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Gliederung: 01. Einführung 02. Das Ziel der Vollbeschäftigung 03. Das Ziel der Geldwertstabilität 04. Das Ziel eines angemessenen wirtschaftlichen Wachstums.

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1 Gliederung: 01. Einführung 02. Das Ziel der Vollbeschäftigung 03. Das Ziel der Geldwertstabilität 04. Das Ziel eines angemessenen wirtschaftlichen Wachstums 05. Die theoretischen Grundlagen der Beschäftigungspolitik 06. Die theoretischen Grundlagen der Stabilisierungspolitik 07. Die theoretischen Grundlagen der Wachstumspolitik 08. Die geld- und außenwirtschaftspolitischen Mittel 09. Die finanzpolitischen Mittel 10. Die einkommenspolitischen Mittel 11. Institutionelle Maßnahmen 12. Die Träger der Konjunktur- und Wachstumspolitik

2 Kapitel III: Das Ziel der Geldwertstabilität

3 Gliederung: 01. Galoppierende versus schleichende Inflation 02. Soll das Güterpreis- oder das Lohnniveau stabilisiert werden? 03. Welche Preisindizes lassen sich unterscheiden ? 04. Ist eine kurzfristige Stabilisierung erwünscht? 05. Wie beeinflusst die Inflation die Faktorallokation ? 06. Lässt sich Inflation allokativ rechtfertigen? 07. Wachstumspolitische Begründung für Stabilität 08. Gibt es wachstumspolitische Gründe für eine Inflation? 09. Wie wirkt sich Inflation auf Fixeinkommensempfänger aus ? 10. Welchen Einfluss hat die Inflation auf Lohneinkommen ? 11. Wie verändert die Inflation die Vermögensposition ? 12. Konflikte zwischen Stabilität und LB-Ausgleich

4 Gliederung 01. Galoppierende versus schleichende Inflation 02. Soll das Güterpreis- oder das Lohnniveau stabilisiert werden? 03. Welche Preisindizes lassen sich unterscheiden ? 04. Ist eine kurzfristige Stabilisierung erwünscht? 05. Wie beeinflusst die Inflation die Faktorallokation ? 06. Lässt sich Inflation allokativ rechtfertigen? 07. Wachstumspolitische Begründung für Stabilität 08. Gibt es wachstumspolitische Gründe für eine Inflation? 09. Wie wirkt sich Inflation auf Fixeinkommensempfänger aus ? 10. Welchen Einfluss hat die Inflation auf Lohneinkommen ? 11. Wie verändert die Inflation die Vermögensposition ? 12. Konflikte zwischen Stabilität und LB-Ausgleich

5 Frage 1: Was versteht man unter galoppierender und was unter schleichender Inflation ? 1. Die Unterscheidung nach dem Ausmaß der Inflation 2. Die Unterscheidung verschiedener Geldfunktionen: a) Die Funktion der Recheneinheit b) Die Funktion des Tauschmittels c) Die Funktion der Wertaufbewahrung 3. Verschiedene Bewertungen einer schleichenden Inflation a) Keynesianismus b) Neoklassik

6 Frage 1: Was versteht man unter galoppierender und was unter schleichender Inflation ? å Die Unterscheidung nach dem Ausmaß der Inflation å Die Unterscheidung verschiedener Geldfunktionen: lDie Funktion der Recheneinheit, ldie Funktion des Tauschmittels, ldie Funktion der Wertaufbewahrung. å Verschiedene Bewertungen einer schleichenden Inflation lKeynesianismus lNeoklassik

7 Fazit: (1) 4 Für die Unterscheidung zwischen schleichender und galop- pierender Inflation ist die Frage entscheidend, ab wann das Geld seine Funktionen als Wertaufbewahrungsmittel, als Tauschmittel und als Recheneinheit verliert.

