windkraftwerke, die da überall stehen alles, was nachwächst Erdgas, Solar, Wasserkraft keine Ahnung, was damit gemeint ist vielleicht gibt es einen Recyclingstrom? davon habe ich schon gehört, aber ich weiß nicht, was es bedeutet ich glaube, es ist Holz, weil es wieder herstellbar ist ist irgendwie ökologisch Wind- und Sonnenenergie ladet sich beim Fahren selbst auf

145 145 Wie kann man die Motivation erhöhen, in ein Elektroauto zu investieren? man kann sich vorstellen, ein Elektroauto zu kaufen, wenn… müsste mehr und auffälliger angeboten werden darf nicht teurer als Autos mit Verbrennungsmotor sein müsste über eine ausgereiftere Technik verfügen (Geschwindigkeit, Reichweite) müsste kostengünstiger sein müssten billiger als normale Autos sein man weiß zu wenig darüber, ist zu wenig informiert müsste mehr verbreitet sein die Vorteile müssten aufgezeigt werden es müsste flächendeckende Tankstellen geben das Solarauto müsste mit einem normalen Auto vergleichbar sein über eine höhere Aktualität/ Präsenz verfügen ein Sicherheitsgefühl haben, dass man das Auto bei jeder Tankstelle auftanken kann Förderungen erhalten wenn es sowas gibt, würde ich es mir anschauen der Preis müsste passen damit das Elektroauto auch Komfort hat über den Preis kann man wahrscheinlich die besten Effekte erzielen es läuft ja alles auf die Kosten hinaus wenn der Nachbar ein Elektroauto fährt, dann bekommt man so einen Kick sollten billiger als Benzin- oder Dieselauto sein

146 146 Videokonferenzen statt lange Flugreisen zu Geschäftsmeetings

147 147 Videokonferenzen statt lange Flugreisen zu Geschäftsmeetings man begrüßt diese Maßnahme für ein 3stündiges Meeting ewige Flugreisen in Kauf nehmen die Politik sollte mit gutem Beispiel vorangehen die Politiker fliegen wegen dem EU Vertrag durch ganz Europa Telefonkonferenzen sind einfacher zu handhaben als Videokonferenzen eine Videokonferenz kann nicht immer ein persönliches Meeting ersetzen man fühlt sich meist von dieser Maßnahme nicht betroffen das betrifft die Manager das betrifft nur einen sehr kleinen Teil der ganz oberen zwischenmenschliche Kontakte sind sehr wichtig

148 148 Regenwald erhalten – keine Möbel aus Tropenhölzern kaufen

149 149 Regenwald erhalten – keine Möbel aus Tropenhölzern kaufen man weiß meist, um die Wichtigkeit dieser Maßnahme Bescheid man hat meist sowieso keine Möbel aus Tropenhölzern man kann diese Maßnahme weniger mit Energieeffizienz in Verbindung bringen die Bäume filtern CO2 und wandeln ihn in Sauerstoff um wenn man den Wald abholzt, trägt das zur Klimaveränderung bei ich mag keine dunklen Hölzer der Regenwald ist für gute Luft zuständig ohne Regenwald geht das ganze Klima flöten man braucht nicht wirklich Tropenhölzer ist keine Maßnahme zur Energieeffizienz

150 150 Energieeffizient denkende Geräte kaufen

151 151 Energieeffizient denkende Geräte kaufen man kauft teilweise selbst solche Geräte, die über eine gute Energieeffizienz verfügen man zeigt sich aufgeschlossen, energieeffiziente (AAA) Geräte zu kaufen mitdenkende Geräte kennt man oft nicht, ist NEU es soll Förderungen für solche Geräte geben, damit die breite Masse sich diese leisten kann man kritisiert allerdings, dass diese Geräte oft teuer sind vorwiegend, um eine geringe Stromrechnung zu haben man ist teilweise skeptisch mein Geschirrspüler hat 3 A ich glaube nicht, dass es Waschmaschinen gibt, die automatisch sehen, wie dreckig die Wäsche ist ich habe eine Waschmaschine gekauft, die mit niedrigen Temperaturen dieselben Effekte erzielt wie mit hohen jetzt geht alles in Richtung umweltverträglich und Energie sparen, weil das Leben immer teurer wird ob das in der Praxis auch wirklich so funktioniert? müsste man mir preismäßig schon nachschmeißen