8 Gliederung 01. Galoppierende versus schleichende Inflation 02. Soll das Güterpreis- oder das Lohnniveau stabilisiert werden? 03. Welche Preisindizes lassen sich unterscheiden ? 04. Ist eine kurzfristige Stabilisierung erwünscht? 05. Wie beeinflusst die Inflation die Faktorallokation ? 06. Lässt sich Inflation allokativ rechtfertigen? 07. Wachstumspolitische Begründung für Stabilität 08. Gibt es wachstumspolitische Gründe für eine Inflation? 09. Wie wirkt sich Inflation auf Fixeinkommensempfänger aus ? 10. Welchen Einfluss hat die Inflation auf Lohneinkommen ? 11. Wie verändert die Inflation die Vermögensposition ? 12. Konflikte zwischen Stabilität und LB-Ausgleich

9 Frage 2: Soll das Güterpreis- oder das Lohnniveau stabilisiert werden ? 1. Common sense: Stabilisierung der Güterpreise 2. M. Friedmans Position: Stabilisierung der Lohnsätze 3. Begründung: größere Gerechtigkeit 4. Gegenargument: Güterpreise sind nach unten starr.

10 Frage 2: Soll das Güterpreis- oder das Lohnniveau stabilisiert werden ? å common sense: lStabilisierung der Güterpreise å M. Friedmans Position: lStabilisierung der Lohnsätze mit Deflationierung der Güterpreise lBegründung: größere Gerechtigkeit å Gegenargument der Gewerkschaften: Güterpreise sind nach unten starr.

11 Fazit: (2) 4 Das Ziel der Geldwertstabilität bezieht sich in der Regel auf das Preisniveau der Güter. 4 Nur M. Friedman hatte vorgeschlagen, das Stabilitätsziel auf das Lohnniveau zu beziehen, 4 da auf diesem Wege die Partizipation am wirtschaftlichen Wachstum auch für die Bevölkerungsgruppen möglich sei, die sich nicht politisch organisieren können.

12 Gliederung 01. Galoppierende versus schleichende Inflation 02. Soll das Güterpreis- oder das Lohnniveau stabilisiert werden? 03. Welche Preisindizes lassen sich unterscheiden ? 04. Ist eine kurzfristige Stabilisierung erwünscht? 05. Wie beeinflusst die Inflation die Faktorallokation ? 06. Lässt sich Inflation allokativ rechtfertigen? 07. Wachstumspolitische Begründung für Stabilität 08. Gibt es wachstumspolitische Gründe für eine Inflation? 09. Wie wirkt sich Inflation auf Fixeinkommensempfänger aus ? 10. Welchen Einfluss hat die Inflation auf Lohneinkommen ? 11. Wie verändert die Inflation die Vermögensposition ? 12. Konflikte zwischen Stabilität und LB-Ausgleich

13 Frage 3: Welche Preisindizes lassen sich unterscheiden ? 1. Der Preisindex des Handelsvolumens 2. Der Preisindex des Sozialproduktes 3. Der Lebenshaltungskostenindex 4. Begriff abhängig von der zu behandelten Problematik a) bei Wachstumszielen: Sozialprodukt oder Handelsvolumen b) bei Verteilungszielen: Lebenshaltungskosten

14 Frage 3: Welche Preisindizes lassen sich unterscheiden ? å Der Preisindex des Handelsvolumens å Der Preisindex des Sozialproduktes å Der Lebenshaltungskostenindex å Begriff abhängig von der zu behandelten Problematik lbei Wachstumszielen: Sozialprodukt oder Handels- volumen lbei Verteilungszielen: Lebenshaltungskosten

15 Fazit: (3) 4 Im allgemeinen wird zwischen den Preisindizes des Handels- volumens, des Sozialproduktes und der Lebenshaltungs- kosten unterschieden, 4 wobei es auf die jeweilige Problemstellung ankommt, welcher Begriff herangezogen wird.

16 Gliederung 01. Galoppierende versus schleichende Inflation 02. Soll das Güterpreis- oder das Lohnniveau stabilisiert werden? 03. Welche Preisindizes lassen sich unterscheiden ? 04. Ist eine kurzfristige Stabilisierung erwünscht? 05. Wie beeinflusst die Inflation die Faktorallokation ? 06. Lässt sich Inflation allokativ rechtfertigen? 07. Wachstumspolitische Begründung für Stabilität 08. Gibt es wachstumspolitische Gründe für eine Inflation? 09. Wie wirkt sich Inflation auf Fixeinkommensempfänger aus ? 10. Welchen Einfluss hat die Inflation auf Lohneinkommen ? 11. Wie verändert die Inflation die Vermögensposition ? 12. Konflikte zwischen Stabilität und LB-Ausgleich

17 Frage 4: Ist eine kurzfristige oder langfristige Stabilisierung erwünscht ? 1. Gilt die Forderung nach Preisstabilität für jede Periode ? 2. Schumpeters These von der Funktion von Preissteigerungen a) im Aufschwung, b) im Abschwung.

18 Frage 4: Ist eine kurzfristige oder langfristige Stabilisierung erwünscht ? å Die Forderung nach Preisstabilität gilt zunächst für jede Periode! å Schumpeters These von der Funktion von Preis- steigerungen im Konjunkturverlauf: lFunktionen von Preissteigerungen im Aufschwung, lFunktionen von Preissenkungen im Abschwung.

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20 Fazit: (4) 4 Da Preisschwankungen im Konjunkturverlauf eine Funktion erfüllen, ist es zweckmäßig, das Ziel der Geldwertstabilität auf den gesamten Konjunkturzyklus zu beziehen.

21 Gliederung 01. Galoppierende versus schleichende Inflation 02. Soll das Güterpreis- oder das Lohnniveau stabilisiert werden? 03. Welche Preisindizes lassen sich unterscheiden ? 04. Ist eine kurzfristige Stabilisierung erwünscht? 05. Wie beeinflusst die Inflation die Faktorallokation ? 06. Lässt sich Inflation allokativ rechtfertigen? 07. Wachstumspolitische Begründung für Stabilität 08. Gibt es wachstumspolitische Gründe für eine Inflation? 09. Wie wirkt sich Inflation auf Fixeinkommensempfänger aus ? 10. Welchen Einfluss hat die Inflation auf Lohneinkommen ? 11. Wie verändert die Inflation die Vermögensposition ? 12. Konflikte zwischen Stabilität und LB-Ausgleich

22 Frage 5: Wie beeinflusst die Inflation die Faktorallokation ? 1. Instrumentaler Charakter des Stabilitätszieles 2. Stabilität als Voraussetzung einer optimalen Allokation 3. Allokation nur abhängig von Preisrelationen 4. Der Einfluss der Inflation auf die Preisrelationen: a) Fehlende Gleichzeitigkeit b) Verteilungsänderungen rufen Allokationseffekte hervor.

23 Frage 5: Wie beeinflusst die Inflation die Faktorallokation ? å instrumentaler Charakter des Stabilitätszieles å Stabilität als Voraussetzung einer optimalen Allokation å Allokation nur abhängig von Preisrelationen å Der Einfluss der Inflation auf die Preisrelationen: lFehlende Gleichzeitigkeit, lVerteilungsänderungen rufen Allokationseffekte her- vor.

24 Fazit: (5) 4 Geldwertstabilität ist die Voraussetzung für eine befriedi- gende Allokation, da der Inflationsprozess zu einer Verzerrung der Preisrelationen führt.