152 152 Motive und Anreize, in Zukunft vermehrt energieeffizient zu agieren Es lassen sich unterschiedliche Motive herausarbeiten, in Zukunft vermehrt energieeffizient zu agieren

153 153 Finanzielle Vorteile sind das primäre Motiv finanzielle Vorteile, Anreize man begrüßt daher Förderungen/ preisliche Anreize für energieeffiziente Maßnahmen die Aussicht, Kosten zu sparen, ist ein starker Motivator aus Selbstantrieb kann nur Geld oder Angst ausschlaggebend sein die Umwelt ist zwar ein gutes Argument – es muss sich aber auch im Geldbörsel niederschlagen der Kostendruck bringt die Leute zum Nachdenken

154 154 Der Aspekt des Umweltbewusstseins ist eng mit dem Gefühl von Lebensqualität verbunden gutes Gewissen ich trage meinen Beitrag dazu bei das Gefühl haben, bewusst zu leben und Verantwortung zu übernehmen auf die Umwelt achten man denkt an die Zukunft man will die Lebensqualität erhalten mehr an Lebensqualität man will den Lebensraum erhalten etwas für die nächste Generation tun der Umwelt etwas Gutes tun die gute Luftqualität bleibt das Gefühl, etwas bewegt zu haben jeder ist für sich selbst verantwortlich mit einem guten Gewissen lebt es sich leichter

155 155 Eine moderne Lebensweise zu führen, lässt sich ebenfalls als Motiv identifizieren – wenn auch nachrangig ist interessant, macht Spaß es macht Spaß, sich mit neuen Technologien auseinander zu setzen ist gesund es ist beispielsweise gesund, Bewegung zu machen (z.B. Radfahren statt mit dem Auto fahren) ist modern es ist modern, umzudenken, Neues zu machen ist ein Zeichen von Intelligenz, Aufgeschlossenheit man macht etwas für die eigene Gesundheit verbesserte Qualität wenn man das Gefühl hat, durch energieeffizientes Verhalten bessere Qualität zu erhalten (z.b. bei Lebensmitteln: Bio Lebensmittel kaufen) es gehört heutzutage schon dazu, dass man energiebewusst ist

156 156 Ein sparsames Verhalten scheint eher selten Motiv zu sein, dass Verhalten zu Gunsten mehr Energieeffizienz zu ändern man verbraucht nichts sinnlos das Gefühl haben, nichts zu verschwenden Energie- effizienz an sich das Gefühl zu haben, der Haushalt rennt effizient ab ein kleines perfektes System

157 157 Gesetzlichen Maßnahmen gegenüber steht man ambivalent zwingt die Leute zur Einhaltung der Maßnahmen man baut in jedes Auto einen Chip ein, damit man in der Stadt nicht schneller als 50kmh fahren kann Gesetzgebung hält man nur dann für möglich, wenn man die Menschen dabei finanziell unterstützt/ Förderungen es muss entsprechende Förderungen geben, sonst bringt man die Wirtschaft um die Gesetzgebung muss sozial verträglich sein ich kann nicht jemandem sagen, er muss Energiesparlampen kaufen, wenn er wenig verdient man hält gesetzliche Vorgaben teilweise für notwendig, um Maßnahmen durchzusetzen man sieht allerdings auch Grenzen der Gesetzgebung man sieht es als kritisch an, Maßnahmen gesetzlich vorzuschreiben, die mit finanziellen Ausgaben verbunden sind (primär für Privatpersonen) wer überprüft die Einhaltung? sonst müsste man den Leuten die Pellets bezahlen – dann kann man es vorschreiben man kann niemandem vorschreiben, dass man nur noch mit Pellets heizen darf und nicht mehr mit Öl