25 Gliederung 01. Galoppierende versus schleichende Inflation 02. Soll das Güterpreis- oder das Lohnniveau stabilisiert werden? 03. Welche Preisindizes lassen sich unterscheiden ? 04. Ist eine kurzfristige Stabilisierung erwünscht? 05. Wie beeinflusst die Inflation die Faktorallokation ? 06. Lässt sich Inflation allokativ rechtfertigen? 07. Wachstumspolitische Begründung für Stabilität 08. Gibt es wachstumspolitische Gründe für eine Inflation? 09. Wie wirkt sich Inflation auf Fixeinkommensempfänger aus ? 10. Welchen Einfluss hat die Inflation auf Lohneinkommen ? 11. Wie verändert die Inflation die Vermögensposition ? 12. Konflikte zwischen Stabilität und LB-Ausgleich

26 Frage 6: Lässt sich eine gewisse Inflation aus allokativen Gesichtspunkten rechtfertigen ? 1. These von Ch. Schultze: Inflation allokationsgünstig 2. Annahme: Preise nach unten rigide 3. Anpassung der Preisrelationen nur durch Preissteigerungen 4. Kritik: a) Argumentation gilt nur für eine nominelle Rigidität. b) De facto besteht auch reale Rigidität.

27 Frage 6: Lässt sich eine gewisse Inflation aus allokativen Gesichtspunkten rechtfertigen ? å These von Ch. Schultze: lAnnahme: Preise nach unten rigide, ldeshalb Anpassung der Preisrelationen nur durch Preissteigerungen möglich. å Kritik: lArgumentation gilt nur für eine nominelle Rigidität. lDe facto besteht auch reale Rigidität.

28 Fazit: (6) 4 Ch. Schultze hielt eine gewisse Inflation aus allokations- politischen Gründen für notwendig, 4 da aufgrund von Vermachtungserscheinungen die Preise nach unten inflexibel sind. 4 Wenn jedoch Interessengruppen eine nominelle Reduzierung ihrer Einkommen verhindern können, ist es unwahrscheinlich, dass sie eine Korrektur der Realeinkommen hinnehmen.

29 Gliederung 01. Galoppierende versus schleichende Inflation 02. Soll das Güterpreis- oder das Lohnniveau stabilisiert werden? 03. Welche Preisindizes lassen sich unterscheiden ? 04. Ist eine kurzfristige Stabilisierung erwünscht? 05. Wie beeinflusst die Inflation die Faktorallokation ? 06. Lässt sich Inflation allokativ rechtfertigen? 07. Wachstumspolitische Begründung für Stabilität 08. Gibt es wachstumspolitische Gründe für eine Inflation? 09. Wie wirkt sich Inflation auf Fixeinkommensempfänger aus ? 10. Welchen Einfluss hat die Inflation auf Lohneinkommen ? 11. Wie verändert die Inflation die Vermögensposition ? 12. Konflikte zwischen Stabilität und LB-Ausgleich

30 Frage 7: Wie lässt sich Geldwertstabilität wachstumspolitisch begründen ? 1. Die neoliberale Position 2. Wachstum wird nur durch Innovation erreicht 3. Innovation findet nur bei intensivem Wettbewerb statt 4. Bei Inflation bestehen Nachfrageüberhänge 5. Wachstum setzt Geldwertstabilität voraus

31 Frage 7: Wie lässt sich Geldwertstabilität wachstumspolitisch begründen ? å Die neoliberale Position: lWachstum wird nur durch Innovation erreicht, lInnovation findet nur bei intensivem Wettbewerb statt, lbei Inflation bestehen Nachfrageüberhänge, die keinen Wettbewerb zulassen. lDeshalb kann nur bei Geldwertstabilität mit lang- fristigem Wachstum gerechnet werden.

32 Fazit: (7) 4 Liberale Theoretiker sehen in der Geldwertstabilität die Voraussetzung für anhaltendes Wachstum. 4 Wachstum setzt Innovationen voraus, zu diesen sind jedoch die Unternehmer nur bereit, wenn sie unter stetigem Wett- bewerbsdruck stehen. 4 In Zeiten von Inflationen und Nachfrageüberhängen entfällt der Wettbewerbsdruck, der Unternehmer kann jede Kostenstei- gerung auf die Preise abwälzen.

33 Gliederung 01. Galoppierende versus schleichende Inflation 02. Soll das Güterpreis- oder das Lohnniveau stabilisiert werden? 03. Welche Preisindizes lassen sich unterscheiden ? 04. Ist eine kurzfristige Stabilisierung erwünscht? 05. Wie beeinflusst die Inflation die Faktorallokation ? 06. Lässt sich Inflation allokativ rechtfertigen? 07. Wachstumspolitische Begründung für Stabilität 08. Gibt es wachstumspolitische Gründe für eine Inflation? 09. Wie wirkt sich Inflation auf Fixeinkommensempfänger aus ? 10. Welchen Einfluss hat die Inflation auf Lohneinkommen ? 11. Wie verändert die Inflation die Vermögensposition ? 12. Konflikte zwischen Stabilität und LB-Ausgleich

34 Frage 8: Gibt es wachstumspolitische Gründe für Inflation ? 1. Die Position des Keynesianismus: a) Wachstum setzt ausreichende Investitionen voraus. b) Investitionsbereitschaft der Unternehmer zu gering c) Inflation steigert die Gewinnerwartungen d) Steigende Gewinne steigern die Bereitschaft zur Investition 2. Die Kritik von M. Friedman: a) Allenfalls kurzfristiger Erfolg b) Langfristig fordern Gewerkschaften Lohnanpassung c) Folge: Reduzierung der Gewinne

35 Frage 8: Gibt es wachstumspolitische Gründe für Inflation ? å Die Position des Keynesianismus: lWachstum setzt ausreichende Investitionen voraus. lWegen Mängel des Kapitalmarktes ist die Investi- tionsbereitschaft der Unternehmer zu gering. lÜber eine geringe Inflation können die Gewinn-erwar- tungen der Unternehmer gesteigert werden. lBei steigenden Gewinnerwartungen steigt die Bereit- schaft zur Investition. å Die Kritik von M. Friedman: lAllenfalls kurzfristiger Erfolg; llangfristig fordern Gewerkschaften Lohnanpassung, lwas wiederum zu einer Reduzierung der Gewinne führt.

36 Fazit: (8) 4 Keynesianer hielten eine geringfügige Inflation für ein Wachstum notwendig, da mit den Güterpreisen auch die Gewinne und mit ihnen die Investitionsbereitschaft ansteige. 4 M. Friedman machte darauf aufmerksam, dass dieser Effekt verpufft, sobald die Gewerkschaften in den Tarifverhand- lungen einen Kaufkraftausgleich durchgesetzt haben.

37 Gliederung 01. Galoppierende versus schleichende Inflation 02. Soll das Güterpreis- oder das Lohnniveau stabilisiert werden? 03. Welche Preisindizes lassen sich unterscheiden ? 04. Ist eine kurzfristige Stabilisierung erwünscht? 05. Wie beeinflusst die Inflation die Faktorallokation ? 06. Lässt sich Inflation allokativ rechtfertigen? 07. Wachstumspolitische Begründung für Stabilität 08. Gibt es wachstumspolitische Gründe für eine Inflation? 09. Wie wirkt sich Inflation auf Fixeinkommensempfänger aus ? 10. Welchen Einfluss hat die Inflation auf Lohneinkommen ? 11. Wie verändert die Inflation die Vermögensposition ? 12. Konflikte zwischen Stabilität und LB-Ausgleich

38 Frage 9: Wie wirkt sich eine Inflation auf die Fixeinkommens- empfänger aus ? 1. Definition des Fixeinkommens 2. Die Einkommensquote der Fixeinkommensempfänger 3. Gibt es heute noch Fixeinkommensempfänger ? a) Verzögerungen in der Rentenanpassung b) nicht-dynamisierte Transfereinkommen

39 Frage 9: Wie wirkt sich eine Inflation auf die Fixeinkommens- empfänger aus ? å Definition des Fixeinkommens: å Das Realeinkommen sinkt bei konstantem Nominalein- kommen und Inflation. å Die Einkommensquote der Fixeinkommensempfänger sinkt bei steigendem Sozialprodukt auch dann, wenn die Preise konstant bleiben! å Gibt es heute noch Fixeinkommensempfänger ? lVerzögerungen in der Rentenanpassung bis zu den 90er Jahren lnicht-dynamisierte Transfereinkommen