158 158 Warum hat man in der Vergangenheit das Verhalten zugunsten des Umweltschutzes verändert? Müll trennen wurde in den Medien stark kommuniziert im Lauf der Jahre wurde man dafür sensibilisiert man reduziert das Autofahren Grund hierfür ist der hohe Benzinpreis Strom sparen weil man selbst die Kosten tragen muss seit ich selbst die Rechnungen zahlen muss bzw. Staus, Parkplatzprobleme die Thematik wurde immer wieder aufgegriffen

159 159 Wie kann man Menschen ansprechen/ motivieren, energieeffizient zu agieren Es werden unterschiedliche Möglichkeiten vorgeschlagen, wie man in der Kommunikation vorgehen kann

160 160 Man fordert eine verstärkte Aufklärungsarbeit, mehr Informationen zum Thema Klimawandel mehr Informationen geben die Gefahr/ Problematik visualisieren Zusammenhänge erklären den Menschen erklären, wie sich das Klima in Zukunft verändern kann z.B. anhand von Vorher – nachher – Fotos (z.B. Strand vor Überschwemmung und nachher) die Leute auch emotional ansprechen eventuell Angst vorm Klimawandel erzeugen ein Bewusstsein für den Klimawandel schaffen: verstärkte Aufklärungsarbeit zum Thema Klimawandel nicht nur rationale Argumente bringen die Leute wachrütteln die Folgen des Klimawandels aufzeigen Informationssendungen, Dokumentationen die Leute müssen es sehen, damit es ihnen ein Anliegen wird sonst müsste erst was Gröberes passieren, damit die Leute wissen, was los ist solange es einen nicht selbst betrifft, sieht man das immer anders mit vernünftigen Argumenten den Leuten wirklich erklären zum Nachdenken anregen dann ist man motiviert, sich damit auseinanderzusetzen, weil der Klimawandel ist ja nicht wirklich greifbar Sinn für Grundwerte erzeugen

161 161 Man benötigt Informationen darüber, WAS man als Einzelperson konkret tun kann was passiert, wenn man nichts dagegen unternimmt? mit den Folgen einer nicht effizienten Nutzung konfrontiert werden Welche Konsequenzen hat das für die eigene Person? muss berühren, die Relevanz für die einzelne Person erklären welche Maßnahmen können Einzelpersonen setzen? welche Maßnahmen zum Klimaschutz kann man treffen? aufzeigen, wie viel Energie man im Alltag benötigt in einer transparenten und leicht verständlichen Weise über die Vorteile des energieeffizienten Verhaltens informieren den Leuten erklären, was sie sich ersparen können und es ihnen vorrechnen zeigen, wieviel Holz benötigt wurde, um den Tagesbedarf an Energie zu erzeugen leider fehlt mir die Vision die Verschwendungs -pyramide Dinge anbieten, wo jeder mitmachen kann den Leuten vor Augen halten, dass man mit den kleinsten Maßnahmen viel sparen kann nicht in Kilowattstunden, sondern in Geld erklären, dass Energiesparlampen nicht mehr kosten vor ein paar Jahren war eine Sendung im ORF: da wurde gesagt, dass man sich zw. 50,-- und 100,-- pro Jahr erspart, wenn man Geräte komplett ausschaltet – seitdem machen wir das wie machen das andere Leute? ökologisch denken kann die Welt neu lenken

162 162 Die Informationen sollen glaubwürdig sein und gut zugänglich auffallende, einprägsame Werbung machen Information sollte für jeden zugänglich sein man benötigt KOMPETENTE, Informationen von glaubwürdiger Seite das müssen wirklich Spezialisten sein, die sich nicht nur wichtig machen wollen bekannte Persönlichkeiten einbeziehen sollte eine Vorbildfunktion einnehmen (z.B. Christina Stürmer fährt Elektroauto) Firmen oder Personen, die sich mit Klimawandel beschäftigen, sollen diese Ideen ins Volk bringen NGOs interessieren keinen auffallende Informationen, die leicht zugänglich sind GLAUBWÜRDIGKEIT ist gefragt

163 163 Bereits in Schulen informieren in Schulen z.B. Energiespartage in Schulen Bewusstsein bereits bei Kleinkindern schaffen die Eltern sollen selbst als gutes Beispiel vorangehen


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