40 Fazit: (9) 4 Geldwertstabilität wird auch aus verteilungspolitischen Grün- den gefordert. 4 Inflationen benachteiligen die Fixeinkommensempfänger, 4 da die Nominaleinkommen ex definitione nicht an die Preis- steigerungen angepasst werden. 4 Allerdings ist die Zahl der Fixeinkommensempfänger seit der Dynamisierung der Renten stark gesunken.

41 Gliederung 01. Galoppierende versus schleichende Inflation 02. Soll das Güterpreis- oder das Lohnniveau stabilisiert werden? 03. Welche Preisindizes lassen sich unterscheiden ? 04. Ist eine kurzfristige Stabilisierung erwünscht? 05. Wie beeinflusst die Inflation die Faktorallokation ? 06. Lässt sich Inflation allokativ rechtfertigen? 07. Wachstumspolitische Begründung für Stabilität 08. Gibt es wachstumspolitische Gründe für eine Inflation? 09. Wie wirkt sich Inflation auf Fixeinkommensempfänger aus ? 10. Welchen Einfluss hat die Inflation auf Lohneinkommen ? 11. Wie verändert die Inflation die Vermögensposition ? 12. Konflikte zwischen Stabilität und LB-Ausgleich

42 Frage 10: Welchen Einfluss hat eine Inflation auf die Einkommensposition der Arbeitnehmer ? 1. Tariflöhne werden verzögert an Preissteigerungen angepasst 2. wage lags empirisch nicht nachgewiesen 3. Begründungen: a) Kompensationen durch übertarifliche Lohnzuschläge b) These vom wage lead.

43 Frage 10: Welchen Einfluss hat eine Inflation auf die Einkommensposition der Arbeitnehmer ? å These: Die Tariflöhne werden verzögert an Preissteige- rungen angepasst. å Allerdings konnten wage lags empirisch nicht nachgewie- sen werden. å Kompensationen durch übertarifliche Lohnzuschläge; å These vom wage lead.

44 Fazit: (10) 4 Nach allgemeiner Vorstellung benachteiligen Inflationen bei einer verzögerten Lohnanpassung auch die Lohnempfänger. 4 Der wage-lag-Effekt konnte jedoch empirisch nicht nachge- wiesen werden, 4 da die Verzögerung durch übertarifliche Lohnzuschläge redu- ziert wird und 4 da die Gewerkschaften ihre Lohnforderungen an der erwar- teten Preissteigerungen ausrichten.

45 Gliederung 01. Galoppierende versus schleichende Inflation 02. Soll das Güterpreis- oder das Lohnniveau stabilisiert werden? 03. Welche Preisindizes lassen sich unterscheiden ? 04. Ist eine kurzfristige Stabilisierung erwünscht? 05. Wie beeinflusst die Inflation die Faktorallokation ? 06. Lässt sich Inflation allokativ rechtfertigen? 07. Wachstumspolitische Begründung für Stabilität 08. Gibt es wachstumspolitische Gründe für eine Inflation? 09. Wie wirkt sich Inflation auf Fixeinkommensempfänger aus ? 10. Welchen Einfluss hat die Inflation auf Lohneinkommen ? 11. Wie verändert die Inflation die Vermögensposition ? 12. Konflikte zwischen Stabilität und LB-Ausgleich

46 Frage 11: Wie verändert die Inflation die Vermögensposition ? 1. Common sense: Begünstigung der Schuldner 2. Kritik: a) Nur gültig ohne Antizipation der Preissteigerungen im Zins b) Nur gültig ohne Wertsicherungsklauseln 3. Die Rolle der Art der Vermögensanlage: a) Wertbeständigkeit von Sachanlagen b) Wertverluste bei Geldforderungen

47 Frage 11: Wie verändert die Inflation die Vermögensposition ? å common sense: lBegünstigung der Schuldner gegenüber den Gläubigern å Kritik: lNur gültig unter gewissen, einschränkenden Annahmen. mkeine Antizipation der Preissteigerungen im Zins, mkeine Wertsicherungsklauseln. lDie Rolle der Art der Vermögensanlage: mWertbeständigkeit von Sachanlagen, mWertverluste bei Geldforderungen

48 Fazit: (11) 4 Im allgemeinen werden durch Inflationen die Gläubiger be- nachteiligt, die Schuldner begünstigt. 4 Dieser Effekt tritt jedoch nur dann ein, wenn keine Wert- sicherungsklauseln vereinbart werden. 4 Weiterhin gilt, dass auf einem unbeeinflussten Kapitalmarkt und bei rationalem Verhalten die erwartete Inflationsrate im Zinssatz berücksichtigt wird.

49 Gliederung 01. Galoppierende versus schleichende Inflation 02. Soll das Güterpreis- oder das Lohnniveau stabilisiert werden? 03. Welche Preisindizes lassen sich unterscheiden ? 04. Ist eine kurzfristige Stabilisierung erwünscht? 05. Wie beeinflusst die Inflation die Faktorallokation ? 06. Lässt sich Inflation allokativ rechtfertigen? 07. Wachstumspolitische Begründung für Stabilität 08. Gibt es wachstumspolitische Gründe für eine Inflation? 09. Wie wirkt sich Inflation auf Fixeinkommensempfänger aus ? 10. Welchen Einfluss hat die Inflation auf Lohneinkommen ? 11. Wie verändert die Inflation die Vermögensposition ? 12. Konflikte zwischen Stabilität und LB-Ausgleich

50 Frage 12: Besteht zwischen dem Stabilitätsziel und dem Ziel des LB-Ausgleiches ein Konflikt ? 1. Zwei Möglichkeiten zum Abbau von ZB-Ungleichgewichten: a) über Inflations- oder Deflationsprozesse b) über Wechselkursanpassungen 2. Zielkonflikt zwischen interner Stabilität und LB- Ausgleich

51 Frage 12: Besteht zwischen dem Stabilitätsziel und dem Ziel des LB-Ausgleiches ein Konflikt ? å Es gibt nur zwei Möglichkeiten, Zahlungsbilanzungleich- gewichte in einer freien Marktwirtschaft abzubauen: lIn einem System fester Wechselkurse erfolgt ZB- Ausgleich über Inflations- oder Deflationsprozesse, lin einem System freier Wechselkurse erfolgt ZB- Ausgleich über Wechselkursanpassungen. å Folglich besteht in einem System fester Wechselkurse ein Zielkonflikt zwischen interner Stabilität und LB-Aus- gleich.

52 System fester Wechselkurse Ausgangspunkt: Zahlungsbilanzüberschuss Überschüssige Devisenerlöse werden der Notenbank angebo- ten; die umlaufende Geldmenge steigt. Entsprechend der Quantitätstheorie führt dies zu Preis- steigerungen. Im Ausland erfolgt ein analoger Prozess mit umgekehrten Vor- zeichen: Devisen werden von der Notenbank angekauft, Geldmenge und Preisniveau im Ausland sinken. Die Inflation im Inland sowie die Deflation im Ausland bewirken, dass der Export zurückgeht und der Import ansteigt. Der Zahlungsbilanzüberschuss wird über Inflations- bzw. De- flationsprozesse abgebaut.

53 Fazit : (12) 4 In einem System fester Wechselkurse besteht ein Konflikt zwischen dem Ziel des Devisenbilanzausgleiches einerseits und den konjunkturpolitischen Zielen andererseits. 4 Der Überschuss in der Devisenbilanz kann bei Verzicht auf eine Aufwertung nur dadurch beseitigt werden, dass ein Anstieg des nationalen Preisniveaus (ein Inflationsprozess) zugelassen wird.

54 Ende


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